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Ueber Handel und Gewerbe, Steuren und Zoelle
Entstehung
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455,OM Thlr. Getreide kaufte und verkaufte, alsoalle zwei Monate ihr Kapital nmschlug. Sic ge-wann mit diesen 74,OM Thlrn. in allem 75,MOThlr. wovon 65,000 der Bürgerschaft zu gutekamen, indem sie dieser die Frucht um so vielunter dem Marktpreise der Umgegend ließ, undnoch zugleich 10,000 Thlr. zur Gründung einesKrankenhauses übrig behielt. Im Durchschnitthat sie also bei jedem Umschläge ihres Kapitals17 pCt. gewonnen, welches bei einem sechsma-ligen Umschläge 102 pCt. war. Sie konnte alsoleicht an die Theilnehmer die 5 pCt. landüblicheZinsen zahlen.

Als Se. Majestät der König bestimmt hatte,für 2 Millionen Getreide ankaufen zu lassen, somachte die Anschaffung der 2 Millionen auf demPlatze von Amsterdam einige Bedenklichkeiten undeinige Schwierigkeiten, und indem man vorzog,in der Ostsee zu kaufen, und mit Berliner Hand-lnngshäusern abzuschließen, so kam man auf eineganz unschuldige Weise in die Verwickelungen, wel-che nachher so unangenehme Folgen hatten.

Offenbar lag der Jrrthnm darin, daß mandie Natur des Kornhandels nicht hinlänglichkannte, und daß man nicht einsah, daß, wennSe. Majestät der König sich entschieden, seinenRheinländern für 2 Millionen Getreide zugehenzu lassen, daß dazu nicht mehr als eine Anschaf-fung von etwa 3M,OM Thlr. auf dem Platz vonAmsterdam nothwendig war, weil, so wie das