Druckschrift 
Ueber Handel und Gewerbe, Steuren und Zoelle
Entstehung
Seite
294
Einzelbild herunterladen
 

294

ist immer eine solche Menge Frucht auf dem dor-tigen Stapel, daß die Eingebornen zu jeder Zeitso viel Frucht haben können, als sie wollen, so-bald sie so viel bezahlen, wie der Ausländer, inHolland einkauft. Wohlfeiler, wie dieser, habensie es ohnehin, weil die Frucht an Ort undStelle ist, und sie keine Fracht weiter zu tragenhaben.

Auf den Handel ist einmal die ganze Gesell-schaft eingerichtet, auf das große Tauschsystem,das sich mit Hülfe des Geldes unter den Neu-Europäischen Völkern entwickelt hat. Hiernachhaben sich alle bestehenden Verhältnisse gebildetund entwickelt.

In Hungerjahren ist der allgemeinen Nothnur dadurch zu begegnen, daß sich die vorhande-nen Lebensmittel gleichförmig in der Gesellschaftvertheilen, und daß man überall ein wenighungert, damit man nicht genöthigt ist, an einemeinzelnen Orte über die Gebühr viel zu hungern.Denn das gleichförmige Vcrthcilen der Lebensmit-tel ist das Erste, was Hilst, da sich die Anzahlder hungernden Magen nicht vermindern läßt,noch die Anzahl der gewachsenen Körner vermeh-ren. Denn zweitens ist die Thenrung selber das,was die Thenrung steuert, weil die Menschengerade durch die Theurung zu einer großenSparsamkeit der Lebensmittel ungehalten werden,ans die sie auf einem andern Wege, und selbst