— 271 —
Da man einmal in Berlin diese Natnr desKornhandels übersehen, und den Markt von Am-sterdam verkästen hatte, so waren alle folgendeFehler nothwcndigc Folgen aus diesem ersten,und es ist daher nicht wahrscheinlich, daß die Un-tersuchungen des Justitzministers gegen das be-treffende Ministerium, so mit diesem Kornankaufebeauftragt war, zu einem andern Resultate füh-ren werden, als: daß das ganze Unglück auseinem Jrrthume entstanden — so wie der Fallvon Magdeburg und Stettin ebenfalls aus demJrrthume hcrrührte, daß man abgelebte Greise zuKommandanten bestellt, die sich nun gleich rath-und hülflos fühlten, als das Unglück über demStaate zusammenschlug.
Gerade weil die Kornsache in ihrem innerstenWesen höchst wahrscheinlich auf einem Jrrthumeberuht, der unter den gegebenen Umständen leichtzu begehen war, da alle Personen, die an demAbschlüsse Theil nahmen, nie ähnliches erlebt, sowenig wie die ganze jetzt lebende Generation —soist es sehr wünschenswert!), daß sie hier ausführ-lich dargestcllt wird, mit allen ihren Jrrthümernund Verlusten. Eine Regierung, die sich guterZwecke bewußt ist, kann dieses, ohne ihrer Würdeetwas zu vergeben; — so wie auch der BarmerKornvercin ohne Hehl die Verluste erzählenkonnte, so er erlitten.
Es ist nicht zu leugnen, daß vieles von dem,was über die Berliner Kvrngcschichte ist geredet