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das Grundübel, weil sich nun die Kornhändlcrauf keine Lieferungstcrmine in Amsterdam einlas-sen wollten, da bei der Verschiffung einer so gro-ßen Masse von Getraide es unmöglich ist, Zeit-fristcn zu bestimmen und cinzuhalten, da allesvon der Menge der vorräthigen Schiffe abhängt,so zur Befrachtung in die Häfen kommen, — fer-ner vom Anfänge des Eises im Frühjahr undvom Durchgänge durch den Sund, der die Schiffebei widrigem Winde um 3 Wochen aufhaltenkann.
Hätte man die Natur des Kornhandels inHungerjahren gekannt, so hätte man gewußt, daß,nur für 2 Millionen Getreide in Amsterdam zukaufen, man nicht mehr als 300,000 Thlr. baaresGeld gebraucht, und diese kleine Summe warleicht auf dem Platz von Amsterdam zu bringen.
Denn in solchen Jahren ist Korn eben sogut wie baares Geld, und Borgen findet garnicht statt. Mehr als für 300,000 Thlr. Getreideläßt sich auf einmal nicht den Rhein aufwärtsversenden. So wie es angekommen, in Wesel,Düsseldorf, Kölln und Koblenz, ist es auch gleichverkauft und bezahlt, und die folgende Partiewird dann wieder mit dem erlvs'tcn Gelde be-zahlt. — Daß der Kornhandel wirklich diese Na-tur hat, das sieht man an den Geschäften desBarmer Vereins, der mit einem Betriebskapitalvon 28000 Thlr. für 240,000 Thlr. Korn gekauftund verkauft hat.