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Nach diesen Ansichten pflegten die Römer,wenn sie ein benachbartes Volk besiegt hatten,diesem einen ansehnlichen Theil seiner Grundstückeabzunchmen; den andern Theil überließen sie denBesiegten gegen einen Zins, die ihnen dadurchzinspflichtig wurden. — Denn wenn der Kriegausgebrochen, spielten die Völker um Freiheit undEigcnthum, und da beide Alles setzten — sowurde dem, der gewann, auch Alles zu Theil.
Es lag hiebei immer der Begriff zum Grunde:Das alles Eigenthum eiues Volks nicht dem Ein-zelnen gehört, sondern der Gesellschaft — demStaate — und daß jeder Einzelne das, was ersein Privatcigenthum nennt, vom Staate zu Lehntragt.
Die damaligen Völker hatten viel richtigereBegriffe über die Entstehung und Bildung derGesellschaft, wie Wir, gerade weil sie jenen Zei-ten näher gelebt, wie die Gesellschaften noch kleinwaren und sich übersehen ließen. — Wenn dieGesellschaften, wenn die Staaten lange bestanden,wenn sie alt geworden nnd einen großen Umfangerreicht, so übersehen nur wenige privilegirteKöpfe — so wie Machiavelli, Montesquieu, Mö-ser ihre Geschichte und die Entstehungsweise undden Mechanismus ihres zusammengesetzten Getrie-bes. — Auf der Netzhaut des Volks bildet sichnur ein dunkles verworrenes Bild hievon ab,nnd es glaubt, die Gesellschaft sey immer so
Handl. u. Gewerbe. ( )