158
Wie sich der Handel in den letzten Jahrengestaltet hat, ist eine Ausdehnung jenseits derMeere nothwendig geworden. Wir werden andreVerbindungswege durch Kanäle anfsuchcn müssen,wenn uns der nachstgelcgenc, von der Naturgleichsam angewiesene, durch die Niederlandenicht geöffnet werden kann.
So lange diese Frage unterschieden bleibt,darf man deswegen ans die entfernteren nichternsthaft denken, und Vorschläge zu deren Anle-gung muffen so lange unterbleiben.
Es vergeht durch den langsamen Gang derschriftlichen Unterhandlungen eine kostbare Zeit;die fremden Fabrickstaaten machen sich mittler-weile dem cinträglichern Handel nach den Indieneigen und setzen sich immer mehr darin fest.
Daher sei uns die Bitte vergönnt, daßdie Unterhandlungen mit der NiederländischenNegierung über die freie Benutzung des Rheinsbis ins Meer, schnell zu einem Ergebniß mögegefördert werden.
Wir wagen es ferner, Ew. fürstl. Durchs,auf die Nachtheile aufmerksam zu machen, welchedie jetzige militairische Einrichtung den hiesigenFabrickgcgenden bringt. Wir bescheiden uns, daßwir in der jetzigen Lage Europas nicht mehr dieBefreiungen hoffen dürfen, welche die Bewohnerdes Bergischen unter den Fürsten von Pfalz ge-nossen haben. Unsere Söhne haben in den Feld-Zügen von 1814 und 1815 mit geblutet, und