— 7L
geren klimatischen Verhältnissen leben, nie ankön-ncii- So wird man in Deutschland nie durchProhibitiv-Zölle den Seidenbau begünstigen kön-nen, so daß die italienische Seide ausgeschlossenwird. So wird Frankreich mit seinen Eisenhüt-ten und Waldungen nie gegen die SchwedischenEisenhütten und Waldungen ankönnen, und nieso gutes, noch so wohlfeiles Eisen erzeugen, alsSchweden ihm zuführt, und ihm — ungeachtetseiner Kanäle und Landstraßen —^mit geringerenKosten zuführt, als wenn es das Eisen von sei-nen eigenen Hütten holt, da 500 Meilen See-fracht mit 3 Meilen Landfracht pari stehen. Dadie Natur und alle klimatischen Verhältnisse ineinem Jahrhundert sind wie im andern, so mußman auf diese Gewerbe gleich Verzicht thun, undnicht durch künstliche Mittel eine kränkliche In-dustrie hervorrnfen wollen, die doch heute odermsrgen wieder an der Bleichsucht dahin stirbt.
In die zweite Abtheilung gehören die, mel-de durch Klima und Naturvcrhältniffe im eigenenLande eben so sehr begünstigt sind, als im Aus-lände, die aber gegen die ausländischen Gewerbenicht ankönncn, t) weil entweder bei andernVölkern die Gesellschaft eine größere Entwickelungund eine größere Vollkommenheit ihrer inncrnEinrichtungen erreicht hat, die dann auch zu ei-ner größer» Vollkommenheit der Gewerbe führt,oder 2) weil jene Gewerbe schon länger bestan-den, und dadurch schon eine größere Vollkom-