AlittnM im Oberbergischkn für ; oder 400 Nthlr. kauften,*)und nun sich auf diesen aufschwörrn ließen. Sie begingendann den Landtag, zogen täglich ; Nthlr. Diäten und konntenwährend des Landtages alle Vergnügungen der Hauptstadt, gra-tis, und auf Kosten des Landes genießen. Mit diesen hattedir Landeshoheit bei Geldbewilligungen natürlich nie irgend rin«Schwierigkeit.
Das bemerkt aber Montesgueieu, daß ein Staat immer seinerAuflösung entgegen gehe, wenn der Gesetzgebende Thcil nocheigensüchtiger werde, wie der Verwaltende.
Auch erloschen die meisten adeligen Familien im Laufe derbeiden letzten Jahrhunderte, und da die Staatscinrichtung nichtder Art war, daß der Adel volkstümlich mit der Nation fort-lebte, und sich aus der Nation selber immer wieder erneuernund erfrischen konnte so mußte er zuletzt fast gänzlich ausster,ben und verschwinden.
Wie die adeligen Geschlechter im letzten Jahrhundert imHerzogtum Berg verschwunden, daß geht aus folgendem Ver-zeichnisse hervor, so aus dem Wappenbuche genommen, so derSekretär der bergischen Stände, Herr Werter im Jahr 1791mit Erlaubniß der Stände, bekannt machte. Es ist aus demständischen Archive genommen, und enthält das Wappen undden Stammbaum der 8 oder iü aufgeschworne» Ahnen. **)
Andere mietheten das Eigenthumsrecht von dem adeligen Besitzereines Rittergutes, und erhielten dafür de» Landtagsbrics so an dasRittergut gesendet wurde. — Dadurch wurden die Stände immer sehrschwach in der bffentlichcn Meinung, die bald den Witz aufgefunde»,daß die armen Junker nur auf einen Micthklepper zum Landtagereite» kbnntcn, und daß für diese ein Landtagbries, nur ein PaniS-brief sey.
Dis gegen das Jahr 1750 wurden auf den bergischen Landtage mir«in Stammbaum von acht Ahnen beschworen, später ging man «ineGeneration weiter «n» auf stchszehn Ahnen.