Als die Flanken die Allemanier besiegt, Gallien erobert undihnen in den Karolingern ein großes Herrschergeschlecht aufge,gangen, so besiegten sie endlich die Sachsen und die thüringschenKalten, und aus dem Frankenbunde ging das deutsche Reich hervor.
Karl theilte das Reich in Provinzen. Diese Provinzen inGauen, aus denen später Grasschaften wurden. — Er folgte demDeispiele Konstantins des Großen, der ebenfalls als er seinenKaisersitz in Bizanz aufschlug und das oströmische Reich stiftetedie Verwaltung neu ordnete, und die neue Ordnung der Ver,tvaltung auf eine neue Territorial-Eintheilung deö Reichs gründete,die für alle Provinzen gleichförmig war.
§.
DaS Dergischr war in vier Gaue gctheilt:r. Der Ruhrgau (der des Teutoburger Waldes)
2. Der Keldachgau —- an der Wupper,z. Der Deuhergau, Kölln gegenüber.
4. Der Avelgau, an der Sieg, wo noch der alte Ritter,sitz Avel liegt.
Wer die Grafen gewesen, so diesen Gauen als Reichsbcamtenvorgestande», wie sie geheißen, und wessen Geschlechts sie waren,dieses ist längst im Strome der Jahrhunderte unrergegangen.
Nach alten Sagen soll ums Jahr 1000 Hermann Graf deüKcldachgaueS vom Kaiser Otto dem Dritten die Grafschaft zuLehn empfangen haben.
So wurde der Grund gelegt, daß aus einer ReichsbedientenFamilie, ein erbliches Dynastengeschlecht hervorging.
Im eilften Jahrhundert hörte.die Benennung der Gaue all,mählig auf, sie wurden nun Grafschaft genannt, und die Grafennannten sich nicht mehr nach dem Namen des Gaues, sondernNach ihrem Herrensitze, nach ihrer Burg.
Die Grafen des KcldachgaueS nannten sich Grafen vomBerge, nach ihrer Burg: Berge, im jetzigen Kirchspiel Oden,thal an dem Dünnflusse, wo spater (i;;z) die Abtei Allenbergerbaut wurde, welche bis auf den heutigen Tag steht; jetzt zumTheil in Ruinen.