XIV
Starken an, den Blinden auf den Sehenden, das Kind aufdie Mutter.
Und der Mensch ist göttlichen Geschlechts.
Auch habe ich geredet von der Gefahr der Zeit. Sie scheintda zu liegen, daß das Streben der Zeit so bürgerlich geworden,daß es sich zum anarchischen neigt.
So wurde in der Reformation bas Streben nach Gewissens«freiheit so stark, daß es sich öfter zum phantastischen wandte,wie in den Münsterschen Unruhen.
Di- Krise in der die Gesellschaft ist, ist nicht seit gestern.
Sie rührt zum Theil von der Entdeckung einer neuen Welther, die die edlen Metalle verfünffacht, und den Geldreichthummächtig neben dem Landreichthum erhoben.
Hierdurch müssen alle Verhältnisse in Verwirrung gerathe», dieauf dem Lanorrichthum berühren, und aus ihm hervorgegangen.
Und da die Staateeinrichlungen sich fast ansschiicßcnd aufjenen bezogen, so mußte sich der Geldreichthum in fieberhaftenZ-.ckungen abmühen, bis ihm sein Recht wicdcrfahren.
Nicht eher wird die innrc Ruhe der Gesellschaft wieder her«gestellt, bis beide ihre Kräfte gegen einander abgewogen und denSchwerpunkt gefunden in dem sie beharre» können.
Der schnelle Umschwung der Geschlechter, ihr beständigesSteigen und Sinken, baß der Geldreichthum hervorgebracht, mußtenothwendig alle Einrichtungen stören, die auf der Geburt undauf der Dauer der Geschlechter beruhen. Ist doch das mittlereAlter der edele» Geschlechter die im brilrischen Oberhaus- sitzennur kaum noch go Jahre.
Ich würde es für ein Glück halten, wenn die Gesellschaftsich solche Einrichtungen geben könnte, wodurch de» Geschlechter»eine lange Dauer verliehen würde, wenigstens denen, die denKern der Nation auemachen, den Grundrigrnthümern.
Da einmal Städte und Geldreichthum neben dem Landrelch«