Von der Liebe. 245
Wachsamkeit, welche der Sohn Gottes Selbstuns allen anbefahl, als Er zu Seinen Jüngernsagte: ,,Was Ich euch sage, das sage Ich al-„len: wachet!" und wenn wir beharren imVertrauen aus Gott und in der Demut, so wirdin uns ,,dcr innere Mensch von Tage zu Tage„erneuet", und mit dem äusseren Menschen,welcher veraltet, veraltet auch je mehr und mehrder alte Mensch der Sünde.
21. Ich glaube genug gesagt, oder vielmehraus Sprüchen der heiligen Schrift unwidcrsprech-lich gezeigt zu haben, wie eitel der Vorwurf scy,den stolze Weltweisen der Religion Jesu Christimachen, als lehre sie uns, nur nach eigensüch-tigen Antrieben der Furcht und der Hofnung,dem Bösen entsagen und uns des Guten befleis-sigen. Sie lehrt uns vielmehr das Gute ausseiner Quelle, aus Gott, dem ewigen Urbornedes Guten, kennen lernen; aus diesem Urborneschöpfen; und alles was schön und gut ist, derewigen Urschöne, der ewigen Urgüte wegen lie-ben, ihm nachjagen, und cs üben. Sie, undnur sie, lehrt uns, woher wir die Kraft dazuschöpfen können und schöpfen sollen; und indemsie uns von unsrer Ohnmacht überzeugt, zugleichaber der Hülfe der göttlichen Gnade uns ver-
Mark. XIII,L7-
2. Kor. IIII,16.