Von der Liebe.
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sie, gezieme die Tugend ihrer selbst wegen zulieben, daher auch ihrer selbst wegen sie zu üben,wofür er durch edles Selbstbewußtst!)» belohnetwerde. Und glaube er an Vergeltungen deSGuten und deS Bösen nach dem Tode, so hoffeer allerdings, daß seiner Tugend eine Belohnungharre, bedürfe aber dieser Hofnung eben so we-nig zur Triebfeder um edel zu handeln, als eSdie ihr entgegen gesezte Furcht vor der Strafesey, welche ihn von bösen Handlungen zurückhalte.
2. Tugend ist ein abgezogener Begrif. DieTugend findet nur Statt im Tugendhaften; sieist daher im Menschen beschränkt, weil derMensch selbst beschranket ist. Lieben wir dieLugend, so lieben wir sie im Tugendhaften, vorallen aber in Gott, dem Urquell alles Guten,daher jeder Tugend.
Z. Jener Weltweise liebt sich selbst in derTugend, von welcher er sagt, daß er sie seinerSelbstachtung wegen übe; der Christ liebt dieTugend um GotteS willen, und übet sie auSLiebe zu Gott. Zu dieser Uebung verleihet Gottihm Seine Kraft. Daher liebt der Christ nichtsich in seiner Tugend, sondern Gott.