Von der Liebe.
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29. Durch Abtödtung des eignen, immerdem göttlichen Wohlgefallen aufzuopferndcn Wil-lens, und durch gleich treue Ucbung der Näch-stenliebe, würden wir unscrm Heilande von Tagezu Tage mehr verähnlichet werden; und obschvnder Unterschied unendlich groß bleiben wird , zwi-schen der in Ihm uns vorlcuchtcnden „Sonne^ 1 ''^.ii"',,der Gerechtigkeit" und ihrem Wiederschein, derwie in Thautropfen auf Blumen, die Herzender Gläubigen bestrahlt, soll doch „sich in ihnen„spiegeln, mit enthülltem Antliz, die Herrlichkeit„des HErrn, und sie sollen umgewandelt wer-„dcn in dieses Bild, von Herrlichkeit zu Herr-„lichkeit, durch den Geist des HErrn."
zo. Je höher die durch Jcsum Christum denSeinigen erworbnen Gnaden Gottes sind, destomehr müssen sie, durch Wachsamkeit, Gebet,Gefühl eignen Unvermögens, und Vertrauen inGott, darnach streben, und Ihn anfichcn, daßEr sie vor Täuschung eingebildeter Heiligkeit be-wahren wolle.
zi. Immer müssen wir nach der Richtschnurzu wandeln suchen, welche der „Urheber undVergelter unsers Glaubens" uns gezogen hat:„Wer Meine Gebote hat, und hält sie, der ist's