,,wohnt uns die Tugend bey, wird auch nicht gc-imdMrnon.,,lehrt, sondern von der Gottheit verliehen." (»)Welcher tiefe und klare Blick in das Unvermö-gen , in das Bedürfniß unsrer Natur, und indie Quelle, aus welcher allein Hülfe zu schöpfen!Wie merkwürdig dieses demütige Bekenntniß imMunde des grössesten aller Weisen Griechen-lands! Wie verschieden von der Sprache un-srer, dem Lichte das jener suchte, das zum Theilsich ihm offenbarte, den Rücken zukehrenden,anmassenden Weltweisen!
z. Bey dem grossen chinesischen Weisen Kon-fuzius, -der um einige Menschengeschlechte früherals Sokrates blähetc, finden wir auch die Ideeder Demut, in von ihm angeführten Sprüchenälterer Weisen seines Volkes, die er sehr schönauslegt.
4. Die Tugend der Demut ist himmlischenUrsprungs, sie gehet hervor aus dem reinenElemente der Geisierwelt, aus der Wahrheitund aus der Liebe.
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