23 Von der Liebe.
„sic gleich seyn solten dem Urbilde Seines Soh-„nes, auf daß Dieser wäre der Erdgeborne un-srer vielen Brüdern. Welche Er aber vorder„stimmt hat/ die hat Er auch berufen; und„welche Er berufen hat, die hat Er auch ge-„rechtfertiget; welche Er aber gcrechtfcrtigct„hat, die hat Er auch verherrlichet. Was wol-„len wir denn hiezu sagen? Ist Gott für uns,„wer mag wider uns seyn? Welcher Seines„eignen Sohnes nicht verschonet hat, sondern„hat Ihn für uns alle dahingegeben, wie solte„Er uns mit Ihm nicht alles schenken? Wer„wird die Auscrwahltcn Gottes beschuldigen?„Gott Der sie rechtfertiget? Wer ist es der sie„verdammet? Christus? Der gestorben, ja viel-„mehr Der auch auferstandcn ist? Der da sitzet„zur Rechten Gottes, und uns vertrit? Wer„wird uns scheiden von der Liebe Christi?„Drangsal? Oder Angst? Oder Verfolgung?„Oder Hunger? Oder Blosse? Oder Gefahr?„Oder das Schwert? — Wie geschrieben ste-„het: Deinetwegen werden wir gctödtet jeden„Tag, wir sind geachtet wie die Schlachtschafc.„— Aber in allen diesen Dingen ist unser Sieg„überschwänglich, um Deßwillcn Der uns ge-siedet hat. Denn ich bin gewiß, daß weder„der Tod noch das Leben, weder Engel noch