18 Von der Liede.
iz. Er ist die Fülle des Seyns. Er istDer Er ist.
14. Alle Geschöpfe haben nur ein verliehe-nes Daseyn; ein Daseyn welches ihnen jedenAugenblick von Ihm verliehen wird. Könntediese Ursonne Einen Augenblick verfinstert wer-den, umnachtet versanken alle Himmel mit ihrenWelten in das Nichtseyn zurück.
iZ. Sein, durch das Wort ausgesproch-ner Gedanke, war die Schöpfung. Sein ewigdurch das Wort Sich ausfprechender Gedanke,ist die Erhaltung aller Geschöpfe.
16. „Gott ist die Liebe." Von Ewig-keit her, so sagt die Ueberlieferung heiliger Vä-ter , erzeuget Er den Sohn, indem Er SichSelbst anschauet, Sich Selbst erkennet. InIhm ist nicht Gestern, nicht Heute, nicht Mor-gen. Darum spricht, beym heil'gen Sänger,der ewige Vater zum ewigen Sohne: „Du bist
Ps. 11.7. „Mein Sohn, Heute Hab' Ich Dich gezeuget."
17. So wie der Gedanke des Menschen ver-borgen bleibt , bis er ihn ausspricht durch dasWort, welches etwas anders und doch dassel-