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Beyträge zur Geschichte und Kenntniß meteorischer Stein- und Metall-Massen, und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen
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piincte hat, bei) 7000 Klafter m der Lange und über 2600 in der größten Breite mißt und einen Flächeninhalt vonmehr als zwölf Millionen Quadrat-Klafter begreift (1).

Eine innerhalb dieses Feldes von der änßersten Fallsstelle in N. (Nr. 60) bis zur äußersten in S. (Nr. 1) gezo-gene Linie welche eine der Richtung des magnetischen Meridians parallel laufende (vorausgesetzt daß bey Übertra-gung der Stellung der Magnetnadel auf den Plan die damahls Statt gehabte Abweichung gehörig berücksichtigt wur-de) unter einem Winkel von etwa 7 ° durchschncidcn möchte würde dasselbe der Länge nach in zwey sehr ungleicheHälften theilen (2), und eine Linie, welche man Mer durch dasselbe, und zwar von der äußersten Fallsstelle in O.(Nr. 51) zur äußersten in W. (Nr. 63) zöge, würde jene etwas über dem Mittel ihrer Länge, dem Nordende etwasnäher, durchkreuzen.

Bey einiger Aufmerksamkeit auf die Puncte, welche die Fallsstellen der Steine bezeichnen, bemerkt man bald,daß sie nicht durchaus und gleichförmig über das Feld verbreitet, sondern vielmehr deutlich in drey Gruppen vertheiltsind, die durch beträchtliche, ganz frepe Zwischenräume von einander getrennt werden und in deren Mittel sie zumTheil wenigstens auf der Karte ziemlich dicht erscheinen, indeß sie außerhalb desselben sehr weitschichtig undnach allen Richtungen um selbes herum zerstreut Vorkommen (5).

losgetrennt und nach allen denkbaren Richtungen hinweg geschleudert werden, ist die elliptische (und oft selbst wie geradehier vollkommen und zugespitzt eyförmige) Form des Flächenraumes, auf welchen dieselben niederfallen und dessen Gränzeuihre entferntesten Fallstelle» bestimmen, sehr begreiflich, und die natürliche Folge theils der Vorwärtsbewegung der Masseselbst, während jener successiven Zersprengung, theils der zusammengesetzten Wurfs- und Fallsbewegung dieser von ihr weg-geschleuderten einzelnen Bruchstücke, welche letztere, selbst bey ganz gleichgesetzter Wurfkraft, nach der Richtung, in welcherdie Wegschleudcrung geschieht, verschieden gedacht werden muß. Ein anderes ist es nähmlich, wenn diese Wurfsrichtung mitder eigenthümlichen Bewegung der Masse coincidirt und solcher Gestalt die erhaltene Wurfkraft verstärkt wird, als wenn sienach seitwärts, nach hinten oder vollends nach abwärts Statt findet, in welchen Fallen der, der Wurfkraft entgegen wirkenden,Schwerkraft der einzelnen Steine weniger Widerstand gebothen , oder diese wohl gar selbst verstärkt wird. Im ersteren Fallemüssen die Steine ungleich weiter vom Mittelpuncte der Epplosion und weit langsamer, nähmlich nach Maßgabe der Höhe,auf welcher diese vor sich ging, in einer mehr oder weniger schiefen oder parabolischen Richtung zur Erde kommen; in letzterenFällen dagegen weit näher jenem Centro oder selbst in demselben, schneller und mehr oder weniger senkrecht niederfallen. Undin dieser so mannigfaltig modificirten und complicirten Fallsbewegung, vollends aber in der weitern Zersprengung einzelnersolcher Bruchstücke wahrend derselben (wofür nicht nur mehrere bey solchen Ereignissen gewöhnlich beobachtete Nebenerscheinun-gen, sondern wie aus obigen Beschreibungen erhellet manche Beobachtungen an den Steinen selbst zumahl rück-sichtaia, Beschaffen^»-'' ------u>> demselben Stücke zu sprechen scheinen),

wodurch sie wieder abgeändert und in eine neue, ähnliche, auf eben die Art und noch meyr »«sg-loset wird, möchte

wohl die Erklärung jenes räthselhaften Umstandes zu suchen seyn, daß viele Steine, trotz ihres bedeutenden specistschen Ge-wichtes und der beträchtlichen Höhe, in welcher deren Lostrennung von der Masse in den meisten Fällen vorzugehcn scheint,so äußerst sanft auffallen, daß sie kaum die Erde aufschürfen, eine Strecke weit fortrollen oder auf weichem, lockern Bo-den oberflächlich liegen bleiben.

(1) Da, wie aus dem Folgenden erhellen wird, sowohl der Zahl und Masse als dem Gewichte nach, doch wenigstens zwey Drittelder bey diesem Ereignisse niedergefallenen Steine mit hinlänglicher Verläßlichkeit ausgemittelt und die Fallsstellen derselbenangegeben werden konnten, und da vorzüglich auf die Gränzpuncte alle Aufmerksamkeit gerichtet worden war; so dürfte dieangegebene Lage, Richtung und Ausdehnung dieses Feldes als ziemlich richtig angenommen werden können.

(2) Obgleich, auch in Annahme obiger Voraussetzung, eine solche, die größere Achse der Ellipse, und somit wohl auch beyläufigden Zug des Meteors bezeichnende Linie, überhaupt nur höchst unsicher auf die wahre Bahn des Meteors schließen ließe, in-dem dieß voraussetzen würde, daß die äußersten Puncte derselben durch Steine bestimmt worden wären, die in einer ihr voll-kommen entsprechenden Richtung von der Masse abgeschleudert wurden was wohl bey keinem ähnlichen Vorfälle je erweis-lich seyn möchte so wäre dieß hier um so weniger zuläßlich, da ein Drittel der wahrscheinlich gefallenen Steine, wenigstensihren Fallsstellen nach, nicht ausgemittelt werden konnten, wovon doch leicht einige welches hier, wie aus dem Folgendenerhellen wird, wirklich höchst wahrscheinlich der Fall war wenn gleich noch innerhalb des Feldes, doch so zu liegen gekom-men seyn konnten, daß sie die Richtung jener Linie abändern würden, wenn auch keiner davon, als der Bahn vollkommenentsprechend, den wahren Endpunct derselben bezeichnet haben sollte.

( 3 ) Diese Gruppen oder partienweise» Steinniederfälle entsprächen nun wirklich den angenommenen successiven Zerplatzungen des

Meteors um so mehrmals diese selbst durch eben so viele Haupt-Detonationen während des Ereignisses, die gleich starkenKanonenschüssen oder gewaltigen Donnerschlägen selbst auf sehr weite Entfernung nach gewissen Richtungen auf 10 bis 14Meilen weit ziemlich allgemein vernommen worden waren, bezeichnet wurden; so wie wohl auch die gedrängtere Lage derFallsstelle» unmittelbar und gleichsam im Centro dieser Gruppen, dagegen die weite Zerstreuung vieler anderer, offenbar dazugehöriger, um dasselbe in sehr verschiedenen Abständen, obige Schlußfolgerung in Betreff der so mannigfaltigen und complicir-ten Wurfs - und Fallsbewegung der Bruchstücke, und vollends das eigene, nach einstimmiger Aussage, einem Peloton- oderkleinem Gewehrfeuer ähnliche, fortgesetzte Getöse, die Annahme einer wiederhohlten Zersprengung vieler einzelner Steinswährend ihres Falles zu bekräftigen scheinen.