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Die Grundfläche ist sehr unregelmäßig, und durch viele, zum Theil ziemlich große und tiefe Eindrücke, vorzüg-lich aber durch starke Abstumpfung der beyden Gruudkantcn der gegen über stehenden breitern Seitenflächen sehr verun-staltet, indem durch diese gewisser Maßen zwei) schiefe Flachen gebildet werden, die fast in der Mitte der Grundflächezusammen stoßen. (Es ist bemerkenswerth , daß die stärkere Abstumpfung, gerade wie beym Taborer und L'Aigler Steine,dieselbe breite und gewölbte Seitenfläche trifft; besonders auffallend aber ist übrigens die Ähnlichkeit hinsichtlich der dop-pelten Abstumpfung und der Gewölbtheit der Grundfläche mit dem letztem.)
Von den Seitenflächen sind ebenfalls zwey großer und breiter; auch ist die eine davon convex, und durch vieleziemlich große und tiefe Eindrücke sehr verunstaltet; die andere toncav, mit sehr wenigen kleinen seichten Eindrücken. Diesebeyden Flächen, welche in Hinsicht der Beschaffenheit ihrer Oberfläche zweyen an einander stoßenden am Taborer Steineso ähnlich sind, gränzen hier nicht an einander, sondern stehen sich gegen über, und sind mehr senkrecht als schief anfge-stellt. Die von beyden mit der Grundfläche gebildeten Kanten sind, wie bereits bemerkt, stark schief abgestumpft; diemit der obern Endfläche gebildeten aber ziemlich scharf. Von den beyden andern Seitenflächen, die etwas schiefer auf-steigen , ist die eine ziemlich gewölbt, hat viele kleine, nicht sehr tiefe Eindrücke, aber eine große und ein paar kleineVertiefungen, die von einem bruchstückweisen Verluste der Masse (durch spätere Lostrennung oder Absprengung) vorder Rindenbildung hcrzurühren scheinen, und welche diese Fläche sehr verunstalten; die andere ist mäßig gewölbt, sonsteben, und wenige seichte Eindrücke abgerechnet, besonders glatt. Beyde bilden mit der Grundfläche sehr zugerundete,mit der obern Endfläche dagegen besonders scharfe Kanten. Die gemeinschaftliche Seitenkante, in welche jene letztereebenere Seitenfläche mit der angränzcnden, concaven, breitern Seitenfläche zusammen stoßt, und welche besondersscharf ist (der Winkel — 80 — 85°), bildet mit den Grundkanten dieser Flächen ebenfalls eine stark hervor springendeEcke, wie dieß bey den Steinen von Tabor und von L'Aigle der Fall ist.
Die obere Endfläche bildet ein ziemlich regelmäßiges, länglichtes, verschobenes Viereck, entspricht ziemlich dem Mit-tel der Grundfläche, ist aber wegen schiefer Richtung der Seitenflächen beträchtlich kleiner, fast flach, nur etwas con-cav, und durch viele aber kleine und sehr seichte Eindrücke uneben gemacht. Sie gleicht jener am Taborer und L'AiglerSteine auch darin, daß drey Schenkel des Vierecks bedeutend größer sind als der vierte; übrigens ist sie länglichter.
Das Winkelmaß schwankt, obgleich es sich wegen starker Ungleichheit, Eindrückung und Verdrückung der Kantennur an wenigen Stellen approximativ bestimmen läßt, nur zwischen 80 und iio° (l).
Die Rinde hält, dem Aggregats-Zustande und dem quantitativen Verhältnisse der Gemengtheile gemäß, nachwelchen diese Steine gleichsam ein Verbindungsglied zwischen zwey darin, und folglich dem äußern Ansehen nach ziemlichstark abweichenden Reihen von Meteor-Steinen bilden, das Mittel zwischen jener an den Steinen von Tabor,L'Aigle, Eichstädt rc., und jener der Steine von Siena, Parma, Benares rc., am ähnlichsten ist sie aberder Rinde an den Steinen von Uork und Agen, mit welchen diese Steine auch in obigen Beziehungen die meisteÄhnlichkeit haben ( 2 ).
Sie ist nähmlich hier, und nahmentlich an diesem Steine, schwarz, beynahe kohlschwarz, ohne allem Metallisch-
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andere mit zwey sehr ungleichen Flächen zugcscharft ist (die, jener gegen über stehende, keineswegs gedoppelte, sondern bloßdurch große und tiefe Eindrücke verdrückte und verunstaltete Seitenfläche).
(r) Ein kleines, 3 Loth schweres Bruchstück eines ursprünglich ebenfalls bey 5 Pfund schwer gewesenen, aber in mehrere Stückezerschlagenen Steines von diesem Ereignisse, zeigt die Reste von zwey überrindeten Flachen, wovon die eine besonders flach,eben und glatt ist, und, von einer als Basis angenommenen Bruchfläche, unter einem Winkel von etwa 84°, die andere,etwas unebenere, vertieftere, eingedrücktere, und, der Rinde nach, rauhere, unter bo° aufsteigt, und welche, unter einemWinkel von beyläüfig 65 bis 70°, in eine besonders scharfe gemeinschaftliche Kante zusammen stoßen, die wieder von dersel-ben Basis unter einem Winkel von 5 o bis Z 5 ° aufsteigt, daher wohl die hervor springende Ecke jenes Steines gebildet hat,der nach diesen Judicien höchst wahrscheinlich eine ähnliche verschoben vierseitige Pyramidal-Form, wie der beschriebene, ge-habt haben dürfte.
Der Stein im Besitze Sr. k. H. des Erzherzogs Johann, im Johannes zu Gratz, — welcher > Pfund 7 Loth wiegt, undbeynahe vollkommen ganz ist, obgleich er dem ersten Anblicke nach nur ein großes Bruchstück zu seyn scheint, indem eine großeFläche nur mit sehr unvollkommener Rinde bedeckt, oder vielmehr gleichsam nur angeflogen ist,— stellt ein etwas verschobenesvierseitiges Prisma vor; und das Bruchstück in der Sammlung Sr. Excellenz des Hrn. Grafen v. Wrbna, von 22 Loth amGewicht, läßt wenigstens auf eine ähnliche rhomboidale Form des Steines, von dem es abgeschlagen wurde, schließen.
(2) Ich behalte mir vor, bey einer andern Veranlassung über diese Reihenbildung, Ähnlichkeit und Uebergange der verschiedenenMeteor-Sreine umständlicher zu sprechen, und verweise inzwischen auf die Erklärung der siebenten Tafel.