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Beyträge zur Geschichte und Kenntniß meteorischer Stein- und Metall-Massen, und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen
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Entfernung in Bewegung. (Auch in diesen beyden Eigenschaften steht ihr die Rinde an den Steinen von Timvchinund Tipperary am nächsten.) Und sie gibt dadurch nicht allein, sondern auch durch häufige, etwas erhabene eisen-graue metallische Puncte und kleine Flecke von abgeplatteten Spitzen und Zacken, den starken Gehalt dieses Steinesan Gediegeneisen zu erkennen (l).

Die Darstellung dieses Bruchstückes ist, der Absicht gemäß, und nach den bereits erwähnten Rücksichten, von denbeyden mit Rinde bedeckten natürlichen Flächenresten, und von der gemeinschaftlichen Kante, in welche sie zusammen sto-ßen, genommen.

Siena.

HL-in Bruchstück, oder vielmehr höchst wahrscheinlich (nach Größe, Form, Richtung und Ausdehnung der vorhandenen,natürlichen, mit Rinde bedeckten Flächen) wenigstens die Hälfte eines (ursprünglich etwa I bis A Loth schwer gewese-nen) mittelgroßen Steines, von ? Quentchen am Gewichte, von dem am 16-Junius 1794,'Abends nach ? Uhr, beySiena im Toskanischen Statt gehabten beträchtlichen Steinniederfalle (2).

General Tihavsky, der sich eben damahls zur Zeit des Ereignisses in Neapel befand, erhielt dieses Stückvon dem ebenfalls da anwesenden gelehrten Engländer Thomson, welchem es von Soldani aus Siena zuge-schickt wurde, und brachte es bey seiner Rückkehr mit nach Wien; aber erst als der Steinfall bei) Stannern die Auf-merksamkeit der Physiker, zumahl in Wien, neuerdings und so mächtig in Anspruch nahm, ward es zur Sprache ge-bracht, und von dem gefälligen Besitzer auf mein Ansuchen dem kaiserlichen Cabinctte zum Geschenke gemacht.

Es, ist zwar an diesem Steine an zwey Stellen, und zwar, wie es scheint, mit bestimmter Vorsicht, Masse ab-geschlagen worden, und die beyden solcher Gestalt entstandenen, ziemlich großen, und unter einem Winkel von 85 ° zu-sammen stoßenden frischen Bruchflächen lassen zwar an und für sich ihre ursprüngliche Gestalt, Beschaffenheit, Richtungund Ausdehnung nicht wohl errathen; doch läßt sich aus der Form des vorhandenen Stückes, und den drey mit Rindebedeckten Seitenflächen, und der noch ganz vollkommenen Endspitze, mit aller Wahrscheinlichkeit darauf schließen, undes scheint nach dieser Ansicht die eine dieser Bruchflächen die vierte größere gewölbte Seitenfläche, die andere die untereEnd- oder Grundfläche des Steines gewesen zu seyn. Und bey dieser Annahme erscheint die ursprüngliche Form dieses

(1) Es ist dieser Meteor-Stein nicht nur der Gehaltreichste an Gediegeneisen, wie dieß auch das specifische Gewicht bewahrt (daSnach meiner Wiegung zwischen 3 , b8o und 3 , y 3 o schwankt, und worin ihm nur die Steine von Tipperary nach Higgins,und von Timochin nach Klaproth gleich zu kommen scheinen, und die Steine von Charsonville nach Hauy, und vonTabor nach eigener Wiegung denn der B 0 urn 0 n'schen Gewichtsangabe zu 4,28 liegt offenbar ein Versehen oder derUmstand zum Grunde, daß das gewogene Stück zufällig ein großes Eisenkorn einschloß nahe kommen), sondern er ent-hält dasselbe auch in den größten, maffivesten (obgleich immer noch sehr zarten), und hie und da wirklich ästig verbundenenund zusammen hängenden Zacken, wie sich am deutlichsten an einer abgeschliffenen Fläche erkennen läßt. Es bedarf in derThat wohl kaum mehr eines Zwischengliedes, um den Uebergang der Masse dieses Steines in jene des sibirischen Eisens (zu-mahl in die dichter» , weniger zeitigen, und mehr erdig-ochrigen Partien desselben, und der angeblich norwegischen und säch-sischen Massen im Ganzen) sinnlich nachzuweisen, um so weniger, als in derselben bereits auch der olivinartige Gemengtheil(wofür man, nach äußerm Ansehen, Art der Einmengung, nach den physischen Eigenschaften und chemischen Bestandtheilen,das mandelsteinartig eingemengte, gleichsam in rundlichte Zellen eingeschloffene und meist von Gedicgeneisen umgebene Fossil> das sich mehr oder weniger und in verschiedenen Graden von Ausbildung, wie bey Erklärung der siebenten Tafel gezeigtwerden wird, in allen Meteor-Steinen findet zu erkennen nicht anstehen kan») so sehr prädominirt, daß derselbe mit denMetalltheilchen gut A der.Gesammtmaffe beträgt.

(2) Es ist dieses einer der Steinniederfälle neuerer Zeit, von welchem die Producte ziemlich bekannt und verbreitet wurden, ob-gleich man die Realität der Begebenheit, trotz einer gepflogenen legalen Untersuchung, und die Herkunft und den überirdischenUrsprung der Steine zur Zeit des Ereignisses selbst, sehr bezweifelte. 'Allein die Begebenheit machte großes Aufsehen, da siebedeutend war (es fielen einige hundert, aber meist nur kleine, oder doch nur mittelgroße, einige Lothe, auch nur wenigeQuentchen schwere Steine nur einzelne wenige wogen 3 bis 7 Pfund auf einen Flächenraum von 2 bis 3 italienischenMeilen), und sich bey Tage und vor vielen Augenzeugen ereignete; von angesehenen Gelehrten , Lata, Soldani, Spal-lanzani, viel darüber geschrieben wurde, und mehrere angesehene und gelehrte Engländer, Thomson, Hamilton,Lord Bristol, sich eben damahls in Italien befanden, welche dem Gegenstände, der zu großen Debatten Veranlassung gab,noch mehr Celebrität im Auslande verschafften. Es finden sich demnach Belege von diesem Ereignisse in vielen Sammlungen,nahmentlich iy, Llus. llvir. zu London, in der De Dräe'schen Sammlung zu Paris, und in jenen Chladni's, Lava-ter's, Blumenbach's, Klapr 0 t h's rc.

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