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man noch im Laute der Zeit eine grössere Zahl von Urkunden derSammlung hinzugefügt hatte, das Register Waldschmidts mit einemIndex der Aussteller der einzelnen Stücke.
Die von Dr. Grotefend bei dem Bezug des neuen Archiv-gebäudes durchgeführte rein chronologische Ordnung der Privilegien,welche die früheren inhaltlich geordneten Laden beseitigt hatte, er-forderte eine neue Repertorisirung der Sammlung; sie wurde von mir1889 und 1890 vorgenommen und liegt bis 1499 in diesem Bande vor.Die Anordnung ist die streng chronologische nach Jahren und inner-halb derselben nach Tagen. Ausser den eigentlichen Privilegien sindin das Verzeichniss auch verschiedene Stücke aufgenommen worden,welche nicht zu der Sammlung, sondern zu anderen Archivbeständengehören: die Vidimus einzelner Privilegien, soweit sie von Kaisernselbst oder hervorragenden Reichsständen und den kaiserlichen Hof-richtern herrührten, sowie die auf die Erwerbung von Privilegienbezüglichen Akten, welche die Bezeichnung Ugb A 78, 81, 82 tragen.Es erschien zweckmässig, aus der grossen Zahl der vorhandenenVidimirungen wenigstens die bedeutenderen hervorzuheben, daauch deren Erwerbung häufig eine angelegentliche Sorge der Frank-furter Politik gewesen ist und mehrfach den Zweck von Gesandt-schaften an die mächtigeren Reichsstände, wie die Reichsvikare, denReichserzkanzler u. a. gebildet hat; und dass auch die eigentlichenAkten über die Privilegien, unter welchen sich z. B. auch dieOriginalbullen mehrerer Päpste über die der Stadt Frankfurt ge-währten kirchlichen Gnaden, ferner Entwürfe von Privilegien,deren Ausfertigung die städtischen Staatsmänner nicht erlangenkonnten, vorfanden, Aufnahme in das Verzeichniss gefunden haben,bedarf wohl keiner Rechtfertigung. Einige wenige Nachträge,welche sich später noch zu diesen Privilegien-Akten ergeben haben,werden in das Verzeichniss der Nachträge im vierten Bande auf-genommen werden.
B. Kaiserschreiben 1320—1499.
Diese für die auswärtige Politik der Stadt äusserst wichtigeSammlung von einzelnen Urkunden und Aktenstücken wurde in derjetzt vorliegenden Gestalt von dem 1623 angestellten RegistratorCrato Palthenius zusammengestellt; sie umfasst 17 Folio-Bände, inPergament-Handschriften geistlichen Inhalts aus dem 15. Jahrhundert