gebunden, und reicht bis zum Jahre 1610. Die Stücke wurden damalsnur im Allgemeinen chronologisch nach den Regierungsjahren derdeutschen Könige und Kaiser geordnet, die Namen und Regierungs-jahre der einzelnen Herrscher unter der Ueberschrift »Imperatoresa aufden Einband gesetzt. Band I umfasst die Regierungszeit von Ludwig,Karl, Günther, Wenzel und Ruprecht; II von Sigmund; III vonAlbrecht (auf dem Vorsatzblatt zwei kurze Inhaltsangaben von derHand des Stadtschreibers Martin Sigel, ca. 1550); IV von Friedrich1440—61 (auf dem Vorsatzblatt kurze Inhaltsangabe von einer Handaus dem Ende des 16. Jahrhunderts); V von Friedrich 1461—65;VI von Friedrich 1465—79; VII von Friedrich 1479 — 93 un ^ Maxi-milian i486—1511. Was den Inhalt belangt, so wird dieser durchden alten Namen der Sammlung »Imperatoresa ebensowenig richtiggekennzeichnet als durch die von Kriegk eingeführte Benennung»Kaiserschreibena. Sie enthalten zunächst Briefe von Königen undKaisern an die Stadt und Schreiben der letzteren an die Herrschervon verschiedenstem Inhalte — doch nicht vollständig, denn es findensich solche Briefwechsel auch in anderen Archivbeständen, als z. B.den Reichssachen, den Reichstagsakten u. a.; ferner Korrespondenzender Stadt mit Persönlichkeiten am Hofe, die nicht nur die Person desKaisers, sondern auch Angelegenheiten des Reichs und der Stadtbetreffen; endlich auch zahlreiche aus dem politischen Verkehre mitFürsten, Staatsmännern, Städten erwachsene Schriftstücke, die häufigkeinerlei Beziehungen zum Kaiser aufweisen. Das Ganze ist eine buntzusammengewürfelte Sammlung von Stücken, welche die äusserenVerhältnisse der Stadt betreffen: also etwa gleichen Inhaltes mitden von Kriegk zusammengestellten Reichssachen, doch mit demUnterschiede, dass die Kaiserschreiben fast ganz der hohen Politik,dem Verhältnis^ der Stadt zu Kaiser und Reich entstammen, währenddie Reichssachen sich meist auf die Beziehungen der Stadt zu ihrengrossen und kleinen Nachbarn und zu den einzelnen Reichsständenbeziehen. Doch finden sich in den Kaiserschreiben zahlreiche Stücke,welche man eher in den Reichssachen oder Reichstagsakten oderauch Wahltagsakten sucht, aber noch häufiger in diesen Archiv-beständen Urkunden und Akten, welche besser den Kaiserschreibenzugetheilt worden wären.
Die Ordnung unseres Verzeichnisses — Register aus frühererZeit liegen nicht vor — ist die streng chronologische nach Jahres-und Tagesdatum der einzelnen Stücke. Die beigesetzte arabischeNummer ist die des Stückes innerhalb seines Bandes; die römischeNummer des letzteren findet man, falls sie nicht davor steht, oben