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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
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496
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Do daz lantvolc vernani

daz der künic also kam,

sie f'uoren im engegene16540 mit vil grözer menege

von den dorfen und von den steten.

Sie begunden an beten

die lichnamen reine

und schouweten daz gebeine.16545 DO wart ez wol emphangen

mit lobe und mit sänge,

mit grözen eren äne haz.

Kerzen unde liehtvaz,

harte vil man der gesach;16550 davon gevelliclichen sprach

ein man: 'Diu lieht von rehte sint

umb des liehtes erben und kint.'Do legte man die hören

mit vil grözen eren16555 beide samt an eine stat

in ein hfis daz Josaphat

davor gemachet harte

ze gotes eren stete;

daz hat er von gründe16560 gemachet mange stunde.(s. 753) Do tet got wunder an der stunt,

die siechen wurden da gesunt;

darnach iemermere

wont da Kristes 6re.16565 Do der künic daz gesach

daz solch wunder da geschach,

unde al umbe dA, diu diet,

do enliezen sie daz niet:

16539 engegen 16540 menige 16543 lichname 16548

liechfaz 16550 gewaltecliche 16551 lichte 16553 leget;

herren 16557 Do vor; hatte 16559 het 16563 darnach] Do

16564 Wonet do.