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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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475
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so sere wachen künde

als er niht fleisclihaft enwa?re,

daz was ein fremde m?ere.

An underläz der lierre tet15835 reiniu werc und ouch gebet.

Diu wile enwart (im) nie so lanc

daz sin lip oder der gedanc

oder sin vil reiner munt

ie müezic würde eine stunt.15840 Geislich was sin zunge

in der wüestenunge.

Daz ist noch rehtes manches leben:

niemer sol er sich begeben

er enwerde runden(s. 727) 15845 geislich zallen stunden.

Der vil starke jungelinc

behielt vil wol diu selben dinc:

in der besten mäze

lief er die selben sträze15850 diu in daz himelriche gienc,

biz er daz rehto zil gevienc.

Diu hitze der rehten minne

was stete in sinem sinne

an alle missewende15855 von erst biz an daz ende.

Sin herze was wol mugende,

ez steic von tugent ze tugende,

von girde ze girde

fliz über fliz mit wirde.15860 Daz treip er also lange

biz er wart bevangen

mit der grözen spelikeit

dar ie sin herze was bereit.Sus wonton samt die reinen*

15831 wachen] clage 15839 ein 15851 biz] Biz daz

15853 finem (ne anscheinend gestrichen) 15854 alle 15855

erfte 15864 wonite.