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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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474
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was über mensliche kraft.

Er was vil gar gehörsam

sinem vater Barlaam.15800 Er gap sich gav in die gewalt

mit diemüete also maiücvalt.

Mit allen tugenden uopt er sich,

des wart sin kämpf vil meisterlich

wider die bcesen geiste15805 mit Kristes volleiste.

Er töte in sinen brüsten

gar die boesen gelüste.

Diu wereltliche wisheit

was im äne mäze leit.15810 Der lip des geistes kneht beleip.

Alle bosheit er vertreip.

Des släfes er (vil) lützel pflac

ez w;ere naht oder tac.

Er pflac sin also kleine15815 daz sich der vil reine

sin lieber meister Barlaam

des lebens michel wunder nam,

swie er des selbe biete(s. 726) gepfleget lange mit stsete.15820 Der jfimerlichen spise

äz Josaphat der wise

so kleine daz er küme sich

gefriste aller tägelich.

Daz tet er umbe solhe not,15825 ob er gahes tege tot,

daz sin min trehtin wielte

und er sin Ion behielte.

Sinen lip vil jungen

den hat er so betwungen15830 daz er alle stunde

15802 übet er 15808 wertliche 15810 bleip 15817

lebens Schröder] felbe 15823 aller Jenisch] allez 15828 Sin.