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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
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453
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(s. 699) wan der heilige geist

dir hat bevolhen allermeistdaz volc daz got der guote.

15095 erloeset hat mit sime bluote.Du bekandest got wol e,nü soltu dich flizen me,wie du baz gevallest got,wie du baz geleistes sin gebot.

löio 0 So din gewalt ie grcezer ist,so du got ie mör sehuldic bist.Du muost vil gröze bürden tragen,des soltu Kriste gnade sagen,damit daz du dich wol bewarst

15105 so daz du niht missevarst.

Var von der rehten stelzen niht,daz du verloren werdest iht.So der schefman missevert,vil selten er daz volc ernert.

15U0 Also kumt ez umbe dichund aller künge gelich:des grozen fürsten boeser nuiotniht an im einen missetuot,wil er unrehte vallen,

15115 daz schadet den liuten allen,wil er daz niht miden,so muoz er wize liden(s. 700) grcezer denne ein ander man;daz soltu vil wol verstan.

15120 Von den schulden hüete dinund la die boesen Sünde sin;lä boesen willen under wegender zuo den. Sünden ist gelegen.

15095 blüt 15097 Nu aus Du v. 15098 Wie du gevalleft

baz in got 15099 ffne- (so!) 15102 müfzeft 15108 crift

15107 vlorn 15108 fohief man 15112 besser] grofzs S 4 , bolerCy 15117 wioze.