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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
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9io ich wil in den walt gän

den manchen wesen undertfin,(s. 42) den ich da leides tet so vil,

zuo in icli (mich) mischen wil.

Nu rät mir waz dich dunket guot,945 sage mir (den) dinen muot!

Du wsere ie der wärheit

an aller slahte valsch gereit.'Do der einvaltege man

des künges rede gar vernam,950 den valsch er niht marhte,

den kiinc er sere starhte.

(Er sprach:) 'Kiinc, da müezest iemer leben!

Got hat dir disen rat gegeben.

Ich wil dir sagen ein msere:955 man muoz mit grözer swrere

daz himelriche suochen,

swer es wil geruochen.

Mit tilgenden man ez suochen sol,

so wirt ez i'unden harte wol.960 Swie süeze disiu werelt si,

doch ist trüren ie däbi.

Swaz disiu werelt freuden hat,

mit grimme daz vil gar zergät,

ez ist unsticte und vil kranc(s. 43) 965 rehte also des scheffes ganc

daz durch daz mer mit fluzze gät,

der sträze niemen künde hat.

Wer mac gesehen den wec des arn

so er durch den luft beginnet varn?970 Alsus ist diu werlt enwiht.

Der kristeuliute zuoversiht,

da sie von predigent alle stunt,

diu ist statte und ist gesunt.*

944 rate 947 felfch 948 (D)a; einiieltige 950 felfcb

mirkete 951 l'tirkete 954 eine 956 hiilielrich 963 vil] wü

965 fchift'es 966 flufzen 969 die 1. 972 briedigent alftüt.