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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
Seite
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beide zelten unde traben

der Hute ein (vil) michel teil

durch des riehen künges heil.

Opfer brähte für sich675 aller mensche gelich

als er geleisten mohte(s. 31) und daz dem klinge tohte.

Der künic brähte selbe vil

schäle und ohsen unde swil.680 Gröz so wart daz opfer dö,

daz Hut was allez samet fro.

Do diu hochzit ergienc,

der riche künc ze gäbe vienc;

daz was schiere erschollen.685 Er gap daz guot mit vollen:

armen unde riehen

gap er miltielichen;

nie endorft üf der erden

schoener hochzit werden.090 In den selben ziten

wären dar vil witen

harte wise Hute komen,

die wären ir sinnes uzgenomen.

Die sach der künic gerne.605 Sie künden an den Sternen

kunftig'iu dinc sehen,

waz den Hüten solde geschehen;

sie wären dar komen verren,

fünf und fünfzic was der herren.700 Eines morgenes fruo

der künic sprach den herren zuo:(s. 32) 'Ich weiz wol daz ir wise sit,

nu saget an aller slahte nit

674 bracht vers 675 Aller menfehlich 676 Alfo 677 daz e.fz678 bracht felber 679 Schaff; ofen; fwel 680 da vers 681 DieIvde wäre alle famet fro 682 Da 689 vor schooner: Ader nümer

700 moi'genfz vers 703 Nu fult er mir an allir flachte nit.