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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
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Der freisingische besitz änderte und mehrte sich durch tausch,kauf und Schenkungen 1 ). Großenteils aus dem gesichtspunkte derWährung des besitzstandes hatte (wahrscheinlich doch auf Ottosveranlassung) der sakristan Konrad schon 1187 die Stiftsurkundenin einem neuen kopialbuche zu sammeln begonnen und damit kurzelebensbeschreibungen der bischöfe verknüpft 2 ). Aber es wurdeOtto nicht leicht gemacht, die z. t. weit entlegenen freisingischenbesitzungen gegen die habgier der verschiedenen vögte zu be-haupten. Der streit mit herzog Ludwig von Bayern war für beideteile gewissermaßen eine evbschaft aus alter zeit. Schon Otto I. vonFreising hatte sich gegen das widerrechtliche vorgehen Heinrichsdes Löwen wehren müssen, der den freisingischen brücken- undzollort Föhringen besetzt, die brücke zerstört und statt dessen aufseinem gebiet die neue zoll- und brückenstadt München angelegthatte. Dieser leidige Föhringer handel 3 ) hatte sich die ganze regie-rungszeit Albrechts durch hingezogen; 1180 endlich, bei Heinrichsdes Löwen stürz, hatte der bischof seine rechte — auf dem papier —durchgesetzt; aber die neugründung ließ sich nicht durch einenfederstrich beseitigen, die Witteisbacher nahmen die welfischen an-spräche wieder auf, vogteiliche übergriffe traten hinzu, und so kames, daß Otto II. bald in zwist mit dem neuen herrn von München,dem noch unmündigen herzog Ludwig L, geriet. Die fehde scheintvon beiden Seiten mit großer erbitterung geführt worden zu sein.Otto befestigte die Ottenburg 4 ) bei München und ließ sich spätervon kaiser Heinrich VI. das eigentlich selbstverständliche recht,

Freising befestigen zu dürfen, ausdrücklich bestätigen ö ).

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1) Tausch: Meichelbeck Instr. 1363, Hundt nr. 102; kauf: Meichel-beck I 390 und Instr. 1371—1375 (einrichtung einer nachtherberge fürdie Freisinger bischöfe auf der fahrt nach Regensburg); Schenkungen:des grafen Gebhard von Sulzbach (Hundt nr. 100), des grafen Otto vonVallei (Hundt nr. 107), des Grimoldus von Ismanning (Meichelbeck I396); erwerb von rechten: Zahn, Codex diploin. Austr. Fris. nr. 122.124. 125. MG. SS. XXIV 324.

2) Auszug MG. SS. XXIV 314—331.

3) Riezler, Geschichte Baierns I 669, II 21.

4) Genta ep. Fris. MG. SS. XXIV 324.

5) Meichelbeck Instr. 1378. In diesen Zusammenhang scheint mirauch zu gehören die bitte Ottos an den abt Konrad von Tegernsee,steine für ihn brechen zu lassen. Meichelb. Instr. 1382.