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partei zu richtern hätte machen sollen. Aber die drei bischöfe„nahmen die miene an, als ob sie an die echtheit der vollmachtenglaubten", und luden Siegfried und Lupoid vor. Voller empörungsandte Siegfried das vorladungsschreiben an den papst und diesertat in mehreren erregten briefen aller weit kund, daß jene voll-machten gefälscht und daß er mit der entscheidung seiner le-gaten in der Mainzer angelegenheit durchaus einverstanden sei. Inüberaus scharfen Worten wird die anmafiung, der leichtsinn der dreistaufischen bischöfe getadelt: Ceterum Pataviensis, Frisirujcnsis etEistedensis episcopi, ad ca, quo prcmisimiis, considerationem debi-tam non häbentcs, eundem arcliiepiscopum . . . ad certum diem etlocum . . . citare temere presumpserunt . . . Per qiiod satis ap-paret, episcopos ipsos graviler deliqitisse 1 ).
Innocenz scheint den an erster stelle genannten Wolfger vonPassau für den hauptschuldigen gehalten zu haben; dieser alleinwurde zur Verantwortung nach Koni geladen und ließ sich dann,um als patriarch von Aquileja bestätigt zu werden, zum „eid despolitischen gehorsams" herbei 2 ). Otto aber finden wir auch weiter-hin trotz der päpstlichen mahnungen auf Philipps seite 3 ).
Die mordtat vom 21. juni 1208 muß auf Otto einen erschüt-ternden eindruck gemacht haben; es ist nicht nachzuweisen, aberdurchaus nicht unwahrscheinlich, daß er sie in Bamberg miterlebthat. Eben schien das glück seines hauses auf dem gipfel angelangtzu sein: seines vetters Berthold IV. von Andechs ältester söhnOtto VII. vermählte sich mit könig Philipps nichte Beatrix; datraf den Staufer das schwert Ottos von Witteisbach; die untataber geschah im palast des bischofs Eckbert; und Eckbert undHeinrich IV., beides brüder des jungvermählten Otto, hielt mandamals allgemein für teilnehmer am königsmorde 4 )! Nun wurde
1) Winkelmann, Philipp s. 223—225; in der urkimdenbeilage XIdas eine schreiben dea papstes: er schrieb am 5. april und am 24.September 1202 an die deutschen forsten,' am 2. Oktober an den erz-bischof von Salzburg : Böhmer, Regesta avehiep. Magunt. II. bd. XXXII24, 26 und 27.
2) Riezler, Geschichte Bayerns II 35.
3) 1203: 24. april bei Eger, 1205: 24. mai in Nürnberg, 12079. märz in Regensburg. Böhmer V 78. 111. 142.
4) Oefele s. 96.
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