Druckschrift 
Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
476
Einzelbild herunterladen
 

476 Nr. 292. 1536 Oktober 14.

Erwirdiger und geistlicher gepietender lieber herre probst,Eur Erwirde ganz fruntlich zuschreiben, 1 erpieten und darzu ainschweinskopf von ainem großen wilden und der zeen halbenverwunbarlichen schwein hat mir meiner herren alhie steurschreiberHans Reysmuller vor etlichen verschinen tagen, als er wider vonTreuchtlingen herkomen ist, uberantwurt. Des gegen Eur Er-wirde ich mich, meinhalb bisher nit verdienet, unverdienstlichsfleis bedanke. Hab auch den gemelten köpf mit mein gutenfrunden, so ich diser zeit alhie gehabt, mit freuden verzeret.Wolt auch von herzen geren Eur Erwirde wieder alhie und michanhaim zu suchen söhen; konde ich der alsdan und sonst nachgelegenheit meins Vermögens freude, ehere und dienst erzaigenund beweisen. Soll an mir guter und getreuer fleis nit erwindennoch gespart werden. Eur Erwirde mich daneben unverdienstlichtue bevelhen.

Dat. auf fünften tag decembris anno im 35 ste ".Eur Erwirde williger diener

C. P., beder recht doctor.

292.Von Beatus Rhenanus. 1536 Oktober 14. Schlettstadt.

Ist Peutlnger dankbar für das Anerbieten seiner Hand-schrift von Cassiodors „Varia" und bittet, ihm jetzt für diebeabsichtigte Ausgabe altchristlicher Dichter die Handschriftvon Arators Epos „De actibus apostolorum" durch VermittlungHans Paumgartners d. J. nach Straßburg zu schicken.

Mündien. StsB: Cod. Lat. 4029 fol. 211 r. Absdir. Peutingers.Gedruckt: E. König im Hist Jahrbudi 33 (1912) S. 363f.

Clarissimo viro D. Chunrado Peutingero iureconsulto,amico observando.S. D. Clarissime vir, reversus nuper huc ex Augusta D. Ia-

Markgrafen Georg von Ansbach gute Dienste geleistet hatte, war von diesemam 18. Juni 1533 zum Verwalter des bereits säkularisierten Klosters Soln-hofen mit dem Titel Propst bestellt worden. Er war entsdiiedener Lutheraner.Vgl. über ihn K Schornbaum in den Beiträgen z. bayer. Kirdrengesdt. 12 (1906)S.220f. und im Sammelbl. d. Hist. Vereins Eichstätt24 (1910) S.5f., 11, 14;ferner J. B. Götz, Die Glaubensspaltung im Gebiete der Markgrafsdiaft Ans-badi-Kulmbach i.d.J. 1520—35 (1907) S. 208 und 214. > Nicht erhalten.