Nr. 262. 1527 Februar 23. \ \ 3
me tui obligatum prospicito ac cura, ut saltem vocacione meain prandio tempore tibi congruo inecum esse possis. Vale.
Tuus Peutinger.Prandium tuum in die Parasceue' non, credo, lautum erit; !>si commode poteris, me convenias; donati quidem sunt micliipisces optimi.
262.An Bürgermeister und Rat 1527 Februar 23.
von Konstanz. (Augsburg.}
Begleitschreiben zu einem Reclitsgutachten, das er wegender Sdiwierigkeit des Gegenstandes und einer Erkrankung nichtfrüher habe fertigstellen können.
Augsburg, StA: Peutinger. Entw., das Datum von fremder Hand. —Aufschrift: An die von Costencz.
Fursichtigen, ersamen und weisen etc. Auf E. Ft. schreiben,auch irs erberen ratsfrunde Chunraten Zwicken 2 ferrer anbringenund etlicher ubergebner schritten hab ich ainen meinen ratschlag"'verfaßt, den E. Ft. hiemit zueschick, und dweil der sachen, inbemelten schritten begriffen, vill sein, auch vill ferrer bedenknusund nachsöhens bedorft, so hab ich ainer meiner krankheit halben,mir mitler zeit zugestanden, bemelten ratschlag nit eher könnennoch mögen fertigen, ungezweifelt, das dannocht der verzug bis-her E. Ft. nit sonder nachteilig, villmer furstendig seie; dan so" erit mit roter Tinte nachgetragen.
1 14. April.
2 Konrad Zwick, der nadi akademisdien Studien in Bologna. Freiburgund Wittenberg 1523 in seine Vaterstadt zurückgekehrt und zwei Jahre späterMitglied des Rates geworden war. ist einer der führenden Männer der Kon-stanzer Reformationsgesdiichte. Vgl. über ihn G. Knod, Dentsdie Studentenin Bologna (1899) S.660f. Nr. 4391; K. Gröber, Die Reformation in Kon-stanz: Freiburger Diözesan-Archiv 46 (1919) S.210 (wo statt „Thomas":„Konrad" zu lesen ist) u. ö.
3 Dieses Gutachten Peutiugers (Reinschrift im StA Konstanz, Entw. inder Stß Augsburg, Cod. 2° Aug. 401 fol. 1—45) betrifft die Frage, ob derRat von Konstanz zu seinem Vorgehen gegen die altgläubige Geistlidikcitder Stadt — er hatte im Sommer 1526 deren Geridits- und Steuerprivilegienaufgehoben und F.nde des Jahres den Münstersdiatz mit Beschlag belegt (vgl.dazu Gröber a. a. O. S. 231 ff.) — bereditigt gewesen sei; ausführliche Inhalts-angabc: König S. 91 ff.: vgl. auch Gröber a. a. O. S. 272 Anm. 3.