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Konrad Peutingers Briefwechsel
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370
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370 Nr. 229. 1522 November 19.

Fursichtigen, ersamen und weisen etc. Als E. Ft. jetzo beidisem poten schriftlich an mich begert haben, E. Ft. zu berichten,wan mich für gut und not oder nit ansöhe, das si ir ratspot-schaft auf den reichstag alher verfertigen oder fueglichen under-lassen sollen: auf das ich E. Ft. zu erkennen gib, das ich nitvon bemelten reichstag, sonder allein von gmains punds wegen,wie mich dan die stende gedachts punds auf nächst gehaltenpundstag bei euch angesöhen und furgenomen worden, alherkomen bin; 1 deshalben gedachten reichstags bisher wenig achtunggenomen hab, 2 doch an heut gesöhen, das die stend des Reichsain ampt vom heiligen Geist gehalten, des willens, den reichstaganzufahen, darzu dan mein herren von Augspurg auch schickenwerden, 3 also das ich vermain, soferr E. Ft. disen tag durch irerber ratspotschaft suchen wollen, das solhs nunmalen zeit were;*doch stelle ichs auf E. Ft. wollgefallen etc.

Dat. Nurmberg auf 17. tag novembris anno 22.

Peutinger.

229.An Bürgermeister und Rat 1522 November 19.

von Augsburg. (Nürnberg.}

Bericht vom Reichstage: Tür kenhilfe. Hat heute an StelleDr. Joh. Rehlingers die Stadt in der Versammlung vertreten,es jedoch abgelehnt, als Vertreter der schwäbischen Städte inden Ausschuß zu gehen, weil es ihm zu anstrengend ist. DieRatsbotschaft möge bald kommen.

Augsburg, StA: Peutinger. Ursdir. — Adr.: <De>n fursichtigen, ersa<menu>nd weisen herren <burger>maistern und <ratgeben d>er stat Augspurg, <meinen>gepietenden lieben herren.

Gedruckt: RTA3 Nr. 180 S.846.

1 Vgl. S. 368 Anm. 1. * Vgl. Nr. 227.

8 nämlich Uli ich Rehlinger; er war am 26. Nov. noch nicht in Nürnberg:s. unten Nr. 230.

* Der Nördlinger Rat hatte, wie früher in der Frage betr. des WormserAnschlags (s. oben Nr. 215), so auch diesmal neben Peutinger Dr. Joh. Reh-linger um Rat gefragt, der am 16. Nov. antwortete, die Botschaft käme in14 Tagen noch früh genug, dann aber am 25. Nov. zu ihrer baldigen Ab-fertigung riet (RTA 3 S. 866 Anm. 1), worauf die Stadt Dr. Paul Röttingernach Nürnberg sandte (ebd. Nr. 195 S. 866).