356 Nr. 219. 1521 November 3.
all in redlicher gesuntheit, Got hab lob. So stat es noch umbmich auf ain meil ring herumb fast woll sterbat halben. Gotwell, das langer wirig sei. 1
Lieber her doctor, mir seind gestert und forgestert briefvon hof und von Wurems komen, die frisch seind. In den briefenvon hof hapt ir hiemit die copei, 2 was si mir von nuen merenschreibend, darin ir allen bescheid findend, was bis auf den-selben tag fir äugen ist gewessen kriegslef halben.
Weiter so hapt ir hiemit ein register, darin ir in fint allenmandat, was die kai. G. hat lassen ausgen von des Remen wegen:Erstmals ain copei (gedenk, stat auch in dem register); dentruck hat S. G. geweit, das man si in ganzen Reich sol lassenaufschlagen. So seind darnach die mer hinab komen, wie dasB. Rem wider gefangen sei worden zu Speyr. Auf dasselb widerandern mandat ausgangen seind, wie ir dan in den geschrittenhiemit befint.»
Weiter so fint ir hierbei ein copei, wie meister Marx diehandlung zu Speyr und Wurems gehept hat und wie der B. Remwider gen Wurems gefiert ist worden und in was gestalt er dagefangen leit, fint ir als lauter und clar. Was dan weiter darmitfirgenomen wirt und mir zukompt, das wirt ich uch unverhaltennit lassen. So ist im wider ain rechttag gesetzt auf mitwuchennach Allerheiligentag, ist auf 6. nofember, wie ir dan in dercopei des briefs von Wurems clarlich fint. Mag man mitterweilhören, wie es ergat. Ich gedenk, die von Wurems werden kurzend darin machen. Aber in Niderland am hof hert man nit änderstdan fir die frundschaft des Remen, so die nechsten zeit dem B.erwerben haltend ein verlengerung des rechttags und sich des-halben fir B. erbotten haltend, das sei alles auf bieberei beschechen;als ich auch des acht, es sei not, es solt ein erbar rat billichdem Hansen Remen danken seiner guten dienst, so er zu Wuremsainem erberen rat und gemainer stat bewissen hat. Darbei las
1 Vgl. S. 353 Anm. 3. » Von den Beilagen des Briefes ist
nur die in der folgenden Anm. erwähnte erhalten.
3 Unter den Peutingerpapieren im Augsburger StA findet sidi die Ab-sdirift eines Mandates Karls V. an Worms (Valenciennes, d. 16. Okt. 1521),in dem der Kaiser sidt über das Entkommenlassen des B. Rem aus der Haftbeschwert und seine künftige strenge Bewachung anordnet.