Nr. 215. 1521 August 17. 349
legen zu underhaltung der furgenomen regiment und camer-gerichts betreffend, darin E. Ft. 325 guldin auf nechst gehaltemreichstag zu Wurmbs aufgelegt sein, 1 mit beger, dweil solher an-schlag E. Ft. beschwärlich sei, demnach vermogenlichen fleis fur-zuwenden, solh beschwerd abzulegen, das ich hierin mein gut-bedunken mittailen solle, wa jetzo oder zu künftigen zeiten dero-halben zu handeln sei, damit E. Ft. nit so hoch oder Ungleicher-massen beschwärt beleiben, mitsambt anderm, hab ich seins inhaltsnach aller leng vernomen etc.
Und darauf E. Ft. erstlichen meins wissens zu erkennen gib,das die gesandten von gemainen bundsverwandten stetten, alsdie verordneten von Nürnberg, Ulm und ich, <auf> nechst gehaltemreichstage zu Wurmbs allen möglichen fleis ankert haben, da-mit des hl. Reichs bundsverwandten stette nit für ander beschwärtwurden, wie dann die bemelten verordneten und ich solhs meinemherren Ulrichen Artzt, haubtman, zugeschriben, ungezweifelt E. Ft.des von egerurtem meinem herren haubtman wissen entpfangen.Aber über solhs alles haben churfursten, fursten und ander stendedes hl. Reichs uns von stetten den bewilligeten anschlag zu Costentzfurgehalten und auf denselben endlich beschlossen, das jederstände des Reichs auf den selben anschlag noch fünfmal so villzu erhaltung des regiments und camergerichts, die zeit darin be-griffen, geben solle. Über dieselben bemelten fünf tail habengraven und herren als stende des Reichs etlichermassen bei chur-fursten und fursten ir beschwärden auch anbracht* und bei den,so auf den reichstägen die merer stim haben, erlangt, das siinen in merung der fünf tail geringert und dieselb anzall irsnachlassens zum tail auf die fursten und zum tail auf die frei-und reichstett, als nemlich Coln, Augspurg, Nürnberg und Ulm200 guldin reinischer, also auf bemelt jede stat 50 guldin merweder die fünf tail Costentzer anschlags aufgelegt worden sein.Und wiewol die verordneten nit allain der bundsverwandten,sonder von allen stetten dawider offenlich geredt und protestiert,so ist es doch bei dem abschid zu Costenz, dweil der von allenstenden des Reichs bewilligt und angenomen, beliben, darauschurfursten, fursten und ander stende nit geen wellen. Widerdemselben anschlag unser geordneten einrede nit hat mögen für-
1 RTAJ Nr. 56 II S. 440. 2 Ebd. Nr. 57 S. 444 ff.