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Konrad Peutingers Briefwechsel
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330
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330 Nr. 207. 1521 April 7.

207.An Bürgermeister und Rat 1521 April 7.

von Augsburg. Worms.

Bericht vom Reiclistage: Ankunft Ferdinands; Türkenrededer ungarischen Gesandtschaft; Verhandlung über die Mono-polienfrage; Eingabe von Grafen und Herren über den recht-liclien Austrag; Reichsregiment und Kammergericlit; bevor-stehendes Ende des Reichstages; Angelegenheit des BartholomeRem; Überfall auf Kaufleute bei Cronberg.

Augsburg, StA: Petitinger. Ursdtr.; Scltluß fehlt.Größtenteils gedruckt: RTA 2 Nr. 182 S. 841 ff.

Fursichtigen, ersamen und weisen etc.Am ostertag und montags darnach E. Ft. ich zwen brief aufdie post zugeschickt hab; 1 verhof, die seien geantwurt und durchE. Ft. gehört worden; derhalben on not, ferrer meidung davonzu tun.

1 Außer den hier erwähnten beiden Briefen vom 31. März und 1. Aprilhatte Peutinger, wie aus den Antworten des Rates an ihn (deren Entwürfein den Uteralien des Augsburger StA erhalten sind) hervorgeht, sdton am10., 13., 17., 22. und 24. Febr., 2., 5., 9., 14., 18., 19. und 24. März Beridite vomReidtstage nadt Augsburg gesandt, wohin er Ende Jan. von Augsburg ab-gereist war (vgl. RTA 2 S. 779 Anm. 1). Diese Beridite sind ebenso wie seinespäteren vom 22., 26. und 28. April, 8., IL, 16. und 18. Mai nicht erhalten.Die erhaltenen sieben Beridite aus Worms werden im Folgenden nur soweitim Wortlaut gegeben, als sie für Peutingers Lebensgesdtidite und die Würdi-gung seiner Persönlidikeit von einigem Belang sind (über ihre hervorragendeWichtigkeit für die Oeschidtte des Reidtstages vgl. RTA 2 S. 768). — Aus denSchreiben des Rates an ihn seien — abgesehen von ihrer gelegentlidien Ver-wertung in den folgenden Erläuterungen zu Peutingers Briefen — zweiStellen hier mitgeteilt, weil sie Persönlichkeiten betreffen, die in der Literatur-und Kunstgesdüchte der Zeit eine Rolle spielen: Am 19. März sdireibt derRat, es sei ihm soeben mitgeteilt worden, wie doctor Stabius das klain heus-lin, bei kai. Mt. grossen behausung gelegen, so weiland kai. Mt. hochloblichergedächtnus unserm gunstigen herren Ziegler, vicecanzlcr, zugeaignet hat, beijetziger kai. Mt. erlangt, die im das ergeben haben solle; understee sich aberdoctor Stabius, den weber, dem das heuslin aufs geschaft herren Zieglers bisauf Michahelis schierist bestandswcis verlihen sei, jetzo auszetreiben, des sichder weber als ein armer man hart beclag und stee im sein verderben daruff.Peutinger soll dies Ziegler anzeigen und zu erreidien sudien, daß der armeWeber in seinem Redti gesdiülzt werde. Wir vernemen, das doctor Stabiusim hof entlieh abgefertigt sei, des orts weiter nit dienst hab, darum wir ver-