274 Nr. 172. 1516 Oktober 15.
S. P. D. Tabellarium hunc nostrum, cum Argentoratum essetpetiturus, vacuum ad te, etsi nihil esset quod scriberem, irenolebam, ut saltem incolumitatem tuam, quam opto, intelligerem.Quae vero apud nosaguntur, paucisaccipe. Causa Wirtenbergensis,quam caesar iudex sedendo audivit, iure adhuc pendet; 1 studenttarnen plerique, quod duco Optimum, ut amice componatur, etob eam rem episcopus tuus Argentoratensis apud caesarem fuit;rediit ad ducem ipsum. 2 Verum responsionem, quae in dies ex-pectatur, nondum accepimus. Deus provideat, ne Germani nosadinvicem atteramus, quod malum maximum iugum vel potiusservitutem protenderet. Reiiquum est, ut bene valeas, et me, quaemodo calcographi tui imprimant, redde certiorem. 3
Ex Augusta die 12. octobris 1516.
Tuus Cliuonradus Peutinger etc.
172.An Jakob Vlllinger. 1516 Oktober 15. <Augsburg.>
Mitteilungen über den Stand der Angelegenheiten Ulriclisvon Württemberg und Franzens von Stellingen.Augsburg, StA: Peutinger. Entw.
Edler gepietender lieber herr Schatzmeister etc ..... So wais
ich euch nit sonders zu schreiben. Dan gestern haben kais. Mt.
1 In dem gegen Vir. von Württemberg wegen der Ermordung Hansensvon Hütten und der Behandlung seiner Gattin Sabine von Baiein von Reidiswegen in Augsburg eingeleiteten Reditsverfahren hatte der Kaiser gegenden nicht ersdüenenen Angeklagten am 11. Okt. die Acht ausgesprodien, aberdie Verhandlungen über eine gütliche Beilegung der Angelegenheit gingenweiter, um den drohenden Krieg zwisdien Ulridi einerseits und den Hüttenund ihren Verbündeten, den Herzogen von Baiern, andererseits zu vermeiden.Vgl. H. Ulmann, Fünf Jahre württembergisdier Gesdüdite (1867) S.52ff.S. audi Nr. 172.
2 Wilhelm von Honstein. Er hatte Ulridi die letzten Forderungen desKaisers zu überbringen; bis zum Eintreffen der Antwort hierauf sollte dasInkrafttreten der Acht aufgeschoben werden; vgl. Ulmann a. a.O. S.65ff.
3 Aus dem Jahre 1516 ist der nidit näher datierte Entwurf eines BriefesPeutingers an den Herrn von Laß erhalten, in dem er die an ihn gelangteBitte Dr. Sebastian Brants weitergibt, daß diesem, der seit 14 Jahren alskaiserl. Rat in Maximilians Diensten stehe, aber von seinem Jahressold inHöhe von 50 Gulden rh. im ganzen nidit mehr als WO Gulden durdi denSchatzmeister erhalten habe, der Rest von 600 Gulden angewiesen werdenmöge. Augsburg, StA: Peutinger. Gedruckt: Buff Nr.8615.