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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
271
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Nr. 169. 1516 August 28. 271

Schneider Hannort 1 dem Weschner hiemit auch schreibt; doraufich auch gnadigen bescheid bit; dan wa si nit arbeit haben,konden si on gelt nit lenger aufgehalten werden.

Die vier figuren, in Weiskunig gehörig, so mir jetzo E. Mt.zugeschickt haben, hab ich von stund an zu reissen und schneidengeben, werden auch bald ausgemacht.

Ferrer, allergnadigister herre, mir ist von dem rat zu Augs-purg das rathaus daselbs das angeben des gemeels daselbs be-volhen worden. Nun wird ich under anderem E. kais. Mt. ge-schlecht von Romischen kaiseren und kunigen, auch kunigenvon Hispanien und Sicilien, daran malen lassen und des fur-nemens, wie ich die an dem zedel, hiebei mit dem C bezaichnet,aufgeschriben hab, dorauf E. kais. Mt. in aller undertanigkeit bit,mir hierauf gnadigen bescheid zu geben und solchs auf dasfurderlichest zu tun; dan ich bin in derselben arbeit auch, obE. Mt. solchs also gefällig seie oder ain anderen monung habenwollen, mich in demselben nach E. Mt. beschaid und wollgefallenauch wissen zu halten. 2

E. kais. Mt. hab ich auch auf 23. tag maii neue zeitung ausFrankreich zugeschoben; verhoff, E. kais. Mt. haben die ent-pfangen. 3 So ich was weiters erfar, will ich E. kais. Mt. auch an-zaigen etc.

Dat. auf neunten tag iunii anno 1516.

169.

An Cyprian von Serntein. 1516 August 28. (Augsburg.}

Ersucht um scfüeunige Angabe des Verhandlungsgegen-standes für den auf kaiserlic/ies Begehren nacli Augsburg aus-zuschreibenden Bundestag, damit ein „Hintersichbringen" derAbgeordnelen vermieden werde.

Innsbruck. LRA : Maximiliana XIII. 256 (1514—22 Nr. 89). Ursdir. —Adr. (teilweise durch das Siegel verdedit): (Herren) Ciprian von Sernthein,\Ro. k>ais. Mt. canzler, in ab<wesen> herren Hansen Renner, <Ro. kais. Mt.)ra ti meinen gn. (und gepie)tendcn lieben herren .... zu banden. Cito. Cito.

1 Joh. Hannart, Sekretär Maximilians und später Karls V.

2 Vgl. über die unter Peutingers Leitung von Ulridi Apt und Jörg Breufiit einem Kostenauf wände von 900 fl. ausgeführten Fresken am alten Augs-burger Rathause, die SMaditenszenen und genealogisdie Figuten darstellten,>'■ Dörnhöffer im JKSK 18 (1897) S. 22. 3 Dieser Brief ist nidit erhalten.