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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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261
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Nr. 161. 1515 August 17. 261

Frater Nicolaus Eilenbog Conrado Peutingero S.D.Dedi ad te, Conrade Peutingere doctissime ac humanissime,6. kal. iulii literas, 1 quas ideo interceptas suspicor, quia hactenusa te responsum habeo nullum. Operae precium itaque duxi, tevel his literis certiorem reddere de bis, quae superiori epistola tibisignificavi. Paucis itaque quae volo accipias. Epitoma Platonicum,quod superioribus annis tibi recognoscendum transmiseram, nuncin publicum emittere statui sub nomine et tutela ingenui ac doctiviri Bernhardi Adelman de Adelmanfelden, canonici Augustensis.Velim itaque, ut apud chalcographos efficias, quatenus über breviimprimendus suscipiatur. Rem tenes brevibus. Fac itaque meanide te spem ne eludas. 2 Cupio insuper certior fieri, quid de Chronicapaterna mihi sperandum sit. 3 Vale foelix.

Ex Ottenpurra in die s. Magdalenae 1515.

161.

Von Bürgermeister und Rat 1515 August 17.

von Nor düngen. Nördllngen.

Bitten, sich beim Kaiser und seinen Räten dafür zu ver-wenden, daß das Kammergericlit, falls es Worms verlasse, nachNördllngen verlegt werde.

Nördllngen, StA: Missivbilcher 1515 fol. 90?. Abseht.. . . Wir werden bericht, wie das hochloblich kaiserlich camer-gericht der schweren und unsichern leuf halben 1 zu Wurms gernaufwegig und an ein ander gelegen ort im Reich were. Dievveilwir nun bei uns befinden, das es uns erlich und nutzlich, dengemainen stenden des hl. Reichs alhie der gelegenhait und den-jenen, so dem cainergericht verwandt sind, der liverung, zerungund aller sachen nit ungelegen, annemlich und gefeilig seinmöchte, so ist an E. W. als unsern besondern vertrauten lieben

1 Vgl. Nr. 159. 2 Peutinger hat Ellenbogs Wunsch nicht erfüllt.

Über die weiteren Sdiicksale und den sddießlidien Verlust seines .EpitomaPlatonicum- vgl. Thurnhofer S. 106f. s Vgl. Nr. 152 und 165.

* Im Frühsommer 1515 hatte Franz v. Sickingen seine große Fehde gegenWorms eröffnet, durdi die die Verbindung des dort ansässigen hödisten Reidis-geridttes mit der Außenwelt zeitweilig unterbrochen wurde. Sickingen selbsthatte gefordert, es solle seinen Sitz verlegen, da er sonst nidit für seineSicherheit aufkommen könne. Vgl. W. Friedensburg, F. v. Sickingen in: ImMorgenrot d. Reformation 2 (1915) S. 576f.