146 Nr. 92. 1511 Oktober 6.
abtrucken und an heut dato dem Ulrich Meringer x zugeschickt.Dan als E. G. weiter anzaigen, die schicken mir der Sachen halbenain brief an Ulrich Meringer lautende, das er die brief von mirannemen sol, hab ich sollichen brief nit empfangen, auch beiJacoben Fugger nachfrag darumb gehabt, der mir auch davonnichts zu sagen gewisst.
Von wegen E. G. silberin schissel 2 hab E. G. ich vormalsgeschriben, 3 das die gemacht und auf bevelh Baptista de Tassis 4hinder meinen schweher 6 erlegt sind, dergestalt, wann er darnachschicke, das er ime die gegen ainer bekantnus überantworten sol.Darumb wo E. G. die haben wellen, bei demselben Baptista deTassis sein bekantnus laut seins abschids nemen, so wirdet meinschweher demselben boten die schissein dagegen gewisslich über-antworten. Ich will auch auf den zedel, mir von E. G. uber-schickt, über das, so mir der genant de Tassis abgerait, nochain mal mit dem goldschmid raiten und was ich in raitung finde,E. G. weiter anzaigen etc.
Damit dan E. G. gewisslich wissen, das mir E. G. vorgeendschreiben, die wellischen copi betreffend, unverbetschaft, auchonunderschriben, allein mit ainem schlechten faden zusamen-gebunden geantwort, schick E. G. ich dieselben hie inligend,darumb zu besichtigen.
Dat. 16. september.
92.Von Christoph Welser. 1511 Oktober 6. Rom.
Hat sich vergeblich bemüht die Verleihung der Propsteivon Alt-St. Peter in Straßburg an Hieronymus Betschlin zu er-reichen; sie ist dem kaiserlichen Sekretär Jacobus de Banissisgegeben worden. Hofft jedoch, da er sich die Gunst einigerKardinäle und auch des Papstes erworben hat, künftig seine undseiner Freunde Angelegenheiten mit besserem Erfolge betreibenzu können. Übersendet die „Oratio pro concilio Lateranensi* desAngelo vonVallombrosa, ein Epigramm des Christoph von Suchten
1 Kaiserl. Kammermeister. 5 Vgl. Nr. 87.
1 Dieses Schreiben ist nicht erhalten.4 Hofpostmeister Maximilians; vgl. oben S. 121 Anm. 6,' Anton Welser.