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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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132
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132 Nr. 82. 1510 Dezember 15.

Die kais. brieve, mein herren 1 betreffende, haben sie ent-pfangen und dorauf den brieve an die von Frankfurt lautendeinen zugeschickt. So ferr si aber kein bezalung tun, werden meinherren mit dem Stadt 2 ganz übel besteen. Doch was zu antwurtkomt, will ich E. G. berichten. Auf mein vor uberschickten articulist mir antwurt und bescheid worden. So ist auch bisher vondes Reichs hilfgelt nichtz namhafts gefallen, dan allein das etlichschuldin mit dem hilfgelt gelediget worden sein, und wie villdas ist, will ich euch gnauer ungeferlich in 14 tagen auch be-richten. Dweil sich dan E. G. des Imhofs 3 und mein halben soganz gnadiglich erpeut, bitt ich, wollet unser baider und unserdiener nit vergessen, denn furwar die arbeit fast groß und meinhalb mit dem stadt vill großer weder ander Sachen.

Den brief an herren Ernsten 4 hab ich im antwurten lassen;desgleichen Jacoben Fugger; Fuchsen 5 in seins schwehers haus,der nit zu Augspurg, sonder auf seinem sitze bei Kaufbeyrenist; desgleichen dem harnaschmeister,« Schonsperger und sonstalles gehandelt, wie E. G. mir geschriben hat; wais nit änderst,dan das Schonsperger, dem ich auf sein begern 15 guldin zurzerung geben hab, mit zaigern an hove komen sei; 7 so wirtder buchtrucker 8 bald hienach komen und die puchstaben deswälschen trucks mit im bringen.

1 Den Rat von Augsburg.

3 - status, „Etat"; gemeint sind die Reichshilfsgelder. Vgl. S. 122 Anm. 1.

3 Hieronymus Imhof.

* Wohl der kaiserliche Rat Ernst von Weiden, der seit 1492 Schloß undAmt Seifriedsberg (BA Krumbach) auf Grund königlicher Verpfändung inne-hatte. Vgl. Herberger S. 49 Anm. 68; Th. Dilvel, Die Gütererwerbungen JakobFuggers (1913) S. 36 Anm. 3.

6 Wohl Konrad Fuchs, „kaiserlicher Mt. Diener", seit 1506 vermählt mitder Augsburger Patrizierstochter Anna Riedler und seit 8. Okt. 1508 Be-sitzer des s. von Kaufbeuren gelegenen Schlosses Ebenhofen; vgl. über ihn(A. Steichele-) A. Schröder, Das Bistum Augsburg 7 (1906—10) S. 139 f.

* Hans Schwerer; vgl. Nr. 78: Es handelt sich wohl um die in diesemSchreiben erbetenen weiteren Angaben über den Eierbrütofen.

7 Vgl. Nr. 81. Zu zaigern ist zu ergänzen dis briefs.

8 Erhard Oeglin; vgl. Nr. 81 u. 84. Die im folgenden und wieder in Nr. 84erwähnte wälsche Schrift (d. h. Antiqualettern) war wohl für den Druck vonkaiserlichen Mandaten in italienischer Sprache bestimmt; vgl. dazu Nr. 91.