Druckschrift 
Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
121
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Nr. 73. 1510 Oktober 2. 121

Allerdurchleichtigister etc. Auf kais. Mt; begern haben wir 1E. kais. G. secret und katschet 2 verpetschaft entpfangen und da-mit laut der selben E. kais. G. schreiben, auch" ich Peutinger mit-verzeichnet des S., 3 die brieve zu überlesen und sonst zu ver-tagen, getreulichen wol verwart und b mit allem fleis gehandelt,auch die gedachten secret und katschet mit unsern Signeten widerverpetschaft Wolfgangen Vogt 4 uberantwurt, die furter E. kais. G.und dem canzler zu uberantwurten fi etc.

Dat. Augspurg am andern tag octobris anno 10.

E. kais. Mt. gehorsamer diener.

73.An Cyprian von Serntein. 1510 Oktober 2. (Augsburg.}Zahlung an Paul von Liechtenstein aus den Reichshilfs-geldern. Von dem Goldschmied Georg Stör verfertigte Silber-schüssel. Auftragsgemäßer Gebrauch und Rücksendung des kaiser-lichen Sekretsiegels und Petschafts.

Augsburg, StA: Peutinger. Entw. .

Edler gnadiger herre etc. Mir hat der postmeister 6 E. G. undher Paulsen 7 (schreiben) geantwurt, und dweil in seinem abwesen

a Hinter auch ist gestridien: gehandelt.

b getreulichen wol verwart und nadigetragen.

1 Peutinger und Hans Paumgartner d. Ä.; vgl. Nr. 73.

2 Ein Stempel mit dem Namenszuge des Kaisers. Auf dem KonstanzerReidistage hatte Maximilian Ende Juli 1507 den Ständen die Anfertigungeines soldien zur Überlassung an Vertrauenspersonen, die königlidie Schreibenzu fertigen hätten, angekündigt; vgl. ERC 2, 2 S. 739 f.

8 Serntein. — Peutinger und Paumgartner hatten also jeder ein Sdireibendes Kaisers, Peutinger außerdem auch eines des Kanzlers Cyprian von Sernteinbekommen. Diese drei Sdireiben sind nidit erhalten. 4 Kaiserl. Sekretär.

5 Der Brief ist ein weiterer Beleg für die von V. v. Kraus im Archiv f.oesterr. Gesdi. 87 (1899) S. 258f. gesdülderte Gewohnheit des Kaisers, ge-legentlidi Briefe zur endgültigen Ausfertigung an seine Räte zu sdiidien. Aucham 20. Mai 1511 gibt Maximilian seinem Kanzler Serntein den Befehl, eilendsunser katschett unsers handzeichens an Peutinger nach Augsburg zu sdückenzur Fertigung eines gedruckten kaiserlidien Aussdireibens an das Reidi; am24. Mai zeigt Serntein die Ausführung dieses Befehls an. Vgl. v. Kraus a. a. O.S. 259f. 6 Wohl Baptista de Tassis, der Hofpostmeister Maximilians

und spätere Generaloberstpostmeister Karls V.; vgl. über ihn E. Ohmann,Die Anfänge des Postwesens und die Taxis (1909) S. 236ff.

' Paul von IJedüenstein, Landmarsdiall von Tirol.