116 Nr. 68. 1509 November 15.
den gegen E. G. geschoben buch, das in E. G. gotzhaus undcamer 1 ich gesöhen hab, durch zwen E. G. verstendig convent-herren überlesen und, was widerwertigs oder falsches darin ge-funden wirf, mit bezaichnung der pleter mit fleis aufschreibenlassen, dasselb also schriftlich verfaßt mir mit meinem Macrobiowider zuschicken, den ich dan an vill orten mangelhaftig er-funden und hofnung hab, mit der zeit in recht form zu bringen. 2Wa dan E. G. und bemelt conventsherren mein bedorfen, willich auch undertanigen und willigen freuntlichen fleis alzeit dienst-lich erfinden, etc.
Dat. an Allerheiligentag anno etc. nono.
E. G. williger Conrat Peutinger doctor.
Mag auch E. G. nit verhalten, das Got der herre mich mitainem sone fursöhen hat, des dan mein liebe hausfrau am 19.tag nächsten monats aus gotlicher hilf glicklich und mit freudengenesen ist. 3 Sein gotlichen gnad seie gelobt.
68.An Sebastian Brant. 1509 November 15. Augsburg.
Fehlen sicherer Naclirlchten vom Kaiser. Bitte um Über-sendung einer Druckschrift über den Berner Dominikanerprozeß.
Straßburg, StA: Thontasardiiv, Univ. 1 fol.588^. Absdir. Wenckers. —Adr: Wie bei Nr. 47.
1 Wetßenau besaß eine an Hss. reiche Bibliothek. Heinrich Bebet nenntAlba Augia in einem Briefe an die im nahen Ravensburg wohnenden BrüderHummelberg vom 27. Mal 1513 Tempe illa Suevica, ubi dicuntur esse antiquilibri et praesertim in historiis; A. Horawllz, Analekten z. Gesdi. d. Humanis-mus In Schwaben, In: SB Wien 1877 S. 245. Vgl. im übrigen über die WeißenauerBibliothek und die bisher festgestellten aus ihrem Besitz stammenden Hss.P. Lehmann, Mittelalter/. Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz1 (1918) S. 406ff.
■ Peutingers Macrobius-Exemplar (es ist die Ausgabe Brixen 1483=Hain * 10427) ist erhalten in der Mündiener StsB (L. impr. c. notts mss. 34™in 2o); soweit der Kommentar über Ciceros .Somntum Scipionis" reicht, sindzahlreiche vom Drudi abweichende Lesarten am Rande und zwischen denZellen eingetragen, auf den ersten Blättern von Peutinger selbst, dann voneiner anderen gleichzeitigen Hand. Wir haben in ihnen sidierllch die ihm ausWetßenau zugekommenen Kollationierungen mit der dortigen Hs. vor uns,deren Verbleib bisher nicht festgestellt ist.
8 Peutingers ältester Sohn Claudius Plus: vgl. Nr. 77.