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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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98
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98 Nr. 56. 1508 September 25.

costen getragen, so hab ich doch von gold und silber auf pir-ment getruckt kurisser zuwegen gebracht, wie E. f. G. ich hietnitain prob zuschicke, 1 E. f. Durchleuchtigkait undertäniglich bittende,wollen die aus gnaden besichtigen und mir zu erkennen geben,ob die also gut getruckt seien oder nit. Und dweil E. f. G. ichvormaln gebetten hab, bei meinem gnedigisten herren von Mey-denburg 2 und sunst in iren fürstentumb von alten keiserlichenund kuniglichen freiheiten die anefaung und tittel, auch die da-tum derselben brieve des jars Christi, keisertumbs oder kunig-reichs zu ziere meins furgenomen keiserbuchs zuwegen bringen,ist mir noch nichts worden, das also noch zu erlangen under-tanigs fleis dinstlich bitte,« und ob E. f. G. sunst ichts neus hette,mir sollichs auch aus gnaden mitzuteilen etc.

Dat. Augspurg sontags nach Mauritii anno Domini etc. octavo.Undertaniger Conrat Peutinger doctor.

56.An Herzog Georg von Sachsen. 1508 September 25.

Augsburg.Übersendet in Augsburg hergestellte, mit Gold und Silberauf Pergament und Papier gedruckte Ritlerbildnisse. 4

Augsburg, StA: Peutinger. Entw. — Adr.: Dem durchleichtigen hochgelertenfursten und herren Georgen, herzogen zu Sachsen, landgravcn in Turingen,margraven zu Meißen, kais. Mt. und des heiligen Reichs erbgub<ernatorn) inFrießlanden etc., meinem gnadigen herren.

Gedruckt: Buff Nr. 8561.

1 Nach Chmelarz a.a. 0. S.394 gehört dazu der praditvolle, nach einerZeidinung Hans Burgkmairs von Jost de Negker ausgeführte Pergamentholz-schnitt, der Kaiser Max in voller Rüstung zu Pferde darstellt, erhalten inder Sammlung Hauslab-Liechtenstein und in der Gothaer Sammlung. DasGothaer Blatt dürfte eines der von Peutinger an den Kurfürsten gesandtensein. Eine Nachbildung ist dem Aufsatz von Chmelarz (a. a. O. Tafel XXIX)beigegeben.

' Magdeburg. Erzbisdiof von M. war damals Ernst, Herzog zu Sadiscn(1476—1513), ein jüngerer Bruder Friedridis des Weisen.

'■' Peutingers Bitte ist erfüllt worden. Die aus seinem Besitz stammendeHist. Hs.2o 243 der Stuttgarter LB enthält auf fol.68r—72r: Ex registrisquibusdam antiquioribus literarum erectionis et privilegiorum ecclesiae Magde-burgensis sumpta et extracta per manum mei Gasparis Stembeg, secretariiantiqui. Es sind fünf Urkunden Ottos I. und eine Ottos II: MGH, Dipl. 1 Nr. 15.14. 38 (?). 299. 300 und 361. ' Vgl. Nr. 55.