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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
71
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Nr. 43. 1506 Mai 14. 71

zu verwesen, zu verordnen auf mein undertenig bit, so ich anS. Mt. hab tun lassen, nit erlaubt wird, das ich alsdann, ob Gotwill, in kurzen tagen bei euch am hof erscheinen will etc.Dat. Wienn 22. tag aprillis anno etc. sexto.

Blasi Höltzl, secr. etc.

43.Von Blasius Höhst. 1506 Mai 14. Wien.

Wiederholt seine Bitte um Erledigung der im vorigenSchreiben erwähnten Geldangelegenheit; ersucht Peutinger außer-dem, sich bei dem Augsburger Plattnermeister Lorenz nach demvon ihm bestellten Harniscli und dessen Preis zu erkundigen.Nachrichten aus Ungarn.

Augsburg, StA: Peutinger. Ursdir. — Adr.: Dem hochgelerten, ersamen,fursichtigen und weisen herrn Chunraden Peutinger, beder rechten doctor, Ro.k. Mt. rat etc., meinem besonder lieben herren. Augspurg.Gedruckt (teilweise): Buff Nr.8552.

Besunder lieber her doctor, ich hoff, Hanns Müe, ku. Mt.zollschreiber, so kürzlich von hof aus auf Augspurg geritten ist,hab euch ain schrift von mir und ain obligatz umb 100 gld. vondoctor Veit Fürsten zuepracht. 1 Darauf pit ich euch, ir welletdieselben 100 gld. von bemeltem doctor Veiten auf sand Johannstag zun sunebenten schiristkunftig gegen gedachter Obligation zumeinen handen emphachen und bei anderm, so ir von mir ineur gewalt habt, behalten.

Lieber herr doctor, ich bit euch, ir wellet mir ain gesellen-gang zulieb tun zu maister Lorentz, planier, 2 in die schmidgaßund dasselbst ain küris oder kürisle, so er mir gemacht habenund berait sein solle, besichtigen und mir bei negster potschaftaigentlich schreiben und anzaigen, wie sollicher küris gemacht

mina ad Iioelceliiun, Augustae 1518, fol. H 5 r . Vgl. audi G. Tinkhauser,Topograph.-histor.-statist. Besdir. d. Diözese Brixen 2 (1856 — 61) S. 280.

1 Das Schreiben Hölzls vom 20. April hatte demnach Peutinger nicht mehram kgl. Hoflager erreidil, sondern hatte dem inzwischen Abgereisten nachAugsburg nachgesandt werden müssen. Am 20. April muß Peutinger nochbeim Könige gewesen sein, da das letzte der drei von ihm für Augsburgerwirkten Privilegien dieses Datum trägt; Herberger Anm. 38.

2 Über den berühmten Augsburger Waffenschmied Lorenz Helmsdimiedund seinen Sohn Koloman vgl. W. Böheim im JKSK 14 (1893) S.332 u. 338ff.