Druckschrift 
Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

Nr. 17. 1504 Juli 13. 31

von herzog Albrecht wollen haben. Aber als ich hör, soll solhsan mein g. herren margrave Friderich 1 gestelt und damit gestiltsein. Ku. Mt. ist jetzo etlich tag hie gewesen und auf dat. frugen Schwebischen-Werd 2 verruckt, des furnemens, als verlaut,Neuburg und Rain abzebrechen. Ziehen auch S. ku. G. vill zuroß und fuß zu, und sollen an heut von dem gravenpund etlichhundert heer und nachvolgend von Munichen 2000 fußknecht zu-komen mitsambt vier quartonen. Herzog Ludwigs von Bayren 3raet, nemlich Morshaimer und ain cometor sant Johans ordeus,sein auch hie bei ku. Mt. gewesen, aber ir handlung und Werbunghab ich nit erfaren mögen.* Wirtenberg fi soll von Pretau 0 weckund für Besigkau 7 gezogen sein.

Mein herren haben E. f. G. erlegung der 1000 gülden hinderdie von Franckfort zu sonderem undertanigen dank vernomen,werden auch E. f. G. verschreibung auf künftig Franckforter Herbst-messe gegen entpfahung der gedachten 1000 gülden laut E. f. G.schreiben erlegen. Das alles E. f. G. ich nit wolt verhalten etc.

Dat. in großer eil an dem 11. tag iulii anno etc. 4.

E. f. G. undertaniger Conrat Peutinger doctor etc.

17.An Sebastian Brant. 1504 Juli 13. Augsburg.

Beklagt anläßlich des Landshuter Erbfolgekriege?, die denBestand des Reiches gefährdende Zwietraclit der Deutschen.

Straßburg, StA: IV 105. Ursdir. — Adr.: Praestantissimo ulriusque iurisdoctori D. Sebastiano Brandt Argentoratensi, amico observando.

S. P. D. Clarissime domine doctor, habebam modo tabella-rium. Hunc ad te vacuum ire nolui, ut, si quid iam longotempore amicitiae studii aliquando inter nos conciliatae hucusqueintermissum fuisset, in eum quo esset consensum statum revo-caretur. Spero te et familiam tuam salvos meque incolumem scito,sed flagrante Baioarici belli fremitu a litterario exercitio ita se-motum, ut praeter institutionem meam vivam. Sumus equidem

1 von Brandenburg-Kulmbach. 2 Donauwörth. 3 Bruder des

Pfalzgrafen Rupredit, der spätere Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz.

4 Es handelte sich um einen vom Kaiser vvrgesdilagenen Waffenstill-stand, den jedoch Rupredit ablehnte.

5 Herzog Ulrich von Württemberg. 6 Bretten. " Besigheim.