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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
15
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Nr. 5. 1493 Dezember. 15

verewigten Kaiser verhängten Acht ein Geleitbrief aasgestelltwerden soll, und sich darauf bei dem königlichen Kanzler Dr.(Konrady Stürzet vergeblich bemüht, diesen der Stadt nach-teiligen Schritt zu verhindern. Will sich mit Wilhelm Marschall{von Pappenhelm), J der ihn über die Angelegenheit des Jakobvon Argon unterrichtet hat, sowie mit Graf Adolf von Nassau 2und Veit von Wolkenstein 3 nochmals bemühen, daß die Ent-scheidung so lange vertagt werde, bis der Rat darüber unter-richtet sei oder der König Maximilian nach Augsburg kommeund dort von der Unbilligkeit des Vorhabens überzeugt werdenkönne. Empfiehlt im Einverständnis mit Johann Waldner 4 undDr. Georg Schröttel, möglichst bald den Augsburger Standpunktin der Frage dem Könige darzutun, damit er zuomöglich dasetwa schon erteilte Geleit z&iderrufe. Der König werde wohlnoch einige Zeit hier bleiben; niemand wisse, wann und wohiner aufbrechen werde. Er selbst werde mit Wilhelm Marschallund Dr. Georg Schröttel also entzveder noch hier anzutreffensein oder, falls der König donauaufwärts ziehe, in dessen Gefolge.»Ohne Datum.

Egen; s. über diesen ChDSt 5 S. 395ff. und Joadumsen S. 42), der wegenStraßenraubs, verübt an Augsburger Bärgern und Gütern i. J. 1465, vonKaiser Friedrich am 18. März 1466 in die Acht getan worden war und sidiauch weiterhin durdi wiederholte Gewalttaten wider seine Vaterstadt sdiwervergangen hatte, vgl. ChDSt 4 S. 330; 5 S. 311; 22 S. 201 und354f.; Simons-feld 1 S. 296f.; die Achturkunde bei P. v. Stetten, Gesdi. der adelidien Ge-schlechter i. d. fr. Reidisstadt Augsburg (1762) Nr. 61.

' Über Wilhelm Marschalk von Pappenheim, Söldnerführer der StadtAugsburg und des Sdiwäbischen Bundes, vgl. ChDSt 23 S. 54 Anm. 9.

2 Adolf Hl. von Nassau-Wiesbaden, Rat Maximilians und später zwei-mal (150011 und 1509J10) Kgl. Kammerriditer, mit Peutinger befreundet: vgl,unten seinen Brief vom 12. Dezember 1510.

3 Rat Maximilians. 4 Kais. Protonotar.

5 Peutinger ist noch bis mindestens in den Febr. 1494 hinein in Wiengeblieben. Das beweist ein von ihm geschriebener, nur unvollständig er-haltener Entwurf (im StA Augsburg: Peutinger) zu einem gemeinsamen Be-ridite der Augsburger Gesandten an den Rat über die auf Grund einer am28. Jan. aus Augsburg eingetroffenen Instruktion beim Könige und seinenRäten unternommenen Bemühungen um Zurücknahme des Jak. v. Argon am18. Dez. 1493 erteilten Geleites. Die in diesem Bericht erwähnte, von Peu-tinger eingereidite Bittschrift an Maximilian ist noch im Entwürfe erhalten(ebd.) Die Augsburger hatten fedodi audi mit ihren erneuten Anstrengungen