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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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Nr. 1. 1491 Juli 31.

oratorem imperatoris se gerit, familiaris cuiusque cardinalis estet cum eo manet Westersteter. 1 Hü quottidie clamitant, currunt;creduntur eis omnia, ut nichil pro nobis, quod saltem stabile esset,conspicere possum <!>. Non potui tarnen continere, quin et Urbina-tensi episcopo responderem. Inter cetera protuli: Canonicos per

Padua — einen solchen hat es damals nicht gegeben und außerdem brauditPeutinger für Padua immer die alilateinisdie Form Patavium, vgl. z. B. untenNr. 3 S. 11 und König S. 5 Anm. 4 u. 7ff. — gemeint sein, sondern nurein Markgraf von Baden. Es weilte nämlidi damals — und zwar bereitszum zweiten Male — an der Kurie ein junger Markgraf Jakob von Baden,klerikalen Standes, auf den Peutingers Angaben vortrefflich passen: Er warder i. J. 1471 geborene älteste Sohn des Markgrafen Christoph von der LinieBaden-Baden und vor Antritt seiner zweiten Romreise von seinem OheimFriedrich III. in Linz am 26. Jan. 1491 zum kaiserlidien Gesandten an derKurie Innocenz VIII. ernannt worden. Vgl. über ihn J. Chr. Sachs, Einleitungin die Geschichte der Markgrafsdiaft Baden 3 (1769) S. 141 — 64. Über seineerste Romreise (1489190) und die Vorbereitung der zweiten vgl. den von seinemeinstigen Lehrer und damaligen Begleiter, dem Badener Dekan Mag. Joh.Müller (vgl. über diesen als Lehrer des Straßburger Humanisten Peter Sdiott:Ch. Schmidt 2 S. 4ff) verfaßten, reich dokumentierten Beridit (abgedruckt amSchlüsse der bei Renatas Beck in Straßburg 1515 ersdüenenen Ausgabe der.Germania" des Aeneas Silvius Piccolomini), in dem auch die nahen Be-ziehungen des Markgrafen zu den Kardinälen, namentlich zu den beiden vonPeutinger genannten, sowie seine Bekanntschaft mit Ulridi von Westerstetten,dem römischen Prokurator des Augsburger Kapitels, erwähnt sind. Audi derpäpstliche Zeremonienmeister Burkhard erwähnt den Jacobus marchio Badensiswiederholt in seinem Tagebuch, u. a. bei Gelegenheit des Geh. Konsistoriumsvom 16. Nov. 1491 als einen der oratores imperatoris ac regis Romanorum;Vgl. Burckardi Liber notarum, ed. E. Celani, 1 S. 279. 297. 327 [Muratori,Rerum Hai. SS., Nuova ed., Tom. 32 Pars 1J. Unter dem 2. Febr. 1492wurde er als orator imperatoris in die Bruderschaft der Anima aufgenommen;vgl. A. Lang in der Rom. Quartalsdirift, Suppl.-H. 12 (1899) S. 133. Daßdieser Sprosse des deutschen liodiadels, der am 27. April 1511 als Erzbisdiofvon Trier gestorben ist, das Augsburger Kapitel gegen die Stadt unterstützthat, geht aus einem Schreiben des Kapitels an Ulrich von Westerstettenvom 21. Nov. 1491 hervor, in dem dieser den Auftrag erhält nnsern g. herrnmargraven Jacoben von Baden umb sein gnadengliclien vleiß ain erung zuton: München, Hauptstaatsarchiv: Augsburg, Hochstift, Lit. Nr. 771; Absdir.— Überdies wurde der Markgraf nach C. Khamm, Hierarchia Augustana 1S. 610 i. J. 1492 selbst in den Kreis der Augsburger Kapitulare aufgenommen.1 Ulrich von Westerstetten, Augsburger Domherr und Prokurator desKapitels an der Römischen Rota; später Pfarrer von Straubing und RatHerzog Albrechts IV. von Baiern.