1525. 1526. 033
Der Streit mit der Pfaffheit ruhte nicht. Am. 5. Mai 1694, Dirmstein, verlangteBischof Beinhart von dem Käthe, dass er die Geistlichen der Rachtung gemäss be-Uangener Frevel halb nicht selbst bestrafe. Urk. nr. 725. or. Chart, und tan 31. August~ u Heidelberg war Pfalzgraf Ludwig wieder einmal im Falle, den streitenden Partheien'\ir en ^ a S su setzen. Dazu kam dann nach die religiöse Aufregung. Ein Theil der »Wormser Bürgerschaft wandte sich der Reform zu. Jetzt nahmen, diu Händel erstrecht einen gehässigen Charakter an 1 , der für Worms um so gefährlicher wurde, da'^-•3 Bischof Beinhart den Pfalzgrafen Heinrich, Bruder des Churfürsten Ludwig,Ijopst zu Elwangen, zum Coadjutor annahm. 1524 erhielt Heinrich zugleicli auch dasInsthum Utrecht*. Die Haltung der Bürgerschaft im Bauernkrieg 1525 war eine ioäusserst bedenkliche. Sie machte mit den Bauern gemeinsame Sache 3 und. sie zerstörtenaas Kloster Kirschgarten*. Diesen Moment der Verwirrung benutzte der Roth, umdie verhasste Pfalzgrafenrachtung ausser Kraft zu setzen und die Pfaffheit vollständigseinem Willen zu unterwerfen". Allein nachdem der Pfalzgraf bei Pfeddersheim die«■u/rühverischen, Bauern niedergeworfen (23.-25. Juni 1525)", kündete er am 26. Juni II(clatum in unserm feldtlager vor Pfedderszheim) der Stadt an, dass nachmittag umbdiu zwolff uhr seine Käthe, der faudt von Germersheim, Jacob von Fleckenstein und«er ambtman zu Stromberg Johann von Schenberg nach Worms kommen würden;?,.'''' desshaU) die Käthe zu, versammeln''. Darauf geloben am 27. Juni Städtmeister,Bürgermeister und Roth feierlichst, dass wir den jüngsten und new mit der pfaffheit sogemachten verdrag seyn churfürstlichen gnaden zusteln wolen, den PfalzgrafenHeinrich erweiten bischof von Utrecht und Coadjutor von Worms samt seiner Pfaff-mt gethanen Verpflichtung erlassen und widerumb restituiren und einsetzen wollenjn massen sye vor dem jungst und new uffgerichten verdrag gewesen auch in monats-»rist den verdrag durch des Pfalzgrafen Käthe, aufgerichtet und in kurtz durch uns 25iibgethan und zerschnitten worden, mit allen seynen worten klausein und inhal-tungen under stat und aller zunfft zu Worms anhangenden insigln wider von newenauermaszen uffrichton lassen soln und woln 8 .
Am 9. April 152(1 fanden in Heidelberg die endgiltigcn Verltan.dlu.niien stall". Wegen,'er Rathsbesatzung in Bezug auf den Ausdruck Zünftig bemerkten die Wonnsei' Ge- so/'. 7^' ^' e burger sie weren grosz oder cleyn musten zu W. zunfftig sein. Dal'-T , tst ' 10 / nicht die Hand vom Regiment thun wollte, schlügen sie vor, das hinfuroerbarer geschickter burger, die ein erbarer rat anzeigen wolt, eins bestendigenunyerenderten rats zu Worms sein und pleiben. Dazu sollen die XIII. 24 Personen"nzeigen, um denen 12 erwählt würden; darnach zählt der Kath 25 Personen. Aus M2?? an dem 12 sollen 8 gericht scheffen sein und die uberigen vier zu der stat] orerampt gebraucht ein jar und das ander den rat mit den XIII. besitzen.
Die Wormser Gesandten gaben den pfälz. Rällicn Auskunft über die Vierer: dasja.18 durch ein vier personen, die desselben jars den rat nit besessen, erwelet werden,c le hetten alle vier einen bevelch und ein ampt vor der ratsstuben an ratstagen <ou gewarten den burgern und parthien, die vor rat zuschaffen und zuhandeln irgescheft und handlung on einich belonung furzutragen; auch het solich ampt ein.jenich einkommen, die gestifft und erkaufft weren, die musten dieselbigen vierPersonen einbringen die ratspersonen davon besolden und was übrig wer anlegen" n ' r ucht zu gemeynem nutz und irs einkommen und ausgebens eynem rat jerlich **echnung thun und wurden genant procuratores fisci und weren etwan vor diser•längsten, Achtung die gemeyne burgermeister aus inen gezogen worden.. Die Pfaffen wollten auf den Vorschlag der 24 Rathspereonen nicht, eingelien,
otaT Sic ,len dritten Theil des Raths im dritten Jahr ruhen lassen wollten. Die Pfalz-<it'i !" cJlen ^'the scldugen nun einen RatJi von 32 Personen vor; alle. Jahr sollten 8 id>- sow ? Ufu ^ ^i° übrigen zu rat und gerichtspersonen und dem viererampt gebraucht•werden.
di n ^ an verhandelte hin und, her. Schliesslich machten die churfürstl. Räthe aufc trefährliclikeit der Lage aufmerksam; einmal seien die Wormser davon gekommen,
n . ' lieber die Reformbewegung s. A. Becker, Beiträge zur Geschichte, der Frei- und u'"'""stadt Worms und der daselbst seit 1527 errichteten Holmen Schulen. Worms2?' h 4 °- P-Mff- Neues Material im Stadtarchiv Band 1927. 1031 etc. 5 Der
t J. Heinrich IL, Biscliof von Utrecht in der A. D. Biographic XI, 625 ist un-■i^ngend und ungenau. 8 s. St.-A. Band 18, Fase. 19. 4 s. die, Prozessakten,
dervi im Ar chiv Band nr. 1878ff. 8 s. o. p. 624ff. ' s. Hänsser, Geschichte 60
r «heinischen Pfalz I, 536f. 7 St.-A. Band nr. 1931. 8 Band nr. 1931.
Band nr . t948.