ULB Düsseldorf +3005 113 01 I Nicht ausleihbar / Quellen ZUR Geschichte der Stadt Worms AUF VERANLASSUNG UND MIT UNTERSTÜTZUNG DES HERRN C.W. FREIHERRN HEYE ZU HERRNSHEIM LL. MITGLIED DER ERSTEN KAMMER DER STANDE DES GB088HERZ00TUJC8 HESSEN, MITGLIED DES DEUTSCHES REICHSTAGES FÜR WORMS-HEPPENHEIM -W IMPFEN hj:r ausgegeben DURCH H. Boos. III. TEIL: CHUÜN1KKN. BERLIN WE1DMANNSCHE BUCHHANDLUNG 1893. I fy-yp% rW 'itl**** Z <* * si' ' MONUMENTA WORMATIENSIA Annalen und Chroniken HERAUSGEGEBEN VON Heinrich Boos. MIT KINKR HISTORISCHEN KARTK UND SECHS L1CHTDRUCKTAFKLN. BERLIN WE1DMANNSGHE BUCHHANDLUNG 1893. V 3 / / WEIMAR. - HOF-BUCHDHUCKEHEI. SEINER KÖNIGLICHEN HOHEIT ERNST LUDWIG DEM GROSSHERZOG VON HESSEN UND BEI RHEIN WIDMET DIESES WERK IN TIEFSTER EHRFURCHT CORNELIUS W. FREIHERR HEYL ZU HERRNSHEIM. INHALT. Soite Einleitung. Abschluß) der (Jrkundenpublikation. — Bedeutung dieses Werks für die deutsche Städtegeschichte. — Begriff' der Freiheit im Mittelalter. — Historischer Sinn. — Streit zwischen Stadt und Bischof. Die Geschichte als Kampfmittel. — Städtische Bibliothek. — Übersicht über die Historiographie in Worms. — Wormser Chronik und das Chronicon Moguntinum. — Zorn und seine Chronik. — Beschreibung der Handschriften A. B. — Eine Flersheimische Chronik nicht vorhanden. — Zorn- Wilk'sche Hs. — Hs. F. — Lied auf Franz von Sickingen. — I. Kirsch- gartner Chronik (M.K). — Jüngere Bischofschronik. — II. Vita Burchardi. — III. Vita s. Eckenberti. — IV. und V. Annales Wormatienses (W.A.) und Chronicon Wormatiense saeculi XIII. — VI. Aus Wormser Ratsbüchern. — VII. Memorial über die Organisation des Kriegswesens der Stadt Worms. — VIII. und IX. Kampf der Stadt mit Johannes von Dalberg. — Einritt des Bischofs. Adam von Schwechenheim, Stadtschreiber, und Beinhart Noltz, Bürgermeister. Acta Wormatiensia und das Tagebuch des R. Noltz. — X. Letzter Streit der Stadt mit dem Bischof 1525. — Register. — Historische Karte. — Siegel der Stadt Worms. — Übrige Beilagen. — Schlufs ix I. Cronica civitatis Wormatiensis per monachum quendam Kirsgartensem 1 II. Vita s. Burchardi episcopi Wormatiensis............ 97 III. Vita s. Eckenberti.................... 127 IV. Annales Wormatienses 1220—1278.............. 143 V. Chronicon Wormatiense saeculi XIII .............. 163 Beilagen: A. Auszüge aus der alten W. Chronik in deutscher Übersetzung .................. 204 B. W. Mauerbauordnnng............. 223 C. Angebliche Urkunde K. Heinrichs VI. über die He.im- burger.................. 225 D. Weistümer über die Kämmerer etc........ 226 E. Zollfreiheit zu Frankfurt........... 231 F. Rheinische Chronik............. 233 G. Urkunden 1401—1430............ 235 VI. Aus Wormser Ratsbüchern zur Geschichte der Stadt im XV. Jahrhundert 307 VII. Memorial über die Organisation des Kriegswesens der Stadt Worms. 1600 349 Vin Inhalt. Seite VIII. Tagebuch des Reinhart "Noltz, Bürgermeisters der Stadt Worms, 1493— 1509, mit Berücksichtigung der offiziellen Acta Wormatiensia 1487—1501 371 1493....................... 373 1494....................... 376 1495....................... 388 1496....................... 399 Excurs zum J. 1495 und 1496............. 401 1497....................... 405 Excurs. Verhandlungen in Worms ........... 410 1498 ....................... 413 Excurs ..................... 414 1499 ....................... 422 Exctm..................... 432 1500 ....................... 442 1501 ....................... 445 Excurs zum J. 1500 und 1501 ............. 450 1502 ....................... 470 1503 ....................... 477 1504 ....................... 483 1505 ....................... 502 1500 ....................... 510 1507 ....................... 512 1508 ....................... 629 1509 ....................... 538 Beilagen: A. 1487—1493. Acta Wormatiensia 1 ....... 544 B. Elf Briefe des R. Noltz 1494—1507...... 570 IX. Der Einritt des Bischofs Johannes von Ualberg in Worms 1483 . . . 686 Ungefelle der stat Worms von bisehove Johannes Kemmerer darkommen .................... 587 Vorn bischöflichen einritt............... 604 Fehde mit dem Pfalzgrafen.............. 610 Streit mit dem Bischof im J. 1490............ 616 X. Letzter Streit der Stadt mit der Pfaffheit 1525......... 619 Excurs...................... 629 Anhang. Münze. Direkte und indirekte Steuern. Zollrodel. Handel und Verkehr........................ 686 Chronologisches Verzeichnis der Urkunden............. 652 Chronologisches Verzeichnis der Rachtungen ............ 866 Verzeichnis der Eide, Weistümcr und Verordnungen......... 866 Chronologische) Verzeichnis der Bischöfe von Worms......... 657 Chronologisches Verzeichnis der Bürgermeister 1220 — 1526....... 669' Orts- und Personen-Register................... 668 Nachträge und Berichtigungen zu allen drei Bänden......... 723 Historische Karte. Tafel I-Vl. EINLEITUNG. Das Jahr 1386 ist ein Wendepunkt in der Geschichte der deutschen Städte. Der Versuch der Städte, neben dm Fürsten eine mafsgebende Stelle in der Tteichsverfassung einzunehmen, war endgültig (fescheitert. Die Bündnisse verloren fortan ihre Bedeutung und jede Stadt suchte, nun, so gut es ging, sich oben zu halten' 1 . Worms war aus dem Kampfe der Städte mit den Fürsten schwer beschädigt hervorgegangen und seine Lage wurde nicht besser, als Pfalz- graf Ruprecht König wurde. Die Wormser Bürger mufsten seine Gunst durch drückende Leistungen erkaufen, was aber nicht hinderte, dafs der König mit dem, Bischof gemeinsame Sache gegen die Stadt machte. Mit dem Akte der Huldigung, die die Wormser am 3. November 1400 dem Körnig Ruprecht widerwillig leisteten, sehliefst der zweite Band des Urkundenbuches ab. Dem ursprünglichen Plane gemäfs hätte die Urkundenpublikation sieh bis auf das Jahr 1">2li erstrecken sollen, wobei ich freilieh von der Voraussetzung ausging, ilafs die gesamte Urkundenmassc nicht mehr als zwei Bände füllen würde. Wider Erwarten war aber die urkundliche Überlieferung viel reicher. Wollte ich bis 7/5,26' in der Art des zweiten Bandes fortfahren, so bedürfte es noch zweier umfiingreichcr Hände. Dazu konnte ich mich im Einverständnis mit Herrn Freiherrn von Ileyl nicht cntschliefsen. Viel wichtiger ist die Veröffentlichung der erzählenden Quellen, sowie der Ergebnisse der Neuordnung des Archivs. Mögen Spätere die unvollendet liegen gelassene Aufgabe fortführen; für die Benutzer des Wormser Urkundenbuches genügt es, wenn ihnen ein cinigermaj'sen vollständiger Überblick über den (Hang der vtrfassungs- gesehichtlichen Entwickelung der Stadt gegeben wird bis zur letzten Rach- 1 liurkard Zink lud ein lebhaftes Gefühl für die gefährdete isolierte Ijige der Städte, s. Buch IV in Augfiburger Chroniken II, namentlich p. 228 f. X Einleitung. hing von 1526. Deshalb habe ich in den Beilagen und in den Anmerkungen die einschlägigen Urkunden gang oder im Hegest abgedruckt, dazu noch eine Sammlung der Wcistümer, Eide und Verordnungen, welche das Bild, das man aus den Urkunden erhält, wesentlich vervollständigen. Auch dem Nationalökonomen wird manches, was ich, hier biete, nicht ohne Interesse sein. Jedenfalls wird man diesen Sand bei Studien über Städtegeschichte nicht aufser Acht lassen dürfen. Die französische Revolution hat zwar nicht die von den damaligen Menschen so heifs ersehnte Freiheit gebracht, wohl aber dafür die nicht minder feurig erstrebte Gleichheit. Gleiches Recht für alle war das Feldgeschrei der Vorwärtsstrebenden und man setzte sieh mit diesem Schlachtruf in bewußten Gegensatz zur früheren Zeit. Gröfser kann der Abstand der neuen Zeit zum Mittelalter nicht sein als gerade in der Forderung des gleichen Rechts für alle. Damals tvar man zufrieden, wenn jeder sein Recht hatte, von Rechtsgleichheit wollte, niemand etwas wissen. Nicht gleiches Recht strebte man an, sondern ein Vorrecht. Auf der Privilegierung beruht die Freiheit im Mittelalter. Es war ein beständiger Wettlauf der verschiedenen Körperschaften und Machtinhaber um Erlangen besserer Privilegien oder Freiheiten. Dadurch wurden immer wieder Dritter Rechte verletzt und daraus entstand neuer Zwiespalt und nie abbrechender Kampf. Auf den von Kaisern, Päpsten und Bischöfen erteilten Privilegien beruhte der Rechtszustand der rheinischen Bischofsstädte. Notwendigerweise mufste man den Blick stets in die Vergangenheit richten, auf der die Gegenwart ruhte. Ein historisches Be- wufstsein wurde dadurch geweckt und lebendig gehalten und der Kampf der verschiedenen Gewalten und Tendenzen regte das historische Denken an und führte zur historischen Darstellung. Nirgends mehr als in Worms mufste das der Fall sein. Hier blieb die Erinnerung an das deutsche Seldenteitalter lebendiger als irgendwo sonst. Die Bürgerschaft von Worms war die erste, die aktiven Teil am politischen Leben nahm, dein verzweifelnden König Heinrich IV. den rettenden Arm bot und dadurch eine Wendung seines Geschicks bewirkte. Worms war seit den Tagen Karls des Grofsen der Schauplatz grofser politischer Ereignisse, wichtiger Reichstage. Die Stadt löste sich (dimälig von der bischöflichen Vormundschaft los und strebte nach voller Autonomie. In eben der Zeit, wo der fürstliche Partikularismus die Reichseinheit untergrub, da entbrannte auch der Kampf zwischen Fürsten und Städten, der in Worms zugleich sich zu einem Kampf gegen die ultramontanen Tendenzen der deutschen Kirche gestaltete. In diesem Kampfe zwischen Stadt und Pfaffheit bilden die Rachtungen die Ruhepunkte, von welchen jeweilen die historische. Betrachtung ausging; denn sowohl die Stadt wie der Bischof hatten ein eminentes Interesse, den Gang der Ereignisse, jeder von seinem Standpunkte Einleitung. XI aus, zu verfolgen und zu erfühlen. Nach der Rachtung von 1424 trat eine längere linke ein, bis dann der leidenschaftliche Bischof Johannes Kämmerer von Dalben) den Kampf wieder aufnahm und bis zu seinem Tode mit starrer Hartnäckigkeit fortführte. Man griff zur Rechtfertigung seines Standpunktes bis in die ältesten Zeiten zurück und holte seine Waffen nicht nur aus den Archiven, sondern auch aus der Geschichte. Eine reiche Fülle von historischen Arbeiten ist unter diesen Antrieben entstanden, von denen aber leider das Meiste zu Grunde gegangen ist. Die Stadt besafs schon am Ende des 15. Jahrhunderts eine Bibliothek, s. u. p. 514, 19. . r >21, 7, die aufser Drucken auch Manuscripte bewahrte. Erwähnt wird u. p. 521, 6 eine cronic der ergangen handelung by kung Ruprecht zyten, die kurtzlich in britter gepunden ist in der libery. Diese Bibliothek, wahrscheinlich in der neuen Münze aufgestellt, ging 1689 beim grofsen Brande zu Grunde. Leider hat man im vorigen Jahrhundert den Vorschlag des /Packern Ratsherrn J. Fr. Seidenbender, der eine neue städtische Bibliothek begründen rvollte ', nicht befolgt, sie wäre dann der Sammelpunkt für historische Manuscripte geworden, die noch im vorigen Jahrhundert im Besitz von Privatpersonen waren und die dann in den Wirren der Revolution meist verschleudert wurden. Auch der Bischof, das Domstift, die andern Kirchen und Klöster be- safsen Bibliotheken und Archive, deren Inhalt zum Teil schon im 16. Jahrhundert zerstreut worden ist; nur wenige» ist in Darmstadt, Worms und München erhalten. Soweit ich die historische Litteratur bezüglich Worms übersehen kann, gab es folgende Werke: 1. Vita Burchardi c. 1030, s. unter IL 2. Vita Eckenberti c. 1130, s. unter III. 3. Annales Wormatienses (A. W.) s. Xlll, s. unter III. und IV. 4. Chronicon Worin, s. XIII (ä. Bischofschronik), s. unter III. und IV. 5. Chronik zur Zeit K. Ruprechts. Diese Chronik ist vielleicht identisch mit der u. p. 207, 42 erwähnten Cronica Peter Oronberger. 213, 13 am Rande wird auf die deutsch cronica verwiesen. Es gab tüso eine deutsche Chronik, die hauptsächlich die Zeit K Ruprechts und die Händel der Stadt mit dem Bischof, sowie mit den Hausgenossen und dem König behandelte. Diese Chronik hat noch Zorn benutzt. Daneben mnfs es aber noch eine lateinisch geschriebene Chronik gegeben haben, deren Inhalt sich mit dem der deutschen Chronik linkte. Denn die Hs. nr. 8 der Zorn'sehen Chronik (2 der A. W.) girbl 1 s. Fritz Soldan, die Zerstörung . :i. -tu. Xu Einleitung. auf El. 417 — 477 und 55.9*— f>37 eine Anzahl längerar oder kürzerer Auszüge jener Chronik zum Ted deutsch, zum Teil lateinisch; Blatt 529° werden diese Auszüge mit dem Titel eingeleitet: Acta künigs Ruprechts pfaltzgraven mit der statt Wormbs und der Pfaffheitt. Am Rande heifst es: Ex manuscripto veteri tempore Eckhardi a Dersch episcopi. Ieh möchte also die Vermutung äufsern, dafs diese lateinische Chronik bis in das 14. Jahrhundert zurückreichte und dafs das bekannte Fragment der Münchner Handschrift Cod. lat. nr. 24163 (s. u.) Acta antiqua tempore Eberhardi (!) de Dersch eben aus dieser Wormser Chronik stammt und aus dieser in das Chronicon Moguntinum hinübergenommen ist. K. Hegel, Mainzer Chroniken II, p. 133 sagt zwar das Gegenteil. Die Wormser Bischofschronik, aus der jenes Fragment entnommen sei, sei nur eine Zusammcnstoppelung aus altern Quellen: Ganz richtig. Aber nicht der Schreiber der Münchner Handschrift hat die Kompilation gemacht, sie vielmehr vorgefunden und nur abgeschrieben. Ist denn das Chronicon Moguntinum etwas anderes als eine Kompilation? s. Hegel p. 136 f. Wer den betreffenden Abschnitt im Chronicon Mog. p. 206 ff. liest, dem wird sieh die Empfindung aufdrängen, dafs die auf Worms bezüglichen Stellen eine andere Färbung haben als die übrigen. fi. Wormser Annaion aus den Jahren 142G und 1427, s. unter VI. 7. Memorial über das Kriegswesen c. 1500, s. unter VII. 8. Zur Geschichte des Streites der Stadt mit dem Bischof und der Pfaffhcit seit 1482 bis 1520, s. unter VIII—X. '.). Eine Bischofschronik aus dem Endo des 15. Jahrhunderts, 8. unter I. 1 0. Kirschgartencr Chronik (M. K.), s. unter I. 1 1. Zorn'schc Chronik. Hie Kirschgartencr und die Zorn'schc Chronik bilden den Abschlufs der Wormser Historiographie im Mittelalter, denn von den Chroniken eines Michael Gassen und Eechtolf von Flörsheim wissen wir nur, was Schannat sagt, und das ist wenig genug. Aus Gassen, der 1530 starb, giebt Schannat zwei längere Stellen, eine zum J. 1480, I. p. 204j. r > und eine andere zum J. 1494, I. p. 419/20; doch daraus mit Köster 1 , p. 22, zu schliefsen, dafs Gassen, wo er als Augenzeuge berichte, recht ausführlich gewesen sei, ist gewagt. Her Kirschgartencr Mönch und Friedrich Zorn haben ihre Arbeiten für den Druck bestimmt, indes ist 1 Albert Köster, die, Wormser Annalen. Eine Quellenunter•suclmng. Leipzig, G. Fock. 1887. Einleitung. XIII dem letzteren diese Ehre erst in diesem Jahrhundert zu teil geworden, während der erstere schon im vorigen Jahrhundert einen Herausgeber fand. Die Ausgabe der Zorn 1 sehen Chronik durch W. Arnold l , den verdienten Rechtshistoriker, genügt zwar den heutigen Anforderungen nicht mehr ganz, der Text ist vielfach durch Lesefehler entstellt und oft willkürlich gestaltet, doch ist sie immerhin noch brauchbar. Über Zorn's Leben, dem sein Gevattersmann, M. Andreas Wille, ein.Denkmal gestiftet hat, unterrichtet uns nun A. Decker 2 , der auch über die verschiedenen Redaktionen der Chronik Aufschlufs giebt. Köstcr charakterisiert den Inhalt der Chronik p. 23 ganz richtig. Die Beschreibung der Handschriften ist bei Arnold ungenügend ausgefallen; deshalb möge folgendes zur Ergänzung dienen: Handschrift A. St.-A. W. nr. 4 zählt 251 gebrochene Seiten und nicht wie Arnold p. 5 angiebt 207. Drei unbeschriebene Dlättcr nach dem Titel sind nicht gezählt. Der Titel lautet: Chronologia der alten und ehrbarn treiben rcichsstatt Wormbs ausz bewerten historiis alten diploma- tibus und wharhafftigen Actis zuc sam- raen getragen durch Fridericum Zornium Vangionem Anno 1570 den 12. Augusti. Darunter: Comp. Bodmann, Prof. Mog. 1800. Die letzte Notiz p. 211 vom 2. Dez. 1570 ist wieder ausgestrichen; Seite 212 — 214 unbeschrieben. Seite 245—251 Kopie der am 14. Dez. 1513 von Sigmund-, Grafen zum Hag und Hans Jacob, Freiherr zu Merspcrg und Bcffordt ausgestellten Vergleichsurkunde. Arnold behauptet, diese Hs. sei unzweifelhaft das Autograph Zorns oder sie könne auch das erste Konzept des Verfassers sein, alles ohne Beibringung eines Beweises. B. St.-A. W. nr. 5. 219 Blätter mit schmalem Rande. Vorangesetzt sind ß unnummerierte Blätter, von der gleichen Hand geschrieben wie der Text, die ein Verzeichnis der Bürgermeister von Worms von 1383 bis 1610 enthalten; von Kill — 1613 von anderer Hand nachgetragen. Dieses Verzeichnis beruht auf guten offiziellen Quellen und ist meinem Verzeichnis u. p. 659 ff. zu Grunde gelegt. Dann folgt auf einem unten abgerissenen Blatt der Titel: 1 Bibliotlielc deslÄtterarischcnVercins. XLIII. Stuttgart 1857. 287ff. 2 A.Becker, Beiträge zur Geschichte der Frei- und Reichsstadt Worms und der daselbst seit 1527 errichteten hölwren Schulen. Worms. 4". (Programm.) 1880. 288 SS. Xiv Einleitung. Chronologia o der Annalcs der alten frei hen Kaiserlichen Reichstatt "Wormbs aus bewertten Historien Diplomatibus glaubwirdigen Actis collogirt und zusammen geschriben durch M. Pridericum Zornium Vormaciensem. Das Vorblatt trägt den Vermerk: Cronica Flcrsheimcnsis von der Hand des letzten Stadtschreibers Ifallungius, der dann Sekretär des Mairs wurde. Darauf hat Arnold seine ganze Hypothese von der Flersheimer Chronik und ihrem Verhältnis zu Zorn gestützt. Er meint, der Text dieser Hs. B rühre von einem Kopisten her, während die Schrift der Randbemerkungen und Zusätze einen Gelehrten verrate; dieser Gelehrte sei eben B. von Flörsheim; die Hs. B. das Flersheimische Original. Für diese Behauptungen bleibt Arnold den Beweis schuldig. Auch in der Hs. D., Stadtbibliothek Frankfurt wird Bechthold von Flershoim 1040 als Verfasser genannt; doch ist der Text der Zorn'sehe. Nur aus Sehannat wissen wir, clafs eine Flersheimische Chronik existierte, gesehen aber hat sie bis jetzt niemand. Fs ist eine blofse Vermutung, wenn Küster p. 25, gestützt auf Arnold, behauptet, Beehtolf von Florsheim habe die Zorrisehe Chronik überarbeitet. Zorns Arbeit ist im Laufe des 10., 17. und 18. Jahrhunderts immer wieder abgeschrieben, eriveitert und kommentiert worden, so dafs der ursprüngliche Text oft bis zur Unkenntlichkeit auseinander gesprengt wurde. Sie diente den Spätem zum Ablagerumjsplatz für ihre gelehrten Studien, ähnlich wie früher die Strafsburger Chronik von Königshofen das bequeme Gerüst geboten hatte, um alle mögliehen historischen Notizen einzutragen. Die Hs. C bietet nichts Bemerkenswertes, dagegen ist die von Arnold nicht benutzte Hs. nr. 7 des St.-A. W. um so wichtiger. Die Zorn- WilFsehe Hs. stammt aus dem einstigen Besitz des L. Rh. Knode, lle- gistrators der Reichsstadt Worms. Schöne Schrift, fol, 087 Seiten. Auf dem letzten Blatte Hintrage aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Erzählung reicht bis zum J. 1612 und laut der Bemerkung auf p. 151 ist diese Hs. 1613 gesehrieben worden. Am Anfang fehlen 6 Blätter nebst Titel. Am Rande Anmerkungen von anderer Hand. Eine andere vollständigere Kopie der Zorn- Willisehen Chronik liegt in der Staatsbibliothek München Cod. germ. nr. 1217 fol.: Einleitung. XV Chronologia Der uhralten froyen Koyserhchcn Reichs-Stadt Wormbs aus bewehrten Annalibus glaubwürdigen Diplomatibus wahren Historien und Denck- würdigen Actis zusammengeschrieben durch Den würdigen achtbaren und wohlgclehrtcn Herrn M. Fridericum Zornium der Stadt Schul zu Wormbs wohl verdienten 45. iährigon Rcctorcm Descripta et absoluta ab Andrea Wilkio Schlcusingcnsi Wormacicnsi- um ccclcsiasto Anno Domini MDCXIII. M. Andreas Wille kam 15)85 als Pfarrer nach Worms und starb daselbst den 12. Aug. KUH, s. Becker l. e. p. 64. Auch Schannat I, 212 kannte seine Abschrift der Zorn'sehen Chronik. Dieser erweiterte Text der Zorrischen Chronik enthält zahlreiche Urkundenabschriften, Citate aus Druckschriften des 15. und 16. Jahrhunderts und zahlreiche Auszüge aus der Bischofschronik. Sehr wichtig sodann ist die 11s. F St.-A. W. nr. 8 fol., Schrift ans der Mitte des 17. Jahrhunderts ohne Titel. JJl. A unten enthält die Notiz: 'M) tm Aprill 1756 verehrte dieszes Elias Christoph Hanitsch von Darmstadt der Stadt Wormbs. Diese Hs. ist ein Sammelband und enthält,: 1) Fol. A—F. e. Von dem Helden Buch und desselbigen Gedichts. Prosaische und poetische Auszüge aus dem Hcldcnbuch, vielleicht aus dem Strafsburger Druck vom J. 14.77. 2) Fol. l b — 405 Zorrischc Chronik mit Nachträgen bis zum Jahn; 1601. Der Urheber dieser Hs. hat sich in dem Archiv und den Bibliotheken der Stadt Worms genau umgesehen und eine Anzahl von Fr- gänzungen aus nun verloren gegangenen Archivalien gegeben, teils im Text, teils in Randbemerkungen und unten am Fufse der Seiten. Fr konnte noch die vollständigen Acta Wormaticnsia (s. u.) und das 'Vagebuch 11. Nütz' (s. u.) benutzen. Zum Jahre 1515 teilt er u. a. das vollständige Lied mit, das die Wormser im Juli auf Franz von Sickingen gedichtet hatten. Da Ulmann, in Forschungen z. D. Geschichte X, 05t! //'. und in seiner Geschichte Franz von Sickingens das Gedicht nur nach einer schlechten Strafsburger Hs. geben konnte, teile ich hier zum erstenmal das ganze Lied mit. xvi Einleitung. Bl. 295. 1. Wir wollen sagen und singen zu dieser frisl Von new geschehen dingen, wie es zu Worms ergangen ist. 2. Ein edelrnan thue ich nennen, der ist euch wol bekant, Franciscus thut er sich nennen, von Sickingen war er genant. 3. Sein heim ist ihm genommen, aus keyserliehcr macht, Ein bastart von einer nonnen, der hats mit ihm gemacht. 4. Balthasar Schlör ist er getaufft, er ist ein erlös mann, Zu Wormbs ist er entloffen, das hat ihm wolgetan. 5. Balthasar Schlör hat überredt Franz den unedelmann Sein kindt hat er verderbt, kein heim sollen sie mehr han. 6. Zu Wormbs wol uf den mauren da schenckt man kühlen wein, Franciscus* wilt du trincken, man schenckt dir tapfer ein. 7. Den wein soll er nicht trincken, er ist der ehrn nicht wert, Er ist doch viel zu schwach, zu rosz und auch zu pfert. 8. Hört auf was ich euch singe, Franciscus der nahm sich an, Die von Wormbs meint er zu twingen den bischof zum herren han. 9. Ihr einiger herr auff erden heiszt Maximilian, Bei ihm woltcn sie sterben, genesen als trew undertan. 10. Er ist ein Bömischcr keyser, ein haupt der Christenheit, Gott woll ihm fristen sein leben und bhüten vor allem leid. 11. Frantzcn sach ward gesteh uff grosz verrahterey, In der Stadt schliff er brief fallen uff dreyen orten frey. 12. Sein begehr was an die gemeinde, sie solten ihn lassen ein Er wollte des raths anhang strafen, ihn ein gnediger Juncker sein. 13. Ein erber gemein zu Wormbs kunte die brief verstohn; Sie wollten leib und leben bei ihren herren lohn. 14. Die verrähter wollten sie suchen, es mag nicht lang bestohn, Wollten ihn thun ihr recht und geben verdienten lohn. 15. Vor Wormbs thät er da ziehen, er macht ein grosz geschrey Mit manchem bawernknebel und landlsknccht mancherley. 16. Vor der Andrcspfort thät er legen sein allerbeste stück Gar freventlich [thät er] b schiessen, die mauern waren ihm zu dick. 17. Den ersten schusz, den er thät, trang durch die häuscr herein Luginslandt thät ihm begegnen mit schlangen und scharfen stein. 18. Ein stürm thät er anlaufen wol an das Andres thor, Wir loben die burger und knechte, sie ruckten ihm bald davor. 19. Ein lermen liesz er schreien, er griffs gar ernstlich an, Die burger und landtsknecht erschossen ihm manchen man. a ) IIa. Kraut/,. b ) thiit er fehlt in der 1h. Einleitung. XVII 20. Sein geschosz tliät er richten wohl uff die rechte bahn, Franciscus möcht nicht mehr stürmen, sie heffen all davon. 21. Sie waren gar unverdrossen wol auf dem Andres thor, Franciscus musz entlaufen, den stürm hat er verlorn. 22. Die weingart thät er abhawen gar manchem hiederman, Den galgen auch umschlagen, er forcht man heng ihn daran. 23. Die frucht darzu verbrennen nonnen und manchem man, Daran dem armen spital, ach pfuy der grossen schand! 24. Franz der wein- und fruchtverderber schiedt nicht gern davon, 15000 gülden wolt er vorm abzug hon. 25. Aus schlangen, scharpf kartaunen" sind sie ihm dargezehlt Die zettel auch versiegelt aus Luginslandt auserwehlt. 26. Frantz! die meineidigen buben die thun dir eben recht, Der keyser hat dich verdammet ewig und dein geschlecht. 27. Ach Frantz! was hat dich gezwungen dein alt herkommen geschlecht Und bist doch erst itzt worden eins schnöden hurnkinds knecht. 28. Frantz! wer hat dich gereitzet doch zu der Wormbser reisz'r 1 Das han gethan die pfaffen, singen ihr kirchen leis. 29. Der uns disz liedlein sang und new gesungen hat, Es hats gethan ein landtsknecht gut, der uff der mauern stat. 30. Er hat so wo! gesungen von eim verworfen man, Von ehren ist er gedrungen, musz spott zum schaden han. 31. Dechant und capitul die wollten des kein rede hau Sind doch aus Wormbsz gewichen, macht ihnen ein grosz argwahn. 32. Ihr pfaffen allgemeine, es mag nicht lang bestahn, Costen und schaden must ihr bezahlen, so die von Wormbsz erlitten hau. Zur Sache vgl. Boas, Frans von Sichingen und die Stadt Worms. Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins N. F. III p. 385 f. 3) Fol. 40l>. Kopie einer Urkunde vom 20. Mai 1690, Vertrag zwischen Worms und Frankfurt üher das Absugsgeld, von der Hand des Hallungius. Fol. 407 — 412 unbeschrieben. 4) IM. 413 ff. Mordt-Brennerei zu Wormbsz anno 1664. r >) Fol. 415 f. Urkunde vom 24. Okt. 1650 über die Aufnahme der Kapuziner in die Stadt. <>) Fol. 417 — 477. Volgtt verzeychnusz wasz zu undcrschiedtliehen zeitten die stadtt Wonnba von ettlichen sehr angefochten und beswerdt worden. ") ll-i. Fonteimn, WonnMt Chrotdkwk, II xviu Einleitung. 7) Fol. 477—489. Notabilia ausz dem altten Freihcittsbuch der stadtt Wormbs. 8) Fol. 490. Volgtt wasz sich mit der stadtt "Wormbs und sonsten ettlichen von adel zue underschiedtlichen zeitten für hcndel zugetragen haben. 9) Fol. 491 —5,3.9. Volgen weittor nach etlicher keyser privilegien der stadtt Wormbs geben. (Regesten ans allerlei Urkunden.) 10) Fol. 529'' — 537. Acta königs Ruprechts pfaltzgravcn mitt der statt Wormbs und der pfaffheitt. 11) Fol. 537 — 541''. Urkundenabschriften, Regesten und Auszüge aus Chroniken. 12) Fol. 541'' —557*. Quaedam Notabilia ex veteri manuscripto libro latine Wormat. 13) Fol. 557''—501''. Urkundenahsehriflnn. 14) Fol. 561 b — 631. Alia quaedam memorabilia ex veteri manuscripto libro latino chronicor. Wormat. 15) Fol. 031 — 037. Sequuntur acta quaedam annorum trecent. et quadringentorurn. 10) Fol. 037 — 643. Sequuntur quaedam acta sub episcopo Buggone memoratu digna. 17) Fol. 043" ff. Finige Notizen. 18) Fol. 044'' — 004. Sequitur annotatio ac designatio quorundam antiquorum Palatinorum comitum Rheni ex antiquo chronico scripto ex bibliotheca monasterii saneti Augustini in Wormatia nunc per in- cendium funditus destrueti. 1024 —1558. Fol. 005—007 leer. 19) Fol. 008 — 090. Concio funebris habita a reverendo viro domino Andrea Wilkio ecclesiaste 1610. 9. oct. in funere reverendi et doctissimi viri domini M. Friderici Zornii reipublicae Wormaciensis gymnasii rectoris fidelissimi ad annos 45. 20) Fol. 691 f. Alte vehede undt feinschafften nach bemelter personen contra die statt Wormbsz. Hs. G. St.-A. W. nr. 9 a,us dem 18. Jahrhundert hat den gleichen Inhalt wie nr. 8. Zidetzt hat dann Sehultheifs J. Fr. Meixner die Zorrische Chronik sorgfältig abgesehriehen oder abschreiben lassen und alles, was er aus Handschriften am Ende des vorigen Jahrhunderts auftreiben konnte, in sein Exemplar eingetragen mit Zeichnungen von Wappen, Münzen etc. Jetzt in der Bibliothek des Gymnasiums zu Worms, gr. fol. 433 Blätter. , Einleitung. XIX Zorn beherrschte sein Material vollständig, er gehört ja schon der Neuzeit an, während dagegen der Mönch von Kirschgarten noch ganz im mittelalterlichen Geiste befangen war. I. Die Kirsch garten er Chronik (MK) hat litter arisch geringen Wert, sie ist blofs als Materialsammlung von Bedeutung. Von dem Autor wissen tvir nur das Wenige, was er gelegentlich selbst erzählt. Das Kloster Kirschgarten vor dem Speirer Thore wurde unter Bischof Heinrich II. gegründet. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nahm der Cisterzienserorden einen neuen Aufschwung; eine grofse Anzahl neuer Pflanzungen namentlich von Frauenklöstern wurden in jener Zeit in Deutschland gegründet, die dem Geiste des Ordens getreu eifrig der Ausbreitung der Bodenkultur sich tvidmeten. Freilich gab es damals im Wormser -Gau weder Wälder auszuroden, noch das wilde Gebirgsland unter die Zucht der Kultur zu stellen; so fehlte dieser Stiftung bei Worms von vorneherein die Existenzberechtigung. Erst im 15. Jahrhundert machten die Frauen in Kirschgarten von sich reden, indem die überhandnehmende Zuchtlosigkeit auch dieses Kloster ergriffen hatte. Die Klosterverwaltung war derart verlottert, dafs der Unterhalt kaum mehr bestritten werden konnte; dann kam die Pest und räumte unter den Nonnen auf, andere liefen fort, kurz im Jahr 1430 stand Kirschgarten verlassen da und war herrenlose Beute. Bischof Friedrich wandte sich an die Abte von Schönem und Maulbronn, die am Wiederaufkommen des Klosters verzweifelten; darauf legte der Bischof dem Abt des Cistcr- Zicnserordens, der am Konzil zu Basel weilte, die Sache vor und dieser war damit einverstanden, dafs das heruntergekommene Kloster einem andern Orden zur Besieddung übergeben würde. Neben den Kräften des Verfalls waren im 15. Jahrhundert in der Kirche doch auch wieder lebenerweckende Triebe thätig 1 . Von verschiedenen Seiten her wurde an einer Reform des Klosterlebens gearbeitet, einer Reform, die freilich nicht in die Tiefe drang, sondern beim Oberflächlichen, Beachtung der Kloster- i'cgeln etc., haften blieb, die aber immerhin zu einer Besserung des sittlichen Lebens führte. Der Predigerorden nahm energisch diese Reformarbeit in die Hand, über 30 Frauenklöster sind durch die Thätigkeit eifriger Reformer dem Verderben entrissen und zu neuer Blüte geführt worden; bei Worms liebenau 1426 und Himmelskrone in Hochheim 1429 2 . ^rröjsere Wirksamkeit entfaltete das regulierte Augustinerchorherrenstift Boos, Klosterlebcn in: Historisches Festbuch zur Basier Vereinigungsfeier «93. Basel. R. Reich 1892 p. 148 f. * s. die interessante Hs. des Joh. Meier VW., Mönch im Brediycrhloster in Basel, der als Klostcrrcformcr eine grofse Thätig- *«* entfaltete. Basler Universitätsbibliothek E. III. 13 s. XV. fol. 122 K Über Imtnau fol. n>. 74''. 89. Über Hochheim fol. 63. 89>>. II* xx Einleitung. zu Windesheim bei Z'wolle '. Die Führer dieses Ordens, ein Oroote, l'roles, Stau}>itz entrissen die Klöster ihres Ordens der verderblichen Isolierung und machten sie tu Pflanzstätten „moderner Gottseligkeit". Auf die Bitte des Bischofs von Worms und des Pfalzgrafen Ludwig schickte das Mutterkloster Windesheim einen Pater aus Bodicken in der Paderborner Diöccse und dieser besiedelte Kirschgarten mit Augustinermönchen. Der erste Prior war Berthold Sturm von Paderborn 1440 — 1474. Unter ihm und seinen Nachfolgern hob sich das Kloster, die Ökonomie wurde wieder geordnet, die Gebäulichkeiten wieder hergestellt und umgebaut, die Mönche einer strengen Zucht unterworfen. Das Ein- und Ausnahmebuch 2 bietet interessante Einblicke in die Verivaltung des Klosters. Die Hauptausgaben erforderte der Umbau des Klosters; daneben kommen aber zahlreiche Posten für Papier, Schreib- und Malmaterialien, für Handschriften und gedruckte Bücher vor. Das böse Jahr 1525 brachte dem Kloster den Untergang. Wormser Bürger, vom Schwindelgeist der Bauern angesteckt, plünderten mit diesen das Kloster und der Bat glaubte die Gelegenheit ergreifen zu müssen, um der lästigen Nachbarschaft los zu werden. Aus militärischen Gründen schössen sie die Mauern in den Grund. Naiv klingt die Entschuldigung des Jiates, er habe blofs das Geschütz probieren wollen. Von den Klostergebäulichkeiten stehen heute nur noch wenige Beste. Bei dieser Katastrophe wurden Archiv und Bibliothek verschleudert. Ein Teil kam in das städtische Archiv, eine grofse Anzahl von Urkunden sammelte zur Zeit der französischen Revolution der Heidelberger Professor Gatterer f 1838, dessen diplomatischer Apparat gegenwärtig im St.-A. Luzern bewahrt wird. Viele dieser Kirschgar tener Urkunden zeigen Brandspuren. Der Verfasser der Kirschgartener Chronik kam im J. 1472 nach Worms und wurde gegen seinen Willen hier festgehalten, s. u. p. DO, 25 ff. Er berichtet mit Stolz, dafs er vom Bisehof Bernhard von Sickingen und nicht von einem blofsen Weihbisehof die Weihen empfangen habe, p.85, 2 ff. Er stammt nicht aus der Umgegend von Worms, hat sich aber bald akklimatisiert und mit einiger Genwjthuung spricht er von der hohen Achtung, die, der Bat von Worms allenthalben genofs, p. !)(>, 27 ff. Den Bischof Bernhard von Sickingen schätzt er sehr hoch, weil dieser die eng verbundenen Klöster Frankenthal und Kirsehgarten begünstigte, p. 85 ff., aber auch zu dessen Nachfolger Johannes von Dalberg stand er in gutem Verhältnis, p. !)1, 8 ff. Er war litterarisch thätig gewesen, hatte ein Buch über die berühmten Männer seines Ordens geschrieben, p. 14, 87, ferner Gesta canonioorum regularium, p. 141, 33. Auch hatte er die Absicht, 1 1. O. K. Acquoy. Hei Klooslcr tc Winücsheim en zijn invloed. Utrecht. I8HO. H Bände, der III. Band enthüll ein Verzeichnis der imler der Ohediens de« Mntter- kloster« stehenden Klöster. 2 St.-A. \V. nr. 1X77. Einleitung. XXI die Geschichte des Klosters Kirschgurten zu schreiben p. 80, 0. Er sah steh in den Bibliotheken der Klöster und Kirchen in und bei Worms MW, fand im Domstift, in Nonnenmünster, Kirschgarten, Ilochhcim, im / reaigerkloster, in Frankenthai und Schönau historisches Material, wahrend seine Forschung in Liebcnau vergeblich war. Die vorhin erwähnten Werke sind zu Grunde gegangen, erhalten ist blofs seine Chronik und diese ist Kopistenarbeit. Von geistiger Selbständigkeit, von Fähigkeit der Conception ist bei diesem Mönch keine Bede. Seine geistige Fähigkeil stand unter dem damaligen Mittelmaß. Offenbar lernte er die j. Bischofs- chronvc kennen oder vielmehr einen Auszug aus derselben, diese regte ihn zu dem Versuche an, seinerseits eine Bischofschronik zu schreiben; dieser legte er die frühere Kompilation zu Grunde, benützte daneben noch anderes von ihm gesammeltes Material, schleppte Wormser Bisehofskataloge aus dem Domstift, s. Paul, Neuhausen, Frankenthal, aus dem i '-atgcrkloster in Worms und aus seinem eigenen Kloster zusammen s. p. 11. Mit diesem Apparat übt er Kritik, an seiner Vorlage, allein die Fülle verwirrt ihn und in seiner geistigen Beschränktheit richtet er Unheil an, s. Caput XL und Caput XLII p. 66 f. Die Geschichte der Klöster Hochheim, Liebenau, Kirschgarten und Frankenthal hat er selbständig gearbeitet und so gut es ging in das chronologische Gerüst der il'xchofschronik eingefügt, ferner hat er Auszüge aus der Vita s. Bupnli nach einer Handschrift aus dem 16, Jahrhundert gegeben, p. 12 ff., sodann 'jxeerpte aus den Fuldaer Annalen, wobei er eine Handschrift benützte, die der Wormser Domkirche gehörte und wahrscheinlich das Original jiniiards war, dazu eine andere verloren gegangene Wormser Hs. der luläacr Annalen \ P. 19 f. bringt er Auszüge aus den Decrctcn. Ein langes Stück entnahm er Widukind III, den er als historia Friderici Mipcratoris primi p. 28,17 citiert. Die Lebensbeschreibungen von Burchard und Eckenbert hat er seiner Chronik eingefügt. P. 40 f. ein Stück aus < '<■>• Vita et martyrium Arnoldi nach einer in seinem Besitz befindlichen «*' Auch den Dialogus von Caesarius plünderte er aus, p. 41,13 ff. , 5 ff. 44 f; wahrscheinlich benutzte er den Kölner Druck von 1475. nt man ihn in semer Eigenheit kennen. Er erzählt gerne Wunder- •»« liimmelszeichcn, crbauliclie Geschichtchen, vornämlich hat er es auf _ w Juden abgesehen. Man kann ihn nicht als Antisemiten bezeichnen, «« Gegenteil, er hat Wohlwollen für die Juden, möchte sie gar nicht als 'tuen gelten lassen, sondern zu Germanen Stengeln s. p. 5. Mit Be- JWnjsreMt er die Späfse, deren Opfer die Juden damals wie noch ». nun die neue Ausgabe der Annale» Fuldenscs von Fr. Kurtze. Kleine, ****** *T Monumenta. W'Jl. I'raefatio. XXI ] Einleitung. heute, waren. Das letzte Datum ist vom Jahre 1501, der Bisehof Johannes erseheint noch lebend, deshalb mufs der Mönch zwischen 1501 und 1503 die Arbeit aufgegeben haben oder gestorben sein. Wir können nun die Art und Weise, wie der Mönch seine Vorlagen benutzte, ganz genau verfolgen. Zuerst stürzte er sich mit wahrem Feuereifer auf seine Vorlage und schrieb wörtlich ab, dann begann ihm die Geschichte zu mühselig oder zu langweilig zu werden, er lä/'st Stellen aus, kürzt und giebt zuletzt nur noch einen dürftigen Auszug. Man sehe sich einmal seinen Auszug aus Widukind an p. 28 f. Ganz ähnlich verfährt er bei der Vita s. Burchardi. Hier läfst er den ganzen Prolog weg; dann giebt er den Text Kap. 1 — 18 p. 102, 26—117,28 unverkürzt wieder, mit einigen kleinen Auslassungen und EinSchiebungen. P. 117, 2!) ff. verkürzt er stark; Kap. 18 und 19 läfst er fast ganz weg. Kap. 20 — 23 giebt er wieder ganz, während er am Schlüsse rasch abbricht. Ganz so behandelte er die Vita s. Eckenberti, wo er eine Geschichte des Klosters Frankenthal einschiebt p. 137, 36 ff. Was nun die Benutzung seiner HauptqueUc, der jungem Bischofschronik, anbetrifft, so wird es sich hier ähnlich verhalten. Diese Chronik ist uns leider nur in Trümmern erhalten und zwar in drei Handschriften, die wohl kaum auf das Original zurückgehen und die sich als Kompilationen eines Sammlers charakterisieren, der zu seinen handschriftlichen Notizen noch Auszüge aus gedruckten Büchern wie Kauvier, Tritheim etc. hinzufügte und deshalb mit Hecht am Schlüsse sagen konnte: Ilec sunt que in variis libris reperta sunt p. 05, 6. Folgende Handschriften der j. Bischofschronik beziehungsweise von Auszügen aus derselben haben mir vorgelegen: a) Tis. im Schlosse zu Herrnsheim kl. fol. Schrift aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. 36 Blätter. Bl. 12—22 sind verloren, auch am Schlüsse fehlen einige Blätter. b) Hs. der Münchner Staatsbibliothek Cod. lat. nr. 24136. Diese Hs. hat mir die Bibliotheksverwaltung gütigst zur Benutzung in Basel überlassen. Sie ist genau beschrieben von K. Hegel, Mainzer Chroniken II, 131 ff., sowie in dessen Handausgabe der Monumenta. Hannoverae 1885 p. V ff. Ergänzungen dazu von A. Wyfs in Westdeutsche Zeitschrift III p. 46 f. Bl. 6—50 Historica descriptio Vangionum et de Wormatia. Bl. 107t,—199 a Acta antiqua tempore Eberhardi de Dorsch episcopi Wor- maciensis, einfach eine Wiederholung dessen, was auf Bl. 40 — 43 steht. Über dieses Stück s. o. p. XII. Diese Münchner Hs. iveicht von a öfters ab. Die Stelle über Azecho u. p. 33, 3 — 13 läfst sie weg. Am Bande von a sind die Varianten von b eingetragen, wahrscheinlich von der Hand Einleitung. XXIII Bodmemm, aus dessen Nachlafs die 11s. in den Besitz des Herzogs von Datberg überging. e) Tis. der Bibliothek des Paulusmuseums in Worms, fol. 37 Bl. Hand des 17. Jahrhunderts; schlechtes Papier und nachlässige Schrift; vielfach beschädigt. Sie enthält: 1) Bl. 1—10. Ex chronicis ccclcsiao Wormat. = IIs. 3 b der älteren Wormser Chronik. 2) Bl. 11—26. Cata- logus episcoporum Worm., Bruchstücke der j. Bischofschronik bis lii- chardus de Buna. Bann folgt eine grofse Lücke. 3) Bl. 27 ein Bruchstück einer Erzählung des Streites zwischen Bischof und Stadt im Jahre 1510, zuerst lateinisch, dann deutsch. 4) Urkundenabschriften und zuletzt Auszüge aus dem Bischofskatalog. Die Ifs. ist erst im Jahre 1892 neu erworben worden, ich konnte sie daher für den Text nicht mehr benutzen, doch ist sie so schlecht, dafs ich davmi absehen kann, nachträglich die Varianten zu geben. Die Abweichungen von den beiden andern Hss. sind sehr stark. d) Bruchstücke aus der j. Bischofschronik in den Zorn'schcn Chroniken, namentlich bei Zom-Wilk nr. 7 s. o. p. XIII f. Ich zähle diese Bruchstücke auf, von denen es heifst, sie seien entnommen Ex antiquo manuscripto chronico, in chronico clericorum: P. 305. Tempore Neronis etc. = j. B. u. 4, 32 ff. P- 20. Papa Gregorius III misit legatum, qui concilio celebrato et veritate comperta praesentibus prineipibus Carolomanno duce Fran- corum et Pipino vetulo Austriac duce, Rheni palatino comite et domus regiae maiori gubernatorc, dictum Gervilioncm convictum degradavit et epiacopalis dignitatis beneficio privans ipsum in monasterium trusit, et auetoritate apostolica s. Bonifacium in archiepiscopum constituit ac ordinavit et sedem ipsam archiepiscopalem praefata commissione in ecclesiam Moguntinam et ipsam Moguntinam sedem in Vormaciensem transtulit. P. 31. Regnantc Chilperico rege Francorum filio Lotharii et Brunhildis pessimac foeminae, regnante Mauritio Rom. imperatore, papa Gregorio Magno anno 585 Wangionum metropolis per Augustinum Dei lamulum, primum Anglorum episcopum, ad Christi fidem totaliter con- vertitur coneurrente s. Columbano Luxoviensi monacho tempore Lant- waldi Maguntinensis episcopi. Receperat autem partim pridem Wangio sub beato Petro apostolo fidem per sanetos viros Valerium, Eucharium et Maternum, qui et Colonicnses domino sunt lucrati. P- 3G. Amandus episcopus baptisavit Sigebertum filium Dagoberti r °gis, quem peperit ei uxor Mantbildis anno Christi 633. Huic Dago- oertus rex civitatem cum curia Laudenburgensi ... donavit ... Sepultus ja ecclesia ipsius in suburbio civitatis, cuius corpus s. Rubertus postea Salsburgum transtulit. xxiv Einleitung. P. 56. Samuel abbas Laurissenais eccleaiae epiacopua 838 dedicavit in eccleaiam aulam imperialem, quae fuit aula etc. Vgl. u. p. 24,1 ff. P. 59. Einige Atiszüge aus den Fuldaer Annalen: In vcteri chronico. P. 63. Auszüge aus Urkunden Otto's I. P. 64. Einige Auszüge aus Urkunden. P. 68. Erpho fuit ambitioaiaaimua humanae gloriae appctitor per se et auos fautores imperatori notisaimua et gratiasimus. Sic pro paato- rali cura institit, ut nulla imperator posaet ratione petita petcntibua dcnegare. Cui cum dignitaa paatoralia fuisaet aaaignata quartum diem non vidit. P. 74. Auszüge aus einigen Urkunden Burchards I. P. 78 = u. p. 32, 22—29. P. 83. Hiatoria quae aub Arnoldo epiacopo "Wormacionai Wor- matiac accidit. Vgl. Ekkehardi, Chronieon univ. SS. VI, 196 f. P. 110''. Buggo epiacopua Vormacicnais natua fuit in cpiscopatu Babenbergenai patro Burckhardo et Tuditha matre de caatro Ahorn. Adultior a rege Henrico in miniatcrium rcgalia curiac aaaumptua eat. Primo factua pracpoaitua Aachafenburgcnsia, deindo epiacopua Vorm. In gravi illo achiamatc, quod fuit inter Hcnricum regem et Albcrtum seniorem archiepiacopum Moguntinum, multaa opprcaaionca auatinuit, quod ae cum Alberto archiepiscopo coniunxiaact, cpiscopatu ciectus etc. Vgl. u. p. 37 f. Vgl. auch Zorn'sehe Hs. nr. 8 Bl. 637 b —643. P. 168 = u. p. 173, 6—13. P. 188 = u. p. 175, 28—177, 6. P. 281. Ein Auszug aus der Urkunde vom J. 1281 ÜB. I nr. 396. P. 288 = u. p. 198, 28 f. P. 422 = j, B. u. p. 87, 38 ff. Diese jüngere Bischofschronik war also eine Kompilation aus ungedruckten und gedruckten Büchern, welche die Bischof'sgeschiclde von der Brunhildc an bis auf Beinhart von Sickingen behandelte. Sie hat die ältere Bischofschronik ergiebig ausgezogen. Auf den Kvmpilator, sowie auch auf den Kirschgartener Mönch passen die feinen Bemerkungen Theodors von Kern über die litterarischen Gewohnheiten im 15. und 16. Jahrhundert, Nürnberger Chroniken ed. K. Hegel IV p. 48. Der Kirschgartener Mönch hat das vorgefundene Material als .sein freies Eigentum benutzt; zu einem Äbschlufs ist er indes nicht gelangt. Handschriftliche Überlieferung der Kirschgartener Chronik: 1) St.-A. Worms nr. 1. fol. 124 Seiten. (Die Paginierung stammt von der Hand des ehemaligen reichsstädtischen Archivars Ballungius.) Titelblatt: Einleitung. XXV Incipit cronica civitatis Vormatiensia per monachum quondam Kirsgartonsom descripta. Bann folgen einige Verse de Vormaciensium clcricorum exilio, die fast unlesbar sind, da das Blatt stark lädiert ist. Unten von gleicher Hand wie der ganze Text: Fridcricus Dien. lies mala ira in gubernationc. Auf Seite 123 folgt die aueh in der Münchner 11s. nr. 24163 befindliche Notig über Bischof Beinhard s. u. p. 94, 40—p. 95, 6. Hierauf einige Notizen über Kaiser Karl V und König Ferdinand aus dem Jahre 1527 gleichfalls von derselben Hand wie die ganze Hs. Brei Blätter am Schlüsse sind unbeschrieben, mit Ausnahme der letzten Seite, auf der einige lateinische Verse stehen. Ist der oben genannte Fridcricua Dien der Autor oder blofs der Abschreiber? Eher möchte ich das letztere annehmen. Trotz aller Nachforschungen habe ich einen Klosterbruder dieses Namens nicht gefunden. Auch ist die Handschrift die eines Humanisten und nicht eines Mönches, der im Jahre 1501 über fünfzig Jahre alt gewesen sein mufs. Unmöglich kann auch ein Autor sein eigenes Werk in so sinnloser Weise abschreiben; denn diese Handschrift wimmelt von groben Schreibfehlern und Auslassungen. Sic ist das Produkt eines gedankenlosen Abschreibers. Bcnnoch habe ich sie meiner Ausgabe zu Grunde gelegt, da sie ganz augenscheinlich auf das Original zurücJcgeht. 2) St.-A, W. nr. 2. fol. Titelblatt: _ronicon civitatis Wormaticnsia descriptum per monachum quendam Kirsgartonsom. Communicatum a nobili clariaaimoquc viro Dn. Ioannc iacobo Lasacr IC. epiacopique Wormaticnaia conailiario anno Christi 1643 viro pcrillustri loh. Max. zum Jungen c cuius apographo, quod iam JJibhothcca senatus Francofurtensis servat, iusau viri strenui ac con- sultissimi I)n. Knode regio Mai. Daniao ministri residentis ac imp. urbis Wormat. praefocti meritissimi hanc copiam per amanuensom ficri fecit Zacharias Conradus ab Uffcnbaeh 1716. 220 SS. Bieses Fratikfurtcr Exemplar ist die (Quelle aller weitem Hand- schriftcn, deren es in vielen Bibliotheken Beutschlands giebt, z. B. Heidelberger Bibl. Cod. 359 nr. 86. Bas Original aber dieser Handschriften- gruppc muß nach der Bemerkung u. p. 26,48 ff. um das Jahr 1541 geschrieben sein. Biese Handschriftengruppe kann nicht von 1 abgeleitet werden, der Text ist vielfach abweichend, z. T. auch vollständiger als in •« J- Bann finden sich wieder übereinstimmend mit 1 unsinnige Lcsc- l c ' er, wie z. B. 10, 14 papa Grogorius trianua. Bie Bandbemerkungen XXVI Einleitung. in 2, Vorschläge für Textverbesserungen, stammen jedenfalls von den spätem Kopisten. Die einzige Ausgabe der Kirschgartener Chronik ist die von Joh. Peter von Ludewig, Professor der Hechte in Halle in seinem Werke: Ileliquiac manuscriptorum omnis aevi Diplomatum ac Monumentorum in- editorum adhuc. IL Francoforti et Lipsiae 1720 p. 3 — 175 nach der Frankfurter Hs. Seine Atisgabe ist durch ungeheuerliche Lese- und Druckfehler entstellt. Eine neue Ausgabe war für die Wormser Quellen unumgänglich notwendig. Mein Text beruht auf der 11s. 1, wozu 2 hinzugezogen ist. Dil- kritischen Anmerkungen berücksichtigen nur die wesentlichen Varianten, nicht aber orthographische Abweichungen. Die der Kirschgartener Chronik zu Grunde liegende j. Bischofschronik ist unter dem Strich jeweilcn angeführt. Die abgeleiteten Stellen im Text der Kirschgartener Chronik sind klein gedruckt. IL Vita Eurchardi episcopi Wormaticnsis. Diese hat der Kirschgartener Mönch z. T. in seine Chronik aufgenommen. Ausserdem ist die Vita abgedruckt in der Editio prineeps der Dccretales Burchardi, Coloniae 1548 fol. Also stand mir dasselbe Material zur Verfügung wie G. Waitz in seiner Ausgabe in den Monutnenta SS. IV, 829 ff., immerhin mit dem Unterschied, daß Waitz nur die Handschriftengruppe 2 des MK. kannte und 11s. 1 nicht. Von Wert für die Textgestaltung sind die Beobachtungen von M. Manitius, im N. Archiv XIII p. 197 ff. Darnach hat der Autor dieser Vita den Alpertus de diversitate temporum ausgeplündert. Nun stimmt der Text des Alpertus vielfach mit den Lesarten des MK. über ein, während der Kölner Druck abweicht, folglich sind die Lesarten des MK. in den Text einzusetzen. Der Wert dieser Vita ist von Giesebrecht und Wattenbach gewürdigt ivorden. Manitius hat ihn dagegen abzuschwächen gesucht, indem er l. c. p. 197 sagt: das Work ist nämlich zum grossen Theil nichts anderes als eine Compila- tion aus Alperts Schrift etc. oder p. 201: beinahe die Hälfte hiervon hat (der Verfasser) aus Alpcrt fast wörtlich abgeschrieben. Das ist denn doch stark übertrieben. Manitius verkennt die Arbeitsweise mittelalterlicher Autoren. Wenn er z. B. auf die Hervorkehrung der Bescheidenheit bei der Wahl Burchards zum Bischof Gewicht legt, eine Bescheidenheit, die beim Grafen Ansfrid am Platz gewesen wäre, nicht aber beim Kleriker Burchard, so vergifst Manitius, dafs die Bescheidenheit eine Forderung mittelalterlicher Sitte war. Richtig ist hingegen der Nachweis von der sklavischen Entlehnung der Gründung eines Klosters in einem Walde bei Worms u. p. 111,1 ff. aus Alpertus 1, 14. IL Grosch, Burchard I Bischof zu Worms. Leipziger Diss. 1890. p. 1, 2 möchte den Diakonus Immo, später Bischof von Arezzo, als Verfasser der Vita, Einleitung. XXVII ansehen. Immo war der Bruder Alperts und er hat denselben veran- bifst sein Werk dem Bisehof Burchard zu widmen 1 . Durch Burehard kam Immo an den Hof Konrads IL und er ist wahrscheinlich nicht mehr nach Worms zurückgekehrt, sondern blieb nur noch brieflich im Verkehr mit seinen Wormser Freunden, s. z. B. IIB. I, p. 349 f. Er war also beim Tode Burchards nicht Augenzeuge. Wenn hier eine Vermutung erlaubt ist, möchte ich eher in dem Schulmeister Ebbo den Verfasser der Vita sehen, der seit 1016 als Kanonikus in Worms vorkommt, dann Kustos und Magister scolarum wurde, ÜB. I Register. Dieser wird wohl dem Bischof näher gestanden haben als der jüngere Immo. Anregung zur Abfassung der Biographie bekam er wohl durch die Lektüre der Schrift Alperts, und Freunde ermunterten ihn dann in seinem Vorsatz. Seine Arbeit widmete er dann Burchards vertrautestem Freunde, dem Bischof Walther von Speier 2 . Der Verfasser gehörte der strengen Reformpartei an*. III. V i t a s. E c k c n b c r t i. F. Fulck hat 1873 in Forschungen zur D. Geschichte XIII p. 584 zuerst auf die Vita des Eckenbert von Worms m der Kirschgartener Chronik aufmerksam gemacht. Dann veröffentlichte A. Kaufmann in Ricks Monatsschrift für die Geschichte Westdeutschlands IV p. 25 ein Gedicht auf den h. Eckenbert von Heinrich Michel 4 . Beide, der Kirschgartencr Mönch und Heinrich Michel, haben aus derselben Quelle geschöpft. Der Dichter spricht von einem „buchlein" «• u. p. 133 Note 2, uiul der MK. erwähnt p. 137, 36 eine historia s. Eckenberti, p. 140, 24 ebenfalls die historia s. E., quac in Franckenthal est. Die j. Bischofschronik u. p. 38, 32 citiert die legenda s. Eckenberti. P. 40,10 citiert der MK. antiquum librum in maiori ecclesia von einem Michael thesaurarius domini. Sollen wir in diesem Michael den Verfasser der Legende sehen? Meine Nachforschungen nach andern Handschriften der Legende waren ohne Erfolg und auch für das Gedicht konnte ich keine bessere Grundlage finden, als Kaufmann sie hatte. Im Dalbergischen Archiv zu Aschaffcnburg ist nach brieflicher Mitteilung des Herrn K. Morneweg nichts vorhanden. Demgemäfs war ich bei der Herstellung des Textes auf die Hss. des MK. angewiesen. Aber gerade MI dieser Partie ist der Text äufserst verdorben. Ich habe mich bemüht einen lesbaren Text herzustellen, wobei ich mich der Unterstützung meines Herrn Kollegen Prof. Dr. Fr. Misteli zu erfreuen hatte. Die Vita ist *• T. in verschränkten Reimpaaren abgefafst und ihr kulturhistorischer Gehalt grofs. 1 s. Breßlau, Jahrbücher des d. Heidin unter Konrad II. II p. 534. 2 s. u. p. dafür enim lud. Allein auch in der 1h. 2 int «V«f n in enim /Miosen und nicht mit neitipe wiederzugeben. Nempo kommt bei. Walther, Ijeximn P'; Überhaupt nicht vor. ' Über Schreiber in den Städten s. nun Bi-efslun, undbuch der Urkiindenlehre J, 469 f. In Worms kommt zwar urkundlich erst 1296 DOtanui civitatis w, IIB. I, SOS, 10 1 aber es ist nach Analogie, anderer Städte anzunehmen, da/s von dem Momente an, wo die Stadt die Autonomie erlangt ■^c, auch eine Organisation der Verwaltung nötig war. Noch im Jahre 1968heißt '*!' '^ la 'lt»chreihcr Notariat civitatis ÜB. II, 344, 3a, 1380 aber: der stede scriber ■ -", 499,37. Im ./. I4-JC) erscheint dann ein Stadischreiber, auch I'rothonotarins • MM, und ein Unterschreibet- s. u. Am besten unterrichtet uns A. liernonlli über lte (h ' m 14 Jahrhtmdert vorhanden gewesen ist, Jmnn nicht nachgewiesen werden; doch ist die Wahrscheinlichen grofs. Erst aus dem 15. Jahrhundert besitzen wir indes wieder solche offizielle Aufzeichnungen, die, wie es in Worms nun einmal nicht anders ist, den Streit der Stadt mit fem Bisehof behandeln; gewissermaßen ein amiliches Protokoll über die Verhandlungen zwischen beiden Parteien. Wiederholt wird das weysse w? a / menten bUCh erwähni > s - **• P' 2 1H >M. Dieses Buch ist identisch nn der Ih., die Schannat als Liber actorum civitatis Worin, eitiert; < och scheint er nicht das Original selbst benützt zu haben — das Stadtarchiv war ja diesem Lobsinger des Bischofs verschlossen, — vielmehr nur &opw m der Uffenbachschen Bibliothek zu Frankfurt. Die Bcschrci- ™V™r Originalhs. St.-A. W. nr. 2H (Eidbuch) im ÜB. I p. XI erganze u:h dahin, dafs auf dem ersten eingeschobenen Papierblatt oben steht: Re. per me Ad. de Swech. protlin. ci. Worc. Hierauf beginnt das Register. Unten steht: 1554: Schuuinfurtum Turcis urbs stans vicina papistis versa est in cineres totaque strata iacet. Ad. de Swech. ist der Stadtschreiber Adam von Schwechcnheim, der wahrscheinlich 1512 gestorben ist, s. u. Von ihm rührt also das Reper- rmm oder Verzeichnis der Eide, Ordnungen etc. her, das auf 13 Papier- mt&rn der Pergamenthandschrift vorgebunden ist. Die 11s. ist uns ™ t in der ursprünglichen Gestalt erhalten; denn der jetzige Einband, der2nJji hWeimhäer mU ~ md mcssin 9enen Schliefsen, stammt erst aus neuer B ** ** Jahrhundcrts - Dieser Band ist aus altern und au'^p Bestundteil en zusammengesetzt. Der ursprüngliche Band bestand ergamentlagen von je acht Blättern. Erhalten sind Lage II und 111 LaaZ n % lhe der La 9 e >' f' erncr lM ^ Hü W» X mit Bezeichnung der End™'] G FartiC kt (l6r äUeste Teil der //s - und y chört noch dem der Bl U 0(hr An f an9 des lf) - Jahrhunderts an. Der übrige Teil Peri L eht aus einer Anzahl von Einschicbungen aus verschiedenen eine 0 }™ d ? S 15 ' Jahrhunderts i einzelne dieser Einschicbungen erhielten Neu i 7° ? rC Foliicrun y mit Zusat z von Buchstaben ABC etc. Beim einC m WUrden Blättcr verschoben und die Ordnung gestört, zum]?™! 9 ÜUCh verloren Gegangen sein. Diese Pergamenths. diente nun histor l WicMig vom J. 1490 über das Ceremoniale beim Einritt der Bischöfe. Liber reoeutnun. Einleitung. xxxv 77» Jrngms erzählen, p. 363,13 ff. In der Niederländischen Kriegsgeschichte 1462 kfa!" ZU Hause und üher die Einnahme von Mainz am 28. Okt. Belel ^ dle Berichte von Au 9' ; nzeugen ein, s. u. p. 368,11 ff. Seine (-.eirumj besteht nun in der Erzählumi von Erobe rannen von Städten St dt e J<ürstm > doch er giebt auch positive Angaben, wie sich eine vor über/all wahren müsse, über das Kundschafterwesen, Feuer- P™**> Organisation des Wachdienstes, Anfmhlerhaltung der Disziplin. dieV l'' m gnnZ ' ir Krie 9 Hmann mit Leib u ™ 1 Seele, weifs er doch auch w .heder zu führen; seine Sprache ist kräftig, volkstümlich mit Sprichst- ern gewürzt. Diese Schrift ist eine ivertvolle Ergänzung der nicht yerade allzureichen deutschen Militärlitteratur Die'Schrift war ganz unbekannt, bis ich im Jahr 1881 dir Handschrift fand. St.-A. W. Band 7'h A FttSciMÄ - Kl fol- 55 Blätter. Kräftige Schrift, wahrschein- >ch Autograph des Verfassers. Beim Heften tvurden die Lagen ver- Bl 17' r^ a ° h M & mufs Bl 17 ~ 48 fol 9 m ' dann Bl 9 ~ W ' Merauf • •> —55. Benutzt wurde diese Hs. nur von Boos, Die politisvltr Mjc der Stadt W. am Ende des lt. Jahrhunderts in Westdeutsche Zeit- schnft III p . 209 ff. VIII und IX. Mit der Eachtung vom J. 1424 Mm, der alte Kampf d ( 1™ 8ta(U Und Bischof zur Buhe, die nur durch den Streit Über en Emrttt Bischof Friedrichs von Domneck gestört wurde. Sobald aber ImTT Kämmercr von Da R><-r<1 den bischöflichen Stuhl bestiegen halle, bitt ' Con ßct von neuem aus und diesmal mit einer Heftigkeit, Er- * wung und Hartnäckigkeit wie nie zuvor. Der Bischof wollte, ohne mschran/eung Herr der Stadt sein, der Bath behauptete dagegen seine « onomie und beide Teile überschritten nun die durch die Bachtungen #J*/enm Grenzlinien. Dieser Kampf erweckte und belebte von neuem j^ d . a J stdlun, J sluHt ' namentlich auf städtischer Seite empfand man das verdT S ' gmnU Üher die Vor 9 än ge unterrichtet zu sein. Diesem Wunsche nr ja? Wi f die UUter IX gedruckten Aufzeichnungen St.-A. Band hab- ' ' USC ' *" i°^ Ohne Foliierung; verschiedene Hände. Wir natur Zs/* mit einer offiziellen Geschichtschreibung zu thun, welche ist faT^ll d ' m Gcgncr nicht 9 er e c ht wird. Von besonderem Interesse von ^ ™ hnitt: V °m bischofflichen inritt. Diese Hs. ist bis jetzt nur iscl f newe y> J°h- von Dalberg, ein deutscher Humanist und *Of (1455—1503) Heidelberg, C. Winter 1887. benutzt worden. von B Man ' lC • ' deS ^' und ^' Jahrhunderts übten in Worms zwei yrofse »IT dle Poetischen Verhältnisse und auf die innere Verwaltung näml' h i aUS ' oe *' dc *" cn 9 cr Freundschaft mit einander verbunden. Bür ' ^ ■ adtsc hreiber Adam von Schwechenheim und der Worm s rm n lStCr Reinhart Noltz. Beide stammen nicht aus alln, reschlechtem, denn ersterer ist ein Zugezogener und Irt.-tirer ein in* XXXVI Einleitung. Homo novus. Adam war aus dem Dorfe Schwegcnheim unterhalb Germersheim gebürtig. Er hatte die Hechte studiert l ; seit dem Jahre 1487 finden wir ihn als Unterschreiber im Dienste der Stadt Worms, s. u. p. 5(>2 Note 1. Er bewies sich als brauchbarer Mann und der Rat benützte ihn zu diplomatischen Sendungen. Nach dem Tode des Stadtschreibers Andreas Pauli 1492 rückte er in dessen Stelle ein, gegen den Wunsch, der Mutter und Schwägerin des Bischofs Johannes von Dalberg, die ihren alten Diener Anthonio für diesen Posten empfohlen hatten. Der Stadtschreiber (Protho- notarius) war der wichtigste Beamte in der städtischen Verwaltung, nicht blofs der Chef der Kanzlei und der Protokollführer des Rats, sondern der Vertrauensmann der Regierung, recht eigentlich die Seele der städtischen Verwaltung, durch dessen Hände alle Fäden liefen und der in seiner Person die Kontinuität der städtischen Politik bildete. Denn die Hürger- meistcr wechselten alle Jahre und die Mehrzahl der von der Gemeinde gewählten XVI, obwohl faktisch lebenslänglich, war doch nicht in der Lage sich eingehend mit den Angelegenheiten der Stadt beschäftigen zu können. Adam war als geschickter Diplomat dem Rate unentbehrlich; er lebte eigentlich mehr aufserhalb der Stadt als in Worms, fast beständig zu Pferde begleitete er den König Maximilian auf seinen Fahrten im Reiche; bald finden wir ihn in den Niederlanden, dann auf den Reichstagen, die sich seit 1495 Jahr für Jahr folgten; er reist dem König nach Italien nach und ist Zeuge von dessen Niederlagen, dann folgt er ihm nach Hochburgund; er heftete sich gleichsam an seine Fersen, um vom König einen günstigen Entscheid für die Stadt zu erlangen und die Ansehläge der Gegner zu hintertreiben. Mit ihm eng verbunden, in der politischen Richtung und Feindschaft gegen das Pfaffentum vollständig mit ihm einverstanden, wirkte sein Freund und Vorgesetzter Meister Reinhart Noltz. Auch Noltz war kein Alteingeborner. 1482 erscheint in den Urkunden der gelehrte Meister lohannes Noltz 2 ; ob dieser ein Verwandter unseres Reinharts war, wissen wir nicht. Reinhart wird als Sohn des Henchonis des reichen hafners bezeichnet*, er stammte also aus einer Handwerkerfamilie, studierte in Heidelberg, wo er am 26. August 1471 in die Matrikel der Artistenfakultät eingetragen ist*, und verUefa mit dem Titel eines Magister artium (unserm heutigen Dr. phil. entsprechend) die Universität. Der akademische Grad hob damals auch einen niedrig geborenen Mann weit über seinen Stand empor 5 . Als reicher Mann erlangte er Zutritt zu der vornehmen Gesellschaft der Münzer oder Hausgenossen; dadurch wurde er den Ge- 1 In der Heidelberger Matrikel ist er nicht eingetragen; der Adum de Schwechen- heim, G. Töpke, Die Matrikel der Universität Heidelberg I, 584 ist vielleicht sein Sohn. 5 St.-A. W. rvr. 546. 551. 3 s. u. j). 602 Note 1. * s. Töpke, H. Matrikel I, 334. 6 s. den Zorn des Verfassers der Zimmerschen Chronik I, 503. Einleitung. XXXVH schlechtem ebenbärtig. Aber er scheint ein Mann des Fortschritts gewesen zu sein und teilte die aristokratischen Neigungen seiner Genossen nicht, er Uefa sich vielmehr von der Gemeinde 1489 als XVI. in den Bat wählen. Dagegen protestierten die Hausgenossen als gegen einen Abfall, denn aus ihnen wurde hauptsächlich der IX. Rat entnommen, der das stabile aristokratische Element in der Wormser Verfassung repräsentierte. Die Zunftpartei errang einen vollständigen Sieg über die aristokratisch- oischof liehe, indem es dem Adam von Schwechenheim glückte, vom Kaiser Friedrich III. am 11. Des. 1488 und 28. Juni 1491 zwei Urkunden zu erhalten, wodurch die Vorrechte der Hausgenossen aufgehoben und ihre Mitglieder in die Zünfte eingegliedert wurden; ihr Gesellschafts- und Geschäftshaus, die Münze, verkauften sie dem Bäte, der daraus ein neues Bathaus machte. 1490 wurde Noltz, der im Haus zur alten Mühlen an der Kämmerergasse wohnte, Schultheifs, 1495, 1496, 1505 und 1516 war er Bürgermeister. Fr übte im Bäte einen überwiegenden Einflufs aus und behandelte seine Kollegen mit unverhehlter Überlegenheit 1 ; selbst die fünfjährige Periode, in der er erblindet war, scheint seine TMtigkeit nicht allzusehr gemindert zu haben. Am 20. Sept. 1502 stach ihm ein Arzt aus dem Elsafs, Meister Philipp, glücklich den Star. Fs bedurfte damals Mut und Zuversicht, um das von allen Seiten bedrängte Worms glücklieh durch die Stürme zu führen 2 . Namentlich kritisch wurde die Lage im pfälzischen Kriege von 1504, wo die Stadt einerseits den König nicht erzürnen, andrerseits auch den Pfalzgrafcn nicht verletzen durfte. Sic leonnte eine leidliche Neutralität bewahren. 1509 kam es zwischen ladt und Pfaffheit zu einem Kompromifs, der aber beide Teile nicht ^friedigte und der Streit begann von neuem. Auf dem Reichstag zu Trier (Mai 1512) war Noltz wieder für die Stadt thätig. Damals suchte man den heiligen Bock, der einige Zeit nicht aufzufinden war. Am Pfingstmontag (31. Mai) wurde er allem VolJce gezeigt; das Heiligtum war zwar u nter Glas, allein infolge des Andrangs, über 20000 Menschen waren in ner, wurde das Glas zerbrochen 3 . Die Zünfte hatten bisher getreu zum ate gehalten, der, um enge Fühlung mit dem Volke zu bewahren, periodisch n grofsen Bat, d. h. die Hundert aus den Zünften, zusammenberief, ihm u er den Stand der Dinge Mitteilungen machte und sich zuweilen ein Zu- rauensvotum erteilen liefs. Allein dessenungeachtet wuchs die Gärung uner dem untern Volke, der Erwerb stockte, seitdem die vornehme Geist- «eit und der Bischof nicht mehr in Worms waren; die Agenten des «.scäo/s wühlten und es entstand eine radikale bischöfliche Partei, welche 13 einen Aufruhr machte und den Bat vertrieb 4 . Noltz teilte getreulich a^Elend der Verbannung, bis es der Thaikraft des Rates mit Hufe des 521 ro tr semc Briefe. « g, das schön du r c h ge f ührt« Bild vom Staatsschiff u. p. > ff- J s. St.-A. W. Band nr. l'J2'J. * s. lioos, Franz von Skkingen l. c. p. 398 ff. XXXVIII Einleitung. Kaisers gelang, der Aufrührer Herr zu werden. Nun mischte sich Franz von Sickingen in die Sache und griff Worms mit einem grossen Heere an; er wurde zurückgeschlagen, doch war der von ihm angestiftete Schaden grofs genug. Noltz erlebte den Abschlufs dieser Kampfe und den Frieden nicht mehr, denn er starb im Jahre 1518, nachdem ihm sein Freund, der Stadtschreiber, schon im Frühjahr 1512 vorangegangen war i . Noltz war verheiratet und hatte Kinder. Er erwähnt in seinen Briefen aufser diesen einen Bruder. Seine Schwester Margarethe war mit dem Katsherrn Philipp Kneipp in Worms verheiratet; sie starb am 29. Juli 1509. Eine andere Schwester hatte einen Kölner, Stertzgin in der Strafsburger- gassc, zum Mann 2 . Mit dem Maler Niclaus Nif ergalt war er eng befreundet. Wie in politischer Beziehung, so vertrat er auch in geistiger die neue Richtung. Er beweist dem Unterrichtswesen, das in Worms zu Ende des 15. Jahrhunderts in humanistischem Sinne eingerichtet war, ein tieferes Interesse und noch im höhern Alter besuchte er die Vorlesungen des berühmten Humanisten und Juristen Petrus Ravennas. Eben wegen dieser humanistischen Richtung hätte man meinen sollen, er würde dem berühmten Gönner der Humanisten Bischof Johannes von Dalberg einiges Wohlwollen entgegengebracht haben. Allein er berührt in seinen Schreiben nie diesen Punkt, er ist erfüllt von Hafs gegen diesen Mann, der seine geliebte Vaterstadt unterdrücken wollte. Als im Jahre 1487 der Streit mit dem Bischof von neuem losging, ergriff die Stadt sogleich die Initiative. 1483 war sie der Bundesgenossenschaft von Bischof und Pfalzgraf erlegen, jetzt warf man sich dem Kaiser in die rettenden Arme und dieser hob mit einem Federstrich alle Rechte des Bisehofs in der Stadt auf. Der Rat mufste sich auf einen erbitterten Kampf gefafst machen, der dann in der That mit allen Mitteln der damaligen Justiz und Diplomatie geführt wurde. Um über die einzelnen Momente dieses Riesenprozesses genau unterrichtet zu sein, ordnete der Rat, ich vermute auf Antrag des R. Noltz, an, dafs der Stadtschreiber eine offizielle Erzählung des Verlaufes niederschreibe. Das ist geschehen. Die Acta Wormatiensia sind ein Werk im grofsen Stil, prachtvoll geschrieben auf dem schönsten Papier. Von dem ersten Bande besitzen wir noch die Konzepte, im pfälzischen Dialekt geschrieben, während die Reinschrift in der Kanzleisprache abgefafst ist (au und ei anstatt des alamannischen fl und I). Auch nach dem Tode Adams von Schweehcnheim sind die Acta fortgeführt worden. Erhalten sind uns 1 Am 31. Bez. 1512 bot der Bürgermeister Ludwig Heikel dem Joh. Glantz, Unterstadtschreiber in Oppcnlieim, die Stadtsclvreiberstelle in Worms an. Allein in den nächsten Jahren wird Glantz in den Akten als Gerichtssdweiber angeführt, doch wird er fortwährend vom Hat in diplomatischen Geschäften verwandt; erst 1518 heifst er Stadtschreiber, s. St.-A. W. Band nr. 1929. 2 St.-A. W. Band nr. 1929. Einleitung-. XXXIX Band I—III1487—1501, ferner Bruchstücke aus dem Jahre 1513, 404 SS. die Monate Sept. — Okt. betreffend. Hs. B der Zornschen Chronik giebt sodann eine Notiz zum Jahre 1503 aus den Acta und die Hs. 8 (2 der Annalen) teilt daraus zum Jahr 1515 ein Lied auf Franz von Sickingen mit, s. o.p. XVI f. Die ganze Tendenz dieser Geschichtschreibung zeigt sich gleich am Eingang. Die Türken verwüsten die Österreichischen Erblande und der Kaiser ruft das Reich zur Hilfe auf. Auch Worms wird angeschlagen, schickt aber weder Mannschaft noch Geld. Zur Verantwortung vorgeladen, entschuldigt sich die Stadt mit der Bedrängnis durch den Bischof, die Stadt sei verarmt. Vorher habe man dem Kaiser zweitausend Mann aus zwei Kirchspielen zur Hilfe schicken können, jetzt aus der ganzen Stadt nicht einmal mehr die Hälfte. Nur wenn der Kaiser Worms vor dem Bischof rette, vermöge die Stadt wie vormals dem Kaiser und Reich zu dienen. Dieses Motiv schlingt sich wie ein roter Faden durch diese ganze offizielle Geschichtschreibung. Diese Acta atmen durchaus patriotische Gesinnung und Hafs gegen die Pfafflieit. Der Verfasser betrachtet mit Recht den Streit zwischen der Stadt und ihrem Bischof als einen Brinzipienkampf. Die Bischöfe am Rhein halten alle zusammen, um die freien Städte zu unterdrücken, die doch immer ihr Bestes für Kaiser und Reich gethan haben. Das Schicksal von Mainz und Bopparä steht Worms immer drohend vor Augen, deshalb hört es nicht auf die Lockungen des Bischofs. Darum klammert es sich an den Kaiser. Die Wormser wissen gar wohl, wie schwach die kaiserliche Macht ist, aber als Erzherzog von Österreich und Herzog von Burgund ist Maximilian doch wieder allen andern Fürsten überlegen. Darum begeben sie sich in den Österreichischen Schirm. Sie glauben fest an die Gerechtigkeit ihrer Sache und obwohl sie die Wankclmütigkeit Maximilians hinlänglich kannten, vertrauten sie doch seinem Wohlwollen und auf die Wirkungen ihrer guten Weine, die sie überall mitschleppen. In der That wollte Maximilian Worms weder in die Hände des Bischofs noch in die des Pfalzgrafen fallen lassen, auch war er der Stadt Dank schuldig für die grofsen Opfer, welche sie ihm gebracht hatte, indem sie Wl und seine Gemahlin längere Zeit erhalten mufstc. Auch der Landgraf von Hessen hatte ein bedeutendes Interesse daran, dafs Worms nicht Pfälzisch oder, was ziemlich dasfelbe war, bischöflich wurde. Darum gewährte er der Stadt im Bayrischen Krieg einen Rückhalt. Diese Acta sind eine höchst wichtige Quelle für die Geschichte zur Zeit Maximilians. Wert wird durch die Einfügung der einschlägigen Urkunden, Akten und Briefe erhöht. Freilich von einem vollständigen Abdruck konnte eme Rede sein, da niemandem mit der wörtlichen Wiedergabe der weit- Sc hweifigen Verhandlungen, Notariatsinstrumente etc. gedient wäre. Ich -abe daher die Form des Referats gewählt, mit möglichster Anlehnung an den Wortlaut des Originals. xl Einleitung. Übersicht über die Acta: Band I. Fol. 1—29 s. u. p. 544 — 570. Fol. 30 — 43 in den Noten p. 374 — 384. Fol. 43 — 67 in den Noten p. 385—389. Fol. 68—156 s. Exkurs s. J. 1495J1496 p. 401—405. Fol. 156—159 in der Note 2 zu p. 398. Fol. 160—194 im Exkurs zum J. 1497 p. 410. Fol. 194''—210 p. 203—213. Fol. 210—228 p. 410 f. Band IL Fol. 1—13 p. 411—413. Fol. 13—118 im Exkurs zum J. 1498 p. 414 —418. Fol. 119"—140 p. 213—222. Fol. 140—246 p. 418—422. Fol. 247—336 im Exkurs zum J. 1499 p. 432—442. Fol. 337—372imExkurszumJ.1500—1501p.450—452. Band III. Fol. 1—386 im Exkurs zum J. 1500—1501 p. 452—470. B. Noltz hat jedenfalls auf die Abfassung der Acta Wormatiensia den größten Ein flufs geübt, ja die Hs. 8 der Zomschen Chronik bezeichnet ihn Fol. 295 geradezu als Verfasser. Überdies empfand Noltz das Bedürfnis, die Tagesereignisse aufzuzeichnen. Diese tagebuchartigen Aufzeichnungen begannen ivahrscheinlich mit dem Jahre 1487 und erstreckten sich vielleicht bis zur Sickinger Fehde. Hier herrscht dieselbe rcichsfreimdliche und pfaffenfeindliche Stimmung wie in den Acta, nur hat das Tagebuch einen intimeren Charakter. Persönliche sowie städtische Ereignisse werden erzählt; der Verfasser tritt in den Vordergrund, er berichtet über die Politik der Stadt von seinem Standpunkte aus, auch allgemeines zieht er zuiveilen in den Kreis seiner Betrachtung. Witterungs- und Preisnotierungen fehlen nicht. Gerade dadurch, erhält das Tagebuch seinen besondem Wert. Objektivität wird man vom Verfasser nicht verlangen dürfen, er spricht sich über seine Abneigungen offen aus, die in voller Schärfe den Bischof Johannes von Baiberg und seine gesummte Sippschaft treffen. Dieses Tagebuch bietet dem Kulturhistoriker manche wertvolle Notiz; die Kunstgeschichte, die Geschichte des Humanismus, der Medizin gehen gleichfalls nicht leer aus. Leider ist dieses Tagebuch in denkbar schlechtester Weise erhalten. Die einzige Handschrift liegt im Stadtarchiv Worms nr. 10. 4°. 492 Seiten. Dann folgt auf drei Blättern der magere Versuch eines liegisters. Das Titelblatt lautet: Einleitung. XL1 Extract Chronici Wormatiensis seu Diarii Reinhard Noltzens Raths- verwandten der Stadt Worms de A°. 1493 bisz 1509. Bx Apographo, quod est penes consultiss. virum Dn. Zach. Conrad, ab Uffenbach, Francof. hanc fieri iusserunt copiam Proto-Consul, Consul et Senatus Liberae Wormatiensis Reipublicac A°. 1714. Mens. Nov. seq. Pag. 492 nennt sich der Schreiber: L. Schrumpff scripsit. Die Abschrift beginnt mit dem Juni 1493 und schliefst mit dem J. 1509. Anfang und Schlufs fehlen also, auch im Texte sind grofse Lücken, namentlich gegen das Ende. Noltz verweist oft auf das fobjende mit den Worten: Was furter darus wirdt, findestu hernach geschrieben. Allein wir erfahren dann doch nichts von dem, was Noltz zu berichten versprochen hat. Die. Schuld liegt nicht beim Abschreiber, sondern schon bei der Vorlage, eben jenes Apographum in der Uffenbachschcn Bibliothek in Frankfurt. Diese Kopie mufs sich enge an die Vorlage angelehnt haben, sie geht vielleicht direkt auf das Original zurück. Die ursprünglichen Sprachformen schimmern z. T. selbst noch durch die schlechte Kopie hindurch, z. B. die in Worms im 15. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung des langen Vokals durch ein nachgesetztes i oder o z. B. rait etc. Allein jenes Apograph mufs in einem schlechten Zustand gewesen sein, vielleicht stark beschädigt, wenigstens war Schrumpf nicht immer im stände, die Vorlage richtig zu lesen, er läfst dann ganze Sätze aus und bezeichnet solche Auslassungen mit -------—. Leider hat dieser Mann bei seiner Abschreibearbeit den Kopf anderswo spazieren lassen, daher läfst sich der Unsinn erklären, den er oft genug bietet. Namen und Zahlen giebt er vielfach entstellt wieder, und er hat sich nicht gescheut, beim Abschreiben die Sprache zu modernisieren. Von einem blofsen Abdruck dieser Vorlage konnte also keine liede sein. Zunächst galt es, genaue Kenntnis der in diesem Tagebuch erwähnten Personen und Thatsachen zu klangen. Zu diesem Zwecke habe ich in den Sommermonaten 1886, 1888, 1890 und 1892 die gesammten Bestände des Stadtarchivs, welche Möglicherweise Material für die Jahre 1480 — 1525 enthalten konnten, über 1000 Bände — genau durchgeforscht und excerpiert. Dadurch gewann ich hauptsächlich für die Jahre 1483—1509 eine genügende Grundlage für die Rekonstruktion des Textes. Erst später fand ich e H eigenhändige Briefe 11. Noltz\ Diese gewährten einen erwünschten Anhalt für seine Schreibweise; er schrieb den pfälzischen Dialekt. Allein diese Briefe genügten doch nicht, um den Text danach gestalten zu können. Ich habe den Text überall auf die alamannisch-ober fränkische Mutstufe zurückgeführt und damit die häfsliche Mischung von dialck- ischcn und hochdeutschen Sprachformen beseitigt. Um den kritischen Apparat nicht allzusehr anzuschwellen, habe ich blofsc orthographische XLII Einleitung. Abweichungen nicht angeführt. Damit jedermann Einsicht in mein Verfahren erhalte, gehe ich eine beliebige Seite Units diplomatisch genau wieder und rechts meine Textgestaltung. Hs. p. 239. Meinung vor, und was dz der Be- schlusz, dasz die Gemein mit ihr Oberkeit dem Rath entschliesen solt, was sie leiden möchten in dem Weinschancks, und sein Gnd. dz erkhenen geben. Also uff den dors- tag nach Purificationis gieng der Rath in jeglich zunfft in Sonderheit, und lagt ihnen die Händelen desz, des Weinschancks vor, also blieben die Zunfften dobey was ein Rath im besten verkehrten, dobey wolten sie stellen Leib und Gueth, und man laisz den Zunfften auch dz Decret, und Gonfirmation so ein Rath hat von Kay. und König. Boos p. 471 Zeile 2 ff. meinung vor, und was der be- schlusz, dasz die gemein mit ir oberkeit dem rat entschlieszen solt, was sie liden möchten in dem winschanck und sin gnaden das erkennen geben. Also uf den don- nerstag nach purificationis gieng der rat in jeglich zunft in Sonderheit und lagt inen die händel des win- schancks vor. Also blieben die zünfte dabi, was ein rat im besten vorkerte, dabi wolten sie stellen üb und gut, und man las den zünften auch das decret und con- firmation, so ein rat hat von kaiser und könig. An andern Orten hat der Kopist den Text ärger mifshandelt. Mit Hilfe des archivalischen Materials ist es mir in den meisten Fällen gelungen die arg verstümmelten Namen richtig wiederzugeben. In den Noten habe ich sodann die zum Verständnis des Textes notwendigen Erläuterungen hinzugefügt. Diese Noten bieten selbst eine reiche Quelle historischer Erkenntnis. Obwohl Ludewig schon im Jahre 1720 auf das Tagebuch von Noltz hingewiesen hat, l. c. Praefatio p. 9, ist es doch bis in die neuste Zeit unbeachtet geblieben. Einiges hat 1885 Fr. Soldan daraus gegeben in den Quartalblättern des hist. Vereins f. d. Grofsherzogtum Hessen, wiederabgedruckt in H. Künzels Grofsherzogtum Hessen, 2. Aufl. neubearbeitet von Fr. Soldan. Giefsen 1893 p. 114 ff. Dann hat K Morneweg für sein Buch: Joh. von Dalberg. Heidelberg 1887 das Tagebuch nach einer Abschrift des Stadtschreibers Exner von Worms (nach seinem Tode kam sie in das Paulusmuseum) ausgiebig ausgebeutet. X. Letzter Streit der Stadt mit der Pfaffheit. Den Ab- schlufs der langwierigen Kämpfe zwischen Stadt und Pfaffheit bildet die Pachtung vom J. 1526. Der Gegensatz war ursprünglich nur ein politischer. Die Wormser Bürger waren vor dem Auftreten Luthers ebenso fromm katholisch und der Kirche treu gesinnt, wie die Bewohner der übrigen Rheinstädte. Die Schenkungen an die Kirchen, Klöster und frommen Stiftungen dauern bis ins 16. Jahrhundert hinein. Doch am Ende des 15. Jahrhunderts kommt bereits das religiöse Moment zur Sprache. Man fand es 1499, als die Pfaffheit aus der Stadt zog und Einleitung. XUH das Interdikt über Worms verhängt wurde, empörend, dafs in einem Streit, der rein weltlicher Natur war, die Geistlichen mit geistlichen Waffen, Bann und Interdikt, kämpften. Die Stadt beschwerte sich 1517 sehr darüber, dafs der Bischof Beinhart sich weigerte, die Kinder zu firmen, obwohl er mehrmals persönlich in Worms anwesend gewesen wäre. Das gereiche ihnen bei den Nachbarn zur Schmach 1 . Kein Wunder wenn hier Luthers Lehre zündend wirkte. Im Jahre 1525 war die Mehrheit des Bates für die Beform gewonnen. Er benützte die allgemeine Bestürzung, die die Geistlichkeit infolge der Empörung der Bauern ergriffen hatte, um ihr die Pfälzgrafenrachtung vom J. 1519 zu entreifsen, diese zu vernichten und ihr einen den jetzigen fortschrittlichen Wünschen der Bürgerschaft entsprechenden Vertrag aufzuzwingen. Zugleich machte man den nur halb gelungenen Versuch der Säkularisation der Klöster. Die Stadt kam aus diesem Konflikt verhältnismäfsig gut davon und auch zur Interimszeit konnte sie trotz des gewaltigen DrucJces, den Kaiser Karl V. auf sie übte, den evangelischen Glauben gegen die siegreiche katholische Partei behaupten. Allein mit der politischen Selbständigkeit der Stadt tcar es vorbei. Sie ging langsam an Zahl der Einwohner und Wohlstand zurück und man sonnte sich nur noch im Glänze früherer Gröfse. Der auf Seite 621—629 abgedruckte Text ist dem Bande nr. 1947 des Stadtarchives entnommen. Fascikel 1. fol. 12 Blätter. Acta inter clerum et cives Wormat. Schrift aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhutiderts. Seite 16 bis zum Schlu/s enthält: Brcvis catalogus scditionum tumultuum ac conversationum rusticorum superioris Germaniac anno 1525. Die Beg ist er haben den Zweck, den in diesem Band enthaltenen Stoff möglichst zugänglich zu machen. Die chronologischen Verzeichnisse der Urkunden*, der Pachtungen, sowie der Weistümcr etc. erklären sich von selbst. Beim Verzeichnis der Bischöfe habe ich womöglich nur urkundlich beglaubigte Zahlen gegeben. Für das Verzeichnis der Bürgermeister diente in erster Linie das in den drei Bänden der Wormser Quellen gedruckte Material als Grundlage, sodann für das 15. und 16. Jahrhundert die Hs. B der Zornschen Chronik, s. o. Wo mir urkundliches Material für das 15. Jahrhundert vorlag (meine Sammlung ungedruckter Urkunden für das 15. Jahrhundert besteht aus circa 500 Nummern), habe ich dasfelbe zur Prüfung der Angaben der Hs. B herangezogen und diese zuverlässig gefunden. Das Orts- und Personenregister ist im Wesentlichen nach denselben Grundsätzen angelegt wie die Begister im 1. 1 St.-A. W. Band nr. 1944. * Die Urkunde vom 25. Jan. 1503 p. 85, 13 ff. ist übeneJien worden. XLIV Einleitung. und 2. Bande, doch mit dem Unterschied, dafs ich im 3. Bande auf die vollständige Aufzählung der Taufnamen verzichtet habe; nur hei dem hohen Klerus und dem hohen Adel habe ich die Citate sowohl bei den Taufnamen, als auch beim Geschlechts- beziehungsweise beim Amtsnamen vollständig gegeben. Das vorliegende Material wäre für Forschungsobjekte, wie ich sie beim 2. Bande im Auge hatte, durchaus ungenügend. Bas im 3. Bande enthaltene Material mit Einschlufs der Noten, soweit diese sich auf urkundliche oder archivalische Grundlage stützen, habe ich nach allen Richtungen hin durcharbeitet und den reichen Stoff soviel als notwendig schien gegliedert. Ich liabe hier mehr gethan, als es sonst bei solchen Registern üblich ist (vgl. die Register zu den Städtechroniken). Beilagen. Eine historische Karte der Stadt Worms und ihres Gebietes ist gewifs allen Benutzern der drei Bände der Wormser Quellen willkommen. Als Grundlage für den Stadtplan diente der grofse Stadtbauplan des Stadtbaumeisters Ilofmann im Mafsstabe von 1 : 2500. Dieser wurde photographisch auf den Mafsstab 1: 10 000 verkleinert und in diesen Plan dann dzirch den Stadtgeometer Blafs die Eintragungen gemacht. Für das linksseitige Gebiet der Stadt „das Bürgerfeld" besafs man überhaupt keine trigonometrische Aufimhme. Das Bürgerfeld ist gewifs uralter Besitz der Stadt Worms. Das auf der Karte verzeichnete steinerne Kreuz kommt urkundlich schon 1278 vor, s. ÜB. I p. 249, 34. Nun fand ich im Archiv eine Anzahl freilich ziemlich roher geometrischer Aufnahmen des Bürgerfeldes aus dem Ende des vorigen Jahrhunderts. Diese Zeichnungen dienten dem Gcometer Blafs als Material für die Herstellung der linksrheinischen Karte. Sorgfältig wurden die Veränderungen des Wasserlaufes des Rheines berücksichtigt. Die jetzigen Gemarkungsgrenzen sind im ganzen die uralten. Noch stehen eine Anzahl von Grenzsteinen mit dem Wormser Schlüssel aus dem 16. Jahrhundert. Leider war es nicht möglich sie auf der Karte anzugeben. In der berühmten Urkunde Friedrichs I. vom J. 1165, ÜB. I nr. 73, und wiederholt in der Urkunde Friedrichs IL vom J. 1220, ÜB. I nr. 124, sind die Grenzen des Bannkreises (Weichbild, Friedkreis, Blutkreis) angegeben; diese entsprechen wohl ungefähr den auf der Karte angegebenen Linien. Die Eintragung des Römischen Worms (grün) beruht auf den umfassenden und gründlichen Forschungen des Herrn Dr. Kohl l . Im Laufe des letzten Decenniums sind Ausgrabungen im grofsen Stile in Worms gemacht worden, wodurch die Römischen Strafsenzüge blofsgelegt wurden und wodurch man ein annäherndes Bild von dem bebauten Römischen 1 Vgl. Quartalblätter des hist. Vereins für das Grofsherzogtum Hessen. JV. F. I lieft 5; ferner haben die Herren Dr. Kohl und Dr. Weckerling jeweilen in der Westdeutschen Zeitschrift, im Korrespondenzblatt dazu, in der Wormser Zeitung über neue Fände berichtet. Einleitung. XLV Worms bekam. Mein Plan beansprucht hlofs den Wert einer Skizze, da sich Herr Dr. Kohl vorbehalten hat, eingehend über seine Forschungen zu berichten. Die Fränkischen Gräber konnten der Kosten wegen nicht durch eine besondere Farbe ausgezeichnet werden; man erkennt sie indes durch unser angewandtes Verfahren. Die zur Zeit des Mittelalters bepflanzten Teile innerhalb der Stadt, namentlich die Weingärten, sind gleichfalls angegeben worden. Damit wird die Behauptung Kühnes schlagend widerlegt 1 , wenn dieser meint, im 13. und 14. Jahrhundert hätten sich keine Äcker und Weinberge innerhalb der städtischen Ringmauern befunden. Eben so nichtig ist die Behauptung Gotheins 2 , keine der altern Städte hätte eine Ackergemarkung oder überhaupt einen nennenswerten gemeinsamen Besitz aufserhalb ihrer Mauern in ihren Anfängen besessen. Leider ging es nicht an, die alten Grenzen der Wormser Pfarrgemeinden, die eine grofse Bolle in der Verfassungsgeschichte spielen, genau anzugeben; es ist daher unterlassen worden. Alle wichtigem Gebäude sind im Plan markiert worden: u. a. auch die steinerne Treppe am Bischofshof, der in der Verfassung der Stadt eine grofse Bedeutung zukommt. Hingegen war es nicht möglich, die mittelalterlichen Strafsennamen in den Plan einzutragen, da sonst seine Übersichtlichkeit gelitten hätte. Auf einen Blick übersieht man nun die ganze Bauentwicklung der Stadt Worms von den ältesten Zeiten bis jetzt. Das Römische Worms deckt sich mit dem mittelalterlichen. Die einmal gezogenen Strafsenlinien blieben fast unverändert bis auf den heutigen Tag. Die Stadt bildete ein längliches Rechteck, wie Mainz und Köln, das aber nur mit der Nordostecke an den Rhein stößt. Denn von Speier bis nach Worms sind die Rheinniederungen Überschwemmungsgebiet und feste menschliche An- siedlungen konnten nur auf dem vom Rhein zurückweichenden Hochgestade Sicherheit finden. Eben aus diesem Grunde, weil die Stadt eigentlich dem Rhein abgewandt ist, konnte sie auch nie mit Mainz und Köln konkurrieren. Worms ist dagegen der Sammelpunkt eines überaus fruchtbaren Hinterlandes und schon früh hat man die wirtschaftliche Bedeutung des Gaus für das Gedeihen der Stadt Worms erkannt. Diesen Gedanken drückt Peter Hamann 3 mit seiner Karte der Umgegend von Worms aus; s. hinten Tafel VI. Städtische Siegel Tafel I und II. Über die Siegel der Stadt Worms handeln Schannat I, 220 — 222 nebst Tafel VI. Moritz, Hist. a «de horum in unum conscribam et posterorum memoriae tradam. Gertum est Vangiones nobiles fuisse et potentes et iam ante Cbristi adven- wm m mundo [claruisse] 1 '**. Unde et *** Julius Caeaar primua imperator Roma- oruni, vir bellicosissimua et doetiasimua, qui bella sua et geata propriis scripsit uictavit manibua, horum Vangionum faeit mentionem in auia commentariia de '° (! lo Gallieo 0 quos et nos habemus in nostra libraria, licet satis, propter impressoris d ignorantiam l , incorrectos. Dicit itaque in finc libri primi de o Uallieo 0 , quod tripliei acie inatrueta U8que ad hostium caatra aoeeaiit Tum mum neeessario Germani auas copiaa caatria eduxerunt gregatimque ateterunt piiiibua intervallis, Harudea, Marcomannoa, Tribocea, Vangiones, Nemetea, Sedusios, ^ evoa, omnemque aciem suam rhedia et carris circumdederunt, ne qua 0 apea in «ga rebnqueretur 2 . Ecce hie inter fortissimos Germanos Vangiones enumerat. 'i licet tmahter Caeaar praevaluit, magnas tarnen ab eis austinuit reaiatentiaa. Ijicer ' r • * U ' f'^' "' I n * er ▼*ri*i — geata fvel] laudea eiuadem civitatis legitur (!). ** li AI qmljus et Heu vel(!) cronicia aliqua reperiuntur laudanda aliqua vituperanda. 20 venh 1 "' ß: ^ am Wangiones nobiles et potentes fuisse et iam ante Christi ad- etd i arn,HS0 notorium est. *** B fol. l* u. 6>>: Julius Cesar p. i. R. v. b. in wi m 1 e *' s ° 8 . ta aua V- manibua d. et a. in suis commentariia in hello Gallicano, (iiho-ai" 10 ? c W in 'ine, horum Wangionum m. f. dicena, quod tripliei acie — relin- usciüo V fr 0 ' ■, **** B f° l lb »• 6 '' : Kt licet f - Julius ^- P- m> *' a ' e - s - r - flU0 " 2r ' periu'i, <- 1 < -" enilama Julio Ccsari ac Romano iniperio subiugata est et Adele« Sfra/ H*K Komano imperio usque ad devastacionern Athile, de quo notatur l'reclict' l - enin * nain( i uc imperatores Romanorun] habitacionem seu pallacinm in Julian a A C1V1 ' a *° ^ i n *" er ^ um foecrunt residenciam ibidem, ut notatur infra de Worm° ■ 1J0 ? tata > item de Carolo Magno, item de Ludovico Pio, de dueo Conrado ;w «JjSJJJ*, ^ueruntquo ibidem sinodua tarn generalcs, de quibus sub Guntzone qua eo -, r J a "° > jnam speciales solum habend» (!) cum prineipibua, de in i;k„ lum . su " Beronliario. Lucanus quoque horum Wangionum mentionem facit j^™J>rimo ita dicens: Et qui - truces. «. jB: (< \y "' B: iam rc S- iam civ. l>) ; n m , f e ) t it ,•„ 2. cl.'aua B. eri/änrJ. c ) 2 M -~_^__^_^ mo> d ) 2 improssorum. °) 1; 110 cuiquam. in Bolon AU!i!> i (l,Jen ** hcaum Gallicum erschienen 1409 in Born, 1471 in Venedig, 1.W4 hostiuni . a • ' ® mar ''■ 0- I> U ipsc tripliei instrueta acie usque ad cutra generati f 0088 * 1 '' T um demum necessario Germani suas copias caatria eduxerunt Vangio n p lq,3 Nr conatituoru nt paribus intervallis, Harudea, Marcomanos, Tribocea, 40 doderunt 8 ' emetes > Sedusios, Sueboa, omnemque aciem suam redis et carris circum- ll , ne qua spes in fuga relinqucrctur. 4 Chronicon Wormatiense Subacta igitur Gallia et Germania, permanserunt fideles Romano imperio Vangioncs; ut in multis invenimus liisloriis, prout etiam postea patebit. Qnia multis" postea clapsis temporibus plurimi imperatores in civitatc Vangionum suam habuerunt habitationem et interdum residcntiam ad tempus et mansionem, 5 sicut infra dicetur de luliano Apostata et Carolo Magno et aliis. Lucanus quo- que poeta insignis, patruus Senecae, horum Vangionum etiam facit mentionem in libro primo Pharsal. 1 . Et qui te laxis imitantur Sarmata braccis Vangiones Batavique trucea etc. 10 Hacc ille. Quid vero de iis dicat ulterius modo transeo. Sed doctus quispiam in Lucano quacrcre poteril. Floruit autem Lucanus tempore Gliristi. Et sufficit mihi tantum hie dixisse 1 ', Vangioncs fuisse ante tempora Gliristi nobiles et notabiles atque famosos et bellicosos viros. Caput II. is Quomodo Vangioncs existentes in destruetione Jerusalem adduxerunt secum Judaeos. * Tempore autem Neronis imperatoris, cum rebellarent Tudaci 0 Romano imperio, permittente hoc domino Deo, ut sic d mors Christi vindicarotur, missus est ab imperatore Nerone Vospasianus cum filio suo Tito contra Iudaeam. Unde 20 dicit glossa super illum versum Psalmi 0 : „Dixit dominus ex Basan con- vertam, convertam in profundum maris" 2 ; quod Vespasianus sit missus f contra Iudaeam; undique statuit invadere Iudaeam 8 terra marique, et sie undique ex Italia Gallia Germaniaquc collectis viris fortissimis et exercitu magno venit contra Tudaeam. Inter quos nobiles erant cum eaeteris Vangioncs, iam Romanis subiecti 25 et expugnati per Iulium, ut dictum est supra. Vespasianus igitur tempore paschali' 1 Iudaeorum Iherusalem circumdans et per biennium obsidens post multas clades Iudacis illatas ipsam capit civitatem. Et, ut losephus ait, decies centena millia Iudaeorum interf'ecit et undecies centena millia vendidit. Sicut enim ipsi Christum pro triginta emerant argenteis, ita et ipsi sunt triginta venditi pro uno 30 denario 3 . Igitur expugnata Iherusalem et tota terra dissipata, Vangiones nostri, redeuntes ad propria**, prout militaris' consuetudo est et adhuc hodie cernimus * B fol. l h u. 6': Tempore autem Neronis i. c. r. .T. R. i. p. h. d. D., u. s. m. Ch. v., m. e. a. i. N. V. c. f. s. T. contra Judeam. Undique statuit — instruxorunt. ** B fol. 2 u. 7 ad propria reversi. Et ut consuetudo armigerorum secum puellas 35 pulchras adduxerunt et(!) ipsis pro servieiis suis uterentur et pro libitu suo et libidine explenda abutorentur. Puelle autem parientes proles suas — instruxerunt. Sic ipsi, qui nominantur Judci, "licet non veri sed solum reliquie aliqua pro parte Judeorum sunt, ut in memoriam mortis domini nostri Jhesu Christi inter Christianos remaneant, ad Gennaniam et Wangiones venere, habentes adhuc hodierna luce 40 a ) 1: multum. k) 2: et sufficit mihi hie ostendisse. c ) 1: Judei. «') 1: si. ") 1: spalmi. f ) 1: iussus. B) undiqui statuit ... Judaeam fehlt bei I. >>) 1: phascali. •) 1 u. 8 ruteris. 1 /, 430. 2 Arnos 9, 3. n wahrscheinlich aus Königsliofen ed. Hegel II, cap. 2 p. 344 ff. u. cap. 5 p. 768. saeculi XV. 5 in his, qui de pracliis et guerris inferioris Alimaniac revertuntur, secum duxerunt puollas pulchras, ut eis pro serviciis suis uterentur, vel etiam, quia gentiles erant et nobiles, licet uxores aliqui liabuerint, a eis pro libitu suo et libidine sua explenda abutercntur. Deindc quia nobilium more rari erant pa- icntes, puellao ipsac parientea proles suas, prout valuerunt et potuerunt, edu- 5 carunt et secundum legem suam in quantum potorant 0 , instruxerimt Eccc hi sunt Iudaei nostri, qui quantum adhoc potius sunt filii Vangionum quam lu- daeorum, licet ipsi audire nolucrunt et nolunt. Dominus namque Iohannes Marii piae recordationis, canonicus sancti Martini, officialis domini praepositi maioris ecclesiae, quem Iudaei ipsi non ad fidem catliolicam recipiendam vi- 10 sitare consueverant, sed ad debita sua a rusticis cxtorquenda, saepe dicebat 'psis Iudaeis: „Non enim vos veri Iudaei estis sed lilii iuvencularum, ut ho- nestius loquar. Quod si essctis, ut putatis, vcri Iudaei, ob patriarcharum et prophetarum revercntiam in maxima vos haborem revercntia. Sed quia hoc non est, idco tanquam illegitimos vos parvi pcndo." Dixiquc cgo hoc ipsum 15 lacobo Iudaco dilissimo viro, qui ad tempus regem ipsum secutus est per terras et patrias varias; sed nunc timens sibi ad Ratisbonam rcdiil, ubi pri- dem mancrc consueverat. Hoc ad confutationem l'alsorum Iudacorum dictum Sit. Nunc ad civitatem Vangionum revertamur. Caput III. *> Quomodo Ptolemaeus in sua Gosmographia Vangionum «vitatcm nominat [et historia cius ad annum usque 500]. Ptolomaeua Phondcnsis rex natione Alexandrinus' historicus et philosophus ac ln81 gnis astrologus, qui tempore floruit Antonini Pii imperatoris, anno domini iu i qui plus astronomiae addidit quam id totum quod ante invenit, qui d alme- 25 gistum*** 2 0 pu8 divinum edidit, et alia praeclara multa edidit in arte sua, lcit in Cosmographia sua describendo superioris Germaniae civitates Buffiniana**** a ngionum Berbetomagus 3 etc. Ibique viri docti cum aiunt nominare Vangionum Zo ag °u? m so ' emnem et multas eonversationes ibidem. Mit B. stimmt, ein Stück in xj rn ~ 7MCÄ p. 305 f. Oberem, ex antiquo manuscripto chronico beginnend mit Tempore 30 "leronis und schliesscnd mit multas conventiones ibidem. *** n«J*^' 2m ' 7: rtholomeus Phendensis — fortaliciis habitasse. ** Ii: 145. .' 2: Alchamistuni (Münchner Cod. Alchimistum) opus invenit, dicit in »aajjtc.^ **** Münchner Cod. Kusuna, W., Berbethomagum. a , a ) 2: halmerunt. l>) 1: edueaverunt. c ) in qu. poterant fehlt bei 1. 35 I 1: quo. oder n ; Ü '" M *' MS Ptolemaeus wurde im Mittelalter irrthümlicherweise als Pclusiensis of p ,1 siemis bezeichnet, s. C. E. Nordenskiold, Facsimile-Atlas of the early history ISHHf i W ' avlty tramlated ty J- C. Ekdbf and Clements 11. Markham. Stockholm den ;-° - P ' J ' ffl ' so aus Pelusium nebürtig; ebenso wurde er mit einem der Itolemi'icr, 40 fcma«u*fr W von Ae 9VP tm > vcrivechselt und dalier oft als König abgebildet. 2 Pto- latein' 1 " 1 ptwertc MeydXi] avviaSig Trjs dOTQOfopiat ist im Mittelalter durch eine Word? Übersetzung aus dem AraJiiscfien unter dem Namen Almagest bekannt gc- W6 «- Druck von Vicentia 1475 (Hain. nr. 13536). ' II, 9. 6 Chronicon Wormatiense civitatem Berbetomagum. Numquam onim civitas ipsa Vangio est dicta, sed scinpcr additur, ut in sequentibus patcbit, Givitas Vangionum, id est nobilium Vangionum hospitium a . Videntur enim Vangiones ipHi in circuitu civitatis in castris et fortalitiis habitasse*, quemodmodum de Florentia referunt, quod in s circuitu civitatis in castris suis b (in locis extra urbem) nobilcs suas habent ha- bitationes, sicut in Nuhusen 0 , ad sanctum Paulum et d ad sanctum Martinum, in quibus utique castra aliquando fuerunt posita. Iulianus etiam Apostata in bac civitate moram contraxissc videtur. Undo et in hystoria sancti Martini episcopi sie dicit Severus Sulpitius 1 : Interea irruentibus intra Gallias 0 barbaris i° Iulianus Caesar, coacto in unum exorcitu f , apud Vangionura civitatem donativum coepit erogare militibus, Et, ut est conauetudinis, singuli citabantur, donec ven- tum est ad sanctum Martinum. Tum vero oportunum tempus existimans, quo pete- ret missionem — neque enim« integrum sibi forc arbitrabatur, si donativum non militaturus aeeiperet 1 ' — hactenus inquit ad Cacsarom: „Militavi tibi; patere ut 15 nunc militem Deo; donativum tuum pugnaturus aeeipiat alter, Christi' ego miles sum; mihi pugnare non licet". Tum vero tyrannus ad versus k hanc vocem infremuit dicens, eum motu pugnae, quao postera die erat futura 1 , non religionis gratia de- treetare militiam. At Martinus intrepidus, imo m illato sibi terrore constantior, „si hoc", inquit, „ignaviae ascribitur non fidei, crastina die inormis ante aciem astabo» 20 et in nomine domini Iesu signo crucis non clypeo protectus aut galea, hostium euneos ponotrabo socurus." Retrudi igitur 0 in custodiam iubetur, facturus fidem dictis, ut inermis barbaris obiieeretur. l'ostora ergo die legatos de pace hostes miserunt, sua omnia seque dantos. Unde quis dubitet vere p hanc beati viri fuisso victoriam, cui praestitum sit, no inermis ad praelium mitteretur. Et quamvis pius 25 dominus servare militem suum inter hostium gladios et tela q potuisset, tarnen ne vel r aliorum morte sancti violarentur obtutus 8 , exemit pugnae necessitatem. Neque enim aliam pro milito suo Christus debuit praestare victoriam, quam ut subactis' sine sanguine hostibus nemo moreretur. Haec do Sulpitio. **Voruntamen usquo hodio in ecelesia sancti Martini in civitate Vangionum ostenditur carcer, in 30 * B fol. 2 u. 7: habitasse, ut claret, quod castra f'uero ubi iam collegia con- strueta sunt. Nam collegium sancti Ciriaci in Hausen fuit pallacium regia, quod Dagobertus rex in honorem sancti Dionisii et sociorum eius consecrari fecit, modo autem in honorem sancti Ciriaci, de quibus clare patet inf'ra sub Samuele fol. 6 u. 12. Item collegium sancti Pauli castrum fuit ducis Conradi, de quo notatur infra fol.: et ducis Ottonis, de quo habes in legenda sancti Burekhardi, quod in 35 ecclesiam et collegium mutatum est infra fol: ; in quo Iulianus Apostata refertur habitasse, de quo notatur in c. Nam Severus Sulpicius in historia sancti Martini sie. 11. 9. 3. dicit: Interea — ad sanctum Martinum. Vas folgende bis moreretur (Hec Sulpicius) ist ein stark verkürzter Auszug aus der Vita Martini. ** B fol. 2 b u. 7 h : Vcruntamen — illo tempore tentus est, et iste carcer modo sacella habons unum altare in honorem sepedicti sancti Martini consecratum, venientes (!) multi de 40 longinquis regionibus gracia visitandi; habent enim stolam sancti Martini in ea- deni ecelesia. Huius civitatis fit memoria in legenda sanete Genofevo — Cesaris Valentiniani. a ) 1 u. B. hominem. b ) 1 u. 2: eius. c ) 1 Nowhausen. Autisidorensis b Christo consecraverat, tempore Valentiniani Caesaris etiam mentio fit civitatis Vangionum. Sed pro dolor! non longo post tempore* Archadii et Honorii imperatorum, Attila rex Hunnorum, qui se flagellum Dei nominavit, hos nobiles Vangiones cum civitate eorum penitus delevit. Unde gloriosus Hieronymus, tuue temporis adhuc vivens, dicit in epistola ad Agaru- 10 sium 2 sie: innumerabiles et ferocissimae nationes universas Galliaa oecuparunt, quiequid inter Alpes et Pyrenaeum est, quiequid Oceano et Rhcno concluditur, Quaddi, Vandali, Sarmatae, Alani, Gepidae °, Heruli, Saxones, Burgundiones, Ale- manni, et o lugenda d respublica, hostes Pannonii vastaverunt. Etenim Assur venit cum illis 3 . Moguntia quondam illa nobilis eivitas capta atque submersa 1» est et in ecclesia multa milia hominum trueidata; Vangiones longa obsidione penitus deleti; Remorum 0 urbs praepotens, Ambiani, Antrabitae extremique hominum Morini, Tornaci, Nemetes f , id est Spirae, Argentoratus translatae in Ger- maniam; Aquitaniae Novemque populorum, Lugdunensis et Narbonensis provin- ciae praeter paucas urbes depopulatae eunetae 8 sunt: Quas et ipsas foris gla- 20 dms, i n tu S vastat fames. Non possum absque lacrymis Tolosae h facere mentio- nem > quae ut huc' usque non rueret k , Exuperii episcopi merita praestiterunt. Ipse Hispaniae iam iamquo periturae quotidie contremiseunt 1 , recordantes irruptio- nis m Cimbricae", et quiequid alii semel passi sunt, illi semper timore patiuntur. traetcrea taceo, no videar 0 de Dei desperare dementia. 2S Haec de Hieronymo, in quo fortasse prolixior fui quam debui. Sed dum ostendo urbis nostrae et Vangionum totale» excidium, etiam aliarum urbium volo ostendere destruetionem, ne dicam totalem oppressionem q . Ubi ■ . * -B fol. 2 u. 8: Sed tempore Honorii — nominavit, ipsam eivitatem penitus 'leicyit. Unde gloriosus — in epistola sua ad» vel ad Germaniam de mono- :to Kamm mter cetera sie scribit: Quid agam, fraeta navi de mereibus dis., innumora- Jiles — Hoc divus Iheronimus. a ) im Münchner Cod. verstümmelt: A. g. et sanctus Ileronimus "xtra quatuor dootoribus ecelosie adhuc v. in ep. sua ad (von späterer Hand Ageruchiam ergänzt) vel ad Q. 35 . tt ) '•' (Jenovens. '») /: Autisidorens. c ) 1 u. 2: Gripedes. d ) 1 u. 2: l ."",'. ' °) -'•• Khenorum. ') 1: Nemetis. 8) 1: iuneto. h ) f. tales; m\ , ; U " 11 "' ') 1 u. 2: quae adhuc. k ) 2: ruerunt. l ) 1: conimcniiniscunt. ) 1 u. 2: irruptionea. n) j ) 2 u. II: Ambrieo; Ludwig: Africae. °) 1: videatur. ) 1: tollere. 4) 1 „. 2 ; ostensionem. *o ■ . . ' A cta SS. Ian. 1, 139, cap. 12: Summi antistites Martinus et Anianus pro civ 1 f M suarum 'idmirationo vakle laudati sunt, eo quod unus apud Vangionum lbell I 1 l'°stridie inermis pugnae offerendus utriusque exercitus saevitia sedata f- ■ ■ pbtinuit etc. J Hieronymi epistola 123 ad Ayerucldam: Innumerabiles et ocissnnae nationes universas Gallias oecuparunt: qu'idquid inter Alpes et Pyre- 45 '"' llm est, quod Oceano et Rhcno includitur, Quadus, Wandalus, Sarmata, Halani, P-in •'■ Ieruli > Saxones, Burgundiones, Alemanni et, o lugenda res publica, hostes civit° nU ™ ta * nnt Etenim Assur venit cum illis. Moguntiacum nobilis quondam v "< capta atque subversa est, et in ecclesia multa hominum milia trueidata; '"•ngioncs longa obsidione deleti etc. 8 l'salm. 82, 9. »» 8 Chronicon Wormatiense tunc quacso Iudaeorum permansit perfidia? num quid inter fortes Vangiones ipsi superstites rcmanero potuerunt. Frivola ergo est opinio corum, quod vcri Iudaci sint; sed solum reliquiae aliquae sunt pro parte Iudaeorum, ut in mcmoriam mortis Christi inter Ghristianos tantum remaneant. r, * Item dominus Iacobus de Kunigshoffen, vicarius ecclcsiac Argentinensis, in sua cronica Teutonicali dicit 1 : non longe post tempora Abraham patriarchao conditam fuisse Treverim a filio Semiramia reginae Babylonis Trebeta. Qui dum" in Treveri et in circumvicinis locia multum acceptus esset, eoeperunt multi ex diversis locis ad eum confluere et cum eo manere. Unde ipse civitates alias 10 nominatissimas aedificavit**, scilicet Coloniam, Agrippinam, Moguntiam, Worma- tiam, Argentinam, Basileam et villas alias propinquas. Tempore itaque illo b fündatis civitatibus illis, Treverenses tanquam f'undatores et domini tributum ab eis annuum ° exigere eoeperunt. Quod et illi ad tempus solvere non recusa- runt. Elapsis tarnen post hoc aliquot annis, cum iam et civitates praedietae 15 incrementum sumpsissent, non modicam libortatem sibi vindicare voluerunt d et tributum solitum dominis Treverensibus amplius dare noluerunt et obedientiam eis annis triginta et amplius subtraxerunt. Inde quoque" Deo permittente f ac- eidit, ut grando ingens et turbo maximus agros et vineas praedietarum quinque civitatum laederet et comminueret. Ex his homines eivitatum harum commoti so arbitrabantur, so hoc ob suam rebellionem erga civitatem suam suporiorom Treverim 8 sustinere. Et sie convenientes insimul consulucrunt, quid h facto opus esset, concluseruntque, ne talia de cactero paterentur, se velle solvere tributum deineeps dominis suis Treverensibus***. Non solum autem, sed et de praeteritis triginta annis eis suum tribuebant tributum. Quo viso Treverenses diis suis 25 immolabant et gratias de hoc referebant magnas. Permanseruntque sie usque ad Tulii Caesaris tempora, qui Treveri per proditionem 1 capta reliquas eepit consequenter Rheni civitates, quao sie Romanis subicetae usque ad Attilae tempora****, qui cas, ut supra dictum est 2 , evertit, tempore Hioronymi perman- serunt. Sed ut idem Iacobus refert, non tarnen civitates istae adeo munitae 30 quemadmodum modo f'uerunt, unde et cito a furente populo Hunnorum eversae sunt et destruetae *****. Quis autem noslram civitatem Vangionum reaedifi- cavit solotenus eversam, non manifeste scriptum reperi. Dicit namque dominus Iacobus Argentinensis 3 supra dietas civitates Rhcnenses post carum eversioncs ab Attila in rnanus devenissc regum Franciae, sicut in multis in- 35 venimus locis historiarum. Unde et invenimus in Nuhuscn k castrum fuisse * B feil. 1 u. 6: Nam in cronicis Trevororum et Iacobi Konigshofen vicarii ecclesio Argentinensis legitur: Non longe post — sunt et destruete. ** B 1 u. 6: circa Renum edifieavit, scilicet has quinque civitates: Coloniam, Agrippinam, 40 Moguntiam, Argentinam, Basileam et alias villas opida et castralia Wangionum in propinquo circa Treverim. Fundatis igitur civ. etc. *** B fol. 1 u. 6: d. s. Trev. Et sie tributum triginta annorum solvebant ac singulis annis sequentibus dederunt. Quo viso etc. **** B fol. 1 u. 6: u. ad. Attilae et saneti Ihero- nimi t. ***** B fol. l b u. 6 b : destruete sunt, prout lacius ponitur in se- 45 quentibus. a ) 1: quidam. b ) illo fehlt bei l. c ) annuum fehlt bei 1. d) ; ; V o- luerint. °) 1: quod. { ) 1: promittente. a) 1: Treverinum. •') J: quod. ! ) 1: pro perditione; B p. traditionem. k ) 1: Neuhausen. 1 Königslwfen ed. K. Hegel, aap. 6 p. 697 ff. 2 s. o. p. 7. 3 l. c. p. 703. saeculi XV. 9 regum Franciac, et aula regia dicebatur. Similiter et in Wormatia inveni- ffi us pulcherrimum fuisse regum palatium, quod historia Garoli Magni dicit empöre Garoli fuisse igne crematum l . Et ideo videtur, eam esse reaedifi- catam a Franciac regibus propter opimissimos a agros et vincas circa eam. Puto enim ego, quantum descendens et ascendens circa Rheni fluvium vidi, non I a "i esse optimos agros et vineas cum arborum diversarum fructibus, sicut est hie in Wormatia. Similiter et hoc est in piseibus et carnibus. Unde et carnifex 1 ' quidam semel dixit multis: „Si", inquit, „dominus Palatinus cum uobus millibus veniret armatorum ad nos, et solum per medium diem ante scivenmus, Omnibus illis altera die copiam carnium cum aliis eibis et vino 10 optimo ministrare optime vellcmus". In historia queque Francorum regum a Roberto Guaguino 2 ° conscripta sie ratur m prineipio libri tertii: audita legatione Lotharius ea, quae proceres vello w elbgit, impigre complet. Castello, quod proxime diximus, agenti Clothario runechildis impia regina, cum non longe abesset (nam Wormatiac, quae 15 ■ ngionum Caput est, ad ulteriorem Rheni ripam agebat), mandat, finibus regni ustrasiae abeat, quod Sigiberto filio Theodebertus pater reliquisset d etc. acc ° autem Brunechildis vixit anno domini 507 3 . Ex isto post civitatem soi angionum rursum post suam desolationcm rcaedificatam et Wormatiam dietam, antea in historiis hoc nomen non invenitur. 20 fert r>- n 3 u. 8: Post eversionem predietarum civitatum ab Athila, prout re- aliis ^ a -J 8 * ac .°^ us Konigshoven in sua cronica, et ab ipsis reedificatam, ot in ' l( . ■ re P*ntur historiographis. Nam in historia Francorum a Roberto Gangano— Won» ■ 1< l uisset - .Acta sunt circa annos domini 570. Item regium pallacium fuit <> 70 lus li t° 5i C ct 'i. ncatun i. quod tempore Karoli igno concrematum est. Qui Karo- 25 lacio R rex .*Tanoieftlit (!) et regium diadema Worin, suseeperit, tarnen Rome trans- PBDa i;? ani iln l ,c rii a Grecis in ipsum Karolum et in Germanos a Leone tercio ''lcct e? l • onnc *' 8 s 'hi adherentibus populis, quo notatur in c. venerabilem de IjXIII ]' r i* R 0 *' ^ c ^ e- ^ oman i pontificis de iure iurando ca.: Adiianus II. ciam t • i\?- C ' Karolus existens germanus natus in Ingelnheim prope Mogun- ao ventüni Pv! . ..^ omano imperio prediotas civitates. — Et quia provincio ante ad- bantur 'i ^' v i 8e sunt, gentiles ponebant urbes et loca, in quibus suis ute- d'is ot ! U M . et .Pro maioribus appellabant iuribus, prout est tex. in c. urbes LXXX Datris *vi P r07 . ln cie XCIX. dis.: Idcirco beatus Petrus preeepit in eisdem locis poni Intei f I ,nmate « arohiepiscopos episcopos, prout est tex. c. In illis LXXX. dis.: 35 ______4uaa^praefata civitas erat in illa provincia prout supra notatum est. d\ j. ' '■' "Ptutissimos; 2: optimissimog. •>) 1: lanius. c ) 1 u. 2: Gaugrano. ^^Senat^quod subieoto fllfo Thoodebortus pater reliquisset etc. •) /: hie. ^upra T,," Bw '* ar * i Annalen s. u. p. IG, 31. 2 liobert Gaguin (J425—1502), Compendium 40 74n 1 J ancorum gestis 1407 in aedibus divi Maturini Parisiensi* {vgl. Hain, Jiep. ^äonefVV^ der liaslcr BiMMtok &• H - ?*■ «)> mer IJI f° l XIII*: Audita Proxime 1 •" 6a ( J Ue P roceros vol '° intelligit impigre complet. Castello quod niaciao ln l us a gonti Clotario Brunicbildis cum non longe abesset (nam Uuor- finibus i-p U °• a ln S ionum caput est ad ulteriorem Rheni ripam agebat) mandat 45 3 Bruniffiu- Aus . trasiao abeat, quod Sigeberto filio Theodebertus pater reliquisset. (Chlotha \ii* 6JS; übcr *' m AMfcntiiaU in Wurms Fredegar 40: Cumquo tiae resida t ntonnacum accessisset, et Brunichildis cum filiis Theuderici Warma- 10 Chronicon Wormaticnse Caput IV. De cathalogo episcoporum huius civitatis et quod dicitur fuisse archiepiscopatus. *Estque sedes episcopalis in urbo hac. Et aiunt quidam hie fuisse 9 archicpiscopatum 1 , quod a archiepiscopus isto 16 sub se suffraganeos habuit, e quibus Moguntinus primus fuit. Hermannus namque ordinis sanoti Wilhclmi in cronica sua, quam flos b temporis nominavit, dicit de Gregorio papa tertio sie 2 : Eo, inquit, tempore in Wormatia fuit archiepiscopatus, qui nunc in Moguntiam est translatus. Et vocabatur archiepiscopatus ° Vangionum sicut Spira olim Ne- io metum vocabatur. Geroldo igitur archiepiscopo Vangionum in bello occiso suc- cossit ei filius eius naturalis Gervitio, qui propria manu interfectorem oeeidit patris sui dicens hunc versum: Accipe hoc ferrum quo patrem vindico carum. Idcm papa Gregorius tertius d legatum misit, qui comperta veritate, auetoritato 0 15 papae sedem archiepiscopalem de Wormatia transtulit in Moguntiam f . Hoc 8 Hermannus. In Schoenhovia 3 monasterio Cisterciensium circa Heidelbcrgam hacc eadem in antiquo habentur libro: celebrato ibi consilio, ut in alio libro habc- * B. fol. 3 h u. 8b; Fuit autem sedes arehiepiseopalis in hac urbo Wangionum habens sub se 21 episcopos quorum primus in ordine fuit Moguntinus. 20 Quando autem ineeperit aut qui fuere achiepiscopi, non reperitur. Credo quod ex illis devastacionibus sint libri ammissi et eorum memoria ablata sit; licet re- ]>oriuntur aliqua noniina archiepiscoporum, quorum unus vocatur Victor. Amandas: de illo leguntur in historia saneti Servacii, qui habetur in legondarum sanetorum parte cstivali, hoc verba: Servus igitur domini Ytalia iam Alpibusque retro re- 25 lictis Alsacie tandem fines attigit appropinquansque Wormacie, suseipitur magni- fice a beato Amando urbis eiusdem [Münchner Cod. fol. 9] presule, tandem de- duetus a beato Arnolpho Metensi episcopo. Hie autem Servacius claruit tempori- bus Augustini et Ihoronimi. Beroldus, qui etiam fuit episcopus Mogunt. Gerwilio, qui quoquo fuit episcopus Mogunt. et erat 16 annos in episcopatu Moguntincnsi. 727 30 Circa annos domini 727. Hie fuit tempore Heraclii imperatoris et Gregorii tereii. Et illo tempore fuit archiepiscopatus in Wormacia, qui nunc in Mogunciam translatus est. Hec verba roperiuntur in fasciculo temporum verbum de verbo: Ecco Moguntinus — quod erat tibi Guarmaciensis. Nam antea Moguntini episcopi suf- fraganei erant Worm. Hermannus quoque ordinis saneti Wilhelmi — in Worin. 35 transtulit: Hec Hermannus predictus. a ) 2: quod quoque. h ) 1: florem. °) 1: arcliiepiscopus. d) 1 u. 2: trianus. e ) 1: authoritatem. f ) 1: Vormatiam. 8) 1 u. 2: Hie. 1 Ueber den Anspruch Worms auf das Arcluepiscopat s. Rcttberf), Kirchen- peschichte Deutschlands I, 636 f. Die erste Spur davon bei Othlonus, vita Bonifaeii 40 (flesclirieuen um 1062, abgedr. bei MabiUon; Ada SS. III, 2, 28 ff.), p. 52: quae prius alteri subieeta erat; eine Deutung auf Worms bei Gesta Trevir. c. 19 I p. 74 ante huius (Bonifaeii) tempus Maguntini episcopi sutt'raganoi erant Wormatiensium episcoporum. Jene Annahme gin/j dünn in alle Chroniken des Mittelalters über, vgl. z. B. successio opisc. Mog. bei Böhmer, föntet IV, 356. S. auch Schannat I, 637. 45 2 Hermann von Genua, beziehungsweise Martinus Minorita bei Eucard, corpus med. acri I p. 1597. Ueber die Bischöfe'Gerold und Germlio s. Bettberg l. c. I p. 572 f. u. 366. Die Erzählung des flos temp. beruht auf Othlon. vita Bonifaeii. 3 Kloster Schoenau bei Heidelberg. Musculi XV. 11 ur, praesentibus principibus Garlomanno et Pipino duobus Francorum, dictum eivilionom convictum dogradavit et cpiscopalis dignitatis beiieficio privavit, e Bomfacium sanetum in arehiepiscopum a ordinavit*. De hoc sie habentur versus: Ecce Moguntinua almae dat episcopus urbis s Culmen metropolis, quod tibi erat Wormatienais. 'uitque nuper apud nos quidam dicens, sc in loco fuisse, ubi Gcrvilio inter- ectorem patris verbis padficis et in dolo interfeeit, et ibi Signum quoddam erectum in huius facti memoriam perpetuam. Sed mirum hoc videtur, si verum est. Historiam vidi antiquissimam saneti Bonifacii, ubi legitur qua- 10 uor instituisse episcopatus, sed de huiusmodi translatione per eum facta nihil icitur. Item in catalogo episcoporum nostrorum nulla fit mentio Geroldi et orvilionis, sed in catalogo Moguntinae civitatis episcoporum Gcroldus ponitur in ordine et Gervilio deeimus sextus. Item catalogus episcoporum nostrorum in maiori habetur ecclesia. Similiter ad sanetum Paulum. Item ad " sanetum Gyriacum in Nuhusen. Item ad patres Praedicatores. Item in ranckenthal. Item apud nos. Sed in omnibus his nulla fit mentio Geroldi et Gervilionis. Caput V. Incipit calhalogus episcoporum ccclesiac Wormaticnsis. 20 Victor 1 namque primus invenitur episcopus. Sed nihil de co scribitur, quo tempore praefuerit ecclesiae Vangionum vel quot annis. Secundus episco- dem tj cc ^ e ' 3ra to ibi consilio — in archiepiscopum ordinavit weist B. ebenfalls dass testens i m j" C ',"* m GwManiae, auf welchem Kuphralcs von Köln abgeseilt inirdc, spii- 12. Mm o f„ r "'' l J a hr 840 zu Mainz, das zweite, auf welchem das Urtlieil bestätigt wurde, 45 a% 346 * u Köln stattfand. 12 Chronioon Wormaticnse pus fuit Rocholdus 1 , de quo etiam nihil scrihitur a . Tertius fuit in ordinc Amandus 2 , de quo etiam nihil scribitur. Quartus fuit Rupertus* vcl Rober- tus 3 , vir sanctus, de quo pulchra habetur historia. Iste, inquit Hartmannus in cronica sua, ex regia stirpe fuit Francorum ortus. Et tempore Iliklebcrti 5 regia Francorum anno aeeundo rogni eiua Wormatiensem rexit ecelesiam. Et lieet fuit ex regali prosapia Francorum ortua, ut et alia dieit historia, nobilior tarnen erat flde et virtutibua. Erat autem manauetus et castua, simplex et prudens, in laude Dei devotua, plenus Spiritu aaneto, providua in consilio, iuatua in iudicio et a dextria atque a ainiatria virtutum armia munitua, gregi auo forma 10 bene agendi pastor factua, quia quiequid verbis monuit, hoc operum praeroga- tiva confirmavit. Hinc enim frequentibua ae exercebat vigiliia, inde continuatis macerabat inediia; opus suum miaericordia ornabat, quo theaauros auoa disperait, ut se egente pauperes ditescerent b ; qui suum hoc solum esse credidit 0 , quod nudus et inops accepisaet d . Cum igitur fama eiua undique proeul ivisset, 15 inulti nobilcs non solum a vicinis sed etiam ab exteris nationibus ad cius sanetissimam confluxerunt doctrinam; ut vel cius aanetissimo eloquio in tristitia cuiuslibet adversitatis et anxictatis consolationem aeeiperent vel eccleaiaaticao rcligionis 0 ab eo puram veritatem audirent; unde et multi eiua benigna devo- * B fol. 5 und 10: Uuportus. Apostolus Boioarie, Austrie et Stirie nuneupatur. 20 Hie ex regali prosapia tempore Hildcperti regis Francorum etc. folgt ein kurzer Auszug aus dem Leben Ruperts, der mit den Worten: f'ebri det'atigatus oetavo kalen. octobris peractis misaarum solemniis munitua inter modulantium choroa angelorum ad sanetam properavit felicitatem. Extinctis Arrianis iideles in Wormacia memorcs sanetitatia eiua magno parrochiam in honorem eius circa ecelesiam beati Pauli 25 apostoli croxorunt; quo bis combusta esse legitur; tarnen iterum construeta adhuc hodierna luco vigens schliesst. ») 1: am Rande stellt von gleicher Hand: ulii Anwiiiiliim seeundo eloctum In epi- scopum et ab aliis aexto electum esse; alii tertium Carolum füiaao iulsoverunt. b ) 1: pauperua ditesceretur. °) /: qui hoc suum s. esse reddidit. d ) quod — aoee- 30 pisset fehlt hei 1. 8 ) 1: doctrinae. 1 Orotoldus s. Zorn ed. Arnold; Hcttbcrg l. c. 1639. Falk, in Picks Zeitschr. für Westdeutschland II, 249 lullt ihn für den Apostel, der Burgunder. 2 Amandus kommt in der unechten Urkunde K. Dagoberts für Worms 21. Sept. 627 vor ÜB I, 1, 13 ff. Zorn zählt zwei Bischöfe dieses Namens auf p. 20 u. 21 f. und meint, ihm zu Ehren 35 sei die Pfarrei s. Amandus in der Mainzer Vorstadt erbaut worden; allein diese ist vielmehr zu Fhren des h. Amandus, des Apostels Belgiens, f 881, genannt worden. 8 Rupert, Bischof von Worms, Apostel Bayerns, gest. 27. März 718 (?). Vgl. Antliallcr, die Geschichte der Rupertus - Frage und deren Lösung, Salzlmrg 1885, wo die gesammte Litteratur verzeichnet ixt. S. Friedrich in der A. Deutsclicn Biographie 40 XXIX, p. 097 ff. Die Vita primigenia (SS. XI, 1 ff.) erzählt, dass R. im 5. Jahr Childcberts III., also 097, in Worms Bischof war und dann einer Einladung des Herzogs Theodos zur Mission nach Bayern folgte. Reitberg l. c. I, 036 und Blumberger: lieber die Frage, ob der h. Rupert das Apostelamt in Baiern bis an sein Lebensende geführt habe, im Archiv der Wiener Aliud. XVI, 225—238 lassen den Rupert auf sei- 45 nen Sitz in Worms zurückkehren; dagegen AI. Huber: Das Grab des h. Rupert, Archiv der Wiener Akad. XL, 275 ff., Wattenbach, D. GQ. 5 A. I, 116 n. 1. Die spätem Quellen, Acta SS. Bol. Marl. III p. 702 (aus dem XII. Jahrhundert) und Canisius, Act. ant. III, 2, 831 (aus dem XV. Jalwhundert), denen der Kirschgartner Mönch folgt, lassen den Rupert den Wormser Stuhl ganz aufgeben; ihre Angaben liaben gar keinen :>o historischen Werth. Friedrich, Münchner Sitzungsberichte 1883 p. 509 ff. spricht auch der ersten vita jeden historisclien Werth ab, wogegen Wattenbach l. c. I, 116 mit Recht pohmisirt. saeculi XV. 13 ■ o", 0 , 0, la 1 ueis hostis antiqui liberati, viaa perpctuae vitae ingrediebantur. Sed o es, qui plurimi crant in regiono Wormaticnsi, illius sanctitatom non fe- en os, multis eum supliciis affecerunt" et tandem mortuo Hildeberto Francorum ge a Berti)ario impiissimo ducc, qui ecclesias Arriana pravitatc infectus dc- avit, publice virgis laesus est, et sie a sede Wormatiensi cum multis in- 5 Unw P u Wice pulsus b . Non enim digni fuimus habere talem pontificem c um. Sed postea extinetis Arrianis fidcles apud nos memores sanetitatis magnae, parrochiam in honorem eius circa ecclesiam beati Pauli crexe- > quae usque hodie apud nos est. Quis plebanus laudes huius viri et gesta saneta suis poterit praedicare parochianis et 0 aliis civibus? 10 aeo eodem tempore Theodo dux Bavarorum audiens viri beati sanetitatem - mnacula, quao faciebat, desideravit illum videre. Et missis optimatibus suis ml Hf 6Um P 0H * u ' a bat, quatenus regiones Bavarorum visitare dignaretur, ut eis ' i erae credulitatis viam insinuaret. Sanctus vir, ubi hoc audivit, seien« cl > t- eausam ox Divina dispositione procedere, gratias coelesti agebat ir> ' n lao i quod sedontos in tenebris auetorem vitae lesum agnoscere optabant. sacerdotes suoh eum eisdem legatis quasi radios fidei ad dueem ipsum „.' em ' et non longe post 0 ipse secutus est. Quod ubi dux audivit, cum bo ma g no multis stipatus f proceribus eidem oecurrit et in urbem Ratis- co^l'. ^-\ Um ^ auc ^° iUum reeepit. Tum sanctus Rupertus ibidem indieto ieiunio 20 cuUil m y st eriis8 dueem informavit et in fide vera roboravit et idolormn abrenuneiare h fecit, et in nomine sanetae et individuae trinitatis it. Baptisati autem sunt multi nobiles cum eo et populäres laudantes fes -, 111 oe ^ s > 1 u i eos ad 1 admirabile lumen suum voeavit per boatum con- Dp' 1 • SUUm ^ u Pertum k , per cuius 1 verbum irradiata" 1 sunt corda tenebrosa. 2r> lia ri° lUMU dU(iS Tneodoms l' or alveum Danubii ascendendo, villis et castel- i n ( l Uil multos aqua baptismatis regenerando ab ido- 30 mini . - Uri 00nver ^*) °t plures variis languoribus' 1 oppressos in nomine do- tatis '.' Vl " aun *00 namque |digri'ssus| r in quocumque loeo aniplius gentili- nuens» !lr010m fervcrc cognovit, illic intrepidus acecssit destruens idola, dimi- parite „ S1 " acra > commendans ubique domini nostri' Iesu Christi divinitatem, tur pt >, sacram e i ua incarnationem, ut unus idem quod Deus esset credere- u P r o sa'l t °t ante IjUC * fcrum a D eo patre verus Deus genitus, in flno temporum nat on U ^ ana cx virgine Maria verbum Dei verus homo natus, qui illumi- se cunclu ° m ninem venientem in hune mundum. Sed cum iam vir domini ii,],t, uill po^luhil Ionen, v (luc.is et popnli sibi locum ad cpiscopalcm sedem heati P«f»f* • mc( litaretur, secus stagnum Valarii lacus venit, ubi in honorem 40 inde H t princi P' s apostolorum eooleaiam construxit et dedieavit. Exiitque ■—____^ uvav ium fiuvium, ubi olim luvavia t'uit civitas, quae nunc Salzburga 1 u - 2: easum llfeCerU '"" ^ 1: ''• est - °) (,t - fehÜ bei L ^ s " dk ''''"'' r enuii C i are ' j-, °) ' : P ost ' tempore. f ) 1: stipatis. K) 7: miscriis. >') 1: ril| liata. ' n % " M \ fehlt bei 1. k) 2: Kobertum. !) 2: eius. m ) 1: in- 45 S u 'wi))iis L Hbeam. o) j : B upra. P) /: ministrandi. «) 1: liin- mil uiens. J so AA - SS - Marin III p, 700. ») so AA. SS. I. c. 1 u. 2: com- '• •> W den 11 7 i: , mei - ") 2: prout. v) /; postulationis. w) g0 AA. SS. ae « Handschriften fehlend 14 Chronicon Wormatienso uppollatur, quae olim inter barbaras urbs eminebat nobilissima, sod dilapsa et virgultis operta orat, raro incola inliabitanto. Quem locum cernens servus Dei ad cathedralem sodem esse idoneum, quippe inter montana a populari tumultu se- motum, proprietate huius a duco sibi tradita, cum summo studio renovavit, con- 6 struens ibi basilicam, quam in honorem beati Petri apostolorum principis dedica- vit, et clericorum officiis rebusque necessariis munificentia Theodonis dueis magni- fice dotavit. Postea» vnro dclegato sacerdotum officio, omnem ibidem cotidio cursum congruo ordine *> fecit celebrari. Sanctus itaque vir domini cupiens augmentare loca, a praef'ato duco aliquem c fiscum d suum, vocabulo dictum Pidigem inter 10 aurum et argentum cum millonis coinperavit solidis; et sie deincops, Deo auxi- liante, ex traditione regum sive dueum sive fidelium virorum loci res aecrescere coeperunt. Porro his diebus viri quidain probabilos 0 beato viro cum magna ad- miratione narraverunt, quod ipsi in heremo f , quis tunc temporis verbo appellatio- nis caruit, Wongobi' 1 nunc dicitur, coelestia prodigia ardentium lucernarum ter 18 quaterque vidissent et mirifleae xuavitatis odore ibi rcdolere sonsissent; mirantibus autem eunetis qui aderant super talibus prodigiis, sanctus episcopus Domingum' presbyterum suum ad oundem locum misit, praeeipiens, ut veritatem huius rei dili- genter probaret, ponendo in locum illum crucem ligneam; quam idem vir sanctus eua manu benedixit et ibidem destinavit. Domingus vero, cum illic convenisset, 20 statim primo noctis exordio cum viris roligiosis, qui secuin aderant, coclitus emis- xas aspiciebat ciaras lucernas descendere, et totam illam regionem loci instar solaris radii irradiare; et hanc visionem per tres noctes cum suavitate mirifici odoris sibi viderat radiäre. Tunc ipse in eodem loco crucem benedietam erexit k et fabri- cato desuper oratorio ad sanetum ltupertum est regressus, priorem assertionem 1 2. r > certa relatione m confirmans. Sanctus quoque Kupcrtus communicato consilio cum Theodone duce, per semet ipsum eundem heremum adiit, et videns locum humanis habitationibus posse fieri aptum, annosa arbusta exstirpare sylvarumquo condensa in planiticm redigere, ac ecclesiam cum habitaculis servorum Dei aedificare coepit. Non longo post dux Theodo viam universae camis ingressus praece- 30 pit filio suo Theoberto, ut saneto Ruperto ad Christianitatem et ad ecclesiam Saltzburgensem erigendam adiuvaret et sibi obediret. Quod et ille humiliter fecit et multa donaria pro ecclosia in heremo praedicto construeta donavil. Sanctus autem Rupertus post hoc videns Bavaricae dignitatis eulmen iugo Christi se subdidisse, duodeeim ex suis elegit, cum quibus caeteras provincias :ir. varias praedicando circumivit et eas ad fidem Christi convertit. Fecitque alia multa in urbe Salzburgcnsi praeclara; sed quia ea urbem nostram non re- spiciunt, dimittimus, quia in libro illustrium virorum ordinis nostri conscrip- simus, de quo et ipse fuit. Similiter et ipsi fratres ccclcsiae Saltzburgensis adhuc hodierna die canonici sunt reguläres simul comedentes" in loco uno, 40 neque valentes eligere episcopum nisi de conventu suo. Unde et arcliiepi- U95 scopus Salzburgensis anno domini 1495 in conventu prineipum, quem" et Maximilianus Romanorum rex in Wormatia habuit, cum esset ibi et audiret apud nos canonicos esse religiosos reguläres, statim venit ad visitandos p nos a ) 1: Postera. h ) omnem — ordine fehlt in 1. °) 1: alioquin. d ) L: 49 fundum. «) 1: vir q. probus . . . narravit. f ) L: fundo. 8) 1: q u j a . h ) ÄA. SS. I. c. Bongotobi. ') 1: s. episcopus Rupertus coniunetum p. AA. SS. Domriingum. k ) L: evenit. ') 1: relationem. m ) 1: asseverationo. n) 1: concedentes. °) 1: quam. I 1 ) J: visitandum. saoculi XV. 15 e u'ligentissimc nostrura requisivit modum vivendi, non erubescens se canonicum esse regulärem, dixitque se pluries ad nos venturum, quod et fecisset, msi morte praeventus fuisset al . Dixitque sanclum Rupertum collegium suum iMtituisse et in ecclesia illa esse sepultum. Valdeque admirabatur, ubi au- lvit > eum a nobis fuisse expulsum, quod in bistoria sua non habetur 8 . Ubi er go sanetus Rupertus 4-4 annis ecclesiae b praefuit per propbetiae spiritum diein mortis suae adesse didicil. Quod cum fratribus multum moestis indicasset, italem virum sanetum eis praefecit et populum illum Deo commendavit. Cum Ver ° ^s luadragesimalia obaervantiae agerentur, febrium ardore f'atigari coepit e ' m die pasebae celebralis niissarum solemniis, post palernae pietatis admo- mtiones et post extrema charitatis verba fratres confirmantia inter sanetas manus et lacrymantium voces sanetum efflavit spiritum in die pasebae, voces- H e angelorum a quibuadam religioaia viria in coelo audiebantur, qui voce ca- «wra sanetam animam ferebant ad aetemam felicitatem, et sepultus est in ec- es| a lila. Ad quam cum nuper anno domini 1429 c avus prineipis nostri pa atini Ludovicus 3 applicuissel, veniens de terra sancla, caritative ab eis su- ceptus est, et tunc mortuo arebiepiscopo novae' 1 interfuit electioni 4 , admirans" am concorditer a fratribus collegii illius ipsum fuisse electum. Guius Ludo- i peregrinationem ad terram sanetam penes me babeo conscriptain. Bernharius 5 post Rupertum factus episcopus; nescitur quarndiu prae- 1 v el quandol Et sc])ultus est in monte saneti Andreae in suburbio ver- Us lioc "eim cum epitaplüo tali, ubi modo sunt sorores poenitentes c : Ossibus enervis iam sum disiunetus in antro, His precor obnixe versibus exiguis. Te quoque devote fraler ceu ore loquendo Ut quis eram agnoscas, prorsus in orbe manens. Berenbarius praesul fuerat mihi nomen, honorem ___ In regali aula promerui proecrum. Lennox, u/"' 1 5 *• 10: Berenbarius. Hie a Karolo Magno miaaua fuit Bomam ad "'-onoin J i,i,,,„, .......... ,. i ■ ... ,,,,_ /-,,..? n i-i ___ s«. - ......u... :_ 1429 S5 papam cauaa fidei anno domini 80!). Obiit 7 kl. aprilis; sepultus in :io iiinnt,, ,. L i'""' iu,uM,i nuei anno iioinini ou;i. wuiiu i »i. nuruin, ni-|pi ._____wneti Andreo Worm., cuiua epitaphium est ut sequitur Oaaibus etc. a ) 'üxitquo — fui Hset , «) i. ' Ulxlt que -- fuiaset, fehlt bei 1. • novo. o) i; annuncians. b ) 2 u. L: in ecclesia. o) l: 1431). buch u ' )mun(l H- »w* Holneck gest. 3. Juli 1495 in Worm»; s. auch Noltze's Tage- 14 20 mit r- l T ls ° 715 ! wurde 799 nach Rom geschickt, um die An- m «'«, im f Cf t Pa P st Leo HI. zu untersuchen, Vita Leonis III. c. 20, 809 noch- tiintiard A ' Papst über den Streit wegen des sogen, filioque zu verhandeln, 04. Seine Vi Z ' _ 80iK War 8U Tluälnelimer der Synode in Mainz. Mansi XIV, 4:, liegen dieS i? cster Jimma war die Gemahlin Emhards, s. Einhard ep. 3 p. 442; *I*e f 0 }„L/ er ™ ähun 9 Jaff'e's aber Simson, Ludwig d. Fr. 11,160 Ann. 2. ' ! " 1 * n Verse auch bei Zorn p. 23 und in der j. Biscliofschronik. 809 ■JH. Mär:. 16 Chronicon Wormatiense Nunc vero ut cernis stricto inclususquc sepulchro, Quod" plebem regerem hanc ut et 1 ' annumerem. Quippe quater quini et trini sunt plus minus anni, Mutavi hanc lucem carnis ab hospitio. 5 0 frater duodenis aprilisque kalendis, Cum scriptum hoc recitas, dicere ne pigeat: Omnipotens genitor rerum, et rex magnus Olympi, Sanctorum meritis Bernharium socia. Istc floruit tempore Garoh Magni, a quo ipse missus fuit ad curiam 10 Romanam, prout infra dicetur. Erat enim tempore Garoh Magni in curia sua frater Einhardus, ordinis sancti Benedicti in monasterio sancti Bonifacii apud Fuldam, optimis disciplinis instructus, quem rex Garolus propter sapien- tiam suam speciahter dilexit, qui cuncta c opera sua et gesta et proavorum et fihorum suorum usque ad tertiam et quartam pene generationem descrip- 15 sit, incipiens a Pipino duce filio Anchisae ducis, qui praefuit regno Francorum cum regibus Ludovico, Hildeberto atque Dagoberto ab anno domini 714 d usque ad annum domini 838° et ultra 1 . Scripsit autem hoc inter gesta eius iuxta annos domini, quae fecit apud nos et circa nos, prout libellus eius declarat, quem pcnes me habeo. Dimissis autem variis locis, solum quae in ■tat so Wormatia acta sunt, tangamus 2 . Dicit igitur: anno domini 781 f . Tassilo dux Bavariae apud Wonnatiam sacramento et obsidibus suae subiectionis fidem facit rcgi Carolo, et sie honorifice remissus ad sua est a rege. Eo tempore quoque multa aigna apparuerunt, inter quae 8 signum crucis in vestimentis ho- minum frequentissime vi.sum est, sicut modo apud nos factum est in parochia 25 sancti Lamberti* 1 et in alio loco. Sanguis etiam de terra ac de coelo perhi- betur fiuxisse. Hildegarcia regina obiit seeunda calend. niaii 3 . Similiter et Bertha regia Caroli mater, quam in magna habuit apud se reverentia, quarto 182 idua iulii 4 . Anno domini 782' eclipsis solis facta est 15 calend. octobris 7 90 et Garolus orationis causa Romam vadit. Anno domini 790 k Garolus impe- 30 rator a bellorum motibus quietus fuit, quem annum rex apud Wonnatiam tranaegit. Sed et hoc idem Hermannus 5 in cronica sua dicit. Palatium Wormatiense insigni 1 incendio consumptum est anno praedicto 6 , quod stetisse dicitur in loco, tibi modo donius civium est nova circa forum 7 . Quo auclorc a ) 2: qui. b ) ot fehlt hei 1; B hanc et amminere. c ) 1: eunquo. 35 d) ; : 214. «) 1: 338. *) 1: 281. 8) 1: quod. >') 1: Alberti; 2: Lam- barti. ') 1: 283. k ) 1: 2!)0. l ) 1: insignum. 1 Die Fuldaer Anmalen, deren Autor nach einer Bemerkung des Schletlstädter Codex I Fnhart gewesen sein soll, s. Watienhach GQ." I, 214. Sie beginnen mit 714 und schliessen mit 888, folglich lud der Kircfigartner Mönch eine Abschrift der Ann. 40 Fuld. besessen, s. auch X. Küster, die Wormser Anmalen. Leipzig 1887 p. 12 f. 2 Von hier an giebt der MK. einen Auszug aus den Ann. Fuld. SS. 1, H49, 28—357, 30. ' Die Königin Hildegard starb 80. April 783. Ann. Finft. z. J. 783. * Bertha starb 12. Juli 783. ' 5 Hermann von Genua flos temporum = Martinus Minorita ed. Fccard. I. c. I, 1C>0!>. ' Den Brand der Pfalz zu Worms melden 45 die Ann. Finh., Fuld., poeta Saxo SS. II, 246, ann. Mosell.; es war im Dez. 790, s. Böhmer-Mühlbacher Beg. Karol. nr. 29.5. 301 a . ' Die Neue Münze auf dem Markt, an deren Stelle, nachdem sie 1689 abgebrannt war, die DreifaltigkeitsMrclie erbaut wurde. saeculi XV. 17 \\t C ' U1S ' ncent iorit non legitur. Patet tarnen ex his laus civitatis nostrae ormaüensis, quod Garolus lianc invenitur inhabitasse et frequentasse filii et nuae et filü filiorum eius, prout patebit in sequentibus. Anno domini 801 a M ^ p "' n"ae motus factus est vehemens secundo calend. maii b , ut in quibusdam locis es ruerent et montea; et circa Rhenum et in Germania atque Gallia quae- 5 am loca tremuemnt. Anno domini 809° concilium d habitum est de proces- ■ e Spiritus sancti. Quam quaestionem lohannes quidam monachus Hieroso- ymas pnmo commovit; cuius diffiniendae 0 causa Bernharius episcopus Vangio- " •• fi c ^ a ' mll 'tus abbas Corbey monasterii, Romam ad Leonem papam missi sunt . Ex quibus patet Bernharium episcopum nostrum doctissimum virum io u 'sse et fortasse etiam tunc concilium d in Wonnatia habuisse, licet hoc a 'ictor iste non dicat, sed supra dictum est. Anno domini 810 maxima fuit "'» or alitas boum, ut pene nullus exercitui Caroli multum magno superesset; 1'»n omncs usque ad unum interirent. Et non solum in uno loco sed etiam mnes imperio subiectas provincias illius generis animalium mortalitas im- 11 i'iiiiussime grassata est«. Anno domini 812 post meridiem solis eclipsis fuit. *' 3 unter et 17 anno post mortem imperatoris Caroli facta est eclipsis solis oiiis fcbruarii. Et eadem nocte Stella cometes' 1 gladio similis visa est, si- t.fttr. '»'Iiter 18 anno eclipsis fuit solis 8 idus iulii. *• •'««• Anno domini 820 tempore Ludovici Pii imperatoris propter nimietatem plu- 20 S20 • m aer corruptus et k hominum et boum pestilentia longe lateque ita grassata > vix ulla pars regni Francorum ab hac peste immunis posset invoniri. Fruges tue vol colligi non poterant vel collectae putruorunt 1 . Vinum etiam propter ca ovis mopiam acerbum et insuave crcscebat ad potandum. Anno domini 821 *« arius filius Ludovici Pii imperator uxorem duxit, et apud Wormaciam hie- 25 mayit cum magna gloria 2 . Pater Caroli Magni rex Pipinus anno domini 704 1«* b' ur in Wonnatia habuisse placitum suum contra Tassilonem tractandum, ou in antiquissimo reperi libro. Ergo idem etiam videtur in nostra habi- civitate. Carolus vero filius eius anno domini 770 synodum in Wor- HO acia habuit. Et iterum anno domini 7 72 synodum in Wormatia 1 " habuit. 3ü 773 post prima vice contra Saxones expeditionem facicns Eresbnrg" castrum f-epit. Anno domini 780 3 venit rex Carolus ad Wormatiam venitque ibi ad 'so nassuo dux renovans sacramenta et dans sibi duodecim obaides electos, inia ohservaret, quicquid regi iureiurando promiserat. Sed non diu prae- monastp- A"M •*'*?•' ^ em Berenharius missus est cum Adalharo abbate Corbeye M l '" l'ii'Of Ul • n j nnt Ji causam et quostionom habitas per consilium ibidem habitum tanus nin S > ne P'*** 118 san eti, quam quostionom lohannes monachus Ihcroaolami- den A™ 1 'i nno u * sum 'a 809. Es folgen dann kurze Auszüge aus Nanclerns und ■^.nnaies Fultknses. folqcndJn v ,,' b ) *'• tarn vehonions ut. c ) 1: 709 und, so immer in den 4U 8 ) *: sunt m d) 3: c " llsil »"n- °) 1: iliffmiondi. f) 7: imporii. tont, ' 1: 0 " m «>ta. i) 1: aero. k ) ot fehlt bei 2. ') 1: pntravo- —.J_____J > m W. fehlt bei 1. ») ;.- Bresbrook. liiihiner 71/7/1 ^ en 8treü wegen Einschaltung des Filioque in das Symbohim vgl. Annahs 1 ■ nr - 4:iSa - ' Von fner an folgt der Kirsehgartner Mönch dm a 3 7Ro ,w« • ,M ? s ;' fßwscs 88. I, 144, 10 his «W, I'J, mit Auslassmiticn und Zusätzen. nrthu mhcli; es muss 781 heissen. w ' m "snr Chronik«, 2 18 Chronicon Wormaticnae latus dux promiaaiones, quas sil)i fecerat, conservavit; de hoc supra dictum est. 7S3 Anno domini 783 gloriosus rex Carolus aociavit aibi in matrimonium dominam Faatradanam reginam. Et hoc fecit in Worrnatia cum magna gloria prout 7«« tantum decuit" regem. Anno domini 78G iterum rex Carolus synoduin r, habuit in Worrnatia, ad quam principes sui missi ad Britones debellandos victores revertentes capitaneos illorum captos domino regi praesentarunt. De- hinc synodo dissoluta videns se pacem hie habere ad limina beati Petri ire 'S9 disposuit, et natale domini in Florentia celebravit 1 . Anno domini 789 rex Carolus vir gloriosus in omnibus operibus suis, qui Christianitatcm verbis w et factis, consiliis et auxiliis, praeliis et gladiis totis viribus augmentare curavit, nullis in hoc parcens expensis vel etiam fatigiis proprii corporis, iterum cum suis prineipibus temporalibus et spiritualibus conventum habuit in Worrnatia' 2 , quia pacem tunc habuit, transiitque annus ille sine hoste et praelio. Specialis urbis nostrae gloria, quod tantus prineeps, tot provinciarum dominus, totiens » apud nos conventum et synodum habuit; quid autem tractaverit b , scriptor brevitatis causa pertransit. Et haec specialis urbis nostrae gloria fuit, quia in frugibus, piseibus et carnibus atque vino optimo habundantissima, prout s-J3 supra dictum est 3 . Anno domini 823 prodigia quaedam extitiaae narrantur. Et fuit terrae motus magnus. Similiter et puella quaedam 12 annorum ab omni so eibo per decem menaea abatinuit. Fulgura multa fuerunt, per quae 0 mulla consumpta sunt. Similiter et grandines ceciderunt, inter quas lapidea ingentis ponderis deeidere visi aunt' 1 , per quos domua ceciderunt, hominea interfecti sunt et animalia. Et demum secuta eat ingena peatilentia atque hominum S24 mortalitaa magna. Anno domini 824 hiems valde aapera fuit et longa, quae 25 non aolum animalia aed etiam hominea quoadam immanitate frigoria extinxit. H2'j Anno domini 829 imperator Ludovicus generalem conventum menae auguati Worrnatia« habuit cum omnibus prineipibus 4 . Et ibi videntur multa fuisse in- stituta pro statu Christianitatis, licet historiographus Einhardus supra dictus hoc brevitatis causa non tangat. Unde et quidam arbitrato, illa ibi esse in- 30 stituta, quorum memoria in Decretis habetur in diversis locis. Infra synodus habetur, unde dist. 50 dicitur ex concilio Wormatiensi: Saepe contigit, dum quia 8 operi neceaaario inaistena arborem ineideret , ut aliquia aubtua 8 ipaam veniens deprimatur' 1 , et ideirco ai voluntate vel negligentia ineidentia arborem factum eat, ut homieida poenitentiae debet omnino submitti'. Quodai non ex 35 voto aed ex ineuria illiua mortuua eat, non haec cum sententia k contingit. Si enim dum ille operi neceaaario fortaasis ineumberet, iate inaperatua oecurrena 1 a) 1: doeuit. b ) 1: traetaverunt. c ) 1: quem. d) Similiter — sunt ist bei 1 ausr/elassen. e ) 1: dominium qui. _ f) 1: incederet. (?) l: mibtitiis. •>) 1: doponatur. ') 1: factum e. homieidium animo poenitentiae d. s.; 2: f. e. homici- 40 dium omnino p. d. s. k ) 1: o>im aentontia contemnit. 1) ] n. 2: et isto in- separatus oecurroret. 1 Sävr freie. Benutzung der Ann. Lauriwcnsefi ad a. 786 SS. IL 168. 2 Die Beichsvcrsammlung fand 787, nicht 789 in Worms statt; im letzteren Jahre feierte Karl die Weihnachten in Worms und blieb Ins Juni 7'JO daselbst; s. Böhmer-Miihlbachcr. 45 s S. o. p. 9, 4—11. Das folgende ist wiederum den Ann. Fuldens. entnommen. * August 8'29 fand eine grosse wichtigt Beichsversammlung in Worms statt, vgl. Böhmer-Mühlbacher 886, c '— 842. saeculi XV. 19 re e * au b ipsa opprossus est, incisor arboris non tenetur pro homi- naec ibi glossa: Fortunae cnim casus nullo hominum consilio provideri saunt. Item causa secunda quaestione tertia a ex concilio Wormatiensi 2 : I contingit, ut in monasteriis 1 ' monachorum f'urta perpetrentur. Idciroo sta- s, ut quando ipsi fratres de talibus se expurgaro debent, missa ab abbato '■> • ur vel ab aliquo ex praesentibus fratribus, et sie expleta missa omnes com- ^unicent in haee verbat corpus domini sit tibi hodie ad probationem. Sed hoc est gatum seeundum apparatum [1 , quia suspectis non est danda eucharistia, ut infra nsc - * a tribus. Sequitur in eadem causa': Intcrrogatum est, si duo de adulterio in- 1 a 1 tuennt, et unus profitetui-, et alter negat, quid inde agendum sit. Decretum 10 si io saneto, ut ille, qui nogaverit, probabili se iudicio expurget, et qui professus 1 . dignam poenitentiam agat. Ibidem sequitur 4 : Statuit quoque saneta synodus, ut' H e . a(lulte " 0 iccusati f'uerint, et ambo negaverint, et orant sibi concedi, an l' 6r . um «trosque 0 iudicio purget divino, si f unus in hoc ceciderit, vel ) m . ean * ur> Glossa; hie non agitur criminaliter, sed ad poenitentiam 15 . tori aoparationem. Ibidem sequitur 5 : Si episcopo aut presbytero ali- ' mm imputatum fuerit, pro singulis missam celebrare debet et com- fec •tu ' • 8 ingulis sibi imputatis innocentem se ostendere. Quodsi non > 9,uinquennio a liminibus ecclesiae extraneus habeatur. Glossa: quae Purgahone deficit. Item causa 16, quaestione 1 6 : Quicunque voluerit in 20 rit ? r ° pn f tate ecclesiam aedificare et consensum et voluntatem episcopi habue- eui cmus parrochia est, licitum sit. Veruntamen omnino providendum est oun a ^ ae ecc ^ es ' ae antiquiores propter novam suam iustitiam aut de- ■ non perdant, sed semper ad antiquiores ecclesias persolvantur 7 . Deci- caim 2^ m bapti . smalibus ecclesiis persolvendas Leo papa IV affirmabat. Item 25 teffi 1' ( ' ,,aes ^ lone 8 8 : Sancitum est, ut unieuique ecclesiae unus mansus in- frur, t S ^ Ue U ^° serv '^° tribuatur. Glossa: mansus appcllatur unde pereipitur eccl i Um v ' num ad eucharistiam consecrandam vel mansum appellat dotem ti ' v ' f * Ula * a '* 8 debet esse, ut ecclesiae possit inde sufficere et susten- ot Jvü Ue aervitio et non debet dari ei possessio onerosa. Sequitur in textu: 30 bus fil r 6n ln °* S cona ^uti, non de deeimis, non de domibus'< neque de oblationi- s crint lm ' nec ' ue ( ^ e atriis, neque de hortis iuxta ecelesiam positis, neque de prae- pl ius ? manao aliquod servitium faciant praeter ecclcsiasticum. Etsi aliquid» am- c luod ] aj " ennt ' in de maioribus suis servitium impendant 9 . Hinc datur intellegi k , e cclesv lS '' (1Ua ° ™P e " a '' beneficio vel a quibuslibet pro beneficio sepulturae 35 a quib rT* ' n "l'i us iu", nisi episcopi teneatur" 1 astrieta. De his vero, quae __ ___ l emerit vel vivorum donationibus aeeeperit, prineipibus consueta de- oommuiiicorit qU °- m v* terÜa ' 2: 1 uao tortia et. >>) i u. 2: monastorio. c ) 1 u. 2: "troquo ""■ " l »ae vigilia. d ) 7: seeundum nbbat.um consonsuni. °) 1 u. 2: VUO. k? , n , 80 si - R ) ] u - 2: notil'ecerit. '■) 2: constituendi. ') 2: ali- 40 1 1: IIuic datur iuri. 1) u possidontis. m ) 1 u, 2: tonoantur. c - 21. | c °™™,"> Wormaciensi anno 868 c. 50 D. L. = Burclmrdi decr. liber VI '*■ XI ß 6 concilio Worm. anno 868 c. 23 C. II quaest. 6 = Burchardi decr. ßureft 'decr tp^ x ^deff^stadiensi^ concilio anno 1122 c. 24 C. II quaest. 5 = Waestl V~"n 1 wk ' * c - 25, ' In concüio "Worm. anno 868 c. 26 C. II 45 Rctäeä er r iSwr< j ,lardl dec. Mb. 11, 199. • Angeblich ex concilio Worm., in Wwlc- «• 7. " ^ « ««r. a. 804 c. 44, Caurn XVf, quaest. 1 ■= Burch. decr. lib. III, ladest. VIT! ~ l ol 9 ende «*• Gratüm. 8 Ex concilio Worm. c. 25 0. XXIII 1 — Burcli. decr. lib. III. c. 52. ' Das folgende aus Oratian. 2* 20 Chronicon Wormatiense bet a obsequia, ut et b annua eius solvat tributa, et convoeato exercitu cum eis proficiscatur ad castra. Quocl tarnen hoc ipsum non sine consensu llomani ponti- ficis fieri debet. Haec ibi. Item causa 2!) quaesüone 2 ': Si quin ingenuus homo uxorem ancillam alterius acceperit et existimat, quod ingenua Hit, si ipsa 5 tbemina fuerit postea in Servitute detecta, si eam a Servitute redimere poterit, faciat: si non potest, si voluerit, aliam accipiat. Si autem ancillam eam scierat et collaudaverat, prout legitimam eam habeat. Similiter et mulier 0 ingenua de servo alterius facere debet. Videatur glossa ibi. Item ibidem sequitur 2 : Si fbemina ingenua acceperit servum sciens, quod servus esset, habeat eum, quia 10 omnes unum patrem nos habemus in coelis. Una lex erit viro et foeminae. Item causa 30 quaesüone 1 3 : Si quis filiastrum vel flliastram suam ante epi- scopum tenuerit ad confirmationem, separetur ab uxore sua, et nunquam aliam accipiat; similiter et mulier. Item causa 34 quaestione 1 *: Si quis necessitate inevitabili cogente in alium ducatum seu provinciam fugerit, et eius uxor, cum U valet et potest, amore parentum et rerum suarum eum sequi noluerit, ipsa omni tempore, quamdiu vir vivit, quem consecuta non fuerit, semper innupta per- maneat. Videatur apparatus ibi de hoc. Item causa 35 quaestione 3 5 : Si quis cum matre et filia fornicatus fuerit, ignorante matre de filia, et filia de matre, ille nunquam accipiat uxorem; illae vero, si voluerint, aeeipiant maritos. 20 Si autem seiverint hoc ipsae, absque maritis perpetuo maneant. Ibidem sequi- tur ü : Si homo fornicatus fuerit cum muliere, et frater eius nesciena eandem duxerit uxorem, frater, eo quod fratri crimen celavit, Septem annos poeniteat et post poenitentiam nubat; mulier autem usque ad mortem poeniteat et sine spe coniugii maneat. Item postea in eadem causa et quaestione 7 : In copu- *' latione fidelium generationis numerum non difflnimus, sed statuimus, ut nulli liceat Christiano de propria consanguinitate seu cognatione aeeipere uxorem, usque dum generatio recordatur aut cognoscitur aut in memoria retinetur. Item de consecrationc dissertatio tertia 8 : Presbyter eucharistiam semper habet paratam, ut, quando quis infirmatus fuerit, statim eum communicet; ne sine aoeommunione moriatur. Haec de consiliis vel consilio Wormatie servato dieta sufficiant, quac in Decretis semper habentur. #34 Anno autem domini 834 ° Ludovicus imperator dictus Pius in initio qua- dragesimae Wormatiae venit, et ibi uxore d reeepta atque exercitu congregato, contra iilios suos ad se venire volentes in Alsatiam profectus est, atque ibi a 84 suis desertus ac perditus in potestatem filiorum redactus est. Anno domini 838 838° quinto 10 calend. februarii vespere f terrae motus apud Wormatiam et ■jä.Sfpi. in Spira factus est; in festo sanetorum Mauritii et sociorum eius magna nix 40 a) 1 u. 2: debetur. b ) et fehlt in 1 u. 2. u ) 2: inter. '') ] : uxorom. °) 1: 839. f ) 1: veaperi. 1 Ex concil. apud Vermeriam anno T5fi c. 4 G. XXIX qmiext. 2 — Barch, decr. Ob. IX c. 2ß, r»>ünstcr auch bei R fol. 5 b u. ll h , wo es Newon- gressit '' j^" 1 " 6, h ) 9: Hrigantinum. 0) j : offenderent. a ) 1: con- ____ ) 2: "oote. f) 2: Borcliardi. 8) 2: alia. >') 2: gartha. 2 Das fofo 7 ° ~ hebdomada« fehlt in allen anderen Handschriften der Ann. Fahl, t» zun» Autor! 1 stammt Hm '^ cm zweiten 'Ilieil der Atmdien, die den Rudolf von Fulda •Juli i n ur , CM - ' '»'. April war Ludwig der Fromme am Rodensee, 30. Mai bis Zorn p 2H tmS ' * Uebci- das Kloster Nonnenmunstcr s. UR. I, 35. s s. auch r ochter «V, v • " £ meM 0 Anno domini 850 gravissima fames Gcrmaniae populos oppressit, maxime circa Khenum habitantes. Nam unus modius de i'rumento vendebatur decem 30 siclis™ argenti. Rabanus autem archiepiscopus Moguntinus ibi suarrr saneti- tatem et virtutem tunc circa pauperes ostendit. Eratque videre miseriam. Mulier autem" quaedam inedia pene 0 consumpta cum puero parvulo p veniebat et inter caetcros refocillari q desideravit; sed priusquam r limen portae tran- scenderet, prao 8 nimia imbecillitate corruens spiritum exhalavit*; puer vero mamil- 35 lam matris mortuae quasi viventis de sinu protrahens et sugerc« tentans, multos ti5 intuentes gemerc ac flere coegit. Anno domini 855 terrae motus plurimi fucrunt. Aeris insolita commotio turbinibus ac tempestatibus plagisque gran- a ) 1: atris. b ) 1 u. 2: unum. °) mirum. d) j. n U H am . o) |. in hystoriis. f ) hie fehlt in 1. B) 1: dura. >>) et fehlt in 2. *) 1: per- 40 ditione. k ) 1: propria. •) 2: primores. m ) 1: u. m. frumenti vend. 10 soclis vgl. Ann. Fuld. ") autem fehlt in 2. ü ) 1: pane. P) 2: primulo. in den Urkunden Fulcoicus, Folcwicus etc. genannt, Abt von o, flSrJJgi Trad - Wiz - #U—825, kommt als Bischof von Worms zum ersten mal Frml f 26 Und zum letllt en mal 17. Nov. 830 vor, s. ÜB. I, 8—11. 2 Krembert, « doch '?*■; i c . ir d in den Urkunden vom JaJirc 764 bis 7i>8 erwähnt, s. ÜB. 1, p. 2—5, den T W ' die Urkunde nr. 11 nichts, da der Inlmlt grösstenteils gefälscht ist. Nach MMnib nt SS - JI > " i23 "tirbt er im Jahre 7 SS>,J ff-i *• über ihn A - Dusche Biogr. XXX, 326. Ueber /{,:;' l °destag gehen die Angaben auseinander. Das Kai. Necrol. Lauresh. bei und mV™?® UI > m nennt ™n 7. Kein: (Vll id. febr.), womit die Bischofschronik 4SI „„ ; ^einstimmen. Das Kai. Necr. Knld. SS. XIII, 166 = Böhmer, fontes IV, 51 nennt *» 6. Kehr. (VIII id. febr.). II 24 Chronieon Wormaticnsc in aliis villis tribus'. Istc autctn Samuel fuit primus abbas in Laurissa et 838 fuit ordinatus in cpiscopum Wormatienscm anno domini 838 tempore Ludo- viei Pii imperatoris. Scd obiit, ut in historia supra taeta a dicitur, anno do- * w mini 855 et sie praefuit quasi deeem et octo annis. Anno vero nono ordi- 5 nationis suae ipsc consecravit aulam imperatoris in Nuhuscn, quae prius fuit aula Dagobcrti regis Franeorum, in honorem salvatoris nostri domini Iesu Christi et sanetae Marie genitricis Dci neenon saneti Cyriaci martyris atque omnium sanetorum. Sed prius erat basiliea consecrata et fundata in honorem saneti Dyonisii martyris a rege Franeorum Dagoberto 2 . Mortuus vero et b 1373 io sepultus est in Laurissa ad tempus. Sed anno domini 1273 translatus fuit ad ecelesiam Nuhusensem et ibidem in tumba plumbea reeonditus ante altare 147 J sanetae erucis. Unde et nuper anno domini 1471) sceunda die ante festum t. Srpt. . ... nativitatis Mariac glonosae virgims Dci gemtrieis inventa sunt ossa illius in ecclesia Nuhuscnsi in tumba plumbea. Unde invenitur 0 hoc sie scriptum: 15 Cum Sathanae d ecelesiam excussit filius istam, Alma renudantur 0 Samuelis et ossa levantur f , Hie colitur digne, quia mansit inustuss in igno 3 . Epitaphium episcopi Samuelis praedicti: Hn.cc loca fundavit Samuel gratumque paravit so Ipsc' 1 gregem Christo 1 , tuniulo qui clauditur isto 4 . Mortuo k Samuele episcopo et sepulto Guntzo* 5 episeopus Vangionum efficitur 1 tempore Ludoviei regis, qui in Orientali Francia praefuit, qui lilius erat Ludoviei Pii imperatoris. Scd quamdiu praefuerit vel quid fecerit, non invenitur exaratum. 2s Anno domini 857 Ludovicus rex orientalis Franeiac, hoc est huius terrae nostrac, qui lilius fuit Ludoviei Pii imperatoris, venit tempore quadragc- simae ad Wormatiam, Vangionum eivitatem, et ibi plaeitum habuit" 10 . Anno domini 858 terrae motus factus est magnus per regioncs et civitates diversag. 838 ______________ 831 * B fol. 7 und 13 Guntzo. Hie Guntzo habuit sedem Worin, sub Ludovico III 30 rege filio Lothavii anno regni sui 18, in orientali Francia et Nicoiao 1 papa circa. 864. Obiit 14 kalen. (Münchner (Jod. 13 kal.) decembris. Hec in antiquo libello in Franckental. Es folgen dann Citate aus den Decreten, die Notiz vom Dombrand 872 und ein selir verworrener Auszug aus der Urkunde nr. 24** im Uli. II p. 715. a ) 1: traetata. b ) ot fehlt m 1. c ) 2: unde do h. s. s. nionoiit. A ) In. 2: 35 Tum Satan. °) 1 u. 2: venundantur. f ) 1- levatis. K) 1 u. 2: hinlns. h ) 1: ipso. ') Christo fehlt bei 1. k ) 1: Mortuo atque. •) 1: conficitur. m ) Anno domini — plaeitum habuit fehlt bei 1. 1 Biese angeblich dem König Ludwig d. D. zugeschriebene Urkunde (in der üischofsclwwiik datirt 847, anno rogni sui 8, id. oet., ind. 11, acta s. h. in Nu- 40 husa vgl. Zorn 28) ist nicht melir vorhanden. 2 Ueber Ncuhauscn s. E. Wörner, Kunstdenkmäler im Grosslicrzogtum Hessen, Kreis Worms. Darmskull 1887 p. U)2 (f. Die erste Urkunde für N. ist von Ludwig d. D. ausgestellt 8. Juli 867. Böhmer- Mühlbacher nr. 1422. a Diese Verse auch bei Schanruxt 1, 317 und in der Iiiselwfs- chronik. * Diese Verse auch in der Bisclwfschronik, bei Zorn p. 28, Schannat 45 l. c. 5 Gunzo (Ann. Necr. Fuld. Gundolah) kommt in Urkunden vom Jahre 858 und 872 (?) vor ÜB. II, 715 nr. 24* und 24**; war 29. April 858 Königsljotc, s. Böhmer-MühlbacJier 1393; gest. 18. Not). 872, s. Bisclwfschronik; Ann. Xant. (SS. III, 235 Guntio); Arm. necrol. Fuld. (SS. XIII, 183) 875, Zorn p. 30, Schannat I, 318. * März 857 war eine Reiclisversanmlung in Worms, saeculi XV. 25 eninc legati solennes» ex oeeidente venientes petiverunt a Ludovieo, nt populo in angustia, posito subveniret, quod nisi ecleriter fieret et parte eius I uberationia privarentur b , a paganis cum periculo Christianitatis quaerere teberent subvcntioneni. Quod audiens vir benignus" et iuxta cxcmplum 1 r 'S sui pius satis de consilio sapientum venit ad eivitatem Vangionum in • menae a "gusto et ibi collecto exercitu in Galliam profectus est, 1 . Utique laus Uro» nostrae est, quod totiens a Garolo Magno et filiis eius et, liliorum liliis visitata et inhabitata est. Quod utique non i'uisset, si non civitas solennis extitisset et famosa multum. Anno domini 859 Ludovicus rex quasi inchoante veris d tempore de 10 «9 aüiis rediens, Wormatiam venit, ubi i'rcqucntes nuneios fratris sui et nepo- tu'n audivit 2 . Annno domini 860 hybernum tempus asperum nimis et solito 0 prolixius *«« . "'ugibusque et arboribus pernoxium nimis. Nix quoque sanguinolenta in Plensq.10 locis cecidisse reperta est. 15 Anno domini 866 3 Ludovicus filius buius Ludovici graviter ferens, quod *8« ra n suo Carolomanno quaedam beneficia praestitisset, sibi subtrahens, eontra Patrcm dimicarc proponit. Sed tandem Ludberto epiecopo Moguntinensi quo paou amatoribus mense novembri apud Wormatiam patri suo reconcia- ■Wo». liatur. 20 Anno domini 867 terrae niotus per plurima loca factus est septimo idus J s l. octobris'. Anno domini 868 synodus apud Wormatiam mense maio habita est prae- *** e Ludovieo rege, ubi episcopi nonnulla capitulaK de utilitate ecclesiastica con- onbentes Graecorum h ineptiis congrua dederunt testimonia*. Sed de bis eapi- 25 . j? allf iua ponuntur in Decretis, quac superiori folio posui 4 . Eodem anno ,l C011K -tcs per aliquot noetes apparuit. Fontes quoque et flumina propter ni- 1 unbrinra abundantiam crescendo intumuerunt et k per diversa loca in frugibus uincus daninum fecerunt non modicum. Hanc plagam etiam fames maxima ingenti pernicie genoris humani per totam Uermaniam et Galliam secuta est. 30 Vnno domini 870 Ludovicus rex dies litaniarum et pentecostes prope «70 ormatiam celebravit 5 . lnde quoque a Carolo fratre invitatus ad colloquium, occidentem profectus est. I'rodigia multa bis diebus visu, sunt per aliquot Aer totus rubore quasi sanguine perfusus enituit. Item nubes varii s Per tres continuas noetes ab aquilone ascendebant. Aliae ab Oriente et .15 1 1 ' act l uc veniebant, spicula ignea invicem sine intermissione mittentes, ique in summitatc coeli coeuntes, et se quasi exercitus in praclio con- _____^ es , non modicum timorem simul et admirationem cernentibus ingere- !• n ' S(, leimes fehlt bei 1. b ) et parte — privarentur int von L. ausgelassen. s "litiiin are " tU f °) 2: vir Ludovicus b. <') veris fehlt bei I. e ) 1: et preter 40 i) y j " „ ) sl »"o d. — oct. fehlt bei 1. «) l: capitalia. >') 1 u. 2; ergo eorunl. "onftmd 1 : ecii< |erunt responsa. k ) 1: ut. ') 1: oeeidente. m ) et se — ^^^tientes Jehlt in 1. Marsch jf" 1 ^ wurde das Heer zusammengezogen und, Mitte August zum Ein- benuft Uri) (ratiien aufgebrochen. » In Wm'-rns im März. * Von hier an 45 *» Beut 1 dritten Theil der Fulder Annalm SS. 1 p. 37t» ff. 4 Ludwig die sSi, war mn M-—96. Mai in Worms; die Synode fand am 16. Mai statt; "ynoaatbeschlüsse bei Mansi XV, 867. " In Bilrstadt KA. Bensimm. 26 Chronicon Wonnatiense bant. Omncs tarnen rogabant dominum", monstra in bonum convcrti. Nonnulli etitim in pago Wormatiensi mesaem colligentea, proptcr aolis calorcm solito graviorem oxtincti referuntur. Plurimi quoquc in tthcni flumino sultbcati porierunt h . 10. Aug. Mulier quaodam in l'eativitate aaneti Laurentii caeteris ad ccclesiani proporantibus t panes coxit venales, quae a vicinis suis adiuonita, ut tuntau diei honorem tribueret, noluit omittcre c , quin opus coeptum quaestus causa exploret. Sed cum revcren- tiac a sanctorum praeposuisset hierum terrenum 0 , et ex eadem massa f'arinae, qua de prius f nitidos f'ecerat g panes, postea fonnatos misisset in fornacem, subito eosdem atramento reperit nigriores. Igitur confusa f'oris eoneurrit, et peecatum, 10 quod eommisit in transgressione tantae t'estivitatis, et damnum, quod de inteiitu panum perpessa est, palam omnibus, qui aderant, indieavit 1 '. l'estilentia quoquc boum' immanissime grassando multis irreeuperabile damnum intulit. Anno domini 872 omne tempus aestivum grandinibus variisque tenipe- tastibus pernoxium extitit. Nam grando per plurima loca i'ruges devastavit k . n Horrida ctiam tonitrua et fulmina 1 pone cottidie mortalibus interitum minabantur, quorum ictibus praevalidis hoininea et iumenta in diversis locis exanimata et in cinerem redaeta narrantur. Domus sancti Petri in Wormatia igne coolesti con- sumpta est, et muri penitua eversi sunt et destrueti. * 73 Sequenti anno rex Ludovicus exaetis diebus 15 in Franckenf'ort 1 trana- 20 iena prope Womiatiam in villam Bierstat m , placitum habuit et filios auoa ad audiendum" causas singulorum eonstituit, et omnibus terminatis unusquisque cum gaudio ad propria rediit. Eodem anno facta est fames valida per universam Germanium et ltaliam, et multi inedia conaumpti sunt. Tempore novarum t'rugum novi generia plaga et 25 prima in gente Francorum visa Germanicum populum non medioeritor afflixit 3 . Nam vermes, quasi locustae, quatuor pennis volantes et sex pedes habentes ab Oriente venerunt, et universam superficiem terrae instar nivia operuerunt, euneta, quae in agris et pratia erant viridia 0 , devastantes. Erant autem ore lato et extenso inteatino, duosque habebant dentea duriores lapide, quibus tenacissimos arbo- •io rum cortices corraderc valebant. Longitudo et craasitudo illorumi 1 quasi pollex viri. Tantaeque erant multitudinia, ut una hora diei centum iugora frugum prope Moguntiam consurneront. Quandoi autem volabant, ita totum aerem per unius milliarii apatium volabant, ut aplendor intra poaitus r vix appareret; quorum non- nulli» in diversis' locis occisi 8 , spicaa integras" cum granis et aristis in sc habuisse 35 repcrti v sunt. Quibusdam vero ad oeeidentem profectis" supervenerunt aliao, et per duoruni mensium curricula pene cottidie suo volatu horribile cernentibus prae- buere speetaculum*. Post hoc x pcstilcntia et fames per universam Galliam a ) 1: quod in. i. b. conv. velit. b ) 1: propter s. c. extinetoa referunt quoque quod plurimi in K. fl. a. perierint. °) 1: quae h. noluerit o. d ) 1: re- *o verentia. °) 1: lucravit Hhenum. f ) 1: de qua plua. 8) J; faciebat. h ) 1: indicat. j ) 1: Bova q. peatilentia. k ) 1: per pluvialia 1. f. devastat. 1) 1: flumina. m ) 1: Büratatt. ") 1: audiendas. °) 1: virida. i>) 1: earum. l) so 1 iibereinatimitiend mit, den Ann. l\ild.; 2: cum. r ) 1: penitus; in den Ann. Fuld. fieiset es SS. 1, 386: ut «plondor solis in terra positis vix a. ") j. nünnu |l a0 « — occisae. ') 1: in dies. u ) 1: ingentea. v ) 1: repertae. w) 1: profecti. x ) 1: haec. 1 Ludwig d. D. war vom Dez. 872 bis April in Frankfurt. Die Beichsver- sammlunri in Bürstadt fand im April statt. % Am Bande der 11s. 2 steht: Plaga horrenda vermium devaatantium fruges. Simile quiddam auditum est anno 1541. so * Uebereinstimmendc Schilderungen in Ann. Xant. SS. II, 235. Begino SS. I, 585. saeculi XV. 27 et Germaniam grassata est et pcne tertia pars hurnani gencris consumpta». " a cometes b 8 idus iunii in aquilonari" parte prima hora noctis apparuit plus s.Juni. solito scintillans comasquc spargons; rem stupcndaru, inio d lugendam, quae secuta est, sua apparitione" praemonstrans, quaedam villa subitanea imbrium inundatione pernt et homines intcrcmit. Non longc post Ludovicus obiit et filius cius « ijudovicus in Laurissa monasterio eum sepelivit l . Guius morte comperto arolus r ox Gallorum f'ratcr eius sibi usurpare regnum suum voluit et cunctas civitates Rheni flutninis suo regno addere, id est Moguntiam Worma- uam et Nemetum, filiosque i'ratris sui opprimere. Sed postea a Ludovieo filio udovici fratris sui, Deo iuvante, turpiter fugatus est, et immensa spolia ei 10 erchquit, et non longe postea turpiter obiit in Italia 2 . Eodcm anno dolor culorum et febris Italica üermanicum populum graviter vexavit, maxime circa nenum habitantes. Et postilontia ingens secuta est, ita ut plurimi tussiendo in- tenerint. Anno domini 878 eclipsis lunae facta est in diebus' mensis ianuarii, u Jan , "na, horae noctis. Sol quoque in quarto calond. novcmbris post horam nonani 29. Okt. ouscuratus est per dimidiam horam, ut stellae in coelo apparcrent et omnes 1 noctem imminere putarcnt. Boums pestilentia gravissinia in Germania im- ' mssira " grassata est, maxime circa Rhenum, quam cladem non mediocris homi- n um mortalitas secuta est. Villa quaedam in Wormatiensi dioecesi sita est 3 , so 1 los nuranda contigit. Nam dum animalia mortua cottidie de domibus traho- ur in agris, canes qui in eadem villa erant, iuxta morcm suum cadavera eadom < i.mdo comcdebant. Quadam vero die pene univcrsi in unum locum congregati o aiscosserunt, ita ut pene nullus eorum postea nequc vivens neque moriens in- vc mn potuisset. as Anno domini 880 Ludovicus lilius Ludovici regis mcnso augusto cum **" apud Wormatiam colloquium habuit, et quosdam ex fidelibus suis obviam le- K is sui nepotis transmisit, et alios contra adversarios misit. Hoc anno in matu et aliis pluribus locis regni Ludovici sterilitas t'rugum et omnium rerum Penuria Germanicum populum non modiocritor af'flixit. 30 Anno domini 881 h hybemum tempus valde prolixum et animalibus di- »si genens valde pernoxium l'uit. Nam tellus verno tempore glaciali f'rigore 8 ncta, anima,libus solita negavit paseua, et tunc 1 illa fame et frigore ex parte perierunt, etiam propter sterilitatem anni prioris. inno domino 882 cometcs k 15 calend. februarii prima hora noctis ap- 35 lS.Jan. , ' coma s suas supra modum spargcns, et rem int'austam 1 , quae cito secuta eil ', aUa a PP ar itiono» praemonstravit. Nam Ludovicus, invalesconte morbo, 13 ■ lobruarii diem ultimum clausit*, cuius corpus translatum est in monasterio 30. Jan zarii, r 61 ' V. nossem verbis virtutem vel audatiam animis vestris augeri. Modo" j ? ' quam unguis ineipiamus. His dictis aeeepto clypeo et sacra lancea ' 1 nu >us equum vertit in hostem, fortissimi militis ac optimi imperatoris offi- vid " ornns- Hostium audaciores primum resisterunti', sed ut socios terga vertere 30 eui ' r '• ° . l )0 ^ ac * ; i q nostrisque commixti interfecti sunt. Caeterorum vero alii, eon ' ' la ' v '" a3 proximas intrant, circumfüsique armatis, cum moenibus pariter n ■ ntur; alii flumon r contiguum transnatantes, dum ripa ulterior ascendentes sustinct, flumine obvolvuntur et pereunt. Conradus autem dux fortiter pug- w !'}', M !'. d nans animi e ' 47 ' ]• ' " tervore et solis ardore, qui eo die nimius" erat, aestuavit vineu- 3:> ,i„j- 1CaC H0 ' u * ; i H i dum auram captat', vulnere sagittae in adverso gutturis" ueiixae ceoidit n • Wor t- ^uius corpus imperio v regia bonorifice collectum transportatum in ._____ am > ibique sepelitur w cum luctu et planctu omnium Francorum. [psa cum ^ " t (l tB !" ,ia m fehlt bei 1. '>) ipso fehlt bei I. c) 7: vallatis. '<) 7: V(.|- at ; OIU> ") '1'?" fehlt m 1. f) 7: quo 1z. 8) 1: iiiipetuin. '') 1: foci- 411 qnoqu 0 11 ' Sex ' °* so l' t ' k ) "" ' übereinstimmend mit Widnkind; 2: lat. ") "o ivi U \ '' rox- m ) a: in l )atria "• codorent. ") 7: quod s. in a. t. r ) 1: Huv ^ "" 2: non- '') ,: '"st'tuonmt; 2: restiterunt '>) 7: Htupofact.i. bei 1 mm \ ") '•" nimi». *) 7: captant. ») 1: gutteria. v ) iinporin fehlt ____^^ ) 2: sopultum est. 45 heissen. Tb *' Nm,emb er 955. * Be muss wie bei Wiäukind filia fratris regia WMiikind III, 4fi. 30 Chronicon Wormatiense Widukind III, 46. Widukind III, 48. Widukind III, 49. vero die belli invasa sunt castra et omnes captivi liberati. Secunda et tertia die reliqua multitudo in tantuin consumpta fuit, ut nullus de tanta multitudine evaderet. Tres duces Ungaricae gentis capti, ducique Henrico praesentati, mala morte, ut digni erant, niulctati sunt; suspendio naraque crepuerunt. Triumpbo 5 celebri rex Otto factus gloriosus, pater patriae et imperator est appellatus. Haec ideo de ipso bello retulimus, quia ibi de nobilissimo duce Wormatiae et Franconiae" Gonrado mentio facta est, qui de duplici stirpe regia Franco- rum, seilicet Clodoveorum et Carolorum progonitus fuit etc. Huc usque in praefata legitur lüstoria Friderici primi, quae ob laudem ducis nostri Gonradi 10 hie interposuimus. Caput VII. [Continuatio episcoporum Wormatiensium.] * Adelbelmus b ' deeimus episcoporum urbis nostrae sedit post Gunzo- ir. Jan. nem, qui obiit 16. calend. februarii 0 , de d quo nihil invenio. 17. juii. ls ** Titlacus vel Theiclacus 2 undeeimus episcopus obiit 16 calend. augusti. i. Sept. Sed calendis septembris in Wormatia translatus, de quo in litera quadam * B fol. 7 u. 13: Adelheimus obiit 1(J calend. februarii. **B fol. 7 u. 13114: Deothelacbius alias Thiclacus. Notum sit .... Actum publice 4 idus februarii corain Werinhario comite etc. Obiit IG kalen. augusti; translatus in Worm. kalen. 20 septembris. Dann folgt ein Auszug der Urkunde Mühlbacher nr. 1883 und hierauf eine Notiz aus Nauclerus Fo. 150. B ) 1: Fnmciae. b ) 2: Adelphinus. 17 kal. febr. <1) 1: sed de. c ) /: l(i cal. aug., am Rande: alii 1 Adelhdmus, Hindu)f von Worms, kommt in einer gefälschten Urkunde 18. Mai 25 874 vor, s. Böhmer-Mühlbacher 1402; nimmt im Sommer 888 an einer Generalsynode zu Mainz teil, t. Mansi XVIII, Hl ff., Erhard, Reg. Westfal. I, 2, p. 27ff. nr. 34, Wilmans, Kaisernrk. I, p. 454 ff., und stirbt nach der Bisdwfschronik und MK. 17. Jan., nach dem Kniend, necrol. Augiense, MG., Necrol. Augiense, Const., Cur. p. 272 ■a Böfimer, fontes IV, p. 140. 141, VI kal. febr. (27. Jan.). Allein der neueste Herrn ausgeber dieses Necr. F. L. Banmann liezeichnet diesen AdelMm als eps. Catalaun. f Die Angabe Zorns p. 31: 7. Januar 873 ist ganz wertldos. * Thietelah, Bischof von Worms, urkundet zum ersten nud 10. Febr. 891 (IUI id. febr. coram Werinhario comite a. i. d. 891, ind. IX, anno V Arnoltb rege regnante), Schannat II, w; nalim im Mai 895 an einer Synode in Tribur teil, Mansi XVIII, 131 ff.; sass Ende Mai 35 897 im Reidistag zu Worms zu GeridUe, s. die. Urk. bei Sduinnat II, io, ÜB. I, 14; von Frankfurt aus stdlte Arnulf für Th. 3 Urkunden aus 7. Aug. 897, s. Böhmer- Mühlbadm nr. 1883—5, ÜB. I, nr. 26. 27, ferner eine von Regensburg 14 Okt. 898, ÜB. I nr. 28; 18. März 904 bestätigt Ludwig das Kind die dem Bisd'utf von seinem Vater Arnulf verlidume Sdienkung, IIB. I nr. 29, und am 8. Sept. 9(M> schenkte ihm 40 derselbe Könü) 5 Hufen zu Eich im Wormsfeld, s. Böhmer- MüMbacher nr. 1982. Nach den Ann. W'orm. Böhmer, fontes II, 209 ~ SS. XVII, 37 ist Th. den 1. Sept. 914 in Neuweiller nach 41 jähriger Hcrrsdiaft gestorben. Nach dieser Angabe müsste Th. 873 den bischöflichen Stuhl bestiegen halien, tuas unmöglich ist. Laut den Ann. Worm. I. c. und der Hs. E (nr. 8) der Zorn'sdutn Chronik wird die Wormser Bauordnung dem 45 Bisdu>f Th. zugeschrieben; nach Sduinnat I, 211 und den idtru/en Zorn'sdien Hits, dem Burchard. Sch'aube, Zeitschr. f. d. Gesch. des Oberrheins N. F. III p. 2dl und Köster, Die Wormser Anmalen, Leipzig 1887 p. 82 entsclmden sich für Burchard, Koehne, Ursprung der Stadtverfassung in Worms, Speier und Mainz (Gierke, Untersuchungen Heß '31). Breslau 1890 p. 395 ff., mit Recht für Thietelah. saeculi XV. 3| ' 8 "^ usensi 8 »c scribitur: data 7 idus augusti anno incarnationis dominicae 7, «5f i mdictione 12, anno regni domini Arnulphi regis imperii eius secundo, a cta Franckenfurt curti regis» etc.'. Item in alia littera b sie: data secundo "onas^novembris anno domini 906, anno Ludovici VI, acta Nubusen 2 . %*; r - p , R'cbovo duodeeimus episcopus Wormatiensis obiit G idus octobris». 5 ,„. 0 kt. Uli ipse tempore Henrici primi ducis Saxoniae, de quo nihil invenio. Anno 0 vel Aymo tredeeimus episcopus Wormatiensis sub Ottone primo ol »'t 9 calend. ianuarii* 34, Drt. Hildebordus vel Hildebrandus sive Hiltebaldus deeimus quartus epi- opus Wormatiensis ordinatus fuit nonis ianuarii et obiit pridie nonas io j. j an . a "gusti et fuit sub Ottone secundo et tertio ad tempus 5 . *. a U9 . Franco deeimus quintus episcopus Wormatiensis sub Ottone tertio uit et cum eo Romam pergens ibi obiit 6 , ut in historia sequenti Burcbardi fr atns sui legitur. Saxonio nß-1 8 w ' 14: Richowo. Hie fuit tempore Henrici primi regis dneia 15 tone "ponT, l * 'i K '" s ootobris - ** R f° l - 8 «• 14: Hilteboldus damit sub ,0t- ''"gatu <]nt , terci °- »epultiiH ante altare saneti Petri in Nuhusen; huius epiacopi Onlimtn est • )rcdiura in Fibernburg dominis ecclesie saneti Ciriaci in Nuhusa. fratribus . l"° naH , lanuavii - 01jiit ' Pridie nonas augusti. Kogatu huius Otto tercius Rv >>s attin . s . anc tum Martinuni Worin, dedit decimain et predium Bopbardie cum 20 eiusdnm mf US * f cta sunt hnc anno domini 991 (Münchner Hl. 1491), indictione 0, manus Bnr l "r lm P«atoris anno tercio. *** B. fol. 8 w. 16: Francko ger- il( l UoiiTi i , nat i° ne Hassie. Iste sanetus pater cum Ottone tercio profectua cilieio p'f nai11 n .. m cum eodem principe diebus 14 circa ecclcsiani Clementis in presenti'i nlü«?*? •" 1 "lUHdam spelunca latuit; moritur tandem in eadem urbe in 85 Erpho do t" V , 1 m P eratoi ' is ' u hi in pace sepultus est. Obiit 2 nonas septembris. 111 ot vix> ?. ranc ' foneni pastorali nomini assignatus est per imperatorem Ottonem ac cfi D it ol ^ iv/ '° a,J imperatore post Erphonem pastoralem virgam Borne ___j^ei egressus Italiam Curo pervonit ibique vitam finivit; vixit dies 14. a ) 1 u. 2: virginis. b) 1: alio loco. <=) 2: Amio. 30 Ifahqouuo l'-i m ' Mk ' 8 " Sclutnnat 11,15 = Bö)imer-Mühl,baclier nr. 1982. * Biscliof Uynlxle A ß.' . au f der zu Holienaltheim im liiesz 20. Sept. 91(1 zusammengetretenen Untersuch ^ m Besua «"/ die Blendung des Biscltofs Einhard ron Speier eine **»fo K, ^»«teilen, s. Dümmler, Geschichte des Ostfränk. Beichs, 2 A. III, 608. VB i „rn meüt '' und Z'J" L JPl 3W (** lJB - J nr - S2 )- 316. 377. 388. 392 = ÜB. I nr. 33. 421. 40 k vnd e , 5 », Urkunden, Otto's II. DD. II nr. 46 (= IIB. I nr. 34). 114; letzte Ur- teil hl if 97 Dü - H nr - m = UB - Z nr - 3ö v f erner s - l etzte Urkü«j 88 £ SS3 = VB - I nr - 36 - &■ 9n - 935 - 93r >- 94ti - 95r '- 99 °- "°- '°°*; • ,e '* 984 KaTi -" JC' Z ' " 5 St. nr. 1008. Er war seit 29. Okt. 977 Kanzler OtUt's II, Kai. necr w- '" JU > urJcu ndet zuletzt 18. Juli 998 und stirbt 4. Auq 998, s. '■ c - 4 M 'vnl Cl ?? enhur 0- Böhmer, fnntes IV p. 312, Kai. necrol. b. Mariae Fuld. Böhmer 50 Tab. jjj p Jir <*«lau, Urkundenlehrc I, 343 f. lieber sein Grab Sdiannat I, 329 u. Notiz bei Th- " I' mnco kommt in den Urkunden nicht vor. lieber ihn die kurze me,m »i- IV, 39. Er starb nach den Ann, Necrol. Fühl. mai. 5 kal Sept. 32 Ohronicon Wormatienae * Burchardus sedecimus episcopus Wormaticnsis fuit, cuius historiam ante annos viginti quinquc invenimus ad Sanctuni Paulum. Similiter et in maiori ecclesia habetur, quam hie ad laudem civitatis nostrae de verbo ad verbum annectere volo, prout invenio scriptam 1 . s Iste autem Burchardus ripam per civitatem fluentem in manus dedit dominorum saneti Pauli cum tali bulla: In nomine domini etc. Ins forma de- monatrat 2 , (Hie depieta est in litera mensura illorum foraminum.) quorum alterum nostrae piscinae. (Ista piscina fuit in Kirsgarten" et adhuc est, et pertinebat locus Kirsgarten dominis maioris ecclesiae et episcopo b Worma- i23o io tiensi, quem locum postea anno domini 1230 Richeso camerarius domini Wormatiensis et Agnes uxor eius in feudum aeeeperunt ab ipso episcopo 3 et canonicis maioris ecclesiae. Et non longe pro monasterio in eo construendo de licentia episcopi et canonicorum locum ipsum tradiderunt pro salute ani- mae suae. Et est foramen adhuc ibi tantae longitudinis et latitudinis conr 15 pressae tarnen valde.) Sequitur in litera *: aliud foramen dedimus abbatiaaae sorori nostrae Mechtildi; quae traditio ut in omnibus retro seculis firma per- maneat, ita sigilli nostri impressione et aubacriptorum virorum testimonio eius um perpetuo anathemate confirmamus. Hie multi testes nominanlur. Anno in- Juni 29. carnationis dominicae 101C C , indictione 14, 3 kal. iulii acta sunt haec. Renoir.''*. 20 vata fuit ista litera anno domini 1300, indictione 14, sexto idus novembris tempore Eberwini episcopi 5 . * B. fol. 9 u. 15: Burckhardus olim prepositus saneti Victoria extra muros Mo- gunt., germanus Franckonis predicti episcopi; folgt dann eine Notiz über die Dekretensammlung und ein Regest der Urkunde Uli. I nr. 44. Ordinatus (i idus mareii. 25 Obiit anno domini 1024, 13 kl. septembria (Münclmer (Jod. 14), prout habetur in antiquo libro in liberariu (!) Wovmatiensi. Sepultus sub altare saneti Laureneii; tan- dem exhumatua, cuius oaaa in quadam ciata antiqua depieta poaita sunt, que habetur aupra altere maius in posteriori parte; et singulis annis in eius anniver- sario reliquie ipaius monstrantur. 30 ( Franckone 1 laciua habet in legenda saneti r> -ir i -i i- i J Erphone l Burckhardi sita in parte hie- I)e Ulis (luatuor episcoms videheet \ „ L " „ > ,. , ____, * , » i r I Bazone j man legendarum sanetorum l Burekhardo ) in ecclesia Wonnaciensi. {Dann folgt ron anderer Hand: quere infra folio 41). Hierauf folgt nochmals eine 35 Notiz über die Decretenmmmhinq. Item eciam alia plura vohimina, que reperiuntur in bibliopola inaignia eccleaie Worm. a ) K. dominis. '') in episcopatu. c ) 1 u. 2: 1015. SS. XIII, 208 und Böhmer, Fontes 111, 158 (VI kal. sept.) = 28. Aug. 1199, nach den MG. Necrolog. Germaniae I, p. f>C,3 und der Bischofschronik II non. sept. = 40 4. Sept. 1 Es folgt, die Vita liurclmrdi bis Kap. XX V; s. u. » ÜB. I nr. 44 p. 35, 8—19. 3 s. ÜB. I nr. 186 p. 133, 2. * Folgt die Fortsetzung der Urkunde nr. 44 p. 35 Zeile '20 ff. n s. ÜB. I nr. 509 p. 344 f. saeculi XV. 33 Caput XXVI. [Continuatio cpiscoporum Wormaticnsium.] Azecho 1 , mortuo sancto Burchardo cpisoopo, fit Wormatiensis episco- . . tem P° l 'c Conrad! sccundi imperatoris. Qui Conradus ob intorvcntum con- gU luae Giselae reginae ac pctitionem et aervitutem Azechonia episcopi Wor- ■> • lensis dedit mancipia iuris sui, quae erant in praedio villao Flersheim, vide- 1,','., | ' UilS P artcs fratribua ad sanctum Petrum [ecclcsiae] maioris Wormatiensia, et «am partem ad sanctum Cyriacum in Nuhuaen dedit, prout litera ipsius Gon- nperatons. Et fit mentio in iata litera Henrici, qui fuit filius praedicti onradi, data 16 calend. marcii, indictione 8, anno dominicae incarnationis 1026, io 14 ;' 0 ff' <> i-.;gni Conradi secundi [2]; dicit litera acta Auguatae 2 ». Alii dicunt ipsum b /•ccho fmsse ordinatum 2 C nonas decembris et obiiase 13 calendia februarii. Et */„"",„ 11 ** tUr ' ( l uamdiu 'Ste praefuit vel quid fecit. a Adelgerus 3 successit Azechoni, obiit 13 d cal. augusti; de quo sie in 20. AH praea U °f! lbr0 invcni scri P"'m apud nos: Notum sit omnibus tarn futuria quam ir, ot dt '♦ UH ' ^ na ^* er Adelgerus dei gratia Wormatiensia epiacopua, animadvertens tn« • dolons aanetorum patrum traditionem canonicis" ad f sanctum Petrum rico ?j n ' lnciaK la 'corum ac imbecillitate rectorum omnino'' depravatam, domino Hen- fejriu manoru m rege annuente* hanc venialem gratiam et hoc singulare privi- suia an 1 uai11 & prineipio dedieavit, ut si quis non infima sobolc natua ad sedem 20 dael ' U | nonam ot conaortium suum adipisci volit, u* ipae ob caritatem atabilicn- Bddil n ° rnitiltl8 sex lil,ras al 'g en ti tribuat; nnani»" tunc» temporia episcopo, di- _______praeposito et dimidiam prioribua 0 caustri, et reliquas univcraisi' i'ratribua führten Jh-h i' A . i ! ecno > (lcr Compilator gibt zuerst ein Regest der vom MK. anqc- (Der MiiilT ,1 ( J rlllnat us 2 nonaa decembris anno 1024; obiit 16 kalcn. februarii 2.'. «. 1(1 ■ Ad II ??• ,Mt ,lie ° anse Stcllc üher Azeclw ausgelassen.) ** B fol. U Urkunde ° g0rua °" nt 13 kalen. augusti. Ms folgt dann die vom MK. angeführte «»«onfeam! "' a ' AngMti ; b ) 2: ' 8tum Azoto. <=) 1 „. *. 5, ,i) 1: 17. 0) j. '') 2" omnim 1 ' ?' 2: a P u d- e ) 1 "• 2: ropugnanda; Zu. S: ropugnaiitom. 3U v inum. „?" ~. ' 1: annuontem - k ) 1- id. ] ) 1: stabiliande. ">) 2: __^_^^^^^ ) *: tum. u) j. sororibwH. p) 2; diversis. 104 4, s 'Knf 10 ' $ isc,w /' «£*» Worms, wurde 4. Des. (1025) ordinirt und starb 17. Jan. ma i- bei Bülm" / , ■ Wei «Mnburg bei Böhmer, fontes IV, 310. Ann. Necrol. Fühl r 1 rj- a P e . llan und Schreiber in der köniqliclien Kanzlei, funetionirte seit 4n 1ln > Jiaia - U. 74 erweitert diese Randbemerkung in: I. n ' «m«, ' 4;i niUl ' s ; ''.'/'• dazu die überflüssige Bemerkung bei Hdiannai I, fit), m. m- und 4.1 ^ormsot Ohr (1 mk,M,. 34 Chronicon Wormationso inter se dividendas; insuper in cibo et potu satia aecoptabile convivium vel con- gruam eiusdem mox convivii inferat Solutionen! a . Ad augmentum talis gratiae, quod b frequenter a maus hominibus patiebantur scandalum, statuit sub praofati regia nutu super ipsos fratrea 0 laicum iudicem. Sed tunc temporia fecit episcopum • r > aut priores monasterii seeundum nobilium Wormatiensis ecclesiac commilitonum legem in qualibet re pios rectores existere. De peculiari vero eorum id est area, aedifleiis, vestimentis, libris et omnibus, quae absque omnium* haeredum contradictione 0 vi- dentur possidere, nullo f licet episcopo vel cuiualibet« generis' 1 personae vivis decedentibus vel morientil)us aliquid rapere infiscare aut aliquo modo alienare, sed 10 liberam habeat 1 potestatem locandi commutandi vel tale quid exinde faciendi. Si vero, quod absit, aliquia subitanea rnorte praeventua aut cuiuacumque causa necea- sitatia praeoecupatus sine conscientia k fratrum obierit 1 , curtis et aedificia, si ad i'ratrum ius pertineant, f'ratri, cui haec minus abundent m , tribuantur. Cloricalia vostimenta, libros, vasa n et caeteras res, quibus in clauatro refectorio et dormitorio lt utebatur, inter se dividant; caetera ad haeredea, ai qui legitimi sunt, redcant, si non, fratrum diviaioni pateant. Huius constitutionis reformatio facta est anno in- 1044 carnationia dominicae 1044°, indictione prima, regnante Henrico tertio rege et primo anno supradicti epiacopi, praeaentibua nobilibus multis 1 . *Arnoldus primus successit Adelgcro in episcopatu Wormatiensi. Iste 20 clectus fuit et conflrmatus in episcopum Wormatienacm anno dominicae incar- /fiai nationis 1044, regnante Henrico 111, et obiit anno 1065 calendas maii, anno ordinationia suae 21, unde sedit annia 20 et octo menaibua. Ipse consecravit 1055 capcllam palatii aive aulae Wormatienais in honorem aaneti Stephani proto- ■j'j. Jum martyris Christi tertio calend. iulii anno incarnationis dominicae 1055 p2 . Dc- 25 dieavit ctiam capellam aaneti Nicolai contiguam ecclesiac Wormatiensi anno 3o°s* t dominicae incarnationis 1058, indictione 12, seeunda calend. octobris. Tempore suo dominus Dens per sanetum suum martyrem Cyriacum in Nuliuson magnum miraculum fecit. Unde ipse de hoc bullam fecit in perpelnam rei memoriam, unde dicit: Ego Arnoldua dei gratia opiacopus Wormatienais. Nove- 30 * B föl. 10 u. 16: Arnoldua primus. 111c eloctua et conflrmatus in episcopum Worm. anno domini 1044, regnante Henrico tercio. Predictua Arnoldua dedieavit capellam pallacii sive aule Worin, in honorem aaneti Stephani prothomartiris IX Juli. Christi 3 idua iulii anno domini 1055. Prefatus Arnoldua dedieavit ntiam capellam aaneti Nicolai contiguam ecclesio Wormaeiensi seeundo kalen. octobris anno domini 35 1058, indictione 12. lato Arnoldua aedit annoa 20 mensea 8; obiit kalen. maii anno domini 1065 et ordinationis suc anno 21. Ks folgt die vom MK. angeführte Urkunde und hierauf eine Notiz zum Jahre 1052 aus Nauclerus fo. 164. a ) Z: vol mox congruam inferat convivii Solutionen! et ad a. '■) Z: quam; 2: quia. °) Z: ipsas littoras. '') onuiium fehlt bei 1 u. 2. e ) 2: oonditione. 40 f) Z: u. 8: nulli. ") Z: ouiusvis. '') 2: eondltlonis. 4 ) Z: habet. k ) I: constantia. •) Z: obiorint. '") Z n. 8: .•ibuiitlunt. ") Z u. 8: vasa argentea. o) 1 u. 2 m. B: 1040. P) /: 1050. 1 Diese Urkunde steht auch in der j. Bitchofschronik, bei Zorn 42 und Schannat I, 68. Die Indiction stimmt nicht. * Arnold war wahrscheinlich legi. Kapellan 45 gewesen, dem König Heinrich III. 18. Januar 1043 ein Gut in Iringsluimen im Hessengau geschenkt hatte, St. nr. 2237. Er kommt ferne)- in den Urkunden St. 3869. 239 ÜB, I nr. 55. 'Ueber Adalbero 8. Lamberti, Ann. ad. miffm '* 1 rno "' 1 a Wormaciae episcopus, vir pontificalis modestiae et sanetitatis, fia?li lV f. + ^ ,om ' nuin ; succeasitquo ei Adalbero, monachus ex monaatorio sancti ciilo ' vT ^. uc ' 0 ^ ducis, uno pede omnino debilis, vir per omnia dignus speeta- *> fWtriöi ri ° n ' m for ' ; i tut 'ini8 magnae, edacitatis nimiae, crassitudinis tantae, quae gistM 1 r borror ? ni magis ineuteret quam admirationem; neo ita centimanus ocu'lo' l-U ' antiquitatis monstrum, si ab inferis omergeret, stupentis populi PKmri ln ^e a '^ ua ora converteret. Ada. 1070: Adalbero Wormaciae episcopus, bertu™ , 7° rtur crasaitudinc praotbcatua, interiit; cui Adalbertus successit. 3 Adel- 85 eine lj"l- 1 1 " )6S zum R^clmf von Worms gewählt, denn in diesem Jahre erlässt er Br urli ■ ^*" ^ nr ' ^' r '> w °d H rcli er die VerMltnisse des s. Andreasstiftes ordnet. Worn 0li " Ü kt 'j'lj^rieben, Lamberti Ann. HersfeUl, erhielt durch den Vertrag von Oppenheim nm'np ' mne ^' to * wieder, allein die Wormser Bürger erlwben sich Frühjahr 1077 40 verlas*' 1 A le!,en Aä elberl, Bertlwldi Ann. SS. V, 292, und er musstc Worms wiederum Heinr^i'' /P' W7 * nahm er an der Schlacht bei Mclrichstadt teil und wurde von K. die I] ■ / ,c f an f) cn , entkam aber nach Worms, um er 1080 die wicldige Verfügung über Geaenl^i nmm ® ^ er Pf arre ^ *• Paul erliess, ÜB. I nr. 57. K. Heinrich setzte mehrere SS n^'" ein - 1) Thietmar, der am 29. Sept. 1085 starb, s. a. u. Ann. Wirzümrg. 45 K. i{ -j' Ann - Hüäesh. SS. III, 105. Weihnachten und Neujahr 108516 feierte 1'Orscl lnr . * w Worms und setzte einen neuen Biscliof ein: 2) WintJicrus, Abt von drei T 'h «? 1 lf> ^> am dem Geschleclit der Grafen von Saarbrücken. Noctidem dieser Würde lTe 7 ^ ^ tts "iscluifliehe Amt verwaltet hatte, verzichtete er 1088 auf seine beiden Stelle u f 1 . iisc1 f"f umi Ah *; Chronic. Lauresliam. SS. XXI, p. 421, und an seine W l c. 4<>\ f. 3) Ubbo gewählt, der 1090 bei einer Feierlichkeit in Lorsch funetionirte, 1 S 9~V fr dieser Kbbo identisch ist mit dem im der Wormser Briefsammlung ÜB. I : Ü9) /■'■ cr ™dfmtcn, ist zweifelliaft. Nach der Bisclwfschronik (s. auch Sclmnnat Vuno si 4 ' ()kf "' ntu ^ 1 r/ ' orn P- m 1,l5 > 'dlein sclwn 1101 wird 4) ein Bischof genannt unter den Zeugen der Urkunden St. 2951\5. Im Jahre 1106 urkundet 65 3* 36 Chronicon Wormationso Praesul Adelbertus Christi mcmor et bcne a certus Messis quacsitae post huius somina b vitac Praedia cum pace dedit ista tibi Cyriace. Boldesheim, Sarlesheim, Warmandeshcim 0 . 5 Dedit autem fratribus sancti Gyriaci bona plurima cum tali bulla: Kgo d por- tator 0 Adelbertus dei gratia cpiscopus Wormatiensis anno ordinationis meae .'(7 manu propria firmissima reddidi collegio sancti Cyriaci Nuhusae Christo* famulanti villam Larlevershoim cum omni utilitate agris vineis pascuisB, quae praedecossorum meorum negligentia et quorumdam perversorum detestabili plurimis diebus ablata 10 est violentia etc. Ilaeo traditio secunda a nie facta est suggercnte inde et suppli- noo cante Adelberto cancellario regio, praeposito Nuhusen' 1 , anno domini' 110(>, in- dictione 14 k , gloriosissimi regis Henrici quinti anno eius primo 1 . Adelbertus cancellarius, cuius liic fit mcntio, fuit 1 archiepiscopus Mogunlinensis 2 et m fit de eo mentio in lilera Arnoldi episcopi Wormatiensis', qui fuit electus cum u Buggone episcopo. 39. Sept. *Dithmarus in locum Adelberti succedens obiit tertio kalend. octobris, de quo nihil invenio. Mortuo isto fit Schisma in ecclesia Wormatiensi. Nam quidam elegerunt Buggonem, alii quidain Arnoldum. Sed tarnen post quinque annos praevaluil Buggo 11 *. 20 * B. fol. 11 u. 18: Dythmarus obiit 3 kl. octobris. Eppho sive Eggo obiit 4. Okt. 4 nonas octobris. a ) 1: beatum. >>) 1: sontiam. °) 1 : Hodorselioim, Barmlosclioim, Warniundt.; 9: Hordeshoim, Harmloslieim, W.'irmundcs. •') /:ergo. °) Schannat: pcccator. f ) 1: ohoro. K) 2: pasturis. >') BischofKchronik: supradicto Nulmsen loco propnsito; Schannat: supradicti M Nuhiiscusis loci praep. ') B: anno Incarnationis dominico; Schannat: a. i. domini. k ) bei Schannat feldt die Indiction. ') 2: fit. m ) 1: ut. ") nach li. sleld bei 1 noch: anno 1107. Am Hände dazu: Eppho sive Eggo obiit, 4 Ilonas octobris. Adelbert wieder in Worms, Uli. I nr. 58. 59. Kr starb 6. Juli 1107 nach den übereinstimmenden Angaben der JlischofschroniJc , dem Necrol. Wim/p, (Schannat I, 347) ao und MK. Tun Bruchstüek seines Kpitaphiums ist bei ScJiannat Tab. III, 2 abgebildet. 1 Die Urkunde ist auszugsweise abgedruckt bei Schannat I, 110 und Joannis, Herum Mog. I, 534. * Adelbcrt, Krzbischof von Mainz, 1109 — 1137, tvar Kanzler Heinrichs V., dann Krzkanzler für Italien und, Krzkanzler für Deutschland, s. Bress- 3!, lau, Urkundenlehre I, 352 f., Propst von Neuhausen nnd Propst von Aaclien und St. Servatius zu Mastricht. * ÜB. I nr. 60 p. 62, 19. * NacJi der gewöhnlichen Annahme folgte auf Adelbert Kppo 1107—1115, vgl. Arnold I, 203, allein s. o. S. 35 A. 3. Nun wird in der Urkunde ÜB. I nr. 60 ausgestellt WO ein Bisclwjf Arnulfus beatao memoriae erwältmi. Offenbar war nach Adelberts Tod Arnolf oder Arnold zum 40 Bischof gewählt worden, der bald darauf gestorben ist, und das Bisthum blieb einige Zeit lang unbesetzt, s. die Urkunde des Propstes Richwin für s. Martin vom 12. Juni 1110: assensu domni regis Heinrici St. 3039. Die Wormser Bürger griffen den an sclvwerer Krankheit in Neuliausen darniederliegenden Kaiser Sept. IUI an, s. Lern- dolfus de s. Paulo SS. XX, 31, worauf eine Versöhnung erfolgte, s. ÜB. I nr. 61. 62. 45 1115 wurde Burchard gewählt, wird 1116 in einer Urkunde Heinriclis V. als Zeuge erwähnt ÜB. I p. 503, konnte aber die Anerkennung nkht erlangen. (Der Brief des Bischofs B. an Heinrich V., Jaffe, Bibl. V p. 32J f. ist nicht mit Gmebrecht IIP, 888, Böhmer-Will, Mainzer Reg. XXV, 58 auf Burcltard zu beziehen, sondern auf Bruno, Bischof von Speier, s. Koehne, Ursprung der Stadtverfassung p. 232 Anm. 4.) so Xrst 1120 wurde B. von Krzlnsclwf Adelbert von Mainz ordinirt, s. auch Bisclu>fs- chronik, womit die Angabe Uli. 1 p. 55, 16 stimmt. Durch das Würzburger Abkommen 1121 wurden die vertriebenen BiscMfe wieder in ihre Sitze eingesetzt, nur B. war davon ausgeschlossen. Da erlutben sich die Bürger für den liiscltof gegen den Kaiser und saeculi XV. 37 *Buggo itaquc praevalens electus fuit in episcopum Wormatiensem anno domini 1115 0 t ordinatus anno domini 1120, et sie quinque annis distulit lm ordinari. Sodit annis autom 30 praeter oeto die«. Isle multa bona contulit maiori ecclesiae et fratribus in Nuhusen. Undc in bulla illa dieitur: acta . * B fol. 11 u. IS: Buggo. Hie scisma oritur in episoopatu Worm. Nam • r > qmdam olegorunt Buggo, alii autem Arnoldum; sed ßuggo obtinuit nee Arnoldus senbitur in eatalogo opisoopovuni, de <|uo Arnoldo lacius int'ra habebis. Hie Buggo eligitur in episcopum anno domini 1115 et ordinatus anno 1115 (!) et sie quinque ms annis distulit ordinari in prosentia subscriptoruni: Adelberti Moguntini archiepi- »oopi et apostoliee sedis legati, Sigiff'ridi Spironsis episcopi, Embrici Horbipolcnsis 10 episcopi liernhardi Paderburncnsis episcopi et Honrici prepositi maioris Mogunti- nensis, üodesfridi maioris Worm. praepositi, Gramolieb Nuhusen prepositi, Sigei'ridi prepositi de Wimpina, Eberhardi prepositi de saneto Paulo. Anno domini 1110 oetavo idus iunii conscerata est ecclesia maioris Worm. presente et potente Hen- "■ Jl "" rico quinto rege a Brunone episcopo Treverensi archiopiscopo etc., de quo laciug II "abebig infra in ultimo fo. Anno domini 1119, indictiono 12, 7 kalcn. maii funda- 2 "Z rU " ll!nijam bosüioe sanete Marie Magdalene in Franckendal maiore a venerando patre nor° ■ 01 " to cam orario oiusque coadiutoribus primitus positum est. Anno domini 11-so, indictiono 3, 6 idus maii a prefato patre Eckenbcrto et eius coniuge i'undamen- i„.'iuni nör °? clcaio a «». gone venerabili Worm. episcopo primum consecrata et dedieata est in nonorem sanete UJJ Marie Magdalene spoeialiter. Anno domini 1132, indictiono 10, R strennuo administrante Lothario rege beatus Eckenbertus obiit in vigilia nativitatis uonnni et sepultus in maiori Franckental per manus venerabilis domini Buggoni rm. ecclesie antistitis coram immensa multitudinc clericorum et laicorum 11111 1 onis 2.1 H. ni f' ( ])ie J/crmsheimer flg. lud darauf eine Micke von Blatt 12—22.) — Münchner /-">'• fol. /<>.- Anno domini 1139, indictiono seeunda, consecrata est ecclesia sororum n3! > m minori Franckontal in honorem bcati Steffani. Anno domini 1142, indictiono nn quarta, altera pars basilice maioris Franckental a Buggono episcopo Wormatiensi :io consecrata est in honorem sanete Marie niatris domini et aliorum sanetorum. Hie ■unuavit anno domini 1144 Schonaw et alia plura cenobia edifieavit. Prefatus epi- "* 4 scopus dedit in privilegiis, ut unusquisque fratrum Wormatiensium post obitum suuni loeet prebendam suam per annum cuicumque voluerit familic pro elcmosina j 01 pro debito, que prius non pretendebatur nisi ad tricesimum diein, et multa 35 uu >ona contulit maiori ecclesie. Obiit seeundo nonas decombris anno domini 1151, 4. iiet. dn,. annis 36 preter octo dies, sepultus in Schonaw. Hie Buggo dedit literam snt, 0IUH 8U P° r curiam in Northeim Gramelibo preposito saneti Ciriaci etc. facta •in anno incarnationis dominice 1129, indictiono 7, regnante Lothario rege ■ nno quarto rogni eius, episcopatus nostri 14, ordinationis vero 9. Tempore huius » uggonis claruit sanetus Eckenbertus civis Worniaticnsis fundator claustrorum tnusque Franckcntal, cuius legenda apud eos reperitur. Anno 1123 in pago Wor- atiensi magna visio visa est, de qua Uuilhelmus Parisiensis in traetatu de demo- •mn ? cri ! ji !'- Item habetur una antiqua litora, in qua dat. sonat: facta sunt hoc rin- °t omimco incarnationis 1129 indictiono regnanto Lothario rege anno «• quarto regni eius, episcopatus nostri 14, ordinationis 9. Tempore illius Buggonis d-it t -Eckenbertus camerarius domini Worniaticnsis et civis eiusdem civitatis fun- *w)r etc. ut supra. Hierauf folgt ein Citat am Nauclerus fol. 178. sifr^fl iJ - n untcr m - m °> * yisi ng. Chron. VII, 16 Sit? ■ aö6 ' ■ ZVac ' t dcm Toik Heinrklui V. 23. Mai 1125 konnte endlich B. seinen liüh cmnc ^" icn und ihn bis zu seinem Tode 6. Bez. 1149, s. die Necrol. Spircns. dabei' omte lv > 32 Ö, 8. Midi. Babenb. I. c. IV, 504 (womit freilich die obige Annelt,, ai 1 J ifK -' s owie Zorns 55 nicht stimmen) behaupten. Kr weilte oft in der Um- 55 u«,l rr ■ Kon f(uh III. S. die von ihm ausgestellten Urkunden ÜB. I nr. 64—71 Xxvttt' 6 ' 2 **' 7U > sowic die Urh - 63 > 7U * u™ 1 BBhmer-WOL lieg. XXV, 125. 136. ßa, qo > 13? - In den Urkunden nennt er sicJi meist mit der Koseform Bucco, Buggo, 38 Chronicon Wormatiense sunt hacc anno dominicac incarnationis 1129, indictionc 7, regnantc Lothario secundo rege anno quarto" rcgni cius, cpiscopatus nostri b anno 14, ordinatio- , U I} nis 9 1 . Istc obiit nonas dccembris anno domini 1151 secundum consideratio- .5. Dez. nis c2 illius litcrac, sepultus in Schonau" iuxta Heidclbcrgam, quod ipse fun- 5 davit, et aedifieavit ctiam quam plurima alia monastcria 0 . Contra Buggonem episcopum clectus est * Arnoldus quidam ob gratam petitionem venerabilis Adclborti Moguntinensis archiepiscopi et apostolicac sedis logati. Scd iste non scribitur in catalogo opiscoporum; sed tantum ad annos aliquot f in schismate contra Buggonem episcopus fuit. Unde et in litcra io una dominorum in Nuhusen mentio cius fit, eo quod confirmavit donationem aliquam cius faetam a praedecessore suo Adelberto anno dominicac incar- H35 nationis 1135, indictionc 13, anno ordinationis meae 1G, regnantc gloriosis- simo Lothario secundo anno 11 rcgni cius 3 . Patct ex bis schisma longuni fuissc intcr Buggonem et Arnoldum istum, quia ordinatus fuit in episcopum 15 19 anno et fuit usque ad annum 35. Sed in fine Buggo praevaluit et tri- ginta sex annis in episcopatu sedit. Caput XXXV. [Continuatio Wormatiensium episcoporurn. | ** Conradus primus Buggoni sucecssit; scd quamdiu iste praefucrit vcl 20 quid egerit ignoratur 4 . * B fol. 19: Arnoldus hie non scribitur in cathalogo opiscoporum Wormatiensium, quia tantum ad certos annos roxit cum Buggone; sed Buggo obtinuit: Hie ordinatus est in episcopum anno domini 1119, iuxta considorationem unius litere, cuius tenor is est: Arnoldus episcopus Worm. ob gratam petitionem venerabilis Adcl- 25 berti etc. — [Fol. 20.] Acta sunt hec anno incarnationis domini 1135, indictionc 13, anno ordinationis moe 16 etc. Tempore illius sub Lothario Wangionos dofece- runt ab imperatore et pallacium suum extra muros positum destruxerunt. Idco idem urbem obsodit et cum cives quadam die incaute erupissent a muris callide provocati plurimis occisis ac paucis clapsis ceteri capiuntur, qui ad refrenandam 30 aliorum insolenciam alii naribus mutilati alii luminibus orbati dimittuntur. Et sie demum infinite peeunie in Franckental pactiono in gratiam imperatoris redicrunt. (Hoc Otto Frisinger.) De illa obsidione habetur in legenda saneti Eckenberti. ** B. fol. 20: Conradus primus obiit 14 kalen. mareii. Tempore illius episcopus Trcverensis castrum Nassaw, quod erat de proprietate Worm. ecelesie, vi obtinuit. 35 [Conradus seeundus] obiit 15 kalen. februani et sepultus in choro saneti Laurcncii Worm. ecelesie ante altare. Hie Conradus fecit multa bona ecelesie Worm. in ornamentis etc. ») 1: domini; 2: deoimo. b ) 1 u. 2: in anno. °) 1: considerationem. d ) 1: Schenau. °) folgt im MK. Caput XXVII bis XXXIV die Ilistoria s. Eclcen- 40 berti enthaltend s. u. f ) 1: ad aliquos. 1 Die Urkunde ist nicht mehr vorhanden. % Die Angabe dee Todestages 5. Dez. stimmt nicht zu den übrigen Angaben s. o. p. 37 Anm. 3 Auch diese Urkunde ist nicht mehr vorlianden. * Konrad I. (von Steinach) wurde nach dem 2. Febr. 1150 zum Bischof von Worms gewählt, vgl. Böhmcr-Will XXVIII, 127; er war ein getreuer 45 Diener Kaiser Friedrichs I. und starb auf einer Gesandtscluift zum Kaiser Manuel. 13. April 1171; er wurde in Tyrus begraben, vgl. Scliannat I, 355 ff., Giesebrecht V p. 694, ÜB. I nr. 72—78. 80. 81. Als Zeuge kommt er in den Urkunden FriedricJis I. vor: St. 3656. 3662. 3663. 3671. 3690. 3702. 3705. 3718. 3736. 3985. UM 7. Dez. saeculi XV. 39 Conradus secundus huic succcdens tempore Fridcriei imperatoris lloruit 1 . De quo invenio, quod sepultus est in choro sanoti Laurentii ecelesiao Worma- tiensis ante altare 2 , deditque dominis in Nuhuscn aliqua bona cum bulla cum tali annotationc annorum: 1170, indictione seeunda, regnante gloriosis- simo Romanorum imperatore Friderico primo. Iste vcl forte potius praecc- dens anno dominicae incarnationis 1158 seplimo idus decembris has reli- quias contentas in tlieca beati Cyriaci revelavit» astantibus religiosis viris abtäte de Schoenhovia b cum duobus monachis suis et decano Nuhusensi cum cacteris canonicis, costam scilicet saneti Cyriaci cum caeteris reliquiis non° paucis scilicet sanetorum Sisinnii d Smaragdi etLargi 0 . Iste ctiam dominis in Nuhuscn 10 bona quaedam dedit anno domini 1170. »Tempore huius Gonradi episcopi et Friderici imperatoris primi f gravis oppressio tetigit ecelesiam Wormatiensem. Nam a Conrado palatino comite Rheni redimehant suas proprias possessiones, quod ipso violenter oecupahat. Sicque dies mali erant, tempus redimehant, et ipse palatinus comes frater erat Fridcriei imperatoris, contra quem ex aequo l» staro non potuerunt 8 et praetcrea nulluni sublevamen habebant. **Anno domini uu 1 163, 8 calend. iunii, ineeporunt ficri miracula per merita saneti Nicolai epi- 21. Mai scopi in capella contigua eeclesiae maiori Wormatiensi a meridic, uhi venera- * B. fol. 21: Item tomporibus Fridcriei primi imperatoris et Conradi seeundi episcopi Worin, gravis oppressio tetigit etc. 6m habcliant. ** B. fol. 21: Con- 20 radvia seeundus. Jlic multa bona i'ccit ccclcsie Nuhuscn. Anno incarnationis do- mini llß;}, geptimo kalen. iunii, ineeperunt fieri — complanavit. Sequens indultum exaratum ost aureia litterie super valvas ccclcsie maions Worm. versus aulam episkopalem. Es folgt die Abschrift der Urkunde ÜB. I nr. 90 bis fol. 23 b . Hierauf die bei Zorn p. 5s' stellenden Verse in vcrsclwbener Reihenfolge. 25 a ) Li dedieavit. b) /; Schoengovia. c ) 1: cum. d ) 1: Kishmi. °) 1: Langt; 2: Langi. f) J: tempore Frid. primi imp. glorissimi presentibus multis testibus et idoneis viris teinporo huius Conradi ep. et Frid. imp. primi. 8) 1 : statuerunt. 1 Konrad IL aus dem Geschlecht der freien Herren von Sternberg in Franken --—■"---- - - ---- • i m Auftrage .10 Vcrmälüung i-.wf.cro. •-** »»...v... _____ -________ ,_________ n ! i n Wien schlms er sich dem Herzog Heinrich,'"dem Löwen an. Im Nov. 1173 finden wir ihn «'2 und wurde im s. iMurentiusclwr des Doms beigesetzt. Am 26. Nov. 1886 fand man das Grab wieder; er lag in einem Steinsarg, auf dem ein rönmclier Sargdeckel lag. Die erlialtcnen Beste der Kleidung, Schuhe, Stab sind im Baulus- wuseum aufbewahrt, s. Weckerling, Die Römische Abtheilung des l'aulusmuscums, IL 50 lfm. Worms, E. Kranzbühler 1887 p. 8; Schneider in Bonner Jalwbuelwr 1887. Die Urkunden Konrads II. s. ÜB. I nr. 83—85. 87. 88. 92. 2 Die folgende Erzählung des MK. ist verworren und besieht sieh auf Konrad I. 40 Chronicon Wormatiense bilis vir Conradus episcopus tunc praof'uit tempore illo, quo Fridericus imperator augustus de Mcdiolano victor in Germaniam rodiens Moguntiam in minoribua ambitibus complanavit. Hie in cronica episcoporum nostrorum non subditur causa destruetionis Moguntiao civitaüs. Veruntamcn hoc fuit propter horren- ■■> dam mortem, quam saneto Arnoldo episcopo suo sibi dilectissimo inlulerunt, prout in historia ipsius saneti Arnoldi episcopi Mogunüncnsis habetur, quam usi habco l . Anno incarnationis dominicac 1181 iterum ecelesia saneti Petri in Wormatia dedieata est, et B invonitur ab Arnoldo archiepiscopo Trcvironsi cooperantibus tribus episeopis Conrado Wormatiensi soeundo episcopo, Hormanno Mai 3. m episcopo Monasteriensi et Ulrico episcopo Spirensi 6 nonas maii sub imperatore Friderico, qui tunc ibi erat oecupatus in causis imperii oxaminandis et maximo saneti Arnoldi archiepiscopi Moguntinensis amici sui 2 , prout dicitur hoc*. Et fluxcrunt anni a seeunda dedicatione huius ecelesiae, quac fuit tempore Bug- gonis 3 , usque ad istam, quae facta est sub Conrado episcopo seeundo 71, 15 et fluxcrunt anni ab ista tertia dedicatione usque ad tempora Friderici primi episcopi centum et unus b4 . Istud vero scripsit in quodam antiquo libro in maiori 0 ecelesia quidam Michael existens thesaurarius domini, prout ibi in- venitur. In diebus illis fuit in Wormacia gallus gallinac, qui quadrupes de 20 ovo exivit. uirl'is. Anno domini 1179 d quarto idus martii dedieavit istc Conradus seeun- dus capellam canonicorum de Franckenthal, quac sita est in opposito fratrum Augustinensium s , in honorem domini nostri Icsu Christi et saneüssimae cius genitricis gloriosac virginis Mariae et horum sanetorum reliquias, quorum in 25 altari continentur, scilicet Thomae apostoli, Mariae Magdalcnac de pcplo", sanetae Mariae virginis, Marci evangelistae, Matthaei apostoli, Iacobi apostoli, Mauritii protomartyris, Stcphani, Fabiani et Sebastiani, Nazarii, Basilidis, Cyrini et Naboris, Gcorgii martyris, sanetorum Innocentum f , Eustachii mar- tyris, Nicolai episcopi, Disibodi episcopi g , Auctoris archiepiscopi, David con- 3o fessoris h , Margarethae virginis, Pelagiae Cyriaci martyris, Gertrudis virginis, undeeim millium virginum. Haec in antiquo missali habentur. In eadem quoque historia legitur, quod gloriosus imperator Fridericus audiens multa mala, quae prineipes alii intulerunt saneto viro Arnoldo archiepiscopo Moguntino optimo amico suo et sibi multum caro, rediensque ex 35 Italia post imperialem suseeptam coronam, omnes illos sacrilegos coram 1 se Wormatiae responsuros domino episcopo evoeavit; ubi in praesentia totius curiae B. fol. 20: Anno domini 1181 etc. mit dem MK. übereinstimmend. ») 1: ut. b ) lAxdewig Bei. II, 102 blos: Et flux. a. ab ista tertia ded. — centum et unus. °) 1: meliori. "') 1: 1129. ») für peplo itt in 1 eine iO Lücke. f) 1: s. innocentium; 2: Innocentii; L. II, 103: Danitorum (sie!). g) V. ep. fehlt bei 1. h ) L: quoque. ') omnes illos — coram fehlt bei 1. 1 Vita et Martyrium Arnoldi archiepiscopi Mognntini bei Böhmer, Fontes III; 270 ff. und Jaffa, Bibl. III, 606 ff. 2 Im Mai 1181 war K. Friedrich in Ulm. 3 Die zweite EinweUrnng gescliah 6. Juni 1110. * Bischof Friedrich starb 12N3. ib * Das Kloster der regulirten Augustiner Chorherren in Franlientlial besass ein Haus in Worms, ÜB. II p. 272, 26. 344, 35. saeculi XV. 41 omnes in faciem suam ad pedes rcverendissimi pontificis corruentes, iuxta quod scriptum est: inimici eius terram lingcnt, in cinere et cilicio satisfacientes, poenas tanto facinori congruas dederont, et vindictam quae vulgo dicitur arncscara* in medio hieniis horridissimi tomporis quilibet in ordine suo, secundum suam digni- tatem vel conditionem, nudipos ad terminum usque statum, pro gratia tanti ponti- S ncis recuperanda, proprio collo congestans. Inprimis palatinus Rheni comes, sicut pnncipalis tanti flagitii auctor, canem per medium lutum portavit; alii autem sel- •am asinariam, alii subccllarii 1 ' instrumentum atque alii alia secundum suam con- venientiam, rigidis plantis algentibusque, totius in conspectu ferebant consilii. pcd quia isti, rcccdentc impcratorc ad Italiam, episcopum cundcm horrende 10 interfccerunt, ipsc impcrator rcdiens victor de Italia muros civitatis Mogun- tinensis subvertit 1 , ut supra dictum est 2 . Fuit ° autem inclusa, quae d tempore isto in Wormatia devote scrviens domino °o in iciuniis et orationibus multis, quam plurimi ob ° salutem animae suac visita- bant et monita salutis ab ca capiebant. Ad hanc inter caetcros venil aliquando vi- is sitationis gratia abbas Theobaldus de Schocnhovia iuxta Hcydelbergam, vir vene- llis, devota aliquotics cum illa miscens colloquia. Habcnt namque in urbe nostra curiam solemnem, in quam adhuc aliquotiens veniunt abbas et fratres eius 3 . ^uadarn autem vice, cum ad illam, Deo dirigente, saneta venisset virgo Hildc- gundis sub habitu incedens virili, praefata inclusa ab codem petiit abbate, ut illum so venem in suum reeiperet monastcrium. Illc vero nolens eam contristari, Uli precibus eius et putans eam idem abbas esse adoleecentem, post tergum um m codem equo sedere iussit. Quae cum loqueretur voce foeminea et gracili f * ei abbas: „Frater Ioseph, nondum mutasti vocem tuam"V Respondit illa: " niln o, nunquam mutabo illam". Adolescentem sc simulans, nomen Josophi M ' ctissimi sibi imposuorat, ut eum, quem validas temptationes vicisse noverat, tra duplicem hostem impugnatura, carnem scilicet et diabolum, memoriae 8 «ac aretius imprimeret, et per auxilium plenius sentiret; multas enim susti- molestias ante ingressum ordinis. Undc et innocenter pro furo aecusata, spensa fuit et per angelum domini liberata. In ordine vero inter viros 30 l > omnibus ignorantibus fralribus usque ad diem dormitionis suac, explctis iciter duobus annis, iuxta verbum angeli, quod sibi dixerat. Obiit autem Sanctn im. f. , - 30. April virgo 12 calendas man anno domini 1188, sole tendente ad occasum, lus pace Christi; cuius vita longe scribitur in dialogo, prima distinetione, qua- a gcsinio capitulo; sed ratione inclusac nostrac breviter hie ponitur 4 . 35 d ) }■ \ "' 2: arnestara - b ) 1: suhstellarii; 2: subtellarii. c ) 1: cum; L: Uuit. quodam. o) i : a( ], f) eo Caesariua; die lhs. haben: gratiali. Fontes rrf* 1 0stcrn 1163 - * °- P- 40 > x ff-> s - Martyrium Arnoldi bei Böhmer, IleiitJ 1 ', 277 ' * •■ ^- Itf-Oister s. v. Worms, Häuser. * Caesarius wruac. dmlogus ed. Strange, Bist. 1, cap. 4° (I, p. 47 ff.). 40 42 Chronicon Wormatiense Caput XXXVI. [Conünuatio episcoporum Wormaticnsium.] * Hcnricus de Traiccto, supcriori seilieet Mastricht, succcdons Conrado 23. Dez. secundo in cpiscopatu, obiit 10 calcnd. ianuarii, et scpultus est in medio '■> chori maioris ceclcsiae Wormaciensis l ; quantum sedit non invenio. Sub isto Pracdicatores introdueti sunt ad urbem nostram; sed videtur potius, quod sub Hcnrico secundo, qui statim sequitur, qui praefuit, ut in litcris patel, 1212 1212". Fundatum namque monastcrium Pracdicatoruin fuit anno doniini 1226 1226 b , statim in initio ordinis post mortem saneti Dominici anno quinto 2 . 10 Et quadragesimo 0 anno provincialc capitulum ibi servatum est primum; sed septum in ordinc domorum, prout infra locis suis dicetur. **Lupoldus 3 mortuo Hcnrico sucecssit in cpiscopatu, homo multum n. Jan. malitiosus et tyrannus magnus; qui obiit 16 calcnd. februarii. Huius me- minit Gacsarius monachus in dialogo suo, seeunda distinetione, capitulo nono 15 sie inquiens 4 : In Wormatia ante paueos annos quidam episcopus fuit, nomine Lupoldua, solo quidem nomine episcopus, opero autem tyrannus. Hie cum esset vanissimus, nihil in so habons pietatis, nihil religiositatis. Dicebat ei quodani tempore germanus suus, vir nobilis: „Domine episeope, multum scandalisatis nos laicos vestro exemplo. Antequam cssetis episcopus, aliquid Deum timebatis, modo 20 nil prorsus de eo curatis". Cui ille respondit: „Frater, duo vicini erant, ex quibus unus exemplo altcrius peceavit. Mortui sunt ambo, et dedueti in infernum. Cum essent in tormentis, unus alteri dicebat: „ „vac tibi, quia tuo exemplo provocatus" 1 ad pcccatuin merui hunc locum"". Cui alter: „ „bono vicine, si tibi plaoet * B. fol. 23: Hcnricus primus de Traieeto — ecelesio Worm. ** B. fol. 23 25 bringt über Lupoldua alias üiepoldus eine Notiz aus Nauclerus fol. 287 und Caesarius Heisterb. ») 1: 1226 •>) ftindatum — 1226 fehlt bei 1. °) 1: s. Dominici anno 45 provineiale etc. (1 ) die Ihs. haben: exemplo poceavi provocatus a. p. 1 Heinrich, scolasticus in Utredit, war seit August 1186 Notar in der Kanzlei 30 Friedrichs I. , dann Protonotar Friedrichs I. und Heinrichs VI. bis 3. Nov. 1191. In der Urkunde fit. 4704 wird er als Propst von Aaclien bezeichnet, s. Brcsslau, Ur- kundenlelvre I, 371) ff. 23. Febr. 1102 weiht ihn der Erzbischof Konrad I. von Mainz, Böhmer- Will, Heg. XXX, 258. Er starb 23. Bez. 1195. 2 s. ÜB. I nr. 145. 146. 149. 150. 151. 153. " Lupoid stammt nach den Untersuchungen von G. Schenk zu 35 Schivcinsberg, Korrespondenzblatt des Gcsammtvereins, 1875 nr. 5, aus dem früh erloschenen kleinen aber freien HerrengcsdilecM von Schemfeld, das seinen Sitz auf der Bura Schwarzenbcrg bei Ober-Sclieinfcid in Franken hatte. Er war ein Verwandter des Sparer Bisclwfs Ttowrad III. von Scliarfeneck und mütterlicherseits ein Neffe Tlischof Konrads II. von Worms; Schannat II, 99. I, 116. 1175 war er Propst in Wimpfen, 40 1178 Propst in Neuhausen, 1194 Bompropsl zu Worms, 1200 ivurdc er zum Abt von Lorsch gewählt. 6. Febr. 1196 urkundet er bereits als Bisclwf von Worms, IIB. I nr. 98. Ende des Jälwes 1200 wurde er von den Anhängern Philipps von Sehwaben zum Erzbiscltof von Mainz gewühlt, jedoch Papst lnnocenz III. erkannte ihn nicht an. Er starb 17. Januar 1217. Uebcr um vgl. Will, Rcgcsten II p. XXVIII ff., s. ÜB. 45 I nr. 98—106. 108. 115—118. II p. 721. 4 Caesarius Hcistcrbacensis, Bialogus, ed. Strange, Bist. II cap. 9. saeculi XV. 43 amplius sedcs mca, trade mihi illam, ut ogo tibi tradam meam"". Sic vobis dico rater»; quando venorimus ad inferos, si videbitur [vobia] b sodes mca honorabilior, ascendito eam et ego reeipiam vestram 0 ." ltespondit frator cius: „Mala consolatio haec". Istc Lupoldus episcopus ita diabolicus erat, ut tempore schismatis, quod s mter duos reges Ottonem IV et Philippum erat, cum sibi usurpasset episco- patum Moguntinensem ciusdom Philippi auetoritate, et multis bellis interesset, non parecret ecelesiis, non coemetcriis. Et cum milites sui ei dicerent: „Do- mine, non licet nobis spoliarc monasteria et coemeteria; respondit: „Si ossa mortuorum tollitia, tunc primum coemeterium d spoliatis" l . Istc prius fuit prae- 10 positus ecelesiae Nuhusensis; sed ab Innocentio III ob enormia facta sua cx- fiimurucatus extra terminum suac dioecesis imo et totius imperii relegatus est > et episcopatus Wormatiensis Sifrido archiepiscopo Moguntino commissus est in ordinationc divinorum. Unde et auxilio Philippi regis fretus, collecto xercitu, profectus est in Italiam, ipsum papam debellare. Quem etiam in di- 18 versis locis, quod dictu horribile est, idem papa ardentibus candelis exeommu- nicavit. Postea tarnen in odium imperatoris Ottonis IV officio et beneficio resUtutus est anno 1212. Vir iste saepe cecidit et valde, sed nescio utrum m2 nne per contritionem surrexit. Hoc scio, quod legatio, in qua hominem de- Posuit, multae dissensionis seminarium fuit. 20 Dicit autem in quadam litcra sua 8 sie*: In nomine sanetae et individuac •initatis. Suscitari solet interdum oblivionis nebula etc. Undo ego Lupoldus Dei fc> i ia humilis Wormatiensis ecclesio minister, reversus ab exterminio, in quo «esudavi, notum facio tarn praesentium fidclitati quam futurorum secuturae ritati, 1 W & referontibus canonicis de Nuhusa didici, qualiter dilectus nostor» 25 !• 'positus, attendens ecelesiae suao desolationcm, imo etiam iam imminentom ex urna hostilitatc destruetionem, canonicorumque suorum stipondiis non modicani ' uationom divina inspiratione compunetus, confratrum suorum praebondas pie audabilitor in suae salutis augmentum duxit ampliandas, ut f ibi Dco ser- tos honestius vivere et in divinis Deo possent frequentius laborarc et« famu- SO • nabito itaquo super hac ordinationc 1 ' domini Sifridi Moguntinensis 1 archi- l opi consilio et doliberationc, qui eo tempore, quia k extra terminos nostrac 11 t-p 818 . lmo c ^ am totius imperii relegatus fueram, administrationemi a summo nee m nostro episcopatu habebat in divinorum ordinationc, iurc m patronatus um ccclcsiarum videlicet Ebernberg, Ilofhcym 11 , Moguntincnsis dioecesis, [et Ost- 35 nostrac dioecesis] 0 quoadP praeposituram ecclesiaoi de Nuhusen, quae ad * -B- fol. 23. d) r ' die Ilsa.: fratres. •>) v. fehlt in den IIsi. c ) 1 tt. 2: ot reeipite vestram. bei ] ae * a "»»- eimitoria. 0) 1 u. 2: eorum. f) B: ut et; 1 u. 2: et ut. 8) I. et fehlt ordWi ' 1 "• 2: re - ') M °g- f ehli bei 1 u. 2. k ) 2: quo. l ) die Hst. 40 Hanne "r Sch " adm ' m ) 2; iuri; ScL: iua ' L ' 1 iu " 8i n) 1: lra,1 ß e " s ; 2: Ilffbte^" 1 ' Manheym; B: Ilovlieim. °) Dos eingeklammerte fehlt bei 1 u. 2, B: p ) 1: quo ad; 2 u. B: quod ad. '') eccl. fehlt in den llss. nocenti T> C f°ty en d m Worte: Qui cum ossot privatus ab officio et beneficio ab In- s Der S t * I> ' 1 1>ro P tor .invasionem iam dicti Episcopatus, hat der MK. ausgelassen. 45 3 Unvo)lf S ' J ! . x ^ ra t°i'niinum — relegatus ist der Urkunde u. Zeile 32 f. entnommen. ScluinZ , ,. % abfledrucU bei Schannat II, 97 ex chron. Worm. m. s., also lag Mwa4 *e«Me Quelle vor wie unserm MK. 44 Chronicon Wormatiense episcopatum Wormatiensem» spectare dinoscitur, de bona ipaius voluntafce et capi- tuli sui froquenti petitione absolute rcnuncians, [cidcm ecclosiae et capitulo Nu- husen adunavit. Qua in re] b ordinationem domini Moguntini et factum [dilecti nostri| Hcnrici pracpoaiti [petitione saepedictac ecclesiac et divinae remunerationis 5 intuitu] rataoi et ineonvulsam habui, et ut docuit, perfecte approbavi etc. Acta 2. Dez. Bunt haeo anno dominicae incarnationis 1212 quarto nonas decembris.* Itom dcdit dominis in Nuhuscn quaedam bona in Botzheim cum litera lali: Holocausturn tcmporalis sublimitatis etc. Ego Lupoldus Dei gratia et 0 dementia Wormationsia episcopus humilia miniatcr Nuhuscnais ecclesiac ex ape- l» cialibue pietatis suao amplexus visceribus de commiaaa meac diapenaationi suli- 1217 atantia aliquid rogare diapoaui. Acta sunt haec anno domini 1217 l . Alia quoquc etiam d bona eis dcdit. Caput XXXVII. De quadam puella Hebraca sive Iudaea a quodam im- i5 praegnata, quam cum parentes crcderent parituram Mcssiam, pcperit filiam; ex Cacsario. Idem quoquc Cacsarius, qui huius Lupoldi, ut dictum est, fecit mentio- nem, etiam seeundum scribit factum cuiusdam Iudeac impraegnatae a quodam Gbristiano, in seeunda distinetione, vicesimo quinto capitulo 2 , diecns sie: 20 In civitato Wormatia ludaoua quidam manebat, filiam habena formoaam". Ilanc iuvenis quidam clericus in vicino f habitana adamavit, devirginavit et imprae- gnavit. Erant enim domus illorum aatis contiguae, et poterat idem elericua sine nota frequentius intrare, et pro lubitu loqui cum virgine. Non enim tune habitabant, simul prout modo maHent, sed unusquisque habitabat ubi poterat. 25 lila ergo intclligens se coneepisse, dixit iuveni: „Concepi; quid nunc faciamV Si cognoverit pater meus, interficiet me". Respondit clericus: „Noli timore. Bene liberabo te. Si dixerit tibi pater tuus vol mater: quid est, filiaV venter tuuö intumescit, vidoria nobis coneepisse; tunc respondebia: „ „Si concepi, nescio; hoc scio, quod virgo sum, et nondum virum cognovi."" Ego bene agam cum 30 Ulis, ut credant tibi", llle diligentissime cogitana, qualiter liberaret pucllam huiuamodi trufam invenit. Tollena arundinem in silentio noctis ad fencatram * B. fol. 23' 1 : Item consularii Worm. dederunt dominis in Nuhuscn literam contractus super bonis ultra Rhenum. Acta sunt hoc Wormacie in pallaeio episco- Oll pali anno dominice incarnaoionis 1213 nonas iulii. Iuxta dictum iatius literc patet, 7. Juit. 35 q U0( j temporibus Lupoldi conaulatua sedobat in aula pallacii episcopalis et de post apostovaverunt, quaproptor Henricus de Saraponte eos rodogit et ad pallacium coegit. Dann folgt ein Excerpt aus Nauclerus über das Scisma in der Mainzer an Kirche. Obiit 13 kalen. februarii anno 1217. 20. Jan. ______________ a ) W. fehlt, bei 1 u. 2. b ) Der Text bei 1 u. 2 r/ans verstümmelt: renuncians 40 quin et ord. d. M. et f. H. praepositi ut deeuit reetam et iiiconvuluam habui et approbavi; B ijiebt den Text hier verkürzt. °) gratia et fehlt bei 2. '1) etiam fehlt bei 1. e) 2: famosam. f ) 1 u. 2: vicinio. 1 Die Urkunde ist nicht mehr vorhanden. 2 Cacsarius II, 25, cd. Strange I p. 94 f. Der MK. benutzte wahrscheinlich die Editio prineeps Coloniae [1476]. ltl saeculi XV. 45 camerao, iuxta quam illos dormirc noverat, accessit, et verba huiuamodi per immisaam fistulam sibilavit: „0 iuati et Deo dilecti homines", propriia nomi- mbus cos exprimens, „gaudete; ecce filia veatra virgo concepit filium, et ipae Mit liborator populi veatri Iarael". Statimque paululum retraxit arundinem. A u nunc voccm ludaeus expergei'actua exeitavit uxorem auam, dicens ei: „Nuin- •luid non audisti, quid nobia locuta ait caelica vox." Reapondit mulier: „Non". '* die: „Oremua, ut et tu audire digneria". Orantibua eis, clericus ad feneatram stana, et diligentcr, quid loqucrentur, auacultana, poat morulam eadem verba luae supra repetivit atque adiecit: „Magnuin debetia filiae veatrae exhibere honorem, magnam curam adhibere, et cum multa diligentia servare puerum de ewa virgineo corpore nasciturum. Ipse enim Messias est, quem expectatia." " oxaultantea* et post repetitionem facti certiores, vix diem expectare potue- mnt. Puellam vero considerantea intumescente aliquantulum utero concepiaae, werunt ad illam: „Die nobis filia, de quo coneeperiar" Quibua illa, aicut euoeta fuit, reapondit. Tunc illi vix prae gaudio aese capientes non potuerunt tb Hli °°ntinere, quin familiaribuB suis dicerent, quid ab angelo audierint. Illi vero ctius referontes per totam pene patriam divulgaverunt, quod talia virgo et 1 la Uhus Iudaei Moaaiam Iudaeorum esset paritura. Deliinc instante tempore pariondi multi ad domum patris puellae confluxerunt Iudaei, cupientes nova ivitate diu deaidei - ata laetificari. Sed iustus Deua vanam apom iniquorum con- 20 '. ln fabulam, gaudium in tristitiam, exapeetationem in confusionem. Et merito, 1 ia > patrea olim cum Herode de nativitato aalutifera filii Dei turbati sunt, deeuit, wtis temporibus tali illuderentur phantaamate. Quid plura? affuit hora, ut pa- misera, et ecce seeundum consuetudinem mulierum dolor gemitua et clamor. andern post multos cruciatus enixa ;eat infantem, non tarnen Messiam, sed » ,lln - Quo cognito, valde confusi et turbati 0 sunt Iudaei. Ex quibus unua i multa indignatione parvulum pede apprehendena allisit ad parietem. Quid en i poat haec de puella actum sit, non dicit scriptor, nisi quod pater eins ? '. terena afflixit eam et cum tormentis extorsit ab illa confessionem totius 0 1 - Oe conversione tarnen cius ad Christum nihil legitur. Haec sunt 30 • iae civitatis Iudaeorum facta lamentabilia. Et merito non meruerunt ere filium, ne aliquo modo causam haberent, licet vanam insultandi ^hnstianis. Caput XXXVIII. [Continuatio opiscoporum Wormatiensiurn.] ar. Mortuo Lupoldo praedicto successit * Henricus* seeundus ,l filius comitis "■raponte, praepositus Nuhusensis, cuius supra memini, qui beneficit Colin Ni l ^' 24; Henricus seeundus filius comitis de Saraponte antea prepositua Di-,,, -x 8011 oloc tus ost anno 1217. Hie multa bona fecit ecclesie a. Ciriaci dum i^PositusJuit. Et quoque episcopus. 4 0 d ) 1 «. "* '"' exu '* au *es. !)) 1: qnoniam; 2: quorum. °) Ott. fehlen beil. _____ • ■*•' II. filius seeundua. "• !>■ 44 " r ^ l > Oraf von Saarbrücken, kommt 1212 ah l*ropst von Neuhaunem, vor, > 4, utul IHM als ]*rof>ftt der Domkirchc in Worms. Er wurde, nach dem Tode 1217 4G Chronicon Wormatienso legio adhuc existens ibi praepositus. *Vcruntamen factus episcopus Worma- tiensis dedit literam de praebenda vacante dominis in Nuhusen, quae debot 1218 deservire ecclesiae ad tres annos a . Datum 1218 l . Item alio tempore dedit literam 1239 super duas praebendas vacantes praedicto capitulo anno domini 1229*. Quam lite- '•>' ram Gregorius nonus papa approbavit et confirmavit ad instinctum Henrici Amel- lae canonici Nuhusensis anno pontiflcatus sui sceundo 3 ). **Iste Henricus episcopus Wormatiensis omnem clerum Wormatiensem de Omnibus redditibus eeclesiarum b a teloneo penitus absolvit, qui ante tempora tantum a praebendis redditibus fuerat 1234 absolutus, anno domini 1234. Item iste consiliarios civitatis Wormatiensis, cum io ossent 40 numero, decurtavit usque ad quindecim. Praeterea insignem domum communitatis vulgariter dictam der Burgerhoff c funditus extirpavit. Societatem, quae vulgariter vocatur die Bruderschaft^ in Wormatiensi civitate destruxit ad 13 - ) J '' 1 ' commodum et libertatem omnium vendentium et ementium. ***Anno domini 1221 in die sanctae Margarethao in civitate Wormatiensi incensus est ignis in crepusculo U in domo Reymari in opposito fori, et concrematae sunt omnes domus mercatorum et veteres gades usque ad hospitale, quod tum dicitur antiquum hospitale. Et sie per totum forum ignis grassatus est. Similiter et per vicum Hagenonis et per maiorem partem vici de Lana. Item ecclesia saneti Pauli etiam concremata est cum medietate civitatis; per quod incendium cives Wormatienscs magna damna 20 ineurrerunt 4 . Eodom anno intravorunt fratres minores in Wormatiam*, qui non diu in reformatione manserunt, sive ex paupertato sivo ex mala prima institutiono. Inceperunt namque emere redditus et alia immobilia, a quibus rogula corum iiro- hibet, et sie adhuc hodie non reformati manent. ****Item d Henricus, ut supra dictum est, contentiones habens cum civibus 2. r . iussu Henrici imperatoris concordati sunt per Moguntinensem dominum et Con- radum episcopum Spirensem et marggravium de Baden in Francfordia anno domini 1238 1238, prout litora et copia de hoc a civibus habetur. In qua copia etc.*. *****Iste cum esset potons utpote comes de Sarabrucken subiecit sibi civitatem Wormatiensem, sed cum nollent sibi obedire, interdictum in civitatem imposuit. Et cum nee 3o sie profecerit, omnes iussit oxire sacerdotes oxceptis plebanis, qui tarnen prohibiti fuerunt sacramentum daro infirmis, nisi si convalescentes promittant, episcopo suo * B. fol. 24: Hie dedit literam — anno domini 1229. ** B. fol. 25: Anno domini 1234. Idem Henricus episcopus W. — vendentium et ementium destruxit. *** 11. fol. 25: Anno 1221 — adhuc hodie non reformati manent. **** jj f 0 i 24: Tandem cum hie multas contentiones etc. mit dem Except der Urkunde, wie MK. ***** jj t f 0 i 24: Iste Henricus, cum esset potens — ab inter- dicto absoluti sunt. a ) 1: tros annis. •') 2: oius. c ) 2: Burcklioff; am Rande: reoentior m.anus addidit: BürgorhofF. (1 ) 1: idem. 40 Lupoid* in zwiespältiger Wald Bischof von Worms, s. Pottliast nr. 5807, und die Regalien erlangte er von, K. Friedrich IL erst, nachdem er sich in Übereinstimmung mit den Ministerialen, den Ruthen und den Bürgern von Worms verpflichtet hatte', den König mit Wimpfen zu belelvnen, s. ÜB. I nr. 123. Seit 22. Aug. 1220 crsclieint er in den 'Urkunden als episcopus. Seine Regierungsperiode ist für die Stadt durch die 4:, VerfassungsMmpfe höchst bedeutsam. Er'starb 24. Sept. 1234 nach dem Necrol. Wimp. bei Sclumnat I, 371. Nach den Ann. Worm. (Biscliofschronilc = MK.) Böhmer, fontes II, 163 am 12. Sept. 1 Diese Urkunde ist nicht crlwdten. 2 Ebenfalls nicht. * Die Urkunde Gregors IX. ist nicht erhalten. Heinrich Amella canonicus Nuh. kommt in der Ur- m künde 1227 Uli. I nr. 142 vor. * »• «■ Chronicon Worm. B dto. 6 Abgedruckt ÜB. II, p. 723. saoculi XV. 47 assistere in omnibus causis. Nee permiserunt sepelire corpora aliqua, et hoc cot- tidie augmentatum per annum permansit. Intcr haec quidam cives nolentes hoc amplius sustinere, partialitatem suscitabant" in urbe. Quod videns consulatus et timens deteriora, per sapientiam quorundam dominorum maioris ecclesiae pacem fieri affeetabant et suseipiebant >. Acta sunt haec 1233 b . Et sie ab interdicto libe- 5 »M rati sunt. *Heinricus seeundus episcopus Wormatiensis iste etiam ineepit inchoa- vit sive fundavit monasterium in Kirsgarten extra muros civitatis Wormatiensis versus Spiram in arca sive horto 0 dominorum maioris ecclesiae, quem liortum 0 quidam (1 Richezo camerarius domini Wormatiensis in feudum habuit io ab ipsis dominis, et postea de licentia domini Landolphi, qui sequitur, mo- nasterio in proprium dedit et resignavit 2 . Henricus iste monasterium prae- fatum ineepit et sororcs aliquas ibi introduxit, fueruntque ibi moniales fere per ducentos, ab anno domini 1226 usque ad annum domini 1441°. Et 122c- tunc deficientibus ibi monialibus Gisterciensis ordinis introdueti sunt pro eis 15 canonici reguläres, qui usque modo ibi sunt. Gregorius papa nonus largas dedit indulgentias accedentibus ad dictum locum vel qui adiutorium praestite- rint de bonis sibi collatis et 20 dies de iniuneta poenitentia sibi relaxat. Alexander papa IV privilegia etiam plura dedit. Innocentius papa IV sub protectione sedis apostolicae praedictum reeepit locum. Similiter et Urbanus 20 Papa quartus et Gregorius papa deeimus et Clemens papa sextus privilegia plura dederunt loco isti. Henricus quoque imperator VII, qui fuit anno domini 1310, et Rudolpbus imperator, qui fuit 1292, sub suam protectionem bona monasterii reeeperunt, prout de his bullac magnae testantur. Mulli quoque episcopi indulgentias magnas et multas accedentibus ad locum ipsum devo- 25 ''oms causa largiuntur, vel qui adiutrices manus ad aedificia porrexerint, Pf out bullae de hoc scriptae protestantur cum sigillis multis 3 . Sunt autem multae valdc ibi indulgentiae in festis dedicationis ecclesiae, in die nativitatis Christi, resurrectionis, ascensionis atque pentecostes et in singulis festis beatae Mariae genetricis atque per oetavas praediclarum festarum f . Sunt etiam 30 multae reliquiae nobiles«, quae necesse non est modo nominare, quia alibi Posui, prout melius convenit. Fueruntque sorores praedietae in loco illo qua- ^'aginta annis sine ecclesia, sed postea ditalae multis et pretiosis reliquiis, cum eisdem hinc inde nuntios mittentes, multam peeuniam collegerunt; unde et Urne tantum dederunt, quod modo ad dandum amplius nihil sc putant s:> habere. Ideo in dedicationc ecclesiae modo nec unum denarium offerunt, . * B. fol. 2, r >: Anno 1220 fratres Tredicatores intraverunt in Worm. ab obitu Oeati Dominici anno quinto sub Oregorio IX papa. Anno 1296. Inchoatuni ext iionasterium nionialium im Kirszgarten dictum apud Worm., quod prefatus Henricus fundavit. Et ipse norores introduxit, cuius abbatissa Beatrix, que scripsit 40 Sraduale, quod hodic habetur in Sc.honaw ad lusmn organi. a) /: sustiiiobant, •>) / w/prüngUch 1288 korrigiert in 1233; 2 u. B: 1233. ' 1: Orto, 'l) /.- s i qnldem. ") 7: ab aiino domini 1441. f ) / «. 2: civi- •'"'""• «) /: notabüet. 1 8. M. Ghronicon, Worm. 2 IIB. J nr. 18<> 8. Aug. 1237. 3 Eine grosse 4S Anzahl der Urkunden des Klosters Kirschgarten s'intl im Staatsarchiv Luzern aufbewalvrt. 1310 48 Chronicon Wormatiense sed refectionem non praetereunt. Optima quoquc fuit in loco isto reformatio, qui ab initio prout in omnibus videtur libris et literis dictus fuit Hortus beatae Mariae virginis. Sed quia locus ante monasterii constructionem locus vel hortus fuit cerasorum, ab ore rusticorum vcl puerorum nomen Kirsgart 5 non potuit amoveri. Item quia multis annis in optima manserunt regulari vita a , a pontificibus Romanis et etiam ab imperatoribus multis privilegiis dotatae fuerunt, prout modo supra dictum est. Sed circa annum domini non 1 400 et ultra a pristino fervore deficientes per nobilium filias, quas etiam ali- quando symoniaco receperant, prout in litera quadam antiqua inveni, monasterium io paulatim deficere coepit, et tandem iusto Dei iudicio omnibus per pestilentiam extinctis, locus multo tempore stetit desolatus, prout infra dicetur. Et nihil in eo remansit non alienatum vel impignoratum, quod monasterium tarnen reguläres nunc in eo manentes ad pristinum pro parte rcduxerunt statum, more rusticorum in luto et latcre, finitis divinis insimul laborantes. Inveni- 15 mus etiam ibi in quadam antiqua litera, notabiles imo et sanctas personas Hornisse. E quibus una fuit abbatissa Beatrix dicta, quae multa bona fecit monastcrio. Sed quia desolatus stetit 1 ' locus annis pluribus, omnes libri et literae annihilatae sunt et deperditae. ' 2 'i23?'' *Obiit autem Henricua episcopus praedictus 1234 secundo idus RcptombriB 20 et sepultus est in medio chori a latere dccani sub lapidibus dictis 0 vulgariter die Schieferstein d . 1331 Juli Anno domini 1231 mense iulio in civitate Wormatiensi incensus est ignis in domo Herbordi militis in vico Panis, in quo stat domus dicta Dimer- stein; et sie exustum est monasterium saneti Pauli ex una parte usque ad 25 portam Iudaeorum et ex altera parte superius usque ad portam Pavonum, et quiequid erat versus Rhenum; damnum intulit inaestimabile l . ■j-j J jimi **Anno domini 1234 die quae praecedit vigiliam nativitatis lohannis baptistae, in civitate Wormatiensi in noete incensus est ignis in curia Sigilonis Gozmari, quae nunc dicitur Schoneck; et exusta fuit civitas totalis, inferius ao usque ad murum civitatis, et superius usque ad finem vici saneti l'etri prope ripam. Cum inaestimabili damno'- 2 . Sed prob dolor! nee ista ultima fuit, ut infra dicetur. Caput XXXIX. [Continuatio episcoporum Wormaticnsium.] 3r , ***Landolpbus 3 successit in episcopatu Wormatiensi Heinrico secundo, vi33 de quo dictum est, qui fuit in episcopum electus anno domini 1233 et sedit * = B. fol. 25. ** B. fol 25*: Anno domini 1234, die 22 mensis iunii, in die 10 milium martyrum incensus est ignis — prope ripam. *** B. fol. 2ß: Landolft'us olectus anno domini 1234. Hie in Novamonasterio pro nigris sororibus 40 ordinis saneti Benedicti posuit Cistercienscs moniales. Nam nigras expulit propter malam vitam ipsarum, quam degebant. B. 28: Sedit annis 13. Obiit in die Me- a ) /: regularitor. b ) 1: fuit. c ) /: dictus. «') M 2; 1: Schevorstcin. 1 s. u. Chronicon Worm. 2 s. u. (Vwonicon Worm. a Landolfw stammte aus einem auf der Burg Holieneck bei Kaiserslautern sessliuftcn Ministerialen- saeculi XV. 49 annis tredecim. Iste multa bona fecit maiori ecclesiae Wormatiensi, similiter et aliis monasteriis. Unde et in monasterium monialium in suburbio versus Spiram, quod Nonnenmunster dicitur, moniales de ordine beati Benedicti ex- pulit propter vitam suam malam et moniales Cistercienses introduxit, quae et hodie ibi sunt 1 . Moriens autem anno domini 1246 sepultus est in eodem 5 monasterio ante altare beatissimae Mariae virginis Dei genitricis in die beati Medardi episcopi. Iste dedit dominis in Nuhusen literam donationis super »•*■*. bonis Henrici Hellecraponis civis Wormatiensis, quae habuit in Herleshem. Actum anno domini 1242 mense iulio. Composuit autem pacem iubente rege Romanorum Conrado, Friderici secundi filio, inter venerabiles domi- »o nos a de Nuhusen et cives Wormatienses, qui vallum et aedificia Nuhusensis collegii tempore Henrici episcopi praedicti destruxerant, pro eo quod ipse Henricus contra cives pugnaret b , de quo tarnen nihil supra posui, quia in catalogo episcoporum hoc non reperi, sed in libro compositionis istius inve- nitur 2 . Acta sunt haec anno domini 1242 mense iunii, praesentibus multis 15 ab imperatore Conrado missis. 1242 *Anno domini 1242, quoniam fuit dies palmarum, idus aprilis, hora 13. April vesperarum, in civitate Wormatiensi incensus est ignis miserabilis prope eccle- «am sancti Andreae; et plus quam medietas civitatis totaliter cum aediflciis infra iacentibus concremata est penitus. Et plus quam trecenti homines in igne 20 exusti et suffocati sunt. Quis hoc aestimare possit? 3 qui tarnen in coemeterio sancti Magni sepulti sunt. Iste Kirsgart valde promovit et singularis fautor hodie dicitur fuisse, cuius et fratres loci eiusdem in quatuor temporibus mentionem faciunt. Unde et locum ipsum sororibus in perpetuum confirmavit cum tali bulla 4 etc. 25 Haec vero litera pulchre reservata est usque in praesens in praedicto coenobio. Idem vero Landolphus diligens hoc monasterium aliam bullam dedit promotionis loci illius, quae etiam adhuc ibi reservatur 5 ). Obiit autem anno domini 1246. »*« jjardi hoc est 6 idus iunii anni domini 1247. Sepultus in Newenmünster ante altare 30 oeate Marie virginis sub lapide marmoreo, nulluni habens epitaphium, an ex humi- utate vel negligencia factum sit ignoratur. B. fol. 26: Anno domini 1242 in die palmarum idus aprilis — sepulti sunt. a ) 1: domus. b ) 1: pugnaverat. Qeschlecht, vgl. Lefimann, Urkundl. Geschichte der Burgen und Schlösser der bayr. 35 "falz V, 46 ff. Sein ältester Bruder Reinhard war BeicJisschultlieiss zu Lauter, ein anderer nennt sich scultetus de Honecken und ein dritter war Bürger von Worms, j- I P- 397 f. L. war Dekan des Doms zu Worms, vielleicht auch variier Cantor, ■?:. ■? P- J0Ö > Jö - Er wurde am 6. Okt. 1234 zum Bischof gewählt, schloss sich enge ow König Heinrich (VII.) an, während die Bürger treu zu Kaiser Friedrich II. 40 kielten, und er musste, als der Kaiser 4. Juli 1235 einen glänzenden Einzug in Worms 2,' ^ u fl uc ht i m Kloster Nonnenmünster suchen. Erst im Jahre 1236 erlangte er, n aclidem er sich beim Papst persönlich gerechtfertigt liattc, die (hnade des Kaisers, noch um 16, Okt. heisst er electus, seitdem episcopus. Seitdem hielt er treu zum Kaiier "* w w dadurch konnte er sich in der staufisch gesinnten Stadt belmupten. Am 45 f-Juni 1247 starb er, s. Ann. Warm. 169 (hingegen nach dem Necrol. s. Martini w orm., Sclmnnat I, 375, erst am 11. Juni). 1 ÜB. I nr. 183. * ÜB. I nr. 203. 3 s. u. Chron. Warm. * s. ÜB. 1 w - 186. » Wahrscheinlich ist die Urkunde nr. 201 des ÜB. I gemeint. "Wormsor Chroniken. 4 50 Chronikon Wormatienso 123s * Fridericus secundus venit Wormatiam a anno domini 1235 contra filium 4. mm Henricam et consiliarios cius in die sancti Ulrici cum duodecim episcopis, qui im- peratorem ibi cum gloria suaceperunt. Inter quoa erat Landolphus episcopus Wor- maticnsis, iinperatori non acceptus, pro eo, quod filio eius contra ipsum adhaeaerat. 5 Et sie superior conventio tempore Henrici epiacopi immutata fuit et non tenta b ad tempus, donec ° iterum interdicto posito supradieta conventio reeepta itoruni fuit pro eo, quod Henricus filius imperatoria favebat Landolpho epiacopo. In8uper Henricua praedictua, cum peteret a Wormatienaibua adiutorium, quemadmodum et ab aliis, et illi ob iuramentum patri d praestitum nollcnt aibi mittere, venit contra 10 eoa cum 0 potentia, mittena ad eoa nobilea multoa cum epiacopo Landolpho, ut eoa aibi reconciliaret. Sed cum nollent obedire, undique oos invadere coepit, iubena, ut omnea qui posaent eoa invaderent, ubieunque poaaent. Et sie infinita austi- nentea damna, egredi civea portaa urbia non poterant. Illi vero animum coneipientea ruteroa armatoa equitea et peditea ad ae reeipientes et in domibua auia eoa nutrien- 11 tes seeunduni possibilitatem singulorum. Et licet aic gravisaime aretati eaaent, ad- huc tarnen ab obedientia Friderici aeeundi removori nullo modo poterant. Henricus autem videna eoa non poaae ad se trahere, contraxit undique consiliarios circa "ijff" Oppenheim post festum paschae in die Marci anno domini 1235 et quinque millia armatorum habens eos misit contra Wormatiensca, qui venientea eos vexare coe- 20 peru, dehinc in Siciliam missus est cum galea, ubi usque ad diem mortia auae in caatro quodam sub areta et diligenti custodia fuit. **** Imperator autem iram auam contra adiutorea filii effundens omnes persequi :to coepit et quam' maxime Landolphum episcopum, quem ab urbe fugavit. Sed inter- cedentibua pro eo.multis miaericordiam impetrare non***** potuit 1 . Juli 1230 Interea Fridericus pergens ad Lombardiam filio suo Conrado et Conrado epiacopo Moguntinenai Teutoniam commisit k2 ; sed exeommunicato Friderico epi- scopus praefatus publicare noluit, licet saepe a papa admonitua fuit; ratio autein 30 fuit 1 , quia ipso procurator sive tutor Conradi filii eius fuit'. Mortuo autem papa 1243 anno domini 1242 Conradus praedictua auis mandavit suffraganeis praedietam ex- communicationem, propter quod et timor et tremor 1 » 1 omnea invasit et mala plurima aecuta aunt. * B. feil. 26*: Fridericus aeeundua imperator venit Wormaciam — in forma 40 mendicantium civitatem exierunt (föl. 27*). ** B: regia Germanorum. *** B: Altzen. **** B: habebatur. ***** B: difficulter p. a ) 2: Wormaciae. '') 1: tanta. °) iterum conventio roeepta ist hei t auii- 1/danxen. '1) 1: primi. e ) so B; heim MK. fehlend. f ) sed fehlt in 1 u. 2. 8) 1: f'ugati sunt. •') /: Alsheim. ') 1: eft'undans atque maximo L. k ) der Text 45 des MK. ist ganz entstellt: et episcopum C'onradum Moguntiiiünaein. ') r. a. f. bei B; fehlt in 1 u, 2. m ) et treioor fehlt hei 1. 1 s. Ohmnkon Worm. 2 Juli 1230 wird Konrad zum lleicltsvcrweser bestellt, s. B.-F. nr. 4383 y . n Sifrid von Mainz Iteisst in der 'J'hat in Urkunden nacri imperii per Germaniam procurator B.-F. 4386". 4390. saeculi XV. 5 t *Postea Syfridus archiepiscopus Moguntinus succedens factus est inimicus capitalia Wormaticnsium', faciens eis damna multa cum multis nobilibus, habebant- que tunc W ormatienses tribulationem magnam, neminem habentes adiutorem, [hostem] palatinum Ottonem et marggravinm Hermannum Badensem», qui eis dam- num inferre non sinebant, in quantum praevaluerunt. **Idem Syfridus praedictus t invadens civitatem Wormatiensem valde damnificavit et cives multos valde capti- vavit, punions cos usque ad mortem. Insuper et eos excommunicavit et alios ad hoc instigavit, maxime episcopum Wormatiensem***. Et si hoc non fecerit, presbyteros omnes eiusdem civitatis ab omni obedientia absolvit. Sed cives cum episcopo**** hoc non acceptantes ad curiam appellabant; licet tunc papa non esset electus. 10 Llecto vero b papa ***** iterum interdictum statutum est in civitate nostra anno domini 1245, propter quod multi exierunt sacerdotes et monachi. ****** (Joeperunt- 1245 que Conradum imperatorem multi persequi episcopi, et non erat pax in omni terra. 01 quis autem exierit civitatem tunc temporis, huic usque in perpetuum c non licuit implius civitatem d ingredi, amissa etiam e omni civitate et iurisdictione; eratque 15 tunc temporis tribulatio magna in civitate Wormaticnsi tarn ab f episcopo proprio quam a« Moguntino et Coloniensi archiepiscopis, qui intus cum interdicto et extra vexationibus et tribulationibus eos rmiltum molestabant, dicentes eos haereticos et n on Christianos bonos, eo quod' 1 adhaerebant imperatori haeretico Friderico et schismatico. Inter haec tarnen licet innumera paterentur damna rerum, adhuc 20 amen ab imperatore Friderico recedero noluerunt, sed multi ex hoc cives depaupe- rati in forma mendicantium civitatem exiorunt 2 . Anno domini 1242 Fridericus sororem regis Angliae sibi in matrimo- 1242 mum copulavit et nuptias in Wormatia solemniter celebravit ad urbis noslrae gloriam 3 . Civitas autem nostra iterum combusta est pene usque ad medie- 2,'. tatem *, et insuper proeliis, interdicto aliisque calamitatibus vexata 1 , ut vix bodie recuperare valeat. t Tempore Richard! episcopi Emicho quoquc oomei de Leiningen totis suis coepit viribus ipsum Richardum episcopum velle capere. Quod perpen- uentes cives, ne eis in k magnum eveniret detrimentumtti ipsum Richardum :io civitatem intrare permiserunt, et consilio quorundam consulum ipsc Richardus Portam exivit sancti Andreae et statim auxilio multorum armatorum per portam s ancti Martini reintravit ad urhernftt- Sed altera die missam cantans cum „.„ . * -B fol. 27: Tandem mortuo Conrado episcopo Siffridus etc. ** B fol. 27: öittndus autem predictus etc. *** B fol. 27 b : ep. W. mandans sibi interdictum. U ^t si hoc etc. **** Bfol. 27 h : cum episcopo Landolpho etc. ***** B fol. 27'': papa videlicet Tnnocencius quartus etc. ****** -ß f 0 \_ ^b : Ceperantque multi episcopi persequi Conradum regem Germanorum et etc. t B fol. 29: Emicho autem comes de Lyningen totis viribus suis intendebat capere episcopum Richar- Uu m-_ Quod — Actum in die cathedra s. Pctri anno domini 1253. ff Bfol. 29: 40 " e eis maius monitorium inde inveniret detrimentum etc. fft B: m. a. portam s. M. reintravit ad urbem. a ) Der Text, int hier durchaus verdorben; Ludwig schiebt, hostem vor palatinum e "h das die Hss. nicht haben; s. Zorn p. 80 B: nisi palatinum etc. !>) 1: Licet tunc I'apa iterum. c) 1: huic in perpetuum usque non. d ) C. fehlt bei 2. e ) 1: enim. 45 j," 0 B., ah fehlt in allen Hss. B) a fehlt bei 2. •') 1: eoque. >) Der ex t in 1 ganz verdorben: calamitati constit. vexa. k ) 1: ne in iis. ' s. Ann. Worm. 2 s. u. Chron. Worm. Zorn p. 86. 3 Vielmehr ». Juli 72.?ö, s. u. Chron. Worm. « s. oben. 52 Chronicon Wormatiense aacerdotibus et civibus curiam tenuit*. Simile autem apud nos nunquam con- 1353 tigit*., Actum anno domini 1253 in cathedra s. Petri 1 ; habebantque tunc sacerdotes ad tempus pacem. In aliis tarnen locis pene nulla pax erat. Richenstein castrum iuxta Bingen ad Rhenum captum est. Et ** licet episcopus 5 tali, ut dictum est, modo intrasset, cives tarnen illius nolebant facere volun- tatem. ***Rex Wilhelmus misit unum militem de Eppenstein et Rudelsheim ad Wormatienses, ut secum componerent; sed responsum non acceperunt de hoc, et sie iterum civitas interdicto supponenda erat; sed Providentia abbatis Waltheri b 10 de Erbach protelatum est. ****Sed cum nee post illud tempus cives Wormatienses ab imperatore Friderico ***** et filio eius Conrado desisterent, licet do hoc saepe ab episcopo Richardo admoniti essent, iterum civitatem Wormatien- sem interdicto supposuit dominica die post festum assumptionis gloriosae vir- ginis Mariae ******. Interea convocatis omnibus de parte regia Wilhelmi in 1! curia sua, qui nominabantur „Timentes Deum", dulciter et amicabiliter satis ab illis consilium quaesivit 0 , quomodo subveniendum esset sanetae matri ecclesiae f. Tunc tt ilü unanimiter respondentes dixerunt: „Nos seeundum omnem possibili- tatem nostram tibi et ecclesiae assistemus." Quo audito laetus factus est episcopus, eo quod dissolvit colligationem civium suorum. Et veniente exaltatione [20 sanetae crucis in dominica dieftt sedit cum praelatis suis in palatio ante curiam suam, convocatis omnibus populis suis ante bc ; dixitque tunc multis ™ audientibus: „Cunctos adhaerentes Friderico et Conradotttt e s8e exeommuni- catos, utpoteftttt non obedientes ecclesiae Dei." Actum est istud anno do- 1253 mini 1253 tt+ttt- Statimque dissolvit interdictum eo quod dissolvisset colli- 25 gationem suorum. Sed ut partialitas illa ab eo facta fortius insurgeret, per quam voluntas sua fieret, ordinatum fuit, ut adhaerentes Friderico *t dicerentur , non timentes Deum", exclusi ab omnibus ecclesiae et Christi sacramentis. Dixit**f quoque idem episcopus eodem die, ut quicumque sacerdos celebraret ***f prius se vertens ad populum diceret, omnes adherentes Friderico esse exeommunicatos 30 et nequaquam missae partieipes esse vel officio assistere debere. Item post offertorium ****f iterum iubebantur egredi Friderico adhaerentes vel si alii eos adesse scirent, expellerent ab ecclesia*****t et adesse nequaquam permitterent; et sie multi ab ecclesia expulsi recesserunt. Item episcopus ante factus prae- cepit saepe, ut nequaquam sacramentum administrarent alicui ex his praedictis, 3. r i * B: S. a. numq. visum est. ** Bfol. 29 b : licet episcopus tali modo — Actum in die saneti Iheronimi Anno domini 1253. Quorum quatuor milites cum aliis novem leges et iura munieipalia civitatis fecerunt seeundum que iura iudices civitatis scultetus videlicet comes et duo officiati dicti omnibus eque tarn Christianis quam ludeis indicare debent. Que constitucionis nominatur infra fo. *** B: 40 Tunc r. W. m. duos milites d. G. et Rudeszheim ad W. u. s. c. s. r. n. acceperunt et sie etc. **** B fol. 29 ö : Cum autem cives W. post i. t. ab i. — non desisterent, 1. s. ***** B: F. seeundo. ****** j} : v. M. anno 1253. f quom. — ecclesiae fehlen bei B. ff B •' At. ttt B: veniente festo exaltationis s. c. in d. d. anno prenotato. tttt B: dixit multis a. adherentes F. et eius filio C. « ttttt S: ut. tttttt Actum — 1253 fehlen bei B. *f B; F. et eius filio. **t B: Mandavit. ***f B: dum cel. ****t B: officium. *****\ B: F. adh. aut si alii a. sc. eos exp. et adesse etc. ») 1: tenet. b ) 1: Walthemi. c ) dominica — quaesivit fehlen bei 1; 2: dominica post assumptionem. d ) 2: eunetis. 1 Vgl. Chron. Warm, und den damit übereinntimmenden Zorn 95. saeculi XV. 53 nisi in domibus consentientibus partialitati suae. Ubi vero aliquis ex parte Friderici vel Conradi filii infirmabatur, non facta unetione inungebatur, neque in coemeterio sepeliebatur. Ante tarnen sacrae eucharistiae suseeptionem " com- pcllebatur abiurare omnem Friderici imperatoris societatem. Item prohibitum fuit, ut nullus ex societate episcopi, qui nominabantur „Timentes Deum", visi- 5 taront aliquos in infirmitate constitutos vel alias b . Et sie omnia sacramenta et Christi fidelium iura praedictis* prohibita fuerunt et abrogata, qui de Friderici societate fuerunt. Super** haec omnia iura tarn civilia quam spiritualia illis prohibita fuerunt, ita quod omnia iura contra eos prolata effectum non haberent; et pro eis dieta omnino non valerent***. Ista attendentes partes im- 10 peratoris ****, quod non possent amplius resistere parti alteri, tamquam com- pulsi subiecerunt so parti episcopi. Praecipuique alterius partis***** famosiores voluntaric quidam ex eis cesserunt. Et sie in quatuor septimanis omnes pene cives urbis****** nostrae compulsi suntf, ad partem episcopi declinaverunt. Actatt sunt haec 1253 in mense octobri'. 15 '«* <**• Inter haec nova surrexit controversia de constitutione consulum, ut supra fuit tempore Henrici II ttt- Sed Richardus vir prudens ait: Hoc non esse po- testatis suae sine consilio sacerdotum et praelatorum, quod si hoc permitteret, privarent eumtttt dignitate sua. Et sie in civitate nullum ius nullaque iudi- cialis potestas exercebatur ad vindietam malorum, neque aliquis securus in civi- 20 täte fuit. Quod videntes cives omnino sustinere non poterant, et tarnen cotti- die huiusmodi augmentabantur. Episcopus autem hoc considerans cum presby- teris vidit, quodtfttt °b hoc ab huiusmodi desistere oportebat, ne civitas eorum ßx toto perditioni suecumberet 0 et iterum interdicto subderetur. Tost practicas itaque multas episcopus iuxta priora censtituta novem constituit viros fttttt- 25 wu Actum anno domini 1253 die saneti Iheronimi d . Stetitque controversia ista 30. Sept. pene 20 annis, ita ut nullum regimen et ordinem haberent. Insuper propter civitatis combuBtionom et praelia et damna civitatem exierant 6 iam depaupe- rati*. Sed et multi manentes ibidem depauperati, nullum ius et certitudinem sive iustitiam habere potuerunt, et partiales quoque erant, ut supra dictum est, 30 propter quod et cottidie defleiebant, et sie ad partem episcopi declinare com- pellcbantur, atque ita iuxta primam institutionem tempore Henrici seeundi red- ire compellebantur. Quodsi ad hoc cives non declinassent, nullo modo ad regimen aliquod pervenissent, et in fine ab Omnibus absoluti fuissent 2 . Tempore illo Conradus Friderici imperatoris filius suseipiens regnum Sici- 35 hae cum felicitate et prosperitate obsedit Capuam et Neapolim 3 , sed papae Rratiam obtinere non potuit. * B: praedictis qui de Friderici societate fuerunt. ** B: Insuper. * B: et omnia i. c. e. p. e. haberent et p. e. d. non valerent. **** B: lata *• adhaerentes Friderici imperatores, quod. ***** ß : Praecipui quoque illius 4U yiderici partis. ****** B: urbis Worm. f B: c. sunt, ut ad p. tt B: Acta 1253 in m. o. ttt B: ut supra alias tenta est tempore Henrici seeundi ppiscopi, cuius constitucio supra notatur. Sed R. ut erat vir prudens. tttt B: ipsum. ttttt B: c. cum suis presbyteris quod. tttttt #•' constituta Henrici episcopi seeundi supradicti n. c. viros, qui iuxta predietam constitutionem 45 8 ex milites elegerunt. a ) 1: superiorem. '») 2: alios. °) 1: suecumberetur. A ) 2: Hieronymi. °) 2: exirent. f ) 1: depaupertati. 1 vgl. Zwn p. 96 f. 2 ryl Zorn 99. 3 Die Belagerung Neapels begann ** Juni 1253; Capua war bereits Anfang dieses Jahres unterworfen, s. B.-F. 4596 a . so 54 Chronicon Wormatienso In diebus Ulis Wilhelmus rex ab episcopis in Alamaniam» promotus prae- liari coepit contra dominos terrarum illarum, et sie oceasiono istarum guerravuni multae faetae sunt incensiones et mortes atque miseriac pene per totam Alama- niam b per multas civitates, in quibus positum fuit interdictum, quae nolebant sc- 5 parari ab obedientia Friderici. Unde et multae civitates imperii ab imperio sepa- ratae sunt usque in hodiernum diem l . Tempore illo tanta fuit carestia, quae nunquam visa fuit et audita. *Undc et episcopus Richardus in civitate continuit so solis redditibus ibi cedentibus, quia Ebcrhardus contra eum eloctus, adiutorio comitis de Lyningen sibi omnia usur- lu pavit, alia° in terminis dioecesis suae sibi cedentia, episcopus autem saepo a adiu- torium a civibus expostulans, nulluni ab eis reeepit adiutorium, licet 0 non pro- meruisset ab eis. Et sie episcopus ipse a civitate recessit oeculte et f ad aliquos suos veniens in Castro Eptenstein, potentissime ad Laudenburg accesserunt et pecora eorum abstulerunt. 12H Febr. 15 ** Anno 1254 in februario colligaverunt se perpetuis temporibus Wormatienses et Moguntinensos, qui tarnen priscis temporibus diu inimicitias exereuorant. Mor- tuo autem Conrado rege J , Wilhelmus rex in inferioribus erat partibus, et civitates Moguntia Oppenheim et Wormatia nulluni habebant adiutorium et consolamen; et in subsidium praodictao pacis omne telonium in Rheno depositum, licet ex parte 20 guerarrum multis implicatum essent debitis, miseruntque ad civitates varias, ut si- militer facerent, et illi, licet difficulter hoc faeeront, convenorunt in Moguntia, quibus episcopus Gerlacus Moguntinus iuravit, illis cum multis nobilibus velle assistcre. Similiter et civitates Wormatia, Moguntia, Francofurdia, Oppenheim, GelnhusenR, Fridburg, Wetzlar, Bobardia, Wesalia, Pingwia h hoc idem fecerunt. Actum Mar- 12>4 25 garethae anno domini 1254 3 . Inter haec in tota Teutonia magna fuit tremor et perturbatio, ex quo Romanorum rex nullus erat, quia rex Wilhelmus mortuo Conrado rege* in regno se statuit, propter quod rognum defecit in multis; de quo multum dicendum esset, eo quod multi Wilhelmum pro rege non suseeperant, quamvis multos corrigere 30 tentaret supra vires suas. *** Item Wilhelmus rex cum coniuge saepc in Wormatia erant; et cum quadam vico regina TrivclH k pergero tonderot a Wormatia, quidam Hermannus dictus de Ritberg' ipsam cepit reginam iuxta Oderheim m et comitem de Waldeck n cum ea, et praedata fuit 0 omni clinodia, ducens eam captivam ad 12H Det. Ritberg 1 anno 1254**** in decembri; licet eam postea liberam dimiserat 4 . Interim 35 rex Wilhelmus congregans exercitum in inferioribus partibus ad Frisones compe- * B 28'>: Contra illum Richardum elcctus est Eberhardus comes Hirsutus, de quo infra. Nam illo Eberhardus fretus auxilio Friderici imperatoris et comitis de Lyningen. Alius vero Richardus papam et regem Wilhelmum habuit in auxilium. Et sie longo tempore scisma inter eos fuit. Unde episcopus Richardus in civitate 40 — et pecora ibidem abstulerunt. ** B fol. SO: Anno 1254 — exercuerant. *** B fol. 30 b : Item Wilhelmus rex, postquam inierat fedus cum Wormaciensi civitate et pax erat ibidem sepo cum coniuge — eam liberam dimisit. **** B: 1255. a ) 2: Almanniam. b ) 1: Alimaniam; 2: Almaniam. c ) 2: alias. d ) xo 1 u. B; 2: saepius. °) expostulans — adiutorium fehlen bei 1. f) et fehlt in 1 45 u. 2. 8) 2: Gelnhausen. '') /: Pignia. j ) 1 u. 2: quia rex Conradus mortuo Wilhelmo rege. k ) t: Eriveldt; 2: Triveld, ') 1: Kiperg; 2: Riberg. m ) /: Odersheim. n ) 2: Waldach. °) 1: praedata l'uerunt omnia c; 2: prae- datus fuit omnia c. 1 vgl. Zorn 100. 1 21. Mai 1254. 3 vgl. Zorn 101. * s. Zorn 104. 50 B. — F. 5285 a . MK. hat das falsche Datum 1254, während das Ereüjniss 1255 stattfand. saeculi XV. 55 scendos, a quibus interfectus anno domini 1256 in ianuario l . Tunc rcgina recodens lii6 Jan _ a Spigolberg ad Hollandiam rodiit, in qua vitam finivit. Post haec ad eligendum regem statuta fuit dies in Marburg». Et tunc dux Brunschwig 1 ' captum tenebat Gerlacum archiepiscopum Moguntinura; propter quod et loci inconvenientiam alii archiepiscopi conrparere noluerunt, sed in Francofordia • r ' transposita fuit. Putabantque plurimi marggravium Ottonem fuisso clectum in regem, sed nihil actum est tempore illo, quia Richardus Angliäe regis frater totis ad hoc instabat viribus, ad suseipiendum regni Romani gubernacula. Unde et Gerlacum episcopum supradictum 0 vineulis liberavit tali conditione pro octo mil- libus marcarum, ut sibi in electione vocem suam daret; de quibus nihil ad 10 praesens. * Richardus ergo electus a quibusdam et Aquisgrani coronatus, multas in- vasit civitatos, scilicet Bobardiam, quam cepit, deinde Bingen; posthoc c Mogun- ciao'i veniens, ab eis tamquam Romanus rex aeeeptus est; quod tarnen Wormatia et aliao civitatos facero noluerunt, donoc vi cos compelleret. Wormatienses et 15 Spircnses hoc omnino ronuerunt ncque preeibus noquo vi noque peeuniis compelli potucrunt, propter quod multas eis suscitavit molestias, quia episcopus Worma- tiensis partis eius fuit. Similiter et episcopus 0 Coloniensis Conradus contra Colo- nienses simultates magnas habuit, propter quod nullibi pax neque in terra neque in aqua sod ubique discordia et tribulatio. Actum anno domini 1258. 20 j-jss Et quoniam contra Richardum regem electus fuit Alphonsus rex Hispaniae, multi episcopi et abbates ad ipsum Alphonsum venorant ad ipsum promovendum in regem Romanorum; et sie discordia fuit magna. Unde et episcopi plurimas civitatos Rheni invasorunt et sie regni potostas plurimum diminuta est. Post hoc Richardus veniens ad Moguntiam dominum Eberhardum episcopum Wormaticnsom 25 cum aliis dominis multis [ad Wormatiam] f ad inducendum cos preco et minis ad suseipiendum regem Richardum [misit] g; sed responsum non aeeeperunt' 1 . Idco Richardus contra eos motus est valdo. Unde et postmodum' ipsum Gerlacum archiepiscopum Moguntinum ad Wormatiam misit. Sed nee ille aliquid effecit; et sie misera res et miserior vita fuit in terris Ulis, quia rex Richardus Omnibus suae .10 partis libertates dedit et immun itates in civitatibus et aliis locis, ut cum in regem Romanorum manutonerent. Inter haec Wormatienses magnas habuerunt k inimicitias cum Iacobo von dem Stein et Simone de Guntheim, qui ! multos ex civibus eorum ceperunt'", quod tarnen rectificatum et concordatum fuit anno domini 1260. 35 pjeo Post hoc 11 rediit Richardus rex ad Angliam committens Philippo comiti de Falekcnstcin die Wedcrawo et Alsaciam domino episcopo Wernhero Argentinensi, plus ex favore quam ex iustitia; similiter et Philippo de Hoenfols Bobardiam et Wesaliam cum suis attinentiis; que omnia ad suam rodogerunt utilitatem; et nul- Hbi pax inventa est 2 . 40 * B fol. 23 u. 31: Tempore Eberhardi primi. Anno {Münchner Cod. domini) 1258 Richardus electus rex Romanorum a quibusdam et Aquisgrani — concordiam abiccerunt et cassaverunt mit einigen Auslassungen. a ) 7: Margburck. b ) 1 u. 2: Brunschwigk. °) 1: posthacc. d ) ]: Moguntiam. °) 1: S. et e. eius fuit Col. Conradus c. C. f ) ad Worm. fehlen in 45 den IIss.; s. dagegen li. 8) misit fehlt in allen IIss., ist aber zu ergänzen. '') so B; 1 u. 2: aecoperant. *) so B; 1 n. 2: posteri. k ) 2: habuere. l ) 1: quia. m) 1 u. 2: ceperat. ") 1: haec. 1 28. Jan. 1256. 2 Okt. 1258, s. B.-F. 5356*. 56 Chronicon Wormatiense /"ai Item anno domini 1259 in die Philippi et Iacobi incensus est ignis in domo cuiusdam iuxta Praedicatores circa crepusculum noctis, fuitque tunc ventus validus, qui ignem hinc inde iactans totam pene medietatem civitatis meliorem a Praedi- catoribus usque ad portam Pavonum combussit a '. Episcopus autem Eberhardus r. tunc temporis praesens ait: „Compati eis in tantis eorum calamitatibus"; sed ex corde non fuit. Interea quidam canonici maioris ccclesiae eodeni tempore impetrantes in Moguntinensi civitate Romanum iudicem sive imperialem contra civitatem Worma- tiensem, pro eo quod consulatus aublevarot de vino ungelt; quod tarnen magis epi- 10 scopi videatur, sicut ab antiquo tentum fuit; feceruntque propter commune bonum. Et sie Wormatienses ad Moguntiam citaverunt. Nunc* autem episcopus Mogunti- nus inclinatus civitati non fuit**, militem quendam incolam civitatis nomine b Memminger* praefecit, et sie melius ibi iudicari potuerunt favore dominorum. Cantor vero collegii, vir superbus, cum aliis quibusdam canonicis amicos suos erga 15 civitatem incitaverunt ad vexandum cives incendiis depraedationibus 0 et variis tri- bulationibus. Alii vero simulantes falsam amicitiam ab extra ostenderunt, quam d tarnen in corde non habebant. Nonnulli tarnen ibi probi viri existentes cordialiter eis compatiebantur. Sed episcopus cum collegiia nihil ad hoc fecerunt, et sie intcr haec, inter sacerdotes et cives simultas insurrexit nova, propter quod et sacerdotes 20 in timore erant, quia optima pars civitatis combusta fuit, et multi cives ob hoc de- pauperati 0 erant. Ideo episcopus cum quibusdam canonicis supra dietam citatio- nem ad iudicem imperialem in Moguntia ob pacem et concordiam abiecerunt et cassaverunt *. [Caput XL. 25 De Cunone I episcopo Wormatiensi.] 13. mt. ***Mortuo Landolpho successit Guno de Bruckem f , decanus Mogunti- nus. Sed vix praefuit tribus septimanis et obiit idibus novembris*. Et ideo in catalogo episcoporum non ponitur. Quo mortuo successit * B fol. 23° u. 31°: tunc. ** B fol. 23° u. 31>>: inclinatus non fuit civi- 30 tati Wormaciensi, propter quendam Nicolaum eiusdem civitatis (nomine Mechinger) et sie cives ipsum episcopum pro suspecto habuerunt. *** B fol. 23° u. 32: Conradus de Dorenckem antea decanus ecclesie Moguntinensis sedit tres ebedoma- das preventus morte obiit in vigilia saneti Andree apostoli anno 1257, sepultus in Moguncia ante altaro saneti Petri. 35 ■) combussit fehlt in den Handschriften. b ) civitati n. f. — incolam civitatis fehlen bei 1. °) 1: deprecationibus. d ) 1 u. 2: quod. ») j U- 2j -: depauper- tati. f ) 2: Buricken. 1 s. u. Chron. Worm. u. Zorn 110. 2 Zorn p. 111 nennt ihn Nicolaus Mwhinger. s s. Zorn 111. * Konrad von Dürmeim, der Nachfolger Ijan- 40 dölfs, wurde vom Papste Innocenz IV. nicht anerkannt, s. die Urkunde ÜB. I rw. 220 vom 4. Aug. 1248. Nach der ä. W. Chronik starb er 7. Okt. (1247) zu Lorch, am 31. Tag nacli seiner Weilte; nach Zorn p. 88 am 30. Okt., nach dem MK. 13. Nov. tmd ganz falsch nach der Bischofschronik 29. Nov. 1251; s. Köster p. 64 f. aaeculi XV. 57 [Caput XLI. De Richardo episcopo Wormatiensi.] * Richardus de Trcveri 1 , qui recollcgit Wimpinam ab episcopatu diu di- straetam 2 , deditque dominis in Nuhuscn litoram super oblationem annonae per dominos de Hohcnfcls, et quod numquam ecelesiam Nuhuscn molestabant s . 5 Acta sunt haec anno 1256, tempore Gregorii papac. Obiit autem 1257 sexto as * idus novembris, hoc est in oetava omnium sanetorum; sepultus in eccleaia 8. Nov. Wormatiensi ante altare sanetae crucis prope graduB. Ispe consecravit ecelesiam antiquam Praedicatorum et altaria in ca. Iste etiam sororibus in Kirs- garten multa dedit privilegia et indulgentias, prout litera cius desuper con- 10 feeta adhuc ostendit 4 . [Caput XLII. De Conrado III episcopo Wormatiensi.] Conradus tertius successit Richardo episcopo Wormatiensi; fuit autem ipse de Durckeim, decanus Moguntinensis. Sedit vero tribus septimania et 15 praoventus fuit morte; sed sepultua est in eccleaia Moguntinensi ante altare saneti Petri anno domini 1257 8 . De hinc successit [Caput XLIII. De Eberhardo episcopo Wormatiensi], 20 ** Kberhardus de Bamberg 6 priua praepoaitus Nuhusensia, unde et dedit eis viginti maldra siliginis et alia quaedam anno domini 1272 7 . Sedit vero an * B 28 b : Richardus. Hie recollegit Wympinam aliquamdiu distraetam ab epiacopatu, postquam ecclesie Worm. Obiit 6 idus novembria anno in- carnacionis domini 1257. Sepultus in eccleaia Worm. ante altare sanete crucis 25 prope gradus etc. urie beim MK. ** B fol. 24 u. 32: Kberhardus primus de Bamberg antea prepositus in Nuhuson oloetus est in episcopum anno domini 1257. Bio multa bona contulit ecclesie in Nuhusen. Sedit annis 20 (Münchner Cod. 30). Obiit 11 kalen. aprilia et sepultus in Otterburg anno domini 1277. Dann folgt die 1 Nach dem Tode Konrarh wurde Eberhard zum Bischof erwäliü, den der Erz- 30 mschof von Mainz Siegfried anerkannte; ihm gegenüber stellte der Kardinallegat Peter (Cappucci) den Richard von Daun, Bruder Wirichs, des Kgl. Hofmarschalls, als Bischof auf, vgl. Küster 65 f., Koehne 341. 1256 verglich er sicli mit seinem Gegner Eberhard und der Papst erkannte 1. Juli diesen Vertrag an, ÜB. I nr. 267. Er starb nacJi ^orn 108 7. Nov., nacli dem MK. 8. Nov. (vgl. Schannat 1, 378) und nach den WA. 3& 29. Nov. 1257; allein die chronologischen Angaben des Chronicon Worm. sirnd z. Th. unrichtig, s. Küster p. 65; darum muss der 8. Nov. als der richtige Todestag Richards bezeichnet werden. ' 24. Juli 1254, Schannat II, 125. * Die Urkunde ist ''»cht mehr vorJiandcn. * Diese Urkunden sind nicht melw vorhanden. • vgl. Kapitel 40. Der MK. bemerkte nicht, dass Cuno de Bruckem identisch mit Conradus 40 de Durckeim ist. • Erzbischof Sigfried von Mainz bestätigte 1247 den Ebcrliard 58 Chronicon Wormatiense 1277 20 annis et obiit anno domini 1277 apud montcm Pessulanum; scd rcductus fuit et sepultus in Otterburg. Tempore eiuH oasa Samuelis cpiscopi Worma- tionsis translata sunt de Laurissa in Nuhusen anno 1273. 30. Aprit *Anno domini 1259 in vigiha apostolorum Philippi et Iacobi in civitate s Wormatienai hora completorii incenaua est ignis in domo Wemheri in oppoaito curiae Wackerpylae; et sie plus quam media civitas est combusta**, quia ignis per totam noctem duravit et gravisaima damna perpetravit l . Occultum Dci iudicium, quod tociens civitas nostra exusta est. Iste Eberhardus consecravit nss altare in Franckenthal minori anno domini 1268 in honorem beatae Mariae 10 virginis Dei genitricis, prout in litera altari destrueta inveniebatur. Quod tarnen ab incolis altare sanetae Katherinae false dicebatur. Habuitque iste contentiones cum civitate Wormatiensi, linde de hoc habetur copia. Unde dicit, quod intendit diecre civitati in iuribus" suis supradictis tempore Henrici supradicti tarn in civibus quam in Iudaeis, cum 15 omni emendatione. Ex his patet tunc temporis Iudaeos in Wormatia fuisse, 1203 aliaque per plura in copia praedieta habentur. Datum 1293 in profesto saneti Martini episcopi 2 . Aliam dedit copiam cum civibus satis prolixam, in qua dieuntur sex cligendi ad exponendum peeuniam civitatis utiliter b , et multa 1300 alia anno domini 1300 3 . Iste fuit Eberwicus ut infra, et non fuit Ebcr- 20 hardus. Licet iste Eberhardus contentiones etiam cum civitate habuit, fuitque ctiarn civitas nostra sub interdicto posita ob regionem civitatis, quia potent erat et regimen civitatia sibi iterum sumero conabatur. Unde cum civitas prae- liis prioribua exhausta esset et calamitatibus, iterum interdictum renovans cum 3S sacerdotibus exivit. Fuitque iste Eberhardus primus electus in episcopum contra Notiz über den Stadtbrand von 1259, s. o. (fehlt in der Münchner Hs.). Hie Eberhardus legavit cuilibet 1 ß. singulis annis de granario dominorum in anniversario suo. De lllo Ebcrhardo vidc supra fol. precedenti. Iste Eberhardus dedit dominis saneti Pauli litcram de ripa fluente per civitatem, qualiter habentes domos super 30 ripam, quomodo ae in edificio et purgatione sc habere debent. Actum in pallacio Worm. anno 1261. Sub illo eciam ossa Samuelis quondam epiacopi Worin, de Lau- rissa in Nuhusa sint perlata aive translata anno domini 127.-5. * B fol. 24: Anno domini 1259 — dampna perpetravit. Fuitque tunc vontus validua, qui ignem dehinc iaetans totam pene medietatem civitatis meliorem a Press dicatoribus usquo ad portam Pavonum (s. MK. p. 56, 3 f.). Dieser Absatz fefilt in der Münchner Hs. ** B: civitas est exusta, sie quod ignis. a ) 1: civitati inimicus. b ) 1: utilior. als Bischof von Worms. Er war Rauhgraf von, Beynlmrg und Propst zu Neuhausen; 1256 verglich er sich mit Rißinrd und verzichtete gegen eine jährliche Entschädigung 40 von 150 . '•''»'• anno 1253'. ftt Dohine Innocnntii papae iussu confirmatus est Richardus, co '>*■ quod contradixit imperatori Friderico schismatico. Sed cumtttt pararet so ad in- trandum civitatem, rogabat d eum conaulatus, ut suam protelarct intronisationem, 20 eo quodttttt multi ex civibus inclinati essont Eberhardo adveraario suo. Interea inclusit so Richardus in Kirsgarten tribus diebua oeculto ante festum aaneti Petri cum suis. Quod audientea cives portas claudere volebant, co quod 22. Febr. consulatum auspectum habebant. ttttttEt ad hoc pervenit, ut multi ex con- sulatu iuramento cogerentur ae excusarc coram eis. Tandem introducti*t sunt 25 cives per sacerdotes et Fraedicatorea atque Minores, ut Richardum ad monito- num° cleri simplicis civitatem intrare permitterent. Et erat causa illa tunc principalis, quod si hoc non feciBsont, iterum**t interdicto subiaeuiasent 2 . ***fAnno domini 126i fratres Augustinenscs Wormatiam intraverunt et j2«< ibi monastcrium aedificarc coeperunt 3 . so * B fol. 28'' (in der Hcrrnsheimcr 11s, ist das betr. Blatt ausgefallen): Et fuit contentio magna — interdicto subiaeuissent. ** B: civitate Worm. *** B fol. 28*: unusquisquo tarn Richardus quam Ebnrhardus iura cpiscopatus aibi usur- pavit. Acta sunt hec anno 1250 et duobus annis sequentibus. Item nullua etc. '*** B: sed — in omnibus obedire vellet. ***** jj- insurrexit in Wormacia. 35 ****** B: Foatoa homines partis imp. timontea sibi. t B: Non 1. t. p. hoc per octo cives confederati s., et s. c. p. iussus est. tt -B' Et s. in d. p. Marie c. coperunt. ftt ■B: Uehinc mox ex iussu pape I. quarti per legatum Richardus conf. est, 00 quod. tttt B: S. cum Richardus p. s. ttttt &■' quia. tttttt Ji: tandem ad hoc. *t B: indueti. **f B: iterum fehlt, w ***t B fol. 24 u. 32: Anno domini 1264 — ceperunt. a ) et non fuit Kberhardus — sacordotibus adhaorere fehlen bei 1. b ) 1: inter se cives. <=) tarnen fehlt hei 1. d ) so B u. 1; 2: rogabant. °) 1 u. 2: modum. 1 vgl. Zorn 94. 2 Vgl. Zorn l. c. * WA. 60 Chrcmicon Wormatiense [Caput XLIV. De Friderico episcopo Wormatiensi.] *Mortuo Eberhardo successit frater eius Fridericus primus" in cpisco- 1283 patu 1 , qui sedit sex annis praeter octo septimanaa, et obiit 1283. Tempore 5 istius fundatum est monasterium monialium in Hocheim. Et iste dedit ei nomen, quod vocaretur Corona coeli. Istud autem monasterium fuit anno do- 1310 mini 1270 aedificatum et dedicatum b in honorem beatissimae semper vir- ginis Mariae Dei genitricis ab honesto et nobili 0 Dirolpho Schmutze! milite, 1319 . qui obiit anno domini 1318 in festo corporis Christi, quod tunc erat in festo 10 decem millium martyrum; sepultus est ante altare maius in choro, cuius se- pulchrum duo habet epitaphia: primum est sculptum in sarcophago lapidco subauricalco ; primum sie loquitur 2 : Dirolfus vir gnarus operum d fulgedine clarus, Haec loca plantavit, protoxit 0 atque rigavit 15 Bis sex millenis libris annis quadragenis Portior mens* in eo potiorque Iude g Machabeo Hinc coeleste forum sibi poseunt vota' 1 sororum. Secundum epitaphium sie loquitur: Miles hie insignis, quem* laudibus exeolo dignis 20 Coeli corona, bonum patrem, propriumque patronum, Mille trecento sexto anno cum duodeno, Astra petit k , deeimo iuli, coeli reeeptus 1 ab imo Militiae zona dehinc decoranda Corona™. 37. Aprii Agnes autem uxor sua legitima obiit 5 calend. maii, quac tunc erat 25 in nocte parasceves. Hi duo coniuges lilia.ni habuerunt unicam, quam do- mino servituram huic monasterio cum bonis suis mobilibus et immobilibus donaverunt. * B föl. 24 u. 32'': 1277. Fridericus primus frater predicti Eberhardi de Bamberg sedit annis 6 preter 8 ebedomadas. Obiit tercia feria pasche anno do- 30 mini 1283, 12 kalen. maii. Temporo istius Friderici fundatum est monasterium monialium in Hochem, et iste Fridericus dedit nomen huic cenobio Corona celi. Istud autem fundatum est a nobili viro Dirolftb Schmutzel milite, qui obiit anno 1318 in festo undeeim milium virginum; sepultus ibidem ante altare maius ibidem. ») primus fehlt in 1. h ) 2: dotatum. °) 1: honestis et nobilibus. d) o. fehlt 35 bei 1. °) 1: regit; 2: rexit. f ) die Ihn. haben ens. B) die Ihs. haben potior quod inde M. h ) 1 u. 2: poscant vita. ') 1: quoque. k ) 1: petent. ') 1: caro raptus; 2: kalo raptuH. m ) der letzte Vers fehlt bei Schannat. 1 Friedrich, Bruder des verstorbenen Bitchofs Eberhard, war Domprobst und wurde 1277 zum Bischof gewählt; 11. Januar 1278 heüst er noch electus, 2fl. Januar 40 episcopus, ÜB. I nr. 383 u. 384. Er starb nach der j. Bischofschronik 20. April 1283 (bei Zorn fälschlich der 20. Mai). Die Angabe Schannats I, 382 XIII kal. martii, ohne Beleg, ist wohl ein Irrthum. 2 Die noch jetzt vorhandene Gedenktafel enthält die obigen Verse, welche auch bei Schannat I, 167 abgedruckt sind, vgl. Wörner, Kunstdenkmäler. Kreis Worms p. 78 f. saeculi XV. 61 Iste Eberhardus dominis" sancti Pauli talem dcdit litleram 1 ? de ripa per civitatem fluente 0 Wormaciam : Eberhardus l etc. Litera ista sigillata cum sigillis episcopi et consulum habetur apud sanctum Paulum, sed et copiae apud nos sunt. Anno domini 1283 in generali capitulo Viennae in Teutonia celebrato t iäs3 sub reverendissimo magistro Iohanne de Vicellis 2 acceplatae sunt sorores et conventus in Corona coeli sub cura ordinis Praedicatorum. Et sequenti anno in capitulo generali apud montem Pcssulanum celebrato per eundem et dif- m * finitores fuit acceptio approbata. In hoc capitulo cessit magister ordinis officio et factus est cardinalis et tandem summus pontifex, sed moritur ante 10 coronisationem. [Caput XLV. De matricula priorissarum Coronae coeli.] Anno domini 1285 fuit confirmata acceptio in capitulo" 1 Bononiae ce- ms lebrato sub magistro Munio 3 , qui successit Iohannem in magisterio, ita quod is extunc illae sorores perpetuo ordini Praedicatorum sint subiectae quoad curain habitum et statum. Prima priorissa fuit soror Adelheidis, quae praefuit de- cem et septem annis. Secunda fuit soror Iutta, quae fuit executrix testa- menti fundatoris nominati. Tertia fuit soror Margaretha magna devotaria. Quarta fuit soror Clara anno domini 1388, quae scripsit in rotulis conventus 20 i3ss negocia. Quinta fuit soror Metza de Weinheim; haec fecit concordiam cum textoribus in civitate. Sexta fuit soror Elisabetha deßobardia, quae praefuit anno domini 1391 et fuit circa regulärem vitam satis diligens, attamen observancia ism sub ea defecit nee valuit impedire. Septima priorissa 6 fuit soror Erlandis de Prisenheim, quae praefuit anno domini 1408, sed non diu praefuit, quia 25 jtos petivit absolutionem. Octava soror Kemmerin, quae alio nomine vocata Hodenstein, et fuit iuxta nomen matris suae devotissima. Haec habuit so- rorem Gudam Kemmerin, cum qua omni sexta feria, postquam post matu- tinas tenuit capitulum, legit integrum psalterium. Istae duae ornamenta de- derunt ad summum altare, quae ponuntur in festo assumptionis et paschae; 30 item festum lanceae salvatoris suis expensis impetraverunt celebrari in hoc conventu. Et obiit ista priorissa anno domini 1414. Nona fuit soror Elisa- ni* beth de Frisenheim valde prudens et sagax in agendis. Decima fuit soror Agnes de Moguntia anno domini 1417. Undecima soror Erlandis de Prisen- 14l7 heim 4 , quae fuit soror Elisabethae supradietae, et fuit prius priorissa depo- 35 sita, sed iterum reelecta, obiit in officio anno 1427. Fecit autem fieri in 1427 a ) 1: domus. b ) iledit 1. fehlen bei 1. °) 1: fluentem. d ) 1: acceptio a Carolo. o) p . fehlt i n 2. 1 s. Uli. I nr. 301. J VielleicM ist Johannes de Verceil gemeint, 1264 Ordensgeneral, gestorben zu Montpellier 1283. 3 Munio von Zamora war 1285 />is- 10 1291 Ordensgeneral, 12i)4—l29f> Bisehof von Valencia, f zu Rom 1300. * s. die Grabplatte mit der Inschrift: ANNO. DNI. MCCCC. XXVII. IN. DIE. MATTEL APLI. F. T. EVANOE. 0. SOROR. ERLANDIS. DE. FRISENHE. PRIORISS. HU. MON. bei Wörner, Kunstdenkmäler, Kreis Worms p. 80. 62 Chronicon Wormatiense suam memoriam magnam monstrantiam pro deportatione sacramenti in festo corporis Christi pro ducentis libris, et fecit etiam ccrtos redditus conventui. Duodecima fuit soror Guda Kemmerin, quae cossit de officio ex humilitate et non diu- pracfuit. Tertia decima fuit" soror Gatharina de Moguntia anno 1 ' 1429 5 1429, quae practicavit reformationem huius conventus et perfecit auxilio principis Ludovici palatini comitis Rheni. Impetravit ctiam a capitulo gcne- 5. Mi. rali et magistro Leonhardo die 5 iulii octavas omnium sanctorum per totum ordinem celebrandas; in reformacione cessit officio, licet esset devotissima. Reformatur igitur monasterium in Hocheim, quod dicitur Gorona coeli anno ma io domini 1429, ipso die sancti 0 Iohannis baptistae, quae erat in dominica in- fra octavas corporis Christi, ad rogatum priorissae d praedictae et omnium fere sororum, exceptis quatuor, quae recesserunt. Et reformatus est hie conventus per sorores, quae erant de Schoenensteinbach l et aliquae erant de Basilea ad Lapides 2 . Cooperabatur etiam ad hoc rnagister Conradus de Werda li doctor in medicinis egregius, qui et ibi est sepultus et ad tempus habitavit cum eis. Prima priorissa in reformacione extitit soror Margarctha Zornen 6 , quae cessit officio. Secunda soror Gatherina de Hirtzhorne, quae etiam cessit. Tertia Prinengardis de Hirtzhorne soror praecedentis, quae etiam cessit officio. Quarta soror Catharina supradieta iterum electa. Quinta Elisa- so beth de Flörsheim. Sexta soror Margaretha de Gemmingen, quae fuit optima filia, diligens regulärem vitam, cuius parentes multa bona fecerunt conventui, ** 7 * sed obiit nimis cito anno domini 1473 in die sancti Bernhardi et sepulta 20. Aug. _ r est in choro ante altare. Septima soror Anna de Rodenstein debilis, quae non diu praefuit, et obiit septuagesimo sexto, sepulta in coemiterio nono 24. okt. 2.i calend. novembris. Octava soror Margaretha Linertin, quae fecit duo gra- U82 dualia, et fuit devotissima et ideo cessit officio. Obiit autem 1482, sepulta in coemiterio. Nona fuit soror lonatha de Sickingen, quae multa fecit bona UM monasterio; reformavit refectorium cum pictura et obiit 1493, sepulta in choro in octava Laurentii. Decima priorissa in Hocheim fuit soror Anna so Schottin et vix ad dimidium annum praefuit, quia debilis fuit et bona. Obiit ,4! ' 3 autem 1493 feria secunda post estomihi. Undecima fuit f soror Gatherina 18. tp.br. 1497 Bechin, quae multa bona fecit et reformavit; et obiit 1497. Duodecima priorissa est soror Guda Kemmerin de Dalburg, quae feliciter adhuc ibi praesidet. Fuit autem electa quinta feria post pascha post obitum praece- 3i. Man 3r, dentis, et confirmala die ultimo martii, quae tunc erat feria sexta, in qua ce- lebratur festum lanceae Salvatoris 3 . Hanc et suas sorores conservet Deus in bona vita, ut meritis ipsarum et aliorum bonorum, quae intus et extra civitatem nostram morantur, tribuat nobis Deus pacem et concordiam et tandem vitam aeternam. 40 a ) C fehlt bei. 2. b ) anno fehlt hei 1. c ) s. fehlt hei 1. vgl. Zorn 12 & f. Im ÜB. I p. 292, 31 ist die Zahl 1289 in 1288 zu ändern. 4Ü 64 Chronicon Wormatiense [Caput XLVII. De Gerhardo episcopo Wormatiensi.] Mortuo Simone episcopo Wormatiensi Gerhardus" Hirsutus comes primo et postea dominus de Strahlenberg in Wormatienses episcopo» eliguntur, qui 5 in parvo temporis spatio moriuntur* 1 . [Caput XLVIII. De Emichone episcopo Wormatiensi.] Poslea Emicho 2 comes Hirsutus, praepositus ecclesiae Wormatiensis, in episcopum eligitur canonicorum unanimi et concordi electione, qui postea io consuiibus et melioribus cum popularibus in civitate altercantibus et aliquibus hinc inde occisis populäres et communitatem sibi attraxit, ut consules eo melius domaret. Tandem mortuus cum innumerabili numero candelarum a popularibus exhibito in sua ecclesia sepelitur. Ibidem dicitur etiam, quod in ;. Mai f'esto aanctae Walburgia in nocte et in die magna pars civitatis Wormatiensis 15 apud arcum et in ripa carniflcum et cerdonum est per incendium devastata**. uns Huius mentio fit in litera quadam anno 1298 3 . [Caput XLIX. De Eberhardo II episcopo Wormatiensi.] Mortuo Simone episcopo successit *** Eberhardus secundus in episcopatu 20 Wormatiensi, qui fuit primum b praepositus Nuhusensis, ut et Ulis plurima * B fol. 26 u. 3.3*: Gerhardus comes hirsutus, frater Eberhardi I et Friderici primi episcoporum predictorum, prepositus sancti Pauli, post mortem Symonia epi- acopi anno 1292 in Wormaciensem episcopum eligitur prima vice; postea autem secunda vice Eberhardus de Stralenberg eodem anno contra tercium electus eat 25 Gerhardus prenominatus anno 1293. Hie non eat connrmatus propter acisma; nam illi duo simul electi sunt. Hie dedit partea duaa de paatoria in Heucheleim pre- sencie et terciam partem capellano aule Wormaciensis misit. Obiit in die a. Boni- facii acilicet nonaa iunii anno 1293. ** B fol. 26 u. 35: Anno 1298 in feato aanete Walpurgis magna pars civitatis Worin, apud arcum et ripam carnificum et 30 cerdonum est per incendium devastata. *** B fol. 25 u. 34: Eberhardus secundus de Stralenberg connrmatus 14 kalen. iulii anno domini 1293, sedit ebedomadas 21 et diea tres. Obiit in die Othmari eiuadem anni, aepultua in Schonaw. Iate Eberhardus multas contentiones habuit cum civitate Worm. Tandem compositus ») 1 u. 2: eligitur Gerhardus. b ) 1 u. 2: primua. 35 ' Gerliard, Bruder (?) der verdorbenen BlsclUife Jiberlmrd I. und Friedrich, Rauhgraf, fimetionirt 21. Jan. 1289 als Bürge, ÜB. I nr. 439. ¥jr erhielt niemals die Bestätigung als Bischof und starb am 5. Juni 1293. 2 über Hin s. u. 3 vgl. Zorn 130 f. Diese Notizen sind der ä. Bisclwfschronik entnommen. 1294 5. Jan. saeculi XV. 65 dona et beneficia dedit. Et fuit de Stralcnberg ", confirmatus 14 calend. .. M . uinii; obiit vero in die sancti Othmari anno domini 1293, et sedit septimanis in, Nov. XXI, tribus diebus, ac scpultus est in monasterio Schonhovia 1 . Emicho de Bobcnberg huic Simoni successit in episcopatu, ut folio superiori iam dictum est, qui ante fuit praepositus maioris ecclesiae Worma- 5 ttensis 2 . Fuit autem concorditer electua in crastino Thomäe apostoli et con- tt.Dtu firmatus in vigilia epiphaniae anno domini 1294; sedit vero annis quatuor, septimanis viginti octo, diebus tribus. *Beneficit autem canonicis in Nuhusen de beneficio in Offstein anno domini 1296 8 . Iste **Emicho, cum adhuc esset n '-"'> praepositus maioris ecclesiae Wormatiensis, fundavit capellam in suburbio Wor- io matiensi versus Moguntiam in honorem gloriosissimae Dei genitricis virginis Mariae, instituens b ibi duodeeim praebendas, ut ibi in honorem virginis glo- riosae horas legerent. Sed postea factus episcopus confirmavit. opus illud et aliqua addidit, et sie paulatim collegium illud ad hanc formam, in qua nunc est, pervenit 4 . Obiit vero iste vir egregius anno domini 1299, in vigilia 15 24.'Juii. sancti lacobi; et hoc in habitu monastico; sed ncscio cuius ordinis, prout in antiquo 0 libro legi; et scpultus est in maiori ecclesia cum plumbeis literis***. est cum illis. Unde habetur desupor litera scilicet, quod intendit civitatem dimit- pere in iuribus suis supradictis tempore Heinrici seeundi episcopi supradicti tarn in cavibus quam in ludeis cum omni emendatione. Alia quoquo plura continentur 20 m hac litera. Datum anno 1293, in prot'esto sancti Martini episcopi. Hie conse- cravit altare in maiori ecclesia in choro sancti Nicolai; est Eberhardus primus, de r iuo supra dictum. * B fol. 26 m. 35: Beneficit — 1291!. ** B fol. 25'' n. 34'': Emicho hie cum esset prepositus — in qua nunc est pervenit. *** B fol. 25 h u. 34'': Hie 25 J'rm C h 0 de Babenburg concorditer clectus est in crastino Thome apostoli anno domini 1293, confirmatus in vigilia epiphanie domini anno 1294 et consecratus in die pasche anno 1294. Sedit annos quatuor, cbedomadas 28, dies tres. Obiit in habitu wonastico in vigilia lacobi (von gleicher Hand steht in der Hcrrnsheimcr Hs. über V1 g- lacobi: Appollinaris martiris) apostoli anno domini 1299. Scpultus in choro 30 eccleaie Worm. maioris ante pul tum cum plumbeis litteris; sepelitur cum innume- rabili multitudino candolarum a popularibus exhibita. Anno domini 1295 tanta luit vini abundantia, quod carrata vini fuit empta pro 10 solidis et dabatur etiam gratis ad colligendum, quia non poterat reservari (s. Zorn 130, woselbst das Jahr 1291 angegeben ist). Anno domini 1294 in LXX ma frequentaverunt canonici maioris 35 a ) 1: Stranlborg; 2: Stralnberg. '') 1: instituit. c ) a. fehlt bei 1. ' Eberhard IL, von Strahlcnlrurg, war Scholasticm in Speier, Propst zu Neu- hausen, ÜB. I nr. 450, wurde nach dem Tods Simons von einem Tlieile des Domkapitels zum Bisclutf gewählt, während der andere Teil den Gerhard wählte. Die Gegenpartei sowie der Math appellirlen gegen seine Wahl an den Hämischen Stuhl, s. ÜB. I 40 P- 207 f. Nach dem Tode Gerhards machte er seine Ansprüche an dit: bischöfliche Würde nochmals geltend; nach der j. Biscfiofschronik soll er IS. Juni 1293 die Bestätigung erhalten haben, allein in den Urkunden nr. 454—456 ÜB. I nennt er sich seihst Erwählter. Hr starb 16. Nov. 1293 und wurde in Schönan beigesetzt; s.,j. Bischofschrtmil,- iwd Kai. nccrol. canon. Spircnsium recent. in Böhmer, fontes IV, 225. i Emicho, 45 ftouhgraf, von Neu-Bamberg, Domjyropst, wurde am 22. Dez. 1293 einstimmig gewählt, laut der Biscltofschronilc und MK. 5. Jan. 1292 bestätigt, allein in da- Urkunde vom 17. Jan. 1294 ÜB. II, p. 734 nennt er sich noch Erwählter; zu Ostern wurde er con- secrirt. 7<> gtarb nach der Bischofschronik und MK. 24 Juli 1299. Dem wülersjmcht xr Vrhwnfa vom 22. Sept. 1299, ÜB. I nr. 503; man müsste denn annehmen, dass 50 MattJiei für Mathiac verlesen worden ist. 8 Diese Urkunde ist nicht mehr vorhanden. * s . ÜB. J nr. 483. Baur, HU. V, 159 f. \Y oraisor Chronifcon. 66 Chronicon Wormatienso ► [Caput L. De Ebervino episcopo Wormaüensi.] *Post mortem Emichonis successit Ebervinus de Cronenberg in episco- patu Wormaüensi et sedit annis tribus, septimanis septemdoeim, et obiit anno 39. April ' domini 1303, sepultus in maiori ecclesia a latere decani 3 calend. maii l . Iste consensit in civitate Wormatiensi, quod sedeeim admitluntur de univer- sitate ad consilium Wormatiense annuatim in die saneti Martini 2 anno do- tsoo mini 1300, qui annus tunc iubileus dicebatur et habebatur. Hie confecit testamentum Iticobi Engelmari fundatoris monasterii in Libenaw 3 , ubi sunt dein votae moniales modo; cuius monasterii gesta sicut in Hocheim nondum re- 33, OU. cepi. ** Anno domini 1325 in die sanetorum Simonis et Iudae apostolorum pont prandium ventus fuit validissimus undique, deiecitque ecclosias multas et aedificia varia propter nimiain tempeatatem suam. Plcelesiam fratrum Praedi- eatorum in Wormatia subruit, quam postea vix reaedifieaverunt peno per tri- 19 ginta annos, antequam ad statum pristinum reduxerunt 4 . Quam tunc conse- ecclesie chorum, qui antea in quinque annis nunquam frequentaverunt; sed viearii aemper frequentaverunt. Haec in antiquo libro in ecclesia Worm. * B fol. 26 u. 35: Eberwinus de Cronenburg confirmatua est die saneti Thome apostoli anno 1299. Hie confecit testamentum lacobi Engelmari fundatoris in 20 Libenaw. Sedit annis tribus, ebedomadas 17. Obiit 13 kalen. maii anno domini 1303 (Münchner IIs. 133), sepultus in maiori choro Worm. ante pultum a latere decani. Iste Everwinus contentiones cum civitate habuit. Civitas Worm. iteruni sub interdicto posita est ob regimen civitatis. Nam potens erat et conabatur ro- gimen civitatis sibi iteruni sumere; quapropter exiena civitatem cum sacerdotibus 2r. interdictum renovavit. Tandem fit compositio, in qua continentur articuli illi quod sex sint eligendi ad exponendam pecumam civitatis utiliterj item quod 10 admitti debent de universitate ad consilium annuatim. Et alia multa continentur in hac littera datum in die saneti Martini anno domini 1300, qui annus est iubileus. Es folgt dann die bei Scluxnnat I, 389 (= Scriba, Hess. lleq. 2230) abgedruckte Urkunde 80 vom 19. Januar 1301. Hie conaecravit altaria in maiori eccleaia sanete crucis in die dedicationia maioris. Item altare a. Blasii in die Mauricii et sacellum s. Nicolai reconsiliavit. ** B fol. 28 u. 37: Anno domini 1325 — reedifieaverunt in hunc modum sicut iam videtur; quam conaecravit Iohannes Schadelant, de quo infra habes ordino auo. 88 l Ebenvin von Kronenberg wurde nach der BiscIiofscJironik 21. December 1299 confirmirt. In der Urkunde vom 3. Eebr. 1300 nennt er sich electus et confirmatua, ÜB. II, 736. Nach der Bischofschronik starb er 19. April 1303 (Zorn p. 131 liat 13 kal. maii falsch aufgelöst in 20. Mai). Nun bringt aber Schannat I, 389 eine von Khcrwinus, idus aprilis (13. April) 1308 ausgestellte Urkunde, wonach er mit dem 40 Grafen Fridrich von Leiningen ein Bündniss schloss, worin der Graf ihm gegen Klerus und Stadt Hilfe verspracli. Laut Scliannat l. c. lautete die Insdmft auf dem Epitaph im Chor des Doms: Anno MCCCVIII in vigilia Georgii Ob(iit) Eberwinua episcopus Wormatienais. 45 Also mag Ebenvin am 22. April 1308 gestorben sein, und die Angabe der Biscltofs- chronik und des MK., er liabe 3 Jahre 17 Wochen regiert, ist schwer verständlich. s Gemeint ist die Urkunde vom 15. Mai 1300 im ÜB. I nr. 508 (woselbst das falsche Datum 11. Sept. steht). ' s. die Urkunde vom 14. April 1300 ÜB. I, nr. 606. * s. Zorn 134; dieser spricht nur von 3 Jahren, nicht von 30. saeculi XV. 67 cravit dominus Iohannes Schadelant episcopus ecclesiarum Wormatiensis, Cul- mensis, Hildoshemensis, Augustcnsis, ul infra de eo scribitur, qui mit ordinis Piaedicatorum vir gloriosus l . [Caput LI. De Emerico episcopo Wormatiensi.] 6 * Emericus 11 frater domini Simonis opiscopi supradicti, mortuo Eberwino episcopo, successit in episcopatu Wormatiensi. Et fuit homo valde pacificus et honestus üeo et hominibus charus, religiosam semper vitam tenens. Et sedit 1 ' annis decem, missus ab apostolico et a plebe receptus, atque obiit in dl e sanctao Scholasticae virginis 2 ; sepultus in maiori ecclesia Wormatiensi ante in 10. Febr. »Ultimum altare a latere 0 decani sub auricalco, cum tali epitaphio: Praesul Emericus vigil in prece pacis d amicus, Subiectis 6 gratus, studuit vir esse f beatus, Mens sibi devota fuit, et sacra lectio nota, Dat vitae metas*, senii h vencrabilis aetas 3 . 15 P f°\- %7 u. 36: Emericus de Schoneck, [frater] Simonis opiscopi de Schoneck jrenotati. Hie anno 1308 in die Gregorii pape feria tercia fuit a toto clero et lStis 1 opui 0 receptus et a sede apostolica electus et conflrmatus. Istc Emericus erat 1 aeilicus et honestus Dco et hominibus carus, vitam religiosam tenens. Sedit annis ecem preter 30 dies. Obiit in die Scolastico virginis anno domini 1318; sepultus so au tj. ecclesia maiori Worm. ante summum altare a latere decani — vencrabilis etas. ic multas consecravit ecclesias capellas et altaria. Nam in ecclesia maiori Worin. onsecravit altare in choro saneti Martini in latere sinistro dominica ante Iacobi; dp M sancto Walpurgis dominica exaudi; item sacellum saneto Catherine in oetava lenthecostcs; item capellam saneti Udalrici in vico clipei, dominica post ascensionis; U jip In sancto Anno et Ursule dominica proxima post dedicationem maioris occlesie; om (.icorgii et innocentum dominica ante assumptionis; item saneti Hypoliti feria ! rci | l pontecostes, quod postea per Eckardum in honorem gloriose virginis Marie ' nct °i' un ique Ipoliti et Sebastiani martyrum consecratum est proxima dominica Post Martini. M J • g ") J: Emm0 >'icus. 1>) tenons — sedit fehlen bei 1. <=) a latere fehlen *'■ *• d ) pacis fehlt in den lim. °) 1 und Zorn: subioctus. f ) 1: vir est; ;J>m tamon osso; B: vir et osse 1). 8) Zorn: mores. h ) 1 n. 2: semen; ^orn: senis. , ' s - w. p. 71, • Mnerich von Schöneck, Bruder des Bischofs Simon von Schöneck, W •;' 1 tn !f t cialcs scilicet sedeeim et magistrum civium et alia episcopum concernentia, ac si episcopus esset praesens. Item ut de coetcro in omnibus, qnae gesta sunt inter episcopum et eives, perpetua sit pax et indultum usque in hodiernum diem; similitcr et inter amicos et ministros corum. Hein post multa con- cludit iunior dominus dux Bavariae bacc praecedentia cum multis aliis adiu- iu torio civitatum Moguntiae et Spircnsis conclusisse et sigillo suo cum aliis communissc rogatu episcopi domini lobannis et collcgii sui similitcr et civium Wormatiensis civitatis. Anno domini 13GG in die saneti Pauli conversionis. ./„„.'2.5. Allucruntquc hie in contractu multi solennes viri, ut in litcra patel l . Post Salmannuni sedit Theodoricus de Bobardia* militis filius dicti u Bavari tempore Caroli imperatoris quarti et regis Bohemiae anno domini 1354, de quo tarnen parurn vel nihil invenio, quamdiu sedit 2 . i3i * [Caput LV. De Ioanne episcopo Wormaticnsi.] Isto sublato sucecssit ** Johannes Schadelant 1 ', ordinis Pracdicatorom, '.'u natione Coloniensis, legatus apostolicus, doctor in theologia et inquisitor hae- * B fei. 29 u. 39: Teodericus do Bopardia. Hie ex nobili genere Bavarorum de Bopardia. Anno 13f>2 Carolus rex Germanorum f'uturus imperator circa festum saneti Michaelia archangoli conventum prineipum regni in Wormaeia celebravit, ubi nuncius aderat solennis archiepiscopus quidam imperatoris Grccorum, qui Ca- 25 rolo muncra obtulit et pacem optavit. Hie translatus est ad Metensem episcopatum circa annum 13G4. Obiit 3 idus ianuarii. ** B fei. 29'' u. 39'': Iohannes ochadelant, ordinis P., n. et conventus Col., 1. a., d. i. th. et ecclesiarum Hildehcmensis, Augusten, et Culmcn. in Prusia et Constancien. administrator et inquisitor (Hss. rc- quisitor) hereticorum. Item litera compositionis — saneti Pauli apostoli. Hie vixit 30 tempore beate Irmegardis in Libenaw. Sepultus in conventu Predicatorum in Con- nuentia. V. Nauclerum fol. 259. fol. 30: Sub Iohanne Schadelant. Anno domini 1367 papa Urbanus quintus peeiit a toto clero deeimani deeime reddituum clericorum, quod rectum fuit consilioimperatoris. Licet non dedorunt, nisi expensis legato propinaverunt. ked in februario interposita est appellatio pro omnibus archiepiscopis episcopis suti'ra- :ir> ganeis neenon clericis religiosis secularibus euiuseuinquestatus et ordinis per totam Ale- a ) 1: potuerit. b ) 1: Schadenlandt. 1 ÜB. II nr. 607. 2 Dietrich von Boppard, genannt der Baier, funetio- n irt am 18. April 1359 als Coadiutor des Stiftes Worms und urkundet 28. Juni 1359 als Bischof IIB. Fl nr. 538. 541. Er erfreute sich der Gunst K. Karls 1 V., in dessen to ymgehing er häufig iveüte. 26. Febr. 1360 bestätigte er der Stadt Worms ihre Freiheiten, ÜB. n, nr. 548, gerieth aber bald mit seinem Klerus und der Stadt in Zwist, ÜB. 11 nr ßß4 f um i veranlasste den Kaiser, die Stadt in die Acht zu erkennen^ ÜB. -H nr. 603. Diese Streitigkeiten verleideten üim Worms; 2. Juni 1365 war er mit dem Kaiser in Avignon, Bühmer-Huber nr. 4171, dann Hess er sich zum Bisclwf von Metz 45 wühlen und starb 11. Januar 1384. 72 Chronicon Wormatiense reticae pravitatis atquc administrator ecclesiarum Hildehemensis, Augustensis, Culmensis in Prussia et Constantiensis atquc dcmum Wormatiensis, qui moricns sepultus est in Confluontia in conventu ordinis sui l . Invcnitur autem litera compositionis intor ipsum et cives Wormacienses edita per Rupertuni iuniorem 5 comitem pakitinum Rheni et consulatus civitatum Moguntincnsis et Spirensis super ordinationem epiacopi in die Martini cum consulatu et sculteto. Datum Jan'25 ann0 domini 1366 in die eonversionis saneti Pauli. Tempore isto fuit beata Irmegardis" in Libenaw monastcrio monialium. Iste eonsecravit ecclesiam Pracdicatorum in Wormatia et multa alia fecit. 10 Mortuo isto Johanne successit 1 ' [Caput LYI. De Eckardo episcopo Wormaticnsi.] *Eckardus de Ders 02 , cuius meminit Nider d vencrabilis doctor in Formi- cario suo primo libro sexto capitulo 3 : Fuit, inquit, pridem in Wormaticnsi 15 maniam contra deeimam deeimarum, excepto Gcrlaco episcopo Moguntinensi, qui fuit executor litterarum anno domini 136H. Comes Emicho de Lyningcn et Wor- macienses et Spirenses fecerunt invicem pacem communem, conduccntcs 180 viros lanceatos et galeatos, qui huius pacis dobent esse dispensati. Anno 1372 GregoriusXl mint legatum ad Alemaniam scilieet Heliam de Verdone cum mandato ad exigen- 20 dum deeimam omnium fruetuum ecclesiasticorum. Et cius mandato episcopus Con- stanc. fulminavit adversus resistentes processus. Sod maior pars illius diocesis eciam aliarum diocesium formaverunt appellacionem ad papam expressis causis, quod non possunt solvorc. Collcctor deeimarum primus fuit episcopus Iohannos Wormac, deindo Augustens. et clcrus in Briszgavia et hü circum lacum non rostitcrunt et sie 25 scisma fuit in clero. Aliqui onim contra processus colabrabant divina, aliqui vero non. Tandem legatus compositionem aeeepit et de 4 marcis dabantur 5 floreni vice duarum procurationum. * B fol. 33 u. 43'': Huius Eckardi prenominati supra meminit Nidcr vene- rabilis doctor in formicario libro primo ca. 6 dicens: mit pridem. — Hec ille. 30 a ) 1: l'rinegardis. '■) tempore isto — successit fehlen bei 1. c ) 1: Dersh. d ) 1: idem; 2: meminit v. iL 1 Johannes Schadland, Dominikaner in Köln, war 1350 Bisclwf von Kulm, 1363 von IEldeslteim, erhielt Ende 1365 durch päpstliclie Provision das Bisthum Worms, s. ÜB. II p. 396, 14: Johans von gotes gnaden und des stules von Rome bisschoff. Kr 35 führte den Kampf mit der Staat zu Ende, ÜB. II nr. 607 — 611. Laut der Urkunde vom 11. August 1371 ÜB. II nr. 673 versetzte l'apst Gregor XI den Jölumnes als Bkcliof nach Augsburg, woselbst er am 23. Sept. eintraf, s. Augsburger Chronik von 1368 — 1406 in Chroniken der Deutschen Städte IV, 24, 2. Er resignirlc aber bald wieder und, starb 1. April 1373 in Koblenz, wo er im Predigerkloster begraben liegt, s. 4ü die Grabschrift bei Schannat I, 401. Die Nachricht der j. 'Bischofschronik, des MK. und Zorn 141, er sei auch Bisclwf von Konstanz gewesen, ebenso die Notiz bei Zorn 141, der ihn 1378 sterben lässt (darnach Braun, Geschichte der Bischöfe von Augsburg II, 484), sind falsch. 2 Eckard von Ders, Baccallaurius in decretis, Propst zu s. Paul in Worms, erhielt am 11. August 1371 durch Provision des Papstes Gregor XI. 45 das Bisthum Worms, s. ÜB. II nr. 673 (Chronicon Moguntinum cd. Hegel, Hannoverae 1885 p. 83: fälschlich 1374). 4. Okt. bestätigte er den Bürgern ihre Frcilieiten ÜB. II nr. 674, gerieth aber mit ihnen wieder in Kampf und verbündete sich mit dem Klerus gegen die Stadt, ÜB. II, nr. 856 — 858; nur die Dominikaner und Franziskaner hielten zur Stadt, ÜB. II nr.860—864. König Wenzel that Worms in die Acht nr. 867, wogegen 50 Worms protestirte und Helfer warb, nr. 868 — 872. Papst Urban VI. verhängte 4. Mai 1386 das Intcrdict über die Stadt nr. 873. Erst durch Vermittlung des Pfalzgrafen und an- saeculi XV. 73 dioecesi, tempore quo fui iunior, quidam episcopua Eekardus nomine sacris li- teris eruditus, mundum tantopere i'ugiens, ut in oppido Laudenburgonsi, in quo multis annis Bederat, ut a fide dignis audieram civibus, paueos esse coneives, qui episcopi personam extra suum palatium vel extra ecclesiam infra anni spa- tium vidissont. Solebat hie etiam, ut in curia sua symonia vitaretur, ordines 5 eonf'erre sacros et minores in persona propria, ad quem eandem ob causam a conventu meo nativo et a meis patribus, dum essem" iuvenis, missus sum per quatuor dioeceses, ut sine macula pravitatis symoniacae confirmationis et ordi- nis sacramenta suseiperem. Haec ille. Dedit autem istc dominis in Nuhusen literam b incorporationis ecclesiarum 10 Wisheim 0 et Marxstat anno domini 1379, die deeima nona mensis augusti 19. Äug. tempore Urbani papae sexti anno seeundo* Dcdit alias litcras cisdem anno 88 l . **Obiit vci'o anno domini 1405: sepultus in medio chori maioris ce- [ 3 f 9 w '■lesiac Wormatiensis die quartadeeima mensis maii. u.Mai **Anno domini 1386 prima die martii, quae fuit quinta ante esto mihi, U , 13 ^ fuit Nuhusa per Wormatienses inversa, attrectata d et miserabiliter destrueta, B fol.30 b u. 40 b : E. de ühersz. Hie dedit litcram, quod canonici non sunt sub lunsdictiono decani nec habet eos suspendero etc. Datum anno etc. 1381. (Nochmals wiederholt fol. 32'> u. 43.) Dann folgt das Fragment über den Städtckricg: Circa annos d. 1381 etc. Hegel, Maineer Chroniken IF,'206*. Fol. 32*> u. 43: Anno do- M inini 1381 deciino kal. novembris impetratum est studium generale in opido Ilcidel- berga solicitantibus dueibus Ruperto seniori, iuniori et preiuniori comitibus pala- tinis Rheni, dueibus Bavarie. B fol. 33 u. 43'>: Declaratio et sententia iudicum pacis provincic super ripam dietam die Pryme anno domini 1390, 4 ta feria post reminiscero. Confirmacio illius sentencie a Wentzelao rege Romanorum et Hohemie. 2S Datum zum Karlestein anno domini 1391. Et predieta privilegia prelibate ec- clesie confirmavit Sigismundus rex Romanorum, quod prefata ripa die Prcym speetat et manebit apud ecclesiam Nuhusen perpetuis temporibus. Datum Con- stancie anno domini 1415 quarta feria penthecostes, regnorum nostrorum anno Ungarie et Dalmatic 29, Romani vero quinto. Fol. 33'' u. 44: Anno domini 1383 30 Urbanus papa emisit edictum, quod bona clericorum post mortem deberent cedere camero apostolice; ad triennium Valens edictum, licet non tüerit tentum. Hie con- secravit sacellum et altaro sanete Elizabeth et sanetorum lohannis baptiste et evan- gelisto, confirmans vicariam eiusdem altaris et perpetuam missam singulis diebus per chorum tenendam. Hie dedit ad presenciam 400 fl. ad comparandam deeimam 35 >n Osthoff'en; pro quibus 30 maldra dividuntur in suo anniversario. Dedit et cen- tum florenos, cum quibus est empta deeima in der Plannen. Et vinum illud de- servitur in anniversario Pangracii. Item omnes suos libros ad bibliopolam, pre- cipuc ius canonicum. * B fol. 33 u. 44: Hie dedit dominis i. N. I. i. e. Wyszhoym et Mergstat 40 anno d. 1379 — seeundo. ** B fol. 33 u. 44: Obiit die 14 mensis maii anno domini 1405; sepultus ante magnum pultum in medio chori dominorum episco- porum. *** B fol. 32 h u. 43: Anno domini 138tj p. d. m. q. f. q. a. e. m., f. N. p. W. inhumaniter invasa, attreetata et miserabiliter destrueta — condixerunt. a ) 1: enim. •>) 1: literas. ") 1: Weiszlieim. d ) die lies, attreeta. 45 (lerer kam 24. und 25. Juni eine Sühne zu Stande nr. 876. 878 — 882. Auch später 1398 und 1405 kamen heftige Conflictc zwisclien Stadt und Bischof vor. Er starb 11. Mai 1405. Ihm liat Heinrich von. Ijangcnstem ein Gedicht: Carmen pro pace, oder nach andern Hss.: Invectiva contra monstrum Kabylonis, oder: De schismate etc. gewidmet, verfasst 1393, s. 0. Lorenz, Gcschichtsquellcn 3 II, 39!) Anm. 3; Zorn 147. 50 3 Johannes Nider, berühmter Theolog des Predigerordens, geb. in Jsny um 1380—1390, 9est. um 1438 zu Nürnberg, schrieb u. a. formicarius (Ameisenbuch), s. die der Basler Bibliothek ungehörigen ältesten Drucke bei Hain nr. 1650 u. 11830. 1 Diese Urkunden sind nicltt melw vorlmnden. 74 Chronicon Wormatiense personae ecclesiae omncs inventac ad turres* positae et aliquamdiu detentae. Et tandcm per dominos illustrissimos duccs Bavariae et comitem Henricum de Spanheim pace facta Nuhusa recuperata est. Et fuit tempore illo, quo omnes civitates imperiales ligam inter sc habuerunt** et condixerunt'. Et ista fuit 5 seeunda destruetio ecclesiae Nuhusen. Prima vero facta fuit tempore Lan- dolphi episcopi supradicti 2 . De tertia vide infra. Givitates imperiales inter sc ligam magnam fecerunt contra ducem Bavariae et alios prineipos de Würtenbcrg* etc. Quadam ergo vice Mogunti- nenses, Wormatienses b et Spirenses sexcentos armatos congregantes terram 10 intraverunt ducis Rupcrti Bavariae, comburentes c et vastantes omnia, prout scribit dominus lacobus Konigsbofen d in cronica sua 3 . Scd dux congregans satellites suos, ipais obviam processit iuxta Wormatiam et audacter in eos in- siliens, ducentos interfecit et trecentos captivavit. Inter quos sexaginta crant satcllites miscri, quos comburi praeeepit dicens: „Vos terram mcam tempore 15 combussistis nocturno, sed ego vos comburi faciam clara die". Ista vero conti- n.Non. gerunt anno domini 1388, sexta feria ante natale saneti Martini episcopi 4 . Proposucruntque post hoc civitates praedietae amplius nolle egredi ad terras prineipum inimicorum suorum, nisi in locis valde propinquis, ex 0 quibus noctibus f ad sua redirc possent 5 . 20 Fucruntque tempore Eckardi Wormatienses exeommunicati a domino Urbano sexto et a domino Wcnzeslao rege Romanorum; et 8 concordavit' 1 eives cum sacerdotibus dominus Rupertus iunior dux Bavariae, ita tarnen, quod sacerdotes pro absolutionc civium Wormatiensis civitatis sollicite labo- ss'^mi rarent. Actum est anno domini 1386, in crastino nativitatis Iohannis bap- 25 tistae 6 . Multa' quoque sunt secuta damna ex istis guerris prineipum contra civitates imperiales; sed in fine pacatis omnibus civitates compulsae sunt darc prineipibus peeunias plurimas, et seditio sedata est. io!*ßa>r. ***Anno domini 1405, in die Scolasticae virginis, cleruB Wormatiensis exivit civitatem Wormaticnsem propter reservandas k libertates ecelesiarum. Et 30 * B föl. .92'' u. 43: ad turres furum et malefactorum. ** B: habucrunt vulgo eyn bundt inter se et cond. *** B fol. 33 u. 43 b : Anno domini 1405 — et obtinuerunt ecelesiarum libertates. ») 1: Writtenburg. b ) W. fehlt bei 1. c ) 1: compurontes. d ) 1: I. de Königshoffen. e ) 1: a. f ) 1: nocte. e) 1: et fehlt in den Uns. h ) 1 u. 2: 35 concordavit, quod cives. *) 1: multaque. k ) 2: reservanduin. 1 Schannat 1,404: ex verbis anonymi cuiusdam tiynchroni: Anno domini 1386, die prima martii, quo fuit feria 6 ante esto mihi, Wormatienses cum vexillis et armis de portis erumpunt et insultu mag^io invaserunt oppidum ecclesio s. Cyriaci, omnesque clericos, quos invenerunt, pessime traetaverunt, vulnerando, percutiendo, 40 captivando, omnibusque substantiis eorum ablatis, captos ad Wormatiam vilitor traxerunt, et turribus furum maneipantes eos aliquamdiu detinuerunt. Ex prelatis, canonicis et presbyteris capti sunt numero 38; de (V) post, magna cohorte armatorum per campos, villas et oppida clericos quesiverunt, et quos habere potuerunt, quasi malefactores Wormatiam duxerunt, insuper rusticis peeuniam se daturos promitte- 45 bant, si clericos adducerent captivos. 2 s. o. p. 4i), IL 3 ed. K. Hegel p. 845. * i. Hegel in den Mainzerehroniken II, p. 218 und Umleitung 133 = Kleine Ausgabe der Monumenta p. ßO. Böhmer, fontes IV p. 381 f. 5 KOnigs- hofen l. c. p. 846, 11—14. saeculi XV. 75 revortebantur anno domini 1407; et sie duobus annis exulaverant. Obtinue- i*m runt autem HbcrtatcH ecclesiarum regredientes in urbem circa festum saneti lacobi. Gomposuit autem intcr cos dominus palatinus l , et sie annis plurimis 21 - Jul '- iam ascondci-unt ad curiam, iam descenderunt. Fiat, obsecro domine Icsu Christo, nunc sicut tunc, quia valde distrahimur et multa, ut timco, inuü- 5 litcr consumuntur et exponuntur. Item ibi in copia habetur, quod sacerdotes vinum vendere possint in eivitate antiqua mensura sua, quod de suis habent benefieiis vel bonis pa- ternis per Septem septimanas a festo paschac. Sed postea in minori licet eis vendere mensura; de qua tarnen facient, sicut cives ipsi facere solcnt. 10 Intcr se tarnen propinarc possunt, sed non vendere. Postea istud tempore Mathaei episcopi revocatur. [Caput LVII. De Mathaeo episcopo Wormatiensi.] Matthaeus de Cracovia 2 , doctor theologiac egregius, successit in epi- i* t t l0 scopatu Wormatiensi et obiit anno domini 1410. Gomposuit autem pulcher- rimum libellum sive sermonem super evangelium: missus est Gabriel. Et legilur in ecelesia maiori in festo annunciationis virginis Mariac Dei genitri- cis ad matutinas. Apud nos etiam habemus traetatum illum de modo ac- cedendi ad missam, ubi conscientia disputat cum ratione de cottidiano accessu 20 ad celebrandum. Fecit namque iste, ut iam videtur, per se in propria persona sermones plurimos ad populum de tempore et sanetis, quos nos in magna multitudinc habemus in libraria. Quamdiu vero sedit, non invenio, et sepultus est in medio chori maioris ecelesiae Wormatiensis a laterc prae- positi *. 25 * B fol. 33'' u. 44'>: Matheus de Cracovia theologie doctor Bragcnsis, vir in divinis scripturis cruditisaimus et in seculari philosophia egregio doctus, ingenio subtilis ot elarus eloquio, qui propter inestimabilcm doctrinam primum rraffe, deindo Parisiis theologice scole prosidens constitutus magnam legendo scribendo- QU8 gloriam intor doctoros obtinuit. Tandem cancellarius Ruperti regis, postea 30 Worm. episcopus ett'ectus; hie plures libros edidit dialogos videlicet super 4 sen- 1 Urkunde vom 9. Juli 1407 St.-A. W. nr. 345. Eine andere Copie im Darmstädter Chartular (D) fol. 41 und, darnacli vielleicht Scliannat II, 218 ff. Ueber den ganzen Vorgang vgl. auch Zorn 152 ff. ' Mathaeus von Krakow stammte uns dem edlen Geschlechte derer von Chrochove in Pommern; er studirte in Prag; in den 35 Acten der Artistenfacultät (Monumenta historica universitatis Carolo - Verdinanäcac l'ragensis II) findet sich M. 1367 als magister verzeichnet; dann ging er nach Paris, kehrte nach Prag zurück, wo er 1384 eine Rede hielt. Kr wurde Professor der Tlieo- logie in Heidelberg und Kanzler der Universität, Kanoniker zu Speier und war vielfach im Dienste des Königs Ruprecht bescluiftigt als Diplomat, in Rom und Iteim König 40 von Erankrcicli, s. RTA.' IV u. V. Nach dem Tode Kckards wurde er zum Bischof von Worms ernannt und führte den Streit mit der Stadt zum Nachtheil letzterer 1107 tu Ende, s. Zorn 158 ff. 1409 nalim er am Konzil zu IHsa teil. Kr starb 5. März 1410, s. die Grabsclwift bei Schannat 1, 408. Ueber seilte litterarische Tluitigkeit s. ausser TrülKtnius Script, e. p. 654 0. Lorenz, Gcschichtsqitellen 3 II, 368 f. 45 76 Chronicon Wormatiense Iste rursus cum Wormatiensibus confliclum habuit et composuit inter eos Rupertus iam rcx Romanorum et dominus Moguntinus Iobannes, prout in copia babetur. Tempore Mathaei canonici et a sacerdotes vinum proprium de benefieiis ■> reeeptum libere propinabant antiqua mensura perpetuis temporibus, quod supra perhibitum fuit viginti annos b . Vcruntamcn vinum non ad beneficium pertinens non introduccrcnt c civitatein neque antiqua vendent mensura, nisi consuetudinc civium aliorum. Item d si quis sacerdotum emerit vinum clectum pro sc vel alteri propinandum, illud eliam sine telonio ad sc introduecre po- 10 tcrit, ita tarnen, quod nihil 0 ex eo vendat ad ducllandum f publice. Simililer etiam in venditione frumentorum non dabunt nee ipsi nec emtorcs sacerdotum quatuor hallcnscs de maldro uno. Item similitcr nee pistoribus neque molendinatoribus 8 aliquid dabunt. Item iste in intronisatione sua clectos a civibus in consulatu usque ad 15 futurum festum saneti Martini dimittet. Tuncquc consulatum iuxta constitutum statuet et seeundum iuramenta consueta ordinari faciat. Item si quae sacerdotes amiserunt in curiis suis, si alibi locorum inventa fucrint, de con- silio consulatus omnia restituentur eis. Item in omni causa notabili traetanda consilia habebunt consulatus in curia vel aula episcopi, maxime si episcopus 20 cupit intcressc iuxta morem antiquum. Item ripa pertransiens civitatem manebit in vigore suo iuxta morem antiquum. Item sacerdotes civibus di- scordiis consentientes statim iubebunt eives egredi civitatem, ita ut nec in dioccesi Wormatiensi remaneant sine tarnen timore exeuntes civitatem. Plura quoque alia in copia praedieta habentur traetata per regem Rupcrtum et do- 25 minum Iohanncm archiepiscopum Moguntinum, quae copia habetur prolixe a U07 civibus. Acta haec sunt anno 1407 in Weinheim, sabbato ante Margarethae y ■ Juli i virginis et septimo anno ll irnpcrii Ruperti l . Tempore Iohannis de Flcckcnslein' dominica die k sequenti duo ma- tentiarum libros et quam plures sermoncs, inter quos composuit unum libellum seu 30 sermonem super evangelium: Missus est. De compositiono et editione librorum vidc lohannem abbatem Spanhcimensem in descriptione illustrium üermanorum virorum (s. Basler Druck vom Jahre 1494 = Hain nr. ir>r,l3). Nam ad Henricum episcopuni Wormat. scripsit pulchrum volumen de predestinationo et quod Deus omnia bcncfcccrit, cuius interlocutores sunt pater ot nlius; quod prenotavit: Ratio- 35 nale divinorum operum libros VII. Do contractibus librum I. Do celobratione f're- quentanda vel intermittenda dialogum conscicntic et rationis librum unum. Iterum ad episcopuni Worm. librum unum. Epistolarium ad divorsos librum unum. Ser- mones quoque varios, quorum maxima pars reperitur im Kyrszgartcn et Krancken- tal (== Zorn 158). Anno domini 1407 circa f'ostum Iacobi clerus ingressus est civi- 40 tatem et facta est compositio inter ipsum Mathoum, clerum ex una, et cives Worm. ex altera partibus. Cuius copia habetur in antiquo armario {die Herrnsheimcr Hs. hat: azinano) per Rupertuni regem Romanorum, comitem palatinum et lohannem archiepiscopum Mog. facta. Obiit quinta die mensis niartii anno domini 1410. Se- pultus in medio chori ecclesie maioris Worm. a latere propositi. 45 «■) et fehlt bei 2. h ) 1: annis. °) l: introduceret. d ) 1: herum. e ) n. feht bei 1. { ) Dazu macht 2 am liande die Bemerkung: leg. videtur: divirlen- dum. 8) 1: molandi natoribus. h ) anno fehlt bei 1. ') 1 u. 2: Fleckstein. k ) die fehlt bei 1. Schannat II, 2W //'. saeculi XV. 77 gistri civium hanc literam Ruperti regis legent in singulis zunfftis civitatis et quod promittant, se velle servare illa ibi composita singuli. Alia quoque composita ibi per dominum Gonradum et dominum Ludovicum de litera Ruperti regis ibi habentur, quae transeo. Acta sunt haec anno domini 1424, s H s* P t. Dominica die ante nativitatis Mariae l . s Mortuo Mathaeo episcopo successit [Caput LYIII. De Ioanne episcopo Wormatiensi.] Iohannes de Fleckenstein' 2 , qui praefuit quasi sedecim annis et obiit anno domini 142ß die decima 8 octava mensis maii; sepultus in maiori ec- 10 i ^^ II , clesia ante summum altare a latere praopositi. Hie praeeepit in aaneta ay- nodo anno domini 1414, i'eria quarta post Bartholomaei, ut festum beatae üi.ak,,. Mariae Virginia Dei genitricis celebraretur viaitationis in civitate Wormatienai et in tota dioecesi sua*. Item quod festum sanetae trinitatis servaretur in dominica die in octava pentecostes. u Iste civitatem non intravit nisi iam mortuus, ut audivi, quia conflictum etiam cum civibus habuit, et composuit inter cos gradus Conradus episcopus Moguntinus et Ludowicus comes 1 ' palatinus Rbeni in civitate Bensbeiin feria w~A Ug (juarta post assumptionis gloriosae virginis Mariae 3 , cuius copia etiam a civibus habetur, in qua dicitur, ut episcopua reeipiat telonia iuxta conauetudi- 20 nem antiquam, ita quod non ultra gravet eos, et in hoc civea non aibi se opponant. Item civea sigillum noviter confectum deponant et iuxta antiquam manebit conauetudinem; et quod fideliter aervarent literam a domino Ruperto r ege inter eoa compoaitam, quam etiam legent altera die Martini in praesentia dominorum aliquorum maioris eccleBiae et aliorum. 25 B fol. 34 u. 45: Hie anno domini 1414 etc. mit MK. gleichlautend. a ) 2: dominica. '•) comea fehlt bei 2. 1 Scliannat II, 232 ff. * Nach dem Tode des Mattlxneus konnte sich das Kapitel nicht sogleich einigen; die einen waren für den Dompropst Tlieodcrich Bügel, ™ e andern für den Erzbiscliof Johannes von Mainz, schliesslich erhielt Joliannes von 30 f leckenstein, Canonicus der Wormscr Kirche, die Majorität der Stimmen. Der Erzbiscliof hetzte die Stadt gegen ihn auf, und obgleich Johannes von Papst Gregor XII. die Bestätigung erhielt, so verweigerte ihm die Stadt dennoch den Eintritt, s. Zorn J7C > ff. Scliannat I, 401), der die Anonyme Wormscr Chronik und die z. Th. verloren yeganaenen Acta civitatis Worm. benutzte, ferner u. die Annalen. Am 11. Aug. 1411, SS naclukm der Biscliof das Interdict ülier die Stadt verhängt hatte, kam lt., 13. und 31. Aug. ein Vergleich zu Stande. 1424 bracli der Streit zwisclicn Bischof und Stadt von neuem los, der seine Erledigung durch die Bachtung vom 8. Sept. fand, s. Scliannat 11, 232 ff. Er starb t8. Mai 1426. s 8. Zwn 180. Der Vertrag selbst ist am *■ Sept. beurkundet worden, s. Scliannat II, 232 ff. Die j. Bischofschronik fol. 34 u. 40 45 giebt gleichfalls einen Auszua dieses Vertrags, im Wortlaut übereinstimmend mit dem MK. 78 Chronicon Wormatiense [Caput LIX. De Fridcrico episcopo Wormatiensi.] Fridericus Domneck 1 mortuo Johanne successit in episcopatu et praefuit multis annis a 26 anno usque ad 45 annum. Sed fuit homo carnalis, re- r, linquens post se proles, habuitque concubinam in Dormstein a , quam cum plebanus etiam ad suam traxisset concupiscentiam, indignationem eius in- currit. Fuitque capellanus eius magister lacobus Seratoris ad sanctum Michaelem, postea plebanus, qui falsum esse dixit eum in sinu mulieris obi- isse, ut fama tunc volavit, quia in morte eius adfuit. Obiitque in Heidel- 10 berga et inde delatus fuit usque ad Rhenum, et ex navi a canonicis cum devotione susceptus et sie in maiori ecclesia fuit sepultus ante altare in medio i**iai duorum episcoporum anno domini 1445, prima die mensis maii. Aiebat idem magister lacobus, quendam doctorem tunc dixisse, pro certo scire, ipsum damnatum esse, quia lubricam vitam habuit. De cuius coneubina et it maleficia postea mirabilis referebatur historia. Nihil tarnen temere diffinien- dum est de hoc, quia homo in ultimo momento poeriitere" potest, quam diu in hac vita subsistit, et gemere pro peccatis suis, et hoc Deus aeeeptat, si vero ex toto corde fit, iuxta illud verbum prophetae: in quacumque hora homo ingemuerit pro peccatis suis, omnium iniquitatum suarum non re- 20 cordabor. *In reformatione monasterii nostri satis diligens fuit, consilium et auxilium praestando ad erigendum illud. Misitque ad concilium Basileense solennes ambasiatores et ad abbatem Gistertiensem pro reformatione loci illius. 36 In sua intronisatione equum, cui insidebat, iussit, eo descendentc, in cives circumstantes minari, ul quilibet eum caperet. Quem tarnen dolealor quidam satis agilis ante alios apprehendit et ipsum ascendit et postea pro non parvis nummis vendidit. Quadam vice residens in castello suo in Dormstein et magnus esset so aestus, dixit suis: »0 si modo veniret una bona pluvia et nos modicum re- frigeraret." Et ecce! verba vix fmiverat, statim venit tonitruum tangens turrem, in qua sederat, et secuta fuit non longe post pluvia magna. Tunc alter quidam dicebat: „Ecce quantae potestatis sunt verba episcopi." * B fol. 34 u. 45 entladt einen Thcil der nachfolgenden Erzählung i'd>er 3. r , Kirschgarten. ft ) 1: pertinere. 1 Nach dem Tode Johannes II. wurde am 29. Mai 142G Eberhard von Sternberg gewählt; allein ei' abdicirte schon am 6. Juni und Friedrich von Domneck, Dekan des Domkapitels, erhielt die bischöfliclic Würde, s. u. die Verhandlungen mit der Stadt 40 wegen des Einritts. Am '21. Jan. 1427 \>estätvße der Biselwf die Fredieiien der Stadt, und am 4. Februar fand der fekrliclie Einritt statt. Am 1. Mai 1445 starb er. 2 Dirmstein, pfälz. BA. FrankenthaJ. saeculi XV. . 79 Anno 1443 Kirsgarten monasterium ref'ormatum f'uit per dominum Fride- J**3 ncum praedictum. In co namquc coonobio ab anno domini 1245* l usque ad 12 *5 annum domini 1430 füerunt moniales Cistertiensis ordinis, quae multis annis in «*« satis bona fuere observantia; sed in fino desipientes omnia bona monasterii** mobilia et immobilia impigneraverunt vel alienaverunt, ita ut non remaneret* 6 in eo calix vel über non alienatus et impigneratus. Vinea quoque infra niuros ad haereditatem vendita erat similiter et molendinum; quae tarnen postea miraculose fratribus iam ibi constitutis restituta fuerunt. Puitque locus sublatis omnibus monialibus per pestem et mortem diu desolatus, ita ut nullus m eo maneret, nisi pauper quidam cum uxore et flliis pro custodia domus. io Goinmisitquc bona eius episcopus euidam presbytero, qui prata vendidit et alia iuxta placitum suum, quae adhuc non sunt recuperata. Igitur Fridericus episcopus praedictus cernens locum esse desolatum, misit*** abbates Cistertien- ses in Schonliovia 2 et Mulbrun 3 et alios, qui venientes semel et Herum**** et nihil in eo cernentes locum de cetero erigi posse in monasterium diffidentes, tr. ad sua reversi sunt. Quod***** cernens antistes praefatus ad concilium b misit ** Basileense, in quo tunc abbas erat Cistertiensis ordinis, decretorum doctor. Cui aperientes negotium monasterii praefati petierunt, ut aut refor- maret per suos vel aliis alterius ordinis daretf 0 , qui labore manuum suarum et püs fidelium largitionibus locum suum erigere possent. 111c igitur, ut erat 20 v ir doctus ff, intelligens loci desolationem, dixit: „Placet, ut locus ille detur roligiosis ordinis alterius, mendicantibus exceptis." Mendicantes namque nomi- navit Manducantes ironice, prout in bulla ab' 1 ipso data habetur, nolens om- nmo talcs habere in loco illo. Igitur habito consensu ille Fridericus episcopus Wormatiensis una cum Ludovico palatino Rheni 4 et aliis bonis viris ad capi- 25 tulum Windesemense 5 canonicorum regularium miserunt °, et ut locum ipsum in suum mutarent ordinem, petierunt. Quibusftt annuentibus palrem de Bo- dicken ad locum praefatum miserunt, qui ibi veniens et humi f naturas ibi * B: 1245 tempore Henrici seeundi. ** B: 0. b. monasterii dilapidave- rurit bona m. et i. ahenantes inpignorantes, ita ut nichil r. in eo cenobio impigno- 30 ratum seu alienatum. Fuitque locus etc. *** B: legatos suos ad abbates kchonaw, Mulbronn et alia loca huius ordinis misit pro restauvatione, qui venientes. **** B: iterum visitantes et nichil. ***** B: Quod audicns et cernens a. ****** B: suos misit. t B: daret. tt B: vir prudens. V ^ ; . 1 u i tandem consencientes. Anno domini 1443 introdueti sunt. Et constitutus 35 est primus rector et prior religiosus pater Bertoldus de Padebornen, vir saneto diseipline, strenuus zelator, qui pref'uit 30 annis. a ) 1: remanot. b ) 1: consilium. °) 1 u. 2: diceret. d ) ab fehlt oei x. e) X; miseriani. f) x: hoc; 2: liomini; am Bande: legendum humi. , ' Urkundlich erscheint das Kloster Kirscligarten zuerst X237, ÜB. I nr. X80. 40 Schönau hei Heidelberr/. 3 Maulbronn in Würtemberg. * Ludwig IV., 1424—X449. 8 Wiiidsheim in der Diözese Utrecht gelegen, vgl. 0. Lorenz, Ge- tchichtsqucllen II, p. 44 Anni. 3—5 und nicht Windsheim in Iranken. Ueber die Deformation des Augustinerordens s. Th. Kolde, die dcutsclie Augustiner-Congregalion •gw Johann von Staupitz. Gotha 1879, der aber den MK. vollständig ignorirt hat. 45 »ein Verzcichniss der Augustinerklöster p. 413 f. ist sehr unvollständig. Die Akten des 1443 reformitien Klosters Kirscligarten liegen im St.-A. W, nr. 1871—1877. Band '877 entliält 1) Zinsrodel 1444—1484. 2) Ein- und Ausgaberodel 1460—1605, eine vor- trcfl'liclie Quelle für die Geschichte des Klosters. 80 Chronicon Wormatiense considerans dixisse fertur: „Terra ista est vinifera, sed non religiosifera." Quid plura? Vidit pater ille locum, qui quidem multum placuit, sed ibi nihil invenit nee unum cochlear quidem, Sed cum trepidaret consentire viderunt, coeperunt quidem promittentes multa; et sie tandem consentiens, 5 annuente capitulo, fratres suos ibi adduxit a , qui ibi venientes, nihil nisi do- mos vacuas invenerunt. Cumque penuriam magnam paterentur, devoti ho- mines et honesti victum competentem eis cottidie miserunt. Sed paupertatem fratrum illorum primitivorum et penurias atque labores, quos ibi invenerunt, in alio libro gestorum domus nostrac describemus ad memoriam futurorum. 10 Civitas enim ipsa, ut honestatem suam erga eos demonstraret et benevolen- tiam, iura civium ipsis dedere fratribus, ut de cetero more civium in civitate omnia haberent et facerent, prout litera desuper confeeta dicit l . Fueruntque tunc fratres tanquam adhuc ignoti, et a civibus et a rusticis vix prius visi in magna reverentia. ls Praefuitque tunc fratribus pater Bertholdus de Paderborne 2 natus circa triginta annos, vir egregius in corpore et compositus multum in moribus, propter quod a principe palatino et aliis nobilibus et civibus charus est habi- tus et aeeeptus. Quadam itaque vice, cum literam propria manu prineipi scripsisset, prineeps, visa subscriptione pulchra, erat enim egregius scriptor, 20 eunetis ostendit suis prineipibus circa se manentibus, dicens: „Ecce quam pulchra scriptura est ista"; statimque illam resolvens libenter petitioni eius annuit. In civitate quoque etiam multum aeeeptus fuit et civibus charus, qui eleemosynas sibi multas et suis, quia pauperes erant, nihil habentes, miserunt. Ubi b vero aliquam collcgit peeuniam, statim ad redimendum bona 25 monasterii impignerala operam dedit, et sie cum Dei adiutorio in paucis annis locum valde erexit et reformavit. Quadam vice episcopus Eustetcnsis ad Wormatiam veniens pro lilibus et discordiis ac guerris sedandis, audiens bonam famam eius et fratrum suorum, humiliter venit ad eos visitandos, vidensque humilem conversationem 0 30 eorum, valde sibi placuit et statim petiit sibi fratres aliquos dari pro domus suae reformatione in' 1 Rebdorp 3 , et obtinuit. Non longo post domum beatae Mariae in Birckenbruck 4 a fundamento exstruxit et egregium conventum ele- emosynis fidelium et ibi peregrinantium exstruxit, in quo primus prior Iohan- nes Zonsbeck ° 5 , qui a fratribus in Kirsgarten revocatus sibi successit in prio- 35 a) 1: addixit. b ) 1: ibi. c ) 1. consorvationom. a ) / u. 2: et. c ) 1: Zenabreck. 1 Dieser Brief ist nicht mehr vorhanden. t Berthold Sturm von Paderbwn s. Zorn p, 182 f., St.-A. W. nr. 1877, Ein- und Ausgaberodel. Recepta [14] 73: Hie pater magnus fuit et fervidua zelatoi diaeipline sanete atque 30 annis con- 40 tinue hanc domum laudabiliter rexit et tandem deficiena tanquam verua Abrahe filiua mortuus est in senectute bona provecteque etatis et plenua dieruin anno do- mini 1474 in crastino Vincencii martyris f23. Januar) et prioratus aedem fratri lohanni Zonszbeck protune jirior in Byreklingon filio suo predilecto, quem ipae enutrierat, reliquit. 8 Bebdorf bei Eichstädt, Kloster der regulirten Chorlierren. 45 4 Birkenburg in der Eichstätter Diöcese. 6 Iohannes Zonszbeck Prior 1474—1482. Ein- und Ausgaberodel z. J. 1481: Pater iste venerabilia per omnia predecesaoria aui vestigia diligentiasime inseetatua animarum aalutem valde siciena, earum curam saeculi XV. 81 ratu circa decem annos, qui et ipse vir egregius fuit in corpore et in mori- hus satis compositus atque multum apud principem palatinum auditus, ad quem etiam in colloquiis secretis vocatus fuit. Dehinc elapsis annis Franckenthal rogatu principis et episcopi Reinardi missis ibi fratribus suis reformavit 1 atque magnam curam domus illius habuit cum detrimcnto non modico do- 5 mus suae. Omnia namque monasteria ordinis sui circa Rhenum ascendendo ex ipso ortum habuere. Quartum vero monasterium in Sindelvinge in terri- torio comitis de Wirttenberg Eberhardi successor eius Iohannes rogatu ipsius comitis, missis ibi a pluribus fratribus suis, reformavit 2 . Quatuor ista monasteria iam dicta ex ipso monastcrio in Kirsgarten prodiere. 10 Mortuo Johanne Zonsbeck praedicto successit Henricus de Dormstein 3 , tjui adhuc, Deo volonte, praeest, et plurimis annis praefuit. Plurimi ex isto monasterio egregii prodierunt viri illustres, ex quibus adhuc aliqui sunt in domibus aliis priores ad honorem Dei. Primi namque sex fratres vocati cum priore Bcrtholdo supradicto ex Bodicensi monasterio pro reformatione Kirs- 15 garten omnes postea facti sunt viri illustres et in aliis domibus priores et praelati, uno tantum dempto, qui iuxta exemplum Iudae proditoris inter apostolos in tarn notabilibus fratribus desipiens reccssit a loco et alium ordi- nem acceptavit. Quia vero ista ad laudem civitatis Wormatiensis, quae ab initio dicta 20 su nt, scripsimus, restat nunc ad eorum laudem recitare nomina benefactorum nostrorum et huius monastcrii Kirsgarten, qui primis nostris fratribus manus porrexerunt adiutrices. Primus namque benefactor et specialis reformator Kirsgarten fuit epi- scopus Fridericus supradictus, qui multa bona dedit et fecit monasterio prae- 25 dicto. Secundus dux fuit et comes palatinus Rheni Ludovicus pater prin- a ) 1: missus fuit cum pl. strennue gessit salutaribus nionitis et devotis exhortacionibus subditorum corda in amorem Dei et sancte religionis sepe accendens et inflamraans. Postquain autem ^4 annos in ordine, in prioratu vero fere 22 annos tanquam fidolis servus et verus 30 y. ei cultor sine querela consummasset, pestilencie clade perculsus moritur altera die sanctorum apoatolorum Symonis et lüde (29. Oktober) sub Maximiliano rege Komanorum clementiasimo anno doniini 1482, prioratus officium devoto patri Hen- nco Dyimstein relinquens. , * s. die Urkunde vom 29. Aug. 1448 bei Schannat II, 239. 2 Graf Eber- N hard im Bart verpflanzte 1476 — 1477 regulierte Windsheimer Chorherren nach Sindel- P-ngen, wo früher ein weltliches Chorherrenstift war, s. Stalin, Wirtcmberg. Geschichte u > P- 743 f. 3 Heinrich von Dirmstein, Prior, 1482—1Ö04. Ein- und Ausgabe- rodel zum Jalvrc 1503: Post hec venerandus hie pater Henricus de Dyrmstein cepit quartanis febribus acriter laborare senciensque se paulatim corporis viribus cotidie 40 aestitui indicansque fratribus se iam resolvi in manus venerabilia patris de Hege- aen de licentia capituli generalis prioratus officium in vigilia saneti Andree apo- £ to 'i (29. November) presente conventu, letus et hilari cordo resignavit, postquam »We 48 annis in ordine conaervacione et vita devotus laudabiliter vixit, et in prioratus officio 21 annia aedit, auccedente aibi venerabili patre Hermanno Zonazbeck, 45 Pnore quarto. Licet eciam tunc in gravi infirmitate in Franckental detento con- «umptusque etate, poatquam illum unieum Ysaac auum sponte et voluntane ymmo- 'asset, mortuus est et appositus fratribus auis senex et plenus dierum anno domini | 0( J4 in oetava saneti Stephani (2. Januar) sub Maximiliano Romanoruin rege et lu uo seeundo magno pontifice. 60 ■Wormsor Chroniken. *> 82 Chronicon Wormatienao cipis nostri Philippi, qui in introitu" fratrum centum dedit florenos et postea pro constructione cellarum iterum centum et privilegia specialia magna 1 . Ter- tius erat dominus Ludovicus de Ast 2 , praepositus maioris ecclesiae, doctor utrius- que iuris, qui in introitu fratrum plaustrum vini et 20 maldra siliginis et s postea in morte multa dedit et magnifica non scribenda. Quartus fuit Ru- dolfus de Rudesheim 3 , decanus maioris ecclesiae Wormatiensis et postea episcopus in Bresselo, qui saepe cum fratribus conversabatur, etiam in choro stans cum eis et videns conversationem eorurn, imo et amplius se humilians, patre nostro b interrogante a fratribus, quid de lectione mensae retinuissent, 10 ipse stetit in sacristia cum eis humiliter patris verba audiens. Fuitque iste vir columna civitatis Wormatiensis in magna reverentia a civibus babitus. Unde quamvis magnus esset praelatus et doctor egregius, non tarnen erubuit per se praedicare et populo sermonem facere, etiam aliquando bis 0 in die uno. Et fuit* vir multum intelligens in consulendis rebus, interrogatus casi- 15 bus variis, statim ut modicum de causa audivit, respondit: sufficit, ego" nunc intelligo, et sie breviter illos expediens abire permansil f . Tempore prandii multa fercula abhorrebat, sed, sicut quidam dixit sacerdos devotus, dicere so- litus erat: „Sufficit tria habere fercula pro naturae sustentamento", et sie plura non admisit. Eratque valde pro divino officio peragendo debite et 20 devote solicituss, Fuerunt namque tunc viri solennes et honesti in collegiis civitatis nostrae. Alia sunt namque istius Rudolphi opera multa mihi in- cognita et ideo merito postea pontificali meruit honore ab apostolico sublevari. Quintus h fuit dominus Iohannes de Monte Martis*, scolasticus maioris ecclesiae, qui magnam fecit diligentiam pro reformatione loci huius. Sextus 1 erat 2.'. dominus Iohannes Ladeboem 5 , canonicus maioris ecclesiae, qui omnes excel- luit praecedentes. Iste peeuniam misit ad adducendos fratres de Saxonia. Dedit viginti maldra siliginis et medium plaustrum vini exceptis bis, quae cottidie misit k . Dedit item viginti florenos pro eultura vinearum et aliis. Item decem florenos pro diversis necessariis. Item triginta florenos pro lignis 30 ad cellas fratrum construendas 1 ; item tres pro calce. Redemit Gregorium super moralia impignoratum; item ornamenta ecclesiae alienata, quod turpe est dicere, pro m quadraginta florenis redemit. Stubam magnam in monasterio aedifieavit, quae adhuc stuba Ladeboem" nominatur; alia quoquo multa dedit; item redemit duos calices impignoratos; ita enim omnia etiam spiritualia 35 alienata erant. Septimus 0 erat dominus Iohannes Lupi, vicarius maioris ecclesiae, qui etiam multa ad reformandum locum instiluit, et duos calices redemit, atque dedit in valore centum florenorum. Similiter et parentes eius a ) 1: intuitu. b ) imo — nostro fehlen bei 1. °) aliquando bis fehlen bei 1. d ) 1: Et aut. e ) 1: ergo. f ) 2 bemerkt am Bande: leg. permisit. 40 e) 1: soliti. h ) 1: Quartus. J ) 1: Quintua. k ) 1: missit. ') 1: con- stituendua. m ) 1: quod. n ) / u. 2: Badehoem. °) 1: Sextus. 1 Ludwig IV. 1424—1449, s. Archiv für Hess. Geschichte II, 406. • über diesen s. p. 83.' * Rudolf von Jlüdesheim war Decan des Domkapitels zwischen 1446 und 1466, wurde 1468 Bisdiof von Bresslau. * Johannes Nuwenburg de Montc- 45 mar, erscheint 1430 als Bomscholasticus, gest. 5. Dezember 1451, s. Sclumnat I, 90. 8 Johannes Ladenbaum 1426 Domherr zu Worms, s. Sctonnat I, 104. saeculi XV. 83 tantum legavcrunt. Octavus* fuit dominus dictus Struben, vicarius sancti Andreae, qui sexaginta dedit florenos pro redemptione sex maldrorum siliginis. Ita bonis amicis adiuvantibus bona monasterii alienata redempta sunt. Nonus b mit magister Conradus de Werda, doctor in medicinis, qui multa largitus »nonasterio pro bonis variis redimendis, de quo magis puto tacendum, quam 5 aliquid scribendum. Rabanus de Memmingen, canonicus maioris ecclesiae 1 , multa in vita dedit. Joliannes Hemsbach 0 at Iutda eius uxor. Thomas Hemsbach 0 et uxor eius. Petrus zum Rade 2 et Mechtildis uxor eius. Item dominus Reinhardus episcopus Wormatiensis, de quo postea dicetur. Antonius Eberzin d presbyter; hie apud nos sepultus, multa dedit nobis. Iohannes 10 Rebestock alias Lisberg 3 et Elisabeth uxor 0 eius. Dominus Iohannes Carben, scholasticus sancti Andreae, in vita et in morte multa tribuit. Domicellus Nicolaus Hemsbach 4 et Agnes uxor eius multa nobis fecerunt. Dominus Iohannes Pichlein, vicarius sancti Andreae. Multi quoque alii cives fuerunt Wormatiensis civitatis, qui consilio et auxilio laboraverunt pro reformatione u monasterii in Kirsgarten et pro redemptione bonorum eius impignoratorum. [Caput IX De Ludovico de Ast episcopo Wormatiensi.] Mortuo autem Friderico episcopo electus fuit dominus* Ludovicus de Aat 5 utnusque iuris doctor et praepositus maioris ecclesiae et etiam sancti Martini 20 ac lllustrissimi prineipis Ludovici consiliarius egregius. Sed ipse religiosorum usus eonsiliis et audiens et considerans pericula multa istius status, post qua- dragesimam diem episcopatum suum resignavit in manus electorum, timens pe- nculum animae suae. Fuit namque vir maturus valde et prudens. Unde s< quis pro consilio utendo ad illum venisset, audivit f proponentis verba usque » a d finem, et tunc praegnantibus atque brevibus verbis respondit: sie et sie seeundum iura et leges faciendum est, et ita dimisit hominem. In prineipis autem consilio existens tantae fuit auetoritatis, ut interrogatis omnibus ipse concluderet et diceret: sie et sie in iure et in legibus conscriptum est et sie •aciendum est. Moriens autem omnia sua mobilia religiosis reformatis reli- 30 * -B fol. 35 u. 46: Mortuo Friderico — post 40 diem in manus electorum resignavit. a ) 1: Septimus. b ) 1: Octavus. °) 2: Hemsberg. d ) 1: Eberzein. e ) 1: uxor fehlt bei 1. f ) 1 u. 2: amlisset; bei 2 am Rande: leg. audivit. 1 1450, s. Scliannat I, 104. 2 auch bei Zorn 182 genannt. * auch u "ei Zorn 182 genannt. * aucli bei Zorn 182 genannt. * Ludwig von Ast, JJoctor utriusque iuris, Domherr, wurde 1441 zum 'Propst der Kirche von Worms gewählt, war auch Propst tu s. Martin und Rath Ludwigs IV., Pfalzgrafen. Nacli : eis. b) 1: si tunc i. d. <=) l: hora. d ) V. hoc dixit ei. ) 1: inquisitione. f ) 1 u. 2: confictum. , ' Johannes Bucherat von Wesel, geb. zu Groningen 1419, lehrte in Köln Er- twt (1466 Rector daselbst), Löwen und Paris, war Prediger am Dom in Worms, 45 wurde der hussitüchen Ketzerei beschuldigt und 5.-12. Febr. 1479 m Mainz verhört A *n 12. Febr. widerrief er seine Irrthümer; er starb 4. Okt. 1489 m Groningen, s. Ull- tngnn, Reformatoren vor der Reformation. Hamburg 1841, 2 Bande. Friedrich, Joh. Wessel, Regensburg 1862 (katholisch). Die Artikel des Verhörs auch bei Knebel, Dia- 88 Chronicon Wormatiense rima inconvenientia praedicasse, quod utique negari non potest. Alii asse- runt, cum ex invidia sibi multa falsa imposita fuisse. Quod tarnen totum Deo committimus, qui novit corda hominum, ipse iudex verus est et erit omnium. Doctor quidam Pragensis ipsum visitavit in Wormatia, sed in Mo- * guntia invenit, quod cum suspectum reddidit. Ferebaturque tunc anno do- 1473 mini 1473 fama publica, quod centcsirno anno domini tunc complenda circa Rhenum gesta Bohemorum tunc inciperent ibi complcri et practicari. Vidcat hie lector et iudicet, si falsa fuit prophetia illa et an vera, sed conclusio taceatur. io Civis quidam dictus Hermann us Keszler in hac fuit civitate iaculator magnus, qui miro a modo suis verbis et gestis iocosis homines novit ad lae- titiam commovere. Hie apud intronisationem episcopi Spirensis, qui adhuc feliciter praesidet 1 , canem fecit currere iuxta equum suum, habens in dorso suo masculum ligneum miro modo fabricatum. Quod cum homines cerneis rent, dimisso episcopo, fantasias illius inspiciebant. Sed quidam nobilis hoc aegre ferens, increpare cum coepit. Tunc illc omnibus audientibus respon- dit: „Et tu meretricum amator et mulierum stuprator, quid dicis?" Quod ille audiens obstupuit et clam sibi dixit: „Noli me sie confundere et novam tunicam tibi dabo." Tunc ille ad populum: ,0 boni amici! parcite stulti- 20 loquio meo, ego bonum illum virum in ira subita confudi, quod facere non debuissem. 11 Sed post ista b subitanea inorte obiit. te'lfuni *Anno domini 1460, feria seeunda post festum corporis Christi, ec- clesia saneti Cyriaci in Nuhusen extra muros Wormatienses per comitem * B fol. 35 u. 46 h : Anno domini 1460 suborte gravissime differencie ac in- 25 testine agitationes bellorum inter nonnullos prineipes, comites, barones, milites ac proceres nationis Germanie. Nomina vero dissidencium ac qualitates dift'erencia- rum, merita aut demerita, iustieiam aut iniusticiam, non ineumbit officio meo ca- lamo comprehendere, sed michi sufficiat, ut arma ac pugne clcricorum sint oratio- nes ac lacrime. Porro unum censui necessarium silencio non transeundum, quod 30 sub velo misericordie ac tegimine alarum dietarum dissensionum nonnulli annigeri gentes ac satellites ipsa die lune post festum corporis Christi, que erat deeima- sexta mensis iunii, videlicet in die sanetorum Aurei et Iustini (die Hss. Iustine) (exprobaverunt inimici tui, domine) illam decoram et eximiani domum, ecclesiam collegiatam Nuhusen ipsam ausu temerario cum domibus circum iacentibus vora- 35 gine ignis funditus comburendo ac demoliendo, amplius exprobrantes commutacio- nem deeimi, videlicet dignissimum sacramentuin eucharistie a sacrario amovendo ; tandem quidem laico meenanico ipsum tradentes, qui idem veluti inexpers rerum spiritualium certe ancille sacerdotali tradidit ulterius deportandum et representan- dum, que ipsum cum aliis devotis matronis ad civitatem Worm. ipsum quidem vi- 40 cario ecclesie maioris ibidem devote et reverenter reprosentarunfc, quidem qui idem ad monasterium monialium montis saneti Andree ad altaro maius cum ea, qua de- cuit reverencia reposuit et collocavit. Sed proh dolor! de post ultima iunii et diebus quatuor sequentibus, personis ecclesie omnibus profugatis aeeidit alius casus lamentabilis et a Christiana religione prorsus detestandus, ut nonnulli iniquitatis 45 filii sanguivori (Herrnsheimer Hs. sanguifoli) vulgo Blutzapfen vocati, numerum ternarum non excedentes (omnibus pro fugatis — non excedentes fehlt in der ») l: eius. b ) 2: iste. rium in Basler Chroniken. III, 230 ff. lieber seine Absetzung s. Schenk z. Schiceins- berg in Quartalblätter des hist. Vereins f. d. Grossh. Hessen 1883 nr. 1 u. 2. so * Ludwig von Helmstadt 1478 — 1504. 4. JiM saeculi XV. 89 de Glichen nomine domini Ditheri de Isenberg" electi et confirmati Mogun- tinensis'), qui diffidaverat illustrissimum principem Fridericum comitem pala- tmum Rheni 2 et protectorcm ecclesiae Nuhusen, rniserabiliter per incendium cum omnibus acdificiis destructa et eombusta fuit 3 . Item ultimo complices pedestres dicti Moguntini pcrsonis ecclesiae omnibus profugatis intraverunt 5 chorum ecclesiae pracdictae et fractis omnibus ceris ecclesiae-, novissime ad tumbam saneti Cyriaci plumbo circumdatam vencrunt; quam aperientes sparsis reliquiis in summo altari posuerunt et plumbum deportaverunt, et sie incensis domibus et ecclesia ipsa abierunt. Dehinc aliqui post combustionem rever- tentes ad ecclesiam ipsam in die saneti Udalrici episcopi saneti Cyriaci corpus 10 4. M cum processione magna solemniter ad maiorem ecclesiam deportaverunt, quous- que etiam illa iterum aedificaretur. Fuitque obviam sanetissimis reliquiis dominus decanus maioris ecclesiae cum suis presbyteris et tota fere civitate, qui dlas in maiori ecclesia cum magna devotione illic deduxerunt. Comes autem praedictus de Glichen b , tantae malitiae auetor, qui domum saneti Cyriaci in- is cendit, mox ut domum rediit, rniserabiliter vitam finivit * Eodem fere tempore videlicet 4 iulii prandio peracto, circa horam primain, corpore sanetis- simi Cyriaci ad ecclesiam Wormatiensem deportato, supradictus Moguntinus cum exercitu suo in campo prope Pfeddersheim et Kriesheim 5 fugato vix ad dictum oppidum cum paucis suis evasit, multis de suis occisis, pluribus per 20 dictum comitem palatinum Fridericum captis. Creditur et minime ab universis dubitatur ob merita saneti Cyriaci id eidem c aeeidisse, ex eo, quia ecclesiam MüncJiener Ha.), ausu suo temerario ac sacrilego, denuo nialum malo et afflictionem afftictis adiieientes, iterata vice, dictum desolatem ac voragine ignis consumptam ecclesiam hostilitcr invaserunt, et dum nil aniplius ad depredandum ac devorandum 25 reperissent, iideru manus cruentas ac sacrilegas in sanetum domini apposuerunt et mierunt ad altare maius in honorem saneti Ciriaci consecratum sub spe reperiendi in eodem thesaurum ac clenodia auri et argenti; et sie funditus fregerunt. Repe- nentes reliquias tantum et preeipue tumbam saneti Ciriaci plumbo circumdatam, quam aperientes sparsis reliquiis in altari sunitno ipsam tumbam plumbeam depor- 30 tarunt et incensis domibus et ecclesia abierunt. Deinde aliqui ex clericis revertentes ad ecclesiam ipsam die saneti Udalrici corpus saneti Ciriaci cum processione so- lenni et magna ad ecclesiam maiorem civitatis deportaverunt, quousque prelibata ecclesia reedificaretur. Venitque (Hss. Deditque) eis obviam totus clerus civitatis et reliquiis istaa cum magna devotione deduxerunt. Comes autem de Gleichen, auetor 85 tante malicie, ipsam ecclesiam incendit; qui, ut domum rediit, maxime rniserabiliter vitam finivit. Pretacta die saneti Udalrici episcopus Dietherus Moguntinensis rediit ad campum tandem cum exercitu suo in campo prope Phedersheim et Criszheim fugato vix ad opidum cum paucis evasit, multis de suis occisis, plurimis per Fridericum comitem palatinum captis. Creditur et minime dubitatur, ob merita saneti Ciriaci 40 id eidem aeeidisse ex eo quia ecclesiam suam tarn rniserabiliter combusisset. Multe- que calamitates eodem Diethero episcopo postea evenerunt. Nam ad tempus ab episcopatu eiectus fuit et castrum suum flamma vorax combussit. De Dietheri habetur in cronica Naucleri fbl. 290. a ) 1: Eusenherg. •>) % : Gilchen. 0) 1 u. 2; ad idem. 4J 1 Diether von Isenburq wurde, 18. Juni 1459 zum Erzbischof von Mainz gewählt. « lieber diesen Kampf lyictlwrs mit dem Pfalzgrafen Friedrich dem Siegreichen vgl. K. Menzel in Quellen und Ermierungen zur bayrischen und deutschen beschichte II, 2 Abth. Mainzer Chronik ed. K. Hegel II, 14 ff. » Darüber s ' auch Mainzer Clironik (l. c. p. 16). * Nach der Mainzer Chronik l. c. p. 16 50 fal einer von ff lachen, liannerherr, in der Schlacht bei Pfeddersheim 4. Juli 1460. d. i. Kriegsheim KA. Worms. 90 Chronicon Wormatiense suam tarn miserabiliter combussisset. Multae quoque calamitates eidem Dithero* episcopo evenerunt; eiectus namque fuit ab episcopatu ad tcmpus ac b castrum suum in Moguntia vorax flamma consumpsit'. ■24. Aug. Anno domini 1476, in nocte Bartholomaei apostoli, fuit terrae motus 5 magnus in Wormatia et locis circumiacentibus, sed damna non fecit magna. * Filius cuiusdam Iudaei praedivitis, cum aliquotiens, ut moris est, cum Christianorum pueris fuit, coepit effici velle Christianus, adhaerens nobili cui- dam viro, qui videns iuvenem esse bonae indolis, ad episcopum perduxit Rein- hardum. Sed ille timens, quod postea evenit, noluit multo tempore. Tandem 10 tarnen iuvenis videns constantiam, diem sibi statuit, quo baptisari deberet 0 ; quo appropinquante accurrit pater Iudaeus ctamans et eiulans de filio suo. Venit et mater ostendens ubera sua, quibus eum nutriebat , t'actusque est ibi con- cursus magnus. Sed quid multa? Permansit puer constans et despectis pa- rentibus Christianus factus est et a nobili illo in filium adoptatus. Post tem- 15 pus igitur de consilio nostro ad Zwollis missus est, et 0 in brevi multum pro- fecit, mandatumque fuit nobis per patres Zwollenses, quod numquam esset bonus Christianus futurus, sicut et factum est. Ubi vero rediit, canonicus factus est et plebanus, si bene memini ad destructionem sui. Non cessabant maledicti parentes eius die noctuque insidias apponere, ut saltem eum aliquando ad 20 sectam suam maledictam reducerent, quod et factum videtur. Nusquam modo comparet in Christianitate neque parentes eius, sed in Constantinopoli extra Christianititem manet; ibique, ut intelligo, abdicata Christianitate, in ludaismo manet, uxorem habet et forte plurimos pueros. Verificata quoque f fuit fratrum in Zwollis prophetia, ut supra dictum est. H72 25 Anno domini 1472 cum gratia Dei ad civitatem Wormatiensem venis- sem, contra voluntatem meam hie in loco retentus sum, Deo sie disponente, dicebaturque tunc a religioso mihi, quod in toto Rheni fluvio non esset ci- vitas, in qua tarn sapientes essent consules civitatis. Et ut absque adula- tione loquar, verum eum scio dixisse. Subiunxitque idem, ubieunque namque :io sunt inter diffidentes pactis componenda foedera, ibi consulatus ille advocatur. Utique verum est sine adulatione. [Caput 1XII. De Iohanne de Dalburg episcopo Wormatiensi.] **Mortuo Reinhardo episcopo successit Iohannes de Dalburg 4 praepositus 35 maioris ecclesiae, qui nöndum triginta annos attigit, cum quo dispensatum ex- * B fol. 36 b u. 47 b : Filius cuiusdam Iudei etc. mit dem MK. übereinstimmend. ** B fol. 48 b : Iohannes Kemmerer de Dalberg prepositus — extitit, dann folgt ein Excerpt aus Naucler. fo. 306: Ille certamen et conflictum cum civibus iniit et con- troversiam habuit durans usque in hodiernum diem. Nam cives et consulatus re- 40 a ) 2: Ditherico. b ) 1 u. 2: ad. °) 1 u. 2: debet; 2 am Bande: leg. forte vellet. d ) 2: nutrierat. e ) 1: ubi. f ) 1: verificataque. 1 JSs ist offenbar die Martinsbura gemeint, welclie Diether 1479 zu bauen anfing; sie verbrannte 2. März 1481, s. Mainzer Chronik l. c. p. 83. 2 Jöh. Kämmerer von Valberg, geb. 14. August 1456 in Oppenheim, wurde 1472 Canonicus der saeculi XV. 91 titit*. Est enim vir valde doctus tarn in graeca quam latina lingua. Et pracfuit iam multis annis ab octuagesimo anno. Qui si non cpiscopali ho- nore esset sublimatus et multis curis et tribulationibus oppressus, absque dubio in magnum valde evaderet vitiuin b , et licet doctus sit, doctissimos tarnen multos diligit viros et studiosos, sive seculares sint sive religiosi. Cum 5 illis est conversatio sua iugiter, qui, si non esset confirmatus episcopus, amore studii numquam modo fieret, sed totis viribus sc excuteret et magis studio intenderct c . Dicant alii, quac volunt, hunc gaudeo et semper gaudebo nie habere temporibus meis episeopum et patrem. Et licet more philo- sophorum et sapientium multis subiacet in fortuniis, rediet tarnen, ut in do- 10 mino confido et in beatissima genetrice eius, aliquando pax desiderata et multum nobis miseris mortalibus necessaria ac utilissima omnibus. *Anno domini 1488 Fridericus 111 imperator venit Wormatiam diebus nss paschalibus l cum immenso populo, qui eum quotidie sequcbatur d , ex omni im- perio suo, et descendit cum eis in Flandriam contra Brugenses, qui filium suum 15 Maximilianum iam regem Romanorum factum dolose coeperant, prout prius etiam 0 Philippo duci Burgundiae fecerant; et licet tunc satis a Philippo co- aretati fuissent 2 , tarnen ausi fuerunt insani Uli Flaminici factum illud circa regem Romanorum cum furore magno iterare, propter quod infinita secuta fuerunt mala. Descenditque contra cos infinitus populus; qui licet parum eis fa- 20 oerent, tarnen terram circumiacentem destruxerunt, et quia meliori usi consilio regem dimiserunt, imperator Fridericus semper diligens pacem cum suis ad propria rediit. **Rediens igitur ad f Wormatiam 3 , devotionis causa ivit ad Nuhusen post solis pene occasum visitare reliquias saneti Cyriaci et sociorum eius personis ibi non avisatis. Ubi dum quaedam antiqua comperisset testi- 2s monia illarum sacrarum reliquiarum, preeibus humilibus costam petiit saneti Cyriaci 8 c t impetravit, quam gratissimo suseepit animo, desiderans passionem eius, vitam pariter et imaginem eius per dietas personas sibi ordinari, offerendo s e ad quaeeunque petita pro personis vel etiam illa' 1 suae caesareae maiestati donabilia praestiturum. 30 gimen et ius, quod ipsi et sui antecessores habebant ponendi et deponendi consu- latuni burgimagistros scultetum etc., ohne ein neues Moment zu bringen. Sodann folgen die bei Zorn p. 204 abgedruckten Verse. n * B fol. 4) 2: virum. °) 1: intendetur. a ) 1: seque- bantur. e) ] : llt ; an i. f) ad fehlt in 2. 8) 1 u. 2: costam s. petiit C. h ) 1 : ille. liomkirclie zu Worms, 1480 Dompropst und zugleich Kanzler der Universität Heidel- "Vrg, kurz darauf Kanzler des Pfalzgrafen Phüijrp des Aufrichtigen und am 2. August 40 1482 auf Wunsch dieses Churfürsten Bisclwf von Worms. Kr starb in der Nacht vom 27./28. Juli 1503 in Heidelberg, s. nun K. Morneweg, Johann von Dalberg. Heidelberg 1887. ' 10. April 1488 urkundet Kaiser Friedrich III. in Worms, am 11. in Speyer, s - Chmel, Reg. Friderici III nr. 8273—8275. St.-A. W. nr. 11 Acta Wormatiensia 45 1487—149!), fol. 2: Also geschah, das der keyser her gein Wormbs käme und warde gar erlich entpfangen, also davon sonder Zeichnung ist in dem bergamenen buch v on entpfahung keyser und kunig sagende. * Philipp der Oute wurde 1438 von 92 Chronicon Wormatiense *Item audiens esse sepulchrum famosum cuiusdam gigantis in coemi- terio beatae Ceciliae vel beati Meynardi", quod est in suburbio versus Spiram, qui gigas dicebatur Sifridus der b Hörnen, tenuitque hoc rusticorum stoliditas, quia in loco illo etiam signa posita videbantur. Voluit imperator ipse hoc » experiri, si verum esset, undc vocans ad se dispensatorem suum, quatuor vel quinque dedit florenos, dicens: „Ite ad consulatum et dicite, ut nomine meo faciant fodi in coemiterio illo, ut agnoscain, si vera 0 sit fama illa." Qui accipientes pecuniam ad fodiendum conduxerunt, qui ad locum praefatum venientes usque ad ebullitionem aquae foderunt et nullum signum humani 10 corporis vel ossium ibi invenerunt. Et sie renunciantes imperatori, fictitium illud fuisse narraverunt d 1 . i*»o Anno domini 1490 Praedicatores in Wormatia provinciale capitulum celebraverunt praesentibus multis doctis viris. Et fuit deeimum in cadem urbe celebratum tempore assumptionis beatae Mariac virginis. Primum nam- 15 que fuit capitulum ab initio ordinis 40 anno, sed septimum in ordine do- morum. Secundum capitulum fuit in Wormatia, sed vicesimum seeundum in ordine domorum anno quinquagesimo. Tertium extitit septuagesimo anno post ordinis institutionein, sed 42 in provincia. Quartum fuit 98 anno, sed 46° in provincia. Quintum erat anno domini 1319 f . Sextum extitit anno 1348. 20 Septimum fuit capitulum» 1371 h . Octavum fuit 1390 1 . Nonum extitit 1447 sub Petro Vellen, professore sacrae theologiac. Et haec fuit reformatio domus inchoata et traetata usque modo. Haec de Praedicatoribus. 3i. 4 juii Anno domini 1491 in profesto beatae Mariae Magdalenae in prineipio noctis saeva fuit tempestas cum ventorum inaudita violentia, fregitque crucem 25 et gallum in campanili Praedicatorum in Wormatia. In aliis locis extra urbem in diversis locis et villis infinita fecit damna in silvis et villis 2 , qualia nulla recordabatur aetas a centum annis. Dicebaturque hoc fecisse parvula puella ad instinctum k matris suae maleficae iam a iudieibus captae, quae eam in arte illa iam praesens informaverat. Item alia vice in seeunda feria post 14. April 30 festum palmarum, 14 die aprilis facta sunt fulgura et tonitrua, per quae campanile et 1 Organum Praedicatorum in Wormatia fuerunt destrueta. Simi- liter et tectum capellae in Rebenstock destruetum fuit et notabiliter circa campanile laesum. ie*Mai Anno domini 1493, in nocte ascensionis domini, circa horam quintam 35 noctis, cum iacerem in fenestra cellae essetque aura clara penitus sine vento et pluvio, venit trabs ignea longa ad decem pedes et lata ad quatuor vel ultra et volans ultra ecclesiam Kirsgarten, tendit in medio civitatis Worma- B föl. 49*> gübt eine kurze Notiz aus dem folgenden. ») 1: Meniardi. *>) 1: des. c ) 1: vere. d ) 7 hat noch die Worte: 40 Sedit annoa 31. «) 2: 66. *) /: 1348. «) 1i cap. fehlt bei 1. k) 1: 1390. ') O. f. 1390 fehlen bei 1. k ) 1: instruetum. ') 1: in. 1 lieber diese Ausgrabung auch Zorn p. 196 gleichlautend mit dem MK. Acta W. I fol. 24 vgl. Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte 1856 p. 417. J Damit übereinstimmend Zorn 198. saeculi XV. 93 tiensis in foro a circa Monetariam domum novam, stetitque forum totum illud quasi plenum fuisset incendio. Viditque hoc idem alter frater aeque sacer- dos mecum, et similiter dilectus pater noster adhuc vivens. Haec cum dixis- sem b quibusdam amicis, alia persona cum aliis narravit, se vidisse crucem super civitatem nostram stantem mirae magnitudinis. Quid autem ista 0 •'. significent, prudens iudicet lector. Non longe post controversia ista inter pontificem cum clero et cives d exorta est, et usque modo durat in praesen- tiarum, forte aliquando finienda; de quo nobis nihil dicendum pro nunc 1 . Videant sibi quae incoeperunt, qui occasionem tantorum malorum dederunt. Fiat iustitia et pax in diebus nostris. 10 Sunt autem nundinae competentes solennes in urbe hac semel in anno; altera die pentecostes et duobus sequentibus; in quo varii coneurrunt homi- nes. Unde quadam vice ibi venit homo sine cruribus et pedibus, ligatus sie super equum; et alii sine brachiis, sie ex utero matrum nati. Synagoga quoque hie est solennis Iudaeorum, qui in optima manent n parte civitatis sub tributo, quorum occasione multa fiunt mala in populo Ghristiano, quod conversationem inter se habent nimis familiärem contra ec- clesiae prohibitionein. Laborant namque eis Ghristiani pro pretio et utinam clam non simul comederent et potarent, et quod horrendius est, non simul commiscerentur et filios proercarent. 20 Iudaeus quidam, cum sartorem advocasset Christianum tanquam fidelem, cum Iudaeus non observaret et anserem 0 pinguem ibi stantem haberet, sartor clam anseri f cum filo posteriora clausit et ad opus suum rediit. Elapso igi- tur tempore, cum ansers iam opus facere cuperet, nee posset, coepit tanquam insana mirabiliter alis se percutcre et gannirc gravitcr. Quod cernens lu- 25 daeus ct h eam insanam faetam existimans, dixit sartori: „Ite, obsecro, et cum saeco anserem* in Rhenum proiieite, ne quis intelligat, ct k album unum denarium vobis dabo." Tunc aeeipiens sartor anserem 1 , ad domum propriam cum saeco et peeunia portavit et rediit. Huic ait Iudaeus: „Ubi est Saccus?" Sartor respondit: „Proieci, inquit, cum ansere™ in Rheno, ne quis notaret." :w Similiaque multa fiunt apud nos. Alter quidam, cum haberet sartorem et S1 bi fila pretiosa non confideret, in cistula conclusa, ita tarnen, ut necessaria inde sumeret, qui Iudaei intelligens simplicitatem, tamdiu glomum filorum" Per rimam volvit cistulae, quousque vix aliquid remaneret. Mirabilis satis historia nuper, cum apud portam saneti Andreae eram, 35 narrabatur. Dicebat namque quidam: „Ecce in loco isto mortuus Iudaeus v iventem interfecit Christianum." Quod ego audiens, multum 0 stupebam. Et ille: „Dicam tibi, qualitcr hoc actum est. Obiit namque Iudaeus quidam m villa vel loco propinquo, quem sepelire volebant in sepulchris Iudaeorum a ) 1: W fore c. M. b ) 1: dixissent. °) 1: iste. d ) 1: pontificem 40 *t cleris cum civibus. 8 ) 2: aucam. f) 1: aco; 2; aucae. 8) 1: ansera; er ihn s. F. Falk, in: Hist.-polit. Blätter 1873 Bd. 72 p. 647 ff., v. Schulte 35 und Weigernd, in der A. Deutschen Biographie III, 563 und H. Grosch, Burchard I., Bisclmf zu Worms. Leipziger Dissertation 1890, beide ungenügend. Schenk z. Schweinsberg im Korrespondenzblatt des Gesammtrier eins 1874 nr. 5, soivie Archiv für Hessische Geschichte XIII, 433 hat es wahrscheinlich gemacht, dass B. dem Hause des Grafen von Beichenbach-Ziegenhain angehörte. Die Beftauptung Weigands: er entstammte 40 einem vornehmen GeschlecM, aus dem Worms mehrere Bischöfe empfing, Hanno, Hildebold etc." steM in der Luft; wir wissen nur von einem Bruder Bischof Franko und seiner Schwester Mathilde. Grosch p. 6 macht es wahrscheinlich, dass B. um 965 geboren sei. Semen Grundbesitz lernen wir aus den Urkunden St. 1020. 1283 und namentlich ÜB. I nr. 45 kennen; sie liegen in Oberhessen. 2 Hauptsächlich machte 45 er seine Studien in Lobbes, wo er an Ölbert einen vortrefflichen Lehrer fand, s. Con- tin. von Folcuin, gesta abb. Lobbicns. bei d'Achery ed. 2. II, 744. Canonicus von Lüttich, wie Schannat I, 331 nach demselben Autor meint, war er nicht, s. Jahrbücher des D. Reichs unter Heinrich IL, II, 194, 4. 3 Wüligis, Erzbischof' von Mainz 975—1011. Vita Burchardi. 103 facta fugiendo vitabat, et ad meliora paulatim animum torquebat. Nam post primaevum iuventutis florem omni bonitate refulsit praeckrus, in iusto stabiles", in commisso fidelis, in consilio providus, in prosperis non ektus, in advcrsis non turbatus, sublimioribus obediens, cgenis compatiens, miseris affabilis, misericors subditis, multum largus, moribus honcstissimus, atquc & in omni opere Dci b strennuus. Patientiam in eo kudare necesse non est 1 , cum sibi servientibus, quamquam 0 saepe contra illum delinquentibus, nee ullum contradicendo aliquando obiieeret verbulum d . 2. lstis quippe hisque similibus pollens virtutibus 0 , per singulas gra- duum scansiones f ad diaconatus ordinem ab archiepiscopo WillegisoS subli- 10 matus h est, et 1 loco cuidam pauperrimo praepositus est k . Hunc ergo locum, archiepiscopo adiuvante, summo nisu statim adauxit totisque viribus decora- vit 1 . Nam egregium monasterium simul et ckustrum canonicorum in ho- nore saneti Victoris extra muros Moguntinac civitatis construxit" 12 . Positis- que n ad electionem fratrum ckustri primatibus, cursum certis temporibus u ac° signis decantari servarique praeeepit. Et ita rebus ccclesiasticis seeundum regulam canonicam rite ordinatis, praedia et maneipia multa, quae vel tra- ditione parentum vel donativo regio s acquisierat, huic ecelesiae in proprium contulerat 4 . Sicque piis huius viri kboribus kudes et gratiarum actiones officio cottidiano in loco praedicto Deo nostro persolvuntur. Ergo religiosis- so simus WilligisusP archiepiscopus sanetam hominis Dei intelligens meditationem, sibi familiarissimum'i elegit et suae camerae magistrum ac civitatis constituit primatem 5 . In quo officio non solum apud homines, sed etiam apud Deum praemia lucratus est sempiterna 1 , quia neque muneribus neque donis nee", alieuius personae respectione a rectitudinis calle reilecti potuit, sicut quidam, 25 quos modo plerumque aut amicitia aut invidia a iudicio 1 recto facile kbi con- spieimus °. Ex his aliisque plurimis pietatis studiis crescente fama beati viri, ad aures imperatoris Ottonis tertii notitia eius pervenit; qui u , ut erat piissi- a ) in i. st. fehlen im MK. b ) Dei fehlt im KDr. c) MK: quamvis. ") nee — verbulum fehlen im MK. °) MK: istisque p. v. et similibus. f ) MK: 30 Stationen. e) W. fehlt im KDr. >') KDr: sublatus. j ) et fehlt MK 1. ) est fehlt MK 2. ') MK 1 u. 2: decreavit; bei 2 am Bande: leg. videtur: deco- ravit. m) KDr: s. Victoris ibidem construxit. Nach construxit fährt MK. fort: Est autem Victor iste socius saneti Gereonis in Colonia quiescentis, qui uno die passi sunt, sed Victor cum suis (c. sanetis 1) in Xanten, et Gereon cum suis in Colonia. 35 D ) MK: Pouitis ergo ibi. °) Waitz: ex. l>) MK: Rel. autem W. >) MK: et. ') MK: testatio- 35 nem tali p. k ) MK: eodem. ') MK: quam. "') MK: p. Franco, vir ve- neral)ilis et Deo dilectus episcopus Wormatiensis, naturae suceubuit et dobitum mortis «•ilvit et corpus suum (so 1; 2: eius) Komae ab imperatore cum etc. n ) MK: statu" quidam aderant dep. °) MK: Epho. t>) KDr: assignatus. 1) MK: fuerunt; 2: affuerunt. r ) KDr: ßaizo; MK: Rato. ") MK 1: Churo; 2: Chur. 10 *) MK: mmeiaverunt. u ) MK2: meritum. T ) MK n. Burchardi. w ) non fehlt im MK. *) ut — defectus fehlen im MK 1. y ) MK: aeeeptationem. z ) MK 1: vixit; 2: vidit. »») MK: vixit. '' b ) MK: nec. 1 Vgl. Alpertus, de div. ternp. I, 3: Nos eam rem pro magnitudine sceleris Parum nobis compertam existimationi vulgi ruminandam relinquimus. ' Franco 45 xtarb nach MG. Nccrol. Germ. I, 663 und der Bisehoßchronik ($. 0. p. 31, 26) II non. sept. — 4. September 909, nach den Ann. necrol. fuld. mai. bei Böhmer, fontes III, J 58, VI lud. sept. = 27. Aug. * Chur. 106 Vita Burchardi. lium contra Dominum. Quod cnim hominibus placuit, Deo displicuit; quod imperator elegit, Deus reiecit, et elcgit infirma, ut confunderct" fortia. Scie- bat enim b suum sc timcntem, sc diligentem°, sc totis viribus colentcm d ; hunc praedestinatum vocavit, et vocatum iustifieavit, et iustificatum e non s laude hominurn sed sua misericordia magnifieavit. 5. Imperator enim de f Italia regressus Saxoniam ingreditur, et in lo- cum, qui dicitur Kirichbcrg « l , pervenit. Illuc episcopus Moguntinus, et cum eo venerandus Burchardus ad imperatorem venit. Imperator archiepiscopum honorifice suseipiens causam Wormatiensis episcopatus illi 1 ' exposuit, duorum- 10 que virorum mirabiles interitus omnino narravit. Et post multas confabula- tiones imperator 1 per fenestram prospiciens k , Burchardum vidit, quem statim celeriter ad sc vocavit. Et arripiens eum manu 1 seorsum duxit" 1 ; quid frater eius n pro eo rogarit 0 quidve sibi demandarit", diligenter exposuit. Ac deindc epistolam, quam in saeculo reservavit, illi aperuit; sieque 1 ' Wormatiense saecr- 11 dotium illi offerre coepit. Cumque ille multum reniteretur, seque indignum esse pontificale officium suseipere contenderet q 2 , imperator vehementer 1- instans quasi vi ad suseipiendum eum compulerat 8 . Tandem conspiciens', quia potenti resistere non posset, ut u cum seniore suo archiepiscopo causam deliberaret exposcit v . Quo impetrato et ab w archiepiscopo aeeepto consilio, quod impe- 20 rator iussteset sc passurum promisit x . Hoc cum diceret, omnium* qui ade- rant lacrimis obortis, illius dignissimis meritis committitur virga pastoralis 3 . 6. Post aliquos'- autem dies, licentia ab imperatore aeeepta, cum archiepiscopo in aa locum Helingunstat bb * pervenit ibique sacerdotalis officii in- fulam aeeepit 00 . Sequenti dd autem die pontificalis benedictionis unetione 25 venerabiliter consecratus est. Deindc post multas salutationes diversasque 00 amplexiones ab archiepiscopo ff honorifice dimissus, sibi commissum episco- ») MK: confundat. l >) MK: namque. o) MK: colentem. d ) MK: semper t. v. diligentem; 2: so t. v. d. °) vocavit — iustificatum fehlen im MK. f) MK: ab. 8) MK 1: Kizberg; 1: Kyritzberg. •') MK: illo. ') MK: ipse i. 30 k) MK: aspiciens. 1) KDr: a. manum. m ) 3TK2: dixit. n ) MK: fr. eius Franco. °) MK: rogavit — demandavit. P) MK 1: sie quod; 2: sie quoque. 1) cemt. fehlt im MK. r ) MK: vehementius. 8 ) MK: instabat et q. v. a. s. e. compulit. ') MK: T. vir venerabilis liurcbardus videns. u ) MK: petiit ut. v ) expoBcit fehlt im MK. w ) MK: actus arch.; am Kande bei 2 steht: log. fortasse : 35 et ab. x ) MK: consilio tandom se facturum promisit. y) MK: omnes. *) MK: aliquot. aa ) MK: ad. bb ) MK 1: Helingstat; 2: Ilolvigunstatt. ) MK: Heling. accessit. Hequenti etc. dd ) MK 2: sequente. ««) MK: diversas a. ff ) MK: a. Moguntino Willegiso. 1 Kircfiberg, rheinl. K. Simmern, waJvrsclieinlieh zwischen 6 — 10. April 1000. 40 * Vgl. Alpertus, de div. temp. I, 12: rex Ansfridum seorsum manu ducens sacerdotium illud ei offere coepit. Cumque ille reniteretur iamque se senem . . . clericatus of- ficia suseipere omnino absurdum videri contenderet et rex vehementer instans vi ad suseipiendum compelleret, perspiciens quia regi resistere non posset, ut cum suis rem deliberaret exposcit. Qua rc impetrata et ab suis oratione aeeepta, quae 45 rex imperaret, se facturum pollicctur . . . Hoc cum diceret omnium obortis lacrimis . . . dignis eius meritis tribuitur infula pontificalis. a vgl. Buperti ehron. 8. Laurentii Leodiensis c. 15 (SS. VIII): Tum vero imperator . . Wolbodonem licet diu multumque renitentem . . seque indignum voeiferantem eis tradidit. Darnach hat Rupertus (f 112UJ1IS0) die Vita Burchardi benutzt, wiederum ein Beweis für die so Beziehungen Worms zu Niederlothringen. * Heiligenstadt. Vita Burchardi. 107 patum visitavit, Wormatiamque vcnit a , quam destructam et pene desolatam invenit. Nam non usui hominum sed ferarum et maximc luporum latibulis aptissima erat. Planities enim valli et destructio muri latronibus et feris fa- cillimum praebebat introitum. Fenint namque, quod lupi saepissime cunctis videntibus pccora ibidem devorassent b ; et homincs hoe prohibcrc volentes s assiduis insultationibus audactcr terruissent, et 0 tandem, quamvis cunctis in- sequentibus, illaesi evasissent" 1 . Latrones vero hunc locum ad perficiendam suae voluntatis nequitiam aptissimum esse iactabant", quia neque munitio valli neque obstaculum muri aliquam diflicullatem ingrediendi illis aliquando' afferebat 8 . Si quis autem civium voluntati eorum aliquid contradixit, hunc 10 nocturnis aggressionibus petierunt, et cuncta, quac habuit, rapientes secum asportaverunt, ipsum seu mortuum u vel scmivivum relinquentcs. Tali pace, tali 1 securitatc necnon k tali munitione cives Wormatienses illis diebus usi sunt. Ad ultimum vero cives 1 relinquentes civitatem desolatam, extra murum omnes abierunt, ibique domus m et aedificia ad suos usus necessaria condi- 15 derunt, et sepibus ac trabibus aliisque lignis contra raptores et feras, in quantum potuerunt, se suosque munierunt". Igitur episcopus Burchardus videns desolatam civitatem, multum doluit, acceptoque a suis consilio, vallo firmissimo circumdedit civitatem, undique reaedificavit murum, et cives intra murum aedificare domos 0 et habitare prae- 20 cepit l . Ita quippe in quinque pene annis cives expulsos revocavit, pacemque p m his finibus firmavit, et civitatem 1 omnino desolatam rite restauravit. Sed haec una res piis huius viri laboribus fuit maximum impedimentum r . 7. Otto dux 2 suusque 8 filius Gonradus intra civitatem habebant muni- tionem turribus et variis acdificiis firmissimam*. Ad quam domum" raptores »5 et fures et omnes contra cpiscopum delinquentcs refugium tutissimum habebant. Si quis enim contra episcopum suosque fideles verbis vel factis aliquid deliquit, ad hanc partem statim sc recepit v , et ob hoc obtruncationes et a ) MK: dimissus est. [Caput VIII.] Quomodo Burchardus episcopus Wormatiensis faotus Wormatiam visitavit, quam desolatam invenit. Burchardus itaque rocedens ab 30 archiepiscopo Wormatiam venit etc. b ) MK: devorabant, c ) MK: terruerunt ac. d ) MK: evaserunt. ») MK : aiebant. f ) al. fehlt MK 2. 8) MK: offerret. h ) MK: semimortuum. ') MK: talique. *) MK: necnon et. J ) cives fehlt im KDr. m ) KDr : domos. n ) folgt im MK: [Caput IX] Quomodo episcopus Wormatiensis civitatem munire coepit. °) KDr: aedificare necnon et. 35 p ) MK: et pacem. 1) MK: atque c. Wormatiensem. r ) folgt im MK [Caput X.] Sequitur de Ottone duce et de Conrado filio eius. ») MK 2: eiusque. *) MK: m- firmam t. et v. a. munitissimam. u ) domum fehlt im MK. v ) MK: omnes, lui contra episcopum suosque fideles verbis vel factis aliquid deliquit (so X; 2: delique- runt), ad hunc statum se recepit (so 1; 2: receperunt), et sie tutissimum ibi habebant 40 refugium. Unde et ob hoc etc. 1 Man kann diese Nachriclit auf die bekannte Maiierbaiwrdnung beziehen, welche der von Schannat I, 211 benutzte Text und die Handschriften A, C, I) etc. der Xormchcn Chronik dem Burchard zuschreiben; die Annales Worm. und Hs. B der Zornsclien Chronik weisen sie jedoch dem Bischof Thietelah (891—914) zu; vgl. auch 45 Koehne, Ursprung der Stadtverfassung p. 39f> ff. Was Grosch hiezu bemerkt, p. 22, M * z. Th. ganz falsch. 2 Otto, der Sohn Konrads des Bothcn, Herzogs von Lothringen, besass grosse Güter im Worms-, Speyer-, Nahe- und Niedgau, Herzog von Lothringen, gestorben 4. Nov. 1004. 108 Vita Burchardi. homicidia multa ex utraque parte fiebant. Hoc quippe dedecus hasque duras" calamitates homo Dei b diu 0 tolerabat; sed forti pectore audaeibus eorum actibus quasi imperterritus semper tarnen resistebat. Unde et contigit d , ut vir Dei hoc genus hominum 8 omnibus vitae suae diebus exosum habuisset 5 et quasi ecclesiae Dei invasores omnes respuisset; uno tantummodo iuvene excepto 1 , quem parentes caeterique cognati, quia paeificus erat et innocen- tiam vitae diligebat, indignando respuerunt 1 . Hunc vir Dei venerabilis ad sc vocatum, Dei timorem pariter et amorem 8 doeuit et quasi adoptivum h nutri- vit. Et quia stabilitatem animi in eo intellexit, prae caeteris multura illum 10 dilexit. Quem Deus postea in solium' regni clementer exaltavit k . Cum episcopus potentium 1 viribus aliter resistere desperasset, curtim suam muro, civitatem m ad instar castelli circumdedit, et interius turribus et habitaculis ad pugnandum idoneis non segniter excitatis, munitionem satis firmam con- struxit. Castello itaque confirmato" et construeto, inimicorum 0 audaeibus is factis p fortiter resistebat et spem suis' 1 augebat; plerumque etiam ipsos 1 hostes dictis et factis intrepidus terrebat 2 . 8. Postea vero sedatis seditionibus et pace inter illos vix firmata", iussu imperatoris episcopus cum apparatu magno et milites Moguntincnses neenon et abbas Fuldensis atque* episcopus Wirtzburgensis" cum non modica multi- 20 tudine in Italiam profecti sunt. Gumque maximo sudore Tuscaniam v per- transissent w , imperator mortuus illis nunciatur 3 . Qui, ut necesse erat, valdc contristati, viam per quam venerant*, reversi sunt. Tunc urbani de Luca y et de circumiacentibus villis, congregata * maxima multitudine equitum et peditum, vias undique concluserunt, et quasi ad bellum instrueti, nostrorum 25 adventum armati aa exspeetaverunt. At bb nostri, visa tanta multitudine 00 , turbabantur et illis invitis per terminos eorum transire diffidebant. Inito tandem episcopi consilio, legatos mittunt; ut ipsos dd per fines eorum cum pace transire permitterent 80 , supplicitcr precabantur. Quo vix impetrato, illo die usi sunt pace. Intermisso noctis spatio, valdc dilueulo hostes in unum 30 conglomerati magno clamore et levibus praeliis primos de nostris lacescere ff coeperunt, et utrimque paucis aut«8 vulneratis aut occisis 4 , clamor ab aliis a ) dura« fehlt im MK. >') MK: h. üei Hurchardus. °) diu fehlt im KDr. d ) MK: c. eisdem. °) hominum fehlt im MK. { ) MK: respuebant. 8) MK: a. habere d. >') MK: ad Optimum. ') MK: p. spolium. k) MK 1: 35 oollocat; 2: collocavit. ') MK: Episcopus igitur Hurchardus cum p. m ) civit. fehlt im MK. n ) MK: firmato. °) MK: in inimicorum. p) MK: fort!«. i) MK: s. et civibus. r ) MK: pl. e. suos ipsos. ») MK: facta. ') MK: ac. ") MK: Wurab. v ) KDr: Tussaniam; MK 1: Iustiniani; 2: lustamani, am Bande: leg. forte: supra mare. w ) MK: pertransierunt. *) MK: venerunt. 40 y) MK 1: Quam urhem de Luca; 2: Quam urhem Delma. % ) ooogr. fehlt im, MK. •») ar. fehlt im MK. bb) MK: Et. oc ) Kür: tarn magna m. &*) MK 1: ut episcopos ipsos. ee ) MK. putarentur. ff ) MK: lacessere. 88) MK: et — et. 1 Konrad, Heinrichs Sohn, vgl. Bresslau, Konrad IL, I, p. 5 f. 2 vgl. 45 Alpertus, de div. temp. II, 4: Munna exstrueta et firmata Wicmannus audacius re- Bistere et spem suis äußere, plerumque hostibus improvisus adveniens eos in tugam coniecit. s 1001; Otto starb 24. Januar 1002 zu Paterna. * vgl. Alpertus, de div. temp. I, 8: et ex utraque parte fluminis levibus praeliis factis et utrimque paucis aut vulneratis aut occisis. Vita Burchardi. 109 auditur. Itaquc omnes celeriter consurgcntes arma capiunt, et omnes in unum conveniunt 1 . Inter quos erat» quidam Thiemarus b , miles episcopi Wormatiensis, vir strennuus et omni bonitate praecipuus, qui in hoc exer- citu in militari re opinatissimus 0 habebatur 2 . Hunc episcopus ad se voca- tum d rogavit 6 , ut, si fieri posset, rem istam sine hurnano sanguine finiri 5 adiuvaret. Qui se eius iussa facturum promittens discessit, convocatisque aliis, quod animo habuit f , tacite aperuit. Deinde montem ad ascendendum periculossimum cum suis maximo labore ac sudore non segniter ascendit, et inimicam» manum clam circumivit. Itaque hostes, visis nostris, et mirabili eorum adventu perterriti, animo dissoluti sunt, ac praecipites se fugae dede- 10 runt. Nostri insequentes, tot in ea fuga peremerunt ac truncaverunt, quot consequi potuerunt 3 . Ex hac caede venerabilis episcopus conturbatus h , la- crimas fudit et Thiemarum multum 1 pro hac re arguit, tandemque k non paucos denarios quasi pro expiatione civibus remisit. Itaque 1 Dei gratia adjuvante in patriam reversi sunt™. 15 9. Interea Heinricus" Bavarorum dux, undique collectis viribus, Wor- matiam venit, et ut sceptra regni acquireret", non modicum laboravit. Ibi- quei' cum episcopo Moguntinensi necnon et Wormatiensi de his q rebus consi- lium iniit. Igitur causam adventus sui illis exponit. Deinde omnia quae voluissent, si voluntati r consentirent, se facturum promisit*. Promiserat enim, 20 se munitam domum Ottonis 9 acquisiturum et in potestatem episcopi Wormatiensis redditurum; sieque multa dando et promittendo, ad voluntatem sen- tentiae suae hos viros perduxit. Deinde Moguntiam cum illis venit, ibique collaudantibus 1 eunetis qui aderant, seeptrum" regni aeeepit. Ubi vero Hein- a ) erat fehlt im MK. •>) MK: Tremarus. °) KDr: ornatissimus. 25 d ) KDr: vocat. °) MK: rogat. f ) MK: habebat. R) MK 1: in miram m.; 2: in inimicam. •') MK: v. o. liurchardus turbatus. l ) MK: Tremarum mili- tem supradictum. *) MK: tandom quod. l ) KDr: Ita quoquo. m ) Folgt im MK [Caput XI]. Quomodo Heinricua sanetus Wormatiam venit et de sublimatione eius in imporatorem. — Mortuo itaque Ottone tortio Henricus ete. ") KD u. MK 30 immer: Ilenrieus. °) MK: summa r. adhaereat. p) KDr: Ibi quoque. s: Nostris visis et celeri eorum adventu hostes perterriti . . . recedebant. 45 I) 9: praecipites se fugae dederunt. I, 8: Nostri insequentes. I, 9: Quos hostes conseetati tot in ea fuga peremerunt quot cursu consequi potuerunt. » Anfangs Juni 1002 erzwang Heirvrich den Uebergang über den Khein und gewann in Worms durch Versprechungen den ErzUschof Willigis von Mainz und B. von Worms, vgl. auch Thietmar V, 11. ' Hirsch, Heinrich IL, 1. p. 442 f. 50 HO Vita Burchardi. ricus a in solium regni est exaltatus bl ; Burchardus episcopus 0 suae non im- memor promissionis, die noctuque ob d libertatem suae civitatis regem inces- santer admonuit 0 . Tandem vero f rex Ottonem ducem ad se vocans, de his rebus sententiam cum eo habuit, ac Studium voluntatis suae aperuit». Qui, 5 ut erat vir prudens, sic h prudenter respondit: „Pater, etsi rem grandem mihi dixissis, certe facere voluissem'. Hoc autem te pro certo scire cupio, quod pro his rebus in aeterno Dei regno mercedem sempiternam tccum me habiturum, firmiter spero." Istis hisque similibus sententiis k res ita est finita, et quaedam villa, quae dicitur Bruchsella cum omnibus utilitatibus et appen- 10 ditiis pro hac domo in commutationem duci tradita est 2 . Ita quoque Wor- matia, iniquo servitio diu subacta piis episcopi laboribus liberata est 3 . Ergo eadem die qua dux de hac munitione 1 discessit, episcopus multis congregatis eandem domum m duce inspiciente invasit, et usque ad fundamentum avida manu omnino destruxit. Deinde quoque cum eadem materia" eisdem lapi- 15 dibus monasterium et claustrum in honorem sancti Pauli construxit, con- signans hoc titulo: ecclesiam ob libertatem civitatis. Ergo cunctis quae ad canonicam regulam pcrtinebant rationabiliter ibi compositis, viginti fratres, qui cursum certis temporibus ac signis conservarent, ibidem instituit*. His modis vir Dei domum belligeram mutaverat in Christi ecclesiam; et quae erat 20 domus contentionis, facta est domus reconciliationis, in qua Deo nostro laudes et gratiarum actiones die noctuque solvuntur 0 . *) MK: H. imperator factus. b ) MK: elevatus. °) MK: ep. Worma- tiensis. d ) MK: ad. «) MK: ammonuit. *) MK: Et sie tandem. e) MK: Uli ap. '') sie fehlt im MK. i) MK: dixisses, f. debuissem. k ) MK: exemplis. 25 1) MK: res ita finita est tali modo. Quaedam namque v. cum o. u. et a. pro Castro ducis Conradi in Wormatia pro hac domo in concambium duci tradita est, quae dicitur Hruch- sella. [Caput XII.] Quomodo episcopus Burchardus castrum destruxit et ibidem ecclesiam sancti Pauli aedifieavit. — Igitur eadem die etc. de m. sua sive de Castro d. m ) MK: d. sive castrum. «) MK: destruxit, ne amplius civibus in laqueum. De- 30 hinc de eadem materia. u ) MK: in qua modo Deo laudes d. n. solvuntur. 1 7. Juni wurde Heinrich in Mainz gewählt. * Am 10. Juni war dei' König wieder in Worms, St. 1307, ÜB. I nr. 38. In Bruchsal am 3. Oktober, 1002 machte dann Heinrich dem Bischof die folgenreiche Abtretung der Burg Herzog Otto's, 8. ÜB. I nr. 39. a vgl. ÜB. I p. 35, 9: redaeta Wormatia in potestatem 35 b. Petri und Thietmar SS. III, 804: Urbs Wormacensis gaudet temporibus istis Libertate sua, cuius manebat in umbra Hactenus, atque dueum fuorat sub lege suorum. Burchard antistes laetatur et inter heriles 40 Ex animo proceres, quod non timet amplius hostes, Nunc ex contiguo longe semotus ab illo. Aula ducis domini domus est iam praedia Christi, Et iudices varios clerua nunc deprimit illos. Hoc rex Heinricus fecit, pietate coruscus, 45 Hanc propriis solvens rebus Christoque remittens. Annuit ista pius Otto dux atque benignus, Munere regali concessit habunde teneri. Ex hoc laetantes sint semper quique fideles. * vgl. die Urkunden ÜB. I nr. 43. 44; ferner Schneider, die Pauluskvrhe zu Worms. so Festgabe zur Eröffnung des Paulusmuseums zu Worms 9. Okt. 1881. 4". 42 SS. u. 12 Tafeln. Wörner, Kunstdenkmäler im Cfrosslierzogthum Hessen. Kreis Worms. Darmstadt 1887, p. 242 ff. Vita Burchardi. 111 10. Forestus silva a est duobus millibus b a Wormatia distans, abietibus abundans, et lianc palus limosa ex una parte ambiendo 0 circumcingit. In cuius medietate collis pulcherrimus consistit, ad quem vir Dei se transferri praecepit; et quia mundanos d tumultus devitare voluit, arboribus 8 fructibus- que succisis, collem explanavit f ; ibique 8 primum fecit h Oratorium, dein 1 aliis & officinis peractis, ccllam egregiam construxit. Illic se k post concilia 1 regiaque colloquia et post curam synodalem diversosque mundi strepitus receperat m ; ibique" negotiis secularibus post tergum proiectis 0 , totis viribus in obsequio Dei studebaf l . Eodem quippe q tempore in collectario r canonum in bac cella 8 non modicum laboravit'. Nam tumultibus alienus locus erat. Domino w Walthero 11 Spirensi episcopo 2 adjuvante et Brunichone vS praeposito exliortantc et suggerente, canones in unum corpus collegit; non pro ulla arrogantia, sed ut ipse w dixit, quia canonum iura poenitentiumque iudicia in episcopatu suo omnino fuerant* neglecta ac? destructa. Hoc vero corpus sive 1 collecta- rium aa distinxit et in viginti libros distribuit l,b *. v> ») MK: una. b ) KDr: miliaribus. c ) MK: abiendo. d ) MK: transferre fecit quando m. e ) MK: deinde a. f ) MK: fructibusque excisis c. plana« fecit. 8) KDr: ibi quoque. h ) fecit fehlt im MK. ') MK: deinde. k ) MK: construxit, atque illuc sepius. !) MK: consilia. m ) MK: saepius se transtulit. ") KDr: ibi quoque. °) MK: positis. i>) MK: se exercebat. 2° q ) quippe fehlt im MK. r ) MKl: collectione; 2: collectorio. •) MK: in boc colle. t) MK 1: laborabat; 2: laboravit, quia a tumultibus alienus locus erat. [Caput XIII.] Quomodo episcopus Burchardus canones elegit. — Iam domino W. (MK 1: Anno domini W.) u ) KDr: Walterio. T ) Waitz giebt in der Note Brunrechone als Lesart, des KDr., aber dort steht deutlich Brunichone. w ) MK: saepe. x ) MK: 2r> fiierunt. f) MK: et. ■) MK 2: seu. a ») MK: collectuarium; 2: collectorium. bb ) MK fügt hinzu: Sed hoc opus adhuc in Franckenthal (so 1; 2: Franckendal) maiori habetur in pulcberrima libraria, licet modo post opus ttratiani non utantur iuristae. [Caput XIV.] De constructione novae ecclesiae sancti Petri, quae modo summa dicitur sive maior occlesia. 30 ') Vgl. Alpertus I, 14: Est collis sex milibus a Traiecto distans undique cir- cumcisus una ex parte Humen limosum reliquum spatium porpetua palus . . ambiendo . . . Huc adacta navicula trans flumen illud se ferri iubet et quia orationis causa tumultus hominum vitare cupiebat, verticem collis succisis arboribus et fructici- bus in planitiem deduxit, inprimis Oratorium dein sibi cellam, post aliis constructis 35 et claustro nft'ecto convonticulam monachorum ibidem collocavit et abbatem prae- tecit. Huc se post colloquia regis, post synoduni, post diversos conventus recipere solebat; hie miseram curam saecularis negoeii se removit, viribus totis laudibus dei et obsequiis institit. Da man von diesem Kloster in einem Walde bei Worms nichts weiss (einen Wald hat es in der midisten Nähe von Worms nie gegeben, wohl aber nied- 40 riges Buschwerk in den sumpfigen Niederungen des Rheins, die damals den lieber - schwemmungen nocli mehr ausgesetzt waren als jetzt), so muss man Manitius, N. Archiv XIII p. 202 beistimmen, dass unser Autor nichts thatsäcldiches wusste, sondern einfach den Alpertus ausschrieb. > Waltlicr Bisclwf von Speier (1004—1027), über Um >*#. W. Ilarster, Wattlier von Speier, ein Dichter des X. Jalirhunderts. Speierer Pro- i& gramm 1876J77 und Uualtheri Spircnsis Vita et Fassio s. ühnstoplwri martyris. Programm 1877178. Bresslau, Konrad IL, I p. 465. * Brunicho, Propst der s. Peterskirche in Worms, unterzeichnet 29. Juni 1016 die Urkunde BwcJiards, worin dieser dem Kloster Nonnenmünster seine Vergabungen macht, ÜB. I p. 37, 2. Der Prologus des Kölner Druckes den- Decreta Burchardi widmet das Werk dem Brunicho. 50 * Ausser Walther und Bruniclw wird noch Olbert, Abt von Getnbloux, ah Mitarbeiter der Decreta erwähnt, s. Sigebert, liber de scriptoribus ecclesiasticis ep. 141 und Clvro- nicon ad a. 1008. Der das Decretwm betr. Absclmitt bei Grosch ist ausserordentlicJi schwach, namentlich stark ist die Behauptung p. 54, dass es heute keine Handschrift 112 Vita Burchardi. 11. Praeterea vero a virDei b a c piis laboribus non cessans ecclesiara sancti Petri ad sedem d , quia ultra modum exigua fuerat 0 , deposuit, ponensque fun- damentum, consignavit mirae monasterium magnitudinis, quod quidem magna celeritate paucis annis pene ad perfectionem perduxit, ut non videretur aedi- 5 ficando constructum esse, sed quasi exoptando subito ibi constitisse f l . 12. Istis quippe diebus sororem suam nomine Matildam» 2 , mulierem honestissimam et omni claritate dignissimam, ad se vocavit et fraterna di- lectione secum nutrivit. Erat enim haec ipsa domina ad opera muliebria magno ingenio solertissima, et foeminas ad rerum trextrilium diversitatem h io doctas habuit', et in conficiendis vestibus preciosis mulieres multas supera- vit k 3 . Interea contigit, ut abbatissa in monasterio * sanctimonialium ibidem Deo servientium diem clauderet ultimum. Post cuius obitum omnes sorores quasi uno ore episcopum deprecantes orant 1 , ut eidem sorori suae abbatiam donaret et curam eas custodiendi committeret" 1 . Vir quoque venerabilis earum" 15 petitionibus consentiens, sororem suam ad se vocavit, ac diversis circumlocu- tionibus illam exhortans, tandem sie ait: „Dilectissima, inquit, soror mea, vides res mundanas , quam fragiles ac defectibiles sunt, quam plenae omni iniquitate consistunt. Nam aurum et 0 argentum lapidesque p , qui nobis videntur preeiosi q , quid aliud quam sordes computantur 1 apud Deum. Nihil in bis so aliud agimus", nisi cupiditate rerum temporalium * miseras animas deeipimus Quocumque enim gradimur, mortis umbra nos sequitur; et qui securiter hodie u in deliciis vivit, cras infeliciter morti T suecumbit. Beatus autem ille est, qui reetam iusti itineris semitam sequitur et gloriam huius mundi re- spuit et quae Dei sunt intra domicilium puri cordis reeipit. Ergo, carissima 25 soror mea, armillas et inaures vestesque deliciosas volo ut deponas, et vela- men sanetum aeeipias, sieque regi sempiterno te adiungas" w . Haec cum illa audisset, vehementer expavit, et ultra quam dici possit admirans, ait: „Numquid scis, senior sanete, omnibus diebus vitae meae in secularibus me ») vero fehlt im MK. »>) MK: v. D. Uurchardus. «) a fehlt im KDr. •>) MK: 30 Petri apostoli, quia. °) MK: quia exigua erat u. m. f) Dann folgt im MK [Caput XV] : De sorore oius, quam praefecit monialibus in Nonnenmünster in suburbio civitatis. B) MK: Mahillam. 1') MK: diversitates. >) MK: secum h. k) MK: superabat. l ) KDr: erant. ™) MK: ei c. n ) KDr: eorum. °) et fehlt im MK. P) MK: lapides protiosi. 1) qui — preciosi fehlen im MK. 35 r ) MK: q. a. D. sordes reputantur. ») MK: agunt. *) MK: socularium. u ) MK: secure hoc die et. v ) KDr: morte. w ) MK: coniungas. mehr gäbe; offenltar waren ihm Arndt's Schifttafeln unbekannt und ebenso H. J. Schmitz, die BussMcher und die Bussdisciplin der Kirche. Mainz 1883, dm- p. XII ff. eine ganze Anzahl Handschriften aus dem XI. — XIII. Jahrhutulert aufzählt, wobei 40 nicht einmal alle Handschriften erwähnt sind. Bezüglicli des Inhalts vgl. H. Friedberg, aus deutschen Bussbüchern. Halle 1868. 1 8. Worner, Kunstdenkmäler im Kreis Worms p. 155 ff. 2 die Schwester Burchards Metithildis, Mahthildis wird urkundlich 1016 genannt ÜB. 1 p. 35, 20. 36, 11. 3 vgl. Alpertus, de div. temp. I, 2: sciraus eam ad opera multa esse sollertein magno 45 ingenio et numerosas cubicularias ad varietatetem textrilium rerum instruetas habere et in preciosis vestibus conficiendis pene omnes nostrarum regionum mulieres superare. * Das Kloster s. Mariae, gewolmlich Nonnenmünster genannt, in der Speierer Vorstadt gelegen, angeblich eine Gründung des Kaisers iMdwig des Frommen, kommt urkundlich erst 1016 vor. Vita Burchardi. 113 versatam, istius officii omnino esse insciam? Nam, tantum psalterio excepto, libros penitus ignoro; in hoc officio versari nescio; et quomodo tunc in hac vita, domine", sine offendiculo vivere potero?" Econtra virDei: „Desine, in- quit, ut his verbis aliquid b addas, et exhortationem meam citissime adimplere ne c differas. Quid tibi obsistit? quid impedit? Felicissima est commutatio d , 5 res transitorias derelinquere et aeternas divitias vitamque perpetuam feli- citer acquirere 0 ." His aliisque exhortationibus plurimis sororem suam ita superavit, ut tandem quicquid voluisset se facturam devovisset f . Hoc g cum Dei servus audiret, gratias Deo toto corde rependens exultavit. Statimque regulam canonicam sirnul et computum necnon et vitam patrum ac dialogum 10 aliosque libros huic vitae convenientes eam discere praecepit. Quae con- tinuo omnia quae iussit obedienter discere ac perficere studuit h . Cum autem vir Dei tantam voluntatem et tarn pium Studium in hac Dei famula intel- lexisset, imposito velamine ad Dei officium eam consecravit. Congregatis 1 in unum sororibus, abbatiam sororumque curam k illi commendavit. Accepto u vero velamine, cunctis virtutibus honestisque moribus clarissima enituit, et quasi omni vita sua sccundum regulam fuisset enutrita 1 , cunctis praebuit exernpla divina. Non enim voluit ministrari sed m ministrare, neque more rnagisteriali n super caeteras se exaltavit 0 , sed quasi mater cunctas dilexit ac docuit. Mira res, ut foemina secularis in hoc negocio ne quidem ad horam N gravaretur, sed potius delectaretur. Omne quoque praedium quod acquisierat ecclesiae cui praeerat cum auxilio fratris in proprium contulerat. Praeterea, fratre exhortante et adjuvante, claustrum simul et monasterium pene deso- latum non solum renovavit, sed etiam reaedificavit et p dedicari fecit, et in servitio divinoi cum sororibus sibi commissis die noctuque corde et animo 25 stabilissimo r permansit, earumque conversationem fratris adiutorio rationabi- liter", sicut canonicus deposcit 1 ordo, per u omnia disposuit T . 13. lllius quoque exemplis ac documentis una ex eisdem sororibus, Caritas nominata, Deo devota, altioris maiorisque vitae districtionem w ab epi- scopo postulabat. Cumque ille Dei voluntatem in tali vita iustis factis* bene 30 adimpleriy posse firmaret, tarnen virgo Dei petitione incessabili assidue roga- bat, ut, quia maiora facere vellet, inclusam se a secularibus removeret 2 . Tandem vir Dei petitioni eius consentiens, clusam aft fieri iussit, diem certum constituit, et bb ad peragendam Dei famulae voluntatem ad monasterium a ) MK 1: domino; 2: domini. b ) MK: aliqua. <=) , ie fehlt im KDr. 35 j MK l: foelicissimum est concubinatum; 2: concambium. e ) MK: d. vitamque Perpetuam f. a. f ) MK: novissem; 2: novisset. 8) MK: Haec. h ) MK: curayit. i) MK: congregatisquo. k ) MK: a. curamque sororuin. *) MK: uutrita. m) MK: voluit ministrare neque more. n ) KDr: magistrali. °) MK: ▼• super alias exaltari. i>) MK: ac. 1) MK: domini. r ) MK: stabilis- 40 sime. s) MK: fratre adjuvante, sicut. *) MK: poscit. ») MK: rationa- wliter per 0. v) folgt im MK [Caput XVI]. De quadam sorore, quae petiit solita- riam vitam agore ab episcopo, quod et ille fecit. — Istius ergo sanctae foeminae ex. ac d. *) MK.2: instructionem. x ) MK: operibus. r) MK: adimplere. •) MK 1: tam virgo non cessabat assiduo rogando oum excluderet etiam a saecnlaribus rebus magis 45 e xcluderet et eam includeret solicitariam Doi; MK 2: et tarnen virgo n. c. a. r. e., ut •**0 a socularibus rebus magis e. et e. includeret solitariam. aa 9 MK: clausurain. ) MK: diem statuit certum ad p. Wormsor Chroniken. 114 Vita Burchardi. sanctimonialium cum universis fratribus venit. Gumque illuc ventum fuisset, fratribus in unum convocatis, virginem in medio statuit, et dixit": „Fratres mei carissimi, videtis hanc virginem, Dei amore pariter et timore accensam, lubricas huius mundi delicias respuentem et Deo placere concupiscentem. i Haec 1 ' sermonem evangelicum non c surda aure recipiens, patrem et matrem, cognatos et amicos, domos et agros respuit, et d soli Deo se adiungere dispo- suit. Erubescite senes necnon et vos iuvenes, nihil huic simile facientes! Quid tacetis? Quid rubore contenditis? Ecce puella tenuissima erecto vexillo intrepida vos praecedit, et contra spiritales nequitias pugnare non metuit. 10 Ecce lorica 0 fidei galeaque salutis induta, animo imperterrito contra inimicum dimicare f parata est. Ergo si neque praecederc neque huic 8 concurrere pos- sitis' 1 , saltem eam similibus pietatis exemplis consequi studeatis." Post haec aliaque verba divina, completis missarum officiis', cellulae eam inclusit k , et quae 1 compunctione divina secularibus m mortua fuit n , ordine mortuorum 15 Deo illam commendaverat. Ibique" Deo serviendo tres annos vita angelica vivebat, et diversis passionibus lemptataP, ad ultimum animam pleniter ex- purgatami suo reddidit Creatori, ut in omnibus honorificetur Deus, qui in sanctis suis semper est admirabilis*. 14. Eodem tempore quippe" Heinricus imperator cum exercitu in Bur- 20 gundiam ire disposuit, et eo itinere Wormatiam* venit. Cum autem egre- gium illud monasterium pene peractum vidisset, episcopum, ut se praesente consecraretur, assiduis rogationibus" petivit. Gumque vir Dei multum reni- teretur, tandem imperatoris voluntati quasi coactus consensit. Ergo omni spurcitia foris proiecta omnique fuligine detersa v , die sequenti imperatore 25 praesente et iubente, cum magnis laudibus et maximo cleri plebisque tripu- pudio, multis episcopis praesentibus, Deo dicata est haec domus wl . 1020 15. Post biennium autem res miserabilis in monasterio eodem accide- rat x . Nam pars occidentalis subita ruina nocte quadam funditus cecidit. Sed hoc mirabile fuit, quod nulla campana sub tarn magna mole, nisi tantum ao una exigua, confracta est. De hac re Dei servus, ut erat necesse, contur- batus?, quandam moestitiam in vultu praeferebat. Accedentes autem disci- puli" eius, quorum non pauca multitudo assidue aa illum sequebatur, talibus eum dictis consolabantur: „Miramur, senior, iuste, quod ex infortunio huius «■) MK: ait. b ) MK: hie. «) MK: cum. d) MK 1 : respuente Holi; 35 2: respuondi soll. e ) MK: puella f. scuto g. f ) MK: pugnare. 8) huic fehlt im MK. h ) MK: potestis. ») MK: solemniis. *) KVr 1: conclusit. !) MK: quia. m ) MK: a secul. n ) MK: erat. °) KDr: Ibi quoque. i') MK 1: temperata; 2: temptam. 1) MK: purgatam. ') MK: mirabilis. Dann folgt [Caput XVII]: De dedicatione maioris ecclesiae in praoHentia Henrici impe- 40 ratoris et aliorum multorum praelatorura. ") quippe fehlt im MK. *) MK: in W. ") MK: proeibus. ▼) MK: detrusa. w ) MK: altera die Philippi et lacobi [Caput XV111]. Qnomodo post biennium quaedam pars ecclesiae illius aeeidit. x ) MK: aeeidit in e. m. y) MK: satis cont. est et q. m. z ) MK: consiliarü. aa ) aj- Hidue fehlt im MK. 45 ' 1018, vgl. ÜB. I nr. 46. Urkunde K. Heinrichs IL für Worms 11. Juli {oder besser 9. Juni) 1018: fundotenus a se construete; also wurde der neue Dom 9. Juni 1018 eingeweiht; der Zusatz der MK: altera die Phil, et lacobi beweist nichts hiergegen, s. Jahrbücher des D. lieiclis unter Heinrich IL, III p. 79 n. 4. Vita Burchardi. 115 operis in tantum turbaris, cum cottidianis postules" ob]ationibus b , ut ita peragi liceat sicut Deo placeat. Orationes namque tuas Deus exaudit, tuam voluntatem publice adimplevit. Namque quod Deo placet, saepe probatur, sicut legitur: „Quem Deus diligit corripit 0 ." Quod enim d Deo displicuit, si- Prov.3,13 cut pelisti, reiecit. Idcirco suspiria deponas et patientiae fortitudinem reci- '•> Pias. Hoc est laudabile Deoque acceptabile. Deus enim, sicut tu optime nosti, inter alias dogmatis sui sententias istiusmodi dederat dicta consola- tionis: „ In patientia vestra possidebitis animas vestras." Attende, pater, haec, L """ 2/. ib attende 0 , et molem curarum postpone, tristitiamque obliviscere, quia iuxta domini promissum tua tristitia eonvertetur f in gaudium." At» vir Dei, quasi 10 de tristitia excitatus, hilari vultu respondit' 1 : „Grates magnas et gratias multi- modas vobis rependo pro tanta consolatione talique admonitione. Sicut enim Domino placuit, ita fecit. In hoc 1 quippe gaudco, ut quod sibi non placuit, sicut rogavimus, voluit in melius mutari. Sed audite nunc, rogo, et quomodo haec perdiscebam vobis dico k . Quadam die cum duobus solis pueris hortum 15 meum 1 maiorem ingressus, in ipso vestibulo vidi diabolum in veslitu et ha- bitu humano. Stabat enim contra aquilonem, herbas arboresque fructiferas cxtirpans, et ita facta congestione cum multo murmure viam conclusit. Quem, quia in similitudine et imagine hortulani incedebat, quare viam con- clusisset, cum iratus inlerrogassem, respondit 1 ": „Utinam viam vitae aeternae 20 ^bi possein concludere, qui possum maius" incommodum brevi tempore 0 tibi congererel" Ego autem admirans 1 ' audaciam eius, quia' 1 putabam custodem borti r , dixi: „In hoc quod 8 minitaris', in nomine Domini mihi non nocebis, n isi a ncquitia tua cessaveris, perpetuum exitium u tibi congercs v ." His dictis, usque ad sedem, quae in horto est, perveni, et circumspiciens illum »8 non vidi. Igitur, quod tarn subito nusquam w comparuit, multum miratus, pueros, si illum vidissent, interrogabam. Qui ambo, neminem nisi me so- lum ibi vidisse, dicebant; sed quendam mccum contendentem se audivissc confirmabant. Tunc ego: „Scio, inquam, filii, quis est scio*. Sed minas e ms non timebo, neque in eius verba sperabo, quia y veritas in eo non est, ao ut Dominus ait z ." Et statim inde recedens, hunc yersum mente percepi"' 1 : pJimttu »Quoniam ego in flagclla paratus sum, et dolor meus in conspectu meo semper est bb ." Sequenti vero nocte in hora 00 matutina facta est haec mise- rabilis templi ruina' ,d . Ego quoquc 00 audiens, mente consternatus sum, et ulam Davidicam, fatcor, non sine lacrimis repetivi ff querelam: „Et fui flagel- u a ) KDr: postulas. ü ) MK: orationibus. °) Namque — corripit fehlen «m MK. d) enim fehlt im MK. ») MK: attende haec pater attendo. f) MK: vertotur. 8) MK: Tunc. h ) MK: sie respondit liil. v. ') MK: quo. ) MK: haec praedicebam vobis aliquando [Caput X1XJ. Quomodo Burchardus episcopus jntrans liortum suum vidit ibi diabolum in spocie liumana torve respondentem sibi. 40 ) meum fehlt im MK. ">) MK: ine. interrogassom, q. v. c. iratus. r. n ) M l\: maius t. ine. °) MK: brevi in tempore. p) MK: admiratus. ) ost fehlt im MK. <= c ) hora fehlt im MK. ) MK: ost ruina toinpll huius miseranda. 00 ) MK 1: baec; 2: hoc. ff ) KDr: «eptivi. 8* 116 Vita Burchardi. Paaim.12,14 latus tota nocte", et castigatio mea in matutinis." Ergo fratres mei, quo- niam Dominus castigando me castigare dignatus est, gaudeo, et iuxta vestram adhortationem patiens ero, atque conversus pro factis dictisque meis poeni- tentiam agam b , et te Deum meum laudabo, ut in omnibus honorificeris, qui i irasceris et propitius eris et omnia peccata hominum 0 in tribulatione dimittis." — Post haec quoque ligna et lapides extra templum exportare praecepit d , positoque fundamento 0 , firmiter aedificavit, et in duobus pene annis ad statum pristinum perduxit. Tunc capita columnarum nee non quadratos lapides in giro monasterii circumpositos deauravit, et omne templum variis ornamentis deco- 10 ravit undique. 16. Deinde praebendam fratrum ad sedem Deo servientium f , quae ex vetustissima antiquitate iam defecerate ac h omnino pene neglecta erat«, ratio- nabiliter revoeaverat 1 et in Optimum usum mutaverat. Ergo eunetis cano- niee ordinatis, omnes fratres seeundum regulam victu cottidiano k refici ad it refectorium 1 simul praeeepit" 1 . Similiter fratrum praebendam" apud sanetum Gyriacum, ex ineursorum negligentia pene destruetam, misericorditer renovavit, et eos° simul refici ius- sit p . Omnia autem loca ad se pertinentia ex vetustate pene destrueta ac de- solata miro ingenio renovavit et muris variisque aedifieiis egregie decoravit* 1 . ao Monasterium autem simul r et claustrum saneti Andreae, quod extra murum constitutum per negligentiam 9 desolatum erat, intra* civitatem aedificavit, et causis canonicis ad usum fratrum venerabiliter ordinatis", ad laudem et gloriam Dei nostri vitam regulärem instituit v . 17. In Ulis etiam diebus Brunicho w , de quo supra diximus 1 , venera- !» bilis* eiusdem sedis praepositus, videns beati viri constantiam , quomodo pompas mundanas respuisset y et in servitio Dei ferbuisset z humanasque lau- des vitando fugasset"", in se reversus vitam monasticam bb aggressus est, et per exempla servi Dei diabolum deeepit et corde contrito spirituque contribulato soli Deo placere studuit. Similiter et alii illustres viri per assidua servi Dei :i0 documenta mundum relinquentes, de civitale fugerunt et vitae monachorum se subdiderunt. Tandem vero episcopus veritus, ne monasteria fierent desolata, a ) MK: toto die. b ) MK: ago. c ) MK: horutn. d) MK: exportari iussit. e ) MK 1: firmato; 2: firmamento. *) MK: s. episcopalem Deo ibi s. 8) MK: defecerant — erant. •') MK: et. ') MK 2: renoverat. k ) MKl: 3S sec. ordinem et regulam quotidiano dud. refeci; 2: s. reg. dictu cottidiano r. l ) MK: in rofoetorio. m ) folgt im MK [Caput XX]. Quomodo fratrum praebendas in Nu- busen otiam refeeit. n ) MK: praebendas — destruetas. °) MK: eas. i>) Nach iussit fügt der MK hinzu: sed qui (/: quid) modo unus locus in multis divisus est. 4) folgt bei MK [Caput XXI]. Du translatione collugii saneti Androae, quod foris civi- 40 totem erat, quod intra civitatem constituit. r ) simul fehlt im KDr. «) KDr: per negloctionem. *) MK: foras muros construetum erat et p. n. d. intra. u ) MK: ad usum fr. portinatis; 2: pertinentibus. v ) MK: ibi inst., ubi modo eHt, sed prius erat in monte extra portam saneti Andreae in suburbio ibidem. Et sunt modo moniales vcl sorores poonitentes ibidem. [Caput XXII]. Qualiter praepositus maioris ecclesiae et 45 alii monaohl effecti sint [1: sunt) et de doctrina viri Dei, quomodo unusquisque in voca- tionc sua permanoro debet. w ) KDr: Brunecbo. *■) MK: vir v. J) MK: respueret. '■) MK: ferverot. ttft ) MK: vitaret. •>•>) MK: v. monaebicam. 1 8. 0. C. 70. Vita Bnrchardi. 117 ab omnibus monasteriis fratribus convocatis a , istis eos allocutus est verbis: „Nolo vos ignorare, fratres, quod omnis, qui b timet Deum et operatur iusli- tiam, aeeeptus est illi, non solum monaebus, sed et canonicus, etiam et c laicus. Non est bonum, ut omnes qui in navi laborant uni operi insistant, ut vel omnes sint gubernatores et nullus navigator, aut omnes navigatores i et nullus gubernator d . Gonsultius est 0 , ut apposito gubernatore unusquisque operi f suo insistat, quidam navigent, alii altitudinem aquae explorent, alii si necesse sit, malum scandant 8 , alii vero sentinam hauriant, sieque navim in pace dirigant. Similiter intclligcre, fratres, debemus, quod non ornnia pos- sumus omnes. Si enim omnes monacbi h et canonici, ubi sunt laici? Quis 10 tunc ministrabit monachis, vel quis serviet f canonicis? Si autem omnes laici, ubi tunc laudes et servitia Dci? Divcrsa est enim familia in ecclesia Dei, non solummodo monacbi, sed etiam canonici neenon et fideles laici. Et hi omnes egent gratia Dei. Ergo qui canonicus sit k , pro monastica 1 vita de monasterio suo sine licentia non exeat, sed cum fratribus in com- u mune m laboret; et si districtiori vita vivere desideret", intra monasterium suum operibus Deo placentibus inserviat et de malis se sustineat, sieque holocausta medullata 0 in ara oeculti cordis Deo adferre 1 ' non desistat." Tab quoque sententia et iuvenum animos sedavit, et quod stabiliorii mentc in servitio Dei postea permanebant, incitavit. 20 18. Ad haec quippc r , ut unusquisque illorum seeundum ingenii quan- titatem dieta vel scripta studiosa 8 sibi cottidie proferrent', firmitcr praeeepit. Tunc vero quia Dei famulum studio deditum et sacrac scripturac paginis eruditum ac sapientia Dei repletum videbant, sermones et epistolas" quaestiuneulasque varias illi proferre non timebant. Ergo T quidam illorum inter alias quas 25 saepe praetulit sententias w de ieiunio Moysi* et Heliac verba quaestionis com- posuit, et illi, nobis praesentibus, quasi pro occasione dietandi, bumili manu porrexit. Ita enim scripserat ille: Mentis ingeniique mei aridam si non pertimuissem intelligcntiam, cle- mentissimae tuae dominationi quasdam sacrae scripturac sententias, quac 30 animi mei exiguitatem constringunt neenon in dubitationis nodositatem cadere ft ) MK: canonicis fr. '•) MK: etiam qui. °) MK: canonicus et laicus. d ) MK: Non est bonum, ut omnes nagivatorcs sint et nullus sit gubernator. °) MK 2: Consultius est ergo; 1 läset die Worte Cons. est, ut app. g. aus. f ) MK: opere. B ) MK: ascendant. •') MK: omnes sunt monaclii. ') K: servit. k ) MK 35 est. l) MK: monacliica. m ) MK: communi. n ) MK: desiderat. °) MK 1: medullum; 2: medulla; am Rande: forte legond.: immaculata. l') MK: offerre. 1) MK: atque st. m. r ) MK: Item post liaec praecopit, ut. s ) MK: studiose. *) MK: praeferrent. Tuuc illi videntes. «) MK: repletum epistolas et sormones. T ) MK: et. w ) inter alias — sententias fehlen im MK. x ) KDr.i Mosi. 40 y ) Das folgende giebt MK verküret wieder: et sibi proposuit, utrum nulluni eibum Moyses in 40 diebus sumpsisset. Ad haec vir sanetus post multa verba sie intulit: Quid •oirum, si Moyses illo iubeute ioiunavit, in cuius regno nullus unquam ieiunavit et osu- r 'it. Putasne cives coelestes sicut terrenos rastro vel aratro sudantes laborando panem quaerere. Nequaqiiam. Sed est panis iustorum indefectivus Ueus Dei filius, angelorum 45 Woator et hominum. De quo scriptum est: In prineipio erat verbum; et ibi: Ego sinn panis vivus. Per quem panem mundus consistit et populus Israel 40 annis in deserto Vl xit. De quo tunc Moyses gustavit, cum in monte cum Domino fuit. Et ideo non Wirum, si tunc tarn diu absque eibo corporali fuit. Multaque alia fuerunt ibi facta et dieta verba, quae causa brevitatis pertraneeo, sed in bistoria eius plenarie habentur. 50 118 Vita Burchardi. cogunt, aliqua ratione protulissem, ut tuae probitatis doctissimo eruditus documento, rei agnoscerem veritatem; quoniam quicumque ex sanctarum sententiis scripturarum titubationis incidit periculum, nisi emendatus confes- sionis satisfactione mundator ipsamque cognoscat veritatem, gravis culpam s reatus incurrit. Quapropter meae vulnus conscientiae valde dolens ultraque celare metuens, tuae dignissimae sanctitati fiducialiter aperio, ut hoc quod latet intrinsecus patefiat extrinsecus. Nam huius dictaminis compositionem, nullius sagacitatis protervitate succinctus, sed sitibundi ingenii raritate, Deo teste, valde coactus, sanctitati tuae propono, quo nie corrigas certioremque 10 istius investigationis mc facias, quia te typura illorum gerere vicemque scio Marc. i,it tenere quibus dominico dicitur colloquio: „Vobis datum est nosse mysterium regni Dei." Cum autem veram conscientiae meae confessionem faciens, ad veritatis agnitionem, tua monstrante prudentia, pcrvenero, ab omni reatus mei sorde mundatum ac tuae sanctitatis innoccntiaeque me fore participem, 15 et spero et firmiter credo, quoniam, si verum non esset, psalmista non dixisset: Paaim. 17,26 „Cum sancto sanctificaberis et cum innocente innocens eris." Sed quia ul- ceris mei dolor me semper angendo tuam cogit adire clementiam, quaesti- uncunlam, pro qua istius pitatioli congeriem composui, ambagibus cunctis proiectis, tuae prudentiae, quam mihi succurrendam a fore non dubito, prout 20 potero ungue tenus exprimere non desisto. In sacrosanctae scripturae volu- minibus Moysen et Heliam quadraginta dies ieiunasse lcgimus, sed an ab omni alimento se abstinuissent, multi dubitamus. Christum dominum nostrum cursum quadraginta dierum ieiunasse et triplieem idcirco temptationem tole- rasse, scio et veraciter credo; sed an ullus hominum hoc fecerit dubito; 25 quia si Moyses vel Helias aut prophetarum aliquis quadraginta dies unius- cuiusque cibi abstinuisset, diabolicae temptamenta probationis, ut autumo, non evasisset; nam, ut ita dicam, facilius esset, hominem passibilem probari quam dominatorem totius creaturae temptari. Nunc autem tibi hoc tractan- dum relinquo, quoniam de talibus ultra loqui tremisco. Scriptum namque Matth. 12,36 30 est: „Omne verbum ociosum quod locuti fuerint homines, reddent rationem de eo in die iudicii." Istius vero investigationis interrogationem quam pluribus proposueram sapientibus; cum non sum edoctus, crescit morbus praedictus centuplicatus. Quapropter tua me sancta veritatem cdoceat sapientia, ut laqueum reatus non incurram, sed poenitentiae vel verae confessionis fruetum acquiram, Rom.io,io 35 quem apostolico dicenda ,promisit' sapientia: „Confcssio fit ad salutem." 19. Ut autem haec servus Dei perspexit, huiuscemodi correctionis verba eidem iuveni die tertia rescripsit: Quod me de quadragesimali ieiunio Moysi et Heliae quasi dubitando interrogasti, ex hoc te, fili care, diutius dubitare nolo. Quia Deo adiuvante 40 planissima expositio est, hac te instruere cupio. Nam ut ipse confessus es, si quis de sententiis sanctarum scripturarum dubitaverit, nisi satisfactione re- sipuerit, gravis culpam reatus incurrit; si autem ingenii ariditate scu aetatis temeritate sive ignorantiae obscuritate aut negligentiac conculcatione illusus, titubationis incidit periculum, et corrigit quis eum: scire debet, quoniam qui con- 4.5 a ) KDr; suocurrendum. Vita Burchardi. 119 verterit peccatorem ab errore viae suae, salvavit animam suam a morte, ut ait Iacobus apostolus. Ergo animam tuam a morte salvabimus, si dicta quae de- Jac 3,19,20 monstramus caute perscrutando pura mente recondis. Scripsisti namque hoc: »In sacra scriptura Moysen et Heliam quadraginta dies ieiunasse legimus, sed an se ab omni alimento abstinuerint, multi dubitamus." Nodum in s scyrpo quaeris; Labores quippe perdit, qui nodum in scyrpo quaerit. Est enim nodum in scyrpo quaerere, ex aperlissima ac verissima ratione dubi- tationis nodositatem connectere et ex serenissima luce densissimae nebulae crassitudinem contrahere. Serenissimam dico lucem videlicet sanctam scriptu- ram, in qua factis et dictis unusquisque fidelium corrigitur; per quod et spe- 10 culum vitae merito nominatur. Est enim sancta scriptura utrarumque legum et novae et veteris testamenti declaratio. Si quis autem insani capitis ex il- lius lucidissimis iudiciis non corrigitur, vanitatis ludibrio illusus decipitur. Vanitatis ludibrio unusquisque decipitur, qui stultitiae vitio vanissimo capitur et non virtutem quaerit nee vitium fugit. Igitur omne vitium fugiendum est; 15 certe stultitia fugienda est; hoc quippe vitium hominis est. Et econtra om- nis virtus requirenda est; sapientia quidem requirenda est; ipsa enim virtus Dei est. Quam summo studio maximaque diligentia requirat, qui Dei fortem virtutem cognoscere cupiat. Quid enim est fortius quam Dei virtus, quid lucidius quam quod Dei veri solis illuminat radius, quid veracius quam quod 20 senpsit ipsius veritatis manus? Ait enim scriptura: Descendit Moyses de monte, duas tabulas lapideas portans in manibus suis, scriptas utrasque di- gito Dei. In quibus etiam tabulis subtitulatum est: Moyses Dei servus ieiu- navit quadraginta dies et totidem noctes, ut legem Domini mereretur acci- pere. Quid mirum, si Moyses illo iubente ieiunavit, in cuius regno nunquam as ullus esurivit, sub cuius persona ad corrigendum Israeliticum populum huius- modi verba correctionis propheta proclamavit: „Si esuriero, non dicam tibi, meus est enim orbis terrae." Et iterum: „Numquid manducabo carnes tau- <», j2,"m rorum, aut sanguinem hircorum potabo?" Ille quippe, qui ex nihilo euneta crea- y it, in regno gloriae suae numquam esurivit, numquam sitivit, nee umquam 30 dormivit, ut scriptura ait: „Ecce non dormitat neque dormitabit qui custodit p,aim. 120,4 Israel." Igitur, filiole, verbi gratia mea dicta intellige. Si quis nostrum alieuius regis vel praepotentis imperatoris consilio interfuisset, cum diversas sui regni divitias inspiceret, cuius eibi vel potus interim dulcedine capi po- tuisset? Vidisset namque ministros diversi generis vestibus indutos, domum 3.s inclitam variis ornamentis insignitam, aurum purissimum signis ac precio- sissimis lapidibus ornatum, ipsumque regem, Corona ac regali diademate renitentem, divitias regni sui caute traetantem ac mysticas consilii sui rationes enucleantem. Et si lubrica et transitoria huius mundi gloria hominem in tantum delcctat, ut praecedens natura naturalia reputet, quanto magis coe- 40 lestis aeternalisque gloria Summi Moysen, Deum timentem eiusque praeeepta sequentem, mundana oblivisci fecit? Interf'uit enim saneto consilio regis ae- terni; viderat et gloriam Domini, hoc est tabernaculum non manu factum, id est non huius creationis; audierat vocem Domini dicentem sibi: „Prae exoa. 33,13 caeteris diligo te et ex nomine novi te." Quadraginta enim annos pro qua- 45 draginta diebus per manum Moysi eduxit Deus populum suum per desertum, 120 Vita Burchardi. et cum eo locutus est facic ad faciem, sicut loqui solet ad amicum suum F.xod. 33, n homo, ut scriptura ait; diem in annum mutavit, pabulo coelesti populum suum pavit, panem angelicum homo manducavit. Quis est cibus coelestis, vel quis est cibus angelicus? Quid ergo, fili, dices ad haec? Si nodum s quaesisti, ecce invenisti. Iam resolve nodum, et hunc cognosce nodum. Pu- tesne, coelestes eives sicuti terrenos rastro et aratro sudantes laborando quac- rere panem? Nequaquam. Sed est iustorum panis indefectivus Deus, Dei joh.i,i filius, angelorum creator et dominus, de quo scriptum est: »In principio erat verbum et verbum erat apud Deum et Deus erat verbum." Ecce panis i,i4io angelicus! „Et verbum caro factum est et habitavit in nobis." Ecce cibus coelestis descendit, et panem angelorum homo manducavit, quando verbum i7, si caro factum in nobis habitavit. Ipse enim ait: „Ego sum panis vivus, qui de coelo descendi; per quem panem mundus consistit, et per quem populus Domini quadraginta annos vixit; de quo Moyses iam tunc gustavit, quando Exod. 4, m 15 rubo flagranti affatus sie respondit: „Obsecro, Domine, mitte quem missurus es"; et alibi de eodem gustavit, quando inter plurima doctrinae suae veiba Dem. 18,5 filiis Israel ait: „Prophetam suscitabit vobis Deus de fratribus vestris, ipsum audietis." De quo pane gustavit, cum quadraginta dies ieiunavit; quia, non Luc. 4,4 in solo corporali eibo vivit homo, sed in omni verbo Dei." Per quod ver- 20 bum euneta creata sunt, et omnia quasi ex nihilo consistunt, quia ipse Deus verbum est. „Verbum erat apud Deum et Deus erat verbum." In hoc quippe intellegimus, quia Deus pater filius ipse est, et filius, hoc et verbum, panis coelestis est, et panis coelestis, hoc est verbum, caro factum est, ipso Joh. 6,53 fatente et dicente: „Panis quem ego dedero caro mea est pro mundi vita." äs Ipse quippe vita est et alimentum angelorum ac hominum, qui facit utraque unum; ipse quoque Moysen spiritaliter saciavit, quando quadraginta dies cor- poraliter ieiunavit. Cuius excelsam potentiam magnamque misericordiam et antiquum consilium diabolus non recognovit, cum ei triplicem temptationem proposuit. Erat enim ab initio fratrum aecusator ac nequitiae arbiter men- 30 daeiique inventor et nugarum canopicorum sagacissimus magister. Latuit enim in corde Pharaonis, exagitans Moysen per temptamenta diversae quaestio- nis. Ergo Moysen hominem recognovit, sed Christi divinitatem carne velatam non intellexit, ideoque Deum hominem perfectum dubitavit. Quamvis enim uxorem Pilati per visum pro redemptione eius vexaret, tarnen Deum homi- 35 nem esse venenosus ille dubitabat. Dubitabat namque, apud Deum esse misericordiam, ut humanitatem induere suosque servos divinitatis suae admira- bili commercio renovare et redimere voluisset. Si cuius non dubitaret nee iusto invideret, Iudaeos infelices ad inobedientiam ac perfidiam contra Deum non sie excitaret neque per ora illorum: „Crucifigatur" clamaret. Et quia 40 dubitabat, nesciebat. Igitur quia ab initio fallax ac dubiosus fuit, inter sus- pensionem dubitationis ineidit periculum desperationis, et per ruinam despe- rationis passionem patitur aeternae damnationis, atque expulsus in tenebras exteriores, infernales merito pertulit passiones. Quod autem interrogasti de 3. Reg. n ieiunio Heliae, haec sententia intellige. Legisti etiam, puto, et intellexisti, 45 quomodo post imprecationem, quam fecit super habitatores Galaath, Helias ab- sconsus ab Achab rege in torrente Carith Deo iubente a corvis recreatus et Vita Burchardi. 121 pastus est. Post tres autem annos praecepto Dei ostendit se Achab, quando zelans zelum Domini quadringentos quinquaginta sacerdotes Baal interficcre iussit; eodem die a Deo impetrans pluviam. Deinde titnens minas Ihesabel furibundae reginae, per desertum fugit et in umbra iuniperi pro taedio animae obdormivit. Tunc quoque ab angelo bis excitatus, et de longitudine 5 viae instructus, ac subcineritio pane et aqua refectus, in fortitudine cibi illius ambulavit quadraginta dies et totidem noctes. Unde putas panis iste venit, vel quo de fönte haec aqua hausta fuit? Nam, et legimus, Helias a Deo raptus per turbinem in coelum adhuc corporalis vivit. Sed de quo pane re- ficitur, aut de quo fönte putas potare? Dico tibi pro veritate, quod ipse, 10 qui, ut dixi, panis iustorum consistit, alimentum saturitatis Heliae absque dubio tribuit. Aqua vero potationis ex illius fönte emanat, qui dixit: „Aquam JoK.4,i3.u. quam ego dedcro qui biberit, ex ea non sitiet umquam"; et iterum: „Qui biberit aquam quam ego do, fiet in eo fons aquae salientis in vitam aeter- nam." Helias enim est iustus, et erat ideo iustitiae pabulo refectus; vivit et u vivebat, sicut scriptum est: „Iustus ex fide vivit." Sufficiant, fili, tibi haec oai.3,11. pauca correctionis verba, ut ex his minimis imbutus discas maiora perfectc lntclligcrc et nodum similis quaestionis leviter dissolvere, quia quaecumque scripta sunt, ad nostram doctrinam scripta sunt, ut per patientiam et con- solationern scripturarum spem habeamus in Christo Iesu domino nostro, qui 20 vivit et regnat Deus in omnia secula seculorum. Amen. Convenienti vero tempore confabulationis praedictus iuvenis, quibusdam familiaribus suis convocatis, ut ipse fatebatur, nc tarn delectabiles animarum epulas" solus ruminando absconderet, larga manu illis haec distribuit. Uli Exoi.12,9. autem caput cum pedibus et intestinis, ut scriptum est, devorantes, quae super- 25 fuerunt cum aliis fratribus partiti sunt, et ita ad nostram notitiam pcrvene- runt. Sed quia propter hoc longius a rectitudine viae nostrae digressus de- moror, ad cocptum iter redire quantocius conabor. 20 b . Igitur 0 , quia Deus ad suam servitutem nostrum pium pastorem d elegit, consueta misericordia eum° flagellare curavit, sicut legimus: Quem enim 30 Prof.s, 13. diligit Deus f corripit, et quasi pater» in filio complacet sibi. Tactus enim niorbo paralysi, aegritudine maxima premebatur. Sed hoc incommodo nun- quam superatus aut animo dissolutus, in eodem vultu et eadem hilaritate cum patientia summa permanserat. Ex hac quippe Dei castigatione in se h rediens, hanc salubrem cogitationem recepit, videlicet mundanas res apud 35 Deum esse execrabiles et non solum ad detrimentum sed etiam ad perpe- tuam' animae ruinam pertinere 1 . Unde ergo per omnem sancti Petri fami- a ) KDr: epistolag. b ) MK: [Caput XXIII.] Do infirmitate sancti Burchardi «piscopi. 0) MK2: Iugiter. a ) MK: suum ac n. p. °) eum fehlt im KDr. f ) MK: Dominus. 8) pater fehlt beim MK. •') MK 1: in se ipsum; 2: ipse. 40 ') MK: perpetuae. 1 Vgl. Alpertus, de div. temp. I, 14: neque hoc incommodo accepto umquam superatus aut animo deiectus est; set eodem vultu, eadem hilaritate, eadem iocun- ditate cum summa patientia permanserat. Igitur respectu dei in se propensius rediens salutifera cogitatio sibi incidit flores huius mundi sordes apud deum videri 45 e t . . . non solum ad detrimentum, set etiam ad perpetuam ruinam animae Pertinere. 122 Vita Burchardi. liam diligenter* inquirere praecepit, si alicui illorum aliquid ex sua parte in- iuste ablatum sive incommodum factum fuisset; et si quis ullam iniustitiam factam sibi fuisse retulit, huic dupliciter ablata reddere iussit. Verba eius discretione b ita fuerant temperata, ut firmitas cordis eius ab audientibus facile s intelligeretur. Quicquid enim loquebatur, scripturarum sanctarum 0 exemplis dulcissimis condiebat. Eius autem ori iustitia sive legum iudicia aut sacra lectionis d assiduitas numquam deerat *, Prudentiam in eo laudare non est necesse, cum non solum ex palatio, sed etiam ex diversis regionibus maxi- mus hominum numerus ad intelligendum eius consilium concurrissent" 2 . 10 Frequentationi f ieiuniorum, elemosinarum, vigiliarum et orationum ita erat in- tentus, ut pauci nostrae aetatis viri huic possent adaequari 3 . Nam nisi in- firmitate compellente vel maxima necessitate cogente, pane, holeribus» et pomis tantummodo vitam aluit. Assidue vero cunctis putantibus, quod vinum bibisset, aqua se refecit h . Saepissime autem post tertiam vel 1 quartam vigi- 15 liam noctis cum quodam sibi familiarissimo, cui, ne aliquis hoc ab eo co- gnosceret, summopere interdixit 4 , omnes civitatis plateas tacitus circuivit om- nesque angulos et foveas perlustravit, et ubicunque pauperes sive infirmos invenit, elemosinarum solatia larga manu illis impendit. Gotidie quippe ante lucem intra Oratorium se clausit, ibique usque ad horam diei primam per- 20 mansit k , et quid intus ageret, non nobis sed soli Deo cognitum est. Coti- dianis missarum officiis' animo infatigabili tarn pro defunctis quam pro vivis sacrificia offerre non distulit. Pauperes eum m quasi patrem habebant et ex locis longinquis" frequenter ad eum veniebant, quorum nullum inconsolatum abire permisit 5 . "Quoties vero subitaneae mortis incursio sive aeris terror vel a.i saevitia inimicorum seu alicuius adversitatis periculum imminebat, statim con- vocatis fratribus orationum ac ieiuniorum constantia hoc superabat. Eccc coram Deo et angelis eius veritatem scribo. Ergo 0 assidue in unum con- gregati, dum eius varias virtutes collaudaremus, fateor, nos iam hoc p divinasse, quod verum est, illo mortuo in hoc loco q nullum sui consimilem' tarn cla- 30 a ) du. fehlt beim MK. '•) MK: discretionis. °) MK: sanctorum. d ) MK: saora hominis. ") KDr: cucurrissent; MK: concurreret. f ) KDr: frequen- tatione. 8) MK: oleribus. h ) MK: vino se refecisset, aquam bibebat, Saepe. t) MK: sive. k ) MK: ibique se u. ad h. d. p. permansurum fecit. l ) MK: solemniis et officiis. m ) MK: enim q. p. h. eum. n ) MK: propinquis. °) MK: Et 35 ergo. P) MK: hoc tarn nos. 9) loco fehlt beim, MK. r ) MK: similem. 1 Vgl. Alpertus de div. temp. 1, 11: Sermo eius ita mediocritate et discretione temperatus, ut . .. ex moderatione suorum verborum facile compositio et honestas eius occulti cordis ab audientibus intelligi potuit. Quidquid vero . . loquebatur, hoc divinarum scripturarum exemplis blande leniterque condiebat . . . iusta iudicia 40 tractabat aut lectioni tanto studio insistebat. 2 Alpertus l. c. 1,3: Prudentiam in ea laudari non est necesse, cum non solum ex palatio, set etiam ex longinquis regionibus magnus numerus hominum ad suarum rerum capiendum consilium con- fluxisset. * Alpertus l. c. I, 14: orationibus, vigiliis, elemosinis ita intentus, ut nemo nostra aetate sibi possit adsimilari. * Alpertus l. c. I, 14: post ter- « ciam vigiliam unum ex suis ministris ad se vocat, quid fieri velit ostendit, et ut nemo id cognoscat summopere interdicit. * Alpertus l. c. I, 3: Pauperes eam quasi matrem etiam ex peregrinis locis sine intervallo frequentabant, quorum neminem sine solatio a se abire permisit. Vita Burchardi. 123 rissima vita esse futurum 1 . Nam quamvis aegritudine detentus, in Dei tarnen servitio mansit invictus». Monasterium enim in honorem sancti Martini consignavit; sed muro b ex parte peracto, regalis 0 crebrositate serviminis et maxime assidua infirmi- tate neenon variis adversitatibus impeditus, proh dolor! peragere non potuit; 5 et ita illud monasterium quasi semifactum usque hodie remansit 4 . 21. Post haec 0 vero f imperator Heinricus moritur 2 , eiusque 8 corpus ad Babumberg h effertur 1 ibique cum maximo honore sepelitur 3 . Quo mortuo, Gonradus iuvenis, quem supra diximus * ab episcopo in Dei timore nutritum et doctum k , Dei gratia favente summa rerum potitus est 5 . Post hinc biennium, io quam rex in regni solium est sublimatus, imbecillitas virium servo Dei ultra 1 solitum aecrescere coepit 6 . Cumque languore nimio aegrotaret, intra civi- tatem sc reeepit, diem et horam futurae redemptionis exspeetans m . Et cum ahquanto tempore aegritudine magna detineretur, legati regis ad cum venie- bant, qui in proxima hebdomada regem esse" venturum nunciabant 7 . De 15 hac legatione servus Dei conturbatus, pro infirmitate sua multum doluit, quia neque 0 regem digne suseipere nee servitium se dignum pro infirmitate po- tuissetP praebere. Inter haec verba ad consuetam conversus consolationem, Oratorium intravit et ianuam post se clausit, ibique diem integrum in ora- tione permansit. Cum sero autem factum esset, more solito diseipulos con- 20 vocari praeeepif, laudibusque vespertinis peractis, cum laetitia est regressus, nobisque Omnibus 1 Dei gratia repraesentatus est validus. Ita quippe omne spatium quod 8 rex nobiscum fuerat, quasi impetratis indueiis, validus erat. Discedente autem rege, Triburiam cum co ivit, ibique tres dies mansit 8 . Deinde aeeepta licentia cum abiret, regem se ultra* non visurum multis au- 25 dientibus quasi ioculando praedixit. Cumque Wormaciam venisset, dysenteria morbo" ultra modum comprimebatur. a ) Folgt im MK: [Caput XXIV]. Quomodo monasterium sancti Martini incopit sed non porfeoit. b) MK: multa. °) MK: regulis causae cerebrositate et. .,'. "£K: permansit. Imperator tarnen Otto tertius aliqua bona in Bopardia monasterio 30 uli contulit. Bei MK 1 steht am Bande: Imperator Ottho s. Martini aedibus Bopardiam •nvustivit. Dann folgt: [Caput XXV]. Do morte Henrici sancti imperatoris et de sub- stitutiono Conrad!, quem dominus Burcbardus (2: Borch.) nutrivit. °) KDr: hoc. ) MK: sanetus. K) MK: et eius. h ) MK: in Bamberg. ') KDr: offertur. 1\ 71^' ^ e 1 uo s ' ^" 1 uem dominus Borcbardus enutrivit in Dei timore et doeuit. 35 ) MK 2: ultimum. m ) diem — exspeetans stehen im MK erat im folgenden Satz nach detineretur. ") MK: illuc esse. °) MK: noquivit. i>) MK: potuit. JO MK: convocare in unum p. r ) omnibus fehlt im MK. s ) MK: quo. ) ultra fehlt im KDr. ") morbo fehlt im MK. 1 Alpertus l. c. 1, 3: Unde frequenter inter nos collocuti dum in eius gloria 40 aestimaremus tantam humilitatem fateor nos iam tunc divinasse id quod verum erat, illa extineta nullam in his regionibus sui consimilem Um illustri vita esse iuturam. « 13. Juli 1024 zu Orona. 8 vgl. Alpertus l. c. I, 4: Post haec jero imperator tercius Otto . . in Italia moritur corpusque eius ad Aquisgrani per- tertur et ibi cum regio honore sepelitur. * c. 7. 6 vgl Alpertus l c. I, 5: 45 Ubi vero Heinricus summa rerum potitus est. e vgl. Alpertus I, 6: Post hinc triennium quam rex in solium regni sublimatus est; 16: lgitur cum illi virium imbecillitas aderesceret. ' 14.115. Juli 1025 weilte K. Kowrad in Speier: zwischen IS. und 24. Juli war er in Worms. " am 26. Juli ivar der König in Trebur. ]24 Vita Burchardi. 22. Quodam vero die cum corpus ad occasum vcrgere intellexisset 1 , convocatis discipulis, Oratorium intravit, omnibusque* debitoribus suis com- missa adversum se piacula b dimisit, et bannitos seu a se° anathematisatos clementer absolvit, eisque omnibus scripta absolutionis singulariter direxit. 5 Deinde aqua purissima totum se lavit, et Collum ac d barbam atque 0 coronam rädere iussit, indutisque vestibus puris, suos milites atque f clientes necnon et alios qui aderant ad se intrare praecepit. Tunc universis magno fletu singultantibus, vir Dei vix 8 qua poterat manu silentium indicens, ait: „Patres venerandi, fratres amandi, filioli dilectissimi, vestro auxilio apud Deum iam h »o indigeo. Multum enim doleo, quod vos usque modo negligenter praecedebam meque ultra modum supra 1 vos süperbe exaltabam k , et non, ut iustum erat, vos honorificabam nee diligebam. Sed superbia illa quid mihi modo profi- cit 1 , vel arrogantia quid me adiuvat m ? Multum mihi nunc obficit", multa- que° mihi offendicula parit. Hesterno namque p unus fui ex ditissimis q , sed 15 iam expecto, quod 1 mox futurus sim quasi stercus et cinis. Talis enim* est gloriatio nostra', talis et dominatio mundana". Nudus quippe egressus sum de v utero matris meae, nudus w revertar illuc, nihil praeter peccata x mecum reportans, nisi Dei misericordia y exhortante aliquid boni fecerira, ali- quando hoc apud Deum me inventurum esse spero. Ecce nunc sum lotus; 20 ecce viam longissimam iturus, legationem durissimam expecto paratus. Ex his miseriis facile cognoscere potestis, liventes 1 mundanarum rerum gloria- tiones quam fragiles et instabiles sint aa , quam plenae mali, quam caecae fu- turi bb ; quas per speculum nunc cognosco quasi in aenigmate, quamvis eis- dem adhuc subiaceam ex parte. Ergo cui servivi ab initio 00 , Deo meo, regi an sempiterno, me meaque omnia indubitanter committo, ut ipse me dd defendat et secum illuc perducat, ubi anima mea terribiles oecursus non timeat." Talibus dictis nos admonebat, et verbum Dei non humane sonans docebat; tandemque corporis sui dissolutionem aperte 00 pronunciabat. His dictis fini- tis ff , cum maxima tristitia foras exivimus, et tanti pastoris interitum omnes 30 in commune 88 lamentando flevimus. Tunc prineipes, qui aderant intrantes, thesaurarium et cameram, ubi peeuniam putabant reconditam hh , diligenter angulos omnes perscrutati sunt, et tandem scrinia librorum voluminibus plena spe peeuniae subvertentes, vano fortunae labore illusi" sunt. Nam praeter thesaurum ecclesiasticum nee aurum nee argentum ibi invenerunt kk , exceptis 35 ») MK: omnibus. b ) MK: paueula. «) MK: b. et a. <1) MK: et. «) MK: ac. { ) MK: ct. (?) vix fehlt im MK. >») iam fehlt im MK. I) MK: super. k ) MK: extollebam. 1) MK: profuit. m) MK: arrogat adiuvat. n ) KDr: obfuit; MK: officit. o) MK: multa. P) MK: n. die. i) MK: doctissimis. r ) MK: quam. *) MK: enim fehlt im MK. 40 *) MK: congloriatio, talis et. u ) MKl: denominatio humidana; 2; dominatio hu- mana. v ) MK: ex. w ) MK: et n. *) MK: p. mea. y) MK: me m. ") KM: lugentes. aa ) KDr: sunt. bb ) KDr: futurae. co) KDr: abitro. dd ) me fehlt im MK. <">) MK: a parte. ft ) finitis fehlt im MK. 8g) MK: communi. hh ) MK: abBconditam. ") MK: elusi. kk) MK: a. in- 45 veniebant. 1 Vgl. Alpertus l. c. I, 16: et languore corpus ad occasum vcrgere intel- legeret. Vita Burchardi. 125 tribus tantum denariis, quos vir Dei a in wantone bl suo reliquit, quando alios pauperibus erogavit 2 . Igitur soror ipsius, de qua supra diximus 3 , abbatissa venerabilis, in orationibus 0 et vigiliis perdurando, ab eo non diseessit d . 23. Cumque dies paucos maxima infirmitate aegrotaret, nocte quadam 6 , antequam diesceret f , Dei servus de lecto se erexit, et oculis ac manibus in 5 coelum intentis», diutius oravit. Uli autem qui aderant labia eius moveri videbant; sed quid oraret, quamvis caute intenderent, penitus non intellige- bant. Deinde in lectum se deponens h , sororis dexteram 1 tetigit k , et dixit: »Ecce quod concupivi iam video". Deinde dixit 1 : „Dominus vobiscum." Hoc cum tertio diceret, Redemptori nostro, cui servivit, quem amavit, quem 10 quaesivit, quem semper optavit, spiritum immaculatum reddidit 4 . Habuit autem servus Dei quoddam scrinium, quod nullus nostrum aliquando apertum vidit. Huius quidem clavem sorori commisit, ut quicquid interius m invenisset, in dilectionem et memoriam vitae suae habuisset". Quae 0 statim post obi- tum fratris, quibusdam convocatis ex nostris, dicta illius narravit et tunc 15 scrinium aperuit. Invenimus autem in p eo cilicium hirsutissimum et catenam ferream ex una parte quasi ex usu contritam. Quod ut vidimus, primum, contra Dei famulum saepe q nos negligenter deliquisse, tunsis r pectoribus communiter" doluimus. Deinde eius felices actus apud Deum ita tectos* et absconsos" digne admirantes, gratiarum actiones Deo nostro non sine la- 20 crimis pro eius vita retulimus. Aderant in exequiis eius sui milites*, viri venerabiles et illustres, corpusque eius per omnia monasteria circumferentes, ad sedem principalem tandem detulerunt. Ibique ab universis fratribus vene- rabiliter acceptum, solitis custodiebatur officiis. Postera autem die in eadem ecclesia in choro occidentali, videlicet ante altare sancti Laurentii, honorifice ss sepultum est v6 . 24. Sed ubi nunc sunt illi pestiferi, qui vitam et actus viri Dei vene- nosis unguis carpentes, multa, quae nee dici licitum est, super illum suos- que fideles variis obtreetationibus mentiti sunt? 0 miseros et profanos, totius lionestatis oblitos! 0 totius virtutis inscios totiusque pietatis nudos et sola 30 ventris ingluvie saginatos! 0 totius bonitatis steriles, nihil huic simile fa- a ) KDr: vir sanetus. b ) MK: in Baceulo. c ) MK: o. suis. d ) MK: rocessit. 0) noc te q. fehlen im MK. *) KDr: descederet. 8) MK: in- tentus. h) MK: reponens. ') KDr: dextera; MK 1: dextra; 2: dextram. ) MK2: attetigit. Am Bande steht: a recentiori manu: tetigit. •) MK: inquit. 35 ™) int. fohlt im KDr. ") MK: haberet. °) KDr: Quod. P) in fehlt im MK. q) MK: sorvum Dei nos. r ) MK: saepe t. (1: tunistis). ■) com. fehlt im MK. *) KDr: rectos; MK 1: lactos. u ) et a. fehlen im MK. ▼) MK fährt fort: anno domini 1025 seeundo anno Conradi imperatoris. Ubi nunc sunt, qui 'elicos actus (/: ortus) viri sancti venenosis unguis carpontes saepe opora oius parvi pen- 40 de baut et annibilabant ? Nunc ut pie credimus regnat cum Deo Abrabam in excelsis 'Ins ot perpetuis gaudiis. Amen. 1 wanto, franz. gant, Handschuh. 2 vgl. Brcsslau, Konrad IL, I, 95 Anm. 4. > c. 12. * vgl. Alpertus l. e. I, IG: cuinque . . premeretur, redemptori nostro cui servivit spiritum reddidit. 5 tyl. Alpertus l. c. I, 16: Aderat 45 m exflquiis eius filia ipsius. • B. starb 20. Aug. 1025. vgl. die Einleitung Hermanns zum Hofrecht ÜB. I p. 40, 7. Ann. necrol.' Fuld. bei Böhmer, Fontes IV, 169. Necrol. Weissenlmrg. Daselbst IV, 313. Ueber sein Begräbniss s. Schannat I, 334. 126 Vita Burchardi. cientes, sed spem suam seculo salutemque sepulchro supponentes, qui servi Dei facta mendaciis lacerabant, sed ipsi talia facere nesciebant; quorum Deus venter est et gloria eorum in confusione, qui terrena tantum sapiunt et quae Dei sunt penitus nesciunt. Hie autem sacerdos Christi toto animo totisque 6 viribus ad Deum conversus, quiequid boni fecit, Christo soli cognoscendum diligenter abscondit, et inanes favores sirniliter et hominum obtreetationes parvi pendens surda aure transivit 1 , qui tantum Deo placere studuit. Ergo fruetum aeternum apud Deum pro talibus illum acquisisse et praemia sempi- terna pro secularibus eum reeepisse, speramus ac firmiter credimus, et ut 10 cum Christo manens sempiternum habeat sacerdotium, praestante domino nostro Iesu Christo, cui sit laus et gloria per infinita seculorum secula, amen. 1 Vgl. Alpertus l. c. I, 17: Set libet adhuc percontari ubinam nunc sunt qui vitam Ansfridi venenatis unguis carpere solebant ... 0 profanos sola ventris ple- nitudine gloriantes . . O steriles omnis pietatis, qui nullius in se virtutis conscii 16 . . pestiferos sibilos surda aure transisse; 18: salutem suam seculo spemque sepulcro dedisse. III. VITA SANCTI EGKENBERTI. Vita s. Eckenberti. Foelicissimus" et omni laude dignissimus Dei eultor urbis Wormatiae, quae olim civitas Vangionum vocabatur, civis fuit nobili b genere, sed nobi- 'ior specie virtutum 0 , mundi caleator, legis et evangelii vigilissimus meditator d , Parentibus non infimis, orthodoxis tarnen, hoc est, in reeta fide gloriosis .1 'latus est. Siquidem pater Regenmarus nomine de genere curialium, frater Eckenberti camerarii Wormaliensis antistis fuit, cuius uxor Hebechen ° nomen babens, baud ipso nobilior f , hunc filium feliciter genliit, quem Eckenbertum nomine avuncüli sui nominavit» 1 . Foelix pater, foelix et mater, ille edii- a ) MK: [Caput XXVII]. Do saiio.to Eckenberto Camorario domini Wormationsis, 10 •l"i fundavit monastcrium Kranckonthal. '•) 1: nobilis. 0) 1: virtutum spe. ) 1: modiator; 2: meditor; am Bande: meditator. e ) 1: Hebotlien. f ) 2 bemerkt dazu am Hemde: leg. vidotur: ignobilior. 8) l: nominat. ' Heinrich Michel bei A. Kaufmann. FÄn Gedicht auf den h. Eckenbert, den Stifter des Klosters kranckcnthal in: Pick's Monatsschrift für die Geschichte West- 15 aentscldands IV p. 25 ff. Sein vater hiesz Riegemar, ein züchtiger ritter, das ist war; der hatte ein bruder, der was genant. Erkunbrccht, in ehren wol bekant; äo er was der oberste kemmerer tugentlich des bischofs zu Wornibs lobelich. Frau Hebicha sein mutter hiesz, ein dienerin Gottes mit ganzem vliz, sie was auch edel als ir man, den ich Reygemar genant han. In der im Schlosse Herrnsheim aufbcwalirien Handschrift: Monumenta vetera seu 1 robationes genealogicao nobil. ac ill. gentis Camerariorum de Wormatia die. a ^0 Dalberg. Ex variis Archiviis, Codd. MSS. Monumentis sepulchralibus aliisque fide Uignis instrumentis nunc primum oratae nee non ab Anno Christi 1119 usque in annum 1G20 continua quasi serie deduetae a Ioanno Friderico Schannat et propria jnann conscripta anno 1731 fol. 56 Seiten Text, 1 Titelblatt und 2 Blätter Register wisst es S. 1: ex arch. administr. Beidelb. 1119: Erkenbertus, Camerarius Worma- M "ensis, patro Ricgemaro, matre vero Hedwige, nobilibus coniugibus ortus, fundat anno H19 monastcrium etc. in Franckenthal . . . Ein Kämmerer Erkenbertus kommt *» den Urkunden 1137—1144 vor ÜB. 1 p. 55, 38. 56, 11, 58, 2; 21. 59, 13. Diesen Wentificiren die Genealogen der Dalbergischen Familie mit dem h. Eckenbert und kiten v °n ihm das Gcschlcclit der Kämmerer von Worms ab , so sclwn der Bericht ülxr das 4 " Amt der Kämmerer s. n. (aus dem Jahr 1484). Schannat l. c, J. F. Ockliart, Histo- risclie Erörterung über das durch die erste deutsche Bitter-Würde, ausgezeichnete Geschlecht der dümmerer von Worms gen. Datberg fol. 1821. Handschriftlich im SclUosse "Wnniisov Chroniken. 9 130 Vita Eckenberti. cando, illa generando", quia ex prole sperantur 1 ' salvificati°. Natus autem bcatus infans albedincm quandam ad similitudincm pluviae in fronte babuit l , per quam nimirum futurae in eo innocentiae signum dominus exhibuit. Deinde quamdiu in huius vitae ergastulo vixit, verbo 1 ' et opere humilia do- 5 cuit, humilia dilexit, gloriam vcntum carnis rcputans, praesurnentcs in genere saepe compressit. Post decursam infantiam cxtune coepit bonae indolis esse. Morosita- tem cum ienitate didicit habere, quam in actatc matura non amisit. Erat namque fugitans licium, aversator inanium, amator aequalium, sed maxime 10 scolarium. Receperat huius rei a nutritore suo° beatae memoriae Stephano rudimenta, qui dum Liinburgcnsi coenobio pracesset abbas, et propter sui rigoris et industriac constantiain plures abbacias administraret, nobilium (ilios in suo comitatu plurimos liaberc solebat, quibus exempla honestatis et cu- rialis administrationis exhibebat. lnter quos Eckenbcrtum suis conspectibus 15 assistentem quadam specialitate amoris diligebat, quoniam in ipso futurae bonilatis specimen aliquod providebat 2 . Dabat ergo ei saluberrima consilia prae eeteris adolescentibus; hortatusque est cum, ut in discendo psalterio ope- ram daret. Et diccbat litcrarum peritiam 1 ' netnini militaturo 8 obesse, secu- lum relicturo plurimiun prodessc*, dulcisque erat sermo iste audienti et quac- 20 ») 1; gravando. '■) /; speraut. c ) /: salutifioati. ■') /: verae. e ) 1: a iiutrice sua. f ) für )>. tat bei 1 eine, Lüche gelassen. 8) 1: militaturi. Herrnsheim. Der Vorname Eckenbert kommt seit dem 17. Jahrhundert in der Familie oft vor. Im Schlosse. Herrnsheim ist ein Oelgemälde ans dem vorigen Jahrhundert, das den h. Eckenliert darstellt, ferner ein Seitenslück zu, diesem Bild, den h. Heribert und 25 K. Heinrich II. darstellend, mit der Unterschrift: s. Heribertus ex antiqua familia Camerarioruin de Worin, archiepiseopus et primus eleetor Colon., fündator et pa- tronus Tnitiensis. Allein in der Vita s. Heriberti SS. IV, 741 heisst es: clarissima Wormatiensimn progenie mundo edituH. Pater eius Hugo in dieta urbe Germaniae multo celebris nomine etc. Es ist daher sehr unkritisch, was Herr Falk, die Wormser :io Domschiäe in II ist.-poliL Maller IN7S limul 72 p. t>4~> hierüber sagt. In Wirklichkeit stammt das Geschlecht der Kämmerer von Worms vom Ritter Gerhard dem Jüngern ab, der 123!) mit dem. Kämmereramte belehnt wurde, s. ÜB. II p. 726. 1 Diesen Zug hat auch II. Michel l. c. p. 27. Da Eckenbertus 1132 im 63. Jahr gestorben ist, so muss er 1071) geboren sein. 2 //. Michel I. c. p. 27: 35 .............. Von einem apt, der ihn erzoch, er hiesz Steft'an und ist dodt. Limburg das closter rieh 4o was ihm underthan stetiglich. Von seiner biederen festigkeit waren ihm viel apteien bereit. Edcler kinder ein breite zal folgeten und dieneten ihm all, 4S mit zochten und ehren er ihrer pflag, dugontlich lehret er sie allen tag. Under dcnselbigcn .Jünglingen so gefiele ihm in allen dingen Erkunbrecht das kindlein gut. 8 Er sprach: wer da ritter weiden wil, dem kan es gesehaden auch nicht viel, dasz er lernet die bucher lesen; wil er aber geistlichen wesen, so hilft es ihnen ein michel theil. &o Vita Eckenberti. 131 rebat Opportunitäten!, qua obtemperaret bonae a persuasioni. Ut ergo in domum parentum rediit b , scolarium familiaritati se applicavit, talibus adhaere- bat, cum talibus moralibus seniorum relatibus assidebat, ante implens quam mtelligens: Inclina aurem tuam et oblivisccre populum tuum et domum patris tui. 0 quoties parentibus eius in deliciosis apparatibus splendide 0 convivan- r> tibus, literalibus iste ferculis assidens redire domum oblitus est, et dum quae- ntur in domibus cognatorum vel in plateis rarissime inventus est nisi in scolis. Erant etiam ei dulcia eloquia sacrarum d scripturarum super esum praecipuarum ° deliciarum. Mirabatur exinde mater, corripiebat eum pater, qui noluerunt filium fieri clericum sed militem et haeredem tantarum divitiarum. io Correptus itaque et nonnumquam minarum probra f expertus est. Et quo- niam assuetudine nihil« maius Studium, unde retrahebatur acrius, repetebat avidius. Et cum quaelibet legendo perciperet, scripturae 11 sanctae vigilantius inhaesit, et moralium ex ea institutionum cottidie haustum sitibundus accepit. Si quidem ab ineunte aetate divina virtus in eo operata est nee tot donorum is pnmitias cuiquam nostri temporis contulit bomini, quam visus vel' auditus nostrae subiecit cognitioni. Fuit enim fide catholicus, integritate spei robustus, in caritate fundatus, in veritate radicatus. Inter haec et alia virtutum insignia ad quintum deeimum annum aetatis Pervenit. Et quia dominus eum sibi in famulum praeparabat, intuentibus 2° eum desiderabilem visum et multarum gratiarum plenum praestabat. Erat autem non tarn sericarum vestium, quibus induerat k eum mater sua, fulgore speciosus 1 , quam iuvenilis formae mirabili proceritatc gratiosus™, pulcher intus" soli Deo cognita bonitate, pulcher foris beneplacita hominibus morum honestate. Grevit enim non plus corpore quam mente; et dehinc ampliori 25 •ortius discretione statuit patri minus 0 molestus fore, decernens non p palam ne c semper ut ante sed intermissa libraria diseiplina proficerc. Si tarnen casui sibi legendi 1 fuit oblata facultas, furabatur horas, subterfugit servos, Pellens otiositatem, quae vitiorum mater est, oratione aut sacrae lectionis in- tenta meditatione. Erat praeterea doctus pollice resonantes tangere chordas 30 e t gratas parentum auribus reddere delicias. Circa illud tempus pater eius obiit sana mente et fide integra. Gui Sl quae dignae cruciatibus eulpae credimus, eas per fletum poenitentiae 8 abrisse et omnipotentem devinetum oratione filii misericorditer indulsisse. Quo sepulto nunc viduata virgo post expletionem legilimi planctus, ne multiplicium 35 °opia rerum diu collecta brevi dilaberetur tempore 1 , consulentibus amicis unum e x amplioribus proceribus, Necellinum ul nomine, aeque divitem et nobilem ln coniugem elegit. Pertulit haec ita fieri adolescens, quoniam legerat, apo- stolica concessionc mulieribus lege virorum in morte solutis nuptias, quae •n domino fiant, indulgeri. His ita transaclis, vitrico privignum familiarius 40 a ) 1: boni. •>) 1: venit. 0) 1: aplendite. d ) 1: sanetarnm. <>) i : p r ;. marum. fj i : probrura. 8) 2 am Bande: forte nullum. h ) 1: scriptura. > j 2 -' quam. k) f. induebat. 1) 1: preciosus. m ) 1: generosus. n ) 1; Pulcherrimus soli D. °) 1: nimis. p) 1: d. malum non p. 1) L: Sed tarnen quando c »8u s. 1. r) 1: legendo. «) p. fehlt heil. *) 2: torpore. ") 2: Neceltum. 49 1 Im Gedicht licisst er Nickelin, Koseform für NiMaus. 9* 132 Vita Eckenborti. habente, coepit beatus adolescens ad scripturarum fluenta liberius recurrere, et si quae olim patris timore neglecta fuerant, studuit sitibundus recuperare. Interea iuvenis pulchra lanugine malis coeperat obnubi, tum matris blandis victus verbis, multiplici coepit stipatorum comitatu lionorifice incedere. Per- 5 actis in talibus aliquot diebus, coepit eum tentare ad uxorem ducendam; sed praebens ad haec a matri surdas aures, operabatur bonum ad omnes, incedens per vias sanctorum ecclesiae b , nummos 0 autem pauperibus pedes sibi occur- rentibus d proiecit, ex hoc laudari ab aliis fugiens, ut sie oecultus 8 remaneret. His et similibus mater et amici angustiati timentes eum iam monaclium fu- in turum fortiter apud eum instare coeperunt ut vel saltem coneubinam acci- peret, eratque tunc nobili viro Rutgero l cognato Eckenberti ancilla 2 , quae pulchra facie, sed nobilior et pulchrior inorum honestate, coepit eius oculis placere. Quod ut mater sensit, coepit omnibus modis efficere, ut legitimas nuptias celebraret. Sed ille eam cernens non esse liberam, a domino suo 16 eam semel et iterum redemit. Interea mater eius diem clausit extremum, Eckenbertus autem omni ad se patrimonio contractu, coepit paterfamilias esse, pulcherrimas equitaturas et vestes pretiosas cum auro radiantibus armis habere. Amicorum suorum interim pendulae exspeetationis animi erant, quid nam agere proponeret f , cum foris probi militis officia hominibus exhiberet, coram so Deo autem potius monachus aut clericus regularis apparerets. Utique cleri- cus non habitu aut professione, sed opere et huius vocabuli interpretatione. Nee amisit Privilegium supernae habitationis ex cohabitatione huius mulieris, quam habebat causa propagandae prolis, non desiderio humanae delectationis. Genuit autem ex ea duos filios, quorum alter Wolframus in diaconatus or- 25 dine, alter Cuno vocatus in ordine b subdiaconatus, ambo in canonica di- strictione; postea cum patre conversati digne admodum, ante transmigratio- nem venerabilis patris sui ambo in domino mortui sunt'. Quadam autem vice cum centurio 3 quendam de sua curia gravissime captum torqueret et preeibus eum liberare non posset, statim, missis servis :io suis, pauperem de manu illius eripuil, et in dotnum suam introduxit. Centurio dum k se ulcisci cuperet, orta est seditio populi contra eum, ut fugeret in monasterium saneti Petri et ibi pluribus diebus latitaret. Sed dum aliqui eum vi conarentur inde eripere, vir sanetus obstitit, malens ei parcere quam eum ferire. Mediante autem seniorum consilio, pacem, quam rogabat 1 , ultro 1 " 35 a ) 1: hoc. b ) / n. 2: ecclesias. c ) 2: numero«. '1) 1 u. 2: pau- peres p. s. oecurrentes. e ) / u. 2: occultum. f ) 1: proponebatur. 8) 1: apparet. '') alter Cuno v. in o. fehlen bei 1. ') folgt im MK [Caput XXVIIIj. Quomodo centurio quendam coepit de curia Eckenberti, (|uein EckenbertUH fecit rapi de manu sua. In der 1h. 2 ist hier die Note * bei lAidewig II , 78 eingeschoben. 40 k ) /: cum. ') /: rogabatui'. m ) /: ultroneus; 2: ulturus. 1 Im Gedicht: Rüdiger. • Im Gedicht Rinlind genannt, bei Sclvannat, Monumenta vetera 1. c. Kihndis. :l Dal Gedicht nennt ihn den Richter Werner. Kaufmann 1. c. p. 2y Anm. 1 weist auf den Grafen Wcrnher hin. Nun nennt die Vita Eckenberti den Kaiser Lotluxr. Dieser urknndcl zum ersten Mal in Wmins 45 3. Nor. 1IJ5, St. 3227. Graf Wemlter war aber im Jahre 1123 sclton gestorben, s. Uli. 11 p. 716. folglich Jcann hier nicht von ihm die Rede sein, oder man miisste mit Kaufmann l. c. p. 29 Anm. 2 entgegen der bestimmten Angabe der Vita annehmen, dass der Kaiser eher Heinrich V. gewesen sei. Vita Eckenberti. 133 concessit. Nam Lotharius impcrator ut primum venit ad civitatem, centurio falsa veris* immiscens, beneficii accepti immemor, animum imperatoris ad- versus virum Dei inflammavit. Unde ille ab impcratore vocatus, nulluni e b suis coram imperatore adesse voluit, cupiens parcere 0 suis in domino con- fisus viam ingreditur, evangelioruni libellum manu deferens, qui ci ad re- * creationem foret, si d in 0 suam custodiam fuisset inissus. Adhibuit tarnen testes sibi viros idoneos f , censu paupercs, fide et morum bonestate divites, nihil habentes perdere ideoque audentes 8 verum publica voce profileri. Istis stipatus 1 ' aulam regiam ingreditur, sed ille oecupatus negotiis variis, iubet eum altera die reverti, omnipotente Deo id coelitus procurante, ne suus 10 miles ei oecurreret, nisi ante coneeptae iraeundiae furorem deposuisset. Unde crastina die rediens, pacatissimum' imperatorem invenit. Vitricus namque ipsius, de quo supra diximus l , recensita ex ordine causa, regiam iram non solum temperavit, sed etiam gratiam ipsius incommendatae k sanetitatis viri annuavit. Haec 1 sunt, Christe, dona tuae benignitatis. Goepit 15 enim ex illa hora in conspectu regis Lantus m haben, ut coram eo plerumque citharisaret, rexque nonnulla pro petitione eius faceret, quae aliis de se magna praesumentibus denegaret, Haec omnia divinae industriae adscribebat. Et quamvis adhuc esset in seculo, totum tarnen sibi displicebat, quidquid agebat, et ut nunquam moreretur in seculo, assidue" rogabat Deum preeibus 20 indefessis. Accidit interim, ut exigentibus demeneiis 0 hominum poenas 1 ' tota civitas Wormatiensis combureretur, ita ut vix paucae ecclesiae incombustae lemanerenf. Quo in tempore 2 aegrotavit Eckenbertus usque ad mortem, et inaesti- mabilis erat dolor eius. Agebantur autem in ecclesiis sine intermissione pro 25 eo orationes; flebant cognati super eo nepote suo morituro; dolebant men- dici super miseratore suo migraturo. Accitis r ergo presbyteris, de animae suae remedio sollicitus agere coepit. Wolframus 8 ergo custos ecclesiae saneti Pauli 3 , cuius consilio mulla bona fecerat, miratus eum longi coneubinatus eulogio 1 perstitisse hortari obtestarique fecit", quod incestus copulam com- 30 mutatione matrimonii adornaret, et quos genuerat filios, legitimos facere festi- naret, alioquin eum frustra laborasse auctorisabal. Et praeterea bona ad salvationem non sufficere, nisi haec v tierent, affirmabal. Annuit ille mo- a ) 1: i'alsis vorbis. b ) e fehlt in den lies. °) 1: parere. '') 1: sui. °) in fehlt bei 1. f ) 1: idoos. «) /: andiente«. •■) /: stipatis. ! ) 1: 35 paratissimum. k ) 1 u. 2: g. i. in iram commendatae. ') 2: Hac. m ) 1: tanto. n) j : assiduo. °) 2: dimeritis. l>) 1: poenae; 2: poenis. *?) folgt beim MK: Sed nee ista ultima ftlit, ut postea adhuc (»„fehlt bei 1) sequetur {Caput XXIX]. De infirmitate Eckenberti et de captu eius ad iudicium Dei. r ) 1: Actis. «) 1 : Wolffgangnus. l ) 1: elogio. u ) 1: cepit. T ) li. fehlt bei 1. 40 1 s. 0. p. 131, 37. '*) Für das folgende Ereignist beruß sicli der DicJiler auf e vn Buch: Nu begunt mir ie bäsz behagen von dies guten raannes geschieht, als mir das buchlein dann vergicht. j* e ses „buchlein" ist wahrscheinlich die gemei ns ame Quelle, am den- Micliel und das 4S MK gesclwpft Italien. s Ein. deeanus s. Pauli Wolframmus komnd in der Urkunde des Bischofs Burchard über die Stiftung des Klosters Frankenthnl tl$6 vor, ochannat II, p. 68. 134 Vita Eckenberti. nenti; nam ultro a id egisset, si opportunitatem faciendi invenisset. Poeni- tentibus tarnen amicis, mulierem, quam dudum emerat, sibi matrimonio co- pulavit, et fdios suos haeredes totius possessionis suae fecit. His ita peractis, dominiei corporis communione percepta clausis oculis obmutuit, et nullum in 5 sc Signum vitae reliquit b . Nequc calor in membris eius inventus est, fie- bantque excquiales orationes pro eo a prcsbyteris praesentibus, et in omnibus ecclesiis pro anima eius orabatur. Interea dum corpus extenditur, et veslibus subterraneis 0 induitur, Wolframus filius eius maior advcniens dum flens in paternos vultus prospiceret, visus est ei aliquis in corpore eius parvus motus. 10 Renunciabat quoque d matri cum celeritate vitam patris; accurrunt omnes stupidi Dei misericordiam expectantes. Paulatim debinc se crigens, vitae pristinae restitutus est. Recuperata autem sanitate per Dei misericordiam, sedatis 0 auribus intimorum suorum, quae f in illa extasi vidisset, cnarravit: „Raptus sum, inquit, ante tribunal magni iudicis, et positus sub stricta exa- minatione cuiusdam delatoris. Hie ingentis erat staturac, et ut videbatur, 15 magis aeneae g quam carncae, tanta quidem' 1 vultu eius persistente constantia et austeritate. Qui postquam in me plurima aecusationis spicula contorsisset, cum irrita eeeidissent omnia, unum tarnen quasi indubitable vulnus mibi iniecit. Dixit enim iste, etsi' caetera praceavit, attamen medicinam carnalem requisivit. Stabam stupidus et pallui positus sub tanto iudice; timui superiora k de tarn cru- 20 deli aecusatore. Sublatus sum inde ad turrim quandam mirae arduitatis eulmen habentem, in cuius fastigia celsus 1 gradus arta via subvexit m ; babui desiderium ascendendi in illam, sed in ipsa artitudinc 11 semitae quidam restitit" mihi, ne peragerem id, quod conabar. Habere videbar cum eo inextricabilem luctam, sed debilitas mea destituta solatio robori illius impar erat 1 '. Ductus sum inde ad ss inaestimabilem voraginem quandam, cuius profunditatis imum'i usque ad sum- mum videbatur habere tantum viae r spatium, quantum a terra est usque 8 ad lunam. Erat autem sub illa alterius abyssi profunditas, sed inter ea pedo l quaedam in similitudinem litoreae crepidinis unam a summa dividebat. Ebul- lientes autem tumidi vapores in mediis spumis mortuum equum evolvere vi- 30 debantur. Stabam exanimis, oppido lassus, et quid agerem incertus, proxi- mum erat, ut in foveam horroris et moeroris squalore foetidam praeeipitarer. Et ecce matrona ex improviso advcniens dextra me apprehendit, et a tanto periculorum motu liberatum pio comitatu reduxit." Talia extaseos suae peri- cula u hominibus ad se venientibus causa aedificationis aliquotiens v enarravit, 35 et inter salutaria monita, sicut caelcstibus gaudiis nihil iueundius, sie inferna- libus flammis nihil amarius esse commemoravil. Nomen etiarn viri, cum quo luctam inierat, memoriter rccitavit w ; ne iterum resoluto corpore in eius fatigaminis molestiam ineideret, diligenter praeeavit*. Gredideraf enim ali- a ) 1: ultraneus; 2: ultra. '') i: retinuit. c ) 1: subturrandis. d ) q. 40 fehlt bei 1. °) 1 u. 2; seilis; 2 am Rande: forte sanetis; L: sedatis. f) q. fehlt bei 1. e) 1: magno quam i'orturee. '') / ". 2: siquidem. 1) 1: inter. k ) 1 u. 2: superiori. ') 2: eelsos. m ) 1 u. 2: subnexit. n) j : altitudine. °) 1: reatituit. i>) /: impar feeerat. l) 1: bymmuin. r ) 2: vitae. B ) sum- mum — terra est usque fehlen bei 1. ') uo 1 u. 2, aber verdorben. u ) 1: Talia 45 sua pericula. v ) 1: alioquin. 2: aliquoties. w ) /: retinuit. ") 1: praestabit. y) 1: crediderant. Vita Eckenberti. 135 quando pecuniam cuidam cgestate opprcsso, ut ille sibi curiam unam loca- ret a ; sed cum acceptam summam in die constituto repcndere non potuisset, Eckenbertus cocpit illa uti pro sua, et forsan b diutius ca fuisset usus, nisi divina percussionc monitus restituisset. Matrona vcro, quao illurn cripuit, fuit illa Diza Wormatiensis, honestate morum, numcrositate nepotum et copia 5 divitiarum pluribus cognita. Ista namque iverat ad coenobium beati Gregorii in Schwarzwald L causa visendi patris sui monasticam vitam ibi professi. Et quia Eckenbertum in gravi infirmitate dereliquerat, ipsum orationibus fralrum obnixe 0 cornmendabat; huiusmodi autem commendationem omnium mo- nachorum communis* oratio subsecuta est. Diza matrona dicebat 0 sua inter- in pellatione et monachorum presbyterorumque huniillima oratione f id obtinuisse, ut misericordia altissimi decreverit illum reddeie vitae. His signis Ecken-! bertus commonitus, uxoris animum explorare cocpit, mundum deserere cogi- tans. Nee illa abnuit, quippe quae ex illius animo semper pendebat. Gres- eunt itaque opera pietatis. Iste pauperes colligit, illa abluit et aluit; istc di- 15 vidit nummos, illa tegendis nudis consuit« vestitus. Fit domus illorum xeno- dochium 11 pauperum, et nullus sexus aut aetas vel ordo excipitur, quin con- solationis gratiam experiatur. Iste pater, illa mater tangunt, ungunt, lavant membra miserorum putribilia, quae nee dignaretur viderc servus et ancilla. Gottidianis huiusmodi operibus possessio grandis attenuatur'. Iam in k cae- 20 lestes thesauros detulit sinus pauperum 1 . Distractis ergo aureis et argenteis vasis, vestibus pretiosis, venditis quoque curiis 1 ", miles" Christi, qui diu latu- erat°, abieeta seculari militia, diutius celari non poterat' 1 . Quia vero scriplu- rasi edoctus erat, ibant de virtute in virtutem, qui sua disperserat', se ipsum abdicare cupiebat, canens cum psalmista: Ecce elongavi fugiens et mansi in 2.-1 solitudine. Item: Ducam eum ad solitudinem, qui et loquitur" ad cor eius'. Sccedens" ergo ab urbe in partem cuiusdam vineae iuxta coemeterium v beati Stephani protomartyris sitae 2 , paucas de virgis w et luto aediculas con- struxit, ibique uxorem regulavis vilae diseiplinis iniciandam cum aliis boni testimonii mulieribus mutata veste mauere fecit, ipse autem in domuneula 30 de mulierum habitaculis intersepta orationi et lectioni vacans oculos cordis m contemplationem erigebat, monstrarique x sibi divinitus locum divinis ser- a ) 1 u, 2: locaverat. b ) 2: forsitan. c) 1 u , 2: obnoxius. A ) 1: 'luamvis, e) 1: dicobat fehlt in den TIss., ist von L ergänzt. f ) 1: sua Interpellationen! monaebos presbiterosque lmmilima oratione id 0.; 2: sua interpellatione et 35 monaebos et presbyteros bumillima o. i. o. s) ] n. 2: censuit; 2 hat am Rande: forte consuit, ") 1: zenodoebium. ') 1: attenuamur. k ) iam in fehlen bei 1. ) Der ijanze Satz ist verdürben. m ) 1: oruoie. ") /: milites. °) 1: latuimus. v) 1; potorant. >l) 1: scriptum. r ) /: disperscrunt. 8 ) 1: loquav. t) folgt im MK [Caput XXX]. Quomodo sanetus Kckonbcrtus extra civi- 40 tatem iuxta ebimiterium beati Stephani aediculas construxit pro uxore sua et aliis sororibus, . * Die Kapelle s. Stephani lag in. der Nahe des ■Dom«; von einem Steplmnshirchhof ist sonst nichts bekannt. 136 Vita Eckenberti. vitiis opportunum a divina miscrationc obsecrabat. Exaudivit autem cum Dominus; nam dum plura loea vigili mentc perlustraret et in singulis aliquid incongruitatis" obreperet, inisit Dcus in cor eius, ut postpositis omnibus propriis agris diligentius intenderet. Habuit cnim duos niansos in villa, quac 5 vocatur Franckenthal, quos Deo providente non vendidcrat, quia fortassis eos in dotem a sc construendac basilicac reservaverat. His ergo diligenter in- spectis, nihil quod cellac idoneum esset, inveniebat, nisi quod lata vastitas, si cella ibi fieret, amplificari eam agris posse promittcbal. Erat agcr are- nosus, naturali siccitate infoecundus, nusquam sylvac, nusquam manantis 10 aquae irrigationes perpetuac, Rheni b creberrimus excursus et ranosa fere con- tegens 0 omnia palus aercm et pascua corrupuere' 1 . Quod ibi congrcgationem futuram speraret, tarnen constantia viri nihil mota longitudincm et latitudinem totius fundi diligenter contcmplabatur; nee tantum proprium sufficit ei per- lustrare praedium, sed finitimum 0 quoque agelli consideravit intentissime 15 situm. Ager autem ille trium iugerum amplitudinem habebat, cratque cuius- dam viri nobilis, videbaturque aptior instiluendae mansioni f tum» propter vallem brumalibus aquis pleruinque irriguam, tum propter aliquam quamvis parvam a villa remotiorem distantiam. Gonstat autem, quod divina Providentia, quae in sua dispositione non fallitur, hanc aream ab aeterno in ipsius 20 ministerium praedestinavit et aliquod in ea futurum' 1 bonum, sicut antiquorum relatione usque ad nos pervenit, prodigiis maniiestavit. Vcnerant in aream illam, quae monasterium beatae Mariae Magdalenae hodie continet, iniqui aliquando satellites, pabula equis suis inde facientes'. Ut autem onera k modum 1 excedentia caballis suis imposuerunt, ipsique desuper insederunt"', 25 mirabile dictu, eunetorum hastac, sicut ereetae videbantur, misso coelitus igne, in similitudinem facularum arderc coeperunt. Ex eo tempore causa facti locus ille memorabilis habebatur. Igitur agelli eiusdem situs, qui a discretionc sanetissimi viri videbatur prae eaeteris idoneus, statuit inire cambium cum praenominato viro. Ut ergo praefinitus traetandi negotii dies advenit, prac- 30 fatus vir Ernestus l dictus divina illustrationc inflammatus, agrum cambire volenti donavit ultroneus". Aceepta ergo opportunitate construendi operis, Eckenbertus tugurium suum, quod in Wormatiensi suburbio erexerat, non statim deseruit, sed Got- fridum diaconum et Gosmannum laicum, quos dulcedine sermonis sui altractos 3* specialiorc prae eaeteris familiaritate habuit, faciendae strueturae praefecit. In- terea autem ipse aut orabat aut iegebat et advenientibus monita" salutis con- ferebat; sed et«' nonnunquam ipse ad locum considerationis causa procedc- bat. Contigit una dierum cum locari debuisset fundamentum, magno negolio a ) 1: congruitatis. h ) 1 u. 2: rem. c ) 1: coutiueiis; 2: conterens. '•) 1: 4u corrumpere. e ) 1: finitum. f ) 1: mangionis. 8) 2: tarnen. '») 1: facturum. ') 1 u. 2: falcientes. k ) /: area. l ) 1: modle, m) 1: insedeient. n ) folgt beim MK [Caput XXXI]. Quomodo raonasteria in Franokenthal maiori et minori fueruiit fundata a saneto Eckonberto. ü ) /: nomina. P) et fehlt bei 1. 1 Im Gedichte hcltst er Ernst von Eulban. Laut der Urkunde Hurchards für 45 Vrankenthal vom Jahre 1125 Sehannat II, 65 betheiligten sich noch Andere an dieser Gründung. Vita Eckenberti. 137 eum impeditum intercsse non potuisse. Praedicti itaquc fratres, mansionc accepta, dum secundum datam sibi formam maturando operi insistercnt», debebant autem ad exemplar ecclesiae sancti Amandi, quae est in suburbio Wormationsi, modicam fabricam extruere; boni homines ex villis hortati sunt cos, ut fundarncnta dilatarent, ac de divina dementia nibil haesitarent. Uli 5 ergo pie obedientes consenscrunt benigne consulentibus, talem modificantes basilieam, qualis hodie certe cernitur l . Quem excessum Dei famulus ideirco aequanimiter tulit, quia b eum non sine omnipotentis Dei Providentia contigissc eognovit. Inchoatum autem 0 sanetitatis propositum omnium malorum suc- censor' 1 diabolus impedire omnibus modis conabatur, quoniam id ad utilitatem 10 ecclesiae fieri suspicabatur. Quidam nam° membrorum eius despoliaverunt omnes, qui ex circumiacentibus villis ad eonvehendos lapides primi proces- serunt. Glcrici ctiam mundiales, quae sua sunt, quacrentes, non quae lesu Christi, timentes suis lucris incommoduin fore, quantum poterant ineeptum opus itnpediebant, et mulieribus' suis locum frequentantibus infensi fuerunt*, is easque in suis conventiculis latitantes avertcre temptaverunt h . Praevaluit autem Dei virtus, et ipso protegente peractum est opus mirabili velocitate. Digressus interim ab urbe servus Christi eunetis humilior in mansiuneula exigua exiguilate suac praeparationis manerc constituit, nee a saneta 1 eon- suotudinc animum declinavit. Erat pervigil in orationibus, frequens in lectio- » mbus, consilium quaerentibus optime consulebat; pusillanimcs consolabatur paterne. Praeterea de donariis in loco illo divinitus ol-latis aeeipiebant perc- grini viaticum, viduae alimentum, pauperes vestitum; ipse autem lumbare cilicium circa ventrem, vineulo ferrco ab humeris usque ad pectus •n modum erucis k in quatuor partes distinetum portare solebat. Propter ss talia mira insignia bonitatis, plurimi verbis et exemplis eius commoti, omnia descrentes, spontaneam paupertatem eligentes, brevi tempore ita locum extu- lerunt, quod iam in uno monasterio hi, qui convenerant, omnes contineri n on potuerunt. Quod animadvertens 1 industria sancti viri aream unam cir- , cumdari'" lirmissimo sepe" |)raecepit, ibique sororcs a Wormatia sub ipsa 30 obsidione reduetas, et eas, quae a villis convenerunt, donec et illis ecclesia »eret, reclusit". Perfecta autem est maior ecclesia et in honorem beatae Mariac Magda- lenae consecrata pridic idus iunii, in natale sanetorum martyrum Girini, Na- u.Juni boris et Nazarii. 35 [Sic in historia saneli Eckenberti legitur 2 . Sed in catalogo episcoporum nostrorum sie habetur. Anno dominicae incarnationis 1125, indictione tercia, tu» a ) 1: insistenter. b ) 1: quoniam. °) a. fehlt bei 1. d ) / 1*. 2: succensus. e ) 1: naturam. f ) 1: pluribus; 2: plibis. B) 1: fuerint. h ) 1: clamantes averterunt temptantes; 2: laniantes avertcre temptaverunt. ') 1: sacra. k ) 1 u. 2: 40 e. ventrem vinculum ferreum a. h. u. a. p. cilicium in m. c. ') 1 u. 2: animadvertentes. ln ) 1: circumdatum. ") 1 u. 2: septe. ») folgt beim MK [Caput XXXII]. I'e consecratione ecclesiae in Franckentlial per Uuggunem episcopum Wormatiensem. 1 Laut Schannat I, Hfi und dem Gedicht fand die Fundamentlegung am 20. April ml» statt. Am 0. April H7i brannte das erste Münster , wie uns If. 45 Michel erzählt. 2 Das folgende gehört dem MK an. 138 Vita Eckenberti. 12. Juni. epactis 14-, dedicata est prirnum basilica secundo idus iunii a domino Buggone venerabili episcopo Wormatiensi in honorem sanctae Mariae Magdalenae mo specialiter 1 . Anno dominicae incarnationis 1110, indictione tertia, cum iam recuperata esset ecclcsia beati Petri, quac partim incendio pericrat, ut a supra- 5 dicto anno 1 ', accidit 2 , ut Henricus imperator quintus rcx veniret Wormatiam cum multis archiepiscopis et episcopis atque nobilibus; petivit ab episcopo Buggone, ut in pracsentia cius domus ipsa consecraretur; quo piae petitioni eius annuente, a Brunone Trevirensi archiepiscopo, cooperantibus Brunonc Spirensi episcopo, Rcnouardo 0 Eystetensi episcopo 3 , Alvino d Mersburgensi io episcopo et Herwigo Misncnsi 0 episcopo, in honorem sanctae et individuae trinitatis et sanctissimac Dei genitricis et semper virginis Mariae et illorum, s.Juni quorum reliquiae in altare beati Petri sunt reconditae, 8 idus iunii f 4 ; et fluxe- runt anni intcr dedicationem, quam beatus Burchardus episcopus, fabricator ecclesiae Wormatiensis, fccit 5 tempore Henrici secundi imperatoris, fere cen- i» tum et 26 6 usque ad istam, quae facta est sub Buggone episcopo Wormatiensi et sub Henrico quinto, de quo iam supra dictum est 7 , sed nee ista U42 ultima fuit. Item anno dominicae incarnationis 1142, indictione quarta, a Buggone episcopo Wormatiensi consecrata est basilica maioris Franckenthal ad honorem sanctae Mariae matris domini et aliorum sanetorum 8 . Item im 20 anno dominicae incarnationis 1181, indictione 14, epactis 3, regnante Fride- la. Juni rico imperatore, Alexandra apostolatui« praesidente, secundo idus iunii, dedicata est pars tertia basilicae maioris Franckenthal a venerabili Gonrado secundo Wormatiensis ecclesiae episcopo, in honorem Domini nostris Icsu Christi et sanctae Dei genitricis Mariae et specialiter ad honorem beatae Ma- 1,19 85 riae Magdalenae et aliorum sanetorum. Anno dominicae incarnationis 1119, indictione 12, epactis 7, coneurrentibus 2 h , fundamentum basilicae sanctae Mariae Magdalenae primitus positum 1 est a domino Eckenberto beatae me- 23. Aprit moriae venerando patre nostro 7 kalend. maii, eodem die Marci evangelistae 9 . ii3o Anno dominicae incarnationis 1139, indictione quinta, ecelesia sororum in 30 Franckenthal dedicata est in honorem beati Stephani 10 . Sed postea conse- 28. Okt. crata est in honorem omnium sanetorum, in die apostolorum Simonis et Iudae, sicut in historia Eckenberti dicitur. Sed fundamentum ecclesiae sororum in minori Franckenthal positum fuit anno dominicae incarnationis 1125, io. Mai indictione tertia, epactis 14, coneurrentibus 3 k , 6 idus maii, hoc est Gor- 35 diani et Epimachi 111 . B ) ut fehlt in 2. b ) 1 u. 2: fblio; Satz unvollständig. c ) 1 u. 2: Benerando. d ) 1: Albuino. e ) 2: Munticnni. f ) der Satz ist unvollständig. 8) 1: apostolatum. '') die Jhs. haben: epact. null, coneurrentibus in. ') 1: positus. k) 3 fehlt bei 1. l ) folgt beim MK [Caput XXXIII]. De primo preposito in 40 Franckenthal maiori. 1 Vgl. damit die j. Bischofschronik o. p. 37, 21. % Davon ivar vorher nicht die Bede. ' 1110 war Eberhard 1. Bischof ron Eichstädt. * Dieselbe Nachricht hat attdi die j. Bisdiofxchronik s. o. p. 37, 13 ff. 6 Die Domweilie unter Barchard I. fand am 9. Juni 1018 statt, «. Vita Bnrcliaräi o. p. 114, 45. * Zwisdten der ersten 45 Domweifie im Jahre 1018 und der zweiten im Jalwe 1110 verflossen i)2 Jahre und nicht 12H. 7 s. o. p. 40, 8. * s. die j. Bisclmfschronik o. p. 37, 29. • Damit stimmen die Angaben des Gedichts und rferj. Jliscliofsclironik p. 37, lti. '" s.j. Bischof"s- chronik p. 37, 28. " Damit stimmt die j. Bischofschronik p. 37, 19 überein. Vita Eckenberti. 139 Non miretur lector, si, dum scribcrc volo" gesta civitatis nostrae, dc- venio ad scribendum gesta monasterii in Franckenthal. Est enim utique laus nostrae civitatis, quod tantum lumen ex ea exivit et tanta vitis, quae tot botros de se genuit b , hoc est viros illustres ex se procreavit etc.] Igitur conflucntibus ad reverentiam tanti coclicolac presbyteris et dia- 5 conibus, quoniani talis mullitudo sine Providentia spiritualis patris esse non poterat, adierunt plenum sapientiae virum, consilium cius super eligendo pastore requircntes. Nominavcrunt etiain pcrsonarn, ad quam animi omnium erecti detinebantur. Ille vero timcns pcrsonarn aliunde pctitam detrimento fore non incremento novac plantationi, animos novarum rerum cupidos pa- «• terna commonitione 0 compescerc studuit, doncc in propria congregatione per Dei misericordiarn aliquis proveniret d , qui huius laboris sarcinam portare ido- neus esset. Ut vero cognovit mcntes 0 omnium aliorsum tendere et sua con- silia gravia videri, acquievit f multitudini, sed damno omnium, qui non con- senserant sapicntiori. Elegerunt enim quendam nomine Berdolphum Sprenges- is bacensis» ecclesiae canonicum 1 , qui in pastorali constitutus officio partes fecit in populo, accipiensque pcrsonas nobiliores provcctioresque sublimavit, debiles autem et idiotas' 1 contemptibilius iusto praegravavit. Inde murmura. Inde rixae. Inde aemulationes et his similia oriebantur, occultabantur tarnen utcunque, donec suo ductu sorores in monasterio earum reclusae sunt, so quod minus Franckenthal dicitur. Evoluto temporis aliquanto articulo, post- quam Berdolphus 1 supradictus vidit, non se, sicut voluit, a dctrectantibus honorari, et exteriora negotia magis consilio domini Eckenberti quam suo amministrari, maluit locum dimittere quam in regendo sudare nee tarnen proficere. Absolvit ergo omnes a sua obedientia, venerabili domino Buggoni s.s Wormatiensi episcopo cura animarum resignata. Dimisso Interim propriae hbertatis arbitrio sapientiorum, qui inter eos erant, procurabant officio et beati viri amore paterno. Quamvis enim Eckenbertus laicus erat, et humil- limorum humillimus apparebat, nullus tarnen praesumpsit aliquid pro terrore defendere, quod illius agnovisset discretioni displicere. Reverebantur eum 30 iuvenes, honorabant eius sanetitatem seniores; quiequid ipse diffinierat, illud universi quasi pro lege tenebant. Talis unanimitas fulgebat in fratribus et eadem sanetio et charitatis observatio coruscabat in sororibus, inter quas Richlindis, quondam uxor k Eckenberti 1 , mmistra non magistra esse decernens, obedientior eunetis, rationabilior universis, confortabat debiles, consolabatur 85 pusillanimes, dissidentes coarguit, ex obstrepentibus obedientissimas fecit. Ipsa mater pacis et concordiae, ipsa corroboratrix diseiplinae, ipsa donum coelitus habuit, ut, si magistra™ iubente aliquam rem distribuit, inter distri- buendum quaedam abundantia suecrevit. Talibus columnis subnixa utraque congregatio institit divino servitio, deprecans talem sibi concedi pastorem, qui *o a ) volo fehlt in den Hss. >>) 1: gerit. c ) 1: primum coraraunicationem. V 1: pervenire. °) m. fehlt bei 1. f) J: aequiotam. 8) 1 : Sprengeres- oatensis. h) 1: ideotas. ') 1: Bertholdua. k ) u. fehlt bei 1. J ) 2: «eckenberti. m) x : magistro. 1 Im Gedicht Bechtolf; dieser war Canonicun in Sprmgiersbach Eheini. K. tb Wittlich. 140 Vita Eckenberti. tantam multitudinem gubernarc idoneus fuisset. Deinde accitis" ccclesiasticis verbis in consilio dum in eligendo presbitero iuxta constituta canonum b in timore Dei vigilanter insistercnt, homo Dei, ne filium suum Wolframum dia- conum eligerent, sollicitus esset, versa vice, qui electioni praeerant, ipsuin t nihil tale suspicantcm rapuerunt, renitentemque faventibus clericis, gaudenti- bus laicis, patrem suum constituerunt. Informatus ergo tonsura clericali post aliquot 0 dies exliibetur antistiti. Gaudet ille tristemque consolatur inquiens, non posse mutari, quod sapientia Dei et virtus voluerit ita ordinari. Humi- lis autem servus Christi dum preces precibus iungeret, et absolvi diligentis- 10 sime rogaret, nee impetraret, in amaritudine animi ferventis fertur dixisse: Adhaereat lingua mea faueibus meis, si unquam iussero de ordine dici. Quam vocem licet impraemeditatus dixerit, eamque cum venia transgredi po- tuerit, tarnen ita cautam usque ad obitum custodivit, ut prior claustri de ordine dici iuberet, quamvis ipse capitulo praesideret. Acceptis ergo pro suc- » cedentium sibi vicissitudine temporum sacris ordinibus pristinae humilitatis tenorem non immutavit, ut plerique facere solent, de quibus quidam sapiens sie ait: Recti sunt mores, quoniam cupiuntur honores, Guius mutantur mores postquam capiuntur honores. Ipse autem non sie fecit. Erat autem humillimus in sermone verax, in iudicio iustus, in consilio providus, in bonitate conspieuus 20 in commisso fidelis, in interventu slrennuus, in universa' 1 morum honestate prae clarus. Functus ergo sacerdotii dignitate et pastoralis officii sublimatus honore non solum Franckenthalensem, sed et alia tria monasteria scilicet 0 Logenveit 1 Hagen 2 , Molum 3 , velut in propriam dotem acceptis privilegiis confirmavit f [Legitur autem in praefata historia saneti Eckenberti, quae in Francken 25 thal est, quomodo Lotharius seeundus imperator obsedit eivitatem Wormatien sem*; sed nee ibi causa, quare eam obsedit, vel quamdiu eam obsedit; de quo tarnen miror. Nee in chronicis hoc invenio. Unde dicitur in historia praefata, quod sorores ex suburbio duxit in Franckenthal sub ipsa obsidione urbis. Item postea dicitur], quod cum sanetus Eckenbertus missus fuisset in .10 Wormatiensi obsidione ad placandum imperatoris animum, non est equo vectus, sed pede viam carpens in locurn, qui Nuhusen vocatur, uno comitatus fratre gradum maturabat. Videns autem pauperem nudum secus viam, cum 8 non haberet, quod sibi daret, pileum suum sibi proiecit et abiit. Non longc alium videns, calceamenta h sua detraxit et sibi porrexit. Unde cum non 35 posset impetrare, propter quod missus fuit, salva regiae maiestatis honorifi- centia, sorores, quas in suburbio collegerat, navi impositas ad Franckenthal ») 1: acceptis. b ) V. el. pater cum scita canonum. «) 1: aliquos. •1) 1: Universum. °) sc. fehlt bei 1. 0 folgt beim MK [Caput XXXIV]. De obsidione civitatis Wormatiensis. 8) 1: quod cum. h ) 1: calcimenta. 40 ' Loben feld südl. Heidelberg. August inerkloster. ' Honingen bei Alt-Leiningen, Augustinerkloster. '■' Vielleicht Mülheim an der Mosel nw. von Veldenz. 4 Von einer Belagerung der Stadt Worms durch Lotftar ist nichts bekannt. Es könnte fiöchstens Ende 1128 gewesen sein, indem Worms gleichivie Speier dem Staufer Konrad, anhing, vgl. Giesebrecht IV, 32 ff. Diese Vermuthung wird durcli die Notiz der j. 45 Bischofschronik s. o. p. 38, 26 ff. unterstützt, icelche auf Otto von Freisingen hinweist (Oesta Friderici I, 17), leoselhst nur von Speier die Bede ist. Vita Eckenberti. 1 41 perduxit". Pergens aliquando ad Moguntinensem synodum sanctus Ecken- bertus divitum domus b fugiens, in domo mansit cuiusdam pauperis. Peracta synodo misit fratrem ad conducendum mercenarios pro purgatione stabuli; qui dum pergeret, ipso fimum per se, antequam venirent, extraxit, et nihilo- minus ipsis venientibus mercedem tribuit. Alio tempore videns ibi in por- 1 ticu c multiludinem pauperum omni solatio destitutorum d , a proxima taberna empto vino omnibus propinavit manu propria, et sie infirmorum sitim re- stinxit 0 ; foenum quoque fecit erui et singulis substerni, pro eo quod leetis carebant. Cum aliquando circa Bobenhehn ' villam veniret, et ibi pauperes eomplures cerneret hyemali tempore, et nemo ibi pertransire posset, nisi cum 10 «'quo vel carruca, flebat cum flentibus, nesciens quid ageret. Et ecce veniens quidam cum carruca flexus viri precc et pretio omnes in vehiculum compo- suit. Pluviis autem interim cum nive f mixtis aretantibus illos, homo Dei birro suo illos involvere maturavit**, sed frater comitatus eum hoc pietatis °pus h antevenit. Unde involutis in sua veste pueris in sola tunica perma- is nens ad cellam properavit. Maturato interim foras 1 , Eckenbertus Christo in paupere k comitatus post paululum advenit; reperiens autem et alios pauperes, mendicitate oppressos, ibidem convenissc, valde laetatus istos illis applieuit, nee ante pransus est, quam omnes illos refecit. Quidam peregre proficiscens, substantiam' suam saneto viro tradidit tali conditione, ut si tempore tali non so reverteretur, pro salute animae suae pauperibus largiretur. Perrexit" 1 ille, et non est reversus iuxta condictum, et Eckenbertus substantiam 1 illius pauperibus largitus est. Postea autem rediens sua repetiit, sed vir sanctus eleemosynam illius suam faciens sibi sua" gratis restituit. Tempore antiquo tirocinü sui quidam * suis servis, quia eum offenderat, baculis caesus est; qui post conversionem 25 illius contuniaciter advolans, coepit sanetum Dei detestari; iteransque convitia, quae nee audebat facere, coepit minari. Ille nihil contradicens pie respondit: »Si te, amantissime frater, servi indignitatis meae percusserunt, ego a te percuti non recuso, sed desidero °. Percute ergo mc, et quotquot dietaverit ira- eundia tua» piagas, impone." Tunc stupens ille a lacrymis se continere non m potuit, unde elevatus ab eo, deinde dedit* 1 spontanea dona et cum benedictione eum dimisit. [Fecitquc etiam vir iste sanctus plurima miracula, quae in gestis canonicorum regularium scripsimus.] El nonnunquam dieta vel facta fratrum r Pro negotiis foris manentium, Deo revelante, cognovit, illisque reversis, quod egerant, obiecit, ac si praesens fuisset. Plurima quoque sunt, quae per eum » cooperatus est dominus, longum esset scriberc. Pracscius autem obitus sui, inßrmitatem quoque propter ieiunia et vigilias creberrimas habuit; corpore deficiente, diutius dissimulare non potuit. Incumbens ergo lecto nee mori hmuit, nee vivere recusavit propter utilitatem ovium 8 suarum. Veruntamen' ») /: produxit '') 1: dominos. °) /: porta. *) / u. 2: destitutos. 40 ) 1- oxtinxit; 2: restrinxit. f ) 1: nivom. 8) 1: maturat. h ) /: episcopus. J 1 u. 2: iura; übrigen» ist hier der Text »ehr verdorben. k ) 1: paupertAte. > 2; sbam; L: subuculani. "') / u. 2: l'orrexit. n ) s. s, fehlen bei 1. °) 1: ?■ non desidero Hed recuso. P) 1: dieaverim i. t.; 2: dietaverit iraenndiae tuae. 1 *• dedit |^ spontanen; in 2 ist zwischen d. und sp. eine Lüche gelassen: r ) 1: *i ^^ ______ 8 ) 1: omnium. ») 1: Unde tarnen. 1 Böbenheim bei Worms. 142 Vita Eckenberti. se in voluntate Dei resignans fratres ad se introeuntes salubri consilio firma- vit, et ad pacem et sanctimoniam a , sine quibus Deum nemo videbit, animas eorum excitavit. Deinde sumptis devotissime sacramentis ecclesiae, obdormivit in Domino, anno ordinationis suae tertio b , totius vero vitae suae quinqua- 5 gesimo tertio. Quantus autein dolor fuit in obitu suo, quis dinumerare valet! Tandem itaque tollentes fratres corpus cari sui magistri et sacerdotali in- 1132 duentes 0 amictu ad ecclesiam detulerunt. Et quia proximus dies vigilia na- 24. d»i. tivitatis domini fuit, sepulturam eius usque in diem sancti Stephani distule- 2o.Dei. runt d . Gonvenientibus ergo in unum 0 ex diversis locis infmitis hominibus 10 utriusque sexus, ostendi sibi corpus precabantur defuncti. Quod cum factum fuisset, novus fletus maximus ortus est. Unde alii in feretro nummos pro- iecerunt, et mulier quaedam solidos aliquos, quos vivo dare voluit, in mani- bus eius collocavit 1 . Finitis missarum solemniis coram altare beatae Mariae in f ipso ascensu sanctuarii per manum venerabilis domini Buggonis episcopi 15 Wormatiensis, coram immensa multitudine clericorum et laicorum sepultus est anno domini 1132, indictione 10, Romanum imperium strenue rege Lo- thario regnante. Domino nostro Iesu Christo, qui vivit et regnat in secula, amen. Uxor eius Richlindis sancta, quae fuit magistra sororum in minori 31. Aug. Franckenthal, obiit pridie kalendas septembris felix mulier. Wolframus dia- 29. Mai 20 conus, senior filius sancti Eckenberti, obiit quarto kalend. iunii. Cuno sub- 27. Mai diaconus, filius Eckenberti minor, obiit sexto kalend. iunii. Hi sunt ex viris, ex illustribus tuis, o Wormatia, qui radicem ex te traxerunt, et sanctitatis suae vestigia in te reliquerunt. a ) 1: sanctificationem. b ) 1: tertiae. °) 1: mellitus. d ) 1: distribuerunt. 85 e ) 1- ergo servum. f ) in fehlt bei 1. 1 s. das IAed l. c. p. 34: Mit groszem iamer die leide schar warfen pfenning da in die bar, recht als man da zu opfern tut; so da was ein fraue gar ungemut, die wolte ihme etheh Schilling haben geben, da er noch was bei seinem vergenglichen loben, doch war ir der mut nit ganz entwandt, sie stiesze sie ihme in sein dote hant. IV. ANNALES WORMATIENSES. 1226—1278. Annales Wormatienses. "Anno 1226 Heinricus episcopus Wormatiensis incepit monasterium in «j« Kirsgarten extra muros civitatis Wormatiensis in area sive hortu dominorum maioris ecclesie l . b [Erant 2 enim in eivitate Wormaticnsi quadraginta consules, qui per t se sine episcopo centum annis 3 consilio presiderunt, iudicantes pacem et or- dinantes commoda et iura civitatis seeundum privilegia ab imperatoribus et regibus ipsis tradita. Et dicti consules uno mortuo alium substituerunt. Emerunt etiam dicti consules dornum lapideam maximam et fortem in vico Hagenonis militis 04 , dictam ad Thelonearium d 5 , cuius area tendebat usque 10 prope capcllam beati 0 Nazarii 8 . Et statim inceperunt f domum illam decen- tius et melius edificare. Et ficbat pulclierrima domus tocius terre, et con- 8 «tit plus quam duo millia marcarum. Et in illa domo seinper consilio presiderunt et episcopum suum quasi pro nichilo reputaverunt.] g [Accidit autem cum idem dominus Heinricus episcopus volens arripere n 'tcr ad curiam dornini imperatoris Friderici versus Ravennam 7 , peleret 1 ' sub- sidium a civibus, ut eo honestius cum aliis prelatis Alemanie posset accedere'. ^ed ipsi cives sibi in suis precibus nil consenscrunt, nee in aliquo sibi suc- currere voluerunt, licet ipsc dominus episcopus ipsis iura civitatis meliorare, e ' quasi ipsorum nuntius esse promittebat. Seniores vero et prudentiores 20 civitatis valdc de hiis doluerunt, rogantes, quod 1 saltem sibi sexaginta libras darent. Quod iuvenes totaliter recusaverunt. Et miserunt ad curiam suos" 1 nuncios, qui eos plus quam trecentas marcas constiterunt. Et sie dominus a ) Ha. 2 u. MK. h ) Ha. 1: Erant — ipsis tradita; Ha. 2. 3». 3 b : Krant — "»putaverunt. c) militis fehlt bei 2. 3«». d ) 3«: thelontarium. °) 3 ah : 2.'. Wnotl, f) 3a : copemnt. 8) 1. 2. 3"''. '>) 3a h : exegit. ') 3 nh : proeodore. ) 1: Et. l) 30.- ut saltem ei. m ) 3 a '>: tres. 1 s. beim MK. * Das folgende in Klammern stehende entstammt einer nicht !) ,e -tchze.itigen Bürgerchronik. > Wir haben es mit der den alten Wormsern ange- '"»•nen Uebcrtreib'ung zu thun, s. u. Beilage A 1 u 2. * Die Hagenstrasse (bis zum Jahre 3o '888 Luriwigsstrassc genannt) Itat ihren Namen nicht etwa als eine Erinnerung an den lirimmen Hagen im Nibelungenlied, sondern sie ist nacli einem reichen Grundbesitze^- jfl? nnt > '' c >' "•'"> ah ArnolcluR HugnoniH, ministerialis Worm.; urkundlich vorkommt, I'-". I p. ?>), 37. « Die j. Bischofschronik und MK (n.p. 4(1, 12) nennen das Stadt- , l '"'" s den „Bürgerhof"; das war die officielle Bezeichnung bis zur franz. Revolution, :ir, /;''"»■, '"''• ^ -''•'' -*• 7 ^ ez - i'^l war der berühmte Reichstag tu Ravenna, s. B.-F, nr. 1917, ÜB. T nr. 14H. Zur Kontrolle des nachfolgenden vgl. ÜB. 1 nr. 109, Wormaer Uhronikon. 1(J 146 Annales Wormatienaes. episcopus indignatus est, aceedens" procuravit b omnia mala civitati Wor- matiensi °.] d [Gum itaque dominus episcopus Heinricus per modum ut dictum est pervenisset Ravennam ad curiam domini imperatoris Friderici, incepit graviter s de civibus [conqueri] e , qualiter ipsum tamquam pro nichilo reputaverunt, et per se consilia et iudicia f in confraternitatibus uniuscuiusque operis inter se haberent, iudicia f episcopi quasi pro nichilo reputaverint«. Audientes hec episcopi Alemanie omnes favebant ei. Et sie in sententia obtinuit 11 quod dorn:? Mai minus imperator hec omnia cassavit 11 . Et de communi domo conquestus k , 10 obtinuit eandem domum cum fundo suam esse debere 2 . Acceptis itaque pri- vilegiis 1 imperialibus desuper coram prineipibus, tunc" 1 civitatem letanter ac- cessit, et postmodum sicut infra scriptum est omnia determinavit.] "[Cum itaque omnia essent in bono statu quidam de civibus, timentes quod per illam honestissimam domum civitas posset perpetuo gravari, ita W quod ab imperatore vel episcopo posset de illa domo fieri munitio firmissima, volentes sibi providere, iusserunt lapieidas in muro domus inferius exsecare lapides et ligna includere. Et hiis peractis igni ipsam succenderunt". Et fiebat ignis validissimus per noctem comburens, et sie heu illa domus pul- cherrima et valde fortis vehementer corruit totaliter super terram. Et con- 1232 2. Mai 20 tremuit civitas per ruinam 1 ' eius. Acta sunt hec anno domini 1232 in do- minica jubilate post pascha hora tercia.] 3 1233 lAnno domini 1233 tunc primo incepit dominus Heinricus Romanorum rex et dux Suevie opponere se totis viribus domino patri suo Friderico Romanorum imperatori, Iherusalem et Sicilie regi. Offenderat enim in multis 2.1 patrem suum, et in hoc maxime, quod nobilissimam matronam dominam Margaretham, coniugem suam, illustris ducis Austrie filiam, deserere voluit, et sibi assumere sororem regis Bohemie. Timuit ergo patrem in multis que fecerat, et sciebat eum se gravasse. Et ideo institit rex omnibus modis qualiter imperatori viam ingrediendi Theutoniam precluderet. Assumptis suis 30 consiliariis et eorum super hoc usus consilio poscebat obsides a suis civita- tibus, ut per hoc sibi resistere et patri adherere non possent. Dati sunt ei itaque obsides ab aliquibus civitatibus *. a ) 3 ah : episcopus recodons. h ) 2: comparavit. c ) Darauf folgt bei 3 a : Hec est forma composicionis. Regio aecodente consensu intcr nos nostram ecclesiam et, :15 cives Worin, etc. Composicionem istam invenies in libro moo transaccionum foUo 48 in li. privi. fo. XX. d ) 3" 1 '. e ) conq. von Böhmer ergänzt. f ) iudicia — iudicia fehlen in 3*. 8) 3 a : reputaverunt. h ) 3 a : optinuit; obtinuit — obtinuit fehlen bei 3'\ ') das folgende auch bei 2. k ) 3.' conquestus Kavennao. ') Das folgende bei 2 verkürzt. m ) 3 ab : et tunc. n ) 3 ah . °) 2: Et de communi domo 40 conquestus Kavenne, obtinuit eandem domum cum fundo suam esse debere, acceptis super his privilegiis. Quidam enim do civibus timentes quod per illam domum civitas posset perpetuo gravari, ita quod de imperatore posset fieri de illa domo munitio firmissima, volens sibi providere iusserunt incondi, et contremuit civitas per ruinam eius. Acta sunt hec anno 1232 in dominica iubilate post pascha hora tercia. p) 3 a : pre ruina. «) 1. 45 ' g. ÜB. I nr. ir>r>. 2 s. ÜB. I nr. 166. 3 Der Biscliof kam erat nach dem 2. Mai aus Italien nach Wwms zurück, s. Köster p. 75. * g, B.-F. nr. 4349*. J. RoMen, der Sturz Heinrichs (VII) in: Forschungen z. D. Geschiclite XXII, 353 ff. Annales Wormatienses. 147 Misit etiam pro civibus Wormatiensibus, et institit cum omnibus raodis, ut sibi dermo iurarent et eum iuvarent et etiam astarent contra quemlibet hominem viventem. Ad quod cives unanimiter responderunt, profitentes se ■psi ei iurasse sicut suo regi et domino, et quod nullo modo sibi aliud iura- mentum vellent neque deberent facere nisi prenominato in hoc patre suo s domino imperatore, quem nequaquam excluderent ipso vivente. Ad quod r ex respondit, quod mentionem domini et patris sui in hoc iuramento non admitteret. Civis vero respectu iusticie et etiam dilectionis quam habebant a d dominum imperatorem ipsum excludere nolebant l . Postea statim venil dominus rex apud Wormatiam, et iterum diligen- 10 Knde ffo». tissime cominonuit cives multis bonis promissionibus, et etiam incutiens" eis minas et terrores. Sed tarnen ab eorum proposito eos minime removere va- lebat. Erant etiam cives Spirenses cum Wormatiensibus in hoc articulo ahquamdiu stantes. Sed in brevi per episcopum eorum dominum Gonradum dictum de Than tandem seducti consentierunt regi, et iuraverunt ad omnem is D "- eius voluntatem 2 . Videns itaque rex, quod nullos haberet sibi resistentes in hiis partibus e t in hoc negocio nisi solam civitatem Wormatiensem, iratus et commotus e st supra modum. Misit ad eos multos nobiles nuncios, et etiam dominum ■'• <*'• e piscopum Wormatiensem nomine Landolfum, qui eodem anno post obitum 20 domini Henrici episcopi in quinta die octobris elcctus fuit in episcopum'. Qui etiam multum laboravit cum civibus, ut voluntas regis admitteretur. Et in hoc mein] profeeit, ([uia a domino imperatore eos nemo separare potuit. Rex vero noc b videns infremuit, excludens cives Wormatienses a gratia ipsius, licencians omnibus eis nocerc in rebus et personis 4 . Invadit insuper eos cum omnibus 25 tut Aprii s dis spoliis incendiis et rapinis. Hec enim et hiis similia" quecunque potuit rn ala ipsis inferre totis viribus conabatur. Hiis vero temporibus nullus civium ausus fuit egredi civitatem, sustinentcs dampna magna et innumerabilia propter dominum imperatorem, sustinentes etiam expensas multas in equis armis et sagittariis, unusquisque civium tenens pro posse, et etiam Deo teste ultra • 10 Posse. Quamvis enim in omnibus hiis afflicti et dampnificati, tarnen a sua fide ad valorem fabe liunquain declinaverunt. fl • 1 ITT /»M t» "arci ewangeliste mittens eos Wormatiam cum quinque mille' 1 armatis et P'uribus. Qui venientes hora prima volentes civitati nocere, quod adimplere "on poterant; sed tarnen in suburbio civitatis quod dicitur ad sanetum Michaelem triginta domos vel paulo plures combusserunt. A civibus vero a ) «o Pertz; 1: includens. b ) 1: hec. c ) 1: similiter. ä) j; 13. 40 >,, ' r !> 1 Moden l. c. 384 f., Koehne p. 330, ÜB. I nr. 178. 2 s. die 21. Bez. -34 von K, Heinrich den Speirer Bürgern ertlieiltc Urkunde, s. Hilgard Speirer ÜB. n'/' 3 ^' F ' nr - 4:im - * Bischof Heinrich starb am ö. Sept.. 1234, 9. Chron. W. na sein Nachfolger Landolf von I loheneck wurde 8. Okt. gewählt, erhielt aber erst « r i f 12!is * e Bestätigung vom Papst. Seine Stellung zum König und der Stadt wird "WTO das Privileg ÜB. l'nr. 175 erläutert. * vgl. ÜB. I nr. 180. 179. 10* 148 Annales Wormatienses. totaliter* coacti sagittis et pugnis statim hora sexta reversi sunt Oppenheim ad suum regem. Erat autem inter eos Friderieus comes de Liningen et Silvester comes et alii multi comites et nobiles, quorum aliqui interim cum i24j iinhsi. civibus composuerunt tam petitionibus quam etiam denariis l . '■> b Anno 1241 in autumno oflensi sunt quidam cives Wormatienses a n. okt. quibusdam de Osthofen. Itaquc cives has iniurias nequaquam poterant tole- rare sine vindicta. Et statim in crastino sancti Galli exiverunt cives, ac dominus Landolpbus cpiscopus Wormatiensis cum eis, Osthofen versus, ut ibidem sua gravamina vindicarent. Quo viso tam milites quam rustici eiusdem 10 ville cemitcrium suum quod valdc benc munitum erat, intraverunt. Accesse- runt etiam cives volentes eandem munitionem ab eis inquirere, et non vale- bant attemptantes omnibus modis. Ipsi enim tam per iacturas quam per sagittas se defendebant taliter, quod per cos quatuor ex civibus vitam fini- verunt. Erat autem cemiterium fossis et propugnaculis bene munitum. Cives is autem multum conturbati recesserunt. Et orta est magna dissensio inter cives et villain. Sed tandem composita per dominum Marquardum scultetum de Oppenheim 2 , et dictum cemiterium in suam reeepit potestatem, attemptans compositionem inter partes. Tandem per consensum Gonradi regis defmitum est, et cemiterium in manus civium traditum. Ipsi statim accedentes muni- 30 tionem eius totaliter confregerunt. Milites etiam et rustici dampna omnia que civibus fecerant einendebant et persolvebant, insuper addito iuramento, quod dicti de Osthofen civibus Wormatiensibus unquam paratos 0 ac subditos ad quelibet servitia se exhiberent, et cemiterium sine voluntate civium nun- quam d reedificarent. Super his indignati sunt civibus dominus Wiricus de 2. r . Duna et dominus Conradus de Wartenberg 3 , qui advocati sunt ville eiusdem, dicentes cives eorum districtum potenter intrasse, volentes eorum esse inimicos. Tandem vero coram domino rege factus est amicus civium coram domino nostro episcopo. Et sie omnia felici pace perfecta. »'lorti e Anno 1242 in die palmarum excitatus est ignis casualiter prope An- 30 dree, et combusti plus quam trecenti homines, quorum pars in cemiterio sancti Iohannis hospitalis f , pars in sancti Magni, pars in sancti Sylvestri in una fossa sepulti sunt. Quo incendio dampnificata est civitas tam in edifi- ») J: taliter. '>) 4. o) 4: partes. d) 4: unquam. •) 2. f) 2: hogpitali. sr> ' lieber die Belagerung vgl. auch Cont. Eberbac. Gotifredi SS. XXII, 348: Misit quoque armata manu milites cum quibusdam comitibus ad expugnandam Wormatiam, que stabilem et firniam imperatori fidem servabat, nee regis compli- eibus ingressum dare nee cum ipso contra patrem fraudulenter stare acquievit, sed quasi fortissimi bellatores in manu robusta et valida de civitate egressi, in oeeur- 40 sum venientiuin viriliter resistendo inimicorum acies in fugam verterunt. Sicque factum est. ut ea quoque ignominiose et confuse ad propria compellerentur redire. ' Diener Marquard kommt urkundlich 3343—1364 vor, Uli. I, 458. ' Wirich von Daun und Konrad von Wartenberg sind urkundlich bezeugt ÜB. I. lö. Mars HU') beurkundet K. Heinrich VI, dann Heinrich von Wartenberg den Berg zu Ost- ■):> hofen dem Domstift Worms übertragen habe, St. nr. 4909. Der Friedhof war big in die Wer Jahre unseres Jahrhunderts befestigt und noch jetzt sind Beste erkennbar, s. Hessisclms Archiv XI p. 187. Zorn p. 8H f. hat aus den WA. geschupft. Annales Wormatiensee. 149 cüs quam in annona vino et aliis plus quam eentuni et viginti rnillia marcarum preter miserabilem suffocationem hominum, quod maximum est l . Anno 1242 Sifridus" archiepiscopus Moguntinus capitalis Wormatiensium hostis factus est 2 , ob hanc causam, quod cives ei nolebant ministrare neque vendere victualia, cum ipse cum magno exercitu iacebat in iure quod dieitur ■'« Gaw circa Wormatiam s , volens nocere domino Ottoni palatino comiti Rheni et duci Bavariac. Et eodem tempore multa mala fecit claustris sanetimonialium Mulne et etiam Frankenthal, quod per incendium dampnilicatum et devasta- tum fuit. Depredavit etiam cives Wormatienses ad valorem mille marcarum, cives etiam multos captivando et multis afflictionibus puniendo, aliquos ex "> eis ad mortis supplicium affligendo *. b Anno supradicto obsedit Castellam volens eam devastare, sed tandem 12*2 per dominum Philippum de Hoenfels et dominum Philippuni de Falkenstein imperatori fuit presentata. Cum ergo venisset Moguntinus episcopus cum suis ante dietam civitatem, et castra metatus esset, et instrumenta eius bellica 1» posuisset, erat enim Marquardus scultetus de Oppenheim in castello; audientes hoc cives preparaverunt naves suas bellicas et bene munitas, venerunt apud Moguntiam. Videns auteni eos episcopus Moguntinus tarn fortes advenire, recessit de obsidione, comburens sua instrumenta propria. Cives vero Wormatienses, liberata civitate et sculteto, et aeeeptis navibus episcopi, cum gaudio -" reversi sunt Wormatiam. Quod constitit cives in expensis quadringentas marcas. Ponebant etiam sagittarios in Gastcle ad defensionem, qui consti- terunt in expensis sexaginta marcas et plus 5 . °Anno 1242 mense augusto venit Conradus rex Wormatiam petens A ""- luxilium ab eis in Ringoviam. Preparaverunt itaque statim naves peroptimc 1» construetas propugnaculis bellicis , et descenderunt Ringaviam cum ducentis armatis et expensis honestissimis, sequentes regem per sex hebdomadas d , expensis propriis super civitatem Wormatiensein factis ad trecentas marcas et amplius. Postquam vero rex villas fere omnes succenderat reversus est et eives cum eo in nativitate sanetc Marie virginis 6 . 3« «. Sept. Anno 1243 venit iterum dominus rex Conradus mense augusto cum l ^ exercitu potenti, ducens secum episcopos et abbates et prineipes et multos ln agnates, volens sicut debuit nocere episcopo Moguntinensi et sibi requireru Castellam civitatem, quam ipse episcopus magna fraude et peeunia promissa 'faudulenter in suam traxerat potestatem. Transivit enim cum suo exercitu :t r . per Bergstrassiam, veniens ante castrum, quod dieitur Starkenberg, de quo ttiulta dampna civibus Wormatiensibus sunt illata ad estimationem quingen- tarum marcarum. Misit ergo ad cives postulans auxilium. Qui e statim cum medietate civium exeuntes in auxilium et ad preeepta illius exsecantes vineas, i>) 2. 0) 2 u. 4u <•) 2 aeptimanas °) 2 quod. a ) 2 in Klammern als späterer Zusatz : baro ab Eppenstein. oodmann, Rheingauisclie Alterthümer I p. 105 Anm. f. aus 2. "ebdomadas; sept. durch darunter gesetzte Punkte für ungiltig erklärt. ' 8. auch Ghron. Worm. 2 ,s. ühron. Worin. * über den Wormscr « ff. Böhmer- Will, Key. arch. Mouj. X-XXlII, 411. ÜB. 1, p. 392 ff. lieber Frankentlial und Mühlen vpl. Vita s. Eckern- U> 0er nerantes etiam aliquos Bavaros et unum occidcrunt. Supervcnientes autem meliores de civibus valde doluerunt. Et dominus dux cum suis ac Zurno ducti sunt ad alia hospitia. Mane autem facto convenerunt cives, et mediante domino Hcnrico Hirsuto comite ac domino Philippo de Hohenfels omnia ista gravamina ad bonum pacis perducta sunt; ita videlicct, quod dux plane 2» reconciliatus est civibus, remittens plane et precise omnes iniurias et gravamina sibi et familie sue illatas. Et super hoc suas edidit litteras, ac domini Conrad! regis, domini Ottonis patri ssui, domini marchionis de Baden, domini Friderici comitis de Liningen et domini Emichonis fratris sui, domini Eber- hardi de Eberstein et domini E. filü sui, comitis de Sein, et domini Ottonis 30 de Eberstein, domini comitis Geminipontis, domini Henrici Hirsuti comitis, domini Johannis comitis de Spanheim et fratrum suorum, domini Philippi de Hohenfels et domini Wirici de Duna, in hunc modum: quod has iniurias a ) so 2; hinter Gades steht m Klammem: ander den gadamen; 1 Otmarus unter l 'en Gadamen; s. auch Zorn p. 88. Der Name Otmarus kommt in Worms urkundlich K nicht vor. t>) diesen verwandelt Periz SS. XVII p. 60, 8 in einen Wuzo. °) 1 Helcrapho. d) 2 Engelmari aber s. Zorn p. 88 und ÜB. I p. 425. e ) Fertz : Wuzo. f) 2 Pfeffelnokhoim. 8) 2. '<) 2. 1) 2. k ) 2 octova allein s. ÜB. I p. 504, 6. 1 Koetme p. 338 Anm. 2 möchte diene* Fragment der Bischofschronik zuweisen, 40 weil der Ausdruck venerabilis vorkommt; allem zu pedantisch darf man auch niclit s r pn; das Stück macht durchaus den Eindruck gleichzeitiger Niederzeichnung. Vgl. Zorn p. 88. Chron. Worm. u. Die genannten Personen sind alle urkundlich nachzuweisen, a s. B.-F. nr. 4510*K » B.-F. nr. 4511*. 4 Zwrno, Mar- "chalk des Pfalzgrafen Otto IL, aus dem Geschlechte der Bitter von Alzei, war ein « äusserst gewaltthätiger Mann, s. Oesta Trever. m SS. XXIV, 408; auf ihn bezidit ** a uch Brief 57 ÜB. p. 396, 36, wo Cuenomen in Zurnomen zu ändern ist. 152 Annales Wormatienses. nunquam vindicabit vel vindicarc procurabit, et si forte in hoc excesserit, omnes isti magnates et domini civibus Wormatiensibus totis viribus contra dictum dominum Ludevicum ducem assistant l . Et id ipsum etiam iura- verunt eius consiliarii ratum permanere. Zurno insuper pro sc dedit litteras 5 domini ducis Ottonis et iilii sui domini Ludevici, quod si ipse hee unquam vindicaret vel vindicari hec procuraret, dieti domini duces civibus hoc tota- liter removerent; tradena etiam super hoc fideiussores in solidum, videlicet Philippum de Hohenfels, Rcinhardum de Lutra, Morscllum de Than, Albertum de Liechtenstein, Hertwicum de Hirzberg, W. fratrem Zurnonis, Wildericum 10 lilium Borgonis, Gozzonem et Wernherum cognatos Zurnonis, qui hoc lide- liler tide data promiserunt, si Zurno contra cives Wormatienses in aliquo excesserit, volcns se super hoc facto vindicarc vel procurans vindicare, predicti cives ipsos commonere debeant et statim Wormatiam intrabunt dicti fideiussores, non egressuri nisi civibus satisfiat in omnibus quibus Zurno eos gravavit vel n.'/un. ls molestavit. Acta sunt hec anno dominice incarnationis 1249 in oetava saneti Laurencii martyris 2 . au Anno 1250 Wilhelmus rex, electus contra Conradum, instinetu pape 33. -hui an episcopis, in die saneti Jacobi apostoli cum suis sollempnitcr accessit in villarn Berchholvesheim 3 prope Odernheim. Et ibi permanens omnes villas 20 domini Philippi de Hohenfels defendentis Boppardiam igne cremavit, exceptis illis, que sc peeunia redemerant. Et etiam extorsit infinitam peeuniam de aliis villis circumiacentibus et etiam nominatim de Osthovcn et Westhoven. Erant autern apud ipsum novum regem Christianus Moguntinus episcopus et sui cives, Gonradus Coloniensis et Trevcrensis, Henricus Spirensis, Eber- as hardus Wormatiensis, Sylvester comes et filius suus, comes de Nassawen, comes de Wildenouwen, comes de Katzenelnbogen, Conradus Hirsutus comes, Ulrieus de Minzenberg, Wernherus de Bolandia et filius suus, Wiricus de ■ju. Juti Duna et multi alii. Statim vero feria sexta post .lacobi revertentes iterum supra Rhenum castra metati sunt apud Cruces * inter Moguntiam et Oppen- 30 heim. Adhuc autem permansit dominus Gonradus rex apud Oppenheim. Ibi primo in iulio castra metatus est ante civitatem versus Dynenheim 5 . His peractis a novo rege, statuit dimissis omnibus suis ad sua redire. Ipse enim personaliter intravit Moguntiam. Continue vero sine mora exsurgens dominus Gonradus rex processit versus 35 Moguntiam, et quasi in suburbio civitatis prope elaustrum quod dicitur Dalen 6 castra metatus est. Et combussit omnes villas civibus Moguntinis et episcopo attinentes, exceptis tarnen illis que sc peeunia gravitcr redemerunt. Et cum ibi per dies quinque permansisset et interea novo rege in Moguntia existente, dominus Gonradus rex cum suis accedens Ulanheim 7a et illud totaliter sub- 40 ») 2 Ulenheim (Ulmen). 1 Der Brief König Konrad» IV. und seiner Mitbürgen (s. B.-F. w>: 4524) ist nicht vorhanden. 2 s. ÜB. I p. 504. A. Koch und J, Wille, Reg. der Pfalz- t/rafen am Rhein nr. 617 ff. " Bechtolslmm KA. Oppenheim. 4 Die Lokalität ist jetzt nicht mehr zu bestimmen. 5 Dienheim s. Oppenlieim. " Nonnen^ 45 kloster Dalen vor Mainz. 7 (Jim südl. Mainz. Annales Wormatienses. 153 vertit, mittens interea pro civibus Wonnatiensibus; qui suis precibus annuentes miserunt ei medietatem civitatis fcria sexta ante assumptionem Marie virginis «. Aug. parrochiam sancti Pctri et saneti Andree. Qui honestissimc cum duobus milibus armatorum et centum balistariis pervenerunt ad dominum Conradum regem ante Ulanheim, quos honorifice et letanter aeeepit. Expeditio hec con- i stitit septingentas marcas et plus. Primo mane autem die sabbati progressi «• Aug. sunt exinde in provinciam Silvestri comitis, devastantes et concremantes totaliter eam. Reversus exinde venit Mouwcnheim ' prope Bolandiam, volens ibi Wernhero de Bolandia omnia sua devastarc; quod Philippus de Falkenstein renuit omnibus modis defendendo fratrem suum. Et ad eius preces dominus 10 rex reeepit peeuniam ab omnibus villis domini Wernheri, tarnen Mouwenheim combussit. Et sie recedens inde venit Heppenheim 2 prope Wormatiam, et ibi castra metatus est. Cives Wormatienses in eivitatem reversi sunt. Con- radus rex mansit sex diebus ante Heppenheim. Et traetantibus Ulis de Eberstein, ut comitem Emichonem sibi subiugarent, nichil profecerunt, quia it Henricus Spirensis episcopus, frater ipsius, declinare ipsum ad regem non permisit. Quod videns rex processit sabatho ante decollationem baptiste 3'- Aug. Didenshcim 3 , comburens illud et omnia que attinebant episcopo Spirensi. Anno 1251 idibus aprilis ab episcopo Henrico Spirensi, qui fuit comes ts. ApHt de Liningen, reddita sunt divina Wonnatiensibus, exeunte Gonrado ad ob- ao sidionem Wissenburg". Que 13. kal. septembris rursus illis sunt detraeta. w. Aug. Eodem anno Gerhardus episcopus Moguntinus Wildgravius sua castra metatus est ad Primmam contra Conradum regem prope villam Griches- heim*. Et in vigilia assumptionis Marie succenderunt villam Petemsheim 5 "• A "«- totaliter. as b Anno 1253. David 6 , Iacobus 0 de Lapide, Wolframus d de Dürckheim, Gozzo 0 de Moro, Gozzo 8 de Sultzen, Conradus Dirolfi, Henricus Riehen, Wernherus retro Monetam, Heinricus f Zippura, Conradus» de Arbore rosarum, Heinricus f Holtmunt, Eberzo h in vico Lane, Heinricus f Rufus' et Edelwinus luerunt senatores Wormatienses mense novembri. ao Anno 1253 valuit marca puri argenti duas libras et Septem solidos hallen sium. k Anno 1254 in februario colligaverunt se perpetuis temporibus Worma- j££*. tienses et Moguntinenses, qui tarnen priscis temporibus diu inimicitias exer- cuerant. 3S Cum itaque liec inter cives Moguntinenses et Wormatienses super con- federatione pacis et concordie traetarentur, medio tempore ac prius longo tt ) 2 Wirtzburg, s. aber B.-F. 4642°. b ) 2 sehr verstümmelt. °) 2 Jacob. ,) 2 Wolffram Dürckheim. e ) 2 Gorron. ') 2 Heintz, allein diese Koseform kommt »» Worms damals -nicht vor, s. ÜB. 1 p. 436. s) 2 Cuntz aber s. ÜB. I p. 465 40 Kosabaum. h) 2 Eberro. *) 2 Ruffo. k ) / Bischofschronik und MK 0. p. °* < *. auch ühronicon Worm. Dann folgt bei 2: lnstrumentum concordie inter Wormatienses et Moguntinenses s. ÜB. I nr. 253. Hierauf die folgende Stelle. t x Mauchenheim um. von Ahei. 2 HeppenJieim an der Wies KA. Worms. Deidesheim in der Hardt. * Kriegsheim KA. Worms. s Pfeddersheim 45 w. von Worms. • Ist wohl David retro coquinam, miles ÜB. I p. 418. Die a ndem, mit Ausnalmie des Wolframus de D., sind alle urkundlich bezeugt. 154 Annales Wormatienses. tempore eives Oppenheimenses divinis caruerunt. Qui videntes concordiam prelibate pacis esse perutilem, cum desiderio postulaverunt se civium Mogun- tinensium ac Wormatiensium collegio associari. Restitutis igitur eis divinis a 3. Apra Gerhardo episcopo Moguntino eonditionaliter sunt recepti anno 1254 feria 5 sexta ante diem palmarum. Post hec vero cives Oppenheimenses cum prehabitis duabus civitatibus astricti sunt invicem sub hac forma: In nomine sancte et individue trinitatis amen. Arnoldus camerarius etc. Cum terrarum peri- cula etc. Actum anno domini 1254 l . Divina cooperante gratia multi se huic paci copulaverunt. Resistente tarnen domino Wernhero de Bolandia, obsessum 10 est castruum suum, quod construxerat in Ingelheim, de quo multos grava- verat. Et dictum castrum expugnatum fuit a civibus Moguntinis et aliis pacis u^iepi. confederatoribus anno 1254 idibus septembris et funditus destructum 2 . Super quo commoti sunt omnes amici domini Wernheri, convenientes in unum apud Odernheim; dominus Emicho comes de Liningen, Hirsuti comites, dorn minus comes de Eberstein, et alii multi nobiles totis viribus suis. Civitates etiam honorifice et potenter se congregantes et ipsis occurrere volentes. Mediante vero episcopo Moguntino et Silvestro eomite et aliis dominis per multas preces ad hoc inducte sunt civitates, quod treugas cum ipsis dominis inierunt usque ad festum sancti Michahelis proximo venturum, ita tarnen 20 quod dominus E. de Eberstein, Wernherus de Bolandia, dominus Philippus de Hohenfels, dominus de Eppenstein, dominus de Falkenstein et omnes domini ungelta et telonea sua in terris et in aquis totaliter et de piano remi- 10. Nov. serunt. Actq 1254" in vigilia sancti Martini. Negotium pacis generalis constitit cives Wormatienses mille marcas et äs plus, et dederunt Iudei hoc anno rursus centum et quinquaginta libras hall. tass ad conquirendos soldarios in subsidium pacis anno 1255 b . Eodem anno Wilhelmus rex reversus est ad partes superiores feria ä. Nov. sexta ante festum sancti Martini 3 , et continuo convocatis omnibus civitatibus pervenit Oppenheim super negotio sancte pacis confirmando regali privilegio 3o in hunc modum: Wilhelmus dei gracia etc. Gratias agimus domino etc. io. Nov. Actum apud Oppenheim anno domino 1255 in vigilia beati Martini in- dictione 14*. Eodem tempore deposuit Wilhelmus per sententiam 0 prineipum cives qui dieuntur palburgere, ita ut de cetero nulla civitatum tales habeat vel reeipiat. [Dicti autem sunt palburger cives non residentes.] d 3i. 3 o*t. 35 Anno 1256 in vigilia omnium sanetorum Diether comes de Catzen- elnbogen violavit pacem in civibus Moguntinensibus. Civitates vero obsederunt a ) 2 : 1259. b ) In den /ionischen Ihs. ( heim war schon am 31. Januar 1255 in Worms; dann hielt er sich vom März bis Okt. in den niederrheiniscJwn Gebieten und in Friesland auf und zog am 5. Nov. in Mainz ein. « ÜB. I nr. 265. im 27. Mai Annalea Wormatienses. 155 castrum suum Rinfels super Rhenüm '. Que cxpeditio constat cives Wormatienses duo millia marcas. Anno 1257 in pentecostc obsederunt civitates Rudolphum marchionem de Baden in Seltz. Sed superior fuit marchio, et cepit de civitatibus tarn milites quam cives octoginta quinque, quorum octodecim erant de Wormatia. Atque s in hoc conflictu dampnificata fuit Wormatia etiam a Philippo de Hohenfels coniurato civitatis Wormatiensis plus quam ad tria millia marcarum argenti, pro quibus etiam vendiderunt in continenti triginta quatuor libras Worin, in censibus annualibus. Postea autem facta est compositio inter marchionem de Baden et civitates per procurationem civium Argentinensium, ita quod io quelibet Civitas suos captivos ab ipso liberavit. Et pro sex de Wormatia recepit marchio 254 marcas argenti. Anno 1257 hat könig Richarten Oppenheim sich ergeben, totaliter cum ipso terminantes, quod destructio castri in civitate eorum nunquam ad malum ipsis imputaretur et quod ab ipso rege nunquam reedificaretur, et u quod per triennium absoluti et liberi ab omni servitio permanerent, et si potior rex a domino papa confirmatus superveniret medio tempore, quod ulterius in nullo sibi essent astricti, sabbato in octava nativitatis Marie 2 . «• Sept Et fecerunt fidelitatem regi. Et constituit eis scultetum lacobum militem dictum Litwilre. ao Anno 1257 in vigilia sancti Michahelis factus est illustris dominus ■jg.'ilpt. Emicho comes de Lyningen adiutor civitatis Wormatiensis contra omnes eorum iniuriatores a festo sancti Martini tunc instantis ad duos annos. Et tunc a adhuc tarn ipse comes quam dominus Philippus de Falkenstein retine- bant undecim cives, quos Seltzen cepcrant, a quibus extorserunt 350 marcas 2s argenti. Pro adiutorio autem civitatis Wormatiensis data sunt domino Emichoni a civibus trecente marce Golonienses. J25S Anno 1258 17 kal. februarii Spirenses et Wormatienses unanimi consensu ie. Jan. confederati sunt in nunc modum: quod si dominus Alphonsus Romanorum rex electus in suo promisso, sicut etiam iuravit, stare vellet, regnum Roma- so norum sibi assumendo et pro civibus defendendo, quod etiam civitates in eius servitio constantes permanerent; sie autem quod tarnen nunquam ad aliquem regem declinarent nisi unanimi consilio, et in hoc simul constare et per- sistere fideliter promiserunt nunquam se invicem in hac parte separando b . Hec autem promiserunt magistri civium Wormatienses Wolframus miles et 35 Wernherus retro Monetam in manus domini Spirensis pro tota civitate 3 . ms Anno 1258 dominica letare, que fuit 5 nonas mensis martii, de abun- dantia nivis tanta venit abundantia aquarum et tarn vehementi torrente pro- cessit, quod vallus civitatis Wormatiensis prope cemiterium Iudeorum in maxima quantitate rumpebatur, ita quod super ponte porte sancti Andree duo 40 submersi fuerint. 3. Märt *) 2 tarn. t>) 2 separandos. ' BJieinfels. * s. B.-F. nr. 5327*—5330. ' Die Urkunde dieses Vertrages ist leider nicht vorhanden. Die beiden genannten Wormser Bürgermeister Kommen urkundlich oft vor, s. ÜB. 1. « 156 Annales Wormatienees. ai'juii Eodem anno in die lacobi intravit Richardus rex primo Wormatiatn. Et eorifirmavit civibus Christianis et ludeis omnia privilegia eorum, et dedit eis rex mille marcarum argenti; Iudei vero episcopo et civibus dueentas tnarcas, ut eos in iure suo conservarent l . •j9. Juli h Anno 1258, 4 kal. augusti facta est reconciliatio inter cives Worma- tienses et Henricum militem de Ruprechtsberg 2 * mediante episcopo Wormatiensi. Et hec inimicitia orla fuit inter eos propter quod cives fregerunt eidern militi castellum, quod construxerat intra Wormatiam et Spiram prope villam Mudach '. Hec reconciliatio constitit cives octoginta niarcas. ms io Anno 1258 tempore Eberhardi episcopi (fuit Hirsutus comes de Beyen- burg) et ante plus quam viginti annis ungeltum in civitate fuit mensura vini pro parte diminuta, de quibus proventibus civitatis murus et turres con- struebantur, debita communitatis et necessaria solvebantur, de quo clerus civibus multum invidebat. 1359 ls Anno 1259 Eberhardus episcopus intravit potenter civitatem Ludevici palatini comitis, que vocabatur Nuwenstadt *, et subiugavit sibi eam. Ob hanc nt.Ftbr. causam idem dominus detinuit violenter bona ecclesie. Acta 11 b kal. martii. li'jfmi Anno 1259 in die apostolorum Petri et Pauli (quo fuit estas calida et sicca, sie ut a martio usque ad augustum parum vel nichil pluerit, et tarnen ao vini et omnium frugum magna fuit abundantia, ita ut vasa carius quam vinum venderentur) complanati sunt cives Moguntini, Wormatienses et Oppenheimenses, renovantes inter se fedus amicitie et confederationis pristine, constituendo inter se soldarios ad defensionem observare unieuique civitati pro posse competenti. Et sie habebant Wormatienses soldarios, qui per 3» illum annum constabant quadringentas marcas argenti. Iudei dederunt in subsidium civibus dueentas libras hall, et quinquaginta marcas argenti. u'.'ott. °Anno 1259 in vigilia nativitatis domini redemit ecclesia hospitale apud sanetum Iohannem pro trecentis libris hall, et sex iugeribus vinearum in Nusatz ante Novam portam. so Eodem anno renovate sunt fenestre monasterii, que constiterunt 51 libras. Eodem anno factum Organum constitit 163 libras, preter pretium magistri, quod fuit computatum ad 200 libras. / 3 juii Anno 1260, in oetava saneti Iohannis baptiste exiverunt cives Wormatienses cum multis dominis terre ad destruendam speluncam latronum Altzeiam. ss Que expeditio constitit cives Wormatienses mille marcas et amplius, in cuius subsidium Iudei civibus dederunt quadringentas libras hallensium in iulio. Ibi autem viriliter et potenter existentes accesserunt etiam illuc in malum dicte civitatis Wernherus Moguntinus, Henricus Spirensis et Eberhardus Wor- matiensis episcopi, et comites E(micho) et F(ridericus) de Liningen, S(imon) ho de Sponheim, Conradus comes Silvester cum duobus filiis Emichone et a ) 2 Kuprechdebergk. b ) so die Hs. 2; die Lesung bei Böhmer p. 197 und Pertz 62: 9 kal. ist falsch. ") Zorn- Wilck. s. Zorn p. 112. 1 8. die Urkunde vom 24. Juli 1268 IIB. I. nr. 274. Ueber die Differenz de» Datums s. Ficker in B.-F. nr. 5361. 5S51*. Vgl. Zorn 109 f. 2 Buppertsbmg 45 bei Deidesheim. • 1 Maudach bei Ludwigshafen. * Neustadt an der Hardt. Annales Wormatienses. 157 Godefrido, Heinricus Rupertus et Gonradus, comites Hirsuti, Dietherus comes de Catzenelnbogen et E. frater suus, comes de Nassowen, comes de Dietz, comes de Wildenowen, Wernherus et Philippus domini de Bolanden et alii multi. Gives Wormatienses cum universitate et vexillo ac curru suo heerwagen potenter aderant, et cum machinis et instrumentis ac sagittariis » maximam ibi habuerunt expensam; victualia etiam de Wormatia abundanter advenerunt. In hac obsidione captivatus fuit Wernherus dapifer senex cum aliis duobus militibus suis. Et ipsum dapiferum vulneratum ac milites domino E. comiti de Liningen presentaverunt a , qui ipsum Liningen deduxit et ab ipso quadringentas marcas accepit. Dominus Philippus de Hohenfels solus in 10 Altzeia erat, contra omnes dominos provincie ipsos cum suis adiuvando. Postea mediante episcopo Moguntino Wernhero totalitcr fuit pertractatum, quod licerct dominis et civitatibus muros et valla Altzeiensia disrumpcre et devastare. Et super hoc communitas Altzeiensis b omnibus dampnis suis pure et de piano renuntiaverunt. Et sie factum est in vigilia sanete Margarethe. 1» »■ •'"'' Et propter recessum valde celerem dominorum festinantium c fuit ad plenum destruetum, de quo multi dolebant. Et antequam a loco recessissent totaliter inter se composuerunt et ordinaverunt, ac fideliter sub debito iuramenti com- promiserunt, quod si aliquis unquam eorurn qui erant in obsidione ab illis de Altzeia lesus fuerit aut gravalus sive dampnificatus illorum facto de 20 Altzeia aut procuratione per fautores sive amicos eorum, hoc factum quisque dominorum sive civium tanquam proprium sibi d factum reputaret et vindi- caret. Et super hoc litteras suas in robur et testimonium invicem tradi- derunt 1 . Anno 1260, feria seeunda ante festum saneti Andree, causa 0 discordie H -jI 2 "^. a Richardo concordata, cives de Oppenheim in multil excesserunt contra cives Wormatienses, eorum predones et incendiarios fovendo et tenendo, totaliter immemores iuramenti et confederationis inter ipsos contirmati. Rixam etiam inter lacobum de Lapide et Simonem de Gundheim et cives in conflictu Osthoven exortam sopivit in die saneti Lamperti anno quo supra, ita ut de 30 n.sepi. suo daret predictis nobilibus ducentas marcas Golonienses et cives trecentas marcas terminis statutis in absolutionem captivorum et restaurum dampnorum. Et sie ipsa die redditi sunt civibus Septem captivi liberi et soluti, qui apud Gundheim erant octo mensibus detenti. Philippus de Hohenfels et Falkenstein compositionem regis prestito iuramento cum predictis Iacobo et Simone 35 confirmarunt 2 . Anno 1261, in vigilia saneti Kiliani, facta est reconciliatio inter lacobum mi et Simonem et cives Wormatienses totaliter perfecta, et etiam cum Eberhardo '■ ■**" filio Gerhardi et suis complieibus totaliter terminatum. Dedit episcopus Wor- a ) 2 preservaverunt. t>) 2 Altzeiisia. °) 2 i'estinandorum. d) 2 üivo. 40 ") 2 causae. 1 vgl. Zorn p. IIb. i In der Datierung diesen Ereignisses steckt ein Fehler. Am 29. Nov. 1260 war König Richard bereits wieder in London, B.-F. nr. H3S4 C , vom 12. August bis 16. Sept. weilte er in Worms, woher die Urkunden TJB. I nr. 2S7 — 289 datieren. Vielleicht muss man anstatt a. Andree s. Lamperti setzen und 45 unten vigilia s. Lamperti. s. Kostet p. 101. 1 58 Annales Wormatienses. matiensis eidem Eberhardo centum libras hall, et cives similiter centum Hb. hall. Et sie iuratum est a partibus ambabus reconcialiationem domini Richardi regis per omnia conservare. >'■"'' Anno 1261 a duce palatino in Heydelberg cum armatis commorante » cives Wormatienses non parum damnificati sunt, et captivati sunt aliqui de civibus Wormatiensibus in Bacherach a et depredati, et similiter alii ab homi- nibus ducis in Wolvesberc l dedueti. Et sie multa mala a Bavaris perpetrata sunt, et maxime domino de Stralenberg, qui totis viribus se ipsis potenter opponebat et resistebat viriliter, et ideo multa dampna tarn sui quam ipse io propter Wormatienses sustinebant b . Sed tandem hec guerra composita est; in octo enim personas ab utraque parte, procurante viro bono nomine Wern- hero Masungo de Altzeia, est compromissum, et eorum arbitrio pure et tota- liter commissum. Quorum nomina ex parte Wormatiensium hec c sunt: Ru- pertus Hirsutus comes, frater episcopi Wormatiensis, Berchtoldus dictus de is Metis, vicedominus Wormatiensis, Wolframus de Lewenstein, Henricus dictus Nortgesser de Dirmstein; ex parte ducis: Philippus de Hohenfels, dominus de Horncheim, dominus de Hegeneberg, dominus Wernherus dapifer de Alzeia. is. Aug. Qui omnes prestito iuramento in crastino assumptionis Marie virginis predicto anno accesserunt Guntheim. Ubi instinetu fratris Masungi d et fratris Waltheri 20 dicti de Sultz, ordinis fratrum domus Theutonice, episcopus Wormatiensis et dux palatinus pure et de piano sunt reconciliati; ita ut dominus dux reeeperit a domino episcopo omnia feuda, que ab ecclesia Wormatiensi dinoscitur habere. Et preeipue villam Ncckerawen cum appenditiis suis iure feudali dinoscitur retinere ab ecclesia Wormatiensi. Dampna autem, que idem dominus 25 dux et sui tarn in Rheno quam in stratis feecrant civibus Wormatiensibus huic compositioni non fuerant interclusa vel a civibus renuntiata 0 . Erant enim dominus de Stralenberg et illc de Hir/.berg adiutores Wormatiensium, quibus dux mala, que poterat in omnibus maehinabatur. Ad subsidium huius guerre dederunt cives episcopo trecentas libras hallensium anno 1262, mense mr. s ° februario 2 . i2ßi Anno 1261 suspensa sunt divina per totam civitatem propter excessum quorundam ex istis, qui tum eommiserunt in Laurissa. Et durabat a festo na. Okt. Simonis et lüde usque ad septemdeeim dies. Postea expulsi sunt de civitate donec satisfacerent. Et illi malefactores Emicho Gamerarius, Gerardus de 35 Wachenheim et Ulricus filius Gerardi in malum civium resignabant iura sua civilia 3 . 'J el Anno 1261 mense novembri dederunt ludei civibus ad refectionem Nov. t muri ducentas et triginta libras hallensium et ungeltum de vino dederunt viginti libras hallensium. 40 ») 2 Bacherachin. t>) 2 sustinebat. °) 2 hü. <*) 2 Mastingi. *) 2 fuerat interclusum vel a c. renuntiatum. 1 Wolfsberg in Baden. a Reg. der Pfalzgrafen ed. Koch u. Wille nr. 721. 724. Zorn p. 116 f. > 8. den Sahnebrief vom 26. Juni 1261 ÜB. I nr. 298 (II p. 728). Vgl. Zorn p. 116. Annalea Wormatienaes. |59 Anno 1262 in magistratu fuerunt Henricus Gamerarius miles et Hen- »«2 ricus Holtmunt 1 . Anno 1262 in vigilia sancti Michaelis factus est illustris comes Emicho M.sept. de Liningen adiutor et, tutor oivium Wormatiensium per duos annos contra omnes eorum iniuriatores ac invasores, dantes sibi pro eodem quingentas ■■> übras hallensium. Anno 1262 in festo sancti Martini dederunt cives domino Philippe de ;;. Wo». Hohenfels et filiis suis ducentas libras hallensium et ad expensas arbitrorum viginti quinque libras hallensium. Et sie explanata sunt omnia inter eos a . Anno 1263, in festo sanete Walpurgis, quando Iudei iterato fuerunt 10 : commissi a domino Richardo rege domino Henrico Spirensi episcopo, tunc dederunt ipsi Iudei civibus Wormatiensibus ducentas et viginti libras hallensium. Anno 1263 fuit magisler civiurn Fridericus dictus de Osthoven 2 . nr,3 Mai Anno 1264- mense februario propler conflictum habitum cives villam 1264 Fet>r. Peternsheim 3 intrantes ipsa die quiequid invenerunt totaliter aeeeperunt, et 15 villam per incendium totaliter subverterunt; hoc tarnen invitis consulibus et melioribus civitatis est perpetratum. Authores enim huius dampni erant: Henricus miles dictus de Eych, de Wirtzenberg, Einmericho Cammerarius et Gerardus de Wachenheim. Propter quod iuniores de Hohenfels domus et horrea civium ubique incenderunt. Tandem tarnen Wormatiensis et Spirensis 20 episcopi et dominus comes Fridericus b de Lyningen intercedentes complanata sunt omnia, ita quod dominus de Hohenfels cum filiis suis pure et precise et plane renunciaverunt omni actioni et omni dampno usque in illum diem ipsis et suis per cives Wormatienses in Peternsheim et ubique locorum illatis. Gonstiterunt hec cives, quod dederunt domino de Hohenfels, septingentas et 25 quinquaginta libras hall, et dominis ad expensas quadringentas libras hall.* °Anno 1264 de eodem ungclto seditio in civitate orta est, populo et potiori- bus dieentibus, quod Uli ungeltum non in civitatis sed suam utilitatem collocarent; et perfractus est murus sanclimonialium in Nonneninunster. Episcopus igitur ante festum oinnium sanetorum divina suspendit. Tandem in vigilia sancti so 2/. Sn. Gecilie inventa est forma cotnpositionis ad episcopi beneplacitum. Anno 1264 mense decembri Augusliniani ingressi sunt Wormatiam 0»«. sub Eberhardo Raugravio episcopo. Eodem tempore etiarn ingressi sunt fratres de saccis. Anno 1265 mense februario iuraverunt illustres domini comites de Li- 35 ntr. mngen, Emicho et Fridericus, civitati et civibus Wormatiensibus, eorum fideles esse adiutores contra omnes ipsos iniuriantes a festo sancti Martini tunc "■ No <>- proxime futuro ad duos annos perdurante. Et hec coniuratio tarn a dictis comitibus quam a civibus absque omni donatione peeunie plane est perfecta e t confirmata. 40 a ) bei 2 stehen die Worte et sie — eos zioisclien ducentas libras hall, und et ad expensas; aber s. die richtige Bemerkung von Küster p. 101. b ) 2 domini eomitis ■Tiderici de L. Köeter p. 101 schlägt statt intercedentes: intervontu vor. c ) 2. u l 8. ÜB. 1 p. 203, 22. ' 2 s. Zorn p. 118 f. ' Pfeddersheim bei Wurm*. * V gl Zorn p. 120. 45 160 Annales Wormatienses. Anno 1265 mense martio dederunt Iudei civibus Wormatiensibus tre- centas libras hall. Anno sequenti mense septembri dederunt ducentas et quinquaginta libras hall., et promiserunt eis ducentas libras hall, in anno sequenti dare. Anno 1268 dederunt Iudei civibus ex parte dornini Richardi f> regis et de propriis trecentas libras hall. 12/15 .... 7.1. Aug. Eodem anno in assumptione Marie virginis inter tres has civitates Mo- guntiam, Wormatiam et Oppenheim per quatuor viros cuiusque illarum civi- tatum controversia composita est totaliter, quorum nomina subsequuntur vide- Hcet de Moguntinis: Eberhardus Camerarius, Fridericus de Waldersheim, 10 Arnoldus Walpodo et Ulricus de Arbore rosarum; de Wormatia: Godefridus senior de Moro, Gerbodo de Moro, Henricus Richeri et Henricus Holtmunt; de Oppenheim: Petrus de Winoldisheim, Henricus de Kunigintheim, Henricus Grezzing et Gonradus Vugere". Acta sunt autem hec et complanata in die predieta apud cruces lapideas infra Moguntiam et Oppenheim l . wo U Anno 1266 vixit vir nobilis dominus Gonradus de Stralenberg, qui inimicitias exereuit cum civibus Wormatiensibus ad restitutionem dampnorum tarn per incendia quam per rapinas sibi olim factorum b a civibus in villa sua Schriesheim; cives vero dudum cum ipso et fratre suo domino Henrieo bone memorie puram et plenam faetam fuisse complanationem asseverantes. Tandem ■20 compromissum est in tres arbitros, viros discretos, videlicet Henrieum Wackerphyl, Henrieum Gamerarium et Gerbodum, milites, per quos cives per tres testes idoneos iussi sunt probare ipsum dominum Gonradum huic com- positioni interfuisse. Quod utique planum fecerunt per dominum Philippum de Hohenfels, lohannem de Bechtoldesheim et per Franconcm de Lamersheim, as prestito iuramento. Acta sunt hec in Nunnenmunster eoram episcopo Wor- matiensi et aliis multis viris honestis, anno quo supra in crastino saneti 1266 Bartholomei apostoli. Et ipse dominus Gonradus de Stralenberg pure renun- ciavit omnibus actionibus contra cives Wormatienses. Anno 1266 tempore Eberhard! episcopi Wormatiensis, qui fuit Hirsutus so comes de Beyenburg, quindeeim nomina consulum fuerunt tanquam viri pro- vidi fideles et honesti: Henricus Camerarius, Henricus Wackerpfyl, Godefridus de Moro, Gozzo de Moro, Gerbodo de Moro et Wigandus Krutsack, milites; Henricus Richeri, Wernzo retro Monetam, Henricus Holtmunt, Henricus Zippura, Henricus Rufus, Iohannes Dimari, Wernherus Amella, Wernherus 35 Militellus. Anno 1266 exspiraverat tempus ungelti quod a festo saneti Martini proximo ad annum fuit ex voluntate domini episcopi prolongatum. 12«» Anno 1269 feria quinta ante festum saneti Gregorii pape Richardus rex venit Wormatiam et Fridericum comitem de Liningen in suam familiari- 40 tatem aeeepit. Resignavit etiam eodem tempore domino regi regalia Philippus ») 2 Ungero aber a. US. I p. 215, 4. »>) 2 faetas. 1 s. den Vertrag zwischen Wortn» und Oppenheim vom 18. AuguKt 1266 ÜB J nr. 326. Annales Wormatienses. 161 de Falckenstein, et in Wormatia quam valde dilexit diu permansit cum suo filio, qui tunc erat undecim annos natus 1 . Postea post dominicam iubilate indixit colloquium in Wormatia. Et lt.Aprii procuravit quod pax generalis, que diu subtracta fuerat, ab omnibus nobilibus et magnatibus iuraretur, deponendo omnia iniusta telonia, tarn in terris quam s m aquis, in civitatibus ungelta, pedagia que in Rheno et in stratis sine misericordia ab omnibus sua mercimonia deferentibus exigebantur et extorque- bantur. Et sie domini auxilio lantfriede iurabatur 2 . Depositum est etiam ungeltum de minutione mensure vini in civitate Wormatiensi 3 , et in ipsius vicem reposita fuit antiqua mensura anno 1269 dominica die post" ascensionem 10 domini, 3 nonas maii. Aderant autem isti prineipes: Wernherus arebiepis- "■ Mll< copus Moguntinus, Henricus Treverensis, Eberhardus Wormatiensis, Henricus Spirensis episcopi, Henricus Curiensis; Ludewicus palatinus comes Rheni, Emicho et Fridericus comites de Liningen, Dietherus comes de Gatzenelnbogen, Eberhardus comes, frater huius, Emicho Sylvester comes, Rupertus et Gon- 15 radus Hirsuti comites, comes de Hohenburg, Philippus de Hohenfels et duo fihi sui Philippus et Theodorus, Philippus dominus de Falckenstein et filii sui Philippus et Wernherus, item Wernherus et Philippus fratres de Bollandia, dominus de Hohenlohe, Engelbertus dominus de Winsperg, dominus de Nife et alii multi. 20 Anno 1270 Wernherus archiepiscopus Moguntinus sanete pacis propa- wo gator, assumens sibi Henricum episcopum Spirensem, Emichonem comitem de Lyningen fratrem eius, item cives Wormatienses cum medietate civitatis, yidelicet parochia saneti Ruperti et saneti Lamperti, in partes superiores trans- 'erunt. Et sie pervenerunt Ladenberg 4 , et quoddam castrum in opposito illa 25 parte Rheni vocatum Elchesheim b funditus destruxerunt. Et ascendendo telonia m Germersheim, quod erat illorum de Thann, et in Udenheim 5 , quod erat domini Simonis comitis Geminipontis, totaliter deposuerunt. Similiter ln Husen °, castro domini ducis Bavarie super Necara, factum est. Hec expeditio tunc facta constitit cives Wormatienses mille marcas. Et inter cives 30 eosdem et dapiferos de Altzeia discordia deposita est. Et sie de civitate Ar- gentinensi usque in Goloniam omnia telonia deposita sunt. Anno 1270 fuerunt canonici maioris ecclesie Iohannes de Richenbach la7 ° oiaconus et Gerhardus de Liechtenstein subdiaconus et alius canonicus Gise- bertus filius Dizonis militis de Bolandia, item nobilis de Lewenstein, qui 35 diffidaverunt cum amicis Wormatiensium, et incendiis et rapinis eos impugna- v erunt. Sed lis composita est tandem in villa Heppenheim anno 1271 pre- mi sentibus domino Emichone comite de Liningen et Ruperto 0 Hirsuto comite. _ a ) 2 ante; allein dann wäre es der 28. April, das stimmt nicht mit der Römischen Zählung, wohl aber klappt alles, wenn man statt ante post setzt. b ) so deutlich 2 «> •j™ damit übereinstimmend Zorn p. 127, 1. Böhmer und Pertz lesen Eschersheini. °) 2 Rudolpho. ' K. Richardus hielt sich vom 7. März bis 20. April in Worms auf s. B.-F. ™ r - 5451* bis 5457. Von hier aus sind die Urkunden ÜB I nr. 345 346 erlassen. **--F. nr. 5455». » g. ÜB. I nr 346. * Ladenburg am Neckar. « Jetzt «». domino regi cives Wormatienses iuramentum fidelitatis in curia, pulsata campana, civibus congregatis ante stegam, coram prineipibus dominis et nobilibus terre 20 solempniter et aperte. Hoc civium iuramentum in hec verba protulit et predixit toti populo dominus Eberhardus episcopus Wormatiensis, omnibus ipsius domini nostri episcopi verba 0 repetentibus hoc modo lingua teutonica: Das wir bürgere von Wormes zu unserm hern dem Romischen konige Rudolfo, der hie gegenwortig ist, also holt und also getruwe sin, also zu rechte ein frie 25 stat deme riche von Rome sal sin, die da ist gefurstet von deme riche, sin riche zu meren d , sine schaden zu warnen, wider meniglichene, one alle arge- liste, so uns god helfe unde die heiligen. Permansit etiam dominus rex in Wormatia cum domina regina ac tota familia sua tribus septimanis. •iulept. Anno 1275 in festo sancti Mathei apostoli opposuerunt se cives in 3o Oppenheim, et non milites, domino Rodolfo regi. Quod ipsis cessit in maxi- mum detrimentum quia castrum, quod ipsi fregerunt, fortius reedificatum est ab ipsis, preter alia dampna. «7* Anno 1278 Iudei dederunt Wormatiensibus civibus quadringentas libras hall, pro almenda, quam ipsi in duobus vicis apud eos oecupaverant, et pro 35 cemiterio eorum, cuius munitionem cives frangere voluerunt. ») 3 habuerant. b ) cives fehlt bei 2. c ) verba fehlt bei 2. d ) 2 warnen. CHRONICON WORMATIENSE SAECÜLI XIII. 11* Chronicon Wormatiense. »De Brunichilde b . Brunichildis plura sacerdotum et monachorum collegia apud Burgundios Austrasiosque exstruxit. Inter que apud Lugdunum 0 pre d muris adhuc visitur divi Vincencii cenobium, apud Heduos alterum, ubi assen- tiente Lothario sepulta est, scilicet Lingenfelt°, et alia diversis locis templa s divo Martino, cui devotissima erat, dicavit. Ita ut si impensam cum Brunichildis' fortunis conferas, mireris sane tot uno seculo templa suisque pro- ventibus mulierem edificasse potuisse'. Hec Brunichildis Wormatie contra Glotarium morata fuit, que capud Vangionum populorum est«. last 1234 h Anno domini 1221 in die sancte Margarete in civitate Wormatiensi 1 l0 i».jm incensus est ignis in crepusculo in domo Beimari k2 ex opposito fori. Et concremate 1 sunt omnes crame m et veteres gades usque ad hospitale. Et sie per totum forum ignis grassatus est, similiter et per vicum Hagenonis et per maiorem partem vici lane n . Per quod incendium cives Wormatienses magna dampna ineurrerunt. li °Anno domini 1231 mense iulio in civitate Wormatiensi incensus est ignis in domo Herbordi militisP in vico panis« 3 . Et sie exustum est mona- sterium saneti Pauli, et ex una parte usque ad portam Iudeorum et ex altera parte superius usque ad portam Pavonum, et quicquid r erat adversus Benum. Quod dampnum intulit inestimabile. 20 ■ Anno domini 1234, die que precedit vigiham saneti lohannis baptiste , ja. j un i incensus est etiam ignis in curia Sigelonis Gozmari" 4 , que nunc dicitur ») 3«. »>) 3» Brunchilde. °) 3« Ludunum. d ) 3« _ P«>- •) 3« Lungenfeldt. ') 3« Brunchildin. 8) 2 Caput Vangionum fuit Brunhildis contra Clotarium. »>) 3». 3". j. B-MK. *) in c. W. fehlen bei 3». k ) 3» U freimari. 1) so alle Hss. m ) /. B. u. MK domus mercatorum. ») a "■ J> ■ Per t. f. et vicus H. et maior pars de vico lane; bei der j. B-MK noch an Zusatz darnach Trithemii Chron. IHrsaug. 227 u. Z. 70. °) 3«. 3K MK U. & 70. p > 3« H. dicti militis; 3» Herboldi dicti m. l) so 3« H. 3», MK fugt erläuternd hinzu: in quo stat domus dieta Dymerstein. ») so MK; 3» portum P., quod 30 quoque erat a. R., quod. ■) 3« u. 3». j. B.-MK. l ) MK vig. naüv. loh.; / B. die 32 mensis iunii, in die 10 mil. mart. u ) 3« Goszman. 1 Vgl. Aimoini mm. Floriac, de gestis Franc. IV, 1. Vita s. Hugonis mon. Aeduensis; Chroniques de S.Denis IV, 21. Bouquet III, p. 118. 460. 269. Jim civis Reimarus kommt 1224 urkundlich vor ÜB. I, 101, 26. * Vom MK o. p. 48, 35 23 wird es als domus dieta Dymerstein bezeichnet; dieses Haus kommt urkundlich. 1352 vor ÜB. II, 300, 33. * Sigelo Gozmarus, civis Worin., kommt urkundlKh 1251—1263 vor 8. ÜB. I, p. 434. 166 Chronicon Wormatiense. Scböneck l . Et exusta fuit civitas totalis, inferius usque ad murum civitatis, superius usque ad finem vici a sancti Petri prope ripam b . i3 12 Aprii °Anno domini 1242, in die palmarum, idus aprilis, hora vesperarum, ipsa die incensus est miserabilis ignis prope ecclesiam sancti Andree. Et plus 5 quam rnedietas civitatis totaliter cum ecclesiis infra iacentibus concremata est penitus. Et plus quam trecenti homines in igne exusti et suffocati. Quis hec estimare potent? d2 so. Aprii e Anno domini 1259, in vigilia apostolorum Philippi et Iacobi, incensus est ignis in domo Weinhcimers ex opposito curie Wackerpili 3 hora com- 10 pletorii. Et sie plus quam media civitas est exusta miserabiliter, ita quod non haberet aspectum civitatis. Nam ignis duravit per totam noctem, et gra- vissima dampna intulit. f In hoc miserabili incendio dampnificata est civitas Wormatiensis ad centum et quinquaginta millia marcarum et amplius. Et specialiter habebat communitas civium machinas et instrumenta, molendina equorum, que omnia exusta sunt in curia cum curru, qui dicitur stanthart, 15 ad estimationem mille marcarum 4 . 1269 «Anno domini 1269 prope Predicatores circa medium noctis incensus est ignis Wormatie miserabilis, et propter venu vehementiam pene dimidia civitas fuit exusta 5 . umi h Anno domini 1298, in festo apostolorum Philippi et Iacobi magna ■20 pars civitatis Wormatiensis apud ripam laniorum et cerdonum per incendium absumpta fuit 8 . 'In his magnis incendiis civitas Wormatiensis tarn inestimabiliter fuit dampnificata, ita quod hec dampna innumerabilia vix unquam poterit superare. Interea etiam multa incendia exorta sunt, que his non comparantur, et quo *>•■> per singula non possunt annotari. 1221 k Anno domini 1221 pervenerunt primo in Wormatiam fratres Minores. Et tunc reeeperunt domum ad sanetum Nazarium. Postea transtulerunt se prope vicum sancti Petri 7 . 1226 'Fratres Predicatores intraverunt primo Wormatiam ad commorandum 30 anno domini 1226 comparantes 1 " curiam Wernheri militis inter sellatores, a ) 3" vicus. b ) MK fügt hinzu: cum inaestimabili damno. °) 3°; 3 b ; j. B.-MK. d ) j. B.-MK fügen hinzu: qui tarnen in coemeterio s. Magni sepulti sunt. e ) 3° u. 3*. f ) Zorn, C; Zorn-Wilck: Vetun chronica Worm. fol. 54. 8) 3°. b) 3" u. 3 b ; j. B-MK. i) 3«. k ) 3°; 3». MK gibt die Stelle ganz frei. 2 (fol. 35 563 b ): Anno 1229 Minores ingressi sunt. ') 3«; 3». (2 abgedruckt MO. SS. XVII, 38, 14 — 21 ist ein blosser Auszug.) m ) 3 a comparentes. 1 Es gab mehrere Höfe zum Schöneck in Worms, s. ÜB. II, p. 919, 8p. 2. 1 Vgl A W. o. p. 148. Ann. Spirenses bei Böhmer fontes II, 156. * Ein Weinheimer ist urkundlich nicht nachzuweisen, wohl aber Heinricu9 Wackerpi), miles W. 1241—1'27!) 40 ÜB. I, p. 475 Sp. 1. * lieber diesen Brand s. o. p. 56. 5 Diesen Brand und den des Jahres 1259 wirft der MK o. 56 beziehungsweise seine Quelle zusammen. ' Vgl. MK. p. 64, 14; 28. ' s. ÜB. I, 107, 32 ff. K. Eubel, Geschichte der oberdeutsch. Minoriten-Provinz. Würzburg 1886. II, 198 Anm. 32. Chronicon Wormatienae. 167 et inceperunt ibi edificare. Dominus autem Henricus episcopus erat ipsis contrarius, sed cives favebant eis. Institit vero episcopus modis omnibus qualiter eos de civitate removeret, clero sibi semper assistente. Et nichil pro- ficiebat. Habebat etiam filium fratris sui comitis de Liningen" in ordine, nomine Eberhardum, qui obiit in eadem domo, et sepultus in area fratrum 5 ibidem. Quo accedens iussit eum effodere. Et convocato toto clero iussit portari eum et honeste eum sepeliri in claustro ecclesie maioris l . Tandem vero post multas litigationes oportebat ipsos fratres recedere, et structuras eorum deponere de loco illo. Ipsi vero divino auxilio ad locum meliorem et ampliorem se transtulerunt, videlicet ad curiam Hiltegundis dictam ante Mo- 10 netam, quam etiam suis denariis auxilio bonorum hominum comparaverunt, domus et areas circumiacentes sibi modis omnibus adtrahentes 2 . b Anno domini 1227 mense marcio egressi sunt de civitate Wormatiensi ff'*, simul et semel plus quam quadringenti cives cruce signati ad subsidium terre sancte ad partes ultramarinas. Eodem quoque tempore transfretavit dominus 15 Fridericus eius nominis secundus imperator magnificus. Et subiugasset subito sibi terram sanctam, si dominus papa civitates suas in Apulia et Sicilia in ipsius absentia non invasisset, excommunicans etiam imperatorem tarn illa parte maris quam ista. Et sie oportebat eum pro innumerabilibus grava- minibus et dampnis, que ipsi dominus papa inferre procuravit et intulit, a 20 terra saneta sine omni fine ad sua reverti. Et hoc oberit populo Christiano usque in extremum diem. Peregrini etiam, qui supervixerant, ad sua sunt reversi. Cum enim dominus imperator ad partes et terras reversus fuerat suas, statim ipse et dominus papa reconciliabantur. Postea pagani intraverunt civitatem sanctam Ierusalem, et ibi commorantes turrim David etiam destru- 25 lin entes, et multa mala populo Christiano inferentes 3 . 10 Anno domini 1231 supervenit plaga miserabilis et sententia durissima divina permissione. Venit namque quidam frater dictus Conradus Dorso, et erat laicus totalis et de ordine Predicatorum, et adduxit secum quendam secu- larem nomine Iohannem d , qui erat luscus et maneus et vere totus nequam. 30 Hü duo ineipientes in partibus superioribus, primo in pauperibus, dicentes se noscere hereticos. Et inceperunt illos cremare, quibusdam confitentibus se reos esse et nolle a sua seeta recedere. Et cum vidisset populus 6 se tales comburere, continuo favebant et assistebant eis, et merito quia digni erant mortis. Cum autem ipsi duo vidissent sibi populum sie faventem, con- 35 ») 3« Leiningen. «>) 30 u , 36. 0) ßa M , 36. d) 30 Joannem. e ) 3« populos. 1 8. ÜB. I nr. 145. 146. 149. 150. 151. 153. 162. 167. * Die Ereignisse erstrecken sich von 1226—1232. Die Erzählung widerspricht z. Th. den Urkunden und basirt auf Aufzeichnungen aus dem Predigerkloster s. Koster l. c. 68 f. ' lieber 40 den Kreuzzug des Jahres 1227 vgl. jetzt Winkelmann, K. Friedrich IL (Jahrb. d. d. Reichs) I, Leipz. 1889 p. 324 ff. * Das folgende Stück ist eine Ueberarbeitung einer vor 1232 gleichzeitig mit den Ereignissen abgefassten Aufzeichnung mit starker biblischer Färbung (s. den Gebrauch von Ecce, Audite, plaga), Anspielungen an Bibelworte wie z. B. sententia durissima = iudicium durissimum Sap. 6,6; iudices — sine 45 aiisericordia Jacob. 2, 13; fodentes foveas et ineidentes in eas Prov. 26, 27, Ecelesiastes 10, 8. Jes. Sir. 27, 29 etc. Vgl. Küster l. c. p. 69 ff. 168 Chronicon Wormatiense. tinuo processerunt ulterius, et ceperunt in qualibet civitate seu villa, qucs volebant, non aliud testimonium proferentes nisi quod iudicibus dicebant: „Isti sunt heretici, nos deponimus manus ab ipsis." Et sie oportebat iudices illos et tales eomburere. Et non servabant modum et seriem scripture sanete. •"> De quo clerus ubique valde dolebat. Et quia semper vulgus istis iniustis iudicibus ubique adherebat a , prevaluit ubique voluntas eorum. Et raultos condempnabant b , qui in hora mortis dominum nostrum Iesum Christum toto corde invocabant, et auxilium sanete Dei genitricis et omnium sanetorum etiam in igne valido clamore implorahant. Audite quanta fuit hec miseria! 10 Tunc videntes isti iudices imperfecti et sine misericordia, quod sie prevalere non possent sine adiutorio dominorum, adtraxerunt sibi dominum Henricum regem et dominos in hunc modum: „Ecce nos comburemus divites multos, et bona ipsorum habebitis. Et in civitatibus episcopalibus reeipiet episcopus medietatem, et rex vel alius iudex aliam partem ." Et gavisi sunt domini >5 assistentes ipsis, et ducentes eos in civitates et villas suas, fodentes f'oveas et ineidentes in eas. Et sie multi innocentes interierunt propter bona sua per dominos ipsa aeeipientes. Videns hec populus misertus et timens dixit ad eos: „Quare sie proceditis?" Et ipsi enormiter respondendo dicebant: „Velle- mus eomburere centum innocentes inter quos esset unus reus." Tunc tota so terra tremuit et valentes 0 non valebant. Uli duo, ut fortiores fierent, accesse- runt ad fratrem Gonradum de Marburg d2 , qui erat confessor sanete Eliza- bethe 03 , et quasi propheta reputabatur. Et f attrahentes sibi illum, processerunt in omni facto suo, quia ipse erat iudex sine misericordia. Et tunc viam, quam invenerant, fortiter tenebant, videlicet quod omnes ceperunt per iudices 25 quos volebant. Qui vero confitebanturs heresim, sicut plures fecerunt innocentes, ut vitam retinerent, illos raserunt in capillis super aures, et sie oportebat illos incedere quamdiu ipsis placebat. Qui vero negaverunt, illos com- busserunt. Et prevaluit ubique voluntas eorum, quia frater Conradus erat homo literatus et apprime disertus h . Impulsabant itaque hü tres multos 3ü dominos et nobiles ac milites et' cives, et multos ex Ulis raserunt et plures combusserunt. Et ecce mirum! Quidam de Predicatoribus et de fratribus Minoribus totaliter adheserunt eis, quod ipsi ab eis mandata reeipientes, qui tarnen nullum mandaturn a sede apostolica habebant 4 , et obedierunt eis et combusserunt sicut et Uli. 35 Videntes igitur se nullam resistenciam habere, alloquebantur domino regi et episcopis et multis honestis clericis, volentes ipsos trahere pro heresi k . ») am Rande von 3 a von gleicher Hand : ita eciam adheserunt Luthero. b ) 3" condemnabant. °) 3° u. *: volentes; ich folge dem Vorschlage Küsters: valentes. d) 3" u. 3 b Marckburgck. • 3 a Elizabethis. f ) 3<* Et sie. 8) 3" u. 3<>: 40 confitebatur. h ) so Böhmer; 3 a u. 3*> primae dilectus. ') et fehlt in den Hss. k) 3a heresiarchis. 1 s. die Urkunde König Heinrichs (VII.) 2. Juni 1231 Worms Böhmer-Ficker nr. 4202. 2 s. den schönen Aufsatz von Ernst Ranke in der A. D. Biographie XVI, 642—648. a Elisabeth wurde am 27. Mai 1235 heilig gesprochen. * Gregor IX. 45 übertrug den Dominikanern 1232 die Inquisition in Deutschland, s. Böhmer-Ficker- Winkelmann 6697. 33. Juli 1233 Chronicon Wormatiense. 169 Et valde institerunt doniino Heinrico illustri comiti Seynensi 1 , qui erat vir Christianus prepotens et dives et honestissime vivens, quem affirmabant equi- tasse in cancro, dicentes nisi confiteretur, quod castra sua, que erant per- optima, ipsi cum veteribus mulierculis a vellent auferre et inquirere. Ipse vero comes, tamquam vir Ghristianissimus, suam fidem catholicam volens toto posse defendere, rogavit dominum Sifridum archiepiscopum Moguntinensem, ut suos sufTraganeos episcopos et clerum tocius sue provincie convocaret. Quod ita factum est in Moguntia. Quo tunc accessit frater Conradus de Marburg et sui coniudices. Et ipse comes coram omnibus vitam suam pro- bavit per innumerabile testimonium virorum fidedignorum et religiosorum, suam io fidem catholicam honestissime et sufficienter comprobando. Gui testimonio omnes episcopi et totus clerus sufficienter consentiunt. Attamen fratri Gon- rado durissimo iudici non suffecit, nee ipse cum suis ab eorum proposito desistebant, omnibus episcopis et clericis sibi reclamantibus. Et sie certe omnes angustiati consuluerunt b comiti, quod ad sedem apostolicam appellaret. is Quod fecit continuo. Et rogavit, ut sibi de clero boni magistri concederentur. Quod statim admissum 0 est. Itaque decanus Moguntinus bonus clericus, et magister Volzo canonicus Wormatiensis clericus peroptimus 2 , et de Spira 3 et de Argentina et alii continuo ad defendendum comitem ac dominos et totam Theutoniam ire ad curiam Romanam promiserunt. Et sine mora pre- 20 parati accesserunt ad dominum papam. Gui per bonas literas tarn domini regis episcoporum dominorum atque civitatum processum istius nefandi negotii totaliter proposuerunt et districte conquerendo per omnia que gesta fuerant intimaverunt d . Audiens hec summus pontifex sepius ingemiscendo dixit: „Miramur, quod talia inaudita iudicia tarn diu apud vos sustinuistis, 25 nobis ea non declarantes; nolumus enim, ut talia diueius permittantur, sed e a penitus deponimus et cassamus; talem miseriam ut nobis dixistis non permittimus." Accidit autem interea, cum isti sollempnes nuncii decesserant, quod frater Conradus de Marburg 0 et frater Gerhardus Lutzelkolbo de ordine Mi- 30 norum f suus socius volentes ire domum et sie equitantes, quidam milites et alii quos ipsi tarn in parentibus 8 eorum quam in propriis personis infama- verant et dampnificaverant h , ipsos insequentes oeeiderunt 4 . Frater vero Dorso jo.juH fuit occisus apud Argentinam, et Iohannes' suspensus apud Frideberg. Et statim de fratribus Predicatoribus, qui propter ipsos sui honoris et sacre ss *) »0 Böhmer p. 670; 3°u. 3* veteris mulieribus. b ) 3° consulerunt. c ) 3 a admissus. d ) et districte—intimaverunt fehlt in 3°. e ) 3« u. 3 b Marekburgek. ) 3° Minoris. 8) 3<* u. 3' parentes. h ) 3° damnifieaverant. ') 3° Ioannes. 1 Ueber die Anklage des Grafen Heinrich von Sayn vgl. auch Annales Erphor- denses in SS. XVI. 28 ff. Der Tag zu Mainz, wo die Verhandlung über seine Recht- 40 gläubigkeit stattfand:, war am 25. Juli, s. Böhmer-Ficker nr. 4287". * Ein magister Volzo, canonicus maioris ecclesie Worin, kommt urkundlich 1233—1238 vor, ÜB. I, Reg. p. 474. ' Conradus scolasticus s. Ann. Erphord. I. c. l Konrad Wurde auf der Heimreise nach Marburg beim Löhnberg 30. Juli 1233 erschlagen, *• Ann. Erphord. I. c. tb 170 Chronicon Wormatiense. scripture imitatores existerant, nuntium ad curiam Romanam de eorum inter- fectione miserunt. Audiens hec dominus papa, in presentia nuntiorum dixit: „Ecce Alemanni semper erant furiosi, et ideo nunc habebant iudices furiosos." Et statim expeditis nuntiis dominorum Alemannie iocunde eos remisit, firmiter 5 inhibendo, ne sententie tales unquam servarentur, sed sanctorum patrum et sacre scripture series et instituta unquam in perpetuum super talibus negociis, que tangunt inquisitionem hereticorum, firmiter observarentur. Affirmabat etiam dominus papa, omnes clericos esse irreguläres, qui huic facto inter- fuerunt, consenserunt vel viderunt 1 . Et sie divino auxilio liberata est Theu- 10 tonia ab isto iudicio enormi et inaudito. Quanta enim tarn in Wormatia quam alibi per ipsos fuerint perpetrata vix describi possent aut dinumerari! *Mi »Anno domini 1241 supervenerunt magna et horribilia mala, videlicet quod congregacio Tartarorum innumerabilis et inexpugnabilis potenter transivit per Ungariam, et ibi maxima dampna inaudita ac miserabilissima 15 inflixit b , populum Christianum oeeidendo, civitates oppida et villas destruendo. Et cum iam essent in introitu terre Austrie nullus illis potuit resistere. Audiens hec dominus Sifridus archiepiscopus Moguntinensis, volens huic pro- vincie terre et populo Christiano providere, habito consilio sano, indixit per totam provinciam Moguntinensem stationes processiones cum reliquiis et ora- 20 tiones cum missis contra Tartaros 0 . Que omnia observabantur, quia homines fuerunt quasi desperati. Iussit quoque et indixit per totam provinciam pre- memoratam crucem predicare. Et sie predicata est cum maxima diligentia per omnia loca sub tali forma, quod qui signarentur contra Tartaros re- missionem omnium peccatorum suorum reeiperent, et qui propria persona 25 ire non possent nee vellent de bonis suis seeundum quod dominus inspirasset tribuerent d , quod aliis euntibus et non habentibus distribueretur 6 . Et sie fere totus populus est signatus. Et congregata est peeunia ubique locorum infinita. Supervenerunt itaque iisdem temporibus alia nova, quod Tartari ad alias partes secessissent. Tunc episcopi et domini peeuniam congregatam 30 inter se diviserunt. Sed dominus Landolfus episcopus Wormatiensis peeuniam Wormatie congregatam et in episcopatu singulis reddi iussit 2 . im 'Fuerunt olim multis temporibus in civitate Wormatiensi quadraginta consules, videlicet viginti octo cives et duodeeim milites ecclesie ministeriales 8 , qui per se sine episcopo totam rexerunt civitatem. Et si unus decessit ipsi 85 ») 3<* u. 3 b . b ) fehlt in den Hu. c ) 3« Thartaros. d ) 3" tribueret. «) 3« distribuerentur. ') l a 6 c . 3° *. 8) ecol. min. fehlt bei !'• 1 Was Köster p. 72 hiezu bemerkt, ist z. T. unrichtig. Der Papst wusste bereits am 21. Okt. 1233 die Ermordung Konrads, s. B.-F.-W. 6997. Doch widerspricht die Darstellung des Chronicon den Thatsachen und sie erweist sich als spätere Abfassung. 40 i lieber den Tartareneinfall vom J. 1241 s. die Briefe K. Friedrichs IL bei Böhmer- Ficker nr. 3210 u. BJiein. Chronik u. Chronicou Wormatiense 171 per se alium constituerunt, pacem etiam iudicantes. Et hec fuerunt ab* im- peratoribus et regibus Romanorum stabilita b 1 , et eorum privilegiis data et confirmata. Videns hec venerabilis pater dominus Henricus Wormatiensis episcopus 2 , vir sapiens et circumspeetus 0 , quod ipse nullo honore nisi solo suo iudicio utebatur, et a civibus quasi alius prelatus reputabatur d , honorem s ecclesie sue attendens 6 , accessit ad curiam domini imperatoris Friderici f in Ravenna civitate celebratam 3 . Et ibi coram multis principibus super istis D"- mm domino imperatori, et super consortio fraternitatum cuiusque operis suas querimonias demonstravit. Affirmans instanter, se propter multitudinem con- sulum et societatem fraternitatum in civitate sua» pro nichilo reputari. Audiens 10 hec dominus imperator, sedens cum principibus per sententiam eorum hec stare ulterius h non posse abiudicavit, literas suas bullatas super hoc domino Jan. 1232 episcopo tradidit *. Reversus itaque cum gaudio 5 dictus dominus episcopus misit in civitatem literas inhibicionis domini imperatoris 6 per Reinhardum scultetum de Lutra 71 15 quas cives minime curaverunt. Tandem dominus episcopus, videns eorum resistentiam, gladium suum spiritualem admisit, ponens totam civitatem sub interdicto 8 ; postea cives universos denuntiavit. Et hiis se nichil proficere ut vidit k , clerum totum exire civitatem iussit, nullo ibi permanente nisi parrochi- anis, qui ab infirmis caucionem acceperunt, ut reddita ipsis sanitate domino 20 episcopo obedirent per omnia. Et tunc ipsos, et non aliter, communicaverunt, attamen mortuos non sepelierunt 91 . Et cum hec sententia de die in diem aggravata fere per annum du- rasset, quidam de civibus, maxime m monetarii, se ista ulterius nolle sustinere affirmabant. Audientes consules et universitas, timentes peiora sibi super- 25 venire 10 , quia dominus episcopus induratus erat, conquerens etiam amicis suis et consanguineis, erat enim valde nobilis, et frater domini comitis" de Liningen 0 , convenerunt in unum, mittentes nuntios ad dominum episcopum. Et post multos tractatus dimissum est ex utraque parte in arbitros p viros discretos quosdam de capitulo maioris ecclesie et quosdam de civibus. Qui 30 a ) l c a divia. b ) l c sie stab. °) l a circumspieuus. d ) 3» deputabatur. °) 1" att. hon. e. s. *) 1" Frid. imp. 8) 1« civitate Worm. h) ia hec ult st. 3 a hoc stare ulterius. ') 3 a Luthra. k ) 3° cum (3 b in) hiis se proficere non vidit. I) 3 a stand zuerst sepeliebantur, das wurde durchgestrichen und sepeliverunt hingesetzt. m ) 3 a 3 b et m. n ) so l a ; l b , 3« u. 3 b frater videlicet 35 comitis. °) 30 Leiningen. P) das folgende nur noch in 3 a 3 b . 1 Bezieht sich namentlich auf die Urkunde K. Friedrichs IL, 20. April 1220 UB.Inr. 124. a Heinrich, Graf von Saarbrücken, Bischof von Worms 1217-1234. Dez. 1231 Reichstag zu Ravenna, wo die städtefeindlichen Gesetze erlassen wurden, 8 - Böhmer-Ficker nr. 1917, vgl. ÜB. I nr. 148 u. 159. * Es ist hier jedenfalls 40 die Jan. 1232 von Kaiser Friedrich II. für die Kirche von Worms ausgestellte Urkunde der Verordnung gegen die Autonomie der bischöflichen Städte, ÜB. II p. 723, Böhmer- Ficker nr. 1935 'gemeint. Vgl. Köhne p. 321, 3. ' Im Mai 1233 war der Bischof noch beim Kaiser in Italien, B.-F. nr. 1987. " Die Urkunde B.-F. 1935. Reinhard von Lautern war im Mai wieder am kais. Hof in Italien B.-F. 1983. 45 * ÜB. I p. 120, 20. ' s. die Bemerkung Köhne's p. 322, 5. Die Darstellung der .1- Bischofschronik — MK s. o. p. 46 ist eine freie Bearbeitung dieser Stelle, die dem Schreiber aber in anderer Fassung vorlag. 10 s. die Abkürzung bei MK o. p. 47, 3. febr. 172 Chronicon Wormatiense. accedente consensu domini Henrici regis Romanorum sine quo hec fieri non poterant.. .. ipse enim multum confortavit cives, quia favebat eis in omnibus l . Sed tandem hec forma est inventa et sigillo regis" confirmata 2 et a civibus observari in perpetuum est iuratum. Et data desuper litera civium eorum » sigillo roborata 3 , et recepta a civibus desuper litera episcopi* et capituli Wormatiensis 5 , sub tali forma, ut sequitur infrascripta: Henricus dei gratia Wormatiensis episcopus universis hoc scriptum cernentibus salutem in actore 37. 3 &ir. salutis etc., ut infra, ita incipiente: Hec est forma etc. «j*J b His omnibus peractis et compositione memorata" confirmata, venit 10 dominus Heinricus episcopus cum clero Wormatiensi Nuhusam. d Ac accesse- runt 0 cives universi ad ipsum illuc pedes et genua f incurvantes super terram, absolvit dominus episcopus ab excommunicatione. Et sie cum gaudio omnes simul reversi sunt in civitatem et divina continuo 8 constituta h . Et statim cum dominus episcopus intravit civitatem suam, continuo elegit sub forma 15 prenotata novem consules. Et convocato populo per campanam eorum in stega sua, presente clero et universitate', ipsos novem denominavit, qui etiam in continenti sex milites denominaverunt. Et isti quindeeim viri idonei et discreti statim tactis reliquiis k sanetorum iuraverunt manifeste, quod seeundum statuta privilegii prescripti una cum domino episcopo Wor- 20 matiensi 1 semper consilio presiderent, et quod domino episcopo et ecclesie fideles semper existerent eorum iura in omnibus defendendo, et quod ipsi iura civitatis et honestas consuetudines defenderent et augmentarent, et iuste iudicarent clero, laico, Iudeo, et super interrogata iuste et rationabiliter in animas suas responderent, ac secreta m consilii per omnia oeculte n haberent, 25 scultetum 0 magistros p et officiatos sine omni dolo eligerent, reos nunquam defenderent, et innocentes non condempnarent, et quod hec omnia et alia civitatis utilia absque omni dolo perficerent et totis viribus ad ea astarent omni fraude remota, amicitias sive inimicitias aut dona data vel promissa non q respiciendo. Dominus episcopus vero iurabit etiam inter consules vel faciet so capellanum suum iurare in animam suam, quod fidelis sit civitati et civibus, iura eorum in omnibus promovendo et meliorando, iuste iudicando, secreta consilii firmiter celando, iudices sine peeunia eligendo, in omnibus hiis amicitias vel inimicitias absque omni dolo et fraude non r inspiciendo. Hiis dictis et verbis completis dicet capellanus: „Hec iuro in animam domini mei 35 episcopi ab ipso fideliter observanda, ut sie episcopum Deus adiuvet et con- ditor' sanetorum evangeliorum 8 ." Et hiis honeste peractis sedit dominus a ) 3 a regio. b ) 3 a 3 b . c ) 3 a memorate. d) das Folgende bis novem denominavit bei Schannat 218. ") 3 a accerserunt. *) genua fehlt bei 3° 3*. 8) so Schannat; 3° 3 b eontinue. h ) 3° constituto. ') et u. 40 fehlen bei Schannat. k ) 3* sacris vel. •) 3* Wormatie. ">) 3 b seereto. o) 3° oculte; 3 b oeculta. °) 3 a scultetos. P) 3 6 magistrum. q) non fehlt bei 3 b . r ) non fehlt in 3°; bei 3 b nachträglich hineinkorrigirt. ') 3 a conditores. 1 Diese Darstellung stimmt mit den Urkunden nicht überein, vgl. Köster 49 und Köhne 323 ff a ÜB. I nr. 165. ' ÜB. I nr. 166. * ÜB. I nr. 163. 45 8 ÜB. I nr. 164. * Das Vorhergehende ist einer Verordnung des Bischofs über die Bathsbesetzung entnommen, wie namentlich aus der Stelle Dominus episcopus vero iurabit hervorgeht, s. Köster p. 62 f. 13)4 1. Not. Chronicon Wormatiense. 173 episcopus cum hiis quindecim iudicando et civitati ac civibus providendo. Migravit enim a seculo idem venerabilis pater dominus Heinricus anno domini 1234 secundo idus septembris l et sepultus est in choro sancti Petri. Ipse la'atpt. etiam paucis ante obitum suum temporibus inchoaverat claustrum ad ortum sancte Marie, ad quod omnem suam addiderat* diligentiam 2 . s b [Anno domini 1234 mense iunio dominus Gerlacus vom Grasweg, cantor ecclesie Spirensis et canonicus Wormatiensis instituit in testamento quatuor prebendas sacerdotales in ecclesia Wormatiensi in choro sancti Laurentii, quas Laurentianas vicarias appellant, et quatuor in ecclesia Spirensi, quas Martinianas appellant, in choro sancti Martini ibidem, quas et magnifice io dotavit, ut sint adstricti choro quotidie, et ad obedienciam decani in omnibus, s 'cut et alii vicarii ecclesie utriusque 3 . Erant etiam cantores dictarum ecclesi- arum succentores et cantantium et legentium intitulatores.] c Post obitum vero predicti domini episcopi pie memorie ad tres ebdo- Wadas electus fuit concorditer dominus Landolfus decanus in episcopum 4 . u> Cui primo valde bene successit, quia breviter a domino archiepiscopo Mogun- tmo confirmatus fuit 5 . Et statim accedens Hagenaiam d a domino Henrico 6 r ege ibidem existente regalibus est investitus 6 . Postmodum reversus [est] et honeste a clero et a civibus receptus, et assumens quindecim consules con- stitutos, consilio frequens presedit f . Decesserat enim unus consulum vir 20 honestus et discretus Ebelinus in vico sancti Petri 7 , cuius loco ipse unum substituit. Interea opponit se dominus Henricus 8 rex domino imperatori, patri suo, °ui cives per omnia assistebant et favebant. Attamen Landolfus episcopus propter bona sibi impensa 8 a domino Heini'ico h rege exstitit sibi devotus et 2s familiaris. Quod cives non reputabant et eo minus domino imperatori' non adherebant. Diligebant etiam cives dominum Landolfum episcopum valde, et ideo permiserunt eum equitare ad regem, qui ipsis gravis exstitit, quando- cunque voluit. Et ecce decanus et octo alii k de capitulo, qui eum elegerant 1 a ) so 3 a 3*. b ) ex antiquo manuscripto chronico Zorn B. u. Zorn-Wilck 30 P- 168; «. Zorn ed. Arnold p. 73. °) 3« 3 h . d ) so 3« 3 b . Böhmer ändert % n Ezzelingen und ebenso Pertz, wegen der Urkunde ÜB. I, nr. 175, allein s. die Bemerkung Ficker'e B.-F. nr. 4355 a u. Köster p. 96. °) 3« 3 b Conrado. Küster p. 64 möchte diese Lesart stehen lassen, indem er aus dieser irrthümlichen Benennung die spätere Abfassung der Chronik herleiten will, aber s. den Anhang. f ) 3 a 3° 35 Possodit. g) 3° 3 b Conradus. h ) 3« 3» Conrado. ') Dazu fügt 3« am ■Rande bei: Ille imperator fuit a papa depositus, quare Wormatienses ei adheeerunt, quod semper fecerunt, et hodie etiam contra papam et occlesiam Romanam facere non cessant. ) 3» ä'et octo et alii. 1) 3° eligerunt. 1 Mit dieser Angabe stimmen die j. Bischofschrmik und das MK 0. p. 48, 19. 40 Nach dem Necrol. Wimp. bei Schatmat I, 371 starb er dagegen 24. Sept. s Laut dem MK gründete Bischof Heinrich das Kloster Kirschgarten 1226 s. o. p. 47, 7 ff. s - ÜB. ll p. 724. 4 Landolf von Hoheneck, Dekan des Domkapitels, wurde fl . Okt. 1234 zum Bisclhof gewählt. Bis zum 16. Okt. 1236 lieisst er Electm. Hk starb 9 m 8 - Juni 1247. » Dies ist unrichtig, s. Note 4. ' Am 26. März 1235 45 »* Landolf in der Umgebung des Königs B.-F. nr. 4378. 7 Dieser Ebelinus in Vl co s. Petri kommt urkundlich 1227—1234 vor ÜB. I Beg. p. 423. ' Köster P- 55 bezieht dies auf die Rachtung vom J. 1233, allein besser kann man unter diesem bona das Privileg vom 1. Nov. 1234 ÜB. I nr. 176 verstehen; s. Köhne 339. 174 Chronicon Wormatienee. valde benigne, incipiebant sibi invidere, machinantes ei mala que poterant. Erat enim dominus imperator in veniendo contra filium suum. Ad quem dicti canonici miserunt, accusantes dominum episcopum valde graviter. 1235 4. Juli »[Fridericus secundus venit Wormatiam anno domini 1235 contra filium 5 Henricum et consiliarios eius in die sancti Ulrici' cum duodecim episcopis, qui itnperatorem ibi cum gloria susceperunt. Inter quos erat Landolphus episcopus Wormatiensis, imperatori non acceptus 2 , pro eo, quod filio eius contra ipsum adheserat. Et sie superior conventio tempore Henrici episcopi immutata fuit et non tenta ad tempus, donec iterum interdicto posito, supra- 10 dieta conventio reeepta iterum fuit pro eo, quod Henricus filius imperatoris favebat Landolpho episcopo. Insuper Henricus predictus, cum peteret a Wor- matiensibus adiutorium, quemadmodum et ab aliis, et illi ob iuramentum s! 2 Aprii patri prestitum nollent sibi mittere, venit contra eos cum potentia, mittens ad eos nobiles multos cum episcopo Landolpbo ut eos sibi reconciliaret. Sed 15 cum nollent obedire, undique eos invadere coepit, iubens, ut omnes, qui possent eos invaderent, ubique possent. Et sie infmita sustinentes damna, egredi cives portas non poterant. Illi vero animum concipienles, ruteros armatos, equites et pedites ad se reeipientes et in domibus suis eos nutrientes seeundum possibilitatem. Et licet sie gravissime aretati essent, adhuc tarnen 20 ab obedientia Friderici seeundi removeri nullo modo poterant. Henricus autem videns eos non posse ad se trahere, contraxit undique consiliarios circa Oppenheim post festum pasche in die Marci anno domini 25 2 Anru 1235 et quinque millia armatorum habens eos misit contra Wormatienses, qui venientes eos vexare coeperunt, sed tantum quadraginta domos in sub- as urbio ad sanetum Michaelem combusserunt; sed a Wormatiensibus audacter repulsi sunt et fugati iterum ad dominum suum 3 . Henricus tarnen ubique Pjf,. potuit annis fere duobus gravissime impugnavit 4 . Postea adveniente Friderico seeundo cum gaudio magno Wormatiensium ab Henrici regis Germanorum insidiis liberati sunt 5 . Dehinc Henricus veniens ad patrem in Wormatia 30 misericordiam petiit, sed non obtinuit, fecitque eum capi pater suus et in domum magnam lapideam circa sanetum Andream 8 includi, a qua perduetus fuit ad Heidelbergam et ab illo ad Altzen 7 , dehinc in Siciliam missus est cum galea, ubi usque ad diem mortis sue 8 in Castro quodam sub areta et dili- genti custodia habebatur. Imperator autem iram suam contra adiutores filii 35 effundens omnes persequi coepit et quam maxime Landolphum episcopum, quem ab urbe fugavit. Sed intercedentibus pro eo multis misericordiam im- petrare difficulter potuit] B . a ) j. BischofschroniJc = MK o. p. 50. s. dort die Leearten. 1 s. auch Ann. Spirenses bei Böhmer, Fontes II, 155. * Bis dahin ein Aus- 40 zug am dem Chronicon s. u. * Vgl. Ann. Worm. * Im Sept. 1234 war zu Boppard die Empörung gegen seinen Vater beschlossen worden, s. B.-F. 4349 a . 6 Ueber den Aufenthalt des Kaisers in Worms und die Gefangennahme Heinrichs 8. B.-F. nr. 4383 d . ' Nach der Wormser Tradition der Thurm Luginsland. * Allerheim im Bies, nicht Altzei wie Zorn p. 78 angiebt, s. B.-F. 45 p. 794. " 10. Febr. 1242. ' Landolf erlangte erst Ende 1236 die Gnade des Kaisers, s. die Auseinandersetzung von Köster p. 56 — 60. 1235 15. Juli Chronicon Wormatiense. 175 a Supervenit itaque breviter domina Elizabeth imperatrix, soror domini regis Anglie, cum qua dominus imperator b celebravit nupcias in Wormatia sollempniter in divisione apostolorum. Gelebratis itaque nupciis die predicta anno domini 1235 assumpta domina imperatrice accesserunt Hagenowiam 01 . d Orta est enim interea discordia et guerra maxima inter dominum » Gregorium papam nonum 8 et dominum imperatorem, ita quod eum excom- municationibus et aliis malis omnibus quibus poterat fatigabat 2 . f [Interea Fridericus pergens ad Lombardiam 3 filio suo Conrado et Con- rado episcopo Moguntinensi Teutoniam commisit 4 ; sed cxcommunicato Friderico episcopus prcfatus publicare noluit, licet sepe a papa admonitus fuit; ratio w autem fuit, quia ipse procurator sive tutor Conradi filii eius fuit 5 . Mortuo autem papa 6 anno domini 1242 Conradus predictus suis mandavit suffra- «« ganeis predictam excommunicationem, propter quod et timor et tremor omnes invasit et mala plurima secuta sunt 7 .] g Accidit autem cum dominus imperator intrasset primo Wormatiam, et « sicut decuit honestissime a clero et a civibus fuerit receptus, anno domini 1235 in die sancti Udalrici aderant h duodecim episcopi pontificatibus induti, *'jm inter quos erat dominus Landolfus episcopus. Quem cum imperator vidisset ante monasterium stetit, et iussit eum abire de aspectu suo. Et quia dominus tunc erat nimis prepotens, timuit enim eum omnis homo, et' continuo exutus a est episcopus et' intravit domum Constantini capellani sui. Et continuo accesserunt cives ad dominum imperatorem rogantes diligentia qua poterant, necnon obsequiorum suorum ipsum commonentes, pro episcopo eorum, ut 'psum gratie sue reciperet. At k ipse imperator totaliter ipsis denegavit, quod certe cives supra modum grave ferebant. Et propter instanciam adversariorum 25 domini episcopi oportebat eum exire civitatem. Et inde contristatus 1 exivit ad moniale monasterium in curiam abbatisse. m Anno domini 1235" in conversione sancti Pauli duxit dominus epis- 25. Jan. copus griseas moniales in Nonnenmünster volens perficere pium opus, quod a . a ) 3 a 3K *>) dorn. imp. fehlt in den Hss. 0) 3° Hagenaviam. d ) 7° l b . 30 ) 7« 7' VIII darunter steht nonum. f ) j. Bischofschronik = MK 0. p. 50, 32; *e Lesarten s. daselbst. 8) 3<* 3». h ) 3° addcrant. ') et fehlt in "«« Hss. k) sa ac , 1) 30 constritatus. >") 3" 3 b , Zorn-Wilck ex antiquo m anuscripto chronico (fol. 14) p. 187. n ) 3" 3 b Postea statim in conversione ete. ■Dieser Abschnitt schliesst sich bei 3 a 3 b unmittelbar an den Procuraverant etiam adver- 35 sarn — aut aliquo contraire (s. u. 178,16) an, also nach 1238. Allein die Reihenfolge der einzelnen Abschnitte in 3" 3 b kann für die Textgestaltung nicht massgebend sein. 1 Die Vermählung fand zu Worms 16. Juli 1235 statt, worauf sich das Paar nach Ilagenau zurückzog, B. B.-F. nr. 2099« u. b . * s. B.-F.-W. 7225"— 7229, a *e Excommunication erfolgte erst 1239. * Im August 1236 war der Kaiser 40 wieder in Italien. * Juli 1236 wird Konrad zum Bciehsuenccser ernannt, B.-F. **• ^p83"; der Erzhischof von Mainz hiess Sifrid III., nicht Konrad, so hiess der ■wzbischof von Köln. ' Sifrid von Mainz nennt sich sacri imperii per Ger- ^aniam procurator s. B.-F. 4386'- 4390. e 22. Aug. 1241. ' Der Erz- ™ c hof von Mainz fiel 1241 vom Kaiser ab und verbündete sich am 10. Sept. mit dem 45 ■wzbischof Konrad von Köln, s. B.-F. nr. 4439". 176 Chronicon Wormatiense. antecessor suus noviter inchoaverat 1 . Priores vero domine nigre super ipsum clamantes occidere eum intendebant, inpalpantes eum a minus honeste in loco pudibundo, quando post prandium ipsa die b deambulabat in eadem ecclesia. Et in veritate, si Ulricus Militellus marscalcus suus 2 non affuisset, ipsum s interemissent. Ipse autem continuo captivans abbatissam neptulam suam, misit ad Lapidem castrum suum 3 . Relique vero moniales continuo insurgentes 0 accesserunt ad imperatorem, dicentes, quod de antecessoribus suis essent fundate, et quod ipse eorum esset advocatus. Et postulabant consilium et auxilium d super ipsum gravissime conquerentes. Et commorabant 6 in curia 10 acquirentes sibi amicos minus honeste. Accidit autem, quod dominus impe- 7. Juni rator volens per festum pentecosten esse in Spira 4 , vocavit dominum epis- copum et alios quos habere potuit principes. Quo accedens dominus epis- copus cum honesta comitatu, et ecce invenit dictas moniales coram imperatore graviter de ipso conquerentes, et habebant multos advocatos. Imperator dixit: 15 „Domine episcope, audite et respondete!" Dixit statim episcopus: „Audite omnes domini mei episcopi et principes, quod dominus imperator assistit istis monialibus, ne serviant Deo. Et si sciret, qualiter ipse in curia sua hos advocatos acquisissent, nequaquam ipsis assentiret." f Hec et alia, que ad honorem Dei conveniebant, et etiam qualiter dominus papa hec fieri precipit, so et qualiter essent fundate et» ecclesie sue alligate, peroptime proponebat. Et statim omnes domini surgentes dominum imperatorem rogabant, ut melius crederet principi suo quam talibus personis. Et dominus imperator statim ad ista consentiebat, dicens monialibus: „Ite et obedite episcopo vestro." Audientes hec moniales maximo clamore et lacrymis abierunt. Dixit autem ss dominus imperator: „Quia vidimus in privilegiis etiam advocatiam claustri et ville nobis attinentem, absolvimus eam et concessimus Ringravio h nostro de Spiegelberg 5 . Ad que' dominus episcopus respondens instanter rogavit, ut sibi et ecclesie sue ac civitati talia, que possent ipsos gravare, deponeret, ut si k ab ipso burggravio 1 hec redimere posset, sua bona voluntate fieri per- 30 mitteret™. Similiter et cives, quorum multi aderant n , cum diligentia 0 rogabant. Et dominus imperator preces istas benigne? admisit. Tandem vero dominus episcopus post aliquos dies vocato burggravio 0 - pro centum libris Worma- tiensibus cum ipso terminavit, quas cives solverunt. Et ideo quicunque est B ) Zorn - Wilck ipsum. b ) 3 a ipse diu; 3 b p. prandium diu. °) 3 a 3 b 35 surgentes. d ) et a. fehlt in 3 b . °) Zorn-Wilck commorabantur. { ) 3" consentiret. 8) et fehlt bei Zorn - Wilck. h ) so alle Um. Böhmer setzt burggravio aus den Zornschen Hss. 3° 3 b Reingravio. ') Zorn-Wilck atque. k) 3 b sibi. !) so Zorn-Wilck; 3 a 3 b reingravio. m ) 3» prom. n ) 3" 3 b ad erant similiter. °) Zorn - Wilck simili c. d. P) benigne fehlt bei 3 a . 40 1) 3" 3 b reingravio. 1 Nach dieser Darstellung hatte schon Bischof Heinrich an der Deformation des Klosters Nonnenmünster 0. S. B. gearbeitet. 20. Sept. 1236 ertheüte Papst Gregor IX. die Genehmigung zur Einführung von Cisterzienserinnen, ÜB. I nr. 183, und diese werden 25. Jan. 1237 eingeführt worden sein. ' ein Ulricus Militellus civis 45 Worm. kommt urkundlich 1252 vor, ÜB. I p. 157, 26. ' Schloas Stein am Aus- ftuss der Weschnitz auf dem rechten Rheinufer nö. Worms. * s. B.-F. nr. 2252°. 8 Spiegelberg südlich von Germersheim, eine Beichsburg. Chronicon Wormatienae. 177 niagister civium, advocatus Nonnenmünster existit". Et sie per Dei gratia a tali dominio civitas est perpetua liberata l . Die vero pentecostes celebravit dominus Landolphus episcopus missam 7 ' 2 /J ni solemnem coram domino imperatore in ecclesia Spirensi. Feria vero tertia ».Ami sequenti b dominus episcopus peractis feliciter omnibus negoeiis suis cum suo 5 comitatu et maximo gaudio reversus est Wormatiam 2 . "Traditores vero domini Landolfi episcopi, qui honorem ecclesie sue ms totaliter d relinquentes ipsum insequebantur, et qui e ad hoc instabant, quod dominus Heinricus de Gathanea prothonotarius a domino imperatore episcopus Wormatiensis constitueretur 3 , ideo habebant literas quaseunque volebant, 10 statim procurabant literas ad cives, ut dominum episcopum a loco illo un- animiter removerent'. Quod cives facere noluerunt. Et ideo statim iudicem a domino imperatore missum Wormatiam 8 Marquardum nobilem virum de Sneidte* procuraverunt. Videns hec dominus episcopus breviter se expediens una cum venerabilibus patribus domino Conrado de Than Spirensi episcopo 5 15 et domino Hermanno Herbipolensi episcopo, qui in eadem dampnacione erant, accessit ad curiam Romanam 6 . Iudex vero Marquardus assumens sibi quatuor nnlites et Septem cives, consilio presedit, et iudicanda h iudieavit, ac tributum >n ministeriales ecclesie posuit et reeepit. Hiis omnibus valde inviti cives consenserunt', qui aliud facere non audebant. 20 Audiens autem imperator hos episcopos ad dominum papam accessisse, v alde timuit. Et continuo misit fratrem Hermannum magistrum domus Theu- tonice, virum valde prudentem, ad curiam Romanam 7 . Qui cum illuc venisset, invenit hos tres episcopos ibi. Et dominus papa totaliter k iratus fuit in im- a ) 3« 3 b existebit. 3 a am, Bande: quilibet magister civium est advocatus in 35 Nonnenmunster. »>) seq . f K Mt in 3" 3». °) 3" 3». d ) tot. fehlt bei 3*. ) 3« 3 b quia. f) 3 b removeret. 8) 3« Wormacie. h ) 3* iudicando. ) 3« consencierunt. k ) 3« taliter. 1 Erst am 25. März 1242 ÜB. I nr. 202 bekamen die Wormser Bürger die Vogtei zu Nonnenmünster ah Lehen des Bischofs. * Am 3. Aug. 1237 urkundet Landolf so wieder in Worms. ÜB. I nr. 186. * Magister Heinrich, Probst von Aachen, sollte 1-J32 durch K. Friedrich Bischof von Catania werden, was jedoch misslang, wird noch 1239 Notar genannt und ivurde erst 1241 Protonotar s. Bresslau, Urkundenlehre 1, *j-* /j ein Beweis für die spätere Abfassung dieser Chronik. 1242 wird er Bischof von Bamberg, B.-F.- W. nr. 7586. * Marquardus de Sneite iudex Worm. aus Schneid- ss heim (Ober-Unter) in wärt. Oberamt Ellwangen kommt urkundlich 1236 und, 1239 vor "■ ÜB. II p . 725, » Konrad von Bahn, 1233—1237 Bisclwf von Speier, war nicht nach Born befohlen worden und ist auch nicht 1236 hingegangen, da, seine Anwesen- nett vn Speier Nov. 1236 und in Hagenau März 1236 bezeugt ist, s. Käster p. 57. 24. Sept. 1235 forden Papst Gregor IX. unter andern BiscMfen und Klerikern 40 auch Landolf von Worms auf, vor'ihm zu erscheinen, um sich wegen seiner Parteinahme für K. Heinrich (VII) zu rechtfertigen MO. Epistolae saec. XIII. ed. Roden- wrg nr. 659. Landolf war im Winter 1235 auf 1236 in Italien, B.-F.-W. 7142, Ende 4P™ ist er wieder in Deutschland, s. Köster p. 68. ' Hermann von Salsa, yeutschmeister, ist 23. Sept. 1235 vom Papst nach Italien erbeten worden, um dort die u J 0mbardischen Verhältnisse ordnen zu helfen, Epistolae saec. XIII nr. 658, und er ™<>r um dieselbe Zeit wie iMndolf in Rom. ■Wormser Chroniken, 12 178 Chronicon Wormatiense. peratorem quod hec facere audebat; voluit eum denunciare et totam terram suam ponere sub interdicto. Que omnia frater Hermannus sua astucia de- posuit, et reduxit episcopos, promittens domino pape ipsos gratie" domini imperatoris honeste et secundum voluntatem eorum restituere. Qui continuo '•> cum ipso exeuntes duxit ad imperatorem, et perfecit omnia que promisit 1 . n« Hiis honeste peractis dominus Landolfus episcopus reversus est Wor- matiam et honestissime receptus, restituit divina que in recessu suo per totam civitatem suspenderat, quam suspensionem clerus et cives propter ipsum libenter sustinuerant, quia ipsum diligebant. Venit itaque die dominica, qua it. Du. 10 in ecclesia cantatur „Gaudete in domino" 2 , que b ipsa die celebrata fuit b in ecclesia maiori cum maximo gaudio quod episcopus sie vicerat tribulationes suas. Et ante introitum suum oportebat iudicem exire civitatem 8 . Et sie confusi sunt sui° adversarii. Attamen dominus imperator rogaverat dominum episcopum, ut eos gracie sue reformaret. Statim etiam dominus episcopus 15 resumens suos quindeeim consiliarios consilio honeste et potenter presedit. Procuraverant etiam adversarii sui, quod dominus imperator misit ei *. Nov. literas, consulendo et rogando, quod cum quatuor militibus ecclesie ministe- rialibus et cum octo civibus huic consilio presideret d . Hec procuraverant adversarii domini episcopi ob hanc causam, ut ipsum ab episcopatu removerent so si statuta predecessoris e sui infringeret, que per omnia salva et rata iuraverat conservare. Ad hanc literam dominus episcopus respondens ait: Quod prius de Corona capitis usque ad plantam pedis vellet exeoriari, quam minimum articulum, sui predecessoris maximis laboribus et expensis ac cleri obtentum, in vita sua deponere vellet. Et sie cessavit dominus imperator nolens contra s» iuramentum suum aut aliquo contraire*. * Ma f [Postea Syfridus archiepiscopus Moguntinus succedens factus est inimicus capitalisWormatiensium, faciens eis damnamulta cum multis nobilibus, habebant- que tunc Wormatienses tribulationem magnam neminem habentes adiutorem, nisi palatinum Ottonem et marggravium Hermannum Badensem, qui eis damnum so inferre non sinebant, in quantum prevaluerunt. Syfridus autem predictus invadens civitatem Wormatiensem valde damnifieavit et cives multos valde captivavit, puniens eos usque ad mortem s . Insuper et eos exeommunieavit et alios ad hoc instigavit, maxime episcopum Wormatiensem, mandans sibi interdictum. *) 3 b gratia. b ) 3 b qua — sunt. °) sui fehlt bei 3 b . d ) 3 b pre- 85 siderent. °) die Hu. predecessorum; aber «. u. Zeile 23. { ) j. Bischof schronik und MK p. 51. Die Lesarten a. daselbit. 1 Diese ganze Darstellung ist arg entstellt, s. Köster p. 55 ff. Erst im Herbst 1235 erlangte Bisclwf Landolf die Gnade des Kaisers. 2 Die Darstellung ist unklar; wenn Landolf im April 1236 wieder in Deutschland war, konnte er kaum 40 erst im Dez. in Worms einziehen. Auch die Urkunde vom 20. Sept. 1236, ÜB. I nr. 183, setzt seine Anwesenheit in Worms voraus. > Mai 1236 ertheilte K Friedrich II. den Wormser Bürgern ein Privileg, ÜB. I nr. 182, wonach sie wieder ihren alten Rath von 40 Personen erhielten. Demgemäß musste der Iudex Marquard aus der Stadt weichen. * Zur Kritik dieses Absatzes s. Köster 60 f., « Kähne 333 ff. 6 Bis hierher den Annales Worm. entlehnt, lieber das Verhalten der Bürger s. auch die Briefe ÜB. I p. 392 f. Chronicon Wormatiense. 179 Et si hoc non fecerit, presbyteros omnes eiusdem civitatis ab omni obedientia absolverit. Sed cives cum episcopo Landolpho hoc non acceptantes ad curiam appellabant; licet tunc papa non esset electus. Electo vero papa, videlicet Innocencius quartus 1 , iterurn interdictum statutum est in civitate nostra anno domini 1245, propter quod multi exierunt sacerdotes et monachi. Goeperuntque s im multi episcopi persequi Gonradum regem Germanorum, et non erat pax in omni terra. Si quis autem exierit civitatem tunc temporis, huic usque in Perpetuum non licuit amplius civitatem ingredi; amissa etiam omni civitate et iurisdictione. Eratque tunc temporis tribulatio magna in civitate Worma- tiensi tarn ab episcopo proprio quam a Moguntino et Coloniensi archiepis- 10 c °pis, qui intus cum interdicto et extra vexationibus et tribulationibus eos tßultum molestabant, dicentes eos hereticos et non Christianos bonos, eo quod adherebant imperatori heretico Friderico et schismatico. Inter hec tarnen "cet innumera paterentur damna rerum, adhuc tarnen ab imperatore Friderico recedere noluerunt, sed multi ex hoc cives depauperati in forma mendicantium 15 civitatem exierunt.] "Postea sedit dominus Landolfus episcopus et consules quindecim civitatis, cum honore regentes et gubernantes. Accidit tarnen b post paucos laia—au annos, quod quoddam homicidium sub noctis silencio in quodam iuvene nomine Eberhardo fuerat perpetratum, in quo excessu quidam consul nomine tu Marquardus Buso dicebatur interfuisse'. Et licet hoc probari per noctem non potuisset et ante relationem et signa dominus episcopus consules iusti- licare 0 , lesas totaliter habebant consciencias. Et sie anxiati qualiter a pre- dicti Marquardi consortio liberarentur, omnes consules simul consilio unanimi exierunt, dantes in manus episcopi ut eligeret quos vellet. Ipse vero episcopus, 25 assumens in animam suam omnes preter quinque, in locum illorum alios substituit, et sie iterum cum illis duodeeim consulibus sedit in pace. Tandem vero post aliquos annos illi eiecti assumentes Gerhardum mte militem nomine Magnum d , fecerunt conspiracionem 3 , et attraxerunt sibi omnes potiores civitatis milites cum multis aliis, ita quod tota civitas ipsis 30 nerebat, volentes illos quindecim consules destituere et quadraginta reparare. uens enim dominus episcopus una cum clero et cum illis quindecim ipsis Potenter resistebat 0 ; et quamvis duos de illis quindecim ad eorum voluntatem abuissent, tarnen propter sentencias domini episcopi quas in ipsos fulminare endebat, a su0 proposito eos decedere totaliter oportebat. Et sie sedit 35 lic ^ 3 " 3b ' b ) 3b autem - c ) so » CÄ %« Kötter vor zu lesen; 3« 3 b Et 50 C ? m '"' P' P' n ' n ' P"> tanta relatione et eignis d. e. c. tristificari. Pertz XVII, rechts schlägt testificari vor. d ) 3 a 3 b dominum magnum; aber s. Kostet- 98. I J" 3* resistebant. , Coelestin IV. starb 10. Nov. 1241; Innocenz IV. wurde 25. Juni 1243 gewählt. 40 124ft mmt urJc wdlieh 1229—1249 vor, ÜB. I lieg. p. 411. 3 s. Wormser Ännälen s. a. 737- °" ^i. 15 ° wn ^ ^ azu K°l tne 33S - Ueber den Oerhardus Magnus miles s. ÜB. II, bern hL ^° mm f urkundlich 1233—1246 vor und ist der Stammvater derer von Eren- T 2 „ Pfiffligheim bei Worms. Walwscheinlich bezieht sich auf ihn Brief 38, ÜB. 1 P- 390, 23 ff. 45 12* 180 Chronicon Wormatiense. dominus episcopus in bona pace et tranquillitate usque ad extremum vite sue et diligebatur multum a civibus l . ms a Curia enim Romana in optimo erat statu apud Lugdunum, quia de concordia magna erat confidentia super eo, quod dominus papa imperatorem 5 ad sanctum vocaverat consilium. Accesserunt itaque ad summum pontificem ante pasca Moguntinus et Goloniensis archiepiscopi et multa apud eum contra dominum imperatorem ibidem tractaverunt. Promittentes etiam domino pape, quod si imperatorem deponeret, regem potentem in loco suo sibi et ecclesie absque mora et indubitanter presentarent, Super quo curia multum con- 10 gratulabatur. Hiis enim promissionibus et suggestionibus dominus papa a dictis archiepiscopis ad hoc inductus est, quod statim in cena Domini cum divina in Lugduno celebraret, dominum imperatorem sollempniter et coram omni populo excommunicatum tarn a predecessore suo domino Gregorio quam ab ipso publice denuntiavit. Super quo perterriti et admirati sunt universi. Hiis 15 vero peractis statim ad sua reversi sunt archiepiscopi memorati et per totam Teutoniam quecunque poterant mala impcratori tractare modis omnibus cona- bantur, temptantes etiam ubique, ubi regem super eum possent invenire 2 . b Supervenit itaque quod dominus Sifridus archiepiscopus Moguntinus tut dedit domino 0 Landolfo episcopo in mandatis valde districte, quod dominum so Fridericum imperatorem et dominum Gonradum regem, natum suum, ac d omnes fautores eorum publice, incensis candelis et campanis pulsatis, singulis diebus festivis denunciaret. Et quia cives dictis dominis totaliter adherebant, dominus episcopus nolens, et timens e eos offendere, sua pecunia magna et suis cleinodiis apud dominum archiepiscopum has sentencias sepius liberavit. ss Itaque ad maxima debita fuerat perductus 3 . Migravit igitur ab hoc seculo hie pius pastor et bonus dominus Lan- IJjuni dolfus Wormatiensis episcopus pie memorie anno domini 1247 in die saneti Medardi episcopi 6 idus iunii, et sepultus est in ecclesia Nunnenmunster ante altare virginis gloriose. Guius ecclesie conversacionis ipse auetor et 30 fundator existebat. Et per Dei gratiam et propter ipsius fidelitatem, Domino cooperante, tarn diu durabat successorum suorum litigacio, quousque per fideiussores suos f sua magna debita totaliter fiebant absoluta. Post obitum vero ipsius concorditer mit electus in episcopum a capitulo dominus Conradus decanus Moguntinus, qui dictum dominum Landolfum 35 ») 1. b ) 3 a 3 h . o) 8* clicto d. <*) 3» et . 0) 3a timuit. f) 3" 3 b q. fid. sui. 1 Dass Landolf bis an sein Ende ruhig in Worms blieb, ist falsch, denn Juni 1237 war er beim Kaiser in Speier, B.-F. 2259, zog im August mit dem Kaiser nach Italien, B.-F. 2269" u. 2272; dieser Zug war nach Ficker Beg. nr. 2281 ihm zur Be- 40 dingung für seine Begnadigung gemacht worden. 6. Nov. 1238 war er wieder beim Kaiser in Cremona, ÜB. I nr. 190. 191. i Küster rechnet dieses Stück zu den gleichzeitigen Bwrgeraufzeichnungen, «. p. 93, aber der ganze Tenor kennzeichnet es als Bruchstück aus der Bisclvofschronik. Die beiden Erzbischöfe von Mainz und Köln waren 1245 nicht in Lyon am Konzil anwesend, s. B.-F.-W. 7528 f.; Kaiser Fried- 45 rieh II wurde nicht am Gründonnerstag, sondern am 17. Juli exkommunizirt und abgesetzt. * Zur Kritik dieses Abschnittes s. Küster 64. Ohronicon Wormatiensc. 181 cpiscopum a in multis gravaverat et in sententiis dampnificaverat. Hie cum esset triginta diebus electus accessit Nussiam, et ibidem a domino legato tunc ibidem existente in episcopum fuit consecratus. Et statim ascendens et volens accedere Wormatiam venit Lorcham, et ibi infirmitate gravissima de- tentus obiit nonas octobris vicesimo b primo die consecrationis sue. Et duetus i Moguntiam sepultus est in ecclesia maiori ante altare saneti Petri l . Tandem vero post ipsius obitum fuit electus dominus Eberhardus 0 prius prepositus, vir bonus et iustus, et bonis moribus per omnia adornatus, comitis Irsuti filius 2 , qui statim a domino Sifrido archiepiscopo Moguntino fuit con- firmatus, et presentate fuerunt d sibi municiones ecclesie. Et credens se vivere 10 et sedere in pace, substitutus sibi fuit a domino Petro legato dominus Richardus, frater Wirici de Duna 3 . Litigabant igitur simul multis temporibus tarn apud Lugdunum ° domino papa ibi existente, quam apud Romam domino papa illuc perveniente, quo idem dominus Eberhardus personaliter accessit graves expensas faciendo. Tandem vero obtinuit dominus Richardus et con- is firmatus fuit. Postea fuit concordia facta inter eos, ita quod dominus Richardus' episcopus daret domino Eberhardo temporibus vite sue centum libras Wor- niatienses*. Et hec composicio facta postea stabilita fuit per serenissimum dominum Wilhelmum regem Romanorum. 8 [Eberhardus contentiones etiam cum civitate Wormatiensi habuit, fuitque so etiam civitas nostra sub interdicto posita ob regimen civitatis, quia potens erat et regimen civitatis sibi iterum sumere conabatur. Unde cum civitas preliis prioribus exhausta esset et calamitatibus, iterum interdictum renovans cum sacerdotibus exivit. Fuitque iste Eberhardus (primus) electus in episcopum contra Richardum supradictum. Et fuit contentio magna in civitate Worma- 25 liensi. Richardus namque, cum essent sibi sacerdotes obedientes, preeepit, a ) fehlt bei 3 b . b ) 3<* 3 b tricesimo, über die j. Bisclwfschronik, MK und Zorn geben 3 Wochen = 21 Tage an. °) 3 a Eberhardus de Bambergk, de B. wieder durchgestrichen. d ) 3« fuerant. e ) 3" Lugudunum. f ) 3° 3 6 Reiuliardu», so auch Schaunat 219. 8) j. Bischofschronik und MK p. 58, 21 f. 80 We Lesarten s. daselbst. 1 Konrad con Türekheim, Dekan der Mainzer Kirche, wurde zum Biscliof von Warn» erwählt, allein vom Papste Innocenz IV. nicht anerkannt, s. ÜB. I nr. 220, obgleich er die Weihe vom päpstlichen Legaten und die Regalien rom K. Wilhelm zu Neuss empfangen liatte. Nach Zorn p. 88 gcscluth dies 6. Juli 1247, allein der Legat 35 war mit dem König vom 4.-11. Okt. in Neuss, B.-F. 4888 ff. Nun soll Konrad laut unserer Chronik den 7. Okt., am 31. Tag nach seiner Weihe, gestorben sein, laut Zorn P- 88 am 21. Tag nach der Weihe, nämlich dem 30. Okt.; nach der j. Bischofschronik 29. Nov. und, nach dem MK 13. Nov., folglich stimmt allein die Aussage bei Zorn, er se» am 21, Tan nach der Weihe (den '.). Okt. ah Tag angenommen) am 30. Okt. 1247 w gestorben, mit'der Wirklicfikeit. - Eberhard, Hauhgraf, Probst von Neuliausen, wurde nach dem Tode Konrads zum Bischof gewählt, alkin der Kardinalkgat Peter (Cappuci) stellte den Richard von Dann als Öegenbisclwf auf, 8, ÜB. I nr. 222. 220. I2. r >6 vergleicht er sich mit seinem Gegner und 1. Juli 12ö6 bestätigt. Papst. Alexander diesen Vertrag, ÜB. I nr. 267, wonach Richard den Ebertiard mit einer jährlichen 45 Rente von ir,b Pfund abfindet,. a Richard von Daun wurde Ende 1247 oder Anfang 1248 dem Eberhard als Bischof gegenübei-gestclU und vom Papste anerkannt, ÜB. I nr , 220. 222. Im Mai 1253 urkundet er von Worms aus als episcopus. Er starb nach dieser Chronik 2'J. Nor. 1257, nach Zorn p. 108 7. Nov. und nach dem Wormser Bischofskatabg im MK 8. Nov. * Unrichtig, s. ÜB. I nr. 267. 60 182 Chronicon Wormatiense. ut consulatus nulluni exerceret iudicium. Et neque interdictum neque ex- communicationem in civitate observabant, quia unusquisque tarn Richardus quam Eberhardus iura episcopatus sibi usurpavit, et sie confusio magna in lata civitate fuit. Acta sunt hec anno 1250 et duobus annis sequentibus. Item s nullus intrare permittebat ecclesiam, in qua oeculte divina celebrabantur l , nisi sub iuramento promitteret, se nolle amplius obedire Friderico imperatori, sed pape et regi Wilhelme- atque episcopo in omnibus obedire velle. Interea nova partialitas insurrexit in Wormatia, eo quod quidam coeperant Friderico imperatori, quidam vero sacerdotibus adherere. Sed quidam primores 10 a parte sacerdotum declinantes, magnam suscitabant inter cives partialitatem. Postea homines partis imperatoris timentes sibi in maiori convenerunt ecclesia, et ibi colloquentes multos sibi attraxerunt homines, ita ut pater esset contra filium et filius contra patrem. Non longe tarnen post hoc octo cives ad hoc electi confederati sunt, et sie consilio prelatorum missus est prior Predica- 15 torum, vir venerabilis, ad episcopum Richardum pro interdicto tollendo. Et a 'm3' s i c m d' e purificacionis Marie cantare ineeperunt anno 1253 2 . Dehinc mox ex iussu pape Innocentii per legalum Richardus confirmatus est, eo quod contradixit imperatori Friderico schismatico. Sed cum Richardus pararet se ad intrandum civitatem, rogabat eum consulatus, ut suam protelaret introni- 20 sationem, quia multi ex civibus inclinati essent Eberhardo adversario suo. Interea inclusit se Richardus in Kirsgarten tribus diebus oeculte ante festum 33. Febr. saneti Petri cum suis. Quod audientes cives portas claudere volebant, eo quod consulatum suspectum habebant. Et ad hoc pervenit, ut multi ex con- sulatu iuramento cogerentur se excusare coram eis. Tandem introdueti sunt 25 cives per sacerdotes et Predicatores atque Minores, ut Richardum ad moni- torium cleri simplicis civitatem intrare permitterent. Et erat causa illa tunc principalis, quod si hoc non fecissent, iterum interdicto subiacuissent.J 3i! a £lr. Intravit itaque dominus Richardus" episcopus anno domini 1253 b in civitatem Wormatiensem in vigilia kathedre saneti Petri 3 . Et statim post 30 ipsius introitum accesserunt ad ipsum cives, valde diligenter eum rogantes et affectuose insistentes, quia credebant 0 ab eo obtinere quod vellent, ut ipse quadraginta consules restitui permitteret. Quod ipsis dictus dominus episcopus totaliter facere sive permittere negavit, quia non poterat nee audebat. Audito hoc cives a suo proposito desistebant. Et continuo assumptis et restitutis 35 tribus consulibus qui decesserant, cum Ulis quindeeim consilio presidebat. Et similiter adimpleto numero d illorum, sedeeim seeundum formam compo- sicionis iudicabant et civitati providebant. ») 3° 3 6 Reinhardus, so auch Schannat 219. b ) 3° 3 b 1252; aber s. die obige Darstellung und Zorn 94. c ) 3* videbant. *) «o hat deutlich 3°; die Ver- 40 muthung Küsters ist daher richtig. 1 13. Dez. 1252 gestattet Papist Innocenz IV. dem Domkapitel zur Zeit des Inter- dicts bei verschlossenen Thüren Gottesdienst zu halten, ÜB. I nr. 235. Uebrigens war auch der Klerus uneinig, ÜB. I nr. 237. 238. ' s. Zorn 94. ' s. Zorn 94, Küster p. 99. Chvonicon Wormatiensc. 183 a [ Emicho autem comes de Liningen totis viribus suis intendebat capere «« episcopum Richardum. Quod perpcndentes cives, ne eis in magnum eveniret detrimentum, ipsum Richardum civitatem intrare permiserunt; et consilio quorundam consulum ipse Richardus portam exivit sancti Andree et statim auxilio multorum armatorum per portam sancti Martini reintravit urbem. Sed s altera die missam cantans cum sacerdotibus et civibus curiam tenuit. Simile autem apud nos nunquam visum est. Actum anno domini 1253 in cathedra *t.r*r. sancti Petri. Habebantque tunc sacerdotes ad tempus pacem. In aliis tarnen locis pene nulla pax erat. Richenstein l castrum iuxta Bingen et Rhenum captum est. Et licet episcopus tali modo, ut dictum est, intrasset, cives w tarnen illius nolebant facere voluntatem 2 . Tunc rex Wilhelmus misit duos milites de Eppenstein et Rudeszheim ad Wormatienses, ut secum componerent; sed responsum non acceperunt de hoc, et sie iterum civitas interdicto supponenda erat; sed Providentia abbatis Waltheri de Erbach protelatum est. Cum autem cives Wormatienses post illud tempus is ab imperatore Friderico seeundo et filio eius Gonrado non desisterent, licet sepe ab episcopo Richardo admoniti essent, iterum civitatem Wormatiensem interdicto supposuit dominica die post festum assumptionis virginis Marie *r. Aug. anno 1253. Interea convocatis omnibus de parte regis Wilhelmi in curia sua, qui nominabantur „Timentes Deum", dulciter et amicabiliter satis ab 20 Ulis consilium quesivit, quomodo subveniendum esset sanete matri ecclesie. At illi unanimiter respondentes dixerunt: „Nos seeundum omnem possibilitatem nostram tibi et ecclesie assistemus." Quo audito letus factus est episcopus, eo quod dissolvit colligationem civium suorum. Et veniente festo exaltationis u. s) 8» Data. k ) 3° His. J ) S 6 fraternitatum quibus con- 40 venerant. m ) Am Bande von 3 a steht: Deposicio fraternitatum. Darauf folgt: Compouicionem inter ipsum dominum Eberhardum et civitatem factam invenies in meo libro transactionum fo. 57. Chronicon Woruiatiense. 191 possederant ad conservationem ballistarum civitatis. Videns hec dominus Eberhardus episcopus et clerus commoti sunt, timentes ibi fieri edificia, ubi cives possent ad consilia convenire. Et idem dominus episcopus requisivit eandem curiam a civibus, dicens eam esse suam et ecclesie sue et datam domino Heinrico episcopo predecessori suo a serenissimo domino Friderico i imperatore, et ostendens literas suas desuper traditas. Cives vero commoti totis viribus resistebant, ita quod ad mandatum venerabilis domini episcopi Eberhardi et capituli maioris ecclesie totus clerus civitatem exire volebat». Tandem vero, mediante venerabili domino H. Spirensi episcopo et aliis viris discretis et idoneis, Domino concedente, honeste est terminatum et concor- 10 datum; ita videlicet, quod curia totalis cedet ad perpetuos usus civitatis, sub hac forma, quod per mediam curiam b transibit vicus a vico Hagenonis usque ad sanctum Nazarium, et ex utraque parte concedentur domus pro annuo censu edificando. Et census ex parte civium a magistro civitatis recipientur, et vicus ille, qui nuncupabitur vicus civium nunquam obstruetur, domus vero iü lapidea 0 erit etiam in usum civium ad balistas et scuta et ad alia. Si vero id d proficere 0 non videbitur pro annuo censu etiam concedetur. Et ianua domus exibit versus vicum Hagenonis f . Acta et perfecta sunt hec anno domini 1266 in vigilia sancte Margarethe l . Expiraverat tunc terminus* un- j^f uli gelti, quod usque a festo sancti Martini proximo ad annum fuit ex voluntate 20 domini episcopi Eberhardi prolongatum. h Excessus Iacobi militis de Lapide, qui nunc ii de Oberstein dicuntur 2 : Dominus episcopus 3 deposuerat eum propter fraudem, quam fecerat ei, de- ponens homines suos de eodem castro, quando dominus episcopus captus f uit a Romanis. Iacobus vero, volens innocens esse, rcstitui postulabat. Do- 25 minus episcopus timens maiora hec sibi fieri totaliter recusabat. Et Iacobus dominum episcopum ac suos in quibus poterat molestare non desistebat. Accidit autem cum dominus episcopus esset Lugduni apud dominum papam *, a ) -Die Hss. volebant. '') 3 a am Bande: in gasz inmitten durch den burgerhoff heist die burgergasz. °) 3« domus lapideo. '») 3« 3» ad. e ) 3 b 30 perficere. f) Bei 3 a 3 b folgt dann: Et pro eodem ungelto dedorunt cives domino Eberhardo episcopo trecentas libras hallensium, aber dies ist eine Wiederholung der Stelle p. 190, 29. 8) 3 b tempus. h ) 2. 1 8. ÜB. I nr. 335. * Das Geschlecht derer von Oberstem kommt erst "» Ende des XV. Jalwhunäerts vor. Sie besassen in Offstein, Kreis Worms, hur- 35 Pfälzische Lehen, s. J. G. Widder, Geograpli. Beschreibung der Kur-Pfalz III, 232, und Wugner, Blieinfmsische Wüstungen. In der Gemarkung von Off stein liegt eine fwg, nach Widder Oberstein genannt, vgl. auch Wörnei; Kunstdenkmäler im Gross- herzogthum Hessen, Kreis Worms, p. 109. Jedenfalls ist der Zusatz: qui nunc ii de Oberstein dicuntur späteren Ursprungs, vgl. Kösler, p. 85. Iacobus Rape de Altzeia, 40 nuch Iacobus de Lapide genannt, ' Bitter, wird urkundlich 1246—1260 erwähnt. ■Landolf. * Landolf tear Juni 1245 in Verona beim Kaiser Friedrich II, -B---F. nr. 3484. Nachdem der Kaiser 17. Juli von neuem vom Papste gebannt worden Wa f, legal) sich Landolf nach Lyon zum Papst, wo er 14. November die Absolution langte, Zorn 86. « 192 Chronicon Wormatiense. idem Iacobus consilio fratris sui Alberti dicti Rape cantoris Wormatiensis l maxima fraude et astutia volebat acquirere dictum castrum ad Lapidem* 2 . Preparaverat vero duos currus magnos et bonos, reponens super illos sedecim armatos et balistarios, et desuper pannis contectos avenam superponens, ita 5 quod omnibus videntibus currus avenam deportantes videbantur. Quos etiam currus ad Lapidem transmisit, et a longe cum multis armatis secutus est eos. Transeuntes Rhenum apud Ibernsheim 3 currus pervenerunt prope castrum. Primum pontem transeuntes clamabant ductores illis super castrum: „Intromittere hanc avenam, que missa est vobis." Uli enim gavisi exierunt 10 in occursum avene. Pauci autem tunc erant in Castro, quia Henricus de Hoheneck, frater domini * episcopi, cui castrum erat commissum, non erat tunc ibi. Familia vero non propriis sensibus sed Dei gratia muniti ulterius non progrediebantur. Videntes hec ductores, quod familia quasi premunita staret ante portam, fugam capientes, reversi sunt. Iacobus etiam cum equitantibus ii domum succendit et statim recessit. Et eccc fraus eius et fratris sui cantoris 134s astutia nichil profuit. Acta hec sunt 1245, dominica prima adventus domini. mw h Rursus de Iacobo milite. Anno 1258° idem Iacobus miles mortuo Alberto fratre suo cantore Wormatiensi possedit curiam ipsius prope sanctum 20 Andream. Et sub domino Richardo episcopo d assumptus est in consilium et pro tempore magister civium effectus 5 , atque de quatuor diffinitoribus M* inter civitates Moguntiam, Wormatiam et Oppenheim, secundum statuta con- federationis unus fuit assumptus et constitutus °. Et hiis 8 temporibus multos 13S7 honores obtinuit, et a quibusdam dominis tarn predia quam vadia sive alia 2f> bona auxilio eorum sibi usurpavit. Interea tarnen talis excessus perpetravit, quos consules salvo iuramento sine iudiciis preterire non audebant. Super quibus iuste et rationabiliter convictus secundum iura et consueludinem civitatis Wormatiensis in consilio proscriptus fuit; quod tarnen a consulibus tacite conservabatur. Ipse vero hec considerans quecunque potuit mala consulibus :io et tarnen occulte machinabatur. Interea accidit, quod quedam discordia inter ipsum Iacobum et quendam civem de consilio Edelwinum in vico sancti Petri residentem 1 per verba contumeliosa a Iacobo predicto exorta fuit, ita quod postea Edelwino modis quibus potuit detraxit, volens ipsum coram domino episcopo convenire, ad que dominus episcopus secundum iura civitatis 35 a ) In Klammern zum Stein. •>) 2. <=) Nicht 1257 xoie Böhmer liest. d ) Nach episcopo steht bei 2 in Klammern : nobilis Heros a Daun. e ) 3 his. 1 Alberlas Bapa, Bruder des Jacob Rape von Stein, kommt urkundlich 1233—1234 als Domlierr von Worms und 1238 — 1242 als Kantor der Wormser Kirche vor, s. ÜB. I Reg. p. 404. Er hielt zum Erzbischof von Mainz, wurde deslialb vom Bischof 40 Landolf seine)' Pfründe entsetzt und erhielt vom Papst Innocenz IV Unterstützung, s. Berger, les registres d'Innocent IV. I nr. 1391 p. 213. 2 Stein am Ausjluss der Weschnitz in den Rhein unterlialb Worms. lieber die folgende Erzählung vgl. auch Zorn 86 f. 3 Ibersheim Kreisamt Worms. ♦ Heinrich von Hohenecken (Burg sw. von Kaiserslautern) ist wohl identisch mit dem in den Wormser Briefen « ÜB. I p. 397 f. erwähnten H. de Honecgen civis Worm. 1253 wird er als gestorben erwähnt ÜB. I p. 158, 9. 5 Kommt als solcher urkundlieli nicht vor. * 1254 8. ÜB. I p. 169, 42. 7 Edelwinus ivar zwischen 1248 — 1257 Bürgermeister vo Worms, ÜB. I p. 424. Chronicon Wormatiense. 193 semper sc paratum exhibuit. Quod tarnen quibusdam honestis personis ad decidendum commissum ex utraque parte cxtitit, et sie prefatus Edelwinus nulluni sui tiinorem liabuit. Accidit autem quod predictus Edelwinus una cum Wernhero Dirolfi l pro necessitate civium Wormatiensium Mogunliam missi, navigio descenderunt. Hec cum audisset Iacobus miles, qui adhuc i cum uxore et tola familia sua VVormatie habitabal, ascensum ipsorum con- siderans, convocatis amicis suis, insidias ipsis imposuit. Et sie die sabbati circa meridiem oetavo kal. septeinbris de curia sua exiens ita quod nulluni A*g.a malum de ipso fieri presumebatur, apud Durencheim super Rhenum 2 ipsos armata manu invasit, volens oeeidere Edelwinum, qui a divina protectione in evasit. Wernherum vero Dirolfi diris vulneribus afflictum quasi semivivum seeuni Altzeiam deduxit. Idem vero Wernherus suus prius erat familiaris et specialissimus ainicus, nulluni malum de illo confidens. Vulnerati sunt etiam ibidem a dicto Iacobo et suis complieibus tres de civibus, videlicet Hartlibus 8 filius Gerlaci, Edelwinus filius sororis Edelwini prenominati, et 15 quidam nauta, qui omnes se viriliter defenderunt. Acta sunt hec anno do- mini 1257, die sabbati 8 kal. septeinbris eo tempore quando dominus Ricliar- i£"l 9 . dus, qui sc pro rege gerebat, processerat de obsidione Bopardie, volens Mogimtiam intrare 4 . Statim post paueos dies remissus est Wernherus Dirolfi captivus, et » duxit eum dapifer de Altzeia in Wormatiam valde debilem, ita quod magnis jaboribus evasit de vulneribus. Postea convoeavit idem Iacobus amicos suos 111 villam Westhoven, et procedens cum armatis ducentis in contumeliam civium Wormatiensium equitavit prope Ffeffelnkcim b , verbis et factis quibus Poterat ipsos subsannavit. Gives vero super modum conturbati iniurias et k °Pprobria sibi ab ipso illatas vindicare conabantur, attamen mediantibus honestis et nobilibus personis ad tempus aliquod fuit sepius paeificatum. [Preteritis vero aliquibus diebus mortuo domino Richardo Wormatiensi *■ *»». episcopo successit sibi venerabilis dominus Eberhardus, qui electus fuit in d 'e innocentum et confirmatus a domino Moguntino archiepiscopo in vigilia 30 ss. d^,. 0ci >li anno 1258 5 . Qui statim sibi assumpsit ad faciendam concordiam 2 xl>i,r. inter cives et prefatum Iaeobum. Quod tandem mediante domino Emichone c '°inite de Liningen pure et plane dicto domino Eberhardo Wormatiensi electo fuit recommissum, salvo tarnen per omnia iure civitatis Wormatiensis. Ipse vero dominus electus post multos traetatus, quasi impotens Iacobi, sie stare 3.1 promisit u ] Dictus vero Iacobus feria quarta in pascha anno 1258 eum suis egre- . J7 [% r: d 'ens de Castro Guntheim 7 accessit Lidrichisheim 8 , et ibi pistrinum et domus a ) qui fehlt bei J>. h ) 2 l'l'effelncklieini. , ' Wernherus oder Wemzo Dirolfi ciris Wwm. kommt, urkundlich 1346—1379 40 lw , VB.Ip.m, * Bhein-j)iirkhrim KA. Worms. » Ein Ihirgcr llmihcb Mmmt urkundlich vor Tili. I p. 4M. * Am Stf. Ana. ist König Richard m Mainz. ".*■ aber oben p im ' « J)i e narre Stelle von Preteritis vero — stare promisit ist em Einschiebsel, s. Röster p 85.' ' Gundheim KA. Worms. Die Burg ist noch l n Ruinen vorhanden. " Eingegangen«» Dorf beim Nonnenbusch ». von Worms, u JetH Litterslieimcrhof genannt. 'Wonnsni- Ohroaiken. 13 194 Chvonicon Wormatiensp. Edelwini corruit et secavit, ac postmodum accedens Nitdenshcim a l horreum C. Dirolfi 2 incendit mense maio. Peractis vero hiis commotus est venerabilis dominus Eberhardus electus Wormatiensis, et eonvocatis amicis suis diligenter, volens hostiliter et potenter procedere contra dictum Iacobum. Videns hec '■' lacobus misit ad dominum b illustrem virum Henricum Hirsutum comitem, fratrem ipsius domini electi, compromittens et subiiciens se totaliter et de piano suo arbitrio. Et ad preces domini electi cives id ipsum fecerunt. Et sie pulsata campana super curiam, convocato populo episcopus Wormatiensis concordiam et amicitiam inter cives et Iacobum militem promulgavit. In vi i: 'mi 10 pentecoste vero, cum dominus electus causam sibi cornmissam utrique parti diffinitive pronuntiare voluisset, dictus lacobus totaliter contradixit aliquo modo se velle pacem 0 conservare, nisi episcopus suam voluntatem per omnia pro- nuntiaret. Et sie factus est novissimus error peior priore; et episcopus supra modum commotus. Postea idem lacobus nolens desistere a proposito maligno Juni 16 1258 in iunio misit quosdam de suis in villam Lidrisecheim et succendit ibi horreum Edelwini. Et similiter etiam aliqui de suis intrantes villam Sultzen 3 , lorcular Henrici Richeri * ibi seeaverunt. De quibus iterato dominus episcopus conturbatas, supervenerunt illustres viri dominus Emicho comes de Liningen et Philippus de Holienfels, assumcnles sibi lianc discordiam totaliter sopiendam, üo sub hac forma, quod omnia dampna a Iacobo civibus illata post episcopi m. Juit promulgationem pacis vel facta usque ad festum saneti lacobi ad integrum restaurari deberent. Si vero dictus lacobus episcopi vel predictorum domi- noium arbitrio in aliquo resisteret, per hoc dominus de Hohenfels ipsum Iacobum et suos fautores ab omnibus mnnitionibus totaliter eiceret, et sibi äs vel suis nullum adiutorium prepararet' 1 vel prestare a suis amicis permitteret. •2:?juii Interea anno 1258 in festo saneti lacobi supervenit dominus Richardus Romanorum rex in Wormatiam s , qui sibi etiam ista assumpsit, et treugas 24. An,/. fecit usque ad festum saneti Bartholomei, quod erat in proximo. Et tum per dominum regem medio tempore nichil super co fuit attemptatum 0 sive m lerminatum. Postea superveniens dominus Philippus de Holienfels sepius treugas fecit pro eo maxime, quod iuratus erat civibus contra ipsorum iniuriatores. Et licet super hoc sepissime commonitus a civibus, tarnen nullum ipsis auxilium impendebat, promissorum et iuramenti immemor extitit, et quod maximum erat infra treugas ipsius domini Philippi dictus lacobus 35 cives offendit quantum potuit, agricolas eorum in villis de omnibus eorum vi. Au,,. expellendo. Nam in die saneti Hyppoliti processit lacobus scultetus de Oppenheim cum quibusdam de civibus suis et illis de Altzeia ante civitatem Wor- matiensem molendinum Eberhardi militis secare et incendere, in Herlesheim G horreum H. Richeri plenum annona concremavit. 40 a ) 2 Nitdensham. *) 2 dominum electum ill. etc. c ) p. fehlt in der Jh. •1) 2 preparet. e ) 2 attentatum. ' Niedesheim s. Wurms, pjiit. HA. Frarikenthal. 2 Conrad Dirolfi, amsul. Warm. 1284—1362, s. ÜB. 1 p. 421. :l Watwucheinlich Hohen-Suiten w. von Worms. * Dieser kommt urkundlich oft rar, s. ÜB. 1 p. 4(')H. '' Der Ki'miy 45 urkundete aber schon am 24, ■fnli aus Worms, s. ÜB. 1 wr. -J74. * Herrnslteim bei Worms. Chronioon Wormatiense. 195 Erat etiam ipso tempore quidam cantor maioris ecclcsie Wormaüensis nomine Iacobus>, qui erat fratruelis istius Iacobi, de cuius consilio hec omnia mala profeeta processerunt. Habcbant cnim quendam consanguineum nomine Gonradum Sulgeloch 2 , qui una cum Wernhero fratre suo et eorum com- plicibus multa mala civibus in stratis et in aquis machinabatur, predantes 5 quosquos reperierunt, Christianis et ludeis sua auferendo, et aliquos captivando, alios vero vulnerando. Inter ista etiam mala, quod peius erat, commiserunt. Vidclicet dictus Sulgeloch cum quibusdam de Altzeia», sub noctis silentio Wormatiam accedentes, horreum et edificia Conradi Dirolfi civis Wormaüensis, sita extra muros super rivum versus et in opposito claustri ad hortum w sanete Marie in strata Spirensi, clam et supra umbra noctis totaliter et furtive succenderunt. Et transeuntes prope claustrum cuidam viro fide digno nomine Wernhero de Mulenheim, procuratori dicti cenobii 3 , iacente in lecto suo, sibi proclamantes, viva voce ad ipsum loquentes, hec se fecissc fatebantur; nichi- lominus ipsum rogantes, ut dicto Conrado et civibus hec vellet proferre ex U parte ipsorum, et preeipue Sulgeloch cum diecre rogavit. Acta autem sunt hü nefandi excessus anno 1258 in prima nocte post diem apostolorum Simonis fl « °L lüde. Postca vero in die sanete Cecilie aeeeperunt civibus Wormatiensibus s £ '^„' r . idem Sulgeloch, Wernherus frater suus, Wernherus Rufus, Lulei Livinus, Gwenselinus et quidam alii de Altzeia 1 ' eorum complices, equos oetodeeim '■» ante portam saneti Andree, et deduxerunt eos in Altzeiam. Super hüs° vero invocabant' 1 episcopus Wormatiensis ac cives auxilium amicorum et domi- norum suorum. Et habita honesta congregationc amicorum suorum prima , ^ dominica in adventu domini mediante illustri viro Emichone comite de Liningen induetus preeibus amicorum Conradi de 0 Sulgeloch, fideiussores dati sunt a 25 dicto Sulgeloch ad restituenda omnia dampna tarn per incendium quam per rapinas civibus facta f , emendam vero super offensis episcopi et civium secim- dum consilium domini Emichonis comitis, Godelmanni de Metis 4 et Berchtoldi do Lumersheim 5 faciendam. Postea vero feria quarta ante festum sanete Lucie virginis obtulit se Iacobus miles dictus de Lapide in manus episcopi W 11. ß«. Wormatiensis, dans sibi fideiussores faciendi simpliciter et precise et sine omni conditione quiequid ipsum iuberet facere super omni discordia et emenda inter ipsum et cives Wormatienses. Et sie reconciliati sunt cives arbitrio venerabilis episcopi cum predicto Iacobo pure et plane anno 1259 mense Jm ianuario. Et sie reversus est idem Iacobus in civitatem cum sua familia in :ir. curiam suarn«. ") 2 Altex '-) J Altwa. <■) 1 In«- d ) 2 mvoeabat, °) &° f«hlt hei -J. f) J IHutas; dum, foliß in Klammer: hec constitit 2(W marcas argonti et ampliuH. 1 Ein Sänger Jacob kommt urkundlich 1268 vor, Uli. Ip. 162, 17. • Sulpe- -to loch erklärt Osterleu Hist.-geoor. Lexikon, al» SoUaeb %m hau: BA. Mtesbach. Arnold Tl., »1, nennt ihn Sorgenloch, gestützt auf eme Bandbemerkuna Zorn* Hs. nr.6. ' Wernher von MUhlheim Prokwrator des Klosters Kirschgarten, kommt nrkundhcli '-'"" 1263 vor s Uli 1 p 466 ' Qodelmann von Met;, Bitter und Biwgcr «m Worms, kömmt urkundlich 1236-1267 vor, s. Vit. Ip. ich. ■ Unhold von u Laumersheim ö. Grünstadt. " Vgl. Zorn p. 112 lila* 196 Chronicon Wormatiense. 2 ' 2 j^ n "Accidit anno domini 12ß0 sexto kal. fcbruarii Ebcrliardus miles filius Gerhardi' cum quibusdam suis concivibus egrodiens Wormatiam pervenit in villam Osthoven, volens ibi advocatie sue iusticiam exercere in nullius dis- pendium aut gravamen. Et cum illorum in numero essent viginti duo, super- t venerunt dominus Philippus iunior de Hohcnfels, quem Simon miles de Guntheim secutus est b una cum Iacobo inilite dicto de Lapide et aliis multis, centum et ultra armatis, super cives Wormatienses congregati, nulla diffi- datione premissa, liostiliter ipsos invaserunt. Attamen licet civium Worrna- tiensium contra tantos essent paucissimi, tarnen auxilianle Domino ipsis honeste 10 ante cemiterium Osthoven occurrerunt, conflictum durum ineuntes, de dex- trariis ipsorum triginta sex interimentes. Tandem vero capti sunt de civibus Wormatiensibus Septem, videlicet Emericho Gamerarius a , Wilhelmus de Frisenheim 3 , Ulricus frater Eberhardi *, Germanus de Bocgenheim 5 , Iohannes de Hocheim 6 , Simon de Hugelheim 7 et Cuntzo filius sororis Gonradi de u> Arbore rosarum 8 . Deducti autem sunt in castrum Guntheim et ibidem vinculis mancipati, permanentes ibidem in captivitate usque in diem sancti ;?. 9tpt. Lamperti. Hiis c itaque sie traditiose peractis continuo insurgens episcopus Wor- matiensis Eberhardus, et convocatis civibus per iustam sententiam Iacobo 20 militi, suo ministeriali antedicto, curiam suam honestam et bonam, prope ecclesiam sancti Andree sitam, iussit funditus destrui et subverti. Et ad istam destruetionem universitas animo ardenti extitit promptuosa, pro eo quod dictus Iacobus et sua parentela civitatem sepius offenderunt, et maxime quod dictus episcopus reconciliationem inter predictum Iaeobum et cives H5 fecerat, quod ipse Iacobus violenter postmodum infregeral. Destructa est 39 Jan. autem domus Iacobi anno 1260 feria quinta ante purificationem. Et cives de Oppenheim hoc tempore sui iuramenti imrnemores Iaeobum de Lapide et suos fautores in eorum civitate detinuerunt, literas etiam in mal um civium Wormatiensium eisdem tradiderunt. Et statirn convoeavil 30 Eberhardus amicos in civitatem Wormatiensein, qui d cum episcopo et civibus egredientes edificia Iacobi et Simonis ubieunque fracturis et incendiis devasta- runt. Et etiam predicti hostes liorrea civium succenderunt. Et qui incendia civium commiserunt, quidam erant de Guntheim, quidam vero de Altzeia, et quidam de Oppenheim, egredientes et ingredientes Oppenheim, hec dampna 3.'i civibus intulerunt. Et dampnificati sunt cives per incendia extra civitatem ») 2. b ) In der Hs. steht nur secum; Böhmer ergänzt habuit, Pertz habuit oder duxerat, KSster p. 101 secutus est, weil sonst Simon der Anführer des Zuges gewesen wäre, während doch Philipp der vornehmere war. °) 2 liis. tl ) qui fehlt bei 2. 4,1 ' Eberluirdus Ware, miles Warm, dictus de Erenberg, Sohn des Oerhardns dictus Magnus, miles Worin., 1247 — 1280, s. Uli. II p. 737. 2 Em'ich Kämmerer, Mittel-, kömmt urkundlich 12(11—129!) vor, s. ÜB. I p. 412. ' Wilhelm von PYiesenheim, Ritter, 1261—1269, s. (JB. I p. 480. ' s. ÜB. II, 737. s Bockenheim siv. Wonns. e Ein Johannes von Hovhhcim, Ritter, kommt 1276 vor, IIB. I 45 p. 245, 20. 7 Ein Simon von Heuchelheim, Ministerial, kommt 1216 vor, IIB. 1 p. 93, 4. " Konrad zum Rosenhaum, Wormser Bürger, Consul, 1249—1266, IIB. L 466. Chronicon Wormatiense. 197 plusquam ad duo milia marcarum. Erat etiam in illis temporibus quidam cantor maioris ecclcsie Wormatiensis, filius fratris Iacobi de Lapide 1 , malefactoris civium Wormaticnsium. Et idcm nomine lacobus cantor, vir bellicosus, etiam» aderat conflictui in Osthoven, et inter partes eolloquendo equitabat, ita quod suspectus totaliter a civibus est reputatus. Et idem cantor postea civitatem 5 non frequentabat. Ac similiter Bcrlewinus canonicus maioris ecclesie 2 , filius domine Utde, sororis Iacobi. Et sie tota progenies illa innumerabilia mala dampna rapinas civibus Wormatiensibus indesinenter inferebat. Nomina autem illius prosapie sunt: Hesene, Buntrime, Hependip, Rübe, Rode vel Ruffi, Gransones, Sulgeloch filii Utde, Gunckeshorn, Grenni, Ziunii et eorum com- 10 plices et sequaecs. ludei vero videntes cives in hoc facto denariis indigere, ^ dederunt ipsis trecentas libras hallcnsium anno 1260 ante dominicam letare, l4 . März de quibus cives amicis domini Eberhardi militis dederunt quadraginta duas libras hallensium 3 . Accidit autem die placiti, videlicet sabbato intra oetavas pentecostes, » 39. Mai statuta apud Hocheim coram Eberhardo episcopo Wormatiensi et Henrico Spirensi, presentibus nobilibis viris H., R. et C. Hirsutis comitibus 4 , Philippe de Hohenfels et filio suo Philippo, Wirico de Duna et Wernhero de Bolandia 5 , facte sunt treuge inter cives Wormatienses et adversarios eorum lacobum et Simonem ad quindeeim dies. Et expleto placito ipsa die quidam adolescens » nomine Iohannes de Liechtenstein 6 exiens civitatem, confidens de treugis, pervenit Mumesheim 7 . Et ecce quidam miles nomine Robelo de Bischoffesheim et Sulgeloch et quidam alii, ipsi Iohanni insidiantes, ut eum caperent vel oeeiderent, persecuti sunt eum. At ille Iohannes divino sibi cooperante auxilio manus ipsorum evadens oeeidit Gonradum Sulgeloch ipsa die in foro, ss et reversus fugiendo intravit Wormatiam. Et sie tota provincia liberata est a maximo tyranno et malefactore. Erat autem hiis temporibus lacobus cantor extra civitatem semper armatus, contra cives incedens. Illis vero temporibus auxilio Spirensis episcopi factus est auxiliator illustris dominus Emicho comes de Linningen episcopi et civium Wormatiensium adversus lacobum de Lapide, w Simonem de Gundheim et eorum complices, ac contra omnes eorum iniuria- tores, et similiter ipsi sui, sicut in literis super hoc confectis continentur anno 1260 in die saneti Bonifacii 8 . s./mt b Sciendum est et memorabiliter retinendum, qualiter dominus antiquus comes Geminipontis ° civitatem Wormatiensem malus annis retro impetivit d 35 et impulsavit omnibus modis, asserens se esse burggravium 6 Wormatiensem f a ) 2 qui eciam. *>) 8» 8» und 2, Ha. 2: Anno 1261. Hoc anno dominus antiquus comes Genimipontis etc. °) 2 üenimip. 3» Gemip. <>) 3« 3" multis "npetivit. 3>> impedivit. °) 3* burgravum. ') 3 b Wormatiae. 1 s. o. 192, 37 ■' Kommt whmdiicfi 1269—12HI vor, ». Uli. 1 p. 408. 40 1 Vgl. auch Zm-np. tlUff * Heinrich, Rupert und Konrad, Rauhgrafm, s. ÜB. I P- 440. » 8 . den SOmeoertrag vom 16. Sept. mo, ÜB. I nr. 289. «Ein •lohmnes von Lichtemtein kommt urkundlich 1369 vor, ÜB. Tp. 336,84. Wahr- »clieinlich Mommenheim, KA. Oppenheim. " These Urkunde ixt nicht melir vorhanden, « 108 Chronicon Wonnatiense. et de iure iudicandi* super edificia solius b civitatis, quod dicitur uber- zimbere 0 , et alia multa et magna iura ibidem d affirmabat se habere, civibus sibi ad omnia resistentibus. Ipso vero defuneto illustris dominus Heinricus filius suus ipsi e successit, qui id f ipsum totis viribus contra civitatem et cives s aftirmare ineepit, spolians ipsos et aliis quibus» potuit aggravando. Tandem vero post multa tempora, mediantibus viris discretis et paeificis, ad hoc per- duetum est divino auxilio, quod dictus dominus Hcnricus comes in duodecirn personis concordavit, quod quiequid illi scrutari possent h et que prestilo iura- mento dicerent, ratum et firmum apud ipsum et suos heredes perpetuo per- w maneret. Qui duodecirn statuta sibi die coram dicto domino comite et suis consiliariis, in presentia et in palatio venerabilis domini Ebcrhardi episcopi Wormatiensis et multorum dominorum et 1 aliorum comparentes, ca que pereeperant vel k perscrutati erant, sive que sciebant aut ipsis 1 cognita fuerant super omnibus iuribus, que ipsc dominus comes in civitate habebat, prestito 15 iuramento corporali proferebant. Videlicet quod prefatus dominus comes non aliud iuris haberet in civitate, nisi duodecirn libras Wormatiensis monetc, quas comes, qui eligitur in festo saneti Martini singulis annis sibi vel cui- eunque destinaverit solvere et dare quatuor vieibus, videlicet in quatuor tern- poribus, teneretur, et ipsum dominum comitem ctiam habere curiain propo 20 sanetum Kilianum sitam. In hiis m tarn ipse quam dominus Eberhardus comes filius eius n pro se et omnibus heredibus sive successoribus suis mani- festc consentientes, literas suas venerabilis domini nostri episcopi et eorum sigillis confirmatas 0 super hoc tradiderunt. Similiter et cives suas literas cum sigillo eorum super codem contulerunt, profitentes etiam ex utraque 25 parte suis literis sub debito iuramenti 1 ', quod ad invicem super omnibus ipsis iniuriantibus perpetui debcant' 1 esse adiutores, civibus excipientibus do- vmi ininum regem et eorum episcopum. Acta sunt hec anno domini 1261 '. r Anno 1207 tanta fuit vini abundantia, rjuod carrata vini fuit empta 10 solidis, et dabatur etiam gratis ad colligenduni, quod non poterat reservari. so "In antiquissimis tapetis ccclesic maioris Wormatiensis, datis quondam a Nibelungo dicte ecclesie custode ac saneti Pauli preposito 2 , quibus primi episcopi dicte ecclesie Wormatiensis intexti sunt, hec habentur carmina: a ) Die Uns.: ittdicandum. b ) 3 a tocius. °) 3 a uberziminern; 3'> uber- zunemen. d ) 3 a 3 b idom. ») 3 a ipso. f ) 3 b ad. e) 2 alios quos. 3" 3. r > ipBos et fioiederdurchgestrichen) alioa quibus. •') 3 a 3 b scrutari poterant. ') 3 a ac. k ) 3 b et. 1) ipsis fehlt in 8» 3 b . m ) Die Hss. his. n) 3a fili us 8UU8 . °) 3" 3 b confirmato. P) 3 a iuramento. Q) 3 a invicem s. 0. lüis et ipsis iurantibus perpetui debent. r ) Zorn- Wilck p. 288 in antiquo chronica. ») aus 3 a fol. 26 b . 1 Vgl. Zorn p. 117, der den Vertrag auf den 1. Mai 1262 setzt. Köster p. 72 40 hält ganz richtig die von Zorn überlieferte Erzählung für die ältere unmittelbarere aus der mit unserer Version geschöpften gemeinsamen Quelle. Zur Sache s. ÜB. II nr. 442. 665. Kühne p. 164 f. * Kommt urkundlich 1127—1160 vor, ÜB, I p. 456. Chronicon Wormatiense. 199 Sanctus Petrus loquitur: Est mihi primatus solvendi vincla reatus. Super capita episcoporum: His benc erevisti, prescns o vinea Christi,. Quos pietas iure recoht signantque figure, s Nobilitas, morum probitas, et in his meritorum, Nomini fecerunt famam laudemque, vigerc Nunc quasi convive Petri vel sicut olive. In tapeto cum apostolis et prophetis dcpicto: Primicias fidei pandit et acta diei, 10 Iuris apostolici primates, regis arnici, Sunt meritis aucti, quia pneumatis Organa sancti, Enarrant isti septem miracula Christi, Gratia quo crcvit qua celos civc replevit. In circumferentia capitis sancti Petri in sigillo: 15 Semper eris clipeo gens mea tuta mco. In circumferentia sigilli consulatus Wormatiensis iste versus cxa- ratus est: Te sit tuta bona Wormatia Petrc patrono. In circumferentia sigilli sancti Andree: 20 Te sacer Andrea bullala tigurat ydea. BEILAGEN ZUM CHRONICON WORMAT1ENSE. A. Auszüge auH der alten Wormser Chronik in deutscher Ucbersctzung au» dem Anfange des XVI. Jahrhunderte. 1. Version. 2. Version. B. Wormser Mauerbauordnung aus dem X. Jahrhundert. C. Angebliches Privileg Heinrichs VI. aus dem Jahre 11!>0 1). Weistum über das Amt des Kämmerers, des Schultheissen, der Ueini- burgen und das Gericht von Worms. E. Ueber die Wormser Zollfreiheit in Frankfurt a. M. V. Bruchstücke aus einer Rheinischen Chronik. G. Urkunden und Akten zur Geschichte der Jahre 1401 —1430. A. Auszüge aus der alten Wormser Chronik in deutscher Uebersetzung aus dem Anfange des XVI. Jahrhunderts. I. Erste Version enthalten in Acta Wormatiensia St.-Ä. W. nr. 11. Band I. 1187—1407 t fol. 194—210. (A). Concepte hiegu im St.-A. Band 1936, Bogen P9 ff. (C). Nach anzeige der alten unnd glaubhafftigen cronicken so ist nach /"'• »W t>. der statt Trier hundert zweyunddreyssig jar die statt Wormbs gepawen y on «r«» anworden von einem volck, das* sich ausz der statt Trier gethan an den buhung der Reyn in dis Wormsser gaw, da sie sich nidergeslagen haben und genant io sein gewesen Vangiones, die haben anfangen die statt Worms zu pawen Va»§ionm. am Reyne, und warde die statt genant nach dem selben volck Vangionum urbs, das wir itz heissen corrupto vocabulo Vurmbs, und ist ein frey volck gewesen. Auch zeigen etlich cronicken, das Wormbs sey in drey geteilt gewesen; ein teil b hab geheissen Vangie, das ander Burgentrich und das u dritt Wormbs. Item die gegend des lannds am Rcynstram auff diseni geslad des Reynes hat geheissen Gallia alta inter Belgicas etc. bis an das landt | Frankreych etc., unnd haben das volck der stat Wormbs der *»*• zeit kein herrn gehabt noch erkant und under inen selbs ein hertzogen c gcwelet bis auff zeyt keyser Otto des ersten, ist ein hertzog von Wormbs » nr einem streyt erslagen worden in dienst desselben keyser Otto des ersten bey Augspurg auff dem Lechfelt. Darnach haben die von Wormbs kein hertzogen mer gcwelet und doch ir frcyheit unnd denselben fürstlichen tittel für unnd für behalten unnd sich des gefrewet und gepraweht alle zeit bis auff büttigen tag. Die statt und burgerschafft zu Wormbs sein dieselbig zeit in >s dapfarem vast vermuglichem stände unnd wesen gestanden unnd haben vil von der ritterschafft unnd gutleut bei inen herkommen gehabt vil zeit, das sie a ) Ans fehlt in A. h ) A: tittel. c ) Am Hände von A mit anderer Schrift: eyu hertzote zu Worms; die oronio original findt man zu Augsburg zu saut Ulrici, da selbst ist der hertzog gemalt in der seidacht, und ist in den halsch geschossen worden so mit einem pfile, hat auch eyn grosz volck zu fusse mit im gehapt, wie das gemalt anzeigt. 204 Beilage A 1. keinen hern erkant unnd sich bei iren freyheitten selbs gehandhabt, bis das sie sich darnach one mittel an das Romisch reych selbs willigklich gethan haben, doch mit der masz vorbehalten ir f'reyheiten, wirde, titel, alszdann unnser voreitern und wir ye und ye mit dem selben zusatz als eyn frey s gefurste statt Roinischen konigen und keysern gehuldet haben*, das wir b weysen mögen, wie dann solichs auch die eids- | formen anzeigen. Inn den selben zeitten für unnd für bis auff zeit bischoff Heinrichs eins grafen von Leyningen sein viertzig ratshern hie zu Wormbs gewesen ausz Satzung und freyheitten Romischer konig und keyser, nemlieh zwolff ritter 10 und achtundzweintzig burger, die die statt Wormbs regierten unnd alle ober- keit inerum et mixtum imperium gehabt haben. Unnd so derselben einer oder mer todes abganngen sein, haben sie selbs andere gcwelet und gesetzt, deszgleichen ein schultheyssen, ein graven und richter an das gericht; und das solchs war sey, das viertzig ratsmann der zwolff ritter und die andern is acht und zweintzig burger gewesen und regiert und sich selbs besetzt haben one ein bischoff, zeigt lauther und clar an die alt cronic unsern vorfarn Va»g*onum. durch die pfaffheit übergeben folio XII. XXXV; der selben chronicken sein drey einer handtschrifft, des orts der ein bischoff ein, das domcapittel die ander unnd wir burgermeister und rate die dritt haben, gleych gestalt, eins 20 gebends, einer grosse und eins buchstabens, wie dann mein gnediger 19«. herre von Wormbs' nehst vor der ver | samelung selbs geredt und bekannt hat. Derselben cronicken weithern glauben zu machen, so haben wir das in dreyen oder vier freyheitten; die erst von keyser Friderichen dem ersten, die ist geben hundert drewunndzweintzig jar vor der zeit des ersten Vertrags 25 mit bischoff Heinrichen 2 ; und die andern darnach also nacheinander; inn den selben freyheitten ist dem rate gegeben und zugestellt zurichten über den friden malefitz und ander etc. und auffgesetzt die viertzig person mit disen worden: Super integritate itaque predicte pacis iudicande XL. consti- tuantur iudices videlicet XII milites et viginti octo burgenses etc. 3 . Der- :w selben freyheiten die solichs anzeigen sein zwo elter dann bischoff Heinrichs rachtung und die bischoffe zugezeugen darinn benennt, und zwo freyheiten darnach eine, in dreyen jaren nach bischoff Heinrichs rachtung*, da solich anzal der viertzig ratshern auch wider auffgesetzt ist bey keyser Friderichen dem zweyten, unnd ein bischoff zu Wormbs dabey gewesen, darauff auch die 35 burger den rate wider wie von alter furgenommen haben zusetzen etc., als hienach weither angezeigt wirdet. | 6 Und als in der cronic auch in den freyheiten angezeigt ist zwolff ritter, ministcriales ecclesie, das hat die gestalt: zu Zeiten der gegeben freyheitten und darvor, als der Cristenglaube in dise lande kommen und man 4u angefangen hat kirchen zu bawen, haben die frommen andechtigen leyen ») 1936 am Bande: ita est in oronica t'ol. LXXXÜ. 1 Biscliof Johann von Dalberg. 2 Dieser Vertraf/ wurde 27. Febr. 1233 geschlossen, ÜB. I nr. 163 — 166, also fiel die erste Freiheit ins Jahr 1110. ' s. die Urkunde Friedrichs L, 20. Okt. 1156, ÜB. I p. 60, 18 ff. 4 ÜB. I nr. 182. Beilage AI. 205 die fürnemigsten von den bürgern besonders hie zu Wormbs sich der arbeit und fursorge der kirchen unnd gepawe ausz innigkeit unnd liebe, den sie dem Cristen glauben betten angenommen und underzogen sich der kirchen- pflege, als noch bey unsern Zeiten der gepawe des stiffts unnser lieben frawen, auch der pfarrkirchen gemeinlich, die haben sich ausz demutigkeit * genennet ministeriales ecclesie, als noch sind die kirchengesworn etc., gemeinlich die besten und fürnemigsten inn stetten und pfarren; zu denselben Zeiten haben die obersten unnd fürnemigsten der retlie sich desselben ge- flissen unnd inen denselben titel für ein besunder ere unnd wirde zugeschriben, darnach für und für bis auff gehen jar her ungeverlich, als auch hie zu in Wormbs gewesen ist, ein hawsz und bcsundere gesellschafft genant die hawsz | genossen, das sein die von der ritterschafft und die von den alten geschlechten der burger, darunder sein auch die montzer gewesen. Dieselben haben sich auch etlich genennet und gemacht ministeriales ecclesie, das sein die dienstleut gewesen der kirchen, als stebler, tormenter, doten- ir> grober, glockner etc., daraus haben die geistlichen nachmals anipt gemacht unnd dieselben ampt oder die nammen der empter verkaufft, unnd haben die weltlichen die obersten und sunderlich die hawszgenossen solich embter angenommen unnd vermeinten sunderlich freyheiten des titeis halben daraus zu ziehen, als ob sie nit schuldig sein solten mit andern burgern zu wachten 20 und zu hütten noch andere ambt oder bürgerlich beswerde zutragen, ut notatur in cronica fol. XI11, ist tribut auch auff sie gelegt. Auch meinten sie nit schuldig sein vor rat oder gericht zurecht zu steen, und hetten ein besonder gericht fürgenommen genant das dienstgericht, und wolten niemands recht sin dann vor demselben dienstgericht, unnd wolten doch dieselben n ministeriales im regiment sein gemeiner stal, unnd haben also als die vordersten des re- | giments sich in die freyheitten mit der anzal der zwolff ritter stellen lassen, damit sie allweg in dem regiment weren unnd andere regierten, die doch nit wolten regiert werden, und haben sich freyheiten wollen geprauchen inn gestalt als diener der kirchen, und sein dem bischoff noch der kirchen an nit insunder als irem oberen oder lehenshcrn oder dergleychen verbunden sonnder frey burger gewesen, und solicher dienstleutc noch in leben; aber die gesellschafft der hawszgenossen ist abgethan l uund ist derselb titel oder predicat ministeriales ecclesie nit der kirchen noch den bischoffen zu gut sonnder erst aus andacht und demutigkeit unnd darnach denselben burgern x> z u irem vorteil angenommen unnd aufkommen. Darumb so kan oder mag «n der bischoff kein oberkeit noch gerechtickeit des ratbesetzens halben daraus s chopffen. Ist auch noch in mer stetten, das etlich gesellschafft sein, daraus ein zal burger in die rethe genominen werden. Wir mögen auch weysen das etlich burger dienstleute sein geheissen gewesen unnd haben kein lehen 40 °der ambt gehabt von bischoff noch der kirchen unnd vermeinten sich dannoch der obberurten | freyheitten zu gebrauchen noch bey unsern l( igen in X. XX jaren, quere folio LXXXIX et XC. illis verbis: videns 1 s. die Urkunde Friedrichs III. vom 11. Dez. 1488, bei Moritz, Vom Ursprung "W Keichsitädte, Appendix nr. 88 p. 198. *s 20R Beilage A 1. etiim a dominus episcopus instarc lctn[ms in quo scultctus et iudices cligi a consulibus debebant etc. ibi continuetur cronica ad efl'ectum etc. l . Als nun wie obsteet die burgerschafft zu Wormbs ir regiment und ratbesctzung selbs gehabt haben mit den viertzig personen, XII ritter und s XXVIII burger b bis auff zeit kcyser Friderichs des zweyten, ist der zeit ein bischoff zu Wormbs gewesen genant bischoff Heinrich, und als derselb keynerley oberkeit mit rate und gericht nicht zu thund gehabt, hat derselb bischoff Heinrich getracht noch dem regiment und oberkeit im unnd seinem stifft zuzuziehen; unnd als deszmals kcyser Friderich der zweyt ein hof ausz- 10 geschriben gein Ravenna in weltsch lande, da er sein wesen hat, schickte sich der selb bischoff an den keyserlichen hof zu reyten unnd bäte den rate zu Wormbs | ime darzu beholffen zu sein unnd ime ein summa gelts zu leyhen, so weit er ir Sachen auch gctrewlich werben bey dem keyser etc. Auff solich bett unnd erbieten ordenten die von Wormbs dem bischoff zu is etlich pferde auff iren kosten. Als nu der bischoff unnd die von Wormbs an den keyserlichen hof kamen, da waren etwo vil bischoff ausz Teutschcn landen, die practicierten mit einander und brachten zu wegen einen gemeinen brieff und vermeint mandat wider die stette gemeinlieh in Teutschcn landen, das die stette ir rethe und zeunfft solten abthun unnd die bischoff insehens 20 haben in die regimente, wie dann solicher briefe oder mandat durch mein gnedigen hern von Wormbs in vordem tagen für die versamlung der stend des reichs diser zeit hie zu Wormbs bracht und verlesen ist 2 ; aber in demselben vermeinten mandat die statt Worms noch andere stette in sunder nit henant unnd dasselb mandat den stetten zurück auszbracht auff der bischoffe Sit angaben unverhort der stette freyhcittcn gerechtiekeitten und notdurfft etc. Unnd als der bischoff Heinrich darnach wider anheimsch käme, gepraucht er sich des | mandats unnd in crafft desselben erfordert er die burgerschafft zu Worms mit gebotsbrieven, sie solten iren rate unnd die gesel- schafften der zunlTt abstellen. Des achttetten die burger nit unnd beducht ao sie ungetrewlich vom bischoff gehandelt sein am keyserlichen hofe wider die statt über sein zusagen, und die freuntschaft, die sie im gethan hetten, als des ein protestacion und versigelter brieff vorhanden ist, ibi scribantur eedem littere 3 . Aber der bischoff liesse sich des nit irren und auff die ver- bietsbrieff, die er uberschickt unnd die burger nit geachtet hatten, dat er die :iü burger gemeinlich in bann und legt interdict, und zogen die pfaffen ausz der statt, und wolt man niemant kein sacrament reichen, kein kinder dauffen a ) A: cum. h ) A: aclitzolicn, darüber XXVIII. 1 Dieselbe Stelle kommt nochmals Hand III der Acta fol. 99 vor: Ex vetustis- sima cronica fol. XII. Videns eniin dominus episcopus instare tempus, in quo scul- 40 tetus et iudices eligi a consulibus debebant, ipsis institit- quanta potuit diligencia, quod in festo saneti Martini eligorent iudices et in hoc factum suum promovendo affirmavit omnia velle ad bonum torminare; consules vero, quia supra moduni de dicto domino nostro Eberhardo venerabili episcopo confidebant ei US monitis, quibus reaistere nolebant, statim in die saneti Martini consilio presidentes eligerunt scul- 45 tetum et iudices, inter quos uiium assumpserunt nomine Wilhelmum Bonne in comitem etc. ■ Reichstag zu Worms 1495. 3 Damit kann nr. 159 ÜB. I p. 119 gemeint sein. Beilage A 1. 207 noch todten begraben, und welchs mensch krank ward, dem wollen die pferrer kein sacrament reichen, er globte dann, so er wider zu gesuntheit kerne, das er wolle dem bischoff gehorsam sein, und wardc der bann teghch ye mer unnd mer bcswert. Das weret bei einem jar, als die cronie auszweyst folio XII also: videns hoc vencrabilis pater ele. 1 . Zu denselben zeitten was i konig Heinrich der siebend des ege | nanten keyser Friderichs son in Deutseben i landen, dem clagten es die bürger, der gab den burgern ein bestettigung her freyheitten unnd erlaubt inen iren rate zu halten wie von alter herkomen und sie des von Romischen konigen unnd keysern gefreyet waren; des ist sein königlich brieff vorhanden 2 . Als aber der bischoff des innen warde, 10 macht er sich zum konig Heinrich unnd handelt sovil mit iine, das er der stat ungnedig warde, dann zu den selben zeyten gieng derselb konig Heinrich damit umb und sucht wege, wie er die regierung oder adininistracion des reichs an sich bringen und seinen valter keyser Fridrich vom reich unnd sunderlich aus Teutschen lannden verdringen mocht; und hett ime des u einen grossen anhang gemacht mit fnrsten und herren auff dem Reyn stramc, die im zufielen alle, auszgenommen die stette Wormbs und Speyre; da arbeiten sich die beiden bischoff zu Worms und Speyer mit den stetten, das sie dem konig Heinrichen aueb solten anhanngen. Die von Spier Hessen sich iren bischoff bewegen unnd fielen | konig Heinrieben zu. Aber die statt 2» aoo. Wormbs wolte das in keinen weg thun unnd wolten keyser Friderichen, dem sie als einem Romischen keyser gebuldet betten, nit absteen noch wider ine seyn. Darumb warde ine der konig ungnedig und zöge darnach mit heres- crafft mit sampt den fursten und graven für die statt unnd kamen in ein vorstatt bey sannt Michel, da branten sie vil bewser ab, da zogen die burger 99 hinausz und slugen den konig und sein volck hinweg, und wurden etlicb graven der statt vynde und deten vil Schadens auff die statt reytend etc. Das spil was mit dem bischoff dran, der mischet sich darinn. Dem gab konig Heinrich laub und oberkeit und gerechtigkeit zu der statt als vil als er dorfft unnd wes er wolt gehabt ban, wie dann solichs die cronie anzeigt so folio XVIII. Als nu der bischoir in sollichem allem seinen willen gegen der statt nit erlangen mocht, dann die ritterschafft und burger der statt waren deszmals mechtig und reich und hielten sich des konigs und biseboffs aufl mit allen iren hclffern; da warde ein ander weg erdacht unnd fünden das die burgerschafft in 1 der statt getrennet unnd uneins worden unnd nemlich r, i, die hawszgenossen oder ministeriales, die wolten nit lenger im gezengk sein »nnd fielen der statt ab unnd dem bischoff zu, als die cronie anzeigt fol. XII quidam de civibus et maxime etc. 3 , also das die hauszgenossen als die alten schrifften anzeigen allwegen der bischoff und pfaifheit parthey mit lehen freyheitten unnd anderer begabt sein worden unnd doch die vordersten in m rethen gewesen unnd die statt in costen unnd scheden bracht haben mer dann umb zweymalhundert tausent guldin etc. ut in cronica Peter Gronberger. .„„„,„, Da nun die burger zweytrechtig unnd ein inwendiger krieg, warde der '^'w.'' usserlich krieg vertragen mit der statt, schaden und gutlich tag furgenommen la.i 40 erweit | Richardus unnd zu einem bischoff gemacht durch ein bebstlichen legaten fol. XXVIII. Bey demselben Richardo ist aber irrung entstanden des ratbesetzens halben unnd hat der keyser Friderich der statt ein vogt gesetzt einen graven Friderichen von Lyningcn unnd darnach ein herren von Eberstein unnd ist aber interdict gelegt vier mal unnd bann zu Wormbs fol. XXIX. 45 ' x. ÜB. I nr. 182. • s. ÜB. I w: um. Beilage AI. 211 XXX. XXXII1I. Unnd ist die form des ratbesetzens mit den newn burgern unnd VI rittern in funff jaren aber nit gebraucht noch gehalten worden. Unnd waren zwen Romisch konig Conradus unnd Wilhelmus fol. XXXIIII. XXXV. XXXVI. Dise vorgerurt enderung des ratbesetzens halben hat gewert XX. jar, das gar kein bestendigkeit des rats gewesen fol. XXXIIII. Und ist t diser Richardus gestorben anno etc. M. CG. unnd LVII. fol. LV11. Unnd sein »« l>ey seinen Zeiten zwen bischoff gewesen, Eberhardus unnd Richardus, und anno LVII hat der obberurt Eberhardus das bistumb behalten unnd ist wider denselben zu bischoff erwelet Burckhardus fol. LIIII. Dise zwen bischoff sein vertragen unnd ist Eberhardus bischoff bliben unnd hat dem | Burckhardo jerlich 10 aoe. geben viertzig lib. heller. Zu derselben zeit ist aber ein fewr auszgangen, auch irrung worden unnd die statt mer dann halber auszgeprant fol LIIII. Unnd ist der statt fyntschafft unnd vil Schadens zugefugt worden mit rauben hrennen etc. Bey disem bischoff ist der statt vil widerWertigkeit zugestanden unnd irrung gewesen in dein regiment der statt unnd etlich zeyt der rate gar is nit gesessen, unnd ist zu vier maln interdict gelegt worden. Doch so haben die zeit als der rate gesessen ist, der rate Schultheis unnd richter selbs an das gericht gewelet unnd gesetzt etc. wie solichs oben auch angezeigt ist ausz der cronic fol. LXXXIX. Nach disem bischoff Eberhart ist sein bruder Friderich zu bischoff er- 20 »77 welet | worden anno LXXVII, ut habetur in cronica fol. XGIX. Unnd aber t, v ü irrung gewesen. Wes auch dise zwen bischoff gepruder der statt unnd den burgern gewalts unnd Unrechts gethan unnd betrengt haben, da von geben gezeugknus nachvolgend bischoff Symon unnd bischoff Eberhart, als das ir heider briefe unnd vermeint vertregc anzeigen. 25 Diser bischoff Friederich ist umb feunff jar ungeverlich bischoff gewesen unnd nach im erweit worden bischoff Symon, der ist umb X jar bischoff gewesen. Bey disem bischoff Symon ist aber irrung gewesen unnd ein vermag auffgericht, darinn haben sich die hawszgenossen aber geregt, das inen derselb bischoff am vordersten verschriben hat unnd sie nennet sein hawsz- W genossen, die montzer zu schirmen unnd zu halten bey iren freyheitten l etc. Item da ist aber ein artickel des ungelts halben, das die statt solichs haben soll etc. | 207 - Item der selb bischoff Symon verbindt sich auch den rate nit zu irren, dann inen gepür der friden zu richten etc. Item er gibt gezeugknus von dem a* unrechten unnd betrangnus, das sein vorfarn bischoff der statt unnd den burgern gethan haben etc. lauth desselben Vertrags. Darnach ist bischoff Eberhart erweit worden unnd aber irrung unnd ein vertrag auffgericht in der obberurten form 2 ; derselb vertrag hat auch nit VII jare gestanden. 40 Darnach ist kommen bischoff Eberwyn, bey demselben ist grosse auffrur und irrung gewesen, als das sein vertrag anzeigt 3 ; so derselb gelesen wirdt und so man auszrechnet die zeit des ersten Vertrags bischoff Heinrichs bis auff | disen bischoff Eberwyns vertrag sein verlauffen LXII unnd dazwuschen b 1 ÜB. I nr. 408. * ÜB. I nr. 454. ■ ÜB. I nr. r>08. «8 14* 212 Beilage A 1. gewesen X bischoff unnd bey iglichem irrung also das die form des ersten Vertrags der ratbesetzung nie zehen jar aneinander bestanden bat. Inn diser bischoff Eberwyns rachtung ist am ersten zu vermereken abnemmen und verderben der statt, des Unwillens und irrung halben, so die burger für unnd 5 für gehabt, das inen ir erst loblich unnd gut regiment, darunder die alt erbar statt wol gestanden unnd regirt worden ist, abgetrunngen gewesen unnd des regiments halben darinn sich die bischoffe geslagen haben, regirt mit den funfftzehnen etc., dabey ist die statt zu irrung abnemmen unnd in schulden kommen unnd die statt darinn nit versehen gewesen, deszhalb auffrur ent- io stannden unnd nemlich ist die newerung des rates angefanngen gewesen au ff Martini rate und gericht zusetzen etc. Item sein der zeit XVI durch den bischoff unnd die funfftzehen ratsman gesetzt gewesen; so hat die gemeind aos. auch XVI gesetzt gehabt, das sein zusammen XXXII zu den j funfftzehen ratsman , macht zusamen XLVII person, die haben den rat besessen. Da ist in für genommen, das die gemeind zweintzig erbar mann ausz den vier pfarren gekorn, ausz den haben der bischoff unnd die XV ratsherren gewelet XVI, die den rat besessen haben zu handeln in allen Sachen, auszgescheiden in pynlichen Sachen, also das von der selben zeit further sein gewesen XXXI ratsperson, nemlich neun burger, VI ritter unnd XVI der gemeinde. 20 Von demselben bischoff Eberwyns vertrag ist es auch kommen zu einem ein mönch andern vertrag bischoff Iohannsen, der ist ein prediger munch gewesen. Der- ««'• selb hat den esel erst noch herter gegört; bey demselben ist es aber zu irrung unnd kriegen kommen, als das der einganng desselben Vertrags anzeigt mit den worten 1 : helffern unnd helffers helffern etc., dienern frunden etc. ar> umb myszhell zweyung spenn etc. Inn demselben vertrag ist gantz von dem ersten vertrag unnd von der ersten ordenung abgetretten unnd newerung fur- i> genommen. Also zum ersten, | das ein bischoff allein setzen soll VI ritter. Mer newerung, das der bischoff soll setzen Schultheis graff und richter, wie der rate vormals gethan hat. Da erkent der bischoff, das der rate vor solicher ao zeit das gericht besetzt hat, auch zeigt es die cronic fo. LXXXIX. Weither newerung, das jerlich XX1III person sollen aus den vier pfarren gekorn unnd eim bischoff presentirt werden, ausz denen der bischoff XVI geben soll, unnd sollen auch richten über das blut mit den XV. Da ist auch angefangen die newerung in den rate zusetzen vier bischoft'smann, unnd sein damit der rats- 35 person worden in der zale XXXV, nemlich IX burger, VI ritter, XVI von der gemeinde unnd vier bischoffsmann. Item aber ein newerung zu welen IUI burger, ausz den der bischoff ein zu burgermeister soll geben. Doch ist in demselben vertrag ein gnad den burgern vorbehalten, das die pfaffen von frucht unnd weyn, die sie ver- 40 kauffen, sollen geben ungelt unnd thun als ander burger etc. Diser vertrag hat nit zweintzig jar gewert; da ist aber irrung entstanden unnd ein 309. ver | trag auffgericht mit bischoff Bxkart; da ist aber krieg unnd fyndtschafft worden. US. II nr. 607. Beilage A 2. 213 Bey disem bischoff ist aber irrung unnd krieg entstanden, als der vertrag anzeigt unnd ein brieff mit aller zunfft insigel, unnd die statt in bann unnd acht kommen und letst ein vertrag eingctrungen, darinn aber newerung f'urgonommen ist, also das die XVI unnd die vier bischoffsman dem bischoff sweren sollen etc. Dise rachtung ist gestelt gewest auf VI jar unnd solten t die pfaffen allein zwuschen ostern unnd pfmgsten weyn schencken etc. 1 . Darnach ist kommen bischoff Matheus, der hat auch irrung mit der statt angefangen unnd das capittel auch, insunder darunder der statt vehde vyntschafft bann interdict zugestanden, unnd sein die pfaffen aber ausz der statt gezogenn unnd solich grosse beschwcrung darunder die statt in grossen i« sorgen unnd | daran gewesen unnd darauff gestanden, wo sie sich nit recht » eben und wole dar inn versehen unnd in die sach geschickt betten, das die statt durch anstcllung des bischoffs dem reich gar entzogen under andere herrschafft getrungen were unnd durch ubermereklich unnd schwere betrangnus *££%£ sein sie aber in einen beschwerlichen vertrag getrungen, als des ein besonnder « *J | *|2£* eronic unnd alt verzeichnus vorhanden ist. Auch zeigt das an der buchstab desselben Vertrags. Darnach ist kommen bischoff lohann von Fleckstein, der hat -auch irrung angefangen mit der statt unnd daran gehanngen; bis er gestorben, unnd ist derselb bischoff nit eingeritten sonnder dot her in getragen worden. »« Auch bei demselben ein vertrag auffgericht. Darnach ist. kommen bischoff Friderich genant Domeneck, der hat den krieg angefangen, wie es sein vorfar gelassen het | unnd lanng in irrung 210. gestannden als in dem weyssen pergamenten buch steet fol. XLVI 2 . 2. Zweite Version n in Acta Wormatiaisia IL nr. 12 fol. 119—135. Conzepte dazu in Band nr. 1936 Bogen B. 23 ff. Wie die bischoff in das regiment der Stadt Worms foi.usb. kommen sint. Wormbs ist gar eyn alle statt ob tausent jar vor Rome unnd inn vast •*> dapHercm wesen unnd gutem vermögen, auch eyn mergklicher adel und ritter- schafft daselbst gewesen, die offt wole und viel guts bey Romischen konigen, keysern unnd dem heiigen reich gethan. Darumb sie merglich unnd sunderlich freyheit von dem heiigen reich erworben haben also das sie genant ist eyn fr eye gefurste statt des hcilgen reichs lange zeit also herkommen, alsz des | alte 35 m. freyheitten unnd andere glaubhafftige anzeige mögen furbracht werden. ÜB. II nr. 880. 2 t. unten VI. 214 Beilage A 2. Die burgerschafft der statt Worrnbs haben auch iren nemlichen gerichts- zwang, hoe und nyder, rait und gericht under inen burgern selbs zu ordencn unnd zusetzen gehabt, nemlich XII ritter unnd XXVIII edeln und burger, die die statt regiert und gerichtet haben, als sie des loblich gefreyet sein, gülden •"> bullen unnd annder keyserlich unnd königlich brieve weysen mögen, unnd haben die bischoff mit dem regirnent der statt gar nit zu thunde gehabt, als das auch beweyszt mag werden. Item die burger der statt Wormbs haben auch noch auff heuttigen tag allen werntlichen gerichtszwang hin der statt und burgbann zu Wormbs, den 10 angriff, die frage, alle urtel zu gebben zu richten und | lcdig zu lassen vor rait und dem statt gericht, unnd sint des hin prauch unnd ubung. Ist auch also herkommen one rechtlich einsprechen allenneniglich ; es mag aber nymmer furpracht werden, das die bischoff zu Wormbs des cyniche gerechtigkeit haben noch das sie des von Römischen konigen unnd keysern oder von dem heiigen 15 reich gefreyet belehent inn regalien oder sust ye entpfangen haben. Zu Zeiten keyser Friderichs des zweyten, der sein wesen die zeit inn Lumbardyen gehabt hat, der zeit ist gewesen eyn bischoff zu Wormbs genant Heinrich, der hat getracht nach herschafft unnd obberkeit der statt abzuziehen unnd ist geritten" gein Ravenna an den keyserlichen hoff, eyn strenger ge- 20 sehyder man. Da waren auch etlich ander bischoff ausz Dutschen lannden, die bischoff brachten bey demselben keyser Priderichen ein gemeyn rescript zu wegen über die statt, doch keyn statt inn sunder | darinn benennet, auch den stetten zurugk unnd unwissende auff der bischoffe angebben, als ob sie bischoffe von mennige der ratherren unnd gesellschafften der zunfft der hant- 25 wereke inn den stetten nit geachtet würden etc., darumb der keyser gepode, das ungepürlich rethe unnd bruderschafften solten abgethan werden. Doch ist inn demselben des keysers meynung nit gewesen. Es gibt auch dasselb rescript nit zu, das die bischoff besetzung der rethe haben noch das regirnent der statt damit an sich ziehen solten. so Auff solich gemein rescript hat bischoff Heinrich zu Wormbs rat unnd gemeinde daselbs erfordert unnd ermanet iren rait auch der zunfft gesellschafften oder bruderschafften zu verlassen unnd abzustellen, des sie doch von Romischen konigen unnd keysern loblich gefreyet, lang herkommen unnd in rugigem geprauch waren. Des aber die burger nit thun. | 3r> Da praucht der selb bischoff Heinrich seinen geistlichen gewalt unnd det die burger inn bann unnd legt interdict unnd deten sich die pfaffen alle ausz der statt, dann allein die pfarrer bliben da; unnd wann yemant kranck warde, so gaben sie keyn sacrament, der krannck muszt globben, so er widder gesunt wurde, das er wollt dem bischoff gehorsam sein. Aber sie daufften 40 nit, begruben auch keynen doten. Und als solicher bann bey eyn jare geweret hett unnd ye mee ye mee besweret, so was auch der bischoff mechtig mit seinen freunden, die im anhingen unnd beystant, nemlich die graven von Leyningen unnd annder, detten der statt vil betrang mit krieges geschefften. 45 a ) geritten fehlt in A. Beilage A 2. 215 1233 122. Inn denselben zeyten nach Gristi gepurt M. CC. XXX11I, als keyser Friderich sein wonung inn Weltschen | lannden, hett er seynen sone Heinrichen zu einem Romischen konig unnd gubernator gemacht inn Dutschen lannden. Da sucht derselb konig Heinrich wege ausz anreytzung der bischoff inn Deutschen lannden, die im solichs rieten unnd hilft" deten, wie sie seinem s vatter das regiment entziehen unnd ine ausz Dutschen lannden behalten mochten. Dann sie furchten den keyser umb seiner groszmechtigkeit willen unnd zohen an sich etlichen adel Dutscher lannde, zwungen stette unnd ander, unnd als der konig an die statt Wormbs auch begert im anhang hylff unnd beystant zu thun wider seinen vatter keyser Friderichcn, des weigerten sich io die burger unnd wollten keins wegs sein noch thun wider iren herren keyser Friderichen, dem sie gelopt und gehuldiget hetten; des ward der konig zornig unnd warff sein Ungnade auff die statt und zohe mit heres krafft für die statt unnd heschedigt sie vast vil unnd lanng zeit. Dar zu hett sich der bischoff Heinrich auch an den konig gehennckt. | l5 6 Als nu die statt Wormbs inn solichen Ungnaden unnd anfechtungen des konigs auch in bann unnd interdict ist gewesen, darunder die burgerschafft viel scheden entpfmgen, haben sich aber durch keyn noit wollen lassen dringen noch abwenden von irem rechten herren dem keyser, darunder der bischoff mit allen seinen anslegen unnd furnemmen seinen willen gegen der 20 statt auch nit mögen erlanngen, da hat er die wege funden partheylickeit under den burgern zu machen inn der statt unnd auff seinen teyl bracht die montzer unnd hawszgenossen, das waren die von den gesiechten unnd fur- nemern der statt, und durch solich zurtrennung unnd partheylickeit ist es kommen zu eynem anlaisz auff etlich des dommcapittels unnd etlich von 25 den burgern unnd also furter zu einem vertrag. Inn solichem vertrag, dar inn die statt | wie obenangezei[g|t getrungen, JS ist abgestellt die ordenung der zwolff rittcr unnd XXVIII burger unnd furgenommen, das der bischoff newn burger auff seinen eydt welen, dieselben newn burger soltten welen sechs ritter, diese XV mitsampt dem bischoff 30 sollten den rat besitzen, unnd so der newner einer abginge, solt der bischoff eynen anndern, wann aber der sechs ritter eyner abginge, so solten die newn burger eynen anndern an des abgeganngen statt welen. Die gemelten XV mit sampt dem bischoff sollten hienfuro welen eynen schultheissen, eynen graven und zwen richter oder gerichts knecht, unnd der konig solt einen 35 Bürgermeister ausz den newnen unnd der bischoff eynen ausz den sechs rittern geben, unnd annders innhalt desselben Vertrags sub dato tausent zweyhundert unnd dry uund dreyssig jarc. Item das alle gesellschafften der hantwereker unnd zunfft absein, ausz- gescheiden die montzer und hawsz | genossen, die ursach sein gewesen zur tren- 40 b nung der burger, sollten bleyben; denselben haben die bischoffe besunder frey- heitten zugesagt unnd sie iren verstannt unnd verbuntnusz gehabt mit den hischoffen bisz auff sechs jarc nehst versehynen, das keyser Friderich der drit hochloblicher gedechtnusz durch eynen rechtspruch ir vermeint frey- heitten unnd ungehorsam aberkennet hat unnd das sie gehorsam sein unnd thun 45 216 Beilage A 2. sollten als annder burger. Aber die leben, so sie unnd ir nachkommen tragen von bischoffen, haben sie noch. Diser vertrag ist nit zwey jare bestanden unnd bischoff Heinrich inn dem anndern jar darnach gestorben unnd Lanndolffus eyn dommdechan, der 6 die sachen vast wider die burger getriben hctt, zu bischoff erwelet. Der hat sich auch geslagen an konig Heinrichen, der der stat vast ungnädig was 124. unnd der konig | unnd bischoff den burgern viel ungemachs unnd grosse scheden zufugten, also das die burger nit dorfften für die statt kommen noch wollten sie dem keyser nit absteen. im io Anno domini etc. tausent Il c XXX V auff Udalrici episcopi ist keyser Friderich gein Wormbs kommen unnd ist mit grossen frcuden und erheb von den burgern' entpfanngen worden. Als sich bischoff Lanndolff zu Wormbs auch erzeigt, hat der keyser ine heissen von seinen augen geen, also das er weychen must, unnd seinen sone konig Heinrichen, der auff 15 gnade dahien kommen was, licsz er fangen unnd verschicket ine über mere inn das eilend, da er gestorben ist. Inn demselben jare hat keyser Friderich mit fraw Elizabeth konigyn * von | Engelant eelich hochzeit gehalten zu Wormbs. 1236 Anno domini M. GCXXXVI hat keyser Friderich der zweyt den bürgern ao die alt ordenung unnd freyheit des ratsesz mit den Xll rittern unnd XXVIU burgern wider ernewert unnd bestetigcl laudt des Privilegium einer gülden bullen mag dargelegt werden. Als bischoff Lanndolff von seiner untrew wegen, die er mit anndern bischoffen dem keyser gethan, darumb das sie seinem sone Heinrich ge- 25 ratten hetten wider den keyser zu sein, darumb sie inn Ungnaden des keysers gefallen waren unnd usz der statt weichen must, da dette er die statt i2i. inn bann unnd legt interdict lange zeit. | Unnd als der keyser hienweg unnd bischoff Landolff wider von Romc kämme, hett die statt grosse widerwertigkeit gehabt mit bischoff Lanndolffen, 3o darunder ist die statt Wormbs zu zweyen malen mit fewr angezündet unnd mer dann halber auszgebrant unnd also mit bann interdict brant unnd ander betrangnusz genötet, die XV ratherren und den bischoff inn den rat wider auffzunemmen. Diser Lanndolffus ist XI jare bischoff gewesen unnd gestorben. Als keyser Friderich auff eyn jar lanng ungeverlich inn Dutschen 35 lannden gewesen unnd darnach widder inn Weltsche lannde gezogen ist, hat er seinen sone konig Gonraten inn Dutschen landen gelassen unnd im den bischoff von Meintz Sifrit genant zu eynem procurator zugebben unnd demselben befolhen mit sampt seinem sone konig Conraten dem reich inn * Dutschen landen vorzusein. Das hat der bi | sehoff von Meyntz gethan. 40 Als aber babst Gregorius der IX dem keyser gehässig was unnd im vil unrugen anlegt mit bann unnd anndern zuschuben unnd auch der bischoff von Meintz sich nit hielt, das den keyser beducht nutz unnd gut, wollt er den bischoff nit mee lassen procurator sein unnd satzt inn abe. Unnder des starb babst Gregorius unnd die bebstlichen bannbrieff, die « babst Gregorius zuvor wider den keyser Friderichen hett auszgeen lassen Beilage A 2. 217 unnd noch nit offenlich verkündet waren, die verkündet bischoff Sifridt von Meintz offenlich und durchechtet den keyser mit ganntzem vleysz unnd mit viel smelichen nachreden. Derselbe bischoff von Meintz gebode auch allen seinen suffraganien hischoffen widder den keyser zusein unnd ine unnd alle die im anhingen bennig s und als ketzer zu halten. | Zu denselben zcyten was keyser Fridcrich inn Lumbardeyen; mit einem »«. erlichen mechtigen here bclegerl er die statt Moylant, straffet sein widerwärtigen unnd zoch für die statt Rome unnd dränge die cardinalc cynen babst zu welen, dann die cristlich kirch was gut zeit one ba[b]st gewesen. Also w warde gewelct Innocentius quartus. Bischoff Sifridt von Meintz warde der statt Worinbs fyent umb das sie dein keyser Friderichen anhingen irem rechten herrcn, beraubet sie und dete inen viel Schadens. Sie wolten sich aber nit abwennden lassen. Diser bischoff Sifrit von Mcyntz zohe an sich den bischoff von Golle, " unnd alle, die sie wiszten des keysers gonder unnd anhenger, ubberzogen sie, verbranten vil dorffer, unnd deten grossen schaden, | fingen etlich herrcn, die b sie döden liessen, unnd zürstorten unnd verbranten die statt Wieszpaden, zugen ■ur Gastel, ein statt gegen Mcyntz über, die inn des keysers Verwaltung was, die wolten sie zurstoren. Da kamen die bürger von Wormbs mit eyner so sohehen macht unnd iren streytschyffen, das die bischoff ausz der bclcgerung wichen, unnd verbranten allen iren eygen gezeug. Also erledigten die von Wormbs die statt Castel, legten irc soldener darinn, die statt zu verwaren, unnd namen der bischoff schyff unnd zugen mit freuden wider heym. Anno domini M. GC. XLII. inn dem jar ist die statt Wormbs auff das 25 1242 halbe teyl ausz und ob 11I C mentschen verbrant inn demselben fewr. Inn dem XLII1 jarc von befelch des keysers käme konig Gonrat auff den im Heyn gein Wormbs unnd begert aber hilff von den burgern, die sie im nach ■rem besten vermögen zu ordenten; mit denen | unnd anndern zohe der konig m. inn den stifft Meintz unnd inn das Ringgowe, strafft den bischoff' unnd det so ,m viel schaden. Als aber der konig wider ab unnd heym zöge, dete der bischoff von Meintz des konigs helffer unnd innsunder die statt Wormbs inn bann unnd interdict. Anno domini M. GG. XLI1II ist die statt Gastel durch eynen von Echtzcl tut dem bischoff von Meintz verredorlich eingeben unnd gruntlich zurstort worden, ns Ausz forcht des keysers weleten die cardinal den babst Innocencium, " e s was der keyser froe unnd ward ein frid zwischen inen gemacht. Aber " er ba[b]st sucht rait seiner frunde unnder den keyser unnd berufft eyn con- silium inn die statt Lyon auff Iohannis baptiste. Dahicn kamen viel bischoff | unnd prelaten ausz allenn lannden. 40 & Als der keyser Friderich solichs vername, was er froe unnd ec die zeit ues consilii ersehyn, berufft er eynen hoff gein Bern inn Lumbardyen zu Pnngsten unnd wolt da allen fursten verkünden den vertrag mit dem babst Un nd alszdann zu dem consilium reytten. Zuvor und ee die bestimpt zeit unnd der gesatzte tag ersehyne des con- 45 111 vor ostern ritten die zwen ertzbischoff von Meyntz und Golle zu dem 218 Beilage A 2. babst Innocencio unnd klagten vast über den keyser Friderichen unnd betten viel hanndelung mit dem babst, dann sie furchten des keysers macht unnd verhiessen dem babst, so er den keyser absetzet, wollten sie dem babst im. förderlich eynen andern konnig presentieren, der im unnd der kirchen | getrew 5 unnd befur* sein solt, unnd mit solichen verheissungen unnd verfurungen brachten sie den babst darzu, das er auff den grunendonnerstag, als er das gotlich ampt gethan het, verkündet er den keyser Friderichen offennlich vor allem volck inn bann von babst Gregorio seins vorfaren und auch seinen ms wegen; des sich alle mentschen hart erschracken anno M. CC. XLV. iu Und als der keyser zu Bern seinen erheben hoff hilt, schickt er sein trefflich botschafft zum babst. Als dieselben vernammen des babsts handelung unnd wes er noch weyter zu thun furhet, entschuldigten sie den keyser. Aber v. juii der babst achtet des nit unnd auff sant Alexius tag sasz er mit 11° unnd XXX bischoffen auszgenommen epte unnd annder prelaten unnd durch seinen selbs 15 mondt sprach er die urtel der entsetzung des keysers unnd dete den keyser unnd * alle seine guten gonnder unnd frunde in den bann ' unnd gepote den churfursten | Dutscher lannde sie sollen eynen anndern konig welen. Des alles hett der keyser kein wissen; unnd als der hoff zu Bern geschiden was, nam der keyser seinen weg zum babst zu reyten. Zu denselben Zeiten was der bischoff Sifrit von 20 Meintz wider inn Dutschen landen unnd arbeitet wider den keyser unnd hett erlanngt von dem babst, das alle seine saffraganien (!) bischoff unnd pfaffheil Dutscher lande im muszten geben den funfften pfennig, damit er die Sachen wider den keyser auszfuren mocht. Die zeit was die statt Wormbs sub interdicto von des keysers wegen. 25 Inn denselben Zeiten was eyn legat von Rome herauszgeschickt 2 , derselbe mit sampt dem von Meintz unnd andern bischoffen bewegten den lannt- graven Heinrichen von Turingen, er sollt sich des reichs annemmen, unnd 12». der babst | schicket im geldt; so gaben im die bischoff unnd pfaffen den funfften pfennig wider den keyser, unnd zu denselben ostern schickten der ao legat unnd bischoff zu Meintz brieffe an alle fursten inen gepietendc von des babsts wegen sollten dem lantgraven inn dem meyen monat zureyten mit gewapenten gerust mit im gein Nurenberg zu der königlichen welung zu kommen. Lanntgraff Heinrich unnd mit im die ertzbischoff von Meintz Colle unnd U die bischoff von Wirtzpurg, Newenberg, Speyrc unnd annder auff tausent pferde sint kommen bis gein Hochhcym auff dem Meyn, daselbst haben sie den lanntgraffen zu einem konig erwelet unnd sind nit weyter sunder wider heym geritten 3 . Wie hienach konig Conrat unnd der lantgrave für der statt Franckfurt eynen streyt gehabt unnd konig Conrat durch verretery den streyt 6 40 verloren unnd die bischoff unnd pfaffen | das creutz wider keyser Friderichen, ») C bofur. 1 g. Uöhmer-Ficker-Winkelmann nr. 7550 a . 2 Der Erwählte von Ferrum wurde 5. Juli 1340 zum Legaten in Deutschland ernannt, s. B.-F.- W. 7068. * B.-F. nr. 4865 d - Beilage A 2. 219 seinen sone konig Conraten lmnd ir anhenger gehrediget haben, zeuget die cronic weyter an, were hiebey undinstlieh unnd zu viel zu schreyben l . Dise dinge haben sich alle bcgebben bey bisehoff Lanndolffs gezeyten, unnd sint die XL. ratherren, nernlich XII ritter unnd XXVIII . burger wider ausgesetzt gewesen, und bisehoff Lanndolff gestorben inn dem dreytzehenden 5 jare seins bistumbs. Inn der zeit starb lanntgraff Heinrich der konig 2 . Da welet der bisehoff von Meintz alleyn Wilhelmen graven zu Holant zu einem konig widder den keyser Friderichen, unnd predigten das creutz widder ine. Nach abganng bisehoff Lanndolffs zu Wormbs ist bisehoff Gonrat er- 10 welet | unnd bey einem monat gestorben. Darnach ist erwelet bisehoff Eber- 130. hart. Widder denselben ist bisehoff Reichhart gemacht durch eyn bebstlichen legaten. Derselb bisehoff Reichhart hat der statt viel ungemachs angethan umb das sie den vertrag der IX burger unnd VI ritter nit hallten wollten, leget er bann unnd interdict inn der statt Wormbs, unnd welche den Wilhel- 15 mum nit vor eyn Romischen konig halten wollten, die hiessen sie ketzer. Derselbe bisehoff Reichart dete alle die inn bann, die den Wilhelmen nit für eyn konig halten und im anhangen wollten unnd satzt auff, so eyn Priester über altar ginge mesz zu thun, so wendet er sich umb unnd verfluchte alle die konig Wilhelm nit anhangen und gebot bey dem sacrament, 20 das eyn yeder dieselben anzeigen, unnd so etlich zugegen weren, ausz der kirchen treyben sollten, auch derselben keinen, so er kranck warde, die sacrament reichen noch doten begraben; unnd ist der statt viel beswerung zustanden durch raup unnd kriegshendel. Disz anfechten hat geweret | funff jare, » dweyl bisehoff Reichart bisehoff ist gewesen. 25 Nach abganng bisehoff Reicharts ist bisehoff' Eberhart widder erwelet anno LVIII. So haben etlich canonic gewelet Rurckardum, doch sint sie wjs miteynander vertragen worden, das Rurckart abgestanden ist, unnd hat im bisehoff Eberhart jerlich geben XL. lib. heller. Rey disem bisehoff ist abber viel irrung entstanden unnd ein fewr zu M Worms auffgangen unnd das halb unnd besser teyl der statt, auch geschutz unnd annders verbrannt unnd der statt ob VIII mal hundert tausent gülden Schadens gescheen unnd zu viermalen interdict gelegt, unnd haben die burger rait unnd gericht selber besetzet etc. Inn disen zeyten haben gemeinlich alle bisehoff des Reinstromes •* kriege | gehabt, iglicher mit der statt, da er bisehoff was, unnd ist so grosz m. krieg unnd auffrure inn Dutschen lannden besundere auff dem Reinstrome gewesen bisz die bisehoff die stett auff dem Reyne uberdommelt unnd zu irem willen bracht haben, unnd ist das reich one haupt XXX jar gewesen, one keyser "77 °der konig, unnd viel irrung im reich ob XL. jaren, als die cronic anzeigt. 40 Nach disem bisehoff Eberhart ist sein bruder Friderich zu bisehoff erwelet anno M. GC. LXXVI1 und aber viel irrung der statt zugestanden, wes au ch dise zwen bisehoff gepruder der statt und den burgern gewalt betranng 1 x- o. AnualesWorm. p. 152. 2 16. Febr. 1247. 220 Beilage A 2. unnd unrecht gethan haben, das gebben zeuggnusz bisehoff Symon unnd bischofT Eberhart, die nach inen kommen sein, als das ir beider brieve anzeigen, und ist diser Friderich funff jarc bischoff gewesen. « Diser bischoff Simon hat auch irr | ung gehabt mit der statt unnd ist 5 vertragen, das er die burger nit irren soll an iren gerichten und geriehts- zwanng etc., auch den schultheisszen nit ubber unnd widder altherkommen und" wes unrechten und gewalt sein vorfarn den burgern gethan haben, soll ine nit schaden etc. Unnd ist auff X jarc bischoff gewesen. Bischoff Eberhart ist darnach kommen, der hat den burgern auch wie bischoff Symon ver- 10 schreybung geben unnd ist auff VII jarc bischoff gewesen. Unnd zu rechen von dem ersten vertrag bischoff Heinrich bisz bischoff Eberhart sint ver- lauffen LXII jare unnd dazwischen gewesen X bischoff, unnd bey allen irrung, also das die form des ersten Vertrags rat unnd gericht besetzen, nye in rugigem wesen gestannden ist. 15 Darnach ist kommen bischoff Eberweyn; bey demselben ist grosz auff- 132. rurc unnd irrung entstanden unnd hat der bischoff XVI man inn | den rat gesetzt, so hat die gemeinde auch XVI gesetzt. Da ist eyn vertrag gemacht, das dieselben sollen wclen XX mann; ausz denselben zweintzig soll der bischoff mitsampt dem rate welen XVI man, den rait zu besitzen; unnd mit 20 solicher unordenung ist die statt inn abnemmen unnd schulden gefallen in verderben, durch das die bischoff haben wollen mit im regiment sein. Wie kunt oder mocht der statt Sachen unnd gemeyner nutz der statt zu gut unnd auffnemmen gehanndelt oder gehanthabt werden, mag eyn yeder bedenncken. 25 Diser bischoff Johann ist eyn brediger monch unnd ein scharff gestrenger man gewesen, der hat an die statt gesetzt unnd sie geengstiget mit kriegen rauben unnd nemmen etc. Und ist die statt getrungen eynen andern vertrag an zunemmen, inn demselben diese nachgeschriben newerung für- genommen. 30 Die sechs ritter, die die burger laudt des ersten Vertrags zu welen b gehabt, hat der bischoff | im zugeteidingt zu welen. Item aber eyn newerung, das der bischofT soll kiesen eyn schultheyssz, eyn graven unnd zwen richter an das gericht, in massen wie der rat vormals gethan hat. Da ist lauter inn diesen vertrag auszgedruckt unnd bezuget, das 35 der rait vor der zeit das gericht besetzt hat, mag auch beweiszt werden. Mee newerung, das alle jare XXVIII persone sollen ausz den vier pfarren gewelet unnd dem bischoff presentiert werden, ausz denen der bischoff XVI gebben, die mit den XV den rait besitzen und richten sollen. Ander newerung das der bischoff soll vier bischoffsman alle jar inn 40 den rat zusetzen han, also das der raits persone inn der zale XXXV sint gewesen, nemlich newn burger, VI ritter unnd vier bischoffsman, die der bischoff allein setzte unnd XVI ausz den XXII1I. Ander newerung zu welen IUI burger, ausz denen der bischoff eynen tu. zu burgermeister gebben sollt. | Item das der bischoff möge sein lehenman 45 a ) A urniH. Beilage A 2. 221 inn den rat setzen. Inn diesen vertrag ist beteidingt, das pfaffen sollten gebben ungelt von frucht und weyn, die sie kaufften oder verkauften unnd thun als ander burger etc.; damit man die burger desto ee in denn vertrag brecht. Ist aber nachmals wider abgetan etc. Diser vertrag hat nit XX jar gestanden. 5 Bischoff Eckart. Diser bischoff Eckart hat auch kriege angefangen unnd lannge zeit unud viel geubet wider die statt, inn bann gethan unnd beschediget, als des viel schrifften unnd besunder rottel davon sagende anzeigen. Unnd ist aber newerung furgenommen dem bischoff zu sweren. Unnd damit der bischoff dasselbe 10 zubrecht, ist darinn beteidingt, das die pfaffen nit mee dann die sieben wochen zwuschen ostern und pfingsten sollten weynschenncken. Das hat nit mer dann sechs jar geweret. | Darnach ist kommen bischoff Mathcus, der hat auch irrung mit der * statt angefanngen unnd das capittel insunderheit, darunder der statt merglich » lyentschafft vehde bann und interdict zugestanden, unnd sint die pfaifen aber ausz der statt gezogen unnd die statt inn grossen sorgen gewesen, dann der bischoff ginge heimlich darmit umb, das er sein vermeint oberkeit einem pfaltzgraven zugestellt, der sollt im annder vergleichung darfur gethan, und haben die burger aber einen vast beswerliehen vertrag müssen auffnemmen *» unnd viel newerung eingefürt, erst das die pfaffen alle wyne, die sie haben oder überkommen, schencken mögen zum zapffen. Item das ir frucht und die dieselben kauffen frey sollen sein, auch muller unnd becker etc. Das sie zynsz unnd gull mit iren eyden behalten mögen. Es ist auch s« irrung gewesen des ratsetzens unnd eydes halben dem bischoff zusweren. Item das der bischoff zoll unnd ungelt möge aufheben. | Item newerung, '•'' aas der rait sitzen solt auff des bischoffs sale. Item vil almende unnd zynse hat der bischoff der statt abgetrungen. Item was pfaffen den burgern angehangen, sint der statt vertriben unnd «0 annders mee innhalt desselben Vertrags. Bischoff Johans. Diser bischoff Johanns von Pleckensteyn hat auch krieg unnd irrung mit der statt gehabt bisz ende seins lebens, und ist aber eyn beswerlicher vermag auffgericht mer unnd mer zu abbruch der statt. 15 Bischoff Friderich genant Domeneck. Derselbe bischoff hat den vorangefengten krieg vollenfurl, als viel davon geschrihen steet. Bischoff Reinhart uat auch irrung mit der statt gehabt unnd deszhalben vertrege gemacht | alles 40 b z u abbruch der statt unnd den bürgern. 222 Beilage A 2. Bischoff Johann Kemerer von Dalburg diser zeit. Wes krieg unnd ungemach bey disz bischoffs gezeiten von der stunt an seins inrydens der statt zugestanden, ist landtkundig unnd allerhandte under- '■> standen davon fuglicher zu reden dann zu schreyben. Erst hat er den rait getrungen im eyn newen verpuntlichen eyde zu sweren als irem heren. Item er hat auch wollen die gemeinde dringen im dermassen auch zu sweren, das nit mee erhöret ist. 10 Item er hat sich understanden inn irrung zuziehen unnd dem rate eintrag zu thun inn die iurisdiction. Item inn das gleyde. Item gebott unnd verbott inn der statt hat er understanden und angelegt. Item an sein persone zu appelliren. | tat. ti Item er hat offenlich gesagt, ich bin der fürst unnd herr zu Wormbs, die statt ist mein unnd meins stiffts; alle oberkeit steet mir zu, alle gerichts- zweng geistlich unnd werntlich sint mein unnd one ine so hab des nyemant zu thun, dann er und die er darzu setze und ordne. Item er hat gesagt zu des rats frunden: ich will euch darzu bringen, : foU "' ao ir müssen ewer hende ubber ewern heupternn zu samen slahen unnd sagen: gnediger here! nempt unns inn gnaden auff, unnd dabey gesagt, ir muszt mich erkennen für ewern herren; hat auch demselben gleych gehanndelt etc., davon vil zureden were. Und als sich der rait darwider gelegt, hat er des raits geschickte pot- 25 schafft zu seinen gnaden eynen burgermeister unnd vier des rats nach irem abscheiden auff des reichs Strassen mit gespannen armbrusten auffgeslagen pfeylen überrennen unnd in sein behausung füren lassen unnd sie selbs ge- t fennglich angenommen inn dem | zehenjerigen lantfriden, wie im das den pflichten nach, die er dem rait unnd gemeiner statt gethan gepurt, hat alle :w erbarkeit zuermessen und hatt die laszen füren geyn Diermsteyn und daselbs IUI dag behaltcnn. Ausz allen disen furpringen der warheit das alles beweyszt mag werden auch ausz der pfaffheit cronic unnd buchern, ist lauther unnd offennhar angezeigt, wie Wormbs eyn statt des heiigen reichs von Romischen konigen 36 unnd keysern umb irens verdienen unnd merglicher woldait willen loblich begnadet unnd sunderlich gefreyhet sein. In der Apologia der stadt Wormbs contra Bistum Wormbs gedruckt 1695, 223 SS. 4P, die verschiedene Excerpte aus der alten Wormser Chronik gibt, findet sich p. 198 eine bemerkensiverthe Stelle: io Ghronicon Worin, fol. 87 b . Es ist zu wissen, so ein nuwe bysschoff in unsere fryhen stad Worms von erste in unserm rad sitzen will, so soll er von ersten sweren, als eyn bysschoff von recht schweren sol, daz er getruwe Beilage B. 223 s y der stad, burgern und allen gemeinden zu Worms. Item daz er ir recht fryheid und gewonheid in allen Sachen furdere, halte und bessere. Item daz er recht Hechte. Item daz er heimliche rete festigliche hele. Item daz er Hechten wiele one alle myde und daz er in allen, den dingen nit ansehe früntschafft oder fmtschafft one alle geverde und argelist. Es ist auch zu 5 wissen, setzet ein byschofT einen erbarn mane in unsern rad an sin stad, als er dan daz dun mag und auch dun solle noch lüde des sunebriefes, der erbar man sol auch vor sunderlichen sweren den egeschriben eyd, als ein byschoff gesworen hat. B. Wormscr Mauerbauordnnng. 10 Beste Ueberlieferung in der Zorn'sehen Chronik W. St.-A. nr. 8 (Hss. 2 der alten Chronik und der Wormscr Annalcn) fol. 537'' bis 539, ferner 'in Zorn W. St.-A. nr. 5 (Hss. B bei Arnold) fol. 13''. Zom-Wilck W. St.-A. nr. 7 p. 72. Schannat I, 211 ohne Angabe der Quelle. (Seh.) Gedruckt bei Arnold, Zorn'sehc Chronik p. 39 nach der Frankfurter u Hm. I). Böhmer, Fontes IL, 209 nach Hss. 2 = SS. XVII, 37. ■*• Falk, Forschungen e. Deutschen Geschichte XIV, 397 ff. nach dem erweiterten Zorn'sehen Text mit Angabc der Varianten. Vgl. Küster p. 82, Köhnc 83 f. 395 ff. "|Desciiptio b Wormatiensis civitatis facta a Theodolacho episcopo 0 Wor- n m atiensi anno 873, qui obiit in Neuweiller anno 014 kal. sept., episcopatus anno quadragesimo primo l .] De loco, qui dicitur Frisonen-Spira ' l usque ad Rhenum ipsi Frisones lestauranda cl muralia procurent. Rudolscheim 0 3 , Gunsheim ft , Eichana 5 , HamumKO, Ubersheim h7 , Turckheim 18 , Alsheim k9 , Mettenheim 110 a supra- 25 ■ ,. ~) , ■«**■ 2. Alle anderen Hss. beginnen mit: De loco und ordnen dieses Weistum zu IT- ' Mwehards ein; nur die Hs. B und Zom-Wilck weist sie der Zeit Theodolachs "p a " Kßhne p. 396 über die Hs. H sai/t, ist falsch. h ) 2 urhiini episcopi Worm. civil. \y-j\ >ind crt in urbarii. °) 2 Th. prosiile ep. A ) 2: restaurando. •) Zorn- 0/' ßidelshdm. Seh.: Riedelcshoim. *) B: Ginscheim. Zorn - Wilck: Gimsheim. 30 «1, Vuineshoim. g) so 2. '') fehlt bei Seh. l ) fehlt bei Seh. Die andern ""■ "iirokliciin. *) fehlt bei Seh. ' ') Zom-Wilck: Mortenbciin. ' Theodolach uvkundet zum ersten Male als Biscliof 891 und stirbt 1. Sept. 914 ' °;P- 80 Anm. 2. 2 lieber die Friesen in Worms s. ÜB. I Reg. p. 429. Köhnc ¥/»'•, Eine pluteii Friaonura kommt 1141 ror, IIB. I p. 59, 2, Frisonum spiza 1080 35 „ ,',. P- 49, 20 vor. Spiza ist vielleicht mit spicatum = genus munimenti zusammen- j£T™00H, also Mauerecke s. Köstcr 102. Falk deutet spira = Spcrra, Pforte. Dieses ■ lonenquartier lag zwischen der Judenpforte und dem Rheine. 3 Rudelslieim, * l/ nr "! nn "-'' r 0rl hei Oppenheim, s. Wagner, Wüstungen Rhcin-Hesse.ns p. 138 f. heii* r ( '"" l '^ li ' lm i Eich, Hamm, Ibcrshewi, Rhcin-Dürckhcim, Altheim und Metten- io hegen BämmtUeh zwischen Oppenheim und Worms. 224 Beilage B. dicta Frisoncn a -S|)ira usque ad locum, qui Rhcni-Spira vocatur, provideant. In eodcm laterc civitatis familia sancti Leodegarii l porlam quandam 2 reedi- ficare debent. Deinde usque ad h Pawenportam c ■ 1 urbani, qui Heimgereiden d 4 vocantur, operando pervigilent. Hinc usque ad angulum meridianum 5 Bobcn- 5 heim 6 , Ligrisheim° 7 , Roxheim 8 , Agersheim fB et omnes iuxta Rhenum habi- tantes usque ad HemmingesheimB 10 prevideanl 11 . Media pars de Rucheim ll , et sie omnes ab alia parte 1 platee k Rheni habitantes usque ad fluvium, qui Karlebach vocatur, in occidentali angulo terminum operis ponant. De quo angulo ineipientes ex 1 utraque parte" 1 Karlebach usque ad Kircheim 12 et 10 usque ad sancti Andree portarn. Ab hinc omnes ex utraque parte fluvii qui Ysana 1113 vocatur, sedentes usque ad Mertesheim 14 rnuros civitatis usque ad portam Martini l * procurent. De quo omnes iuxta utramque fluvii partem, qui Prymma vocatur, quousque Malesbach 1(i eundem fluvium infinit, usque ad iam dietam Frisonen°-Spiram provideant. Preterea de media parte Muntzen- iü heim 11 usque ad Dienheim tarn hi>> quam omnes, quii infra ambitum pre- dictorum fluviorum et villarum habitatores' eandem civitatem cum propugna- culis et omnibus necessariis prout temporis locus exegerit incessanter insistant. ») Seh. Frisonum. b ) od fehlt in B n. Zorn-Wilcl.: °) Seh. Pavonum portam. d ) B u. Zorn-Wilck heingereiden; Seh. heiligenden. e ) Seh. Ligriches- üo heim. s ) Seh. Agresheim. S) B u. Zorn-Wilck Hemmingersheim. Seh. Hom- mingeresheim. •') 2 provideant. ') So alle Hss. Arnold p. 39, Zeile 7 v. u. porta Rheni, dem Falk folgt. Allein es handelt sich hier wohl nur um einen Druckfehler hei Arnold, denn die deutschen I Übersetzungen in den Zorri'schen Uss. sprechen für unsere Lesart. k ) platee fehlt, in Zorn - Wilck und Seh. •) So alle Ihs. 25 Arnold und Falk ab. m ) p. fehlt hei Seh. n ) So Seh., alle Uss. Ysara. °) B u. Zorn- Wilck Frisones. Seh. Frisonem. p) 2 qui. B c[ui, durchgestrichen und darüber hi geschrieben. '') qui fehlt bei 2 u. Seh.; in B. ergänzt. r ) Seh. habitantes. 1 Das Kloster Murbacli, im Elsass war dem h. Leodegar geweiht. Offenbar besass es in Worms Besitzungen und Hörige, ebschon davon sonst urkundlich nichts bekannt ao ist. 2 Diese Pforte entspricht wohl der porta panis ÜB. I, 49, 21. Sie kommt später nicht mehr vor; wahrscheinlich lag sie in der Gegend des jetzigen Fischer- pfortchens. * Pfauenpforte stand an der Stelle des jetzigen Diaconissenlwtuses auf dem Fischmarkt. Eine Abbildung von Hamman bei F. Soldan, Die Zerstörung der Stadt Worms im Jahre 1689. Worms 1889. 4°. Tafel IX. Hier stand die Inschrift: 35 Specula Wangionum s. Zorn ed Arnold 12. * Heimgereiden = Dorfbesprechung, Dorfgericht, s. Lamprecht, Deutsches Wirthschaftsleben im Mittelalter, I, 1, 304 Note 2, Köhne 85. Die urbani sind die Bewohner der Altstadt. 6 Nahe beim Pfauenthor bog die Stadtmauer um die Ecke. ' und 9 Bobenlieim und Roxheim südlich von Worms pfalz. HA. Frankenthal. ' Ligrisheim, abgegangener Ort, da wo jetzt noch 4ii der Littersheimerhof steht, zwischen Bobenlieim und Worms. " Agersheim jetzt Oggersheim. 10 Hemmingesheim, abgegangener Ort bei Friesenheim am Rhein; der Name lautet jetzt Hemshof, s. Widder, llesclireibung der Pfalz II, 369. " Rucheim ehemals Dalberg'sches Dorf bei Fusz-Gönheim. ls Kirchheim an der Eck, Filial von Neu-Leiningen. la Eisbach, der durch die Stadt flieszt. Sein Lauf ist durch 4» neuere Corrcctionen vielfach geändert und er ist grösstentheils in der Stadt überdeckt. 14 Mertesheim bei Grünstadt. ls s. die Abbildung bei Hamman Tafel VII der Soldan'schen Schrift. 10 Mühlbach, welcher vor Worms in die Pfrimm fliesst. 11 Monzernheim KA. Worms, nordwestlich von Worms. Von Dienheim, gegen Mainz mussten die Dörfer die Mauern, von Mainz unterhalten, s. Bodmann, iiheinga,uisclu; 60 Alterthümcr I, 21, s. Hegel, Verfassungsgeschiclite von Mainz 43, Anm. 1. Leider besitzen wir im Archiv keine Materialien, woraus hervorginge, wie lange diese Bestimmungen Geltung hatten und in welcher Weise die einzelnen Gemeinden zum Mauerbau herangezogen wurden. In den zahlreichen Prozessakten ist immer nur von den Ansprüchen der Gemeinden auf die städtische Atmend die Rede. Beilage C. 225 C Angebliche Urkunde Kaiser Heinrichs VI. über die Heimburgen von Worms. 1190. "In privilegio Henrici sexti daturn anno 1190 apud Geilenhusen» l describitur officium Heimburgeri 2 illius temporis: Hi quos vulgariter dicimus Heimburger iurare debent secundum legem Dei iustam mensuram ad dan- ;. dum et accipiendum ordinäre quivis in sua parrochia illius anni, et nullus eorum quidquam dare debet preposito aut archipresbytero olei aut denariorum aut alius rei. Pannifices duos pidellos quovis anno statuant, quibus tantum burgenses obediant et nullo pidello 0 alii. Volumus ctiam ut omni anno in festo sancti Martini burgenses sonante maiori campana super curiam nostram 10 conveniant et omnium consensu personam convenientem ad officium villi- cationis ibi denuo eligant, quo a nobis et successoribus nostris investiatur, statimque duo ministri, amptman vulgariter dicti, statuantur, quorum uterque sex libras dabit, de quibus duo recipiat episcopus, reliquos idem villicus. Eligantur etiam sedecim viri, qui lieimburgenses dicuntur, quorum quilibet is dabit libram, ex quibus duas accipiet comes, duas prefati ministri, reliquas duodecim villicus. a ) Ha. 3 fol 478. h ) 2: Uoillhuson, c ) 2: pedollo. 1 Kaiser Heinrich VI. kann im Jahre 1190 sehr wohl in Gelnliausen gewesen sein. Stumpf Reichskanzler nr. 4659 setzt unsere Urkunde zwisclien den 17. Juli und 20 «en 28. August. Allein von einem kaiserlichen Privileg kann keine Bede sein, wie denn schon Stumpf ein Fraqezeichen dazu setzt, Toeche, Heinrich VI, Leipzig 1867, zwar <«e Urkunde erwähnt p. 646, 82, aber im Texte ignorirt, Kühne p. 272 ff. sie als eine iialschung aus der Zeit Otto's IV. betrachtet. Kr beanstandet mit Recht die Worte: hi, quos 'vulgariter dicimus heimburger. Ueberliefcrt ist das Bruchstück bhs m der 25 Hs. 2 der Wormser Anmalen umd Chroniken (nr. 8 des St.-A. W.). Ausserdem nehmen die verschiedenen Redactionen der Zorn'sclien Chroniken (B = nr. 5 fol. 36; Zorn- Wilck nr. 7 p. IM) Bezuq darauf. Unter der curia nostra ist nichts anderes zu verstehen als der Bischofshof, wo die städtische Aemterbesäzung in Worms vollzogen wurde, w»e dies alle Akten beweisen. Also kann hier nur der Bisclwf reden, nicht der Kaiser. 30 Offenbar luxben wir in diesem Bruchstücke den Rest eines Weistumes vor uns. Wie damit der Name des Kaisers Heinrich VI. in Verbindung gebracht werden konnte ist schwer zu sagen. Vql aber die soeben erschienene, gegen Kühne geneidete vc/inft von KSchaube,' Zur Kntstehung der Stadtverfassung von Worms, Speier und Mainz. (f>-ogramm des Elisabd-Gymnasiums in Breslau nr. 172.) Breslau 1892. 72 SS. p. SO f., «f. sieh namentlich auf ÜB. I p. 96, 40 et patre nostro Heinrico stützt. Km Frivdeg Heinrichs hat existirt, aber es ivar schon im 15. Jahrhundert verloren gegangen und WT obige Text kann unmöglich auf das echte Pi-ivüeg zurückgehen. Ueber das Ueimburgenamt vgl Beilage I). "Wormser Chronikon. lö 226 Beilage D. I). Weistum über das Amt des Kämmerers, des Schultheissen, der Heimburgen und das Gericht von Worms 1 . I. a De officio camerarii 2 . Camerarius domini Wormaticnsis possidebat tria placita super curia, 6 (juod dicitur diuek. Et quodlibet placituin sequitur aliud post quatuordeeim dies, quod vocatur ungeboden dingk. Est autem eorum terminus feria tercia prima post epiplianiam domini; item feria tercia prima post oetavam paschi; item prima feria tercia post nativitatem Iohanuis baptiste. Ad ista placita prima et sequentia parabunt illi sedeeim iurati heimburgere sedes in curia 10 camerario, sculteto, iudieibus et scabinis desuper residentibus. Et quilibet eorum hal>ebit baculum in manu sua. Et ad interrogationem domini camerarii sub debito iuramenti aecusabunt quiequid noverint esse contra iustitiam et noeivum civitati in vicis et plateis. Tenetur etiam camerarius ea deponere et iudicare intra tres quindenas sententia scabinorum, que b per ipsos sedeeim 15 sibi fuerint aecusando publicata. Insuper oinnes curie in eivitate vendite, que sunt censuales camere, debent ibi reeipi a camerario sculteto et coinitc. Habet etiam camerarius de iure, quod ludei 3 a nullo nisi de ipso vel cius nuntio ad Judicium domini episcopi possint citari. Idem camerarius reservabit ludeos illos in sua custodia, qui conventi fuerint per iudicium, et non potu- 20 erunt fideiussores vel cautionem sufficientem habere. Et tales cum sibi presentati fuerint, complelo iudicio vel facta compositione cum actore, camerario tres Wormatienses solidos solvent. II. c [De origine camerariorum Wormaticnsium, qui nunc nobiles de Dalburg d vocantur.] 4 . as Supremus aliquando in hac urbe iudex camerarius fuit, qui singulis annis, postea quam iuris aliquid in cives episcopi sibi arrogare ceperunt, tria iudicia, que tum illis temporibus placita vocabant, in episcopali curia exercebat. In ianuario unum, in aprili alterum, in iunio tertium, iudicio huic camerario, pretore et iudieibus presidentibus. Apparitores sedeeim, quos heimburgios ;io a ) 2 fol. 566. Deutsche Uebersetzung hei Zorn lh. B = nr. 5 fol. 44'' f. Zorn- IVilckp. 253 ff. ed. Arnold p. 67ff. b ) 2 qui. c ) 2. d ) in Klammer Dalbergk. 1 s. über dieses Weistum Kühne l. c. p. 111 ff. Es gclüirl offenbar dem 13. Jahrhundert an. Z. TU. übersetzt bei Zorn ed. Arnold p. 67 ff. 2 lieber das Amt des Kämmerers s. nun Kähne l. c. p, 173—180. Hegel, VG. von Mains, p. 52 ff. 8s lieber die Kämmerer von Worms ÜB. II nr. 1)77 vom 13. Okt. 1302, nr. 1049, 1050. s. den Lehenbrief vom Jahre 1406 Schannat I, 256. Damit stimmen die andern Lehen- In-iefe iiberein, s. St.-A. W. Band nr. 510. 3 lieber die Bechtsverhältnisse der Juden s. die Urkunde Heinrichs IV. ÜB. II, p. 740. nr. 74 (25. Juli 1312) nr. 752. '.ir>!>. Z. f. G. d. Oberrheins XX, 40 f. Kalme l. c. p. 174 f. Zorn p. 68. ' Dieser 40 Abschnitt ist um 1483 oder 1484 verfasst, da Erzbischof Heribert 1021 gestorben und Frankenthal 1125 gegründet ist, s. o. rita Eckenberti, Kähne p. 178 ff. Beilage D. 227 appellabant, presto erant. Iudicum quilibet baculum manu tenens a camerario, cui se fidei sacramento ante obstrinxerat, rogabatnr: „ecquid sciret quod contra 'us et equum in civitatis perniciem uspiatn in urbe perpetratum esset, ut 'd iudicaret.« Si quid commissum erat, de assessomm sententia, quos illi tum scabinos appellabant, camerarius statuebat, ut pro facti conditione delin- 5 quentibus mulcta irrogaretur, intra quindenas tres persolvenda. Ipsi preterea ratio de censu quem camere appellabant reddenda erat. Et Iudei singulari quodani modo illi erant devincti. Progressu temporis cum ob fidelitatem in obeundis episcopi negotiis optime meritus esset, non tantum hoc officium hereditario obtinuit, unde se camerarius" abolito officio perpetuo nominat\ 10 sed ad eam etiam potentiam pervenit, ut peculiare quoddam iudicium in sub- urbio Martiniano ipsis exercere quotannis beeret, quod tarnen anno 1315 feria n.mr. seeunda post reminiscere respublica Wormatiensis permutatione quadam, data videlicet pensione annua sex librarum hallensium, ad se transtulit 1 . Et sie camerariorum amplissimum aliquando munus atque ofticium familie huic u peculiare atque perpetuum autboritatem non parvam addidit. [Ante annos «53 plus minusve Heribertus quidam arebiepiscopus Coloniensis, et ante annos •>o8 Eckenbertus, qui Franckenthalium exstruxit, hanc familiam c^lebrem reddidorunt.J III. °De sculteto et que durante suo officio expendere 20 cogebatur etc. 2 . Scultetus Wormatiensis, qui in die saneti Martini a domino episcopo consuübus eligitur et constituitur ad iudicandum civibus per annum illum e ser viendum domino episcopo et solvere feudata infeudatis ab ipso, transacto anno über permanebit ab omni onere oflicii temporibus vite sue. Dabit 25 utem scultetus domino episcopo singulis diebus quartale vini optimi quod enalc invenitur. Item quotiens dominus episcopus in passagio Wormatiensi, quod dicitur Burgervar' 1 , Rhenum transierit et sculteto intimaverit, ministrabit . quartale vini melioris, quod tunc venale invenerit. Item dabit domino P'Sicopo omni septimana per annum decem pullos, qui vocantur cappones, 30 Xc epta quadragesima, in qua dabit duos centenarios olei. Et quando cappones 011 possunt baberi venales, dabit duos iuvenes pullos bonos pro cappone, tres gallinas pro duobus capponibus. Antiquitus autem dabatur aneta V«ntvoge]) p ro cappone. Item etiain dabit scultetus domino episcopo sedeeim r as Wormatienses statim post reeeptionem officii et triginta solidos ad vini u niptum, q U od dicitur weinkauf. Tenebatur quoque dare multis militibus 'as, ut vicedomino Wormatiensi et aliis, quorum summa fuit octoginta et 0 UD - Worm., preter vinum et cappones et alia. In die palmarum tribus noc) »• ^ °* m wario». '>) 9 nominant. c ) 2 fol. 577. Zu der Uebcnchrift ist ^JJ^Jahrzahl 1259 gesetzt. •') 2 Bnrgcrwar. 40 P 134 Q^^lbe Notiz auch in dem überarbeiteten Zorn (Zorn- Wilde p. 295) ed. Arnold Köhne ratn ad mandatum et quinque libras olei olive ad sanetum chrisma. Hec servabantur 1259. Recipiebat autem scultetus ab antecessore suo viginti libras Worin., a civibus viginti libras Worm., ab officiatis (ampteman) viginti libras, a sedeeim heimburgensibus duodeeim libras Worin. Item dant ei extractores vasorum, qui vocantur burnedregele (borndreger'), septem libras et ventrem agni. Item dant sibi examinatores vasorum, qui vocantur icberi (eycherer) unam 10 libram [et] de quolibet vaso qui examinatur (so geeicht wird) hallensern", cordewenarii (kornder, mitterer 2 ) unam libram et quadraginta denarios pro duobus oereis 1 ', macellarii (metzlcr, fleischhawr) unam libram, Iudei decem solidos, beimburgenses 0 ante portarn saneti Martini octo uncias. Dabitur etiam seulteto de qualibet curia, que venditur et a cainerario reeipitur, aureus 15 denarius vel quinque solidi Worin. Item quieunque civium habebit oleum venale dabil unam libram. IV. d De heimburgis 3 . In feslo Martini denominabit pedellus civitatis in stega sedeeim viros, qui dieuntur heimburgen, quos ipso solus per sc in quatuor parrocliiis eligit 20 et constiluit. Et illi sedeeim iurabunt coram magistris civium quod per 0 a ) Der Text ist verstümmelt; ) et quadraginta — oereis steht bei 2 Zeile 15. c ) 2 llamuurgena. d) 2 fol. 579. o) per fehlt in 2. 1 Weinschrüter. 2 kornder, mitterer Itat Konter p. 102 falsch verstanden; us es sind die Kornmesser; mitterer kommt von modium, Mütt. 3 lieber die Heimburgen s. auch Beilage ü. Diese Aufzeichnung hasirt, wie Kühne p. 114. 118 richtig bemerkt, nicht auf der angeblichen Urkunde Heinrichs VI. Vgl. die ausführliclte Erläuterung von Kühne p. 111 — 124. Kühne p. 123 irrt sich, wenn er den i'amulus superior consulum et civitatis Worm. ÜB. II p. 02, 5 (1315) für einen Heimburgen li/ilt, er 30 ist vielmehr der oberste Stadtknecht. Wenn bei Zorn p. 164 ein lohann Speyer ah Heimburg bezeichnet wird, so Mingt dies offenbar mit der von König Ruprecht 2. Juli 1404 dem Itath ertheüten Urkunde zusammen, wonacli er sich vor auswärtigen Gerichten durch einen seiner Heimburgen vertreten lassen konnte: Wir Ruprecht von gots gnaden Komischer kunig zu allenzyten merer des 35 richs bekennen und dun kunt offenbare mit diasem briete allen den, die yn sehent oder horent lesen, daz uns unser lieben getruwen burgermeistcro und rat der stat zu Wormsze furbracht haben, wie daz sich dicke gebore, so sie von yren und ire mitburgere wegen in den gerichten uft' dem lande umbe sie odev in andern stetden uszwendig Wormsze zuschaffen oder zu teidingen haben, daz dann dem rade zu 40 Wormsze von derselben saclie wegen ein recht erteilet werde mit dein eyde zu behalten und daz als dann die wieder parthye, die dy sache gein yn oder iren mit- burgern angee meynen, daz alle personen, die in den rat zu Wormsze gehorent, kommen sollen für daz geriohte, da sich dann die sache verhandelt hat daz vorgenante recht mit dem eyde also zu behalten, daz yn und der vorgenanten vre 45 stat gar zu swere und schedelichen were, wann sie verderplichen davon werden mochten. Und habent uns demuteclichon gebeten und angeruttbn yn und der vorgenanten stat zu Wonusz von unser Komischer kuniglieher mochte dartur zu sindo und sie und die vorgenante stat gnedeclichen darinne zu bedencken. Des haben wir angesehen der obgenanten burgermeistere und rats demutige fliszigo und redo- 60 liehe bete und auch getruwe danckneme und n&czbare dinsto, die sie uns und dem Beilage D. 229 annum illum mensuras qualescunque ab omnibuS exigant examinent et iusti- ficent, falsas dirumpant sine dolo, nullas amicitias et inimicitiaa attcndcndo. riebe dicke willeeliehen erzeuget und bewisethaben und »«"f^* und bewisent, und haben unser kunigliche miltekeit die a llezyt «W^JJJJJ getruwen undertanen gnedeclichen zu bedencken, mit yn K^Är?^ 5 mit wolbedachtem mute rechter wizszen und rate unzers rate ^ Jg»» die bezunder gnade getan und dun yn die aucli in crafft dieszbrieffs und B"™"« kuniglicher inechte^vollenkoinenheide und wollen seezen und orden, ^»gj*™ welcher zyt den obgenanten burgermeistern und rate sohehe «^f^^Ä ,„ es sy in ztetden in" merekten in dorffern oder von wem daz sy«^J3£Ä W gesprochen wirdet und sie in yrem rate zu Wor.nzze dazzelbe rech ««th^hen off yre eyde erkennent und behaltent, das sie daz in der selben ™ae*en al 9 8ie dann also uff yre eyde erkennent und behaltent von werte zu warte "™»™J mit yr stat ingesiegel versiegeln laszen sollent und das dann ym nein gezworn hevmburgen bereifen, damit furbasz an daz genchtc oder die stet da, yn dann zolich recht zubehalten zugesprochen oder erteilet worden ist ™J^J%L?£Z *& füren und zu bekünden' und auch an der obgenanten burgeime:rtuo g rate aller stad dasselbe recht alsdann furbasz dasclbes für genchte zfi bebalten und zu dun, wollen wir daz daz zu einer iglichen zyt als dieke zieh daz g^oien wirdet gancz crafft und macht haben solle glicher wise alz °* *™ °H*™»™ burgermeiztere und rat alle selber gegenwurtig weren soliche ^. t «^ n be ^"' Und gebieten darumb allen und iglichen furzten, geistlichen und weilthchen, graven, fryen herren dinstluten, rittern und knechten, geme.nzchaftten der stetde, merokte und dorffere, und sust allen andern unzern "^d des richs undertanen und geUuwen ernstlichen und vesteclichen in crafft diesz bnefts, das sie die obgenanten bnigm meistere und rat der stat Wormzze an dizzin unsern gnaden und iryheiden mt hindern irren noch infelle darinne machen in dhe.ne wise, sunder sie gciuweclicben und ane intrag daby lazzen beliben. Wer aber der were, der mit f leve 1 chei gedurstekeit helmelichen oder offenlichen da wieder dete, der sal .in nnsei und los heiligen richz swere Ungnade und in eyne pene zehen niareke lotiges «olde« aJ« dicke daz beschehe verölen sin, die halb in unser und des nche camer »»* daz anderhalbteil den obgenannten burgermeistern und rade und der !»* TO?" 6 unleszlichen gevallen sollen. Urkunde diesz bneffs versiege t mit unsci k«n glichen maiestat anhangendem ingesiegel. Der geben st zu Heide berg off.den mitwocben nach der heiligen zwolffboten sant Peters und sant Panels tage in dem MM> als man zalte nach Cristi gehörte viertzehenhundert und vier jar, unser« nchs in dem vierden jar. Auf dem Umschlage: Ad mandatum domini regia Iohannes Winheun. __ Hinten: R. Bertholdus Durlach. Hirten von einer «toew V^«Vf «^ Wye ein heimburge sweren sali. St.-Ä. W. «r. 342. or. mb *•»_***,** 40 $ L.-A. Karltruhe, Pßlzcr Copialbuch 4 fol. 204". Seg. Chmel 107 m. 17J4 Üxtr. == Scriba 3609. Vgl ferner Schannat II, 439 ff. und die Aufzeichnungen im Eidbuch fol 92: . Anno domini 1401, feria tercia ante purincationeni ■™^f^J fa 5t^ l T«a 4. '■ Ffbr ' w> hant unsere herren daz Heimburgerampt verluhen Peter Hin ein, Henne von Budenzheim, Henne Pranckentalre und hern Nyclas Creincr ir lobctagcumb IM gülden unverscheidenlich; und zu winkauffe #« n « 8 ^ d l7ÄC nir.ychen, als die IG hey »bürgen biz her geyehet haut, und zollent den burger meistern und dem rade gehorsam sin als von alter herkomeist und WC.siei Q« ^t heizzet abelazzen, da zollent sie auch abelazzen. Auch zollent «e Henne Sporer 50 unser herren knecht oder dem, der an sin stad kommet, alle IM geben 6 ßt eUer ^.f finge vor alle forderunge. So sal er yn auch wulerumb gehorsam sin .Is von alter herkomen ist. Auch were* daz ir einre oder moe vor »an Ma £» 8 f^ 8 ™ be £ «o zint sine erben sinre anczale des geltis quit und der rat hat•"^""^L^g „ a * «» «tat zuseezen. Auch wanne ir einer oder moe von «lodoz wegen a hegenach 55 dem egenanten sant Martins dag, so hat der rat mäht einen andern an 9 » se czen, als dicke des not geschiht. Auch zollent sie die nofeglocke dutadm, 7»M«n sie ez die burgermeister heiszent uff ire kosten, alz ez von al e leikommen «■ Auch sollent sie des ymbiz jars quit sin. Und sal ir mr und zyt ane geen 230 Beilage ü. Item quod ad pulsationem eampanae curiQ seniper parati existant. Itcin quod cum a camerario requisiti fuerint, quod ea accusent, que noverint accusanda. V. "De iudicio condemp natorum antiquitus in urbc 5 Wor matiensi *. Sciendum est quod super curia domini episcopi sicut attingitur a mo- nasterio usque ad capellam saneti Stephani et sie extra domus in curia edi- ficalas potest unusquisque usque ad hovedor 2 suum malcfactorcm iniuriatorem sive debitorem per iudices seculares civitatis convenire. Et tales si fuerint 10 conventi, debent a iudieibus seeundum formam conventionis custodic sculteti maneipari. Item omnes malefactores deprehensi in primo mane, si non fuerit dies festivus, ducentur super curiam, et ibi seeundum commissum a consulibus et iudieibus sive scabinis per sententiam condempnabuntur, et hoc facto campana curie tribus vieibus pulsabitur ad populum convocandum. 15 Et tunc pedellus civium ascendens stegam ad penam sive ad mortem, seeundum recessum iudicii, illos vel illum coram omni populo deiudicabit. Quem uff sant Martins dag neste kommet etc. Auch aal der rat sie daynne beschirmen glich andern iren ungelten und renten etc. /oi. sil>. Als die vier heymbergen über der statmasz swerent zu ychen: 20 Item sollent sie sweren, das sie recht masze dunt den armen, den riehen, uszlutten und inwonern, und wo sie falsche masz fynden, die sollen sie antworten den geswornen in der pfarren, da sie die masze inn f'ynden, sie sollent auch die alten pare masze, die nie gebrant sint, ichen umb 10 heller und ein nuwe pare masze, die nit mo gebrant sint, umbe 12 heller. Vor welichem husze sie auch die 25 masze fordernt, da sol man ine die geben, wer des in endette, das sollen sie eym burgermeister furbringen; der sol von stunt der stat heymbergen oder knncht einen bescheiden, die masze zunemmen, im die zubringen und zu ichen. Auch sollent sie von eym mülen fyrling nemmen 10 heller und von einer fyrnzal 3 heller und von der halben fyrnzel 2 heller. Item von einer nuwen fyrnzel 4 heller und 80 von eym kornfyrling 2 heller und von der nuwen halben fyrnzel 3 heller. Aber den geswornen sollent sie furgebens ychen. Von der ruben fyrnzel sollent sie nemmen 2 heller. Auch sollent sie honigmasze ychen nach andern maszen als ob- geschriben stet. Sie sollen auch eym iglichen olyer sin masze ichen und davon nemmen 1 libor olys. Item wo der stat ringe in die masze fallent, dieselben 35 maszen sollent sie zurslagen, und weliche masze zuriszen sint, die sollent sie zubrechen. Item wan man von andern gerichtc eyn hultzo arc oder gebawmpt firnzel bringet, das sollent die geswornen ichen. Aber die ertzen are sollen sie nyeman ychen an bescheit des rats. Item sollent sie die hott'gloek zu sant Martinstag und suszt tun lütten, wan man sie bescheit, off iren kosten. Alles an geverde. 40 Anno domini 1470 quinto vig. Andree hat Hans swertfeger diesen eyt ge- sworen. Anno domini 1476 die saneti Severi hat Niclas Stoft'an disen eyt gesworen. Anno domini 1477 iuravit Hammann zum Hüne Sophie virginis. Anno etc. 83 iuravit Peter Satich stulschryber quarta post Mathio apostoli. 45 Anno etc. 90 iuravit Niclas Fogel der maier; Swertheimer iuravit 3 a ante pentecostes 91. ») 2 fol. 57 A 1 Vgl. fichannat II, 443 f. ex libro Actorum MSS. civitatis Worin. Dieser über Actorum ist das Eidbuch; dasselbe ist jedoch nur z. Th. erhalten. - Dieser 50 hier umschriebene Bezirk heisst in den Akten das Mandat, S, aiicJi Moritz, App. 128. Beilage D. 231 continuo scultetus recipiens ad locum ,-quq deducet, et ibi ipsum vel ipsos comiti pre*entabit, qui super hoc Judicium edictum supplebit vel perHeere continuo procurabit. Si fuerit für cum ad portam quam» vocant hovedo deduetus fuerit, statin, ab illo, qui habuerit telon.um domin, episcopi, quod dicitur puntzoll" S funis Suspension« collo furis imponetur. Loca vero^suppuci. iudiciaUs Hcsunt: furum in patibulo, homieidarum m rota in straUJÄogun- tinensi exterius Valium exteriorem, mutilatio cap.tum ent extra portan sanet« Andree super Asgraben prope cemiterium Iud,orum. »«JjJrV^J viros S uos oeeiderunt, comburentur in strata, ubi «a de Pfeffelnkhcim et Hocheim« contingunt. Item mutilatio manuum ent in porta sanet. Marüm. Item exustio maxillarum et pena crurum et cutis, que dicitur scherte umb willen ent in porta saneti Andree. Si aliquis malefactor in civitate repertus tarnt in domo alieuius, illum potest comes civitatis exciperc et educere, cxcepüs domibus eUurus clericorum, ministerialium, monetariorum et wiltwerker husgenosz •. bed in domibus ministerialium educet camerarius, de domibus monetanorum mag« er „ vel solus magister corum, de mansionibus wiltwerker husgenosz magister eorum. Et tunc prgsenlantur iudieibus. Singulis annis in die saneti Martini constituuntur iudices civitatis, vide- licet scultetus comes et duo officiarii vulgaritcr dicli ainmetman. VI. Preterea hoc tempore in numeru.n civium nullus reeeptus tat, qui 20 bona ßde non promittcret, se intra anni spatium empturum domum vel aliam hereditatem ad valorcrn decem librarum in civitate Wormatiensi. Reeeptus etiam dare cogebatur episcopo quartale vini optimi venalis, cuilibet consulum dimidium quartale, notario civium dimidium quartale. E. lieber die Zollfreiheit in Frankfurt. " d De privilegio, quod haben t cives Worin atienses in nundinis Francofurtcnsibus 4 . In nundinis Franckenvordensibus tenentur cives Wormaticnses isla dare antiquo iure et consuetudine observata: Sculteto civitatis ibidem datui pileus comparandus pro solido Franckenfordensi, et duc chyrothece pro SOlidO 10 __ ^m"od. ») 2 ounteoU. c ) » corri&ri aus llorcheim. *)/«*• 554». »Jossen Ausnahmen in ihrer rechtlichen Stellar.« 0^feran^,Bu^nrg^ Uli 35 II P. 83,24: si sunt minirteriales, 4^7%^K^^Ä^Sm Zs genoHze aut wiltwerkirhusgenoz. ' Vgl Eidbuch oh 86 E «M^**^™ 16. Jahrhundert«: Ist, herkomen, da/, man vor bestellen und haben müsse einen 232 Beilage E. comparatQ, et una lihra piperis. Item pnjconi civitatis dantur siniiliter pileus et due chyrothece eiusdem valoris. Item scabinis ibidem quadra- ginta et duo denarii Franckenfordenses. Nuntio autem civitatis Wormatiensis, qui illuc mittitur in nundinis a civibus, ut excquatur iusticias civium et etiam i prosit civibus, ille reeipiet a quolibet civi ibi negocianti unum denarium, et ipse nuntius perhibet sibi testimonium, quod civis sit Wormatiensis, si neecsse habucrit. Hec itaque iusticia in nundinis Franckenvord data, cives Wor- matienses ab omni thelonio ibidem liberi erunt. Si vero aliquis civium Wormatiensium denarium, cum ab ipso per nuntium Wormatiensis civitatis 10 requisitus fuerit, non dederit, nuntius civium cum domum reversus fuerit, potest illum inquirere et convenire, et emendabit ei seeundum sententiam scabinorum. biberen hut, einen holtzen becher oder köpfflin und darinn ein pfunt pfeffer, ein par nennen hantschu und ein wysz steblin einer halben elen lang ungeverlich. 15 Und gewenlich einen montag oder frytag den dritten oder zweiten gerichts dag vor nativitatis Marie eins yden jars so pflegt einer, dem solichs von rata wegen bevolhen wirdet, zu Franckfurt zu sin, daby müsse man haben der statt pfyffer zwen und ein bassuner und gewonlioh usz der herberg, darinn derselb zu herberg ist, so geen furanhin der bassuner und die zween pfyffer pfyftend, denselben nach 20 volgt der geschickt von rats wegen und tregt in syner hand den holtzen becher, darinn den pfeffer, darauff die hentschu zwerchs äaruff den bibern hut, darinn gelegt das wysz steblin, also hin bisz uff den Romer für das siezend gericht, und neigt sich dem schultheissen sagend: „Ernvester ersamen herren schultheisz und scheffen des heiligen rychs gericht zu Franckfurt: Ich ersehyne hie von wegen 25 burgermeister rat und gemeinde der statt Wormbs nach alter gewonheit uffzuholen die fryheit des zolls halben hie zu Franckfurt und uberantwurt hiemit wie gewon- lich ist gutlich bittend, ir wollen der statt Worms im burgern und inwonern, die eim erbern rat zu Worms zu versprechen steen, solicher fryheit des zolls gesteen und sie derselben geniessen lassen, wie sich gepurt und von alter herkommen ist." 30 Alsdann empfecht der schultheisz den becher und anders darzu gehörig und sagt: „Man gestee denen von Worms der fryheit, woll sie der geniessen lassen, doch das sunst nieman dann die von Worms mit solicher fryheit verteidingt werde." Dann so pfiffen der bassuner und die pfyffer wider abher für den Römer, so ferr sie g^elust oder der geschickt will gehabt haben. Darumb schenckt er denselben 35 pfyftern ein gülden für zerung. Die berühmte Beschreibung Goethes in Dichtung und Wahrheit I, l beruht fast wörtlich auf Fries, Vom sogenannten Pfeiffer-Gericht 1752. Das Pfeifergericht wurde am letzten Sitzungstage vor der Herbstmesse gelullten, zum letzten Mal 1802. Ausser Worms genossen noch Nürnberg (s. ÜB. II nr. 256) und (Alt-)Bamberg die Zollfreiheit 40 in Frankfurt. Worms Itecht beruht auf dem Privileg Heinrichs TV. ÜB. I nr. 66. Die Handschuhe, der Becher, das Stäbchen und der Biberhut werden jetzt im Paulusmuseum in Worms aufbewahrt. 1234 1244 1231 1U 1241 7. Okl. Beilage F. 233 F. Aus einer Rheinischen Chronik. Codex Gissensis nr. 177 beschrieben von L. Weiland, N. Archiv IV P- 64. Die Handschrift stammt aus dem XV. Jahrhundert und enthalt eine Papst- und Kaiserchronik, laut fol. 240 im Jahre 1439 und laut fol. 239 am Eheine geschrieben. Viele Notizen beziehen sich auf Worms, die wir nach Wcilands Abdruck p. 74-85 wieder geben. Anno domini 1234 Henricus de Saraponte obiit Wormatiensis episcopus. Huius tempore anno domini 1244 Landolfus Wormatiensis episcopus obut in die Medardi confessoris. Huius etiam tempore scilicet anno domini 1-36 fuit miraculum capitis saneti Ciriaci in Roma factum. Huius tempore anno domini 1241 in maio predicata fuit crux contra mi Tartaros per totam Almaniam sub Sifrido episcopo Moguntino. Et eodem anno crevit tanta habundancia vini, quod carrata solvit 40 denanos Worma- tienses. Et eodem anno fuit eclipsis solis Sergii et Bachi. Et anno domini 1247 obiit Landolfus episcopus Wormatiensis, qui is mi sederat annis 13. Item anno domini 1248 vinum maximc aeidum crevit. Et scqucnti ms anno Herum Wormatia uritur quasi media pars, vigilia Philipp! et lacobi so. A V r,i apostolorum l . Huius tempore obiit Richardus episcopus Wormatiensis de Duna oriundus. 20 /^ Item anno domini 1268 sabbato post epiphaniam domini fuerunt ful- 7 -j a „, gura et tonitrua magna. Anno etiam domini 1269 fuit predictus Richardus Romanorum rex in im Wormatia anno regni sui 12, ut in quodam privilegio 2 . Hoc etiam tempore scilicet anno domini 1291 Gorgonii factus est » »« terre motus. Et sequente anno Herum Wormatia exusta fuit. Huius etiam tempore ««^ scilicet anno domini 1291 obiit Symon episcopus Wormatiensis, qui sederat , fi0H . annis 8. Gui successit Eberhardus ut supra 3 . _ n11 Et eodem tempore videlicet anno domini 1277 obiit Eberhardus epis- so n , M „ copus Wormatiensis, qui sederat annis viginti, in monte Pessalano. Cuius ossa sunt redueta usque in Otterberg monasterium ordinis Cistcrciensis. ^ Huius tempore scilicet anno domini 1283 obiit Fredericus episcopus U0 . April Wormatiensis, qui sederat annis 6. |JM Hern anno domini 1293 obiit Eberhardus de Stralenberg clectus Wor- 3» „.«,,. matiensis, primo prepositus Nuhusensis, qui sederat 22 mensibus. Et sequenti »»« anno Emicho prepositus saneti Pauli in episcopun. Wormatiensem fuit electus, qui obiit anno domini 1299 4 . ,„, rr^ 1)er Bra ^ /"««* J259 statt. S. o. p. 166. 8 ff- • ffemeint ist nr 846 *■ ÜB. I p . 225. , Davon ist oben Mne Bede. ' Heber semen Todestag 40 "• 0. 65 Anm. 2. 234 Beilage F. n ' J s-'/ Item anno domini 121)1 Prothi et lacineti martirum fuit terre motus circa crepusculum in terra ista Rcnensi, Wormatie et prope. tau Huius etiam tempore videlicet anno domini 1294 cecidit maxima nix, qualis unquam visa fuit et duravit quinque ebdomadis. Item anno domini vi'ji 9 1297 carrata vini solvit 5 solidos hallensium in Wormatia. tili Item anno domini 1373 fuit morsus luporuin in homines mirabilis. Et statim sequebatur eodem anno magna ])cstilencia '. Et sequenti anno scilicel 1374 domini 1374 fuit maxima inundacio aquarum per totam Almanniam, et Rcnus tantum crevit a]>ud Moguntiam, quod excessit superiorcs gradus ecclesie in bcatc Marie virginis Moguntinc nuneupate Gradus 2 . Et solvit inaldrum sili- ginis in Wormatia 8 solidos hallensium et quartalc vini 1 soliduin hallensium. Et eodem anno fuit mirabilis seeta corizancium in publico 3 . Et per eosdem duos annos clerus Wormatiensis in magna fuerunt dis- cordia cum civitate Wormatiensi. Totus etiam clerus extra eivitatem Wor- 15 matiensem fuerunt ad tres annos et amplius. Ipsi clero dominus Rupertus rex fortiter assistebat, civitati vero dominus Iohannes archiepiscopus Mogun- tinus cum magna liga prineipum et civitatum. Sed clerus videns sc derelictum ab omnibus vasallis suis cepit pugnare gladio spirituali et cives processibus multipliciter gravare in tantum etiam, quod portc civitatum, opidorum et 20 villarum claudebantur ad adventum corum, nee intromittebantur ad emendum vel vendendum, ita quod cives Wormatienses et presertim mechaniei male steterunt et ineeperunt se et sua a civitate alienare. Tunc prefatus dominus Iohannes archiepiscopus Moguntinensis una cum domino Ruperlo Romanorum rege eosdem concordarunt. Hie etiam papa 4 providit magistro Matheo de 25 Cracovia de episcopatu Wormatiensi vacante per mortem domini Eckardi de u'. Mai Dcrs, qui obiit anno domini 1405, die 9 Maii 5 . 1 8. Chronicon Moguntinum cd. C. Hegel. Hannor. 1885 p. 33. 2 8. Chro- nicon Mof/untinum l. c.p. 34. 3 g. Chronicon Mop. I. c.p. 36. * Imiocenz VIT. h Eckard starb vielmehr 14. Mai s. o. p. 73, 47. lieber den OonfUct der Stadt mit m dem Bischof Eckard und der Pfafflteit vgl. Zorn p. 152 ff. und Beilage Cr. Beilage G. 235 G. Urkunden und Akten zur Geschichte der Jahre 1401—1430. 1. 1401. Juli 26 (dinstag noch s. Jacobstag), HekMen- £^^*f widerruft die vom Konig Wenzel erlassenen Privüegwn und erklart sie fu, ungültig. St.-A. Darmstadt: Chart. Warm. (D). fol 56 f. Vgl. D. Reichstagsakten IV, i 474 nr. 397. 2. 1401. Aug. 7. - König Ruprecht gnittirt der «Ä^J^Ä von 1300 Rhein. Gulden als Abschlag für die ihm zugesagte Summe mn 2500 GuUen für ihren Dienst über Berg. Wir Ruprecht von gots genaden Romischer konig zu allen zyten merer 10 des riches bekennen und dun kunt offinbare mit diesem brieffe, als die ersamen unsere lieben getruwen burgermeistere und rad der stat Wormeszen mit uns überkommen sint uns funffe und zwenezig hundert gülden zu geben vor yren dinst uns über berg zu dun, an der selben summe hant sie uns zwolfl hundert guter Rinscher gülden geben und wol bezalt und sagen sie derselben l» zwolffhundert gülden an den obgenanten funff und zwenezig hundert gülden quyd ledig und loisz mit orkunde disz brieffs versiegelt mit unser phalcz und herezogthoms anhangendem ingesiegel brestendc halb unsers koniehchen ingesiege] zu dieser zyt. Datum dominica post beati Petn ad vineula anno domini millesimo quadringetesimo primo regni vero nostri anno pnmo. St.-A. W. nr. 326. or. mb. s/r/, pend. laeso. Vgl. HA. V, 17, 40 ff. 3. 1401. Aug. 26. - K. Ruprecht quittirt der Stadt Worms die Bezahlung von 96O0 Rhein. Gulden, die sie ihm anstatt persönlicher Leistung zum Dienst Übet Bcuj zu zahlen sich verpflichtet hatte. Wir Ruprecht von gots genaden Römischer konig zu allen zyten merer M des riches bekennen und dun kunt offinbar mit diesem brieffe, als uns unsere lieben getruwen burgermeistere und rad der stat zu Wormesze geschencket haben funffe und zwenezig hundert gülden zu unserm zöge, den wir mit der gottes hulffe korczlichen meynen zu dun über berg gen Lamparten unser keiserlich cronunge zu empfahen, daz sie dieselben funff und zwenczighundert 30 gülden uns bezalt und der genczlich gewert hant. Der sagen wir sie auch quyd und lois. Und were esz sache, daz wir des obgenanten unsers zoges unser keiserliche cronunge zu emphahen zu dieser zyt wendig wurden, wanne wir dann darnach mit der hulffe gots denselben zog unser obgenanten cronunge zu emphahen dun werden, wollen wir dann mit solichem vorgenanten 35 schancke vor yren dinst nit ein genügen han und den dinst von yn haben, s ° sollen wir yn die vorgeschrieben funffe und zwenczighundert gülden, die sie uns geben hant, gütlichen wieder geben beczalen und dun entwerten, ee wir dann solichen dinst von yn heischen, und sollent uns auch sohehes schanckes oder dinstes nit geben oder dun von des obgenanten zoges wegen, « Wir haben yn dann die vorgenanten funff und zwenezig hundert gülden s 236 Beilage Q. bevor wieder geben und bczalt und dun entwerten ane alle geverdc. Urkunde disz brieflfs versiegelt mit unser phalcz und herezogthoms ingcsicgel brestende halb unsers konicliclien ingesiegels zu dieser zyt und als vorgeschrieben stet sal gancz crafft und macht haben in aller maszen als unser konielich in- s gesicgel heran gchcnckct were ane geverde. Geben off den fritag nach sant Bartholomcustag nach Cristi geburte dusent vierhundert und ein jare unsers riches in dem andern jare. Auf dem Umschlage: ad mandatum domini regia Mathias Sobernheini. St.-A. W. nr. 327. or. mb. c. sig. pend. del. Vgl. EA. V. I. c. io i. not. Dez. 7. Heidelberg. — Pfalzgraf Ludwig vergleicht die Ritter Sigfried und Endris von Oberstein mit der Stadt Worms wegen Jiescluidigung ihrer armen Leute zu Hofheim durch die Stadt Worms. Wir Ludewig von gots gnaden phaltzgrave by Rine und hertzoge in Beyern des heiligen Romischen riches vicarie in Dutschen landen bekennen ir, und tun kunt offenbare mit diesem briffe von solicher zuspruchc und furde- runge wegen, als der veste rittcr Sifrit von Obernstein und Endris sin bruder und diese nachgeschriben armen lute von Hovehcim mit namen Glas schult- heisz, Heintze Koch, der Swap, Cristin Stortzkoppin, Jcckcln Schartenberger, Sifrit Alheim, Wilhelm Roseneck, Else Modern, Clas Grabemechcr, Katherine 20 Snidern, Clas Krug, Eberlin Grabemecher, Clcseln Herden, Clas Fürwort, Glas Herbei, Cleseln Ruprecht, Kctterchin Leschen, Peter Lesche, Gerlach Becker, der Hunprecht, der Gerhart, Cleseln Kirsgarter, Henne Scharthen- berger, Emychen Antzen frauwe, Henne Gerhart, Dilman Schultheisz, Henneln Henni, Henne Smyd und sine frauwe, Götze Langeheintzen frauwe, Henne •25 Hencke, Wernher Northeimers son, Contzeln Northeimer und eine wituwe von Hofeheim und alle die da gesebediget sint zu derselben zyt, gehabt haben an die burgermeistere rate und bürgere gemeinlichen der stad zu Wormsze von solichs brandes name und schaden wegen, die die vorgenanten von Wormsze yre dienere und die yren vor ziten getan habent zu Hovehcim :io vorgenant, darumbe wir yn beider site einen tag zum rechten gemacht und bescheiden hatten, als uff diesen tag datum dis brifes gein Heidelberg, als auch daz veranlaszet was uff den selben dag auch der egenante Endres von sinen und des egenanten Syfrits sins bruders wegen und mit siner gantzer und foller macht und Glas Schultheisz, Heintze Koch, Clas Fürwort, der Swap 85 und Cleseln Ruprecht obgenant von yren und der egenanten von Hovehcim wegen und auch mit ir gantzen und vollen macht uff ein site und der egenanten von Wormsze erber und mechtige hotten mit namen Johanne Mach- tolffe zu Rinecke, Jacob Duchscherrcr, Dietzc Cleyne und Gerlach Cremer uff die ander site vor uns kommen sint, daz wir sie beider site von solicher 40 egenanten sache wegen fruntliche gericht und ubirtragen haben in der maszc als hernach geschriben stet: Zum ersten wann die egenanten parthien bedc vor sich und alle die den zu Hovehcim egenant schade gescheen ist aller solchen egenanten Sachen hinder uns gentzlichen kommen und gegangen sint und uns auch in guten truwen globct haben, waz wir darumb machen 45 oder sprechen, daz sie daz beider site stete ganlz und unverrucket halten Beilage G. 237 und follenfuren wollen ane alle gcve.de, da/, wir sie darumbvon aller solichen Sachen wegen mit ir Leider site vriszen und willen fruntl.chen ger.chtet und vereinet haben in solieher masze, daz die cgenanten von Wormsze von der frauwen wegen, die zu Hoveheim obgenant da zumale verbran, der selben frauwen seliger, kindern zu beszerunge geben sollen virtz.g gülden, daz man * dieselben kindere desterbasz erziehen möge. Und waz sie vor ir sele dun und heszern sollen, daz stellen wir zu yn und iren bychtern Item daz sie vor alle die brande namcn und schaden, die daselbis zu Hoveheim geschahen, den ohgenanten vom Steine und den egenanten armen luten allen zu nove- heim, den soliche egenante schaden gescheen sin, siebenhundert R.n.scher gülden guter und geber richten geben und bezaln und daselbis zu Wormsze ledielichc und unbekümmert entwerten sollen off den sontag als man singe invoeavit der schierste kumpt und dieselben siebenhundert gülden sollen! den egenanten gebrudern vom Steine halbe und den egenanten armen luten von Hoveheim auch halbe werden und gefallen, und sal auch der egenante u Undris vor sich und sinen bruder und ir erben vor solich ir halben des egenanten geltis den egenanten von Wormsze einen quidbnfi und die egenanten armen lute von Hoveheim für ir halpteil für sich und ir erben auch einen quidbriff geben und antworten auch den von Wormsze under eins erbern edelmans ingcsicgel. Item so sollcnt auch dieselben von Wormsze dem vorgenanten Endris vor sinen kosten und zerunge, die er der egenanlen sache halp genommen hat, zwentzig gülden auch uff daz obgenante zile richten und geben. Und wann die vorgeschoben parthien bede von iren und aller der wegen den zfi Hoveheim egenant zu der zyt schaden gescheen sin allir und igheher egenanten Sachen gentzlich und mehticlich hinder uns kommen 25 und zu fruntheheit gegangen sint als vorgeschoben stet, darumb haben wir mit gutem rade unsere rote und lieben getruwen gesprochen und gemacht sprechen und machen in crafft dis brifes als vorgeschnben stet und daz auch daruff alle und igliche, den soliche egenanten schaden brand und namen ZU Hoveheim gescheen sin, besampt noch besunder noch nyman von yren :.o wegen ane geverde zu den egenanten von Wormsze iren nachkommen noch den yren noch zu yren gutern besampt oder besonder von soheher vorgeschoben sachen wegen furbas keine furderunge oder anspräche haben sollen in deheine wise ane geverde, sunder daz alle dinck von solichen egenanten sachen wegen gentzlich und gar gericht und geshcht sin sollen, ane 35 geverde und beheltnis, daz die egenanten von Wormsze die obgenante summe geltis richten und bezalen sollent als vorgeschoben stet. Mit ««unae ais brifes versigelt mit unserin anhangendem ingesigel. Geben zu He.delberg de Q S nesten mitwochens nach sante Niclas dag nach Grists geburte virtzehen- i'undert jare und darnach in dem ersten jare. 40 St.-A. W. nr. 328. Copie im EMmch nr. 23 (B). Anfang des 16. Jahrh. fol 09. 5. 1401 Dez 9/ - Schied^n-uch wischen Bischof Eckart und de,; Stadt Wcma rcwndlt Zn ihr demMft Ivorms ^efiUßen Südens zu Lamperthem und Ho/heim. Ich Jacob dechan zum dume, Johan probist zu sant Andree zu Wormsze n •'ohan Rinecke und Brechtein Bone bürgere zu Wormsze ratludo, und ich 238 Beilage G. Hug lesemeister zu den Augustinern zu Wormsze gemein obman gekorn und gegeben zum rechten und zur gutliehekeit von unserm gnedigen hern hern Echard von gots und des heiligen stuls zu Rome gnaden bischoff zu Wormsze uff einsite und von den erbern wisen luten den burgermeistern 5 und dem rate der stad zu Wormsze uff die ander site, von alsolicher zu- spruche und furderunge wegen, als der egenante unser herre von Wormsz an die obgenanten burgermeistere rat und stad zu Wormsze bis uff diesen hutigen tag gehabt hat als von alsolichs schaden wegen, der yme, syme stiffte und sinen armen luten sal goscheen sin an brande an name und an anderm 10 schaden zu Lampertheym, zu Hoveheim und anderswo, als er uns daz ver- schriben gegeben und geantwortet hat in syme briffe und die burgermeistere und rad der obgenanten stad Wormsze auch daruff geantwortet hant von ire und ire stede wegen, als sie uns daz auch in irme briffe gegeben und geantwortet hant verschriben. Des sprechen wir obgenante ratlude und gemein u obman alle funff ungezweyet zur gutliehekeit und zur frundlichekeid, als daz auch an uns gestalt ist von den obgenanten beiden parthien, daz die burgermeistere und der rad der egenanten stad und die gemeinde daselbis zu Wormsze sollent dem vorgenantem unserm herren von Wormsze geben und antworten den versigelten briff, den die egenante gemeinde hat, da die eilf 20 personen ynne Stent geschriben, die da bürgere wurden zu Oppinheim; und werez daz unser herre von Wormsze egenant der einen oder mee, die in dem obgenanten briffe geschrieben stent, nu oder hernach in den rad zu Wormsze setzen wolle denselben rad zu erfüllen, als von alter herkommen ist, den sollent die burgermeistere und rad zu Wormsze egenant, die itzunt 25 sint oder hernach zu ziden werdent, entphahen und ynnemen ane hindernisze. Auch sollent die burgermeistere und der rat zu Wormsz vorgenant dem egenanten unserm herren von Wormsze alle iare jerlichen uff sant Martins tag des heiligen bischoves geben und reichen sine lebetage hie zu Wormsze an der muntze virtzig gülden geltes guter werunge oder wem er die heiszet 30 geben sine lebetage und nit lenger; und wanne der egenante unser herre von Wormsze von todis wegen abe ist gangen, den doch got lange gefrieste, so sollent die vorgenanten virtzig gülden geltis auch tod und ledig sin. Auch sollent sie dem vorgenanten unserm herren von Wormsze geben virdehalp hundert gülden, wanne er einen ratherren in den rad zu Wormsze itzunt 38 gesetzet, des do itzunt brüst ist ungeverliehen. Und sollent auch darumb die obgenanten beide parthien gutlichen und fruntlichen miteinander gerächt und gesunet sin nach dem als daz veranlaszet ist. Auch sol unser herre von Wormsze egenant und die sinen den burgern von Wormsze ire gutere ledig wider geben, als er und die sinen die erclaget hatten mit gerichte, 40 wanne die egenanten bürgere des begerent oder weme sie die heiszent geben ane alle geverde und argenlist, durch des willen daz sie von beiden siten nü und alle wege de[sto] a fruntlichcr und de[sto] a friedelicher geleben und verliben mögen ane alle geverde und argenlist. Und des zu Urkunde und ewiger stetikeid so haben wir die obgenanten ratlude und gemeyn obman 4,i unsere ingesigele an diesen briff gehencket die obgenanten beide parthien zu ») 1h. de. Beilage G. 239 besagende aller der dinge, die hicvor von yn gescliriben Stent,^ daz stede und feste zu halten ane alle Hindernisse. Datum anno domini M. CGGC'"". primo, ipso die sancti Silvestri pape. St.-A. W. nr. 329. Copie im Kidbuch nr. 23 (B) Anfang des 15. Jahrh. fol. 73. Druck: Schannat II, 214 ex vet. lih. ad. civit. Worin. - lieg. Scriba 355t;. i 6. 1402 Feh- 2 — SchuUhciss und Einwohner von Hof heim bekennen, data die Worms* sie für den erlittenen Schaden, Brand und Nähme entschMtgt Indien. Ich Clas Schultheisz, Heintze Koch, der Swap, Gristine Stortzkoppen, Jeckeln Schartcnbergcr, Sifrit Alheim, Wilhelm Rosenecke, Else Modern, Clas Grabcmecher, Katherin Snidern, Glas Krug, Ebcrlin Grabemecher, Gleseln 10 Herden, Glas Furwert, Glas Herbei, Gleseln Ruprecht, Ketterchin Leschen, Peter Lesche, Gerlach Becker, der Hunbrecht, der Gerhart, Clcseln Kirsgerther, Henne Schartenbcrger, Emichin Antzen frauwe, Henne Gerhart, Dilman Schultheisz, Henneln Henny, Henne Smyd und sine frauwe, Getzc Langen- heintzen frauwe, Henne Hencke, Wernher Northeimers son, Contzeln Nort- u heimer und eine wituwe von Hoveheim genant Griese und alle personen die vorgenant sint von Hoveheim erkennen uffenlichen an diesem briffe und dun kunt allen luden alsolichen schaden, brand und name, als uns zu Hoveheim gescheen ist von den von Wormsze und den iren, daz unser gnediger herre hertzoge Lodewig von gots gnaden phaltzgravc by Rine hertzogcn in Beiern » Und vicarie dez heiligen Romischen richs in Dutschen landen uns von beiden siten darumb gutlichen gerächt und gesunet hat und verzihen auch darumb uff die von Wormsz und die iren vor uns unsere erbern nach- komen und vor alle die, die des von unsern wegen zu schaffen hant gehabt hyz uff diesen hutigen tag, wand sie uns genung darumb getan hant nach 25 lüde des versigelten rachtunges briffes, den der egenante unser^ gnediger herre hertzoge Ludewig darüber geben hat ane alle geverde. Des zu Urkunde so han wir fliszig gebeden den festen edcln knecht jungher Haneman von Sickingen vitzdum zur Nuwenstad, der auch unser ainptman ist von unsers gnedigen herren des Romischen koniges wegen, daz er sin ingesigel vor uns M BO diesen briff gehencket hat uns unsere erben und nachkomen und die daz antriffet zubesagende allir vorgeschriben dinge. Des ich Hannemann v on Sickingen vitzdum zur Nuwenstad egenant erkennen, daz ich durch ire fliszigen bete willen min eigen ingesiegel an diesen briff gehangen han. Datum anno domini millesimo quadringentesimo seeundo feria proxima u a 'ite diem beati Petri ad kathedram. St.-A. W. nr. 330. Copie im Eidbuch nr. 23 (B) Anfang des 15. Jahrh. fol. TO. 7. 1402. März 4. — Hannemann von Sickingen, Viztum zu Neustadt, quittirt *)' (Stadt Worms den Empfang von 40 Gulden als Entsclmdipiini/ fur die Kinder Henne Gerharts sei. von Hofheim. *° Ich Hanneman von Sickingen vitzdum zur Nuwenstad erkennen offen- heben an diesem briffe und dun kunt allen luten, die yn sehent oder horent lesen, als von Henne Gerharts frauwen seligen wegen, die zu Hoveheim verbrannte von den von Wormsze und den iren, daz sie iren kindern sollent Reben virtzig gülden zu besserunge, daz man dieselben kindere debasz er- « 240 Beilage G. ziehen möge, als daz min gnediger herre hertzoge Lodewig etc. gutlichen gerächt und gesunet hat nach lüde des sunebriffes, den er darüber versigelt geben hat. Die selben virtzig gülden han ich heiszen geben Glas Fürwort zu Hove- heim der selben kindere mag, daz er yn die halte gebe und anlege zu irme 5 nutze, bis daz sie zu iren tagen koment, die die burgermeistere und rad der stad zu Wormsze yme auch geben hant. Und ich Glas Vorwort ege- nant erkennen, daz die erbern wisen lute die burgermeistere und der rat der stat zu Wormsze mir die selben virtzig gülden gcntzlichen und gar geben und bezalt hant und sagen sie auch derselben virtzig gülden quit ledig und 10 lois von der obgeschriben kindere wegen mit diesem uffen briffe und sal und wil sie auch halten und anlegen den vorgenanten kindcrn in allir der masze als hervorgeschriben stet ane alle geverde und argenlist. Des zu Urkunde so han ich Hanneman von Sickingen vorgenant min ingesigel gehangen an diesen briff. Und ich Glas Fürwort obgenant bekenne mich auch aller vor- 1» geschriben dinge under jungher Hannemans von Sickingen des vitzdöms egenant ingesigel. Datum anno domini millesimo quadringentesimo secundo sabbato ante dominicam letare Iherusalem. St.-A. W. nr. 331. Copie im Eidbuch nr. 23 (B) Anfang des 15. Jahrh. fol. 70. 8. 1402. März (>. — Philipp von Frankenstein der Aelter verzichtet auf Ent- 20 sclUidigung seitens der Stadt Worms für den von ihr seinen armen Leuten zu Hof heim angethanen Schaden. Minen grus zuvor burgermeistere und rat zu Wormsze! Solichen schaden, als ir mir und minen armen luten zu Hoveheim zugefuget hant, des ist mit mir geredt wurden, daz ich daruff verzihen. Des zu urkund 25 han ich min eigen ingesigel an diesen briff gedrucket. Geben uff den man- tag nach dem sontage letare anno domini M. quadringentesimo secundo. Phillips von Franckenstein * der eher. St.-A. W. nr. 332. Copie im Eidbuch nr. 23 (B). Anfang des 15. Jahrh. fol 71. 30 9. 1402. März 9. — Philipp von Frankenstein der Junge sagt die Stadt Wwms von jeder Verpflichtung los, wenn sie die armen Leute zu Hofheim entscMdigt liat. Ich Phillips der junge zu Franckenstein bekennen mit disem uffen briffe: umb solichen schaden, als minen armen luten zu Hoveheim gescheen ist von den von Wormsze und den iren zu einer zyt da hertzoge Ruprecht 35 der elter selige ir fynt was; richtent sie sich darumb mit den armen luten unverzüglichen nach datum dis briffes, daz den armen luden genuglichen geschiecht vor irn schaden, der yn des mals gescheen ist; so verzihen ich Philipps vorgenant uff den vorgeschriben schaden vor mich und alle minc erben und sagen die von Wormsze und die iren des vorgenanten schaden 40 und anspräche quit ledig und Jos von der sache wegen. Des zu Urkunde han ich Phillips vorgenant min ingesigel zu ende dirre schrifft an diesen briff gedruckt. Geben uff donrstag nach mittefasten in dem jare da man zalte nach Grists geburte XIIII hundert und II jare. St.-A. W. nr. 333. Copie im Eidbuch nr. 23 (B). Anfang des 15. Jahrh. fol. 71. Beilage Q. 241 10. 1402. März 9. — Genannte Einwohner von Hof heim bekennen von Worms für ihren erlittenen Schaden entschädigt worden zu sein. Ich Glas Ruprecht, Glas Herbei, Henne Hencke, Glas Krug und Ennychen Antzen seligen frauwe von Hoveheim erkennen uffenlichen an diesem briffc, daz die erbern wisen lute die bürgermeistere und der rat gemeinlichen 5 der stat zu Wormsze uns vor unsern schaden brant und name, der uns von yn und den iren zu Hoveheim getan und gescheen ist, genung getan hant, und sagen sie des quil ledig und lois mit diesem unserm briffe ane alle geverde. Des zu Urkunde so han wir gebeden den strengen frommen ritter hern Johan von Warthenberg, daz er sin ingesigel an diesen briff gedrucket 10 hat. Des ich Johan von Wartbenberg ritter egenant erkennen, daz ich daz durch ire bede willen getan han. Datum anno domini XII1I C seeundo feria quinta ante dominicam judica. St.-A. W. nr. 334. Copie im Kidbuch nr. 23 (B). Anfang des 15. Jahrh. fol. 70 b . 11. 1402. März 15. — Endria von Oberstein, Edelknecht, und Hebele, seine 15 Schwägerin, quittiren der Stadt Worms den Empfang von 370 Gulden als Entscluidiguiifi /''»' den ihren Leuten zu Hofheim zugefügten Scliaden. Ich Endris vom Obernsteine edelknecht und ich Hebele sine geswihe, hern Sifrits vom Obernsteine ritters sins bruders eliche buszfrauwe, erkennen uffenlichen an disem briffe: als unser gnediger herre hertzog Ludewig etc. 20 eine fruntliche richtfinge gemacht hat zusehen den erbern wisen luten den burgermeistern und dem rate der stat Wormsze uff einsite, mir Endres, Hebeln l 'nd Sifrit egenant und den armen luten zu Hoveheim uff die ander site von BOlichs schaden brandes und name wegen, als die von Wormsze und die iren uns und den armen luten zu Hoveheim getan band nacb lüde des sunebrifes, 2. r > den unser herre der hertzoge egenant darüber geben hat; des hant die von "orinsz egenant mir Endris, Hebeln und hern Sifrit vorgenant gegeben wole gewert und bezalt virdehalpbumlerl gülden und zwentzig gülden nach lüde desselben sunebrifes, und sagen die egenanten burgermeistere rat und bürgere der stat Wormsze vorgenant und ire nachkomen auch vor uns unsere erben 30 und nachkomen der selben summe gülden als hie vor geschriben stet quit ledig und lois mit diesem unserm briffe ane alle geverde und argenlist. Des z u urkund so han ich Endris und Hebele egenant unser iglichs sin eigen 'ngesigel gehangen an diesen briff uns hern Sifrit obgenant und unsere erben z u besagende allir vorgeschriben dinge. Datum anno domini XIIII 0 seeundo 85 teria quarta post dominicam qua cantatur in ecclesia dei judica. St.-A. W. nr. 335. Copie im Eidbuch nr. 23 (B). Anfang des 15. Jahrh. fol. 70. 12. 1402. Aug. 25. — Walther von Than vergleicht sich mit der Stadt Wm-ms. Ich Walther von Than erkennen uffenlichen an diesem briffe und dun kunt allen luten, die yn ymmer ansehent oder horent lesen: alsolichen schaden 40 brant und name, als die erbern lute die von Wormsze und die iren mir und den minen an dem huse und der vesten zu Than und anderswo getan hant, »n welcben weg die gescheen sint und wieliche zweyunge und spenne ich "Wormaer Chroniken. 16 242 Beilage G. mit yn gehabt han bisz uff diesen hutigen dag, des bin ich vor mich mine erben und die minen mit yn gcntzlichen vvole und fruntlichen gerächt und gesunet ane alle geverde und argenlist. Des zu Urkunde so han ich Walther vorgenant min ingesigel gehencket an diesen briff mich mine erben und die • minen zu besagen allir vorgeschriben dinge und han darzu gebeten den strengen ritter hern Gerhart von Cropszberg, daz er sin ingesigel by daz mine an diesen briff gehencket hat mich mine erben und die minen zu besagen allir vorgeschriben dinge. Des ich Gerhard von Gropsberg ritter egenant erkennen, daz ich daz durch sinre bete willen getan han. Datum anno 10 domini XIIII C seeundo, in crastino saneti Bartholomei apostoli. St.-A. W. nr. 336. Copie im Eidbuch nr. 23 (B) fol. 65. Anfang des 15. Jalirh. Der von Bürgermeister, Bath und Bürgern der Stadt Worms ausgestellte Gegenbrief vom gleichen Datum ebendaselbst. 13. 1402. Aug. 29. Ladenburg. — Eckard, Bischof von Worms, quittirt der 15 Stadt Worms den Empfang von 350 Gulden. Wir Echard von gots gnaden bischoff zu Wormsze erkennen liffentbar an diesem brieffe: alsoliche vierdehalphundert gülden, als die erbern wiesen löte die burgermeistere und der rat der stad zu Wormsz unser lieben ge- trdwen uns geben solten von solicher rachtunge und sdne wegen, als unsere so gemeyne ratlude und oberman mit namen die erwirdigen herren herre Jacob dechan zum dume, herre Johan probist zu sant Andree, herre Hiig lese- meister zu den Augustinern, Johan Machtolff zu Bynecke und Brechtein Bone bürgere zu Wormsz, die zusschen uns und yn uszgesprochen und uns beyden parthien die virschreben und virsigell gegeben haut. Dez hant uns die 25 egenant burgermeistere und rat der stad zu Wormsze unsere lieben ge- triiwen die vorgeschreben vierdehalp hundert gülden gentzlich und gar bezahl und woil geweret und sagen sie der auch quyt ledig und loisz mit diesem unserni uffen brieffe vor uns und vor alle unser nachkummende und erben ane alle geverde und argeliste. Dez zu orkünde so han wir Echard bischoff 30 vorgenant unser ingesiegel an diesen brieff dun hencken. Datum in opido nostro Laudemburg anno domini millesimo quadringentesimo seeuudo ipso die decollacionis beati Iohannis baptisle. St.-A. W. nr. 338. or. mb. c. sig. pend. laeso. Hinten von gleichseitiger Hand: Quitancia dnmioi Kohaidi episcopi pro 1111° flor. 85 Copie im Eidbuch (B) nr. 23 fol. 74. 14. 1404. Juni 10. — K. Buprecht verbietet der Stadt Worms die Pfafflieit zu beunruhigen. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer konig zu allen ziten merer des richs enbietten den burgermeistern rate und burgern gemeinlichen der 40 stat zu Wormsz unsern und des richs lieben getruwen unser gnade und allez gut. Lieben getruwen. Uns ist von wegen der eresamen unsere lieben andechtigen probiste dechane und capitele der stiffte und pfaffheid gemeinlichen zu Wormsz vorbracht worden, wie daz ir sie an iren gutem rechten und friheiden, die sie von unsern vorfaren an dem riebe Romischen keisern Beilage ö. 243 und konigen von langen ziten bisz off uns erworben und herbracht haben, understent zft hindern, zu yrren und darynne zu griffen wieder recht und Bescheidenheit, daz yne zu verderplichem schaden kumme, und sin demödec- hclien angeruffen und gebetten worden, daz wir als ein Romischer konig dem daz zugehoret das understene und sie by iren rechten und friheiden s hanthaben und beschirmen wollen. Want wir nu von angeborner guete darzu geneyget sine alle und igliche unsere und des richs underlane und getruwen und besunder die, die den almechtigen got unsern schopfer tage und nacht für uns bittende sin, frieden und gemache zuschaffene und sie auch by yren rechten und friheiden gnedielichen zubehalten; so ist unser 10 ernstliche meynunge, setzen und ordenen und gebieten uch auch festeclichen und ernstlichen by unsern und des richs hülden in craffte dis brifs, daz ir die egenante probiste dechane capitel und pfaffheid gemeinlichen und besunder an iren gutern friheiden und rechten ane iiszgetragen und erfolget des rechten nit hinderent noch irrent noch darynne griffent oder beschedigent ir, in deheinc wise by penen Verluste fiwrer rechten friheiden Privilegien und briefen, die ir von uns und unsern vorfaren an dem riebe Römischen keisern und konigen erworben und behalten habet, und als liebe üch sy unser und des felis swere ungnade zuvermyden. Urkund dis briefs versigelt mit unserm königlichen offgedräcketen ingesigel. Gegeben zu Heidelberg off den dinstag ao vor der heiligen marteler Viti und Modesti dage in dem jare als man zalte nach Cristi gebürte vierzehenhunderl und vier jare unsers richs in dem vierden jar. St.-A. W. Band nr. 1921. cop. chart. s. XV ex. G. L.-A. Karlsruhe, Pfälzer ^tpialbuch 4 f'ol. 202. 25 Druck: Schannat II, 217. — Reg.: Scriba 3608. 1"). [1406]. — Die Stadt Worms nagt der Pfaffheit Fehde an. Wiszent her Mathis, der sich nennet bisschoff zu Wormsz, dechan eapilele und die gantze gemeine paffheid und alle die, die beneficieret sint daselbs, das wir die burgermeistere rad und die gantze gemeinde der stad zu Wormsz 30 umb solich unrecht, als ir uns lange zyt getan hant und noch thund mit namen, das ir uns widder got und widder recht zu banne gekündet und getan hant und singen und alle gote recht lange zyt l gehindert und verslagen liant an allen den enden, wo wir und die unsern hiene wandern ane no 't und reddeliche sache und han uch angens und allezyt gebodten , wir 35 wolten uch rechts gehorsam sin und recht geben und nemen an allen den enden, do wirs yme rechten und von rechte billichen dun solten, daz ir uns allezyt usz geslagen hand. Darumb wollen wir gemeinlich und besunder uwer aller und iglichs sunderlich uwere stiffte und personen und armer lüde und der, die in dieszem kriege beneficieret werden zu Wormsz, viend sin 2 40 und wollen 3 uns domitde gein uch den uwern und yen gemeinlich und besunder bewart haben. 1 lange zyt stellt am Rande an Stelle der ausgestrichenen Worte: wole anderthalb jare. 2 Nach viend sin stehen die ausgestrichenen Worte: und nach uwerm und i mn ijijß un( j g U j. ß gtgtjgj, un( i angriffen. s Nach wollen folgen die durch- 45 strichenen Worte: uch gemeinlichen und besunder gein uch bewart haben. 16* 244 Beilage 6. St.-A. W. Band nr. 1923. chart. Wahrscheinlich ein Concept. Hinten steht von gleichzeitiger Hand die Aufschrift: Als man den paffen und Malchus widdersaget wolte han. Unterhalb der Urkunde folgt eine Instruction an die städtischen Gesandten: No. Gedenke zu redden mit den von Spire als ir frunde nehisten von uns gescheiden 5 sin, das wir uns beraden solten, ob wir unsere sachen stellen wolten an einen gemeiner zu eyme glichen zusatze; do begert vor irs rata und sagent yen dan, daz unsere meynunge sy: wolle uns der bisschoff dun als dry oder viere bisschoffe vor yme getan haben, dan wollen wir yme widderumben dun, und wollen die paffen den ban abedun, so wollen wir mit yen zum rechte komen an allen den enden, da 10 wirs yme rechten billichen dun solten und wollen auch dem nit anders thun. Item fordert die widder sagts brife, die wollen wir by uns behalten, so wir lengest mögen ungeferlich und wan wir sie enweg wollen schicken, so wollen wir ez uch auch vor laszen sehs oder acht tage, daz ir uch darnach wiszend zurichten. 16. 1400. August 5. Heidelberg. — Mathaeus, Biscliof von Worms, schreibt U der Weinleutensunft in Worms, dass der Bath an der Zwietracht Schuld sei. Wir Matheus von gots gnaden bischoffe zu Wormsz verkundigen den zunfftmeistern und zunffte der winhern zu Wormsz: alz unser vorfare bischoffe Eckard, dem got gnade, und sin pfaffheit off ein syle mit dem ral zu Wormsz etc. off die ander syte zu miszhellunge und zweiung sint komen umb rechte und 20 friheit des stifts und der pfaffheit daselbs, alz daz dicke geludet hat off dagen und wir nuw in soliche zweiunge komen sin, die wir nit angehoben han, sondern uns von gantzem hertzen leit ist und wir uns allezyt zu dem rechten erboden han und versehen uns genlzlich, were solich gelymp uch vorbracht, als wir und unser pfaffheit uns dick off gutlichen dagen zum rechten und 25 gütlich erboden han, daz die zweiung nil als lange gewert helte. Und under ander sachen begern wir uch zu wiszen , daz der rat zu Wormsz an uns gefordert hat eynen briffe zu bestedigen, als sie uns usz einer zedel lieszen lesen, der uns und unserm stifte swere were zu geben nach verlauffeu sachen; doch erboden wir uns yn den zu geben mit beheltnisz unsere stifts 30 und pfaffheit rechte und friheit und alt herkomen, daz wir und der rat zu Wormsz auch gelobt und gesworn han zu hanthaben, daz doch der rat nit wolle offnemen, daz uns und unser frunde unbyllichen duncket, sint dem male daz wir und der rat vorgenant dem stifte zu Wormsz daz schuldig sin zu dun, alz vorgescriben stet. Über daz han wir dem rade von unsern wegen 8s dun bieden, wir wollen uns vernunfftige lüde laszen wisen, ob wir schuldig sin alsolichcn bestediget briff zu geben, mit namen unsern herrn den kunig und sinen rade oder graven ritter und knehte by und umb uns gescszen, als vil wir und der rade zu Wormsz der mögen uff einen tag brengen ane geverde uns zu underwisen, ob wir schuldig sin solich bestediget brieff zu 40 geben, der man doch keyns von uns hat offgenomen. Und wir suchen nit anders in diesen sachen, dann daz wir recht dön und bewart und versehen werden an den gemeynen gewonlichen eyden, die ein iglicher bischoff dem babste und sinem stifte dut, alz wir auch getan han unsers stifts reht und friheit zu hanthaben und wollen auch der stad geistlich und werntlich 45 vorsin nach unserm vermögen, also daz uns auch wider geschehe von dem rad und der stad, als byllich ist, wann wir node wölten suchen dheinerley sache, die unbyllich were, und begern, daz ir uwer zunfftmeyster fortme schiecket off dage unsern gelymp zu verhören, so hoffen wir, daz die zweiung Beilage G. 245 >ut lange envvere. Uwcr gütlich bescreben entwert begern wir. Geben zu Heydelberg under unsenn ingesigel zu ende dirre geschrifft gedrucket anno domini M. CCGC. VI to , ipsa die Oswaldi regis. St.-A. W. nr. 343. or. chart. c. sig. subterr impresso lacso. Vgl. Arnold II, 433 f. Die Antwort der Zünfte vom 10. August abgedr. bei 5 Moritz, App. p. 196 f. (s. Zorn-Wikh p. 375 f.) 17. 1405. August 25. — Die Wormser schreiben dem Philipp Grafen von Fallcenstein und Mimenberg über ihre Fehde mit der Pfa/j'heit. Dem edeln herren grave Philips grave zu Falkenstein und herren zu Myntzenberg unserm lieben herren enbieden wir die burgermeistere und der 10 rad der stad zu Worms unsern willigen dinst und was wir eren und giits vermögen zu allen zyden zuvor. Lieber gnediger herre! als wir vorezyden uwern gnaden und auch vil andern fursten graven herren und stetden geschriben han von der zweyunge wegen zusehen dem dechan und capittel zum dume und der paffheid von Worms und uns, hant uns etlich unsere frunde u brieffe gesant, die sie dargein geschriben hant und virsehen uns wole, daz sie uwere cdelkeit villichte desselben glichen auch geschriben han, laszen wir uwir gnade wiszen, daz syc yre benne als hart halten, daz an unser lieben frauwen tag assumpeionis nehste virgangen nye gots dinst gescheen ist ubir is. Aug. a Ue stad zu Worms weddir von geistlichen odir werntlichen pristern und 20 wir hetten gern gesellen, daz sie gesungen betten, als ime rechte billiche were gewest, und betten alle dye usz den kirchen gelaszen, die sie vor bennig gehabt hetten; des mochte nit sin und hant unser lieben frauwen frcvelich yre fryheid genomen, die sie von gote und von der heiligen kyrehen und cristenheid hat, daz man off den seibin yren tag offinbar singen sal, 2."i wie hart ez ummer virbotten ist. Und als sie schribent, daz sie yre sache auch gentzlich an unsern gnedigeu herren den konig gestalt hettent etc., daz clagen wir uwern gnaden und allir menglich, daz sie die sache als wole gestalt hatten, als wir und doch in dem seibin anlasze singen und alle gots rechte unredelicb virslagen und gehindert habin vier mende oder mee und N 'rauwen kyndere knechte meygde und manig tusent mentschen vor bennig gemydden und uszir kirchen und von gots dinste getriben haben und noch dunt, die der sachen nye zuschicken gewonnen. Auch als sie le&cken, daz sie brieffe erworben haben wydder uns in dem anlasz, laszen wir uwir gnade wiszen, daz der anlasz gesebach etwio lange vor wyhenachten nehste vir- 35 gangen und werte bis off den liebsten mitwochen nach sanete Ulrichs tage #. Mi liebste virgangen. So hant sie in alle yre groszin brieffe und processe, die s yo anslahent wydder uns, do mit sie uns bannen, gesatzt abeschrifften einer °ollin, dye sie behalten hant von unserm heiligin vatter dem babist Inno- eencio, der datum sagit off den zwolfften tag vorm apprile nehste virgangen. 40 12. Apni k° hant sie von unsers herren gnaden von Mentze ein vidimus erworben, des datum sagit off den nehsten samsztag nach sanete Johannes tag baptisten 27. J**i nehste virgangen. Darnach hant sie behalten eine subdelegacion, der datum saget off den nehsten dinstag darnach. Darnach off den nehsten mitwochen SO. J«m na t der dechin zu sanete Gangolffe zu Mcncz banbriffe ubir uns gegebin. 45 darnach ubir acht tage ging der anlasz erst usz und also hant sie in dem 246 Beilage G. anlasze vierhande brieffc widder uns erworbin und uns gebant und dunckcl uns, daz sie sich in dem anlasz nit gehalten habin, als sie von rechte und und gelimphe getan solten han. Auch als wir geschriben, daz wir alle unser Sachen gern woltcn gein yen mit eime fruntlichen rechten usztragen, und ye 5 gelimphlicher wir uns halten gein yen, ye mcc und mec sie uns bannen etc. Soliche schrilTt hotten wise bescheiden lüde wule underwegen gelaszcn, wan waz wir geschriben han, daz ist war und hoffen, cz solle sich mit guder kont- schafft also fynden und wollen uns fere scheinen, daz ez sich anders fynden solte. Doch ist daz nit der gröste ubermud und argwille, den sie uns getan 10 hant und enkonnen des zu dieszen zyden nit gebeszern. Auch als sie schri- bent, daz wir wydder yre fryhcyd und yen unrecht getan solten han etc., daz lyeszen wir gern besehen, ob daz also were, und ist alle unsere clage, daz wir darezu nit komen mögen, daz man daz ime rechten besehe. Herumbe lieber gnediger herre syt dein male, daz wir uns beruffen han an unsern t5 heiligen vatter den babist und auch gebotden han in unsern schrifften, daz wir da uns daz recht woltcn wolc und wee laszen dun und an allen den enden, da wirs ime rechten billichc dun solten und uns daz nit geheißen mag, sye bannen uns ye mee und mce. Mochte dan uwir gnade oder ymand anders mit yen geredden und daran gewisen, daz sie die benne und interdietc 20 abeteden und gots dinst heszen vollcngcn als zu andern geezyden, wir woltcn mit yen komen zum rechten vor dem zu Mentze, der uns bannet von yren wegen, odir vor eime oder mcc usz yen selbir odir usz allen den pfaffen, die da leben, der uns als gelegelich geseezen were als yen, also daz ime die Sachen von den obirsten befolhen wurde und daz er die sache virhortc als 25 ein richter, also daz wir zu anspräche und antwurtc komen und uns mit dem rechten in alle wege beschirmen und virantworten mochten nach soliches gerichtis gewonheid und recht. Und hotten daz bis her alle czyd gern getan, hette uns yemant vorgeheischen odir zugesprochen, wan alle die uns bannent, der hat uns noch nye keiner vor sich geheischen odir zu redde 30 gesetzt odir gefraget 1 , waz wir mit yen zu schaffen hotten und ob ez gar kontlichen were, daz wir wydder ire friheid odir yen unrecht getan betten, so solte uns doch ein richter von rechtes wegen zu redden setzen und fragen, warumbe wir daz getan hetten, ee dan er uns bennete odir zu banne kündete, des doch nye gescheen ist. Hyc by bitten wir ftwer gnade zu 35 mereken unsern gelimph und wie sie mit uns umbgent. Datum feria tercia proxima post diem saneti Bartholomei anno domini XII1I C quinto, sub sigillo nostre civitatis a tergo. St.-A. W. Band 1923, cop. chart. saec. 15. ineuntis. 18. 1405. Sept. SO. Heidelberg. — K. Ruprecht befiehlt dm Wormnern die 4o Diener der Pfaffheit ihren Wein lesen zu lassen. Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig zu allen zyten merer des richs. Lieben getruwen! uns hant die ersamen unsere lieben andechtigen dechan und capittel des dumstifftes zu Wormssze furbracht, daz sie ire dienere 45 l B: gef'aget. Beilage G. 247 yczund gcin Wormssze gesant hetten irc wingarten daselbs zu leson und ire zollenden zusamen. Des habent ir denselben iren dienern laszen sagen, ir wollent keinen pfaffen noch die yne zu gehören by uch zu Wormssze wiszen noch liden und hindernt sie also ire wingarten zu lesen und ire zehenden "izugewynnen, daz uns etwaz fromde nymmet, womit wir doch nehst off r. dem tage zu Nuwenheim mit uwern frunden, die ir dahin geschickt hattent, da von retten, die sagten uns von uwern wegen zu, daz ir die obgenanten pfafiheid an iren wingarten und zehenden ungehindert sollcnt laszen. Und heruinb so ist unser ernstliche meynunge, daz ir derselben pfaffheid dienere, den sie das bevelhen werden!,, die vorgenanlen ire wingarten laszent abelesen 10 und ire zohenden sammen und die auch in ire keltern, die sie zu Wormsze haben, laszent füren und darinnc duhen, als ir auch billichen dunt und laszent uns heroff uwer beschrieben antwort wieder wiszen mit diesem botden. Datum Heidelberg quarta feria post beati Michaelis archangeli anno domini M. CGGG. quinto, regni vero nostri anno sexto. 15 Unten recht,*: ad mandatmn domini regia Johannes Winheim. Auf der Rückxeitc: Unsern lieben getruwen burgermeistere und ratd der stutd zu Wormssze. St.-A. W. Band nr. 1921, or. chart. c. sig. tergo impr. del. 10. [1406]. — Der Stadt Worms Ausschreiben gegen die Pfaffheit. 2° Lieben frundc! Wir laszen uch wiszen, daz wir vor zyten unserm aller gnedigisten herren dem Romischen konige und vielen andern fursten herren und stetten heffteclichen geclaget han und clagen noch mit dis tages v on der paff hei t zu Worinsz, wie daz sie uns in eime rechten anlasze, den wir von beiden syten an den selben unsern herren den Romischen konig getan hatten, zu n banne gekündet und auch mit iren selbs brieffen gebannot und lange zyt in dem anlasze alle gots dinste zu Worms und auch an andern stetten, do wir odir die unsern hiene kommen, verslagen und auch alle ire Sachen zu Rome und hie uszen nach allem yrem besten willen bestalt und uns auch gar grosze schände schaden und smachheid in dem selben anlasze zugefuget und getan hant und darnach, do so sine gnade uns den selben anlasz abegesagete, do hotten wir, daz wir yen wollen a his rechten gehorsam sin vor unsern heiligen vatter dem habist odir weme er ez befelhen wolte, als wir auch vormals zu rechter zyt uns recht und reddehch beruffen hatten an yen, und taden auch daruff unsere botschafft follenclichen gein hoffe, die gantze folle macht hatten von unsernt wegen as r echt zu geben und zu nemen, und han sie auch noch do, do künde uns kein recht gedihen und wolte man unsere sache auch nit hören. Darnach hotten wir, wir wolten yen rechts gehorsam sin an allen den enden, do wirs ynime rechten billiche dun solten odir das sie einen odir mee koren uszir yen selbir oder uszir allen den paffen, die off ertriche lebent, zu cyme richtere, 40 v °r dem odir den wolten wir yen gerecht werden, als daz in den brieffen, die wir unsers herren dez Romischen koniges gnaden andern fursten graffen herren und stetten vormals geschriben han, follenclichir begriffen ist; daz verslugen sie alliszsampt und behielten brieffe an den aller erwurdigisten •ursten unsern gnedigen herre von Mentze, doch nit als gemeine rechte 45 248 Beilage G. sunder anders dan gemeine geschriben rechte uszwisend, und hotten sie die brieffe behalten ye der parthien zu eime glichen rechten, daz hette uns wole gnfiget, und antworteden die selben brieß'e unserm gnedigen herren von Mentze, und baden yen, daz er zu den Sachen griffe als ymme der babist befohlen 5 hette. Do antwuite er, er wolte dez ersten versuchen, ob er die sache gutlichen hienegelegen mochte; mochte dez nit sin, so wolte er follenclichen darzü thun, als ymme unser heiliger vatter der babist befohlen bette. Und beschiet uns beyden parthien dez einen gutlichen tag gein Bingen; off dem tage botten die herren zum dume von iren und der gemeinen paffheid 10 wegen zu Wormsz, sie wolten alle irc Sachen verliben an den egenanten unsern gnedigen herren von Mentze, also umb welchen artickcl er uns nit mochte mit wiszen gutlichen gerichten, das er darumb ein recht uszsproche, und gaben uns dez einen berad, ob wir das also offnemen wolten; do be- rieden wir uns und namen daz also mit yen off ane intrag und in aller der 15 masze, als ez off dem tage zu Bingen geludet hatte. Darnach wart mit den dumherren und auch der andern paffheit geretd, ob sie den Sachen also nach wolten geen; do antwurten sie und yre botschaft von yren wegen: ja, und hofften dez gar gute kuntschafft zu bände, ob dez noit geschee, und die dry stiffte zu sanetc Paiiwel, zu sanete Martin und zu unsere lieben frauwen 20 und die gantzc paffheid zu Worms bekennen noch hut dis tages, das sie heffteclichen do by verliben wollen; abir die paffheid zum dume und zu sant Andree die findent glosen und geent uns dez usz. In den selben Sachen hat her Matheus, der sich schribt bischoff zu Worms, und die paffheid andere brieffe und andere richtere erworben, die doch die ersten briefe nit widder- 25 ruffen, und hat der selbe her Matheus von sinen und etlichen wegen, die ymme des zulegcnt, als er schribt, und leszet doch nit luden, wer die sin, uns swerlichen gröblichen und ungenedeclichen angegriffen und hat uns mit den selben brieffen, die doch ymme rechten untogliche sint und keine craffte habent, mit unrechte gebannet, als wir hoffen, das daz gelcrte lüde erkennen 30 solten, ob wir zu glichen und zu rechten kommen mochten, off daz hoest, daz er mag, ee dann er uns ye trefflichen beteidungt haben umb deheincrloy sachen in den dingen, daz wir nit wisten, daz wir deheinerley mit ymme zu schickende hetten, dan lieb und gut, und rneynten ymme zu thunde, wasz ymme lieb und dinst were, als wir ymme daz auch alle zyt folliclichen gc- 35 botten han. Auch hat der feste strenge ritter her Anthis von Momfford nüwehngs mit ymme geretd umb einen gutlichen tag tuschen ynnno und der paffheid und uns, dem antwurt er, als wir behalten han, der paffheid were nit gefuglich deheinen gutlichen tage zu leisten off die zyt, aber er wolte von sinre Sachen wegen gerne einen gutlichen tag mit uns leisten zu 40 Laudenburg, den tag namen wir mit ymme off und leisten den; da waz by der faud von Heidelberg und andere unsers gnedigen herren dez Romischen koniges frunde, und forderten wir off dem tage, daz er wolte laszin luden, waz ymme gein uns in sunderheit brost were, wir wolten ime gutlichen daroff antworten und hoffeten uns mit ymme zu vereynigen; dez wolte er nit thun 45 und meynte, er mochte sine sache von der paffheid sachen nit gescheiden und bekante doch und auch her Anthis von Momfford, daz der paffen sache Beilage G. 249 gentzlich hicndan gcstalt were. Do botten wir syt dem male, daz er sinre Sachen gein uns nit luden wolte laszen ane der paffheit Sachen, so wollen wir abir yen unsere meynunge eins teils versteen laszen und baden yen, daz er sich darzii stelte und zii uns in rydde und waz uns ein bischoff zwene oder dry die nehistcn vor ymme getan hetten, daz er uns dezglichen auch 5 tede, so wolten wir ymme desselben glichen auch folliclich widder umb thun, und wan wir dez also ubirkemen, daz er dann die paffheid und uns under- steen wolte gutlich zu richten, wir hoffeten alle ding solten gut werden, daz wolten wir allczyt umb yen verdienen. Dez nam er auch nit off. Darnach rette der ersame Conrad Roseler ratherre zu Spire abir umb einen gutliehen 10 tag tuschen yen und uns, den wir off die zyt zu Laudenburg geleistet han; do lachteten wir ymme dar viere confirmacien von vier bischoffen, die nehist nacheinander vor ymme gewest sint und baten yen, daz er uns der ein versigelt gebe in aller der maszen, als die ludet, so wolten wir ymme auch widderumb thun, waz wir denselben vieren vor ymme getan hetten. Dez w wolte er nit thun und meynte, do were ein artikel, der rflrte sin consciencie, dez er doch nit bedorfft hette, wand yn viele bischoffe vor ymme versigelt hant. Da änderten wir den artikel in eine forme, do er keine consciencie mochte umb gehabt han. Do wolte er dannoch dez andern auch nit versigeln und unser friheid nit bestedigen. Zu leste botten wir ymme und der 20 paffheid, das er uns tede als andere bischoffe vor ymme uns getan hetten, so wolten wir den winschanck, darumbe sie sich mit uns zweyent, gentzlich an yen stellen zum rechten. Daz slugcn sie auch usz und meynten der lüde mit uns zu ubirkommen und wolten mit uns rechten, waz er uns bestedigen solte. Nu han wir dar vor, wann ein Romischer konig oder ein 25 ander herre in ein besitzunge und in ein herschafft kommen ist und man yen gereit entphangen hat, so kann man yen darnach mit ansprach und mit gericht nit gedringen oder mit recht, daz er ichts bestedige, er wolle cz dann von gnaden gerne thun; abir wann man yen entphangen sal, so mag yder- man dem daz zugehoret wole fordern bestetigunge sinre friheid oder man 30 wolle yen abir nit entphahen; abir er wil dez glichen nit dun, daz keysere konige bischoffe und alle andere herren diint, so man sie entphahen sal, und also hat er und sine paffheit uns lange zyt unrecht getan und schände schaden und smachheid zugefuget widder got und widdir recht und verslagent uns allen glimph und recht; das clagen wir gotte und uch und allen u "lenglich und bitten uch, daz ir uns heroff wollent virantwurten. St.-A. W. Band nr. 1923, cop. chart. Qleiclvzeitige Schrift. Wasserzeichen: Ochsenkoj)f mit dem Stern. Auf der Rückseite steht: der stat Worms usschriben 8°gen der pfaffheit 1406. Zwei Exemplare. 20. [1406.] Nov. 2. Ladenburg. — Dekane, Kapitel und der Klerus der Stadt io Worms schreiben dem Erzbischof Johannes von Mains über ihren Streit mit der Madt Worms. Erwerdigester lieber gnediger herre! Unser demudiges gebet bevor. Lieber gnediger herre! Als uwer gnade uns den cappiteln der andern stufte zu Wormesze geschriben und der von Wormsze brielf uwern gnaden ge- *% sehriben abeschriü't in deine selben uwerm brieffe versloszen gesand haid, 250 Beilage G. daroll' uwcrn gnaden zu antworlten, han wir auch der andern paffheid von den stifften rad gehabt, daz sich unser antworttc darumb und nicht anders verzogen haid, und bitten demutliche uwer gnade, daz auch also oft' zu nemen. Und als sie schribent, daz wir sie in deme anlasze vor unserme gnedigesten s herren deme Roinischin konige gebannet und zu banne gekundiget haben etc., des han wir nit getan, dann als wir und die von Wormsze eynen anlasz an unsern gnedigesten herren den Romischin konig getan hatten, in deme selben anlasze drungen uns die von Wormze von unsern rechten gütlichen fryheiden und altem herkomen, als sie daz auch vor deme anlasze angefangen hatten 10 zu thun und mit der getadte vielen sie selber in des babistes bann und machten sich bennig und als uns unser rechte von unserme herren derne konige widder waren worden, da lieszen wir den banbrieft' über sie von der getadt wegen verkundigen, als wir daz auch in andern unsern schrillten vormals folleclicher verantwort han. Auch ensolten wir soliche fryheide und i r > rechte unser stiffte zur gutlichkeid an nymand stellen an wiszen und ver- hengnisse unsers obersten. Auch als sie schribent, daz sie gebotten haben, daz wir usz uns oder andern palfen eynen gekorn solten han, an deme wolten sie des rechten verüben sin etc., solichs gebottes haben wir von yn oft tagen nicht gehört und wir weren des allczyt volgig gewest und wolten daz auch so noch thun, also daz sie die schaden zu mogelichem und billigem usztrage qweme. Auch als sie schribent, daz sie yre botschafft geyn Rome getan hetten zu unserme heiligen vater deme babiste und wolten yme yre Sachen gerne erzalt han, da hetten wir von der geschichte wegen, die sich vor zyten zu Nuhusen verlauffen haid, mit yme uszgetragen, daz sie nicht verhört 2* mochten werden noch keyn recht gedyhen etc., truwen wir, daz unser heiliger vater der babist yn node unrecht tede und thund daran auch uns unrecht, dann hette ymand den gewald und frevel, den sie vorzyten auch an der paffheid und den von Nuhusen begangen hant, vorbracht, des hetten wir nicht bevolhen. So haid auch unser heiliger vater der babist die vorgeschriben 30 tad, als er in mynrem stad und von der heiligen kirchin wegen gesand waz in diesen landen gewest ist zu Wormsze, selber gesehen, wie unser hofe und auch der stifft zu Nuhusen von den von Wormsze zubrechen und zustoret waren, daz wir doch zu dirre zyt zu keyner holffrede dann uns zu verantworten schriben. Auch als sie schribent, daz wir briefte an uwer erwerdige 35 gnade erworben haben von deme stule zu Rome etc., mag uwer gnade wol wiszen und versten, daz die briefte sint von unsers herren wegen von Wormsze, dwil er in den ersten brieffen nit begriffen waz, vor sich und sine paffheid behalden, und haid unser heiliger vater der babist uwer gnade, unsere herren die bischoffe von Wirczburg und von Spire zu richtere in den Sachen geben 4o nach inhald der selben briefte, die wile die von Wormsze unsern herren von Wormsz als wol als sine paffheid von sinen rechten fryheiden und altem herkomen drengent und haid yn und uns noid darzu gedrungen. Als sie dann schriben, daz wir geboten haben, wir wolten unser sache an uwer gnade stellen etc. und daz sie ez in der selben masze off genommen haben etc., 45 daz findet sich anders in der antwortte, die sie uwern gnaden getan han, als wir meynen, daz uwern gnaden wol indencke sin solle, und wir wolten Beilage G. 251 noch gerne alle sache, die wir ane unsern Herren von Wormsze mit yne zu vertedingen lian, zum rechten an uwer gnade stellen. Auch als sie schribent, daz sie den winschanck, darumben sich die zweyunge allermeynste erhebt, solle haben an unsern bischoff gestalt wolten han etc., solichs gebots han wir nicht uszgcslagen, wann wir der und groszer Sachen, als sie uns drengent, s unserme herren von Wormsze getruweten; wir han auch nit vernomen, daz sie daz gebod ane ander vorwort getan haben. Auch als sie schribent, daz sie unserme bischoffc gebotten haben, daz er yn thu als sine furfaren, so wollen sie yme auch thun als sinen furfaren etc., daroff haid yn unser herre von Wormsz folleclich geantwort, darane eyn iglicher billich eyn genügen 10 hette, als er auch uwer gnaden davon schribet. Darüber dringent die von Wormsz unsern herren von Wormsz und uns sine paffheid frevelich widder got und recht von unsern fryheiten rechten und altern herkomen und nement und halten uns daz unser vor mit gewald und hand uns da midde zu grobe- lichem schaden brocht, und darumbe sint sie von gesetzeten rechten in des 1:1 babistes ban gefallen, darnoch mit processen und andern penen recht und icdclichin von bebistelicher gcwalt zu banne verkündiget von wysen gelerten und erbern richtern, die auch recht und redelichin mit den Sachen umb- gangen sint, als sich daz in den brieffen und processen darüber gemacht noch huttistages wol eygentlichen erfinden sal. Bitten wir uwer erwerdigeste 20 gnade demutlichin, daz ir dorch got und des rechten willen die von Wormsze underwisen wollent, daz sie solich unrecht gewald und frevel, die sie lange z yt widder uns begangen hand, abethun, uns unsern kosten nammen und schaden keren, off daz die benne und interdiete mit rechte abegen mögen und getruwen auch, daz nymand den von Wormsz darwidder beraten noch 25 beholffcn sin solle, noch daz sie ymand anruffen mögen oder sollen mit rechte yn beholffen zu sin widder gütlich recht und fryheid und besundern, dwil sie widder cristen glauben und ordenunge der heiligen kirchin yre eygen pherrer vertryben und untedige und bennyge prister, die nit gewalt hand gotlichc rechte in solichin Sachen yn zu handeln, zu yn gnomen hand, daz uwern 30 gnaden besunder und allen cristlichin fursten herren und der gantzen cristen- heid geboret zu straffen, und wir getruwen auch, daz uwer gnade sunderlichin m den sachen uns gar viel ncher und ine gewant sint dann yn, und wir uch billicher an raffen und me holffe und rates von uch haben sollen, dann sie; und als uwer gnade schribet, daz uch gud und geraden duncke sin, daz 35 wir die sache noch zu eyme gutlichin tage kommen lieszen, da wolte uwer gnade gerne selber by sin und wo des nicht geschee, daz ir dann besorgen- tent, daz grosz ungelimp und schade davon kommen mochte etc. Gnediger «erre! daz haben wir vormals und bys her nye keynen gutlichin tag verslagen mit den von Wormsz zu leisten und haben auch mit yn etwie viel 40 gutlicher tage vor uwern gnaden geleistet, da wir yn der gutlichkeid allewege gerne gefolget und getan hetten noch glichin und billichin dingen, daz uns doch von yn nye widder faren mochte, und wollen auch uwern gnaden gerne 2 U eren und willen mit den von Wormsz noch gerne eynen gutlichin tag v °r uwern gnaden leisten, so ir uns den verkündiget an gelegen stete und ig uns auch off deine selben tage also bewisen, daz wir hoffen den gelymp 252 Beilage G. darynne zu behalden und gctruwcn uwern furstlicliin gnaden wol, ir sehent unsern gelymp und das gotliche recht, daz wir han, an und verwarent den schaden, den uns die von Wormsz noch me über solichin frevel gewalt und unrecht, die sie uns bys grobelichin bewiset und gethan hand, furbasz zufügen s wolten. Scriptum Laudenburg die animarum sub sigillo domini Heinrici de Dcrs cantoris ecelesie maioris Worrnatiensis, quo nos alii utimur ad presens. V. r. p. devoti decanus et capituluni maioris et clerus collcgiatarum eccle- siarum civitatis Worrnatiensis. 10 Auf der Rückseite: Rcverendissimo in Christo patri et domino domino lohanni archiepiscopo Maguntinensi domino nostro lnetuendissimo. St.-A. W. Band nr. 1923, cop. cltart. Wasserzeiclien: ein Meerstern. 21. 1407. Januar 6. (Dieburg.) — Ausgleichsnerliandhingen des Eribischofi Johannes von Mainz mit den- Pfaffheit und der Stadt Worms. is Es ist zu wissen, daz uff disen hutigen tag hie zu Dyppurg uff einem gutlichen tage, als den der erwirdigiste in got vatter und herren her Johann erezbischoff zu Mencze zwischen dem erwirdigen in got hern Matheus bisehoff zu Wormsz sinen dumherren und gemeiner pfaffheite zii Wormsz von einer und der stat zu Wormsz von der andern syten, als von söllicher zweydraht 20 und spenne und misshelle wegen, die zwischen beiden partyen sin, bescheiden hatte, beredt, beteidingt uffgenomen und überkomen ist in aller masze, als hernach geschriben stet und der anlasses brieffe usswyset, der von worte zu wort also lut: Wir Matheus von gottes gnaden bischoff zu Wormsz und wir dechand 25 und capitelc dez dumes und der stifte zu sant Paule, zu sant Endres, zii sant Mertin und zu unser frawen daselbs zu Wormsz für uns unser nach- komen und gemeine pfaffheite, die begriffen sin in dem burgbanne zu Wormsze, die dez krieges zu schiken han uff eine, und wir burgermeister rat und burger gemeinlichen der stat zu Wormsze für uns und unser nachkomen uff 30 die andern syten, bekennen und thun offenlichen mit disem brieffe, daz wir mit gutem furrate und ganezen fryen willen umb unser beider parthien eren nöcze und besten willen alle zweyunge, misshelle und spenne, wie wir die uff disen hiutigen tag under ein hain genczlich einmütlichen und lutcr- lichen gestalt und veranlaszet hain an die erwirdigen vetter und herren hern 35 Johan erezbischoff zu Mencze und hern Rafen bischoff zu Spire unsere gnedige lieben herren, stellen und veranlassen die gcnczlichen und zu male mit kraft dises brieffes, also daz die selben zwene herr Johann und herr Rafen unser herren obgenant uns von beiden parthyen in gutlichkeit mit unser beider wissen schlichten und entscheiden mögen und wie sie uns also entscheiden 40 werden, daby sol ez beliben und gehalten werden; mochten sie aber uns in gutlichkeit mit unser beider partyen wissen umb unser anspräche und vorde- runge eins teyls oder zu male niht entscheiden, so sollen sie daz in dem rehten entscheiden und waz sie dann ym rehten darumb erkennen und uss- sprechen nach beider partye ansprach und entwurt, da by sol ez beliben 45 und von beider parthyen gehalten und follenzogen werden. Mochten aber Beilage G. 253 die obgenanten unsere gnedigen herren von Mencze und von Spire in söllicher Entscheidung und reht zu sprechen nit eins werden, so mögen sie zu in nemen, wen sie wollen, und waz denn da ym rehten erkennet wirt, daby sol ez verüben und also genczlichen und vesteclichen gehalten werden ane alle geverde. Auch so sollen unser obgeschriben unsere herren von Mencz 5 und von Spire solliche entscheyt und usssprache zwischen uns tön hie zwischen und dem heiligen pfingsttage nechstkomende. Möchten sie aber dez dar bynnen vor andern irn unmussen und ynfellen, die in komen möbten, niht getun, so geben wir in gancze mäht, die zyt einen, zwene oder dry monde zu crlengen, da bynnen sie den entscheit und usssprache thun und in nit lenger verziehen und sunderlichen umb sölliche confirmacion und be- steitigunge, als die stat von Wormsz von uns bischoff Matheus gesynnet und begerunde ist, wie uns da ynne unser herren von Mencz und von Spire under- wysen werden und uns besorgen, daz wir mit got und mit ern getun mögen, dez wollen wir in volgen und die selben besteitigunge in söllicher forme ir. der stat von Wormsze geben; auch umb sölliche benne, als uff uns die stat von Wormsz und die burger daselbs getan sin, waz darumb die obgenanten unser herren in gutlichkeit mit unser beider parthien wissen oder yn rehten erkennen werden, daby sol ez beliben und follenczogen werden. Und wie auch die selben unser herren von Mencz und von Spire söllich entscheid finge, so ( 'ie zwischen und thun werden, beissen versichern, daz sollen wir von beiden Partyen tun ane yntrag. Und geben auch eininuticlichen von beiden syten den obgenanten unsern gnedigen herren von Mencz und von Spire gancz ■ollemaht und gewalt in disen Bachen zu follenfaren und den nachzögen eynefeltielichen und schlehtlichen ane alle verziechen uffhalt und laufte geist- n hchs und weltlichs gericht. Und waz die obgeschriben unser herren uss- sprechen in aller der masze, als vorgeschriben stet, daz geloben wir von heiden partyen in guten trüwen uff die heiligen veste und steite zö halten und in dheine wyse darwider zu tön oder zö suchen heimlich oder offenlich noch schaffen getan werden und verziechen auch von beyden parthyen uff 30 a be reht, fryheite, gnade, herkomen und gewonheit, die wir yeezönt han oder hernach gewinnen möchten, damite wir uns wider der vorgenanten herren usssprache oder auch unser eine parthye wider die andern sich be- ■lolftcn oder getun möhte, als verre daz wider die usssprache und rachtunge were in dheine wyse ussgescheiden alle argeliste und geverde. Dez zö Urkunde 35 und vester steitikeit so haben wir Matheus bischoff, dechande und capittele dez thums und der vorgenanten andern stiffte zu Wormsz für uns und unsere uachkomen unsere ingesigel uff ein syte und wir burgermeister und rat unser 'Ugesigel und wir die andern burger und gemeinde der stat zu Wormsz der gemeynde ingesigel für uns und unser nachkomen uff die andern syten an 40 disen brieff gehangen. Datum ipso die epiphanie domini anno eiusdem *• CCCC. septimo. ,f«£ Und wir meister Nyclaus Burgman lerer geistlichs rechtes und coster dez du mos zu Wormsz, Synion von Talheim hushofemeister" unsers gnedigen a ) II: liUHHolbmcistere. 45 254 Beilage G. herren dez Römischen kunges, bekennen, daz wir von unsers gnedigen herren von Wormsz und wir Johann von Ders Schulmeister und Jacob von Lauden- burg dumherre zu Wormsz von unsers und dez capittels zum dume, Richer a Bonne cosler zu sant Paul, Johann Sontheim canonicce b zu sant Andree, 5 Johann von Asch custer zu sant Andree und canonicce 1 ' zu sant Martin, Johann Meflridi dechant zu unser frawen für uns und unsere stifte obgenant und wir Cunrat Mercz burgermeister, meister Heinrich Brettheim, Jacob Holt- munt, Johann Becker, Peter Cleman und Claus Endres burger zu Wormsz von der burgermeister rate und gerneine burger zu Wormsz wegen bekennen, 10 daz wir solliche beteidunge und bercdunge, als die von wort zu wort hie vorgeschriben stet und in dem anlasz brieffe erlut hat, unser ieglicher für sine partie uffgenomen haben und reden auch, daz der selb unser herre von Wormsze und die andern partyen unser herren von Mencz und von Spire obgenant von beiden syten flisslichen mit ganczem ernste bitden sollen is sich der sach zu underwinden und anzönemen und auch ieglich partye den anlaszbrieffe zu versigeln in aller der masz, als der usswyset und davor ge- 17. Jan. schriben stet und den auch zwischen hie und sant Anthonien tag nechst komet unsers gnedigen herren von Mencz zolschriber zu Gernszheim versigelt zu schiken, und han dez aller Sachen zu vollencziechen und zu follen- 20 füren an yntrage und hindernusse unser ieglicher für sin partye, als verre die daz antrifft, in guten trüwen gelobt, hant in hant, daz alle vorgenanten sachen also follenczogen und gehalten sollen werden an alle argeliste und geverde. Und dez zu Urkunde so han wir ohgenante meister Nyclaus Burg- man, Syrnon von Talheim, Johann von Ders, Jacob von Laudenburg, Richerus* 2.s Bonne, Johann Sontheim, Johann von Asch, Johann Meflridi, Gunrat Mercz, Peter Gleman unser ieglicher sin insigele uff disen brieff gedrucket. Und wir meister Heinrich Brettheim, Jacob Holmunt, Claus Endres und Henrich Becker erkennen, daz wir gebetten han die strengen ritter herren Franken von Cronenberg und hern Johann Brymszer hoffmeister unsers :io gnedigen herren von Mencze, daz sie ir ingesigel bresten halp der unsern vor uns und aller vorgenanten Sachen zu besagen uff disen brieff gedrucket han, dez wir Frank von Cronenberg und Johann Brymszer obgenant be- o WO kennen. Datum ipso die epiphanie domini anno eiusdem M. CCCC. septimo. St.-A. W. nr. 344 a . Cop. Chart. Wasserzeichen: Ochsenkopf mit dem Stern SB zicischen den Hmnern. (B). 22. [1407]. — Ausschreiben der Stadt Worms über ihre Verlutndlangen mit K. Ruprecht wegen Beilegung des Streites mit der Pfaffheit. Lieben herren! Wir han einen gütlichen tag mit der paffheid hie zu Wormsze vor unserm gnedigen herre dem Romischen konig geleistet und 40 offinbarten und sageten unserm herren dem konige, wie daz wir und unser stad groszlichen beswert wurden von der paffheid mit dem, daz sie viele und manchen zehenden off dem lande betten, daz sie zehende keufften, daz der zehende vor der stad aller ire were, daz sie wingarten keufften, daz in ») Der Schreiber schrieb zuerst ritter, strich dies aus und schrieb darüber Richer. 4t b ) so B. Beilage G. 255 wingarten von erbis wegen angefielen, daz ine viele wingarten vor zinse blyben ligen, die sie ofTholten mit gericht, daz in wingarten gesatzt wurden und die wine, die dovon qweinen und die wine, die sie an schulde nemen und die wine, die sie keufften, daz sie die alle mit der alten winemasze ane ungelt wolten schenckcn und wie daz sie von den wingarten hoffen i husern garten eckern und wiesen, die sie also keufften, die in gesatzt werden, die sie offholten odir an sie irsterben, nit wolten tun als die leigen vor hetten gedan; davon unser stad also swerlichen überladen wurde und als vil off uns und off unsere bürgere gesatzt hetten, daz wir und unsere bürgere des nit lenger geliden noch zubringen mochten, und 10 baden unsers herren des koniges gnade, daz er mit der paffheid redden wolte, waz gutere der leigen vor wercn gewest, daz die paffheid dovon wolte dun als die leigen vor getan hetten und darczu daz die paffheid uns mit dem schencken wolte obir sehen, daz wir unser zinse debaz beczalen, unser stad dovon gehalten wege stege und brücken gebeszern , sie und uns be- is huden und beschirmen, dem heiligen riche und unsers herren des koniges gnade debasz gedienen mochten etc., als daz vor unsers herren gnaden und sinen reten clerlichen und noch vil basz dan hie virczeichent ist erczalt wart. Dargein sprachen die paffen, sie hetten ansprachen widderurnbe an die stad, daz man die auch virhorte und wan man die auch virhort bette, so wolten 20 sie gem unser anspräche antwurten und daz man in darnach off ire forderunge 8Uch antwurtete mit der kurcze. Daz wart offgenomen also. Do stunt der patTen vorspreche dar mit namen meister Reimbod der von Straszburg juriste und sprach, wie daz die paffheid zu Wormsz friheid hetten von dem heiligen nebe, daz der rad zu Wormsz vorczyden globt und gesworn bette vor sich » und ire nachkomen, daz sie die winmasze nit mynnern solten und die paffheid mit der alte masze solten laszen schencken, als sie des von dem heiligen riche gu(j e friheid hetten, und lieszen lesen einen brieff zu latine und den selben brieff auch zu dütsche, den in konig Richhart gegeben hat und also ludet: (folgt Urkunde nr. 346 Band I in deutscher liebersetzuw)). Und so uo dirre brieff also gelesen wart, do fand is sich in der warheid, als ir selber wole gehört hant, daz sie den rad zu Wormsze widder recht an ir er e geschuldiget hant, wand der rad zu der zyt von gebots wegen eins komischen koniges mynnerunge kornmasz winmasz und alle andere masze u der czyt vor sich abetaden und nit vor ire nachkomen, und hant daz auch 35 nit virbrieffet vor sich odir vor ire nachkomen numme zu tunde etc. Darnach auen wir lesen unsere brieffe, die wir han von dem heiligen riche, die ein uischoff und der stiffte hie zu Wormsz virsigelt hant, daz wir mögen schetzunge und ungelt machen zu nocze unser stad, die sint elter dan ire urieff. Darnach laden wir brieff lesen, die wir han von bisschoffen und vom 40 (;a pittel, die do junger sint dan ire brieff, daz wir mögen ungelt machen zu unser stede nocze. Darnach teden wir einen brieff lesen, den wir han von uem heiligen riche und mit namen von keiszer Karllen, daz wir die winmasze uiogen mynnern und meren zu notdorffte unser stad. Darnach taden wir einen brieff lesen, den wir hau von dem heiligen riche und von konig « enczlauwe, daz die paffheid und geistlichen lüde in unser stad zu Wormsz 256 Beilage G. mit deheiner andern masze sollent schencken dan mit der stede masze. Darnach taden wir lesen unsers herren bisschoff Echards confirmacion, der uns alle unsere friheid rechte und gut gewonheit bestediget hat. Darnach taden wir lesen soliche artikele und anspräche, als uns zu dieser zyt duchte i noit sin, der wir doch noch viele hinder uns behalten han unserm herren dem konige und der stad zu eren. Darnach begerte unser herre der konig und sine rete, daz man off beide syte liesze besehen, ob man die sache gutlichen hiengelegen mochte, des folgeten die paffen und auch wir. Do schickte unser herre der konig siner frunde dry do by, die paffen dry und auch wir 10 dry und mit der kurcze die gutlichkeid mochte nit geen. Do boden wir der paffheid daz recht an unsern herren den konig und an sin retc mit namen an rittern und an knechten, die do werntliche personen weren, want auch die sache werntliche were und von dem riche her rurte von beiden parthien. Do wolten sie des rechten virliben sin hinder unserm herren dem konige 15 und an paffhen und an leigen. Darnach antwurten wir nach rade unser frunde, wie daz die sache werntlich were und von dem riche her r&rte und were uns nit gefuglich unser friheid an paffen zu stellen, wand die sache auch nit hinder paffen gehorte, und also ist man an nides von tage ge- scheiden; doch so hoffen wir gein unserm herren dem konige und sinen 20 reten gelimph und bescheidenheid behalten haben. Auch lieben herren so enhan wir keine die friheit gehört, daz sie gefrihet sin, daz sie sollen schencken mit der alten masze, noch auch deheine die friheid nit gebort haben, daz wir uff uns und die unsern und die zu uns wandernt umb kauff- manschatz nit sollen setzen umb noitdorfft unser stad. Und also hanl die it paffheid uns und unsere vorfarn langeezyt virwert, wie daz sie grosze friheid haben, der sie doch nit hant, laszen irluden, do mit sie uns und unser stad in groszen schaden und kosten bracht hant. St.-A. W. Band nr. 1923, cop. chart. saeeuli 15 menntis. Wasserzeichen: Ochsenkopf mit dem Stern über den Hörnern. lo 23. 1407. Mai S. — Ausgleichsverhandlungen zu Neuhausen über den Streit zwischen der Stadt Worms und der Pfaffheit. Es ist zu wissen, das uff disein hütigen tage hie zä Nuhusen by Wurinsz uff eime gutlichen tage, als den der veste strenge ritter her Johann vom Hirtzhorne zuschent dem erwurdigen in gott vatter hern Matheo bischoff zu .Li Wurmsz sinen dumherren und gemeiner pfaffheid zu Wurmsz uff eine, den burgerrneistern rade zunfften und gemeinden der stad zu Wurmsz uff die ander syten, als von solicher zweytracht spenne miszhelle und zuspruche, die zuschent den beiden parthien sint geworben und bescheiden, hat bered betedinget uffgenomen und überkomen ist eintrcchteclich von beiden syten 40 ein anlasz und beredunge in alder masz als her nach geschriben sted und der selbe anlasz brieff uszwiset, der von worte zu worte also lutet: Wir Matheus von gots gnaden bisschoff zu Wurmsz und wir dechane capitele des dumes und der stiffte zu sante Pauwel, zu sante Endres, zu sante Martin und zu unser frawen daselbs zu Wurmsz vor uns und alle 45 unser nachkomen und die ganeze gemeine werltliche pfaffheid, die des zu schicken hant und die do begriffen sint in dem burgbann zii Wurmsz uff Beilage G. 257 ei ner, und wir burgermeistere rad zünffte burger und gancze gemeinde alle gemeinlich der stad zu Wurmsz vor uns und alle unser nachkommen uff die ander syten, bekennen offenbar und tunt kund aller menglich mit disem anlaszbrieffe, das wir beider syt mit gutem furrad und ganczem frigen willen umb unser beider parthien ere nutz und besten willen soliche zweyunge misz- 5 hell spenne und zu spreche, die wir beide parthien ein an die andere in unser versigelten anspreche brieffen tun werden einmuteclich genczlich und luterlich gestalt und veranlaszet han, stellen und veranlassent mit crafft diss brieffs an den aller durchluchtigesten hochgebornen fursten und herren hern "Sprecht Römischen kunig zu allen zyten merer des riches und an die er- 10 Würdigen in gotte vettere hern Johan ertzbischoff zu Mentze des heiligen riches "1 Dutschen landen ertzcantzeler und hern Raban bischoff zu Spire desselben unsers herren des Römischen kunigs cantzeler unser lieben gnedigen herren und an den vesten strengen fromen ritter hern Johann vom Hirtzhorn, also s Wlr von beiden parthien die vorgenanten unser gnedigen drige herren 11 und hern Johann demuteclich ernstlich und fliszelich schriben und bitten sollent, das sie dem almechtigen gotte und siner lieben muter zu eren und as gots dienst, der lange zyt swerlich nider gelegen und versümet worden lst > wider uff gee und geschee, sich der Sachen spenne und zu Spruche • 'sebent uns beiden parthien vorgenant gnedielich underwinden und annemen 20 ollen uns zu entscheiden und zu richten in al der masz als her nach ge- inben sle t und uns beiden parthien geruchen wider schriben, das sie sich er Sachen spenne und zu Spruche also annemen und uns darumb richten und scheiden un( ^ d as n ' 1 wider usz der hant geben wollent. Und dann so sol von ,ns Jeglicher parthien ir anspräche vorderunge und zuspruche, die sie an die as uer parthie tun wil beschriben und versigelt mit iren ingesigeln schicken un- geverheh dem obgenanten hern Johann vom Hirtzhorn bynnen einem monode enst darnach, als die drige herren egenant uns parthien geschriben hant, das kle sich der Sachen und zu Sprüche annemen wollen, und sol dann der selbe her lann ieglicher parthien der andern beschriben und versigelte anspreche senden n lr derlich, so er erste mag an geverde. Und sol dann darnach iegliche Partlue ir beschriben versigelte antwürte daruff mit der andern versigelten ns prachen auch bynnen einem monode nebst dar nach, als in die anspreche on hern Johann komen ist, dem selben hern Johann vom Hirtzhorne knicken on alle geverde. Und sol dann der selbe her Johann den egenanten 35 'nsern gnedigen drigen herren zu wissen tun und verkünden, das er unser 'eider parthien versigelte anspreche und antworte habe und das die ob- Senanten unser herren dann darnach so sie forderlicheste mögen nns beiden Parthien einen tag vor sich bescheiden und anspreche und antwürte von )e 'den syten vor sich nemen und verhören sollen. Darzu so mag iegliche 40 Parthie ir brieffe und kuntschafft zu irre ansproche dargeben uud furziehen ; d sollent dann die drige herren und her Johann vorgenant versuchen, ob " e uns nnder ein gutlich vereynygen mögent mit unser beider parthien wissen willen, und umb welich stucke sie uns mit unser beider parthien wissen willen mit der gutlicheit nit gerichten mögent, darumb sollent die vor- 4ü na nten drige herren und her Johann sementlieh oder das mererteil under Wormaer Chroniken, 17 258 Beilage G. in vieren uns mit dem rechten nach unser beider parthien anspräche antworte brieffe und kuntschafft richten und entscheiden und das recht und usz- spruch ieglicher parthien under iren anhangenden ingesigeln versigelt geben vor dem h. cristage nehst körnende und sollent auch die drigen herren und her Johann 5 in ireni uszspruche selber zum besten versorgen, wie alle stucke punte und artickele darinne begriffen eweclichen von beiden syten wolgehalten und versorget werden und wie uns die vorgenanten drige herren und herr Johann in der gutlicheit entscheiden als vorgeschriben stet oder was sie viere oder das mererteil under in vieren mit dem rechten erkennen uszsprechent und versorgent als vorgeschriben stet und 10 uns ir versigelten brieffe mit iren anhangenden ingesigeln darüber gebent, das solle wir und alle unser nachkomen von beiden syten veste stete tun vollefören und eweclich halten unverbrüchlich on alle Widerrede hindernisz und geverde, wann wir auch von beiden parthien den obgenanten drigen herren und herrn Johann des alles gancze mftge macht und volle gewalt geben han und gebent mit crafft 15 disz brieffs in al der masz, als diser anlaszbrieff uszwiset. Auch ist bered und betedinget, were es, das der vorgenanten drigen herren einer oder der vorgenante her Johann uszlendig oder abelibig würde, do got vor sie, vor dem vorgenanten zyle oder vor dem uszspruche, so sollen wir beide parthien dar nach in den nehsten vierczehen tagen unser frunde uff eine gelegeliche stad an by ein schicken eins andern zu überkomen in der selben masz, des dann ge- breste, ob wir mögen, on geverde. Es ist auch mit narnen gered getedinget und mit Vorworten gedinget, das wir die burgermeistere rad burger und gemeinde vorgenant alle stucke punte und artickele, darumb die obgenanten bischoff dechane capitele pfaffheid unde wir bis her in zweyunge gewest sint 25 und darumb sie meynen, das in von uns brost sy und auch meynen darumb wir zu banne komen sollen sin, genczlichen uffslahen und abtun sollent und haben t es auch all gereid abgetan hie züschent und dem cristage nehst körnende, und als das nii als vorgeschriben stad abgeton ist und die drige herren sich der Sachen angenommen hant, so solle wir Matheus bischoff die 30 dumherren und pfaffen vorgenant unverzogenlich unser ernstliche botschaft zu den richtern tun und unsern willen und verhengnisz dar zu geben, das die von Wurmsz die zyt usz uszer dem bann gelossen werden off ein hoffe- nunge einre ganczen steten richtunge. Auch ist mit namen gered und betedinget, das die vier bettel örden und die Wilhelmyten, die von Nunnen- :i5 munster, die von Kirsgarten und die in dem closter uff dem berge von diser spenne miszehell und zweyunge wegen, als wir obgenante beide parthien zu diser zyt mit ein und under ein gehabt hant, von uns den von Wurmsz der sachen halb oder den unsern nit geleidiget beswert oder getrungen sollent werden. Auch ist nemlich bered und betedinget, wer es Sache, das die ob- 40 genanten drige herren und her Johann die zweyunge und spenne nit richteten und uszsprechen in der masz als vorgeschriben stet, wie das beschee, so sol ie die parthie wider zu allem irem rechten sten in alder masz als vor disem anlasz gewest ist und auch also mit solichen nemelichen Vorworten und gedinge, wer es das wir hie zusehen und dem obgenanten zyle nit güt- 45 lieh oder mit rechte gerichtet würden, als vorgeschriben stet, so sol der uffslag des bannes und interdicte und das abtun der stad von Wurmsze und Beilage G. 259 was rede sich in diser beredunge und anlasz verlauffen hat und noch verlaufen wurt, nieman eynychcrley nutz vorstand schaden oder unscaden (!) »ringen, sunder es sol hüben in aldor rnasz, als ob der anlasz nie gescheen und des nie rede worden were, und sol auch deheine partbie das gein der andern niemer furgeziehen on alle geverde, dann das die procesz der ob- s genanten benne und interdicte in iren crefften bliben sollent als hüt zu tage nach irem inhalt und nach lute der absolucien. Auch ist bered und betedinget, was wir obgenante beide parthien unser iegliche an die ander zu sprechen betten, von was sachen das were, über soliche zu Spruche, die wir itzund in unsern versigelten ansprachen aneinander tünde werdent, do sol in ^glicher partbien ir recht dar an behalten sin on alle geverde. Es ist auch nemlich bered und betedinget, als balde die drige herren und her Johann °l»genant sich der sachen angenommen und die drige herren uns das beiden parthien wider geschriben haut als vorgeschoben stet, so sollen wir von neiden siten bynnen achtagen darnach unser fründe gein Nuhusen schicken ir, disen anlasz, als er von worte zu worte hie geschriben stet, sehs redelich anlasz brieffe uff pirment tun schriben und icglichen zu versiegeln mit den "igesigeln dar an zu hencken, als auch her nach in disem anlasz brieffe geschriben stet und als dann den obgenanten drigen herren und liern Johann "' icgliehem der selben vcrsigellen anlaszbrieffe einen fürderlich zu schicken 20 und iglicher parthien der auch einen zfi behalten. Und wir beide parthien hau vor uns und unsere nachkomen in guten truwen an eidesstad disen anlasz und alle stucke punte und artickelc sament und besunder darinne begriffen gelobet und gelobent mit crafft dys bricffs genczlich zu vollefüren zu tunde und veste und stede zu halten und do wider niemmer zu tunde noch w, schaffen getan one alle Widerrede und geverde. Und des zu warem Urkunde Und ganczer ewiger stetikeid disz anlasz brieffs und aller stücke punte und artickele darinne begriffen hau wir bischoff Matheus, dechane und capitele des dumes und der stiffte zu sante Pauwel, zu sant Endree, zu sante Martin "nd zu unser frawen zu Wurmsz für uns und die pfaffheid gemeinlich als .10 vorgeschriben stet und alle unser nachkomen unsere ingesigelc uffe einen und wir burgermeistere und rad unser ingesigel und wir die andern bürgere und gemeinde der stad zu Wurmsz der gemeinden ingesigel für uns und alle unser nachkomen uff die ander syten an disen brieff gehangen. Datum anno domini millesimo quadringentesimo septimo ipso die ascensionis domini. 15 Und wir dise nachgeschriben meister Nyclaus Burgman dechan zu Spiro von unsers herren von Wurmsz obgenant wegen, Johann von Derse Schulmeister, Heinrich von Derse senger, Johann von Fleckestein, Gerharl v on Erenberg canoniken des dumes zu Wurmsz von des declians und capitels desselben dumes, Richer Bonne custer zu sant Pauwel, Johann von Aschaffen- 40 l)Ul- g custer zu sant Endree, Arnolt von LonsLein dechan zu sante Martin Und Johann Meffrid dechan zu unser frawen von der selben stiffte zu Wurmsz We gen, und wir die burgermeistere rad bürgere und gemeinde zu Wurmsz bekennen, das wir solich hie vorgeschriben beredunge und betedunge und a '\ e stücke als der vorgeschriben anlaszbricff von worte zu worte luter von 4.', °eiden parthien genczlich uffgenommen habent und geloben mit guten truwen 17* 260 Beilage G. den vorgenanten anlasz zu vertigen, als vor in dem anlasse geschriben stet. Und des alles zu worem Urkunde haben wir die obgenanten meister Nyclaus Burgman, Johann von Derse Schulmeister, Richer Bonne custer zu sant Pauwel, Johann von Aschaffenburg custer zu sante Endree, Arnolt von Lon- 5 stein dechan zu sante Marlin und Johann Mcffrid dechan zu unser frawen unser iglicher sin ingesigel uff disen brieff getrucket. Und wile wir Heinrich von Derse, Johann von Fleckenstein und Gerhard von Erenberg unsere in- gesigele zu dirre zyt nit by uns han, so han wir gebeten die vesten knechte Hamman von Sickingen und Symund von Talheim hushoffmeister zu Heidel- w berg, das sie ir ingesigele für uns habent getrucket uff disen brieff; des ich Hamman von Sickingen und ich Symund von Talheim uns bekennen, das wir das umb ir bete willen geton hant; und wir die burgermeislere und rad zu Wurmsz unser ingesigel und wir die andern burger und gemeinde der stad zu Wurmsz der gemeinden ingesigel uff disen brieff getrucket. Wir han 15 auch von beiden siten als wir hie vorgeschriben sten und die beredunge uff- genommen han, samentlich gebeten die vesten strengen rittere hern Johann vom Hirtzhorne, hern Heinrich Kemmerer und die vesten knechte Cuncze Lantschaden von Steinach, Friderich von der Hüben und die ersamen Johann Swalbach burgerrneister zu Mentze und Conrad Roseler burgermeister zu 20 Spire, die züschent uns uff beide syt gangen sint und den vorgeschriben anlasz und beredunge hant helffen bereden und machen, das ir ieglicher sin eigen ingesigel auch uff diesen brieff getrucket hat zu merer gezügnisz aller vorgeschriben dinge, des wir Johann vom Hirtzhorne, Heinrich Kemmerer, Ciincz Landschaden, Friderich von der Hüben, Johan Swalbach burgermeister zu Mencze 25 und Conrad Röseler burgermeister zu Spire obgenant uns bekennen. Datum anno domini millesimo quadringentesimo septimo in die ascensionis eiusdem. St.-A. W. nr. 344'> or. chart. c. 16 sig. tergo impr. delapsis. WasserzeicJien: Ochsenkopf. 24. 1407. Juli 9. Weinheim. — König Ruprecht und.Johann, Erzbischofvon Mainz, vermitteln zwischen der Ffaffheit und der Staat Worms. Die grosse Vfaffenrachtung. 8o Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer konig zu allen ziten merer des richs und wir Johann von denselben gnaden des heiligen stuls zu Meintz ertzbischoff, des heiligen Romischen richs in Dutschen landen ertzcantzler, bekennen und tun kund offenbar mit diesem brieff allen denen, die in sehent oder horent lesen: als der erwirdige Matheus bischoff zu Worms, die dhumherren 35 und pfaffheit gemeinlich zu Worms an einem, und die burgermeister rait und burger gemeinlich der Stadt zu Worms an dem andern teil, aller misz- helle spenn und zweyung, die sie under einander und widereinander gehapl hant bisz uff diesen huetigen tag datum disz brieffs an uns zwen verliben sint zu mynne und zu recht, alsz wie wir sie darumb seezen nnd entscheiden 40 wurden, das sie das von beiden syten getruwelich veste und stete halten sollen und wollen on alle geverde. Des haben wir sie in der guetlicheil und minne darumb entscheiden in aller der maesz als hernach geschriben steet. [I] Zum ersten alsz der bischoff und pfaffheit vorgenant den burgern zu Worms zugesprochen hant' von myndorung 1 ' der maesz, darumb haben wir * 6 a ) 8: zu nprechen haut. b ) S: mymiering wegen. Beilage G. 261 sie entscheiden, das die burgermeister und der rait gemeinlichen zu Worms den vorgenanten Matheum bischoff zu Worms fruntlichen sollent bitten, das er inen wolle gunnen, das die minnerung der wynmasz, die da selbst zu Worms geschehen ist, diese nestc siebenundzwenzig jar nach datum disz briefTs nehst nacheinander volgend also verlybe, und er soll sie auch der » selben irer bett geweren und inen desz also gunnen, und er soll inen auch sin besiegelt brieff darüber geben, ob sie der begerent, doch den obgenanten beiden parthien, nach dem als die zyt der sieben und zwenzig jar vergangen ist, unschedlich und unengolten an iren herlickeyten fryheiten rechten und herkommen, die sie dan yetweder syte meynent zu han. [II] Und von des 10 winschancks wegen haben wir sie entscheiden, was die pfaffen zu Worms samptlich oder sundcrlich wins halt oder gewinnet, der» zu den stifften Pfründen presenzien oder beneficien gehorent, die in der Stadt zu Worms gelegen sint, oder was ein priester oder clcrick. der zu Worms benclicirt ist, wins haitt oder gcwynnet, der im wechst uff sinen guetern, die uff inen » irstorben sint oder ersterben werden b , der 0 win wachs inn oder uszwendig des bistumbs zu Worms, den selben win allein mogent sie zu einer iglichen zyt fry in und usz der stadt Worms füren und den auch mit der alten macsz schencken oder sunst verkaulfen zu irem besten und nuzlichsten, wan und zu welcher zyt sie wollent, und sollent davon dhein ungelt zoll oder ander an beschwernis nit schuldig sin zu geben in dhein wysc on alle geverde, und disz soll zu ewigen zyten also besteen und gehalten werden. [III] Was aber die pfaffheit zu Worms win haitt oder gewinnet, der' a inen kommet von geistlichen pfrunden oder beneficien uszwendig der Stadt Worms gelegen oder von eigen guetern, die die person kaufft oder inhant' 1 und der sie eigen sint 25 oder noch hivor also kauffen werden, das 0 nit zu iren pfrunden oder beneficien gehört, die in der stadt zu Worms gelegen sint, den selben win sollen sie nit in die stat Worms f füren noch mit der alten maesz schenken; weres aber das etlich personc von der pfaffheit, were dann die weren, derselben win wenig oder viel gen Worms in die stad wolten füren, das mogent so sie dhun, also das sie davon thun als ander burger ungeverlich. Und das soll diese nechsten siebenundzwenzig jaren nach datum disz brieffs von dis punetes wegen also gehalten werden; doch iglichcr parthien darnach daran« uncntgoltcn an iren fryheiten und rechten. [IV] Weres auch, das ein dhumher oder ander geistlich person eyner oder mer im selber oder sinen frunden, » die er damit meint zu cren, ein guet stuck wins h Elseszers, Rhinisch win oder ander gueten win kauffen wolt, das mag er thun und den selben win auch frye und ane zoll und ungelt zu im gen Worms füren, doch also, das ir keiner die selben win nit zu dem zapffen schencken noch sust verkauffen soll. [V] Weres auch, das etlich person von der pfaffheit weren, die nit 40 wingülte noch winwachs 1 betten, die mögen woil win kauffen zu irer und 'res gesindts noitturfft in iren husern zugebruchen one geverde, und auch die selben win alle zyt frye zu inen füren, doch also, das sie der k selben a ) 8: das. h ) der im wechst — ersterben werden fehlt bei S. c ) 8: die. ) 8: die die personen kanffet haut. °) 8: des. f ) W. fehlt bei S. e) S: 45 davon. h) w i na f e /at bei S. j ) B: winwaesz. k ) S; die. 262 Beilage G. win auch nit zum zapften schcnckcn noch sust verkauffen sollent. [VI] Weres auch, das ein arme vicary oder priester gueten win wachs hett, der zu sinem beneficio, das in Worms gelegen were, gehört, und sust ander redlich gulte sich damit zu behelflen zu siner noitturft nit hett, den selben gueten win 5 mag er woil verkauffen oder mit der alten maesz verschencken on ungelt ander sin noitturfft damit zu bestellen und im und sinem gesind andern gemeynen win zu irer noitturfft one allcrley geverd kauffen, davon er auch kein ungelt oder ander beschwernis geben soll. / VII] Auch als die burger zu Worms uff ein malter korns vier heller gesatzt hant, die der kauffmann 10 geben soll, der das körn kaufft und usz der stad füret, des sollenl die pfaffen solicher vier heller frye sin und der" von irein körn, das sie verkauffent' 1 nit geben, und dem sie des erstes kauffs zu kauff gebent, soll der selben vier heller auch nit schuldig sin zu geben. [VIII] Auch soll die pfaffheit von irer frucht, die man inen melct, noch die rnuller und becker, die inen das 15 malent und backent, der Stadt nichts davon geben 0 . Auch sollent die pfaffen von dem mele, das sie in im huser laessent malen und auch von dem wyn, den d sie nit schencken sollent, iren wingartern oder hoeffluetcn nit gewerlich lassen 0 , davon der stadt an irm ungelt schaden kommen mochte. [IX] Auch sollent der pfaffen amptluete und keller ine ire zinsz und guelte behalten f 20 mit kuntschafft ob sie die handt oder ob sie der« nit betten uff ire zinszbucher; weres aber, das ein amptman oder zinszmeister von todts wegen abging, so sollent sie das mit eym amptmann oder zinszmeister, der vor dem selben gewest ist, behalten oder mit eynem erbern vicarien. [X] Auch so der ob- genant Matheus bisehoff zu Worms inritten wirdet, so soll er die, die die 25 burger zu Worms in den raet gesetzt haut, auch in den raet setzen, und sie sollent auch im den eydt schweren, den die burger, die in den raet gen, eim bischoff pflegent zu sweren, und daruff soll er sie dan in dem raet lassen verüben bis zu dem nechsten sant Martins tag, so soll er dan den rait setzen, als das von alter herkommen ist. [XI] Auch als die pfaffheit zu 30 Worms geclaget hait, das ine die burger zu Worms von etlichen guetern nit wollen zehendcu, darumb haben wir sie entscheiden, das wir dry darzu wollen geben und die auch gen Worms in die stadt schicken zu erfarn, was die nesten vergangen funff und dryssig jar ein acker wysc oder wingarl gewest ist und gezehent hat 11 , das das auch furbas zehenden soll den, den der 35 zehende zugehört. Was aber die liebsten vergangen funff und dryssig jar ein acker wysz oder wingart gewest ist und nit gezehend hait, das soll auch des vorbaszer on ansprach sin. Was 1 aber usz einem huesz oder garten oder sust usz hecken buschc oder wustung in den nesten vergangen funff und dryssig jaren ein acker, wingart oder wyse gemacht worden, das soll 40 auch zehenden den k , den der zehenden zugehört. Und so die drye, die wir darzu geben werden, die erfarung also thun wollent, so sollent die von Worms im burgern erlauben und sie auch heiszen, ob es noit 1 ist, kuntschafft" 1 , und was inen wisslich in den Sachen ist vor den dryen zusagen, und was dan a ) S: do. 1)) 8: kauffen. °) Dieser Satz ist bei 8 dem folgenden 45 nachgestellt. d) S: die. °) ß: geverlichen Ionen. f ) S: bezalen. 8) 8: das. h ) JA-hant. ')jB:wer. k)/S':der. 1) 8: nit. ">) S: kumerschafft. Beilage G. 263 die pfaffheit mit gueter kuntschafft vor den dryen bewyset, noch der selben dryer bekentnisz das inen gezehent habe, nach dem als vorgeschriben stehet, das soll ine auch furbasz zehenden; wo aber die pfaffheit solicher kuntschafft nit hait, so soll der, der von des zehenden wegen angesprochen wirf, zu den heiligen schweren, das er von dem guete, darumb man im als von des * zehenden wegen zusprichet, in funff und dryssig jaren kein zehenden geben hab, und das er auch nit anders wisz, dan das das selb guete in funff und dryssig jaren kein zehenden geben hab» und siner nechsten anstoesser einer an dem selben gflet soll auch zu den heiligen schweren dan 0 das er mt anders wisz, dan das er recht geschworen hab. [XU] Und als der vorgenant "> Matheus bischoff zu Worms und seine pfaffheit meinent, das der raet und auch die gemeinde zu Worms dem vorgenanten bischoff zu Worms sollen schweren und die burger zu Worms meinent, das der raet allein solle schweren und auch der vorgenant bischoff und sin pfaffheit und die burger zu Worms zweyig sint umb den eidt, den die von Worms thun sollen, darumb i> haben wir sie entscheiden, das wir unser frunde gen Worms wollen schicken, die die ganeze gemeinde doselbst uff ir eid sollen fragen zu sagen 6 , ob vormals 1 die gemeinde zu Worms bischoff Eckart seligen, der neste vorfar ist, auch geschworn haben, und in welcher maesz das sie dem vorgenanten Matheo bischoff zu Worms auch also schweren; und weres das 1 ' die ™ gemeinde zu Worms uff ir eidt erkenten, das die gemeynd bischoff Eckart seligen vormals nit geschworn hab, so 1 sollent sie dem vorgenanten Matheo bischoff zu Worms d auch nit schweren. Und wie dan der rat zu Worms erkennet uff den eidt, das sie bischoff Eckart seligen vormals geschworen haben, also sollent sie dan dem vorgenanten Matheo bischoff zu Worms auch ^ schweren. [XIII] Auch sollent die burger zu Worms den vorgenanten Malheum bischoff zu Worms und sin nachkommen bischoff zu Worms an iren zollen wage und ungelt, nach dem das von alter herkommen ist, nit hindern noch in-en in dhein wyse. Was auch die burger zu Worms dem vorgenanten Matheo bischoff zu Worms oder der pfaffheit zinsz oder gult verseszen und so aislang die zweyung gewert haitt nit geben noch bezalt hant, des sollent die burger die selben zinsz und gult schuldig sin und ire erben zu einer iglichen neslkommenden zyt, als die selben zinsz oder gult gefallen sollen, zweyfeltig zinsz oder gult bczalen, alsz lang bisz das die selben versessen zinsz und gult ganz bezalt sin wurden. [XIV] Auch was die pfaffheit hoeff und" hueser 35 zu Worms hant, die vor den nesten vergangen funffzehen jaren zu der pfaffheit pfrunden oder sunderlich beneficien gehört hant, von den selben allen sollent sie den burgern noch der stadt zu Wormbs kein almend geben. Es soll auch kein pfaff noch geistlich person die stroszen noch' almende vorbasz nit verbuwen™. Weres aber das die pfaffheit alte huser hetten, *o die zu iren pfrunden oder" sunderlich beneficien gehorent und da mit die almend" vor zyten verbuwet wer worden, die sollent vorbasz also blyben Ä ») 8: wider. *) S: in f. ... d.j. nit gwehend habe •)*» f Mt W f; *) ™ W. fehlt bei S. «) m «agen fehlt bei S. f vormals fehlt bei 8. 8)8. die ganze gemeynde. *>) 8: und wo es dan. ') so fehlt bei 8. *) &. oder. 45 h a ...... i ° J _n .. i __i_____ >i\ A\ a ul fehlt hei S. 264 Beilage G. und die pfafl'heit soll doch* den burgern noch der Stadt kein almend gelt davon geben. Es sollent auch die burger zu Worms die hueser, die sie der pfaffheit in der zweytracht vor die ahnend ufl'geholt und verkaufft hant' 1 , wieder geben und die almend soll davon gehalten werden nach uszwysung s des artickels hievor begriffen. [XV] Auch sol die mundtat umb das monsler zu Worms fry sin und kein almend geben. Und weres das die dhumherrcn und burger zu Worms umb den begriff der mundtat, wie l'err und wyet die gen soll, zweyig wurden, so haben wir inen zu einem gerneynen geben den edeln graven Friderich von Liningen unsern lieben riefen und getruwen, zu 10 dem selben die dhumherrcn zwen und die burger auch zwen ir frundt geben und setzen sollent. Und wie dan die fünft' oder das mercr teyl under inen erkennent umb den begriff der mundtat vorgenant, da bic soll es auch verüben und das soll hie zusehen und wyhennachten nestkommenl uszgetragen werden. [XVI] Was auch der pfaffheit zu Worms in iren hofen und husern 15 genommen und hinweck getragen ist worden, weres, das desselben irgent zu Worms erfunden wurd, so sollen die burgermeister und der rait bestellen, dasz dasselbe alles wiedergeben werde, den, den es genommen worden ist. [XVII] Auch sollent die burger des raets zu Worms umb alle trefflich sach den raet nirgents besitzen dan uff des bischoffs sale, alsz das von alter her- 20 kommen ist und sunderlich so ein bischoff zu Worms in dem raet sin will, so sollent sie den raet nirgends anderswo besitzen, dan 0 uff des bischoffs sale. [XVIII] Auch alsz die pfaffheit geclagt hakt von des graben wegen, den die burger zu Worms vorzyten in dem Kaderloch gemacht hant, und von d dem Nuwcnsatz und von' 1 des vorgenanten bischoffs hoff in dein Kratz- 25 winckel, als von der almend wegen, und auch von den wingarten, als die pfaffen zu unser frauwen clagen, das in die burger ir wingarten eins teyls abgebrochen und das verzunet 0 und darnach vor ahnend hingelichen haben, und sie auch eins weges entwcltigen, das sie nit zu iren wingarten kommen können: des sollen wir hie zwuschen und unser frauwen tag nativitatis nest- 30 kommend unser frund gen Worms schicken, die eigentlich erfaren und besehen sollent, wie es darumb gelegen sie, und wie es dan die selben entscheiden und machent, dabie soll es blyben und vorbasz also gehalten werden. [XIX] Auch soll die bach, die durch die stadt zu Worms gehet, gefegt und gehalten werden, als von alter herkommen ist. [XX] Es soll auch dhein burger umb 35 pfaffen noch dhein pfaff umb burger keynerley guet geverlich bestan f umb zinsz oder gult, davon die losung daran gehindert mocht werden nach dem das« von alter herkommen ist. [XXI] Auch soll der buwe, den die burger zu Worms in und zwuschen den zweyen Ünirnen des monsters zu Worms gethan hant, hie zwuschen und ostern nach datum disz brieffs nestkommend *o in fruntschafft verüben steen. Und weres das die burger zu Worms übereinkommen mochten mit dem vorgenanten Mathco bischoff zu Worms, das der selbe buwe vorbasser verüb steen, so verüb also; were aber des nit, wan dan der vorgenante bischoff zu Worms und die dhumherren uns konig ») 8: noch. <)) S: für die ahn. verkaufft hant. °) oder sprachusz, die den egenanten tumherren schädlich sin, furbassmer haben oder machen solle, und das man ouch soliche vorgenantc gerten mit czfinen und andern notdorftigen Sachen allczyt wol bewaren sol, das den vorgenanten tumherren kein schad davon besehene. Item und als von des obgenanten Newsacz wegen ist czwischen den obgenanten partien sovil gerett, das sy i° sich darumb gutlich miteinander einen sollen. Und des zu urkund haben wir obgenanten Schenk Gonrat unser insigel für uns und den obgenanten hern Joffrid an disen brief gehangen. Des wir Joffrid also bekennen gebrcchcnhalb unsers insigels. Und ich obgenant Hanmann hab ouch min insigel für mich und den obgenanten Johannes an disen brief gehangen, des ich Johannes ouch »5 also bekenn. Geben zu Worms nach Grists geburt vierezenhundert jare und dornach in dem sibenden jare an unsrer frawen abend assumpeionis. St.-A. W. nr. 346. or. mb. c. 2 sig. pend. Das Rundsiegel des Schenken Conrad, zeigt 3 Sterne im getlwilten Schild, Legende: S. CONRAD' PEN'. DE. ERP'C»; das Siegel des H. v. Stckingen ist abgefallen. St.-A. W. nr. 365 cop. chart. saeculi X V. so St.-A. Darmstadt: Chart. Warm. s. XV (D) fol. 120. Druck: Sclumnat II, 224 unvollständig. — Reg. Scriba 3670. 27. 1409. Dez. 12. Gernslieim. — Johann Erzbischof von Mainz und die Räthe der Städte Mainz und Speier garantiren der Stadt Worms das von ihr über Peter Kiemann gesprocliene Urteil. M Wir Johan ertzbischoff zu Meintz des heilgcn Romschen riches in Datschen landen ertzcantzeler und wir dise hernach geschriben der zweyer stette Mentze und Spire erbern frunde mit namen Götze Salman, Jeckeln zum Jungen, Swabe, Peter Bart und Cristian Swartze zu Mentze und Gonrat Roseler zu Spire bürgere bekennen und dun kunt aller menglichs mit disem 30 briefe, als die ersamen burgermeistere und rat der stat zu Wormszc und die iren uff einsite und Peter Cleman sine helffere und helffers helffere uff die andern syte gutlichen gerächt und gesunet sin urab soliche spenne und zweyunge, als sie gegeneinander gehabt hant, daz do der von Wormszc frunde von der von Wormszc wegen solich urteil als der rat zu Wormszc über Peter 3s Gleman gesprochen hat, an nyemans gestalt hant, dan ez sol verüben als cz gesprochen sy, und darumb han wir disen brieff hinder den rat zu Spire gelacht, also obe Peter Gleman sine frunde oder yeman anders nu oder hernach wider daz vorgenante urteil redden oder dun wolte, daz wider die von Wormsze oder ir urteil were, daz die von Wormsze dan mit disem briefe 4o zu bringen und wisen mochten, daz sie daz urteil an nyemans gestalt noch nfischnit dartzu oder dovon getan wolten han. Und werez, daz die von Wormsze dez briefes nu oder hernach bedurfften, so sollen die von Spire yen disen brieff lyhen und antwurten ane unser ertzbischoff Johan, der von Mentze und der von Spire hinder frage alle argeliste und geverde uszgenommen. 45 Zu Urkunde so han wir vorgenant ertzbischoff Johan und die vorgeschriben Götze, Jeckeln, Peter, Cristian und Conrat der stette Mentze und Spire frunde Beilage G. 269 unser jegelicher sin ingesigel unden an disen brieff dun drucken. Gescheen zu Gernsheim uff den donrszdag vor sant Lucien dag anno domini M. GGGC. nono. St.-A. W. nr. 350 Copie im Eidbuch (B) nr. 23 fol. 12. Anfang des 15. Jahrh. Oben steht von anderer Hand: Ista subscripta littera jaeet in Spira et tangit Petrum 5 Giemas. lieber den Streit der Stadt mit Peter Kiemann s. Zorn ed. Arnold p. 76« ff. ™ne andere Fassung bei Zorn (E) nr. 8 fol. 417 Im 477 zum Tlieil deutsch, zum Theü lateinisch. Es muss eine lateinisch geschriebene Chronik aus dem 15. Jahrhundert gegelmi, haben, die Zorn seiner Darstellung zu Grunde gelegt hat. 10 28. 1410. März 8. (sabato ante doininicam judica). — Bürgermeister und Ruth bitten den Heinrich Kemerer Ritter, dass er versuchen möge, den Frieden, loelclien er zwischen ihnen und Wernher vom Ramberg gemacht habe und welcher durch ihre freunde in Speier bis auf den Palmtag erstreckt worden sei, bis nach den heiligen Jagen zu verlängern. li St,-A. W. Band nr. 511 or. Chart, c. sig. iergo impr. laeso. 29. 1410. Dez. 5. Ladenburg. — Ausschreiben des erwählten Bischofs von " orms an die Stadt Mainz über seinen Streit mit der Stadt Worms. Unsern fruntlichen grus und was wir gudis vermögen bevor. Erbern wisen besundem gude frunde. Als uwere erbere wiszheit kundig und wol so Wiszind ist, das wir mit der gotes hulffe und furderunge unsere herren und guden frunde geweit und kommen sin czu unserm stiffte czu Wormsze, laszin wir uwere liebe wiszin, das die burgermeistere und rait der stad zu Wormsze c *u derselben czyd, ee dan wir geweit wurden, ire fruntschafft forderunge und ernstliche bede daden an unser capitel czu Wormsze vor uns und was 25 der stede von Wormsze werbunge und rede an das vorgenant capitel, weite uns das capitel czu eime bischoffe, so wulden sie uns lieber und gerner dun, Was sie eime bischoffe dun solten, dan eime andern; als wir nu darezu erweit wurden, quamen wir czu reden mit den vorgenanten von Wormsze und baden sie, das sie uns entphaen und dun wolden, als sie unsern vorfaren m v °n alter her gewonlich getan habent. Da entwortent sie uns uff, wan wir yn brieffe geben als ander unser vorfaren czwene odir dry gedan hettent, so wolden sie uns auch dun, was ire vorfaren eime bischoffe vor gedan betten. Da waren wir deszmals noch nit bestedigit und baden sie, das sie uns teden, was sie uns als eime bischoffe dun solten, wir wolten yne gerne brieffe gebin u als ein erweiter bischoff und yn das getruwelich halten, und wan unser be- sl edigunge queme, das sie uns dan denselben brieff wieder gebent, so wolden wir yn einen andern briff gebin als ander bischoffe vor gedan hettent und gewonlich were. Daruff namen sie einen berait und sagten, sie wolten das vor die gemeinde bringen, wan sie das ane die gemeinde nit dun dursten. 40 u nd dar nach enboden sie uns anderwerbe von des ganezen raez und gemeinde We gin, wan wir yn einen brieff gebin, als andere unser vorfaren ^bischoff gedan hettent, so wolten sie uns dün, was sie uns dun solten. Als nu unsere hestedigunge kommen waz, da redten wir selbis mit unsern frunden by sie p'n Nuhusen und erkundigten yn unsere bestedigunge und baden und 45 •orderten an sie uns czu dun, was sie eime bischoffe dun solten, und er- 270 Beilage G. manten sie auch der vorgeschriben virsprechnisze und furwort. Da namen sie vil uffslege berait und virczoge nacheinander und hilden uns da mit und mit iren fruntlichen Worten lange uff, und als wir des also lange gewarten, da schickten wir unser frunde etwie dicke czu yn in den rad, sie czu bitten 5 und zu ermanen der vorgeschriben sache. Darnach redte der allerdurch- luchtigste hoichgeborn furste herczoge Ludewig in Beyern etc. unser gnediger herre mit der von Wormsz frunden von unsern wegin czu Heidelberg, da unsers herren von Mencze, unsers herren des margraven, uwere stad und der von Spire frunden by und zugegen waren, und künde uns unser sache 10 mit den von Worrnsz czu keine redelichen usztrage nit kommen, und schickte darnach derselbe unser gnediger herre von sinen und sinre brudere wegin unser gnedigen herren sine treffliche redte abir czu den von Wormsz, da unser frunde auch mit waren und redten dieselben abir mit yn von unser vorgeschriben sache wegen und ermanten sie allez der obgenanten sache und is vorwort; daz enkunde uns alles nit gehelffin, dan die vorgenanten von Wormsz hant uns und unserm stiffte in unser recht herkommen und friheit swerlich gegriffin wider alt herkommen, gewonheit und versigelten brieffe, die wir und unser stifft von yn innehant, die die fursten und herren ir und uwere stad und die von Spire versigelt hant. Das clagen und eugen wir uch und 20 bitten uch frundlich mit allem ernste die obgenanten von Wormsz zu undir- richten und czu undirwisen, die wyle sie uch gewant sind und uwere erber- keit soliche brieffe auch virsigelt hat, das sie uns dunt, als sie von alter her unsern furfaren bischoffen und dem stiffte gedan habent" und von rechts wegen dun sollent, als uns daz auch und unsern frunden sie entheiszen und 25 czu gesagit habent, so wolden wir yn auch dun, als von alter her kommen ist, durch das wir und sie kosten erbeit und kummers ubirhaben werdent und getruwen uwere wiszheit und fruntschafft wole, das ir her yn dunt, als wir uns besunder czu uch virsehen, das wollen wir gerne fruntlich umb uch virschulden, wo ir unsz bedurffent b . Datum in opido nostro Laudenburg 30 crastino beate Barbare virginis anno etc. quadringentesimo decimo nostro sub sigillo. Johannes von gots gnaden bestedigter bischoff czu Wormsz. St.-A. W. nr. 352. Gleichzeitige Copie auf Papier; zahlreiche Correciuren und Einschnitte im Papier. Wie aus dem Inhalt obigen Briefs hervorgeht, war er an die 3.'i Stadt Mainz gerichtet. Vgl. Arnold II, 440 f. 30. [1410.] — Klagpunkte der Stadt Worms in ihrem Streit mit der Pfaffheit. Dis ist die anspräche und furderunge, die wir die burgermeistere, der rat und die gemeinde gemeinlichen der stat zu Worms han zu dirre zyt an den stifft zum dume zu Worms und an andere stiffte und paffheit daselbis ki und begern daz zur fruntlichekeit und gutlichen gekart und abegetan. 1. Zum ersten sprechen wiryn gemeinlichen zu, daz sie XIII gesatzt hant, hinder die sie alle gesworn hant, waz sie vorkennt nach der meisten menige under yn, daz sie daz halten muszent, als uns gesaget ist, und bedunkel ») Nach habent folgen die durclmtricheneit Worte: so wolten wir yn auch dun. 45 b ) Ueber der Zeile folgt nach bodurfient: uwer ontwurt. Beilage G. 271 uns, daz daz wider uns sy, wand sie uns nit uszgenommen hant, als wir han uszgenommen unsern herren den bischoff und den stifft zum dume zu Worms. 2. Item sprechen wir yn zu umb den artikel, der da stet geschriben >n dem sunefrief von des friden wegen, der da sprichet, werez daz ein paffe 5 den friden breche, den solte man unserm herren dem bischof oder siner gewalt antworten, der solte über yn riechten als recht were, glich als ob er ein ley were. Des han wir yn untedige paffen geantwortet, die hat man lassen geen ane unsern wiszen und willen und nit gehalten nach bischof •'ohans seligen sünebrief, davon uns und unsern burgern groszer schade 10 kommen ist; daz heischen wir auch gutlichen gekart und daz uns daz numerme ffirbaz geschee und daz man daz halte nach uszwisunge bischof Johans seligen sünebrief. 3. Item sprechen wir yn zu von des artickels wegen, der do in dem sünebrief geschrieben stet, daz wir die herren zum dume und andere paffheit u in unsere stad und burgfriden schirmen sollen glich andern unsern burgern und sollent uns her widerumb tun als ez von alter herkommen ist. Dez han wir groszen kosten gehabt mit dieneren, die da hant gedienet unserm heiligen vatter dem babiste, unserm herren dem keiser selige wider die bösen geselleschafften, zu den lantfrieden und zu den eynmutekeiten, sie und uns 20 zfi schirmen. Des han wir dicke an sie gefordert, daz sie uns darzu iren folleist und hulffe getan hetten, als ez von alter herkommen ist; des en ist uns nit gescheen. Der dinst hat uns grosz gekostet; dez heischen wir auch gütlichen gekart". 4. Item sprechen wir yn zu umb den artickel, der da stet geschriben 99 'n dem sünebrief, welche paffe keuffet oder verkeuffet win oder frucht, daz der davon sal dun als andere unsere bürgere dunt, daz sie uns daz auch keren b . 5. Item sprechen wir den herren zum dume zu, daz sie in eyme gemeinen cappittel globt und uberkomen hant, ob unser heiliger vatter der m kabist sine legaten keisere oder konige deheins burgers son zu Worms gnade deten, daz er yme eine canonye gebe uff dem dume zu Worms, daz sie den n 't entphahen wollent und andere burger und armerlute sfme von andern steten und dorffern entphahent, bitten wir sie, daz sie uns daz abetun oder ah er uns zu verstende geben, warumb ez sin solle, wand wir ez von yn ser r, >n übel öffnemen 0 . 6. Item sprechen wir yn zu, daz sie unsere bürgere und inwonigere 'adent und bannent und nit recht von yn wollent nemen an den steden und e «den, da sie hien gehorent und gemal sint und dunt daz alliz uns unerfolget. Bitten wir sie, daz sie daz abetun und numermee geschee, wand ez sere w und vaste wider unsere stete friheit recht gewonheit und alt herkommen ist, als daz auch bischof Johans seligen sünebrief uszwiset etc. d . ,, ,, a ) Tu der Itedaction A = Artikel 1. b ) = A 2. «) = A H. Der »efilusHMtz itt hier durchstrichen und corrigiri hi : wand eu uns nnbillicli uuneket sin. 4i ) = A 4. 272 Beilage G. 7. Item sprechen wir yn zu, daz die paffen, die da wingarten hant, die zu iren gotsgaben horent oder sus ir sint und umb balp dunt arbeiden, daz danne die selben paffen iren hoveluden uszgewynnent saltz ysen frucht und gelt lyhent und danne in dem herbiste an der selben schulde der hove- s lüde win dar vor nemment und die wine umb die hovelude recht und rede- lichen keuffent, bitten wir, daz sie die selben paffen, die daz getan hant, darzu halten, daz sie uns davon geben als andere unsere bürgere und fur- baszer bestellen, daz von den selben paffen uns furbaszer werde als vor- geschriben stet", wo ez in semelicher masze geschee, die yn danne von uns 10 benant werdent, des selben glichen begern wir auch von den winen, die sie sus recht und redelichen keuffent oder verkeuffent b . 8. Item sprechen wir yn zu umb die gutere, die sie erclagent oder keuffent oder getan hant, die in leyenhenden gewesen sint und bethaft sin der stat c , daz sie die wider wenden und keren in leyenhende odir' 1 dun 15 auch davon unsere stad als die leyenhende vormals davon getan hant nach unsere stede friheit recht gewonheit und alt herkomen 6 . 9. Item sprechen wir yn zu, daz sie unsern burgern und inwonigern an iren gerichten mit furderlichen gerichte dunt nach uszwisunge bischof Johans seligen sunebrief, daz heischen wir auch von yn gekart f . ■m 10. Item sprechen wir yn zu, als unser herre der bischof alle jare kuset und setzet an unser werntliche gerichte einen schultheiszen greven und riechtere, darzit er und wir viere erbere manne zu scheffen darzu kiesen, die da zu den heiligen swerent, yederman recht gerechte zu dun den paffen, den leyen, den Cristen und den Juden, dem uszmanne und dem inmanne, ■ih als daz auch nach unsere sted friheit von alter her also kommen ist, daz unser herre von Worms uns bestetiget und versigelt hat 8 , darwider sie geret und getan hant und hant uns und unsere geriechte da myde swerlichen gestraffet. Daz heischen wir auch von yn gekart nach unsere stede friheit und daz uns und unserm gerichte daz furbaszer numermee geschee h . so 11. Item sprechen wir yn zu, daz sie wine schenkent 1 zum zappen, ubir zit der satzunge k , daz sie nit dun ensolten 1 nach uszwisunge der versigelten briefe, die wir von yn han, und daz sie davon nit m dun als andere unsere bürgere; daz heischen wir gekart". 12. Item sprechen wir yn zu, daz sie uffenberliclien 0 taberne gehalten 35 hant wider peffliche friheid, daz doch in dem rechten nit solte sin; daz heischen wir auch gekart 0 . 13. Item sprechen wir yn zu umb den buwe, den sie getan hant uff unsere stede mure, daz sie den selben, buwe zustunt abetun, daz man da- *) ltedaction 11 lautete zuerst: daz sie uns daz ungolt, davon gobon und fiubas/.er 40 bestellen, da/, daz ungelt etc. b ) = A !>. <=) und bethaft — stat üt in der ltedaction 11 am Rande nachgetragen. cl ) 11 hatte, zuerst und. °) = A 0. { ) — A 7. 8) 11: ist daz unser — versigelt bat einkorrigirt. h ) = A 8. ') A gosclienckent hant. k ) über zit d. sutz. in Jl am Hände cincorrigirt. l ) In A corrigirt in: nit godan ensolten han. m ) nit in 11 einkorrigirt. ") da/, heischen 45 wir gekart in 11 nachkorrigirt. Artikel 11 = A 9. ") '/Heuer Artikel (= A 10) iit in beiden Hedactionen mehrmals corrigirt worden; in 11 lautete er: Item — utt'en- berlichen hant wine geschencket als einre der offen taberne etc. Beilage G. 273 gegen gebuwen und gelauffen möge, sie, uns und unsere stad zu beschirmen, als daz auch lendeliche siedeliche und recht ist". 14. Item sprechen wir yn zu, daz die dümherren hant verhenget, daz m an Zeiszolffe und Peter Cronenberger unsern burgern ire gutere zu Nider- llersheiin in irme gerichte hat abe erclaget wider unsere stede friheit, die wir 5 han von dem heiligen Romischen riebe, und wider bischof Jolians seligen sunebrief über daz, daz wir sie etwie dicke gebeten han, daz sie daz nit beszen erclagen, wand ez were wider unsere stede friheit, und gaben yn auch ein vidimus; daz heischen wir gekart und abegetan nach unsere friheit b . 15. Item sprechen wir yn zu und furdern, daz die stiffte befelhen iren io pbarrorn by iren stifften die yn zugehorent, daz sie furbaszer mee keinen ladebrief oder bannebrief nemen oder künden uff den letteneren über uns °der über unsere bürgere oder über unsere inwonigere, die wile wir unsere bürgere und inwonigere eyme iglichen rechts gehorsam sin zu tunde an der s tad, da wir hien gehören und gemal 0 sin nach dem als wir gefrihet sin d . '• 16. Item sprechen wir yn zu, daz sie uff husern eckern garten win- garten und wiesen, da sie niisznit oben hatten, zinse behalten hant uff den ''eiligen wider recht, als daz kuntliclien ist und sich wole finden sal in der warheit, und weren ez leien gewest, so hetlen wir von yn dun riechten als v °n untedigen luten 0 . 20 17. Item sprechen wir yn zu, daz sie und ire mitvicarien uff unsere bürgere hoven husern eckern wiesen wingarten und andern iren gutem mee z 'nscs behalten hant uff den heiligen danne sie da oben hatten und mit narnen, so hat her Jacob Homel von der dümherren wegen uff Franck- Wrters odir Steynfurters hus behalten funff Schilling Wormser und einen 25 fielbeling, daz sich triftet an sieben Schillinge und funff alte heller werunge, Un d findet sich in der warheit, daz er nit mee behalten solte han, danne ane "ry funff Schillinge heller; und hette daz ein ley getan, wir hetten von yme Uu n riechten als von eyme untedigen manne, und da myde so wirt den Jnsern das ire also wider recht abebehaltcn als uns beduncket f . so 18. Item sprechen wir yn zu, daz etliche paffen latinsche briffe ver- s jgelt liant bracht vor unser werntliche gerichte, da sprachen die scheffen, S| e wolten den brif irem schriber zu dutsche dun machen; da sprachen die Paffen, sie wolten yn selber zu dutsche machen; und da sie den selben briff Ur 'd daz dutsche vor gerichte brachten, da stunt daz dutsche nit als der as 'aünsche briff und waren etliche artickele nit in dem dutschen begriffen, die Wider die palfen waren, und det daz her Wyncke zu sante Endree», als daz w °le kuntliclien ist und man daz wole wisen sal mit dem brife und der abeschriffte 1 '. 19. Item sprechen wir yn zu, daz der dümherren amptlute und vicarien 40 kommen sint an unser werntliche gerichte mit eyme versigelten briffe, der Q tt ) = A 11. b) = A 12. °) A gomahel. •') = A 13. «) = A 14. I ■"■ 15. Dieser Artikel ist in A mehrmals i/rändrrl worden. ") Bei A ist die w ■' "ikI dot — Endrot) durchgestrichen und dafür aeaetzl: und hat, daz getan her Wwnlier Woncko. h) = A 16. 4.". ^ormsor Chroniken. 18 274 Beilage G. selbe briff cantzcllyret und radyret ist an einer summe geltes, daz doch yn yme selber unrecht ist, da myde sie unsern burgern daz ire wider recht wolten angewynnen, als sich daz noch wole kuntlichen finden sal mit dem versigelten brife a . 6 20. Item sprechen wir in zu, daz der dumherre amptlude off dem huse zum Lumerszheim behalten off den heiligin und alle jar genommen hant ane dry heller XXVII ß und fant sich doch kuntlichen, daz sie nit mee dan ane dry XVIII ß heller off dem huse hatten und hant da etwie mannig jar den unsern daz ir abgenomen widder recht und hat das getan io her Johan Duphiis b . 21. Item ist Heintzichin Feltbach auch zwey jare oder dru mit zinszen ubernomen wurden und daz muste man ime darnach keren und widder geben °. 22. Item her Wigant ein vicarie zu sante Pauwel hat zins behalten 15 off den heiligen vor Judenborter off eime huse off eime garten und off einer schüren und hat Herman Ciino Holtmunts stieffson wol zubracht, daz der garten und die schüre sin undirphand sint und nit dez egenanten hern Wiganden d . 23. Item sprechen wir den dumherren zu, daz wir vor etwie vil jaren 20 an sie erfordert han, daz sie unsern herren den bischof bieden wolten, daz er rad erfolte (!) mit VI rittern, des nit gescheen ist, daz uns zu groszem virderplichem schaden ist komen, die erfullunge des radis heischen wir und den schaden davon gekart nach lüde des sunebrifs. 24. Item sprechen wir yn zu, daz her Friderich von Geilnhusen zu 25 sant Pauwels hat zu einre zyt behalten off den heiligen uff eime huse in der Rosegaszen I phunt Wormser penniggeltes, daz dut XXXIII ß und III beller werunge und des hat sich wole kuntlichen funden, daz ez nit mee git oder geben hat danne I über heller gelts werunge den egenanten herren und was daz hus Gleseln Jungegotzen, der sprach dem alten Rappen darvor zu vor 30 gerichte umb XX libris heller und daz drug Rappe vor daz capittel zu sant Pauls und fant sich in allen iren buchern nit anders dan I über heller geltes; und hette daz ein ley getan, wir hetten von yme dun riechten als von eyme untedigen manne; und da myde so wirt den unsern daz ire also wider reht abebehalten abe genommen und abe gesworn als uns beduncket 0 . 35 25. Item her Conrad Hennelo her Anthis Tempel und her Conrad Wildunger vicarien zum dume hant behalten zu den heiligen von der dumherren wegen 1IJ liber uff dem Pontheis und uf dem alten Ebirtzen hern Anthis von Monffurt ritters hoven vor ewig und hoffet her Anthis von Monlfurt egenant, ez solle sich finden, daz sie abelosunge sint als uns gesaget ist f . 4o 26. Item so hant die herren zu sant Steffan uff dem hofe uns den rat und daz gerichte zu Studernheim wider worffen, da mitte sie gein ») = A 17. Am Schlüsse diese« Artikels fügt A noch hinzu: den selben brif bat Peter Cronbcrger. b ) = A 18. °) = A 19. ß hat Mos: Itom des glichen ist Heintzigen Feltbach auch gescheen. d ) = A 20. B hat: Wingand. B ) = A 21. 45 f) = A 22; hier wieder dnrchyestrichen. Beilage ö. 275 jegelichen ratman 11} über heller verbrochen hant; daz heischen wir von yn gekart a . 27. Item haben wir noch vile artickele und ansprachen mee an sie b etc. Diz furdern wir zu dirre zyt zur gutlichekeit und bidden sie, daz sie uns karunge darumb tun und abetun, doch mit beheltnisze, obe wir hernach 5 niee artickele und anspräche betten oder funden, daz wir danne die auch an sie vordem mochten. St.-A. W. Band nr. 1923. Zwei lange Fapierstrcifcn mit (lern Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Stern. Zwei Redactioncn (Ä und B) von verschiedener Hand aus dem ■Anfang des 15. Jahrhunderts. A enthält einige Artikel weniger als B. io Ferner sind zwei Bruchstücke einer anderen Bedaction dieser Artikel im gleichen Band vorhanden (C und D), welche 22 Barographen entlmtt, von denen § 5 = § 4 der Bedaction B ist, § 10 = § 5 B, § 11 = § 6 B, § 12 = § 7 B, § 19 = § 15 B, § 22 = § IS B. Der Schluss stimmt im wesentlichen mit A und B überein. Bedaction C und F> sind von gleicher Hand geschrieben, beide stark beschädigt, doch D mehr als C. v> G enthält die § 7 (teilweise) bis § 22 und den Sdduss; B § 5—14 ganz, § 15—19 zur Hälfte. Wir geben hier die in A und B nicht enthaltenen Artikel. § 1—4 fehlen; § 5 = § 4 B. § G. Itom sprechen wir in zu, daz sie helfen machen woge, brücken und 20 Stege, als man auch in andern steten und geriechten dut. Itom sprechen wir in zu umb diese dry nesten artickel, die hienach geschriben Stent, dar an sie uns unrechtes geschuldiget hant. 7. Item als er verhenget gemacht und auetorizieret hat, daz man mit sinem willen und in siner gegenwertekeit geboden hat an der stegen mit der hoveglocken 85 ultenlichon, daz wo pfaffen und leyen in der stad miteinander zweien mit Worten oder mit wereken, komen darzu bürgere von dem rade, einro oder mee, und beduncke den oder die von dem rade, daz die seholt der pfaffen sy, so sollent der oder die selben von dem rade den pfaffen der stete fride gebieten, und haltent die pfaffen den nit, so sollent und mogont die von dem rade sint zustunt die pfaffen fahen 30 und sie unsorm herren antworten, und wollent sich die pfaffen dan gein ime verantworten, so sal unser herre den leien, die die pfaffen gefangen hant, gleuben und den pfaffen nit, und sal die pfaffen dan corrigioren. Bieten wir unsern herren, daz er daz gebot schaffe mit der glocken abegekündet werde in der masze, als er verhenget hat, daz cz gekündet ist würden und kere der pfaffehoid den übergriff 35 und die injurion als verro daz durch recht sin sal, wan das gebot wider recht und auch wider pfoffeliche ere und friheit ist in allen weg. 8. Item daz er verhenget gemacht und auetorizieret hat daz man uffenliche mit der hoveglocken an der stegen gekündet und verboden hat, daz kein leie gein dein andern sich verbinden sal by dem banne vor geistlichem gorichte, daz ist 40 wider gotlicho recht und wider pfoffeliche friheit. Bieten wir in auch, daz er daz kere und schaffe, daz oz abegekündet werde mit der glocken. « 9. Item daz er geistliche sachon und testamonta mit leyen, die des nit zu tunde enhant, nit deeidiere und über die nit orteil spreche mit den leyen, wan ez wider recht und pfoffeliche friheit und gewonheit ist. 45 10 = §5 B. 11 = §6 B. 12 = §7B. 13. Item clagen wir und heischen auch gerächt von unsers herren undertanen ut.den stiften, daz sie unsern bürgern goriechto versagent und verslahent beide 50 Insten und Juden. 14. Item so heischen wir, daz unsers herren des bischoves prelaten und undertenen unser gebot halten und nit dragen lange ungewonliche meszere oder swerto, oz sy dag oder nacht oder ire pene da von geben als andere unsere bürgere a ) = A 22. Dieser Artikel, Ut hei B nachgetragen. '•) = A 24. 55 18* 276 Beilage G. und darzu, ob sie ire swerte oder meszere reüfton, auch iro peno davon geben als man uf der stogen daz alliz uffenliche allermongeliche verkündet hat. 15. Item heischen wir gerächt von der pfaff'heid by uns und forbaszor mee abetun, daz sie recht von unsern burgern nemon, an der stat, do sie genial sint, 5 und sie nit slahen oder scheltene, daz sie bosewichtere und diebe sin. 16. Item so heischen wir gckart die grosse smacheit, die die pafheid by uns in unsere stat getan hant, daz sie einen gewyhtcn kirchoft' gebrochen und ge- storet hant, der dodcn gebeyne usz getragen und in den Rin gefürt hant und uf den kirchoft' kelre und hüserc gemacht hant, wand soliche smacheid und über- 10 griff in unsere stad nyeme gescheen ist, und heischen daz gekart unserm heiligen vater dem habiste und auch unsere stad. 17. Auch sprechen wir dem herrcn zum dumo sunderlicho zu, daz sie daz werntliche gerichte hie in unsere stad mit beradem müde freveliche widerworft'en hant von eins urteils wegen, daz der scheffin vor uns in unserm rade geholt hatte, 19 daz do ein gut orteil was und noch ist, und auch von alter her ist gewiset von dem rade zu Worms, und heischen, daz sie uns und dem gerichte daz keren als recht ist und auch daz widerruften in aller der forme als ob cz nye gescheen were. 18. Auch heischen und fordern wir von den herren zum düme, daz sie uns und dem werntlichen gerichte hie zu Worms keren den groszon frevel und smacheit 20 umb daz sie dem doten gröbere zu sante Johanne hie zu Worms sin hus oben abobrachen ane gerichte und mit gewalt wider daz orteil und anleidc als der scheft'en und daz selbe gerichte gewiset hatten, und hant daz getan wider unsere stede friheit rocht und gude gewonhoid. 19 = § 15 B. •2:, 20. Item sprechen wir den herren zum dume zu, daz ein pfatt'e uf dem stifte einen rechten frevel und eine heimsuche begangen hat an oyino unserm bürger, darumb ein leye den hals verlorn hette, und heischen daz gekart als unser stodo recht ist, wand wir moynen, wo ein pfaffe den friden hie zu Worms uberfaro an solichen stücken, do myde oin leye den hals verloren hette, daz wir darüber riechten so sollen als von alter her gowonheit ist gewest. 21. Item fordern wir von den geistlichen riechtern hie zu Worms und heischen karünge, daz sie vidimus gegeben hant über roscripta und comrnissarien (V), do myde wir und unsere bürgere in groszon kosten und schaden kommen sint, wand wir gefrihet sin von dem heiligen stule zu Rome, daz nyman uns oder unsere 35 bürgere uszer unser stad laden sal. 22 = § 13 B. 31. [1410.] — Anspradie des K. Ruprechts in der Streitsache zwischen Bischof und Stadt Worms. |1.] Zum ersten das sy in drewzehen jaren die nechste vergangen 40 sind von des reichs almende in der slat und in dem burgfriden zu zwein malen schetzung habent uffgehaben uff zweytawsent guidein und fordern das sy des ir rechenung unth (!) uns lassen sehen und lesen gentzlich bey dem eyde und das sy den übergriff und die schetzung keren unserm herren dem kiinig und dem heiligen reiche etc. 4f> [2.J Item das sy über die vorgenante schetzung in den egenanten jaren und dafür in der stat und in dem burgfriden auch almende an wasser an velde an weyde an fyschen darzu von des reichs wegen allermenigclich reich und arme recht hatten und haben solten, des sy wider des reichs freyheit in selber zugeeygent verkauft, verpawet und verlihen hant, dovon so sy uffgehaben hant dreiszig tawsent guldcin und me; das heischen wir auch gekeret als vorgeschriben stet etc. [3.] Item das sy von dreyzzig jaren her und lenger durch die stat zu faren und in der stat und uszwendig der slat uff des reichs und des landes Beilage G. 277 freyen Strassen, die sy haben gehabt vorgrabt, hant uffgesatzet geen kauff- leuten und geen inenglichen anders unrechte und ungcwonlich grosz czolle, dovon sy ulTgehabcn hant zweynzig tawsent guidein und mc ctt:. [4.] Item das sy von dreyssig jaren her über das alte ungelt haben gesatzt newe ungelt und newc schctzung uff wein uff frucht zu kauffen zu- 5 verkauften zu malen zu packen uszcr der stat zu füren und haben auch uff- gesatzt uff die lcüte in der stat antletze gelt, nascn gelt, awgcn gelt, raunt gelt, hcrt gelt und ye von hundert guldcin einen guidein und von dem der Dichtz hat einen halben guidein, uff saltze uff eyche und uff alle leiplich narung, dovon sy uffgchabcn hant hundert tawsent guldcin und mer etc. 10 [5.] Item von den Jaden, das die solten ermort haben ein kindlein, dovon solten sy gerecht getan haben, als sy von alter her allcwegen des einen eydt gcsworn hant über mort, und was den fridcn antriffet, doran sind sy meincydig worden und hant von Juden nicht gerächt und haben von in genomen gut und gäbe groszlich. Wollent sy das verantworten die Juden 15 sein unschuldig doran gewest, so hant sy in zu unrecht ir gut abgenomen. [6.] Item das sy widder des reichs l'reyhcit von irem eigem gewalt zu Zeiten hant gesatzt eygen wcchscler und eygen wagen guldcin und gelt zu wegen zu kyesen und zu wechseln, dovon sie genomen hant uff viertawsent guidein mer oder mynner etc. w [7.] Item das sy geen niemant gehalten hant und auch an niemant des reichs freyhcit und hant die mit gewalt gebrochen und haben auch des reichs freyheit unter in selber missebriicht, darumb sy von rechtes wegen solcher l'reyhcit des reichs sollcnt sein berawbct. St.-A. W. Hand nr. 1923. top. chart. Schrift aus dem Anfang des 15. Jahr- >• hunderte. Hinten steht von gleicher Hand: anspräche unsers herren des küniges; darunter von späterer Hand: under bisehoff Johann von Fleckcnstoin; darunter von anderer Hand: König lluprechts ansprach und der stat antwort. 32. [1410.] — Antwort der Stadt. [1.] Off den ersten artickel antworten wir von der almenden wegen, 30 dass die unser stad ist und sie ie und ie herbracht haben vor unser stedc a hnend als lange daz nyman vordencken mag etc. [2.] Item off den andern artickel als von almenden wegen an waszer an velde an weyde an fischen antworten wir, daz die auch unser eigen sint, darzu sin wir gefryhet von unserm herren dem konige, daz alle waszer, die s» lr > unser stad und burgfryden flieszent, unser eigen sint und mögen do mit dun und laszen in unser stede nutze und noitdorft etc. [3.] Item antworten wir off den dritten artickel, daz wir kein fry strasze nit vergrabt han und auch keynerley zolle nit gemacht oder offgesetzt han ln unsere stad, dan do wir recht zu han nach unser stedc nutze und noitdorff. M [4.] Item off den vierden artickel antworten wir als vor, daz wir keincrley nu ungelt oder schetzunge in unser stad nit gemacht han, dan do Wlr recht zu gehabt han nach nutze und noitdorft unserer stede. [5.] Item von den Juden antworten wir, daz die zu der zyt geschuldiget Worden, daz sie ein kyndelin ermort solten haben; dar ubir sasz der rad und a 278 Beilage G. herteil gezugnisz und worden des nit erzuget und hat der rad do inne nit anders gedan, dan als er von rechtes wegen dun soltc. Und was guts die Juden der stad geben hant, do hat sie recht zu gehabt, wan die Juden mit libe gude der stad eigen sint. s [6.] Item off den fünften (!) artikel, daz wir eigen wechsclcr und wagen gesetzt haben, do wiszen wir keinen eigen wechsclcr oder wage, den wir gesatzt haben. [7.] Item off den lösten artickel antworten wir, daz wir geyn nymant des richs fryhcid gebrochen haben und auch node dun wolten, dan wir 10 alezyt in des richs und unsers herren des konigs gnade und fryhcid begern zu verüben, als ein fry stad billichen bliben sol. St.-A. W. Band nr. 1923. Conccpt chart. Hinten stellt von späterer Schrift: paffen ansprach Bürger antwort. 15 33. 1411. Aug. 11. — Johann Bisclwf von Worms und die Kapitel daselbst versprechen der Stadt Worms auf alle innerlwdb der leisten 7 Jahren erworbenen Privilegien, die der Stadt schädlich seien, verzichten zu wollen. Wir Johann von gott und des heiligen stuls zu Romc genaden bischoff zu Wormsz und wir dechandte und gemeine capittcllc dosclbst erkennen und 20 thun kondt offenbare mit dissem brieff allen den die in sehendt oder horent lesen, daz wir den burgermeistern rade und burgern gemeynlichen der ege- nanten Stadt zu Wormsz versprochen geredt und globt hant, versprechen ge- reden und globen mit guten truwen und rechter warheidt in crafft disz brieffs, ob wir semptlich oder sonderlichen dheyncrlci gnade fryhcidt oder recht, brieff 25 oder hantfesten erworben hetten in den nehsten vergangen sieben jaren vor datum disses brieffs, ez were von bebisten keysern oder konigen oder von dem stulc zu Romc oder von dem Romischen riebe, die widder die obgenanten burgermeister rad und bürgere gcmeynliche der Stadt Wormsz weren oder sie antreffen, daz die alle crafftloisz vernichtet und abc sin sollcnt und daz 30 auch wir oder unser nachkomend bischoffe und capittelle der stifftc zu Wormsz hinfur inzukommenden zyten nummer gebruchen noch genieszen noch die uns samentlich oder sonderlich zu nueze furwenden oder furezichen sollen in dheine wise, alle geverde und argenlist genczlich uszgescbciden. Und des zu orkonde und vestem geezugniszc so haben wir gebedden den erwirdigen 35 in got vater und herren hern Johann erezbischoff zu Meincz und des heiligen Romischen richs erczcanczller durch Dutscheland und den durchluchtigen hochgebornen fursten und heren hern Ludwig palczgraffen by Rine und herezogen in Beyern des heiligen Romischen »richs ereztruchsesz unsere gnedigen lieben herren, daz sie ire ingcsigel an dissen brieff habent thun 40 hencken; des wir erezbischoff Johann und wir herezog Ludewig obgeschriben erkennen dissen brieff versiegelt thun haben durch beddo willen des erwirdigen Johan bischoffs zu Wormsz und der ersamen dechan und der gemeynen capittelle do selbs. Und wir Johann bischoff zu Wormsz und daz capittell des merern stiffts doselbs geben vor uns und alle andere capittell der stiffte « zu Wormsze dissen brieff versiegelt mit unsern anhangenden ingesiegcln den Beilage G. 279 burgermeistern rade unde den burgern gemeynliehen der obgenanten stadt zu Wormsz. Datum anno domini millesinio CGCG undecimo, tereia feria proxima post diem sancti Laurencii martiris. St.-A. W. nr. 353. or. mb. c. 4 sig. pend. Die Siegel des Erzbisclwfs von Mainz und des Kapitels des Wormser Domsti'ftes fehlen, die andern sind stark Usclwdigt. 5 Die Schrift der Urkunde ist stark abgerieben. Copie im üliart. Worin, s. XV fol. 47 in St.-A. Darmstadt. Der von Bürgermeister, Rath und Bürgern von Worms ausgestellte Beversbricf steht im Chart. Woirm. (D) fol. 48. Abgcdr. bei Sclmnnat II, 225. — Reg. Scriba 3694. 34. 1411. Aug. 31. — Bisclwf Joliannes verspricht der Stadt Worms alle ihre 10 Freiheiten und Haridvesten bestätigen zu wollen. In gottis namen amen. Wir Johan von gottis gnaden und des stuls von Romc bisschoff zu Wormsz verieben und thfin kunt allen den die disen brieff ansehent oder horent lesen nu oder hernach, daz wir alle die rechte und alle die friheid und alle hantfesten, die unsere lieben bürgere und die is stat zu Wormsz hant oder her han brachte von bebisten, von keyscren, von konigen und von andern bischofen zu Wormsz besundern oder besampt oder von unserm stifte da sclbs darzu alle die guten gewonheid, die sie hant oder her hant brachte und auch solich gericht, als der rate und die seszehen von Wormsz getan hant bisz off disen hutigen dag, die seszehen nu auch zu 20 dem rate und zu dem gericht gehorent vorbaszmc, daz wir yne die bestetigen und festen und wollen daz die gantz verlyben und unzurbrochen und verenden uns dartzu, daz wir sie yne ewielich stete und feste wollen und sullcn halten on argliste, und wollen yne sie beszern und nit ergern. Und versprechen an diesem briefe, daz wir nummer darwieder sullen oder wollen 25 gcthiin in keyn wise mit keynerley rechten geistlichs oder werntlichs gerichts on alle geverdc. Daz disz stete feste und unzurbrochen verlybc, so geben wir yne disen brieff zu einer festenunge mit unserm ingcsigel besigelt. Daz geschach und dirrc brieff wart geben do man zalte und schreib von gottis geburte düsent vierhundert jare und darnach in dem eylfften jare off den so nehisten mandag nach sant Johans des deuffers dag, als er enthaubt ward. St.-A. W. nr. 354. or. mb. c. sig. pend. del. 35. 1414. Juli 20. Speyer. — K. Sigismund bestätigt alle, Freiheiten der Stadt. In nomine sanete et individue trinitatis feliciter amen. Sigismundus dei gratia Romanorum rex semper augustus, ac Hungarie, Dalmatic, Croatic etc. 35 rex. Ad perpetuam rei memoriam. Impcratorie maiestatis gloria eiusque virtutis magnificentia, que tanto amplioribus laudibus decoratur tantoque latioribus bonorum titulis adornatur, quanto gratiosius benigniora munera fuderit in subiectos. Et licet de innata virtutis dementia generaliter erga quoslibet sacri Romani imperii fideles et benemeritos überaus existat, ad illos 40 tarnen munificentie sue dexteram liberalius dignatur extendere, quos pro eiusdem imperii honoribus commodis et profectibus fama celebris fervenliori- °us studiis testatur insudasse. Cum itaque magistrieivium scultetus consules ac universitas civitatis Wormatiensis nostri et imperii sacri fideles dilecti regie nostre maiestati humiliter duxerunt supplicandum, ut ipsis omnia sua privilegia « 280 Beilage G. littcras iura libertatcs gratias conccssioncs ordinationes laudabiles consuetudines ac indulta, que et quas a nobis et clarc memoric divis Romanorum impera- toribus sive regibus prcdcccssoribus nostris ac sacro Romano imperio obti- nuisse noseuntur, approbarc ratificarc et confirmarc ac innovarc de regie t nostre celsitudinis gratia dignaremur, nos igitur considerantes grala probitatis merita, indefessc fidei constantiam ac varia fideliaquc servitia, quibus ipsi cives ac civitas ipsorum nos et sacrum Romanum imperium flagrantibus animis ac sollcrtibus studiis frequentius honorarunt, presertim cum supplicatio predieta de fönte emanet rationis et iustc petentibus non sit denegandus assensus, 10 animo deliberato et ex mere liberalitatis arbitrio, ipsis universa et singula privilegia et littcras, que et quas super quibuseunque suis et dietc suc civitatis iuribus, libertatibus, honoribus, possessionibus, proprietatibus, exemptioni- bus et consuetudinibus quibuseunque etiam specialibus vocabulis designentur a nobis et divis Romanorum imperatoribus et regibus prcdcccssoribus nostris 15 ac sacro Romano imperio oblinucrunt hactenus in omnibus suis tenoribus articulis sententiis punetis et clausulis de verbo ad verbum, prout scripta scu Scripte sunt, ac si tenores omnium forent inserti presentibus, etiam si de biis iure vel consuetudinc deberet fieri mentio specialis auctoritalc Romana regia, approbamus ratificamus confirmamus et de singulari benignitatis nostre 20 gratia tenorc presentium innovamus. Nulli ergo omnino hominum liceat hanc nostre approbationis ratificationis confirmationis et innovationis paginam in- fringerc vel ei quovis ausu temerario contraire. Siquis autem hoc attemptare presumpserit, gravem indignationis nostre offensam, et penam quinquaginta marcarum auri puri se noverit ineursurum, quas ab eo irremissibilitcr exigi 25 volumus et carum medietatem fisco imperialis nostre camere, residuam vero partem iniuriam passorum usibus applicari. Presentium sub nostre maiestatis sigilli testimonio liltcrarum. Datum in eivitate Spirensi anno domini mille- simo quadringentesimo quartodeeimo, XX die iulii, regnorum nostrorum anno Hungarie est vigesimooetavo, Romanorum vero quarto. 30 Unten auf dem Umschlag: Ad mandatum domini regia Johannes Kirchen. Hinten ein R. St.-A. W. nr. 362. or. tnb. c. sig. pend. del. Vgl. Arnold II, 443. 36. 1414. Juli 27. Speyer. — K. Sigismund bestätigt der Stadt Worms ihre Freiheiten. 35 Wir Sigmund von gotes gnaden Römischer kunig zu allen cziten merer des richs und zu Ungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig bekennen und tun kunt offenbar mit disem brief allen den, die in sehen oder hören lesen, wann für uns kommen ist der burgermeistcr, rete und bürgere gemeinlich der stat zu Wormsz unser und des richs lieben getrucn, erbere und mechtige 40 botschaft, und uns diemutiglich gebetten haben, daz wir denselben burger- meistern, reten und bürgern der stat zu Wormsz alle und iglichc irc gnade, friheitc, rehte, gute gewonheite, brieve, privilegia und hantvesten, die sie von Romischen keysern und kunigen unsern vorfaren an dem riche erworben und herbracht haben, zu bestetigen gnedielich gcruchen. Des haben wir an-. a gesehen soliche irc diemutige bede und ouch irc stete, willige und getrue Beilage G. 281 dienste, die ire vordem, unsern vorfarcn an dem riche allczit unverdrossenlieh und getrulichen getan haben, und sy uns und dem riche tcglichen tun und furbasz tun mögen in künftigen ezyten, und haben darumb mit wolbedachtcm mute, gutem rate unserer furstcn grcven, edeln und getrucn und rehtcr wissen der vorgenanten burgcrmeistcrn, rctcn und burgern der stat zu Wormsz 5 iren nachkommen und derselben stat zu Worms alle und igliche vorgenannte lr e gnade, friheitc, rehte, gute gewonhcitc, brievc, privilcgia und hantvestcn, Wie die von wortc zu worte lutcnd und begriffen sind, die sy von den cge- nannten unsern vorfarcn Romischen keysern und kunigen, mit namen keyser Friderich dem andern, kunig Wilhelm, kunig Rudolff, kunig Adollff, kunig 10 Albrecht, keyser Heinrich, keyser Karl dem vierden, kunig Ruprecht und von allen und iglichen andern keysern und kunigen unsern vorfarcn an dem riche, Wie die genant sind, keynen uszgenomcn, erworben und herbracht haben, gnedielich besteligt, vernewet und bevestnet, bestetigen, vernewen und be- vestnen in die ouch in kraft disz briefs und Romischer kuniglichcr mäht 15 volkomenheit, und meinen und wollen sy daby gnedielichen hanthaben, schirmen und beliben laszen, und gebieten ouch dorumb allen und iglichen lursten, geistlichen und werntlichen, grcven, fryen, rittern, knehten, lantrichtern, nchtern, vogten, amptluten, burgcrmeistcrn, rctcn und gemeinden aller und 'gheher stete, markte und dorffe und suszt allen andern unsern und des '.w n chs undertanen und getrucn ernstlich und vestiglich mit disem brief, daz sy die vorgenannten von Wormsz an den vorgenannten iren gnaden, friheiten, rechten, brieven, Privilegien, hantvesten und gutengewonheiten nicht hindern oder irren in dheinwisz, sunder sy daby gerulichen beliben lassen by unsern u nd des richs huldcn und by vcrliesung funfezig mark lotigs goldes, die ein 25 •gheher, der dawider frevenlich tut, verfallen sol sin, als oft das beschult, nalb m unser und des richs camer und halb den obgenanten von Wormsz, unlcszlichen und on mynncrnuszc zu bcczalen. Mit urkund disz briefs ver- S1 gclt mit unser kuniglichen maiestat insigcl. Geben zu Speyr nach crists geburt vicrezenhundert jar und dornach in dem vierzehendem jare, des 30 nechsten fritags nach sant Jacobstag, unserer riche des Ungrischen etc. in ueni achtundczwcinczigislen, und des Romischen in dem vierden jaren. Auf dem Umschlag reeftts unten: Ad mandatum domini regia Johannes Kirchen. Hinten ein It. 35 St.-A. W. nr. 363 or. mb. Das Majestätssiegel hängt an roMlanscidtncr Schnur. , . 37- 1415. März 13. Konstanz. — K. Sigmund befielüt, dass alle weltlichen üin- mcr von holtzc flotzen ist, dovon vier stuck holtz zu zolle zu geben. Da wissent, das wir dise hienaehgeschrieben rihtcre zu Gernspach mit namen mir Götze Reinhart funff und driszig jar gedencket, die ich den Rinc hien abe geflotzet habe und do nyc kein zolle gegeben habe viertzehen tage vor phingsten und viertzehen tage darnoch. So gedencket mir Ruffenhansen ein rihter zu 10 Gernspach driszig jar hien abe geflotzet habe und auch nyc kein zolle do gegeben haben viertzehen tage vor phingsten und viertzehen tage darnoch. So gedencket mir Bedcr Heintzen zwentzig jare auch dasclbist nyc kein zolle do gegeben haben in vorgeschriben masze. Und sagen das uff unsere eyde, die wir in den rate gesworn haben. So sagen wir diese hienoch geschriben u bürgere zu Gernspach uff unsere eide, die wir liplichen zu den heiigen unsern herren gesworn haben, mit namen ich Sybot Druszel, das ich viertzig jare hien abe geflotzet habe und auch nye kein zolle do gegeben habe viertzehen tage vor phingsten und viertzehentagc darnoch. So gedencket mir Götze Durman funfftzig jare do nie kein zolle haben gegeben; item so gedencket mir Grcdcn 20 Hans sehsundzwentzig jare do nye kein zolle gegeben haben in obgeschribenen maszen; item so gedencket mir dem Sparren echt und zwentzig jare auch daseibist nie kein zolle gegeben habe; so gedencket mir Hensel Hornigen echt und zwentzig jare do nye kein zolle gegeben habe; so gedencket mir Heintz Druszel zwentzig jar do nye kein zolle gegeben han; item so gedencket mir s» dem Langen Siegelmann funfftzig jar den Rine hienabc geflotzet haben und do nyc kein zolle geben habe; so gedencket mir Abirlin Einhart viertzig jar daseibist nie kein zolle geben habe; so gedencket mir Bertzschc Knüttel sehs- unddriszig jar, die ich den Rin hienabe geflotzet habe und auch nyc kein zolle habe gegeben viertzehen tage vor phingsten und viertzehen tage dar- 30 noch. Da wiszen uch noch zurichten. Datum feria tercia post Ysodori martiris sub anno domini millesimo quadringentesimo deeimo nono. Burgermeisterc und radt zu Gernspach. Adresse auf der Rückseite: Den erbern wisen bescheiden burgermeister und radt der stat zu Wormsz unsern lieben herren und f'runden. 35 St.-A. W. nr. 384. Die Copie dieser Missive uff papire gesclmebcn ist in einem vom Offieial des probsts zu sunt Pauel zu Worms d. d. 1424 (feria quinta post domi- nicam invoeavit presentibus discretis viris Johanne Myel institore, Petro Rode moderatore et Johanne Fabri do Franckfurdia. ..) gegebenem Vidimus. or. mb. c. sig. pend. laeso. 40 40. 1419. April 1. — Sühnspruch zwischen Heinrich Kämmerer, Ritter, und der Stadt Worms. Ich Heinrich Kcmcrcr ritter bekennen offenlichcn mit dieszem brieffc und dun kunt allen luten, die dieszen brieff sehent odir horent lesen, daz die vesten edeln knechte Johann von Bachensteyn den man nennet Becheln, 45 myn sweher, Hanman Gricke von Dyrmstcin und dye erbern löte Wilhelm Bonne, Dyetzc zum Vogel und Petir Möge des rats frunde zu Wormms zusehen Beilage G. 285 den lmrgermeistern und dem rade der stat zu Wormms und den yren off e yne und mir Heinrich Kemerer ritter obgenant off die ander syte fruntlich geret und geteydinget hant, also daz alle ansprachen missehelle spenne und zweyunge, wye sich die zusehen uns beyden parthien mit Worten und mit Wercken bis off dieszen hutigen tag, als datum dis brieffs besaget, ergangen & und virlaöffen hant, genczlich gutlich und alczumale hyenegelacht und ge- sunet sint und sollenl gesdnet sin; und waz brieffe zusehen uns beyden parthien virschriben virsigelt und vormals übergeben sint, es sint virbuntnis odir geleides brieffe und alle andere brieffe, dye sollent alle und ir iglicher besunder mechtig und in yren crefften virliben in allen yren puneten und 10 artyeckeln, wie sye begriffen sint und uszwisent in allen vorgeschriben Sachen, argehste und geverde uszgenommen. Des zu Urkunde so han ich myn eygen ingesigel an dieszen brieff gehangen und zu merer sicherheyt so han ich gebeden Johan von Bachenstein myn sweher obgenant, daz er sin ingesigel zu geezugnis aller vorgeschriben dinge auch an dieszen brieff gehangen hat. 15 u ez ich Johan von Bachensteyn obgenant bekennen. Datum anno domini 'lullesimo quadringentesimo deeimo nono, sabbato proximo ante dominicam qua cantatur in ecclesia dei judica. TT h ^ re ^ v * OT Herrnsheim. or. mb. c. ü sig. pend. laesis. Auf (kr Rückseite der Urkunde lud der Wormser Stadtschreiher Lauts das unaufgelöstc Datum geschrieben. 20 41. 1420. — Ordnung der Bartsclierermcistcr zu Worms. Gzum ersten, das kein scherrer, der zu Worms wonet, uff alle unsere lieben fauwen tag, die man in der Gristenheit gebudet zu fasten und zu vieren, und uff den ostertag, uff den pfingestag, uff den Gristag, uff den jars tag, u 'l unsers hern offartstag, uff unsers herren lychamstag, uff aller heiligen tag, » sant Johans tag baptisten, als er geborn wart und uff aller und yclichs er heilligen czwolffbottentage und uff keinen suntag nit scheren sollent, es er e dan, daz yemant wunt wurde, den mag man woll scheren, als verre 1 sin notdurfftig ist, oder ob man eynichen personen geystlich mechte oder achen wolte, den mochte man uff die czyt auch woll scheren. Und wer 30 er °bgesehriben tage einen ader mee uberfure mit scheren, der sali czu pene geben eyn pfunt heller und daz gelt sali in gemeinen nutze der czunffte geallen. Es sali auch kein scherrer dem andern sine kuntschafft abe bitten by W vorzugenanten penen. Weresz auch, das eyne persone, er were pfaffe der leye, eynen scherrer dingete, zu scheren umb jarlon, der selbe pfaffe 11 ader leye ader wer der person ist mag woll zu eyme andern scherrer laszen u den äderen, zu welchem yme fueget ane wiederrede des gedingeten errers, want dye loszerie sali fry sin. Es sali auch kein meyster dem udern sine knecht abdingenn, der knecht tu dan syme meyster kuntd, daz yme nit me dienen wolle, by einer penen czehen Schillinge heller. Es sal 40 lc 'i kein scherrer ader sin knecht zu den hocheziten und heiligen tagen als r genant sint nit uszer dem burgbanne gen scheren, uszgenomen den stifft n Juliusen; es were dan libes noyt, by einer penen czehen Schillinge heller. 5 s all auch kein scherrer uff gebantte heiligen tag kein becken usz hencken, 286 Beilage ö. by einer penen von ydem becken sehs alte heller. Welcher meyster einen lereknaben dinget, der knabe sali geben czwey phunt wahses und eyn virtell wynes und sali geben syme meyster zu lone czwolff phunt heller von drin jaren und nit mee. Mochte aber ein knabe fruntschafft ader mageschafft 6 genieszen, daz er under czwolft" phunden dingete, da sollent die andern meystere nit straffen ader wiedertriben, dan eyn iclicher mag dingen uff das allermynste so er kan und mag. Und das gedingte von den bertten zu- scheren sali des glichen gehalten werden. Und der meyster sali dem knaben die dru jare eszen und drincken geben. Auch sali man von eyme bartte 10 und von eyme »• * zu scheren ader von ir iglichem besunder nemen als von alter herkomen ist und des glichen sali man auch halten mit dem laszen, es sy an fuszen, an armen und an henden, das duncket uns den scherrern und *«* * * * nutzlicher sin, dan das man uff iclichs ein beschriben gesetze mechte. Auch sali kein meinster scharsasze schliffen, da ein ander mit 15 scheren will. Auch soll keiner einchen becher mit blude uff siner banck über • •• *•• ... ader mit blude vor die thure setzen. So sali auch kein scherrer ader sin gesinde blutd ader hare in die gaszen schuden. Die meystere und ire knechte sollent keinen hund scherren. Sye sollent aujch] • * * * • * »** handwercke lernen. Sye sollent auch keinen uszsetzigen 20 scherren ader czu den ädern laszen umb sust ader umb gelt by einer pen drittehalb phunt heller. Auch sali keiner keyme ruffen zu scheren ader • •• »«« »»* huse hien getd, by einer penen czwen Schillinge heller, als dicke das geschee. Und was gellz einer in gemeinen batstoben mit scheren verdienet, das sali er by sinen truwen in die gemein busze der • • • * * * *** 25 sali kein meinster dem andern über sin gebende gen, man habe dan dem ersten gnug getan. Weresz auch, das ein scherrermeyster eynen arman ader wer der were umb sin gebende ••• *** **« schetzen wolte, was dan czwene man die uszer dem rade darezugegeben werdent und czwene scherrermeyster erkennent, das er vor sin gebende nemmen salle, damit sali 30 sich der mey[ster] •*• ••* .«* darüber lieber dringen. Welcher auch ein sorglich gebende hat ader gewinnet, dar an er czwyfelt, der sali einen ader czwene zu yme nemen, das das gebende versorget werde und * *» »• • * * * glichem teyle gen und das sali keiner dem andern versagen by einer pene vierdehalb phunt heller. Es sali auch keiner underwegen laszen dan »* * 35 *,» schade davon — — — Auch sali keiner über czwolff scherbecken usz- hencken. — — — Dann folgen Bruchstücke einer Prüfungsordnung. — — — [Er sali] auch wyszen wye man einen styche meyszeln solle. — — Er sali auch wyszen, wie man einen brantd leschen solle. — — — St,-A. W. nr. 377. or. mb. Die Urkunde ist grösstentlieils zerstört, namentlich parthien semmentliche ader sunderliche by fryheiden rechte gewonheit und gnade virlyben laszent. So nemen wir burgermeistere retde und bürgere gemeinlichen der stetde Mentze Wormsz und Spyre usz unsern heiligen vater "en babist und vor allen dingen unsern gnedigen herren den Romischen kunig u nc | (j az heilige Romische ryche und dar nach unsere guten frunde von 45 ^traszburg. Darzu so nemen wir dy von Mentze sunderlichen usz die edeln "Wormsor Chroniken. lt) 290 Beilage G. Herren grave Philips graven zu Nassauwe, Juncker Godefrid und Juncker Ebirhard herren zu Eppinstein, mit den wir dy von Mentze vor eine eynunge und fruntschafft stene. So nemen wir die von Wormsz auch sunderlichen usz den erwirdigen hern Johann bischoff zu Wormsze und sine nachkommende 6 und den edeln herren grave Philips graven zu Nassauwe und zu Sarbrucken. So nemen wir die von Spyre usze die durchluchtigen hochgebornen fursten unsere gnedigen herren hertzug Ludewig und hertzug Rupprecht sinen son phaltzegraven by Ryne nach uszwisunge der eynunge, die wir mit yne han und weren sali von nu sant Georigen dag nehst kompt ubir eyn jare; darzu in so nemen wir usz den hochgebornen fursten hertzug Stepphan phaltzegraven by Ryne die nechsten funfften jare, die er widder uns nit thun sali, und den erwirdigen hern Raban bischoff zu Spyre und sin nachkommende, als verre dy obgenanten herren graven und stede uns bede parthien semetliche ader sundirliche by fryheyden rechten gnaden und altem herkomen virlyben laszen. 15 Und want nu wir dy von Mentze von dem edeln herren grave Rupprecht graven zu Vyrenburg belehent sin, davon so nemen yne inne diesem vir- buntenisz usze und einen iglichen sinen nachkommende, von dem unsere leben Viltzepache mit siner zugehorunge rurende ist, als verre sie uns by dem selben unserm leben fryheyden rechten und gewonheyden virlyben laszen. ao Auch sali dises verbunthenisse und alle vorgeschryben dinge uns dryne stetden unschedeliche sin an dem alten geswornen und virbriefften bunthenisse, so wir vor langen zyten und jaren aneynnander angangen sin und gehalten haben. Und wir ertzebischoff Conrad obgenant redden und globen by unsern fürstlichen truwen und eren, so redden und globun wir die obgenanten burger- as meistere und retde der stede Mentze Wormsze und Spyre vor unsere bürgere und nachkommende mit guten truwen an eyns rechten eydes statt alle und igliche vurgeschryben arlickele veste und stede zu halten sonder alle geverde und argeliste. Des zu Urkunde so han wir ertzebischoff Conrad unser in- gesigel und wir dy obgenanten burgermeistere und retde unsere dryer stetde 30 Mentze Wormsz und Spyre ingesigele an diesen brieff dun hencken zu besagen alle vorgeschryben dinge. Datum seeunda feria post Elizabeth vidue anno domini millesimo quadringentesimo vicesimo. St.-A. Speyer nr. 753 or. mb. c. 4 Kit), pentl. Das Siegel des Krzbischofs ist wohl erhalten, das Wormser ganz zertrümmert, die beiden andern beschädigt. 35 St.-A.W. nr. 378. Copie im Eidbuch (B) fol. 44—46 aber mit dem Datum 1421. Druck: Schaab, Geschichte des Rhein. Städtebundes II, 388 ff. nach B. — Beq. Scriba 3814. 43. 1424. Felyr. 2/. Worms. — Vergleichshandlung zwischen Friedrich vom Stein und der Stadt Worms. 40 In gotes namen amen. Durch disz gegenwurtig offen instrument sy kunl getan allen menschen, die ez ummer anesehent lesent adir horent lesen, das in dem jare als man zalte noch Cristi geburte dusent vierhundert und vierundzwentzig jare in der andern zale der Romere, des babstumes des aller heiligsten in got valters und herren hern Martins von gütlicher fursichti- 45 keit babstes des funfften in sinem siebenden jare, an dem einundzwentzigsten tag des mandes, den man nennet zu latin februarius, das ist hornung, zu Beilage Q. 291 none zyt adir daby, in der pharrekirchen zu sant Johan zu Wormsz in myn offen schribers von keyserlicher gewalt und der erbern gezuge hie unden geschriben gegenwurtikeit sint gestanden der veste Fryderich von Steyn uff eine und die ersamen wisen burgermeistere und rat der stat zu Wormsz uff die ander syte und aldo läse der statschriber ein uszsprache von geheisze 6 des rades versiegelt zu ende desselben uszspruclis mit des vesten Peter Kranichs von Kirchein uffgedrucktem ingesiegel und stunde der selbe usz- s pruche von worte zu worte geschriben also: Disz ist der uszspruch, den ich Peter Kranich von Kirchein dun uff anspräche und antwurte Friderichs von dem Stein und der von Wormsz, in 10 der maszen, als die von worte zu worte hernoch geschriben stet und hebet Pryderichs von dem Stein ansprach ane also: Disz ist die anspräche und furderunge, die ich Fryderich vom Steine zu dieser zyt han und tun an die ersamen wisen burgermeistere rat und die stat zu Wormsz: Zum ersten sprechen ich yne zu als Heinrich von Ramberg is selige fynt was des erwirdigen in gott vatters und herren hern Johans ertz- bischoff zu Meintze seliger gedechtnisz, vogete sich, das der obgenant myn herre von Meintze sin frunde und diener schickte zu einer zyt das lant harnff Heinrich obgenant zu beschedigen, die selben also geschickt worden mir myn dorffere Gummerszhein und Frybach die lüde dar inne an myn teyle gar 20 swerlich zu beschedigen an brande an raube und namen, den sie dar inne daden, und die geschieht von frischer dat gein Wormsz in die stat getan hant und auch des nachtes da inne bliben sint in den dingen, das ich der vorgenanten von Wormsz unbesorget und nyt von yne wartende gewest bin «nd auch mit yne uff die zyt nit anders zu schaffen gehapt han dar liebe ** und gute; darumb fordern ich an sie mir und den armen luden solichen schaden zu keren, den ich achten an funffhundert gülden mynr adir mee noch redelicher achtunge, als die armen lüde das auch mit rechte behalten sollent, wann yne das geburte zu tun, hoffen ich und getruen auch das das rechte sol wisen, das die obgenauten von Wormsz mir und den armen luden so den schaden, der do gescheen ist, als vorgeschoben stet, billichen und durch rechte keren und offrichten sollen, die wile es von frischer gedat in ire stat gescheen ist, und ich und die arme lüde iren unbesorget gewest sin, wie vorgeschriben stet, und ob sie vor sich nement in ir antwurt, sie haben ein frihe stat und gönnen yederman umb sin gelte zu zeren und haben auch 85 verbuntnisz gehapt mit dem obgenauten mym herren von Meintze seligen off die zyt, adir hette iph noch geschickt, sie hetten mir wider tun geben, wie sie das furstelten, do getruwen ich ire friheit adir verbuntnisz habe uff die zvt nyt ingehalten mir und den vorgenanten armen luden das unser in ire st at laszen zu nemmen, die wile wir ir unbesorget gewest sin, und sal mir 40 noch dieser myner ansprach und ir anlwurt darumb wol benugen, was Peter Kranich von Kirchem durch rechte dar inne erkennet und sprichet etc. ^' s z ist antwurt und widerredde, die wir die burgermeistere und rat der stat zu Wormsz tun gegen der anspräche und furderunge, die Fryderich vom Stein an uns getan hat und tut: Zum ersten antwurten wir und sprechen, 45 °°e das sy, das der erwirdige ertzbischoff Johan zu Meintze seliger gedecht- 19* 292 Beilage G. nisz Heinrich seligen von Ramberg, als sy zu zyden viende gein einander gewest sin zu Gummerszhem und zu Fribach beschediget habe, das geet uns nit an, wan wir der sachen nit zuschaffen gehapt han und wir unsere dienere noch der unsern keiner ensy by solicher beschedegunge nyt gewesen » und han auch rat noch dat, sture noch hulffe zu solicher beschedegunge nyt getan und wolten auch node dar zu getan haben, wir hetten uns danne bewart gehapt als billich gewest were und hoffen da, das sal mit rechte erkant werden, das wir im adir sin armen luden nustnit schuldig sollen sin, die wile wir des angriffes zu male nit gewust und auch darzu nit 10 getan han, als vorgeschriben stet und als Friderich schribet, das wir im und sin armen luden den schaden billich und durch rechte keren und uffrichten sollen, die wile er von frischer dat in unser stat gescheen sy etc., antwurten wir und sprechen, das wir noch die unsern von solichem schaden, der ime adir sin armen luden gescheen sol sin, als er sprichet. lr, uff die zyt alzumale nushit gewist haben und wiszen auch noch nushit von keinem schaden, der ime adir sin armen luden gescheen adir in unser stat komen sy und auch wir noch die unsern noch nyman von unsern wegen daby nit gewest sin und auch wir noch von keinem schaden wiszen, der in unser stat komen sy yne adir sin armelute antreffen und auch die 20 wile wir noch die unsern yme noch sinen armen luden kein schaden getan noch furbehalten haben, so hoffen und getruwen wir ime noch sinen armen luden auch im rechten kein schaden noch nuschit schuldig sin noch zu keren odir were Friderich adir sin armen luden icht genomen und in unser stat komen, dovon wir nit gewust und auch nuschit dovon wiszen, und were 25 er adir sin armelude dem nochgefolget und für uns bracht, wir wolten darzu getan han, was wir im rechten billichen darzu getan solten han und bevelhent diese unser antwurt und widerredde dem vesten knechte Peter Kranich von Kirchem und sal uns wole benugen , was er noch Friederichs vom Stein vorgenant anspräche und diese unser antwurt mit rechte zusehen 30 uns erkennet und uszsprechen wirt, noch dem wir von beyden teylen an ynen gestalt und verlaszen haben. Uff alle diese vorgeschriben anspräche und antwurt han ich Peter Kranich von Kirchem mich erfaren an myn herren ritter und knechten und an viel erbarn wisen luden, die mich also gewiset han und verstee mich auch zu dieser zyt selber nit beszers und sprechen 35 darüber zu dem rechten: die wile Fryderich von dem Steine die vorgenanten burgermeistere und rat der stat zu Wormsz in siner vorgeschribenen anspräche schuldiget, als danne die vorgeschriben anspräche des eygentlichen inne- helt und daruff burgemeistere und rat der stat zu Wormsz in ir vorgeschriben antwurt schribent, das sie der Sachen nit zu schaffen gehapt haben, als danne 40 ir antwurt mit mee Worten begriffen eigentlichen innehelt; da sprechen ich zu dem rechten, swerent das die burgermeistere und rat der stat zu Wormsz zu den heiigen und eiüschuldigent sich des als recht ist, das sie solicher vorgeschriben Sachen nit zuschaffen gehapt haben, als sie das in ire antwurt begriffen hant ane alle geverde, so sal der vorgenante Fryderich vom Steine 45 und sin armelute die vorgenanten burgermeistere und rat und stat von Wormsz dovon ansprachen erlaszen und setzen yne des ire rechten tage zutunde und Beilage Gt. 293 zu wartende zu Wormsz zu sanct Johan by dem thurnin der pharrekirchen zu drin vierzehen tagen und ist nemlich der erste dag von montag nehst körnet über viertzehen tage, das wirt nemelich der erste mantag vor sant Peters tag schirst komet, zu rechter tagczyt, und der ander richte tag von dem selben montag über viertzehen tage und ist nemelich der erste mantag > vor sant Gregorien tag des heiigen babsles schirst komet zu rechter tagezyt und der drette und lestc rechtage von dem selben montag über viertzehen tage, das wirt nemelich der nehst montag vor unser frauwen clibel tag schirst komet zu rechter tagezyt ir eyde zu tunde zu wartende und zu nemmen in der maszen als vorgeschriben stet. Weres auch das sich ein nemlicher heiiger 10 tag geburte in dem bistum und slifTte zu Wormsz, darinne die pharrekirche obgenant gelegen ist, uff der vorgenanten tage einer, welcher das were, so sal iglichc parthic das recht zu tun zu nemmen und zu warten uff den nehsten werektag darnoch warten in der maszen, das uff die benanten tage gescheen solt sin als das Friderich von dem Stein und sin armelude vor- u genant und wer do mit yne zu iglichem tage komen wirt ein strack frihe geleide haben in der stat zu Wormsz dar inne und darusz zu komen ane alle geverdc, und sollent die vorgenanten burgermeistere und rat der stat zu Wormsz Frydcrich von dem Steine des alles iren offen versiegelten geleits brieff senden und geben und den selben geleits brieff dry tage adir vier vor dem ersten 2n tage Frydcrich von dem Steine gein Wachenheim in sin husz schicken ane alle ge- verde. Swuren aber die vorgenanten burgermeistere und rat der stat zu Wormsz das nyt als vorgeschriben stet, das danne Friderich vom Stein und sin armclute die in den zwein dorffern sint, den der schade gescheen ist, zu den heiigen be- haltent als recht ist, das sollent die vorgenanten burgermeistere und rat der stat zu 2.1 Wormsz ym adir den vorgenanten armenluden keren, die do also behalten hetten, doch über die summe nit, als Frydcrich von dem Steine in sincr ansprachen geschrieben übergeben hat, und setzen yne des ire rechten tage zu tunde in der pharrekirchen zu Fryspach zu drin viertzehen tagen, das ist nemlich der erste richttag uff sanct Ambrosientag des heiigen bischoffs schirst kumet zu 30 rechter tagezyt und der ander richtetag von dem selben sanct Ambrosy lag über viertzehen tage, das ist nemlich der mantag vor sant Georgen des ueilgen mertelers schirst kumet zu rechter tagezyt und der dritte tag und der leste Hechte tag von dem selben mantag über viertzehen tage und ist nemlichen der mandag noch Philippi und Jacobi schirst kumet zu rechter 3.s tagezyt ire eyde zu tunde zu warten zu nemen in der maszen als vorgeschriben stet. Weres auch, das sich ein heiiger nemlicher tag geburte in dem bistum und stiüte zu Spirc, dar inne die pharrekirche obgenant gelegen ist, uff der v orgenanten tage einer, welcher das were, so sal igliche parthic daz recht zu tun zu nemmen und zu warten uff den nehsten werektag darnoch 40 wartende in der maszen, das uff die benanten tage gescheen solte sin, her inne geverde und argeliste usz gescheiden, also das die von Wormsz, die danne der tage wartende und wer danne mit yne zu iglichem tage komen Wu't, ein strack frihe geleide haben vor Fryderich von dem Steine und den sinen ane alle geverde und sal des Fryderich vorgeschriben sin offen ver- 49 Regelten geleides briff dry tage adir vier vor dem ersten tage gein Wormsz 294 Beilage G. eim burgermeister schicken ane alle gcverde. Und des zu Urkunde diz usz- spruchs versiegelt mit rnym ingesiegel zu ende dieser geschriffte. Der geben wart uff samsztag noch unser lieben frauwen tag purificacio anno domini s. Febr. millesimo quadringentesimo viccsimo quarto. s Und do der stedschriber diesen vorgeschriben uszspruche von wort zu worte gelase, do undersprach sich der rate und do sie sich undersprochen hetten, do sprach her Wilhelm Bonne von des rats wegen: FYyderich! hie stet der rate und wil dir das rechte follenfuren nach innehält dez uszspruchs; so ist auch der rate gantze versament hie, uszgenomen einer, der von cranckeit to wegen sins libcs nyt hcrkomen mag; wiltu ez aber nyt enbernnen, so wollen wir yne her achten und solten wir yne uff eim karnnc her laszen füren. Do sprach Fryderich vom Stein: neyn! er wolt nit also gcverlich sin. Also gaben die burgermeistcre vor und darnoch der rate ir iglicher besunder ir trtiwc Henne von Sehern dem jungen, den man nennet Kessclhut, hant in 15 hant, als sie des auch zu den heilgcn wollen sweren. Do sprach her Wilhelm Bonne von des rats wegen: Friderich! unser sint viel und können die hende nit alle zu eim male uff die heiigen gelegen; wiltu, wir wollen dir mit ulfgereckten ungern zu den heiigen gein der sonnen sweren. Also ginge Fryderich vom Stein usz und undersprach sich mit sinen frunden und 20 quam wieder zu dem rade und sprach: er sehe wolc iren ernste und er- liesze sie des eydes. Und über alle vorgeschriben dinge samenthafft und besunder hieschen mich diesen hienoch gcschriben offen schriber von keyser- licher gewalt die ersamen wisen lüde die burgermeistcre und rate der stat zuWormsz, das ich yen herüber mechtc offene Instrumente eins adir mee M als viel yne des not were. Diese ding sint gescheen in dem jare der Bomer- zale des babstumes des mandes des tagcs stunde und stede als do oben geschrieben stet in gegenwurtikeit der vesten cdelknecht Eckebrecht von Meckenheim, Hans Kranich von Kirchen, Conrat Slitzweck von Monszheim, Cune von Kropszberg, Jacob von Appenheim, Cuntz des burggraven sone so von Altzey und viel andere erbere lüde, die zu gczugnisz sunderlichen herzu geheiszchen und gebeden wurden. St.-A. W. nr. 383. or. mb. c. signo et subscriptione Joh. Hernberger clerici de Laudeinborg notarii. Diente als Umschlag der Pfa/f'enrachtung. 44. 1424. Sept. 3. — Konrad, Erzbischof von Maine, und Pfalzgraf Ludwig 35 vermitteln einen Vergleich zwischen der Stadt und dem Bischof Johannes von Worms. Von gots gnaden wir Conrait des heiligen stuls zu Mcntz ertzbischof des heiligen Bomischen richs in Dutschen landen ertzcantzlcr und Ludwig pfaltzgrave by Bync des heiligen Bomischen richs ertztruchsesz und hertzog in Beyern bekennen und tun kunt offenbare mit diesem briefe: Als zwuschen 4o dem erwurdigen herren Johann bischoff zu Worms und dem dechan und dem cappittel des dhums und der andern stifte und der gemeinen pfaffheit zu Worms an eimc und burgermeister rait und burgern gemeinlich der stat zu Worms an dem andern teile spenne und zweitracht* gewest sint, darumbe sie durch ir frunde von beiden syten off den mitwoch nach unserer frauwen 45 ») D u. S: zweyunge. Beilage G. 295 tag assumptionis nechst vergangen vor uns einen gutlichen tag zu Bensheim is. Aug. geleist hant und wir auch off demselben tage solich artikele und stucke, darumbe sie dann spenne und zweyunge hatten, selber verhörten und umb des besten willen und off das" man dester eygentlicher und gruntlicher von denselben iren spennen und zweyunge geredden und einen grünt und warheit i darin erfinden konde einen andern gutlichen tag zwuschen ine yetwedder syte °ff datum b disz briefs geyn Worms bescheiden. Des haut unser frunde und rete, die wir zu denselben tcydingen und Sachen geordent und bescheiden hatten der vorgenanten partien yetwedder syte gegnenander clage und furde- runge anspräche antwurte rede und Widerrede und auch sunebrieffe und 10 tachtunges brieffe, die vormals zwuschen ine begriffen und gemacht sin worden, und was dan yetwedderteile 0 furbringen erzelen und erluden lassen wolte, alles eigentlichen und gruntlichen verhöret und das furbas an uns bracht und von stucke zu stucke erzelet. Des haben wir obgenanten ertz- bischoff Conrait und hertzog Ludwig die vorgenanten partien mit irem wiszen 15 und willen von beiden syten in der mynne und fruntschaft darumb mytenander übertragen und vereynet in der masze als hernach geschriben stet. [I]. Zum ersten sollent die von Worms den vorgenanten herren Johann bischoff von Worms getreulich" 1 an allen intrag schirmen, als dann der artickel in bischoff Johann brieffe begriffen uszwiset an alle geverde. 20 [II]. Auch sollent die von Worms den vorgenanten herren bischoff zu Worms alle sin zolle durch das jare laszen offheben und innemen doch also, das er die vorgenanten zolle alle nit hoher beswere dan von alter herkommen ist und sollent auch die von Worms ine by solichen vorgerurten zollen getrulichen schirmen und darin nit tragen an alle geverde. 25 [III]. Item die von Worms sollent auch dem vorgenanten herrn Johann bischoff zu Worms sin fronwage an vertzog folgen laszen die zu bestellen oder hinweg zu lyhen, wie ime dasz fuget, und sollent ine der gebruchen und daruff wiegen und der genyszen lassen, als das von alter herkommen ls t, an intrag hindernisz und an alle geverde. 30 [IV]. Item die von Worms sollent auch das ingesigcl, das sie zu dem werntlichcn gerichte gemacht hant, abtun und das furbasz me nit gebruchen, sonder es da by laszen verliben, als das von alter herkommen ist. [V]. Item was ander gebrechen zwuschen dem vorgenanten hern Johann bischoff zu Worms und der stat Worms sint, darumb sollent sie ire frunde 35 yetweder syt zu einem gutlichen tage schicken zuversuchen, ob sie sie gütlichen miteinander übertragen und vereynen mogent, und umb was stuck sie ir beider frunde nit' gutlichen mit enander vereynen mögen, das sollent sie a n uns ertzbischoff Conrat und hertzog Ludwig bringen, so wollen wir sie darumbe understecn zuvereynigen. 40 [VI]. Auch als sich die vorgenanten dechan und cappittel des dhumes und der andern stiffte zu Worms von iren und der gemeynen pfaffheit zu Worms wegen beclagt hant, als vorzyten der allerdurchluchtigste furste und her her Ruprecht Romischer konig seligen gedechtnisz und ertzbischoff Johans ») das fehlt bei D. i>) B: data. °) D: syte. d ) ü: geruclichen. 45 296 Beilage G. selige von Mentze eynen uszspruch zwuschen ine und den vorgenanten Bürgermeistern rat und burgern gemeinlich der stat zu Worms getan hetten und den sie auch yetwieder syt versiegelt und mit truwen an eydstat gelopt hetten getrulich und an alle geverdu zu halten, des wurde ine in ettlichen 5 artickel in derselben sune und rachtunge begriffen getragen und uberfaren, nemlich: Item von des weinschancks wegen. Item von des Schirms wegen. Item von der zolle und widerkaufl's» wegen. Item von des gerichts wegen. Item von der verwisunge wegen der pfaffheit. Item von des mels und clyen ungelts wegen. Item von der almendc wegen. Item von des buwes wegen 10 in den thornen. Wie wole doch in dem vorgenanten unsers herren konig Ruprechts und ertzbischoff Johans seliger gcdechtnisz rachtungs brieffen und sune brieffen eygentlich und clcrlich begriffen wcre, wie und in welcher maszen das alles gehalten solte werden. DarulT aber die vorgenanten burger- meister rat und bürgere der stat zu Worms geantwortet haut, sie haben die 15 vorgenante rachtunge getrulich gehalten und wollen sie auch l'urbasz halten nach uszwisunge der vorgenanten rachtungsbrieffen. Des haben wir zwuschen beiden vorgenanten partien beteydingt, das sie die vorgenanten rachtungsbrieffe und sunebrieffe in allen iren begriffunge punckten und artickeln, wie dan die besiegelten brieffe darüber begriffen inhaltcnd und uszwisent yetwedersyt 20 geynenander getrulichen und an alle geverde halten sollent. Und off das dasz in kunfftigen zyten desto beliplicher und bestentlicher gehalten möge werden und das sich niemant syner onwissenheit halp davon entschuldigen möge, so sollent die obgenanten burgermeister rat und bürgere zu Worms off den andern tag nach sant Martins tag riechst kompt und darnach eyns äs iglichen jars off den andern tag nach sant Martins tag, als der nuwe rat gesetzt wirl, des vorgenanten unsers herren konig Ruprechts und ertzbischoff Johanns seligen rachtungsbrieffe und sunebrieffe vor dem alten und nuwen rate zu Worms mit bywesen ettlichcr unsers herren von Worms und auch dechans und auch cappittels des dhum stiffts und der andern stiffte zu Worms 30 frunden offenlich in dem rat laszen lesen, und so das gescheen ist, so sollen off den nechsten sontage darnach die zwenc nuwen burgermeister und dar zu zwene usz dem rate mit den vorgenanten unsers herren von Worms und der stiffte frunden yc von eyner zunffte zu der andern geen, als dan auch die zunffte alle uff den selben tag iglich off irem husze by dem eyde ge- 35 sament sin sollent, und sollent den den vorgenanten rachtungsbrieff und sunebrieffe auch öffentlichen lesen, und die burgermeister und die zwene des rats zu Worms ('runde sollent auch den zunfften sagen und by iren cyden befeien den vorgenanten rachtunges brieff und sunebrieffe getrulichen und an alle geverde zu halten. Und ob das were, dasz heymlich oder öffentlich keynerley 40 gebott verbott oder ander überkommen, wie man das dan nennen mochte, darwidder gemacht were worden, von weme das were, dasz die selben ge- botte verbott und uberkornen b alle ab sollen sin und keyne craffte oder macht haben und auch nit mee gescheen, und das auch alle die, die dieselben gebott verbott und überkommen gelobt haben zu halten, der selben irer gelubde 45 *) D: underkauffs. S: verkauftes. b ) Jl: gebutte oder ander überkommen. Beilage G. 297 und eyde ledig und loisz sollent sin. Darzu sollent auch die vorgenanten Bürgermeister und die zwene des rals zu Worms frunde zu eyner iglichen z yt als der vorgenant rachtungsbrieff und sunebrielTe gelesen wirt, bestellen, das alle und iglich bürgere zu Worms, von was zunfften die dann sint, die den vorgenanten rachtungsbrieff und sunebriell' nit geloipt hant zu halten, zu I eyner iglichen zyt mit truwcn an eydtstat geloben denselben rachtungsbrieff und sunebrieffe in allen synen punckten und artickeln, als dan die von worte zu worte darin begriffen sint und gcsehriben stent, getrulich und an alle geverde zu halten. Und des alles zu Urkunde und vestem gezugnisz so haben wir ertzbischoff Conrad und hertzog Ludwig obgenant unsere ingesigele 10 an diesen brieff tun hcneken. Und wir Johannes von gots gnaden bischoff zu Worms und wir dechan und cappittel des dhums und aller ander stiffte und darzu die gemeyn paffheit zu Worms an cynem und wir die burger- meister rait und bürgere gemeinlichun der stat zu Worms an dem andern teile vcrjehen und bekennen auch öffentlich mit diesem bricffc, das diese is hereddunge und raehtung in aller der maszen als sie hievor geschriben stet niit unscrm willen und wissen von beiden syten gescheen ist. Und wir versprechen gereden und geloben auch vor uns unsere nachkommen und erben in craft disz brieffs mit guten truwen an eyns rechten eydstat das alles also getrulichen und an alle geverde stete und feste zu halten und 20 auch darwieder nummer zu tun noch schaffen getan werden durch uns selbst °der yemant anders mit geistlichem oder werntlichem gerichte oder sust mit eygener gewalt und ane gerichte in dheyn wise, alle geverde und argliste genlzlich uszgescheiden. Und des alles zu Urkunde und festem gezugnisz so haben wir .loharmes bischoff zu Worms unser ingesigel und wir dechan und as eappittel des dhum stiffts zu Worms desselben unsers sliffls ingesigel vor uns und die andern stiffte und auch die gemeyne paffheit zu Worms, und wir die burgermeistere und der rat der stat zu Worms unsers rats ingesigel v or uns und alle ander bürgere und die gantze gemeynde an diesen brieffe gehangen. Der geben ist in dem jare als man schreib nach Gristi geburte 30 viertzehenhundert zwentzig und vier jare off den sontag vor unser frauwen tag als sie geboren wart, nativitatis zu latin. Das Original ist verloren. Zwei gut» Gopten (B) aus dem 15. Jahrhundert im St.-A.W. in der Sammlung der RacMungen Band 1V18. St.-A. Darmstadt: cluirt. Worin. (D) fei, 367 ff'. Wir gelxn nur die wicIUigsten H Abweichungen. Druck: Sclumnat II, 232 ff. (S.) Reg. Scriba 3832. Vgl. Arnold II, 144 ff. . 45. 1429. Okt. 24. Worms. — Friedensvertrag zwiselven Konrad, Erzbisclwf von ■Mainz, Ludwig, Pfalzgrafen, und den Städten Worms und Speier. Von gots gnaden wir Conrad des heiligen stules zu Mencze erezbischoff 40 des heiligen Romischen richs in Dutschen landen erczcanczler für uns und unser nachkomen crezbischove zu Mencze und wir Ludwig pfalczgraff by "ine des heiligen Römischen richs erezdruchses und herezog in Beyern für "ns und unser erben pfalczgraven by Rine und wir die burgermeistere rete Und bürgere gemeinlichen der stedte Wormsz und Spier für uns und unser «5 nachkomen burgermeistere rete und bürgere derselben zweier stedte Wormsz 298 Beilage G. und Spier bekennen und tun kunt ofl'embar mit diesem brieff allen den, die ine sehent oder horcnt lesen, wand wir mit ganczer begirde geneiget sin zu frieden und zu gemeinem nueze der lande und auch das witwen und weisen, riebe und arme, bilgerin, landferer und kauffmanschafft, gots husere und 5 alle andere unversprochen lute, sie sin geistlich oder werntlich, beschirmet werden, sicher sin, desterbasz gewandeln und by gemache verüben mögen, so haben wir uns mit wolbedachtem mute zytiger betrachtunge und rechter wissen dem heiligen Römischen riebe zu sterekunge eren nueze und fromen, uns selber den unsern und den gemeinen landen zu frieden und gemache 10 fruntlichen und gutlichen miteinander vereynet und verbunden, vereinen und verbinden uns mit rechter wissen samentliche miteinander in crafft disz brieffes mit uns selbs und allen den unsern von datum disz brieffes an funff ganeze jare, die liebsten nach einander folgende in aller der masze, als hernach geschoben stet: [T] Zum ersten so sollen und wollen wir obgenanten fursten 16 herren und stedte und die unsern die zyt der vereynunge ganeze usz einander mit guten rechten und ganezen truwen, meynen, haben und halten und auch dieselben zyt miteinander nummer zu kriege oder zu fientschafft körnen umb dheinerley sache oder geschichte willen und auch den unsern, der wir mechtig sin, des nit gestatten zu tunde in dheine wise ane alle geverde. [II] Weres so auch das unser erezbischoff Conrats oder herezog Ludwigs manne burgmanne oder diener, sie weren graven herren ritter oder knechte oder ander, die unsern burger oder armenlute an die vorgenanten stedte Spier und Wormsz ir eyne oder sie beide nach data disz brieffs ichts zusprechen gewonnen, das die gemeyn stad und doch nit derselben stedte recht fryheit oder altherkomen 25 antreffe oder das wir obgenanten burgermeistere rete und bürgere der stedte Wormsz und Spier oder die unsern samentlich oder sunderlich an dheinen der obgenanten unser gnedigen herren erczbischoif Conrats oder herezog Ludwigs manne burgmanne oder diener, sie weren graven herren ritter oder knechte, oder an eyne ir ganezen stedte oder gemeynde nach data disz brieffs 30 ichts zu sprechen gewonnen, das auch ir fryheit recht oder altherkomen nit antreffe, gein den sollen wir uns oder die under uns, die das antrilfet, an eynem rechten genügen lassen für eynes der obgenanten unser gnedigen herren rete, des manne burgmanne oder diener die sint ungeverlichen, darzu er uns auch furderlichen und beholfi'en sin sal, das uns daz also widderfarc 35 und geschee ane alle geverde. [III] Hette auch dheine unser erezbischoff Conrads oder herezog Ludwigs burger oder armeman an dheinen der obgenanten stedte Wormsz und Spier einczlingen burger oder armenman oder widderumb hette dheine der von Wormsz oder von Spier burger oder armeman an dheinen unser erezbischoff Conrads oder herezog Ludwigs einczlingen «u burger oder armenman ichts zusprechen, darumb sal iglicher dem andern des rechten gehorsam sin an den stedten und enden und in den gerichten, darinne der gesessen und wonhafftig ist, dem man zusprichel, dahin ime auch der cleger durch sich selbs oder sine machtbodten nachfolgen sal und von ime nemen das off anspräche und antwurt, als sich das geburet zum rechten 45 erkant und gesprochen werdet, und der cleger oder sin machtbodte sollent auch zu einer iglichen zyt in den gerichten getruwelich gefordert werden zu Beilage G. 299 Jren rechten ungeverlich, doch herinne uszgenomen und hindan geseczet ver- hrieffte und verbürgte schuld, die sal man rechten als verbriefTet und verbürget ist. [IV] Was auch erbe und eigen antriffet, das sal man uszrichten m den gerichten, darinnc die gutere gelegen sint. Was auch lehengutere antriffet, das sal man usztragen für dem lehenherrcn, von dem die gutere s zu lehen rurent. [V] Und were dar widder detc und darüber yemand under uns vorgeschriben fursten herren und stedten und die unsern oder die uns ZUVersprechen Stent, sie sin geistlich oder werntlich, in gemeine oder in sunderheit angriffe oder beschedigte und doch derselbe zuvor und ee er den ^griffe dete, nit glich billich rechte erfordert oder erfolget hotte und das er in sich auch dry ganeze tage und nacht für dem Zugriffe mit sinem offen besiegelten brieff nit erbercliche bowaret hette, gein dem, den er also beschedigte ln sin husz oder dohin, da er dann sin stetige wonunge pfliget zuhan, als- balde wir obgenanten herren und stedte oder unser amptlude von der parthien under uns, die das antriffet, oder iren amptluden darumb ermanet oder von is uns selbs gewarc werden, so sollen wir erezebischoff Conrat funffzehen, wir herezog Ludwig funffezehen, wir die von Wormsz funffezehen und wir die v on Spier auch funffezehen endelicher reisiger gewapenter manne darzu schicken, die name oder gefangen zu entschudten beholffen und beraten zusin mit nach ilen zu frischer getatc, mit zuruffen und zuziehen nach allem irem 20 besten vermögen zu glicher wise und in aller der masze, als ob unser igliche v orgeschriben parthic das selber anginge und ir selber widderfaren und gescheen were ane alle geverde, und wo man die ankommet, die solich geschichte getan hant, so sal man zu stund von ine richten und richten lassen nach dem sich dann geboret und sie mit der getat verschuldet hant, st Und sie sal auch darfur nit schirmen dheinerley fryheit oder anders, das yeniand erdencken mag ane alle geverde, es were dann, das wir samentlich miteinander zu rade worden gnade an sie zu legen. [VI] Weres auch, das solich sache und geschichte also geschaffen und gestalt weren, das sie zu frischer getat und so kureze mit der obgenanten zale gewapenter nit mochten 30 erobert und uszgctragen werden, wann dann die parthie under uns, die das antnllet, uns ander parthien darumb ermanet mit iren offen besiegelten Drieflen, so sollen wir zustund in den nehsten acht tagen nach der manunge unser erbern frunde zusamen schicken an die stat, die dann die clagendc Parthie uns andern in iren manungsbrieffen benennen wirdet, daselbs zu 35 r ade zu werden, was hulffe man furbasz dar zu bedorffe und notdurfftig sy, Und was dann von uns oder unsern frunden, die wir darzu schicken, samentlich erkant wirdet, nach dem dann die sache gestalt und geschaffen ist, dieselbe hulffe sal auch alsdann in eynem monad nehst darnach vollengene und v °"enczogen werden als lange bisz das solich angriffunge beschedigunge und 40 Sache genczlichen und gare erobert und abegeleget werden ane alle geverde. ' "■!!] Wir obgenanten herren und stetde sollen auch bestellen wann und zu welicher zyt unser obgenanten parthien diener, die dann zu solichen Sachen umbryten werden, in eyner parthien under uns slosze stedte merekte °der dorfler komen, das man den zu einer iglichen zyt feilen kauff umb « einen zytlichen pfenning darinne solle geben ane alle geverde. [VIII] Es 300 Beilage G. sollent auch alle und igliche der vorgenanten stedte Wormsz und Spier bürgere und die iren diese eynunge gancze usz mit libe und gute in unser vorgenant erczbisehoff Conrats und hcrczog Ludwigs stedten, sloszen, merckten dorlfern landen und gebieten zu waszer und zu lande trostungc friede Sicherheit und i geleide haben für aller inenglich und sie sollent auch geleide haben un- geverlichc. Des glichen sollen auch wir obgenant erczbisehoff Conrat und herczog Ludwig und alle unser diener und die unsem auch die zyt der ver- eynunge gancze usz in den vorgenanten stedten Wormsz und Spier und auch in derselben stedte sloszen merckten dorffern landen und gebieten trostungc io friede Sicherheit und geleide haben und auch halten ungeverliche, doch ytweddersyte uszgenomen missetedige lute, die den lip verwireket betten und darzu unser fursten herren und stedte ytweddersyte offen fiende und die in zyt dieser eynunge off unser oder der unsern schaden unbewaret irer eren gewest weren, das noch nit verteidingt were, die sollen alle weder friede 15 noch geleide han. [IX] Were aber das solichen unsern (ienden oder den, die also widder cre zugegriffen hetten, von uns fursten herren oder stedten un- geverlich zu etlicher zyt in unsern stedten sloszen und gebieten geleidc gegeben wordc, als balde dann das von der oder des wegen, widder den oder die das under uns ist, erfordert wirdet, so sollen wir ine zustund das geleide 20 offsagen und ine auch die zyt der eynunge kein geleide ine geben, doch das man sie off die zyt sicher sal lassen aberyten ungeverlich. [X] Wir ob- genantc fursten herren und stedte sollen und wollen auch in czyt dieser eynunge von beiden teilen einander usz unsern stedten landen und gebieten spise fruchte koste und anders umb einen zytlichen pfenning folgen lassen äs und das ungeverlich und offrecht halten. [XI] Wir obgenanten fursten herren und stedte sollen und wollen auch umb alles das sich in zyt dieser eynunge machet, ob yemand under uns nach uszgange der eynunge darnach in sunder- heid, es were über kureze oder über lang, darumb beteidinget angelanget oder bekrieget wordc, darinnc einander getruwelichen beraden und beholifen so sin iglich parthic off iren eigen costen, aislange bisz das die sache zu ende und usztragc kommet ungeverlich. [XII] Und in dieser eynunge und bunte- nisse haben wir erczbisehoff Conrat und herczog Ludwig samentlich uszgenomen unsern heiigen vater den babst und die heilige kirche, unsern gnedigen herren den Romischen konig und das heilige Romische riche, unser 35 neven oheimen und mitkurfursten, die erezbischove von Trier und von Colne, hern Friderich herezogen zu Sachsen und hern Friderich marggraven zu Brandenburg. [XIII] Darczu haben wir erczbisehoff Conrad in sunderheit uszgenomen die cronen zu Behem, hern Johann bischoff zuWirczpurg, unsern oheim den marggraven zu Brandemburg herczog Otten von Bruneswig, « herczog Otten seligen son, herczog Stephan pfalczgraven by Ryne und herezogen in Beyern, graff Philips seligen zu Nassauwe kindere, Heinrich graven zu Waldecke, Johann graven zu Spanheim und Friderichen graven zu Veldencze, unser lieben oheimen guten frunde und neven, mit den wir vor in eynunge sin. [XIV] So haben wir herczog Ludwig in sunderheit usz- 45 genomen die hochgebornen fursten unser lieben brudere herczog Johansen, herczog Stephan und herczog Otten, die bischove und stiffte zu Wormsz und Beilage (J. 301 zu Spier, unsern son graff Ludwig und die herreschafft von Wirtemberg und die stedte Heilpronn und Wimpfen, mit den wir vor in eynunge sint. [XV] So haben wir die von Worms uszgenomen hern Sigmunden Romisclien konig unsern gnedigen lieben herren, das heilige Römische riebe, hern Friderich hisehoff zu Wormsz, hern Stephan pfalczgrafen by Rine und herczogen in :, Beyern, die stedte Mencze und Spier unser eytgenoszen nach lute und usz- Wsunge unser alten verbuntenisse und eynunge, die wir miteinander han, die stedte Straszpurg und Franckfurt unser guten frunde. [XVI] So haben Wir die von Spier uszgenomen hern Sigmunden Romischen konig, unsern gnedigen lieben herren, das heilige Romische riche, hern Rafan bischoff zu 10 Spier, die stedte Mencze und Wormsz unser eytgenoszen nach lute und usz- wisunge unser alten verbuntenisse und eynunge, die wir miteinander han, die stedte Straszpurg und Franckfurt unser guten frunde. Alles das hie vor- geschriben stet versprechen gereden und geloben wir erezbischoff Gonrat für uns und unser nachkomen erezbischove zu Mencze und wir herezog Ludwig u 'ur uns und unser erben pfalczgraven by Rine by unsern fürstlichen truwen und eren, und wir die burgermeistere rete und bürgere gemeynlichen der vorgenanten stedte Wormsz und Spier haben das für uns und unser nachkomen burgermeistere rete und bürgere derselben zweyer stedte by unsern geswornen eiden gelobt getruwelichen wäre feste stete und unverbrochenlich so *U halten, zu follenfuren und zutunde und auch darwidder nit zu suchen °der zutunde heimlich oder öffentlich durch uns selbs oder yemand anders 111 dlieine wise, alle geverde und argeliste genczlich uszgescheiden. Und wir °'»genanten fursten herren und stedte sollen und wollen auch mit allen unsern amptluden vogten und schultheissen schaffen und bestellen, das sie 2^ ny den eiden, die sie uns gesworn hant, diese unser eynunge und buntenisse, w 'e die dann von worte zu worte hie vorgeschriben stet und begriffen ist, getruwelichen halten ungeverlich. Und des alles zu orkunde und vestem ge- «Ignuze so haben wir erezbischoff Gonrat und herezog Ludwig unser ingesiegele ■ur uns unser nachkomen und erben an diesen brieff gehangen. So haben 3» w, r die burgermeistere rete und bürgere gemeinlichen der vorgenanten stetde Wormsz und Spier derselben zweyer stedte ingesiegele für uns und unser nachkomen derselben stedte auch an diesen brieff gehangen. Der geben ist 211 Wormsz off den montag nach sant Lucas des heiligen ewangelisten tag anno domini millesimo quadringentesimo vicesimo nono. 35 St.-A. Speyer nr. 7f>8. or. mb. c. 4 sig. pend. laesis. 46. 1430. Juli 3. — Freilicüdmef der Zünfle von Worms. In dem namen der heiligen undeilbar drivaltigkeit amen. Wann die d'ng, die ietzunt geschehen, auch mit der zit vergend und lenge der zit vergessung der sachen gewonlich bringet; herumb gezimet es und ist gewonlich, 40 das man gute ding mit briefen und geschribner zugnis ewige. Darumb wir die burgermeister und rat der stat zu Worms bekennen und tun kunt aller- me nglichen mit diesem unserm brief für uns und alle unser nachkommen zu gedechtnus in ewigkeit, das wir mitsampt allen unser stat Zunftmeister und Un ser stat gemeinde wissen umb ere nutz und des besten unser stat unser 45 302 Beilage G. aller erben und nachkommen willen uns bieinander gefugt uf das hus zum Sparwenzagel eintrechtiglichen und mit zitigem rat furgenommen und betracht han etlich nemlich articul liernoch gesatzt underschidlich umb fridlebens und gemachs wegen, das furbasz under uns noch mit unser gemeinden s darumb Unwillen nimmer entsten soll, die ewiglich also zu begon unuber- faren und zuhalten und das nu aller unwill groll nid und liasz, ob der untzher under uns und gegen der gemeinden und von der gemeinden gegen uns und wider einander darinn verdacht, in besunderheit in gemeiner wise von eintze- lichen personen gewest were, solcher unwill groll nyd und hasz wir gentzlieh 10 von unserm hertzen und gemuten gegen einander abgelassen han, auch aus- gerutet ist, und ein gantz luter ungemischt verzig und sune sin soll bis uf disen hutigen tag, und des auch zu ewigen tagen mit Worten rate oder wercke nimmerme gedacht soll werden in keine wis; so geben wir uns und alle Zunftmeister unser stette und gemeinde gemeinlichen einhelliglichen, sie l» mit uns und wir mit inen mit gantzer lieb und fruntschaft williglichen vereiniget und überkommen ingangen und des auch eins worden sin ewiglich von uns und unsern nachkommen stete vest und unverbrüchlichen gehalten werden, und wir die auch halten sollen und wollen sunder allerlei intrag und ge- verde. /// Zum ersten das man all und iecliche zunft bi der friheit guter 20 loblicher gewonheit altem herkomen und iren briefen bliben soll lassen, inen die gehalten werden, und were einicher zunft ir friheit gut loblich gewonheit ir alt herkommen oder ir zunftbrief genommen, die soll man inen widergeben und all die bi uns in unser statt mit hus und rauch wonen, lieb und leid, hoch und nider mit uns und den unsern liden, dieselben der zugebruchen as und on intrag geniessen sollen. [II] Item were der statt schuldig ist oder wird, er sie rieh oder arm, der soll in einer kurz zu einer ieclichen zit die stat bezalen und dar inn soll niemants angesehen werden. [III] Item ein ieclicher, wer der ist, der da win schencket und wann man im den span geschnitet, so soll der sin ungelt unverzüglich und alzit in 14 tagen geben 30 und bezalen und darinn soll auch niemants angesehen werden, bi einer pen 2^2 11 niemants angesehen werden, und das auch halten als von alter her- 15 kommen ist, und dieselben penen sollen auch gentzlich in der stat nutz gekeret und eigentlich verrechnet werden. [XII] Item soll man furter und zu ewigen tagen das mel messen und von ieclichem malter meles ein heller gehen, von einem halben malter '/2 heller und von einer vierntzel noch gepurnus. [XIII] Item man soll bestellen und das auch zu ewigen tagen 20 halten solh mele, als die mulner in ir nmle verkaufen, das sie dasselb mel sollen geben nach margzal, als das körne giltet oder ein malter ein ß heller hoer zum aller wursten und nit mer. [XIV] Item weres das ein mulner einen arm man usslagen und einen pfaffen oder einen buren laden oder furdern wellt, geverlich welcher das tete und als dick, soll man ime die pen n abnenien 5 ß unleszlich in der stat nutz. [XV] Item die hecker sollen öfter dis jars und zu ewigen tagen nit mer swin ziehen, die auch usz und in triben, dann als von alter herkommen ist und bi den penen darüber unleszlich, so dick das heschicht und in der stat nutz gekeret und verrechent Werden. [XVI] Item alle solh reitbucher, die ein rat haben soll, were dorin au *»» a unverschult gesatzt, davon wir doch nit wissen, den oder die soll man herwider usztun und furter keinen mer darin setzen noch verschriben, er hab es dann nach verhorung verdienet. [XVII] Item es soll ietzunt nu und •Urdermer zu ewigen tagen gehalten werden, das ein ieclicher hantwereksman "i sineni hantwerck in siner zunft sin soll, und wo ein hantwereksman 35 'etziint ist in einer andern zunft, der soll von der zunft gelassen und in sins nantwereks zunft uffgenommen und empfangen werden 011 alle gelt und wachs, gütlich und fruntlich darinn 'gehandelt und gehalten werden, uszgenommen "'"'ger und ander lut, die nit hantwerck enkönnen noch triben, die mögen kommen in hantwerekszunft, war sie wollen; wer sich darwider setzet und to stellt b , der verluret 1 . heller, so dick er ungehorsam ist, unleszlich in der st at nutz. [XVIII] Item man soll das ewiglich halten, das alle die gastung halten und herbergen hant, von solchen winen, den sie iren gesten geben, haben a ) Der Band ist zerrissen und die Buchstaben verloschen. b ) Die Lesung ist u nsicher. «5 304 Beilage G. und geben wurden, ir ungelt unverzüglich bi irem eide davon geben sollen und darinn auch niemants anzusehen, er sie rieh oder arm bi der obgenanten penen 2 l /j tt. unleszlich, so dick das beschicht in der stat nutz. [XIX] Item das brot soll man all 8 tag besehen uff die pen als von alter herkommen i ist und uff den eid und niemants anzusehen. [XX] Item die usbecker die sollen das wisbrot backen als unser burger auch bi der penen. [XXI] Item die usrucken a becker sollen ir brot backen zu drien und zu -t heller und nit anders bi der obgenanten pen unleszlich, und man soll inen das alle woch und alle tag besehen, wann des not ist. [XXII] Item es soll auch niemants 10 hie in unser stat wonen noch feilen kauf triben, er sie were der well, niemants uszgenommen, man oder fraw, son noch dochter, witwe, waise, knecht noch dinstmagd, und der da eigen gut hat, der soll zunftig werden altzit in eim monat, lib und leid liden mit uns und siner zunft, zu den heiligen sweren, der stat ir friheit und der zunft ir recht und gewonheit zu halten. Darzu 15 sollen dieselben sweren den eid in der zunft, den ein ieclicher unzher gesworn hat vor eim rat. [XXIII] Item alle verherten, die bi uns wonen, sollen bi keinem der herren gepot in ir zunft gen, sunder sie sollen den eid sweren dem rat und der zunft, als andere zunftigen; verbreche er aber ein pen von misztete, das den friden oder den lib berurte, dem soll man nachgen und m des handeln alles in guter Sicherheit; doch nach handel ieclicher getate soll man in inn Sicherheit an das recht füren und im das recht gedihen lassen. [XXIV] Item soll auch ewiglich gehalten werden, were da ein koch ist und sin will, der soll den luten kochen und kein win schenken noch sinen gesten geben zu trincken usz sim keller bi der pen 10 ß heller unleszlich, so dick a5 das beschicht in der stat nutz gekeret und berechnet. [XXV] Item wer win schencket und schencken will, der soll den luten nit kochen noch kochisch feil haben, dann er und ein ieclicher sollen das halten als uffen wirte, und niemants soll darinn angesehen werden, auch bi der pen 10 ß heller unleszlich, so dick das beschicht in der stat nutz gekert. [XXVI] Item es soll auch ao kein versamte urten nit sin, als zum Sparwentzagel, zur Güldenen krönen noch anderswo, die eigen fleisch haben, dann allein uff den zunfthusern oder in eins uffen wirtshuse, der da win schencket. Alle diese Sachen punete und artieul gereden und geloben wir burgermeister und rat obgemelt für uns und unser nachkommen und wir die Zunftmeister und gemeinde gemeinlichen 35 auch für uns und alle unser nachkommen wonend zu Worms bi guten trewen und rechter warheit in kraft dises briefs die stete vest und unverbrüchlich ewiglich zuhalten, hiewider nimmer getun noch schaffen getan werden in kein wise uszgescheiden alle geverde und argelistt Und in allen diesen Sachen und puneten unsers hern von Worms sins stifts unser und unser stat friheit 40 gut gewonheit alt herkommen und recht uszgenommen und herin in einich wise unschedlich. Des zu rechter Urkunde zu gedechtnus einer ewig- keit geben wir burgermeister und rat obgerurt einer ieclichen zunft unser stat diesen brief versigelt mit unser stat gros ingesigel uff sant Kilians tag anno domini M. CGCC. XXX. 45 ») So die Ha. Beilage 0. 305 Leider ist diene wichtige Urkunde nur in einer späten und schlechten Kopie uns dem 10. Jahrhundert im Kidbuch fol. W> A b erhalten. Ich ludie die verwilderte Orthographie nach den Grundsätzen der Reichstagakten behandelt. Man erinnere sich, (lass die Zünfte 1514 ihre Briefe dem Landvogt Jacob von Mörsbcrg herausgeben niussten, der sie verbrennen Hess, vgl. meinen Aufsatz in der Zeilschrift für Geschichte des Oberrheins. N. K. III p. 40(1 Verzeichnisse der Zünfte finden sich im Kidbuch fol. 100: a) Aus dem Anfange des 15. Jahrhunderts: 1. Huszgenoszen. 2. Wober. 8. Winherren. 4. Schilter. 5. Becker. 6. Cardowanre. 7. Metzeier». 8. Smyde. 9. Sagdreger. 10. Obernfischer. 11. Bender. 12. Snyder. 13. Louwer. 14. Crenier. j;>- Winschroder. 16. Ackirlute. 17. Wingartlute uff dem berge. 18. Meder. 19. Kannengieszer. 20. Kürsener. 21. Nidernfischer. 22. Zymmerlüte. b) Mitte des 15. Jahrhunderts fol. 100 b am Rande: 1. Huszgenoszen b . 2. Ober- metzler. 3. Wober. 4. Schilter. 5. Cremer. 6. Snyder. 7. Becker. 8. Bender. .*. VVynherren. 10. Smyde. 11. Schuchman. 12. Lauwer. 13. Winschroder. 14. Nieder- S?o er °" ' ,r> ' Obernvischer. 1(5. Niedervischer. 17. Kannengieszer' 1 . 18. Meder 0 . 19. Sackdregcr. 20. Wingartlude. 21. Zymmcrludo. 22. Korsner. 23. Ackerlude. a ) Metzeier ist durchgestrichen und an dritter Stelle nach wober hineinkorrigiert. ) II. zweimal, das zweite. Mut meder durchgestrichen. °) N. wieder durchgestrichen. ) K. wieder durchgestrichen. e ) M. wieder durchgestrichen. »0 Wormser Chroniken. 20 VI. AUS WORMSER RATHSBITECHERN ZUR GESCHICHTE DER STADT IM XV. JAHRHUNDERT. 20* Aus Wormser Rathsbüchern. [fol. 100.] Anno domini 1400 dominica ante Katherine virginis circa 3 f*% t , nonam horam in nocte fuit terre motus. Et postea multociens terra et domus tremuerunt circa festum purificacionis sanctissimc Marie virginis glo- l4tll "osissime in anno sequenti. Anno 1475 die sancti Bartholomei in puncto s ,, $£ r ' medie noctis fuit terre motus ad tempus 4 minutarum vel citra*. 2I - Ä " 9 - Diese hie nacbgeschriben rittere sint in den rat gesetzt von unserni hern von Wormsze hern Echard: Her Johan von Warthenberg; her Emichc von Borntzen, her Heinrich Kemmerer, her Hans von Erlickeim, her Hans y on Röpersburg und her Johan von Hattenheim. Und hat unser herre her 10 Echard bischoff zu Wormsz yn hoff und husunge uff getan und gegeben in s yme hove hie zu Wormsze by dem munster, daz sie da ynne ir wonunge toben mögen, mit hove, kammer, stoben, kuchen und stellen, da myde sich doch unsere herren vom rade zu dirre zyt lieszen benögen. Und geschach a az in dem jar, da man schreip nach Cristus geburte 1400 und zwey jare u 30 M JJ g utl dem nesten mantag vor sant Katherinen tag der heiligen junffraw. Und u, l den selben tag so hant her Heinrich Kemmerer, her Hans von Rupers- ur g und her Johan von Hattenheim rittere egenant den rat zu Wormsze gesworn und unser herre von Wormsze egenant hat sie auch uff den ege- nanten mantag in den rat gesworn die selben dry; so hat her Johan von 2u Warthenberg ritter egenant den rat mee dan vor zwein jaren gesworn. [fol. os'i.j Anno domini 1400 tercio sabbato post Walpurgis virginis com- posieio facta est inter dominum nostrum generosum dominum Rupertum regem onianorum etc. ex parte una et dominum Bernhardum margravium in Baden cx parte vero altera in Wormacia. 25 Anno domini 1400 quinto dominica proxima ante diem beate Marga- tt°Au jäte virginis sa hant unsere herren alte und nu und alle die den rate ye csaszen überkommen, daz wer do im rade gekoren wirt von der stede wegen r 'den odir zu tagen zugen, daz der cz dön solle unwidersprflchlichen, er •-'»tschuldige sich dann by sime eyde, daz er ez nit getiin möge. 30 [fol. 13''.] Anno domini 1400 septimo feria sexta ante dominicam in- vocavit hant unser herre alten und nuwen, die den rad beseszen hant, und arczu der zunffte frunde, also daz ir waren hundert und viere, do tet man b ) Anno 1475 bis citra von anderer Hand. b ) Falsclie Salzkonstruktion. 1403 5. Mai 1407 11. Febr. 310 Aus Wormscr Rathsbüchern. eine umbfrage, ob man den brieff, den unser herre von Menczc der pafflicid senden wolte von der sache wegen, ob man den ban woltc laszcn offslahen bis uff den uszsprueh und ob der anlasz virginge, daz wir da widder zu banne weren als hude zutage und daz daruff die pherrcr heryn (jwemen und s sungen und lesen; do waz die meystc meynunge mit namen 91, daz man den brief solte lassen geen und waren der andern, die des nit folgeten, 13. [fol. 46\] Anno domini U2G». Item dominus Iohannes de Fleckensteyn episcopus Wormatiensis obiit 18*Mai anno quo supra in vigilia penthecostes videlieet 18 die mensis maii. io Item expost electus unanimiter et capitulariter fuit dominus Eberhardus 2-j. Mai de Stetcnberg 1 in episcopum 29 die mensis maii. Item dominus Eberhardus resignavit electionem et renunciavit episcopa- « Juni tum 6 ta die mensis iunii. Item denuo electus fuit capitulariter dominus Fredcricus Dominecke in 12. Juni is episcopatum Wormatiensem, qui gratanter reeepit 12 die mensis iunii anno quo supra et instetit pro confirmatione prout sequitur. Item obiit dominus Rupertus filius domini Ludwici comitis Reni palatini et ducis Bavarie, qui Rupertus fuit hercs regni Anglic et Francie, 21 die 2i. Mai mensis maii, et habuit annos 20 et infirmabatur febre, de quo mortuo paler 20 multum contristabatur 2 . 7. Nov. Anno quo supra feria quinta ante Martini episcopi vencrunt ambasia- tores domini Frederici electi episcopi Wormatiensis, videlieet Eberhardus nun- cupatus de Stetenberg'' canonicus ecclesie eiusdem et prepositus ecelesie Spirensis, decanus saneti Martini et magister Iohannes Lynck c , et demon- 25 stravit dominis in consilio presidentibus bullatam confirmacionern super epi- scopatu Wormatiensi ipsis notificandum de sua confirmacione et tradidit eis copiam in presencia collacionatam, quam habent in hoc registro con- scriptam. *, N 0t . Sexta feria sequenti presiderunt domini in consilio supra aulam epi- 30 scopalem ad traetandum de negocio civitatis ac pacis violacione et aliis; illo medio venit idem dominus Stetenberger et peeiit intromitü. Et sie ipso introeunte presentavit unam missivam clausam ex parte prefati reverendi episcopi Friederici electi et confirmati, ut asseruit et peeiit legi; ipso audiente LXXXVII hoc signum quere post ea in folio ») Oberhalb des Blattes: ^p*" et in numero LXVI. 3S Beim Binden des Eidbuches (1554) sind die Blätter stark beschnitten worden; die Foli- irung fiel weg, die Blätter wurden verschoben und viele gingen verloren. b ) Zuerst stand Stetenberger; dies ist durchgestrichen und darüber de Kosenberg gesetzt. °) et prep. bis Lytick am Bande. 1 Schannat 1, 412 nennt ihn von Sternberg, indem er auf die anonyme Chronik io verweist. Auch soll er 8 Monate regiert haben, was mit obiger Angabe widerstreitet. 1 Rupert genannt England geb. 22. Mai 1406. AusWormser Rathsbüchern. 311 mit lecta. Et est hec eadcm littcra inserta inferius prout scquitur de verbo ad verbum unacum subscripcionibus. [47.] Unsers hern des bischofs brief. Friedrich von gots gnaden erweltcr bestedigitcr bischof zu Wormsze. Unsern fruntlichen grus zuvor. Ersamcn wysen guten frunde! Als Jost s Farrc von Wormsze gezogen und furbasz kein burger adir inwoner da ist, des halb eines ratherren gebristet under den nunen; diwile nu unser bc- stedigungs briefe so kurcz von Rome komen sin, dz wir uns zu dirrc zyt nit selbs geschicken mögen in die stat zu komen, so haben wir dem ersamen unserm lieben andechtigen und besundern hern Eberharten von Stetenbcrg 10 unserm dumeherren zu Wormsze bevolhen einen andern an des vorgenanten Jost Farren stat in den rat zuseezen und auch uf sant Martins tag schierst kumpt burgermeister rat schullciszcn und geriecht von unsern wegen zu feinen zu seezen und in den rat zu sweren nach uszwisong und inhalt des Artikels in bischof Johans briefe 1 , und wollent uch fruntlich her inne bc- is w ysen, als wir uch wolc getruen. Datum Nuhuszen feria quinta post festum 7. n„v. omnium sanetorum anno domini 1426. Den ersamcn wisen burgermeistern und rait der stat zu Wormsz unsern guten frunden. Audiens litteram postulavit prout asseruit sc habere in mandatis turn w vacante vito uno de novem videlicct Iudoco Farren, nunc dominus episcopus et ipse suo nomine ipsis loco illius alterum vellet denominare prout et quem- admodum ipse de iure et in articulo concordie" domini lohannis episcopi pie memorie plenius continetur. Super hanc peticionem et requisicionem ipsi domini de consilio poslu- 25 larunt deliberari; habita sane et matura deliberacione responderunt sine mora, •l"od ad crastinam diem velint sibi dare responsionem, quia in illo loco ipsi delicerent in registris et litteris; ipsis perlcctis et visis sane possint responderi. Superveniente die sabbato venit sepefatus dominus Stetenberger supra •■>■ »■>«. curiam Burgerhove, fidedignis viris b , qui in numero 20, presidens, respondit ™ dominus Dicczo zum Flogel ad peticionem suam pre die et huiusmodi faetam: Ferlcctis litteris registris iuribus privilegiis el consueludinibus 11011 esset de more nee hactenus hueusque servatum ipsi domino episcopo nec ipso suo nomine aliquid velint consentire videlicet in eligendo iimim de novem viris n ec quiequam faciendum prout iura et consuetudincs earum hueusque ser- ss y ate fuerint, nisi prius ipse episcopus fecerit prout et ceteri sui predecessores fecerunt sigillaruul. et iuraverunt. Hoc facto quiequid Linie de iure ipsi episcopo vel ipso suo nomine lenerentur faecre erunt parati sine omni dilacione et cum obediencia. Et quod haue responsionem et exhibicionem ipsi domino episcopo °t cos ainicabilitcr et generöse velit digne promoveri, quod sc dixit facere velle. *o [''] Anno et die quo supra videlicet sabato ante Martini adhuc domino stetenberger in consilio super Burgerhofe presidente. ") conc. am Hände. b ) Tis. viribus. 1 Vierte Rachtwng nmi, 25. Januar um, ÜB. II nr. . 3 1 2 Aus Worniser Rathsbüchcrn. 7. jVod. Item uff den dornstag davor hat Hcnsel des bischofs kneeht gelt geholet uf der rechnonge und wart under ander Worten einen unsern burger- meister genant Johann Rebestock sagen mit frevelichen unzemelichen Worten, wer er were, und yme smelichen reden, daz dem rade und ime besonder 5 gar swere an lag. Item das hatte der rait und auch me gesaget, wie dasz einer genant Peter Freflszborn ein tormiter uff dem diime zu Wormsz eine ganezen rate und einer gemeynden an ire gelymphe geredt mit smelichen 8 worten, wie dz sie nit so viel erber lute hettent, die eyme bidermann mochten ader konden 10 antwort geben. Solichs und me, daz dem raite und der stat teglich beschee, were yne nit wole zu langen tagen zu lyden, das er dz an unsern herren den bischoff brengen wolte yne wandel darumb widerfaren möge. $. Not. Alsse nu der Stetenberger uf samsztag ut supra in dem rate was, do redte er usz den zwein artikele und besondere von Henselins wegen, wie 15 daz unserm herren dem bischoff leit were mit andern gelymplichen Worten. So hette er Peters sache dem capittel furgelaicht, den weren die Sachen auch swere. Und det da mit ein ernstlich bete zu besuchen, dz dem burgor- meistere wandel beschee von Hcnsel und dem raite von Petirs wegen. Daruff wart yme geantwurt, daz unserm herren dem bischof und yme uo zu liebe der burgermeistere wolte die sache zu yme stellen, also dz ymen ein Widerspruch geschee. Doch mochte er yme uschit mit rechte zugefugen, dz wolte er tun ; dz nam der Stetenberger uff und danckt vastc, und wolte dz auch also bestellen. Dann von Peters wegen wart yme gcantwort, die sache hette sich zu ferro verhandelt vur alt und nftwe rat und allen zunfl- 25 meistern und lege rieh und arme swere, ane die konden sie nit gcantwurten. to. Nov. Und also uff den sunentag darnach kam her Eberhart Stetenberger in dem munster under der frone messen mit Hcnsel des bischofs knecht und det ein bedc, das die burgermeistere und rat uff daz meiste, so in dem munster weren, sich by ein fugen woltcn. Also kamen by ein ander in dem ,io munster wole uff 8 erber manne der besten und redt Hcnsel muntlich mit zu hauff gelaichtcn henden und demütiger bete und sprach: ich bitt uch lieber herr der burgermeister, ich bekenne, daz ich wider uch gcredt und uch ertzornet habe, dz han ich in eyme zorne getan und ist mir leit, und bitten uch, dz ir mir daz verzihent, want ich unrecht daran getan hau. .15 [48.] Uff denselben sunentag, dz ist uff sant Martins abent vur mittentage schicket der bischof von Wormsz in dz munster nach den zwein burger- meistern Petir Kolben, Johann Rebestock und hern Dieczen zum Flogel und hern Hamrnan Hörn, daz sie zu yme keinen gen Nuhusen. Also giengen sie zu ime. Da fordert und begert er an sie, nach dem 40 er contirmiret were und den rat und alle ding zu seezen zu tun und zu machen hette, wz eiinc bischof zugehoret nach inhalt bischof Matheus und bischof Johanns briefe 1 mit iren artikeln in und usz wiesen, das sie darumb a ) Ha. semelichen. 1 4. imd 6. EacMung. Aus Wormser Rathsbüchcrn. 313 nach mittage deten einen follen rait machen, so wolten er sin frunde zu inen schicken und ein antwort von inen verhören und getruweten ynen wole, sie sulten imen darinne nit tragen. Daruf wart ein rait follenclich gemaicht, und waren uff dem Burgerhofc under 34 erbarn personen nit und kamen herr Eberhart Stetenberger, der s probist zu Spier, herr Sobernheim, der burgrafe von Straszburg 0 , der declian z n sant Martin und herr Johann Lynck, und fordert der Stetenberger von des bischofs wegen glich und in die masze, wie dann unser herre der bischof den vieren erczalt und begert haitt, und lieszen under der forderunge luten, ire herre der bischof wolte willig und gehorsam sin ynen confirmacien und iu °ncfe zu geben, wie dann dry adir vier bischof sine furfaren für imen inen geben hetten, und die glich scyten mit den und andern zu gelaichten Worten. Daruf giengen die dumeherren usz, und nam sich der rait zu be- oeneken, und worden cynmudelichen eins antwurts zu raitc, uszgenominen dry, und kamen die herren herwider inne. u Und spraich her Diecze zum Flogel von des raits wegen: „Lieben lerren! Wir han unsers herren des bischofs und uwere forderonge wole verstanden, und sullent wissen, das wir aber unsere buchcre und briefe Übersehen hant, und bitten uch, dz ir zuvor wollcnt hören die artikele in en buchern und briefen, wann dz geschiecht, so wil ich furter darzu sagen, n das dem rait noit ist." Also wart ynen gelesen czwen artikele in bischofs Johannes siinungs riete, wie dann ein bischof adir ein capittel einen rait seezen sullen und arnach in bischofs Matheus brief auch ein artikel, uf die meynunge, und iiueh ein artikel, wie und ee unsere herren in dem raite einen bischof ent- N P alien, waz er ine tun sulle zuvor und darnach den cit, den eyn bischof er stat tun sali. [ h ] Und nach die artikel gelesen worden, da redt furbaszer er Diecz und sprach: „Lieben herren! Nu hant ir wole gehöret, wie die ucnere und briefe mit iren artikelen gar eigentlich uszwisent, wie sieb ein isenof gegen uns zuvor halten und bewisen sal, ee wir inen laszen und * ntphaen zu ciine bischof. Darczu so sweren wir alle zu got und uff den iwhgen die stat zu hanthaben by ire friheit, iren rechten, guten gewonnenen nd herkomen, und enkonnen in uns anders nit fynden, nach dem wir SWeren ; dann wann unser herre der bischof uns vor getut, wz er uns tun S0| L wann dz bescheen ist, waz wir imen dann darnach durch recht tun u ■O'len, daz wollen wir ymen willeclich tun und warzu er recht hait mit tun n d mit seezen, darinne wollen wir ymen ungern tragen; und bitten uch • s unser antwort gnedielich und fruntlich an unsern herren zu breiigen und KutJieh von uns off entphaen, dan wir es gut sunder alle argk meynen." Und also schieden sie usz dem raide und giengen stfimpelingen enweg. 40 Daruf und zustiint wurden unsere herren zu raide und maichten ire oitten mit namen hern Dieczen, herr Haman Hörn und her Conrad Gostcn- or , daz sie zu dem capittel uf den dftme gen sullent des morgens fruwe S| «it Martins tage zu 7 stunden daz capittel auch uf den abent gebotten wart. ) Nach Straszburg ist eine Lücke für einen weiteren Namen gelassen. 45 314 Aus Worniser Rathsbüchern. Und sullent yne sagen unsers herren von Wormsz und siner frunde forderonge und bogoronge und darzu unser antwort mit den artikoln inen gelesen, und me, der rait Labe genant 24 manne und getann wz inen gebür, wollen sie nü als ein capittel, so mögen sie eynen zu iren frunden uff den s sail senden und dem nacb gen, als yne dan zugehoro und nach inlialt bischof Joltans sununge, daz sie auch da mit sehen, daz dheinc broist an der stait nit cnsy, so daz gebott an den bischof und auch an sie getan; wolte nu daz capittel nit darzu tun, so wollen sie furter- den rat und dz geriechte siezen lassen als vor mit so lange, daz der stat beschiecht von io dem bischof, waz ir von rechtis wegen bescheen sah Und als nu die vurgenanten hotten in daz capittel kamen" und sagten den dumeherren des capittels, der under 11 nit waren, die meynunge, als sie dann von unsern licrrcn usz dem raite gescheiden waren und ynen auch entpholen was. 16 Daruff wart inen gcantwurt under andern Worten und besloszcn ire antwurt auch da mitde und sageten von bischof Johans artikel, der da inhelte, wer [4i).J nit eyn eynmütiger bischof, so wüsten sie wolc, waz inen dann gebürt darzu zu tun. Nu were eyn eynmütiger und bestedigiter hischof, dem horte solichs zu tun, dem cntphelcn sie auch daz, und gienge sie uf dismael -» nit me an und wolten wolc, daz der rat irmc herren dem bischof nuczumael nit darinne trugen; daz ducht sie gut sin. Daruff antwurten inen unsere herren, die da waren, sie bekennten wole, dz er von ynen 1 ' eynmutklichen erweit, darnach von unserm heiligen vatlcr dem babist confirmiret were, aber sie bekenten nit, dwile daz er ynen « nit zuvor confirmiret und getan nette, waz er yne dann schuldig sy zu tun, daz sie yme durch ire eide, die sie eyme Romischen kunige getan haben und tun, in dheinen weg nustnit phlichtig sin zu tun, und können dem auch nit anders getun, sonder sie lassen den rat und gericht so lange siezen mit dz yne geschiccht, daz dem raite dan von eyme bischof bescheen sal. ;, u Und also giengen die botten usz dem capittel uff den saile; da waren 7 manne von den nfmen und die 10 und die 4 bischof mann und braichten daz antwurt von dem capittel da oben geschriben. Und wurden ungezweyet eins raits, daz man daz geriechte gancz hiesz in die stöbe gen und entpfale yne, daz sie dz geriechte vorter hielten mit so lange, daz man sehe, wie 35 die sache ein ende neme. Also nam sicli daz gcriecht der Sachen wider an und erkannten daz solich ersuchen vastc wider die stat und ire fryheit were. Dcszglichen wart mit den burgenneistern und dem raite auch geredt, daz iederman bliebe by dem ampte, als er c were und daz beste dete und ieclicher bekente, wie er eyme Romischen kunige und dein rieh gesworn 40 hette und vorter tun müste. Daruf antwurten sie alle eyntrechtiklich, der rat solt nüst ubirgebeii, und wolten by irmen rechten, ire friheit und herkommen bliben und wolten lieb und leit da mit lyden. *) kamen später über der Zeile hbieinkorrigiert. •») ynen später hineinkorrigiert. 45 c ) er hineinkorrigiert. Aus Wormsor Rathsbüchern. 315 Und vereynigeten sich, daz die zwene burgermeisterc einen rait uff den dinstag frie umb prime zyt uff den Sparwenzagel 1 machen sollen und dar- '-■ **>'• gebieten allen den, die den rait yc besaszen," allen Zunftmeistern und usz wclicher zunfft dry ader 4 mannen darzu, den solt man dann sagen ver- nandelonge der Sachen und mit ync raiten, wie man die sache vorter halten s sullte. Item uf den selben tag umb vesperezyt da schickt und batt der probist v °n Spicr und der von Sobcrnheim, daz die zwene burgermeister vur die apoteck zu inen komen wolten. Also gieng ein burgermeister herr Diccz u nd Jacob der statschriber zu inen. 10 [ b ] Und also redte der probist: „Lieben frundc! Als ir wole wissent nach inhalt der sunonge, die unser herre von Mencz und unser herre herezog Ludwig gemacht hant 2 , daz man allewege uff den andern tag nach sant Martins tage die selbe rachtung uff dem saile lesen sal und dem nach gen alsich dz gehurt", und begertin darumb eines rats des morgens dem also i:> nach zu gen. Daruf zu stunt antwurt her Dieczo: „Lieben herren I Wir wollen morn einen rait machen und uwere meynunge unsern frunden furlegen, und wz uns davon zu antwurten würt, wollen wir uch wissen lassen." Item uff den dinstag, da wais ein rat uf dem Sparwenzagel und waren 'm u. am. Ua so der retc zunfl'te und uszer der gemeynden nie dan 200 manne; nfl in nein als die retc in der stoben waren wole by den CO mannen, und wolten S'eh underreden*, da kamen in den hoff des bischofs von Wonnsz frundc, er von Rodenstein und der dumeherren dry, und mit ynen usz den an- ern stillten 3 canonicken, und begerten in den rait. Also worden sie in- 2. r > Selaszen. Und redte der von Rodenstein von sins herren des bischofs und her ohernheim von sincr herren des capittels und der andern stiefte wegen und prach: „Lieben frundc! Ir wissint wole, myn herre der stieffte und die P 'all heit und ir habent sununge und rachtung, daz man als hude die räch- 30 unge in dem raidc lesen sali und mit Sonnentag nest kompt in allen zunfften ncl sin hie, wollen dem also noch gen"; und giengen damit hien usz. Daruf berieten sich die retc und hieszen sie her wider inne und sprach 10r dieczo: „Lieber juncher und lieben herren! Wir bekennen, daz ir und Vlr s °nunge und rachtunge han und wolten ungern darinne tragen, dann :)S Wer gestern uf sant Martins tage begangen worden von dem bischof adir v°n dem capittel den rat zu seezen und anders, dz sie meynent zu tun zu »aben; und nach dem als wir b gefryheit und herkomen sin und nach solichen ou > als wir eyme Römischen kunige und dem rieh sweren und ein bischof ) -fl». umlreden. b ) wir kineinkorrigiert. 316 Aus Wormser Rathsbüchern. uns tön sal, so hotten wir uf hude rait uf dem saile und wercn dan dem nach gangen und mit willen getann, wz wir cime bischof adir in rachtung tun soltent, hann getann, und alle dwile uns nit beschiecht, als wir dann gefordert hann, so enkonnen wir auch nit getun, dann mfiszen rait und 5 geriecht laszen siezen bisz so lange, dz uns beschiecht, wz uns dann von eyme bischof adir syme capittel bescheen sal." Daruff gaben sie antwurt umb reden, und bleip doch der rait by siner antwurt. [fol. 50.] Item in den gezyten wz die stait in gar guter fruntschaft mit 10 bischof Conrad zu Mencz und worden eynmudclichen zu raidc, dz sie sinen gnaden schriben wolten, dz sie auch daten, und schickten sinen gnaden den brief mit irine boitten uf mitwoch usz gen Hessen, dan sin gnade wz zu Erflbrt. U. Nov. Darnach uff samisztag nach Martini waren alle stiefftc versampt, anc 15 die von Nuwenhusz, zum dumme in der capittel stoben uf die prime, und waren in der stoben 9 dumeherren und 15 andere canoniken von andern s tieften. Da redte her Diecz zum Flogel von des raits wegen. So was auch mit yme dargangen her Peter Kolbe burgermeistere, her Ha(man) Hörn, G. Gostcn- 2o hofer, Wilhelm Martin, Herbert Gleyn, Jcckcl Goszel und Jacob der statschriber. Und sprach her Diecz: „Lieben! Uns hant unsere frundc der rait zu s. Nor. uwer wisheit geschickt zu sagen, wie am fritage vor sant Martins tage nest vergangen unser herre von Wormsz hern Eberhart Stetenberger mit eyme sime gewalts briefe in unsern rait geschickt habe und dem entpholen an sin as stat einen erbam manne an eins genant Jost Farren stat zu eyme minder zu seezen und dann furler uf sant Martins einen rait zu seezen und zu tun, was dann eirn bischof zu geboren sulle. Uff die czyt wart yme geantwurt und darnach unserm herren von Wormsz muntlich und darnach uch a uszwendich und auch inwendich dem ao capittel: Wie das des raits meynunge were und auch noch ist, das er des noch anders nit zu tunde habe, als er meynet zu tun hann; dann wann er der stat zuvor getan hette, wz ein bischof einer stat schuldig ist zu tun mit confirmacion und anders, was yme geburt, wz sie ymen dann tun solten, das wolten sie gutlich tun ane indrag; wolte er aber inen das nit tun, daz U er dann ein capittel dz liesz tun mit solange er ynen gedete, wz er inen tun solte. Darczu so hait der rait desglichen dz zu tun an uch myn herren dz capittel auch gefordert, daz inen auch verslagen wurden ist. Uff daz nu lieben iren und uwer wisheit verstee, nach dem und ir mit unsers herren von Worms frunden uf dinstag nach sant Martins iezt vergangen uf dem 4o Sparwenczagel begertent solich rachtungs und sunungsbriefe zu lesen und dem nach zu gen nach inhalt der rachtunge 1 '. .. dz uch und den sinen auch underzogen wart und ist, darumb daz uns von unserm herren von Wormsz noch von uch nit bescheen mag, als dann uns besehen soll, [ h ] herumb so a ) Zuerst Hlaiul inen; das wurde durchijestrivhen und darüber uch yenelzt. 45 b ) Nach rachtung eine lAlcke von einer halben Zeile. Aus Wormser Rathsbüchern. 31 7 müssen wir den alten rait und gerichte bliben laszen siezen, dwile der artikel in bischof Conrad und herezug Ludwig raebtunge inbelt, daz man alle jare uff den andern tag nach sant Martins tage die simunge uff dem sayle für dem niiwen und alten raide lesen; syt nu daz an uns nit begangen lst > so können wir daz auch nit geandern, und ist der brüste nit an uns 5 sonder an unsern herren von Wormsz und an uch. Und darumb daz ir nu sehent, daz wir noide in raebtunge und anders tragen wollen, so begern und bitten wir uch noch hudebytage a ir unsern herren von Worms bittent und underriechtent, uns tu, waz sin furfare uns getann und confirmiret hait, wann das bescheen ist, wz wir dann yme und uch tun b sullen, es sy von 10 •"achtunge und was dz ist, dz wollen wir mit gutem willen tun, also dz ir ye sehen sullent, solt ycht anders dar inne fallen, das solichs unser 0 schult n 't sin solte." Daruf gienge der burgermeister mit andern sinen frunden usz. Entwurf des raits frunden under den herren, herr Sobernbeim, und 11 sprach: „Lieber Diecz! Als ir erczalt bant zuvor, wie her Eberbart Steten- rger einen brief braclit habe von unserm herren dem bischof und auch wie arnach unsers herren frunde und wir mit andern capitteln begert haben und wie das dann dine worte und begeronge gewest sin, ist nit noit anderwerbe zu erzelen, wannt myne herren hant es wole verstanden und wolten 2° Wole, das der rat unserme herren und uns detent dz, das ir uns tun sullent. °ch so wollen wir unsere herren und frunde zu unserme herren schicken und die sollent yme die sache und uwere begeronge eigentlich erzelen und * mit bitten und waz denselben zu entwurt ensteet, dz wollen wir uch wider lassen wissen." 25 Und sagenten da mit, wie die nuwen meel ungeltere von ynen zeichen °'ten han, daz doch in der rachtung usz gesaezt were, und begerten sie *u underwisen dz abezutun. Antwurt her Diecz und beslosz die rede und sprach: „ Lieben herren! lr dancken uch uwer bottschaft, die also wellen tun; beschiecht uns, wz 30 nns bescheen sal, daz hann wir gern und mögen furbaszer desta gerner 8 un ynien und uch, wz uch liep ist, mag adir kann uns dz nit widerfaien, '• 'st uns leit, und bitten uch, dz ir uch diese unsere vorderonge begeronge Un d antwurt in guter gedechtenisz wollent laszen sin, want wir es gut me ynen. Und von der melungelter wegen do ist uns nit von wissende, dann ™ Wlr wollen sie in den rait vor unsere frunde besenden, und wz uns zu ant- urt begegenet, wollen wir uch wider zuversten geben." fJOi.J Darnach uff mittwochen nach Elizabeth landtgrefin kamen uff 20. Nov. en burgerhof in den rait der by ein versampt was, wole by den funffezig e rbarer mannen der herren vom dume und der andern stiefte wole sesse 4» canonicken und redte her Johann Ladeboum und sprach: „Ersamen lieben lerren und frunde! Als uwer wisheit neste uwer frunde vollenclicb vur dem ^apittel und andern stieften gehabt hant und under d andern reden uns gebetten c) a ) Ä. noclmdebytage. b ) Ei. uch dann tun, dann wieder durchgestrichen. »»Her hineinkorrigiert. J) II». und. « rj. Not, 31 8 Aus Wormser Rathabüchorn. unsern lierren von Wormsz daran zu wisen, uch duwe als sin nester vurfare getann hebe, wz ir ymem dann und der phafheit tun sollent, daz wollent ir gern tun etc. Sullent ir wissen, das wir umb des besten willen und uch und der stat zu a liebe und dz wir unsern herren und uch gern fruntlich und s eines sehen, so haben wir unsere herren zwene geschickt zu unserme herren gen Laudenburg und sinen uwere meynunge und fruntlich erbietunge gütlich und zum besten erczalt und ermanet solichs guten zu sagene, so sin gnade uch und ir ymen wider getann hant, daz ir auch sinen gnaden getruwent, dz uch halte, daz ir yc meynent gegen sinen gnaden vortcr mit den wereken io erezeugen, des glichen sin gnade auch meynet vorter gegen uch mit willen zu bewisen. Dann sin gnade, sprach er, hette iezt einen riet furhands, darunih ymen geburt eine zyt zu rieten, und wann dz beschee, so wolle er sich nach by Wormsz fügen, als dann mochten wir desta follenclicher by yne kommen, und wz wir dann glichs und gutis zusehen yme und uch treffen mochten, 15 da sulte man inen gutlich und glymphlich innc finden." üaruf antworte her Diecze und sprach: „Lieber herrc! Wir dancken uwer erbarer wisheit solicher bekommernisz und legen daz umb uwere wisheit zuvertienen." Anderwerbe redte her Ladeboum und sprach: „Liehen frunde! Uf das 20 daz wir nii der Sachen desta neher komen mochten, so wollen wir uwer wisbeit bitten, daz ir uns doch gebent eine glaublich abeschrift, so ir meynent uch unser herre tun und geben sulle, wan wir dz nehste by unsern herren komen, und als dannen sin gnade desta basz uwere meynunge underrichten mögen." — Und begert da mit einer antwurt von der zeichen wegen, dz 2. r . die mele ungeltere meynent von ynen zu hann. Daruf antwurt aber her Diecze: „Lieber herre! Als uwer begeronge ist eine bewert abeschrift wellen geben der confirmacion, wir begern zu haben so viel unser iezt hie sin, sin daruff und ouch uff die zeichen nit wole bedacht, dann wir unsere ungellere besenden und auch unsere briefe und anders ubir lesen und f'J unsere frunde so vollenclich besenden und ynen uwere meynunge furlcgcn und uns darinne begegenet und geburt zu tun, daz wollen wir uch an zamsztage nest kompt zu wissen tun." Und also schieden die dumeherren usz dem rade. Uff samsztag vor Katherine umb prime czyt darnach gienge herr Peter 3.1 Kolbe burgermeister und mit ymen herr Diecze, G. Gostenhofer, Wilhelm Martin, Herbert Clein und Jacob ire statschriber in dz capittel zum dumme in die stöbe und da saszen 24 canonicken, so vom dume und andern stielten, und spräche: „Ersamen wisen und lieben herren! Als uwer wisheit nest an mitwochen vergangen in unserm rate gewest sint und uwere forderonge 40 und begeronge erczaltent, wie dan die geludet hant, dz ist nit noit alles nuczumacl zu erczelen. Dann umb des willen dz uwer wisheit sehe, dz wir die sachen gern gut sehen und nit bergen wollen, so hau wir vier confirmacien versiegelt hie von vier bischofen sinen furfaren mit namen bischof Johanns, hischof Eckards, bischof Matheus und bischof Johans iezt des testen, die auch « a ) //». der. Aus Worraser Rathsbüchern. 319 allo viere glich sagen, die wollent hören." Also namen vier herren die vier "erschriben confirmacien und lasen die und stunden glich alssie selbst bekanten. Und redte furter und sprach : „Lieben herren ! Dwile uwer wisheit wole gelesen und gehöret hait dkeine myssprechen in den confirmacien, so bitten wir uwere wisheit aber unsern herren von Wormsz dar ane wisenl, daz er t uns duwe, was sine furfaren getan hant, wann dz beschiecht, waz wir ymen dann tun sullen, dz wollen wir mit gutem willen gern tun, dann abeschriften Zl » geben, des ist nit noit, so sin wir auch herkomen, dz wir des nie gethann iann. Auch von der zeichen wegen da sint unsere frunde ubir geseszen und liant des uberkomen und ist ir meynunge, were nit recht noch auch 10 gute gewonheit, dz die pfafheid zeichen nemen solten, so were doch one 1,011 » daz sie die nemen, darum!) das man wiste, wz meles der pfafheit zu genorte, warumb es sint pfafl'en, die halten! geste und sint uffen würte, ein jjeile habent ire brudere mit wibe und kindern, ein deyl haltent ire swestern etc. aruinb ist recht und auch noit, dz ir zeichen a sullent nemen nach dem ir, und ir vor yclichcr sin waiss bracht und begert des Zeichens; disz hant uns unsere frunde [102.] uwere wisheit heiszen sagen, want wir hann nit anders ann wine und mele ungelt und getruwen uch wole, dz uch selbst nit liep sin sulte, dz uns unsere gulte, davon wir doch unsere stat halten müssen, durch uch geswecht soltc werden." so Daruf antwurt der von Terssc und sprach: „Lieber Diecze! Heisze mir °cn myn mele lassen folgen, ich hann doch nymands dann myn gesynde." Darwider antwurt her Dicczc und sprach: „Lieber herre! Nement uwere ichen, ich weisz wole, daz man uch uwer mele folgen leszet." Daruff sprach der von Tersse: „Lieber Dicczc! Ich wolte, daz ir be- ss s ellent, dz uns unscr mc i c üeszen folgen, als das billicb ist. Sit nu das s nit gesin en mag, so sin wir und alle pfaffheil gemeynlich uberkomen, az wir keine zeichen wollen und sullen nemen und bitten uch, das ir uns cl1 unsere mele folgen laszent mit uff unsern herren von Worms, als dann 'ollen wir ein sachc mit der andern vurheben und waz dan billich ist, dz so «em nach gangen werde." Antwort her Dicczc und sprach: „Sic weren von iren frunden gescheiden, 8 Sie dann vor gebort hetlen, doch so wollten sie ire frunde vollcnclich darumb 01 >°ltschaflen und wz inen dar inne begegenet, dz woltcn sie inen wider sagen." An dem lnittwoch nach sant Katherinen tag da waren uf dem Burger- 3:, »7.*». 0 e der rat alt und nüwe und alle zunfftmeister und namen die sache vur- t,llJ s urid wiegclen die und anders, das yrien dann wiederfurc, so von dem »'Wen bischof und auch der phafheit, und ubirkamen eynhelleclichen umb 01 stat nitczen 1 ' willen, daz die phaffheit sulte zeichen nemen und ir keime e « laszen heime gen an zeichen, dann sie betten zun heiligen gesworn, 40 stat zu hanthaben by iren fribeiten und iren gewonheiten etc. ■ Indem so kam herre Endres vom Stein ein dumeherre und 0 . . . und gerten einer antwurt als von des meles wegen, wie sie am samsztagc daz )e gert und davon gescheiden weren. ') Ha. zeichent. b) Jh. nuezston. c ) Folyt eine Lücke. 45 320 Aus Wormser Rathabüchern. Da gab inen her Diecze das antwuxt, wie dann der rait mit allen zunffl- meistern ubir komen was und wollen dem auch nit anders tun. Daruf ant- wurten sie von der pfafheit wegen, sie weren auch des ubirkomen, daz sie der zeichen nit nemen sulten und konden das geboitt auch nit geandern; 5 und also giengen sie enweg. [ b ] Item uff den selben mittwochen kam Goncz der stat boitte von unserme herren von Mcncz usz Heschen l und braicht briefc, die zu Friczlaif geben waren, dar inne er der stat gar trostlich und fruntlich schreib uf den synne, wir solten unsers rechten und friheit nustnit ubirgeben, dann wan 10 uns von dem bischof beschee , das uns bescheen sulle, so sulten wir imen auch widerumb tun, wz wir ymen tun sulten. Und schreib da mit, wir solten auch daran nit zwifeln, was er uns und den unsern zugesagt hette, dz wolte er follenclich halten und solte uns ymands verkorczen wider recht, dz solte ymen leit und nit liep sin; und schreib auch da mit einen brief an 15 den bischof und schickt uns desselben briefis ein abeschrift uns darnach riechtent. Solich geschrift was der stat ein groszer trost, dann die stat noch wir hatten nyman, uf den wir uns mochten gelaszen zu der czyt. 2*. Nov. Item uff dornstag dar nach da kamen uf den Burgerhoiff in den rait dryn canonicken vom groszen dume und dry canonicken von den andern 20 stifften und da saszen under 40 erbarer manne nit. Und redte her Johann Ladeboüm und sprach: „Lieben frunde! Als uwer frunde leste vor dein capittel gewest sint und da geezeuget vier versiegelt confirmacien und die auch glich luten und nit mysshollen und waz uwer begeronge unsern herren daran zu wisen, das er uch duwe, wz er uch tun solle, als dann wollent ir 2r, ymen auch tun etc. Des sint unsere herren anderwerbe by unserme herren von Wormsz gewest und hann sinen gnaden uwern guten willen und mey- nunge genezelich erczalt und ist ymen wole zu dancke von uch und wil sich korezelich by Wormsz fugen und uns dz wissen lassen, als dann wollen unsere herren zu ymen komen und zusehen uch und ymen reden, so ferre :io wir mögen, daz die Sachen zu ende und gutem usztrage komen. Auch so begernt und bittent unsere herren und alle pfaffheit, daz ir solich zeichen uwere mele ungeltere heissent abetun und die phaffheit hüben lassent als sie von alterher komen sint; daz wellen sie gern vertienen und mögen auch furbaszer desta gerner getun wz uch liep ist." ar> Daruf gab inen her Diecze ein antwurt und sprach: „Lieben herren! Wir hann unsern herrn und uwern frunden gestern, die da hie by uns waren, [103.] ein antwurt darumb geben und wie das dann geludet hait, wissent sie wole und enkonnen daz nit ufgeslagen noch auch geandern." Und also schieden sie enweg. n. Df>. 40 Anno etc. 2G t0 tercia post Lucie ist komen uf den Burgerhoff vor den rait, der da sasz und under 40 erbarer mannen nit enwaren, mit namen von dem groszen stieffte her Johann Ladeboüm, herr Reinhart von Hehnslait, herr Jorge vom Stein und von den andern stieften der techan zu sanl Martin, herr Wilhelm von Isenszheim, her Peter Oberckeim und mit inen herr Johann 45 ' Hessen. Aus Wormser Rathsbüchern. 321 Lutra, Johannes Schellengieszer und her Clas Winther. Da redte her Reinhart vurgenant und sprach also: „Lieben frunde! Uwere frunde hant furmals geclaget, wie ettliche personen zu sant Pauel wine geschenckt und auch in die stat haben tun füren und sullen davon der stait nit getann haben und auch die sune und rachtunge domit ubirfaren haben; also sint die selben s Personen von sant Pauel hie mit uns und begern von der stifte wegen an uch uns sagent, wz uwere meynunge sy, sie auch davon tun sollen als dann andern burgern geburte zu tun, dz sollent sie auch tun, und meyntent ir, das die rachtonge dar durch y uberfaren were, wollen wir mit inen und uch keinen vor unsern herren von Wormsz; erfint sich dann, das sie die räch- 10 tunge ubirfaren haben, wollen wir daran sin und schaffen, das sie von unserm herren von Wormsz darumb gestrafet sullent werden, als dz billich sy." Also giengen die dry vurgenanten personen von sant Pauel usz. Und redte da her Johann Ladeboum und sprach: „Lieben frunde! Unsere herren von den stieften sint uf samsztag nest vergangen by unserm herren von Worms zu 15 Nuhusen gewest und mit ymen geredt als von der confirmacion wegen etc. u nd hait sin gnade geantwortet, er wolle nach den heiligen tagen wider gen Nuhuszen komen und unz daz wiszen laszen und das dann wir mit uch z u ymen kommen, alsdann wolle er das und anders furhands nemen und hofe dar inne zu tun, das wole getann sy, nach dem er uch daz vur zu- 20 gesagt habe." Also und damit sint die herren usz dem raide gangen. Daruf ist her Dieczo, her Hamman Hörn und andere usz dem raide zu den herren gangen in die kleine stöbe und yne uf den ersten artikel die pfaffen zu sant Pauel antrefende geantwurt, der rait wolle den selben artikel v or ire frunde brengen uf ire meynunge und inen darnach antwurten. Uf as den artikel da wolle der rait die sache also in guter gedult sten laszen bisz nach den heiligen tagen, in dem besten alsdann laszen besehen, wz glichs und gutlichs dar inne funden mocht werden, dem wolten sie gern volgen. f'J Anno etc. XXVI'° sexta ante Thome apostoli kamen uf den Burger- 20. De,. hoffe vor den rait der Stetenberger und andere herren uf sesse personen mit so ynen und redte: „Lieben frunde! Unsere herren von aller phafheit hant uns "er geschickt und aber uch heiszen furzulegen, als sie dz auch ettwie dicke me uch erzalt hant, solich zeichen uwer mel ungelter von unserm mel forderet dz abe heiszent tun und sie laszent blyben by irme alten herkomen. Also sin wir aber hie by uch, begern und fordern in masze als vor solich 35 zeichen und forderunge abetunt und unser mele uns heime laszent gen als daz von alter herkomen ist ane zeichen adir aber uns unser mele heime laszent füren mit uf zukunft unsers herren von Worms, uf daz wir solichs nit bedorffen wider brengen, und ist es, daz ir dis tunt, so mögen wir alezyt desta gerner getun, wz uch lieb ist." 40 Daruf antwurt her Dieczo und sprach: „Lieben herren! Wir haben v ur und iezt uwer forderonge wole verstanden und han anderwerbe verbott- schaft unser frunde vollcnclich und darzu alle dihiene wir iezt wiszen die dz unsere meleungelt jares gehabt hant, die uns auch geantwurt hant, daz derselben ettlichen vur 10, ettlich vur 20 vur 30 ader 36 joren daz mele- 45 ungelt ufgehaben haben und allewegcn zeichen der pfaffheit geben und "Wormser Chroniken. 21 322 AuaWormser Rathsbüchern. darzu so brechto die pfaffheit vor roit waische 1 und begerton dos siegeis, da by ist wole zuverstende, daz die sache nit nuwe ist, sonder als alt, dz man dz nit wole vordencken mag, und herumb were nit recht noch auch gute gewonheit, dz die pfaffheit zeichen nemen solten, so were doch ein grosze 5 noitdorft, nach dem eltlich pfaffen in 12 tagen 12 malder meles ane viel gesindes gehabt hat und ettlicher pfaffe, der nit me dann eine magt adir einen knaben darzu hait und in eyme maende 13 malter meles gehabt hait; des und anders me wie nu uch furgeantwort worden ist, also antwurten wir uch aber und können daz auch nit geandern." 27. zi«. io Actum in die sancti Iohannis. 17. Dez. Und nu über das, das die phafheit uf dinstag nach Lucie uns gesagt hait, wie unser herre der bischof von Worms nach den heiligen tagen gen Nuhuszen komen wolle und als dann dieser und andere Sachen für sich nemen etc., als dann das uf den tag geludet hait, so ist die phafheit zu- 15 gefaren und hait unserm herren herczug Otten in namen unsers herren herczug Ludwig und sinem stathalter furbraicht und geclagt, wie wir eine •anderonge und eine nuweronge underslen zu machen uf sie mit den zeichen des mele ungelts, und hait darumb sine erbar rete und boitschaft mit namen hern Eberhart von Riedern ritter und Hanssen von Erleckeim zu uns geschickt 20 mit einer credencien, [104] die uns furlaichtent und seitent, wie die phaffheit irme herren an stait unsers hern herczug Ludwig furbraicht und geclagt habent, das wir ein nuweronge und anderonge gemacht haben von zeichen wegen uff ire mele inen zu gehörig, dz doch nit me noch ny bescheen were, und begerten da mit von irs herren herczug Otten wegen solich nuweronge etc. 2. r i abezutun oder aber dz in gutem bestan laszen mit ufzukunfft irs herren herczug Ludwig und inen daruf ire mele heyme lieszen folgen. Weres dz sie das deten, so wolte ir herre herczug Otte uns tun desta gerner, was uns liep were. Und damit getruvete ir herre uns wole, dz wir keine anderonge uf die phaffheit anefiengen by imen und in uszwesen sins bruders herczug 30 Ludwig. Daruff wart inen geantwurt mit semelicher glicher antwurt so der phafheit am fritage uff sant Thomas abent allernehst darvor geantwurt wart, und doch da mit geruret umb merer verstentenisse willen, daz wer keine anderonge noch nuweronge sondern ein alt herkomen, so lange das nymands 35 wole vordencken mochte, und auch hetten sie ettwz willen ane zu fahen, daz wolten sie lieber tun in bywesen unsers herren herczug Ludwig dan in sime uszwesen, uf daz, wann sie ire Sachen unserme herren herczug Ludwig vorleiten, getruveten sie siner gnaden wole, hetten sie gelymphe, sie solten des genieszen; wo sie aber ungelymph hetten, wolten sie sinen gnaden des 40 glichen alczyt volgen. Und baitent da mitde sie, daz sie solich ire antwurt gutlich und in dem besten, als es dann in imen selbst ist, fruntlich und gnediclich an iren herren herczug Otten brengen weiten, dann sie die sachen gut und nit anders meyntent. 1 Wachs, Aus Wormser Rathsbüchern. 323 Mutacio anni de XXVI'° in XXVII mum . tun Anno etc. XXVII m0 sabbato ante epiphaniam domini sint unsere herren 4. Jan. uff dem Burgerhoffe zu raide und hant her Dieczen und andere ire frunde mit ymen geschickt in das capittel und zu allen capitteln, die auch da waren, und sageten ynen: „Lieben herren I Wir sin leste by uch und ir by uns 5 gewest und hant uns gutlich zugesagt unser herre der bischoff wolle sich nach diesen heiligen tagen her by fugen und welle die sachen für sich nemen und das beste dar innen tun, als das dann geludet hait. Nu sint die heiligen tage hervor und unser herre von Worms nochnit komen und beschiecht uns auch nit, dz uns bescheen sal, dz uns und unsere stat nit 10 wole und zu vaste Schadens bekompt, das uns nit wole zu lidende ist. Dan wir sagen uch, ist es, das uns von unserme herren von Worms oder von uch nit beschiecht, das uns dann bescheen sal, so mögen noch enkonnen wir unsere stak nit also in irronge laszen ston, wir muszen unsere stat und unsern rait bestellen und versorgen nach der stat und aller menglichs noit- u dorft, da wollent zu tun, das dann gut und nucze ist." [''] Daruff antwurt die phaffheit und sprach her Ladeboum: „Lieben frunde! Wir hann uwere forderonge wole verstainden und aber umb des besten willen so wollen wir unseren herren zu unserme herren von Worms senden und ymen uwer begeronge und forderonge furlegen ime besten, und so wz uns zu antwurt widerferet, dz wollen wir uch auch zuversten geben." Supervenientes quarta post epiphaniam domini anno eiusdem uff den 8 . Jan. Burgerhoff in den rait her Ladeboum und der vom Stein in geinwertikeit v iel erbarer personen, der under 40 nit enwaren, und redt her Ladeboum und sprach: „Lieben frunde! Als ir nehste by uns in unserm capittel gewest as s 'nt und da begert hant an unsern herren von Worms zu brengen uch duwe, Wz er uch tun solle, beschee des nit, so mogent noch enkonnent ir uwere stat also nit laszen sten, ir muszent sie bestellen nach uwer noitdorfft etc., daz hann wir unserm herren von Worms an samsztage vergangen furbracht Und hat uns sin gnade geantwurt, das er uff iczt dornstag fritag und samisztag so gen Nuhusen komen wolle, das wir uff der tage einen zu imen komen, als wollen sie auch, und dann wolle sich sin gnade mit uns zuvereynigen, dz sie hoffen, wir sollen gutlich uberkomen, und wie man sich dann vereynige, daz man des ein recesse mache, das sich unser herre und auch wir wissen darnach zu Hechten." Daruff antwurt her Dieczo uff dem Burgerhofe in dem deinen stobelen 35 m it eyme burgcrmeister und anderen und sprach: „Lieben herren! Wir bann uwern ernst und guten willen wole verstanden und dancken uch des vaste Und sollent wiszen, das wir unserm herren von Worms zu eren, uch zu liebe und umb des besten willen uff morn dornstag und zu der zwolfften stunden unsere frunde zu ymen gen Nuhuszen schicken und da sin vorderonge verhören." 40 Und uf den dornstag darnach da giengen gen Nuhuszen myn herren v om raide salp nftnde und irme statschriber zu unserme herren von Worms und waren by ime der herren vom dorne 9, und entphieng unser herre [106] von Worms unsere herren vom raide gar tugentlich und fruntlich und redt diese wort ader derglichen und sprach: „Lieben frunde! Sich hant 45 21* 324 Aus Wormser Rathsbüchern. vaste Sachen und reden verlauften in dem, das ir leste hie by mir warent," mit andern Worten, der da nit noit ist hie zu schriben umb der korcze willen, und verhelfen sich viel reden und antwurt zu beiden teilen und was doch alles siner und siner dumherren begeronge, das wir ymen abcschrift siner con- 5 firmacion uns zu geben geburt den dumeherren geben wolten, uff dz sie mit der abeschrift unsern herren von Wormsz desta basz underrichten mögen, uch dun, was ir uch dann tun sulte, und in allen iren forderongen, so in des bischoffs und auch der dumeherren was ir begeronge, das unser herre von Worms siner dumeherren zwene und sinen schriber by unsern herren 10 vom raide schriber senden, dar by unsere herren vom raide auch ire frunde schicken sullen und die vier confirmacien, die da glich sagen, vor sich nemen und eine confirmacion sinen schriber uff sinen namen laszen schriben und machen und die hinder dem raide laszen lihen mit das er innen riede, und wann er dann die versegelte, das man ymen dann derselben confirmacien 15 eine abeschrift gebe und getruve auch, das man ymen das billich geben sulle. Und liesz da midte lfiten, das sin meynunge was, er wolte von dem tage adir daby in vierczehen tagen innen ryten. Und begert daruf ein antwurt, ob ymen das der rait also tun welle adir nit, dann mochte ymen des nit widerfaren, so meynte er nymans sich zuverschriben, er solte ymen sins so briefes abeschrift geben, uf das er wiste, was er halten sulte. Daruff' antwurt her Diecze dem bischoff und den dumeherren mit viel glymphlichen reden und wart vurgewant gewonheit und alte herkomen mit andern Sachen und doch uf das leste so hetten sie vorderonge so unsers herren des bischoffs und auch der tumherren wole verstanden , und deten a.'i als boitten, die uszgeschickt weren, und auch wolten dz an ire frunde brengen und sinen gnaden uff morn fritag fruwe ein antwurt davon wiszen laszen. 10. Jan. Feria sexta superveniente mane was ein rait uf dem Burgerhofe, doch under 4-0 erbarer personen nit, und erczalt her Dieczo die sache dem raide erbarlichen und besonder umb die abeschrift der confirmacion ime zu geben, 30 wie wole dz doch nie keime bischoff bescheen were. [ b ] Nach sollichem furlegen und betrachtonge gelegenheit der stait wart einhelleclich erkant von den erbaren personen allen uszgenomen eime burgermeistere und sost andern 6 personen, dz man abeschrift der confirmacion, so der bischoff geben worde, ymen geben solte, und beduchte sie daz 35 auch billich und rechte sin, und darumb solte ein man einen brief versiegeln und den auch halten, so were auch billig und rechte, dz man ymen sins verschriben briefis eine abeschrift gebe, so wüste er desta basz, wz er halten sulte. Darwider aber der burgermeister und die G personen redtent, es were nie me noit bescheen von allen iren forfaren, die auch wise weren 40 gewest und hetten ane gesehen maniche infalle und indrag, der der stat von eime bischoff uf den andern bescheen were, mit andern erbaren zu gelachten Worten, und wart daz mererteil, daz man ymen die abeschrift siner confirmacion, er geben wurte, geben sulte, nach siner begeronge. Und daruf worden bescheiden hienusz gen Nuhöszen zu gen zum *5 bischoff, die uf gestern dornstag by imen da usz waren gewest und giengen auch zu imen und redte her Dieczo und sprach: Aus Wormser Rathsbüchern. 325 „Gnediger lieber herre! Als wir uf gestern hie by uch gewest und auch von hiennan gescheiden sin uwern gnaden ein abeschrift uwer confirmacion uns geben uch geben wollen, sali uwer gnade wiszen, wie wole dz nie keyme uwerm furfaren daz bescheen ist, so wollent doch myne herren und frunde vom raid uwern gnaden die abeschrift also geben und doch die s hmder inen behalten mit so ir inne gerytent und uwer confirmacion ynen gegebent, und getruvent da midte uwern gnaden alles gutes und das auch zu bedencken." Daruf entwurt der bischoff gutlich und dancket ynen und seite damit, er wolte dz beste in allen Sachen tun und auch furkeren. 10 Item uff fritag sant Anthonien tag kamen unsers herren von Worms n. Jan. schriber meister Johann Lynck von sins herren und herr Johann Sobernheim und her Johann Ladebofim dumeherren zu Worms von irs capittels wegen» [106] zu unsern herren uf den Burgerhof und begerten einer abeschrift der confirmacion und die laszen schriben und dem nach gen wolten, wie das lt dann zu Nuhuszen begangen und davon gescheiden weren. Darzu und ane vorezog schickten unsere herren usz dem raide zwene •r frunde Cunrad Gostenhofer und Hensz zum Gemaltenhuse und Johann den underschriber und namen mit yne bischoff Johans von Fleckesteins selige confirmacion. 20 Und usz der confirmacion schreib bischof Friederichs schriber Johannes kynck eine confirmacion, wie sie dann von worte zu worte hernach ge- schriben stet. In gottis namen wir Friederich von gotts gnaden und des heiligen stuls zu Rome bischoff zu Wormsze veriehen und tun kunt allen den, die a& diesen brieff ane scheut adir horent lesen nu oder her naich, daz wir alle die rechte und alle die friheit und alle hantfesten, die unsere lieben bürgere und die stat zu Worms hant ader her hant braichte von babisten von keisern v on konigen und von andern bischoffen zu Worms besundern adir besampt adir von unserm stieffte daselbs, dar zu alle die guten gewonheit, die sie so hant adir her hant braicht und auch soliche geriechte, als der raite und die seszehen von Worms getann hant bisz uf diesen hutigen tag, die seszehen auch nü zu dem raite und zu dem gcrichte gehorent vorbaszme, das wir men die bestetigen und festen und wollen das die gancz verüben und unzur- hruchen, und verbinden uns darzu, das wir sie inen ewielich stete und veste 35 Wollen und sullen halten ane argeliste, und wollen in sie beszeren und nit er gcrn, und versprechen an diesen briefe, das wir nymmer dar wider sullen adir wollen getun in kein wise mit keinerley rechten, geistlichs adir wernt- hchs geriechts, on alle geverde. Das disz stede veste und unzurbruchen Ve rlibe, so geben wir in diesen brieff zu einer festenunge mit unserm in- 40 Besigel besiegelt. Das geschaich und dirre brief wart geben do man zalte und schreibe von gottis geburte dusent vierhundert jare und darnach m dem sieben und zwenezigsten jare uf sant Agnesen tag der heiligen junffrawen. a ) IIa. uf den zu unsern h. etc. 45 1427 21. Jan. 326 Aus Wormser Rathsbüchern. Als nu die confirmacion von des bischoffs schriber und usz der selben eine abeschrift von der stat underschriber begriffen worden, namen unsere herren vom raide die zu ynen und baiden damit die obgenanten herren vom dorne und auch Johannes Lyncke des bischoffs schriber, das sie wolten unsern 5 herren den bischoff bitten und ermanen, dz er zu ynen riete, so er daz ee getete so ynen lieb were. is. Jan. [>>] item darnach uf samisztag nach Anthonien hant die Bonnen einen bosche genant a lihen by Lidersheim und wolten ungeverlich darinne gen und funden knecht mit zwein wagen darinne holcz hawen und wolten die 10 dun globen, dz gein inen abezutragen, dann sie hetten gefrevelt in irme lehen und gute. Die knechte antwurten, sie weren irs herren des bischoffs knechte, man hette sie geheiszen da hauwen und wolten nutstnit globen. Daruff fürten die Bonnen das holcze und pherde in die stait und lieszen is den einen wagen faren, der andere wolte nit heyme farcn und wolte auch kein zil. Also behielten die Bonnen die pherde und das holcze und beschach die gedait ane des raits wiszen und wisten myne herren vom raide zumal nit hievon. 20. Jan. 20 Darnach und uf mandag nach Anthonii so schrcip Gonrait von Roden- steyn des bischoffs amptman mynen herren vom raide einen offen brief und ane grusz hochmudeclichen und begert karonge und wandel, als dann solicher sin brief inhelt, und zu dem briefe redte Hensz des bischoffs knecht ettwas vaste ubirmftdclichen und seit, wie der busche sins herren were und er 2S hette yne geheget und die Bonnen hetten keine recht darinne. Darzu antwurtent die Bonnen, der buschec wer ire und trugen den zu lehen von Gotefriten von Randecken, der auch ir gichtiger herr, und wolten ynen so von der geschichte der name und des busches wegen gerecht werden und nemen, wer ynen darumb zu spreche, vur mynen herren dem raitc 30 adir an allen den enden, die sich das durch recht geburt uszzutragen. 2i. Jan. Uff den dinstag darnach kamen die Bonnen für den rait und globten die Sachen uszzutragen vor dem raide adir wo sich das geburt; daz wart dem bischoff vom raide geschriben; er wolte nit daruf antwurten. Und ubir solich strifte b , so dem bischoff beschach mit usztregelich ge- 35 boitten, wiewole die Sache die stait nit anegieng, so ist Conrad von Rodenstein zu gefaren durch verhenckenisse des bischoffs und andern alle un- bewart und unbesorgt der stait bürgere und der iren wole uf° geslagen, übel gehandelt und gefangen und in den dingen, das myne herren vom raite meynten in guten fruntschafften mit dem bischoff und allen den sinen 40 zu sin, solichs auch und anders nit von ymen noch den sinen warten weren. [107] Als nu der bischoff und myne herren der rait zu Nuhuszen von 3. Jan. einander schieden, das was an fritage vur dem zwölften tage nest vergangen, gar lieblich und gutlich, und yne zusagt viel gutis und inne ryten wolte von ») Folgt eine Lücke. b ) So die Ha. °) Folgt eine Lücke. Aus Wormser Rathsbüchern. 327 dem tage ubir vierczehen tage adir uf das lengst ein woche darnach waren myne herren fr6 und waren des guten zusagens und inrytens warten. Darubir so nympt der bischoff der Bonnen gedait vurhands und sint yme zwene wagen mit holcz lieber dann fruntschafft der ganczen stait Worms und gestaltet mynen herren ire bürgere und die yren zu slahen und zu fahen und 5 dazu mit schrifften so mynen herren dem raite und auch ettlichen zünfften getan understet zu erwecken in uneyntrechtikeit, daz er doch nit getann solte hann. Wie darumb dem bischoff ist holcz pherde und wagen wider worden mynen herren mogeftt die iren nit ledig werden, ire smacheit nit gekart. 10 Myne herren vom raite und auch die zunffte hant dem bischoff ge- schriben und ermanet, daz er nit anesehe einen wagen adir zwene mit holcz, daz yme doch wider wurden ist und inne ryte und die gefangen ledich sage etc., als das die briefe inhaltent, darumb dem bischoff gesant, die sint ymen wurden uf fritag nach Agnetis zum Stein. 15 24. Jan. Gunrait von Rodenstein ist auch semelicher maszen geschriben und zum Stein mit des bischoffs brief geantwurt; da enist noch kein antwurt worden. Und hie mit ist des bischoffs meynunge, er welle der stat underziehen inne zuryten, den rat burgermeister und anders nit vollenfuren wolle, daz 20 yme zu geburt und die stat und bürgere darinne zu drengen. Also hant myne herren die burgermeisteren eine capittel machen uff denselben fritag fruwe vor conversionem sancti Pauli und was des morgens at.Jm. fruwB ein voller rait und waren under 30 erbarer manne nit und käme ein brief von myme herren von Mcncz Gonrat usz Heschen, der wart gelesen 25 und hielt inne, wie der bischoff und die phaffheit yme geschriben hetten, das myne herren ynen drungen in burgermeister rat schultheiszen etc. zu seczen und darzu ynen auch verboitten haben zu backen, sie nemen dann zeichen. Und ist sin begeronge am lesten, das myn herren yne gönnen zu backen ane zeichen mit uf sin zukunfft etc. 30 [ h ] Daruf giengen in das capittel ein burgermeister mit drien erbaren bescheidenen mannen und ire statschriber und saszen daselbst 7 dumeherren v om capittel und redte her Diecze zum Vlogel (!) und sprach: »Lieben herren! Uns hant unsere frunde vom raide her gesant uwere wisheit zu sagen, waz sich dann verhandelt iczt, davon ir auch wol wiszen 3.1 mögent. Ir und auch wir sin leste gar gutlich und fruntlich von unserme herren von Wormsz gescheiden zu Nuhöszen, daz er korcz wolte inne ryten und dz wir daruff die sinen und die uwern by uns lieszen komen eine con- firmacion zu schriben, wann daz beschee, so wüste er sich desta basz darnach geriechten, dz ist bescheen. *° Ubir daz und in dem so hait sich ein geschieht erhaben von den Bonnen, davon doch der rait und wir in warheit nit wiszen, und ist daz umb ei nen wagen adir zwene mit holeze, darinne sich der bischoff und die sinen Gonrait von Rodenstein ziehen; sie hant uns unsere bürgere und die unsern gefangen und geslagen unbewart unbesorgt und in guter fruntschafft. Wir 45 me ynen mit ynen stunden und ubir usztregelich richtiliche geboitte, das uns 328 Aus Wormser Rathsbüchern. alles nit enhilffe und hait uns und den zunflften geschriben, darinne wir anders nit versten können, dann das er gern uneyntrechtikeit gern sehe tuschen ynen und uns, und ob dz beschee, daz were als balde wider yne selbst, uch und die uwern, dz er doch unbillich getann hait, als uns bedunckt. 5 Dann wir hann inen gebeten, das er die geschiecht von den Bonnen nit anesehe und duwe sin inne ryten, habe er adir die sinen utschit an die Bonnen zu sprechen, die wollen wir zu glich und rechte halten, so ferre dz vur uns gehöret, daz wir auch ymen geschriben haben. Herumb so bitten wir uwer fruntschafft, dwile ir vor dz beste in dieser Sachen getann hant, 10 nu forter aber tun wollent und unsern herren beschribent adir mit uwer boitschafft besendent, dem nach gee, wie man zu N&huszen davon gescheiden ist, und unser burger und die unsern heisze ledich sagen, dann wir zu langen tagen unser stait nit unbestalt mögen gelaszen, und tunt das beste, als uch und uns des noit ist, uff dz wir mit ein in fruntschaften bliben 15 mögen. Auch so uns unser gnediger herre von Mencze geschriben von der zeichen und auch des raits wegen zu seezen, wann er heyme kome, so wolle er understen uch und uns so ferre er möge vereinigen. [108] Nympt uns von uch sonderlich fremde sinen gnaden zu schriben, 20 daz wir den bischoff adir uch daran gehindert haben, nach dem ir selbst wiszent, dz wir uch dz capittel gebeten hant, darinnen zu tun, wz uch zu- gehore, dz ir uns abegeslagen hant. Dan umb die zeichen meynent unsere frunde, wie sie dz vorgestalt hant, dz es auch billich daby blibe, dann es doch sere ein alt herkomen ist, 25 und wann unser gnediger herre von Mencz kompt und uns besendt, mag uns sin gnade dann gutlich vereynigen, ist uns liep; konde des aber nit gesin, so dann wurt man wole hören, wer dem andern rechts usz gee." Daruf berieden sich die dumeherren und redte her Sobernheim und sprach: „Lieber Diecz! Als du da erczalt haist, ist nit noit alles anderwerbc ao zu erzelen, dann solich dait geschiechte und schrifte ist uns leit und wolten wole, dz es nit bescheen were, und uf dz korezste unsere herren wollent ire frunde zu unserme herren senden und sinen gnaden uwer meynunge und begeronge und in was wise furlegen zum besten, als die selben dann ymer mogent und ynen selbst zu bitten daz beste und daz nuczlichte vurhands 35 zu nemen, und waz uns darinne begegenet, wollen wir uch wider wiszen laszen. Und umb die zeichen wolten wir uch auch bitten, daz ir uns lieszent backen ane czeichen mit uf zukunft unsers herren von Mencze. Aber wir hann vor uns unserme herren von Mencz von des rats seezens wegen nit 40 geschrieben, hait dz unser herre getann, das mag er vor sich getann hann, anders nit." Antwurt her Dieczo uf die zeichen, das sie dz nit zu andern enhetten, dann wie der rat des ubirkomen were, da by lieszen sie dz auch bliben. äs. Jan. Uff den samisztag conversionis saneti Pauli schicktent die dumeherren 45 dru ire herren vom capittel gen Laudenburg zo unserme herren dem bischoff, dann die Sachen waren ynen leit. Aus Wormsor Rathsbüchern. 329 Uff sunentag nach conversionem sancti Pauli haitten myne hcrren die a«. Jan. burgermeistere einen rait uf den Sparwenzagcl gemaicht und alle zunftmeistere und usz ieclichcr zunfft vier erbar manne, die auch also kament und wurden auch zu raide alle zunfft gemeynlich einer antwurt dem [ b ] bischoff zu geben uf solich brief und Schrift, so er ettlichen zunften geschriben haitt, der da > sesse waren, also wart ein nottile von dem staitschriber gelesen, die gefiel allen zunften wole und wart ubirkomen, daz die obermeczeler und die schilter den brief an den bischoff versiegelten solten, das auch beschaiche, und wart dem bischoff derselbe brief uf maendag nach conversionem sancti Pauli gen 27. Jan. Laudenburg in sin hant geantwurt, der auch dem boitten antwurt, er wolte 10 der stat antwurten mit syme boitten. Als nu die dumehcrren uf samisztag conversionis Pauli durch sich selbst 25. Jan. von iren und auch unsern wegen zu dem bischoff ryden und kamen wider uf den maendag nach conversionem Pauli in den rait uf den Burgerhofe 27. Jan. und waren der dumeherren 5 von dem dume stielte. 15 Und redte herr Johann Sobernheim und sprach: „Lieben herren und trunde! Als ir leste an fritage vur conversionem Pauli by uns in unserm capittel warent und lachtent uns vor solich gedait der Bonnen, daz darumb unser herre der bischoff daz inneryten, daz er willen haitte zu tun uf dinstag nehst nach purificationem Marie, zu tun darumb underziehen wolte, und 20 rurtent solich brief, die er etlichen zunften geschriben habe, solichs uch vaste ane lihe, und verstent die briefe uf wege, die nit sich zu frieden treffen; ues hant unsere herren vom capittel die iren zum bischoff geschickt und nant so treffelich und ernstlich mit sinen gnaden underrett und ynen als verre erbeten, daz er solich inneryten tun welle uf den tag, als ir dann von 2s Nuhuszen von ymen gescheiden sint, doch also, daz Gunrat von Rodenstein S1 n vetter und andern, die uf der Bonnen gedait gewest sin und wen er n^t yme brenget, ein fry geleide haben und halten und auch daz die fient- schaft zusehen den Bonnen und Gonrait von Rodenstein und sinen heifern m eyme frieden stee mit uf 14 tage nach sime inneryten und daz die gefangen, n uie doch ledich sint, auch keinen Unwillen suchen adir uf erwecken. Ist es daz dis also uch zu willen ist, daz sagent uns, daz wir das noch unserme herren von Wormsz enpicten sich möge darnach gerichten." [109.] Daruf name sich der rait zu bedencken und antwurt yne und sprach her Diecz: „Lieben herren! Uwern guten willen vor und aber hann 35 w 'r wole verstanden und dancken uch des fliszlich und bitten uch umb fride- 'ebens willen auch vorbaszer daz beste zu tun, daz ist uns wole zu groszem dancke und begern daz zu vertienen; dann wie ir verzalt hant, dz gefellet uns wole und ist uns liep, daz unser herr wil inneryten. Wir wollen nach den Bonnen schicken und mit ynen reden den fryden zu lyden." Also kamen 40 uf stunt die Bonnen und die globten den frieden zu halten und sprachen die funff dumeherren für den frieden uf des bischoffs syte und myne herrn Ur die Bonnen uf die ander syte und slug der rait die geschichte und gedait Un d smacheit uf auch mit zu dem uszgendem fryden, die yne und den iren escheen ist von G. von Rodensteyn und allen sinen zulegern, die man auch 45 zu guter masz wole weisz. 330 Aus Wormser Rathsbüchern. Und also stalt sich der rait und die vertait zu des bischoffs inneryten und hieszen den myste yderman in den gaszen vur syme husze uszfüren by der penen 3 lib. heller. Auch wais der myste so harte gefrören, das man ynen mit eckessen muste zurhawen. 5 De custodia civitatis. is.jan. Tcrcia post purificationem Marie anno etc. 27 wais der rait fruwe uff dem Burgerhofe hora sexta und waren ubirkomen, daz alle porten waren zu den tag, uszgenomen Spirer tore, Menczer thore, sant Andres porte und die Rine porte, und an ieclichem tore was einer usz den 16 und darzu 16 erbarc 10 mann, alle gancz in irme harnesche erczügt. Item uf allen thornen und leczen lüde wole erczügt und uf ieclichem thorne 4 manne usz den zünften. Item uf dem münster thorne einer usz den 16 by den wechtcrn, dem was auch cntpfolen, ob einich uflauf adir geschehe wordc, wann er dann ermanet worde von den burgermeistern, so solte er die glocke ruren und u uf stunt solten die an der phorten ire phorten zu slahen; des waren sie auch bescheiden und nymands der were, wer der were, frunt adir fient, inne adir usz laszen by iren eyden. [ b ] Item yderman solte uff sin zünfte hfis gen wole erczügt mit simc harnesch und umb die 7 stunde solte ycliche zunffte mit irme b;1ner und 20 kerczen und den besten gewapeten sten . . . a mit in die Kemerer gasze, yderman neben einander zu entphaen den bischoff, und auch solte iecliche zünfte daz halbe teil behalten uf iren husern, und wann der bischoff und sin volck uf den hoif vur dz munster kernen, das dann iederman wider gen sulte uf sin hus. 25 Und was yderman bescheiden, es wer an phorten, thorne, leczen und uf die zunfthftscr, der solte auch bliben mit dz ynen die burgermeister urlaup geben. Und darzu was Stempel l der büschenschutz mit sinen gesellen und büschen bescheiden an heymelich ende zu warten tag und naicht. 30 a ) Folgt eine Lücke von zwei oder drei Worten. U03 ' Der Vertrag mit Stempel findet sich im Eidbuch fol. 79: Anno domini 1403 e. Märt feria tercia post dominicam invoeavit so ist geret wurden mit Stempel, daz er des rades und der stad diener ein jar sin sal und sal yn dienen zu yren buszen mit schieszen, buszen zu fegen und pulver zu bereiden und anders allis, daz zu tunde, daz er kan, und 35 sal daz dun als dicke des not geschieht und er daz geheiszen wirdet ane geverde. Und sal iczunt der stad alle yre kegele fegin; und weres, daz ez noit wurde die seibin kegele widder zu laden, davon sal man ime Ionen als hernach geschrieben stet. Weres daz unsere herren zu felde zugen, also daz er uszwendig der stad arbeiden müste, so sal man ime gebin zum tage und zur nacht dry grosze und wann er in 40 der stad arbeid, so sal man ime geben zum tage und zur nacht dry Schillinge heller, und darezu sal man ime gebin dis jares 8 gülden und sehs elen jungherren duchs und einen gülden daz er iczunt die kegele fegin sal und darezu iczunt zwene gülden, daz er sinen huszrad debaz heruff möge bringen und als balde der huazere eins by deme kauft'husze ledig wurdet, daz sal man ime lihen als lange er der 45 stede diener ist, und wan dis jares uszkommet, wollint dan unsere herren, daz er in mee diene, daz sal er dun als lange sie dez begerent alle jare umb 8 gülden und sehs elen juncherren duchs und umb sinen tagelon als vorgeschrieben ist ane Aus Wormser Rathsbüchern. 331 Und als nu dis alles also mit den zünften ubirkomen und bestalt wais, da ordenet der rait vier erbar manne und darzu iren obern statschriber mit namen hern Dieezen zum Flogel, hern Peter Kolbe, burgermeister, herr ^onrait Gostenhofer, her Johann zum Gemaltenhuse und Jacoben Mole iren schnber, die namen die confirmacion und ire copie und ryden gen Nuhuszen 5 m das dorfe und funden den bischoff mit allen sinen fründen uf den pherden und stilnt der bischoff abe und herczug Otto mit imen und giengen die vorgenanten von dem raide mit ynen in des schultheiszen lnis daselbst und da spraich her Diecz: „Gnediger und lieber herrel Unsere herren und frunde vom raide in nant uns her zu uwern gnaden gesand, das mit der confirmacion zu vollen- brengen, wie man dann leste zu Nuhuszen davon gescheiden ist und damit auch heiszen uwern gnaden zu wünschen zu uweren bisthüme und inneryten viel gluckes und selickeit und das gebruchent in eren und fruntschaft mit °-er stat und wz sie uwern gnaden liebes erczeugen können oder mögen, da 15 sal sie uwere gnade allewege willig fynden, desglichen unser herren und frunde und wir uch auch getruven." Daruf antwurt der bischoff und sprach: „Lieben frunde! Ich bin hie mit mynen herren und frundcn und wil dem nach gen, wie wir dann leste zu Nuhuszen schieden", und danckt damit des raits frunden vaste und redte 20 me also: „Ist es sache, daz ir mir tunt, dz mir liep ist, tunt ir des nit, w as ich uch dann kann adir mag zu leide getun, fuo.J das wil ich also °henclich tun durch myne herren und frunde, dz ir sehen sullent, das mir dz leit ist." Und mit dem redte der bischoff anderwerbc und sprach: „Lieben 25 runde! Da stet einer hie mit namen Jost Eberwin, ist es nu uwer gewon- ne 't, so wolte ich uch bitten, das ir ynen lieszent mit uns innenkomen, ist e s aber wider uch, so wolte ich es ungern begern." Antwurt her Dieczo: „Gnediger herrel Isz ist myn herre der Steten- berger uff gestern zu abent by mir gcwest und auch darumb geredt. Dem 30 Ue geverde. Und ensal unsern herren alle jare laszen wiszen 14 tage zuvor, ob !e sin meo bedorffen odir nit und sal zusehen hie und ostern her gein Worms ziehen od off yelchin tag er kompt, so sal sin jar angeen und sal auch mit diesem dinsto urger sin. Alle vorgeschriben Sachen hat er off den heiligen gesworn stede und 0 fl? zu halten ane alle geverde und argeliste. Item in dem vorgeschriben jare 35 , sanc te Gregorius tag des heiligen lerers da ging sin dinst und sin erst jar an n d waren in dem selben jare burgermeister her Clas Zengeln und Johan Becker. , , Ein anderer Vertrag folgt darauf: Item sabbato ante dominicam misericordia 2«. April ? min ' so hat man geretd mit meister Cunrade von Zweinbrucken dem philmecher und rkommen, das er der stat diener ein gancz jar sin sal und hat off den heiligen 40 Resworn der stat getruwelichen zu dienen mit Missen schiessen philmachen und az er kan, und wann er in der stad arbeit, so gibt man yme zum tage 3 ß und "| nn °r zu felde arbeit, so sal man yme geben also viel als Stempeln, und darumben man ymen geben dieses jar 5 gülden und (5 elen knecht duches und waz wereks „ fachet, wann er daz verkeuffen wil, so sal er ez dem rade zu kauffe bieden und 45 (rot- i^ JOn U ™I ) einen redelichen phennig; nympt ez dann der rat, daz ist woil und 8 s bedorffte ez abir nit der rat, so mag er ez wol vor die stat verkeuffen, also daz ez nyemande verkeuffe, der der stat Send sy. Und hat ouch in demselben eyde sch W ri° rn ^ em ra, d e > der stad, den bürgern und den iren sie zu warn vor yrme en, wo er dez gewar wyrt, ez sy tag odir nacht, ane alle geverde. 50 332 Aus Wormser Rathsbüchern. antwurt ich, daz solichs wider uns ist und wider unser friheit. So sin wir aucli also gef'riheit, daz dos nit sin ensal. Darumb gnediger herre, so wollent das nit zu undanck haben; wir wollen in ander wege uwern gnaden tun, wz uwern gnaden dienst und lieb ist." s Daruf hiesz unser herre der bischoff sinen schriber Johannes Lynck die confirmacion versiegeln und bracht Jacobus der statschrieber syde und wais und wart die confirmacion versiegelt mit dem groszen ingesigel des bischoffs. Also ryten die vier von dem raite mit irme statschriber wider in die 10 stait an die Menczer phorte und alda selbst hielten die burgermeister von der gemeynden Johann Rebestock und darzu her Haman Hörn, dem der stete b;1ner entpholen wais, und haitten by ynen halten uf 10 und 100 pherde mit wole erczugten burgern in irme harnesche gancze und ryten da sampt mit dem bilner herusz vur die Menczer phorte wole uf zwene adir 15 dry armbrost schucze und entphingen den bischoff und kerten sich widerumb und reit da allermenlich wole zuchtlich durch die stat. Wiszent als der bischoff in die stat und of den hoif reit, da reit neben yme herczug Otto und der bischoff von Spire l ane syden belckin und vor ymen aller nest Peter Kolbe der burgermeister von den nünen, her Diecz, 20 Gunrat Gostenhofer und Jacob der statschriber und darvor der stctb&ner zuchtlich mit allen den die zur stat gehorten und darnach der herren und grafen diener, also das des bischoffs volck nit viel über 250 pherde waren, die herren dz was herczug Otto, der bischoff von Spire, grave Emich von Lyningen und ander edellute. 25 [ h ] Als der bischoff eszen wolte gen, da schenkt ymen der rait 25 malter hafer und ein fuder wins, und solt doch nit ine sin dan ^2 fuder von alter her, want der wine was wolefeille und kostet dz fuder 3^2 gülden. Item als der bischoff uf den hof kam vur die steynen stege und woltc abestan a , da wais ein grosze gedrenge umb sin phert und das nam einer 30 von Sickingen 2 , und gienge da in sant Steffans capcllc und dett sich an und gieng da herusz in pontificalibus und mit imen andern geistlichen prelaten und vor imen die zwene burgermeistere her Diecz, her Haman Hörn, C. Gostenhofer, mit in den köre und kamen da herusz und saezen uff ire pherde und reit der stede baner vor und alle die zur stait gehorten rieden darnach und 35 darzu der burgermeistere von Spire mit sinen gesellen, der haitt 26 pherde, uf den Sparwenzagel, und reit da iederman heyme, und uff stunt kamen die nunne und 16 uff den Burgerhoff und giengen da sampt in des bischoffs hoiff zu dem eszen. Und nach dem eszen gienge der rait gemeynlich uff den saile. Da käme der von Winsberg her Reinhart von Sickingen und 40 andern von wegen herczug Otten und redten mit myne herren als von der zeichen wegen, das mynen herren das lieszen sten mit uf zukunft myns herren herczug Ludwig etc. ut prius. Wart ynen geantwurt gruntlichen und "■) Hs. abesan. 1 Baban von Helmstadt. a s. aber o. p. 78, 25 ff. Scliannat I, 412. Aus Wormser Rathsbüchern. 333 gar eigentlichen, das solichs nit ein nuwekeit were, sonder ein alt herkomen und so lange ymands vordencken mochte und solte sich auch mit guter kuntschaft wole erbarlich erfinden und bleib auch by der antwurt und wart dkein ufslag geben. Das versmahet herczug Otten. Darnach hieszen myn herren alle zunfte von iren husern heime geen 5 und doch bestellen, das die nacht alle thorne wole beilüdet worden und uf leclicher ziinfthuse die nacht bliben 8 gewapeten manne, daz auch beschach, w ant dem bischoff wais nit wole zu getruven. Uf mitwoch nach purificationem Marie wais dem bischoff und dem raide verkündet uf den saile zu komen umb die 7 stünde. Daruf wart auch 10 die glocke drflmal geludet und am lesten maile kamen der bischoff und der rait vollenclich uf den sayll und mit dem bischoff in den rait der dechan zu s ant Martin. Als man nu wolte den rait anefahen, da redte der oberschriber z u hern Dieczen und hern Hamman Hörne, es were nit rechte, das ymands Esz ist auch zu wiszen, so unser bischoff jares kiesen sal einen burger- meis ter von der gemeynden etc. u. Eide sub signo. 2 s. u. Eide. * 8. u. Eide. * s. u. Eide. Uff stunt sal man diesen artikel mit diesem zeichen dem bischoff 334 Aus Wormser Rathsbüchern. Da nö dieser artikel dem bischoff gelesen worden und ermanet, da haitt er den zedel und gieng allein in die capelle und det usz gar balde 8 personen und käme her wider siezen in den rait und spraiche: „ Lieben frunde! Ich hann usz getann ungeverlich und nach gewonheit." t lesen l , ee er die kiese und wele; daz auch geschach. Da giengen die 16 des raits und ir oberschriber usz der stöben, und zeichenten vier personen usz den 8 personen, die der bischoff f'J abegetann haitt usz den 24 personen und saezten zum ersten Peter zum Rappen, den 10 sie gern zu eyme burgermeister gehabt hetten, und gaben die dem bischoff und bait yne her Dieczo, der zu nehste by dem bischoff saeze, dann der bischoff fragete und nante ymen die vier und wolte einen andern geben haben, daz sin gnade ynen den vordersten gebe. Daruf antwurt ymen der bischoff heymelich, derselbe were allcnwegen wider die pfafheit; doch so 15 were er basz versucht, dann erkant, und gab denselben zu eyme gemeynen burgermeister. Uff stunt gab der bischoff vier bischoffsmannen in den rait; darnach schultheisz greffen und riechter. Als dieses beschach, da käme der alte schultheisz mit yme der greffe 20 und die riechter in den rait vur den bischoff und gaben ymen ire ampte uff ieclicher mit syme stabe und danckten ymen und giengen da mit enweg. Da stunt der bischoff und der rait uf und giengen usz dem raite und wz eszens zyt. Und vor der stoben hieusz uf dem sayle da standen die Bonnen und 25 redten mit hern Dieczen, Hamman Hörn und Jacob staitschriber von solicher fientschaft und getait wegen, so Gonrat von Rodenstein von des bischoffs wegen yne zugefugt und getann hette. Des haitten myne herren der rait mit dem bischoff in dem raite dannsz mit freuntlichem ernste geredt und giengen die burger dry zu deme bischoff, so ee er eszen gieng, und redten also verre widder und vor, daz der bischoff in genwertikeit Conrad von Rodensteins die fientschaft genczlich gegen den Bonnen abedet. Und herwiderumb so verziehen die Bonnen vur sich und alle die yren uf soliche schaiden, der yne dann bescheen wais von Conrad von Rodenstein und alle dihene, die ymen des geholffen haitten von des 35 bischoffs wegen, und schiede menglich do heyme. «. Febr. Uff den dornstag käme der bischoff des morgens uf den sail und darezu die 9 mannen, darzu der alte und der nuwe rait und gaben [112.] die alten burgermeister ire ampte uff. Und alsdann entpfelet der bischoff den zwein burgermeistern die ampte «0 und swerent dann samptlich diesen eit mit diesem zeichen Q __ •_) 2 uff den heiligen: Das ich myme herren dem bischoff dem stifft und der stat zu Wormsz holt und getruwe sy etc. 1 s. u. Eide. 1 s. u. Eide. Aus Wormser Rathsbüchern. 335 Darnach swerent der nuwe schulthcisz grefc und riechter diesen eit mit diesem zeichen 'j- f l und ludet also: Zum ersten das sie eyme ieclichem recht geriht tun etc. Und uf stunt so gibt der bischoff dem schultheiszen und yclichem sinen staib und entpfilt ymen damit, daz er sime ampte getruwelich gnug duwe, nach inhalt > des eits. Da nuwe dis also beschach, da redte der bischoff und sprach: „Lieben trunde! Als ir nu bresten hant eines nünden mannes, den will ich uch auch geben, ist daz uwer wille." Daruf antwurt her Diecz und sprach; „ Gnediger herre! Isz ist uns liep, 10 also ferre, das ir uns swerent den eit, der sich darzu gehöret und gepurt." Entwurt der bischoff ane wiedersprechen: „Lieben frunde! Wz ich tu n sal, dz wil ich gern tun." Also läse ymen Jacob unser oberstatschriber diesen artikel gar unverscheidenlich und mit diesem zeichen * 't: 2 Esz ist z u wiszen, wann ein bischoff der nunen von dem alten etc. i» Also dieser eit von dem bischoff uff sime herczen beschach, wie er dann vor getann haitte, da redte er anderwerbe und sprach: „Lieben frunde! Ich geben uch an Josst Farren stait Jeckel Goszel." Da stunt Jeckel Goszel uf und redte: „Gnediger und lieber herre und auch lieben lieben herren! Ich dancke uwern gnaden und uwer fruntschaft 20 a "en vaste und wil dis nit tun. Und gieng damit enweg. Daz lieszen der bischoff und auch der rait auch uf das mael da by und wz ir meynunge, e r bedechte sich eins beszern. [ b ] Uff den fritag darnach wais rait uf dem sail und da machten myne 7 Febr _ herren scheffen, die sworen diesen eit mit diesem zeichen —j-f^ ur >d ludet also: 3 25 um ersten sullent sie sweren, daz sie recht orteil sprechen etc. Und dar- na ch saczten myne herren fursprechen, die sworen den eit hernach geschriben mit diesem zeichen ^—U. Und der da ludet also: * Zum ersten sullent sie sweren ydermans worte zu tun etc. Da disz alles beschache, da gieng aber ydermann heyme. 30 Und darnach uf den mitwoch nach Valentini wais der bischof und myne 19. rtbr. erren uf dem saile zu raide und da schickt myne herren der rait nach eckel Goszel und redten so ferre der bischoff und auch myne herren der a 't mit yme, das er sich des anname und swore diesen eit mit diesem Ze >chen (T^pT^s^ d en aucn burgermeister und 16 manne davor ge- 35 sw °m hant. Als nö disz beschach, da redte der bischoff mit etlichen des raits runden usz den saichen Conrad von Rodensteins sinen vettern an eyme und u Vj 8 ' u ' Eide. * s - u - Eide. a s. u. Eide. * s. w. Eide. • s. • -Bilde. 40 336 Aus Wormser Rathsbüchern. die Bonnen am andern teil ane treffende uff die meyminge, er wüste nit anders, die geschiente und gedait die were zu gründe mit der stait und den Bonnen gerächt, des beduncke yne nit dann sin vetter musz geleide nemen, des doch nit noit sin sulle; hette er dz vor gewist, er were daruf nit inne 5 gerytten, dann man solte vor wäre wiszen, wolte man die sachen also halten und ynen in die beyne und dar durch stechen, er wolte uns durch die buche stechen, mit andern viel groben und herten Worten. Daruf antwurt her Diecz gar gutlich: „Gnediger herre! Wie unser herren vom dume da zwuschen geredt hant, dar inne wolten wir ungerne 10 traigen; dan den unsern ist schaiden bescheen, die doch daz nit aneget; da helfent selbst raiten, daz ynen gekart werde, wz wir gutes darzu geraiten mögen, daz wollen wir auch gern tun. Also wart der bischoff enwenig götick und wz sin meynunge, er wolte auch darzu beholfen sin. In den gezyten wz grosz rumor in den landen von fursten und herren u und bestalt sich yderman mit kosten und redten myne herren mit dem bischoff, dz er wolte bestellen mit der phaffheit, dz sie kein körn usz der stait füren wolten, daz er meynet auch also zu bestellen. [fol. J23''.J Nota, off sondag und die vier tage darnach vor assumptionem is*au Marie anno donüni 1400 quadragesimo septimo hant die bruder Prediger soordens eyn capittel hie in irm kloster gehabt und was ire by 250 hie, und als sie myn herren vom rade baten umb eyne sture und darzu loden mit ire processe und dem sacrament, daz sie in die stfffte drogen zu gen und darnach mit yne zu eszen, da hant sie yne geschenckt eyn foder wins, daz koste 27 gülden, darzu zweyer pfände heller wert breczteln, brots und fische, 25 die kosten 13 30 /SS-V b Anno domini millesimo CGGG mo LX seeundo ist sant Martins tag gewest off eyn durstag und als nu eyn bischoff off denselben tag selbst oder wan er nit in der stat gesin mag durch eyn erbern man den radt die burgermeister und das gericht besetzen sali, also ist der bischoff off den tag nit komen und hat solichs meister Johan Wynhemme» sime officiale und 88 dumhern etc. empfolhen. Also ist derselbe meister Johan in den rat komen und hat erzalt, wie myn herr von Worms off den tag nit in der stat gesin möge und habe ime an sin stat empfolhen den radt die burgermeister und das gericht zu seezen, auch anders zu thün, was eym bischoff geburt nach uszwisunge eyns machtbrieffs, den er auch offelich verlesen liesz und dem 40 a ) Andere Hand. h ) Das folgende hei Sehannal II, 44'J ex libro Actorum MHS. civitatü Worm. abgedruckt. Aus Wormser Rathsbüchern. 337 rade übergäbe; und redt, damit wolt man im getruwen, so wolt er thun als eyn biederman und sich darin offreht und geburlich halten, das er hofft, der rat solt eyn gefallens daran han ; wolt aber der rat nit embern, so wüste er w °le, das im gehurt darüber zu sweren; des erbyt er sich auch zu tun, in Waszen esz herkomen sy. Daroff hau der rat im laszen sagen, es gebure 5 s 'ch und sy auch also herkomen, das eyn bischoff darüber swere nach usz- wisunge sune und rachtunge; darumb so gebure sich im auch zu sweren "nd das er das nit zu undancke wolle han, dan man getruwe im doch [ b ] ern und guts wole. Daroff hat man im die eyde furgelesen und er auch darnach mit offgehaben fingern gesworn und danach den rat burgermeister 10 und gericht beseczt als das von alter herkomen ist. Item hat er gesworn den eydt, den eyn bischoff sweret, so er des ersten in den rat geen will und die andern zwen puncten oder eyde, die darnach stunt. Nota. Ist dises der machtbrieff: Wir Reinhart von gots gnaden bischoff zu Worms embitten den ersamen u Wisen burgermeister und rat unser stat Worms unsern fruntlichen gros. Lieben getruwen! Nachdem von altem loblichem herkomen unser furfaren seliger gedechtnis und wir alle jare off sant Martins tag des heiigen bischoffs burgermeister rat und gericht besetzt haben, dewile wir nö yczt nit in lands sin, uff das dan nyemant unsers abewesens halb an sinen rechten off- 20 gehalten, auch dadurch deheyn offrure bevorabe in diesen leuffen entstee und solich herkomen in wesen bliben möge, haben wir dem ersamen unserm andechtigcn und lieben getruwen meister Johan Wynhem, licenciaten in geistlichen rechten, unsern vicarien und dumherren unsers merern styffts an unser st at und von unserm sunderlichen bescheyt und bevelhe entpfolhen die ampt M diese zyt zu entpfahen, auch wieder von nfiwem burgermeister rat und gericht zu beseczen und alles das zu thun, daz uns deshalp gehurt, obe wir selbs personlieh zugegen weren. Des wir dem vorgenanten unserm diener meister •lohan gancz und gar crafft und macht mit diesem unserm offen besiegelten hriefle geben. Des zu Urkunde so haben wir unser ingesigel tun drucken •» z u rucke an diesen brieff. Der geben ist zu Regenspurg off sampstag nach 6. Not. aller heiigen tag anno domini M. CCCG. LXII. 14*2 Auch 1466 und 1477 futictionierte Johannes Wynhem als Stellvertreter des ischofs, ])och gab es 1477 wieder Anstände, indem es am Schlüsse ffol. 88*] heisst: ^ n d ist off diezyt gebrech gewest eins rathern oder nuners an hern Johan 35 'Wengels stat, des hat der genant vicari nit understanden, so hat es auch er machtbriff nit ingehalten. Forte eciam non fuisset admissus eciam si habuisset mandatum. l''J Anno etc. 92 uff dinstag nach jubilate hat der rate überkommen, , 5 H!l ^ a 0 ein bischove furter einen nuner gibt, das sol in siezendem rate gescheen 40 Un d ob er sust einen benent, das sol nit offgenommen werden, sunder er sol 1 aruber sweren den gewonhehen eyt und nit nachgelassen werden, und ob er bischove das sinem vicari oder andern bevelhen wurde, das bevelhe sol riftlich gescheen in gnugsamer forme. 15. Mai Wormsor Chroniken, 22 Anhang. Eide und Ordnungen. Diese Eide und Ordnungen sind von der (//eichen Hand aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts geschrieben wie ein grosser Theil der Copien von Urkunden und Ver- b trägen im Kidbuch fol. 22 — 46, 51—84. Die Satzanfänge sind meist verzierte Initialen, Mönchsköpfe mit herausgestreckter Zunge. [87.] Hie nach Stent die formen aller eyde unser stede Wormsze. Ez sal zu wiszen sin aller mengeliche, die nu sin und körnende sint in künftigen zyten, so ein Romischer konig von erste kommet in unsre fryhe io stad Wormsze und unsern eitgenossen und frunden den von Mencze, den von Spire und uns alle unsere recht fryheid und gute gewonheid bestediget und bevestet hat mit sinen offen besigelten briefen und auch die stete halte unverbrochenlichen sunder und samment, als sie von sinen forfarn keisern und konigen hant, und auch uns dryn steten egenant sunderlich bestetiget 15 und besigelt habe unsere ewige verbuntnisze, die wir miteinander han, als der briff besagt, den wir egenant dry stede gegenander darüber versigelt geben han 1 , so swerent yme burgermeistere und rad, die zu den zyten in unserer stad sint, diesen nachgeschriben eyd: so Daz wir bürgere zu Wormsz unserm herren dem Romischen konige bern N., der hie zu gegen sted, also holt und als getruwe sin, als von recht ein fry stad, die von dem riche gefryet und gefurstet ist, sin sal, und sinen schaden zu warne ane argelist und geverde, so uns got helffe und alle heiigen 2 . Ez ist zu wiszen, so ein nuwe bysschoff in unsere fryhe stad Wormsze 2. r i kommet, den dan wir enphahen wollen als unsern bysschoff, der sal uns vor bestedigen alle unsere recht und alle unsere fryheid, alle unsere gute gewonheit und alle unsere hantfesten, die wir herbracht han und hant odir noch haben werdent von bebisten, von keisern, von konigen und von allen andern bysschoven zu Wormsze sinen vorfarn biz her besunder oder be- 30 samment, und sal uns der geben sinen offen besygelten brieff mit sime anhangendem ingesigcl in dirre nachgeschriben forme: In gots namen amen. Wir N. von gots gnaden byschoff zu Wormsze veriehen und dun kunt allen den, die diesen briff ansehent odir horent lesen nu odir her nach, daz wir alle die rechte und alle die fryheid und alle die 35 hantfesten, die unsere lieben fründe burgermeistere rad bürgere und gemeinde gemeinlichen zu Wormsze hant odir noch haben werdent von bebisten, von keisern, von konigen und von allen andern bisschoven zu Wormsze unsern forfarn biz her besunder odir besamment, dar zu alle die gude gewonheid, 1 s. oben p. 286 ff. J Vgl. o. p. 162, 22—27. Eide. 339 die sie hant odir her hant bracht, daz wir yn die bestcdigen befestigen und wollen, daz die gancze verüben und unczurbruchcn sollent bliben [ b ] ewecliche und verbinden uns dar zu mit guden truwen, daz wir sie yn ewecliche stete und feste wollen und sollen halten ane alle argelist und yn sie beszern und nit ergern, und versprechen an diesem briefe, daz wir nummer da widder sollen 5 odir wollen gedun in keyne wise mit keynerley rechten geistlichs odir wernt- lichs gerfchtes, ane alle geverde. Daz diz allis stete veste und unczurbruchen verlibe, so geben wir yn diesen brilT zu eyner ewigen geczugnis mit unserm gi'oszem anhangendem ingesigel besiegelt. Daz geschach etc. 1 . So die egeschriben bestedigunge geschiecht so swerent burgermeistere 10 und rad die dan sint in unsere fryen stad Wormsze dem selben unserm bysschove diesen nachgeschriben cid: -U^- 2 Daz wir bürgere in unsere fryen stad Wormsze dem erwordigen in got vatter hern N. unserm bysschove zu Wormsze, der hie zugegen sted, also holt und also getruwe sin, als von recht ein fry stad, die von dem riche 15 gefryet und geforstet ist, sin sal, und sinen schaden zu warne ane alle argelist und geverde, so uns got helffe und alle heiigen. Ez ist zu wiszen, so ein nuwe bysschoff in unsere fryen stad zu Wormsze von erste in unsern rad siezen wil, so sal er von erste sweren, als ein bysschoff von recht sweren sal: \Q, 8 20 Daz er getruwe sy der stad, burgern und allir gemeinden zu Wormsze. Item daz er ir recht fryheid und gewonheid in allen Sachen furdere halte und beszer. Item daz er recht riechte. Item daz er heimeliche rete festic- uchen hele. Item daz er riechten wiele ane alle myde und daz er in allen den dingen nit ansehe fruntschaft odir fintschaft ane alle geverde und 25 argelist. Ez ist auch zu wiszen, seezet ein bysschoff einen erbern manne in unsern rad an sin stad, als er dan daz dun mag und auch dun salle nach lüde des siinebryfes, der erber man sal auch vor sunderlichen sweren den egeschriben eid, als ein bysschoff gesworn hat:" * I * 30 [88.] Ez ist zu wiszen wanne ein bysschoff b der nfine von dem alten ra de einen oder mee welen sal, so sal er sweren, daz er dar zu wele den °uir die, die er sieht die besten und die nüczlichsten sin dem styfte, eime •ysschove und der stad sunderlingen und samenthaft ane alle geverde. Also sal er auch in sweren die sehs rittere, die er setzen sal in unsern rad, als ^ d an der sünebriff daz begriffen hat. *) Von einer Hand, des ausgehenden 15. Jahrhunderts ist hinzugefügt: Novis consulibus dicendum crastino Martini cciam iudieibus. Itom das er keins hern eygen verbunden oder dinstpfliohtig ay. Itom das er kein lohen trage dan von dem rieh. 4U Item das er elioli geborn sy. t,\ ~ Item das deszglich sin huszfraw nit verwant oder unelich sy. ' on späterer Hand über der Zeile: die XVI ratmann odder. 4 „ ' Vgl. z. B. Uli. II nr. 674. 2 », o. p. 333, 21. ' s. o. p. 333, 30. s - °- P. 335, 14. 45 340 Eide. Ez ist auch zu wiszen, daz die egeschriben nfine von dem alten rade sweren sollent diesen nachgeschriben eid, von erste, so sie in unsern rad geseczet werdent: (~- I O l Daz ich dem burgermeister und dem rathe* der stad zu Wormsze holt » und getruwe sy, ir reht und fryheid an allen Sachen czu besteden und zu halten ane alle geverde. Daz ich der stede recht, ir fryheid und ir gude gewonheid und ir hantfesten, die sie herbracht hant, helffe halten und scbiermen, zu meren und nit zu ergern ane alle geverde. to Daz ich mit myme herren dem bysschove den rad besieze und waz ich da inne gehöre, daz zu helen ist, daz ich daz hele nu und ummer mee ane geverde. Daz icb den fryden helffe riechten und recht geriechl du den phaffen den leyen, den Gristen 1 ', den Juden, den burgern und den uzluden ane geverde. Daz ich reht ortel spreche, wan ich ez gefraget werden als verre ich is ez versten von synnen und von wiezen ane argelist. Daz ich keinen schuldigen numtner unschuldig gemach noch keinen unschuldigen schuldig gemach ane alle geverde. Daz ich den burgern zu Wormsze bevor sy dem armen und dem rychen, so ich ferreste mag ane argelist. w Daz ich der stede gut, wanne und wo mir daz befohlen wirt, widder in der stede notze bewende, als dicke des noit geschieht. Daz ich solich geriecht, als der rad und sehezehen gedan hant, biz her off diesen dag helffe stede und feste halten ane argelist. Daz ich die briefe und die saezunge, die die von Mencze, von Spire ür, und von Wormsze besigelt und gemacht hant, stede helffe halten. Daz ich die hantfesten und die briefe, die ubir die zinse sint gemacht, die die stad git, stede helffe halten, als verre ich mag. Daz ich alle diese vorgeschrieben artickcle feste und stede halte und volbringe, so ich allir beste kan und mag ane allir hande argelist und au geverde, so mir got helffe und alle heiigen. [ b ] Ez ist auch zu wiszen daz dorch gemeynen nocze phaffen und leyen und allir mengelich alle die, die in den rad koment, und auch die uzwendig des rats sint, schultheiszen, grefen, riechtere, scheffen, vorsprechen, hus- genoszen und alle czunfte gemeinlich und sunderlich in unsrer stad zu den sr. eyden, die sie biz her gesworn hant, sollent zu den heiigen sweren, als auch der rad nfl czumal gesworn hat, und mit namen die in den czunften sint oder her nach darinne komment, daz sie gemeinlich und sunderlich umb c recht sprechen oder bit weme sie d gent e vor dem rad vor gerechte oder off dage keynerley riefe oder myde oder mydes geheisze oder mydes wan ansehen 40 a ) dem burgermeister und dem ratlie stehen auf einer Rasur und sind von späterer Hand. h ) den Cristen oberhalb hineinkorriijiert. °) Ueher umb steht Hj am Rande unter T! und das ich. A ) sie ist wegradiert, und darüber icb gesetzt. e ) So stand früher, dann in gee verändert. 1 n. 0. p. 334, 40. Eide. 341 sollen», sie b selber nemen ir° wiber, ir c kynde odir andere die ynen d zu- gehorent oder yman anders von ynen c wegen in welchen weg daz were ane alle geverde. f Doch uszgenommen solich klein schencke und gaben, die einem von fruntschaft und one furwort geben oder geschenckt wurden als dan were ein gans, ein cappe oder zwen, ein hase, wilpert, fische, ein lamp, > e m dyhe, ein bretzel, ein lepkuch oder kese, ein dinst mit pferden, ein wagenfert oder ander semlicher dinge ungeverlich. Ez ist zu wiszen, wanne ein bysschoff von den sehs rittern einen odir 111 e in unsern rad welen sal nach lüde des sunebrifs, so sal er sweren, daz er dar zu wele den odir die, die er siecht die besten und die nutzlichsten 10 sin dem styft eyme bysschove und der stad sunderlingen und samenthaft. Der odir die rittere sollent sweren den obgenanten eyd, den andere swerent, die in den rad geseczet werdent, und dar zu den artickel: Daz ich uszer dem rade gee ob deheyne sache queme in den rad von den herren von den ich verlehent man odir rad bin, wanne ich daz weiz odir gemant 11 werden, die wile man von den Sachen reddet und nit langer, ez were dan, daz man mich darzu hiesche durch des besten willen. Jh: s Ez ist auch zu wiszen so unsere bysschoff nach lüde des sune- T_ bryfs welen sal in unsern rad die seczehen uszer der gemeinden und die viere zu sant Martins dage, daz sal er dun off den eyd nit von so 'funtschaft nit umb gelt odir myde odir myde geheisze odir von bete wegen a ne alle geverde h . Ez ist auch zu wiszen, daz die selben sehczehen und die viere sweren sollent in unserm rade den eyd, den die vorgenanten nunc von dem alten r ade swerent und den artickel sunderlingen, den wir nach dem eyde gemacht 25 nan durch gemeinen notze paffen und leyen und allir mengelichs. q X. „ [89.] Ez ist auch zu wiszen, so unser bysschoff iars kiesen sal ein burgermeister von der gemeinde uszer den vieren, die ym genant Werdent von den sehczehen, uszer den sal er kiesen eynen burgermeister off tt ) Später in »all korrigiert '•) Wegradiert und dafür ich gesetzt. °) ir 30 '^gradiert und dafür myn gesetzt. d ) Wegradiert und dafür mir gesetzt. e ) Weg- "radxert und dafür mynen gesetzt. *) Das folgende von einer Hand des ausgehenden °. Jahrhunderts. Derselbe Artikel kommt nochmals in anderer Fassung fol. 9W' vor, '""] !/leicher Hand wie die obigen Eide geschrieben: Hz sal auch zu wiszen sin burger- m eistern rad und allen den, die in den rad kommont and darzu nie allen den die uz- ii endig dos rads sint, scliultheiszon grei'en rioehtern sclieffon vorsprechen huszgenossen ! . il Uen zünfton gonicinlieh und sunderlich in unser stad und allir mengeliehon, wan "e vor in diesem buche geschrieben sted, daz alle die iczgouanten gomoinlieh und sunderlich s pllent off don heiigen sweren, daz sie (darüber iclij umb recht sprechen odir mit wem 8le '('c'O gont vor den rad vor gerieht odir off dage keynerloy riefe odir myde odir mydes 40 ßebeisze odir mydowan nemen sollent, sie (ich) selber, ir (myn) wibe, ir (myn) kynde r ander, die yn (mir) zngehoront odir yman anders von iren (mynen) wegen, in che weg daz were aue alle geverde. Wan nu hie von kommon mochten kriege und nrj id, so hau wir burgermoistore und rad gemeinlichen den egeschriben artickel also ■ cle ret und gelutert, daz er nit begriffen sal soliche cleyn sehencke und gäbe, die von *S untschaft geben und geschencket wirt etc. wie oben. Am Rande das Zeichen .J^----- U, 1 y on späterer Hand ist diesem Artikel vorgesetzt: Legotur episcopo ante electionem l 'ecim virorum. n ) heisze bis geverde nimmt die erste Hälfte der Zeile ein; was 1 ttand ist wegradiert und dafür . — 'm. — ■••, — etc. gesetzt. 342 Eide. den eyd den wegesten nit von fruntschaft nit umb gelt odir myde oder mydes geheisze odir von bede wegen anc geverde. t a Es ist auch zu wiszen, so ein bysschoff iars zu sant Martins dage kiesen sal einen schultheiszen greven und riechtere an daz geriechte, s daz sal er dun off den eyd, als eyn rad vormals gekorn hat, nit von frönt- schaft nit umb gelt odir myde odir mydes geheisze odir von bede wegen ane alle geverde. h Ez ist auch zu wiszen, daz der schultheisz der greve und die riechtere iars zu sant Martins dage so sie gekorn werdent, alle iar sweren sollent 10 diesen nachgeschriben eyd: *j— | Zum ersten daz sie eyme iglichen recht gerycht dun den phaffen den leyen den Cristen den Juden dem inmanne und dem uzmanne ane riefe und myde und mydes geheisz ane alle geverde. Item ensollent sie von den dum- herren und von den burgern zu Wormsze kein gelt nemen so sie gebieden 15 von iren wegen, sie engeben in ez dan gerne. Item von den andern luden phaffen leyen und Juden sollent sie nit me nemen von eyme gebode dan zwene hellere, sie engeben in ez dan gerne. Item ein schiff zu bekommern zwene Schillinge hellere. Item ein flocz zu bekommern auch zwene Schillinge hellere. Werez auch daz der gast zu stunt bürgen seczte, so sollent sie nit 20 nemen von dem gaste dan zwene hellere als vorgeschoben stet. Item werez daz eynre den andern hie bekommerte umb gut, so sal der riechter yenen, der da bekümmert hat, fragen off den eyd, daz er rechte clage füre ane alle geverde; und begert der, der do bekommert ist, bürgen zu seczen, so sal der rychter yn füren an dru ende in der ringmuren, ob er ez begert, ee man yn 25 in das slosze füre ane geverde. Item sollent sie den bfirgermeistern und dem rate gehorsam sin, waz sie an sie begerent, als ez auch von alter [ b ] herkommen ist. Item waz lüde die burgermeistere odir der rad in daz slosze legent oder andere lüde, die dar in gelacht werdent, die in die saczungen horent, die wir han mit den herren und den steden, von den luden sollent so sie kein sloszrecht nemen, die burgermeistere erleuben ez in danne von des rades wegen. Item sollent sie diebe und diepen c und gylere die da liddegancz sint und sich gylere machent, neysen '. Item sollent sie yn der andern prime geriechte halten ungeverlich. d Ez ist auch zu wiszen, so der rad iars seezet scheffen zu sant Martins 35 dage, die sollent swieren diesen nachgeschriben eyd: Zum ersten sollent sie swieren, daz sie recht orteil sprechen den phaffen den leyen den Cristen den Juden dem inmanne und dem uzmanne, als verre sie sich verstent, ane riefe und myde und mydes geheisze ane alle geverde. Item sollent sie nymans wort dun an dem geriechte daz jar ane 40 alle geverde. Item waz orteile sie nit fynden können, die sollent sie in dem ») Ueberschrift von späterer Hand: Das gericht antreffeii. Am Bande: logetur episcopo. b ) Ueberschrift von späterer Hand: Schultheisz grafe und richter. °) So die Hs. d ) Ueberschrift von späterer Hand: Scheffen eydt. 1 neysen, neizen, mlul. plagen, schmälten, s. Lexer, Handwörterbuch II, Sp. 52. Eide. 343 rade holen, und wanne sie gewist werdent und daz ortel offen wollent, so sollent sie ez beden partien künden, als ez von alter her kommen ist. Item wer sin dage beredt und sinen tornois gyt, kommet dann yenre ee der schulthcisz off stet und verantwortet sicli als des geriechtes recht ist, so sal man yme sinen tornois wieder geben. 5 11 Ez ist auch zu wiszen so der rad jars setzet vorsprechen zu sant Martins dage die sollent sweren diesen nachgeschriben eyd: Zum ersten sollent sie sweren ydermans worte zu tiinde, wer ez an sie vordert, er sy arm odir rieh, yglicher als verre er sich verstet und als °h ez yn selbir anginge, odir sollent nit ansehen liep odir leit, frftntschaft 10 odir fyntschaft, und sollent auch daz dun ane riefe und myde und mydes geheisze ane alle geverde ane wieder sinen vatter sin mutter odir sin ge- swüsterde. Item sollent sie fragen yenen des wort sie dun sollent und yn gebeden werdent, ob die sache ire nehsten frunde keynen angee, als vor- geschriben stet, e er sin heimliche b sache yme vorlege. Item sollent sie nemen u v °n dem phunde hellere zwene hellere von yeder partien under hundert phunden hcllern. Item werez hundert phunde hellere so sollent sie nemen von yeder partien zehen Schillinge hellere alter hellere; werez abir darubir s o sollent sie nemen nach marczale, als reht ist von yder partien als vor- goschriben stet. Item wer den andern ubirkommet mit dem rehten, so sal 20 der ander yeme, der da reht hat, sin vorsprechen ° gelt widder geben. Item werez daz eynre dem andern swure, so endarff keinre dem andern daz vorsprechen gelt keren d . [90.] Auch mag ein iglicher, der den rad beseezen hat odir vorbaszer besiezet, eins wort an dem geriecht dun, dem er ez gern dun wil, also daz daz vorsprechen gelt in die bfisse falle. 2s Ez ist zu wiszen, so der rad jars seszet die sehezehen heimborgen zu sant Martins dage, die sollent sweren diesen nachgeschriben eid: "Zum ersten sollent sie sweren, daz sie recht masze dun dem armen, dem riehen, dem uzmanne und dem inmanne ane argelist und geverde. Item w o sie falsche masze fynden, die sollent sie antworten den geswornen in so der parren, da sie die masze infyndent. Item auch sollent sie ychen die a »e pharre masze, die mc gebraut sint, umb zehen heller, ein nö par masze, die nit me gebraut wart, umb 12 heller. Item vor welchem huse sie die masze heischent, da sal man yn sie geben ; werez daz man yn des nit endede, so sal unser herren knecht Concze der aide odir wer an sinre stad ist die 35 masze selbir nemen und sollent sie ychen. Auch sollent die heimborgen off den dag, so sie swierent, Conczen unser herren knecht, ob er nit mit ym yszet, senden in sin hus zwey schone brot, ein halp virtel wins und einen cappen und funff Schillinge heller, er esze da odir nit. Auch sollent sie dem glockener zu m dume off denselben dag als viel senden und geben als Conczen vor- 40 , r ») Ueberschrift von späterer Hand: Fürsprechen eydt. Tl ) 11s. heinliche. I Zuerst stand clag, das wurde durchgestriclien und darüber von späterer Hand v. Besetzt. d) y on gp/iterer Hand: die vorsprechen mögen der uszlude raentpar werden lm b eynen zymlichen lone. °) Am Rande von späterer Hand: Nota. Diser eyt ist geeiert und ornuwort vigilia Andree anno etc. 75 und ist geschriben fol. 74. Die jetzige 45 olurung stimmt nicht mit dieser Angabe. 344 Eide. genant. Auch sollent sie ychen off den kalk karche 16 viernczal kalgkis mit der körn viernczal umb 16 heller. Auch sal Cunczc unser hcrren knecht odir ein andrer, der an sinre stad ist, die glocke dun klcnckcn ane der heimborgen schaden. Auch sollent sie von eyme mulin Vierlinge nemen s 10 heller und von der halben viernczaln 2 heller und von der vicrnczaln 2 heller und einem körn Vierlinge umb 2 a heller und von einer nuwen viernczal vier heller und von eynre nuwen halben viernczal dry b heller. Auch waz sie den geswornen ychent, daz sollent sie yn vergebens ychen; auch eyme iglichen oleyer sin masze zu ychen sollent sie nemen ein phunt oleys. io Auch sollent sie von der ruben vierczal nemen 2 heller. Auch wa der stede ringe in die masze fallent, die masze sal man zuslagen. Auch welche masze zuryszen sint, die sollent sie auch zubrechen. Auch sal man honig masze ychen nach den andern maszen als vorgeschriben stet. Auch wanne man bringet von den andern gerychten eyn hulczen ar, daz sollent die gesworn in ychen umb ein viertel wins und ein erczen ar daz sol man nymans ychen l . [ b ] °Ez ist auch zu wiszen, daz die salcz underkeuffer swerent diesen nachgeschrieben eyd: Zum ersten, daz sie nit me nemen sollent czu underkauff von dem gaste von eyme malder salczes dan czwene alt heller und von den burgern, 20 die ez keuffent, einen alten heller, und von dem malder salczes zu brechen zwene alte heller. Auch sollent dieselben die geste nit dringen besunder in einem keller, wand sie sollent das salcze verkeuffen und brechen in welchem kelre daz lyt. Item daz sie hie zu Wormsze deheime gaste sin salcz verkeuffen sollent, 25 er ensy dan selber daby odir sin geweitiger bode, der in siner koste sy, ane alle geverde. Item sollent sie unsern burgern und wer salcze keuffen wil in unsere stad salcze zu kauff geben alle die wile sie ez hant und feile ist in demselben marte, als ez vor gegeben ist eyme als dem andern. 30 Auch sollent sie die geste nit fördern odir sturen widder unsere bürgere, besunder odir samment, mit Worten odir mit werken odir in deheine ander wise, die yman herdencken konde odir mochte ane alle geverde. Item werez daz sie stunden in eyme gude und daz verkcuften umb ein namehaft gelt und queme ein ander gast auch mit salcze und wolte 36 sin gut bit namen ein malder salczs eins Schillings heller neher geben und nit myner, so sollent sie dem gaste helffen, der den mart gemacht hat und nit dem ersten; wolte abir der erste kaufman, in des gude sie wercn, auch eins schillinges heller neher geben, so sollent sie by yme verüben alle die wile ez feil ist. 40 Auch sollent sie den salczmüttern gehorsam sin als ez von alter herkommen ist. a ) umb 2 auf einer Rasur. b ) dry auf einer Rasur. c ) Ueberschrift von späterer Sand: Saltzunderkeuffer eydt. 1 Eine jüngere Form des Heimburgeneides ist oben p. 230, 19 ff. abgedruckt. Eide. 345 Ez ist auch zu wiszen, daz die salezinüttere swerent diesen nachgeschrieben eyd: Zum ersten, daz sie nyman salcze nieszen sollent, der gast ensy dan selber darby odir sin geweitiger bode, der da sy in sinre koste. Auch sollent Sle gehorsam sin den burgern und den gesten salcz czu meszen, wanne man s yn daz verkfindt zu huse und zu hofe, ez en beneme eym dan libes noit, ane alle geverde. Item wanne sie meszent ein kölsche hundert salczes, da von sollent sie lernen zwey malder salczes und nit mee. Und werez daz der gaste darubir Us zit mee hette und daz auch meszen, da von sollent sie nemen nach marc- 10 z ale nach dem hundert als vorgeschrieben stet. Item sollent sie von demselben h&ffen, da daz gut an lyt, nit me nemen danne 27 heller zu meister gelte. Item ist des gudes an dem salcze dru viertel, da von sollent sie nit me nemen danne anderhalp malder salczes und sollent nemen daz halbe is Haider zwo viernczaln und einen vierling bestrichen, da von gebort yn auch z u nemen von dem gaste zu meister gelte 21 heller. Item sollent sie nemen von eyme colschen halben hundert salczes ein Haider salczes und [91.] zu meister gelte 15 heller. Item von eyme colschen viertel salcz sollent sie nemen zwo viernczaln 2» un d einen vierling bestrichen und zu meister gelte einen Schilling heller. Item von eyme kölschen halben viertel sollent sie nemen einen viernczale Un d einen halben vierling bestrichen und zu meister gelte 9 heller. Item waz sie dar nach meszent, ez sy viel odir wenig, davon sollent s 'e nach marczal nemen und nume, es sy von dem karche odir in dem kelre. » Item sollent sie nit me nemen von karch salcze zu meister gelte danne 6 junge heller von yedem karche. Item hant unsere herren geratslacht und wollent auch daz ez festeclichen gehalten werde durch fryden willen, daz die salczmutter auch gesworn hant, em da gebftrt ein kauffmans deil zu geben, daz der dem gaste nit mee 30 ar vor sal abeslagen danne eine halbe vicrnczal salczs als daz salcz danne gilt. Auch ist zu wissen, daz man nyman kein kaufmansdeil geben sal under ' m aldern salczs, als ez von alter her kommen ist; daz ist zu verstende yner keufFe viel odir wenig ubir sehczehen malder salczs, daz man dem auch nit mee geben sal dan ein kaufmans deil. 35 [Von späterer Hand: quere aliud juramentum in libro rentarum in pen- ulhmo sexterno circa medium. [vo h ] Anno domini 1484 haben alt und nuwe rete überkommen umb er stat nutz willen, das nymant hie zu Worms saltz uff furkauff keuffen sol dann der rate. 40 Anno etc. 1502 haben alt und nuwe rethe den saltzkauff widder ab- gestelt und menglichem zu kauften erlaubet.] 346 Eide. Ez ist auch zu wiszen, wer sin burgerrecht offhebet, der sweret diesen nachgeschrieben eyd a : Zum ersten, daz er getruwe und holt sy dem rade den burgern und der stad und yn iren schaden zu warne, wo er des gewar wirt, ez sy dag odir nacht. •■> Auch waz unsere herren, die in dem rade sint odir hernach dar in gesaczt werdcnt, vorkerent und machent, da by sal er bystendig sin und sal keine partie da widder helffen machen odir halten, als dicke er dar widder dede, so dede er widder sinen eyd etc. Auch sal er sweren ein wäre geczüg zusin als dicke er des gefraget 10 wirt als verre er sich des verstet, so endarf er nit sweren als ein uzman. b Auch sal er sweren, daz er keyncn eygenen herren habe und daz er auch keyme herren weder zu dinste noch zu bede sieze oder verbunden sy. Ez ist zu wiszen, wer sin burgerrecht keüffet, dem sal man sagen diese nachgeschrieben viere artickele 0 : lfl 1. Zum ersten kummet ein nachfolgende faüd in des jares friste von sins herren wegen und beseezet yn mit dem gebüseme, als des landes und der stederecht und gewonheit ist, man leszet yn mit yme gewerden. 2. Ist es deheins herren ungerechent amptman und folget man yme nach umb rechenunge, man leszet yn mit ym gewerden. 20 3. Bringet er deheinen krieg her, man ist yme nit schuldig dar zu zuhelffen, man dede [ b ] ez dan gerne. 4. Diz ganeze jar beredt man yn als einen uszman und wanne daz jar umbkommet, so mfisz man yn beredden mit bürgern. Item darnach sweret er diesen nachgeschrieben eyd: ss Zum ersten, daz er getruwe und holt sy dem rade den burgern und der stad und in iren schaden zu warnen, wo er des gewar wirt, ez sy dag odir nacht. Auch waz unsere herren, die in dem rade sint odir her nach dar in gesaczt werdent, vorkerent und machent, do by sal er bistendig sin und sol keine partie dar widder helffen machen odir halten, als dicke er darwidder 30 dede, so dede er widder sinen eyd. Auch sal er sweren ein war geezuge zu sin, als dicke er des gefraget wirt als verre er sich des verstet, so endarff er nit sweren als ein uzman. Auch sal er sweren ffinff jarc aneinander hie zu siezen buwelich und hebelich; sinen herbest sin erne, sinen jarmerte und sin walferte mag er 35 wole suchen als ander börger dunt ane alle geverde und argelist. Daz wir alle rat und gemeinde besunder und sementlich nyman usz- genommen ewielichen aneinander behulffen getruwe und holt sollen sin und einre den andern vor syme schaden zu warne uszwendig und inwendig der stad Wormsze mit beheltnis des richs, unsers hern von Wormsze und sins 40 stiffts und unsere stedefriheit und manschafft ane alle geverde. ») Am Bande von späterer Hand: Bürgerrecht offzuliolen. 1> ) Von etwas späterer Hand. c ) Am liande von späterer Hand: Hurgerrecht zukeuffen. Eide. 347 Illud iuramentum iuratum est feria quarta ante Valentini martiris anno [13J90 tercio. ______________ Ä. Hoc infrascriptum iuramentum iuratum actum et pronunciatum est supra stegam anno domini 1431 in die sancti Stephani protomartyris sub jjfjj,,. niagistris civium Nicolai Schüczen et Gonradi Clarmann tt : •■> Das wir die burgermeister und rait unser stat Wormsz unsern burgern und allen unsern inwonigern uszwendig und innewendig unser stat getruwe und holt beraitcn bystendig und in allen Sachen beholffen sin, sie schüren schirmen und vor irme schaden warnen wollen als uns selbst mit aller unser vermogden ane alle geverde und argelist, als uns got helffe und alle heiligen. 10 Das wir burger und die gemeynde gemeynlichen riche und arme und alle inwonigen uszwendig und innewendig der stat Wormszc unsern herren den burgermeistern dem raite und ire stat getruwe und holt beraiten bystendig und in allen Sachen beholffen sin, sie schüren schirmen und vor irme schaden warnen wollen als uns selbst mit aller unser vermogden ane alle geverde is und argelist als uns got helffe und alle heiligen. [fol. 97 h .J Una pronunciacio super stegam. Lieben frunde! wir han entphünden, wie daz vaste zweyunge under etlichen unsern burgern gewest sy und noch sy; der han wir mit rade unser guten frunde eins teils hien gelacht und wollen vorter mit rade unser frunde, 20 die darezu gehörent, darezu dun, daz daz mit der gots hulffe genczlich hiene gelacht sal werden und daz zuvorkommen, daz solicher zweyunge under den unsern numme geschee, so gebieten wir by libe und by gute, daz kein unser nurger dem andern oder eym, der uns zu verentwurten stet, zu sal sprechen uan vor dem rade und vor dem gerichte hie zu Wormsze. Und diz han i» Wlr in unser buch dun schriben, daz daz ewekliche gehalten sal werden nach uszwisunge unser stedde fryheit recht und altem herkommen. Actum Dominica ante diem sancti Galli confessoris anno domini millesimo GGCC 0 nono. i S 40 c*t. 198.] Una pronunciacio super stegam Paff Peters. Nach dem ubersagen als pfaff Peter Kochs son, den man nennet Oysten- 30 richer, woll besaget ist solliche falsche muneze, als geslagen ist uff unsers nerren des herezugen muneze der pfennige, das er dar an ein rechter anheber Und ein houpt gewesen ist, und hat auch den stemppell zu Pederszheim l| n graben, darum die czwene gesoden sint, davon so verteylen wir yn zum eszell und verbieten yme die stat und den burgfrieden ummer eweclich und 35 en tphelhen yn unserm herren von Wormszc forter darezu zudun nach usz- w ysung ( > bischoff Johans siinbrieffs. Anno domini MGGCC. XX. primo dominica ^tabeaü Mathie apostoli l . a ) So die Its. 1 Abgedruckt bei Schannat II, 444 ex lib. Act. civ. Worm. 40 1*21 13. Febr. VII. MEMORIAL ÜBER DIE ORGANISATION DES KRIEGSWESENS DER STADT WORMS ENDE DES XV. JAHRHUNDERTS. Memorial über das Kriegswesen. Der schryber dysses buchlins wil nit genent sein, allein usz der ursach, uasz sein gesiptten freunde meynen wollten, er hette in kriegen gethan oder gehandelt, desz er nye kheinen willen hatt. Eynem erbern wysen raid eyner erberen stat Worms zu eren zu notz 5 und zufrommen han ich P. P. etwas für mich genommen und in gutter meynung betracht, wie ich eym erberen rade und Stadt möge offenen und anbringen ettlich vorbewarnung und geschiecht, die ich in kriegs wesen gesehen und gehört han, damit man stett und [ b ] flecken vor den veinden hat behalten und den veinden widderstandt gethan hat, auch wie man vor 10 a 'le auffsetze der feyhende wachen und huden soll, auch wie man sich in stetten gehalten hat, da man sich mit gewalt vorgelegert hat und thurne und murenn abgeschossen hat, und sye doch nit gewunnen hat. In diesem abweszen der pfaffheyt 1 khan ich nit versten, dasz sye in guter meynung iren gotzdinst und ir huszgemach und herlich weszen hie is ZUe Worms also verlassen und enteussert sich, one [2] allen getzwangk oder überlast, so esz doch khuntlich und wiszlich ist, dasz sich alle krieg der nierer theil von den bischoffen und pfaffen erheben und werden damit landt und leuth verdarfft. So han ich dick nacht und tag gedacht, die pfaffen sein a "et list und boszheit voll und besonder so disze pfaffen und pfaffen knecht 20 nd pfaffen huren lang zyt hie gewesen seynt und wege und steg schliff und Wynckell wissent und der merhtheil wol on zwifell ee dasz esz der stat orms übel ging, dann wol, da got lange vcrhude. Darumb so hain ich disze nachgeschrieben stuck und [ h ] geschieht mit e yner eygen hantgeschrifft in gutter erberer meynung auffgezeichnet und 25 s, ndt doch etlich stucke, die eyner statte in eren zu haltten syndt, so sye not angynge, ich sy hie oder anderswo, ich sy doth oder lebendig, so wolt lc ' doch, dasz eyn erber stat Worms altzyt iren erlichen loblichen namen m °cht behalten. Ich ein besonderer gutter frundt und gonder dieser stat Worms, ein so netzogen kyr.t und auch ein gelopter und geschworner hindersasz, der der * at gelopt und gesworen [3] hat, iren schaden zu warnen und notz und °mmen zu werben, als ein ander mitburger, so ich nu hören und sehen 1 Der Auszug des Klerus fand am 9. Sept. 1497 statt, s. Zorn ed. Arnold p. 204. 352 Memorial über das Kriegswesen. den handel und dasz usztiechen der pfaffheit und jederman sagt uszwendig der stat und inwendigk, diesser Handel möge one unmusz nit zurgen, die stat werde in unmusze dardurch komen etc., darumb so han ich solich hienach geschrieben puncten und stuck einem erbaren rathe in eyner geheyme 5 ausgezeichnet und synt dasz die stucke: f'J Item alles dasz ich in kriegslewffen gesehen und gehört han, damit man stet und flecken vor den Agenden behalten hat, auch gewonnen und verloren hat, auch wie man sich in stetten gehalten hat, die in sorgen ires fyent halber geweszen syndt. 10 Item wie man sich mit wachen und mit huden halten soll und wie man sich in den stetten gehalten hat, dar vor die figent gelegen handt, und mit buchszen darin geschossen hat, wie man [4] etlich stede abgelauffen hatt und die fyhendt mit wissen listen widder darusz synt geschlagen worden. Wyewol dasz ein erbarer weiszer rathe fursichtigk und wisz gnug ist, is alle ding zum besten zu fursehen und zu furkommen, so han ich doch disze nachgeschrieben stuck in gutter meynung aufgezeichnet, ob esz sach were, do got für hutte, dasz die genant erbar stat in diesem handel oder hernach not an ging, ob man under diesen stucken allen [ h ] eins oder mehr fundc, dasz der stat zu notze und stewr kerne; dann von frembden geschichten so kompt etwann heymischer notze etc. Item zu dem aller ersten so sag ich, so man basz wacht und hut, so man mynder sorgen darf. Ich han in steden gelegen, da man sich stetz vor den fyhenden versehen must, da wacht man nachts also: Item inwendig der statmuren gingen alwegen dry oder vier parthien 25 umb, die ein parthey [5] begegenel der anderen und gingen nit miteinander umb, also dasz der wegk an der muren ein halb viertheil einer uren niimmer one luthe oder wechter was, und wo sye ein ander begegeneten, hatten sye dan nit liecht, dasz sie einander kanten, so hatten sie aber ir losung gemacht, dasz doch ie ein parthy wüst, wer die anderen weren. Und dieselben umb- 30 gende wechter rieffen alle mole den wechtern auff den muren und uff den thurnen [ h ] und snecken zu und machten sy wacker. So aber ein parthy allein umbget, so komment sy langsam her umb und ee sy herumb komen, so seint etwan die wechter auff den thurnen entslaffen und mocht dieselb weyl ein stat oder ein vorberter in ein unmusz komen. .15 Item do Mentz dye stat gewonnen wart, hab ich dick von meinen altern gebort und auch von luden, die dorby und myt woren, dasz sich in langer zyt nye kein wechter auff dem thurn oder muren die nacht gerecht [<>] hat, und sasz ein ule in einem loch eins thurns, die sangk ire geschrey, do mit drep sye die figent zum" zweyten mole hynder sich, dasz sye nit anders « meinten, dan die ule were ein mensch, und wart die stat gewarnt'; were tt ) IIa. üwum. 1 s. die Mainzer Chronik II ed. K. Hegel, Die Chroniken der deutschen Städte. XVIII, 5t. Damit stimmt Frühem, Chron. Ilirs. II, 453 überein, der nach Hegels Bemerkuni) I. c. p. 9-J für die Mainzer Chronik die Quelle war. Memorial über das Kriegflweeen. 353 do ein from mensch oder ein wechter auff turnen oder muren wacker gewesen und hett hinusz geploszen oder geruffen, so were der grosz schade und spot derselben stat nit geschehen. Darumb soll ein weyser vorsichtiger ratho vor solich ding seyn und sol an dasz sprechwort gedencken: Selig ist der, den eins andern schade weysz macht. 5 [ b ] Die von Hagenawe habent einen gutten wasser graben, dieff und We yt umb ir stat, gen noch gont alle nacht zwo oder drey partheyen umb M> der stat muren und ist denselben umbgenden wechteren erloupt, wan sye die wechter auff den thurnen oder auff den muren slaffen fynden, so nemen s y inen spiesz, helmbarten, mentel usz den helszen oder horner oder hude 10 von den heuptern und tragen dasz vor die herren, die burgermeister, und 'aszen sye slaffen und slichen also [7] mit den pfenderen oder worzeichen dahin; so moisz einer dem rathe sechsz Schilling pfenig geben unableszlich; dasz were hie by zwolff Schilling pfenig; dasz musz ir einer geben, so dick er slaffende funden wirt; und schenckt man ime nit helbeling daran. Also u •nacht man gut wechter und fursichtig luthe. Der fryd sye wie grosz und gut er wolle, so halten sye alwegen solich wacht. Item wan ein man in sorgen ist feyntschafft halber, so soll man ein r edhch sum foleks byeinander han, [''] ob ein geschray wurde, so sollen sy gerust sein, als solten sy in einen streyt. Also sollen sy gerust sein mit ao narnesz und gewer, nit mit schweinspieszen und mit streytexhen, als die alten vetter auff die wacht gent, sonder sollen gerust sein mit hantbuchsen u nd mit armbrusten und mit langen spieszen und mit rechten guten helm- narten, dasz sye zu noden ein ordenung oder ein spitz gemachen künden, an welchem ort der stat ein lerman oder ein geschrey wurde, dasz sie gerust 2» se yn widderstandt zuthun. [8] Item esz sollen auch auff dasz allermynst an vier oder an sechs orten der stat muren glocklyn auff den thurnen hangen, wan die wechter etwas uszwendig boren oder mereken, sollen sie esz kunt thun auff den nächsten tornen, do die glocklyn hangen, so soll man dasselb stürm glocklyn 30 uden und Soll usz dem selben thurn ein für pann oder ein fackel stecken, so dasz ein wechter auff den mynster thurn siecht, so soll er auch ein für zeichen dargegen stecken, wan er die glock klencket, dasz man dan an dem nrzeichen sehe, wo man hinlauffenn soll, so sollen [ b ] dan dieselben gerusten Wechter mit irer ordenung hin zu streichen; so seynt dan die buchszen gut, x> Wan man mit leyteren oder durch die graben wil, dasz man in sye schiesz, Oasz sie der leytern vergessen; so seint die armbrost gut, wan sie auff die muren kernen, dasz man sie ins angesicht schusz, dasz sie widder hinusz ■eleu; so seint die langen spiesz gut,- dasz man sie auch widder von den j^uren hinuszsticht; so seint die helmbarten gut, wan einer von den muren 40 'erabspringt, dasz man ine damit slag, dasz er nit widder aufstee. [17] Item wan die wechter also gerust seynt mit guter gewer, so n °gen sye der fyent samelung zurtrennen, dasz sie keiner samelung in einer at komen mögen, die der stat schaden möge. Item dwil derselb huffen wechter also mit den fyhenden mangelt, so 4.'. °'en sich die andern burger rüsten und ordinieren und sollent den plon Wormsor Chroniken. 23 354 Memorial über das Kriegswesen. oder marckt innemen und die buchsen in die gassen richten, ob dan die wechter uberweltigt wurden, soll man ine zu hilf komen. Item so man die buchsen von dem plan in die gassen richtet, sol man sie nydder gnug [ b ] richten, wan sie gerächt sein den fyhenden gegen iren r. fuessen, so driff't man sie kawm in der mit oder an den houptern. Ich han selbs in einer stat gelegen im lande zu Luttig, do die fygent ungewarter sach in kamen und worden durch wol treffen der karren buchsen wider hinusz geslagen. Item in den Nidderlendischen stetten helt man ein manierung, dasz dunck mich ein gut gewonheit sein, wan ein lerman in einer stat ist, esz sig ein jo füre geschrey oder ein feintgeschray, so musz ein jeglicher burger, er sy arm oder rieh, so moisz er ein licht mit einer [18] lutzernen oben zu seinem husz usz hencken, dasz musz ein jeglicher thun, so vil huszer als in einer gantzen stat seyn; doch so ist selten über dasz ander oder drit husz ein liecht, dan ein husz stet 1er, dasz ander ist nyernant heym, dasz dryt hat kein liecht 15 im husz. Aber doch so ist alle mole, so ein geschrey ist, so ist es so hell in den stetten, als were es im schonen Hechten tag. Solichs sein sy mit irem schaden innen worden, als dan die burger in denselben stetten fast zweytrechtig seynt, so etwan ein lerman was oder ein aufrur in einer stat, wart etwan ein burger erstochen oder [''] erschlagen so oder erschossen und wist nyernant, wer es gethan hett, so einer ein alten hasz uff den andern hatt, rechtet er ine in solichem geleiff usz, als dan die gassen lang synt und die furpfannen nit wol von eim egk zu dem andern lichten konden. Auch so weren etwan bosz luthe in den stetten, wan die weyber lieffen wemertzen vor iren thoren, so es prant oder ein feynt geschray 2. r > was, so wart etwan einer frawen in solicher finsternusz etwas entweltigt usz irem husz und wurdent etwan den luden und den weybern buttel von iren gurtein gerissen [19] und lieffenl die boszwichter in der finsternusz under ander lewt, so wost nyernant, wersz gethan hat. Darumb hant sye nun solich ordenung gemacht mit den liechtern, dasz sie einander under äugen 30 sehen, wer frunt oder fyent syg, und ducht mich hie auch nit ein unwiszlich ordenung seyn, wan esz macht eim man ein hertz, so einer sieht, wer der ander ist, und macht die weyber auch trostlich etc. Item by dem konigk von Engelandt han ich ein werck gesehen, so man mit offsatz oder anderer ferrederey in ein stat by nacht kerne und 35 meynt, man het die stat gewisz gewonnen, so man [ b ] dann dasselb werck in einer stat hat, wan man hin in kompt ubber muren oder durch pfort, so ist die stat noch ungewunnen. Item dasselb werck ist also gemacht, als so man hie nem vier gantzer bort und lymet die bort zusamen oder negelt die mit guden leisten zusammen 40 und macht darusz ein breyt taffei glich als ein grosz schwr thor und durch die taffei warent fiel grosser isen negel geslagen, als were die taffei als ein grosz hechel; die nagel sollent sein also grosz an der leng und an der dick als ziliche* [20] leist negel synt, und soll der negel einer ein schuch von dem anderen steen. 49 ' zilic mittehnässig s. Lexer, Mittelhochd. Handwörterbuch III, 1114. Tliomax und F. Platter ed. H. Boos p. 22: aber grosz l&sz drin wie ziliger hanff samen. Memorial über das Kriegswesen. 355 Item Nukastell l heist ein stat, lyt an Schotlant, dieselb stat ist etwan eins konigs von Schotten geweszen und ist nun desz konigs von Englandt. Darumb so hat der konigk von Schotlandt manchen list angeregt, dasz er die stat wider zu seinen banden mocht bringen. Auf ein zyt do hatten die Englender derselben taflelen vil gemacht und 5 kam der konigk von Schotlandt vor die stat, do doden sie die pforten gegen Ten feygenden off und liessent sye [''] mit macht in die stat. Aber da sy zu der pforten hin in kamen, da hatten die Englischen derselben taffeien v 'el auf die gasz gespant, ein vor die ander, und neben einander, und warent n "t guten eyssern hacken an einander gehenckt, dasz sye nyemant von ein- 10 ander bringen kont. Alsz nu die pfort offen was, do lieffent die fygent hin •n und drungent einander in die taffein und künden nit furtter komen; do worffen die Englischen oben mit steinen von den huszeren in sye und schossent mit hantbogen und mit buchsen in sye, also [21] mancher Schott •tot darin und die übrigen mustent wider umb zu ruck usz der stat wichen. ir> Item wo man solich taffeien in die gassen spant, do soll man an die ende der taffeien drey oder vier man ordenen, dye dar vor synt, dasz die frunde darin nit lauffen. Item solich taffeien weren auch gut in zwingolf und hinder muren, do 01 an ein stat ersteygen wolt, wer von der muren herabsprung, der wurde 20 m die hechel springen. Der konigk von Englandt, wan der zu feld lyt, so siecht er derselben tatlelen v 'l umb sein Wagenburg* [ b ]; was dann dar in lauft, dasz musz dann verderben, esz sig pferd, fieg oder lewt, und ist vil ein boszer ding a an fusz ysen, wan die nage] spitz sein und recht gemacht syndt, so geet 25 esz einem dorch sein fusz und feit mit dem lib auch darin und kan nyemant uaruber hinkomen; die tofelen liegen dan so vol lewt, dasz ein mensch über d asz ander hinlawff. Wan man für einer stat lege, so weren die doffelen auch gut in einem storm graben inwendigk der stat muren, also ferr, dasz man die stein b und 30 oltzer sawber zwuschen der mure und dem graben auf [22] raumpte, obe ie ngent dar zwuschen kernen, das sie nit steg darüber mechten. Item wo ein stat nit wasser graben hat und wo auch nit hecken und le g in dem graben synt, so ist nichts besser dan ein guter blancken zun J n "en graben gemacht zwingols ferrer von der muren, davor kan man nit 35 a ld leyteren an die muren bringen und wurd ein grosz folck erworffen und •"schössen ee man die leyteren an die muren brecht. Item der zune soll also gemacht sein: oben mit guten stareken gerten gezewnt und unden sollen die stecken dieff in der erden [ b ] sten, dasz man sie nit umbziegen kan. Auch so sollen die stecken nit zu dick sein und auch 40 n,t nohe beyeinander sten, das sich nyemant darhinder enthalt vor schissen. a ) Hs. wagenbruck. l>) Hl. beiderstein. Newcanüe am Pictenwall. 23* 356 Memorial über das Kriegswesen. Der die stecken insetzt oder den zun macht, der soll sich selbst darin messen, wan er nit besytz dardurch komen kan, so steent sie recht. Item esz sollen auch nydder schieslocher in den bolwercken und in den thurnen und snecken sein, die nidder gnug by der erden no Stent, ob 5 esz sach were, dasz man understunde den zun abzuhauwen oder zubrechen, dasz man durch dieselben strich, were siecht an dem zune hin schiessen kunt, [ä.3] darumb soll der zun nit zu ferre von der muren steen, dasz man ine usz den snecken und thurnen entreden khunde. Auch soll der zawn nit zue nahe bey der muren steen, das die leitteren nit über den zune an 10 die muren reichen. Item durch ein solichen zun wart die stat zu Tongern im lant zu Luttig behalten, da zwenztig thawscnt man vorkamen mit zwölf wagen vol leyteren und wolten die stat mit gewalt ersteigen und gewinnen und was die mur nit über zweyer man hoch, da die figent mit den leyteren in den 15 graben kamen, da künden sie die leyteren nit an die muren bringen. Do stigent der fyendt viel über den zwn, die [ b ] fonden mit iren fuessen viel fuszysen, die zwuschen den zun und die mur gesät woren. Auch so schosz man und warft" man mit steinen so fast in sie, das sie alle nit geschaffen konden und zugent widder zu ruck und liessent die leitern und manchen 20 doden man in dem graben ligen. Die fusz ysen sollen also gemacht sein mit widder hocken als fisch angel, dasz sie einer nit bald usser dem fusz zieg und nit dest minder vor sich lawff. Item die schiltwacht soll man also halten: nit zu noch by der stat und auch [24] nit zu ferr, dasz man die uren" alle mole höre slagen, und 25 sollen die schiltwechter alle mole und alle stundt, wan die ure siecht, so sollen sie den innerlichen wechtern Wortzeichen b geben mit einem pfifflyn oder sunst mit zusprechen, und wan sie den urslag versitzen und nit Wortzeichen b geben, so seint die schiltwechter gefangen oder erslagen oder hant so viel lewt gesehen, das sy irgentz verborgen ligen und dorffen sich nit 30 regen etc., wan sie also uszpleiben, sollen die wechter auf den thurnen den umbghenen wechtern solichs kund thun, so sollen die umbghen wechter in die stat gen und heimlichen luthe [ b ] aufweckhen und die wacht stereken. Ist es aber sach, dasz die fygent zu nohe werent, so soll man dasz stürm glocklin luden und jederman uff weckhen und die fackel zum nechsten 35 thurn uszstossen, da die figent synt. Item wan man der figent also innen wurde, sol man sich nit lang sumen und sol sich flox ordenen und inen widersteen, ee° sie ir ordenung nach dem stürme widder gemachen. Item wie man sich im dag halten soll mit porten huden und mit [25] 40 warten, so sich ein stat veindschaft versieht: Wan sich ein stat veindtschaft versiecht und sorgt, dasz ein ufsatz über sie gemacht werde, so soll sie sich den kosten nit lassen thuren und soll alle tag auf alle Strassen auf vier oder fünf meil rings umb boden uff ») Ha. uwer. b ) Ha. wortziechen. °) Ha. ye. Memorial über das Kriegswesen. 357 dem weg heimlieh han. Wann die stat Worms in sorgen were, so were sich also zu halten, dasz man ein botlen von Worms gen Speir schickle den ersten dag, den andern tag ritli oder ging er von Speir gen Heydelberg, den dritten tag von Heidelberg gen Dicpperg ', den vierden tag von Diepperg '''/ ghen Mcntz, den fünften tag von Mentz gen Grutzenach, den sechsten s v on Grutzenach geyn Kcisersluttern, den siebenden dag von Keyserluttcrn ">sz zu der Neuwenstat 2 , am achten tag von der Neuwenstat widder gen Spier, am newndten lag wer er widder zu Worms. So solt man auf denselben tag ein anderen auf die fart schicken und solten die boden sich nichts annemen und als iemittes erfaren, ob sich irgentz ein samelung oder ein 10 here im lande sy. Item dieselben hotten sollen fromme glauphafftige und [2ß] verschwigen 'ewt sein etc. Item so dan der hott in der stet eine oder under wegen etwas innen w urde, deth er in einem lag khunt etc. u Dorch solich botschaft weisz man, wie man sich in einer stat halten so 'l mit wachen und mit huden, dan in solichen newn tagen khan sich gar komerlich ein gezug gesameln oder gerusten, der ein solich stat weltigen oder schedigen kondc. Item die von Metze hant albeg solich botschaft auf der straszen; desz 20 seindt sye weisz worden durch ein aufsatz, der über sye [ b ] gemacht was; netten sie die schantz übersehen, so weren sie umb die stat komen. Da m an schreib von Christus gepurt dusent vierhundert acht oder newn und H7Ä79 S'bentzig jar, da warent etlich Lotringisch edcllcwthc mit namen jungkher asper von Rolingen und jungkher Bcrchtolff Krantz, wie sie dan hiessen, 25 d'eselben edclmenncr dodent buren kittcl an und streiften grobe kappen an ßO namen saffran und roisz und machten ir angesicht gantz bures gestalt und foren in der fasten gen Metz und hett visch viel damit besehen und ' ]. Item wan esz ein erberen rathe ducht gut sein, so mecht man wol 30 Wasser mulen by dem Nuwen thurn uf dem Reyn, wie dan an vil enden auf dem Rein Stent. Die molen musten also nohe by dem thurn sein, dasz m an sie vom thurn mit geschutz entreden konde. Item ich han lender stett und flecken sehen zwingen durch mulwerek. yent die grosz houptstat in Flandern wart gezwungen durch die mulen, die M ■ne [39] abgebrannt wurden. Item solich ding soll man alles vorbestellen, ec man esz bedarf, wan m an beyt bisz in die not, so ist esz etwan zu lang gebeit. Item do man vor Uttrich lag derselb krieg erhöbe sich also mit einem bischof, der sich mehr understunde an sich zu bringen oder zu brechen, 40 a ) Am Rande von anderer Schrift: Felix civitas que tempore pacis de hello cogitat. 1 niersz nocli jetzt in Worms mundartlich für eine Art Schaufel. 2 Belage- V™<} von Neuss durch Karl den Kühnen 1475. Heber die llungersnoth duschst vgl. ™}crstraat, Histori des Meegs van Nuis ed. A. Ulrich in Chroniken der deutschen vmdte. XX. Leipzig 1887. p. 551 ff. 45 362 Memorial über das Kriegswesen. wan der stat lidlich was, darusz wart ein grosser krieg und wart viel lands in Hollandt und im stieft von Uttrich dardurch verbrant und geschedigt und in letsten [''] do zog der hertzog von Osterrich, der jetzt unser allcrgnedigstcr her der Romisch konig ist, der zog für die stat l mit grosser macht und ■ r > schosz inen die muren und thurn abe auf einer seyten; do sye nun die muren abgeschoszen, do schickten sie sich zu einem stürm und dadent viel schusz auf einander und miteinander in die stat. Do man die buchsen alle abgeschossen hat, da was die ordenung gemacht und lieffent glich den Schüssen nach und wolten die stat gewinnen [40] und ablaufen. Do sie to über die abgeschossen mur hin in kommen, do hatten die von Uterich ein holtzen mure gemacht inwendig der abgeschossen muren, die mynder zuerstigen oder zu gewinnen was dan were die steinen mure noch da gestanden, und hinder derselben holtzen muren hatten sie einen solichen graben gemacht, wan ire figent schon über die holtzen mur oder dardurch komen weren, 15 noch were die stat ungewunden gewest. Item die holtzern mure wasz also gemacht: [''] ye ein bwholtz und bort was neben dasz ander in die erde gestalt und ee wan derselben holtzer eins oder mehr abgeschossen wart, so satzten sy ein anders in die luck, und hinder derselben holtzen muren hatten sie ein graben gemacht, der was also - >0 wyt, dasz nymant darüber gespringen kont weder mit spieszen oder sunst. Item derselbig graben soll unden und oben mit einem guten zun vermacht sein, dasz ine nyemant umblaufcn khan, sonder musz mitz durch den graben. [41] Item derselbig grabe was auch mehr dan mansz dief und was M unden an dem boden mit fusz ysen geset und zwuschen demselben graben und der heltzcn mure auch also gesaet mit fuszysen und die erde, die usz demselben graben geworfen wasz, die wasz gen der stat zu geworfen glich uf den graben; darhinder stunden die burger und ir mithelfer mit guten hocken buchsen und mit hantbuchsen und mit anderer gewerc und wcrlcnt 30 sich so ritterlich, dasz ir fyhende do nichts geschaffen khunden, und zogent do widder zu ruck mit groszem schaden, [''] den sie von den von Uttrich empfangen. Graf Albrecht von Zorn und Villewert (?) worden am selben stürm erschossen uff desz konigs oder bischofs Seiten. Item in eim solichen graben verlosz manch ritter und knecht sein 35 leben zu Durckheim auf der Hart 2 . Item die von Nusz hatten ire rustung auch also in der stat gerust und gemacht, do der her hertzog von Borgondi vor ine lag, darumb khunt er mit stürmen nichts an ine geschaffen. [42] Von denen von Nusz hatten esz die von Uttrich gelernct. Aber die von Luttich hatten khein solich rustung; *o da derselb hertzog von Burgundi vor inen lag, da verliesscnt sie sich auf ir grosz folck, dasz sie in ir stat hatten, und bruchten kheinen andern vortheil, 1 Maximilian gewann Utrecht am 3. Sept. 14H3. s. K. Th. Wenzelburger, Geschichte der Niederlande. I. Gotlw. 1879. p. .VJ'J. % Wahrscheinlich ist die FÄn- nahme Dürckheims 17. Aug. 1471 durch den P[alzgra[en Friedrich gemeint, vgl. Spevrer ir. Chronik bei Mone, Quellensammlung 1, 502 f. Mathias von Kemnat in Quellen und Erörterungen II, 64 ff. Nürnberger Chroniken IV, 322 f. Memorial über das Kriegswesen. 363 dan meinten, wan man die stat stürmen wolt, so wolten sie iren Agenden starck gnug sein one alle vortheil, alsz sie dan zwentzig oder dryssig thusent man vermögen, wan sy ir landtschaft byeinander handt und ire zugehore; also machten sie kein not were, [ b ] auch keinen innerlichen graben oder nicht. Do der hertzog die stat stürmt, da verloren die von Luttig den stürm 5 und worden ir unmossen viel in der stat erslagen und wart die stat angesessen und verbrant und brant so ketzerlichen sere mit so groszem füre, dasz von grosser hitz die weyber und die kynder auf die Masz in alle die schiff (lugen, die sie funden. Auf demselben wasser also warent auch etlich man in die schiff [43] geflogen, do musten die weiber und kynder der man 10 entgelten und schössen die Burgundischen in die schiff und erdrenckten wib man und kynder alles mit einander. Item ich han in eins alten mans husz zu Luttig in der stat zur herberg gelegen, der deszmols zu Luttig in der stat gefangen wart und umb dru dusent gülden geschätzt wart und sein elich huszfraw in einem husz verbrant 15 mit zweyen kyndern, der sagt mir also, wie dasz er mit seinen äugen gsehen l b ] hett und mit seinen oren gehört, dasz zu derselben zyt ettlich grafen und herren vor dem hertzog von Burgundi stunden, und baten ine durch gottes willen, dasz er die weiber und die kynde nit liesz entgelten irer vetter oder der man. Da sprach der hertzog: schissent sie zw gronde one w alle gnade. Ich wil die wurtzel verdiigen, da die Luttiger herkommen, dann sie seyn so oft und dick meyneidig an mir worden, dasz ich Luttig und alles dasz darinn [44] ist verdiigen und verhergen will. Also wurden die armen unverschultcn unverschult jemerlich und elendig erdrenckt und ver- derpt und wurden die huser in der stat verbrant und wart die stat mur zu » ringen umb in den graben geworfen, thurn und muren etc. l . Darumb soll ein fursichtiger wiser rathe und ein jeglich stat solichs bedenckhen und sollen sich nit lichtiglich mit eiden und mit herschaft veranderen, dann alle die krieg, die in [''] dem Nidderlande syndt gewesen, die komen alle dar von, dasz sie die eide verachten und lichtiglich umfallen und 30 verandern sich mit der herschaft und so dick und manch mole, als sie einen neuwen eidt thun und einen neuwen herren handt, so hant sie auch einen nuwen krieg, damit werden die stet und dasz landt verhergt und verdarft etc. Darumb ich disz buchlin allermeisten furgenommen han, als dan ein erberer weiser rathe hie zu Worms einer gemein [45] in allen zunften vorgelesen n hat, wie uns unser gnedigster her keiser loblicher gedechtnusz absolvirt hat von allen eyden und pflichten, die wir vormals der pfaffheit gethan han 2 und woll auch solichs nit mehr gestatten noch verhengen, dasz ein bischof mehr rathe und gericht besetze, auf dasz ein solich stat dem rieh dardurch nit entzogen werde. Solichs hat unser allcrgnedigstcr her der Romisch konigk 40 confirmirt und bestettiget und ist sein königlich maiestat darnach auf der stat [>>] husz gestanden 3 und ime geheissen ein erberen rathe zu Worms mit - . ' Mitnahme Liittkhs durch Karl den Kulmen am 30. Okt. 1468 vgl. Comines -*-*"• IL cap. 2—4. a St.-A. W. nr. 586. Urkunde Friedrichs vom 21. Mai 1489. Atyedr. bei Moritz, App. 200. Schannat II, 251. Vgl. Arnold II, 469 f. * s. u. 4r> V 'U zum Jahr 1495. 364 Memorial über dun Kriegswesen. sarnpt der gemein hulden und schweren einen eidt zu got und den heiigen ine allein vor einen herren zu han, alles mit zusehung desz reichs und kheinen auf erdrich mehr, da bey wol er uns beschützen und beschirmen. Den eidt hat ein erbar rathe und gemein also gethan und noch biszher 5 erberclig gehalten etc. Nu sagt man also: sein königlich maiestat hab ein mandat her geschickt l , man soll [46] den bischoff widder insetzen in alle sein vermeinte gerechtigkheit. So sag ich als für mein arm person eim erbern radt in einer geheim, so er uns solichs by der acht und aberacht gebewt, so khan ich es änderst nit versteen, dan er wol uns also versuchen, 10 als ein meister, der seim gesinde ein wiszpfennig under die banck legt und versucht, ob esz auch from sey; also wil er uns auch versuchen, ob wir auch leichtiglich umbfallen wollen und den eydt verachten, als sein stettc [ h ] im Nidderlande thun. Darumb ist mein rathe, dasz man ansehe den grossen schaden, den die stette im Nydderlandc durch Verachtung der eide gelitten 15 hant und uns für solichen schaden hudent und unser fiesz zusamen stellen, lip und leben by einander lassen und hy solichem cid sterben und genieszen, uns nyemant darvon lassent dringen, so wir doch in diesem handel recht über recht haben, sollen wir anschreyen alle unser gute frunde und dasz reich uns by recht zu behalten [47] und sollen diesen nachgeschrieben 20 artigkhel zu stewr nemen: so sich ein jeglicher Romischer keyser oder konigk also schreibt: Wir etc. zu allen Zeiten ein mehrerer desz reichs etc., haben sie uns nu in unser stat und in unserem regiment etwas gemert, dasz sol gemert pleiben und zu ewigen dagen nymmer mehr gemyndert werden, der oberist stein muszt ec den understen rüren; wan wir dem also 25 nachkommen, werden [ h ] wir, so lang die stat stet, gelopt werden von fursten und von herren, von stetten und von lenderen, und wirt unsern kynds kyndern nutzlich und gut sein, wan wyr nyt mehr hie sein. Darumb wissen lieben herren was man tut oder handelt, so sint nit me dan dar für, ob die stat not an ging kriegs halber, dasz man nit me dan nit zweytrechtig ao werde, so wollen wir allen unsern ligenden starck gnug sein, dann alle die stet, die im Nyddcrlande verderbt und verhegert sein [4X] worden, dasz ist alles durch ire zweytrachtigkheit geschehen, als dan in denselben landen die lut in den stetten sere zweytrechtig sein, einer wil hucks sein, der ander kapelgaw 2 , einer wil genen herren han, der ander den, dardurch werden die 35 lande und die stett verdarfft, als dann der iurist in seinem sprach spricht, also were roten wil und raten soll ein gemeinen nutz, er rötet wol dan eigener nutz und ungetruwer rat Rom, Troe, Hierusalcm zurstoret hat etc. Mentz und Luttich. Ein erber stat von Worms oder [ h ] ein ander sehe vor sich. *o Item darumb gefeit mir auf erden nichts basz, dann dasz ein erberer rathe der stat Worms in diesem handel nye nichts gehandelt noch gethan hat, er hat alwegen die gemeyn in allen zunften darumb begruszt und one ein gemein nichts gehandelt oder angefangen, dar in versten ich, dasz ein 1 8. darüber das Tagebuch li. Noltz u. ' Hoek'sche und Kabeljau'sche, die 45 beiden Parteien in Holland, entsprechend Städtern und Junkern in Deutschland, vgl. Wenzelburger, Geschichte der Niedertande I p. 220 (f. Memorial über das Kriegswesen. 365 erbarer rathe vor alle zweytracht sein will, die ein stat zu vcrderplichen schaden bringen mocht, diese wil ich lassen fallen und furter schriben, wie man sich in einer stat halten sal, die von [i>] den fyhenden belegen ist. Wan ein stat hört und weisz, dasz man für sie ziehen wil, so soll sie die kloster, die huser und die bawm nit lassen ston, die der stat also nohe 5 Stent, dasz sich der fihende dar hinder verbergen oder enthalten vor schiessen, dann hinder solichen dingen mag man ein ordenung machen, dasz die wechter auf dem thurm am dag nit gesehen künden und lieffen stumps an die stat; davon mocht ein* stat abgelauffen b werden, so man in der stat ungerust were solichem stürm widderstandt zu thun; auch so [ b ] die feynt 10 solich vortheil nit hant von klostern muren huszeren oder bawmen, können sie sich nit nohe by die stat gelegern desz schieszen halber, dasz usz einer stat geschieht. Item wan man vor einer stat lyt, so sol ein rat in einer stat nit one frembde luthe oder soldner sein umb dryer hand ursach willen: die erst ir> ursach ist, wan man vor einer stat lyt und dar in schuszt, so sein die gemein etwan weichhertzigk und sehent, das ir weiber und kynder erschreckenl vor dem [10] grulichen schiessen und auch mangelen sie etlicher speisz, und wan ein gemein dan solichen hunger und schrecken an iren weiberen und kynderen sehent, so begeren sie alwegen einer rachtung, und ist zu besorgen, 20 dasz ein rathe überfallen wurde und zu einer rachtung gedrungen werden; got gebe, sie were lidlich oder unlidlich, loblich oder unloblich. Exempeln: Bopparten l . Die ander ursach ist, dasz man luthe soll haben zu solichen noten, die sich in kriegs leuffen etwas geprucht und erfaren f'J hant und mit solichen dingen wissen umbzughen. Die dritt ursach ist, so man geschickt 2r> volck in einer stat hat, so ziehen sie etwan vor die stat und schedigent dasz here, als zu Utterich 2 geschach. Do schleich tzwey oder druhundert knecht 'isz der stat und trebent die buchsen meister von den buchsen und hattent nagel zugericht, die slugen sie in die zun[t]locher der buchsen, do konden sie lang nit schiessen, dann die negel stocken so hart [11] in den buchsen und 30 woren darin abgebrochen, dasz sie nyemant hcrusz khunt gethun; und do der lerman in dasz her kam, do waren sie widder in der stat und konden da vor irem schiessen dester basz arbeiten an der notmuren und graben. Item solich nagel soll man also usz den buchsen thun: man soll sie n, it eim gezewg, der donner ist dan der nagel, zu der buchsen hienin 35 schlagen. Uem zu Wagenheym 3 im lande zu Gheldern [ b ] geschach auch desz- glichen. Do hat dasz here ein grosz katz gemacht auf grosz redder glich a 's einen groszen schirm und hatten lang daran gebawt und stalten die a ) Zuerst stand die, darüber ist ein korrigiert b ) Zuerst stand, ftillon, horri- 40 !/"»■/, in lauffen. . ' Boppard wurde am 1. Juli 141)7 mm Erzhiscliof von Trier trotz des vor kurzem 'j^chworenen Landfriedens widerrechtlich eingenommen und unterjocht, s. Janssen, Jie wlixkorresjM)nrtenz II, (117 ff. Goerz, Regenten der Erzbiscluife von Trier I, 301. Ilont- WWi etc. s Utrecht. Das folgende Itandelt vom Geldritchen Krieg 1494. s. Ulmanm, 45 Maa 'imilian I, 235 ff. " Wol Wageningen. 366 Memorial über das Kriegswesen. katz by die schantzen und wolten sie an die statmur schalten und darunder ston und ein loch in die mur brechen und die stat Wagenheim dardurch gewinnen. Do nu die knecht dasselb dingk do sahent slen, schlichen ir auch ein hundert oder mehr uss der stat und spickten die katz mit bech und 5 mit [12] swebel und mit pulver und stiessen die katz an und verbranten sie; do lieff ein Schwab in dasz here und schray: „belauft" raynen knecht, die katz brent." Dasz sprechwort han die kriegsknecht noch hut by tag under inen. Item do dasz here die ordenung gemacht, do hing die katz am hymel. to Item deszgleichen so schlichent zu Hielst 1 in Flandern sechs hundert knecht also usser der stat und fielen ungewarter sach in dasz [ b ] gantz here und slugen das gantz here usz dem felde und schlugent viel zu thode und brachtent vil mehr gefangen mit ine in die stat dan knecht usz der stat gezogenn warent. Darumb so soll ein stat zu solchen noten nit one 15 luthe seyn, die in solichen dingen geupt sein. Item wan ein stat solich frembde knecht oder lewt inlest, so soll man vor der pforten einen eydt von inen nemen, den eidt sollen die houptlewt mit den knechten mit aufge/73/raekten fingern schweren der stat und den bürgeren one schaden zu sein und nyemant schedigen dann die fygent und was sie ein rat 20 einer stat bescheit, dem also nachzukomen one alles weygern. Ob dan ein frembde volck wolt mechtiger und stercker werden dan ein heimisch volck, so darff man doch nit sorgen, dasz ein stat on eins rats willen auffgeben werde. Item wan man vor einer stat lyt und wil die stat an eim morgen fruw oder in der nacht stürmen, so sollen [ b ] die burger in der stat nit 25 alle gar mit irem folck aller an dasselb ende lauffen, do die fyhent das storm geschrey hermachen, dann es ist zu besorgen, das sie in der nacht ein folck versteckt hahent, wan man gantz und gar auf ein seyt lieff, dasz man auff einer andern Seiten her die stat understunde zu gewynnen, do ich selb by und mit gewest byn, dasz man ein solichen anslag macht über die 30 stat zu Hasell 2 im lande zu Luttig. Doch waren sie desz gewarnt, dasz der anslag nit furgangk hett. [14] Item man soll auch nit alleyn ein wechter auff ein thorn han als auff dem minster thurn 3 , sonder auff allen orltern im dag umb sich sehen 1 Vielleicht Hülst, vgl. Liliencron, Historische Volkslieder II nr. 107, 104 ff. 35 (1488). s Vielleicht Hasselt. 3 Der Münstcrthurmwäcliter Kid im Eidbuch fol. 99'': Ez ist zu wiszen, daz die wechter oft' dem münsterthorne sollent swern als hienach geschrieben steet: Zum ersten, das sie beide sollent oft'geen, wann sich tag und nacht scheidet, und sal alle tage yr einer oft' dem thorne sin und aal ir iglicher eyne halbe nacht wachen und sollent die füherglocken nit aneziehen in 40 der nacht, sie onsehen dan daz ruher mit flammen oft'gen. Auch sollent sie der hottegloeken nit luden, der burgermeister einer enheisze sie dann die lüden. Auch sollent sie das herehorn nit blasen, sie ensehen dann ein angriff. Auch sollent sie getruwelichen aneinander beholften sin zulernde straszen fuszpcde wege berge gründe waHzor weyde büsche und weide und die getruwelichen tag und nacht zu- 45 bewachen, das der stad und der gemeinden dehein zugrift' und schade gescheo als verre als sie ummermee können odir mögen. Und wo sie dez nit enteden, so sal man sie straften nach erkentnisse dez rades und sollent beide alle nacht oft' demselben thorne sin und sollent der horeglocken getruwelichen warten. Auch sollent sie das nacht hörn zu mitternacht und zu tage bloszen und den burger- Memorial über das Kriegswesen. 367 und wo die figent her zygent, do sollen die wechter ein fenlyn stecken oder halten. Darum soll alwegen ein hufen volcks auft" ein plon in der stat by- Rinander sein wol gerust mit guter gewer, wo die wechter dann dasz baner hinstecken oder halten, do sollen sie folcks hinstrichen mit irer gewer und °be sich begebe, dasz die wechter [ h J an zwey ort zeigten, so sollen sie t S| ch halbieren und halb an dasz ander ort oder ende gen. Item ob esz sach were, dasz ein stat mit irem volck uszzug auf die futterung oder wie sich dasz begebe, sollen sie gut wart halten und als in guter geruster und gemachter ordenung ziehen; und wan dan ir figent an sie wolten, sollent sie sich nit entsetzen, ob der fyhent vil mehr weren dann 10 irer. Wann ich bin gar dick dar by gewesen, [15] dasz der kleinist huff dem grossem oben gelegen ist. Wan man sich im felde slagen soll, ist alwegen ein kleiner huffen volcks besser zu ordinieren dann ein grosser. Uann wo fiel volcks ist, hant vilerley syn und wil einer hier, der ander her. Man sol auch die groszen Hanszen und die man für die besten acht sol man it nit alle vorn an die spitz ordinieren, sonder* man soll sie auch mitten in die hufen und hynden ordinieren, umb desz willen, dasz sie die anderen •ort dringen. [ b ] Und ist auch gut, wann die fyhent binden b oder neben in e m ordenung brechen wolten, dasz sie da werent. Item man soll auch in derselben ordenung usz ruffen und sagen, 20 welcher einen sehe, der do den rocken gegen den feynden kere oder beger zu fügen, dasz man ein spiesz durch ine stosz oder ine dot slag wie einen roszen hunt. Item wan man ein ordenung in einer stat auff eim /Mi] plon macht, . le S °H man auch also machen und also uszruffen, were fluch, dasz man 2s •me also thet. Item man soll auch mit derselben ordenung die fyhent angreiffen gegen der heymut 0 oder der stat, do man uszzucht, so ist dasz folck der heymut c negerig und siecht hindurch one alles hindersehen. Wann man die ordenong also macht und sich also helt, kan man esz gefuegen, so sol man gegen 30 a ) sonder zweimal. •>) Nach binden stehen noch die durchgestrichenen Worte ■»itton oder vorneu. °) So die Hs. "eistern in allen sachen gehorsam zu sinde. Item sie sollent kein frauwe uff das ur? n ? ^ uren unu 80l ' en one der kirchen schaden usz und ingeen und nyemant das monster zufuren one besundre erlaubung eyns burgermeisters, alles getrulieh 35 "u ungeverlich. Oben rechts am Rande: Hans Rappe. Links am Rande: Clas von ... y. . lna P er g ist ein wechter worden anno XXVII 1110 sexta post invocavit. Vgl. ferner , 4 m r , 1 •• »: Off mittwoch nach sant Ulrichs tag anno domini M. CCCO. LX. qu'into hant liet ser herren vom rade verwilliget, daz eyn iglicher wechter off dem kircbe thorn, ; "- •'"'' st V *? es ers t en an den dinst kommet, eyme dumdechan mit siner truwen an eyt- 40 * T~ S'obbe ane des munsters schaden usz und in zugen und obe er eynichen Rchaden nen oder sost gewar wurde, der dem munster zu banden gen oder gescheen l ™i denselben getruwelieb zu warnen. Anno domini etc. 94 haben Hans Stricker i*n* netz von Hall wechter den obgeschriben eyt gelopt in hende hern Jörgen von Ge- »a ■ i? n t ' om dcchanten mit truwen gelopt und wolten die geistlichen inndrucken den 4.'i P rschonen der kirchen auch getru zu sin, abber der rait wolt das nit zugebben anders (V^ kirchen wie obstet. Vgl. ferner Schannat II, 302 (Vertrag von 1509); 353 ertrag von 1519). Die Akten über die Münsterthurmwächter s. im Archiv B. IV. b. 368 Memorial über das Kriegswesen. den fyhenden zyhen vor der sonnen,' also das die sonne* den fyhenden under äugen scheint, [ b ] dasz ist auch ein grosz vortheill, und so mag ein kleiner huffen volcks so ein grossen slagen, dasz es unglcuplich und onseglich ist; dann ich bin selbst dar bey und mit gewesen und wil esz mit manchem s guten gesellen erweiszen, dasz zu Hulon l vor dem slosz habent mit solicher ordenung acht thusent man, die hant geslagen usser dem felde funfundzwentzig thawsent man und alle die in derselben slacht gefangen wurden, die sagten es selbs, wie dasz man sie zu Luttig usz der stat gemostert und gezelt bette funffundzwenzig thwsent man. Darumb so sag ich [49] wo man gut ordenung 10 helt, do legt man grosz ere in. Item in den osterfiertagen umb sanct Georgen tag 2 was ich P. P. zu Wiszbaden in eim bade, das heist zum Schwan und lyt zwuschen dem Engel und der Glocken und gegen dem Roten schild über, in derselben herbergen zum Schwan ist ein alter man , der heist Endrisz und ist der wirtin vatter 15 in dem Schwan. Der ist vor ziten [ b ] ein ruther gewesen, der sagt mir, wie dasz er Mentz hett heißen gewinnen und sagt mir, wie dasz man die muren uszwendigk der stat gemessen hett und alle dingk uberslagen hett, dasz sich nyemant von wechtern regt oder eigt, dan allein die ule, die hette ine nohe alle spill verhont 3 . Auch so sagt er mir, wie dasz nit über druhundert 20 man in die stat gestigen weren, do die von Mentz der sach innen wurden. Und werent die burger gehertzt luthe gewesen, so [50] hetten sie ir figent wol wider hinusz geslagen, dan die fyhent hetten nit mehr dan ein axt, domit sie die pforten aufhiewen und wart so langk, dasz die von Mentz wol thusent man byeinander hatten, da ir figent nit über vierhundert in der 25 stat weren. Darumb sol ein weiser vorsiechtiger rat darfur sein und sol nit langen vertzogk machen, wan ein feynt geschrey ist, so soll man ylends ein ordenung machen und widerstant thun ee sich die fyhent also stercken, dasz man nit schafft. [ b ] Item also soll man dieselb ordenung machen: man soll nit heilten so bisz in die not, man soll vorhin die redlichisten und die streitbaristen bescheiden auff ein plon in einer stat zu kommen, so ein feyent geschrey ist, der soll ein mircklich sum seyn und sollent lewt sein, die der ding geupt und erfaren seyn und sollent dieselben sunsl aller letzen frey seyn. Auch so sollen sie nit einerley gewer tragen. So sollen geschutz und ander gewer tragen, » dasz sie zu [51] notten einen guten spitz künden machen, und sollen mit guter gemachter ordenung eylends dahin ziehen, do die fyhent syndt oder anfallent. Ist es in der nacht, so sollen sie zum furzeichen b streichen; ist es im dage, wo dan der turner mit dem fenlin hin deuth, und sollen ir ordenung fest machen, dasz keiner vom andern wiche, by beheltnusz seins lebens; dasz hilft etwan 40 mehr dan wan noch viermal so vil lewt do weren, et probatuin est. Item man sol alweg uberig gewer han [ b ] in einer stat, welicher hantwercks man einen geupten knecht oder merh hett, demselben meister soll ») Hu. sone. h ) II». furzieclieii. 1 Walirsclieinlich Hny, das 1468 von den empörten Ijüttichern genommen worden 45 war, vgl. Comines II, 2. 2 Im Jalvre 1500 fällt Ostern auf den 19. April, also ist wahrscheinlich in diesem Jahr die Schrift abgefasst. 3 s. o. p. 35'J, 35 ff. Memorial über das Kriegswesen. 369 man lang spiesz helmbarten ins husz geben, uff dasz man schnell gerust were in der not. Item thusent man, die seint allweg besser, so sye in einer stat in einer ordenung stent dan zelien thusent, die durch graben und über muren j n ein stat fallen, dann durch das infallen mussent sie ir ordenung [52] zur- 5 »rechen, so stont die inwendigen gerüstet. Item wo fursten und herren selbst by und mit sein, dasz macht eim °'ck ein hertz. Deszgleichen in einer stat wan burgermeister und rats per- sonen selbst da seyn. Item wo man ein slacht oder stürm thun wil oder einem stürm wider- 10 steen will, so ist nichts besseres dan ein verloren hufen gemacht, dasz heist ein verlorner huff, so man usz der ordenung nympt ein schar [ b ] volcks •jnd lest die bysitz in einen ge/.ewg brechen mit geschutz, die machent etwan, asz» sich ein gantz here zurtrennt und demselben verlornen hufen naehylt. s z heist ein verlorner huffen und ist doch unverloren. u Item wil man dan ein stat stürmen, so schickt man ein sollichen Verden hauffen vornen an, auff dasz alle geschutz usz der stat auff denselben u ten abschissen, domit die andern dest sicherer seynt. Deszglichen soll j^an auch in einer stat thun, [53] so die fyhent ungewarter sach darin omen, soll man auch ein solichen reitzhuffen von erst an die feynt schicken, ao >tz der recht botz her nach kompt. Schafft derselb verlorn huff nichts an leynden, so mag er doch mit geschutz wider abtreten on grossen schaden. ab ich zum dicken mol gesehen und darby gewesen. Item wan ein feynt geschray ist und wor ist, so soll einer usz der erkheit darubber gesatzt und geordent sein, der soll von erst by hoher 25 auff [*>] dem p] an se j n un( j so j] e ; n gestanden man seyn und hebbig soll mit frolicher stymmen sprechen zu der versamlung also: „ir lieben . ~ e i thunt alle als ich, so wollen wir alle unsern fyhenden starck gnug und soll sprechen: „Gedenck yeglicher an den liebsten bulen den er gewann" und die verbuntnusz hart machen, dasz keiner vom andern 30 eich bey beheltnusz seins libs und lebens. Wan man die ordenung also acit , so magk man mit einem kleinen [54] volck so ein grosz that thun, asz wunder ist zu sagen. uem derselb man soll houptman oder ein schutzenmeister sein, dasz a uch meniglich wisz und ime gehorsam sy. 35 , em lcn han gesehen, dasz zwen oder drey dar zu verordent woren erhesz sich ye einer auff den anderen; so ein geschray was, plieben sye ■*• Darumb ist nichts bessers, dann einer allein; ob er kranck were ein en andern. i J Item wo die ussersten muren zu nider synt, ob man sich etwas 40 i ?• so '* man s ' e m ' 1 borten erhohen, bisz man sie alle gemach murte ab le w 'dder abthet. Dasz were vor alle sorg, dasz ein forbortter nit ma . wurde, wan ein vorbortter ist einer stat ein gutter mantell, wan __ ein s °lichen mantell verlöre, dasz were dem rock zu noe. *) Wormsev Chronikon. ., 4 370 Memorial über das Kriegswesen. Item die sanet Truwen ' im lande von Luttig halten auch willen ir mur also zu [55] erhohen und verlastcn es zu lang, dardurch verloren sie die stat. Item die erhohung wolten sie also machen und was also angehohen: 5 oben auff die mur hatten sie an etlichen orttern ein baw gemacht mit sparren glich als weher bäumen, daran wolten sie bort neggelen und verlasten dasz so lang, dasz die ramen halb auff der mur verfulten, ee sye die bort daran slugen, dasz wart inen darnach [''] leyt. Aber afl'ter reuwe ist nyemant nutz, dann dem, den eins andern schade wisz macht. io Ferstent es basz dan esz geschrieben ist. Wahrscheinlich s. Trond. VIII. TAGEBUCH DES REINHART NOLTZ, BÜRGERMEISTERS DER STADT WORMS 1493—1509, MIT BERÜCKSICHTIGUNG DER OFFICIELLEN ACTA WORMATIENSIA 1487—1501. 24* Tagebuch des Reinhart Noltz. Anno 1493. Der junius begunde auch schon und warm, ziemlich aber in siner mitt quamen etliche kalte frust dagen, doch one sonderlichen schaden, und wart uff denselben pllngstdienstag ein junger gesell, ein frischer und freyer knecht, s 2«. Hat des nachts vor St. Martins pfor/3/ton zur linden gegriffen um mutwill und irevel, dasz er nit friden haben wolt, und alsz man ime sinen gurtcl und täschen abnam, fände man bi im falsche müntz gegoszen und alles gezeuch, damit er solche ding handelte; und darnach nachgesprochen urtel [ward er] usgefürt vor s. Andrespforten uff montag nach unsers herren lichnambsz tag 10 10. Juni u nd in einen kessel gesetzt und mit holtz und pulver belegt verbrannt, und nannt sich der selb arme Hansz Gröning von Erffurdt und starb so christlich und tröst/3/lich, alsz von je keinem geschehen war, dem der allmechtig gott gnedig sey. Der oetober, zweit herbstmonat, was auch zumalen schon und warm, 15 oh. a 'so dasz ziemblich gut win und redtlich gnug daselb jar wuchsen, das ttiasz 1 albus und einesteils 6 9) gulten. Und als die kon. may. den rat un d bischof citirt hat umb erkundigung und rechtfertigung etlicher Sachen Un d gelegenheit dieser Stadt l , sandt der rat eine botschaft an die kon. may. mit 6 pferden, [4] darunter ich Reinhart Noltz auch verordnet was, und 20 als o ritten Jörg Hemspach ein alter nuner, ich und Adam statschriber 2 mit dreyen knechten 3 alhie [von] Wormbs us uf einen montag, was der eilftusend 21. ou. jungfrauwen tag, und quamen also in 14 tagen gen Wien in Ostreich, ist bi die hundert und 10 meilen wegs. Wir zwen ritten aber nit ferner als bis gen Ke genspurg, da sassen wir uf die Tonaw in ein ziele, die wir da kauften, 25 u ud füren ab hinin bis gen Wien, [6] und als wir da quamen, da was der konig geritten mit grosser macht wider den Turcken in Groatien *, da der * urck kurtz vor diesen tagen über acht tusent Christen ertötet, hingeschlauft Und verderbt hat, dasz fast jammerlich zu hören und zu sehen was, also, Ty 1 St.-A. W. Band nr. 1921 Dilation ausgestellt Ynnsprugg 15. Sept. 1493. Acta 30 worrnatiensia I fol. 29. s Adam von Schweclienheim wurde nach dem Tode des ^yWM S Pauli 1482 Stmltschreibcr von Worms, Mornmieg, doli, von Dalberg, p. 148 f., enttfiziert ihn mit dem bei Töpke, die Matrikel der Universität Heidelberg I, 803 ver- ~ chneten Fr. Andreas de Schwechenhem de Uterinavallis; kaum richtig. Die Be- C A Jun 9 der drei Gesandten im Stadtarchiv Band nr. 1934 (frytag nach s. Gallfin 35 4$) m * Acta Wurm. I fol. 80, ' Maximilian kam erst am 26. Nov. nacli tcn > s. Stalin, Aufenthaltsorte in Forschungen t. d. Gesell. I, 352. 374 Tagebuch des Reinhart Noltz. dasz wir zu Wien lagen in die vierte woch des königs wartende, want a sich niemandts unser Handel im kon. hofc annemen wolt, die konigl. raay. were dann zugegen. Also lag auch daselbst unser widerteil, der bischoiT ß] von Worms, der dan in eigner person daselbst erschiene, auch sonderlichen ge- 5 sandt was in kon. hof von dem pfaltzgrafen, des cantzlcr er was 1 , zu begengnus der kon. may., die kurtz davor gestorben was 2 , als du hie gedruckt findest, wie und von wem, und uf welchen tag solche begengnus geschehen ist. Aber in Sonderheit solstu wiszen, dasz ich Rcinhart Noltz uf derselben begengnus mit minem herren und gesellen als von rat und stat 10 wegen von Worms erlich gestalt wurden und auch in eignen personen zu opfer [7] giengen in unser Ordnung, wie sich gebüret, und wurden wir ob alle stedte, so da waren, die furdersten und glich nach den fursten unter der kon. may. und uff derselben siten gestalt 3 , und nach dem begengnus, da dan wir und so nahe hiebey im kon. hof, dasz wir, nemlich der statt- 15 schriber und ich, wante unser alter herr und gesell kranck worden was, wir zwen by die könig. may. in eigner person in sin schlafkammer quamen, darin wir funden die gesandten ratfrunde von Nurenberg und etliche [8] andere fursten und herren. Aber wir erlangten uf dasselb mal ein gnedige in aigner person der kon. may. verhörung und nach unser Werbung gar trostlichen 20 und gnediglichen abscheid. Nov. Den november lagen wir gantz zu Wien, also dasz ich von demselben wetters halb in diesen ort nicht schriben kunte, dann uff st. Martins tag wurden burgermeister Heinrich Michel 4 und Johann Eberbach * und besatzten den rat daselb jar doctor Pleningcr, was vicarius des bischofs zu Worms 6 , 25 der um die selb zit [9] by uns zu Wien lag, und alz ich desselben mals mit andern minen mitscheffen zum burgermeister vorgeben was von den sech- zehen und mich auch Heinrich Michel gern zum gesellen gehabt hette, genosz ich die botschaft, darum ich in Ostreich in konigl. hof gesandt ward, dasz der bischof befohlen hette, sich zu übersehen, alsz auch geschähe. Und 30 bald nach Martini quam der bischof zu mir und dem statschriber, als wir ze b winterszit 0 zu Wien lagen, und fragte d , ob wir wüsten, wer unser burgermeister weren, sagten wir, [10] dasz unser einer wohl wissend were, aber der ander von sechzehen nit; also sagt er unserm statschriber, wieviel tetung um mich Reinhart Noltz gewesen were uf sanet Martins tag des amts halber, 35 wante etliche wolten mich haben und die andern nit. Des erschracke ich fast, wante ich wol wuszte, dasz vor im oder sinem befehl solch disputals a ) IIa. want er sich — annähme wolt. b ) IIa. ye. °) IIa. winderseit. d ) Ha. sahen. 1 s. Morneweg l. c. p. 152 f. s 19. Aug. 1493. ' Das feierliche Leichcn- 4o begängniss des Kaisers fand am 6. Dez. statt. Laut Müller, Beichstagstheatrum Maximilians I, 196 waren ausser Worms noch Nürnberg, Ulm, Augsburg und Konstans vertreten. Acta Worm. I, fol.30: dabcy waren die unsern die eltisten in ordenung der stette und hetten den ersten standt der stetten, als davon im pergamenen buch eygentlich beschrieben steet; das ward ine zu grossen eren bey menglich 45 gehalten etc. * In andern Schrißstücken Myhel genannt. • Heisst auch Eberbecher. Zorn p. 199 nennt dagegen fälsclüich: Hans Baumann und Johann Wölfge. ' Dr. Dietrich von Pleningen; über ihn und seinen Bruder Johannes vgl. Morneweg l. c. passim. 1493. 1494. 375 nit geschähe, und als ich zu lande quamc, vernam ich gründlich und warlich von E. E. rat dasz es citelich dantelichen und erdachte lügen weren, und wart uf [11] dasselb mal zu schultheisz Johann Schiltknccht ein wirt zum Schwanen 1 , grave Wigand kürsener, richter Adam Küren und Dieter Schröter. > Item in dem monat und uff diese zit sahen wir so viel schöner fisch zu Wien und sonderlich wol achtzehn husern, sind fisch, da man die huser blos von nimmt, darunder was einer des mas sechzehen männlicher spannen und eins finger lang 2 . Den december lagen wir auch mer denn halb zu Wien und fiele zumal io z>«. viel schnee [12] daselbst. Wir ritten us Wien acht tag vor dem Christtag und lagen den Christtag zu Passau still und quamen alhicr gen Worms uf der heiligen drie königen abend. Und als wir hier quamen lagen drei gefangene s.Jan.UH hie um diepstal, der wurden zwei ledig um betten willen der frauwen, und auch ir diel)stal a nit so mereklich was; hatten auch viel kleiner kinder; und is der dritt hiesz Niclas Betschwagcr, was hie seszhaftig, hat gestolen bort, masel, körn und anders, und ward gehenckt kurtz vor fastnacht. Dem gott gnedig. [13] Item uf neujarstag ritten wir als von Wien kommend uf zu Nürnberg us der statt und quamen uf sontag der heiigen drie königen abend 20 5. Jan. im alhier gen Worms. Adam statschriber und ich verlieszen hinter uns zu Wien Jörgen Hemspach, nuner, mit einem knecht, der quame über sechs wochen nach, und als wir eine commission von der königl. mayestat mit uns bracht bauen an graf Ludwig von Isenburg, einen frommen grafen, der solch befalh anname, den b bischof 0 , pfaffheit und einen rat von Worms [14] citirt uf 25 sontag reminiscere zu Mayntz zu erscheinen 3 , als von rats wegen dapferlich gesant ward, wiewol ich auch mit füre; und als wir jetzt zur audienz als ding von commissarien und rats wegen geschickt was, quamen in derselben stund brief und mandata von iro kön. mayestat, solch citation, commission und alle Verhandlungen bi den commissarien und partheien ufgehoben, usz 30 gar ernstlicher und bald ritender botschaft von wegen des bischofs zugericht durch herrn Ludwigen von Bay/J5/ern, darnach genant graf von Löwcnstcin d , des alten pfallzgrafen Friederich seligen natürlichen lieben kind von frauen Clären geboren*, der selbige zit am kön. hof wegen des pfaltzgrafen in botschaft was. Also schieden wir von den zu Mayntz. Item uf st. Paulus 35 u. Jan. bekerung tag im selbigen monat was der bischof auch vor zweien tagen uns von Wien ritende nachkommen und uf denselben s. Paulus tag bat er a ) He. die bestall. >>) Jh. dem. °) d. bischof zweimal. d ) Hs. L. v on B. darnach von Löwenstein graf genaudt. 1 Zorn p. 199 nennt den neuen Sclmltlieissen Johann Cnrich. 2 Hausen, ein 4ü i'wh in der Donau ; davon kommt die Hausenblase. * Graf Ludwig von Isenburg erliess am 20. Jan. eine Citation an Bisclwf und Jiath, am 4. März auf seinem Schloss Hain in Dreieich zu erscheinen. Drei Tage darauf setzte Pfalzgraf Philipp einen Tag n '*ch Heidelberg auf den 5. März an. Es wurde in Hain wie in Mainz nichts ausgerichtet u, nd Maximilian verschob die Sache bis zu seiner Ankunft in Worms, Brief vom IT. April, 45 *• die Akten in Band nr. 1921. * Ludutig, Sohn des Pfalzgrafen Friedrich und der ^lara Detiin von Augsburg, wurde Stammvater der Fürsten von Lvwenslein- Wertheim. 376 Tagebuch des Reinhart Noltz. ein rat zu machen uf sinem sa], er hctte etwas mit dem rat [16] zu reden. Also geschähe und als der bischof erstlich der rat gesessen in dieselbe stube quame, gab er irer vielen die band mit günstigem grusz, darunter ich Reinhard am ofen auch stunde, wiewol ine übersehen, und waren das die ersten 5 wort, die er redet: „meister Reinhard und auch der statschriber haben uch berümt, wie ich mich so" klein gegen uch zu Wien gemacht habe und gebettelt die handcl, so zwischen mir und gemeiner statt Worms schweben, zum günstigsten b ; ich wolt, wann ir von mir [17] sagen wolten, dasz ir die warheit sagten, so möchte ich es desto basz° gleiden;" mit vielen andern io ernstlichen Worten. Daruf ich antwortet: „Gnedigster herrl es hat dermals, als E. gnaden davon redet, nit erlüdt, E. gnaden ist nit warlich berichtet worden; so haben dann statschriber und ich unsers herrn in unsre Zukunft rclation getan, E. gnaden haben sich gnediglich gegen uns zu Wien erzeigt, und mit solchen gnaden, dasz es zu gunst und gutem willen billich vermerekt is und ofgenommen worden, auch in keiner Verachtung, dan wir das nit geneigt auch zu tun zu [18] klein sein, würdigten zu verachten, dan sie nit zu gegen, aber von minetwegen will ich ucli verantwort haben, des Vertrauens E. gnaden werden mich nit verungnaden, deszhalb dasz ich minen eiden und pflichten nach einem erbaren rat gen Wien zu dem tag gedient hab. Ich hab auch 20 einen rat gebeten mich gegen dem bischof zu verantworten"; als auch uf dem sesz vor dicszmal geschehen ist und der bischof gesagt: „Wolan ich lasz mich auch so kleine sach nit irren*; mit viel andern Worten. [19] 1494. Der junius was ziemlich nach sincr art warm, und als die königl. 25 mayestat zu Kempten lag l in meinung und willen sich in Brabant zu tun, als auch förderlich geschehen, santen unser herren vom rat ein botschafl an kön. hof gen Kempten und gen Fuszen 2 um confirmation aller friheit der statt Worms, dan der keyser ein jar davor totig verfallen was, welche confirmation sie auch also mitbrachten, dazu confirmation in Sonderheit des 13. Juni. 30 kaufs und Vertrags der husgenossen 3 , und uf fritag vor d Viti und Modcsti, war der 13. tag des [20] monats, quame die kön. mayestat zu Worms ingerilten, und auch sine gemal genant Maria Bianca 4 , eine geborne hertzogin von Meyland, dermals nachdem sie beide mit dem pfaltzgrafen der zit von Speyer gen Heidelberg uf kurtzwil kommen waren, also quam die königinne umb sechs 35 uren des abends zu schiff herab gefaren, und als des rats frund wol vier und zwantzig zu pferdt under den ballen 5 hielten, sie daselbst zu empfangen, und so der Rhin grosz was, trieb sie der Rhin herab bis an den nuwen thurn, also 0 dasz sie daselbst [21] vorhin zu unser lieben frawen rit, da durch des rats frunde auch musten daselbst hinriten sie zu empfangen, und 40 a ) II>- zo. b ) Vielleicht zu günstigen. c) Ha. büsz. (1 ) Ha. nach; a. Zorn 199. 6 ) Ha. alsz. 1 17. April bis 25. Mai s. Stalin l. c. * In Funsen tvar Maximilian vom 29., März bis 17. April. * s. die Urkunden im Stadtarchiv W. nr. 601. 602. * Über Maria Bianca Sforza s. Ulmann, Maximilian I, 221 ff. Ihr Portrait in 45 A. Schultz, Deutsches Leben fia. 456. 5 Baldachin. 1494. 377 nachdem wol 4 und mer gewaffneter us allen Zünften verordnet waren von der Rhinpforten an bisz hinuf am marek , mustcn dieselben laufen und sich stellen von" sanct Martins pfort an bisz die Kämmerer gasz ufhin am marek. an der könig hat den rat lassen wissen, woll man sine gemahl höflich empfangen, Hesz er geschehen; aber sine kön. mayestat wolt spate und mit 5 er n acht kommen und mit imc kein fest oder hofieren gehabt haben. [22] Also ward die königin empfangen von den reutern, ratsfrunden ar n nuwen tor mit den und dcrglichen Worten ongeferlich: „Allerdurch- euchtigste groszrnächtigstc königin, allergncdigste frawl E. kön. mayestat und de s h. richs getruwe gehorsame und gantz willige untertane burgermeister 10 r at und ganlz gemeinde der statt Worms seint E. kön. mayestat zukunft hoch und hertzlich erfreut und haben uns befolen E. kön. mayestat in aller Untertänigkeit dienstlich zu empfahen. Dieselbe E. kön. mayestat in Gott tun will- ommen sein und wünschen [23] E. kön. mayestat ein glücklichen stand lang- 'crig seligen zu leben und regieren und erpieten damit E. kön. mayestat ir u ertenige S an ^ z willige gehorsame dienst und was sie eren liebs und guts ermögen zu allen ziten untertäniglieh entpietend E. kön. mayestat wolle urgermeister rat und gemeind samt der statt in gnedigen befehl haben, , c ' n gnedige vorbittern bi unserm allergnedigsten herrn dem Romischen on 'g und auch daselbst ir allergncdigste königin sein", mit neigen und so ndern erzeigungen, wie sich gepürt. Daruf [24] der königin hofmeister herr icJas von Virnion* redet von wegen der königin, denn sie kante kein eutsch, mit gar gnädigem erpieten der königinne, das nit not ist alles zu schnben. Und als die königin ir gebet zu unser lieben frauen gesprochen la t, sasz sie uf ir pferdt mit etwan vielen iren jungfrawen, die auch ritten, 25 un d quamen also herin bis an das backhus zum Suecl 0 , am selben ort unde der gantze rat und viel andere lut, fremde und heimbszc, da ward s 'c aber desglichen mit Worten wie obstet empfangen und daselbst [25] nam der rat unter das bücklin ' 2 , das trugen vier mann vom rat, darunter ritte e königin und folgt ir der gantz rat uf dem fusz bis uf den Domhof mitten 30 uem platz, da stiege sie ab mit allen iren jungfrawen und frawen, da unde der bischof und probst mit etzlichen andern prelaten in korkappen n d hatten silbern und gülden kleinod von hciltum in iren händen und °nderlich der bischof bestrich sie und neigt sich der bischof tief zur erden . ' Ur t sie also in den chor und sungen den antiphon: „Ista [IS] est spe- 35 "•osa" etc. Mit dem quame dem rat botschaft, wie der könig auch über Rhin erüber kommen wäre; da lieffen des rats frunde ernstlich an die Rhinpfortc °n könig zu empfangen, nachdem die ritenden ratsfrunde auch am far ■eiten uf die kön. mayestat wartende, und ward der könig am Rhin von °n Menden und an der brücken der Rhinpforten von den übrigen, so zu to s da waren, ratsfrunden gar hertzlich empfangen auch mit dcrglichen Worten acn s iner gepur wie obsteht der königin geschehen sei, [27] und es was gantz dienster nacht; also hatten unser herren viel der fackel kertzen lassen ) U». am. •>) Jh. imo. °) Der Name ist komwipirt. Niklus von Firmian «. Ulmann 1. c. 221 [. 2 Baldacliin. 4» 378 Tagebuch des Reinhart Noltz. hinustragcn, auch das belcklin, aber der konig wolte nicht darunter riten, doch musten wir es vor im tragen bis in sin hcrherg in des bischofs hof. Und trug ich Reinhard Noltz das belcklin dieszmals mit Jürgen Bruncn und andern ratsfrunden mit einem ort die Schlosser gass ritt der konig heruf. i Also giengen des rats frundc mit dem konig bisz in den hof an die steinern steig, da sasz der konig ab und also scheiden wir [28] auch und lachten uns schlafen. Von der schenck, so konig und konigin geschehen ist, findestu klärlich bi dem rat beschrieben 1 . Aber damit du auch davon wissest, so wurden in beiden geschenckt vier fuder wins, jedem ein firnes und ein 10 newes, und waren in acht newe fasz halbfuderig uf acht karren gelegt, und hundert und zwantzig malter habern uf karren, jedem 60 maltcr, und füreten die futermeister den haber, ee der konig herin quamc, und folgete im auch, dan es wolt nit anders sin, darzu [29] schenckt man in beide kuchen der kön. mayestat bi die viertzig stück fisch hecht und karpen, auch 15 etlich salmcn, darin die konigin grosz gefallens hat, als* man desfals davon redt; und nachmittag der konigin ein silbern vergülten schauer 2 , was wert hundert und zwantzig gülden, und hundert gar alte gülden darin; deszglichen der konig auch einen, kost uf anderthalb hundert gülden, aber nichts darin 3 ; deszglichen, aber nit so kostlich, schankt auch der bischof und gemeine 20 pfaffheit uf dasselbe mal jede besonder. Und als des mor/SOjgens von der kön. mayestat begehret was siner gnaden huldigung vom rat und gemeinde zu tuen, liesz es ein rat mereken, dasz es geschickt und zugericht wäre und alle menschen gutwillig und darzu begierig, doch dasz ein kon. mayestat eim rat so gnedig were und solch huldigung uf dem platz uf der nuwen Möntz 25 empfangen wolt, dahin auch die gemein bescheiden were, so man die hoife- glock luten würde; und wie der bischof und die pfaffen darwider fast arbeiteten mit allem [81] flisz, so nochdem solch huldigung Römischen kaiser und konigen allwegen vormals uf des bischofs sal geschehen was, liesz sich die kön. mayestat solches alles nit irren und ritt herab uf die newe Möntz, da 30 es für war fast zierlich und kostlich zugericht was, und wiewol die gemein vormals keinem könig nie gehuldigt noch geschworen hat* und dem rat fast schwere was, so wolt oder mücht es änderst doch nit sin, dan die von Spcyr hatten sich desselben jars gemeine halber uf dasselbe mal gegen der kön. mayestat gesperet 5 al/52/les Vermögens und musten es doch darnoch mit 35 grossen Ungnaden tuen. Auch hat ein rat hie uf dieselbe zit handel mit dem bischof und pfaffen, als du hievor und nachgeschrieben findest, das man sich nichts irren musz lassen, sonder dem konig zu willen werden, und wurden also us dem rat jeglicher in sin zunft bescheiden sin gesellen zu a ) II«. und als. 40 ' Laut Acta Wormatiensia I fol. 2 h gab es ein bergamenes buch von entpfahung keyser und kunig sagende; dieses ist leider verloren. J Grosses Trinkgefäss. 8 Etwas alnncichcnd Zorn p. luv. * Das ist nicht wahr, abgcselien von andern Fällen verweise ich auf Dcutsclic Itcichsla/ßakten unter K. Ruprecht I p. 196 f. 5 Die deutschen Freistädte wollten dem König als ihrem Herrn nicht schwören, 45 sondern blos als Oberhaupt des lieichs Geliorsam schuldig sein in lieichisachen; daraus entstanden dann mancherlei Irrungen,, vgl. die Marc Darstellunn A. Heaslers, Verfassungsgeschichte der Stadt Hasel p. 310 ff. 1494. 379 unterrichten in solcher Verhandlung gutwillig zu sin, als auch geschähe. Und a 's es zit ward, wurden unser vier gesandt an den königlichen [33/ hof und g'cngc auch also vor die kon. mayestat bis unter die newe Moritz, da sasz der konig ab und hatte uf siner piret einen Crantz von wissen und roten grasblumen gemacht in aller mas und gestalt, wie der gemalt Crantz in der 5 frawen Crimhiltin" an der Möntz in ir hand gemalt ist 1 ; und als die kön. niaycstat uf die stube quam uf der Möntz und nachdem sin kön. gnaden begert hat einen cid vom rat und gemeine zu geschehen, etwas witläuftiger dan von alters herkommen was 2 , was ein rat hochbedrangen, da.[34jrumh a ) ITs. Oucheltin. 10 ' Zorn p. 199 berichtet zum Jahr 1493: desgleichen die neue münz mit k. m. holden und andern wurmen und bildern durch den berümten meister Nicolaus «lwergolt schonbarlich zugoricht worden. Das nächst jar hernach hat man die a 't müntz auch malen lassen. Zorn-Wück p. 444: Da sitzt der keyscr in seinem Keysorl. habit und stulc auf der rechten ein zweiköpfiger, auf der lincken seifen ein 15 ei nkopfiger adler, stehen darunter diese wort: PRIDERICVS. III. IMP. AVG. RENOVATA. EST. HM3. BASILICA. M.CCCC.XCII. Astra Deo nihil maius habent, nil Caesare, terra. Sic terram Caesar, sie Deus astra regit. 20 Uarnach stet f'raw Crimhiltin und der hörnin Syfridt gemalt mit zwen risen ligendt, «arunter sten diso wort: Libertatem, quam maiores peperere, digne studeat foverc posteritas; turpe eniin esset parta non posse tueri. Quamobrem Wangiones quondam cum Iulio confhetati iam tibi Caesar perpetua fide cohaerent. 2.1 Zorn Hs. nr. 8 entlüilt von einer Hand den 18. Jahrhunderts eine Reihe von •J ■ ivcrtvollen Randbemerkungen, die auch in die Zorn'sclie Hs. des Gymnasiums in Worms übergegangen sind. Zum Aufenthalt Maximilians 1494 lieisst es fol. 202: \ r 7, 0I "#' n un d waren fast frölich. Als man scheiden woll, ging der konig zu cn bürgerin vor und vor und gab jeglicher sein hand lachent gar gutlich. Darach ging konig und konigin hinweg; führte der konig die braut selber; doch , man zuvor den frawen und jungfrawen zucker und wein in güldenen köpfen mitragen h*„szen. Es gingen auch die fursten graven und herren und besahen die 50 urgorin mit fleisz; wurden gelobt sonderlich umb irer ersamen kleidung willen, eine hat einen geschmuck, sondern alle fein schlecht und erbar one des advocaten ' w , hat goschmuck umb das haupt halsz und brustduch uf den necken schlagen. kj" 1 . an deren tag tantzet man abents wieder und ward die konigin uf teutsch ge- no )u m '* zm ' uc k hängten haar und hat ein rot paretlin uf. Über die Münze vgl. 55 ' w örner, KumldctihtUücr, Kreis Worms, 384 //'. 2 Den alten Eid s. 0. p. 338. 380 Tagebuch des Reinhart Noltz. und nachdem keyser Friederich der kon. mayestat herr und vatler vor 4 jaren eine declaration und entscheid geben hat, dasz alle und jegliche vertrage, so zwischen weiland dem bisehoffe und rat und gemeiner statt ufgericht waren, dot craftlos und abe sin solten, desglichen eiden und gelübden davon ab- 5 solvirt und entledigt, inhalt derselben declaration brief 1 , die mit gutem willen von E. E. rat nimmermer bracht würden, damit do ein rat der kon. mayestat zu erkennen gäbe mit unter/'ä'Vtänigcr pitt sie bi solcher declaration und kaiserlicher mayestat bescheid in gnaden zu behalten und handhaben, und trugen damit solche kaiserliche brief der kon. mayestat vor äugen mit beger die io lassen lesen etc. Also nach anrede und berat weniger personen sincr kon. mayestat raten begegnet E. E. rat des antwort, die kon. mayestat hätte ver- mereket und in allen gnaden angenommen eines erbaren rats nicht unbillig anzeigen und wie ein rat begert hat der kaiserlichen declaration und brief halb die kon. mayestat einen rat dabi gnediglich zu [36] handhaben etc., 15 were der kon. mayestat will und meinung einen erbaren rat bi solchen briefen und declaration auch irem inhalt one vertrag zu handhaben, sin kon. mayestat wolt sie auch nit lesen oder hören lesen, sonder was sin herr und vatter einem erbaren rat unter siner mayestat insiegel hett gnediglichen lassen zu banden kommen, wolt sine kon. mayestat alles Vermögens handfesten und 20 behalten, mit gar gnedigem erzeigen. Daruf schieden des rats frund ab und stunden [37] die übrige rats frunde hie unden uf dem platz der Möntz und hotten die fuszknecht, der ein rat uf die zit zwantzig hat, in einem klcid, und solten mit iren glenen den platz umbgriffen, da der rat in stände, und stunden die zunft in irer Ordnung auch alle uf der bane, und es regnet so 25 ser, als man in jares frist je gesehen ongeferlich; und als die kon. mayestat am finster gesessen was, standte siner kon. mayestat cantzler Dr. Conrad Sturtzel an dem finster darneben und hat in sinen [38] bänden ein buch, darus las er den eid, so zu geschehen was mit begerde, dasz ein jeglicher vom rat und gemeine im nachsagte mit ufgeregten fingern wie hernach 30 folgt: Wir hulden und schweren dem allerdurchleuchtigsten forsten und herrn herrn Maximilian Römischem könig als unserm allergnedigstem konig und rechten herrn getreu und gehorsam zu sin, Ewer gnaden frommen und bestes zu werben und schaden zu bewaren und alles zu tun, das getreue und [39] gehorsame Untertanen irem rechten herrn schuldig und pflichtig sin 35 zu tun nach lut kaiserlicher und königlicher friheit, so wir darüber* haben, und als fri burger getrewlich und ongeferlich, als helf uns gott und alle heiligen. Daruf redt ein herr genant Vit von Wolckenstein, ein allerncgster rat und frund der kon. mayestat, diese meynung: die kon. mayestat hett zu grossem io gefallen solch gehorsame gutwillig undertänige huldigung und erzeigen rats und gemeiner statt [40] und sin kon. gnaden wolt einem erbaren rat und der würdigen alten statt ein allergnedigster herr sin. Daruf wurde von a ) IIa. darunter. 1 Urkunde Friedrichs III. vom 91. Mai 1489 St.-A. W. nr. 686 or. mb. c. sig. 45 pend. Abgedr. Sclumnat II, 251. Mwitz, App. 200. 1494. 381 einem dieser statt rats frunde wieder hinusz zu der kon. mayestat gerufen untertenige erpietung mit dancksagung der kon. mayestat solches gnedigen annemens und von der kon. mayestat durch sinen redner herwieder gunst gnad handhabung und alle gnedige erpietung verkündet. Damit schied die kon. mayestat ab vom husz und sassen et[4lß\che • domherren, die dem konig nachgefolgt betten, und sagten, wie diese huldigung dem stift und dem bischof unleidlich were, mit viel Wechselworten; was doch einer unter inen, ein gelerter und gelobter, der zit domdechant', sagt jenen gesellen ongeferlich diese meinung: „Gehet hin, dort sitzet er am finster (die kon. niayestat bedeutende) und heiszt noch eine huldigung machen euers gefallens." 10 Und nachdem die kon. mayestat handel verfaszt und beide teil den a bischof, gemeine pfaffheit und [42] einen erbaren rat citirt und vorgefordert hat, etzlicher gebrechen Verletzung und abbrach halber, so der obgeschriben bischof gegen dem rat und gemeiner statt vorgenommen hat, deshalb wir auch von rats wegen zu Wien in Ostreich gewesen waren, als du im lt nächst vergangenen jar klärlich beschrieben findest 2 , und nachdem von beiden teil«] ernstlich bi der kon. mayestat gearbeitet ward uf gnedig Verhandlung u nd ustrag solcher gebrechen, begäbe sich dieser bescheid vom hof, dasz zwene herbe zettul gemacht worden, darinne beiden teilen f43j befohlen ward, still zu stehen bisz uf wiederzukunft der kon. mayestat in diese oberlanden, 20 JD den handel, so durch die kaiserliche mayestat loblicher gedechtnus und jetzt durch die kon. mayestat in iren citation und ladbriefen begriffen vorgenommen were 3 ; solcher entscheid und zettel ward von beiden teilen angenommen und doch bi dem bischof geferlich; dan dieselb nacht, als die k °n. mayestat was abgeritten 4 , reist im der bischof bi nacht nach und er- 2.1 ai, get ein mandat, dasz man in sines gebruchs und alten herkommens nit entwere noch ent/"-«/setzen solt 5 . Und liesz solch mandat glich des andern a ges durch sinen notarium Erlewin b mit zugen den burgermeistern und r atsfrunden uf der newen Möntz mit grosser solemnität verkünden, damit ein rat grosz und hohe beschwerd was und etliche unerfaren gantz erschreckt 0 , 30 an es was der kon. declaration und auch dem kon. abschied gantz on- gemesz, dadurch ein rat bewegt ward und fertigt abe Adam den stattschrieber und mich Reinhard Noltzen der kon. mayestat nach bisz gen Mastricht 6 allen llsz anzukeren [45] und solche mandata kraftlosz zu machen und nider- zulegen, als wir auch daten und erlangten ein mandat von der kon. mayestat, H dasz durch solch usgangen mandat zu Mentz zu vorteil des bischofs der °n. mayestat der will oder meinung nit gewest were oder noch einigen bruch zu tu en der Verhandlung, so sin herr und vatter, unser allergnedigster sei -u ***' der ' '') ,ls - Ar,e,,Iln ) aber "■ Acta Worm. Ifol. 31. c ) II». ynt- j 9 „ ' Georg von Gemmingen. 2 s. o. p. 373 ff. • 8. St.-A.W. Band nr. Ai f\ 1 ™ z ' vom 10 - J un i; das Original im Band nr. 1921. * Nach Stalin, H'nthüUortc l. c, war Max am 18. Juni in Mainz. 5 Mandat Maximilians ver '•; 4 r,1,i '"*■ c,mrL °- •V' im l w - laem flt -' Ä - W - li(md ,V - L " • Der K,in 'S (jJ"t. ," w » W. Im 29. Juli' in Mostrich s. Stalin l. c. f. 363. Am 3h Juli schrieb v< ver «. Acta Worm. I fol. 32. 25 von /]■ Ut den Acta Worm - I f°l- 31 machte der Eath den Zünften Mittheilung rato *i m i y° r 9 ert sich des und über etlich tage swure er auch. a Acta Worm. der \^ l Z' ■ " J ^ cta Worm. I fol. 32: schultheiBz Johann Queich, Hans Umstatt 45 P. 200 T ' ein -? rave ' richter Michels Hanns und Ulrich Mentziger. * s. Zorn Segen ' Uwreinstiminend die Ada Worm. I fol. 32: und was viel volcks zu- u n j j un " va st still, dann menglich was bogirig die newen hendel zu hören, f'rembd Vo rste°lr 1 if^' geistlich und werntlich, und lasz der statschreyber fast lauthe und und n , , ' t ' a8 1J »englich wole hören und verstene mocht und warde viel rede in 50 ausserhalb der statt. « Boos von Waldeck s. Widder, Beschreibung der Pfalz I, 44. 384 Tagebuch des Reinhart Noltz. dan im gesagt was, dasz solch uszruffen erst den sontag hernach geschehen soll sein. Do sie aber höreten und sahen, dasz solches geschehen was und nit zu wiederwenden, da änderten sie ir Werbung mit begeren irem gnedigsten herren pfaltzgrafen ein gutlichen tag zwischen minem herren von Worms 5 und einem erbaren rat zu versprechen*, das inen b vom rat dem fürsten zu eren also zugesagt warde i ; welcher tag darnach über acht tag zu Oppenheim öffentlich von dem fürsten in eigner person und [04] viel tapferer siner raten 0 graven und herren geleit und beide teil nach notdurft verhört wurden, da der bischof selbst redt und Adam der zit statschrieber von rats wegen iu gegen in rt ; und als der fürst hört, dasz kaiserl. und kön. mayestat so dapfcr- lich mit decreten confirmation brief und siege] hierunden gehandelt hätten, entschlug sich sin gnad des handeis gar und liesz beiden partien sagen, er liesz eim° jedweder sin recht zugedeien an den enden, da es sich ufgebüret 2 ; daruf der bischof sich [00] von stund an schickt und für hinab in Brabant gen '• Antorf, do der könig der zit was und der rat auch sin bolschaft hette, wie obstehet, ein rat zu beklagen 3 . Und als man das gerieht satzt, da satzt a ) IIs. verfogen. b ) Ih. ime. °) Ms. reden. A ) IIa. ihm. °) Ms. ein. 1 Nach den Acta I [öl. 33 schieden die Pfiilzischen Jiäthe, naclidem nie vom Rath unterrielitet worden waren. Der Bischo[ aber ging nach Speier und verklagte 20 die Wormser beim Rath daselbst, worauf der Speirer Rath nach Worms sandte und seine Vermittelung anbot. Darauf [orderte der Kurfürst einen Tag in Oppenlieim, wohin Worms den Dr. Jacob, Advokat, Meister Veter von Creutzenacli, Licenciaten, Jölumn Wolffgin, Bürgermeister, Johann Steft'an und Adam Stadtschreiber abordnete. Der Ku/r[ürst kam mit seinen Ruthen, dem Bischo[ von Speier, dem Deutschmeister, 25 Gra[ Ludwig von Löwenstein und viel andern Rittern, Doctores und Tadeln auf das Rathluius. Auf Bitte des Biscliofs von Worms hatte Strassburg 2 Boten gesandt, ferner Räthe von Meilbronn und Wimpßn, sowie ein Rathsgesandter von Nuremberg, während die vom Bischof el>en[alls eingeladenen aus Speier, Frankfurt und Ulm ausbliel>en. Der Bisclwf von Worms sagte unter andern: und hett die gostalt vor viel hundert 30 jaren were er und sein stifft loblich begäbet und gefreyht von einem konig zu Franckereich, der dann den staden der syten RynH ingehabt hett. Es were auch nachmals durch Romisch konig und keyser gnediglich versehen, das der bischoff der stett auff dem Ryne rete und regenment zu verwalten und zu setzen hetten etc. 1 Die Acta Worm. I fol. 40 erzählen dann noch ein Intermezzo, lieber den Viehtrieb 35 im Waag gab es sclum hinge Streitigkeiten zwischen den Dörfern Horgheym, Weyszheym, lieszoppenheim und Hocheym und der Stadt. Man veranstaltete einen Augenschein durch den Burggrafen von Alltzey und die Amtleute zu Kirchheym, Lynningen, Stauff etc. und die Ruthsfreurule. Als man nu wider über den viohe wegk zur statt zu ritte, ritten die amptleute nebeneinander und Hahen die stadt an und sonder- *o lieh das newe bollwerck, das man in demselben i)4. jare angefangen und autt'- gebawet hett hinder Nonnenmonster am ort; sagt der burggrave Hans Morszheimer, man hett da herausz gobawet auft' des bischott's gerechtikeit, dann man gestünde dem rat nit weiter dann als i'err die mawr begriff und nit einen schlich herausz, das must man wider abthun. Auch sagt der burggrave zu den andern hupschlich, 45 doch das es die ratsfrunde horten, als er das monster ansähe: es ist ymmer schade, das der stifft vergeen soll. Sagt der bürger einer, soll er dann vergeenr Sagt er, ja, es mag darzu komen, das man pferd darinn stellen wirdet. Die und dergleichen speyhowortte wurden viel geredt etc. 8 Acta Worm. I [öl. 42 was der bischon auff den montag unib nun uhren zu schiff gangen und den Ryne ab- 50 gei'aren zum konige zu ziehen; des ward man goware am dinstag zu nacht und am mitwoch fru vor tag liesz man den statschreyber Adam ausz, der ritt in I! tag bisz gein Antwerp in Prof'ant und was anderhalben tags ee da dann der bischon l.Nov. käme, dann der bischoff käme am dritten tage nemlich auff allerheil igen tag käme der bischoff für den konig und verklagt den rate etc. 1494. 385 man es von stund an uf die alt Möntz und nit in das gerichthuischen bi dem münster und bischofs hof. November. In dem november quam der bischof gen Antorf und erlangt So». rostitution alles des, des er entsetzt was, darnieder des rats botschaft arbeitet s o viel, dasz solches abgetan ward und beiden teilen ein rccbts//>6ytag gesetzt 5 ward uf Nicolai'; und schrieb der könig uf die zit ein richstag usz allen chur- «. />«. türsten, fürsten, herren und stenden des richs zu Wormsz zu erschinen uf purificationis Mariae, und wurden allenthalben brief geschickt von der kön. 2. i-w, r . mayestat; auch quamen die herren von Worms uf s. Nicolai abend gen 5. Du. Antorf zu meistcr Reinhard und dem wirt, nemblich Hamman Liszpcrg, Hans 10 wun, Hcnchin Stephan, Philips Summern, der zit advocat der statt Worms, Adam statschrieber, Hans Stattknecht, Kilian , Bartholomäus, soldner, Hans &] Wetterhausz von Giesen 2 . 1 Acta Warm. I, 43 am morgen frü ritt der statschreyber mit einem knecht von Brüssel ausz geinWormbs in funffthalben tilge und käme am mittwoch sant 15 Elizabethen tag ee der rat auft' stunde und sagt dein rat den abscheidt. Also hett 19. So», Oer bischoft' mitler zcyt heymgeschribon und allenthalben verkunth seinen f'runden '•u Heidelberg und suat, wie er ein restitutz und allen seinen -willen erlangt, ab e m der rat mereklich beswerungund entsitzen bett. Als/, sie aber der statschreyber filr ia andern berieht, waren rait und allmenglich fro und schickten sich zum tage. 20 ]■ } a Wort». I. <-. fol. 14. .. und nainen mit zwey pf'erde auaz des rats marstall, ie kamen gar zu gutem atewre. .. Die füren auft sontag dementia zu Wormba auaz 23. Nur. en selben abent gein Oppenheym und betten zwen knecht vorgeschickt ein schyff J u bestellen und ander notdurÜft, darin wyn broit und anders, das was bestclt und "ren forderlich das sie am vierden tag zu Colle waren und furon further bisz under 25 uisz in ein atettlin heiat Urso, do stand ao ein groaaer wyndt an in der nacht, M sie eynen tag muaten still lygen und zu waaser nit faren mochten und meinten, Bf ?? , Des ser wetter sein worden; da meret 8ich der wyndt; also wolten sie von ■■ att kommen, nachdem sie gern furtan geweaen, dann die zeit was kurtz, das sie 10 termin nit erreichen; ao mochten aie auch zu Colle nit uberlandt auffAch und 30 il?'"- nehisten reyaen raubery halber, die wasz aus dem stifft von Lutich umb astench. Aber auft' cyn fursorge hetten sie eynen knecht zu Andernach aus über ■""le lassen reyten auft Antwerp zu sagen des raits botsrhaft't und frunde auft dein ege weren. Auch ao hetten sie mit ine des rats freyheiten bucher und andera r sach dienende, die man nit gern wagte, und zu Urso dingten sie eynen wagen 35 v (> ynen karch und füren uberlandt. Und es was gar ein wild ungeatymm wetter n wyndt snee und regen. Also füren sie und gingen und beholffen sich, wie sie in," }"™ K°in Nimwegen, dann es ist arme doreeht gefert und geapenn in den ai^l ^' u Nunwagen aassen aie in eyn sehytt', darin hetten sie bestelt speyse und 'der notdurlft zu kochen im schyff. Da stände aber ein grosser wyndt an, der 40 ( ,' ls ] " e widder und muaten loefieren auft dem wasser mit dem segel; ao käme ye so t rni w yndt in den segel, das daa schyff dann auft diser, dann auft' der andern unl" Singe, das niemant im achyff ateen und kum aitzen mochten. Aber so frembd e e^chrocklicli was das faren, das sie alle in grossen sorgen engsten und gantz j '.chrocken waren. Auch fielen die hefen am herd umb und verschütten etlich ir, Ort 6 ' V'° W0 ' s ' e um ^ ( ^ lls ^ owr 9aasen un( ^ igheher eynen hafen hielt, es halff alles nel ' U 1 ' . rethe gein hofe gefordert, die Bachen zu hören etc. Es folgt dann die Verhandlung. :io l Das Urtlieil wurde am 15. Dez. gefällt, s. Act. Worm. I. c. föl. 50 b . * Der König war in Bergen am Sand, dorthin, ritt der Stadtschreiber und überreichte ihm 30. De». am (linstag in den wihenachten auff den kindlin tag morgens nach der mesz in der cappellen die Supplication, deren Wortlaut fol. 51 5.1 gegehen ist. Der llalh beruft sich auf die Urkunde Friedrichs III, wonach alle der Stadt nachtheilige Briefe 35 kassiert sein sollten. '■' Das Protokoll der Verhandlungen in Antwerpen bei Sclumnat II, 255 — 277. Vgl. Morneireg I. c. p. 183 ff. 4 Acta [Vorm. I. c. fol. 54 b . . . sasz der konig in seinem sale und der bischoff von Meyntz bey im zur rechten und der hertzog von Sachssen, der jung könig von Kngellandt, des konigs sone der jung printz hertzog Philips, der marggrave von Baden und viel ander 40 graven und herren ob 40 persone und liesz der konig seinen entscheidt lesen also lautende: Item das hinfuro zu Wormbs jerlich eyn bestendiger rait wie die gekoren sein bleyben unverändert, die sollen regieren und rait halten auff dem gewonliehen rathawse darzu verordent und in drefflichen Sachen die andern 20 zu inen fordern. 45 Und so eyner von den IX. todes oder sust abgeen wurde, das die andern acht zwen ander welen und dem bischoff überantworten, ausz denen er einen zu nuner gebben soll. Und so eyner ausz den zweintzigen des rats abginge, das die bleybenden zwen ander welen und dem bischoff uberantwurtten , ausz denen er eynen an des abgangen statt gebben. Auch soll der bischoff schultheysz graven und richter und so der rat die scheffen welen wie biszher von unser und des reychs wegen, und der andern gebrechen halben soll es bleyben und gehalten werden bei unsers oheims und frundts des bischoff von Meyntz entscheidt, wie der begriffen ist. 1494. 387 name auch ein rat an, wiewol es irne schwere ward, doch der kon. mayestat z u eren; aber der bischof spräche, er wolt sich ee lassen hencken, ee er es tun wolt, und mit solchen torlichen frevelichen Worten. Also pliebe der ra t in siner possess und licsz den bischof fast zornig sin l . 1 Fast wörtlich mit den Acta ■übereinstimmend. Dann heilst es hier weiter, wie r, die Wormser Bathsherren den König bearbeiteten, um einen bessern Entscheid zu bekommen; sie ritten Hirn nach zuerst nach Mecheln, dann nach Bergen am Sand, ohne etwas auszurichten. Darnach erhub sich der konig mit allem hoffgosindc und zog die konigin der bischoff von Meyntz und das hoffgosindc goin Hertzogen- 'msch n n d der [konig] blib heraus/ aiitf einem slosz nit ferrer darvon, dann m die rede was, die zu Husch nit gut konigisch waren; das erzeugten sie, dann S1 e deten den konigischen nit viel oren, sie wolton dem bischoff von Meyntz nit nach lassen das ungelt von hier und broit, das er mit seinem hoft'gesind für sich Belog braucht, nach dem er eygen kosten hielt. Darab hett der bischoff verdriesz und zoch fürt an geyn (irabe in cyn stcttlin (! geringer meylen darvon gelegen, ir, da lag er mit seinem hofe und der Ho. cantzley ziehen tage; des ratsbotschafft zohe mennach und lagen auch die zeyt daselbst. Der bischoff von Wormbs furo auch nienach. [n mittler zeyt käme der konig zweymal geritten gein Busch; er blib •'■'»er kein nacht da, sunder ritt bey tage wider hienweg. Also käme schrifft, das der bischoff von Meyntz wider auffbraen zu Grabe mit der cantzley und zöge geyn 20 öusch ; des dritten tags erhub sich die konigin mit allem hoffgesinde und zugen neuer Masterich zu. Unterdessen wurde der König fortwährend von beiden Theilen m >t Anklagen und Vertlieidiguwj belästigt. Vor dem König kamen der Bischof und ( wr Stadtschreiber hart hinter einander und schalten sich IJigner, worauf der König .'"'bot. Also zürnet der bischoff und trauwet dem statschreyber vast, also das viel 25 •n der camern waren die meynten, er mocht nit lebendig hinausz in sein herberg °der heym kommen ... , Des andern tags zoch man further gein Werde und zur selben zeyt was der icrtzog von Gellern dem konig zu widder und otwo viel zu rosz und zu fusse im v |''d, doch jhensyt der Mase, also das man sich bey einander halten must und was so vast sorgsam und im fclde stiessen etlich des konigs lute, die er gegen den 'Cllerisehen ligen hett zu rosz und fusz, zum konige und zohen also gein Masterych; ( a lagen sie etlich tage; da wurden etlich mittel begriffen und von der konigl. nt. wegen zu Ache im furzichen des rats geschickten eyn verzeichniss ubergebben. «» folgt dann der Entwurf einer Rachtung fol. 5!)'' 1>is fol. 66. Und als zu Ache des x r > ats botschafft dise Verzeichnis/ übergeben und die rede die konigl. nit. wurde für na hir ziehen bisz gein Wormbs zum königlichen tage, der dann dahien gesetzt ."'' auszgeschriben was, begerten des ratsfrunde, so man also im furziehen, weren ■je clor meynung soliehe zeychnusz mitzufüren bis/ gein Wormbs, damit desto ret- l' 01 ' und «tätlicher gehandelt wurde. Das gab der bischoff von Meyntz zu, doch 40 Uen die geschickten nit vom hofe ryten, dann er stunde noch in zwyffel, ob der 'S hu Wormbs seinen furgang gowonde, dann etlich der rethe lagen der konigl. mt. ' . sie sollt nit so ferr ausz dem lande reyten, es were nit gut, es mochten die ran t/.osen auch der hertzog von Geldorn etwas furnemen seinem sone und den • 'landen zu schaden etc., also das der konig sein gemut ändert und wolt den 45 'S gein Colin gelegt haben und wurden etlich brieff und aus/schreiben in der "Onnechon cantzley darauff gefertiget. Also anff allermann fasznacht in der nacht ^iiiie eyn bott von Wormbs, bracht des ratafrunden schrifft, der sagt, wie die fursten ;,,", 1 ' l ' , ' n berberg verlangen betten und weren etlich da, und warteten. linder ol j''" 1 schreyb der rait zu erfaren, wie es des furgenommen tags halben stunde, 50 '.■ ,'" ''"'ging. Dieselb nacht giengen des rats gesandten ginn hofe und Hessen ve'.'- V' ( ' S ra * S kegerde langen an die konigl. mt.; sagt der konig, der bott sollt Vvn ' . len ' ^ es andern [tags] ratslagt der'konig und wart beslossen der tag zu zu° r "i S0 '"' ™ r S iln ff haben und des ratafrunden gesagt, sie solten das dem rat g r . s ?nreyben und den hotten furderlich heymlauffen lassen. Das geschach. Darnach 55 We SIcn der konig und zöge furter herauff und waren die cantzley und viel ander koni l - y< ''' n "'"' zu fus/ hienausz, etlich mer dann ein myl wegs. Da käme dem Als'o^.T'"'"" 11 " ''''" '''''b'risclien weren geslerckt und wollen autf den konig lullten. kert' 8 °kt nii in ryder (//.<. ryden). die ylends das volck und wegen widerumb h ( ,„ 0 | ,n :. ' >( ' s dritten tags /och man widder aus/ und hett der konig etlich soldoner 60 nrihen, auch autf 300 zu fusz mit hauptbussen und stehelin bogen wole gerust 25» 388 Tagebuch des Reinhart Noltz. Anno 1495. is. März Item anno 1495 uff mitwoch nach reminiscere ist der Romische konig Maximilianiis gen Worms [61] kommen und da ein grossen tag gehalten mit den churfursten fursten stallen und allen standen geistlichen und weltlichen s ein gemeinen frieden zu machen und wieder die Türeken, auch den" konig zu Franckrich überziehen und gen Rom zu reilen umb die kaiserliche cronc, und ist aber erlich empfangen worden vom rate und mit dem belcklin nach gewonheit b und ist aber zur herberg gewest in des hischofs hof nach altem herkommen und gewonheit, und quame diesmals us dem /iß2/ Niederlande 10 von Antorf und Mecheln *■. •) II». auch die den k. b ) Folgen, in der IIb. die sinnlosen Worte: und wie auch für ihme mehr. und was bovolhen, man solt beyeinander bleyben bei den wagen; das geschach und zohen reysigen bei den wagen dergleichen die fuszknecht und autt' zwo moylen 15 wegs käme warnung dem konig, die Gellerisehen weren da; also zoch man zusammen die wagen auff einer seyton und rust sich yederman. Es giengen etlich wagen mit 4 oder fünft', die fürten nicht anders dann lange spiesz, und als sust viel volcks nach zohe auff wegen, edel und unedel, was geschickt was, das lieft' zu den wagen und name iglichcr einen spiesz. In dem käme aber warnung. Also macht an man ein ordenung und zogen allsanft't dahien. Also deten sich die f'eynde herausz autt' der lyncken seyten vor einem waldo. Da schickt der konig etlich, so auff Dorckischon pferden wol geritten waren zwon ritter und liesz die fyonde besehen und uberslagen. Nitdestmynder zoch man für und hetten die reyssigen und ander ir armbrust auff' gezogen, die knecht ir bussen geladen und stellten sich gantz zum 25 ernst. Aber die fyende deten sich hinder sich, dann sie waren zu swach und als man sagt, hetten sie B00 zu fusz, und allernehst vor Düren, da man die nacht lag, warden vier pferde nidergewortl'en und in der nacht gieng ein f'ewr ausz zu Düren und ward ein grosser aufhäuft', doch wardo csgelescht; aber dem amptman daselbst verbrant etlich pferde. Man hielt auch daselbst interdict, dann einer hett einen 30 pfaffen geslagen. Den andern tag zöge man gein Colin, da lag der konig bisz an den dritten tag und zohe zu schiff' herauff. Des erwarten des rats geschickten, damit sie gewisz botschaff't mochten bringen, dann es stände noch im zweyft'el bei viel menschen. Als aber der konig und konigin und ander zu schyff füren, ritten des rats gesandten zu Colin ausz und zu lirisich am Heyn rügten und assen sie 35 eyn wenig und ritten furtcr herauff' gein Budeszheym , da rugeten sie aber und assen und ritten i'urther herauff, das sie 21! stunden ritten geyn Worms. 1 Ueber den Reichstag zu Wurm» s. Ulmann l. c. p. 337 ff. Linturius: magna diaeta Worin. Wimpfeling: in glorioso quondam conventu prineipum (bei Ulmann 337) Müller, lleichslagthcatrum Max. I; I, 102 ff. s. auch Morneweg l. c. 161) note 278. 40 Ueber den Tag der Ankunft des Königs s. Zorn p. 200 f. Dazu die Bemerkungen in der Iis. 8 fol. 203: Uft' diesen grossen reichstag hat das fuder weins 15 ff. gölten, das malter habern 10 und 12 albus zum aller thewristen; und ehe sie abschieden galt der wein 11 fl., der habor 8 albus und waren alle ding wol zubekommen. Anno 1496 galt 1 fuder weins 8 fl., 1 malter korns 8 albus 4 $ , habern 8 albus. Aus 45 der orten meister auf der Muntz buch (ist zu Grunde gegangen) geschrieben. Obgemclter königlicher einritt ward beschrieben und zu finden bei E. E. rat der statt Worms registratur anno 1495 in einem sack, ein buch getitulirt: Verhandlung des kön. tags etc. Auf obgemelten tag schickten die fürsten und herren ire leuto und pferd teils wieder zurück, blieben doch 2000 pfert bestendig hier. Es ist aklar ir .Mi majestat uf werendem reichstag in seiner majestat gesessen mit den churfursten geistlichen und weltlichen, auch andern fürsten bischofen und gefürsten herren alle in irem fürstlichen habit und kleidung, k. m uf einem herrlichen stuhl, der gar schon zugerichtet mit gülden stücken, seiden tüchern und gewürekt, als sich dar/.u 14. Juli gebürt. Actum dinsta.gs nach Margarethe. 55 Denselbigcn dinstag nachmittag um A uren haben die chur- und fürsten 15. Juli ire regalia empfangen, Maintz, Colin, Pfalz, Sachsen. Folgenden mitwoch empfingen 1495. 389 Item der crtzbischof Bartoldus von Mentz, was ein graf von Hcnneberg" 1 , quame mit dein konig gen Worms usz dem Nicderland und was selbst cantzler des richs und was zur herberg in der Hanegasscn 2 in einem hof zum Tyrolf- 1 genant, da Hammann Liszperg* in sasze, cin b ratherr zu Worms, und hat auch die Römische eantzelei bi im zum Tyrolf. Und hat der bischof von s Mentz auch einen hof dagegen über bestanden genant der Jabenhof", und was [63J die kuchen im selben hof, und was ein gang über die gasz gemacht von einem hof oben zu dem andern. Item darnach am montag nach oculi quame der crtzbischof Hermannus 23. Man von Colin, was ein landgraf von Hessen 5 , zu schiff, dem reidtc entgegen 10 vor die statt an den Rhin der konig, der bischof von Mentz mit irem hof- gesinde, und ward beherbergt bi s. Andres pforten in eines thumbherren hof genant her Johan von Hattstatt». Item uf samstag nach reminiscere gienge die gemein burgerf64/schaft 21. U4r» zu Worms vor den Rom. konig und baden in underteniglichen die burger 15 dabi zu behalten und zu handhaben, was ine d sin vatter, ir herr, keiscr Priderich seliger und löblicher gedechtnusz geben hett, auch so woltcn sie «Je Pachtung, so sie mit dem veilcn bischof haben gehabt, die auch abe getan sin, wie oben stat, nit mer schweren oder hallen, auch keines pfaffen s °in, sonder allein des Römischen richs als frie burger, als sie auch allwegen 20 sni gewest, wie sie des auch loblich gefriet und versehen sin, allein dasz die pfaffen sie 0 [05J gern davon hätten bracht in ire hand, hätten sie gemocht, wie da oben stat. Daruf redt der könig in bisin des bischofs von Mentz durch hernViten f von Wolckenstein, er wolt sie dabi handhaben halten und nit lassen und inen ein gnediger könig sin, und von der gemeine wegen redet H »leistcr Philips Summerer, licentiat und advocat der statt Worms: das anlaufen geschähe darum, dasz er, der bischof, und pfaffen sprächen», was ein rat in diesen Sachen handelt und tet, das werc der gemeine wille oder wissen nit; d» hört der konig, dasz es der [66] gemein wille was und rat und gemeine eins weren 1 ' 7 . 30 a ) Jh. Honeburg. •>) Ih. und. °) Der Name ist jedenfalls entstellt. ) "10 nach godechtnisz wiederholt. °) 11s. allein dasz sie pf. g. f ) Hs. Vitzen. 8 ) IIa. sprach. 1») 11s. raidt ein gemeine eines wehre. Trier, hertzog Albrecht von Sachsen, margraf von Brandenburg, hertzog von Mechel- ^. ur g; am donnerstag hernach haben empfangen zwen landgrafen von Hessen, der 35 turst von Anhalt, graf Wilhelm von Hennenberg; uf dinstag hernach Heinrich von «aunscliweig; graf Eberhart von Würtemberg ward zu einem hertzog gemilcht ut a «H königstuhl und hat 5 panier seines herzogtum.s und herrschaften. Demnach empfing graf Ott von Hennenberg. Und wart alle tag scharf gereimet und gestochen gar ritterlich und nmnlicli von hertzogen gral'en rittern und edelleuten. 40 1J ie tesignation aller personell und potschaften ist in registratura Worin, in der laden tit. D vom reichstag 95 zu finden. 1 lieber BerthoU ». nun Ulmann l. c. II, p. 294 ff. * Hanegasscn heisst ^entlieh Hagengassen, s. 0. p. 145 Anm. 4 3 Die IJirolf gehörten zu den aktsten y^chlcditern Worms s IIB. I und II, Register. * Hamman Rebstock genannt 45 r*e*Pcrg erscheint seit II«'.) als Halhsherr. " Hermann Landgraf ron Hessen, seit *m Verweser, seit 1480 bis 150'.) Erzbischof von Köln. ' Bün Elsasser Geschlecht, in Basel ansässig. » s. Acta Worm. I. c. fol. 78.. ■ hett der bischotf von Worms u viel malen dem rate zu rugk angebben und gesagt bey der konig mt. und sust, 390 Tagebuch des Reinhart Noltz. 24. März Item uf dienstag nach oculi quame der ertzbischof Johann von Trier, was ein margraf von Baden 1 , zu schiff, und quame auch alsbald am Rhin geritten der pfaltzgraf Philips, churfürst 2 , und mit ime sin son hertzog Ludwig 3 ; da reide der könig inen entgegen mit allen fürsten und herren 5 vor die Rhinpfort an den Rhin. Der bisehof von Trier was zu herberg an der Peters gassen in einem hof zum Holtmont 4 genant, dar inne wonet meistcr Peter vom Stein [67] genant von Greutznach, licentiat; der pfaltzgraf und sin son waren zur herberg in der Kemmerorgaszcn in des Flersheimers hof 5 , und hat den hof zum Boren dargegen über, darzu oben über" die gassen 10 mit einem gang zu häuften gemacht. Item graf Eberhard von Wirtenberg der elter mit dem bart 6 quame gen Heidelberg geritten und reidte der pfaltzgraf und sin son von Worms gen Heidelberg ime entgegen, die warent feinde, und quamen darnach also bald gen Worms [68] in des pfaltzgrafen schiff und reidte im entgegen für die 15 statt an den Rhin der könig mit allen fürsten und herren, und was beherbergt in der Zwerchgassen in einem hof genant zum Dyrolf, darin sassen Hans Hartleib genant Wolszpurg h ratherr und nüner zu Worms der zit 7 , und quame a. Aprii uf montag nach judica. Item der rat hat auch uf die zit vier und zwantzig fuszknecht im sold gerust mit helpartcn, die do voruflaufen und mancherlei 2o irrung warten 0 , und giengen allezit mit jeglichem [69] burgermeister zwölf, wo er in die statt gienge. Item hertzog Friedrich von Sachsen churfürst 8 quame geritten uf donners- 9. Aprii tag nach judica und reidte im entgegen der könig mit allen churfursten und herrn vor die Mentzcr pforten, und hat sin herberg in der Kemmerergassen 25 in der Wonheimer hof neben dem Kaufhus, da in wont Philips Wolf von Lauteren genant Stein, ratherr. Item die churfursten und auch andere fürsten haben rade gehalten uf dem Burgcrhof, das der statt rathus ist, und hat auch [70] jeglicher churfürst ein eigen stub zu sinen raten uf dem hus, und darnach giengen sie zu hauffe 3o in die grosse stube 9 ; auch waren die frien und richs statte dick auch uf tt ) darzu o. ü. zweimal. b ) Ih. Walszpurg, doch geht aus den Hathslisten die obige Form hervor. °) IIa. waren. es weren etlich sundorlich person vier oder funff, die triben und übten sollich hondel one wissen und willen des völligen rata und es wero auch der gemeinde und 35 meinste rnenige nit liep etc.... Des andern tags kamen auaz der gemeinde von allen zuntften boy druhundert mann der eltisten und redlichsten auff den sale in des konigs hoff und begerton für den konig. Also nach kleinem beitten käme der konig mit seinen rethen herab in den sale; da daten sie sollich veranwortten gar dapffer- lich und schickerlich etc. Der König sagte ihnen seine Gnade und Schirm zu. 40 ' 8. Sohn des Markgrafen Jakob I. von Baden, Frdnschof 1456 — 1503. 2 Geb. 1448, Churfürst 1476—1508. * Ludwig V., der Friedfertige, 1478—1544. 4 Das Geschlecht der Holtmund gehörte zu den Hausgenossen und starb im 15. Jahrh. aus. 5 Das pfältzische Geschlecht derer von Flörsheim besass in Worms einen Hof. Lieber die Familie s. 0. Waltz, die Flersheimer Chronik. Leipzig 1874. " Fberharl im 45 Bart 1445—1496. ' Dieser leommt schon 1481 in den Hathslisten vor. " Friedrich der Weise 1486—1525. • lieber den Bürgerhof, das jetzige Stadthaus, vgl. Wörner, Kunstdenkmäler des Kreises Worms p. 268 f. Das Haus wurde 1883 und 1884 vom Architekten G. Seidl in München restaurirt. Die älteren l'arthien gehen in das 17. und 16. Jahrhundert zurück. Von der ursprünglichen Anlage ist jetzt wenig 1495. 391 diesem hus zu rade bi den fürstcn '; auch was der könig manchmal uf dem hus bi den fürsten zu rade und waren auch dick die fürsten zu rade bi dem könig in sinem hof; und die richs statt auch bi der kön. mayestat in sinem hof; die frien und richsstätt hatten ein sunder hus und stuben, daruf sie zu rad saszen, das" [71] was das Schumacherzunf'thus nahe bei dem Burgerhof 2 . 5 Item wan die fürsten herren und statte wolten rad halten, so reidte der marschalck, das was her Wilhelm von Pappenheim, umb von eines fürsten hof zum andern und gebeut zu rat uf dem Burgerhof oder zu dem könig in sin hof oder wo sie dann hinkommen solten. Item wan man einem fürsten entgegen wolt reiten, so ritte der mar- 10 schalck auch umb zu den fürsten und saget in gen hof zu reiten zu dem Rom. könig, dem fürsten, wer er dan [72] was, entgegen zu reiten, so ritten die fürsten also gen hof zum könig und mit im ussen, und wan sie wieder '" die Stadt ritten, die fürsten aber mit dem könig wieder in sin hof, darnach so ritten die fürsten dem fürsten, dem man entgegen was geritten, in is sin hof und herberg, und dan den andern tag so ritte der fürst, dem man entgegen was geritten, zu den fürsten, die im entgegen waren geritten, in sin hof und herberg von einem zu dem andern und visitirt sie also. [73] Item der könig begert auch einen turn, da gefengnusz in were; gäbe ime der rat s. Martins turn und Pfauen pfort, doch wurde es darnach m ongeferlich gehalten mit allen toren; auch so hat der marschalck einen, der die lute grief und finge, den nant man den profois, mit samt den statt knechten. Item uf dienstag nach judica fienge der konig an cammergericht zu 7. *pm halten, und was uf dem saal, genant die alt Müntz, und was cammerrichter 25 graf Eitelfritz von Zollern b , und weret nit mer denn ein halb jar, darnach fa] quame es gen Franckfort 3 . Item der margraf von Brandenburg* quame geritten und mit im der jung hertzog Heinrich von Mechclburg 5 ; dem reidte entgegen vor die statt der könig mit den fürsten. Der margraf was zur herberg in der Hangassen 30 hi dem Augustiner closter in einem hofe, darin sasze Heinrich Mage burger, und hat noch ein hof dabi, darin sasze Ludwig Liszpurger ratherr, und waren die zwen hof zusammen gemacht mit einem gang. Der jung hertzog von Mechelburg was zu herberg in der Zwerggas/ra/sen j n e i nem hof neben s - Kilian, darin sasze der alte Buman ratherr und nuner 6 . .1;. a ) II». do. '•) Ha. Eitel von Zorn. >nehr erhalten, ausser dem vorderen Theil des Archivs. Der grosse Saal ist abgebildet '";' Hamman (Soldan, Zerstörung) Tafel VI, eine persjxctivisclie Ansteht des ganzen Gebäudes Tafel V. . ,. rn 1 Ucber die Theilnahmc (kr Städte an dm Beiclislagsvcrhandlungen s Ulmann 40 '• c - I p. 302 ff. ■>■ Jede Zunft halte ihr eigenes Haus, wo die Genossen sclmmmtcn WW auch zu ernsten Gescliaflen sich versamneltcn, wie dies noch jetzt z. 1. in Basel und Zürich der Fall ist 3 Schon Kaiser Friedrich TU. halte 1492 den Grafen J'^elfritz von Zollern (f l. r >12) zum Kammerrichtcr ernannt. Erst am 7. August 1495 «»unfc das Kammergericht beschlossen und est am 31. Okt. vom König in Frankfurt « "*Wert, s. Ulmann 1, 377 f. * Friedrich der Alte H60-im. » Heinrich V. 1479—1534, " Wahrschcinlicli Hans Bawmann, 1485 liatlisherr. 392 Tagebuch des Reinhart Noltz. 12. Aprii Item uf den palmtag ist der könig gangen mit allen fürsten mit dem palmen in des bischofs hof, auch in das münslcr, doch besonder und nit mit den pfaffen. Der bischof von Worms tat das amt mit den palmen, aber er sung die mesz nit. 13. Aprii ;, item uf mitwoeb nach dem palmtag licsz der profois einen Niederländer durch ein backen" brennen durch den statthencker vor der newen Möntz an dem halszi/76/scn und brand in mit einem iszen und was ein adler daruf b , und er hat dem könig übel geredt. Item uf diesen mitwoch ist der bischof von Mcntz, bertzog Friederich io von Sachsen churfürste, margraf Friedrich von Brandenburg, der jung hertzog Heinrich von Mechelburg, graf Eberhard von Wirtenberg der alte mit dem harte gangen in das Predigerclostcr zu Worms und waren darin die 3 heiligen tage donnerstag, den charfritag, den osterabend, darin sie mesz und predigt hörten und communicirten, auch in dem closter gegessen und gcle/77/gcn '■> haben; darnach am ostertag ist jeglicher wieder in sin hof und herberg gezogen. Item der bischof von Trier ist disz heilige zit geritten in das closter Kirschgarten vor der Speierpforten mit etzlichen siner graven und cclelen, und darinnen blieben mit an den osterabend, da ist er wieder in die statt 20 geritten in sin hof und herberg. Item der pfaltzgraf und sin son sein disz heilige zit geritten gen Schönau in das closter und in den osterfeiertagen scint sie wieder gen Worms kommen [78] in iren hof und herberg. Item der bischof von Colin bliebe in sinem hof und gienge allczit in 25 das münster, auch hat der bischof am grünen donnerstag zwölf armer menschen ir fusz gewaschen und new° gekleidet. Item der könig ist auch plieben in sinem hof und hat die zit in sinem munstcr eben in einem chore' 1 neben in siner cammer, doch dasz man in nit gesehen 6 . 17. Aprii :to Item uf diesen charfritag früh umb 5 Liren brand ein kleines hüslin in der Ha/79/negassen gegen den Augustinern über, und wonet darin Thiel Metzler. Item uf den ostertag was der könig mit den fürsten im münster in dem chore f , und der bischof von Worms sänge die mesz. 22. Aprii 3') Item uf den ostermitwoch dict man unser frauen einen dienst nach alter gewonheit, da was der könig und alle fürsten auch zu unser frauen 1 do ussen und wieder inne, ee die procession mit dem sacrament ussen quamc, und reidte der könig alsobald uf das weidwerek und die fürsten zu rate uf den Bur/SO/gcrhof, und do die pfaffen wieder von unser frawen gierigen mit 4o dem heiligen sacrament und quamen bi aller heiligen 2 , da woltcn die 8 a ) IIa. borekhen. b ) IIa. an. c ) IIa. groe. d ) IIa. tlioro. °) Der ganze Satz iat anj entatellt. *) IIs. thore. B) IIa. sie die. 1 Liebfrauenkirche in der Mainzer Vorstadt. 2 Allerliciligcn Kapelle vor dem Mainzer Tlior s. Hammansche Zeichnung bei Soldan, die Zerstörung der Stadt U, Worms im J. 108 Wa " es auch der thorn einer was, den der könig disz zit inne hat zu «o a ) Sa. Nyner gelten, s. aber o. p. 379, 13. 2 Will P eher Mtam Vorgang vgl. auch Müller, Reichstag•-Theatrwm Max. L, 674. meini T ^' 147l ~ ,60 °- ' ' * Wahrscheinlich ist der Hof zum Holderbaum gc- 1469—,rn wrlcun dlwh vorkommt, s. ÜB. 11, lieg- * Jolumn I., der Aeltere, 394 Tagebuch des Reinhart Noltz. gefengnusz; also licsz er sie daruf dem heiligtumb und dem grossen konig zu eren und nit us oberkeit oder gerochtigkeit; dasz es fürter disz jar nit mer geschehe, [86] das wurde also protestirt durch Adam den stattschriber; aber sie wolten es nit also annemen; doch hatten sie ein genügen, dasz sie 8 doben uf dem thorn waren gewest und giengen also durch. Auch was es die crutzwoch disz jars, dasz man die pfaffen uf den thorn liesz, doch der masz wie obstehet. as.Aprü Item uf dienstag nach quasimodogeniti des morgends früh was ein fast grosz für bi s. Magnus pfarren und lut man stürm von ein" ur an bis um i» 4 ur, je eines uf das ander, und verbrant eines thumb/S7/herren hus, hiesz Rixinger b am s. Magnus kirchhof 1 , aueb binden daran in dem Hollcrbaum in der Speiergassen 0 verbrant ein newes hus im hof Hoher, auch ein schür und stall und darin sechs schöner pferdt, auch ochsen und hüner in diesem hof zum Hollerbaum; was in zu herberg landgraf Wilhelm von Hessen und 15 Marpurg, wie obstehet, Jost Wickel was herr des hofs. Item uf diesen dienstag begieng der könig und alle fürsten margraf Simon von Brandenburg doit 2 , dabi was auch margraf Friederich von Brandenburg 3 , der [88] was des verstorben bruder, in dem münster, und waren alle altaria mit schwartzen tüchern behangt oben und auch unten 20 herüber und mit darnach wisze erützer mit tuch gemacht. Der bischof von Worms sänge die mesz und an die lichter waren margrafs von Brandenburg schild gemacht; auch gienge der rat von der statt in das münster. 30. April Item uf donnerstag nach quasimodogeniti quamc Reinhardus, könig zu Hierusalem und Cicilien, hertzog zu Lothringen 4 , gen Worms geritten mit it dem bi/Sif/schof von Colin und mit viel grafen und herren und hat auch viel * * » d und reide im entgegen vor s. Andres pfort der Rom. könig mit allen fürsten, geistlichen und weltlichen, grafen und herrn, mit allem irem hofgesind, und do der Rom. könig vor die pfort quame zu dem könig von Cicilien bi dem grossen heiligen hus, do sprang der könig von Cicilien von so dem pferd und gienge dem Rom. könig entgegen zu fuesz drei oder vier schritte 0 , do wolte der Rom. könig auch abe dem pferd sein; do erwischt ine der könig von Cicilien [90] und warf ine wieder in den sattel, ee er zur erden quame, und do sie zu der statt inritten, do reide neben dem könig uf der rechten band das nechst der bischof von Mentz, an dem der bischof 35 von Trier uf der lincken handt, das nechst der bischof von Göllc, an dem der könig von Cicilien und [hinder] dem Rom. könig reide hertzog Friederich von Sachsen churfürst und marschalck mit einem bloszen schwert und neben im der pfaltzgraf, und die andern fürsten ritten für und nach dem Rom. könig durch die statt bisz in sin hoffe, darnach ritten [91] die andern fürsten 40 a ) Ha. zu einer. b ) IIa. Rhuntster; a. aber Zorn ed. Arnold p. 201. °) Ha- Spürgassen. d ) IIa. hat daa unveratändiiehe Wort kornster. °) IIa. schnöde. 1 Zorn (nur in den späteren umgearbeiteten Hss.) ed. Arnold p. 201 verlegt den Brand auf Mariae. 2 Nach Colin, Stammtafeln, Tafel 75— 77, starb Siegmund am 26. Febr. * Friedrich der Alte 1460—1536. 4 lieber sein VerMltnlss zum 45 König Maximilian vgl. Ulmann l. c. I p. 607 ff. 1495. 395 ■ , mit dem könig von Gicilien in sin hof und herberg; und was zu herberg under dem Prcdigerclostcr in einem hofe, dö in sasze Jörg Brune ratsherr Un d alt burgermeister. Item uf diese zit gienge der pfaltzgraf Philips churfürst mit sinem son icrtzog Ludwigen in die Judenschule' und hörten sie singen, und gebot der .-> P altzgraf sinen edelen und dienern züchtig zu sin und die Juden ungeirret z u lassen. Item das 1495" jar was fast ein guet fruchtbar jar von win und [92] 01 n und allen dingen und was ein truckner warmer sommer und fast lustig as z man allezit den marck mit wasser muste begieszen und mit leidfassen io arm f(j ron . ^g wag j er Obermarck, do man oben stäche und auch do der on 'g in rnajestate sasse, darum dasz man den staub leschet. Item wie die kön. mayestat gesessen hat leben zu liehen und bertzogen n « graven [zu] ritter zu schlagen und machen; findestu hiebei in einem fco ruckten büchlin gebunden, und auch welche forsten und herren in eigner u Pcqü.5/son und wer die botschaften gewest sein, findestu auch in dem huchlin 2 . Hern gar nahe alle tag und insonderheit zu jedem forsten, so er sine re gaha empfangen hat, ward scharf gerennet und gestochen gar ritterlich ru meniglich von hertzogen, grafen, rittern und knechten, das gar schön 20 u ritterlich was zu sehen 3 . Auch so schlug der könig etliche Tutschen ur >d auch Walen zu rittern b öffentlich uf dem königsstuel. Item es warent auch schrancken gemacht umb den marck umb und 1 und standen die bur/iM/ger gewapnet daran gerings umher 0 je einer an dem andern bi den vierhundert wol gerust. as _ Item umb unser frawen tag assumptionis ritten die fürsten alle ge- i5.Au g inighch hinweg, je einer nach dem andern, doch so lieszen sie ire rate n °ch etzliche zit zu Worms und etzlich richsstett. Item der rat schenckt dem Rom. könig, da er quame uf diesen tag 8 Worms, einen salmen, was die selbige nacht gefangen, was seltzsam 30 r ° Zlt > kost 7 gülden und was ein groszer danck gegen den könig, und J schenckt im auch alspalde vier stück wins, hielte eins vicrthalb om, . sechtzig malter habers *, und als die Rom. königin quame 5 , da schenckt er rat auch, wie du clärlich bi einem rat beschrieben findest. Item der rat empfienge die churfürsten jeglichen in sinem hoffe und u ei g, alspald er in die statt quame, und schenckt in glichem ein halb d w wins und 20 malter habers. ) -"«. 459. b) jj 8 . auc i, wa i er rittor. °) IIa. gerinnes ummer. 5 Leide • ^ynogoge ein interessanter romanischer Bau , vgl. Wörner l. c. 258 ff. TieleJiun M ' 'heses lüichhin im Wormscr Archiv nicht mdtr vorhanden. Uchcr die 40 3 Sehr' 1 '™ " ll " ' rri,h chron. Hirs. 558. Müller, Reichstags- Theatrum Max. I, 510 ff. heften j tl p' r( '''hetid ist die Schilderung, die G. Freytag über den Vorgang bei kaiser- iiiiir n , '' t f''""' rl '''t" ,, "l<' n iikk'IiI, Der Kronprinz und die dcutsclw. Kaiserkrone. /<>- 5 Siehf ter - 8 A - Leipzig 188 Walon genant Glade de Wadria, was geboren us Hoch-Burgundie 9 ; und was der marck hüpsch schön und lustig zugerüst mit sand und mit schrancken gcrings umher 0 , wie auch vor hin' 1 , do der könig in mayestate sassc; doch so was dieses mal an die schrancken f'JSj bort geschlagen, die waren halber entzwei geschnitten und ufrechts die lenge angeschlagen und waren oben 20 daran spitz enge schnitten, auch stunden die burger gewapnet daran gcrings umher 0 je einer an dem andern, wie auch vorhin 0 , da die kön. mayestat sasze f , und in diesen schrancken waren andere schrancken ufgeschlagen, auch rings umher, die warent nider«, dasz man darüber lenet, und stunden viel edellut daran; auch lies/, man niemants in die schrancken, wan wer darinnen 25 bescheiden was; auch hat man einen hohen groszen richtcr stul ufgeschlagen, der f'J'JJ stunde uf der siten, nahe bi der Newo pforten und sasze da oben und was richtcr herr Rudolf fürst zu Anhalt 4 und bi im die legation des künigs von Hispanien und die legation von Venedig und ander herren Tutscheii undWalonen, urteil zu geben über diesen kämpf, welcher das best tet. M Auch so lieszen diese richter sie je wiegen ire waffen und maszen auch ire stangen und spiesz, auch wurden viel gebott usgeruffen und getrumbt, also dasz niemand solt dazu lauffen want wer dazu bescheiden were. Auch hat a ) Ha. f{_, b) Ha. im reich. °) Ha. ummer. ll ) Ha. hier. «) Ha. vor ine. f ) Us. satzt. 8) IIa. ander. 35 ' lieber den „malwasy" vgl. Eidbuch fol. 78. Item welicher malvasy schencken wil, der sol den nit ofi'tun ano hinder frage und laube der burgermeister, die sollend yne laszen versiegeln und dann eyn masz dovon geben dem rade; darolf sollent die burgermeister den winschencken tun globen mit truwen an eytsstad, das er oder die sinen den malvasy nit wollen felssen oder mit anderm win myssen und dassie 40 eyme iglichen den win frisch von dem ins/, lassen wollen und geben. Uisz ist den 19 'uta r ' malvasy schenckon gesagt tertia post Juliane anno domini 1465. Vgl. Wackernagel, Kleine Schriften I, 86 ff. Mete, Bier, Win, Lit, Lutertranc. 2 8. o. p. 388. 3 Claude de Vauldrey. JJeber diesen besungenen /Zweikampf vgl. Gescldchten und Thaten Wilwolts von Schaumburg (Bibl. des Stuttgarter lit. Vereins. L.) p. tööff. Oliirier de la 45 Marche p. 469. Molinet V., 17 ff. Erst bei Birken, Spiegel der Elvren etc. p. J376, koninit die Verfälschung auf. * Gestorben 7. Sept. 1610 'als kaiscrl. Feldmuplmann in Verona, s. Ulmann II, 417. 1495. 397 der könig [woj ein gezelt ufgeschlagen, das stunde zwischen dem Dantzhus l und dem Schwanen und hat oben daran des richs schilt gemalt, und hant auch bort vor das getzelt geschlagen, die waren wisz rot gelb und grün gemalt dick umb einander. Dargegen über die lang ysen bi Allenburg hus hat der Wale auch ein gezelt ufgeschlagen, daruf sin schild und heltne stant :, und auch die schilt des jungen printzen hertzog Philips des Römischen königs s °n, die darnach in unser frawen kirchen in der fürstat gestecket waren worden ; fioij und auch bort umb sin gezelt geschlagen, die warent grün» ge- walet. Auch waren vier herren bescheiden dazu, die der Sachen acht nemen und ritten uf dem marck im gantzen hämisch 1 ' von oben 0 an bisz unten n us, der was einer grave Eitelfritz von Zollern d , der zit cammerrichter, herr "it und herr Michel, beide von Wolckenstein, freiherren, gebrüdern und i'itter, auch hertzog Albrecht von Sachsen der alt; und reid der könig und auch der Wale us iren gezeltcn und kempften mit einander und ward also uo öffentlichen mit recht durch den [102] obgenanten richter erkant, dasz der lr. k °nig den kämpf gewonnen hat, und gäbe aber der richter do dem könig die gülden kette und ein gülden ring, die schanckt der könig dem Walen, uer Wale schanckt sie auch alsbald der königin. Die königin stunde uf einem gang gegen dem richter sluele vor eines pfaffen hus genant her Peter ia n, und was der gang hüpsch zugerüstet mit gülden syden und gewürekt 20 uehern, und was die königin fast trurig und weinet, und was ir zugeben z u einem tröster pfaltzgraf Philips churfürst. [103] Item in diesen zweien gezelten waren auch viel cdellut zu fusz, •e scharmützelten nach diesem kämpf fast miteinander mit messern und * angen us den zweien gezelten, das fast schon und lustig was zu sehen. 2. r . Item uf donnerstag darnach kempfet der Römische könig aber mit 27.^«,,. loitzog Friederiehen churfürsten von Sachsen und stiesz der könig sin stang , ^em hertzogen zu stücken, dasz sie in die luft sprang. Darnach kempften Vlel grafen und herren mit einander. Item uf donnerstag nach nati/7o-*/vitatis Mariae wurden zwei kinder :i" "'• S W<' geboren mit den köpfen vornen zusammen gewachsen über Rhin in einem I Üirstatt 2 genant, und waren mit den stirnen aneinander, also dasz sie 0) °n den äugen ein haupt und hirnschal hatten, und waren fast schöne "na waren fast schöne hüpsche wolgemacht kinder mit allen gliedern, und ar en beide metgin, eines hiesz Anna, das ander Gatharina 3 . 3* (1) ,, %£'• Srao. b) Ha. i. g. und hämisch. °) IIi. von oben fehlen in der Ih. J^J^Eitel von Zorn, s. aber 0. p. 391, 26. n.„r. LP™ Tanzhaus wurde erst 1890 abgebrochen, um dem Neubau der Pßlzischcn .... . ? 1 laU zu mafhpM ein rniiwj Celuhide. das nach dem Brand von 1689 wieder flt'Vt'll' 1 * .....' J *--tl. JWnXfU'Wl. " JfllSI /HtSXi/Clhlt V W» P- 892 f. Eine Abbildung der Kinder in dem Münchener Cod. lat. ei ne y -^ uch ,S - Munt lud sie lateinisch' und deutsch besungen. 1495. Auf dem Titel 4:, Clw( 7 nun fl •' die Stadt Worms und die Missaelmrt. Vaulusmuscum.. Ihe Zornsehe "Hrt ed. Arnold p. m berichte! dasselbe inihiiiidich vom Jahr 1491. 398 Tagebuch des Beinhart Noltz. Item umb Nicolai reit der könig hie weg gen Augspurg, und was lang do l , und da lagt er ein richstag gen Lindaw [105] an dem Bodensee bi Gostentz 2 und reide darnach über das gebirge gen Mailand, und ritten unser herren uf die zit mit im, als des handeis halp werbend zwischen dem bischof, pfaffenschaft, rade und gemein zu Worms. 1 Maximilian weilte Im Mitte Nov. in Worms. 16. Sept. Im 22. Okt. war er in Frankfurt: Knde Okt. nochmals, s. Ulmann l. c. I, 390. Frst. Anfang Jan. 1496 war er in Augsburg. 2 Der Meichstag in Lindau wurde vom Köni/j auf Anfang August zusammenberufen; Max. selbst trat im Aug. seinen unglücklichen Feldzug gegen die to Franzosen in Italien an. lieber die Botschaft des Iiathes an Maximilian in Italien besitzen wir einen offiziellen Bericht Ada Worm. I fol. 150 1 ' und Konzejil dazu Band 1936. Demnach erböte sich Adam der stattechreyber, er were willens zu der kon. mt. zu reyten, so man im den handel vertrauwen und beleihen, wollt er den der kon. mt. antworten. Das geschach nach etlichen tagen und ritt der stattechreyber is wider in weltsche lande im fursatz geyn L'ysa zu reyten, da übet die kon. mt. kriegsz- hendel gegen den Florentyncrn und Frantzoscn; hett etlich stott gewonnen und lag mit eyner mereklieben anzale volcks zu wasser und lande vor eynem slosz und statt, was eyn port des moros Ligurno genant, dorin waren viel Frantzosen und hett der Ro. konig viel grosser schyff und volcks auff dem mere, auch auff den 20 lande und mererteyl Walhen, die im die Venediger, die von Genua, Luca, Scnis und ander darumb zugeschickt hotten; aber wenig Deutschen; und was so grosz un- gewittor auff dem mere, als ye keinem menschen gedacht gewesen were. Und was der Bomisch konig anfing, so wollten die Walhen nit daran zu wasser noch zu lande und geschaen dem Römischen konig warnung, als auch darnach offenbar 25 gesagt warde, das eyn anslag vorhanden gewesen, wo sich die kon. mt. nit vorsehen hett, so sollt er mit der ungestymmigkeit des wyndes in Franckenreych gefuret sein worden. Also orhub sich der konig und zöge in wenig tilgen Widder heransz über die grossen ungewonlichen gepirge, so eyn unmentschlichen woge, das viel lute und pferde im snee und gepirge verfielen erfroren und verdürben. 30 Und zu Pavey käme der stattechreyber zum konige und horusz in einem slosz Alathurno, gab im die kon. mt. gnedig audientz und Vertröstung und wie sein kon. mt. willens were wider in Deutsche lande zu ziehen, so wollt er gnedielich darinne handeln. Demnach hübe der stattechreyber dem hole anhangen. Nu was es wynther zeit und so eyn eilender dyeffer weg und zug mit snoe regen und un- 85 gewytter mer dann glauplich oder gewonlich, und zohe der konig gemach von eynem Hecken und slosz zum andern in des hertzogen landt zu Moylant; doch kann' er nit zu Meylant ine, wiowol man kostlich und viel eeltzsamer hofflickeit daselbst angestellt hett, abber neben für autf käme und blybe an keynein ort über zwen oder drey tage und wer basz mocht, der zohe für, dann solich jamor not und klage 40 was umb herberg und stallung, das ubber die masso und viel abstendig, etlich wurden kranck; und als der konig sich zu Come erhübe auff den sehe, blibo er am sehe in eynem slosz a Pyatha. Abber was dem hoff nach zoch alles fürausz geyn Clavenna; da zoch der stattechreyber auch hien. Als aber der konig nit bald hernach und das redde käme, er wolt wider hindersich in Lombardyen, sasz der 45 stattechreyber in eyn schiff und furo den see wider ans/, und bekäme dem konig auff dem wasser; füre wider herumb und zohe das Veltlyner tale ausz geyn Wormbs zu. Also der stattechreyber und viel ander, die ir pferde zu Clavenna hotten, füren hinder sich, holten ir pferde und füren nach und erritten den konig und kamen auff den cristabent geyn Worms imVeltlin; da lag man den cristag still und an sant so Stoffans tag zoch man über das Wormsser joch, das was die zoit so eyn sorglicher dieffer weg von snehe, zudem das der berg hoch und sorglich ist, das leuthe und pferde verfielen, die mit grosser arbeit auszgegraben und auff bracht wurden, und zugen morgens frü an den gantzen tag bisz fynster nacht, käme eyner hie, der ander dort zu den leuthen, welcher basz mocht und also die andern tag für 55 und für bisz gein Inszpruck. Daselbst nach 14 tagen warde der stattechreyber a-b- gefertiget und ein ander tag gesatzt auff den königlichen tag, so abermals für- lo. April genommen und auszgesebriben was alhor gein Worms auff montag nach dorn snndag l*'Jl misericordin.s domini anno 97. Ucbcr den llückzug Max von Pisa vgl. Ulmann l C. I, 609 ff. 1495. 399 Item diese zit starbe der bischof von Wirtzburg, einer von Scheren- " cr g al , und warde bischof herr Lorentz von Bibarach 2 ; auch starbe der bischof von Saltzburg, da er wieder heime quame von Worms 3 , und starbe auch der bischof von Eichstett 1 ' 4 , da er von Worms heime quame. [100] Item der bischof von Frisingen starbe in dem closter zu Francken- r. tal vor der stat Worms 5 , und warde postulirt zu einem bischof zu Frisingen de s pfaltzgrafen son genant hertzog Ruprecht, was fast jung °. Item gen Worms quame uf diese zit hertzog Georg von Baiern genant " er riche hertzog 7 und was hofmcister der Römischen königin und was zu herberg in der Kemmerergassen in dem hof von Flersheim, da der pfaltz- io 8 r af churfürst in was zu herberg gewest, und was binah ein jar darin, darnach zog er in die thomb/WT/probstei 8 binden an der königin hof. Item diesen winter was es auch viel schnees und furend im schütten 0 z u unser frawen und in die d statt wieder und füren die königin hertzog eorg, der pfaltzgraf, sin sono und darneben auch im schütten furend graven u zerren ritter und knechte, auch etzliche burger in der statt. Itein uf s. Gereons 0 tag 9 in dem 1495 jar macht der rat aber burger- io.oki. Weistcr und gericht, wiewol uf die zit der könig und alle churfiirsten zu »orms waren und auch ander fürsten und herren, und wurde burgev[i08] meister von den niinen Hamman Liszpurger und usz den zwantzigen M. « Reinhard Noltz zur alten Mülcn, schultheisz Balthasar Mentz zum Walde, grafe und richter sein mir unkundig gewest. Und als man die hofeglocke f ut zu der verhandelung, do was der bischof von Worms im capitul und als ei horte die glocken luden, do warfc er abe sin chorhut und chorrock und 1 . von stund an us dem capitul und vor den könig und beklagt sich fast, 2:. Wle die von Worms in gar entsetzten und viel dergüchen wort; ward [109] ln i zur antwort, es wäre geschehen, die kön. mayestat wolt daran sin, dasz 10 .|c wieder jetzt» zu frieden kommen; und wurden die burgermeister 8 tag /jngsamer gemacht denn das furig jar, want der konig und bischof von °iitz darwieder gedingten; das verzog die zit acht tag lenger, wie du ctär- m 'ch bi einem rat beschrieben findest. Anno 1496. Januarius was fast viel schnees und füren die königin und ir jung- ra wen f ast j m sc h]i tten ii f, w j m j t ; rem hofgesinde, wie das obstehet getrieben, und was die königin die gantzc fasten 1 alhie zu Worms. ss Item uf mitwoch nach ostern tet man unser frawen ein procession und n . a V th ler >st nach gewonheit, wie obstehet, do baden die pfaffen den rat, dasz dem 0) tt *) ■#*• Schoinonburg. »>) Jls. Kriestetton. °) II". schieden. ■') ff*. kt. (abgedruckt bei Morneweg p. 866]. 400 Tagebuch des Reinhart Noltz. sacrament zu eren [man] sie wolte" uf den thorn lassen; also liesz man sie uf den thorn und tet das nit us oberkeit oder gerechtigkeit sondern umb gottes willen, als sie auch den rat baden zu unser frawen im crutzgang. 2.5 Aprit Item am s. Marxtag und auch [111] die crutzwoch wolten die pfaffeti s aber uf die thoren gen und sehen, ob jemands doben gefangen were, und wie sie auch von alter her getan hetten, und wolten nit darumb bitten, sondern ir alt herkommen gehalten han; da wolt sie der rat nit uf die thoren lassen; also verblieben die pfaffen in der statt und giengen also von einer kirchen zu der andern in der statt. 3i. Mär-. io Item martius der was fücht und fiel regens mit uf s. Benedictitag, do viel ein groszer schnee b und den andern tag darnach grosze kalt und es c [112] gefrorne, dasz es viel alten wunder name und nie mer gesehen hetten, want die kelt und schnee über die gemein wis d daselbst was. 31 i.Apru Item uf aschermitwoch °, grüne donnerstag und charfreitag zu nacht f 11 giengen die herren in thume die finster metten ' [zu singen]» umb sieben uren vor der Ave Maria h2 und sungen in s. Laurcntzen chore der königin zu eren, want die königin oben in der capcllen neben ircr kammer lag 3 mit iren jungfrawen. Item nach pfingsten hat ein schnider kriecht, stunde der kö///.'i/nigin 20 zu, eine jungfraw zur ehe kauft, und do er sin hochzit hat und zur kirchen gieng und soll die nacht bischlafen, do beklagt ine sin Schwager der brut Schwester man Peter Hörne, maier, umb etlicher Sachen willen bi dem burgermeister; also do er bi solt schlafen, da lagt man ine in das schlosz gefangen. Doch fand es sich darnach, dasz im sin schwager Peter unrecht 25 getan hat, und liesz in der rat wieder lcdig und leit sin schwager in sin statt in thorn und straft ine. 27. Mm Item uf fritag zu morgen in der fronfast nach pfingsten sah man zu Worms und in viel landen [114] und statten dri sonnen im himmel stehen und ein kreis darumb, auch dobi zwen regenbogen zurück gegen einander so stan, und fienge des morgens frue an und weret bis nach zehen uren 4 . s.Juni Item uf dornstag k gienge die königin mit dem h. sacrament umb das münster und füret sie hertzog Georg von Baiern, der do dan hofincister der königin was. a) Us. zu eren sie wolten. ll ) Us. do waysz und viel ein g. s. ''■) H* 3r> yss. d ) Hs. wies/.. °) Us. raschem. f ) Hs. nach. ! Sejneinde der stadtWormbs auff den furslag eyns Vertrags der irrung 2;, • sehen bischott' und pfatt'heit zu Wormbs eins und unser von gemeiner stadt We gen anders teyls. sie f 1 j° n ^ ea °y'"' s we g° n einem bischoft' zu sweren zu seinem inreyten, wollen s (. , 0I ß en dermaszen schwören: Wir etc. globben und schweren dem etc. hiezugegen sein f l e ineni bischoff und furgeer in der geistlicheit eren getrew und hold zu 30 wir' vi ^°, ha ^ en zu warnen, wo es nit ist wider Romisch konig oder keyser, den Sot h ni hahen un( j jj e g t ac jt Wormbs one arglist und geverde. Als uns iar u > 1 e *^ e v i er ^ 7 'iK 80 y t z gekorn sein und bleyben sollen ye zweintzig ein »ein " S an ^ er ml *> " en nuwnern den rat zu besitzen und zu regieren verordnet 3s .\ ls V. a ' S0 nutzlich und gemeiner statt zu gut angesehen etc. a„i„ • "<& die Neuner anbetrifft, so soll es bleiben, wie die k. majestät es in Antwerpen befohlen hat«. Hchkeit ^ antielt von der Gerichtsbesatzung; der Rath beklagt sich über die Beschwer- stadt K ' 1 ™ e ' c '" ! die Gerichtsämter für deren Inliaber zur Folge haben, woraus gemeiner 40 «leszh'U r mor ol' c her nachteyl unrait und Rchaden zugestanden ist, etlich die deszl 11 aUSZ ^ er "todt gezogen sein, ander, die sollich beswerung geschuwet und KeticnV v ? n,er "**<** gemitten etc. Und nemlich der gerichts statt halber ist das wszher in einein engen heuszlin an einem unbequemen ende zwischen a ) Ha. dem. b) Jh. wahren. c ) dobi fehlt in der Ha. d ) Ha. Woll. 45 zwischp ,f K<>nig war bis zum 13. Juni in Augsburg; dort fand die Zusammenkunft Ueleitet™ % ^' in 'U un d seinem Sohne statt, den Erard Bisclwf von Lültich dorthin Ktimmr'j"' Ufomm l. c. 430 ff. 2 s. Acta Worm. I, 25. 3 Zorn übereiu- m: montag nach Remigii. ' s. 0. p. 387. "^ormser Chroniken. 26 402 Tagebuch des Reinhart Noltz. zweyen kirchen, da zu zoyten die jhenen, so mit recht überwunden werden, ent- lauffen in die kirchen freyheitten und furter entrinnen. Jtem an offenem marck- platz, da viel handeis Werbung und geschrey ist, dadurch richter und partheyen zu zeyten vast geirret werden und sumnuaz gescheen mag; sollichs alles zu bessern 5 haben wir das gericht zu halten verovdent uff eyn nemlich redlich hausz dar zu gelegen und geschickt, das dem heilligen reich der stadt und dein gericht erlicher und geschickter, so es ye des reichs gericht ist nit unbillich, das es auff des roichs grundt und nit auff des stiffts boden gehalten werde. 5. Kommt nochmals auf die Besetzung der Neuner zurück. 10 6. Bittet der Rath den König zu gestatten, dass der Math die Aemter als burger- meister bawmeinster, rechenmeister, radmeinster, ratsperson und ander dergleichen zu welen. 7. Frevel und Friedbruch halber sollen wie von altershcr gehalten werden. 8. Sei es nie die Meinung des Käthes gewesen, den Geistlichen an ihren Frei- 15 heiten Abbruch zu thun. 9. Der Appellacion halber, wie früher. 10. Ebenso wegen den Zöllen. 11. Wegen der Güter sollen sich die Geistlichen mit der Stadt vertragen. 12. Beklagt sich der ltath über das Weinschenken. 20 13. Wegen des schirms wollen sie nicht streiten. 14. Will der liath nicht leiden, dass alle die Verträge zwischen der Stadt und der Pfafflieit vormals beschlossen in Kraft bleiben sollen, indem sie sich auf das Kassationsprivileg Friedrichs III. berufen. 15. Will der Ruth nicht, wie die Rachtung vorschreibt, dieselbe am s. Martins- 25 tag alljährlich im Rath und in den Zünften beschwören, denn die Stadt habe dem König als ihrem Herrn geschworen. Die Vfaffen liätten ihnen mehrmals schimpflich den Kid vorgeworfen, und sagen, ob wir wissen, wie wir inen verwant seyen, wes wir inen gelopt und gesworn haben, ob wir aber unser glubde und eyde vergessen wollen, schryben an die wende hien und her, es seyen viel blaflnger zu Wormbs 30 und viel ander smach und reitzung, so uns und den unsern begegent ist, des wir billich vertragen weren; haben doch sollichs alles in gedult verdruckt und bei unser gemeynde mit sunderm ernst und hohem vleysz verhütet mit gottes hilff, das noch zur zeyt nit auffrure noch unrait darausz gevolgt ist etc. Fol. 79 ff. versichert der Ruth in einer neuen Eingabe dem König, dass er ihn 35 allein als Herrn anerlcennen wolle, man könne nicht zweien Herren dienen, die Rachtung anzuerkennen führe nur zum Ruin der Stadt. Der Anspruch der Pfafflieit auf die Freiheit vom Ungeld sei ganz unleidlich, die Stadt habe kein ander feil dann das ungelt, davon musz man die stadt in wesen halten dem i-eich dienen etc. und bitten dabey gnediglich zubedencken der stadtdienst mit swerem costen und merglicher 40 zal soldener, die wir ye zu zeyten keyserlicher und königlicher mayestat geschickt; so haben die geistlichen hie zu Wormbs dieselbe zeit gesungen „da pacem domine' - etc. wie ungleich sein unser dinste etc. Als Resultat der Verhandlungen legte der König den beiden Partheien einen Entwurf zu einem Vergleich vor fol. 85 1 ' bis fol. 97<>. Diese Artikel wurden dann durch den Erzbisclwf von Mainz erläutert 45 fol. 97 b bis 99'', worauf der Rath wiederum seinen Standpunkt geltend machte fol. 100 bis 103. Der König erklärte, er habe trotz aller Arbeit und Mühe es zu keinem gütlichen Vertrag bringen können, darumb lasz sein k. mt. die sach steen in rechten mit recht auszzutragen. Der antwort ist der rait wole zufrieden gewesen und haben gebetten, das sein konigl. mt. auff die ubbergebben und angenomcn supli- 50 cacion rechttag setze. Der Bischof aljer war damit nicht zufrieden. Fol. 104 ff. folgt die Supplication. Wir wissen, das unser gnediger herr der bischoff von Wormbs in alle wege vor uns armen einfaltigen geschickt ist sich zu thut und anhengig macht, darumb wir besorgen durch sein gescheid listigkeit verkommen und verkurtzt werden mochten. Nu haben wir nach got kein ander Zuflucht noch trost dann ewer konigl. 55 gnade, die ruffen wir an und bitten gnediglich zu bedencken und anzusehen unser gut hertzig liebe und treue zu ewer konig. mt. unserm rechten herrn wolle zu hertzen nemen und ansehen dise alte erbar loblich statt, die vor jaren in so dapfarem vermuglichem wesen und stände bey Romischen konigen und keysern und dem heiligen reich getreulich und vil guts gethan hat und nu zur zeit durch trangsal 60 und eingriff der pfaft'en so iemerlich uberdrungen zurrutt und ytz gar wo got zuvor und unser arbeit ernst und vleis nit davor gewesen undergedrugt were, auch ewer konig. mt. herr und vatter seliger nit mit so gnediger getrewer und vloyssiger handlung uns zu hilff kommen, alszdann sein keys. mt. auff lauther erkundung mit 1495. 1496. 403 zeittigem rate darunder gehandelt, das ewer kon. mt. confirmiret uns und unser gemeinde gnediglich und trostlieh zugesagt hat uns dabey zu hanthaben. Nu suchen und begeren wir nit anders dann das die alt erber statt bey ewer kon. mt. und dem heiligen reich blyben wider auffwaehsen ewer kon. mt. und dem reich desto stattlicher gedienen mocht, das nit anders dann durch gut ordenung und l re giment wol anzustellen, dabey wir unser leib und gut darstreeken und nit sparen wollen, wo ewer kon. mt. uns mit gnediger hilft' obsein will, allermeynst mit ordenung des regiments oder regenten der stat; daran ist alle Seligkeit und hant- nabung gelegen, des die pfaffen gut wissens haben.. . Bitten und ruften an ewer kon. mt. woll gnediglich darein sehen auch in den weinschanck und handel der 10 geistlichen, daruff der burger wesen und narung steen, davon die statt in bawe und wesen gehalten, ewer kon. mt. und dem reich gedienet, werden soll, dann wir ander hendel oder gefell nit haben etc." Der König begab sich [am 22. Nov. 1495] nach Speier, wohin die Wormser eine ■»olschaft an den König schickten mit einem beweglichen Schreiben, entweder solle der 15 König aus königlicher Machtvollkommenlieit den Streit entscheiden oder Tag ansetzen. von Speier ans erliess der König einen Brief, wonach die Punkte, worüber man sich W .letzt vertragen, bleiben sollten, das unentschiedene auf den Reichstag zu Frankfurt v erschoben werden solle. Dem Erzlnschof Berthold von Mainz ertlieilt er Vollmacht in aieser Sache weiter zu handeln. Acta Warm. fol. 119 f. Die Verliandlungen wurden 20 »»» selben Tone forlgesetzt unter Vermittlung des Erzbisclwfs von Mainz, ohne Erfolg. „ er Rath schickte eine Botschaft, nemlich doctor Jacoben den Advocaten und Adam »tadtschreiber zum König nach Swebisch werde (Donauwörth 21. Febr. 1496 bis 18. März) n< ~ hier übergaben sie ihm eine neue Supplikation (fol. 116 ff.), in der sie sich wiederum M*t das Kassationsprivileg Friedrichs III. berufen. Der Math verweist namentlich auf 25 , lc Gutachten vieler Universitäten Dutscher und Welscher lande, welche kunt thun, rp^,* vermeint sprach der insetzung auff begerde des bischoffs ausz keinem chten ein lauther nichtigkeit sey wider ordenung geistlicher und werntlicher chten. Der König möge doch der Verhandlung seines Vaters eingedenk sein, auch -wer königlichen mt. conlirmacion und gnedigs zusagen mermalen, die in dem 30 ewigen reich weith und breit ausgeschollen sein. Sollt solichs alles nicht umb- ' nst und vergebens sein, das were swere, wes geruchds wie schympfflich solichs geachtet, wes abbruchs dem heiligen reich, des ewer kon. mt. ein merer geheissen ' ' 1 au °h wes spot schände und zurstrawung gemeiner burgerschaft't und entlichs ist • ^ er a '*' cn erbarn statt Wormbs darausz fallen mocht und ytz vor äugen 35 ' groszlich zu besorgen in Verzug der sach, das in die gemeinde und arme 'gerschafft getragen; das alles das eyn erbar rait auft' manigfelt gnedigs vertrösten , er konigl. mt. der gemeinde zugesagt, damit sie gutlich auff'gehalten etc., sey ' ^ a nutzit und die gemeinde durch den rait verfuret. Dabei so trawet unser j; 'ediger Im-,- von VVonnbs und leszt sich olVrnlich hören, er sei so verdienet bei ■'" fsten und herren, hab so viel frunde und gunder, er woll die von Wormbs darzu n ln S en i es musz inen leidt werden. Haben und ist auch gemein rede bey allen ^jchpawron umb die statt, ewer kon. mt. hab die statt verlassen, es werde ine . geen. So goscheen der statt allerhande unfreuntlich zuschube, das sie an be n ^ u * ern und narrung geirret werden, dardurch besonder die armen der gemeinde 4. r > Ver 1™' ru meln, dasz zu besorgen auft'rure und ander unrait entsteen, wo lenger die'v!^ ■ ? cneo - • ■ Darauff steet etlicher leute höchster vleisz und hoftenung, davon kvi 1 8* 8 * 611 burger abschuwe entpfangen, understeen ausz der statt zuziehen, ir and \. auH1 ™hyraten, ir narung an ander ort keren, laszen ir guter ungepawt; lieh ' w ^" en haten in die statt ziehen sich abe und viel schedlioher verderp- 50 r nachteyl, dio der statt ausz verzug der sach erwachsen etc. hatt der - B ''' sc '* 0 f die St,ad,t vor dem Beichskammergericht in Frankfurt verklagt (lleiv)' *? schic ^te der Math Meister Meinhart an den königl. Hof Acta fol. 120<>, zuvor T ^ m ^ r - racolj Madtadvokat nach Frankfurt; doch war hier noch nichts genommen worden und Jakob kehrte wieder heim. 55 kan ,Pfingstallend den 21. Mai wurde dem Bürgermeister eine Ladung des MeicJis- kam"'n !,eric> '' ts m ü eSii ^, in 24 Tagen vor dem Gericht zu erscheinen 1 . Am 24. Mai jfa j- Nollz wieder nach Worms und IrraclOe eine königliclie Citation mit, die dem w/ in Heidelberg zugestellt wurde, der sagte: bisz dio termin (donerstag nach 4. Am.,. St A Txfö 1 ' aMC '* Ilarpprecht Staatsarchiv II, 99. 236. Die Citation vom IS. Mai im r,u •" l - w. Band nr. 1921. or. chart. 2G* 404 Tagebuch des Reinhart Noltz. vincula Petri') kerne, wollt er seinen willen geschafft haben. Der Rath schickte auf den vom Reichskammergericht angesetzten Termin eine Botschaft nach Frankfurt, nämlich doctor Jacoben advocaten, Hansen Braun und Adam stattsehreyber; von des Bischofs wegen dort doctor Balthasar Marckart, herr Heinrich Keyser des biscboff b caplan, Symon Lyffrit und ander knecht. Die Wormser suchten die Sache aufzuhalten, bis sie eine Inhibition erlangt hatten, zu welchem Zwecke R. Noltz nochmals an den kgl. Hof geschickt worden war. Tier erste Termin am Reicliskammergericht fand am 17. Juni (freytag nach Viti et Modesti) statt. Die Wormser Anwälte legten eine Protestation ein, worauf der 10 biscluifliche Anwalt Dr. Veitin von Durckheim verlangte, die Prolestation müsse schriftlich eingegeben werden; des waren die Wormser wol zufrieden. Der Rath von Frankfurt wies ihre Advokaten, zwei Doctoren, an, der Stadt Worms in ihrem Prozess beizustehen, dann die zwo stett Wurms und Franckfurt waren eynander gar freuntlich und in gutem verstant und getrewer Vertröstung eren und freuntschatft. Doctor 15 Johann Enteilender Anwald der Stadt Worms verfasste Excepciones fol. 122 ff., worin er dem bischöflichen Anwald zugibt, dass der König dem Kammergericht alle Gerichtsbarkeit übergeben habe, aber die Sache sei bereits vor Erricldung des Reichskammergerichts vor dem König verhandelt worden, wesshalb ihm hier kein Gerichtszwang zustehe 2 . 20 Fol. 127 b steht der Antrag des bischöfl. Anwalts Dr. Valentin von Durckheym, fol. 128 b Brief Maximilians an Bischof .1ohannes von Worms vom 30. Juni 141)6, worin er ihm befiehlt, die Ladung des Kammergerichts abzubestellen und am 2. Aug. (eritag nach s. Peters tag ad vincula) vor ihm zu erscheinen; fol. 130 Brief des Königs an das Reichskammergericht, stillzustehen. Fol. 181*: In demselben nehot sich die zeit der 25 termyn an konigl. hove. Also schickt der rat daran und verordent den obgenanten meister Reinhart Noltz, der zeit burgermeister, horrn Jacoben von Mossenheyiii, beider rechten doctor, advocaten, und Adam stattschreiber; die ritten ausz auff 2/1. Juli donnerstag nach Jacobi mit acht pferden und zum nehsten zu auff Lyndawe. Alsz sie nu gein Lindawe kamen auff die angesetzt terinin, da funden sie nyoman da, so der kunig was furter ausz in Weltschen landen; so was der bischoff von Meintz noch zu Ulme. Also ritt zustundt des andern tags Adam statschreyber mit eynem knecht widder ausz auff Ulme, die andern bliben zu Lindaw. Der Stadtschreiber erkundigte sich in Ulm beim Erzbiscliaf von Mainz, ob der Reiclistag in Lindau stattfinden würde. Der Rath schickte hierauf sogleich den R. Noltz 86 an den kgl. Hof, wo er einen Abschied erlangte, datirt Schunders in Veltlin (Sondrio) am sarastag nach unser frawen tag assumpeionis (20. Aug.) anno etc. 14%. Der König befiehlt dem Erzlnschof von Mainz in Gemeinschaß mit Erzherzog Philipp und andern Ruthen zu Lindau den Wormser Streit beizulegen, dweile die solichen handel nit kleyn berurt. Auch der Bischof von Worms war dem König nachgeeilt und 4o brachte ein kgl. Mandat aus datirt: Lyndaw am mitwochen vor s. Egidientag (31. Aug.) *, des Inhalts, die Wormser sollten auff montag nach s. Remigien tag (3. Okt.) vor den kgl. Ruthen in Lindau erscheinen. Einen entsprechenden Befehl richtete Max an seine Räthe, datirt zu Werwegno (Morbegno) an s. Bartholmes tag. Dr. Jacob ritt mit 3 Pferden heim, Adam der Stadtschreiber mit 2 Pferden kam auf u. 1. frauentag abends 4. r . nativitatis (7. Sept.) nach Vigevena (Vigevano), lyt 4 meylen vor Meylant neben ausz und käme von gluckfall das er ee zwo stunden vergingen selbs zum konig käme in seine camer. Der König gab ihm einen Brief datirt zu Viena an freytag nach u. 1. frawen tag nativitatis (9. Sept.), worin Max seinen Rätlien in Lindau nochmals den Wormser Streit ans Herz legte. Der Stadtsclireiber erstattete nach Worms zurückgekehrt Bericht so und ivurde sogleich wieder nach Lindau geschickt, wo R. Noltz inzwischen gewartet hatte. Auf dinstag nach Michaelis (4. Okt.) wurden beide Partheien auf das Rath- haus in Lindau geladen vor den ErzUschof von Mainz, Graf Adolf von Nassau, Herrn Hans Jacob von Bodnem, Dr. Cunrat Sturtzel und Herrn Walther von Andlaw. Zuerst hielt der Bischof Vortrag, wie die Wormser ihn seiner Rechte entsetzt luitten: , r i5 so hetten doch die von Wormbs eynen genant Marx Wagentreyber eyn newner ab- 1 Bei Harpprecht l. c. p. 258 ist das kgl. Edict abgedruckt; das Datum des Briefes an den Bischof lautet ebenfalls eritag und nicht f'ritag wie Harpjyrecht druckt. Das Original der kgl. Citation an den Rath liegt im Archiv zu Worms Band nr. 192V 2 Vgl. Harpprecht II, 241. 3 Dieselbe Anzeige des Königs an den Rath datiert i;o zu Augspurg am pfintztag nach s. Peter und Pauls tag im Sl.-A. W. Band nr. 1921- or. cluirt. c. sig. impr. laeso. * Or. im St.-A.W. Band nr. 1921. 1496. 1497. 405 gesetzt und an desselben auch andern statt der todes abgangen zwen ander newner gesatzt etc. Nach Bedenken antworteten die Wormser am andern Tag, indem sie sich auf t»-*^' Protestation beriefen, mit ihren alten Klagen, auch wollten sie nichts von der Wiedereinsetzung des Bischofs wissen, gestützt auf die Urkunde Kaiser Friedrichs III., 5 der alle alten Verträge kassirt habe (föl. 13T> bis 144). Nach meiern Hin- und llcrreden forderte der Krzbischof die Boten von Strassburg und Augsburg auf mit den Wormsern eindringlich zu reden, es würde unraits sich begebben, wo die Sachen lenger in irrung bestunden, mocht der bischoff von Wormbs der statt viel zufügen, das besser underkomen und were der rethe moynung, das sich die gesandten von Wormbs in auff leydlich und gemesse wege gutlicher rachtung schicken wolten etc. Dieselben yon beiden stetten nemlicher her Hans Wilhelm genant von Rotwyle von Strasburg und herr Ludwig Hoser von Augspurg underringen sich der sach und retten gar getrewlich und mit allem vleisz mit den gesandten von Wormbs mit Warnungen und erinnerung, wes mangels sorgt'eltigkeit beswerung und unraits noch an der 15 sach gelegen und das die konigl mt. ytz nit inlendisch in Weltschen landen mit andern geschefften beladen und die leuffte seltzain, das sich allerhande unfell zu besorgen. Darauf machten die Wormser etwas entgegenkommendere Vorschläge bezüglich des Mdes, der dem Bischof zu schwören sein sollte, und der Ruthsbesetzung. Der Rath 20 so «e aus 40 Personen bestehen, von, denen abwechselnd alle Jahr 20 mit den Neunern, so vormals der bleibende rat genant ist, den Rath besetzen sollten. Sterbe einer «er Neuner, so sollen die übrigen Neuner und die 40 dem Bisclmf zwen erbar statthaft burger, die nit hantwergs leuthe sein und narung halben sollichem ausz- gewarten mögen, vorschlagen; stirbt einer aus den 40, so sollen sie ebenfalls zwei 25 geeignete Personen dem Bisclwf benennen. Der Bischof beliarrte aber bei seiner Meinung und erbot sich zu Recht auff alle churfursten geistlich und weltlich sampt und sonder auff ander fursten prelaten und hern der lande , auff die hauptman- schattt des roiehsbunt im lande zu Swaben, auff die gemeyne versamelung des '"Pichs hie zu Lindaw, auff des reichs stett etc. Die Stadt berief sicli auf den kgl. 30 Aoschcid zu Speier und wollte die andern streitigen Artikel behandelt wissen. Der ■BWChof wollte aber nicht länger stillstehen, worauf die Stadt um Aufsclmb bat. Am » 1 -Ji 8 * a g na ch undeeim millium virginum (25. Okt.) schieden die Partheien ab. Darauf ritt der Stadtschreiber zum König s. o. p. 398 Note 2. [117] Anno 1497. 35 Item am ostermitwoch det man unser frawen ein dienst nach gewon- 2a. Man. ne 't; do wolten die pfaffen aber uf den torn s. Martinsthor, als ire gewon- ne 't was. Do wolt sie der rat nit uf den torn lassen und sagt in ein rat glaublich zu, es were kein gefangner uf dem torn; die pfaffen kerten sich n 'chts daran. Also plieben die pfaffen im münstcr und trugen das sacrament 40 Ur nb das münster, als in a die corporis Christi, und surigen darnach das ampt lr n chore im münster und giengen dem sacrament nach der königin [118J ra te, darnach der rat von der statt, darnach alle menschen arme und richc. Item uf mitwoch nach quasimodogeniti quame gen Worms marggraf s , April ^hnstoffel von Baden i und wäre zur herberg in der Kemmerergassen zum 45 ten Daue b , darin wonet Philips Knipp selig witwe. Item uf dornstag nach quasimodogeniti ist die Römische königin wieder „. Aprü Us Worms geritten und gen Füssen 0 zu irem herrn dem Römischen könig *) IIa. im. l>) Jedenfalls eine Verschreibung. °) Hs. Sassen; das ist ein « vT, Le8e fehler des Kopisten; der König hielt sich vom 1.—20. Mai in Füssen auf, 50 *• wähn l, c. 1 Cliristoph I. 1453—1527. 406 Tagebuch des Reinhart Noltz. und etwa lang da gelegen, und ist diese königin bi zwei gantzcr jar aneinander zu [119] Worms gelegen und auch ein grosz hüpsches frawen- zimmer von fast schönen und trefflichen Jungfrauen Dütscher und auch Walen, und der [so] viel, als uf der zit kein könig oder fürst nit hat in 5 allen landen 1 . Auch ridte mit ir hinweg hertzog Georg von Baiern genant der riche hertzog, der ein hofmeister was der königin, mit vielen grafen und herren, der" was auch bi einem gantzen jar und mer zu Worms gewest, und reidte auch mit ir der burgermeister von Worms, der zit meister Reinhard, mit gen Speir und darnach auch mit gen [120] Füssen b zu dem könig 2 . 10 Item uf den dornstag warde Hamman Lispurger alter burgermeister in den bann getan und wurde angeschlagen an die tor, diewil die königin hinweg reidte, und tot in in den bann her Johann Balrich quartner des thumbstifts zu Worms, want im vorigen 1496 jar ein armer vor der Speier pforten gestochen warde, dasz man im das heilige öl gäbe, und warde vor 15 war gesagt, herr Johann Balrich alsus gestochen; den finge Hamman Lisz- purger morgens umb zehn uren 0 , als er usz dem [121] tore ginge in siner chorcappen, wan es im advent was; also procedirt der pfaff uf den burger- n*Not meister Hamman Liszpurger und darnach uf sontag nach omnium sanetorum warde der pfaff gehauen in den köpf und hend, nemblich den einen daumen 20 ab und etzlich mer finger. Do warde dem pfaffen der bann und geschähe im Newen satz vor der Speier pforten im 1496. 16. Aprii Item uf sontag jubilate starb herr Philips Rein artium magister, pfarrcr zu s. Lamprecht zu Worms, an den blättern, die monde frantzes d genant, und ward pfarrer herr [122] Michel Kircher vicarius zu s. Martin; der behielte »5 die pfarr nit ein wochen sondern permutirt mit einem altaristen von Altzei, hies meister Johann von Oppenheim Pellifex, der warde pfarrer. Item uf den sontag quamen gen Worms der ertzbischof Bcrtholdus zu Mentz und was wieder zur herberg in siner alten herberg zum Dyrolfe und was auch wieder zugerüst mit einem gange über die gass von einem hof 30 zum andern wie obstehet, und was der bischof selbst cantzler des königs und hat die cantzelei bei ime im Dyrolf wie fürhinne. a ) IIa. das. b ) Hg. Sassen. c ) Hg. Der Text ist gehr verderbt: uf den türmet finge H. L. den genanten herrn m. u. z. IL d ) Auch hier ergeheint der Text verderbt; ob nicht franzosen (Siphilig) zu legen igt? 35 * Die Königin war am 22. Mai 149, r > in Worms eingeritten s. o. p. 395. Der gute Wormser übertreibt die Pracht ihres Hofstaates bei weitem, denn bei Kraus, Max und Prüschenk p. 103 und 107 und bei Ghmel, Urkunden, Briefe und Aktenstücke zur Zeü Maximilians I, Stuttgart 1845 (Bml. des l. Vereins X) p. 68. 73. 78 ff. etc. lautet die Sache anders. Laut einem Brief vom 26. Aug. 1496 sollte die Auslösung der Königin 40 in Worms unter Verringerung ihres Hofstaates erfolgen, Ulmann l. c. I p. 439 Note 3. Die Königin musste am 5. April 1497 zu Worms dem Bath einen Schuldsclicin ausstellen, indem sie verspricht, nachdem ihr Herr und Gemahl und sie einige Zeit in ihrer und des h. Beichs Stadt Worms am Bhein Hof gehalten, da ihr die Stadt Geld ge- lielicn habe, dass diese Schuld in 3 Monaten bezahlt werden solle. Die Urkunden be- 45 siegeln 1, die Königin, 2. Georg, Pfalzgraf bei Bhein, 3. Martin, Herr zu Polheim, 4. Michel, Freiherr zu Wolkenstein, 5. Erhardt, Herr zu Polheim, ihre Bäthe, 6. Niclaus von Firmian, Hofmeister, Hauptmann an der Ftsch und Burggraf zu Tyrol und 7. Marquard von Breisach, Vogt zu Pregnitz. St.-A. W. nr. 611. or. mb. c. 7. sig. pend. laesis. 2 Ada Worm. I fol. 160. 1497. 407 [123] Item uf diese zit was abermals ein groszer königlicher tag zu Worms von der churfürsten botschaft auch von den andern fürsten bischoven apten friherren und frien und richsstätten und botschaften und hatten binahe alle tag rate und saszen alle bi einander zu rate uf dem Burgerhof wie ol>- stehet uf dem ersten groszen königlichen tag und gemeiner versammelung s des heiligen Römischen richs, und hiesz man die botschaften die Versammlungen des richs, und was uf dem königlichen tag zu Worms des Römischen königs rate wie hernach folgt: 1 [124] Des Römischen königs rate. Item graf Adolf von Nassaw herr zu Wiszbaden. io Der königin rate. Der churfürsten rate. Item der ertzbischof von Mentz selbst und persönlich. Item des bischofs von Trier rate. Item des bischofs von Colin rate. 15 Item des pfaltzgrafen Philipsen rate. Item des hertzogen Friedrich von Sachsen rate. Item des margrafen Hansen rate von Brandenburg. Der andern churfürsten bot/V;M/schaften und rate. Item hertzog Hansen von Baiern grafen zu Sponheim und Simmern rate, ao Item margraf Friedrichs von Brandenburg rate. Item hertzog Alexanders von Baiern grafe zu Veldentz rate. Item des hertzogs von Berge und Gülche rate. Der bischof und geistlichen herren rate und botschaften: Item des bischofs von Augsburg rate. 25 Item des bischofs von Worms rüte. Item des bischofs von Babenberg rate. [126] Item des Teutschen meisters rate. Der ept geschickten: Item der apt von Richenaw selbst in eigner person. ao Der fri- und richsstatt rate: Item die statt von Coline, Straszburg, Basel, Worms, Speir, Frankfurt, Nürnberg a , Augspurg. Auch haben viel fürsten geistliche und bischöf und richsstatt, die nit 111 diesem richstag und gemeine Versammlung gewest sein, dem mandat 35 e 'npfehl geben und getane, den die uf dem tag warent, gewalt geben, sie zu vertreten. Item uf montag nach corporis [126] Christi quame das kön. cammer- 29 .mo. gericht von Franckfurt wieder gen Worms und warde gehalten uf der newen M °ntz in der stuben, darin waren stuel und schranck gemacht, und die 4u a ) #«. Neuburg, aber s. Müller l. c. ,, A ' Ueber diesen Resistan s. Ulmann l. c. I p. 558 ff. bei Müller, Reichstags- weatrum II, U2 das Verzeichniss der Botschaften. Am 12. April schrieb der König ■»p Inspruck aus der Stadt Worms, das ir des rychs stenden, so vil der ytzo gern "'ormbs kommen sin, von unsern wogen ansaget, das sie von dannen nit ver- 45 y te a etc. Janssen, Frankfurter Reidiskorrcspondcm II p. 591 nr. 765. 408 Tagebuch des Reinhart Noltz. cantzlei was in der stuben genübcr dem gerichtshus 1 , und was cammcr- richter marggraf Jacob von Baden 2 , und was zur herberg in der Kemmerer- gassen im hof zur Blumen 3 . Item uf diese zit hat der bischof von Trier genant .Tobann, was ein 5 marggraf von Baden, ein groszen tag mit der statt Bopparten a vor [128] der Versammlung des richs hie zu Worms öffentlich uf dem Burgerhof umb etzlich irrung und spen zwischen ime schwebenden. Die Stadt Boppart was eine riche statt und hat ein ritter rat 4 und was verpfendt dem bischof und stift zu Trier etwan lang vor vier jaren von keisern und Beimischen königen; io doch hat dieser könig Maximilianus der statt Bopparten ire alt friheit gnad und gewonheit, so sie lange zit herbracht hatten, confirmirt und bestettigt nach gewonheit unverhindert der Verpfändung. Auch b so hat die kön. mayestat [129] der statt Bopparten etlich sonder friheit und gnaden geben, die schuffe der bischof von Trier, daz der könig der statt es revocirt, do er bi im was is zu Worms uf dem ersten gehaltenen königlichen tag. Auch sprach der bischof, es were sin grund eigen, diewil es im geliehen were zu besserung siner lehen. Also sprachen die von Boppart, sie gestunden ime die pfandschaft und betten ine vor iren pfandherrn und anders nit, wan ein kaiser und könig hett dem riche nicht hinweg zu geben, darumb hiesz er Augustus 20 und nit Diminutor. Daruf was dieser tag gehalten und in diesen 0 tagen [130] zog der bischoff mit macht vor die statt Bopparten und schickten viel fürsten dem bischof lüde zu pferd und zu fuesz wieder die statt, auch schriebe der könig dem bischof und stift nüst vorzunemen wider die statt und mant den bischof hart und bi groszen penen; auch geböte der könig den chur- 25 fürsten und andern fürsten dem bischof nit bistand zu tuen, desglichen d verbot die versammelung dieser zit zu Worms darumb gesessen auch dem bischof 0 und den fürsten nit wider die statt zu tuen sonder hülfe und bistand zu tuen. Auch reide der bischof von Mentz [131] und graf Adolf von Nassaw und von allen ständen des richs ein persone zu dem bischof von Trier und ao schickt der könig auch sin undermarschalck gen Boppart und steckt des richs paner uf in der statt Bopparten. Hälfe alles nit, niemandts macht den bischof von Trier abwegen, sonder er lag vor der statt mit gewalt, dasz sie l. Mi sich ime ergäbe und sines willens leben, und dait der könig und das gantze rieh nit mer dazu, want mit briefen und ward nit mere darus diszmals 5 . 35 a ) Ha. Bopparten und Rhyne gebürge. b ) Ha. doch. °) Ha. hangennen. d ) Ha. dergleichen. «) Ha. dieser z. W. auch d. b. u. d. f. d. gesessen. 1 Vom 24. April bis 2. Mai fanden die Vcrliandlungcn über die Verlegung des lleieliskammergerichts nach Worms statt. Der Beisitzer Dr. Pleninger machte auf die Unzutunlichkcit aufmerksam, man müsse das Urteil gegen die Stadt Worms vollstrecken, 40 mit Acht und Aberacht wider sie procediren; dann müsse das Kammergericht wieder verlegt werden. Darauf erwiderten die Wormser Räthe, dass die Saclie noch unentschieden beim König anhängig und, auf diesen Reiclmtag vertagt sei. Janssen l. C. p. 51)2 — 599. Ein Mcsumi dieser Verhandlungen in Acta Worm. I, fol. 159. Zulet.lt heisst es hier: Das geschach und ward nit destornynder gar schone zugericht auff 4. 1 ) der newen Muntz und von viel mentschen geriemet. 2 Jakob Markgraf von Baden, Probst zu S. Paulin bei Trier, 1500 Coadjutor von Trier, 1503 Erzbwchof, f 1511. * Ein Haus zur Blumen kommt schon 1366 vor, ÜB. II, 401, 21. * s. Koelhoffsnhe Ghronikp. 903: die stat van Boppard hadde ein ritterrait. B Ueber diese Vergewaltigung vgl. die Note 2 bei Ulmann l. c. I, 659. 1497. 409 Item uf diese zit machten burgcrmeistcr und rat und gantzc [132] gemeine burgerschaft zu Worms umb Petri und Pauli einen gang mit einander 29. Juni und versprachen sich zu häufe, also dasz ir keiner mer win wolt holen als" Dl denen, die dem rat nit dienstlich weren; des verschrieben sich auch alle zünft stede und vcst zu halten und versiegelten es mit irem zunftsiegel'. Dar- i gegen tet in der rat auch gnad an der Schätzung, und schanck der rat im Dimmerstein 2 und in einem keller neben der newen Möntz, want vorhinne schanckten die pfaffen win das gantzc jar, doch mit der alt maisz. Auch trie/i33/ben die pfaffen kaufmanschaft, dasz sie körn umb win gaben, und s 'ch nit lieszen genügen an dem win, der in wird von iren pfründen, also 10 dasz der statt viel abgieng an ir ungeld und pfortengelt, dasz sie also billig m einen vertrag und einigung mit einander giengen, want sie genötigt wurden zu v ermiden und zu verkommen b iren groszen schaden. Auch so was nie- Wands verboten win zu holen bi den pfaffen, auch den pfaffen nit verboten w, n zu schencken, sondern jederman was geneigt der einigung zu leben, als » otmjbea stat. Item uf die zit hat der bischof von Worms einen groszen tag mit der statt Worms vor der Versammlung des richs öffentlich uf dem Burgerhof umb irrung und spen, so sie mit einander hatten umb rade und gericht zu setzen un d umb den winschanck und änderst; doch ward uf diesmal nüsl usgericht, 20 an der winschanck warde angestellt uf Simon und Judae, daz man solt 2*. okt. u le stan und die einigung diese zit anstellen, dasz man win holt bi [135] en pfaffen bis Simon und Judae, doch dem rat und bürgern onabbrüchlichen n lrem vornemen; also wurde es in der zit gerächt, wole und gute; wurde aber nit gerächt, so möcht der rat und bürger wieder gan zu iren an- 25 genabenden vornemen mit dem winschanck one intrag und irrung menglichs. n d redt der bischof im selbst und der statt redt ein doctor usz dem cammer- gencht genant Dr. Engelender 0 , der hat auch vor der statt zu Antorf geredt. Item in diesem jare fleheten die pfaffen ire heltumb [136] im thumc , an dern stiften, und was die sage, das heiltum im thume were zu Oppen- 30 leim und darnach gen Meintz und das [in] s. Martin gen Henszheim d und le anderen stift heiltumb in andere ort, die mir zu der zit nit kündig Waren. Item die pfaffen füreten kein körn oder win in die statt Worms, son- er n bestunden und baueten hüser uszwendig der statt und taten 0 ir win 35 Ur UIi - IT ' S00 ' 3S - ' JJcbcr Verhandlungen auf dem IT V*l a y m Worms s. den nachstellenden Excurs und Janssen, Reichskorrespondenz 45 ' W5 *W. 776, p. 630. 410 Tagebuch des Reinhart Noltz. Excurs. Verhandlungen in Worms. Acta Warm. Ifol, 160. Demnach ward ein nemlicher tag gestellt auff mitwoch nach Margarethe (19. Juli). Da ersehyen mein gnediger herr von Wormbs mit etwo viel seiner domherren und andern von den stifften und nach viel artickeln seiner s clage, wie dann ein sunder auffzeichnisz davon ist, die im alle gar dapft'erlich redlich vernunft'tiglich verantwort wurden mit anzeige und darlegen der statt gerechtig- keit und freyheiten; das weret wole (i tage und geschach die verhorde mit offener thure und waren zu alienmalen so viel leuthe und so grosz gedrenge in der rat- stuben auft'dem rathove oder Burgerhof'e, das etlich so hart gedruckt, das sie io amechtig wurden, etlich blut spyhen, darzu ussen vor beiden thuren in der cantzley und hienyder im hove, das wunder und nye mer gesehen was, und warde die saeh des rats halber gar wol f'urgetragen, darob die geistlichen groszen verdriesz abber die burger und gemeinde des frolocken und freude hetten. Darauf folgte der Entwurf einer Rachtung fol. 160 b bis 170, welcher vom Math is Artikel für Artikel kritisirt wurde fol. 171 bis 181 b , wobei der Iiath sich in heftigen Klagen ergeht. 27. Juli Am donerstag nach Jacobi wurden die Käthe wieder vor den Erzbischof gefordert und sie ermahnt nachzugeben. Der Math antwortete schriftlich u. a. fol. 183 h : Unser trachten steet auch nit die geistlichen zu vertreyben sonder wie wir unser 20 kynder und nachkomen bey unserm vatterlandt und armut neben den geistlichen bleyben und die statt, die mit der zeit und syt infurung der ungeschickten vertrege für und für untz her au ff (bis allerniderst abgenommen, das sieh ytz unser gnediger herr die gar inzuziehen understanden hat etc., zu erretten und bey dem heiligen reich zu behalten. Der Reichst.agsausschuss für diese Angclegerilw.it bestand aus dem aR Erzbischof von Mainz, den Botschaften von Trier, Pfalz, Sachsen und Brandenburg, ferner von Saltzburg, Bamberg und Wirtzburg, drei von der weltlichen fürsten bot- schaften Brandenburg, Guleh und Hessen und drei von den stetton Coline, Augs- purg und Franckfurt. Der Erzbiscliof klagte über die Hartnäckigkeit beider Partheien. Der Biscliof, der wegen Krankheit nicht ausgehen konnte, drängte auf Ausführung ao der erlangten Urteile. Der Math lehnte den Vorwurf des Trotzes ab. Nu ist aller streyt dis artickels iimb ein oberkeit herlicheit und gerechtigkeit Komischer königlicher mt. des heiligen reichs und der statt und nit des stiffts, wiewole ungozweiffelt die alt erbar statt Wormbs ire stattrecht oberkeit freyheit und regiment gehabt und ein wesen für sich selbs gewesen ist, ee sie an das Komisch reich oder ee die :),*> regierung des Komischen reichs an Teutsche nacion komen auch zuvor und ee dann Cristenglaub und der stifft zu Wormbs gewesen, auch wie die statt Wormbs als ein frey gefurste statt mit tittel und wirden bey dem heiligen reich hc:-komen etc. Der Ausschuss des Reichstages machte hierauf neue Vorschläge fol. 18!) — 191, worauf der Math wieder ablehnend, antwortete, sie wollten nicht, dass der Bischof irgend etwas 40 mit der Besetzung des Bathes zu thun habe mit Hinweis auf die Geschichte der Stadt. Zuletzt bitten sie, man möge sie luiren, nichts übereilen. Fol. 194. Darauff schickten sich die geordenten mit weither und gruntlicher er- kundung und verfaszten solichs alles in schrifften und namen bey sich Privilegien, die alt cronic und was zur sache dienet und auff erforderung deten sie vor aller versame- 45 lung bericht mit darlegen Privilegien der alten cronic und ander schrifften etc. Dann folgt fol. 194'' ff', die Geschichtserzählung s. o. p. 203—213. Am Kopf dieser Erzählung ist eine Federzeichnung, eine Ansicht der Stadt Worms, über der Domkuppel schwebt der zweiköpfige Adler, links ein Schild mit dem Drachen, rechts das Wormser Stadtwappen (Schlüssel). Auf Grund dieser historischen Nachweise, dass die Bischöfe sich :,o gewaltsam in das Regiment der Stadt eingedrängt hätten, dass die Stadt vormals frei gewesen sei, bitten sie, dass man sie ihrer alten Freiheiten gemessen lasse. Fol. 215''. Nach einigen Tagen forderte der Erzbischof die Rathsverordneten vor und hielt Urnen drei Neuerungen vor, die der Roth gegen die Pfaffen gemacht hatte: nemlich der pfaffen weyn halben, den sie schenckten zum zapften, weren gepott 55 auszgangen, dieselben nit mer zu holen. So wero auff das körn, so die pfaffen verkauften ausz der statt auff ein malter gesetzt 2 ^ und von alter nit gewesen. So hett man etlich briefe angeslagen, darin allerhande gepott weren widder der pfaffen freyheit; da were ir der versamelung meynung solich newerung abzutbun, auff das sie in den andern stucken destobasz handeln mochten. go Darauf antwortete der Rath, es seien dies keine Neuerungen. Ucberdies liege dies in dir Kompetenz des lliithes. Was were uns nutz zu haben oberkeit herlielieil. der stette, so andere die nutzung, dadurch solich enthalten und gehandhabt sollton 1497. 411 werden, nemmen und hienziehen solten? unser widertheil mocht des wolc zukommen, sie hossen uns fechten umb oberkeit und deten - uns damit handlung, hüten uns auf, nistdostminder darneben nemen und zügen sie an sich alle nutzung, das ist uns unleydlich. Dann erbot sieh der Rath zu Recht vor dem König, dem Frzbisclwf, 'm Ff a ^ß ra f en un d Herzogen zu Sachsen, den Churfürsten, Herzog Jörg von Beyern, 5 Markgraf Friedrich von Brandenburg oder vor gemeiner Versammlung des Reichs oder vor den Reiclisstätten Cöln, Straszburg, Ulm und Nurenbcrg oder vor den Universitäten Cüln, Ingolstat, Boloni, Verräs und Senis. Der Frzbisclwf fuhr die Wormser an, er hätte ihnen befohlen die Neuerungen abzuthun, wenn sie ungehorsam seien, wolle er ihnen einen ungnädigen König schaffen. Auch andere wie Graf Adolf von 10 ■Nassau sprachen heftig auf die Wormser ein und warde ein ungestimmigkeit und auttrure in der stuben; eyner sagt das, der ander disz. Aber die rats geschickten leszen sich desz nit arrosz irren; dann sie sahen und marekten die zugegen waren mererteils pfeffisch. ., Fol. 221 ff. folgt die Antwort des Batlies. Ihnen gescliehe durch die Ff äffen an 15 iirem Wohlstand Abbruch. Dann war und zu bewisen ist, das noch innerhalb sechs V^2\ < ™ woynungelt der statt auft' drutausent gülden Reinisch ertragen hat, tregt uu heutigen tag dis jars nit neunhundert gülden. Ist das nit ein abgang und cnad, der uns und gemeiner stat billich zu hertzen geetV Nu müssen wir nit estmynder die statt an bu und wesen ... halten, auch wege und stege, wiewol 20 unser gnediger herr von Wormbs die zolle, darauff solichs gewidemet ist, hynnimpt und wir die beschwerung tragen; dabey so müssen wir gulten und renten bezalen, enen so wir schuldig darfur unser leib und guter versehriben sein; so haben wir uereklichon und schweren costen gehabt mit der königlichen mt. fursten und erren etc. Wo von sollen wir solichs nemen, sollen wir nu die ungelt und int'el 25 m statt lassen abgeen und hienziehen? wer will dann bezalung thun? soll man ' I dje arme gemeinde beschwerung legen? die sin sust so vast beschwert ausz- fe nelligt und verschuldt durch f'urstrecken der kgl. mt.... Sollen wir dann schulden alben versitzen, als zu zeyten gescheen ist, so ist die statt gar verdorben. , ■* °t- 225' J . Auf Begehren des Königs wurde der Reichstag nach Freiburg verlegt, so , • j SS nur no °h wenige Botschaften in 'Worms blieben und diese machten einen Ab- nea zu des Bisclwfs und der Pfaffen Vortheil. Doch wusste der Rath schliesslich einiges abzuändern. die ■pf*^'. 226b ^** 2as '' f < ^0 t d ßr Abschied Worms 27. Aug. 1407 l . Der Bischof und t, e .* faflheit sollen bis zum 28. Okt. stillstelien, der Rath soll die 3 Neuerungen abthun. 35 euie Partheien sollen am 12. Okt. zu Freiburq vor dem König und der Reichsvcr- «mmhmg erscheinen. Acta Wormat. IT. Band fol. 1. Der Rath schickte eine Botschaft auf den an- Ad n ^ a 9 n ) Hs. den. 2 js. ' Ueber den Reichstag zu Worms vgl Ulmann l. c. I. 623 und u. Excurs. 40 1 j! e -Acta Worm. s. u. Excurs nennen zwei von Saasenheym, Jörg und Hermann. p r% ne ^st in den Acta Fergenhans. * Ende Januar s. Ulmann l. c. I von Morneujeq l. c. p. 203 Note 86. s J>as ist ungenau. Der König war 1 sL.7?" Ws ä8 - Vez. 1498 in Köln, dann wieder vom 28. März Us 1. April 1499, 414 Tagebuch des Reinhart Noltz. also wo], als aucli vorhin zu Worms. Doch ward zu Worms gehandelt zwischen dem pfaltzgrafen und der statt und stift zu Wissenburg und zwischen den Schwitzern und der statt S. Gallen l und zwischen dem bischof und pfaffen und der statt Worms, aber der dru Sachen warde kein usgeracht oder 5 vertragen und plieben aber alsus ston. Excurs zum Jahre 1498. S.Jan. Fol. 13'' ff. Vom Pfalzgrafen, war auf Montag nach Frhardi ein Tag angesetzt loorden, wozu der Ruth Dr. Jacob, advocat, her Hamman Liesperg, meinster Reinhart Noltz, Hans Marckart und Adam statschreybor abordnete. Die Bäthe des 10 Churfürsten Dr. Jacob Kuhorn cantzler und herr Hans von Drait marschalck unterhandelten freundlich mit den Wormsern. Aber an der Hartnäckigkeit des Bisehofs scheiterte ein Vergleich. Die Wormser scheuten sich abznlwechen und nahmen ein Bedenken, worauf der Churfürst 14 Tage weiter verhandelte von morgen bisz in die nacht, das über die masz was. Schliesslich kam durch den Bischof eine Alyrede zu 15 Stande, über welche man sich in 8 Tagen entscheiden sollte. Aber die pfaffen slugen es abe, darob der fürst und die rethe grossen Unwillen entpfingen. Der König hatte am 5. Januar 1498 den Wormsern ein Mandat zugeschickt, das ir /.wuschen dato disz brieffs und dem sontag Irtan' zu halbi'astcn sehirst keunfftig mit ewerm furnemmen und Ordnungen des weinsebancks auch den gebotten der 20 zweyer pfening auf das getreyd gesatzt und der geistlichen erb und hewser halben gethan, in rue steen und der nit gebraucht etc. Auch sollten sie auf freitag 2. Febr. s. Appollonien tag vor der Reichsversammlung in Freilnirg ersclteinen (fol. 15 f.) s . Der Bath schickte den Stadtschreiber zum König in Innsbruck. Des pfaltzgraven vleysz gefiele dein konige und den fursten wole. Ks was auch gar ein gut newe ordenung 25 am kgl. hove furgonommen, also dasz der konig gar eyn atatHchen rait besetzt hett mit fursten und herren in merglicher zale. Der Stadtschreiber empfahl dem Bathe eine Appellation an die Reichaversammlung zu richten, was der Bath that, darab die versamelung nit klein vei-driesz betten und schickten dem konig dieselb appellacion zu und schriben dabey aber nit dem rate und gemeyner statt zu gut 30 sunder mit etwas verklagen, als ob der rait die kgl. mandat und die versamelung verachtet, als des rats geschickten des nachmals innen wurden. Der Pfalzgraf schrieb das Scheitern seiner Verltandlungen dem Bathe zu. Fol. 19 bis 29 folgt dann die Abrede des Churfürsten und fol. 29 b bis 38 die Appellation, ausgestellt von den Notarien Philipp Lang, unterstattschroiber zu Worms, und Valen- 35 tinus Momenson von Speyr, ein cleric, Worms den 23. Januar 1498 (das Original liegt im Archiv nr. 013) in Gegenwart der ersamen hochgelerten und weysen hern Jörg Braun burgormeister, hern Jacob von Mossenheym beyder rechten doctor, advocat, Hamman Liesperg, Reinhart Noltz, alle des rats, und Adam stattschreyber zuWormbs. Sie beweisen, dass die angeblichen drei neuen Statute seit mehr als 40 100 Jahren üblich gewesen wären. Trotzdem der Streit beim König anhängig sei, hätte die Pfafflieit am '22. Januar die Stadt vor dem Reichskammergericht belangt. Sie bitten das beschwerliche kgl. Mandat wieder abzuthun und die Staat bei itiren alten Freiheiten zu lassen. 13.Febr. Die Reichsversammlung zeigte darauf dem Rathe s. d. oritag nach s. Scolasticen 45 tag 1498 an, dass sie die Appellation dem Koni/) übermittelt hätte und am critag nach i.x Marx dem sontag reminiscere überschicken sie den kgl. Befehl ausgestellt zu Ynnsprugk um ss.Febr. escherigen mitwoch, wonach der König der Tteichsversammlung befiehlt, die beiden Partheien, ungeachtet d,cr Appellation,, zum Stillstand zu bewegen, dass sie die Ankunft des Königs in Freiburg erwarten sollten. Am 12. März erliess der König ein zorniges r,o Schreiben, worin er ihre Appellation hart tadelt und sie ermahnt, seinem Gebote gemäss 2 5. Man die Neuerungen abzustellen und auf sontag letare in Freiburg zu erscheinen, sonst sie in die angedrohte Fön von SO Mark Golds verfallen seien*. 1 Thatsächlich ist die St. Galler Angclegenlieit vom König selbst in Innslrruck am 9. Sept. 1497 erledigt worden s. J. Dierauer, Geschichte der Schweizerischen /'/"'- genossensclmft, Gotha. ' 1892. II, 32t). 2 Das Original im St.-A. W. Band nr. 1921. 3 Original im St.-A. W. Band, nr. 1921. 19. März 1498. 415 W -j ^ er ^ af ^schreibcr hatte zu Innsbruck gar gnädige Audienz, ritt dann nach ■Heidelberg und erstattete dem Churfürsten Bericht,- wie die kgl. mt. ob seiner gnaden verhandelung besunder wolgefallen bett. Hier überreichte der Stadtschreiber dem ■Bischof das kgl, Mandat, darzu der bischoff nit wole sähe und name es doch an. Der König benachrichtigte die Bcichsrersammlung von der Verhandhing des Pfalzgrafen, r> ">it dem Befehl denselben zum Tage in Freiburg'einzuladen, und ebenfalls dem Kammcr- f/ericht davon Meldung zu thun. Fol. 44 b . Disz vorgeschriben schreyben an die versamelung uberschickt der statschreyber der versamelung von Eszlingcn ausz mit einem eigen botten geyn *reyburg d cr statt potschafft doctor Jacoben etc., der uberantwort die schrift't furder- 10 Jl ch; darab etlich in der versamelung nit wolgefallen entpfingen. Da die Sache *?"' Betare vertagt worden war, gingen Bamman Biesperg und Marckart mit dem ntadtschreiber heim, während Dr. Jacob in Freiburg blieb. Domherr Johannes von Datstat, Bevollmächtigter des Bischofs von Worms, erliess nun, erzürnt über das f.-f, Mandat, eine Supplikation, worin er der Stadt vorwirft, sie sei Schuld, und er u Wtet die Beichsversammlung den Bischof sein Hecht beim Beichskammergericht verfolgen zu lassen, (fol, 46—47.) Fol. 47 b bis 49. Mandat des Königs Ynsprugk am montag nach dem sontag "cuh j n ,j er vas t en an „ij e Stadt Worms, dass die kgl. Majestät mit Wohlgefallen von (en Bestrebungen des Pfalzgrafen, die Streitsache beizulegen, vernommen habe; er 20 /»raerf nun fa Paßfreien und den Pfalzgrafen zu sich nach Freiburg. Dr. Jacob versandte dem Bath eine Kopie der Supplikation des Hatstat, worauf der Bath sie ein Kömg verschlossen zuschickte und deten das darumb, dweyl der pfaff so grop Od ungeschickt was. Das Schreiben des Baths an den König ist datirt freitag nach r>. Jan. •yunicisionis; darin beschwert sich der Bath über die Feindschaft der Pf'affheit, die 2s Päpstlichem Bann drohen, auch ihre Früchte und Weine nicht in die Stadt bringen n> n m an ^ ere Flecken, auch die heiligthunib und kirchengezierde, das doch I } v e yp? e n sunder zu der ere gottes und zu erwecken andacht des gemeynen CJts von almusen durch unser vorfordern und ander Cristenmentschen erzewget na verordent ist, ausz unser statt geflohet, die kirchen beraubt, andacht der so ",. 11( '.ynde zurstort und mer ander Unglauben smach und stüpfung unser eren und s'unpfs so viel an inen uns auffdrechen etc. • 7 , -Am fritag nach judica erliess der Bath ein Schreiben an die Beichsversammlung s. April ,; l. Under des hetten der bisehoff und pf'affheit 3.'> . c , °y n botschafft zum konig geschickt, die was dem statschreyber im ausser kwl k p gegnet im gepirge, der was wider gein Freyburg kommen und bett der di ' v ' e ^ unWill 'hafftiger clage f'urbraeht und darauff gar eyn siecht schrift't an »ersamlung bracht in den sachen zu handeln, wie sie ducht gut sein etc. , Fol. 53 bis 67. Mandat des Königs an die Stadt Worms, Freyburg im Breyszgaw 40 Auff 1 a l )r ''' s ' worin er 'ihnen bei Busse von 100 Mark lotigen Goldes befehlt, bis zum n y "jwtstag mit den Neuerungen gegen die Pf'affheit stillzustehen und binnen 12 Tagen e ,.;, C \, eu >' rn nlwortung dieser Schrift eich in Freiburg zu verantworten''. Dieses Mandat nfi ^' er Rath am sontag misericordia, darab der rat nit wenig beswerung ent- äa.AprU 'lo'-'k'f Uru ' Wim ' n doch unerschrocken, dann man vertrost sich der kgl. mt., die war 4, r > der 7. * Snedig. Die Beichsrersammlung war aber gegen die Stadt erbittert, worauf den v l am roitwoch nach misericordia sich gegenüber der Beichsversammlung gegen l T y orwurf des Ungehorsams verwahrte und bat: uns armen gnedigs mitleyden (zu) ra't^ en 'i ~^*' er das nutzte nichts, vielmehr waren die Bäthc in Freiburg willig dem i),. U r n(1 K e »'eyner statt eyn kappen zu schrotten und schände anzulegen Worauf n ' "'. ac ob von Mossenheym nochmals eine Eingabt an die versammelten Bäthc machte, min] °' m ' ; !l em 'f><' n — zu stewre und verdringen und verderben die armen gemeinde, auch den gemeynen nutz, haben m kurtzen jaren ob 500 fuder jerlicher weyn gulten gefeil und gewechs an sich Wir haben angezeigt... das die pfaffheit zu gemeinen jaren 1200 fuder weins und darob jerlich inkommens, die hetten sie alle nach laut der fiirgeslagen mittel zu verschencken. Nu geben wir das für ein mittel, das alle gemeynde der statt Worms 1800 fuder weyns zu verschencken hetten und alszdann die pfaffheit weyn sehencken nach irem gefallen und alle gemeynde obberstunde weyn zum zapffen 25 zu schencken, wie gleich ist 0 oder acht tausent gegen 50 oder 40, sollt nu eyn arme gemeinde alle bürden und last tragen der statt mit hätten, wachen, statt we ge und stege in bawe zu halten, dem heiigen reich dienen und ander bürgerlich oeswerde und die geistlichen solichs alles frey sein...? . Fol. 170—172 Supplication des Baths an den König, sie könnten die Artikel so n wht annehmen, wollten das Recht anbieten. Fol. 173. In denselben tagen was dem konig potschafft kommen, wie die V ^ sen weren mit heres krafft in Obberburgundi und genommen slosz und «ett; da manet der konig die landtschafft auff im Elsasz Sunckaw Breyszgow etc. und wolt der konig hienweg reyten; da deten sich die geschickten zu dem konig 35 und auff sambstag nach Bartholomei, als der konig umb (i ure gessen hett, waren 25. Aug. " le geschickten da und als der konig vom essen auffstande giengen sie hien zu und S" a l n fur den konig. Der Stadtsclireiber betonte nochmals eindrücklich, dass wenn ™ e . stadt den Vertragsentwurf annehmen müsse, sie für das Reich verloren sei. Man ™J0e sie auf den Abscheid von Speyer verpflichten, den der Bischof von Worms unter- 40 enrieben habe. Der König möge ihnen Richter geben, doch keinen pfaffen, dann ™t gewynnen keins vor denselben. Darauff sagt der konig: „Wo ist des bischoffs von Wormbs hantschrifft?" Antwort der stattschreyber: „in der Romischen cantzley ", bischoffs von Meyntz." Sagt der konig: „Mocht ir das camergericht leyden?-' «f w stattschreyber: „Da sint mererteyls pfaft'en." Sagt der konig: „Sint auch 45 Dianen da?" Antwort: „ja mererteyls." Sagt der konig: „Ich verstee ewer mey- "ung W0 ] ) ich will es bedenckeni k omm en über zwo stund widder." Dieselbe zeit kanteten die geschickten vor der camer und legt sich der konig nyder Blatten, ^ncier des kamen so viel hauptleute der reyssigen und fuszknecht, mit denen der ?° n ?g zu schaffen hett. .. das des raits geschickten in rait funden auff die zeit den 50 B„ lg n , lt anzusuchen weiter auff das male. Also sasz der konig auft und ritt gern , re ysach und sagt man, er wurde in zweyen tagen widderkommen. Darauf! harreten "W geschickten bisz an dinstag. Da ritt der stattschreyber nach mit eyner suph- 2*. Amg. seht?' F ° l 174-176 folgt die Supplikation, worin sie den König bitten, zu ver- '"'äffen, dass sie des Bischofs von Worms Einwendungen erfahren könnten, dann 55 tnst zu Wormbs hat sein gnad ettlich schrifft selbs verlesen seins gefallens und mWo lm behalten ' die wir also im fluge nit fassen noch glauben darauff stellen dem r Und alsz der konig das nachtmal asse, was der stattschreyber auch da vor ii tisch umb zu manen an eyn antwort eyns abscheits; in demselben under dem 60 gJS"»'s es nacht was, kamen etlich der kgl. mt. rethe, mit denen was her Hans hinl danien geritten und als der konig vom tisch auffgestanden, drang Hatstatt ey u nd übergab dem konig eyn missive von der versamblung, die name der 27* 420 Tagebuch des Reinhart Noltz. konig. Des abents hielt der konig rait bisz nach eylft'en in mitternacht abzufertigen das kriegsvolck widder die Frantzosen. Abber in der Wormsser sach warde nit gehandelt. Enniordes f'ru schickt sich der stattschreyber für des konigs camer, der slieft 5 lang und als der konig nach der newndten stunde zu kirchen geen wollt und zur camer ausz, drade der stattschreyber für ine. Der Stadtschreiber bat nochmals der Stadt einen Bechtstag zu setzen. In demselben ginge der konig für und der stattschreyber neben und sagt der konig: „Ich verstee, es sey nicht an der boteidigung zu Speyre, der bischoff will des nit thun, ich werd auch berieht, das ir die abredde 10 von erst abgeslagen haben." Das verneinte der Stadtschreiber und bat wiederum um das Hecht. Nach mannigfaltiger Hin- und Wiederrede sagte der König, er wolle dem Herzog Friedrich und den Bäthen schreiben. Auf Dienstag icaren Hamman Liesperg und Philips Wolff r,or den Ausschuss geladen, wo ihnen Graf Adolf von Nassau im Auftraq des Königs mittheilte, sie sollten den Vertrag annehmen, ja oder nein! Die 15 Gesandten lehnten ab, sie Mitten hierzu keinen Befehl. Der König kam nach Freiburg zurück und die Bathsboten bearbeiteten ihn wieder, ohne etwas auszurichten. Sie wurden raits dem konig widder nachzuschicken und rüsten sich abzuziehen und 7. Sept. zogen herr Hainman Liesperg mit den andern anhoym auf freytag vor nativitatis Marie . . . und ritt der stattschreyber dem konig nach und käme zum konig zu Ensz- 12. Sept. 20 heym im Elsasz auff mentag darnach zu mittage und gleich alsz balde der statt- schreyber geyn Knszheym iimb mittagszeit kommen und abgestanden was, ginge 61 zu hofe und da was das hoffgesinde in aufrustung, dann der konig wolt auszreyten zu eyner kirchen autf eyn halbe meyle von der statt. Also sasz der stattschreyber wider auff und ritt mit und alszbald vor der statt käme er zu dem konig und rett 25 mit im von dem absebeit zu Freyburg, indem er nochmals das Becht anrief. Der König sagte, er wolle den Handel dem Pfalzgrafen zu rechtlicher Verhör und Austrug übergeben,. Aber er liett wol mögen lcyden, das wir die mittel zu Freyburg netten angenommen, so wollt er wole undor dem hütel dannocht darunder gehandelt haben mit dem bischoff, der were nu sein hoffgesinde worden und must im weyther 30 verfolgen dann vor. Darauff sagt der stattschreyber, die mittel weren gar nit an- zunemen, so were auch dem bischoff noch der pfaffheit nit zu getrawen. Also beschide der konig den stattschreyber, er sollt daran manen zu hofe, so er wieder hien ine keine. Damit schiele der stattschriber abo und ritt wider in die statt und dete sich zu hofe bey etlich grauen und ander gut gonder. Den gefiele die 35 sach wole. 13. Sept. Des andern tags erhub sich der konig, ritt furthor auff Mompclgart, da zohe viel volcks zu und ritt der stattschreyber abber nach; zu Mompelgart hilt der stattschreyber vleyszlich an, auch durch furdernusz des hertzogen von Sachsen, churfursten. Aber der bischoff hett sein procuratores auch am hofe bestellt, die 40 hillten widder, also das der konig nach zweyen tagen abber auffbrach in Obber Burgundien zu reyten und ritt ylends bisz zu Dissun. Der stattschreyber ritt aber nach und daselbst käme er widder zum konig; da was der konig gewendet von seiner meinung und sagt, im fugt nit anders darinn zu handeln wider die Versammlung der stende des reichs... Der Stadtschreiber bemühte sich den König um- 45 zustimmen, es wollt aber in beysein der rethe, die mererteyls des bischoffs parthey waren, keyn ander antwort gefallen. Dos was der stattschreyber betrübt und satzt im für nit abzulassen sonder dem hofe anzuhangen und leuger zu arbeitten, wie- wole es im vast sorglich und unrugig was, dann wo man hien käme, was das landt verderbt und keyn speyso noch futer anzukommen und zohe viel krieg volcks zu 50 in Burgundi zu dinst dem Römischen konig widder Franckenreich. Und enmordes erhub sich der konig umb mittage; da ritt der stattschreyber abber mit und alszbald man herausz in das feit käme ein grosser regen und schickt sich ein yeder zu seynetn vorteyl vor dem regen zu bewaren so viel er mocht. Da ritt der stattschreyber neben den konig mit blossem haupt alsz billich was und reddet abber 55 mit dem konig. Da wollt der konig, das der stattschreyber seinen hut auffsetzet für den regen, das geschach und erlangt soviel, das der konig williget und sagt, die sach sollt also in gutem rügen bisz autf sein zukunft widder in Teutsch lande, sollt man widder manen. Des was der stattschreyber fro, name also seinen abscheit im felde und ritt abe widder heymwerts. Underwegen käme er zu einem graven (in der kgl. int. rethe cynem, der bey der verhandelang im Nyderlando gewesen, der was eyn guter gonder der statt und berumet grosser erberkeit und hett mittleyden der statt halben; der saget dem stattschreyber alle practic, wie der bischoff die sach zugericht hett... und das man sich nit sollt lassen drucken, sunder autf 1498. 421 das rocht dringen, dieselbe verhandolung und urteil abzutreyben etc. Des was der stattschreyber f'ro und ritt heym. Fol. 183. Maximilian theilt am pfintztag nach s. Egidientag der Stadt Worms r,. Sept. die vorgeschlagenen Mittel mit, mit dem Befehl, sich innert 4 Wochen über die Annahme zu entscheiden, im andern Fall würde das Urtheil von Antwerpen in Kraß 5 treten. Fol. 184—188 folgen die Mittel, d. h. der Entwurf einer Bachtung, welche mit dem oben erwähnten Vorschlag übereinstimmt. Fol. 188<>. Maximilian befiehlt am 5. Sept. dem Roth bei Strafe von 100 Mark <*olds die Mittel anzunehmen und die Neuerungen abzustellen. 10 Der Rath beschloss sie nicht anzunehmen und zu appelliren. Fol. 200—216 folgt me Appellation, ausgestellt am 8. Sept. in der gewonlichen ratstuben aurt' dem rat- nawse durch die Notarien Philippus Lang von Garttach under Lynburg und Valen- tinua Momenson von Speyr, ein clericker, mit Berufung auf die uralte Freilieit der Stadt Worms. 15 Fol. 217: Es ward auch geratslagt der gemeinde solichs furzuhalten und ging man von zunfften zu zunfften und läse der gemeinde die mittel, die hetten auch gar kein gefallen daran; man sagt inen auch, wie von sollichen appelliert und die i'othe willens weren die kgl. mt. weither anzusuchen; das gefiele der gemeind wole "nd sagten, man sollt sich in die were stellen, sie wollten leybe und gut zum ao ra te setzen. _. , Die Appellation wurde sowohl der Reichsversammhmg in Freiburg als dem König in Burgund zugestellt, mit Begleitschreiben datirt vom 27. und 28. Sept. Fol. 221. Es was auch zu Ereyburg beslossen eynen andern reichstag zu halten wider zu Wonnbs und waren etlich verordent zu einem ausschusz, dieselben zu 2.'. Worms ersehynen auff s. Michels tag nehst darnach, das ward also auszgeschriben. -j:>. s,- t i. Kurz darauf erschien vor dem Roth der Hofmeister des Bischofs von Worms Wcrnher ff m Jungen mit der Mittheilung, sein Herr sei vom König zum Anwalt am Reichstag "*«»• bestellt worden, weshalb er für ihn um Geleite bäte. Das sagte ihm, der Rath «'■' Anwalt des Königs zu, nicht aber als Bischof von Worms. 30 , . Fol. 223. Da rüget die sach bisz das nach eyner bericht zwuschen beiden Konigen der Romisch konig durch Burgundi in Nyderlandt und darnach den Eeyn gerauft zohe alles desselben wynters und als der rate vername, das der konig bisz g ß in Collo kommen was, schickt man ein pottschafft entgegen, nemlich den statt- senreyber und eyn iungen des rata Jörg Mettenhemmer, die ritten bisz gein Boparten, 35 " a kamen inen etlich des konigs hoffgesinde entgegen, sagten, der konig zuge y'ends den Ryne herauff, were die nacht zu Cobelentz gelegen und wider ausz auff We .gen, dieselb nacht zu Wesel zu ligen. Also ritten die geschickten widderumb gein Wesel und beiten des konigs. Vor solichem und dweilo der konig in Hoch Burgundi gewesen was widder 40 j 1!1 ) königlicher tag auszgeschriben in die statt Wormbs auff Michaelis anno 98. 39. Sipt. ahien kamen der kgl. mt. anwolde, nemlich der bischoff von Wormbs, herr Jörg °n Kassenheym ritter und doctor Eergenhans, der was ein thumherr zu Wormbs. Auch ersehynen etlicher fürsten prelaten und stett potschafften und hett der bischoff ■ober practiciret, das der versamlung, so viel da waren, geschriben ward, mit denen U ^°n Wormbs zu handeln und demselben noch auff dinstag nach Lucie 98» wurden is.Dex. ° Ur gcrmeistcr und rat erfordert für die selben der kgl. mt. anwolde und potschafften " .* «ende des reichs und damit gesagt, sie sollten die gantz gemeinde besamein ">" wen der kgl. tut. befclch zu redden und handeln. Abber es goschach mt und ^rschyne der rat alleyn zu hören, wes mit inen gerett wollt werden. Als abber .10 le versamblung sähe und vernamo, das die gemeinde nit versamelt was, hetten fni °J n mis ''-lallon darab und Hessen verlesen ein credentz, wie hernach volgt he f - ? flbei1 ™ Wachtendum 2. Dez. 1498. Daraufforderte Hermann von Sassen- _«>'* aen Rath auf, die Gemeinde zu versammeln, was der Rath als ungebräuchlich "'f hn l e mit ausführlicher Motivirung fol. 22ö b —230. Er sprach die Vermuthung aus, 55 A, f hal)c «» darauf abgesehen, Zimctracht zwischen Rath und Gemeinde zu säen. JJjr Mittwoch darnach 'kamen die kgl Anwälte wieder auf den Bürgerhof und Jörg Wrl j senhe y»i berief sich auf den 'Befehl des Königs, dass die Gemeinde einberufen foi samelung nichts endliches in der sachen uf das mal handelte, sonder die schieden on ende weg gen Colin. 3. März Item uf den samstag nach reminiscere was der zweit tag im mertz, affigirten burgermeister und rat ein mandat an alle kirchen, nemlich Schriften, dasz forter niemandts kein win schancken solt, er were geistlich oder weltlich, so er neme dann [146] ein bannerzeichen bi denen ungeltern im melstüblin ») II>. ein. b ) IIs. Ingelender, s. aber o. p. 409, 28. 1499. 423 und wurden die winungeltner in das melstüblin gesetzt uf denselbigen tag und namen die pfaffen das mandat nit an und sagten, sie wolten schlechts kein bander bi den ungeltern holen und hielten die stift viel convocationes des mandats halben; wie es mitgehen wurd, findest du hieunten geschrieben. Und warde uf dieselbe zit fast uf die gemeinde gesehen des wins halber, dasz 5 keiner dorft win holen bi denen geistlichen mer; wer aber win holte bi inen, der must [147] uf den nehsten sontag darnach uf die muntrichtery l und name man im ab 1 «. heller. Also wurden viel gestraft nemlich einer hiesz Georg Kaer, wurde in thorn gelegt des winschancks halben und umb» derglichen wort halben, so er geschrieben hat, und warde hernach auch usz b der statt vertrieben. 10 Item uf sontag quasimodogeniti quame in der nacht botschaft, wie die kön. mayestat zu Mentz were und als 0 unsere herren von rat und bischof und 1. April pfaffheit ein gespräch miteinander hatten, wurde vom rat gen Mentz gesant der burgermeister Wolff, [148] Hammann Liszpurger, Henchin Steffen, Georg Brun, Hans Eberbecher, Niclas Nüvergalt d , Peter Scherer zur Heppen, Peter l5 Schreiber und etwan viel von der gemeinden, und als sie gen Mentz quamen, da verhört sie der könig gegen dem bischof und als sie verhört wurden, da sprachen die rät ein bescheid, nemlich dasz die von Worms solten den bischof restituiren, und wan das geschehe, so wolt der könig den bischof hernach zu recht halten umb alles, was die von Worms im zu sprechen 2» hetten. Darnieder die gesandten vom [149] rat fast redten und arbeiten und sprachen, es were in nit zu tuen und were stürlicheit 0 der statt und mit v iel andern Worten; es möcht aber nit helfen, die rät wollen es alsus gemacht haben und sagten die gesandten vom rat, der könig nit beim spruch were gewest, und was der spruch uf die meinung, wie zu Friburg ein ergangen, 25 Was im vorigen 1498 jare, wie obstehet. Item uf samstag nach quasimodogeniti quam Dr. Pleninger f , etwan ein v icarius des bischofs und thumbherr, Adalarius [150] Schenck, Schauenburger, it.April thumbherren und Erlewin notarius des bischofs uf die new Möntz und antworten dem burgermeister Wolffen zwei mandata 2 uf den bescheid zu Mentz 30 er gangen, das ein" lutet, dasz man den bischof wieder in solt setzen, burgermeister rat und gericht zu besetzen, das ander, dasz man die fenlin am winschanck auch abe tun solt und der gemein erlaube, win bi den pfaffen zu holen und ander artieul viel, wie du klärlich bi einem rat findest beschrieben. Und hielte das mandat, dasz burgermeister [151] und rat in as 6 tagen antwort solt geben; wie die gefallen\ findest du hernach. Gott , a ) ~~m. und dergl. b) Hs. zu. •) Hs 0*. d ) Hs NUner galt «. ober 0. p. 379, 13. «) So die Hs. f ) Hs. Bleiniger, doch s. Acta Worm. II M. 255l>. g) Hs. man. >') Hs. gefalen wort. . • Eidbucli fol. 35o. Anno domini [14184 haben unser herren alt und nuwe 40 r ?te ubbirkommen, das man nufurter mer alle sonntago nach mittag uft der mont- " c htery „itzen soll, nemlich eynor usz den nunen des alten rate und iwenjw den *?- den eltisten und jüngsten und darzu ein vierer und soll es also umbgeen und uieselben montrichter eyn gantz jar blyben und ir ziele Martini an und uszgene und ^"en richten nach uszwysung des montrichter buchs. Am Rande: Ist geändert. tt ^. heller brot, und wurden [155] dar- 30 nach kurtz alle tag geschlagen '. Und erschracken die pfaffen fast sere, do alle menschen hämisch antaten, und sorgten viellicht, es wurde über sie gehen. Auch was uf den tag der bischof alhie zu Worms und als man sagt graf Adolf von Nassaw; und was der bischof fast erschrocken, als man sagt, dann er forcht, dasz in die bürger würden insetzen mit kolben, und musten die Juden das brot bezalen. Auch hat man die boiszen aus der alten Möntz 35 gezogen, hie und da in die gassen. 15. Apru Item uf montag darnach was ein herren gebott und hielt [156] man der gemein für in allen zünften, ob sie dem mandat leben wolten; warde in einer zunft geantwortet als in der andern, ee wolten sie lib und gut verlieren ee sie dem bischof schweren wolten und wieder insetzen. 40 a ) IIa. Bleiniger, doch s. Acta Worm. II fol. 255*. b ) IIa. verstickhen, s. aber Acta II fol. 250 b . <=) IIa. stan. '1) Jla. am. «) IIa. Pfaffenheim. 1 s. u. Excurs. Ueber den Schweizer- oder Schivabenkrieg s. Ulimann l. c. I. Kapitel V, dessen Darstellung durch Dicrauer, Geschichte der Schweiz. FAägenosscn- schaft II Kap. IV ergänzt ivird. 1499. 425 Item darnach uf mitwoch quamen vor rat die commissarii der kön. n.ApHi mayestat nemlich herr Herman von Sassenheim", der probst von Stocknarten und einer von Saltzburg nemlich Dr. llsunck, des bischofs daselbst gesandter, und begerten, dasz man solt den bischof wieder insetzen nach lut des mandats uf samstag darvor [157] von den capitulen im thume überant- s wort. Auch brachten die commissarii ein credentz von der kön. mayestat, dieselbe was geschrieben am montag nach quasimodogcniti ' und wurde s.Apni darnach erst am mitwoch der rat bi der kön. mayestat verhört, demnach die credenz nit fast ufrichtig was und das mandat dazu auch geschrieben uf denselbigen montag b , und begerten die commissarii, dasz uf denselben mon- 10 ta g ein rat queme uf des bischofs sal und brechten mit in 24 man verzeichnet in einem zettele, so wolten sie etzlich ustun und den bischof wieder [168] insetzen, wie von alter herkommen wäre; daruf der rat geantwortet, sie möchten oder kunten den bischof nit wieder insetzen, dasz sie mit dem w ege still stunden, dan ein rat es nit geliden kunt, und sie inen selbs dem 15 rat und pfaffheit für ufrur weren, want burgermeister und rat alsus in den nendel gerüst hetten und noch in steter rüstung weren, dem also zu begegnen, dasz sie sehen solten, dasz es eiin Q rat nit zu liden were noch zu aulten. Und wie der rat ein antwort hat geben, so stunden die ge/"/50ymeinde auch uf, nemlich die hundert man und Zunftmeister und gaben auch der- 20 glichen antwort und fast mit einem ernstlichen angesicht, und redt der gemein und den hundert Philips gerichtsschrieber, was etwan ein thörner gewest im thumbstift. Und wie die antwort lut, so gäbe der rat denen comnnssariis ein copei, dasz sie weder minner oder mer vorbracht dan wie le c °pei lut in ir selbst, und des wolt ein rat auch der kön. mayestat eine u otschaft schicken und der antwort auch eine copei. Do giengen die commis/ieoysarii zu rat und gaben dem rat und gemeine disz antwort: Sie etten ir ernstlich antwort gehört und hetten auch die rüstung wol gesehen, ere ir befelh nit von der kön. mayestat ein ufrur oder uflauf zu machen "id wolten es uf diese zit dabi lassen pliben und der kön. mayestat lassen H «ringen, w i e e i n ra t und gemeine inen geantwortet hett. Und namen amit die copei der antwort. und wolten uf diszmal nichts handien und aren viel thumbherren gen Newhuscn gangen, nemlich Hattstatt, Pleninger d , larius Schenck und [161] etwan mer und was der bischof in sinem hof, er or gieng nit herus. 35 Item es lagen 10 oder 12 geharnischter man uf Hamman Bohel hus gegen des bischofs hof und hatten 6 büchsen und ander gewer; und weren 7? commissarii dargestanden den bischof wieder inzusetzen, so hetten die oder 12 in die sal tor geschossen und hetten sie heischen dannen gehen. Uc h hat uf dieselbige zit der rat viertzig knecht im sold, die da gegen die 40 ( l a ) Ha. Sassen, aber s. Acta Worm. II fol. 262''. b ) Hs. geschrieben dasz uff ^montag. „) Hs. im. ehen. M Item uf rnittwoch nach Simonis und Judae hielte der official des bischofs 3o. Okt. wieder gericht zu Worms im stübel bi dem sale des bischofs und nachdem "er bischoff sin gericht nach Nuhusen verlegt hett, als oben geschrieben stat, •y^A/frembdt es ein rat, dasz es wieder in der statt sin solt und doch die Planen auch alle us Worms waren; demnach so sandt der rat ein botschaft «s ut diesen rnittwoch zum official in das stüblin nemlich Hans Marckharten Bürgermeister der zit und Philipps Summern und sagten dem official und Oem notarien Erlewiti diese meinung: Nachdem der bischof das gericht gelegt nat gen Nuhusen und do gericht gehalten helte, mochte ein rat wol liden, aa sz sie do blieben und auch so kein pfaffen zu Worms [176] weren, könte so ei n rat nit gedencken, weszhalber das gericht zu Worms were, wiewol ein ra t liesz es geschehen; aber wo ir einem, es were official oder notarius oder . , a ) Der iianze Satz ist entstellt. b ) So die Hs. •') Us. den cammer- nohter. , ' Ob unter Gesellschaft die Hausgenossen zu verstellen sind? Am 5. Okt. 1491 st •Wihessen Burgermeister und Math der Stadt Worms mit ihren Mitbürgern, „den *ontzern genannt Huszgonossen", nämlich Wilhelm Brune, Marx Morszheimer genant "agentrybui-, Unna Hartliep genannt Walsporn und Hana Brune, unter Mitwirkung unser frunde der stette Spyer und Franckfurt, einen Vertrag, wonach dieselben 'iontzer oder Huszgenossen una und gemeyner statt das husz die Montz genant 40 Un 'l alle ir frylieit und gerechtickeit ubbergebbon und zugcstalt haben vor eyn "oiiun golta innhalt solicher vertrege darubber sagende, daran Wilhelm Brune ob- i?. r i'- ant S e P u rt nunhundert gülden Rynisch, die in solicher Verteidigung an eyn «S gulte nemlich sehszunddryssig gulten gestellet sin. .. St.-A. W. nr. 593 or. * ü - c sig. pend. Der Brief ist durchschnitten. Die auf der Münze haftende Rente u „. "™ e erst am 17. Sept. 1762 abgelöst. Die Mehrzahl der eliemaligcn Hausgenossen trat ~'<»» landständigen Adel über und inirde der Stadt feindlieh, namentlich Morszheinn r, • 8t.-A. Worms Bund nr. 1800. 430 Tagebuch des Reinhart Noltz. pedellen etwas gewältiglichen wiederfüre, wolt ein rat weder red noch* antwort geben, dasz sie sich wüsten darnach zu richten. Derglichen warde dem andern official auch gesagt. Da gäbe der official diese antwort den gesandten: dasz ein rat ein ziel gebe 6 tag, in dem wolten sie es bringen an den 5 bischof, was er inen zur antwort gebe, las/"/77/sen sie geschehen. Es was official und notarien nit wol bi den handeln. 6. Dez. Item uf s. Niclas tag zu abend quamen um drei uren die herren, die do geschickt waren vom rat uf der 11 tausend meide tag zum könig, wie obstehet, wieder gen Worms und brachten gute botschaft und was gantz des io königs meinung nit die von Worms in die acht zu tuen, wie das die pfaffen uszsagten, desz alle menschen vorwort hatten b , wie obstehet, sondern inen ein gnädiger könig sin, und sagt den pfaffen nemlich Hattstatten [178] und dem Frisen, die da gesandt waren von der gemeinen pfaffheit, dasz sie gedächten und sich wieder gen Worms teten in ire kirchen, als lieb in were 18 sin kön. mayestat, und 0 derglichen wort viel. Daruf die pfaffen laborirten umb ein mandat, dasz der könig denen von Worms gebiet die pfaffheit wieder gen Worms zu lassen. Ob es inen werde fmdestu hernach geschrieben. i3.DtM. Item uf s. Lucientag abend ward kein könig gemacht in keinem stück, want die pfaffen als noch us der statt wa[i79jren, aber der Schulmeister zum 20 Beren' macht ein könig uf s. Lucientag nachmittag von geheisch des burger- meisters und rats und ward der könig . . . d und als es vier uren warde, do fürten die kinder den könig heim zum Brocken e und sungen das Carmen und hatten der stattbandet' mit einem Schlüssel gemalet und liesz der rat ein eigen cron und sceptrum machen und ein gülden apfel und als sie die 25 collatz getan hatten, do lut man salve 2 zu s. Lamprecht; also fürten die schüler den könig mit dem gesang des Carmens [180] zum salve zu s. Lamprecht und stalt sich der könig mit sinen dienern in die stüle im chor. Als nun der pfarrer quame, da warde er zornig und sagte wider den meister zum Beren, wo er es gelernet hett, dasz er die bachanten 3 und kautschisser * ao in die stule stellt, da die doctores instehen solten und derglichen viel wort; sagt der Schulmeister, er hätte wol änderst gesehen, dasz er ein solchen bachanten uf die fronaltar f im thume gesetzt hett, in bisin aller pfaffen, die darin gehörten und sungen [181] zur vesper; und der wort viel sich begaben mit pfarrer glöckner und Schulmeister; und was ein doctor uf die zit bi dem 35 ») Ha. wieder red und. •>) Ha. vorwortt hattet. c ) Ha. dan. d ) H>- und ward der konig und; ofenbar fehlt der Name dea Schillers. e ) Offenbar ein Textverderbniaa. f ) Ha. fraualtar. 1 In der SammeUicmdschriß nr. 1800 des Wormser Archives findet sie/t zum JoJir 1499 folgende Notiz: 1499 wurde in der Cämmerergaszen im haus zum Heren 40 eine schule vor die jugend aufgerichtet und wart der erste Schulmeister Hans Luber von Ridlingen genant Weiszgerber und gaben die juraten zu sant Lamprecht dem Schulmeister und jungen vor eine mesze 4$, vor eine vesper 4$ und einem trauen bruder möneh, der da orgelt, von einer mesz 2 x, von einer vesper 4 $ und vor eine salve regina auch 4 $. 2 Salve regina im Sommer eine Stunde vor 45 Nacht, im Winter nach der Complete s. Grotefend, Zeitrechnung I, 173 und 191. 3 Bachanten, Lateinschiller, fahrende Schüler, s. Th. und F. Platter ed. II. Boos p. 14 ff. * Kaut, Kot fovea $. J. L. Frisch, Teutsch-Lat. Wörterbuch. 1741. Ip- 540. In der Umgegend von Worms bedeutet kaut Grube, z. B. Mistkaut. 1499. 431 pfarrer in der cost, der lagt sich auch darin und meint, wer es den meister gelernet hett die bachanten zu stellen an der doctor statt, und was einerlei* «es pfarrers meinung, dieweil man in nit darumb gefragt hett, wan er meint, er were auch ein herr der kirchen, was er zornig, und begaben sich mancherlei reden. Also sagt man dem pfarrer, dasz er sich des königs nit •'■ kümmert, ein rat hett es also vorgenommen, [18SJ wurden es also verantworten, dasz er sich nichts daran keret und ein guter herr were. Und warde auch gemacht, dasz der könig essen solt bi allen niinern und burger- meistern, glicher wis als der könig und biscliof pflegen bi den canonigen "er statt zu essen, do sie zu Worms waren. Also asz der könig uf sontag 10 nach Luciae mit Jost Wilhelm b , was ein alter burgermeister l . h. zj«. Diesz ist das Carmen wie hernach folgt": Libertas quondam fuit invitata per urbes Regni, quam audeat pascere posteritas. [18H] Libera maiorum Wormatia sanguine parta u Libertate viret, regia sceptra colit. Ecce gerit regem regalia sceptra ferentem Et docuit teneros mos vetus sie pueros, Praesul et ex pueris clemens dilectis adesset, Singula intulerunt et decus omne suum. «o Rex pater est patriae, rex servantissimus aequi, Rex decus imperii, rex fideique salus. Wangio quae seva Iulio cum bella gerebat, Haec tibi Caesar adest integra fida vale. Ein ander Carmen: sj Libera priscorum Wormatia sanguine parta Wangio grata tibi patriae spes inclite prineeps. Quid quondam Iulio certans, sed iam tibi Caesar Mitis adest, adeo docuit famosa vetustas. [184] Hic pueros teneros gloriosum eligere regem 30 Pontificemque pium, sed ornamenta tulerunt, Irruit absurdum nunc admirabile fatum, . .*) Ha. einlei. b ) Wohl ein Schreibfehler, denn ein Jost Wilhelm findet sich teilt % m Verzeichnist der Bürgermeister. c ) Der Text dieser Verse ist sehr verderbt. 1 lieber Schulfeste im Mittelalter s. Fr. A. Specht, Geschichte des Unterrichts- 35 /f? ews in Deutschland. Stuttgart 1886 p. 222 ff. Am bekanntesten ist das Bischofs- if ', '"eistens am s. Nikiaustag, s. die Sdiüderung von Fechter in Basel im XIV. Jährenden. Basel 1856 p. 17 f. In S. Gallen tour'dc sclwn 911 an der Vigilia s. Luciae 10T . M< ' a &* »*» die Kirche geleitet, wo die Knaben ihm huldigten. Auch für Worms inW^ e ^ te u dieser Tag bestätigt, s. HB. II nr. 49. Wie anderwärts so auch 40 Worms kamen an diesem Schulfest arge Ausschreitungen, vor, ÜB. II nr. 49 § II. hc)i m °M scheint sich die Sitte nach obiger Angabe bis ins 16. Jahrhundert erhalten zu <«en. Weniger bekannt ist das Königs fest, das in Worms wahrscheinlich seit der / Wu ng des guten Einvernehmens mit der Pfaffhe.it aufkam. Eine freilicli späte fest-^ e ^ cenne i°h tmr am Memmingen (1587): Das Kinder- Schul- auch Königs- 45 . r »n Memmingen in K. Kerbach, Mitteilungen der Gesellschaß für deutsche Er- ^enungs. und Schulgeschichte I. 1891 p. 189 ff. 432 Tagebuch des Reinhart Noltz. Uncti pastores caulas et numine divos Linquere et optatam fervent confringere pacem, Ordine perverso regalem postulat ensem Glerus sicque Dei patitur succumbere cultum 5 Thesauros et opes sie nullo fine sacerdos Stipat, sed saneti non haec vestigia Petri, Qui non imperium gaza nee purpura praestans, Sed labor elembo sibi retia mittere ponto. m. De>. Item uf montag nach Luciac asz der könig mit dem burgermeister von 10 den nünern nemlich Hensis Stcffan. n. Dei. Item dienstag nach Luciae asze [185] der könig mit Friedrich von Lutern, den man nent von Crutznach, und wonet in der Erbertsgassen a und was doch kein ratsherr. u.Det. Item uf mitlwoch zu nacht nach Luciae quame in der nacht so ein 15 grosser wind, als man sagt, dasz in vielen jaren [nie] gesehen oder gehöret was, und warfe viel Schornstein umb und auch dacher zerbrachen durch den greszlichen wind und warfe nemlich Hans Zimmermari dem stattknecht sin Schornstein umb und herrn Werncrn sin dach neben der Knippes, und der Knippe warf der wind den margrafen schilt ab, der oben an [186] der türen 20 hieng, und dait der wind grossen schaden, auch im Elenden hus warfe er ein dach umb und dait fast grossen schaden in der pfaffen huser zu unser lieben frauen und uf dem berge warfe der wind huser umb. * 19. Du. Item uf dornstag nach Luciae warde einer gefangen, hat etwas gänsz gestolen zu Elstatt b oder in einem dorf dabi uf die nacht, als der grosz 2. r > wind was, wie obstchet, und hat auch etzliche bort gestolen und ander. Wie es im gehen wird findestu hernach geschrieben. ti. Dez. [187] Item uf sontag nach s. Thomastag asze der könig mit meister Philips Summern der zit der statt Worms advocat und also den morigen gienge der könig zu s. Johann zur mesze und was ein stule köstlich mit 30 tüchern behangt, darin der könig stunde. Excurs zum Jahre 1499. Acta Wormaliensia II fol. 247. In denselben tagen hett die kgl. mt. der ver- samelung thun schreyben und sie erfordert gein Coli zu im zukommen. Also erhüben sie sich und zugen hinweg. Das mocht man wole leyden. Als sie aber zu 3,'i der kgl. mt. kamen, deten sie relaeion und sunderlich doctor Illsung, der gab im heysz und trugen der kgl. mt. die verhandelung für zum unwegsten rait und gemeinde gar zu unglimpff; aber es blib auff das male dabey. In des bedachten sich die rethe auch eyn potschaft't zu unserni herrn dem konig zu schicken gemeyner statt notdurfft auch nit zuverhalten und wurden ver- 40 ordent Jörg Mettenhemmer und Adam stattschreyber, die machten sich auff und ritten hienab bisz gein Boparten. Da käme das geschrey, der konig were zu Coli ausz und auff dem wege den Heyn herauff und wollt für und für ziehen bisz gein Wesel und daselbst ettlich tage verziehen, da sollten etlich fursten zu im kommen. Das geschach und ritt des rats botschafft auch widerumb gein Wesel, da deten sie 45 sich des nachts spade zum konig, der entpfinge sie gnediglich und gab inen selbs a ) Hier liegt möglicherweise eine Vereehreibung vor, da eine Krbertsgasso sonst nicht belegt ist. u ) Ein solcher Ort kommt nicht vor, der Name hl verschrieben. 1499. 433 bescheit, sie sollten nachvolgen bisz gein Meintz, da wolt er in den Sachen handeln. Des waren die geschickten f'ro und wurden raits, das den andern morgen fru Jörg Mettenhemmer auffsasz mit eynem knecht und ritt denselben tag dannocht, das er des andern tags zeitlich daheym was und bewegt den rait auff, also das sie eyn liierglich anzale nemlich zehen person ausz den rethen und zwen von der gemeinde t schickten gein Meyntz und blib der statschriber zu Wesel bisz sich der konig erhübe und käme in des konigs schyff zufaren, auffzusehen ob noit were oder das iin schyff etwas von der sach gerett wollt werden. Also füre der konig mit etlichen schiften den Reyne herauft' und dieselb nacht bisz geyn Rudiszheym und was unser bischoff auch zu Coli gewesen und füre auch in des konigs schyft'. 10 Des andern morgens, was auft' eynen sontag als man mesz gehört und gessen 7 - A vii nett, für der konig further auft' Meintz und im schyff hett unser bischoff eyn grosz gowerbe mit seinem anhang graff' Adoltt'en von Nassawe, doctor Sturtzel, hern Jörgen von Sassenheym und andern bei dem konig in seinem ratstubel. Es was gnr ein grosz und hübsch schyff wolgemacht und auszgestrichen, des bischoffs von 18 friere, und lehst lieff unser bischoff ernstlich ausz dem stubelin und holet ausz eynem wetschger 1 etlich briefe oder copey eyns begryffs und wider zum konige. Der stattschreyber sähe das wesen, clet sich hienbey so viel er mocht, ob man ine auch fordern oder etwas mit im reden wolt. Der konig und sein rethe sahen ine wol, abber nyemant rett mit im; er gedacht es weren villicht ander sachen und 20 trost sich des bescheits, den im der konig selber gebben hett. Also kamen sie geyn Meintz; in derselben stunde waren des rats frunde auch darkommen. Des andern tags d.eten sie sich gein hofe; der konig lag in eyner offen herberge zum Rosz 2 , gaben sich an, begerten verhordc und handelung. Das verzohe sich bisz auff den mitwoch, 10. -AprH warden sie aber nit gehört und auft' den donerstag widder bescheiden. Also kamen sie 25 it-April in merglicher anzale wol 16 die eltisten des raits und der gemeinde und erzelte der stattschreyber herkommen des handeis, wie die statt in solichem irrthumb kommen, wes darunder gehandelt und gemeyner statt und burgerschafft an der sach gelegen were nach der lenge etc. Das hört der konig gnediglich, liesz sagen s em tut. wollt sich auff den handel bedencken und gnedig antwort geben. Und M ■Ja die antwort gefasset und beslossen was, liesz der konig durch eynen nemlichen graven, der im vast geheym was, den statschreyber beschicken und im in geheym sagen, es were eyn antwort durch die rethe beslossen, darab sein mt. nit gefallen nett; und wann man morgen des raits geschickten erfordern wurde inen antwort gebben, sollten sie widder begeren, sie heften noch ettwas irer notdurfft der kgl. :t. r . rot. fnrzupringen, das sein mt. sie in solichem gnediglich wollt hören. Solich nieynung sagt der stattschreyber den geschickten von Wormbs, daran bz zuver- Mercken, das die antwort nit mit inen oder für sie was, trösten sich doch der gnedigen warnung des konigs in horten gnedigen abscheit zu erfolgen. Aber unser bischoff was ernsthaft'tig in seiner practic, die ginge im nach allem gefallen. 40 Des andern morgens auff freytag warden beide teyl zu hofe erfordert und in ' 2 - A P ril abwesen der kgl. mt. antwort gebben, die kgl. nit. mit sampt den rethen heften gehört der von Wormbs anbringen und funde in rait der churfursten forsten und seiner gnaden rethe dem bischott' seiner erlangten urteil und recht vollstrecken zu- tnun, sein mt. wolt auch darzu ordenen und hett befolhen uns zu sagen in solichem 45 gehorsam zu sein, wann der urtel genügen, hetten dann die von Wormbs etwas zu klagen an bischoff oder pfaff'hoit, wollt sein mt. furderlichs rechten vorhelffen und ergeen lassen am caminergericht etc. Auff solich rett der stattschreyber, sie von Wormbs hetten noch etwas ir notdurfft der kgl. mt. furzupringen, baden solichs an sein mt. langen zu lassen, sie so gnediglich zu hören. Das namen die rethe an und sagten es dem konig. Also nnie die kgl. mt. herfur in styfel und sporen und was gerust further zu reyten. Also erzelet der stattschreyber mit vast indegerliehen beweglichen Worten die be- swerung, wes ausz solichem entsteen mocht und das sie ursach hetten, das sie solichs zu thun nit schuldig weren, begerten und rufften an umli recht. Darauff 15 name sein mt. abber eyn bedencken und gingen konig und rethe widder in des «onigs camer. Lehst kamen die rethe widder und sagten, die kgl. mt. liesz es "(eyben bey der gegeben antwort und das wir gehorsam sollten sein und waren >e r ethe die mererteyls in aller verhandelung des bischoffs anhang ganz partheyisch ~*J verdechtlich nemlich graff Adolff von Nassawe, der graff von Zorn, her Herman 60 v 0n Sassenheym, doctor Sturtzel, doctor Fergenhans, doctor Ylsung und ander, die auch 1 Sack. 2 In der mittleren Leergaue, 1844 noch zum weissen Boss genannt. "Wormsor Chronikon. 28 434 Tagebuch deB Reinhart Noltz. im schyff practisiert hetten, als hienach vermerckt wirdet. Under des ging der konig Linden eyn ander stege ab, sasz autt' und ritt darvon. Unser bischoff, die pfaffcn und ir anliang waren fast fro, lachten und triben iren schympff mit den geschickten raitsfrunden. Die sahen, das sie die sachen deszmal nit weyther bringen 5 mochten und füren hcym. Gleich alsbald wurden zwei mandata nachgeschickt. Fol. 260'' —255'' folgen die 2 Mandate vom 8. April datirt, das erste bei, Schannat II, 28Uff. abgedruckt, beide im Original im Stadtarchiv Band nr. 1921. Das erste Mandat gebietet bei Androhung einer Strafe von 200 Mark lotigen Goldes Irinnen 6 Tagen den Bischof wieder einzusetzen. Im zweiten Mandat befiehlt der König dem 10 Math die Neuerungen wegen des Weinsclianks etc. abzuthun bei Androhung einer Strafe von 40 Mark. Fol. 255 b . Disz obgeschriben zwey mandat wurden dem burgermeister in beysein etlicher ratsfrunde a vor der newen Montz ubberantwort durch eynen dom- herren der zeit des bischoffs vicarien Johann Pleninger genant, der eyn ursach was 15 des anfangs disz handeis, der was so erschrocken, deszgleichen etlich so als notarien und zeugen mit im waren, das sie alle zittertten und er nit reden konde 1 . Also sagt der burgermeister: Sint frisch wir wollen den sachen recht thun, und nam die brieve gutlich. Darnach wurden die rethe versamelt, auch die hundert der gemeinde und die 20 mandata verlesen, darubber geratslagt und ward funden, das die data standen auff den tag als der konig im schyff den Reyn herauff gofaren und spad gein Meintz kommen was, zuvor dann des raits geschickton zu Meyntz gehört waren. Der Math erlicss vor Notarien eine Appellation fol. 266 — 262. Fol. 262'': Auff n. April mitwoch nach misericordia domini anno 99 kamen geyn Wormbs auff das rathaws/. 25 herr Hermann von Sassenheym ritter, doctor Sebastian lllsung, doctor Peter, probst zu Backenheym, da waren auff ir begeren versamelt beide rethe und übergaben eyn missive wie nachvolgt. Für diese Missivc ist Kaum gelassen, s. aber o. p. 425. Fol. 263 b ... stant ir begeren das die rethe solten welen 24 personell den rate und ampt besetzen lassen auch die newerung des weinschancks abzustellen solicher 30 weyse nicht mee fürzunemmen, so wollten sie kommen an ort und ende den bischoff einzusetzen und das die rethe deten wie von alter herkommen wero. Des andern tags davor was der bischoff auch kommen und in seinem hove und waren die sachen angeslagen und zugericht nach des bischoffs und der pfaffheit gefallen. Am Donnerstag nach ymbisz versammelten sich alte und neue Käthe, die Zunfft- :« meister und die Hundert der Gemeinde auf dem Bürgerhof, woselbst Meister Beinhart Noltz und dann der Stadtschreiber den kgl. Commissarien, gegenüber den Standpunkt des Baths vertheidigten. Ihre Appellation, sei durch das gemeine Becht begründet. Die. Commissarien nahmen bis Freitag ein Bedenken, alsdann erklärten sie, ihr Befehl ginge dahin, mit der Gemeinde zu verhandeln, sie wollten die hendel teylen in zwey, zum 40 ersten volstreckung zu thun der urteil lauth ires befelchs, zum andern weither zu redden auf die gegeben antwort. Nach einem Bedenken bis nach ymbisz lehnten die Bäilie das Ansinnen der Commissarien ab. Fol. 309, Nach eroffenung der antwort standen die hundert und zunfftmeister auff und sagt eyner, nemlich Philips Lang geriechtschrieber b sie von der gemeinde hetten auch zu den sachen zuredden. 45 (iestert und zu andern zeitten were verhört der rethe erbar entschuldigung mit angezeigter beswerde und geineyner statt notdurfft, auch erbietten rechts, wollt aber bey inen nit angesehen und yo weither gangen werden gemeyne statt und sie zu besweren Unwillen und auffrure zumachen, das were inen der gemeinde un- leydlich und ob die rethe solichs zugeben, so wollten sie von der gemeinde des so nit verfolgen, darumb so mochten sie commissarien sich der gethanen bericht und antwort begnügen, rat und gemeinde bey recht ires zimlichen erbiettens beleyben lassen und ob sie darubber understunden weyther zu handeln oder fürzunemmen, wurden sie sehen, das inen solichs nit liep were, gedechten inen auch des nit zu gestatten. Darauf standen die Commissarien von ihrem Vorhaben ab. Fol. 260''. Auff 5,', den abent davor hett der rait etlich karch buchssen, auch eyn hauptstuck und eyn gar gut newe buchsz hett man dasselb jar lassen giessen, der Baure genant, lassen füren under die Montz in dieselbe camer, auch etlich snst in der statt an ort, da sie dienten; so hett man gelegt etlich wepener auff der Snyder zunfft hawse am a ) Hs. rasfrunde. '') nemlich — geriechtschrieber stehen am Bande. «o ' s. o. p. 424, 2 ff. 1499. 435 Platz und etlich in Hamman Bohels hawsz auff den schöpft' mit hacken und handt- "issen, ob der aale auft'gethan wurde und yemant understunde etwas da zu machen wmer auszzurnffen, denselben zu wyneken, das sie abgingen. Was a,uch bestellt ^"t dem wechter autt' dem monster thorn, so man im eyn zeichen dcte, an die Sturmglocken zuslagen und was gedacht auff ein ursach solichs zu entschuldigen, 5 j>0 es zn redden kerne, dann es kamen redde, wie eyn merglich anzale kriegszknecht |.emen den |jy n e herauft' zugen ausz Frieszlandt dem Romischen konig zu widder >e öweytzer, mit denen hett der Swobiseh bundt eyn gezengk angefangen und '^''"gegeneinander mit grosser macht und zöge der konig ylends von Meyntz ausz *S" Altzey und further das gebirge für den Swaben zu hylff und käme nit geyn io ormbs. Des sambstags fru machten sich die commissarien hienweg ee man des 20. April nen ward. Also was der bisehoff noch zu Wormbs und ward eyn rumur under n . n en > die wollten zur statt ausz; des warden die rethe innen und bestellten ' allen porten keinen pfaff'en auszulassen und wurden die innern porten bestellt, 8 keyn pfaff ausz der rechten statt in die vorstatt nit kommen mocht. Des IS in ", .'l' e P/att'en vast erferet; doch wann eyn pfaff an die port käme, sagt man sin /UC Migklich, sie sollten in der statt bleyben, in ire hewser und kirchen geen, w j;™ n . ,1( i lesen und gedult haben, ir keynem sollt keyn leidt geseheen. Aber sie t |'' l ! n Bit w ole zufrieden. Under des ward mit etlichen des ratsfrunden in geheym Hu °"i c h. der pfaffheit gerett und so weyt das eyn burgermeister Johann Steffan, 2« zu n f tnan . J J iesperg, meinstcr Beinhart und Adam stattschreyber kamen in geheym mev '' m sc hoff, der nam sieh an, als ob im die dinge getrewlich leit und ye sein zu 1 Un £ nit were die statt in beswerung zufuren und hett sie im besten lassen «nan e° . lunien mit inen zuredden, wie doch in die Sachen zu kommen were, damit höre ^ le ^ cn kerne; und nach viel freuntlichen beweglichen wortten liesz er sich IS selb 11 ' ^ wev ' e den vethen so swer were die einsetzung zu thun, wollt er in dem- gesoT 1 etwas entweichen und hett gedacht auff den weg, das in geheyin solichs ob i 1 ^ nC ^ *^ e s °leni|)nitet diser zeit underlasscn wurde, doch das es geschee, und w ;ij'' an . lni eyn ander form gebe, wollt er eyn uberigs thun widder seins capittels im dl l ttotä und den rethen zu gut, und viel dergleichen nieynung. Dagegen W bede'hf i j* runc '? sagten, es were in keynen weg zu geseheen, das sein gnade statt seinen gnaden noch dem stitt't an soliehen gar keyn nutz, aber der von fti y*i- * r W0 ' KU 't daran gelegen, darumb man nit na.ehlassen mocht. Abber gut ° ' c ' lem ausztrag des rechten zu redden ducht sie allenteylen nutz und ubbe» n ^ )arau ^ sa gt der bischoff, er wollt nit rechten und seinen vorteil nit SS so tpiTri "' Darzu sagt der stattschreyber, will uns dann ewer gnade vorteylen, „ U (- e u .nymmer gut davon kommen, sein gnade mocht auch bedenckon, wes "Ute ' Wl J! ens oder gebluts solichs machen wurde und were nit bessers dann mit dann n - sacn zukommen; dann sollt es mit Unwillen zugeen, were zu besorgen niich S -'\ ncn £? na den noch der pfaffheit nit viel liebsz dabey geseheen wurde. Und 40 v l ( fedden ward nit entlichs noch vorfengliehs gehandelt und schieden abe. koiiui > sondag, als alle porten verhütet waren, das keyn pfaff hienausz 21.April ( ]j ( , ,. n "iocht, umb mittag käme botschafft, die kriegszknecht zugen daher und K s ' w al rg r evischon ambtlewte und wollten durch die statt ziehen und weren nahe, der «tat*" 0 essen un d wurden zu stunt etlich des raits versammelt und schickt man 4. r , wie v'0 ' S ner ev nen eylends den knechten under äugen zu sehen wo sie und und n «■' Wß ren; der knecht kam bald widder und sagt, sie weren allerneohst auch ' i?" v ey«iger pfaltzgrcvischen bey den knechten, die sie beleidtcn, at nptn U B ,' das sie nyemant schaden deten. In dem käme eyn pfaltzgrevischer si e | a lan Z ? "tronberg A[l]l)rceht Goler 1 und begert an die burgermeister, man sollt 50 allcntl Oh c '' c "e statt ziehen, sie pfaltzgrcvischen amptlute zu Oppenheym und gut wmTi T mul >her wollten gut sein für allen schaden. Des weigert man eyn zu a uff 1 ' Under des wardo man d<-s geware in der statt und Heften alle mentschen in ( ] on °, n Platz und an die letzen allenthalben und wurden die ketten furgezogen halben " , n gassen und die gassen bestellet mit gewappenten, also das in ander- r.r. die orf S 1 ilu ^ dusent mann in das harneseh kamen auf den platze gezogen und an stunden U 1 zworc hgassen in so kurtzer zeyt eyn solich rustung alles in zweyen ander w'. H ZU verw undern was, so man doch nit an die. glock geslagen noch r aits j.- !lrnun g gethan hett. Und da man also gerust was, schickt man eynen des —_______8nau8z herr Hamman Liesperg zu den knechten, die glopten alle mit co der Pf.,if 1 TiJ' irnm,m '" > ?' f 3 dor.erstag nach Simonis und Judo 1505. Ich Peter Drach der ,**;£, statt W ( . Jer stat Spier bekene ... das ich den ... hern burgermeister und rat der 45 decret U™ di ° Bücher 0uer corpora beider rechten in pergamen gedruckt nemlich z U"estpH v, r ° tal0S sext und Clementis institutionum volumen und Codices geben und und Di i' I)arzu 8o]1 und wil1 icn auch inen bestellen und geben Digestum vetus frawen i\T n °vum Venedisch druck de Fortis. Dargegen sie mir und myner husz- Wtz n ] or , et 'hea zugesagt und verschriben haben, ob mir oder myner husfrawen über so mit de g Kl »iipt oder unsern ydem besonnder füglich oder gelegen syn wurde sich tu Rct r ' m - unsei ' n z u huszlichem wesen, es were wie dickmals solichs geschee und uns so wir^ In ° n ZUi, ' ie hon oder sunst zu ethlichen zytten durch uns oder unser dinstgesindt, hiebet '? un . ser ^ 09t un » lone in unser wonung betten, bey inen zu wonen ge- es sy ' 10 ™ un d myn huszfraw sampt und besunder wyn frucht und anders, 55 °der w . y ^i en Sewechsz in oder uswendig der statt und gemarck Wormbs uns fellig statt \v' lC f n< ^' aucn 80 w i r an schulden nemen oder kauften in und usser der Und un «»»k 0ne beswernng zufuren, auch dieselben sovil des sich erheist zu unser besweru 0 ™ usi, '^ e8 ' n dus notdurft- und fursehung zu unserm selbs gebrauchs on alle schencko^ ni08se " und brauchen mögen; doch das wir solich wyn nit zum zapfen fio ^ar zu q 11 !, 1100 ' 1 an '' ero hantirung tryben, uszgeschoidon die buchdruckery und was gehörig. Aber so wir wyn öder frucht, es were erkauft oder sunst von 438 Tagebuch des Reinhart Noltz. stetten nahe und ferr und andern yedem nach gepure seins tittels mit eingoslossnen eopeyen der ersten keyserlichen ladung, darauf!' das keyserlich decret und kgl. confirmacion und des recesz zu Spyro auszgangen. Zu derselben zeit ward auch neben andern hendeln vollendet die Reformacion der statt Wormbs und ge- s druckt. s. Juni Fol. 292 — 301''. Das gedruckte Ausschxibcn, worin umständlich die Geschichte des Streites mit dem Bischof Johann erzählt wird, dessen Vorfahren iren Ursprung mimen und wesen ausz unser statt gezogen, mitburger gewesen und sich ye und ye freunt- lich und nachpurlich gehalten haben. 10 Fol. 301 h . Auff solichs ward geratslagt widder eyn botschafft zu schicken zum konige, der solt wider zu Freyburg sein und verordent den statschreyber, der ritt auff Freyburg und auff' den tag er inreydo begegent im des konigs hoffgesinde heraus/. ziehend und was der konig auff ein scyt ausz einen abweg geritten zu beissen mit valeken und hett der stattschreyber sunderlich befelch an hertzog Jörgen von Beyern, 15 der was der statt gar gnedig und stettigs am kgl. hofe, der was noch zu Freyburg, das erf'ur der stattschreyber und ritt zu im in die statt und käme zum hertzogen und nachdem er seinen befelch auszgericht hett, sagt im der hertzog auch was sust redde, der konig wurde in zweyen tagen oder dreyen gowiszlich widder kommen. Darauf! verzolle der stattschreyber 8 tage; aber der konig käme 20 nit und zohe den Ryne auff von Straszburg geyn Newenburg und von Newenburg auff' Überlingen. Des käme redde gein Freyburg. Da erhub sich der stattschreyber geyn Ubberhngen zureyten; abber der konig ward wendig und ritt das gebirge für geyn Ynnszbruck zu l . Also ritt der stattschreyber und ander widder gein Freyburg und further hoym. SS Für und für waren die pfaffen in unrugon und driben vil setzsamer redden •j. Sept. bisz auff' den andern tag nach» nativitatis Marie da luten sie des morgens eyn grosz glock im monster und sangen eyn officium von unser lieben frawen und orgelten und nach der mesz zogen sie gemeynlichen ausz der statt, otlich auff rollwegen, etlich mitjochtzen, ruften, etlich mit weynenden äugen 2 . Das licsz man 30 gescheen. Abber sie meinten, sie hetten die sach under der gemeinde also zu- gericht, wann sie ausz der statt kernen, so wurde hunger janier und not und die gemeynde sollt ubber den rait lauffen und solich auft'rure werden, dadurch sie gerochen und man sie flehen und bitten wurde widder inzuziehen. Aber Gott der gerecht richter, der da weisz und erkennet alle hertzen, gäbe gnade, das sich nic- 35 mant darumb bekommert und waren alle mentschen fro gomeinlich sagende: wollt Gott, das sie nymmer widder her in kernen. Es kamen ettlich pfaffen widder und gingen ausz und ine zu irem gefallen. Da kamen etlich der gemeinde und baden den rate, man sollt an den pforten bestellen, das ir keyner eingelassen wurde und sie dussen lassen, sie weren nit nutz in der statt, mochten etwas unfugs anstellen. 40 Das geschach und liesz man further keynen inen, dann ausz merglichen Ursachen und mit grosser flehe und bitt. Da fingen die burger an und schenckten wyne und warde alle dinge so wol- feyle, so eyn freuntlichs eynmuttigs wesen in der statt, das keinem mentschen verdacht ye so bürgerlich und freuntlich zugangen. *!> In solichem auszziehen der pfaffen namen sie alle kirchengezierde, brachen dafeln ab den wenden, nainen seyle und swengel von den glockon, die kyndor- a ) Im Text stand vigilia nativitatis; vigilia umrdc durchgestrichen und am Jlande von anderer Hand den a. d. nach gesetzt. schulden horkomen, wie das were, uszgescheiden eygen gewechsz, verkauften oder 50 sunst mit andere geware handelten, solten wir davon wie gewonlich zuthun ver- pflicht syn, doch derselben gewar halben schosz stuor schaezung und ander bo- swerung fry syn. Auch sollen wir zunfthaltens, schuez stuer wachens hutens reysens porten gelts ungelts und aller ander renten erlassen und fry sin unser beyder und ygklichs lebtagen usz. Doch so ich Peter obgenant gancz mit wesen by inen sin 55 und wonen wurde, so soll ich iren gemeinen burgereidt thun. Sunst sollen myn buchdrucker knecht so ich haben wurde, der dinst knecht gewonlich pflicht un- verbonen, darzu hütten und wachen frei sein. ... or. cliart. Das unten aufgedruckte Siegel ist abgefallen. Revers von Bürgermeister und llath ausgestellt ebendaselbst. 1 Laut Stalin, Aufenthaltsorte l. c. p. 360 war der Kimig am 14. Aug. in Frei- 60 bürg, 18. in Neuenburg, 24.-27. wieder in Freibnrg, von wo er über Tübingen, Ulm, Augsburg nach Dvnsbruclt ritt. 2 s. Zorn cd. Arnold p. 204. 1500 25. Jan. 1499. 439 meistor in den schulen, die nit mit inen ziehen wollten, den gaben sie Urlaub und wollten auch nit gestatten, das sie in den schulen die kyndcr lereten. Von solichem ausziehen der pfaffheit warde eyn merglich geruchde in allen landen und wo die pfaffen saszen in den tabernen, retten sie das ergst und legten dem rate und gemeinde viel unglimpf zu, darausz viel redden dem rate für- 5 «amen von guten gondern und auch andern, also das die rethe bewegt wurden aber eyn auszschreyben zu thun, das begriff der stattschreyber und warde geschickt Rein Spier in die druckerey und MX) gedruckt als hienach volgt 1 : fol. 303^-310 1 ', aatirt sainbstag eonversionis sancti Pauli 1500; schildert die Beraubung der Kirchen, nachdem man die Pfaffen vergebens den Schutzes versichert halte: Abber solichs alles iu unangesehen und in vollentruckung irs mutwilligen furnemens mit trutzlichen trowlichen reden und erzeygungen, mit unpriesterlichem brachte, mit auffwerffen 1 Dieses gedruckte Ausschreiben (ein Exemplar im St.-A.W. Band nr. J022) ist *e Quelle für Zorn ed. Arnold p. 204. In den Zorn'schen Handschriften nr. 8 fol. ^06 ff. und Zorn-Wilck nr. 7 (München, kgl. Bibl. Cod. germ. 1247) p. 453 ff. stellt die 15 Korrespondenz zwischen der Pfaffheit und dem Biscliof: Hochwürdiger fürst gnediger herr! unser willige dienst mit innigem gebet sind E. F. G. allezeit zuvor. Gnediger herr! Auf heut dato disz briefs sind wir zu ^audenburg von den würdigen edlen und hochgelerten herren domcappitels zu Woi-mbs beruften erschienen alda uns samenthafft in der lang werenden Wormbser *> »ach freundlich unterredend nemlich des auszugs halben gemeiner pfaffheit, ob, wie und wenn das geschehen, auch wie und für wem, furter die sach mit aus- wmgung der acht und anders volefürt und zu end bracht werden soll und möchte. Also gnediger herr haben wir uns mit sampt genielten domcapitels vorbetrachtlich unterredet und endlich auf unser gut bedüncken gelegenheit der sach beschlossen n auf gemelton auszug, den jetzt auf nehst künftig nativitatis Mariao ongeverlich on *■ Stpt. Junger verziehen ein jeder stift mit dem seinem an verordnete end und ort gewarnet unt ' gerüst sey zu tun, es were denn sach, das E. G. uns solches ehe zu tun were verkündt und gut bedacht aus erforderlicher erlangung der acht und andern notdürftigen mandaten, als wir zu gott unserm schöpfer und gerechtigkeit gantz getrost so getrawen, uns auch gantz nit zweifelt E. G. an solchem unserm beschlusz kein niistallens haben aus manigfaltigem eignen willen und freventlichem fornemmen ücren von Wormbs gegen uns begangen und besorgen noch begehen werden möchten, "*" »M auch mit den unsern tnitler zeit darzu rüsten, sie als denn on ent- cn uldigung der Unwissenheit geschickt sind abermals warnen und erfordern. Auch IS b'j herr finden wir im rat und bedünckt uns nützlich, diese sach fürter allein mit •"len anhengen und umbstenden, es sey der 2 $ halber auf die frucht gesetzt oder en we inschanck betreffend bei und für kgl. mt. auszufüren umb austrag mandata und f'pir ZU erlan g en un >—314'< das Mandat vom 16. Aug. 3 . IS. Aug. schi ir '" S15 ' ^"^ solichs ward mit den hunderten beslosson eyn botschafft zu A(k f an den k ^l- hoff nemlich doctov Jacoben advocat, Philips Wolff und zu ' 'j 1 stil ttschreyber; die ritten geyn Ynnspruck der meynung sich in rechtferttigung 40 sollt1 Unt ^ ursae li fnrzubringen, warumb dem mandat noch der urteil etc. nit der V( i ^escheen; darauff sie nach aller notdurfft gefaszt waren mit ratsiegen «ich ] ei ! ten un d waren etlich tage da vor der zeit der terminy und erkundeten Da pi, ff und reden am kgl- hoff und funden der sachen nit also grusenlich. den .m aucn zwen Domherren. Des rats geschickten deten sich am hofe zu 45 schi-m ' aucl1 ^ey der k *?l- mt -' die gäbe gnedig antwort des rats anligen in schief n aUHtc Hen und in die rethe zu ubergebben. Darauff begriffen die ge- hian 1 if n eyn 8U Pl>licacion gestalt, als ob die zu Wormbs also auszgangen were wie uns 7" Hteet: f° l - 315—324. Sie bitten um Gehör und rufen das Recht an mit der l( wpst bekannten Motivirung, die Stadt Worms sei eine uralte freie Stadt. so nemf i?°u 3ä4, Und ^iewol die zwen von des bischoffs und der pfatfheit wegen »r VI Hatstatt und der Priese vor soiiehem gar freydig waren, wurden sie des ,!r- C / nnmti tf und zohen fast hinder, also das sich die sachen verzogen und unili v!f S escn iekten den konig zum drittenmal auch bei den rethen ansuchten fertti rtl Sung. Der konig gab gnedig antwort, sagt er hett befolhen uns abzu- u und in* Also warrt zum zweyten male geschickt nach den pfaffen bisz sie kamen —____^J™enlichcm volkonunen rate ward der abscheit gebben und die sach auff- allcrä; \ Ue ^ Cr die LM'f'rauenkirchc vgl. Warner l. c. p. 210 ff., dessen historisclw Skizze fehlt ,! » S einer Ergänzung bedürftig ist, wozu es an Material im Stadtarcliir nicht Hören ande nr - 1548 ff. ' s. Schannat II p. 300 ff. 338. 2 Vgl liäfinger, die ma. go II 2s ? ff 54 &• n Original im St.-A. W. Band nr. 1921. Abgedr. bei Sclmnnat 442 Tagebuch des Reinhart Noltz. geschoben auff den nehstkeunft'tigen reichstag, so wollt die kgl. mt. mit sampt churf'urston fursten und stenden des reichs in den sachen dem rechten und der billicheit allergemessist handeln. Es ward auch den platten gesagt, das sie ge- dechten sich widder in die statt zu thun etc. Des abscheits waren des raits ge- 5 schickten wole zufrieden, hetten des auch zuvor guten verstant und wollten des schritt'tlichen abscheits nit wartten ausz Ursachen und ritten heym. Darnach autt' ll. Dez. mitwoch nach coneepeionis Marie ubberschickten die platten dem rate den abschert versiegelt: fol.325f., datirt Ynnszpruck am froytag nach sant Kathrein tag 1 . 29. Nim. Darnach soll der Streitliandel auf dem Beichstag zu Augsburg erledigt werden. Der lü Bath wird aufgefordert, die Pfaffen wieder in der Stadt wohnm zu lassen 2 . Als nu des raits geschickten wieder heim kommen waren und den rethen relacion gethan hetten irer verhandelung auch des abscheits, des hetten die rethe gut gefallen und ratslagten, ob die pfaffen begeren wurden wider in die statt, wie man sich darin halten wollte. Und ward im rate funden und entslossen, so 15 die pfatt'heit gemeinlich infurderten, inen zu antworten, die rethe weren willig dem abscheit zu Ynnszbrugk volge zuthun; abber nach dem die pfatt'heit dem rate und gemeyner statt zu smach ausz der statt gethan, hetten die rethe solich iniuri zu hertzen gezogen und so ferr inen des gepurlicher abtrag beschee, wollten sie gepurlich antwort gebben. Autt' dem ratslage bestand es etlich zeit. Abbor die 20 platten deten keyn begeren; das mocht man wole leyden. 1500. Item uf diese zit was der horesandt von Altheim a zu Pf'odersheiin und verbot den buren von niines gnedigen Herrn pfaltzgrafen wegen, dasz kein bur mer sich liesz citiren an das geistliche gericht [188] und hiesz die pe- 25 dellen kegelbuben und hat davor einen b gefänglich gen Altzei gefürt, und sagt, welcher pedell mer queme und brecht brief, die müste er essen und darnach daruf drincken, und alsbald ging der official des bischofs zum burgrafen , der was zu Leiselheim, und wolt erfaren, ob es die meinung were, wie der horesandt davon geredt hat, also gäbe im auch der burgraf 30 derglichen antwort. Die pfaffen sahen nit wol zu der Sachen. 28.Aprii Item uf dienstag nach quasimodogeniti quame dem rat [189] ein mane- brief von der kön. mayestat durch usbringung der pfaffen, die zu Augspurg waren und hielte der brief diesz meinung, dasz ein rat förderlich queme gen Augspurg uf den tag, want anwälde des bischofs und pfaffheit da legen und 35 warteten, dasz man des förderlichen in den zwischen in schwebenden handeln 0 handelt 3 . Was drus wirt findestu hernach geschrieben. 29. Aprii Item uf mittwoch nach quasimodogeniti warde Jost Wicker d gekoren zu einem nuner in Henchen Wolffen statt und sin tochtermaii Henchin Silber- kvä[iuo]mor warde gekoren zu einem XX in sines schwehers statt von burger- 4o meister und rat. i.Mai Item der mai begonde mit regen und uf den ersten des mais ritten unsere herren von Worms vom rate zu dem königlichen richstag gen Augs- a ) horesandt von Altheim ist ganz entstellt; statt Altheim ist jedenfalls Aisheim zu lesen. b ) einon fehlt in der Hs. c ) handeln fehlt in der JIs. (i ) H*- 45 Wicks; aber s. St.-A. W. Band nr. 1936. 1 Original im St.-A. W. Band nr. 1921. 2 Damit erledigt sich der Zweifel Morneivegs l. c. p. 275 Note 112. * s. Excurs. lieber den Beiclistag zu Augsburg s. Ulmann l. c. II, 1 ff., namentlich aber Janssen, Beichskorrespondenz II p. 637 — 663. Die Ladung des Königs an Worms ist vom 20. April datirt. er. cltart. c. sig. tergo so impr. St.-A. W. Band nr. 1921. 1500. 443 purg nemlich her" Jacob advocat, Hamman Liszpurgor nüner, Philips Stein ratherr, Adam stattschrieber mit etlichen knechten und fürter noch ein wagen, was daruf geladen" win ire kleider und allerhand notdurft, und dabi sasz K 'lian, was der herren koch und noch [191] ein knecht, und wurden darum zu ')i tag alsus viel geschickt, dasz man handien wolt zwischen bischof pfaffen t rat und gemeind. Was darus wird findestu hernach geschrieben. Auch was Hans Zoller vor zu Augspurg, der was uf Ostermontag uszgeritten l . 20. A V rii Item uf fritag nach assumtionis quamen von Augspurg her» Jacob und 21. a,,,,. cI er stattschrieber Adam und hatten inen 0 von Augspurg gen Ulm so doch tag und nacht nachgeschrieben, wie desselben [193] tags der könig in aigner 10 Person mitsampt dem bischof von Mentz, hertzogen von Sachsen, margraf •Joachim von Brandenburg, churfürsten und ander Kirsten d botschaft von gemeiner Versammlung hetten eröffnet einen spruch zwischen dem bischof und dem rat, der masz, dasz onangesehen der von Worms uszug und inrede auch ire vermessen bibringen als onvortreglich und one notdurft solten dem is bischof gemesz procesz wider die von Worms erkent werden die Vollstreckung d es urtel zu [W3J Antorf 0 , aber die mandata gebotsbrief derhalb quamen darnach dem rat zu handen uf mittwoch in der fronfasten, was s. Lamprechts '"■ *>/><• abend, und hielten die mandaten zur straf und poen der acht und aberacht, als auch uf hut eim rat mandata zukommen waren und davor dick mer. 20 Was witer daruf gehandelt werde, findest du hiernach geschrieben. Item sagten auch die geschickten von Augspurg, wie uf donnerstag 13. Aug. y°r assumtionis Mariae der könig in aigner person in der versamelung [ii)4] ln bisin der fürsten und aller stände des richs gerett hette f diesz meinung migeferlidi: Lieben frunde! es ist jetzt t4 jare, dasz ir mich zum Römischen v> konig erwelet habet« und zu eweren gefallen und off ewer begeren viel richstäg gehalten, do ich der merer teil in aigner person 1 ' im groszen costen und Und nachteil miner erhlanden erschienen, und was ir im besten vorgenommen Ur) d geraten habet«, bin ich gefällig gewesen, als auch jetzt alhier zu Augs- P Ur g- Ist deszhalb min ernstlich mcm[il)C>]\mg und beger, ir wollet solches w «na was überkommen ist, trcwlich und vestiglich halten, so will ich als ow er herr und könig auch alles Vermögens üb und gut bi euch und das neh bellen. Dann wo solchs nit beschicht habe ich mir vorgenommen nit . , warten, bi sz mir min find min cron nemen oder abheben, sondern will I( j h sie selbst vor mir nieder uf die erde werfen und dan selbst nach den ss s ucken schnieiszen. Wer der meister davon wird der habs im 2 . [MG] Item uf die obangezeigt mandata versammlet man alt und new «• d ' 6 zunf tmeistcr und die verordneten hundert von der gemein uf dienstag -,,,, s, pt . ^Michelstag und las man vor in allen die acta und handlunge zu Augspurg a\ /. *? Ha. der. i>) j/ s f e . wa g C ii noch darauff w. g. °) Us. ime. 40 d. „ "'. türsten zweimal. °) Jfy, d en bischof wieder p. wieder d. v. W. erkhendt w. d. v. ff) ' '" A ' erkl| e»dt. Der ganze Text üt stark corrumpirt. f ) g. h. fehlen in der _J______ 8 ) Hl- haben. li) p. fehlt in der 1h. '"' 19M t K° rre "P on erg ein und am 96. Okt. übernahm ('hurfürst Friedrich die von V ri,c,la ß und die Ixitung des Beielisregiments in Nürnl>erg. 2 Vgl. Victor Innsbr r( "k*' ^'"' S Nürnberger 'Reichsregiment'. Gründung und Verfall. 1000—1603. 446 Tagebuch des Reinhart Noltz. dasz sie solch müszig giengen, betten sie einen befelh an rat, das sie in fürbrechten und der gemein müszig giengen, woll inen der rat guten bescheidt geben; als der rat auch tet, wie du dann bi einem rat geschrieben findest. Auch hatten sie ein credenz an ein rat, die an denen so sich nennen burger- '> meister und rat der statt Worms etc.; den brief name der rat nit an und gäbe inen wieder, so ire [210] der statt gebürhcher titul nit daruf stunde. Daruf übergaben sie des rats geschickten, dan sie nit vor rat begerten, wie wol es in geboten warde, ein commission copei mit begere rat und gemein zu versanden und dem bischof mit etzlichen personen geleide herin zu geben. 10 Da aber der rat inhalt der commission vermerckt wider gemein recht, wider der rachtung Ordnung hie zu Worms ufgericht, wider göttlich und natürlich recht, dasz niemand sin [211] gegenwere abscheiden tuet, und wider alle billigkeit sin, gäbe man in ongefcrlich diese antwort schriftlich: Einern rat were ir vornemen und angezeigte commission und befelh gar nit genem", 16 könten oder möchten auch denselbigen nit annemen, hofften es auch im rechten nit schuldig zu sein; sie stunden in rechtfertigung zwischen dem bischof vor dem richsregiment zu Nürnberg, do von beiden teilen der krieg befestiget und jedweder teil [212] articul übergeben, commissarii zugen zu verhören von beiden teilen willkürlich erwelet und angenommen, so ein rat der- üo halb wie sich nach Ordnung der recht erfordert würde, wolt sich ein rat mit sampt der gemein gehorsamlich und wie recht ist erzeigen, hoffen damit genug getan, und ob sie die geschickten von den regenten oder jemands änderst were, der were bedacht solch antwort und erbietung ungenügsam sei, erbeut sich ein rat [218] zu richterlicher unterwisung und bescheid vor die kon. 2. r > mayestat und derselben cammergericht und alle unparteilichen richter 1 '. Uf io. Aug. solchen bescheid ritten die geschickten regenten uf s. Lorentz tag gen Speyr und citirten etzlich unser nachparen zu Pfeddersheim, zu Stauten 0 und zu Hocheim', den dan durch den burgrafen zu Altzei d der zit Hans Landschad ritter 2 , der des bischofs gesipter 0 frund was, hohe und schwerlich gepotten :to warde zu Speyr inhalt der citation zu erschinen und gehorsam zu sin, die auch also erschinen sein; was sie gesagt ha.[214]hcn, werden wir hernach gewar. Auch hatten sie etzlich andern von Heidelberg, Ladenberg, us der herr- sehaft von Nassau-Saarbriick f bestanten und derglichen adel unversprochen fromme lut, als die buren die spiesz tragen, die spitzen hinter sich, citirt, die 85 haben auch gesagt als fromme, als sie seind, als man hernach gewar wird. is. Aug. Item darnach uf sontag unser frawen tag assumtionis sandten die geschickten des richs regenten von Speyr einen hotten wol mit 00 citation, waren getruckt, und ein [2ir>] jeglicher articul auch gedruckt uf 24. articul. und als der bott dieselbe brief unterstunde uszugeben, warde im» so rawe 4o unter äugen gangen, dasz in 1 ' zupflcgcn hinder den burgermeister not ward, der in auch uf den Burgerhof bracht, daselbs etlich wicwol wenig usgegeben a ) IIs. gemeindt. b ) Ha. u. genüaüer. <■) IIa. Stoffen. <') II«. Alton °) IIs. gestipter. f ) IIa. Nastiau Huonwirt. K) Ih. oin. '') IIs. im. 1 Hie Herrschaft Kirchheimboland und Stau f. 2 s. Widder, Geopr. Beil, Schreibung der Kur-Pfalz ITI p. vi. 1501. 447 brief wieder herholt, dem hotten in den busen gestoszen, mit zwei knechten wieder vor die pforten geleidet; sagt der hott, hielte im Gott das mal usz der statt, er wolt der brief nimmer kein in die statt bringen. Wie es furter gehen wird [216] findestu hernach geschrieben. Item darnach uf sontag assumtionis schrieben alle die regenten des :. r 'dis aber dem rat diesz meinung: Sie hätten genüglich die zugen gehört ln der sachen die solennitet betreffend, dasz man im geleid gebe, wolten sie den bischof insetzen. Daruf antwort der rat, er hett im am ersten ein antwort geben, dabi liesz es ein rat pliben. Also darnach schickten die regenten citation | ier| i rat, dasz er erscheinen solt zu Nürnberg am 15 tag sich sehen und [317] w hören declariren in die acht 1 . Was darus wirt findestu hernach geschrieben. Item uf fritag nacli des h. crutztag zu nacht quame schrift von unserm i~. Sept. geschickten gen Nürnberg, wie uf dienstag der vor des h. crutztag 2 , on- h. s n ,t. angesehen wol gegründete und rechtmässige handlung und Vortrag wider göttlich natürlich und geschrieben recht und pillichkeit rat und gemein dieser « statt Worms in acht und aberacht erkent und erklärt weren von den regenten ' er zit zu Nürnberg sitzende, [318] wievvol churfürsten und fürsten und zu- vorab der bischof von Mentz abgeritten was vor 2 tagen davor und als 'latus von den henden der sachc gewaschen hat, dan nichts anders dan >'schof münche und tutsche buben so mancher ernent, die ob acht und 2» t». 8tpt. jandelung schufen, und solche von stund an den nechsten sontag darnach r rat in alle zunft und gantze gemein sagen liesz. Item als unser geschickten bald darnach quamen mit Wiederbericht und andelung [ßw] um \ sonderlich wie der frien und richsstätt sendbotten, so entürlich und onnachparlich bi a obgedachtem spruch gesessen waren und « " scnin i'rundlicher liandelung unsern geschickten vergrifflich und gar ■ u tirlich brief und abschied zuschuffen, die aber ein rat in irer Zukunft nit nname, solches liesz man in die gemein auch sagen und dasz onangeschen ( es Spruchs und erclärung der acht und aberacht ein rat uf solch ongeschickt . °nmächtig handelung des regiments [220] nit stillstehn wolt, sondern in W lr er gerechtigkeit procediren und vollnfaren. Und geschähe solches uf donners- *». Sc P i. a 6 nach Mathäi in allen Zünften und folgten die zunft und hiengen dem an - Darnach uf fritag nach Michaelis quamen gen Worms herr Schweicker i. <*t. y° n Slc kingen b rittcr und der Koehorn cantzler des pfalzgrafen 3 geschickt °n dem fürsten und under 0 ander bitten und begeren von wegen ires » gnadig S t en herren in den hendelen des irrtum siner gnaden gut/22771icher ^andei un g und unterred zu ver f 0 ] gen U nd damit sin fürstliche gnaden desz ^ahcher in dem handeln 11 kunte, möcht sin gnaden zu eren zu verwilligen in solt anstalt rats und gerichts zu besetzen, das den andern tag geschehen und auch were. Also nach manigfaltigcr underrede und ratschlage warde 40 J- 1 gnaden verfolgt und zugesagt zwen monat still zu stehen onvergriflich d ) Ä> "j 7/ ?" wio - b ) Ha. Steokenen, aber s. u. Excurs. c ) under fehlt in der JIs. ij^ den hendeln. s - u ;<' üi ~f'"AW. Hand nr 1987 * UnriclUifl, vielmehr am h. Kreuxtag selbst, '-rcurs. a J)r Jak(lh Kll]m . n 8> Ada W(wm. III fnl. 2. « 448 Tagebuch des Reinhart Noltz. eins" crbaren rat und gemeiner statt gcrechtigkcit. Was witer gutlich und sonst für/222/genommen wirt, findestu hernach geschrieben. Item der october begande warm und doch mit regen und las man die gärten um die zit und auch ein teil wingarten, und uf den tag duorum 3. Okt. 9 Ewaldorum warde kein burgermeister gemacht und plieben die alten Bürgermeister und rat wie sie fern b verordnet waren. 9.on. Item uf samstag s. Dionysii 0 tag quamen allhier gen Worms nachmittag min gnedigen herren nemlich der pfaltzgraf, hcrtzog Georg, der bischof von Colin, [223] der bischof von Wirtzburg, der bischof von Speyr, 10 der margraf von Brandenburg, zwen junge pfaltzgraf'en und ein junger mar- graf von Brandenburg und der landgraf von Hessen und hüben glich den sontag darnach an zu tagen nachmittag und waren der bischof von Colin und der bischof von Wirtzburg und hertzog Georg dedingslut zwischen dem pfaltzgrafen und landgrafen 1 . Was daraus wird findestu hernach geschrieben. li Und begeret jeglicher fürst ein geleid von der [224] statt Worms; dasselbig geleid gäbe in auch der rat schriftlich. Item der pfaltzgrafe hett gern herunden gehabt den bischof von Worms, und als die statt und der bischof in irrtum waren und man den bischof nicht in die statt liesz, begert der pfaltzgraf ime zu gut und siner Sachen, dan er •in den bischof gebruchen must in der Sachen, in die statt zu laszen; das sagt im der rat zu und gab ime gelcid d . Also uf sontag nachmittag quame der bischof von Worms mit 14 pferden [225] und lag in herr Georg von Sachsenheim 0 hof etwan tumherr zu Worms. Item der pfaltzgraf lag in der Flersheimer hof, der bischof von Colin ss zum hindern Schwanen, hertzog Georg in des bischofs hof, der landgraf in Wickers hof, der bischof von Wirtzburg in Waltzborn hof, der margraf von Brandenburg in des Peters hus von Crutznach, der bischof von Speyr in des Peters hof des artzet, die jungen pfaltzgrafen in des Sickinger hof und hielten rat uf dem Burger/226/hof. 2i. okt. :io Item uf donnerstag nach s. Lucastag ritten die herren wieder hinweg, sondern allein pliebe der pfaltzgraf mit sinen zwen sönen und sin rate zu Worms und begande zu handeln zwischen bischof pfaffheit burgermeister und rat und riede den fritag und samstag in aigner person mit den sönen und raten uf dem Burgerhof; also handelten sie nichts usträgliches zu Worms. •24. Okt. 3s Also sontag f nach Severin ritte der pfaltzgraf gen Oppenheim [227] und der bischof und sand der rat auch sin botschafft gen Oppenheim, da warde es gededingt«, dasz die von Worms den bischof wieder solten insetzen, doch solt er keinen vom rat ändern sondern laszen sitzen, wie sie verordnet weren, und darnach gen Nürnberg schicken 11 , der bischof, der rat und der pfaltzgraf, und 40 verschaffen, dasz sie us der acht quemen, und darnach so wolt der a ) Hs. ein. b ) Hs. fernet. °) Hs. Dominieus, der auf Donnerstag den 5, Aug. fällt, hingegen der Uiom/siustag auf einen {Samstag. <•) Nach goleid steht noch in der Hs. XXXIIII. o) //,. xa Sachsen, s. aber Schannat I, 10C>. f ) Hs. nach sontag nach. 8) Hs. gedingt. '») Hs. schickten. 1 s. Marneweg l. c. p. 291 Note ISO. 1501. 449 pfaltzgraf dazwischen dcdingon 1 . Was darus wird, findestu hernach geschrieben. [228] Item uf donnerstag Simonis und Judae zu vier uren quame all- sa. Oki. hier gen Worms pfaltzgraf Philips mit zweien sönen und der bischof mit im. Also nf fnt.^g. Z1| IT10r g en d arnac ], um 6 uren lut man die bofglock und 5 29.011. darnach um acht uren lut man noch eins und zu neun uren das dritt und 8 le nge der rat uf den sale und satzt man den bischof wieder in, wie dan l|lls urtel zu Antorf gangen was, und was min herr der pfaltzgraf mit den sunen auch [229J dabi in der salstubcn und liesz der bischof die nüner setzen a "e und auch die zwantzig und wurden burgerineister Hans Brun von den 10 nunen und Jost Zoller von der gemein , schultheisz Henrich Silberbrenner, grave Hans Schlettstatt, Schumacher, richter Peter Bierbaum und Peter Wolff. u 'e heimburger" in den pfarren wurden nit gemacht; es waren als die pfaffen n °ch nit hier 1 '. Was fürter darusz wirf, findestu hernach geschrieben. Item als Henrich Silberbrenner 0 [230] schultheisz warde, was er kranck, »s «asz er den andern tag, als er schweren solt, nit' 1 uf den sal kommen kont. arnach uf s. Martins abend befall) der bischof Georg Heimspach und Harn- lo.Sot. »nan Liszpurger zwen der ältesten niinern, ime solches amt zu überliefern und n lass en schweren, wie sich gepüret, und wurde solches gehandelt von rats e gen keiner andern meinung und prolestation mctu poenarum der acht »o derselben zu entwichen, und geschach solch verhandelung [331] in der ral- su 'ben uf dem Burgerhof. Item uf s. Catharinentag quame allhier gen Worms hertzog Hans von M./for. - iiiimerri und der bischof von Speyr und was der bischof von Worms auch ornis, und solten die bischof von Speyr und Worms einen usspruch tun 25 '•wischen dem pfaltzgrafen und liertzog Hansen der losung halben zu Creutz- ''• lc h; also u f sontag darnach ritten der pfaltzgraf und liertzog Hans über us. n„v. In jagen und plieben doch die rate zu Worms. Was fürter gehandelt l-'-^J wirt, findestu hernach. Item uf die zit gedingt der pfaltzgraf auch zwischen dem bischof von 30 , 011 " s ' der pfaffheit und der statt Worms als ires irrtums halber und hat h C > 1 . r r°; ll0f 8 ° leit und auch ellicl1 Puffen im turne herr Götze Silberberg e , "' fhoman von Straszberg; zu s. Andres der dechant Conrad Caszel, Hans ^Uman« der dechant zu s. Paul und herr Johan Luft, der dechant zu s. Martin, ^ei'man Hesze der dechant zu unser 1. frawen und herr Conrad Feisz 2 . Was m >e ' a3 3/dingcn werden, findestu hernach geschrieben. sch"l Uf S ' Lucicnabent I war( I e os gehalten wie fern und machten die t9.net. Iul «" zum üiemerstein einen könig und warde könig .lost Zoller h , sone c) j, *J Ä Hornberger. '>) fli. bin. c ) H*. Silberner. d ) lh. mit Öobolio , ***• f ) U»- der. f) H». Bruman, aber t. p. 400, 48. <') Jh. 40 J^vUsr^aber ,. 0 . teile 11. Luce '/'■"■an A111 . 'wh,,,htj d '"'• lu:i <- ' Am 83. Sept. 1001 war der über Worms rerhängte Bann uuiouen worden, ,. St.-A.W. Urhihdm nr.639. Vonmw übioBiken. 29 450 Tagebuch des Reinhart Noltz. des burgermeisters zu der langen Ketten, und hiesz der könig auch .lost, und was das ir Carmen wie hernach folgt: Plaudite nunc pueri doetas celebratasque Musas" Consulibiisijue decus, quod statuere patres ■ r > Ipse securigeros fasces, Deo dante, senatus Roborat et populis dal diu iura suis. [234] Nullo oneratus opes luti legit incola muri, Sulcat et in numero rusticus arva bove, Hie ubi in aequoreum nunquam casura liquorem i» Frigidaque Aethereas despicit ursa piagas, Oiio quoque praerupto so tollil in aera ruro Fructa in frugifero regno Wangionum b Flava ceres eulta ditat cum messe colonos Herbifer et multos pascit Apollo greges. ir, 0 Patria in terris tua fama manebit, amoenus Piscosas Rhenus donce habebit aquas. Item der könig zum Diemerstein asz uf s. Lucien tag mit dem burger- meister Hans Rrune. i*. Det. Item uf donnerstag darnach asz der [386] könig mit meister Reinhard so zu der alten Mülen, minor und alt bürgermeister. v.i. De-.. Item uf sontag nach Luciä asz der könig mit Hannnan Liszpurger ai.Det. ui'iner und all bürgermeister. Item uf s. Thomas tag asze der könig mit Jost Wickein nüner und alt bürgermeister. Excurs zum Jahre 1500 und 1501. at Acht Worm. ITfol.337. Am U.Januar 1600, um Vesperzeit., im Beisein Johann .Stetl'iin und Runs Marckart beide bürgermeister, Bamman Liesperg, Bans Hrune. Reinhart Noltz, Steffan Basier, Hamm an Jericken, Martin Schmyt und mer ander person in der zale dreytzehen. so von rat und aller gemeinde wegen daselbst bey- einander versamelt protestirt der Tiath gegen den Auszug der "Pfaffen, ah einer der Jo Stadt Worms anget.hanen, Schmach und Injurie, /engen: Hans Goxlenhovcr und Niclans Vogel beyde heymburgen, Diether Bellersheimer, Claus Dyeme stattknecht und Hans Lump weber zu Wormbs, Notare: Valentinus Momenson von Speyr und Mathias Herden von Bopart. Die Protest «Hon wurde den geflüchteten Pfaffen feierlichst überreicht, worüber 39 die beiden Notare einen notariellen Akt aufsetzten und zwar überreichte Mathias Herden das Instrument am 31. Januar zu Laudenberq dein herrn Jeorgen von Sachsenheym, canonicken des thuuibstiff'ts, do er . . . ausz der Hielten ging, in beysein der erbaren .lncoli bebe, luitiniielier und burger zuWormbs, Heinrich Widruan von Nurenbergi Nielnsz Hucliszer liedo liuttnr und burger zu Wormbs und Diether der statt soldnor m zu Wormbsz, meister Hans, i\w zeit kynder Schulmeister des thumbstifts zu Wormbs; darnach, zur seihen Stunde überreichte derselbe Notar dem hern Jobann Doleatoris ricarien des stiflts zu s, Andree eine Copie der Protestation. Valentinus Momenson Übermittelte seinerseits dem heim Meynhardo Spiesz dei liant zu unser lieben l'raweii zu Worms... zu Oppenheym im Barfusser closter regulirter abeolvantz am '22. ianuw 4ä iimb ein uhr, in Beisein Bartholomea Koch von Hagenaw, Petrus Kegel von Freins»- lieim. Jost Sturmfedder von Wormbs und Bans Daub von l'f'oddersheini; ferner derselbe zu Oppenheym in eynem hauez genannt, die .luddenselml dem hern Johann Human dechant zu sanet Paul zu Wormbs und Johann Morman canonicken gemelti Btiffts. Am 2!1. Januar übergab dieser Notar zu l'fedderszhevm dem dechant s. Martin*" 50 a ) Der Te.ei i '../ korrumpirt, vielleicht M. d. celebresque. '") Bi. regioWangioqo* 1500. 451 ^m eine, Copie in Beisein Jost Herxheimer von Swetzingen, Hans Danb, Madern v on Umbstatt, Gabriel Niclas Benders son. _ Am freytag Anfhonii schrieb der Rath an die 5 Stifte, ihnen das Ihie.hr istliehe it. Jan. i i.res Benehmens vorstellend; sie fordern Entschädigung des erlittenen Schadens, den s 'c auf W0O0O Gulden schätzen. j *W. Ä47*. Auff sollichs ward weyther geratslagt eyn bottschaft zuthun an en bebstliehcn lioll' zu Home ein commission zu erlangen die iniuri zu reeht- «™gen. Das geschach und ward forderlich botsehaft't geschickt 1 und eyn com- "uwioni auszbracht als hernach beschriben 2 : b Alexander episcopus servus servorum Dei dilectis Bliia in Schonaw et Otter- io «rg Wormacienaia diocesia monasteriorum abba.tibus ac officiali Coloniensi salutein apostolicam benedictionem. Querelam dilectorum filiorum consulum proconsnlum ](i ^.'''.'""unitatis civitatis Wormacienaia aeeepimua continontem, quod licet nnlla igittuna causa subaisteret, propter quod prepositi decani custodes scolastici can- e« etcapUuli maioris et saneti Pauli, aaneti Andree, aaneti Martini et beate i"> ^ .ivi(> virginis Wormacienamtn ecclesiaruiu divinia ofBciia ceasare debuissent, tarnen ec fj *. CU8 todes etc.. et capitula predicti ac universi perpetui beneiieiati in eisdeni vas' 0S1 .f S c ' onoi '' a xac.ra, ecia,ni in quiltus sanetorum reliquie conservabantur ac alia tat' 1 ',( ? rna,un nta ecclesiastica secura ad alia loca in obprobrium et dedecus civi- rac' S i *r* us c ' v ' um extra illam apportantes a dieta civitate recesserunt et absque » ,' | n ' ll, ili causa, oeiam forma constitucione felicis reeordacionis Gregorii pape X. <('ss ' ■ f r"' H n0s *'''i super hoc edieta non servata pro suo libito voluntatis a divinis Modi 1 t 6 * ? e88an * neenon clenodia aacra vasa reliquias et alia ornamenta huius- niarij lil l '' l ' ,il " 1 civitatem in villis et aliis minus honestis locis detinent in ani- l'rV'iü'i' • 8narura periculum et ipaorum consulum proconsulum et communita-tis 2. r > , '<'iisii < l' < """ "°" ". 10, '' CUU1 °t gravamen. Quare pro parte ipsorum consulum pro- iiunist'". 1 - 1 co,nmun 'tati« nobis fuit humiliter supplicatum, nt eis super hiis iusticie aiiostr". 0 N "!' v, '"' |,( ' paterna diligencia euraremus, quocirca discrecioni vestre per Ptodo ■p' a>!Cn l''' ,, . , " :l " l ' llnius qualenus vocatis qui f'uerint ovocandi etauditis bincinde Vtnti» ' (|U0( ' ' U8 tum fuerit n.ppellacione remofa, decernatis, facientes quod decre- • i " nati '''° r <:t!nsni ' al " ecelesia,sticain lirmiter observari. Teatea autem qui f'uerint nomi- fco mi)fi'i.T ; "''"i 11, 0( ''° Vl 'l timore subtraxerint, cenaura aimili appeflacione cessante potun-'f' ' 1-S ver ^ a ^ testimonium perhibere; quod ai non omnes hiis exequendia apud U I . n * ere8se i '" achrifft oder manung hienach geschrieben; in der- s "ins anh 7ern, arckt man das auffseteig fumemmen unser widderwerttigen und '«e*< s/c/)" : "r'""r 20 A| "''' w:/ "'''' v '' ''<•'' K<>"'"l < 1 "» l>'" lh - *»« < lir ^""■" / l ''<''' P/a/f" *o.AprU ''''"n sin ! • A " x,,l ' , ' l "'ii dev Wormscr beschwere und er befiehlt ihnen, freitag nach ™"»g uusericordia domini in Augsburg tu sein'. 8. Mai liiandat '•'"' Anl1 sollich« waren zuvor 'veronlent gewesen und geschickt mit lieh h, M v ,''''' v ' 0KI '"'' r Instruction ratsiegen und was zu <}rv aach dinstlich was nein- W Ha,| unaii biesperg, doctor Jacob der advoeai, Hans /oller, PhilipsWolff den- st ['i'/' ,1 "" 1 "''"''''' Dietrich Butzbach geschickt, s. die intermante Korrenpon- '''"'»• den /' , /; '"" / '"' '•''-'■''■ Diesem l>. Buttbach verdanken wir auch ein Mtssire /■'. Sohl,, u '"'"" ! "!l von 15-21 abgedr. bei Goldast, Reichshändel mit und dam,tri, ■'"'»■e 'i'ili,' i , Reichstag zu Worms i.yji. Worms 1883 p. //"//' ' ' s '<'/'"" im sj Freiheit,, !""' , ' { ' IKl •' 1/ ''-''"'"''''' IV. den Abi von Schönau eum Consertator der l'ril fos I/I v'"'" Worm bestellt ÜB. I nr. 283. 286. Die Akten über die Thätig- •''"' n; .i, ""\ Ntcolaus von Sei,,,mm im Jahre 1500 s. im St.-A. Worms Hund nr. 179. ""' , l< ; l<>r'e"'r sl, ' l!l "'''>' Abt die Ihnen Georg von Gemmingen, Dompropst zu Speier dauerten V s ' ''"" Henningen Dr. I. U. iu Schiedsrichtern. Die Verhandlungen so aas game Jahf h ;,] llarc i L i Qr, /,„ st.-A. II'. Band nr. 1921. 29* 452 Tagebuch des Reinhart Noltz. und Adam stattschreyber mit 11 pferdon und schickten eynen wagen mit 2 fuder o. Mai weyn und kleydern und ander notdurtft, die kamen geyn Augspurg auff mitwocli nach misericordias domini anno domini 1500 und hotten eynen sundern koch, zusamen 13 persone. m. Fetr. 5 Es folgt dann die Instruktion für die Gesandten fol. 350 b — 359, datirt sambstag nacli Valentini, die. sehr sophislisclt abge/'asst int; man könne, Niemanden einsetzen, der rorher nicht en.lseist irorden wäre; alter der Ilisc/tof sei ja gar nicht im I'osess gewesen, desswegen luitten sie ihn auch nicht seiner Hechte entsetzen können. Ein Urtheil, könne nicht, ml Ist reckt werden., so lange eine dagegen eingereichte Appellation nicht entschieden in sei. Das mar ja aber eben die Hauptforce der Wormser, dass sie gegen jedes Urtheil sogleich appcl/irlen und Protestanten. Durch ihre Bolschaft am kgl. Hof in Innsbruck hatten die Wormser erreicht, dass der König an Jacob marggraffen von Baden und graven zu Sponheym, co- adjutoren des stiffts Trier und Wolffgangen graven zu Furstenberg, hoffmarschalck 15 den liefehl ergehen. Hess, datirt Aschaffenburg 15. Febr. 1500, im Wormser Streite Zeugen zu verJu'iren 1 . Fol. 361 i —372 b folgen die Artikel, welche der Verhandlung in Augsburg zu Grunde gelegt wurden. Acta Wormatiensia Band III fol. 2''. Als nun des rata verordent botsehafften 2i) gcin Augspurg komen waren und sieh bey der kgl. mt. und sunst bey der ver- samelung angeben hetten, was unser bisehoff nit da sunder in botschafft des kunigs zu Zurieh bey den Sweytzern-, und wolt sich niemant annemen seinen gewalt zu haben, wiewol die ander aus/.gangen mainung anzeigt, wie des bischoffs anwelde sich beclagt hetten ungehorsam etc. Also muszten die geschickten verziehen auff 25 des bischoffs zukunfft. Von beiden Seiten wurde eifrig intriguirt und der Stadt- Schreiber schrieb Briefe an den König, den Bischof von, Mainz, an die Versammlung etc. 27. Mai letzterer ist datirt mitwochs nach dem sontag vocem jocunditatis fol. 3 b -^7 b . Besorgt schrieben am selben Tage Burgermeister, rathe, zunfftmeister und gantz gemeinde an die Botschaft in Augsburg, sie hätten, gehört, wir sollen es nymmer darzu bringen, im das wir oder ir von unsern wegen gehört werden, desswegen luitten sie (die oben genannten) Schriften an den, König etc. erlassen; sie ertheilen der Botschaft den slricten Befehl unter keinen Umständen von der Instruktion abzuweichen. Fol. S*. Da zwuschen gingen die geschickten zu etlichen fursten und andern und beklagten sieh der practick mit bitt und begerde daran zu sein das sie ;i;, offenlieh gebort wurden. Des erboten sich die fursten und ander gnediglich und gutwillig und achten das billich zu sinn. Der F/rzbischof von Mainz wollte anfangs ilie Missire au. die Versammlung nicht annehmen und. es geschah nichts bis der Bisehof 3.Juni von Worms nach, Augsburg kam. Wie zu Augspurg verhöre und handelung ergangen ist*. •23. Juni 40 Am dinstag vigilia nativitatis Johannis baptiste zu frwer tag zeit sint beyd theyl erfordert auff das ratbawse zu verhorung. Des waren die geschickten von Worms fro und geschickt nach vermögen des abscheits zu lnnszprugk auszgangen am ersten zu clagen, meinten auch sie davon nit dringen zu lassen. Und als der bischoff uriil bey ime der von Hatstatt, der Friesz, beyd thuraherren, Indaginus, 45 Attendorn, Eustachius Mönch auff ein seyt und die obbenanten geschickten von Worms amlorsteyls in die grosser stube eingelassen waren, versamelt der 1 St.-A. W. Band nr. 1931. Augspurg, mentag s. Peter und s. Pauls tag bestellt Graf Wulff zu Kürstenberg mit Inserirung der Urkunde Maximilians Adolf und Philip)) graten zu Nassaw, Eitelfriedrich graf zu Zolr, Dr. Cunratt Sturtzell, ritter, :o cantzlcr Zippriau von Kerenfcoin prothonotari, Dr. Sebastian llsung und Sixt Olhaven secretari zu, Zeugen im Wormser Streit. Or. cliart. c. sig. tergo impr. del. 2 Ueber Dalbergs übrigens belanglose. Mitwirkung an, den Verhandlungen mit den Eidgenossen s. Morneweg 1. c. p. 272 f. Im Mai 1500 verliandelte er zu Konstanz mit den Eidgenossen und erschien erst am 3. Juni vor der ReichaverSammlung in Atujs- 55 bürg, s. Janssen I. c. p. tir>5. 3 Darüber berichteten die Gesandten am 29. J^ nl ausfuhr/ich an den. Ruth. Der Inhalt deckt sich mit dem Nachfolgenden. Schon arn 27. Mai in einem Brief an den Pfalzgrafen, beMagen sich die Wormser über die feindselige Haltung der vom Reichstag eingesetzten Commission, es sy uns lieb oder leid, wir sollen es nymmer darzu bringen, das wir gehört wurden. Bitten Um als licb- iiii liabor der gercchtikeit zu rerschaffen, dass sie geluirt würden. Band nr. 1931). 1500. 453 bisehoff von Meintz die bischoff von Wurtzburg, Eustett, Augspurg, der abbt von Kempten und ander prclaten und der geistlichen rethe, aber keiner der weltlichen 'ursten in eigner persone, sunder ir rethe, die merer teyls auch geistlich waren, und sassen als kuniglicher anwählt graff Ytelfritz von Zorn (!) und kumglich rethe "er Herman von Sassenheym, doctor Conradt Sturtzel. » Her Erzbiscliof gab'dem Bischof von Worms das Wort, worauf die Wormser protcstirten, laut dem Abscheid von, Innspruck müsste die Verhandlung in Gegenwart «er Churfürsten und aller Stände des Reichs geschehen. Darauff der bischoff redet wo er solcher unvernünftiger redde nit gewone wei 'e, so hett er des unbillich befrembden; er were aber des wol gewone. Man 10 nort wole, das denen von Worrabs nyeniant gut genug were etc. Hierauf beriefen sich die Wormser auf ihre Instruktion. Sie sähen einige Personen da sitzen, die als Zeugen zu verhören notdürftig wäre. Niemand könne aber in ewer Sache Richter und Zeuge zugleich sein. Andere Personell seien verdächtig, diese, le/usirten sie gleichfalls und'legten ein Verzeichniss der Namen vor. Und als sohehe 15 verlesen ward cyn rumore under denselben benennten personen, darzu rett der wschoff auch allerhande reitz und stuntfwort die jhenen so sassen zuverunwilhgen. JJarauf wurde die Sitzung auf den andern Tag verlagt. Auff den andern morgen dinstags vigilia Johannis baptiste ersehynen beyde l'artheyen und als sie eingelassen wurden, sasz herr Herman von Sassenheym als M *gl. anwalt, den die geschickten vonWormbs des vordem tags als verdechtheh i -cusiert; der auch im sesz geantwort hett, es were war, er gonnde dem bischoft mer guts dann denen von Wormbs, sie deten ime unrecht. Der Hrzbischof berichtete, r hatte dem König die Protestation vorgetragen, dieser aber habe befohlen, fortzufahren. Auff soliehs Hessen die geschickten von Wormbs ire protestacion bitt und »» egenle widder repetieren, bezugten sich davon nit zusteen und mit vorbehalten ^•selben wollten sie ir chige thun. Und als der redner anfing die clage der von bovl 8 üallj en einzufuren, fing unser bischoft' auch an mit seiner clage und retten roH mi teynander etwann lang und wollt keyner den andern auffhoren, iglicher (In t ei j- ni °y nun g *ur und für, bisz die sitzenden umbstendor bey alle lachen wurden, hnfiT v red(,en gestommelt und meinten die von Worms, inen gepurt die anolage „ l iibscheit und Vertagung; so ineint der bischoff vonWormbs, sie gepurt im, were entsetzt; und nach dem er wiszt besser gehöre zu haben, fing er Widder 'die a ° aein c,a ge; die ward durch eyn schreyber auffgeschriben. Des begerten »pt, VOn , . orm8 co pey und zeit ir notdurtft dagegen furzupringen; ward ine zu- 8 assen^ bisz auff' übermorgen, und abber abgescheiden. dum. F ° l - IS. Verzeichniss der Zeugen: ertzbischof zu Meyntz, die graven Adolft', Sero/- VOn Nas8a we, Ytelfritz von Zoll er; .lorg von Thorn, freyherr, ritter, Cipnan und - e A ner ' kon - prothonotari, Marqward Breysacher, ritter, Conrat Sturtzel. doctor Sixt niu ' ,Tohan n Engelender, doctor, N. Fuszmagen, doctor, Johann Waldener, « Uihafen, kgl. secretarien, Johann Storch, prothonotar des kgl. ca[mergerichts], «ans Braune, burger zu Worms. und u/^chtlich persone: Hermann von Sassenheym, des bischoffs von Speyre D18 cnotts von Straszburg geschickte botschafften. Vol. 14-pjb: Klag,, des Bischofs. , „ " sam„,i l \ 19 ''*'■ : Botscnafft der statt Wormbs. Sic verlangen vor der ganzen Vcr- stimm^ Churfürsten etc. verhört zu werden, welcher lütte auch der Bischof zu- beaa*,, A l n d °nnerstag nach Johannis protestirtc der Wormser Redner von neuem und , u «.i Red*. ! lnn seine Kla W vorzubringen, als der Bischof ihm in die Bede fiel. Der r.o dievZ, ,ra fl te ihn , ob auch der Bischof Vollmacht mm KapittelluAe, woran/'der Bischof sm-Z-t U T cht v orlc<)te fol. 22-24 datirt dinstag nach Symonis und Jude 141>!>. Hierauf beider. > , Wormser Redner weiter, was der Bisdwf nicht dulden wollte, worauf man ihne« art}lekn abtreten Hess. Nach einer Pause wurden sie wieder htnemgerufen und Mril '• m 'V t > da keiner den andern zu Worte kommen- lassen wollte, sollten sie ihre 55 mnu y schriftlich eingeben. bevd *> i? 8Rn, *»tag nach Petri und Pauli waren aber versamelung und ersehynen 4 . JuH irvL vir leyen und als die eingelassen waren, sagt der bisehoff von Meintz: „bint sieh l^°T hs geschickt mit ewer antwort, so legen sie dar." Du Wormser weigerten Ver'dJ Bischof gehört worden sei, wollen sie auch gehört werden und trotz des «o r?? des ErzUscIiofs begann der Sladtsclvreibcr die Antwort zu lesen. *olgt fol 26 _ 46 " M in 39. Okl. 454 Tagebuch des Reinhavt Noltz. Wir kennen bereits genugsam Uwe Argumente, dass die Stadt Worms seit uralter Zeil eine freie Stadt sei und dass der Bischof nie ein Hecht gehabt habe, Math und Gericht zu besetzen,. Et habe ilie Stadt vergewaltigen wollen. Item er hat auch zu mermalen angesucht an burgermeister und rate mit den oder dergleichen wortten: 5 Ir sind dorecht leuth, das ir euch honcken an konig und keysev und an das reiche, ir müssen vil nachrcissen und costen haben in hülfe und andern Sachen; wann ir euch zu mir und meinem stitt't hieltet, ich wolt euch wole darvor sein und durfften der boswerung aller nit, wann wir der Sachen eins weren, wir wollten uns konig und keyscr wol erweren. i» Item so mugen wir glauplich anzeigen, das nit lange vorschincr jare ein bischoff zu Wormbs der als die andern all auch kriege mit der statt gehapt hat unil als er die nit zu seinem willen hat mögen bringen, hat er sich understanden sein vermeinten herlicheit einem mechtigen turnten zu verkauften und zuubergebben und vil ander solicher handlung besonder in den ratspersonen zu welen sint jerlichon 15 die platten glockner koch und keller und platten meyden fast bekumbert gewesen, welchem etwas begegnet was, der wiszt sich zu rechen und die platten kellerin autt' den gassen davon zu sagen, welcher des rats oder goriehts werden solt. Item ob Salomon, Katho und Aristoteles zu Wormbs gesessen, so wero doch nit des rats vermugen gewesen, derselben innen in den rat zu bringen, es were 20 dann des bischoff« und der pfaffen gefallen, so doch ein verstendiger erfarner mann in einem regiment nutzer sein mag dann sunst zweintzig etc. Fol. 46 — 48. Der statt Wormbs anweld clagc und vordrungim widci-rechten. Acht Tage darauf Irrachte der Bischof seine und der Vfaffheit Replie, fol. 4!> bis 68'' vertheidigt die Rechlsgülligkeit des Urtheils zu Antwerpen. 25 Hernach volgen die beygelegten schrift'ten des liischott's boy der replie: 1) Mandat des Königs Wachtendum 4. Dez. I4'.)8. Ü) Kgl. urkhund , das ich (d. h. der Bischof) mich der urteyl nit verzigen hali, Wachtendum 4. Dez. 1498. Darauf trugen die Wormser an, dem Widerlheil Stillschweigen und Kosten auf- 30 zuerlegen. Sie tvarben für ihre Sache bei den Churfürstcn Friedrich von Sacltsen, Albrecht und Georg Herzogen von Bayern etc. l.Aug. Am sambstag vineula Petri 'war wieder Versammlung und der Krzb'iachof von Mainz sagte: „Ir von Wormbs sint ir geschickt mit ewer schlifft, so legen sie dar, die versamelung hat ytz nit zeit dieselbe zuhören , will aber hienaeh mussigklich 35 den handel underhandt nemon und nach notdurttt sieh darin erlernen ferrer zu- gescheen das recht sey." Aber die Wormser weigerten sich und verlangten gehört zu werden, und als der Wrzbischof erwiderte, die Versammlung hätte keine Zeit, meinten die von Worms, sie könnten warten. Schliesslich setzten sie es zum Aerger des Erz- bischofs durch, dass ihre Duplik vom Stadtschreiber verlesen wurde. 40 Der von Worms cluplic widder des bischotts replie fol. 74 — 117, worin sie die Nichtigkeit des zu Antwerpen ergangenen Urtheils ;.u, beweisen suchen. Der liisclwf könne nicht darthun, dass er das vermeinte Recht, Rath und Gericht zu wählen vom König empfangen habe, sonder er meint das zu haben von seiner selbs gerechtigkeit, als der recht herr und obberer der statt, des er doch nit ist und ob Uot will 45 nyminor werden soll. Fol. 104''. Und als unser bischoff weyther in honung furgibt, zwar der von Wormbs wesen sey also geschickt, das sie on grosz blutvergiessen wol zu trucken etc., mag kommen ausz dem, das egenanter unser bischoft' oft't mer gesagt hat, das sein vorfbrdern bischoft' und statt so lang aneinander gehobelt, das er der armest bischoft r,o und sie mit dem armesten reichstetten im reich sein, darumb one grosz not wol zudemmen. Darauf!' stect auch ir trachten, das sie die statt vorlangest gern gc- demmet hotten und noch nit auffhören, wie sie die in ir gewaltsam bringen mochten etc. t.Ati'j. Fol. 117''. Nach milbig ist der bischoft' erscheynen und mit ime Johannes 55 von Hatstatt, der Friese, domherren, Johannes Indaginus, Johannes Attendorn, Bustachius Mönch und ander und hat unser bischoft' selbs gelesen eyn kurtz schriftt und triplick fol. 117 — II!). Die Wormser baten um Frist zur Beantwortung der Triplick. Darüber gab es eine erregte Diskussion. Fol. 120. Und als auff den vorgeschriben sambstag die redden wie vorsteet 60 geendet und episcopus Moguntinensis gesagt, sie wollten die sachen an die kgl. nit. bringen um darüber sitzen und den partheyen ir meynung zu erkennen geben, drade Johannes Hattstatt zu denen von Wormbs auff ir seyten, sagt: „Ir von Wormbs habt mir hutte zwey stuck zugelegt, das nit war ist, und ir liegen alsz schelck 1500. 455 und boszwichter und als höben und ir »int erlosz wissentlich boszwicht und buhen, das euch Gott den ritten 1 gebbe." Das haben gehört meinster Oistoft Hitzhover, berr Debolt Heyer. burgcruieister zu Sneyr, der stettmeinstor von Hagnaw der Btattschreyber daselbst, ist gewesen der jung burgermeister von Weyssenburg, doetor Johann Wonneck, der statt von Coli bottsohafft, herr Johann Reyse von Franckrurth — ...>i im uim sagt,: „wir bui mi mo um" »cuoiuaio was sollen soliche wortV" sagt Johannes: „Gott geh ...........----.-, -- . lecker und eyn buh", und stellt sieh als wollt, er «lagen. Da zohe ine der bischofl nienweg, noch flucht er darzu; sagt doetor Jaeoh advocat zu den. von Hatstatt: ;-. s wyga! du bist eyn nerchin!" Ks waren auch viel lewte aufl dem ratnawse, che ueffen alle zu, edel und unedel, etlich sagten: „Ist der teuffel in den Pfaffen, sie is nahen nit rüge, sie werden dann dot geslagen." Also gingen der bisehott mit «'inen niaften von, rathawse herab zu ir herbergen. übber eyn halbe stundt ginge,, ,l( ;« i'uths geschickten auch herab und wolten der doetor Jacob und Adam Btattschreyber die niarggasz aussen geen sich zuermondern Da stände Johannes Hatstatt von ferren unTals er dise ersähe, ging er stoltzlich gegen inen her und fluz *> «ch gantz widder sie zugeen. Da wollt der stattschreyber weychen; des wolt der doetor nit, und gingen also auffeinander, Hattstatt dem stattschreyber Widder den '"''" »tisz. Da sagt doetor Jacob: „Johannes! Johannes! du thust im zu viel, ua wendet sieh Hatstatt und mit iingestvnunen worden ruft er nach: „was Johannes ™ »ch dir, das dir Gott den ritten geh.- Sagt der stattschreyber: „Johannes i» Komme gein Wornihs, da wollen wir von den Sachen redden." Rett Hattstatt "■ornigklieli: „Ich lies/, (lieh den ritten hau. ich will nit gein Wornihs." Damit ging Vt!, ler für, dann es lieffen die lewte zu und ward eyn geruchel. Item nach heslusz wie ohsteet wurden in gemeyner versanihluiig verordent »cht doctores, zwen der kgl. mt. rethe, neinlich doetor Conrat Sturtzel und doetor 30 N - Neydecker, die uns gantz widderwertig waren, und zwen von der churlurston ootr «chaftten Coli und Meint/,, zwen von den gemeynen fursten auch pfaffen und zwen v on den stetten, die sollten über der sach sitzen und ratslagen und gemeyner ver- »amelung auch der kgl. mt. referieren. , , „ ., . . Dte Versammlung wünschte einen Vergleich, der Ertbiechoj von Maxnt OMegen u einen Iiechts«prmh, weil (kr Koma fortreiten wolle und sonst der Jltsrlw) von II onus nieder geschadi,,! lr «rde. ■ . Die Wormser Boten übergaben den. Doetoren etlich consilia und demonstraciones ur is a und verlangten die Abhört»«) dir /engen, was der Marschalk ablehnte. Ues ^Werten sich die geschickten von Wornihs und auff das mal was der konig auch 4» '"«" das rathawsz kommen bey die vcrsamelung; da wartteten die von \\ ormhs aull Oen konig, un( ] ft lg er zu der stuben heraus/, käme, standen die von Wornihs im »»der äugen und dratten für den konig und sagt, der stattschreyber: „Allcrgnodigste. ■•»l .Die vonWormhs haben vor guter zeyt gebetten und bei ewer mi muß ^oimiussion zewgen zu hören und sonderlich e.yneauffden hoffmarschalck her» gran 4., vv "ltlgang von hrstenberg; der hat die coroniission angenommen und die ansagten zewgen für sich erfordert und sint artickel ubbergeben. Nu sag tu '"'«''nick, i m sey gepotten still zusteen und nit weyther *u handeln; das langt w» u gross,,- beswerde und Verhinderung unser sachen. Bitten Ewer mt , mo\\ Un * «o gnedig sei,, und Ewer mi marschalcl..... leihen zu follenfuren die benanten M SEjßS B 5 W«n. damit die sachen gefurdert werden." Sagt der konig zum mar- .''^■k, der stand entgegen: „Wer hat euch heiszen stillsfehn i Sagt ,u ,1,a , 1 ^: „Mir ist von Ewer gnaden wegen gesagt, ich soll mt weyther handeln £dem waren auch zugegen der gr;,IV von /oller, gralf Vfelfril/. »"SK^nS *«W, die zogen Jen konig nerumb und sagte,, im die sach 1,vi den bischofl u I^Wormbs an und langet /,, Verhinderung der resfifucon, Sie wolten sein mt h,.u ,' ritte - F ^-'», *'«*«•, n. l.e.,rr, Handwörterbuch II &>. MS. 2 Schon 1496 2* *r Bath sich hutaZen der Universitäten Von«. Bohgna, Fenara ™d,Cbln /"^« /„,.,,,,, „,,. ,, ™2ren sind noch vahanden Hand wr.tm Prachtvoll ge- ntn"- ft*» W« KeS man sich noch durch Dr. Adam llcytnhnch von Frankfurt so &L£- Kowa * Peutmger von Angsbnrg Rechtst,,dachten «her die 1< rage, oh dn Hcll °l l « der Stadt Worms irgend welche lloheitsrechte Mbe, anfertigen. e 456 Tagebuch des Reinhart Noltz. die sach basz underrichten. Und sagt der von Zoller zu denen von Wormbs: „Sein rat. hett unser begerde gehört und wollt sich der sach erkunden weyther antwort zu gebben." Mit dem ging der konig für die stegon abe. n;. Auf/. Am sontag nach Bartholomei' war wieder Versammlung und der Krzbischof :. fragte die Wm-mser, ob sie Befehl hätten: gutlich handelung aull'zunemen und zuzusagen stracks one Weigerung und binderfrage. Antwortete der Stadtschreiber, sie miisslen nach Jlanse berichten, worauf der Lrzbischof bemerkte, der bischoff von Wormbs wollt darauff nit warten noch lenger auffgehalten sein. Vergeblich baten die Wormser. Und wurden raths mit den andern so noch in der herberg waren nem- 10 lieh herr Hansen Braune und doctor Jacoben, das doctor Jacob und Adam statt- xchreyber sollten morndes f'rue auffsitzen heym zu reyten, den rethen relacion thun, und soltcn herr Hans Braune und Kleinster Philips Sommer dableyben; die waren dieselb woch am freytag erst kommen 2 und herr Hamman Liesperg, Hans Zoller und Philips Wolff vor guter zeyt heym geritten. 15 1 127] Am montag darnach morgens fru ritten doctor Jacob und der statt- schreyber zu Augspurg ausz heymwerts und kamen denselben tag gein Ulm; am dinstag morgens als sie fru further reyten woltcn, kam eylends ein bott und bracht 17. Aug. schrifft von her Hansen Braune und meinster Philipsen Sommer, wie den montag nach der zweyer abreyten am morgen versamelung gemacht und der konig selbs 20 mit andern fursten erscheynen, abber inen von Wormbs were nit verkhundet worden, und hett man eyn spruch in der sach gebben, das unangesehen der von Wormbs furgetragen Ursachen, die als unfurtreglich zubeweysen unnoit weren, sollt der bischoff lut der urtheyl zu Antwcrpp eingesetzt und im des zu Vollstreckung notdürftig process mitgetheylet werden etc. Und begerten die zwen, so noch zu Augspurg waren, 25 doctor Jacob und der stattschreyber sollten inen die pferd widderumb schicken und ir zu Ulm erwartten. Abber sie bedachten besser sein, das sie further heymritten, dann zuverziehen, damit sie nit alle gesaumet wurden, und schriben solichs widder •Ji. Aug. hinder sich. Und als sie am freytag darnach her heym geyn Worms kamen, Hessen sie etlich der rethe besamein und sagten, was inen nachgeschribon was. :w Sogleich wurde eine Apellation aufgesetzt fol. 127'' — 140, datirt vom 26. Aug., worin sie durch Jacob von Mbssenheym, I). I. U., Advocat und Sindicus der Stadt Worms, an Papst Alexander VI. und an einen zukünftigen König appellirten, Zeugen: Jacob ürae, schultheysz zu Roxheym, Walter Heim und Steffans Hans von Baben- heyni, Henchen Hamme von Roxheym, Henchen Bibeszhemmer von Northeym- 35 Und am 23. Sept. Hess der Roth nochmals einen neuen luvtest ausgehen, in Beisein Niclaus Vogel, Claus Deyme, Hans von Qiessen, Heinrich Melbach und Martin Melknecht, inwoner zu Worms. Notare: Mathias Herden von Boparten, Valentinus Momenson von Speyre und Theodericus. Fol. 142. Es wurde beschlossen, eine Botschaft zum Pfalzgrafen nach Heidel- 40 berg zu schicken. Philips Wolff und Adam stattschreyber begaben sich dahin und wurden geladen geyn hofe auff eynen sonntag zum essen und nach ymbisz höret sie der fürst alleyn gar gnedigklich... und was guter swenck, wir lereten den königlichen hoff und die lewte erkennen etc. ir,. sept. Am mitwoch nach exaltacionis crucis nrwrdcn den Bürgermeistern durch einen 45 Notar und Zeugen zwei Mandate K. Maximilians überreicht, das eine datirt Augspurg 18. August l. r >00, wonach der König dem liath befahl, am 16. Tag nach Empfang der Ladung vor Gericht zu erscheinen, um wegen ihres Ungehorsams in des Reiches Acht und Aberacht erklärt zu werden"; das andere vom gleichen Datum befiehlt die Neuerungen mit dem weynschanckh, den zweyen pfenningen auff das getreyd gesatzt, .w den zeichen und besiglen der fasz, der hewser und anderer sachen abzustellen oder am 30. Tag vor Gericht zum Geluir zu ersclieinen. Auf dieses hin wurden die Räthe und die Hundert der Gemeinde versammelt und ihnen die Mandate vorgelesen. Man repetierte die obengenannte Appellation vor ' Hier liegt offenbar ein Gedächlnissfc/der vor, denn, die entscheidende Versmmii- 55 hing fand am 17. Aug. statt, s. Janssen, Reichskorrespondenz II, 662 u. a., es müsste also im Text: sontag nach unser lieben frauen tag assumptionis heissen. 2 Lau' einem Briefe der Gesandtschaft vom 20. Juli waren Philips Sommer und Zoller heim- geritten. 3 Original im St.-A.W. Band nr. 1921, present. feria quarta post exaltacionis crucis per quendam öalluin Konigcnder. Dessenungeachtet gewährte der f,o erzürnte (!) König der Stadt am, 7. Juli zwei werthrolle PrivUeg'im, s. Morneweg l. o. p. 278 Note 118, wobei zu berichtigen ist, äass die beiden Urkunden im Stadtarchiv nr. 620 und 621 liegen. ■j:,. Sept. i. Okt. 1500. 457 Notar und Zeugen und beschloss zwei Schreiben, an den König und an den Churfürsten «Mt Mainz zu schicken; beide datirt: freytags nach Ruperti. Dcmüthig erinnern sie <*en König an das Privileg Friedrichs III. Dessenungeachtet wollten sie gehorsam »"« nwr mö U c der König Geduld haben, der Termin sei zu kurz, auch riete ihrer Mathe auf den Frankfurter und Mainzer Messen oder anderswo, auch in Anbetracht 5 nämlich herr Hans Zoller der zeit burgermeinster und herr Hans Marckart, «utter oder auszgeender burgermeister. . . tv n- m Tan nach Francisci wurden die Käthe besetzt zum grossen'Verwundern der ' innen. .. Fol. föy*. Darnach vollrittcn die verordenten an den kg), hoff auff Norden; da t'unden sie den konig und konigyn, auch hertzog Jörgen, und uberant- Mten ire brief'e. Die konigyn erzeygt sich gnedigklich mit trostlichem erbietten; Läzgieychon hertzog Jörg. Abber die sach was dermassen verfangen, das der konig cati dilrinn handeln und ubberschickt dem bischoff von Meyntz die suppli- son.u' . iluch di(: schrifften an sein mt. und des reichs regenten unauttgethan und bor , da,j ey. Mit solichen sehrifften ritten des rats bottschafft geyn Nurem- kn da was der bischoff von Meyntz und sollten auff Michaelis auch dahien seri lÜ n , ° vor oi-denten regenten des reichs lauth der ordenung zu Augspurg auft- s nent des reichs regiment anzufahen. „. .. , 35 me -, JJoch der Erzbischof von Mainz hatte kein Gefallen an des Raths Schriften und l «e,wen« sie nicht nachgäben, uriirden sie in die Acht fallen. Das was also zu- Ll, dt - damit unser bischoff und sein anhang meynten uns in einen fulen bösen ste«»- Y i, lgen vertrag zu dringen, wie vor zeiten mee bescheen! Der Math blieb '«vw/«. Es was auch dermassen mit der gemeinde gerett in allen zunftten und 4 o b'in^ eme J lnde m äolichem willig und wüsten auch nit anders, dann das acht und levdL l llles ungemach nachvolgen sollt. Das wollten die gemeinde willigk ich nit ,V U ' ybe und g"*' ZU1 " > - athc setzen. Ks was abber bey den jungen rethen erkor,' 0 ™ e ynung, das man es darzu wolte kommen lassen, das man in die acht oidw wurde; abber man det es der sach zu gut, ob sich die pfaffen des etwas 45 keine-, r n .. J ?. n(l der gotlicheit desto mer geneigt wurden. Die Käthe woOten ron Mail, Wthclien Verhandlung mit dem Bisclwf wissen, worüber der Erztnscho/ ron tut*.. ers f nt wurde; und'er befahl ihnen entweder in 14 Tagen den Bisclwf ern- «wen oder sie wurden in die Acht erklärt. Darauf ritten sie wieder heim. worin ~,° l i 61 "-™? fohlt eine Supplikation an den König und die Reichsregenten, so HaZ.i alten Argumente wiederkehren und der Wunsch ausgesprochen unrd, der «naeirnoge einem oder zwei Fürsten zu gütlichem Austrag übergeben werden. Dioni.f iii? ?6 f- WO 1 eine Kingabc des' Käthes an die Königin, datirt freytags 9 . nkt . die $ y J m > wwrin »W 'lüden wird die Supplikation dem König zu übergeben, damit derben TV* so jemeriieh verfurt verlassen in smach spott schände und ewig ver- St thevl t g68tellt werden umb so leychtfertige geringe sach, daran unserm widder- J" 1 «eyn nutz etc. 1500 % ol ™'-> b -171>> Brief an den Pfalzgrafen Jörg datirt sambstags nach Dionisy to. Okt. alle in i lda V en ihm, sie seien nicht gelwrt worden. Uns sein alle wege verstanden, meken verhawen. E. F. Gnade niöchtc doch dem König ihre Supplikation vortragen, «o bitten £,• 17 t~ 174 - Antwort auff das mandat der pfaffen weynschanckh etc. Sie ■Itekha N(M erungen gemacht, es sei altes Herkommen, Sie wollten sich rar dem ^karnmergericht verantworten. 3t. Sri*. 458 Tagebuch des Reinhart Noltz. Darauf wurde beschlossen, mit den Hunderten der Gemeinde den Bischof einzusetzen. Und wann es zu der insatzung keine, so finde man dannocht wege, wie es dir bischoft' angriff, das man im weyther irrung und Verhinderung machen moclit. Vol. 175—178 Zuschreiben an den König und die Reichsregenten, datirl sanibs- 7.Nun. s tags nach allerheiligen tag anno 1600. Die Käthe versichern ihren Gehorsam und rersprechen laut den ergangenen Sprüchen den Bischof miedereinzusetzen. Zugleich crliessen sie eine Protestation mit der Erklärung, nur aus Furcht vor der Acht wollten sie den Bischof wieder einsetzen. v.Det. Fol. ISO 1 'f. Antwort der Churfürsten von der Pfalz, datum Heydelberg auff io mittwoch nach Andrec lf>00. Pfalzgraf Philipp schreit)! dem Rath, der Bischof habe ihm geschrieben, dasx, da er wieder eingesetzt werde, es keiner weitern Verhandlung 7. Det. mehr bedürfe'. Hierauf antwortete der Math montags nach Nicolai lfiOO, in Anbetracht ehr gefährlichen Läufe hätten sie nachgeben müssen, in der Hoffnung, dass die leirff sich mit der zeit endern, das gluckh uns villicht gnediger werde. IS Fol. 184. Der Bischof und die von den Kapiteln kamen öfters in Ladenburg zusammen; auch mit den Pfaffen zu Oppenheim und, Pfeddersheim wurde verhandelt, denn die Pfaffen wollten wieder in die Stadt. Das war aber des Roths und, der Gemeinde Willen nicht, dann man stände mit inen in rechtf'erttigung für dem abbt von Schonauwe als bebstlichcni commissarien, wie wole die plall'heit meinten, den 20 abbt zu recusiren, were inen vcrdocbttlicli und den burgern mer geneigt etc. Durum hatten beide Theile Schiedsleute gewählt und stände die sach noch in denselben terminis, darumb rath und gemeinde die pfaffheit nit meinten in die statt zulassen, die sach des ausziehen« der pf'affen auch entpfremden der heyligthum were dann gerechtf'ertiget. '20. Dez. M Auff sondag nach Lucie Virginia des obgeschriben funffzehenhundertisten jars kamen her gein Wormbs geritten die kgl. reihe herr Caspar von Mersperg, ritter, landtvogt im obber Elsas, Sunckgauwe, Breyszgow, Durgaw etc. und doctor Conrat Sturtzel ritter und Ostericher cantzler etc. Der Halb war durch gute Gönner in der kgl. Kanzlei gewarnt worden. Und alszbald die (Gesandten) kommen waren eyn 30 wenig vor ymbis zu mittag schickten die burgermeister von stundt an den weyn dahien zum f'urdern Swanen' 2 nemlich (i firtel halb firnen und halb newen weyn, der was von vorteyl gut. Gleich demselben nach schickten die kgl. rethe eynen diener zum burgermeister begerendo, das auff's furderlichst nach yinbisz der burgermeister mit etlichen des rata zu inen sollten zum Swanen kummen, hotten sie 35 ettwas mit inen zu reden. Auff solichs liesz der burgermeister etlich versameln in das melstübelin, gäbe inen die meynung zu erkennen. Fol. 186 b . Durch einen. Diener des Bischofs erhielt der Rath einen Brief de» 17.De>. Pfalzgrafen Philips, datirl Heydelberg auff donnerstag nach Lucie anno 1500, worin 4o er den Roth ermahnt,, die Hand zum Frieden zu luden. Fol. 187''. Und wurden zu den kgl. rethen verordent und geschickt her Jörg Braun burgermeister der zeit, herr Hamman I.iesperg und Adam stattschreyber; die gingen zum Swanen und kamen für ir gemach und stuben und ginge der stattschreyber hinine inen zu sagen, das des rats frunde da weren. Also betten 4.'. etlich diener inen solichs gesagt und wüsten die rethe uff und gingen entgegen für die stuben des raths f'riinde zu entpfahen , und ward ein grosz gebrenge, bisz sie sich zusamen gesatzten. Da fing Sturtzel an zu reden diese Meinung: ihnen sei, beföhlen worden den Handel beizulegen und obwohl sie mit andern Geschäften beladen nitre», seien sie gehorsam. Zur Förderung der Suche möge, der Jtalh den so Bischof und einige Verordnete der Pfaffheit in die Stadt kommen' lassen. Wiewohl der Bischof ein kgl. Geleit habe, wolle er doch gern mit des llailis Gunst und, Vertröstung hereinkommen. Der Jiath möge ihrer zwei, kgl. Gesandten halben kein absebü entpfangen, sie wollten sich warlich getreulich und vleissig in der sach bearbeiten halten und erzeigen etc. Auch habe der König item J'falzgrafen geschrieben bei der hl Verhandlung sich vertreten zu, lassen. Nun, hätte ihnen der Math geschrieben, er wünsche die Einsetzung des Bischofs auf diesen Sonntag. Allein die Zeit sei zu kurz gewesen, bei den schlechten Wegen früher zu kommen. Daraus solle keine Irrung erwachsen- Die Wormscr erwiderten, sie wollten das Gehörte an die Käthe, die Zunftmeister und die Hundert der Gemeinde bringen. gu Fol. 190. Am Morgen früh traten etliche der Bätlie, auch die Advokaten und Schreiber zusammen und diese kamen zum Fntschluss den Bischof und die Pfaffen 1 Original im Band nr. 1997. • In der Kämmerergassen. 1500. 459 nicht herein zu, lassen, den kgl. Gesandten aber wolle man durch Abgeordnete sagen lassen, es sei heute noch nicht möglich Antwort zu geben, abber morgen frn wurde man erfordern beyde retho auch'zuntt'tmcister und ander von der gemeinde, die zu Glichen hendeln verordent und bcsliszlieh antwort schöpften etc. Die kgl. Gesandten *ugtcn darauf au, sich gedulden zu wollen. I Fol. im. Den dinstag zu morgen zu sieben uhren waren alt und new reth 23. Dtz. verbott, deszgleichen die hundert von der gemeinde zu acht uren und den rethen uotlent der kgl. mt. rethe anbringen und gesynnen, auch der ratelag. Und auft aasseihe mit gemeynem rathe beslossen die meynung des ratelags den kgl. rethen 5? antworten und zu solichen verordent der burgermeister Hans Zoller, her Hans 10 "raune, her .lohnnti Stellan, her Hans Marckart, ,lorg Mettenheymer und Adam «attschreyber nach yinbisz zu eyner uren sich under der Monte zu samein. Nach yinbisz zu der gesatzten stunde' kamen die verordenten auszgenommen her Hans »anno und ,)org Mettenheymer an derselben zweyer statt warden mitgenommen ijUUwig Bnhel und Philips Woltt', und gingen zum Swancn , wurden aber hottlich 15 '•ntpfarigen mit entgegen geen und f'runtlichen erzcygungen, bis« man zu sitzen «am; befalch der burgermeister dem stattschreyber antwort zu geben. Der Stadt- ■■ i'i-nbcr holte weit aus, erinnerte den Kanzler Sturtzel, wie er ja dabei gewesen als \f ™ a ' lt 1494 dem König auf sein Geheim gehuldigt habe. Dadurch sei die Stadt in niese Irrung gekommen, 'Dann schildert Adam grell die Umtriebe des Bischofs und M '" 1 MI'hext, wie er sie mit Kriegsknechten habe überwältigen wollen und sie m die "rfnaile. des Königs gebracht habe. Desshalb wollten sie den Bischof und die Pfaffen ^w hereinlassen, es 'könnte leicht Unralh daraus entstelle, 1; auch sei ja der Bischof ...■', , n Meinen in Neuhausen, wohin man leicht kommen könne. Die kgl, Ratlieer- s .° lochte Unralh daraus erwachsen. Sie sollten sich besser bedenken, aber bald, santl . : conntm nicht laug hier liegen, sie hätten anderswo zu schaffen. Die Wormser früh) 8 ?V""' iwrfe "' * ts Gehörte den' Halben berichten, und schieden ab. Am Mittwoch -•"*'• beanl detm die Itnlc " <'" s Geschehene den allen und neuen Ruthen und daran/ „■'wen sich die Verordneten in den Schwanen, wo der Sladlschreiber nochmals den 39 danZ P t der St(uU rertheidigle. Wenn die köuigl. Rathe meinten, dk Irrung "allere seh,.., 1 ...... ,..•'. , t,.. , ...*% ____■___ .1 ___ u d/is> Tn1%**— der rr SC i ?' laW -> e ' *" könnten sie aus den Buchern lieweiseu. dass bei 300 Jahrem ■>uhl . 1 ' '""' ''"' Pfaffen die Stadt bedrängten und an der statt und burgerschattt gowp,, uml gehobelt, damit sie die erbar statt,, die ettwan in gutem vermögen misel, / (las aus/ ' zweyen plärren einundzweinteig hundert mann eynem Ro- 40 zuorl ke y ser zu dinst in eyn fehlt geschickt, im in solich abnemen komen, das dem 7p üan --- M "" **« H ' icht ghiuhen, dass es der Bürgerschaft wohl wäre mit «am, t( pe, aber es geschuhe aus 'Pflicht. Wohl wäre es gut, wem, Deute m die Stadt Nu iLl , die > welch e der Stadt nicht zum Nutzen wären, blieben besser draussen wid,l " . en bischolV ,U111 Plattheit dieselben, die in alle wege gemeynor statt« eimieV, w '' rt ' K ' »ein. Da hat gott verfuget durch seinen heyligen engel, der inen wem.» /'"' ,' l; ' s xil! :»is/.gezogen sint. Allerdings hätte der Ralh an das Reidsregimcnt hanln J '","«el~cns des Bischofs geschrieben; aber in dem Sinne, dass darüber ge- knl RLi" !Crden solle - M« könnten keine lindere Antwort geben (bis fol201). Die Unfl . ver machen dafür sein zu wollen, dass beim FAurciten des liisclio/s kein m xaniZl«' Ustände - Könne es nicht geschehen, so möge mau Rathe und Gemeinde ver- xamZ, #" Donnerstag Hess der Rath beide Räthe, aber nicht die Hundert, ver- 24. De,. fünft ™ B(mm f kamen die kgl. Räthe auf den Bürgerhof und gingen entgegen sie z„ °Y ,on rotnen mitsampt dem neuner burgermeinster auft' die stegen herab sanZtu" 1)fa, ^' en - I)a "" legten sie ihre Oredenttbrieft vor, daturt Nöremberg an M 202*-! y ?,, niK ' c h HiUul Barbaren tag anno domini 1500', sowie ihre Instruktion (fol. 5. De,. Stadt Ä- \t Slc Mttm Defehl, den Biscliof einzusetzen und :u bewirken, dass die ' itichte die Schrift. Man sprach nutzlos hin und her. Am Donnerstag erschienen die j;- 'sandten nochmals vor den, alten und neuen Ruthen, der Kanzler bedauerte die '^"'üMsigkeil seiner Mission und legte die kgl. Ladungen auf den Tisch. er., , , 2 - n ~2X> Copie der 2 kgl'Ladungen, datirl Niiremberg r,. Dez 1500. Jhe i?;/'" 1 ''' ''''' w "-'" ""-es Ungehmsames wegen ein, am 15. Tag nach Empfang des »5 „11,* *"' Ni e>-g cor dem, Heichsregimcul zu erscheinen, um die Acht Vollstreckung u u/ioren, indem 'gegen sie procedirei wurde, ob sie erscheine oder nicht. Die zweite det ur'- ** ärmlichen Inhaltsund betrifft die Weigerung der Womser die Neuerungen « Weimchanks etc. abzustellen. , „ , .,. ,, ., ... lt den i>,' L ~ J0 - tm Buthe beschuldigte man den Dr. Slurlzcl der Purlhei/ichkcit für u p.J.; lschn f und die. Pfnffhe.il. Fr'sei darauf angegangen, den Bischof und die ,,' '"':''"■ Wieder in die Stadt zu bringen. Auch Wäre immer seine Meinung gewesen: >»bischoff einzusetzen gepurt sieh, das die newner, bischoffsmenner und die m ,, " l ": n ''''« faits, dergleichen schultheysz, graiff und richter rollten in ir orde- J g nntt den l.isehoinichen sale kommen, die gloek zu dreyen malen gelutet wer- « ( " "nd der bischoff in den rathe kommen, der burgenneister !i''. Hienach volgt die ander clage von der pfaffheit wegen weyn- schanck und ander beruren. Fol. 368. Wie des rata geschickten von Nuremberg wider geschrieben haben. ls.i'ri.r. Datum auff dornstag nach Valentini 1601. Sie berichten dem Raihe, das die sa'h unsers bedunckens gantz wole steef, sonderlich das man sich keiner acht oder .0 aberacht besorgen darff, Aber man hat auf uns gedrungen einen lleriehl zu llniu. wie die Pfaffen wieder m die Stadt kommen möchten und der anderen suchen ludbni, von welchem Bericht .loh. Sielfan unserm Schiruger durch, lluns von (Hessen eine Oop* überschickt worden ist. Auff dieselb beriebt kam ein grosz wetter, dann der bischo« von Meintz liesz sieh fast mereken und lieft sieh gern fast geübt uns zu nu.chfeyl r,r, und sagt zu uns vor allen regenten, wir betten uns anfengklieb gar fruntlich er- botten etc. Darauff antwurten wir, das wir unserni vorigen erbieten ungern widei- wertig sein wolten sonder weren willig dem nachzukommen, dann wir betten atS solempniteton halb und anders nit dann zu we.yter richtlicher erkennthnusz ei- botten etc. Also warde das wetter gestillet und sagt der bischoff von MeinWi so ' Diesen nennt Morneweg p. 393 fälschlich, Orüzhorer; er war später Prokuratof am Reichskammergericht; von ihm sind eine. Unmasse Schreiben im Archiv zu wormt< 2 s. Heinrich Dcich/ers Chronik in Nürnberger Chroniken eil. K. Hegel 1', 638. 1601. 463 ilwoyle wir dann also !' hinder sich bringes, solichs ab oder zu zusebreyben ... Wir solhcitiren stettigs; 1« w .»' weren wole vor acht tilgen abgeritten, aber llitzhover wil die furschleg on uns »« entpfahen. ITolfen docirin kurtz gefertigt zuwerden. Uns bedunckt man las/. uns m » vleysz also warten und meint uns müde zu machen, dann es ist thowr zern. . ]''<>l. -Mm. Hienach volgt die Supplicacion hertzog Fridenchen von Sachsen 'mrtm-sten ubbergebben. Sie hilleii, uns bey unserm gehorsamen erbieten und bey *> echt und aller billickeit gnediglich zu hanthaben und die alt erber statt Wormbs '' illw cg wol und goborsainli.il bey dem beyligen reich gethan, lr blut zum dickern ,''"' darumb vergossen hat, in .'neiligem be'velho zu ban und nit also unttordrncken lassen etc. s ..., r , Foi.HGH'' fol,,t ein Brkf Phil. Sommers an den Soft, datum au ff freytag nach »5 IS.Mai d' rii-1 t 601, Wie ich °" eh nehst geschriben hab von enderung des wetters und ■* Hitzhover und ich auff nebst sambstag nach crueis haben müssen antwurten n.m, die li " ( ' la " t,(,n weinschanck und ander puneten betreffen etc. Also haben wir tM'ibo,, e.lagen noch basz angeschen und die weyther betrachtet nemlich daraus/. '"len und vormorekt, das es gantz ein ongeschickt clag ,1er fagsafzung liere gern M In fi , g S ar nit »omesz sunder allein au ff acht und aberaelit und mt auft die V p"; ? at ' h St'stalt ist. Demnach haben wir ein a.itwurt darauff gefasset... in zn- unl V w!ch 'mtwiirt werde euch nit miszfallen, dann wir die nach unserm besten '". getrowen vleysz gemacht haben. Sie hallen die Antwort dem Erttnschofvon "T z Erreicht, der mit süssen Worten zu ihnen sprach, man wolt uns noch hutt M . «*g etthch gutlich fursehleg in schrillten übergeben, doch solt nit destor minder was ■ 0n Proco.lirt werden und solten Hitzhover und ich darauf! benelit tliun 's wir moynten das angenommen wurde oder nit; sie hetten auch darlnr, ich de, T,v' b °yleuffig, was angenommen wurde oder nit. Und meinten also mir ,,,[,<" WfBuladen und auszuziehen etwas, damit sie desterbas mochten lurbas 40 v.,'i l( ' n -, " ilx merokt ich balde, wiewol sie es vielliebt nit darfur achten und be- muen Bleich Sixten Ölhafen, er wolt mir die geben... Sagt Sixt zu nur in der l,„ , ,N, ' lM ' n cantzley, er wolt, das beyd partheyen einander verderbt hetten, alwdann ;,,,,",'V'"'' ; er nett von «"« beiden nichts 'dann viel arbeit. Sagt ich dultiglieli, sob> •'•''* 90lt '"■her verriebt werden und was mein berren im /.nthun weren, 4r. , ' '» mt verhalten werden etc. Lieben henen! leb hab ancl, sollic.tirt der I,,.- !,." '''"-Vicit halb; Rho hat Sixt gesagt, sie seyen letzt last u.imussig mit Vie Kr ' v „ n . il "Sf.^schreiben, aber zum fnrderlichslon wolle er es fertigen. Auch so hat Bjwe Adolffder camerrichter sither an miel.....gert ein antwurt aull die schnfft " v -u worden ist. :,ü Die n J '"'- "'"'• Hienach volgt die antwurt aull des bitchoffs und der pfaffhoit clage. tTVjttenchaft bittet die Wormser wegen Ungehorsam m die Acht tu erdarm. rinne, ,, ""'' lli "" ; "' 1 ' v» 1 ^ die antwurt. 'Mit allem AufwandJ^atuehenSOarf. ' Krtheidwt Phil. Sommer de,, Eechtsstandpunkt des Ea&us; su seten-^ri,,,,,),! die u'Zr: ""'■"<■ "ie rar Gericht gesogen worden. Nach dem papsthdien Becht där/U u 1'etHon? u '" hrr! >""l>i nicht auf Acht Magen, denn kein prelat noch ander geistlich scheW 0lle) ei »ichen menschen verfahen lassen, dadurch todsch ag Tersehenlich ge- 1.1,1t ',"°« 1 '" • "« «.He auch kein geistlich person kein nchter umb räch oder allein „ 1 Hnruffl>n - Nun volgt aber versehenlicl, ans/, der acht und aboracht mt ,,„.,/y^'-derbe,, snndev blufvergiessen und nienig der todschleg; man mocht fiu '»eger B ? ftch ? el egenheit der plrtheyen wole sage,,, das die cleger nichts liebers vcicl e '"!' ,l01 ' «tatt Worms und ir lewte gni.iflielis verderben, wo joeh dem ln ant1 «- statt wurde; dann sie haben sich hören lassen, sie wolten garten 464 Tagebuch des Reinhart Noltz. aus den hewsern in Wormbs lassen werden. Ausz dem volgt, das keins wcgs disz clag statt haben mag. Fol. 279. Excepciones wider des bischoff und der pfaft'heit einbracht clagen für des reichs regiment zu Nuremberg. Eine ausführliche Aufzählung der eineeinen 5 Phasen des Streites zwischen Stadt und Bischof und Pfaffheit seit 1498. <>■ •»<» Fol. 282''. Wie des raits botschafft wider geschriben haben. Am dornstag nach crucis 1501 schrieb Phil. Simulier wieder nach, Hause: das sich das wctter 4. Mai gantz geendert hat und bleybt bey unserm erbieten zu recht... Auf dinstag nach des h. creutztag wurden er und Hitzhorer ror die Reichsregenten geladen, und 10 als wir für sie kamen, lag mein herr von Meintz gantz zurück und thet ein lange rede mit uns ... sie hetten viel arbeit und vleis ankeret vor diser zeit und auch ytzt. .. uns gutlich zu vertragen, nachdem wir ye zusammen gehorten ... aber es wolt nit volgen. Der Herr von Worms habe hei seinen fürstlichen Treuen betheuert, das sein angegeben solempniteten also herbracht und gesebeen weren, sie sollten is nun das Gegentheil beweisen. Demgemäss sei es nothwendig Commissarien zur Unter- suchung der beiderseitigen Behauptungen zu ernennen. Her Erzbischof verlangte also von den Wormser Boten sogleich ohne hindersiclibrimjen einige Personen zu nennen, worauf sie den Pfalzgrafen und die von Frankfurt, nannten. Da wurden wir übel angesehen und sagt mein herr von Meintz, wir musten ettlich personen nennen, 20 die solichs in eigner person theten. Nun mocht man wole versteen, das mein herr pfaltzgrave solichs in eigner person nit thet; so thet es auch der rath zu Franck- l'urt nit; aber wir mochten etlich person ausz dem rath ernennen, auf die man die commisz setzen mocht. Sie hätten gern Aufschub gehabt, aber es mochte nicht sein. Also benenneten wir drey meins gnedigsten herrn pfaltzgraven rethe nomlich den 35 cantzler, Myhes vom Stein und Philips forstnieistern und benenneten drey ausz dem rath zu Franckfurth nemlich Johann Reysen, meister Fridericben von Altzen licen- ciaten und sunst noch ein, den weisz Hitzhover zu nennen. Da biesz man uns abgeen und gieng mein herr von Wormbs mit sein verwandten für die regenten, der benennet grave Ludwigen von Lewenstein und grave Crafften von Hoeloch. ;io Solichs warde uns furgehalten. Antwurten wir: grave Ludwig von Lewenstein stunde in irrung mit der statt Wormbs ' und wer uns gar nit zu leiden; so were graff Crafft weyth gesessen und mocht on schweren costen nit herbey bracht werden etc. Also vereinigten wir uns, das Philips forstmeister und Hans vom r>y n zu Franckfurt sollen commissarien sein und iglich parfheye ein eigen notariell :is dabey hau... Die commisz ist noch nit begriffen; wir wollen auffsehens haben. damit sie nit zu weyth gestreckt werde etlicher solemniteten halb. Mein herr von o.Mai Meintz ist auff dornstag nach des heiligen creutztag wider erstanden und ausz- gangen. Des sollen wir alle fro sein. Kyrienleider! 2 Wegen des Weinschankes etc. sollten, sie im rechten procedirn auff die eingelegt clag. .. und darauff antwort 40 geben bisz auff nebst sa.mbstag; man hat uns nit lenger dilatz wollen geben. Is' unser meinung anders nit dann declinatorie zu antworten ... Der Rath erbiete sich, vor dem Rckhskammergericht zu Hecht. Fol. 287. Antwurt auff die furder schrifft. Der Rath befiehlt seinen Gesandten in Nürnberg: das ir dann mit allem vleysz daran seyen, das beydentheyl zewg en 4."> zu hören zugelassen und bevolhen werden. Fol. 288. Replice auff der von Wormbs anwelde nehst einbracht vermeinte schrifft antreffend die newerung; so protestiren wir die anwelde unsere gnedig 1 '" herrn des bischotl's und gemeiner priesterschafft zu Wormbs. Nochmalige Aufzählung der gegen die Stadt erlassenen Mandate. 50 Fol. 291. Hicnach volgen artickel, so sich der bischoff' vermyst zubowe.yscn auff die zulessigen urteil zu Antwerp ergangen beweysung betreffen. Der JiiscM klagt, flass er ungebührlicher Weise 1494 ron dem Rath entsetzt worden sei. Fol. 292. Artickel betreffend die vermeinten solempniteten mit pfeyftf" lewten etc., so zu rats und gerichts besetzung und newerung jerlieh gebraucht .15 sein sollen: 1 Graf Ludwig von Löwenstein erhob Ansprüche auf Gefälle in Worms. ""' der Rath bestrill; der Graf benutzte dann die über Worms rerliängle Acht und i'<''~ ijeiealligle Wormser Bürger, wobei der pfälzische Adel sich mil ihm, solidarisch crkl'irh', s. die Korrespondenz im St.-A. W. Band nr. r>is. * Eine Parodie des (Mei- (0 liedes: Christ ist erstanden, das mit dem Refrain, seidiesst: Kyrie eleison. 1501. 465 , 1. wann ein bischoff jerHch zu besetzung rates und gerichts Martini in rate TCtnmen, habe seinen gnaden der ein burgermeister jedes jars zwen gülden geben, ' llliln nennet penen oder frevell gülden. 2- Seit dem Jahr iiv-1 wären diese 2 Gulden meld mehr gegeben worden. ■'S. das jerlichen und von alter kerkommen sey, das schultheysen grafen r, nchter und ir person auff ein nemlichen tag vor Martini sieh gegen einem bisehott °"t ettlich,.,, nahen Gerechtigkeiten und presenten erzeugt haben und mit dromettern Und pfeyffern in i,- ordenum" über den platz vor dem bischoffliehen sale herauff im jor seinem tisch oder in seinem abwesen dem keller an einer stangen erhöhen zwo naschen mit weyn, ein butel darin ungeverlieh ein pfundt gelts mit anderm ge- 10 bracht und geantwurt haben und alszdann mit seinen gnaden oder bevelhhaber .«essen; das ist war. 4. alles dies sei seit 14!>4 nicht mehr geschehen. _ „ 6. der Bischof bittet daher, das* ricsshalb die von Worms im Acht und Aberacht !ietl m n werden. " Dagegen wenden Bürgermeister und Math ein, dass diese Solemnitaten auf Ver- ,r "gen beruhten, die durch Kaiser Friedrich III. abgethan seien. Ueberdies seien xoiich gloekenlenten. pfeyffen, trometten und dergleichen nit ein wesentlich stuck " ei ' mits oder gerichtssa'tzung auch in keinem vertrag solicher massen und nit anaers begeen auszgedruckt noch ausz eynicher sonderlichen obberkeith odder SO Gerechtigkeit des bischofts. Auch sei soliehs allein ausz freyem willen und nach KOtallen des raits dem gemeinen volek und nit dem bischoff zu willen gethan; es »M auch auff der Moritz oder auff den zunffthewsern nie ein rait für gu; angesehen mögen gescheen odder underlassen sein nach gefallen der burgerschaftt Hein es ist auch war und beweyszlich, das burgermeister und rait ander U jaeöen irer notdurfft oder gefallena als' ruger der sentsachen genant heymburger, i, i u !her ' verwyszter ubeldeter und anders auch auff gemalter stegen ye zuzeiten «mo.bequemheheit willen des Standes und des platzes zu sohehem gelegen und ««schickt auszgeruifen und verkündet... _ , , Bürgermeister und Halb, als der magistrat und obberkeith zuWormbs mögen SO ';.! -\. und er andern iren regalien drometter pfeyffer auch einen naehncliter odder «uiarttnebter halten, auch advocaten, stattartzet, stattschreyber, heymburgen mart- "nstcr, stattknecht, rait und gerichtsbotten, portener, wachter, huter und ander "ff f . .. auch gewonlich antf saut Martins lag und den andern tag darnach ein SS eonvivium und ymbisz thun bereiten, ire obbemelten diener und ander ires ss - allens darzu geholten geladen und beruften. Auch zu zeiten einem bischoff ein ncssen zu hause geschickt von freyem willen und zu fruntschafft. . . de,- „ "'■ obengenannten Diener hätten an den genannten Tagen einem Hain oaei " Xwgcrschufl•gedient. ihnen:« hhren, doch ohne Verpflichtung, oder ob sie nit ■schienen, be 8 under ,1er icharffriehtcr, 'deszhalhen penfellig oder zu straften ge- 4u wesen weren. aeh , t Bl '*Wrmeisler und Roth hallen seit mehr als Menschengedenkeneine Glocke ■ -mbt, genant die hoff . oder Btormglock al]ff oder in der monsterthurn einem dir""n' ! ""' h pewonlich darauff zwen wechter tag und nacht, die nun und abgeen; «S,.f lbe " r|o, ' l < , ' '»»«« Je"' rate gewartet und allein autt eins burgerme.sters 4, gehe«, oder von ordenung des rats zu fyenden oder fewr geschrey oder sunst dlie *n eyn m ^ruften gelewtet soll werden ono das der bischol damit ycht zuschaffen " cnui1 oder zu lassen bat. Das ist war. , _ .,, mg ^ m , Um Bi,eh ?* sei ^gekommen, dass Bürgermeister, Bülhe oder G™cU*ptr$on m dm es e t° 1 »»Ehren in den bischoflichen Ilof gegangen ,aircn, ^HhhabeBs^.h^nes 50 raitf 'y™' << as « dweyle ein biseholf ein mitraitspersone sein solt, das daniMder Ielh s m 1 ,1i -' 1 ' , ' , ' r "" h'wIhm,' auff «lc bischofts sale sitzen, besunder wann ein^«choff anW dnnn » ««in wolt; demnach hat auch ein yeder bischoff den raits eydt wie 'er raitspersone geschworen. Aber das sei lange nicht mehr geschehen, tmr^^Sesagt würde, das auff der stegen in auszruffen des mite und ander h Srt* Ctwil " ««sagt were: hie »teet unser gnediger herr der b"±°?ÄbT™ eine« ? Bewonheit newe burgermeister rait und gerieht zu besetzen, ,nd gibt zu eine n rr bur Sermeister von den? alten rate N. etc., so sei dies ein Missbraueh und tnl J : lWa ^ Uii ' »v ™S /"" Buwrmeiter. Haths- oder Geriehtspcrsonen aus n Xat'ic ihm prusenlirten Personen zu wählen nicht zu setzen. * JU chtn Bc \ G ^einde Bürgermeister, Roth und Qerichtepenonm, Sclu, hem, Grafurul <>emeZ' t° H " in l"'' 1 '' 1 '''» oder furgebitter, geloben dem altern Ihirgernieister ron lner s tadt wegen und schwören dem Math geluyrsam und gewärtig zu sein. W °nwer Chronikon. 30 466 Tagebuch des Reinhart Noltz. [298t>] Ob sich auch erfunde, das zu Zeiten der nachrichter auch auff dem stein unden an der stegen gesessen were, so ist war ..., da9 solichs nit von noten, sunder ausz eygenera freyen oder mutwillen, nachdem die hencker auch zu zeiten als ander des raits diener nachgangen etlicher der zu schimpf! oder leychtf'ertigkeit 6 geneigt seinen gatz do gutribcn hat, er mocht da sein oder nit, das stände zu seinem gefallen. Es sein auch zu solicher und andern zeiten mer narren und thoren darautf gesessen, das mag dein bisehoff kein gerechtigkeit bringen; dann eyn nachrichter zu Wormbs hat sein auffsehen auff burgermeister und rait etc. item so beweyszt wurde, das der gemeinde burgermeister dem bischoff zu iu zeiten den heymburgen stab dargereicht und sein anibt also auffgeben sollt, desz- gleichen schultheysz gravc und lichter und die newen entpfangen solichs wider von einem bischoff, so sei dagegen zu bemerken, dass der Batli obberkeit, die frey- heiten und gerichtszwenge von römischen Kaisern und Königen besitze. Es sei wahr, das der elter burgermeister von den newnern der obberer und recht prefectus urbis ir. ist, und der gemeinde burgermeister im zu eyner hilft' zu geben als mitarbeiten hat auch sein auffsehens auff den eitern burgermeister; dieselben burgermeister auch schult- heyssen grave und richter entphahen iren bevelch und gewalt von einem rait etc. Fol. 300. Duplice burgermeister und rate der statt Wormbs wider den bischoff. (Bietet nichts neues.) 20 Fol. 309. Philips Sommer, Licentiat, an den Bath, datum auff den sontag 14. März oculi 1501. Er warte noch immer auf Abfertigung. Am freytag vor dem sontag s. Märt reminiscere habe er den Erzbischof von Mainz gebeten ihn abreisen zu lassen, der habe geantwortet: Nein, gedenckts nit, ir müsset hie bleyben, ir wollet viel haders anstellen und des nit auszwarten. Er habe dem Herrn vorgestellt, es sei doch genug, 28 wenn Hitzhover dableibe. Da hob mein herr von Meintz ein arme auff gegen mir und sagt ungestimlich: „Ir müsset hie sein. Ich will mit euch handeln" und wandt sich von mir. Da gingen der vitzthum zu Amberg, der an meins herrn pfaltzgraven statt sitzt, und Detzel, der von der von Nuremberg wegen sitzt, zu mir und sagten, ich solt es in allem guten versteen, ich were dermaszen in mein reden und furtrag SO vermerekt, auch den fursten also berumbt, das sie mit mir zu handeln geneigt weren... Also schiede ich auf diesz male ab. Den andern tag kam ich aber und stalt mich zu gesicht der fursten. Da schickt mein herr von Meintz Sixten zu mir und liesz mich fragen, ob man Worms hingeben und dem pfaltzgraven zugestellt hett; die rede gieng, das der pfaltzgrave hett Wormbs eingenommen. 99 Dabey stände Detzel. Antwort ich: wer solichs ertracht hett, der gönnet den von Wormbs nit bessers, aber ich hett kein zweyvel, es were nit, die von Wormbs weren zu fromme darzu. Da sagt Sixt, wann irs theten, so must man euch in die acht thun. Sagt ich: wann wir es verschulden, so thu man es, sunst will ichs nit raten. x Man Darnach an inontag nach reminiscere macht ich mich aber zeit auff die ban und » kunt nit furkonimen. Also wart ich hieausz vor der stegen, da mein herr von Meintz hinab geet, bisz er käme. Da sprach mein herr von Meintz zu mir: Ich weisz nit, wie sich die sach schicken will, ich hab mit ewer widerparthey der fursleg halb gehandelt, es will sich aber nit schicken. Sagt ich: wann ewer gnade mit in der furschleg eins will werden, so wirdt ir keiner von meinem teyl an- V> genommen und wirdt lauther vergebe« gearbeit sein. Da sagt mein herr von Meintz: Ich kan schir minder mit euch naher konien, dann mit den andern; ich weisz nit, wie man mittein solle. Sagt ich: (inedigster herr! Wol mag ewer gnad mittein, henckt den mantel mitten auff die stang, das er zu beiden orten reich, so kompt ewer gnad bald herdurch, dann sol man ein rachtung machen, so musz es gemacht M) sein, das wir beyeinander bleiben mögen, es thut sunst kein gut. Da sähe er mich gar schwartz an und gieng hinweg und bedunckt mich, ich hab mein gut wort gegen im verlorn. Darnach kam ich zu herr Heinrichen von Bienaw von un- geschichten und bat in, er solt bey meinem hemi hertzog Friederichen schaffe 11 ' das wir zu beidentheiln abgefertigt wurden. Er tröstete ihn. Darnach han ich M aber auff mein herrn von Meintz gewart. Da liesz mir sein gnad sagen, ob es nit besser were, das ich also warte, dann das man die von Wormbs in die acht thet. Liesz ich sein gnaden widder sagen, wann die von Wormbs ausz Verschuldung und ungehorsam in die acht kernen, das were in schwere; wolten auch darfur sein. Wann sie aber über ir erber und gehorsam erbietes und also unverschuldt in die <;o acht kernen, hett ich darfur, das nichts guts darausz entsteen wurde und das auch die von Wormbs dem guten rat finden wurden. Sommer bittet dann um Ablösung- LJuii Am mitwoch nach Udalrici schreibt er fol.312ff.: Aus seinem Briefe an den alten meister Reinhart (Noltz) wüssten sie den Stand der Sache. Aber am letzten 1501. 467 Samstag sei er ror die Renenten qeqangen und habe um den Abschied gebeten. Ant- wurt mir se j n sna d ( von 'Meintz),' was ir hudt redt, das leugelt lr morgen wider, «mit macht ir uns ein sunder arbeit etc. Sommer lehnte den Vorwurf für seine 1 ertön ab. Eitzhover sei tu Zeiten geschwinder Rede, allein das verpflichte den Roth mm. j) er Ertbischof versprach dann baldiqe Abfertigung. Bann berichtet Sommer i wer das Reichskammerqericht. Es peinigt und creutzigt mich fast an meinem hertzen, Ua * ich nit kann spuren einen rechten erbern zimlichen weg des rechten, den man Segen den von Wormbs untterstee furzunemiiien, dann allein wie man sie überschnellen mocht per phas et ncphas auff das dem bischoft" sein Wille geschehe. A 'n den Regenten, „ach. Worms m fertigen, dass sie mit dem liatlie und der Gemeinde iniuieln und erforschen sollten, wie es bisher qclmlten worden wäre. Das versetzt den »ehreiber in Wuth. Zuletzt bittet er um Geld, Nurcmberg ist nit Korne, aber es °"f kein schaffe here on wollen; were es nit glauben will, der mag es ver- "ucnen. »» , Sontag nach unser frawen tag nativitatis 1501, fol.316: Lieber herr alter »•**■ .'«rgermeister! Wisset das wir auff riehst freytag nach unserm auszreiten zu Wormbs 111 grosser hitz here .'ein Nuremberg sint kommen und ist der bischoft von Meintz 'V'iwben freytag ausz Nuremberg heym zu geritten. Am Samstag wurden sie vor "™ Regenten gefordert, da erging sicli der Biscliof von Worms in langen Uftigen so Ziagen; darauf hat Hitzliover geantwortet, worauf der Bischof nachmals sprach. Sie 'ersahen sich nicht viel Gutes. ' Wir forchten und versehen uns, das wir die acht «Hissen leyden, daruinb so habt ewer statt acht. .,.„ In vigilia Martini berichtet Sommer wieder ausführlich ans Nürnberg, fol, to. «or. ''"'ff. Ich bin an dornstag zu nacht gein Nuremberg mit guten friden kommen, M *■ Nov. I, m Wynszheim spert sich der gleitsman und gebot mir, ich wer in der acht etc. lmft- V - ei ' Sa,1 ° mich (iot mit einem K"to n gleitsman, der an meins herrn marggraven on ist, der gleit mich bisz gein Nuremberg. Da übergäbe ich Hitzhovern meins tuen von Wormbs brieff und sagt im, er solt sich annemmon, ein frembder bott "i den brieff bracht und solt den übergeben dem regiment und sich annemmen, :io ■i iiottt, es wurde bald botschaft't von der statt hernach kommen. Darnach am aiiibstag zu morgen erschin ich vor dem regiment und name mich an, ich wer »•"»»• ! 'st an Ireytag darvor kommen und übergäbe meins herrn pfaltzgraven und ewern nett; er vertheidigte die Stadt weqen der Anklage des Ungcliorsams, sie hatte, die Acht niciit verschuldet; 'sie hätte nun den liischof eingesetzt, deswegen möchte das Regmient l> '. i° s (l ormsern ihre Zweiziinqiqke.it ror und verlangte, Sommer sollte Bürgen stellen. Das ^weigerte er zuerst, miisste aber nachgeben und bat die Stadt Nürnberg darum. Die fingen niirs ab ausz Ursachen, die erst: ich hett des kein credentz; die ander, 4.', uiil ich nit wissen - ob ein rat die form vom reich angeben bewilligen wurd, shir.l, ', wure es die torm .. . dann ein rat neuu m »«=. ^.. akn • rt , zu 8elegt, niemans geschonet durch ir schrifft und appellacion und so sie «M ein absolutz herauszgeben. mochten die von Wormbs sie noch wer verachten blJ'' lgiin ' 8iü het *en sie ongebetten absolviret. Sie rerlangten, die Stadt müsse ',;. n 12 Tagen eine vorqeleqte Schrift versiegelt zurückschicken, dann sollen sie ab- ;,-, u ' -7 werden. Darnach Übt euch zurichten'. Das gewinnt man an viel verwissens; ' »« nit alwegen gut mit der warheit schimpfen, sunderlich gegen den gewaltigen halt 1 zu zeiten besser underwegen gelangen. Es sitzt im regiment kein statuier, der fürst von Inhalt an hertzog Fridricha statt, doctor Kuchenmeister, A ' lvc l Adolff von Nassaw her Heinrich von Hinaw, her Wollf von Ahenhoyin, her so PPel von Seckendorff, Günther von Binaw. _ . Aoht l S2l> '- Hienach volet die peticion. Der Rath bittet das Regiment, sie der cnt Zu entledigen. 30* 468 Tagebuch des Reinhart Noltz. Fol. 323 b ff. Hienach volgt des reichs regiment ooinmissarien verhandelung. Anno 1501. '28. Mi Anno etc. 1501 auff mitwoch nach Jaeobi ist her gein Wormbs kommen Oontz Im hole, ein burger des rata zu Nuremberg, mit 4 pfcrden, hat sieh nit 3o. Juli i angebben und gewartet bis/, autt' freytag; darnach morgens t'ru ist kommen doctor Sebastian Schilling, als/, man sagt zu weisser den Heyn herab mit einem pferde in die herberg zum Helm, der hoff heist zur Dauben gegen dem Kauft'hausz über, zu- samen und haben algzbald geschickt einen diener zu dem burgermeister Hansen Zoller und sich angebben lassen, sie zwen seyen hie als verordent commissarien io des h. reichs regiment, bitten etlieh von raits wegen zu inen zu verordenen, den wollen sie etwas irea bevelhs furhalten. Nu hat der rait vor ettliehen tagen vernommen, wie sie zwen auff wegen verordent und kuntftig weren und das der doctor ettlich tage zu I;audenberg bey unserm bischoff gewesen und bericht entpfangen hett etc., wes und wie zu handeln ete. Doch so verordent der rat herrn Hansen is Zoller burgermeister und meister Philips Sommer, die gingen zu denselben reten in die herberg zum Helm, die retten diese meynung: erstlich übergaben sie ein beslossen missive, sagten, es were ein eredentz, begerten die anzunemmen und dabey sie weren verordent und geschickt von wegen der königlichen mt. und des reichs regiment zu Nuremberg lauth commission und instruction, die sie soviel sich gepurt 20 zu seiner zeith anzeigen weiten; begerten auff morgen die rethe zubesameln und die gantz gemeinde auff ein benannt stunde, so wolten sie iren bevelh weyther offen. Zum andern nach dem die sachen den bischoff von Wormbs betreffen und one ine nit gehandelt werden mochten, und wiewole der bischoff der kgl. mt. gleydt hette, begerten sie doch, das die rethe dem bischoff auch Sicherheit trostung 25 und gleyde zuschreyben wolten. Zum dritten baden und begerten sie ir personen halben ... ob sie etwas handeln wurden das rate und gemeinde widerwerttig were. das man solichs inen nit zu argem vermercken und im besten versteen wolt. Sie weren gefertigt und musten gehorsam sein. Dem Rath wurde dienen berichtet. Als er die Missive besichtigte, nahm er An- 30 stoss an den Worten: Uen die sich nennen burgermeister und rait der statt Wormbs. und er verweigerte die Annahme. Zu den Verhandlungen wurden abgeordnet der Bürgermeister Hans Zoller, Meisler Philips Sommer und der Stadtsclwciber Adam. Da die Commissarien zwei Notarien aus Heidelberg mitgenommen hatten, verordneten die Räthe gleichfalls zwei Notarien und Zeugen und gingen dann mit ihnen in die Herberge zum 36 Helm. Die Reichseommissarieu weigerten, sich die Missire wieder zurückzunehmen und Hessen einen notariellen Akt über den Vorgang aufsetzen. Dasselbe that der Ruth, indem sie die Missine auf dem Tisch liegen Hessen. Man halte erfahren, wie der Nürnberger die Nachbarn ausgeforscht hatte, auch hatte ein guter Freund gewarnt; darum wurde beschlossen, die Zünfte zu benach- in richtigen und ror den Umtrieben des Nürnbergers zu warnen: ob ir ettlich beschickt oder sust undcrstanden wurde, sie als siecht eynfaltig leute zu fragen das oder das, an inen zu erforschen eyn oder ander, das sie sich fursehen, keinem rede oder antwurt geben, damit sie als siecht erbar einfältig luto nit hinderkommen hinder- gangen, ire sagen vermerckt, villicht ändert dann ir meynung und gemeynor statt 45 zu nachteyl weyther getragen, dann die commissarien betten notarien bey inen, weren darumb hie, von unserm bischoff pfaffheit und iren gundern also zugerieht, wie sie mochten hinder rait und gemeyn kommen, sie trennten und irrig %a machen etc. Den Commissaren wurde das Ausfragen verboten, worauf sich der Nürnberger entschuldigle. :i. Aug. 60 Auff dinstag nach vincula Petri waren beide rethe versamelt. Hier tvnfde die Commission verlesen, ausgestellt von K. Maximilian zu Nuremberg <.). Juli 1501- Die Commissarien übergaben sodann dem Rathe ein Mandat Maximilians vom gleichen Datum, das der Roth wegen des ihm vorenthaltenen rechten 'Titels nicht nehmen wollte, wobei die beiderseitigen Notare wieder Arbeit erhielten. :»6 Fol. 334 ff. 'Hienaoh volgt des rata antwort. Der Inhalt ist im Tagebuch o. p. 446 kurz angegeben, c. Aug. Fol. 337. An ff freytag (nach vincula Petri) nach ymbs ubberschickten die commissarien eyn ander achrifft, worin sie sogleich Antwort auf die zwei Punkte ihfel Instruktion begehrten, nämlich dem Bischof ein Geleit zu geben und den Rath und 12. Aug. so die Gemeinde zu versammeln. Das lehnte der Rath ab. Donnerstag nach Laurencn schrieben die Commissarien von Speier aus dem Rathe, sie hätten, um Kosten zu sparen, die Leute in Worms verhären wollen, allein ihr Leben sei bedroht worden, wesshalb sie sich nach Speier liegeben liätten. Bitten für sich, ihre Notarien, Bottn 1501. 469 «■nd Diener freies Geleit, um in Worms das Verhör vorzunehme*. Der Rath äusserte "W Befremden über ihr Abscheiden und beruft sich auf sein Rechtserbieten Die uommtearien antworteten darauf Spier auf donnerstag nach Laurencii 1501. Berumb »■ *«»■ w ermanen und gebieten wir euch nochmals in crafft unser commission und gemelts «g'- Mandats, das ir die personen, so wir zu fragen in betelel, haben um euch 5 verwant, vc verwandtnusz und glubde ledig zelen und sagen. Der Rath schickte dte ^tacionen wieder zurück mit der Bitte: rate und gemeinde bey irem recht erbieten ''l'-yben zu lassen. Die Commissaricn schrieben am donnerstag nach assumpcionis, /.'./■«»■ SJ e hätten die Personen verhört und so viel, Bericht erhalten, das alle artickel die "Olenipnitet beruren also gehalten und herkommen seyen, welcher artickel wir euch 10 hiennt glauhwirdig copey zuschicken Sie gebieten hiermit: das ir der solempnitet f»o geleben und volgthun und uns gestatten unser« gnedigen berrn von Wormbs taut gesproohner urtneil einzusetzen, bitten desshalb um freies Geleit, Der Rah ..... t'ttet am freytag um Geduld, Du keine Antwort von Worms kam, begaben sich die Jo.A« g . %™*SSarien nach Ladenburg, von wo au» sie anff vigilia Bartholoniei silineben, is 2.,. Au,. *'• B^chof wolle noch Geduld, haben, sie stellten dem Halb als let:tcn lerminden Donnerstag. In einem Schreiben ,-om mitwoeh nach Bartholoniei protesttrt der Ruth -<■-<"."■ !M)en das rechtswidrige Verfahren der Commissaricn und. bezichtigt diene der 1 arlliei- nciikeit und Umtriebe qeqen die Stadt. Fol,34Cfif wird 'die Geschichte vom Boten erzählt ». <> p. -ttu. . - Fol. 8476. Hienach volgen die zugeschickten solempniten. Ww kennen sie '«'• Genüge. a Fol 351. Hienach volgen die obbemelten kgl. ladungen; alle drei datirt vom •'■ duhK K. Maximilian ladet den Rath von Worms ein am 21. 'Jag nach Empfang «« Mandats in Nürnberg zu erscheinen, um in des Reiches Acht und, Aberacht erklärt 2s 2 "i erde n, l) weil die. Wormser Rath und Gericht eigenmiwlitig besetzt haben; 2) weil «'« 'den Bischof nicht eiruiesctzt haben: 3) weil, sie dem Bischof die hergebrachten Solem- ndaten verweigern. Fol. 355. Darauf wurde beschlossen, vordem Termin nieister Philips Sommer n .u raeister Cristoff Hitzhover licentiaten nach Nürnberg zu schicken Die tom- N missarien halten über den Halb, übel berichtet und die Geschickten wurden, daher hos <"Hieschcn. Tercia crucis exaltationis wurde der Spruch gefüllt, wonach alle Manns- I4.s*pt. P^sonen über U Jahre alt in des Reichs Acht und Aberacht und tu den Unkosten TJ ,, wu rden\ Auf Fürbitten einiger Städteboten wurde tedoch die Vollstreckung ™ Acht auf allerheiligen tag aufgeschoben. Mit diesem Unheil ritt Meister Philips n l.K". «ommer eilends heim. Der Rath sandle, dem Reichsregiment eine Appellation fol, 8B8ff. *,. ''firt SÄ. Sept. 1601 nebst Begleitschreiben dattrt dinstags nachi Dionisy: IM /-"*'• *PPellati,on hebt, nach dem gewöhnlichen Hingang an: Nachdem Gott der allmeentig, er aller ding ursprunglich und endtlich ursa'ch ist. den menschen beschatten und g««*»0kt hat nach seiner bildung und i.ne eingegossen zu einer reguherung das 40 natürlich recht, das nach dem state der ersten Schickung den menschen gnugsam § "f". dann alle geschoptf Keinen niangel betten; dweyl aber die menschen in demselben volkommen state nit plieben, nach manigfaltigung der geschlecht sein autt- ?«10ht und verkündet die g,'.setze der volcker, dadurch sie kernen zu erkannthnusz *» gerechtigkeit, also das ein jeder von den, geklagt solt ordenheh vor gericht 4., « e ordert sein, antwurt und gegei'iwere, auch bewc.vsung und and« notdurftt gehört J"**, wie das gesetze soliehs clarlich und weither auszdruckt. das alle crist- ff5*W menschen zu halten und zubewaren schuldig; dann gerechtigke.t in zeit- chen^ dingen das best gut geacht und wo die gerechtigkeit nit statt hat m« gesagt werden: daselbst kein glaube sey etc. Dann erzählen die Uonnser nochmals H pflanze lange Geschichte seil Friedrich III. Interessant -ist dann besondirs folgende «•ftJW.*7i». Dagegen das einbrunstig hitzig gemut unser« widerwärtigen r.ber "' wider uns gespuret. ,les wir vorlangist in anfengk dis« handeis gewanet und *«orget gewesen „nd mit ubertnessiger beschwerung befunden. Dann etthch von «Plattheit und nit die minsten prelaten des Keinsframs den unsern zu mennalen M &\- U « en S^gt ^ben: ir von Wornibs dorffen nit gedencken, das ir mit ewerm 'schot. „nd pfalfhcit allein handeln. Ja ir kriegen mit allen bischoffen und pfatt- ö» tles Reinstrames und als weyth Dewtsch landt ist und man wirt euch von !l^M_nrt lassen darzu komen als ir meinen und hett ir sovil rechts als alle t> u. ' Dwch die obige Darstellung erledigt sich die Frage Mornewegs l c Note J32 t» 4W,« • Ori 0^nale, und Kopien dieser Briefe im St.-A.W. Band nr. 1921. - Der Worte) abgedruckt bei Schanuul II, p. 389. 470 Tagebuch des Reinhart Noltz. heiligen ye gewonnen; dann so ir von Wormbs das loche machten, wurden andere auch dergleichen understeen; darzu lassen es wir geistlichen nit kommen 1 . Unterschrieben von den Notaren Philipp Lang von Gartach under Lymburg, gericht- scbreyber zu Wormbs und Mathis Herden von Hopart. Darauf antwortete das Reichs- 27. Okt. 5 regiment am Mitwoch s. Synum und Judas... Abend 1501 fol. 375'' und verweist ihnen ihre unnutze trutzige erdichte wort. Fol. 377. Hierauf schickte der Roth Hamman Liesperg und den Stadtschreiber Adam an den Pfalzgrafen, der jedoch schriftliche Werbung verlangte, was geschah. In diesem langen Schreiben wird beweglich die Noth der Stadt geschildert und um Schutz l. Sept. io gebeten. Ebenso schrieben sie auft' mitwoch Egidien an den'Ersbisclwf von Mainz und den Churfürsten von Sachsen. Fol. 385 h . Darnach schickt der pfaltzgraff sein rethe her gein Wormbs herrn Swyker von Sickingen hoftmeinster und doctor Jacob Köhorn cantzler und liesz begeren seinen gnaden zu vergünstigen gütlicher underteidung und das man mit 14 rait und gerichts besetzung in ru stan wollt. Das sagte der Rath in einem Schreiben •j. Okt. vom sambstag nach Michaelis zu. Die Acta brechen nun Fol. 386 b mitten in einem Satze ab. Blatt 387 ist foliirt aber unbeschrieben. Die folgenden Bände sind zu Grunde gegangen und nur aus dem Jahre 1513, September-Oktober, ist ein Bruchstück, 404 Folioseiten, erhalten. 20 Anno 1 502. 3». Jm, Item uf samstag nach conversionis sancti Pauli schickt hertzog Philips pfaltzgraf jeglicher zunft allhie zu Worms [236] einen brief, darin stunde geschrieben, dasz sich ein jeglich zunft versammeln solt, so wolt sin gnaden in vorhalten, was und wie er gehandelt hett zwischen dem bischof, pfaff- »5 heit, rat und gemein alhie zu Worms 2 . Also hett es der rat gern ufgehalten, dan es ire gewonheit nit was fremde herren in zunft zu lassen, sondern was man der gemeind verkünden wolte, das verkündet man vor eim rat und darnach verkündet es der rat der gemein. Es wolt aber uf die zit nit sin; also trugen die Zunftmeister die brief dein [2371 burgermeister; also gebot 30 man den samstag zu abend vier uren die zünfte" uf den Bürgerhof und alt und nuwe rate; also um 5 uren quainen des pfaltzgrafen rate, der cantzlei'i Morszheim b , Schwicker von Sickingen, hofmeister, und hielten den zünften disz meinung vor ongeferlich und redt der Koehorn, wie dem pfaltzgrafen vorkommen were, dasz etlich weren im rat und gemein, die willens werrn 35 sich in ein andern schirm zu tun und nemlich an siner gnaden wider- wertigen den landgrafen; sin [388] gnaden hett aber eines rats entschuldigung gehört und hett sie auch entschuldiget und auch die gemein, aber er were so warlich bericht, dasz etzlich weren, und sin gnaden woltcn, ein rat und gemein wurde deszglichen auch bi in c tun, als du bi einem rat klärlich ge - 40 schrieben findest. Darnach erzelt der cantzler den handel d zwischen der pfaffheit und dem rat des winschancks halber, wie du bi einem rat findest. a ) IIa. zu abend vier zunfften uff den 13. b ) Us. Moeszheim, s. aber u. Z. 4$- c ) JET«, im. d ) den handel fehlt in der Hs. 1 s. auch V. von Kraus, das Nürnberger Reichsregiment p. 152 f. * **J « Brief des Churfürsten an den Zunftmeister und zunftleute der Weingartlutzuiift't *■<>'" 29. Januar ist im St.-A. W. Band nr. 1937 vorhanden, sie sollten sich nach essen '^ einer hur auff eur zunfthaus zusamcn beruften, damit seine Jläthe mit ihnen ret- handeln könnten. Am gleichen Tage erschienen die pfälzischen Räthc Swycker von Sickingen, Dr. Kuhorn, cantzler, Wygant von Dienheim und Hans von Morszhenn, 50 St.-A. W. Bund nr. 1926. 1502. 471 Darnach u f den sontag nachmittag hielten- die pfaltzgrafischen" herren rate 'n auch die obgeschrieben [m] meinung vor, und was der beschlusz, dasz die gemein mit ir oberkeit dem rat entschlieszen soll, was s.e hden mochten >n dem winschanck und sin gnaden das erkennen geben. Also uf den Donnerstag nach purificationis gieng der rat in jeglich zunft in Sonderheitund 5 ».«r. lagt inen die händel des" winschancks vor 1 . Also blieben die zunfte dabi was ein rat im besten vorkerte d , dabi wollen sie stellen lib und gut, und man las den Zünften auch das decret und confirmation, so ein rat hat von Kaiser und könig. , . lU [■240] Februarius begande warm und fucht und uf sontag nach s.Agathe 10 ». «r. tag gäbe der rat und Zunftmeister dem pfaltzgrafen antwort uf die voi- geschriebene rede und lüde also: dasz rat und gemein kein andern schirm "och sich zu bewerben umb ein andern mühe gearbeit und gedagf hett, sondern in sinem schirm zu bliben und lib und gut bi im f zu stehen ; des winschancks halber, dasz die pfaffen ein zit nemen, do sie win inschenckten t> oder die win, die mit den pfründen angestift sein und ine schenckten; [241] wo sie das nit thun, wolten sie pliben, was in das recht gebe, muslen sie lassen geschehen». Was darus wirt, findestu hernach. Item uf samstag zu abend vor invoeavit quame gen Nuhusen cm legal «•« von Rom hiesz Raimundus 2 , und schickt ein bischof, der mit im was kommen, m herin in die statt Worms und plieb der cardinal oder legat zu Nuhusen; also schickt der den bischof nach des rats frunden h und hielte vor die Meinung, wie der legat zu Nuhusen werc und dasz er nit in die statt were geritten, tet [242] er es keiner andern ursach, dasz, wo er were zum pfaffen eingekeret, so hette 1 viellicht der rat darvor, er were der pfaffen partei; « were er dann zum burger eingekeret, so hetten die pfaffen darvor, er were g"t burger, und auch were er kranck, dasz er nit kunt crutz gemachen, des wegen hett k er es unterwegen gelassen und were zu Nuhusen pheben; auch were er drum herkommen: er hette gehört, wie irrtum were zwischen der statt und der pfaffheit, hofft, er wolt die 1 sach richten, und der wort viel. 3« [243] Also uf sontag invoeavit zu nachmittag- versandt der rat ein a.ntr. notschaft gen Nuhusen zum legalen und hiesz in willkommen und redten mancherlei mit im des handeis halb. Also bescheide er sie gen Speyr da wolt er hin und vertagt- die pfaffen auch dar. Was darus w.rt findestu hernach geschrieben. Die von Nuhusen ludten fast ser mit iren glocken und 3 5 hatten grosz fest mit irem legalen ; er lag in Rüthers hus, was ein canon.cus; !^d_als des rats fn]nde m im quamenp d a lag er uf einem [244] s.tzbett v . , ») Es. und hielten. •) ff., pfaltegrafcn. ° ] JX^*'aan~e Text 2 "er v wkehrto». o) /,„ „dacht f ) &• ill,,en - g) Dcr J' mze J ff „ , , r •«»r* corrumpirt. 1.) Ih.' fronen. ») hette fehlt in der ff«. ) Jis. b*t 4() ' ff'- { Franckfurt, und wurden von beiden partheien ire klagen und gebrechen vor den obgemelten schiedrichtern vorgetragen und allerhand mittel und Vorschlag gesucht, aber nichts usträglich, sondern ein ander tag vorgenommen über *;. okl v 'ertzehen tag uf vigilia Simonis und Judae wieder von der sach zu handlen 2 . il ) S». nach, aber i.p.474,37. '') Bt. Kyer, aber ». n. Z.46. 40 ,•„ T ' Am >'■>■ Scni. Schwetzingen setzt der Kardinal üaimundus den Partheien Tan >n y j0 ,., s: an m_ AW Bllll(l ^ nl ._ >ri 2 A i; lnl lUnul irr. t936 und 1987. Am ?p% schlägt der Kardinal Bamundtu von Frankfurt anx rar, das» jede Parthei 1 w *>nen als Schiedsrichter wühlen sollte. Am :i(). Sept. WähU der Roth den Dr. S. Jlra.nl ■ on Strauburg und den Hont vom Byn von Frankfurt. Allein in einem Schreiben 45 °" 1 •'*'. Okt. lehnt Brant die Ehre ah, weil ihn der Rath ron Strausberg selbst gebrauche, 474 Tagebuch des Reinhart Noltz. 30. Sept. [252] Item uf s. Matthaeus abend zwischen zwölf und ein ur was ein meister von Elsasz, hiesz meister Philips, allhie zu Worms und stäche den star l in äugen meister Reinharten Noltz anlieberen diesz buchs, der do was blind an dem star gewcst 5 jar; und hälfe im der meister, dasz er alle ding ••> wieder sähe. Gott sei lob und danck. Und geschähe die verhandelung in dem hus zur alten Mülen in der Kemmerergassen. «. M>r. Item uf sontag nach omnium sanctorum nach dem und uf [268J dem letzten gehaltenen tag zu Oppenheim an endes doch unverschulden und verursachet eines rals geschickten gescheiden was, wie obstehet, griffen die io pfaffen wieder zu irer der geistlichen und cardinals handlung obengemeldt und wurden allen pfarren auch orden überschickt, wieder" procesz uf den tag zu verkünden, wie sie auch taten, inhaltend, dasz burgermeister und rat ») Ha. wie der. 8. das Facsimile, und der Ruth von Sirassburg bestätigt dies in einer am 5. Okt. aus- 15 gestellten Pergamenturkunde. St.-A. W. nr. 637 or. mb. c. sig. subterimpr. Mornewcg l. c. p. 312 Note 189 schreibt die Ablehnung der engen Freundschaft 8. Brants mit dem Bischof von Worms zu. Am 4. Okt. bekennen Bürgermeister und liath von Worms: als wir den ftbacheit, so der h. herr Raimundus Cardinal und legat der irrung halb zwischen gemeiner ao pfaffheit unser statt an einem und uns. . . andersteils jungst zu Franekfurt im bysyn beidersyts geschickten frunde uff hindersich bringen beteidingt angenommen und demnach dag gein Oppenheim uff dorstag zu abent... benennet.. ., und Vollmacht für Jacoben von Mossenheim, Dr. I. IL, meister Philips Sommer, licentittten, ad- vocaten, Hamman Liesperg, (ieorin Urun, Hans Marckarten unsern altburgermeister. as (ieorin Mettenheiiner, Ludwig l?ohel, Sigmunden VVonsam unsers rata und Baltbasarn Myhel unsern stattsehriber gegeben habe. Am 10. Okt. schreibt der Rath, gemeine Pfaffheit Itabe maistat gein Laudenburg und tag uff dorstag nach Remigii (7. Okt.) genetzt, dann aber nach Oppenheim verlegt. Der liath wühlte zu seinen Schiedsrichtern Andris Klier, Dr. und Ordinarius zu Mentz 30 und Hans vom Ryn, altburgermeister von Franckfurt, die Pfaffheit dagegen Theo- doricus Zobel dumherr zu Mentz und N. Worin von Spyer, bede doctores. Die Gesandten am kgl. Hofe Philips Wolf und der Stadt Schreiber berichten am '.). Okt., mit vieler Mühe seien sie des bösen Weges liaUter erst am sondag geyn Ysz- brugk kommen ... ist der konig uff dinstüg fru darnach unversehens aller mentschen »5 hienweggeritten. Unterdess hatten sie mit den kgl. Ruthen wegen des Grafen von Löwenstein rerltandelt, aber einen harten strusz gehabt... Dann sind sie de» 1 ' König nachgeritten acht Tage lang im gebirge . . . und wo wir hien kommen, da ist der konig nit; kompt auch nit widder dar, und wo er ist, da mögen wir nit hien kommen und haben uns zwo nacht enthalten in eynem dorlf Flurhngen genant im 4u Intale, darumb sich der konig helt und jagt in den bergen; dags ryten wir uiub; gestern samszdags ist die konigyn auch dahien kommen, lyt ins pt'arrers hus zu herberg, uff beseheit des konigs; er kompt aber noch nyt.. . Die betrupte konigin wartet auch mit betrupten hertzen. Endlich erreichten die Wormser den König '" Stams (Stambs, wo ein Kloster -war), der von hier aus mehre/re Schreiben erliess: 45 1) /2. Okt. an Ludwig, Bischof von Speyer, sich zu erkundigen, ob die Bürger von Worms durch die Pfaffheit um weltlicher Saclien mit geistlichen Rechten bedrängt würden or. cluxrt. im Band nr. 1921. 2) 12. Okt. empfiehlt dem Landgrafen von Hessen die Angelegenheit der Stadt Worms. 3) 12. Okt. an die Pfaffheit', wie die Wormser klagen, dasz ir sie vor dem Anthonien Laist, dechant des stieffts zu s. Johans zu 50 Meyntz als ewerm conservatoren umb sachen so schulden, ziens, gulten auch laysch erbfell und ander weltlich und personlich clagen beruren mit geistlichen rechten nnderstene furzunemen .. . widder ir freyheiten .. . auch unser und des riechs ordenung zu Worms auffgericht. 4) 13. Okt. an den Kardinal Raimundus, beklagt sich über dessen Vorgehen im Wormser Streit, Copie in Band nr. 1921. 56 ' Üeber Staaroperationen s. Graefe-Saemisch, Handbuch der Augenheilkunde V p. 312 ff., wo jedoch das Mittelalter sehr ungenügend, behandelt ist. n 1502. 475 und gemeinde und inwoner uf den 9 tag zu Mentz erschienen solten vor einem executorn desselbigen eardinals gebots/äM/brief, Antonius Leist, dechant z « s. Johannes daselbst genant, anzuzeigen des eardinals gebot und procesz gehorsam und genügen getan haben oder sich sehen * zu declariren und zu erklären in die poen in demselben mandat verfallen sein oder ursach vor- s wenden, warum solches nit geschehen sei. Solchen tag und termin hat der rat lassen verstehen. Wie es witer gangen, findest du hernacher. Item uf b. Martinstag als der bischof und der rat [255] zusammen quamen nach der insatzung rat und gericht zu besetzen, am ersten erschienen grave und richtet- zur b Übergebung der ampt, deszglichen der gemein bürger- io •neister, und gaben dem bischof kein ..." gülden; darnach verordnet der bischof die sechszehner, bischofsmenner und gericht nach alter gewonheit, b egert auch einen nüner zu verordnen an d Hans Binnen statt abgangen bürgermeister, der dieselbige nacht gestorben und noch unbegraben lag e ; und nach verhandelung gienge der rat herus mit dem bischof [256] uf die n stege uszurufen die ämpter, so viel sich gebüret und järlichs zu erneuern sins rats und gerichts, und rief Hamman Liszpurger us diesz meinung: Liebe frunde! Hier stehet man rat und gericht zu besetzen und nach alter Ordnung unter den nünern ist bürgermeister Niclas Stephan und stehet hie m 'n gnädiger herr von Worms und hat erwelet im zu gesellen von der gemein Jörg Mettenheimer' us den vieren, so im der rat vorgeben hat. Und als der bischof diesz rede hört und im mitteltcil der^öf/selben rede rief der bischof überlut in aigner person diesz meinung: Liebe frunde! Ich gebe sie, also soll man sagen, nit mine person zu würdigen, hie stehet unser gnaden herr von Worms und gibt nach N. und N., und protestirt sich auch vor 25 s 'nem notaren Erlewin aller solcher verhandelung und sonderlich dasz der bencker nit da was uf dem pferd, denn der hencker hett febres quartanas. Also »t ere abgescheiden. Warde Schultheis*Melchior Mihel», graf HansCrasze, richter Mlc hel,, .i, duchgewender und sin gesell Christman [258] Metzler von Bingen l . Item uf dem andern tag, als die gekoren gerichtslut vor dem bischol so «nd dem rat ire ampt empfangen und schweren selten, lieszen sie durch em notariell vortragen, sie vernemen, dasz solch ampt, dazu sie gekoren We 'en, beschwerlich und versinnlich were k , den so die trugen, mit beger an Jen bischof und den rat sie des 1 zu erlaszen, dann sie arm gesellen und k lem Rinder betten, möchten solches nit erliden; liesz man sie abtreten und sagt n c 'er bischof, es netten viel frommer und ga[Mflec lute solch ampt™ hievor geigen, dasz der rat mit inen redt; dasz sie gehorsam weren gegen sie nit zu "Jen — _--------- a getan . a]g0 redten etlich d er fördersten nüner mit dem bischof, sie wolten gern die guten gesellen bewegen und mit in reden, dasz • a ) m. sehr. b) lh . r i ch ter ampt Übergebung. ") Hs xorn *) Bs. 40 ' n ,.. 0) Ih - 8t »»- f ) 11». Nitenbeimer, aber s. 474, 25. s) er fehlt m der Ils. l^^lf- '^-gekodt. k) were fehlt in der Hs ')-».den. -) 8 ocb ™Pt fehlen in der Ili. ■>) Hier ist eine Mcke in der Bs., mdem der Schreiber offenbar die Vorlage nicht mehr-lesen konnte. h ,' Eine etwas abweichende Dantethmg bei Zum ed. Arnold p. 205 und dazu die u Werbung Mornewegs l. c. 315 Note 194. 11. So: 476 Tagebuch des Reinhart Noltz. sie die ampt trugen, soviel an inen were. Also liesz man das gericht wieder hininne und hielt inen solches des bischofs beger vor, daruf sie antworten, sie das gerieht wolten gern dem rat und der gemein zu dienst und gefallen annemen und tragen, doch nit [260] witter, dann so viel sich die gefalle des s gemelten gerichts ertrugen, und gantz one ire irer wibe und kinder schaden, sie dechten auch des iren nichts darzulegen, hofften auch solches nit schuldig zu sin, das sie sich öffentlich protestiret und bezuchten vor irem notariell; begerten auch solches ins ratsbuch zu mercken, als auch geschähe, und taten daruf gewönliche pflichl und schieden ab. iu Darnach als die nüner, seehszehencr" und bischofsnian den gewonlichen ratseid tuen solten, wurden in demselben ei[261]de funden zwei puncten den bischof und pfaffen betreffend, der eine neinlich zu geloben und schweren dem bischof und dem stift getreu und hold zu sin, ire friheit und gercchtig- keit zu handhaben und zu halten, der ander articul, dasz ich mit minem 15 herrn dem bischof den 1 ' rat in tapferen Sachen uf dem sal besitzen. Warde mir Reinhard Noltz befolhen von beiden raten dem bischof zu sagen diesz meinung ungeferlich: Gnediger herr! Die rät sein willig und bereit zu schweren den gewonlichen ratseid ; finden aber darin[262]nen zwen articul, uwer c gnaden und derselbigen pfaff heit betreffend obgemerckt, sein nit willig und bereit 20 dieser zit dieselbige zu schweren 11 , hoffen auch solches nit schuldig zu sin, ursach uwer gnade hat eim ersamen rat und gemeiner statt briet' und siegel geben und dieselbe in friem felde gelobt und geschworen denselben ire friheit, gerechtigkeit, gericht, handvesten und gut guwonheit stet und vest zu halten mit geistlichen und weltlichen rechten, darwider nicht zu tuen noch [368] zu m statten zu geschehen, inhalt uwer gnaden briet' und siegel 1 ; die im auch alsobald unter äugen gelagt und gelesen wurden; darwider und wird ein rat gemeiniglich und etzlich in Sonderheit vor conservatores zu Mentz und uwer gnaden official gen Pfedersheim, vor cardinalis und sonst manigfaltig unigetrieben ; pitt ein rade uwer gnaden dienstlichs flisze solch ongegründt on- :w billich vornemen abzuschaffen etc., so wider uwer gnaden brief und siegel und pflicht sein; dann solt man uf dieser siten schweren des [264] stifts friheit und gerechtigkeit zu halten und zu handhaben und von uwer gnaden und derselben pfaffheit eins ersamen rats und gemeiner statt ire friheit gerechtigkeit und alt herkommen gewaltiglieh und mit der tat genommen werden, wie as billig und glich das were, bitten die rate uwer gnaden solt es gnediglichen bedencken und ermessen, und 0 mit mer beweglichen Worten. Daruf der bischof antwortet: Lieben frunde! Solcher nuwerung und vornemen» hett ich mich nit [26t>] versehen und were mir not, dasz ich min Herren und frunde zu solchem gehörig bi mir hett; ich pitt uch aber mir zu vergünnen 4u dieselbigen , so do ussen sin, mit in zu reden und rat zu haben, bitt uch aber, ir wollet uch basz bedencken und mir frundlicher antwort zu geben und mich nit zu entsetzen. Daruf träte er abe und als er wieder zu rate ») JIs. HOtzener. b ) Jh. dem. c ) Jls. wer der. '') lh. willig u. '•• KU «chwehren d. /.. d. zu schwabren. ") und fehlt, in der He. ir, ' f, Zorn ed. Arnold />. im j. 1503. 477 quame, redt er manigfaltig beweglich wort, die nit alle hierinne zu schnben s ein, auch mit erwenung des lidcns unsers herrn Jesu Christ., und so andächtig predigen, was darvor» nie [266] gehört in der k.rchen noch im rat. Warde i m beschlieszlich gesagt, wie sin gnaden eines rats notturft gehöret l'ctt, dahi li«,. .„... a. H«»»h«n mit nill solches us notturft und keinem wi- 10 »». '"' h «". dabi liesz man es bestehen, mit pi« solches us notturtt unu Keine, bösen willen zu vermercken. Also schiede er abe, und wiewol den ander.. tag da vor s. Martins tag» und auch denselbigen tag allemal den burgerme.stern Und nünern die band gereicht, schiede er doch deszmals gantz zornig mit keinem (rundlichen zeichen ab, niemand die band zu reichen 1 . Hern uf donnerstag, was [267] der ander tag nach Thoinae "achten, quame herin geritten herr Maximilian Römischer kömg . und wüst man zu mittag desselbigen tags sine Zukunft nit, und schanckt im der rat den fritag m morgen oin fuder wins j n zwe ien stücken, 30 maltcr habern, ''"' halb hundert Stücks tisch, halb hecht und halb karpen, und warde beherbergt ins bischofs liof und quamcn zu im herin der bischof von Worms v- fast über den rat klagend ; <; aber der könig gäbe im nit viel antwort daruf undpliebe den [368] heiligen tag hie und uf s. Stephans tag frühe ernub '''' sich gen Darmstatt. Item uf Silvesters tag starbe herr Peter Zan vicarius und episeopal im dorn zu Ladenburg, und begerten sin frunde in herin in die statt Worms zu n '"'«iahen, warde iine vom rat abgeschlagen, dan er auch viel unnütze wort gegen ,i( " '<" getrieben hat. Also begrabe man in gen Kirschgarten. Gott gnade ine. A nno 1 5 03. 'tem als tag gesetzt ward zwischen [389] dem bischof pfaffheit rat und der s 'att vor .lern landgraven* uf usgebracht cudernng des bevelchs durch» ,,0 n bischof bi der kaiserlich,.,» mayestal zu wihenachten zu Worms besehenen, der Meinung, allein gütlich und unvergrifflich verhör und handlung geschehen ''"" 1| den landgrafen, dan dem rat nit nutz zu sin schien" solchen tag zu "«Wehen, dan es onverfänglich und onuszträglich gewesen wäre und der sla,t W nachteil von dem bischof erlangt und gericht, deszwegen schickt die h stu tt iren stattschriber Adam zum landgrafen mit einer schrift [270] den "'»stimmten tag abzukündigen* 5 , auch dem fürsten Ursachen und eines rats . . , •) Ä. darvon. b) M. ». Martyi and. •) »• dan dar r. n. n. •,. *.■>■.. ,_ „ .'* die abmühende Erzdhhmg bei Zorn 309. • *» *J>»- ^IJ£% " »« gndelbey, am ». in Ladenburg am 19. in Damstadt »nd am 37. m 1 /«. n, %*™>«n I. c. 875; aber man Jss mit Momeweg l e.p.818 ^™J££?%& J"«* n. nur die Kanzlei nach Damstadt iw«jf*|* "'"'''''''/' V, '^^1 w ►Form« venoeüte ■ > Band nr 1987: der Pfaffheit Klage vor der kgl. MayesUt ÜW* de» kgl. Bäthen ÄK W* kennen die Funkte ^^Js^SL fiS** **ider Pariheien. Band nr. 1931. Die Darstegmg* ^LSPSSrnb f ,"■'//. unklar und irrihümlich, namentlich ist das in Note 300 »"^* *#*"* „*• 18. Nor. sttae Landgraf Wühehn dm beiden Partlmen lau an auf Montag ' Uc » conversionis L'nili rio I,™ ) m Cav.srf Ä-yl. VF. Band nr. 1936. * Law 45 ;«//" nsc, ' n ll,ten burgermeister und rataesellen ra Worms JostWycker *«™G* *"*»» *«* Cassel bei dem Landgrafen Wilhelm. Am 30. Januar befiehlt Landgraf •je,. Ilr:. 3i. rii-i 478 Tagebuch des Reinhart Noltz. notturft deszhalb zu entdecken; fügt sich, dasz desselben» landgrafens bott den bischof und pfaffen uf irem anritten zum tag zu Franckfurt draf b , do der bischof solch abkündigung empfangen mit zornig und ungestimigen erzeigen, das aber nit grosz geacht, dan er deszglichen der statt hinfür uf tagsetzeu 5 conversionis Pauli auch getan liett, was null und null. in. Aprii it em u f mittwoch nach ostern als es gewonheit was der m\it[27l]ler gottes ein dienst 0 zu tun mit einer procession, demnach so hatten burger- meister und rat geschickt, das ein rat im schribe; könnt er die schrift dem capitel d gewiesen; dan das capitel hett auch darin zu reden. Also 13. Aprii 10 schrieb im der rat um erlaubnisz. Also uf grünen donnerstag quame der bott und bracht ein brief vom bischof und das indult' mit und stunde uf dem briefe: Den ersamen und wisen unsern lieben getrewen burgermeister und rat in unser statt Worms. Den brief wolte der rat nit uf/^/brechen, wan sie im uf die zit weder gelobt noch geschwige geschworen hetten 0 ; 15 also name der rat das indult und bracht es den pfarrern. Das indult hielte inn, dasz die pfarrcr solten tragen das h. würdig sacrament mit einer procession zu unser frawen, das auch also erlich geschähe, als oben geschrieben ■js.Märt stehet annunciationis 2 . Doch dasz der rat den pfarrern zusagt, dasz kein gefangener uf dem Martinstorn liege, so tet man den torn unten uf, so gienge 20 das sacrament durch s. Martins pforten und wieder dieselbig [378] pforten herinne, und waren die herren zu Nuhusen auch bi der procession, und gienge auch ein vicarius im tume unter den herren von Nuhusen, hiesz herr Philipps Nickel, und sänge fast mit den herren. Was derselbig herr Philip 8 auch mit der pfaffheit usgezogen. 8« Item die Dalbergcr schanckten win im obersten hof nemlich her Fried- so. Juni richs hof zu pfingsten und wieder 1 ' uf dienstag nach Viti und Modesti, ÜB" a ) //«.derselben •>) ff«, droef. °) ff«, dienst plag. '') ff*. gewieW dz capitel. n -- *o St.-A. W. Band nr. 1986. In diesem Bande sind ganze Bündel solchen- Citacionen des Leist vorhanden. 1 St.-A. W. Band nr. 1926. Der Bischof erlaubt in einem Brief, datirt mittwooi» 12. April nach palmarum zu Laudenburg an den Itatli von Worms, dasz die priesterschafft [W euch schierst mittwoch in den h. ostern fyhern mit procession das allerhochwirdig 114 ' 45 sacrament nach gepure tragen möge ... doch damit sonderlich der thorne und pfi~ fengnisz halben nyemants nicht gegeben noch benommen haben. Ebendaselbst d® Brief des Bisclwfs an alle und yede pfarrer, beneheiaten altaristen und priestev Vi. Aprü zu Worms unserni gerichtzzwang underworffen .. . Datum Laudenburg uff üen .,^. gronen dornstag. 2 Davon ist vorher keine Bede, also mnss hier vom Abschreibt so etwas ausgelassen worden sein. 1503. 479 warde niemanden verboten den win zu holen, sondern holte den win die gemein, doch [274] nit mit zunft fleschen. Item uf frilag s. Pantaleons" tag des abends um vier uren langt die 2*.. Wägermeister glaublich an, dasz unser bischof Jobannes von Dalberg den- selben morgends todts verfallen und abgangen were 1 , dabi man es denselben t ab end uf witer erkundigung bliben liest, doch nit one dasz der b burgermeister al f und nuwe rät uf samstag zu morgen zu sieben uren angenommener W)S e anderer händel halb sich zu versammeln ansagt 0 . Also desselben «»orgends zu sechs uren quame [m] geritten Sigmund Hulsz ein pfaltz- gräflicher secretarius und begert den rat von stund an zu versammeln mit w anregung, wie er Werbung und befelh hätt von minem gnädigen herrn pfaltz- grafen. Also warde er dahin vom rat zu 7 uren beschieden. Und als er m sitzenden rat gelassen warde und aller oberst über den rat als eines Ersten botschaft gesetzt, redt er ungeferlich diese meinung: Vorsichtige er- san »en und wise lieben herren! Der durchluchtig und hochgeborne fürst » ! n ' n l- 7c 'I gnädiger herr pfaltzgraf hat mich ilends gefertigt an uwer wis- , ll mit dieser credentze, die er alsbald übergab, mit beger dieselb zu ver- 6Sen - Als ime aber von rat gesagt ward, dasz solche credentz eines rats «ber on not were, dann man im desz und eines grössern vertrauete, nach- | fi| n euiem erbaren rat sin person und verwandnusz zu hof wissend were etc., ao edte er wieder, wie sin gnädiger herr einem ersamen rat entbot sinen gnädigen gönstigen grusz, [277] gnaden d und alles guts zuvor, und dabi mit schwerem und betrübtem gemüt erkundet hat den abgang und abschied von h IOser Welt des hochwolgeborn fürsten und herrn herrn Johansen von Dal- e rg bischofs zu Worms, und nachdem bischof und pfaffen in irrtum lang » d . der 8 tatt« gewesen und noch wcren, begert und bete sin fürstlich gnaden ]jM ° herin zu koll| men und im dorne zur erden, wie sich solchem löb- d * n bischof und praelaten gebürt, zu vergünstigen und gestatten, auch I^WSJselbigen, so "iit der liehe kommen wurden, Sicherheit trost und ge- k ' e mitz uteilen, da auch um die ,,. f pferd ongeferlich und nit darobe •"» l) |'"" nün wurden, das woll sin gnaden der pilligkeit nach, so er doch unser f° »Ol gewesen were, gegen einem erbaren rat und gemeiner statt zu gnaden ,' e °." u " ,i zu -dlem guten nit vergessen. Daruf man gemelten Sigmund t r5 r f|-v eD '! esz abt|, eten und unverzüglichen antwort: Ein ersamer rat hett Vo vernommen erpietung gönstigen grusz gna/*r.<>/den und alles guts »» " Sl " fürstlichen gnaden; dabi wolt ein rat vor sich und gemeiner statt die gL " Si0b fliszi ger dienst und alles Vermögens zu beschulden und zu ver- neii und lind er, wie durch gemelten secretarium von wegen mines gj n * en ''errn begert wird«, were ein erbarer rat geflieszen und geneigt I(T ''irstlicben gnaden zu gefallen auch dem löblichen praelaten unserm «' ""''• obH Morn ™*.l l. '-. p. 321 Note 204 ■ «• Zeile 35. ») M. lang vor der statt. 0 Hs. fr., aber - '" der Vorlane eine Zahl //erfanden haben. «) wirf fehlt Hl der ff». Ueber den Tode/tag s. die Note 204 bei Mometveg I. <■■ P- 321. « 480 Tagebuch des Reinhart Noltz. bischof zu eren und siner frundschaft zu vergünstigen, wie von siner fürstlichen gnaden begert, were doch einem erbaren rat leid [380] der" so un- versehenlich b schnell dot und abfall 0 , wiewol rat und bischof und pfaffen in langwerend irrtum gewesen weren, doch der zu fall eim rat leid, und .', begert der rat zu wissen, wann die lieh kerne, sich auch wiszen darnach zu schicken; sagt der secretarius, fürstlich gnaden wüste es nicht, aber er wolt solch antwort von stund an dem fürsten sagen, zu schaffen und verfügen, dasz es einem erbaren rat zitlich genug zu wissen würde. Doch demnach von stund an der rat den Zunftmeistern [281] vor rat gebiete und sagt inen tu den handel und bevalhe inen, sobald sie hörten luden die grosz glock im turne, dasz sie sich forderlich vor die Müntz fügten mit iren kertzen, da uf einen rat warteten. Man liesz auch mit ernst gebieten in die gemeinde, dasz sie züchtig weren und (lern bischof oder der lieh nit fluchten —-------- d so in- faren us vielen Ursachen. Also quame die lieh denselben samstag nit, aber ir> botschaft, dasz des sontags zu morgen zu 9 uren solt man der lieh unverzüglich [jh-j] warten, als auch beschalle, mit rat und gemeinde mit iren kertzen uf dein platz daselbst; und als man 0 verdrieszlich bis nach der 10. stunde gewartet hat, quame botschaft, dasz jederman heim gieng essen und zu 12 uren wieder quenie; als auch geschähe; und damit sin inritten an zu ziten sines ankommena an stift und zufaren sines letzten abschieds sich verglichen, gezieme sich wol nachmittag wiederzukommen, dem f der masz auch gehandelt warde, als der bischof inritt und [288] bis uf diesen tag |l|( ' kein fried siner halben ward. Item von stund an quame botschaft, wie die lieh am Kneleger' ans » land kommen were, und als etzliche ritter, neinlich her Hans von Hirsch* hörn, ritter, herr Pfenniger''' und etzliche andere" als geschickten miues gnädigen herren pfaltzgrafen, auch herr Götz von Altzen domherr mit andern uf 30 oder 40 pferd ongeferlich herin geritten, aber sich abgezogen, und die weltlichen lidlich, die pfeifen in iren chorrücken sich hinus vor die [284} so Rhinpfort bi die liehe gefügt hetlen, waren die 4 orden :t , pfarrer und ander gedingte priester und capellan, so vorhanden waren, am dorne versamlet nnu giengen die Dicbgasz herab, den der rat mit der gemeinde folgte mit H'en kertzen, und als der rat unter die pforten quame, giengen den hurgermeistern und den fordersten des rats die ritter und domherren, deren 6 waren, axM 81 äugen, unter der pforten boten sie einander die [286] bände, aber mit nit viel Worten 1 '; damit begunden von stund an die vier orden zu pforten inhci zu gan in der Ordnung und darnach die domherren und pfaffen, wie OD" stehet, so viel der was, darnach die pfaltzgrälische geschickten und des bischofs nächste frunde, der uf die stunde wenig erschienen, dann siner 40 bruder zwene nemlich herr Friedrich und Diether von Dalberg hie in iren a ) Ha. und begehrt der. >') Ha. unversotzenlicli. < : ) JJn doit ""'' ".'' lall, aber s. u. p. 482, 18. A ) Eine Lüche für einigt Worte. «) man fehlt « der Hu. f ) Ha. den. 8) Tis. a. gelen. '') IIa. alior nit viel wort. 1 Vielleicht im Sinne von Landimyxbrilcke. J Darunter ist der ,s 7"' j *:< Kanzler Florenz von Vcnnintjcn peineint. " Prediger, Minoriten, Auguittf*^ Carmeliten. 1503. 481 nWen fest kranck lagen; also fürt man die liehe uf einem rollwagen, der w «s warlich nit fürstlich noch bischöflich zugericht; die liehe [m] mit einem »anmieten tuche bedeckt, und sassen uf dem wagen vier mönche, zwen vorn "nd zwen hinden, und stancke die liehe so übel, dasz niemand derglichen gerochen hat, und bestopfeten sich alle menschen, die frunde, die pfaffen, » edelen, burger, frauen und männcr; und als man die liehe bracht mit uf dem wagen bis an den brunnen oberhalb der apoteckc zur langen Ketten Welten sie still und meinten, die nüner weiden daselbs die liehe empfangen " nd tragen bis an das isen 1 im dorne; so er/SS7/schiene von der nüner w °gen niemands ; also füren sie mit dem wagen bis an das isen, daselbs to waren die brüder uf der Hard 2 ir sechs und hüben die liehe abe und hülfen ,ll( ' s «'lb mit den andern beslettcr zu der erden. Und was viel sage von dem tode de s bischofs, also dasz niemand wusle, wie er gestorben were. Es was auch aller menschen, so sich des handeis annamen, ir" sag unglich, und hat die liehe, übwo | sie 4 tage dot a j t wa8) s0 bald sie unterhalb Roxheim is kommen b was, angefangen zu bluten, als [966] im schiff erscheint, und uf und «forch den rollwagen, darnach bis in das grab fast geblutet, das viel menschen ■wen; davon viel reden auch zu befremden was 1 . Darnach sagt man "■'entlieh, er were in eines pfaltzgräfischen secretarii hus Henrich Schreiber genant onverschenlich in einen kcller gefallen: ward landkündig, derselbe-"' ,eU e 'i hüpsch wib und was der secretarius desselben tags mit dem fürsten nit fern von Lampertheim*. Gott trost alle glaubige seien! Da man also ""' d er liehe zu grabe quame und der wili/"2«y/bischof das ampt tun solt, was er des, als erscheint, onkündig und werden viel armer tat täglich hie '•'.' Worms mit mer gebeten und gesäng begraben. Also schied man onver- » *«R«ch us dem chor und von der liehe, dann sie stanck fast übel. Die j™« und pfaffen ileten mer dan ander tat, dann man wartete uf sie, und *'" s "> »itlich us dem clior mit procession giengen, was der rat bescheiden 11 SH; «U warten und das leid zu klagen. Und als sie mitten in den dorne W«Mn und den rat in folgen sahen, wandten [290] sie sich gegen den » ___ __^ Sa - »>« und ir. b) //«. kamen. ,,„, ,' Vf»n-Ketle; die Strassen wurden mü Ketten gesperrt. ! 0*«r die , Bri ^Z *" Jl"rdi ,. band nr. 1908 im St.-A. W. Sie hetem "'"'''.. Solb ™ d ! , ,„ !^,. M •. A, J-'" rdl ■■ Band '"•• 1908 im St.-A. W. Sie heieeen auch Seibruder von •m, öl" !''* r "K" ln - 1 16001: Ewer wiiheit (der JMh von Worms) wissen, so a1. wn "•. Tu ,' lw uw " r , "» 1 d « ^tee« genieyn der iUtt yn awer kranckheit and notten *v> n ,w''7 n ''"'■ kranckEeit der pyritleiita, di.....« yederman •chwUj» „,,,.,," ferta. gern iyn wollen.. Sie bitten nm Befrehmg desUngsUs, du iW riteet :" M ' C, ','"' C/ " ">■»'■ auch mancher landtferrer ra Worms ofl f« 0D « ™. nnd wllicWi und leddi 8- der rieh doch der statt gebracht und eroert, der doch yn »■ ^ehtsaUerthnmer p.JOOf. . W** ' ' de» ,'. :'" ;/ "' »• Morneweg l. e. p. 899 Note 905 908, Mit Nota *'"<»<<' <"»' A "'; " '; s u "'••5 h, n J n Ji e ii"»!ini, l ; TV. Bande der .M« Wormatientia Oberem m Zorn tu. a. »nlnerit«. "* '"" '''""<'<• '■">' /'"'■ »««*•■ Tandem idem epwoopui rapidin« arcu b «*gae * v "'""" oella ™ '«> crepuwnlo matutinali improTiw prae« mt»n«'W - '"■"'/o Ä 1& 08 misere fata peVwlrit. Wer mnl ow* *« >'"*' «" Melmdhom* umiufno angefahrt s. Nute -Jon bei Morneweg, ''"'■"' C.....mken. 31 482 Tagebuch des Beinhart NoU.z. rat, der sich auch gegen inen als wartende erzeigt, und redt herr Söltz als ein der zit geachter zukünftiger bischof, dan er in beiden rechten doctor, domherr zu Worms und pfaltzgräfischer rat was, diesz meinung: Vorsichtige ersame und wise liebe herren! Min lierren vom capitul und auch die frunde •' des hochwürdigen fürsten unsers gnedigen herrn von Worms seliger gedeeht- nusz haben gesehen uwer so günstig frundlich erzeigen und erschienen bi der begräbde, das ['291] wollen sie verdienen; mit gar viel frundlichen Worten und entbieten, deszglichen auch von der frunde und pfaltzgräfisehen rate wegen. Daruf mir Reinhard Nollzen befollien was von einem ersamen rat SO i» antworten und sagt ongeferlich diese meinung nachfolgend: Erwürdigen hoch- gelertcn strengen erenvesten günstigen lieben herren und frunde! Min herren die burgenneister und rat haben mir ernstlich befolhen uwer würden strenger fruntschaft und liebe zu klagen den abgang [292] und todfall des hochwürdigen fürsten mines gnedigen herrn herrn Johansen etwan unsers bischofs seligen i» gedächtnusz, und wiewol rat und gemeinde in langwerendem irrtum mit siner bischof liehen und gemeiner pl'aff heit gewesen und noch sin, hat dennoch ein erbar rat ein hertzlich mitliden in solchem schnellen onversehenlichen tod und abfall" und wünschen und bitten'', dasz der allmächtig Gott, der allen betrübten hertzen ein tröster ist, noch solches leid in [298] ander weg -'o zu erfreuen und erstatten und wo ein erbar rat sinen bischoflichen würden siner frundschaft ob und unter erden eren dienst und frundlich bewisen mag, ist gantz willig und geneigt. Daruf sich der widerteil wandte und frundlich danckte und sagte, dasz sie der irrtum nie ursach geben betten. Von stund an gieng ein Garmeliter mönch uf die cantzel und tet ein kurtzen erklagens 2» des todesfalls des bischofs mit vorbringen sines geschlechts und herkommens und viel süsser [294] wort der masz, dnsz einer sin lebentag gröszer und offenbarer lügen uf keiner cantzel nie gehört. Also ward uf das mal abgescheiden. Des andern morgens zu sieben ur hielten sie grosz vigilien und darin ein selmesz und ward ein bar über das grab gemacht und zimlicher no*** nn kertzen und licht darumb ; dan als man so fast lutet, waren etlich ongeferlich darkominen zu sehen, was do gehandelt wurde, die wurden erfordert und giengen ZU Opfer, auch assen zn mittag mit den [2U6] lichluten in d eS bischofs hof und halten allerhand rede und gespräche durcheinander, das/- nit alles hergeschrieben ist; und scheidet man" also frundlich ab und ritte" ss die lieh lüde pfaffen und laien hinweg l . - a ) Hs. abfällig. b ) Hl. bieten. °) man fehlt, in der H«. 1 Am 20. A ugust schrieb der Kurdmal, Jiaimnndus aus Köln an den -W"'''; (proconiulibus et conralibna inelyte civitatis Worin.), indem er den Tod des Bischofs Johannes bedauert und sie unter Hinweis auf Beispiele ans dem AÜerthum nee mir 11 " 1 quandoqnidera et inagnua ille Macudonum rox Alexander Darium et Meten"' Scipionem et Pompeinm Caesar inimicos mortuos etiam äevisse dicantur) zum Frw/w' iiiil dem Klerus ermahnt. 2 Da das Tagebuch leider nur auszugsweise erhalten w > so ist es eher wahrscheinlich, dass der Abschreiber den lies! des Jahres ir>o:i nhersprungw hat, als dass anzunehmen wäre, Null: habe die wichtigen Ereignisse, nach dem 'J*, des Hischofs Johannes bis zum Mai 1604 gar nicht, erwähnt. So sind wir auf *£jT p. 206 /'. angeunesen. Als Ergänzung dienen die Urkunden und Akten. Am $■/ \j 1503 Augsburg gestattet König Maximilian dem Reinhard erwählten Bisohofvon H """' 1504. 483 Anno 1504. Item 7,11 dieser zit erhübe sich grosz ufrur in allen diesen landen, also ''ixchröcklicli und sonderlich zwischen den beiden hertzogen von Baiern '»ir^vl 1 ,™ *" /|V "' /,S ' vorläufig auf ein Jahr zu gemessen s. St.-A.W. Urk. nr. 641. / // "."'" eines neuen Bischofs änderte nichts an dem Verhältnis der Stadt zur Vfaff- ISöd !' cl "' 'Enterte der Prozets gegen die Stadt fort. Sie kam am Anfang den Jahres s 0 , " tn f Oedränge, dass sie am 9. Mai durch Anthonius Leist, decanua ecolesie Tfrn "! 1S Magunt.,' index et executor, anf Befehl des Legaten Baimundus in den Akt ■?-'"" "'">'<''', 'v//. das im Band nr. (992 befindliche gedruckte 1 Meter lange t . 0 , " c,:: Copia exeommunicationia apoetolica auotoritate promulgata contra pro- lmin't * consu ' ea rectores oives incolas uihabitatores singularesque peraonas de com- ,.„., etl collegiia artifleum ac de monopoliis civitatis Wormatiensis propter ali- 4 _m eorundem conspirationes confederationea coniurationea compactionea etc. ad- w s " s canonicas institutionea et libertateni ecclesiaatica iura et privilegia cleri ml i w? n8 i 8 at *e«»ptata, und sich zu folgender Erklärung genöthigi sah: is. Fein: li'eli' Wlr burgenneiater und rat der statt Worms auch »unfftmeinater und aonder- na I sf™ 0116 der nantwereker und alle gemeinde gemeinlich daselbst bekennen . .. Qandat 7 " lllm>y " e unser unsohulde auch ubberflussig und genug zuthun dem i(Y ,,.'; H0 «er ... her Raimundus ... tit. s. Marie nove, üureensis ... cardmahs und «pirif ' l ! - e um ' • veclu statutl1 ordenung polieey ubberkommen Verstrickung con- f, lr ' 10n wrbietten oder verbüntnisz, die widder kirchlich fryheit uffgericht gemacht 25 'las wi i" ie v n J . n 8 emc yn oder besunderlich gebotten angestellt und geschafft weren, ii'vopio t mt wi88en noch glauben gethan haben, widderrufft, uffgehebt, cassiert, . .'en wo sie wiszten in unsern buchern brieten registern oder andern hanfl'esten, Vonie ( 7 l l ( ' sulb, ' n «««tilgen abthun und cancelliren sollen. St.-A.W. Band nr. 1980. ffeaelli , "; s ' Original war mit dem Stadtsiegel und aller zunfft hantwereker odder lni„. , lalu msiegel reraieaelt. Vol. Urkunden nr. 842 ein Notariatsinstrttmentgleichen ss mnatts vom u. Febr. Verha A ii l H ' März berichten die nach Main: geschickten städtischen Boten über die Pt'ai-h " w "f' e " daselbst wegen Aufhebung des Bannet. Der Richter Leyst habt den W «km z " s - [«niprccht und s. Mahgnen bevolen zu syngen und lesen. Band Meint« Ä ' Mür ~ " cl »'eibt Reynhart Noltz an Nidaua Steffen altbürgermeistor KM schar™ T*i W y szt ' «las wir uff hude datum fcydag mitt nnsenn widerteyl ge- nnd l und 122 Ql-afen 31 -März Augsburg befiehlt K. Max dem Adolf, Grafen von Nassau, Ludwig, zu ;v|...- n Vo " *Mnburg, BeinEarten, Grafen zu Hanau, Dietericben Zobell, Domherrn '» dam ä! U " 11 Antll ' (, as Rlern, geistliche Siebter zu Mainz, beide Lehrer der Rechte. se haft z , i ewischen der Stadt, dem Bischof und der Pfa/j'heil zu Main.: Kund- BarLl ll ver ' Um 'n iiml dann dem König die Protokolle der Verhandlungen zuzusenden. ^' M * TIT. 7f)9 / ' 31» 484 Tagebuch des Reinhart Noltz. Albrechten des königs Schwager [298] und Ruprechten pfaltzgrafen, Philipsen churfürsten son, der hertzog Georgs sines vettern und schwehers tochter ZU elichen gemahl hat, naclidem und gemelter hertzog Georg lodes abgangeu viel lande lüde und grosze schätze hinder im verlassen hat. darum sich auch s solch krieg erhübe'. Item nachdem pfaltzgraf Philips der /.it churfürsl dem rat hier zu Worms zum zweiten mal geschrieben und gnediglichen der einung und frund- I icher nacbbarschaft erinnert hat mit beger ime mit [297] macht zuzuziehen, aber diese statt etliche zit nit zum gnediglichsten sondern verleszlich gern schirmet, auch den burgern das ir von" siner gnaden verwandten und von niemand» anders wegen 1 ' gewaltiglich genommen, was zu diesem die vermeinte'- acht, vom bischof von Dalburg über die statt wie obgeschrieben us- bracht und sonderlich von genantem Ludwigen von Lewenstein, des der pfaltzgraf mer dann siner söne eines gar mechtig was, was dazu er vor jar ir, und tag vor' 1 dieser zit nach hohem ansuchen und ernstli/^.'W/chem erfordern des rats gemeiner statt, wider das unbillich vornemen der jifafTlicit mit geistlichen gerichten sammt und sonderlich lut einung gemeinen rechten uf- gerichteten landfrieden auch nach der statt friheit gnediglich zu schirmen: da aber sine gnade in offenbarem verhör in bisin vieler dapfern rate, graven. M ritter, doctoren und anderer den schirm wider uns unser bedunckens onzinib- licher maszen interpretirt und usgelagt bat, ongeferlich der ineinung, [299] dasz der bischof und pfaffheit erblichen" schirm betten, auch älter im sclurm wereii. dan die statt, derhalb sin gnaden gepürt die von Worms des orts gegen den pfaffen nit zu schirmen, besonder sie die pfalfen bi iren vorgenommenen m rechten f weren und in unser einung ufgenonien« zu handhaben zu schirmen. auch inen des orts bistand zu tun, dadurch die pfaffen frech h gemacht wurden und den cardinalischen liandel in ir band namen, den sie lang davor erlang' ,l ) //*■. vor. '<) wegen fehlt in der Us. °) Ut. der vermeinten j der //«'"*'' Text int hier stark corrumpirt. '') 11*. vna. •) lh. erben. ') Us. reo«»W 30 el ] Dechan zu s. Martin holen könne. Er verbietet (dicr unter Androhung harter >^'"/'' 4» das ir gemelten criaani und h. oley nit änderst dan zu gepruch ewer junglra^' und pfarvolks der Sachen unverwant bruchent ... nyeruants in der statt Worms v " iren priestern (so inen änderst der nanu' (jogeben werden soll) in eynichcr l 1 '' 11 ' 1 ^,. oder sunst mittlieilet noch auch eynichen der vermeinten priestern zu Worms g stattet in ewerm tauft' von andern pfarren zu tauffen. Am /•'>'. April befiehlt er\ .-1 crisma und sacruni oleum utt' das förderlichst gv\n Peddersheym schatten, wen •"•' die. von Worms mit Gewati desselben bemächtigen /rollten. Hand nr. (990. 1 Ueber den Landshuter Erbfolgekrieg vgl. nun Ulmann I.e. II, 178 ff. ^'""j, ,. _'.;. Dez. 1608 fordert K. Maximilian, von Ehingen uns Worms auf tum Kriege !■' C rüstete Pferde, nach Augsburg zu schicken, wo sie am 16. Febr. sein sollen. St--A- 50 Bund nr. J9-JI. Vgl. Janssen I. C. II, 878 nr. &3ö. 1504. '185 hatten, aber nit gebru/300/chen dürfen und also viel unluata atiften; wardc an siner gnaden begert solch vornemen der pfaffen des banna halber ab- Nachäffen, als sin gnade wol mit einem wort oder kleinem brieflin mechtig were, auch mit recht und guten lugen wol zu tuen hell, so wolt ein erbar rat und gemeinde alles das tun, und mer dan inen ZU tuen gebürcn möcht. s aber on das were es. als sin fürstliche gnaden zu ermessen hat, einem rat ""niüglieh us vielen Ursachen, die erzalt worden. Den bann betref/3«/fend «ölten die von Worms bi andern in der kirehen, im leid, in herbergen als bftnnig gemieden werden, ob sie auch von in selbst kranck wurden, erschossen oder liblos getan wurden, nit milden aacramenten, picht, begreht oder w anderer geiatlichen Ordnung versehen werden, und ob etwas anfalls zuviel "'' s '« geschoben und gelragen werden, was unlusts, ufrur, apot, achad und »chande B iner fürstlichen gnaden auch gemeiner statt und iren gesandten darua möcht erwachaen, hett sin fürstliche gnade wol zu ermeaaen; darzu wurde sieb niemand in BOl/Ä03/che gefare stecken oder verordnen lassen, mit is anwag viel anderer beschwerden und beachlüazlich, dasz sin gnade uns hülf, so wolten wir siner gnaden unsers Vermögens wieder helfen. Ward eben also geredt. Daruf von siner gnaden nach getaner unterred ongeferlich der nieinung antwort gefielen: sin gnaden hielten am ersten nit darvor, dasz ein erbar statt » B, D gnaden us angeregten Ursachen verlaszen wurde, so wolte auch sin gnaden mit hohem (lisz so viel immer möglich were daran sin, dasz gemeiner f:W3j statt hegere auch geschehe des amts halber, möcht aber so kurtz nit gesin. Un » : 'l ''•"'•'"•" die a,achwktm m Mentz m einem Schreiben (von der fvZu, N ""~) an NyclauH Steffiu altbttrgermeieter an WornibB uasern «wager und n n !,'i ' ,(t ' ss s ' ch n> Bingen, zu Moni/, «ml vielleicht auch zu Worms und Speier ael u, i \Z1 \ ccldi ' nnammdm, sie möchten doch auf die Pforten Morgens und Abende "' /w, ' e « mehr ah bisher, auch die nachtwacht allenthalb basz zuversehen und 486 Tagebuch des Reinhart Noltz. Demnach plieben zwen von des rats geschickten zu Heidelberg, die andern teten sich desselben tags anheimisch. Also quamen sie gar zu gnediger Verhandlung mit dem fürslen und auch den raten in einer summa abgescheiden, sich anders [306] nichts dan aller gnaden und guts in keinem ■• Unglauben zu siner gnaden zu versehen, deszglichen wollt sich auch sin fürstlichen gnaden onzwilTlich zu einem rat und gemeiner statt vertrösten und versehen, mit gar glaublichem und gnedigem zusagen über gewönlich wise, ori not alles zu schriben. Und ob dem rat oder statt etwas widerwertiges begegnet were, solt hinfüro nit iner geschehen und in Sonderheit wolt sin i» gnaden alles Vermögens bi den pfaffen zu fügen, damit wir us dem bann kernen, [307] auch der masz, dasz sin gnaden nit zwifelt, dasz bi der pfaff- i. trat heil underlag zu finden. Also ward da abgescheiden. Des sontags cantatc zu abend quamen die geschickten von Heidelberg und sagten dem rat, wie es inen ergangen were, wie hievor stehet. Daruf alt und nuwe rät sich 7. Mai is entschlossen und namen den dienstag an 40 kriecht, den gäbe man jeglichem 2 wochen 1 gülden, so lang sie nit us der statt ziehen würden; so sie aber würden usziehen, solt man sie denn wöchentlich geben 1 taler, so sie nit gespist v/üv [308] den; wurden sie aber gespeist, 1 gülden, und gab man jeglichem 4 elen rodt Wormser tuch a zu einem rock und 3 viertel wisz zur m färben und machten gefaltet schürtzen unter dem gurtel in falt, die ein wisz die ander rodt; stunde gar schinbar zu den b rocken. Desselben dienstags zu abend quamen margraffs Friederichs und Casi- mirus und Georgen sin son trompeter und posuner" gen Heidelberg dem pfaltzgrafen auch von ir 3 fürsten wegen ein findsbrief zu überliefern, und *« als der fürst des abends über einen — — d was, wurden sie in irer herberge bescheiden, bis des mittwochs zu morgen, quamen sie uf das schlosz und für den fürsten und überlieferten inen findsbrief mit einem ufblosen, wie die Baierischen am fritag davor getan hatten. 9, Mai Item uf donnerstag darnach quamc ein königlicher bott und überliefert so unsern burgermeistern ein grosz schwerlich poenlich mandat von der kön. mayestat usgangen, darin uns geboten warde hertzog Ruprechten obgemelt sinen an/ISiO/hangern heifern und helfers heifern als echtem und aber echtern nit zuzuziehen, keinen f'ürschub bistand noch hüll' zu tuen, und ob wir oder die unsern inen zugezogen weren, von stund an dieselbe wieder abzufordern ab bi poen verlierung aller privilegia friheit regalia und gnaden, auch innerhalb 9 tagen sin kön. mayestat am kön. hof solches gewisz machten oder darnach in den fünf und vierzigsten tag daselbst erschienen und zu sehen und privire» wie obgeschrieben l . id. Mai [311] Item uf fritag darnach um 10 uren quame ein schrift vom pialtz- u> grafen an rat, wie die obgemelten 3 margraffen von Brandenburg weren ») t. fehlt in der lh. t>) den fehlt in der Ih. °) /Je. posaunte. d ) Hier ist eine Lücke in der H«. acht zu haben bisse sich die wolekenbroist gesencket, das one zwyfell kurtzbeh gescheen wyrt; ferner melden sie, das fiel der knecht sich zu Lampertheym B8>" 4* das nuwe schlosz sammeln werden und villicht auch by uch. lland nr. 1926. 1 Datiert Augsburg 27. April, St.-.i. Urkunden nr. 644. lt. Mlti 1504. 487 find worden, mit ernstlicher begere siner gnaden uf necbst. inittwoch darnach zu schicken 50 gewapneten'. Item uf dienstag schickt der rat sin botschaft wieder zum Kirsten gen Heidelberg mit copei und abschrift des königl. mandats und erzelung derselben beschwerung darin verlibt etc.; auch mit anregung der Verhandlung * "nser pfaffen zu Mentz uf letzt vcrschiede/3J27nen fritag vor Leysten daselbs geschehen und was die pfaffen siner fürstlichen gnaden zu eren und der sach zu gut gehandelt betten, mit erzelung, wie im nechsten blatt hievon geschehen ist. Daruf sin fürstlich gnaden mit dapferem besatzten rat ant- wort gäbe, dasz sin gnade wol ermessen möcht unser angezeigten Ursachen, w hielt dieselben auch selbst vor erhaft, wolt auch ein erbaren rat und gemeine statt ungern in beschwerde füren oder kommen lassen und sonderlich nett sin gnaden zu gutem gefallen, [818] wiewol ein rat und gemeine statt sinen gnaden nit könten oder möchten zu ziehen, in ansehen des kön. mandats, so wolten sie doch nit siner gnaden zuwider sin, auch kais. volck oder u, "iemandts in Worms laszen kommen sich darin oder darus gegen sin füret- 'ichen gnaden zu behelfen und wolt auch sin gnaden einen erbaren rat und gemeine statt des orts dieser zit übersehen und dasz sie guten flisz betten, ir statt zu behüten und zu versehen, ob ein gebrech were an büchsen, Pulver, Junten oder andern [814] notdurft, wolt sin gnaden gnediglichen zu w stur und hülf kommen und zu allem guten und gnaden ongesparet sin, mit gar viel gnediglichen und frundlichen Worten und erzeigen. Daruf ward also dasmal abgescheiden. Item des montags darnach quame gewisse mere, dasz" hertzog Ulrich von Wirtenberg und hertzog Heinrich sin vetter* auch der Pfaltz hndsbnef •->•> mit trompeten und botten überschickt betten », Darnach uf donnerstag schrieb min herr pfaltzgraf dem rat, [315] wie landgraf Wilhelm von Hessen siner gnaden auch ein fehde zugeschrieben hett etc. und hübe sich ein solch fleugen und fliehen von den armen luten jensits Rhins und auch hienüben, dasz es erbärmlich zu sehen was in diese » statt und anders hin, als du bi einem rat clärlich beschrieben findest. Auch ' "eheten die Kemmerer von Dalburg, was sie gern behalten betten, gen Oppenheim von Hernsheim, dan sie nit getrawen dürften 4 . Item uf fritag zu morgen darnach fand man lindsbr.el zu Nuhusen w .«, «> dem stift [316] angeschlagen von 5 personen, der namen seltzame und » **** ob es edellut weren, und denselben morgen erschienen vor rat von des stifts wegen zu Nuhusen herr Heinrich senger, herr Jacob Rothard herr »ernhard Bierbaum, canonici und herr Jost Hasz, herr Jörg Eberbacher vicariio dase]bs und hatten m einem pedner mit genommen" M. Hans Dieten- b wg der zit official, und baten in einer summa uf das allerfrundhchst, so «o a ) Hs. von. b) ^U fehlt in d» Ä °) *«■ vicariu». *) Hs. eingenohmen. „,. ' Datiert, com. 0 Mai Sl.-A. Band nr. 446. ' Vielmehr »ein Oherm sStÄÄn, "ptemb. Geschichte I 7,1 » 8. StäUn I. c. IV, p. 68. Tm Stadtarclnr ^W»s ZW 18 Fan 7 ht ein „flivieUe* Verteiehnit* der w ,l,e Stadt Gepachteten vorhanden. * u 30. Um 33. ilni 488 Tagebuch des Reinhart Noltz. sie möchten, dasz" man in. und irem gesinde wieder die pforten und ingang in die statt [817] vergünstigen, auch ir lib und gut hinder fliehen wolten; was sie davor tuen sollen, weren sie willig und wolten es ewiglich niiih rat und gemeinde verdienen. Daruf gefiel inen zur antwort: ir Henrich ■' Kaiser sonderlieh und etzliche andere hellen die beschwerung des vermeinten banns mit sonderm llisz und zutun geübt und gehandelt, über das ein ersamer rat ir capitul hell beschickt und (rundlichen pitten lassen sie zu vermögen sich solches zu cntschlagen; darzu enthielten sie unser widcr/'.'.'w/wertigo; so hetl auch an ein rat gelangt, wie inen von Nuhusen diesen morgen besondere in fchde 1 ' zugeschickt wcre, derhalben auch not wcre bericht davon zu haben; und wurden sie also nachmittag wieder bescheiden witer mit inen zu handien, dann es öfter tag zit was. Und als sie nachmittag kamen, brachten sie ein abschritt von dem lindsbrief und als des rats verordnete den gehörten lesen, redien sie diesz meinung mit inen: Würdige und andächtige liebe u herren! ir habt rat [819] und gemeinde veronwilliget mit der Verhandlung des banns durch uwern dechant beschehen und habt unser bürger schmehelich us uwer kirchen heischen gehen etc.; darzu isl die fehde ueh zugeschrieben sorglich nit allein ueh, sondern auch der stall Worms: solten wir uch nun uwerm beger nach hierin lassen, uwer lib und gut in gemeiner statt schul/ -'u und schirm nemen, was anhangs und beschwerde gemeiner statt erwachsen möcht, habt ir selbst, zu enneszen, und isl not, dasz ir gedancken haben, wie rat [H20] und gemeinde wieder möcht zu frundschaft und gute gericht werden ; was uch deszhalb beduchl zu tuen sin, möehl ir uns zu verstellen geben, wolten wir guten flisz nit sparen und uwer beger gewilll'arel werden n und dardurch eines erbaren rats gut gemi'il vermereken möcht, wollen wir auch nach uwerm beger das Heiligtum und was zur kirchen gezier dienet herin lassen, können aber uwer lib oder gute gemeiniglich oder sonderlich noch zur zit us oberzelten Ursachen nit schirmen. Daruf sie gar ('rundliche [321] danckten der kirchen gezierde halber, doch aber pittende und liebende 30 inen auch irer und gemeiner person halber (rundlicher und nachbarlicher antwort zu geben und von win und l'rucht weren 0 sie willig nach vorgenommener Ordnung zu tuen und ob man etwas wilers von inen haben, wolten sie sich ires Vermögens aller gepür nach erzeigen. Darui' ward inen l'ürgeschlagen zwen weg; der d erst, sie betten da ein bach oder wassef, 3s so vor inen vorfliesz und inen kein nutz were, auch vor alten ziten fNV durch die statt gefloszen, wann sie dasselb der statt wieder gedeihen lieszeri, hofften wir der ernst und onwill, so rat und gemeinde gegen in hett vorgenommen , solt dardurch gemiltert und zu gutem gestellt werden. £> esZ " glichen so betten sie viel jar einem rat und der statt ir widerwertigen & *o gehalten, denselben je zu ziten wider ein rat geleide zugeben — — — das/- sie solches-----------• und eim rat des brieflich geben niemandts hinfüro, den ein rat nit liden möcht, zu geleiden. So\[3M]dies wurde grosz lieb un" Kundschaft zu ewigen tagen geberen f zwischen der statt und dem stift; wolten ») Ha. (lau. t>) Ha. pf'erde. '■■) lh. waren. <1) Jh. die. °) 1)ie *5 Ha. enthält hier zwei. Lücken. f ) //*. gehohreu. K) wolten fehlt in der Ha- ier Mi Kai 1504. *8H Wnwieder brief geben, dasz sie solches ansuchen« jetzt und darnach nil bedurffen würden, sondern jederinan wüste, wes» er sich zu dem andern »ertrösten soll etc. Solches' namen sie an binder sich an das capitul zu bringen und meinten den h. Ciriacum denselben pfingstabend nach der vesper "erin ZU pringen; docli waren sie noch ungeschickt und «ollen es den 5 Bürgermeistern 3 oder 4 stunden zuvor ver/3)M/künden und wissen lassen. Und als sie darnach uf die 2 vorschlug die bach und geleid betreffend abschlägig waren 1 ' und deszmals als abschlägig antwort gaben, liesz es der rat auch bi gegebener antwort pliben. Uem der pfaltzgrave schribe denselben lag den, rat uf plingslmonlag ifl «.*« «U Heidelberg zu erschienen, da sin gnaden den bischof und pfaffheit auch »erdagt« hatten, guter Zuversicht den bann etzliche zit erlangen ufgehoben «erden und dazwi/.^/schen unterstehen den handel hinzulegen. Darul der 1 i,L siner gnaden sehriebe und danckle dienstlich , dan kein anstalt des verneinten banns were der stall lidlich, man wolt auch keine rede hören von i» jemandt, der bann were dann stracks ahe. Daruf sin gnaden liirderheh wieder schriebe, nit uf den lag uszubliben, verhoffl sin gnaden den bann l,lut " abzuschaffen und in der hauptsache richtung zu linden dem rat hdlieh »nnemung und gelallig. Also schickt der rat den stall schrieber und Ludwig B °hel f /;«67 die absolutio.. zu sehen un d empfahen, so sie die zu iren henden * nÄ «en und der fürst darnach wiler handien wolt, solten sie so tag und nacht bolschaft tun, woli mau in zuschicken. Uem U f pfingstdienstag zu morgen ZU acht uren käme herin mit einer P'ocession s. Ciriacus zu Nuhuseii und hat der rat uf 200 gewapneter zu fu sz, die mit dem heiligtum herin kamen, dasselbe zu geleiten, und gieng ü d «n heiligtum der rat mit iren und aller- zunft kertzen [327] entgegen und dr «gen die canonichen -zu Nuhusen den heiligen« selbst bis m den thuni "nd sungen vor und nach 1 ', als man mit den crutzen geht, und als ul dieselb Zlt die pfaffheit nit herin was, waren die 5 priestcr die gedingten m den 5 Pfarren mit unsera Schülern dem heiligen unter äugen, und als der heilige n u »ter die pforten quame, sungen die schüler: Advenisti dosiderabihs und «'engen unser gedingten pfaffen in einer eigenen rotten vor den von Nuhusen Und sungen die von Nuhusen guts mit, [838] aber ir viel wemeten; und ^achten also den heiligen getragen in den tliome, da sungen sie: Petrc '"•« »»o mit collectcn; darnach ein spruch 1 von s. Ciriac auch mit collecten, ; alter her und wurden fro, dasz inen der rat vergünstiget iren patron he rin zu tragen, darzu so sungen sie im thmuc vor alle menschen, die sie auch bestrichen mit dein heiligtum onangesehen den vermeinten bann; sie a ) Ih. wm. i>) H». betreffend offecliliigig, wie sie nit bey ihm weien etc. und >^m a i s etc. o) jjs. verdacht. d ) Hs. geschüetet, >)ffi. Wat. ') Hs. 4i nohlen. g ) //e clen hi( , h) m vor llnd vor . .) Hs. P./. 31. M.n 490 Tagebuch deN Reinhart Noltz. lidten auch, dasz unser gedingten planer mit in gicngen, stunden auch im thume und hülfen den heiligen hcrin bringen; doch wolten sie kein mesz singen oder lesen, das in gott vereine, und musten die pfaffen von Nuhusen von stund an [SSO] wieder zur statt hinus, dan man ir üb oder guter noch s zur zit us Ursachen obgemelt nit behalten wolt. 4.Juni Item uf dienstag nach trinitatis schriebe der fürst aber gar gnediglicli zu erschienen bi siner gnaden unverzüglich ^uter Zuversicht, den bann nach des rats beger abzuschaffen und alle irrtumer zwischen bischof pfaffheit und der statt hinzulegen; daruf der rat abermals schickte zu sinen gnaden io Hamman Liszpurger, Ludwig Bohel" und den stattschrieber mit bevelh, wie auch nechst [331] hievor beschehen etc. Dieselbigen brachten einen schriftlichen abschied unter des fürsten secret, dasz rat und gemeine des nechsten mitwochs darnach ire frunde und anwälde zu Menlz vor dem frommen richter Leisten haben solten um absolution, wie sich gepüret zu pitten, da auch die ib pfaffen ir anwäld haben und in absolution verwilligen solten. Und darnach in.Juni des montags nechst folgend beide teil zu Nuhusen durch schiedliche personell erschienen und (rundlich von der Sachen reden und handeln inhalt pfaltzgräfischen recesz, so [332] bi einem rat behalten ist. Was us diesem allem worden, findestu hernach geschrieben l . so ») Ha. Polen. 1 Es lag der Stadt allen daran am dem Bann zu kommen. Sie schickte dess- halb den Philipp Sommer, Licentiaten, und Hamman Böliel nach Basel, wo der Kardinal Baimundus weilte. Am 10. Mai berichten die beiden: Wisset das wir uff den nehsten vergangen suntag cantatc gein Basel kommen sin und haben den legaten a.'i da funden; der ist noch da, wissen aber nit wie lang er blyben werde und sind anfänglich gangen zu dem burgermeistcr zu Basel im übergeben unser forderung und furschnfften an sie von den von Straszburg. Also besehyde uns der burger- meister den mendag zu morgen vor den rait, daselbst hetten sich besammelt alt und nuwe rete und empfingen uns erlieh und verhörten unser Werbung und begere, :to die was, das sie uns bystendig waren bi dem cardinal. Die Basler versprachen Beistand durch den Bürgermeister, ihren Advokaten, einen Luientiaten, furwar ein geschickten und bereiten man und iren statschryber, die gingen mit uns zu dem legaten und wurden mit uns zu rait, das wir unser forderung zu vor an thun solten in irem by sin. Nun wird über die Verhandlung berichtet. Also haben die 88 von Basel noch ein advocaten, der ist ein Spaniole, kan kein Dutsch, lyset ordi- narie in recht hie zu Basel in* der universitet, ist vast gelert, und doctor Wyndecker, der by uns gewest ist, der ist auch der von Basel besolter und ist doctor utriusque iuris worden; die selben benennet er dem legaten. . Da waren wir fro, meynten etwas zu erlangen.. . Also liesz er uns sagen, der gemeyn halb were er willig die 40 zu absolviren, aber nit die vom rait, usz Ursachen er by uns finden werden..- Aber aucli die Basler waren der Meinung, das man rait und gemeyn solt teylen. so sie doch samethafft im handel begriffen und exeommunicirt weren. Wiederum folgten lange Verhandlungen. Aber die pfaffheit hie zu Basel und villicht die unsern syn unser hie gewar worden und ist dem cardinal ingeben worden, im gebur uns ts gar nit zu absolviren. St.-A. W. Band iir. 1926. Am 20. Mai schreiben die beiden Gesandten, die Verhandlungen seien erfolglos gewesen. Ebendaselbst. Der oben erwähnte spanisclie Professor in Basel hiesz Joh. Oynus, I. U. D., Ordinarius für das bürgerliche Hecht, s.Vischer. Geschichte der Universität Basel p. 244. Am 8. Juni Heidelberg urkundet Pfalzgraf Philips in dem Streite zivischen Stadt und Pfaffheit: •''0 Und nemlichs als die von Wormbs erste begert den bann abzustellen, haben unser t'rund von Worms und sein pfaffheit gewilligt, das der bann frey solt absein und der richter zu Mentz, durch den die von Wormbs in bann erkennt, uf derselben von Wormbs bitt sie absolviren und darumb sie beidteil uf nehst kommenden mit" woch die iren zu Mentz bey demselben richter haben. die von Wormbs umb ab- 1504. 491 Item uf denselben mittwoch erschienen beide teil zu Mentz vor Leisten ».Juni und wurden wir von Worms absolviret 1 und musten geben 18 gülden vor die absolution demselben frommen richter, aber die pfaffheit musten darnach das geld bczalen, als du hernach findest; und erschienen beide teil, der bischof, zwen domherren, herr dechan s. Pauls, dechant zu s. Martin, dechant •'< zu unser lieben frawen, [333] zwen canonichen von s. Andreae und einer zu s - Paul mit dem dechant und einer von unser lieben frawen mit sinem dechant, der official, der des bischofs der zit und herr Heinrich Kaiser notarius und laurentian des domstifts, der das Unglück mit dem bann als a ngestelt, zugericht und mit allem flisz gearbeitet hat, uf der pfaffen site, uf 11 des rats site Dr. Jacob der statt advocat, Hamman Liszpurg, ich Reinhard Noltz, Heinrich Silberbrenner, niiner, Johann Eberbacher, Ludwig Bohel von gemeinem rat und Adam statt^S.wyschrieber, die erschienen von beiden siten l » angesetzten montag darnach zu Nuhusen zu handien nach inhalt ob- ;,-. ./„„, gedachten recesz. Item erstlichen* begaben sich bischof und gemeine pfaff- is heit, dasz die fünf fremden priester von in nit solten gestraft, auch in der- halb nichts von inen nachgesehen werden, um dasz sie dem rat und gemeinde lr > den ziten gedienet hatten, sondern soll inen gantz und gar verziehen sin ; doch dasz sie in viertzehen tagen sich us der statt und stift teten ; das letzt /335J wolt der rat nicht annemen sie der statt zu verwisen, man versehe an sich doch, so sie von den pfarren kommen, sie musten sich selbst irer notdurft nach nit allein us der statt sondern auch us dem stift tuen. Des dienstags griff man zu witerer handlung und begerten bischof it. Juni und pfaffen ein artieul rat und gericht zu besetzen anzufallen b , dan es inen atwegen daselbs Stack, dasz sie möchten weltlich herrschaft zu Worms haben, n Also lieszen es des rats geschickten [886] geschehen und hüben an dem bischof vorzuhalten ein nottel 0 und begriff einer verschribung und pflicht, so °>' dem rat und der statt geben und schweren solt; die gefielen im nit wol; dagegen hielt der bischof des rats geschickten vor den eid, so sim d vorfaren a ) Hb. ernstl. '') Jh. ein zufallen. °) Hb. mottet. *') Ha. sein. ao wlucion bitten und der pfaffheit unweld darin willigen ... Der Richter solle die Kosten für die Absolution nicht übertreiben ... Und wollen unser frund von Wormbs ein iden pferherr wider hininn gein Wormbs uf sein pfarr seinen pfarkinden die [!• sa crainen (. on I/u ministriren auch uf yden stiefft /.wen priester verordnen rnesz * u . lesen, darzu die Canneliten und ander monichen, so in der zeit des banns herusz u sein kommen, wider hinin zu schicken, gotlichen anipter zu volbringen, wie idem ?e°urt... Montag post oetavas corporis Christi sollen beide Partheien früh zu Neu- n.Jnni lta üsen zusammen kommen, um über die Streitpunkte gütlich zu verhandeln. Die "ch/webenden Prozesse sollen stillgestellt werden. Band nr. 1926. .. ' Am 12. Juni Moguntie in anibitu s. lohannis Mog. sub anno domini 1504 40 uie vero mercurii 12 mensis iunii absolvirt Anthonius Leyst decanus ecclesio saneti 'ohannis Mog. iudex et executor ... a reverendo ... domino Raymundo eardinali V^eensi s. sedis apostolice de latere legato etc. die Wormscr vom Bann. St.-A. W. unsere geschrifft anzubringen, haben wir by vielen unsern gondern vernommen und desto trewlich Warnung entpt'angen, wie ewer wyszheit by k. nit. hohe und swer- lich versaget, als ob ire den k. gebotten an uch uszgangen ungehorsam gewesen. unserm gnadigen herrn pfaltzgraven und den synen zu rosz und t'usz offnung durch- zug probiande und andere zuschub und guttaiten bewyset; so sol sieh der pfaltz- 40 grave öffentlich hören lassen haben, das ir ime vertrawlichen zugesaget zuschub hilff und rathe zuthun, auch nit gestatten inen aus/, uwer statt zu beleidigen etc. Darumb ob er auch syns Landes gantz vertrieben , wiste er solhs ausz der statt- Worms widder zubekommen; dadurch die k. int. zu angeglichen groszen Ungnaden gegen gemeyner statt beweget, als wir das auch von syner k. mt. montlich ver- 4.'. merekt... . Dan hie wil nit anders syn dan grosz ungnad und unablaszlieh straff oder volkomenlich gehorsam und ist kein ansehen« nuit' den buchstaben zu haben. Wo die furschriett'ten (d. h. die Empfehlungen des Landgrafen s. o.) nit vorhanden gewesen, betten wir gar nit mögen zu entschuldigung kummen. Es syn auch cr- schrockenliche mandaten vorhanden gewesen widder gemeyne statt, die wir dieser r.o zyt mit grosser arbeit abgewendet haben. Band nr. 1926. Am 4. August zu Horb erging an Worms ein hgl. Mandat, dem Landgrafen die Stadt offen zu halten, Urh. nr. 646. Das war eine Wendung zum Bessern und der nächste Brief der Gesandten beim Ki'mig vom 6. August ist daher hoffnungsvoller: Mir versteen by allen lenten um. 495 Item so bald der pfaltzgraf vernarne den landgrafen wieder über Rhino se >n, zöge er mit sinem volck von Altzen über hertzog Alexandern unverdrossen gunst und das sich der hymel ytzunt zu heil und selikeit der erbern statt Worms geneiget hat... Die k. nit. wil ernstliehen, das ire den lantgraven usz und ln ryn lassent. Die kgl. tut. hait heut dinstags Zcl ingenommen umb mittags s *. •*"$■ ^ytten und wil noch Gengenbach auch annemen, ee tag. als wir das an strowe zu üel in der h. dryer kunig hutte mit unsern pferdea warlich entpfunden haben. Die lantvogt-y musz gar herzu. Hand, nr. 193S. Der Itath war dem Befehl des Königs 'lachgekommen und hatte dem Landgrafen angeboten, ihn mit Proviant zu versehen. Das anädert der Landgraf im feltleger vor Cnbe 23. Aug. mit dem Vcrspreclicn, sie m mit fuoszvolck nit zu überlegen noch beschedigen, Band nr. 446. Am 39. August i'efahl Maximilian zu Blaubeuern der Stadt, das dem Pfalzgrafen Philipp als Schmn- mrrn der Stadt zuständige Schirmgeld als eonfiscirlcs Gut hinfort an Um abzuliefern, Urk. nr. 647. Von, Donauwörth ans crliess Maximilian- am 4. Sept. drei Briefe an " 'II 'Stadt: 1) ein gedrucktes Mandat zu rosz und zu i'usz auf das Leehfcld zu ziehen, in Jmnd nr. 440. i) ertheilt er als Erzherzog von Oest reich und Landgraf im Elsass i ^\ n ^ t Worms einen Schirmbrief. Darnach will der Erzherzog die Bürgermeister '""' Roth der Stadt, ihre Bürger, Einwohner, Zugehörige und die ihnen zu versprechen -"stehen hei ihren Freiheiten', Obrigkeiten, Herrlichkeiten, Gerechtigkeiten , Gerichts- ■uniu/en, Ordnungen, Pulliceiru, guten Gewohnheiten und allem Herkommen schützen. M 'Lj schirmen gegen jeden Eingriff und Abbruch: dagegen, sott die Stadt ein offenes laus Oestreichs sein. Damit aber die Stadt stattlicher geschirmt werden möge, so habe <"> sie. in die Niedere Vereinigung in Ober- und Unter-Elsass aufgenommen laut der erschredniug (ist verloren). Für diesen Schirm solle die Stadt alljährlich auf s. .1 argen- i'l) 300 Gulden Rheinisch eahlen und twar rinn s. Jorgentag des Jahres U06 au. -j:, • t.-A.W. nr. 048. or. mb. c. .s/V/, pend. del. Das Pergament ist vollständig vom Moder ■er/vesseu. Gute Copie rmn. Stadtschreiber Laut:: vgl. Arnold 11, 478. S) giebi jtuximihan alle, bisher von dem Bischof Reinhard ausgeübten Hoheiten und Hechle ''cm Hathe wieder zurück. St.-A. \V. nr. 649. or. mb. Das Siegel hängt an schwarz- 'veisser seidener Schnur. Gedr. bei Schannat II, 391. Vgl. Arnold I. c. Damit steht :«> nun scheinbar ein Mandat Maximilians. datirt Augeburg 7. Sept., in Widerspruch, 'einlach, der König der Stadt bei Strafe von 100 Mark lotigs Goldes und der Acht ticbictcl, den erwählten Bischof Reinharri in seine Hechle einzusetzen. St.-A. Band '_"' '•''#<". Jedoch gehl dieses Mandat nicht rom Konig aus, denn dieser hielt sich am '■ Sept. in Hilpoltstein auf, sondern vom Reichskammergericht s. u. u Bin ,/'"' ""' Sept. in unserm feltlagcr vor Cube gewährte der Landgraf auf dir C lli Wormser der Sladl Odernheim eine Erleichterung, indem er sich mit 1000 •ulileu begnügt, wiewol sie uff sechszehenhundert gülden zu erleddigung der ge- ■wgen und 600 gülden brantschatsung geschätzt sein. Band nr. 4M. . Bischof Reinhart wandte sich am 18. Sept. klagend au den Landgrafen. Nu 4ii °? 1 »wivei K. F. G. unverborgen, was macht oder folge ich als ein armer biiohoff ,,. V ovl »bs und allwegs als eyn gehorsame gelidt des h. reichs habe und gar Khir und verdorben durch die von Wormbs. .. Sein Vorfahr habe trotz aller Kosten *™ Arbeit, die. Vollstreckung der Urtheile, nicht erlangen können... deszglichen der- •oit> niyn furf'aro vile zit'nianiglaltigon gar swerlichen der k. int. als raet und *» V, 0 "" 1 ' nachgereiszet und trewliohen gedienet, davon im'e und dem stietft noch b.v „ e . n 4°00 gülden unguetlich usztet, dadurcli das Stift in grosse Schulden geratlien i'nV clas es uljer 8olicll ° 8 ulte nichts oder gar wenig noch hat; etwann mync iel -l cn bischove eyner mit vievtzehen oder achtzchen pferden ierlich geritten, so n itzunt nit wole' mit 5 oder G rythen mage, lyt leider mit warheit im tage. So ■ ><> at der arme stiefft das sine nirgends anders dan allein im hertzen der Pt'altz, auch Mr nichts eygens alleine sonder alles mit der Pfeifet in gemeyne und in deine \< we Re die Pt'altz oder ire ambtluthe als die obbern und grossen merc dan ich s '8 e haben oder geacht werden... Wenn er dem kgl. Mandate Folge leisten müsse, I ' W ' n ' m ihm alle flecken abgenommen oder verhelft werden.... So hab ich 5» w '- n " algereidt disz kriegs mer dan 800 gülden jerlichen schaden entpfangen, lobl^ l ° w -" cl1 waren die Wormsisclien Gesandten dem kgl. Hauptquartier nach- m • ""t. Am 19, Sept. berichten sie, nämlich Heinrich Silberborner und Balthasar ,jt)(> Tagebuch des Reinhart Noltz. züglich und verbrant doselbs viel dorf und fürten die pfaltzgräfischen gepuren ire hab fast wieder liinus und die Liningschen herin. Wie es geben würde, (indestu hernach [860] geschrieben. 3*.Juu Item li f mittwoch s. Jacobs abend fingen die fischer hie zu Worms in s der almen" ein stör b , was 9 schuh lang. Also meinten der fischer etzliche, man solt in dem biscbof von Worms schicken, etzliche waren darwider, also dasz es an die burgermeister langte, die gebotten in den fisch nit zu verandern bis 0 ein rat, der über in stunde, darnach gehalten wurde; also beschlossen sie 1 ' den fisch in den Burgerhol'e zu tragen, doselbst zu scbniden n> und den halben [861J teil dem rat vor zu behalten mit einander uf der Möntz zu verzeren, den andern teil in die gemeinde zu scbniden 1 II um 10^ und niemands rner dan ein pfund weiden und allein unter die gemeinde. •».am Item uf fritag darnach aszen all und new rat denselben störe uf der Möntz und luden darzu gut gesellen, die auch täglich daselbst erschienen n und uf denselben fritag gieng ein brief us von demselben erwälten zum biscbof an beide fischer zunft mit [863] beger ime denselben stör 1 ' zu liefern oder darum abtrag zu tuen witers Inhalts etc. Derselb brief ward von den Zunftmeistern dem rat. iiberantwort mit beger inen beholfen sin als auch sie vertröst wurden 0 vom rat; daruf ward antwort begriffen vom rat, doch im -° namen der zunft unter irem siegel zu überschicken, dasz beide zunft nit a ) So die H»., vielleicht atmend. b ) Ha. steur. «) fix. uf. c| ) sie fehlt in der Hu. e ) Hu. waren. Myhel, von Nürnberg aus: ...haben wir ylends den weg uf Augspurg genommen und als wir geyn Geppingen kommen, verstanden, wie die k. mt. nit daselbs sunder 2t zu Nürnberg syn soll; das uns nit wenig beswerlieh wasz, nachdem die wege von Nordlingen nit' Nürnberg vast unsicher zu wandern syn; haben uns aber dannoohf mit rathe etlicher guter frundc zu Nordlingen mit eynem kuntschaffter gewaget und mit der hilft' gotts durchkommen über stock und studen den fynden entwichen, die dan ob dryssig pferde deszmals uff derselben Strassen strauffen hotton und so ;io wir zu Nurenberg mit gnaden inkommen, wasz die k. mt. mit etwa 7000 zu rosz und füsz zwen tag dafür uff Kegensperg gezogen die Bohemer, so in groszer anzal der Pfaltz zugezogen waren, zuverdryben und doch nit gewisz, wo syn mt. anzutreffen syn mocht, auch der weg, wo man nit gantz wegstarck zöge, war nit to wandern... ;t. r . Die Gefahr war Mt (/ross, wesshalb die beiden Wormser Herren in Nürnberg blieben und sich begnügten, dem König einen Boten nachzuschicken.. . Und sehrybt uns Syinon (von Schemberg, der im Okt. JöOS am kgl. Hofe thätig war; seine Kredit- und Kredenzbriefe im Band nr. 1937), wie die k. nit. die schlacht gegen den Behemern behabt und uff zweytausent erschlugen und <>()0 gefänglich hingeschlauttt 4ii und zu Regensperg ertrenckt haben sol. Aber wo syn mt. auszwil, sy verborgen. Doch haben wir heute zu Nürnberg von etlichen des rats verstanden, wie ''"' k. mt. sieh zu Regensperg erhaben und den neehsten uff den Nuwenniargk ini'Ki' denselben zu erobern, wo das gescheen mochte, und wolten wir unverzüglich W ylen unserm bevelh nachzukommen. Hand nr. I'.ijr,. i:, Am 80. Sept. schreibt Balthasar Myhel an seinen Schwager Ibuis Marckarl "' Worms: Wie Henrich Silberborner und ich mit. gell, abgefertiget syn habt ir wissen. Nu syn wir itzo vier woehen der sorglichen lauft' halber nmb und umb geritten und erst gestern sontags geyn Augspurg kommen und haben an zerung grossen mangel und uns umbgothan und mit grosser arbeit kaum so viel bekommen möge''. Mi das wir die k. mt. damit antreffen mögen, die sich dan umb Ynszhrug helt. ''•' bittet um Geld zur Bezahlung der Schulden und umb 1(10 gülden unverzüglichen geyn Augspurg zu antworten... Mit wechselbrieffen mögen wir nichts nszrichten, ''an yederman beclagt sieb itzo dieser lauff, Band nr. 1920. 1504. 497 gestunden als von irer zunft wegen einigen störe je oder je überliefert haben, mit beger sie solcher für/353/derlich zu erlassen; daruf es noch ruhet. Item uf donnerstag nach Mauritii käme ein bott vom cammergericht 2«. Sept. und übergab dem rat zwei mandaten oder citation in 30 tagen zu erschienen vor kon. mayestat cammergericht zu procediren und volnfuren in der sache '•> des bischofs das possessorium betreffend, wie dieselbigen handel vor des riehs regiment verlassen und anstehen plieben weren. Daruf und nach überanlwortung obgenanter man/354/daten liesz der ra t den pfaffen, so alle jetzt* herin kommen waren in diesen kriegsläufen, schütz, schirm und geleide ufsagen und us der statt gepieten l . 10 Item uf dienstag s. Remigius tag erschiene vor rat Dunckelsböhel toki. licentiat und official des bischofs zu Worms und zeigt an die confirmation "nd bestetigungsbrief, wie bischof Reinhard der erwält bestetiget were vom stule zu Rom mit beger, dasz sich ein rat darzu schicken wolt, dan sin gna/355/den im willen were uf dienstag nächst nach Simonis und Judae in- it 39. Okt. zuriten zu Worms nach löblicher alter gewonheit. Daruf im zu antwort ge- ne le, es were jetzt herbst und jederman mit im selbst bekümbert, aber so förderlichst fuglich gesin möchte, wollen sie alt und newe rat versammeln, "ien die angezeigte confirmation vorhalten, auch sin witer beger des inritens und was sich alsdan ein rat entschlieszen sin gnaden nit verhalten. 20 Item uf dienstag nach s. Gal/Vweyien abend waren dieselben des bischofs it. o*t. Botschaft wieder vor rat bescheiden uf ir Werbung, hievor an diesem blat geschrieben, antwort zu empfahen, und nachdem dieselb antwort uf des "schofs confirmation und bestätigung stunde, han ich dieselbe confirmation auch hierbi geschrieben, wie hernach volgt: • 25 Julius episcopus servus servorum Dei dilectis filiis populo civitatis et 'oeccsis Wormatiensis salutem et apostolicam benedictionem. Hodie elec- 'onern de persona di/357/lecti filii Reinhardi electi Wormatiensis ad ecclesiam "ormatiensem tunc pastoris solatio destitutam per dilectos filios capitulum cclesiae Wormatiensis factum de fratrum nostrorum consilio authoritate so ■»postolica confirmamus et approbamus, praeficiendo eum eundem ecclesiae episcopum et pastorem, curam et administrationem eiusdem ecclesiae sibi n s piritualibus et temporalibus plenarie committendo, prout in nostris inde a ) ITs. yntzigen. j, ) Am 28. Sept. in der gewonlichen ratstuben auff dem Burgerhoff in der 3 r , H'iH? a,S8en lm ^W«em von Hans Walther alt zolschriber zu Gernszheim und meister IT. ar Slorg notariua erschienen vor dem Notar Mattheus Herden von Bopart nnl' S Q VOn H° em burgk burgermeister, meister Philips Sommer, Licentiat, Advokat "« byndicus der Stadt Worms, M. Reinhart Noltz, Johann Steffan und Johann WÄfcSSü ■ ® r ' -Altlmrgermeister und Bathslierrcn und protestirten gegen die vom er- 40 unf. ■ B'^hof lieinliart ausgebracliten Mandata penalia, appellirten an den besser zu nn Tötenden Kaiser. Der Bischof sei in kgl. Acht gestanden, weil er kgl. Mandata se-y , orsam gewesen sei, indem er weylant hertzog Ruprecht pfaltzgrafen, deszglichen (Traf •Jf e . n ? a, h e le etlich reisige zu hilff in Beyern zugeschickt und dem . . . pfaltz- % ? n Philippsen, des raths und diener er ist, in seiner furstl. gnaden hendeln und 4r. Hiii f ° ■■ n Un ratne geaessen, ime anhangen zuschub hilff und bystandt gethann etc., an • rama > hoffdienor, knecht, eigenlewte, verwanten und angehorig haben auch W ich° n kleydern gefurt und füren noch uff huttigen tag das pfaltzgravisch krieg- -nen, nämlich ein swartz kreutz in eynem weiazen schiltlyn. Hand nr. 1987. ^«rmsor Uhronilcon. !52 1304 408 Tagebuch des Reinhart Noltz. confectis literis plenius continetur. Quo circa univcrsitatem ve/3öS/stram rogamus et hortamur attente per apostolica scripta mandantes, eundem electum tanquam patrem et pastorem aniinarum vestrarum grato admittentes honore ac exhibentes sibi obedientiam debitam et devotam" eius salubribus monitis et mandatis humiliter intendatis, ita quod ipse in vobis devotionis filios et vos in eo per consequens patrem invenisse benevolum gaudeatis. Datum Romae apud sanctum Petrum anno incarnationis dominicae quingen- 0 1 ». Febr. tesimo tertio, quinto idus februarii b , [35!>] pontificatus nostri anno priino Nach besichtigung solcher confirmation von einem ersamen rat und io nachdem dieselb inhielt, dasz der pabst dem bischof Verwaltung der kirchen zu Worms in der geistlichkeit und weltlichkeit vollkommentlich befohlen hat, als in dem brief von sine; heiligkeit usgangen völliger geschrieben were etc., daruf gefiel vom rat antwort, dasz einem rat von gemeiner statt wegen not were dieselben brief auch zu sehen, nachdem die welt/äöO/lich Verwaltung u und herrschaft der statt einem ersamen rat von Römischen kaisern und königen mit manigfaltigen friheiten anbevolhen were, deshalb sie auch disz orts interesse zu versehen hetten. Daruf des bischofs geschickten sagten, die brief, davon meidung beschehe, weren mit copeien und abschritten vorhanden, sie hetten aber nit bevelch dieselben jemandts witer anzuzeigen und so hetten sich der antwort nit versehen, sie wolten aber von stund an zu irem gne/3öJ/digen herren schicken und eines rats antwort anzeigen und was in witers zu befelh kerne, dem rat so förderlichst nit verhalten. Item als kurtz hievor geschrieben stet von anzeige mer brief vom ;*. att. bischof dem rat zugeschickt, erschiene des bischofs bottschaft uf fritag s. Lucas- 25 tag vor rat und bracht mit im die übrige päbstliche brief, auch ein brief von der kön. mayestat die lehen und regalien zum stift gehörig zu niessen und gepruchen, doch in oder nach [362] usgang des jars solch regalia und lehen in eigner person zu empfangen, als solches klärlich bi einem rat funden wird, mit begeren sin gnaden laszen in als geschickten inzuriten. so Daruf vom rat geantwort besichtigung der brief hett der rat zu gefallen , wolt sich derhalb witer unterreden und damit die sach vom rat nit in verzug gericht geachtet wurde, were allerhand not zu reden, so dem in- riten vorgan inusten und so dem bischof genem' 1 were davon [363] zu handien, wolt sich ein rat auch dazu schicken; und also nach manigfaltiger unterrede 24. oh. 35 ein tag vorgenommen von beiden teilen verwilliget uf donnerstag den andern tag nach Severin gen Kirschgarten und zu tedingsman von beiden teilen ge- betten und beschrieben herr Friedrich Kemmerer von Dalburg ritter, der auch erschienen; wie 'daselbst gescheiden sei, findestu hernach geschrieben. ib. okt. Item uf samstag nach s. Lucastag schickt der pfaltzgraf zwen [364] 40 hirsch uf zweien müleseln in kotzen zerlegt und liesz die schencken dem rat, damit frölich zu sin; also liesz der rat alt und newe rate zu dem wiltpret laden mit iren wibern und töchtern zum tantz geschickt und assen den dienstag zu mittag und zu abend miteinander mit andern erlichen gasten ») Hs. debitas et devotas. b ) IIa. menms (ehr. «) Ih. anno X. '') lh. gemeint. 45 ' Zwei Copien im Band nr. lu-Jii. 1504. 499 und waren frölich uf der Müntz und schenckt man dem Jägerknecht, so das wildpret bracht, 1 gülden. Item uf donnerstag darnach zu morgen waren verordnet [365] vom ?*■ Okt. ra t 16 personen zum bandet zu Kirschgarten zu geben, die auch daselbst erschienen und fanden daselbst herrn Friederich von Dalburg rittem von i beiden teilen als schiedman dahin vertagt; darnach um 9 uren quame der uisehof geritten und stunden die mönche unter iren pforten und empfingen m mit dem gesang: Vigilate" et orate quia nescitis, qua hora dominus vester venturus sit, und gieng der pater neben dem bischof im chor, darnach sänge und [806] las man mesz und gieng man eszen. io Nachmittag als man zum handel gieng, liesz der biscbof begeren, nachdem er bestetigt, crwelt und gewihet were, begert er inzuriten nach alter gewonheit mit erpietung alles zu tuen, so sin vorfaren bischof von Worms getan hetten; daruf vom rat antworten, sie hielten irrtume zwischen siner gnaden und gemeiner pfaffheit, dem rat und gemeiner statt, were des rats n °eger sich hören zu lassen, ob sie [367] auch gemeiner pfaffheit händel mit ues bischofs oder allein des bischofs händel vornemen wolten. Also plieb er bischof uf sinem inriten, das liesz der rat auch geschehen, und nachdem er bischof kurtz darvor mandat und citation vorm kein, cammergericht dem r at Überantwort hat, begert der rat vor allen dingen dasselb abzutun, desz 20 icli aber der bischof auch weigert; liesz es der rat auch hingehen, im nit '" gut, als hernach geschrieben stehet, und unterstun/äßs/de zum inriten zu andien und nach manchfaltigcr unterrede Übergabe der rat ein verzeichnusz er pflicht und verschriebung, die da erbar was, zum frieden dienende, die J er dem bischof und pfaffen gar onangenem und miszfällig was und nit an- H enien wolten; begert hne b auch der bischof antwort zu geben, wie man dem rat zu welen und gericht zu halten tun soll c ; daruf die geschickten arr >eii siner gnaden bescheid und vornemen an ein rat zu bringen und den andern morgen [369] des rats notdurft zu geben, kamen die wieder d . Und a ren uf der pfaffen parthei der bischof, herr Heinrich Silberberg, herr so einrieb von Erenburg, Haryngus, ein Friesz, Dr., alle domherren, ineister ans Dunckelbohol official, herr Heinrich Kaiser notarius des capituls, und von r ats wegen Harnman Liszpurger, ich Reinhard Noltz, Philips Wolff, nüner, eistev Philips Sommer, licentiat, Iohann Eberbecher 0 . Hamman und Ludwig 0 lel gebrüder und der f stattschrieber. Des samstags erschienen des ratsfrund 3. r > :><;. Okt. le der zu Kirsch/370/garten und nach gehaltenem rat sagten die geschickten, r f at hett befremden von dem, dasz sine gnaden kein inredt hett noch en wolt in die übergebene schrift betreffend pflicht und verschriebung, gerl doch der rat, dasz man ir beschwerung, so sie hetten, in der alten r, u und verschriebung hören wolt. Sagt der bischof, er wolt sich zu keiner 411 "putation begeben, sondern wie sin vorfaren geschworen und verschrieben en, wolle er auch tun; hofft solches genugsam sin. [371] Daruf des rats ; Cnic kten sagten, so sin gnaden kein inred tuen wolt in des rats vor- wel 0u ^ S ' ^'"' tnmu ' v - b ) ■öi- " mc - °) H*- zu S e bon mit dem rat zu <•) j) !" u1 gericht man tun. d ) Ih. des ratlis notlidurflY wieder kliemen zu geben. *'■* hl,onll «clior. t) ,i. fthü in dtr Ih. 32* 500 Tagebuch des Reinhart Noltz. getragene form, auch nit" hören beschwerung, so ein rat hett in der alten verschriebung und so stracks uf sinem willen bestehen, were seltzam zu hören uf einem gütlichen tag nit von der sach zu reden noch hören wollen, darum man verdagt b were und hett sin gnaden solche sine meinung wol in » einem brief geschrieben, sin gnaden und auch der rat der mühe und kostens wol vertragen [372]. Daruf sich der bischof und pfaffen unterreden und ergaben sich gern hören wollen, was gebrecht der rat hett in der alten verschriebung dem bischof und derselben pflicht. Daruf erstlich vorgetragen warde, wie dieselb alt form zuviel gemein in iren worten were, dardurch io viel miszhellung und Zwietracht zwischen beiden partheien erstanden und jederteil zu sinem vorteil züge und verstände, derhalb bischof Johannes sin vorfar sich öffentlich zu mer/3F3/malen hett hören lassen uf ersuchen des rats und Vorhaltung und erinnerung gemeller siner verschriebung und pflicht, er hett sinem Stift und capitul zuvor und ehe dann der statt geschworen is und deszhalb was wider sinem stift und capitul in solcher pflicht erfunden wurde, were er nit schuldig zu halten; solt es nun die meinung haben, so were solch pflicht und verschriebung bös 0 , als sie selbst basz zu ermeszen hetten, dan wir davon reden möchten. Also nach viel [374] reden warde also abgeschieden, dasz den andern morgen des rats geschickten wieder er- 20 schienen solten, mit inen bringen etzliche des alten bischofs verschriebungen und daselbs von wort zu wort reden und ire beschwerung anzeigen. Also ward den abend abgescheiden. Uf denselben sontag, als man wieder zu gesprach käme, zeigten des rats geschickten manigfaltige ser alte und auch der allerjüngsten verschriebung der bischof etwan viel, darin sich max\ig-[37ö] ä"> faltig enderung und irrtum erfände, so je zu ziten sich ergeben hatten, mit beger, dasz der bischof sich der angezeigten verschriebung vom rat als pillig genügen liesz. Das aber der bischof nit annaine, sondern bestände daruf, dasz er williger zu schweren were als sin fürfar und sonderlich der letzte verscheiden bischof Johanns. Daruf geantwort solches were dem rat und so der statt nit angenem, dan genanter d bischof Johanns hett brief und siegel dem rat geben und dieselbe ge/376/sehworen, aber gesagt, er hett dem capitul und stift zuvor und ehe dann der statt geschworen und wo dieselbige pflicht nit wider den stift und capitul were, wüste er sich wol zu halten, kunt aber inen derhalb und in dem fall nit helfen. Solt es nun die gestalt 8» haben, dasz sin gnaden dem rat und der statt schweren solt und davor pflicht getan haben, dadurch er nit schuldig were die letzte zu halten, also were rat und gemeinde nit versehen , darzu hett sin gnaden der rat ersucht [377] und dieselbe verschriebung und pflicht zu halten des puneten halber, dasz kein burger solt vor geistliche gericht citiret oder gefordert werden; +o solches were der statt gerechtigkeit friheit gut gewonheit und all herkommen; wolt er der statt solches halten, dasz er das in sin verschriebung und pflicht mit uszgetruckten Worten schrieben liesz oder des rats geschickten zu erkennen geben sinen willen deszhalb. Daruf bestände der bischof uf sinem gesang ») Ha. mit. b ) Jh. verdacht. °) in »■ lesz der rat die hofglockc luden zu 6 uren, darnach zu siebend das ander so und nach acht das dritte mal"; [381] da gieng der rat vom Burgerhof uf die newe ontz und stellte die zwen abgehende burgermeister, darzu den newen von unern an das fenster und mich Reinhard Noltz bi sich und befolhen mir 11[ nt luter stimme uszurufen, wie hernach folget: Lieben frunde! Us befelh geheisch und gebott der Rom. kon. mayestat a& users allergnädigsten herren und demselben zu untertäniger gehorsam und setallen erschienen hie burgermeister und rat dieser loblichen statt Worms willen [382] und meinung rat und gericht und derselben ampter zu er- ewen und zu ersetzen so viel sich gepüret und not ist, und nachdem das Ur germeisteramt im alten rat unter den nünern zugehört b Hamman Lisz- 30 P r ger und hett im zugekoren us dem gemeinen rat zu gesellen Ludwig oneln und gibt auch der 0 rat zu einem schultheiszen Hans Studen, zum graten Wentz Pfender, zum richter Hamman Jercken, im zum gesellen Hans °mmer den goldschmid; und [383] damit scheid man ab und macht nit neimburger in die 4 pfarren; und assen alt und newe rat und gericht 35 'sammen uf der alten Möntz, dan es was kein ofen uf der newen Möntz. Item uf fritag s. Johannestag des morgends nach G ur gieng ein für 27. ß«». ln den pfaffen husern allernechst bi dem torn Luginsland, dessen alle ansehen befremden, nachdem niemand da wonte, und als man der sach c an nachfragte, hetten [384] etzliche lute als sich dazu gebüret daselbst 40 o erdet, und was onangesehen der pfaffen krieg und böser will so grosz z Un d arbeit vom rat und gemeinde das selb für zu behalten, dasz es a ) mal fehlt in der Us. b ) Us. heer. °) Us. nach den rath. «• Zorn ed. Arnold p. 207[. 502 Tagebuch dos Reinhart Noltz. alle menschen der statt zu eren nachredeten, und wenn sie den" pfaffen nidig gewesen und nit erlieh gehandelt wolten haben, were dasselb für wol bisz an tornc und ferner gewachsen und der statt noch einigem bürger kein schade geschehen, da Gott allwcgen und ein frommer rat nach [385] sinem vermögen vor sin wird l . s Anno 1505. ai. Febr. Item uf sontag oculi hett der pfaltzgraf alle stände siner gnaden fürstenlume als praclatcn, rittcr, edcle, landschaft und gemeinde, sonderlichen etzliche fri und richsstätte, so siner gnaden schirm und cinigung halb verwant sin solten, als Worms, Speyr, Heilbronn, Wimpfen und derglichen io verdagt gen Heidelberg des montags zu morgen mit inen b samentlich und dapferlich gehandelt und hat ir gnaden einen schrie/'SSS/ber genant Simon Hesz, dem ward befolhen zu reden und sagt vor allen verdagten, wie die fehde" des vergangen jars sich begeben hat über alle frundliche auch rechtliche erpieten siner gnaden, mit langem infüren und erzelen manigfaltigei' H handelung, on not zu schrieben, dan er bi anderthalb stunden redete; doch beschlüszlich dasz sin fürstlich gnade der Römischen kais. mayostat alle handel ergeben hett zu erfreulichem oder rechtlichem usztrag, deszglichen siner gnaden sone hertzog Friede/3S7/richen als gewaltigen und bestetigten Vormünder von kön. mayestat siner gnaden enckeln im land zu Bayern 2 ; 20 ») Ha. als die pf. b ) Ha. einem. c ) Ha. pfede. 1 Die Erzählung Noltz' ist hier lückenhaft oder sie ist nur theilweise erlialten. Aus einem Briefe vom 28. Dez. erfahren wir, dasz Philips Wolff und Adam der Stadtsehreiher an den König geschickt uxyrden waren. Sic schreiben aus Biberach nach Hause: Wissent das wir unsern . . . konig zu Ulm fanden; der konig verritt nach 25 Kauffbüren, dann nach Ehingen, syn wir utf s. Steffans tag auch dahien kommen und eyn halbe stunde vor unser zukunfft ist die k. mt. uffgewesen und furter geritten by syth uez uff Biberach; syn wir abber nachgeritten eynen ungewonlichen sorglichen weg snee und geprüche halber. Nu ist episeopus Mogunt. und andere herren und stotte des bundes zu Ulm in vast ernstlicher handelung betreffend das 30 landt zu Beyern, auch hertzog Albrecht von Mönchen, und uff den h. cristtag kamen die pfaltzgrevischen mit 40 pforden, graff Ludwig von Beyern, dootor Götz, herr Ludwig von Habsperg und Henrich Sehryber, die alle auszgescheiden 6p»" scopus Mogunt. folgten uff Johannes eva.ngeliste auch nach geyn Biberach . • • Deszwegen wurden die Wormser zur Geduld verwiesen . . . Nu versteet uwer W/W" 3s heit wole, das unser sachen wollen mit massc und bescheidenheit gehandelt syn, dann der hoff ist abenteurlich, wiewole uns swere ist und verdrieszfieb die zit zu vcrlieszen ungeschafft . . . Wir haben die sachen wole geferbet und gesmieret by etlichen der kgl. mt. rethen . . . Wir müssen aber den hoff ritten nit versmehen . Uff hüte ist die kgl. mt. abber wyter geritten uff Walsce, da folgen wir nach- 4o Band nr. 1926. Die Wormser muszten lange warten, Ins ihre Werbung Geht»' fand. Die obengenannten Gesandten scMinen abgelöst worden zu sein, denn im Velw. W*'" Balthasar Meyel genannt und im März neben ihm Heinrich Silborborner. 10. Vebi- 1505 Ynnsprugg: Unser allergnedigister herr der Romisch kunig hat Balthasar" Meyeln statschreyber zu Worms disen abscheid durch mich Niclascn Ziegler geben, 45 so bald sich die statt Worms in seiner kg. mt. als ertzhertzogen zu Österreich schirm begibt und sich deszhalben mit seiner k. mt. undertoniglich vertregt, da« alszdann von stund an nach beslusz desselben schirms dagegen dieselb statt sicn der genad, so k. mt. ir von wegen der oborkeyt und gerechtikeit, die ein biseno und stifft zu Worms in der stat zu haben vermeint, getan und des einen £ nC j •io uberantwort hat (s. u. p. 506, 40ff.), gebrauchen mugen. N. Zieglcr (eigenhändig). I> afia nr. 446. * s. Ulmann l. c. II, p. 240/1, 1505. 503 die kön. mayestat hctt auch siner gnaden mit eigner hand geschrieben, sin gnaden in gnedigem befelh zu haben. Und bcschlieszlich ob jemand were, der über solch siner fürstlichen gnaden so ziemlich und erlich erpieten siner gnaden oder derselben fürstentume unterstunde witer unruhig zu machen oder anzufechten, was alsdann sich sin fürstlich gnaden zu jedem in [388] s Sonderheit und auch gemeinlich versehen hett — — — — — — a Daruf der merer teil der geschickten botschaft nach gehaltener unterrede siner gnaden dienstlich zu erkennen geben solch siner gnaden handelung und beger hinder sich an ir herren und frunde zu pringen und sin gnaden mit demütiger dienstlicher antwort nit lang enthalten; daruf warde abgescheiden io uf dasselbe mal. Item als die pfaffen hievor allerhand bandelung sich [389] unternommen, sandten sie her den dechant zu unser 1. frauen mit einem siner uanoniehen und einem von s. Paul, gar guter und getruer mcinung, als sie sagten, gütliche Unterredung zu suchen bi einem rat, als vergünstiget ward is v °n rats wegen, und jeder teil solt einen schiedman nemen. Also namc die pfaffheit herrn Heinrich Kaiser dechanten, der zit zu Nuhusen, von dem «u hievor in dem handel viel geschrieben findest; so name [390] ein erbar rat Dr. Petern, der zit des rats und stattartzet, und ward ich Reinhard Noltz mit andern des rats frunden zu solcher verhandelung auch verordnet, und 20 ua wir lang von der Sachen redten, begerten sie ufschube bis nach ostern; wurde inen auch vergünstiget, doch onvergrifflich '. Also von stund an nach irem abschied liesz inen der rat verkünden un d sie citieren mit einem kön. mandat vor 3 graven, neinlich graf [391] Adolf von Nassau genant, Reinhart von Hanau genant, Ludwig von Isenburg M und zwen doctorcn domherrcn zu Mentz etc. und zwischen angezeigtem tag Vor gemelten kön. commissarien begerten die pfaffen ein gütlichen tag gen Nuhusen uf dienstag in den h. tagen, der inen verfolgt warde, doch one ^egeben des rechtlichen tags zu Mentz von den commissarien angesatzt 2 . a ) In der Jh. eine Lücke. >>) Jls. von. 30 l Am 9. Fein: schreibt Adolf Graf von Nassau an Worms: Uff datum ist der olgelert meyster Philips Sommer licentiat, ewer advocat, zu uns körnen und ein nh comm ' ss i° n ' der datum steet am letzsten tag des monats inert» anno 1504 . .. A1 m" twort ' - Bowrf *•"■ 1939 - 2 s - Bana[ nr - ,,J39 Handelung uff die k. mt. s Vi 1 ? ravo m Nassaw, her zu Wiesbaden, Andreas Eier von Meyningen, doctor, 35 enu hneister unser 1. frawen kirchen uszwendig Mentz gelegen gen. zum h. Crutz, l to woiiotari und gemeyn richter daselbs zu Mentz, als gesetzten und verordenten au iriederich von Dorteiden ritter an statt und in namen des . . . herrn Rein- J£| ? graven zu Hanaw und hern zu Mintzenbergk, als nachgesetzter und sub- t le Sierter ... als . . . commissarien und richter von dem . . . herrn Maximilian . ., «0 etat '■' bekennen, das in dem jar 1505, 4 mortz zu Mentz in dem Prediger- ^? s * Cr . . . vor uns ist erschienen der ersam Philips Wolff ratsgenoisz der statt für^T* a V ! anwa l* i und machtbot laut kgl. Machtbrief dalirt Augspurg 31 März 1504 Di tv7^°^ ? rav zu Nassaw, Ludwig grav zu Isenburgk, Heinhart grav zu Hanaw, ethnch Zobell dhomherren des dhomstiefftes zu Mentz, und Andrea Eiern ge- 45 s . 0 ,,^ non .geistlichen richtern zu Mentz, bede lerern der rechten. Bis zum J.April tef n sie die Akten dem König remittiren, was am genannten Tag geschah, torl j W Archiv Band nr. 1926 ist die Kostenberechnung dtr Mainzer Verhandlungen Anno 1505 sontag letare 2. marcii bin ich Philips Wolf mit niynen herren m 504 Tagebuch des ileinhart Noltz. s.Dez. Item uf s. Nicolaus abend was gelagt der tag unser 1. fraw/.TO2/en 3.5. Märt annunciationis, liesz der rat, wie auch etliche jar hiervor ein erlich andechtig amt und mesz zu unser frawen singen und daselbst predigen und kamen die pfarrer und mönche vom orden mit etzlichen personen auch da, doch mit 5 keiner procesz und trugen die kelche und meszgewänder* in rückkörben hinus; doch tat der stift zu Nuhusen das best bi der sach und sungen das amt im chore. in. Man. Den andern tag, dem palmtag usz anstellung beleih [3i)3j und willen des b rats erschienen alle pfaffen und pfarrherren mit versamelung zu s. Johann io in der pfarren mit fanen und zu dem palmamt und giengen also samment- liche mit der procesz usz° der s. Johannespfarren und jenem nach die gantze gemeind alt und new rat uf s. Andreskirchhof, da die palmen gewillt d und dasselb amt erlich und andächtig beszer dan das vergangen jar beschloszen worden. 15 Item uf die hievor angezeigt citation von den kön. commissarien den pfaffen über/3{«/antwort erschienen in der wochen vor palmen der beider stifft s. Paul und unser 1. frawen botschaft vor rat begerende gütliche bande- 33. Märt lung zu verfolgen gen Nuhusen uf dienstag nach dem ostertag, ee die ter- 3i. uärt min vor den commissarien zu Mentz, die uf montag nach quasimodogeniti 20 angesetzt was, das inen 0 der rat abermal verfolget, doch onvergrifflich und onabbrüchlich des angesetzten tags von denen kon. commissarien zu Mentz, so uf nechst montag darnach erschienen waren. [3 vor rot und grüne wasche die coinmission und citation zu versiegeln. 35 Item Vjt albus vor regal bapire die copien zu schriben. Item 1 gülden doctor Endres Eller, die citation zu versiegeln. Item 4 gülden dem notario lohan Friesen vor die citation zu machen. Item 6 albus dem substituto dos notarie geschenckt die nacht zu schriben. Item 13 albus graff Adolff von Nassaw schribern geschenckt. 4o Item 25 albus mit dem notai-io zu Oppenheym pro executionc verzert. Item 4 albus zu Mentz und zu Oppenheym zu letzgelt geben. Item l x /2 albus Hansen vor sin reyde gelt. Item 9 albus Philipsen 4 nacht vor sin reydgelt. Summa 7 gülden 9 albus 6 S) . 45 Item 5 gülden 8'/j albus hat graff Adolff knecht und herr Friedericiis von Dorfeiden der zyt zu Meyntz . . . verzert. Item han ich Philips mit dem knecht und 2 pferd auch eynei*' tag dem wardyne und eynen tag mit dem notario und sint die 4 tag verzert 3 gülden 8 albus; han ich nit bezalt; sol man dem wiert noch bezalt .10 werden. Summa summarum 16 gülden 2 Item uf sontag quasimodogeniti schickt der rat sechs pcrsonen des rats so. .««>« Olit vier knechten zu dem tag gen Mcntz, da die pfaffheit auch in merck- licher anzal erschienen und erschiene von den obgenanten commissarien graf Adolf von Nassaw; so hatten beide [397] grafen von b Isenburg und Hanaw einer sinen cantzler, der ander einen edelmann geschickt, die sie w Jelegirt hatten ; darzu erschiene doctor Endres Eier, oberster richter zu Mentz, prelat auch connnissarius mit dein gemelten grafen, und als uf denselben montag nachmittag zu einer uren uf dem rathus daselbs die kon. commissarien und beide partheien erschienen, redt unser stattschrieber ongeferlich diese meinung: Zu untertenigen gehorsame kon. mayestat auch unser gnediger u Herren der commissarien er/ÄöS/scheinen da die geschickten eines ersamen rats in w ;n e unc ] me inung zu handlen und tuen alles was c sich lut kon. may. Kommission und befelh gepüret, und lagt damit inen eommission citation von denselben commissarien uszgangen, mit irer execution, auch vollkommen gc- w alt, und damit lagt er inen sechs klagen in Schriften zusammen gebunden 20 ri "t bitt und beger, der widerteil möcht d daruff antworten 0 lut f der eommission. Uaruff der pfaffen anwalde antworten« mit dartuen irer ge/5öö/walt von gemeiner pfaffheit, der nit witer geben ist zu form uszzug zu tuen wider die k °n- may. und commissarien, nachdem sie geistliche, weren sie nit schuldig Vor den laien , auch der kon. may. als einem laien, der die commissarien » gesetzt, und inen befolhen hett, zu antworten, mit inbringung einer schrifft- ichen protestatio!) noch l)i einem rat. behalten, solche protestation und händig begerten die geschickten von Worms zu mereken und befalhen solches «* kon. may. und ire der com/400/niissaricn gnaden zu ermeszen; uf solches erboten sich des rats geschickten, so die pfaffen inen uf ir klagen nit ant- *> Worten wolten, hetten sie denn klag oder fürderung in einen erbaren rat oder gemeine statt, so stunden sie die von Worms da vor iren richtern Ordinarien Un d rechten Obrigkeiten als delcgirten kon. may. und wolten rede und ant- Woi 't geben, so sie die pfaffen haben möchten, wolten sich auch aller pillig- eit w 'sen und bescheiden lassen. Daruf der pfaffen anwäldt antworten [401], m S 'G hetten nit witeren befelch, dan in irem rnandat gehört were. Daruf "Verstunden die commissarien gütlich handlung vorzunemen, dasz die von Worms gern gefolgt, dasz die verhör lut kon. commissarien geschehe; daran holten die pfaffen nit, sondern sie wolten in gemein hören von handlen l( ' ( lon und hinter sich pringen, dan sie hatten keinen gewalt; das wolten die 40 v °n Worms nit verfolgen. Demnach gaben die commissarien uf mitwoch zu '"orgen diesen abscheid ongeferlich: Sie hetten beider teil [402] vorbringen, 'andlung, rede und gegenrede gebort und so nit witer gehandelt wurde, feilt ■ "^ ^'' or ««o,ht.. '>) von fehlt in der Hs. c ) Hs. vor. d ) möcht " m der Hs. 0) //,. m antworten. f ) ih. I. 8) a. fehlt in der Hs. 45 506 Tagebuch des lleinhart Noltz. wolten sie den handel, wie sieh der" in Schriften und sonsten begeben bell, der kon. may. ubersebicken lut ires befehls. Also ward dasmal b abgeseheideu. Item als bievor des rats potsebaft zur kon. may. geritten und uf mit- 2. Aprii woch den 2 aprilis die geschickten des rats von Mentz kamen und mit den 9 pfaffen wie hievor angezeigt gehandelt, wäre kurtz davor des rats potsehaft [403J von kon. may. von Hagenaw 0 kommen und brachten mit in einen briet' von kon. may. betreffend 11 des rats und gerichts besatzung, auch die i'ron- wägen, klein und grosz zoll und alle weltliche oberkeit und nutzung, so der bischof von Worms biszhero gebracht hett, welche dann kon. may. angefallen w weren us ongehorsam des bischofs durch hülf rat und bistand, so er hertzog Ruprechten auch sinem vetter 0 pfaltzgraf Philipsen getan hett und sich also der acht und aberacht teilhaftig gemacht hett, dasz solche ober/404/keiten nutzungen und gcfclle sollen nun hinfüro zu ewigen tagen burgermeister und rat der statt Worms zu uffnemen gemeiner statt und gemeines nutzens lt gedeien und gefallen onwiederruflich witers inhalts derselben friheit und einem ersamen rat wol verwart, das den rat hoch erfreuet und von stund an geratschlagt, wie hernach folgt'. t.Aprü Item uf dienstag darnach sassen alt und newe rat und schickten bi sitzenden rat nach allen des bischofs zöllern, [405] so er an den Strassen 2o und bi der statt pforten hett, dasz sie bi iren eiden von stund an vor rat kernen und brechten mit in' die büchsen, darin sie den zoll gesamlet hatten, deszglichen den wieger bi den fronwagen, die auch alle gehorsam erschienen, und als sie den Schlüssel zu den büchsen nit hatten, sondern der bischof, liesz der rat iren schloszer die büchsen alle ufschlagen und name dabi n notarien und zügen und zalt das geld und beschrieb es und legt es hin und von stund [406] an liesz der rat machen vier grosser eichene stock, unter jede pfort der vier straszen einen derselben stock ingraben und befalche den pförtnern solchen zoll ufzuheben und liesz sie insonderheit darüber geloben und schweren und lonet in auch darum besonder. so Item als uf den obgemelten dienstag die büchsen uf und das gelt darus getan und des bischofs diener abgestellt waren, schickt von stund an der rat nach des bischofs keller im hof für sitzen/407/den rat und liesz im die friheit fürlesen, und als er sie gehört, liesz im der rat sagen und gepicten, so lieb im die kon. may., auch ein erbar rat were, dasz er sich hinfüro 35 solchen zoll gefäll und händel nit mer unternemen oder etwas derhalben zu handeln verstünde, gepürt dem rat; dan witer gegen in vorzunemen wurde auch nit unterlassen, solches mögt er sinem herrn wol zu wissen tuen; er begert abschrift der friheit, wardc ime abgeschlagen, dermasz [408/ sinen ») Hs. den. b ) Hs. damahl. c ) Hs. Hatiaw aber s. Stalin, Aufenthalts - 40 orte l. c. p. 364. d ) betr. fehlt in der Hs. e ) Hs. vatter. f ) Hs. ihr. ') Memingcn 25. Febr. 15(). r ). König Maximilian IjefieMt der Stadt Worms, dai ir euch solicher obgemelten gnaden und Zustellung (nämlich die oberkeit und hcr- licbkeit der besetzung des rats und gerichts, auch die zoll und wage, darzu die zinsz und feile auff den zunfften) on lenger verziegen nach allem irem inhalt gc- 4r, braucht und niessent und euch darin nichts hindern noch irren lasset bey unser Ungnade und straff zu vermeiden. Copie im Band nr. 1921. 1606. 507 herren wol zu gebürlichen ziten abschritt davon gedeien. Also schiede er ab und sagt, er wolt sinem heim solches anpringen. Item als liievor bi kon. niay. erlangt was ein friheit dem rat zu Worms silbern möntz zu schlagen 1 glichmäszige den beiden churfursten von a Mentz und Pfaltz, sucht der rat an und bewarbe sich um müntzekncclit, auch > ward inen und gezug darzu nottürftig und verordnet vom rat darzu zwen nüner und ein alten burgermeister vom [409] gemeinen rat, ein goldschmid, und schuf gebuet werden zur möntz nach aller notturft in das rathus zum Üiemerstcin'» genant und beganden pfenning zu möntzen; da giengen die e|, sten us in gemeinden uf fritag vor dem h. plingsttag, darnach müntzt der 10 9. v™ >at unabläszlich, als du bernach geschrieben findest' 2 . a ) von fehlt in der Hl. •') Ha. Dümmerstein. 1 Urkunde vom 3. Febr. l. r >()5. Hall am Inn. St,-A. W. nr. 663. ur. mb. c. sig. pi'nd. del. Vgl. Arnold II, 487. 1 Auch hur findet sich eine Lücke. Die Stadt ordnete an den Reichstag in Köln den Itcinhart Noltz und den Stadtschreiber Adam 15 von Schwechenheim ab. Die Korrespondent liegt im Stadtarchiv Band nr. Ji)26. Am 80. Mai schreiben die Gesandten aus Köln: Wissent, das wir mit gnaden Gottes *W dunerstag nach Urbani glücklich geyn Colle kommen syn. Dem Bisclwf von -2:1. Mm Worms sind sie vorgefahren . . Ist der lantgrave von Hessen mit 4(K) gewapenter wolgorust auch zu Colle ingeritten und denselbigen tag, so verferlich heisz gewesen. 20 Aber unser her konig ist nit zu Colle sunder im lande zu Gellem by den kriegsluten. Am ',. Juni schreiben die Gesandten an die Bürgermeister Hamnian Liesperg ^ ln| l Ludwig Bohel: Wiszt das unser herr der kunig noch nit zu Collen, abber man ist sy n fnrderlich warten ... An dinstag zu abent ist unser herr pfaltzgraff ( oiniii,. n nut dryen sonen und hertzog Friderich vor uns da gewesen, also das er 2S mit 4 Honen hie lyt auch mit andern forsten wartende. Es sint nit viel forsten noch hie, dann der lantgrave und jung marggrave von Brandenburg mit gar viel guter ritterschafft. Dem bisehoff von Trier, hertzog Alexander von Wirtenberg und andern sint herberg verfangen. Wir warten auch mit verdriosz. Am (I.Juni geben '" tr !iermeister und liath den Gesandten d«n Auftrag bei Arnolten von Westerburg :to ^wavt,/, lindisch tuch zu kaufen. Am 13. Juni (fritags nach Medhardi) erlassen ■Bürgermeister und liath eine Judenwdnung. Erstlich ordnen setzen und wollen wir, < as■ nuhinturo zu yder zytt dreyzechen personen und nit meher noch mynder zum • "Udenraithe geordent werden, der yder eyn stym haben; dieselben und ire yder ' HU 'n uns geloben und darnach mit aufgelegton fingern in iren talmut ein lib- 35 elicn oyd sweren , das sie uns und gemeyner statt getrowe und holt seyn in allen -"■mm, vor schaden warnen etc., doch das ire zu yder zytt acht personen zum iiV'lH s °horig und nit darunder zugegen seyn . . . Das sie auch grober frevel, oejltnaten, myshendel oder peynlicher sachen, die uns als der oberkeyten zu straffen j,eimren, nit understen noch darin richten oder handeln wollen one besondere er- 40 dn 1 "?' Ge}lt ciner (ler ^''the a0 > *> nollen sie dem Kath zwei Juden präsentiren, 0c » das derselben keyner ein drieffzeann oder geborner walch sey. Für die K "\""1y' tur soW «" dem Fiscus 10 Gulden zahlen, darzu den andern raitsmann ein ' eiienen ymbs geben. Die gemeine Jüdischheit HÜ dem Math für Handhabung dieser y" HI vor uns hie zu Colle und wir beide potschafften uff eyn stunde zur audientz ver- 1505. 509 gnediglich vergünstiget hat [410] zu verordnen, wurden" uf s. Martinstag uf der nuwen Möntze usgerufen zu burgermeistern vom alten rat ich Reinhard Noltz und mir zu gesellen Hamman Bohel und zu einem plihenden sc 'iultheiszen meister Balthasar Miehel, griive und richtet' abgestellt 11 und in ir statt angenommen und gedingt zwen gerichts knecht, die gepieten solten und » a ) Ha. und uf s. M. u. d. n. M. wurden u. b ) ff», obgestalt ». ober p. 510,10. zielet gewesen, auch vor uns in dein sale für des kunigs gemach, darinn wir sie landen; doch hat die k. mt. uns erfordert und gehört und sie des wile sich für der thore nit verdriessen lassen. Die k. mt. hat des bischoffs von Coli rethen ernstlich gesagt, irem lierren zn sagen: Er soll nit merr schryben: In unser statt Collen, ay in syner mt, unlydlieh . . . Die von Coli sint frolich, doch haben die von Worms den 'Ursprung. Ihre Sache, schreiben sie am SO. Juni, stehe gut . . . daran warlich Jörg Mosz- Pach d&t guteu vlysz und ist uns vast trostlich, hängt kg. int. an tag und nacht. . . . jloe»' Mosbach klagt über erlittene Unbill vom liathe, das wäre nit wenig verhinder- 15 'i«h, dann wir sehen und wissen, das die kgl. mt. im vast geneigt. Möglichen-weise '"■m diese Zeit bestätigte Maximilian den 1504 ertlieillen Schirmlrrkf. St.-A. W.nr.667. Jias Pergament ist' ganz vermodert und die Schrift gelöscht. Das Wohlwollen des Königs gegenüber Worms spricht sich namentlich in der Urkunde vom 2C>. Juni aus, wonach er der Stadt gestattet, ihre städtischen Urkunden mit rothem Wachs zu be- 20 Kegeln, da die Stadt als der ältesten und vordersten Städte eine am Beiclte hergekommen sei, allda er auch seinen, ersten und Ehrenreichstag gehalten habe. St.-A. W. nr. 664. or. mb. Das in Leder eingenähte Siegel hängt an gelbschwarz seidener ),.J"'' , ^ Arnold II, 487. Am 4. Juli berichten die Gesandten aber die Umtriebe ' ''s Grafen Ludwig von Löwenstein. Die k. mt. sint sampt sinem sone dem kunig 25 ':}' | y as tillien in ernstlicher ubung, sint mit dryen hören im lande zu Gellem ob ; »WO starck und etlich stett wollten sich gern in gnade gebben, die will er nit '■'i gnaden annemen und müssen ire hüte weren so lang sie mögen. Disen abent ■» glauplich botschatt't von Nuisz usz dem lande zu Gellern kommen, das die lio. ■8«. mt. by Arien dru slosz gewonnen hab und das dry burger usz Arien ubber die :to iure uszgefallen und zum kunige kommen syn und gnade gebetten, haben sieb fi ni kunig ( . ergebben und gesagt, das solich'cr Jammer sy in der stat Arien und geschrey von alten und jungen kindern, auch vom viehe, das sie nit haben mögen ''■•lyden. befn Jieinnart Noltz gieng nach Worms zurück, während dem Stadtschreiber Adern n d'.v Ww 'de dem König naclizufolgen. Am ir>. Aug. schreibt er ans Brüssel über je Verhandlungen mit dem Bischof und beklagt sich 'über das lange Liegen bei Hofe ine etwas auszurichten ... Nu ist es mir warlich swere ... so lang usz mynem "se zu syn, ich solt nu zurichten uff den herbst und werd mangel haben an sorn un d anders . . . und was gantz des willens morgen samszdags uff anbeym to • Ziehen. So ist disen mittag eyn post kommen by dem her Niclaus Ziegeler . . . "»»er sachen steen wole, die kgl. mt. sy uns willig, er woll selber anhalten mich '" tei 'tigen. Adam schickt ein Con.ccpt nach Hause mit der Bitte dasselbe anzusehen '. zwiiekzuschicken. Moszpach schrybit mir, der kunig ziehe uff Brüssel; auch se^fj ' daw er s y n cynspennigen knecht und ander, so er hie verlassen hat, be- 4.'. • -neiden uff 'friere zu ziehen und man versieht sich, er werde Widder etwa ult ' waszburg odder Hagenawe ziehen. Endlich am 12. Sept. kam Adam zum Ziele. j * esm Tage, bestätigte Maximilian der Stadt alle ihre Freiheiten und gab ihr die ■""awjgte im Ober- und Unter-Elsass, den Herzog von Wirtenberg, den Markgrafen '" Baden und den Landgrafen von Hessen zu kgl. Commissarini, Richtern und SO J'uservatwcn. St-A W nr 6S> or mb. c. sig. pend. Das Siegel, ist in Lcder eingenäht. *<>9edr bei Moritz, App. p. 212. Vgl. Arnold II, 480. ry. Gegen Ende des Jahres schickten die Wormser eine Gesandlsclia/t nach liom. ,i 'T er fahren nur aus einem Briefe Johannes von Brempt canonicus, daiirt guedes- n.Dn. ',1, nach coneept. Marie 1505, dasz derselbe der kgl. Mayestät Schriften dem cardi- 55 der t ucis un d dem ... hern Constantino mitsampt hern Daniell Nuwe solhcitator SA v ?*" 1]lj wantwort. Die Herren Italien in persönlicher Audienz dem Papst die fi," ; ' überreicht. Der uaibs wis uns an des h. stols von Rome referendarios. ""'"' nr. ni-ji; r 510 Tagebuch des Reinhart Noltz, dero niemands fri sin, er si burgermeister oder nit a , und alle so da b seint geistlich oder weltlich. Item warde dem schultheisz [411] hevolhen alle urtel und bescheid usz- zusprechen, der auch desz geschickt und gelert was l , und witer angenommen ■ r > dem rat zu reisen nahe oder fern, wie im je zu ziten hefolhen warde, der- halhe im auch vom rat ein sold gegeben lut siner verschribung und ein teil sportelen und allen anderen gcfellen, so hievor die Schöffen allein empfangen hatten 2 . Item wurden die vorsprechen usz dorn rat oder gemeinde vor gericht 10 gewonliche abgestellt und die 18 M. heller, so die schöffen inen us den hüchsen [412/ pflegen zu geben, abgestellt und dem schultheisz und schöffen zugestellt, auch die 4 . dem gerichtsknecht us der büchsen den schöffen vorbehalten. Item warde verordnet, dasz der obgerürten zwei gerichtsknecht einer ir, uf dem gerichtshuse wonen solt c , als auch geschähe, nemlich Hans Diel, der- selb must auch die gefangenen im schlosz warten und verhüten und bezalt der rat der gefangenen broit. Item uf die zit nach vermögen kön. gnaden und friheit verschuf zu machen der rat ein newe [413] und eigen ingesigel dem stattgericht und alle •jo briet" citation und was von gerichts wegen usgieng mit rotem wachs anhangen und uftrucken 3 . [Anno 1506] d . m. Märt Item uf dienstag nach reminiscere, was der zehnte tag des mertz, käme des morgens nach 9 uren Bartholomäus Tiel, ein alter burgermeister ar. allhier, und giengen vor ihm die 3 statlpfiffer und pfiffen, darzu ein knecht trüge 4 hultzerne schusseln 6 uf einander gestürtzt und 2 tt. ungestossen pfeffers und daruf 2 par hantschu und zwei wisze stäblin, und [414] redt ungeferlich diese meinung: Ersamen wise lieben herren! usz befelh und pit der ersamen herren burgermeister und rat zu Nurenberg erscheine ich all- 30 hier geschickt, ir und gemeiner statt ir zollfriheit, die sie so lang hergebracht und gebrucht haben, ufzuheben und bitte mir dieser Verhandlung und ufholung schriftliche Urkunde zu geben mögen anzeigen. Daruf liesz im der rat sagen, man wolt im solcher ufholung auch denen von Nurenberg solcher zollfriheit ge/J«/ständig sin, doch dasz sie niemands anders dann 35 ir eigen lib und guter unter solcher friheit unterstunden durchzusehlaufen 4 . n. j,mi Item am tag vor s. Vitstag hübe hie an eine frau zu tantzen s. Vitz- tantz und als sie den abend mit onnützlicher arbeit als mit tantzen voln- ») Hs. ziert; der Text ist hier stark corrumpirt. b ) Ih. dazwischen. c ) 11s. zu wonen, als. d ) A. 1506 fehlen in der Hb. e ) Ih. hoffschilllol. 40 * Er wurde am 8. März 1493 in Heidelberg immatrikulirt B. Toeplce, dir Matrikel I, 405 wo fälschlich Meyer steht. 2 Vgl. damit Zorn ed. Arnold p. 210. 3 h. Tafel I nr. 6 und o. p. 50'.), 20 ff. * Ueher die' /Mlfreiheil Nürnbergs in Worms s. IIB. II nr. 256. Laut obiger Nachrieht waren also die Zeremonien zur h'inhohtng der Zollfreiheit die nämlidien wie in Frankfurt ; 8, o. p. 231 f. 1506. 511 bracht, bestalt sie ir den andern tag pfiffer und trommcnschläger und öffnet m an ir das Dantzhus, darnach sie auch vom morgen an bisz nach mittag übernatürlich dantzen volnbracht; es tantzten auch viel [416] jungfrawen und erbare frawen die zwen tag mit ir zu hülf und lichterung irer pien, der sie auch uf drei dischen voll uf s. Vitstag zu abend zu gast hett, dan ir auch s gegeben ward umb Got etliche gaben», und viel lüde meinten, es were be- trii g erei b , dan sie auch sonst eins lichtfertigen lebens was. Wie sie ab- gescheiden sin findestu hernach geschrieben. Item am ende dieses augstmonats leist der rat gutlichen tag mit den d-g. Kenimerern von Dalburg allerhand irrtume halber irer vorgenommenen [417] ■» vermeinten friheit us manichfaltigen puneten und Ursachen, und schieden tut a "er frundlichst. Was sich witer begeben werde, suche hernach. Und geschähe hie uf dein Burgerhofe; ist bi einem rat flisziglich uf geschrieben und verzeichnet. Item ufden 1 december wurden angeschlagen citation und ein groszer »« t. Dr procesz mer dann dritthalb elen lang klein geschrieben, zu Heidelberg, Laden- "'"•g, Oppenheim, Pfeddersheim und anderstwo, von dem 0 henckermäszigen »üben, des' 1 sich keiner erweren kann, so im auch unter [418] äugen in sinem richlerstul fürgetragen warde, Antonio Leist genant, s. Johannes stift Zu Mentz, darin burgermeister, rat und gemeinde citirt wurden vor denselben » 'H)szwicht, Pilatus nachfar, zu Mentz zu sehen und hören, die also lang vor «Otthalb jar hiefür von dcmselbigen onendlichen onlänglichen slinckenden Un d worminäszigen bann zu cassiren vernichtigen und abzutun und zu sehen Ul 'germeister rate und gemeinde schon wieder in den vorigen bann zu tuen l 4,i> ] zu erklären und zu erkennen 61 . » e ) d "^ g ' f e - hu in der lh - b ) Hs ~ brevei * e y- c > m - ). 'Mär- erklären Bürgermeister und Roth, sie wollten der ''"■nheit i n allcn Civilsaclien zu Recht stehen. 'Band nr. 1926. Hinten steht noch: N ]"rr Ken nn clen Porten und sust. Vom 7. Mai ist ferner ein Gewattsbrief jiir imvpp Lang, Gerichtsschreiber in Worms, vorhanden, der ihn vollmiielitigl mit Anthon fist in Mainz zu verhandein, Band nr. 1938, sodann zwei Notariatsinstrumente vom '■ Mai U nd jy^ st.-A. W. nr. 069. 661., ans denen man jedoch nicht viel erfidiri. vT V-- Jan - m? eniUiszt Bischof Reinhart die Herren Huna vom Hirszhorn, Hans sr. Pf/n cklu 8 en > netter, Dieter Kemmerer von Dalburg und Sigmundt Hesse der Jii i J )rot honotarius ihrer LehnspflicJden gegen ihn, da sie in dem Prozesz des ?W mit der Stadt Worms vor Jost Breehtelln von Rorbach, dechan des stiettts ''Heulelberg als subdelegirten commissarien des Anthonius Leist, dechan zu irr'., hilIlnes »su Mentz, conservatore, Kundschafl sagen sollen. Band nr. 1927 Yns- 4» Ö g « ' Fel "'- 1507 verbietd K. Maximilian, die Stadt Worms vor ausländische getst- " * Berichte zu citiren. Band nr. 1922. or. cliarl. c. sig. impr. laeso. Kopie m Band nr - 1927. N Am 4. März 1507 protestirt Philips Lang, Gericlitsschreibei- von Worms im «wen des liathes und appeüirt vom SprucU dcs'Antlionius Jjeist an den Papst. Acta 4r, ibicV' - hec Wormacie in domo seu curia dieta zum Altenbun prope eunam civium cor i ln loco s °lito, ubi tempore vernali consuevernnt domini de consulatu Worm. vSfli reRari ac iudicialiter presidere . . . presentibus ibidem egregiis circumspectis Sonii 0(1UÖ et h °norabilibu8 viris et dominis Johanne Drach doctore et l'lnhppo Ij„ mer beentiato utriusque iuris, Thilippo Hennerscheim plebano in Horgheyin, 50 0ne de Lapide militari et Marco Schleych de Frawenfels scriptore, clericis et 512 Tagebuch des Reinhart Noltz. Anno 1507. Uf den jarstag zu morgen waren von den zehen herren Georg Metten- heimer in Ordnung burgermeister und denselbigen morgen warde vom rat gemeiniglich zu burgermeister von* gemeinem rat gekoren meister Hans Wolff', 5 wäre baccalareus in beiden rechten; nach demselben schickt der rat von stund an zum rat zu kommen uf den Burger/4JW/hof, als auch geschähe; do hett der rat zu den Barfüszern bestellt zu warten mit dem hohen amt; do der rat vom Burgerhof samentlich gierige und ich Reinhard Noltz des tags abgander burgermeister name neben mich Georg Mcttenheimer, darnach io Hamman Bohel des vergangenen jars min gesell name neben sich obegenanten meisler Hansen den neugekornen burgermeister und darnach der rat je par und par, und als man das sacrament in der mesz hübe, begande {421] man die hofglock zu luten so lang, bis der rat über den marck uf die Möntz a ) Ha. vor. 15 laicis Spirensis Wormaciensis et Maguntinensis diocesis . . . Signirt vom Notar Matthias Herden de Bopardia. Am 4. Juni erneuerte Lang vor Leist, der im Kreuzgang der 8. Johanneskirche zu Mainz Gericht hielt, die Protestation, presentibus . . . Marco Morszheimer dicto Wagentreyber, iurium doctore, Baptista Leyst notario et scriba presentis cause, lacolj üansz sculteto Pinguensi eiusque filio Hansoiie 20 Machtolhotf incola Worniac. Und am 3. Juli appellirte Lang an Papst Julius IL Acta f'uerunt hec Wonnacie . . . presentibus . . . lacobo Stoll, lacobo Hennel, Mar- tino Stehelin, Friderico Sticher, iohanne Pistore, Udalrico Vogt, lohanne de Lynigen sanetorum Iohannis, Lamperti, Ruperti, Magni, Amandi, Cicilie et Michaeli« parrochialium ecelesiarum Worm. plebanis . . . St.-A. W. Hand nr. 1922. Druck 25 (von F. Urach in Speier) 87 Centimeter lang, S.lVa breit. Den Umtrieben des Klerus entgegenzutreten schickte der liath eine Botschaft an den Landvogt des Unterelsasses in Hagenau, der ja vom König als Conservator für die Stadt au/gestellt worden war. Am 10. März sclireibt der liath den Holen zu Hagenau, sie möchten von h/1. Majestät ein Mandat ausbringen wider die Citation des Offizials vor sein Gericht Schulden 30 luilber. Band nr. Ji)27. Am 12. März schreiben die Boten aus Hagenau: Als wir . ■ • *. Märt zu Wormsz uszgereiset am samszdag vor oculi zu abbent geyn Landaw kommen syn, haben wir gratt' Emichen von Lyningen und graff' Ludwigen von Lewensteyn daselbst funden und etlich usz uns mit denselben gerett und erkundet, das gratt Ludwig den tag zu Hagenaw vor dem landvogt zu halten abgeschriben und er- 35 streckt ist bisz nach ostern; seyn wir samptlich doch nitdestomynder vollfaren und s. Märt am montag nach oculi geyn Hagenaw kommen, etlich usz uns zum lantvogt gethan. li. März A m Donnerstag geschah Verhör vor dem Landvogt und den kql. Ruthen, Abber am montag darvor nit eyn vierteil eyner stunde ist vor uns die kgl. mt. mit syner dochter fraw Margarethen vom weidwerg geyn Hagenaw kommen und an der 40 porten abgekeret, ferrer von Hagenaw geritten und als man sagt am duncrstag geyn Straszburg kommen. Da ryten alle mentschen zu des tags, der lantvogt. reutmeinster und andere auch geyn »Straszburg geritten, syn wir dem lantvogt angehangen und gebetten doch boteich zu thun die sachen zu hören; das er uns zugesagt, abber doch abgeritten und solichs underlassen. Am selben abent sint 45 kommen her Michel von Fleckenstein und der Friere, domherren, und wir uft' hüte f'rytag abgef'ertiget Ludwig Bohel und den schultheyssen geyn Straszburg zu ryten weg zu suchen, das ymant zu solicher verhorde verordent ... 16. März: Vor Hans Heinrich Armstörft'er k. mt. und des richs pfleger, zinsmeister zu Hagnow, u n " andern k. mt. reton auff ein Vertagung durch den landvogt herrn 0. fryherrn zu 50 Morsperg und zu Bett'ort, landvogt, . . . sein erschienen Michel von Kleckenstcin und Dr. Friesz und der statt Worms an walte. Man vereinbarte sich auf ein Hindersich- bringen über der pfoffheit bericht ntf dem tage zu Hagenaw gethan dem lantvogt dominica oculi. Hand nr. 1927. . ... 1 Joh. Wolff de Wormatui liesz sich am :i. Juli 1488 in die Matrikel der Universität 55 Heidelberg eintragen, s. ) Jh. wo. c ) Ih. ein. datirt ' "ptoteUiMicIi ist der Brief der beiden Baumeister vom Sonntag den 14. Febr. u »ct V 1 6 " März ze V en sü &»S Gcsclidwnc an, es wäre noihioendig gewesen da ir 40 . hfiitnl v, re " en on redlich ursach verlassen, heilgtum, kleinot und kirchengezirde werde 1 . era .P frem bdet, die kirch derselben des orts ipoliirt, das füglich genant mag ist J} ^crilegium St.-A. W. Band, nr. 1852. 2 Das verloren gegangem Schreiben tonvo. !* identisch mit dem an Frankfurt rinn 80. Nor. um. s. Janssen, Reichs- ^«pondenz II, 6 97f}\ 45 w '"-m 96r OmmitaB, 88 514 Tagebuch des Reinhart Noltz. person des rats zu kgl. mayestat 1 mit beger und pitt ernstlich mandatum an die pfaffheit usgan zu laszen bi den höchsten poenen sich ordentliches rechten bi kgl. mayestat gegen denen von Worms genügen [427] zu lassen. Dieselb potschafft bracht solch mandatum bi vcrlierung aller friheit, so sie 5 vom rieh hetten, darzu 20 marck lotigs golds, von solchem irem fürnemen bi dem geistlichen conservator abzustehen; warde allen stifften verkundt uf na. uai l'ritag nach dem heiligen pfingstag und denselben samstag dieselb potschafft käme und bracht das mandatum, das a die pfaffheit citirt uf den 45. tag vor kgl. mayestat zu erschienen und klagen und antwort geben. 2 [428] Damit lo tt ) Hs. den. 1 Schon frülier musz der Rath Boten nach Koneta/m geschickt haben, denn bereits vom 21. März haben wir einen Brief an die Gesandten in Konstanz, worin der Ratli ihnen mittheilt: Es sint procesz citation zu Monte an die tafell geschlagen uff gestern samszdag gegen uns uff mondag zu erschinen sehen und hören wyter pro- 15 cesz interdicti widder die statt und all inwoner nians und frawen personen, dienst- knecht und megde . . . Die pfaffen understan auch die 4 Orden durch procesz desz bosswichts zu Mente da hien zu leyten und füren zu cessieren a divinis, als sie die pfarrherren an nehst vergangen mittwoch angefangen haben und noch thun. Valete Feliciter ex libraria nobis Vangionum. Band nr. 1927. Das Protokoll der Verliand- 20 hingen in Konstanz liegt in Jirnd nr. 1939. Gutlich Handlung auff dem reychstag zw Costentz anno 1507 . , Bischoff Reynharten zwischen und der statt Worms zu Costenntz gehandelt. Auf dem Umschlag: 25 Wer zu verderben wil bau wen Sol edeln lyhen und pfaffen getrauwen. 1507. Armudt wiertt raidt, schänden niemerme. lüsehoff und pfaffen leichen miteynander 30 als die froesch in der bach. f. g. z. Zollern. Pax erit hec nobis donec mihi vita manebit Cum pecore infirmo, que solet esse lupis. Die Korrespondenzen finden sich in Band nr. 1927. 2 s. das hfl,. Mandat rorti 18. Mai Furstemberg in Band nr. 1921. K. Maximilian befieldt den 6 Stiften in 35 Worms von ihren Prozessen gegen die Stadt abzulassen, da sie die kgl. Hilfe angerufen und es dem Komischen König unleidlich teure, das weltlich sachen in dem h. reich für geistlich gericht sollen gezogen werden. Bei Verlierung allei' Privilegien und Freiheiten und einer Poen von 40 Mark lotiges Golds ladet er sie am 45ten Tag vor Gericht zu erscheinen. Am 24. Mai Iriiten Bürgermeister und 40 Rath den Hans Heinrich Armszdorffer, kgl. mt. und des h. reichs zinszmeister zu Hagenawe, dasz er eynen hotten mit kgl. mt. buchsen uns uff unsern kosten schicke, indem die Majestät befohlen habe, Mandat und ladung an bischoff und pfaffheit duroh eynen ir mt. potten usz der lantvogty Hagenaw zu überantworten. Band nr. 1927. Am 29. Mai erliess Worms gleichlautende Briefe an die Reichsstädte Coli, Franckfurt, 45 Spyre, Straszpurg, Hagenawe, Wyssenburg, Nürnberg, Augspurg, Ulme, Eszlingen, Costentz, Ubberlingen, Rafenspurg, Lyndawe, Wimbffen, Heylpronn mit der Bitte um Beistand am Tage in Costentz. Ja sogar der kgl. Hofschneider Martin Triiuner wurde um Beistand angegangen, wie aus einem Dankschreiben, des Ruths vom 1. JW* hervorgeht. . 50 Der Prozess der Pfaffen gegen die Stadt nahm trotz des kgl. Mandats in Mainz seinen Fortgang, s. d. Notariatsinstrnment vom 1. Juni im St.-A. W. Urk. nr. 663- Am 10. Juni sehreiben Bürgermeister und Rath an Philips Wolff und Balthasar Myhel geschickten raitsfrunden (in Costentz), es sei ihnen Warnung zugekommen, dasz die 1507. 515 käme auch ein mandatum dem bischof von kgl. mayeslat und des richs cammer procuratore fiscali sich mit demselben umb sin ongehorsame und l'i/llieit mit dem furgenommen bann uff uns zu procediren und zu vollenfaren mit ■iggravacion und reaggravacion uns und dun unsern alle gemeinschafft malen backen 'ussen holen by allen nachpuren besunder der Paltz und paffheit angehorigen und r> wwanten auch probiande zuzufuren, kauften und verkauften, schulden zynsz gulten ^u uezalun, zu verbieten und so viel möglich wege und Strassen zu weren, allen widdortriesz und Unwillen zu bewysen . . . auch den Adel gegen die Stadt aufzuhetzen, esshalb sollten nie den König zu Hilfe rufen ah Ertzhertzogen zu Osterreich unsern /£• 7 ,- errn - In der Tlxat bezeigte sich selbst die altbefreundete Stadt Oppenheim 10 icmuselig gegen Worms (Brief von W. an 0. 30. Mai). Ueberaus interessant ist der At'siigelmcf von 05 Rittern und Edeln vom 22. Juni (uft' dinstag nach s. Albans tag), ^«»'m klagen sie die Stadt des Unrechts gegen Bischof und Pfaffheit an: auch der sc] H? loblich stiefft und die briosterschaft't von Wormbs uns von der ritter- veH ZU ^ renl re °hten handthaben und zu versprechen gepurt, wir auch unser 14 ttor und f'rund derort haben und nachmals darkomen mögen; wellen und künden sie] / le n ^ ver ^ asson 1 sunder uns lyb und gut by sie setzen. Die hier genannten Conratt Schott, rytter. 1 nitips Marschalck zu Woltt'sberg. %precht von Heimstatt." "ernhart 651er. t eter von Ernbergk. A»v N ,yi terd t von Thüngen, rytter. ^yssoltt von Rosenberg, rytter. fw a^ s Jor S Alszburg, rytter. gwtoftel von Lenttersheym j Mhps Schott. Hans Schott. Ä V ° n S l 3il ™eck. vv Olft vrm l>„..l._____ Wyer all andern hyenoch benantten von der rytterschafft uft' dem versammel- 20 ten tag zu Wimptt'en: Wiih 1™ liev t z ensteyn. PhVr von Angelach. ■'hilip; iCT Von Montzingen. U ether von Gemmingen. ■'UllWlirVl « ___ TT ." udwigh Hans von Solbitz. Jacob von Awcrbach. Jörg vom Hirszhorn. üaniell Notturfft. Woltt' von Gemmingen. Phil von Venningen. Hans von Ernberg, Ti .W Sturmfeder. }|Udwi g h von Bedicken. Wyewoldt von Th'ingen. Jörg und Fryderich von Rosenburg. Alexander von Lüchaw. Martin von Sparneck. Moritz Schott. Hans Schott zu Lyndern Thoman von Reytzstein. Burchart von Angelach. Engelhart vom Hirszhorn. Wilhelm von Sternenfels. Hans von Venningen. Werner Ützlinger. Cristoffel vom Tradt. gl „heronimus von Helmstatt. Hans°:?: o sNypp, enb .?^h- Fielt "gen. Fritz Sturmfeder. Hans und Bastian von Helmstatt. Hans von Rodensteyn. Wolff von Hans von Neydeck. Bernhart Hans ..«„_____ R „. Wilhelm von Massenbach. 40 ••ins von Bettendorff. Eberhart von Frawenbergk. Il" PS Uni l Karie Echter. Craft't Greck von Kochendorff. • ns von Erlickeim. Ebert von Nypurg. Diether von Hin» , Hans von Herlich'en. Philips von Berlichen. .j 0 ' ns v °n.Haszla. Wilhelm von Habern. 45 g Martin von Sickingen. Philips von Sickingen. & Tu Rüdt Neydhartt von Büchisz. Dient nr ' ') lh. ao '»ebriigen, ,. aber 518,7. «) Ha. notier. v Am 17 ' Juni meld <>n die Gesandten Philips Wolff' und Baltliasar MyM, Schulilieisz, «? Konstanz, sie hätten nach ihrer Ankunft durch Beistand des Herrn Nikiaus L. ^K Aud,im,z beim König erlangt . . . wir k. mt, hitziges und zorniges gemuts oln Seschriben . . . uns zu uberylen ee wir zur were odder uns yemant WftS? zu hilff kommen. Und ist sorg by vielen unser gemeinde, wir syen und Lvn u ver] assen . . . Fugen wir euch zu wissen, es hat unser mitburger Lcnhart Wr, f yn dochter geyn Wympfen verhyrat und in der vergangen wochen daselbst in „ yt ^halten, ettlich unser mitburger burgermeister raits und ander gut frunde 4ü tynem schyff den Necker uff gefaren, frawen, jungfrawen, junge kynder in da k IC ■ Als s 'e zu Hornberg furgefaren, hat Cuntz Schott ntter eyn ritterlich mal«? 6 j und ettwo viel schusz zu den unsern gethan und das scliyft zu zweyen loser durc hschos 8 en obben vom slosz herab im uff und ab faren und darzu viel eiere W ° r lassen lauften Der bossen syn wir deglich mcw warten, das practi- .so On„ P "i lnser domenherren, der zwen synt in dem capittel zu Wympfen gewesen . . Jla\T' n verbat «dh durch ein Schreiben vom 28. Juni allen Verkehr mit Worms des unn » wegen. 518 Tagebuch dos Roinhart Noltz. der 3 puneten halber, den winschanck, die 7 <$}. uf die frucht, so us der statt gefüret wird, und der erbe guter betreffend, und beiden teilen schriftlich 17.Aug. übergeben, hinder sich zu pringen uf dienstag nach assumptionis Mariac in 3 Wochen schriftlich antwort der kgl. rnayestat zu überschicken *-. 5 ' Am 30. Juni stellen Bürgermeister und Rath einen Vollmachtsbrief aus für ihre Anwälte am legi. Hofe in Konstanz nämlich Reinharten Noltz, Philipsen Woltf', Balthasar Myhel, Hansen von Hoenberg und Adain von Sweohenheym unsern stett- schryber. Ucber die Verlmndlungen gibt ein Aktenstück Aufschlusz mit der Aufschrift: Zu Costentz gehandelt 10 doctor Friso (gott geb yom die drieso) Jodocus Briher, decanus saneti Pauli. 23. Juni Uff mittwoch s. Johannis baut, abent habent der bischoff' von Trier und Caspar von Mersberg lantvogt zu Costentz uns vertag und vorgehalten, wie k. mt. rette von k. mt. bet'olhcn sy. 2«. Juni ls Uff' samstag hat uns der bischoft' von Trier dis vorgenant begern übergeben. •29. Juni Uff s. Poter und Paulstag nachmittag vor dem bischott' von Trier ist erschienen der bischoff von Worms vor sich selbst und doctor Friso von wegen gemeiner pf'aff- heit und hat ingelacht konig Ruprechts rachtung. 3. Juli Item uff samstag s. Ulrichs abent hat Balthasar Schloer von wegen des lv. Juli 20 bischoffs . . . geantwort. Uff samsdag nach Kiliani käme dor stattschriber Adam von Swechenheym auch geyn Costentz geritten und mit im horr .lorg Moszpach kgl. secretari, der seyn huszwonung wyb und kindt zu Worms hett. Nu was die k. mt. in strenger handlung mit den churfursten f'urston und stenden des reichs zu besliossen uff' den zug gegen Rome umb die koyserlik erö- 25 nung, also das ir mt. diser sachen nit obsein mocht. Darumb wir vorziehen müszten. Doch hatten wir gar gut kuntschatt'ter zu k. mt., die unser sachen zum besten türbrachten, darumb die kgl. mt. uns gar gnedielich tröste und uns ettwo oft't befalch zu sagen, wir sollten geduld haben. Auch die kgl. Bäthe und Andere hielten unsere Sache für eine erbare, und .10 weren die paffen ungerecht in irom fürnemmen. Das sollt gar nit syn noch ge- statt werden, das die paffen umb iren eygennützigen gowyns und geitz willen sollten die statt verderben. 11. Juli Audienz beim König am Sonntag darauf: Also kamen wir gegen hofe uff eynen gang, da her ir mt. vom essen in syn gemach geen sollt, und als bald kam 36 der konig und ging mit uns uff eyn ort uns alleyn zu hören; doch waren daby der hoft'marschalck, graff Wolffgang von Furstenberg und der Serentyner, Oster- reichscher cantzler. Da fing der stattschryber an zu redden diso meynung: Aller- gnedigster kunig etc. Wir als anweldo und geschickte potschaff't der statt Worinsz stunden in guter hoft'nung, ir mt. were berioht gestalt unser sachen und handelung 40 für ir. mt. loblichen rethen. Nu stunde der erbarn statt Worms wolfaren und blybon in zweyen dingen: nemlich an eynem guten regiment. Nu hett ir mt. die statt gnedielich versehen und begnadiget des regiments halber; das were auch in guter ordenung angestellt der massen, wo die erbar statt daby als wir hofften gnedielich gehanthabt blybon, wurde die statt mit gnad und hilft' des allmechtigen 45 in uffnemmen wahssen, ir mt. und dem h. ryeh hilfflich und trostlich werden. Am andern stunde dor statt wosen in hanthabung des gemeynen nutzes und stattlicher burgor und der baider nutzbarkeiten; in denselben deten die paffen soviel ingrift, abbruch und Verhinderung, sundorlich mit dem wynschanck, auch in abziehen der erbguter, dadurch die statt in solich abnommen kommen, das nit erlutert mag 50 werden; dann der gemeyn man wirt dadurch verdruckt, im syn narung abgestreckt und dor gemeyn nutz . . ., davon dor statt tliorn innren brücken woge und stege in bawo und andere notturfft erhalten, gulten renten und schulden, darinn die statt kommen ist, in dinsten des h. reichs, by unserm gedencken ob umb 30 tusent gülden behalten, auch dem reich weiter gedienet solt werden, also gesmelert das 55 lenger nit lydlich were, anders die statt by dem ryeh soll blybon. Dann wir fünden, das die statt Worms ettwan mit zweyen tusent wapenern eynem Romischen kaiser zugezogen, es weren auch viel ritter und edeln da gewonet und 12 ritter und 28 edeln und burgman im rait gangen, die alle durch die bischoff und paffheit vertrieben. Derselben guter weren nu in der patt'heit handen, die wurden reich 60 und die burgerschafft neme abe etc. Zum andern beden wir und maneten ir mt. 1507. 519 Und nachdem der bischof zitlich bi dem tag erschienen [483] was, uf welchen tag ab und zu ob die zwentzig bischof erschienen, und so viel er- eynigung und rt wurden. wollt uns gnediclich darob syn und schaffen, das uns die bnefe der eynifl sehirms, darinn wir gegen der Palte gestanden weren, Widder uberantwort „ ul .. c .., wytern unrait und anhang zu verhüten, daruff uns deglich getrauwet, die unsern 5 gefangen, umherzogen uff wasser und uff lande, das schir keyn biddcrman in synen wyngarten usserhalb der statt sicher geen dorfft; gemeyne statt in demselben gnediclich zu versehen und zu beschirmen. Zum dritten baden wir mit under- tenigom vleisz, ir mt. wollt doch gnediclich gedencken der armen leute zu Wormsze irer schulden halben und darob sein, das sie des iren auch erstattet wurden und 10 |?ff ir mt. wolgefallen hetten wir die meinung, das ir mt. verorden zu yeder iranck- turter messe eynem erbaren rate zu Wormsz eynen brant Silbers, den wurde eyn rait thun montzen und den armen davon bezalung thun nach yodes gelegenheit und notturfft, also das sie mit der zeit bezalt mochten werden. Und ob ir mt. ge- bebte für 4 odder funff tusent gülden kupfer zugebben, das wollt eyn rait zu 15 buchsen zu Inszbruck giessen und sich also schicken, damit man ir mt. und dem reich auch so es noit were desto stattlicher dienen mochte. ., Uff solich redden traden wir ab und bedachte sich der kumg; ruttt uns Widder und det sagen, wir sollten unser redden und begerde ir mt. schrifttlicn ver- '/■eichent gebben, wollt ir mt. gnediclich darinn handeln. . 20 Die Angelegenheit wurde den Bäthen übergeben; aber die Pfa/jen wollten nicht "arauf eingehen' und arbeiteten auf einen anlaisz zu usztrag der Sachen. Das war der Stadt unlieb, die Sache würde dadurch verschleppt, müszten der k. mt. nach- •'yden, die ytz in rustung ist ubber berg zu ziehen, so muszten wir mit groszerer "juhe und kosten nachreysen und wurden nit destomynder für bennig gehalten und 25 allenthalben die unsern versmahet und gemitten. Nach langen Verhandlungen kam ™an zum Anlaisz und das für allen dingen der bann abgestellt sollt werden, das un s nit ungemesz und zu unserm vorteil beducht. . Am l. Juli schrieb die Stadt an den Pfalzgrafen, den Herzog von Wirtenberg. Oen Landgrafen von Hessen, den Markgrafen von Baden, an Junker Melchior von 30 Uoerstein und die Grafen Emich von Leiningen und Cuno von Westerburg, wie die 1 affheit sie kujoniere und kein Becht geben, und letst erfunden einen unverschämten Pfarren, der inen briefe und bescheit nach allem irem willen geben uns by penen «es banns gebotten, der pfaffheit zugeben zuthun zuverfolgeu und gestatten allen iren willen in unser statt zu üben, wie sie das von uns gehabt haben wollen ... 35 alles unverh&rt . . . trucken jagen und ylen sie uff uns mit vormeinten bann, bie [Wen des Reichs Hufe an als des h. R. reichs verwanten und buntgenossen des '°Dl. hauses Osterreich. , . _, u 7 ., ,, *m H.Juli meldete Johann von Brempt aus Straszburg dem Stadtschreiber Adam, er sei im päpstliclien Auftrat) nach Konstanz zum König gescluckt worden der 40 *apst luxbe von der Wormser Sache qesproclien. Am 4. Juli bot sich Christoph, MarK- Orafvon Baden zum Vermittler an und am 5. Juli schreiben Philips Wollt und Balthasar nach Worms, sie hätten beim Biscliof von Trier und den andern leidings- leuten das beswerlich furnemmen des bans, darzu die zurrichtung und anhetzen der aeln ln suplication wyse anbracht. „ . _ ,. ■ - Tuli 45 , Zuweilen verzagte der Bath, wie aus einem Briefe der Gesandten vom ^Vuft '^orgeht, denn die Pfaffen Hessen nicht nach mit ihren Klagen. Am 8. ^*"»™* ZT Kihli 9 Maximilian, dass die beiden Gebrüder von Qammngen dm vorgebracht "atten, W ie sy von iren phrun(U ,„ b ey ew zu Worms etheh zyns nutzungen und £W1 in der statt Worms und daselbst umb gefallen haben, der sy zu bringen und 5u JJ »rer notdurfft zu wenden und zu gebrauchen notdurfftig sein und muszen abei " Wrgen steen, das inen der irrung halben . . . darinn irrung oder Verhinderung begeben mochte etc., dessluilb befiehlt er, das ir der selben gebruder von Uemmingen ''?"» ft'ucht getraydt zyns gilt rent und ander zugehorung . . durch ire diener ?" d ^e iren bey ew zu Worms einfordern samein und frey da mit nach irer ge- 55 le genheit und notdurfft mit verkauften verendern und in anderweg hande n und Rfaren laszen etc., dardurch nit not werde doshalben gegen ew zu handeln und *» gestatten... Band nr J<)'>1 Eigenhändige Kopie des Jörg von Cenmiyngen T$!? p , robst zu Spier. Da war es ihnen wenigstem ein Trost, dass der Landgraf "VUhelm von Hessen am H Juli ihnen freien Hamid und Wandel in seinem Lande so 520 Tagebuch des Reinhart Noltz. langt, dasz des richs versamelung zu Costenlz zum drittenmal vor in baten, nachdemc er sich ongehorsam darvor im Bayerischen kriege erzeiget hat, zusagte. Denn selbst in der nächsten Nachbarschaß war der Verkehr gehemmt. So sagte ihnen Crafft Trierer ambtman zu Pfederszheym den Verkehr auf (8. Juli), weil 5 er sonst nach Mainz oder Born citirt würde, dcsshalb bäte er allen ewern underthanen auch dem gesyn(d) zu verkünden Pfedersheim zu myden mit usz und in webern, besorg sie werden nit ingelassen. Darauf erwiderte der Math am 10. Juli, sie uiüssten nichts von päpstlichen Prozessen oder Bann, zudem luxbe der Amtmann die Antwort aes Churfürsten. Er und seine Angehörigen möchten es doch zu Herzen 10 nehmen, wie im letzten Bayrischen Krieg Worms sie in solichen iron nöten ingelassen, beherbergt, geschützt beschirmt . . . alle menschlicheit mitgeteilt, alles usz gut- hertzigem fruntlichem nachparlichem mitlydon gern gethan ... So befinden wir nu den widerwurff undanckbarkeit, die als man spricht das höchste laster ist. Auch gegenüber dem Churfürsten hatten sie diesen Trumpf ausgespielt, worauf dieser am 15 8. Juli erwiderte, es sei nicht nöthig die gutheit hoch uffzumutzon. Kr wolle sich hallen wie einem christlidicn Churfürsten gebäre. Auch von Seiten des Klerus waren sie nicht ganz verlassen. Laut einem Notariatsakt vom !). Juli in conventu Minorum Worm. et in ref'ectorio ibidem erschienen patres t'rater Nicolaus Bickelnheim guardianus conventus Minorum et frater '-'0 Engelmannus Glauberger prior conventus Worm. ordinis Heremitarum s. Augustini und appellierten und protestierten gegen den über die Stadt Worms verhängten Bann. Am 10. Juli erklärte der Bath einigen Pfarrern, die vor ihm erschienen waren, sie sollten celebrieren; eben so den vier Orden. Am 11, Juli schrieb der Bath seinen Gesandten in Konstanz: Gestern ftytaga 25 haben uns die pferrer bericht, nachdem sie etlich dag a divinis cessirt, hetton sie ir botschaft't gehabt by den domherren und dem richter zu Mentz, in hofl'nung solichs abzutragen und zu verlangen wider zu celebriren; hetten sie nit mögen erlangen anders dann exclusis f'amiharibus utriusque sexus, wo wir es dermaszen verfugen, wolten sie thun wie vor der Cassation; haben wir inen abgeslagen . . . Aber 30 bycht zu hören und sacramenta zu reichen in articulo necessitatis seu mortis sollen und wollen sie gewertig und bereit sin zu administriren; daby wir auch inen unser trostung . . . zugesagt. Der Bath machte mit den 4 Mendkantenorden einen Verstand vw Notaren und Zeugen, indem er ihnen vorhielt, wie sie mit Almosen begabt und ernalwl worden seien. Sie sollten singen, sonst sage man ihnen den Schirm auf. 35 Am 12. Juli wandten sich der Stattlialter des Bischofs, das Domkapitel und gemeine Priesterschaft nochmals klagend an den Pfalzgrafen, die Wormser seien verlogene Leute, Niemand soll ihnen bei schweren Poenen Hilf noch Beistand thun, sie als bennechten nit husen herbergen etzen drencken noch forschriben, auch solichs in uwer f. gnaden f'urstenthumb der Pfaltz nit gestatten. Und in denselben Ton *o stimmt der BiscJiof Beinhart in einer Kingabc an die Beichsständc in Konstanz vom 13. Juli ein. Bürgermeister und Bath fanden sich am 14. Juli nochmalt genöthigt, sich gegenüber den Gesandten in Konstanz zu vertheidigen, indem sie den Vorwurf der Klein- müthiqkeit ablehnen; sie luitten überall um Hilfe geworben, auch an Oppenheim und 45 Pfeddersheim geschrieben, die pfaffen in irem furnemen nit zu hausen herbergen fürschub noch einigen vorteil zu thun. Am mondag nehst verruckt ist interdictum cum ulterioribus processibus erkennt und anders zu Meintz ergangen . . . Und ist uns an heut durch den priores Augustini und hern Peter Holderbaum Predigerordens cleglich anbracht, nachdem 50 sie an montag vor Anthonio Leysten zu Mentz gewesen, ir appellation, so von den 4 orden propter metum etc. bescheen wer«, verkündet, epistel empfangen, hetten ettlich pfaffen und ir diener, nemlich der domdechan zu Mentz mit dryen knechten und andere in grosser anzal im crutzgang zu s. Johannes sie zwen ubermengt, den weg verstanden, tringen wollen mit eignem gewalt das interdict und procesz, so 55 sie inen under äugen hüten, hie zu exequiren . . ., da sie sich geweigert, haben etlich hant an sie gelegt understanden zu halten, die procesz zu häuft' gefaustet, ime hern Petern für sein maul und mermals uff sein haubt frevolich gestossen, violentas manus an ir person gelegt, darüber sie dann protestirt haben. Solches sollten die Gesandten der Majestät erzählen, Von überall Iter rerlauteten Drohungen 60 gegen die Stadt. 1507. 521 damit sine rcgalia verwirokt, wardc die kgl. mayeslat doch durch so manig- •altige bitt bewegt des richs versamelung zusagen in zu liehen und uf Die Gesandten berichteten dagegen am Iß. Juli: Uns auff dingtag Margret«, Ha ■ m Oostentz gar keyn fest noch fyer ist, für k. mt. hottra.it erscheinet ... Ist 'a JU '"cynung auff freytag nehst zu handeln . .. Sie bitten um Zusendung der i {"''■"'■ " ml ipsunder die cronic der ergangen handelung by kong Ruprecht zyten, die "rtzln'.h in britter gepunden ist in der libery . . . Die Sachen werden utt' eynen •Indern schrägen kommen. Hetten wir die acta, wir geben umb alle Swytzer nit yn hone. Pnesz bat gesagt, sie paffheit haben nit 40o fuder wyn inkonimens. Am is. Jtdi erliess König Maximilian ei» Kdid, das Jedermann verbietet die io £°™**er an ihrem Leibe, Habe' und Gütern zu beschädigen. Druck von Peter Drach m Band nr. ], heiimT gesehen wirdet. Unser geistlichen der vier mendicanten 20 « im*|n brechen uff, der tag will zu abent. Laut ■ * T ^* 0H am Höfe liefen die Verhandlnnar» mit der Harnischen Curie, n d-ev J^U* 8 "? Notarialsinstrument vom 21. Juli (St.-A. W. Urk. nr. fifi.j) bevollmäclUipt |>i,ili -Ä J °hannes Langer, Prokurator des Gerichtes in Rom, Reinhard Noltz, nein a ?"*' Rathsherren. Balthasar Myhell, Sch u l thei s*** , und Adam von Schwechen- Nol '• ^ a ™ ,S( *»* e *»c'', °Ä Unterhändler mit der Hämischen Curie. Unterschrieben vom der '"i h , tin Kendell. Am 96. Juli berichten die Boten in Konstanz: Der doctor 30 dnchY* Collü liet "ns g^r getruwlich gehöhten geraten und bygestanden ... be- zu Onl? 88 i ' ut ' das ir ilu e y n v ererung rieten mit wynschencken . . ., auch dem rat gcw,'. s . cn ryben und dancksagen . . . Nochten spade (sin wir) by kgl. mt. abber wordp Ln ' \ uns gesagt, wir solten gedult haben, bisz die fursten abgefertigt vast a! 1U ( ' enen *y er s0 arbeitsam, dann er woll uns helffen. Die fursten ylen 35 etU„v ? ur yten und syn ettwo wol egestern gestern hienweg; hut werden abber tllch ^scheiden, wir müssen dulden, »aiiint , 2ft - ' Jul%: Gestern abents syn meinster Reinhart und Hans von Hoenberg reo; t an dern frisch und gesunt her geyn Costentz kommen mit viel secken voll 'bis w 'n " nfl an d«nn . . . Wir syn disen morgen bescheiden für kgl. mt. hoffrait, 4u *yti ls sunderlich ungewogen uff der pfaft'en wyter procediren und anslagen invoca-tion brachii secularis etc. gegen uns und den unsern wyter understeen, das besser ftl*" kommen. Darum sollten die Gesandten ein sclmrfes Mandat vom König rerlanflcn, so by schütz und schirm des h. rychs verlirung. 1 Am 10. August erlitss Maximilian ein Mandat: Bekennen als wir dem , ' 1 " wirdigen Reynhartcn bisehoff' zu Worms unserm fursten und lieben andechtigen " hude datum sine regalia umb vorbiedt churfürsten fursten unil andere stunde n<^ h. richs so auff dem gehalten richstag alhie zu Costentz byeynander besammelt g e 1507. 523 Item als die geschickten nf samstag vor Bartholomaei von Costentz 21. Aug. kamen, schickt der [435/ rat sin frund in alle zunft uf dinstag Bartholomaei 24.Aug. Un d liesz in sagen, wie dem rat von kg), mayestat fürschlag zugeschickt weren eines endlichen ustrags zwischen der statt und pfaffheit, darüber der lat s ' tz on wolt und mit (lisz ratschlagen und darnach was not werc in witer s wissen tuen 1 ; daruf viel ongeringe lut sich hören lieszen, man wolt sie nit wesun sin, gelyclien, so haben wir doch in solicher belehung vorbehalten und irotestirt, das soliche unser belehnung den ersinnen unsern und des richs lieben getrewen burgermeister rat und gemeyner stadt Worms an der begnadang, so wir "^""tder weltlichen oberkeiten horliehkoiten und gerechtikeiten in der stat da- in eibst gothan haben, unvergrifflich und uuschedlich sin soll. Copie im Band nr. 1921. "er Belehnungsbrief vom 11. Aug. bei Scluinnat IT, 292 ff. 7. . Laut einem Aktenstück nun. 24. Aufl. in Band nr. 1027 fugte der Roth seiner fwhterstattung noch hinzu: Und nachdem ir in disen Bachen uch biszher als frome lan? rec,llcn stanthafiüg rate getruwe burger und liebhaber irea beymats und vatter- « beh 1* * lten ' tles Wlr ttl,e ero unc1 lob l,v . nller erlj erkeit in ewig zyt hoffen zu "alten, desswegen möchten sie noch eine kleine Zeit Geduld haben. . /i"\ 31. Äug. schrieb der Math an den Stadlsclireiber Adam, der in Konstanz " vCKgebUeben war und später dem König nachreiste, er nwclite, wenn es nicht anders wo?? 6 ' *' C ^ ilrs '°£>° annehmen, sonst miissten sie vielleicht viel Böseres annehmen, 20 dul u Wlran< äew ausz dem bann helffen, dann sie mag ine nit lenger leiden noch ( l u £ n - ruffen und schryen deglich inen daraus-/, zuhelffen . . . Wenn es zur Wahl Dr T[ l ' e berichtete Adam, der Stadtschreiber, am 11. Sept.: Fug ich zu cardWr " fl ''Ttag nach nativitatis Marie ist der babstlich legatus a latere 10. Stpt. Viel h S;Uu;to Crucis (Carvqjal) geyn Iszbruck kommen, dem unser kunig mit »*-■„,, " m UI 'd rittersehafft anrlh nmlmm vnlek entleeren kommen und —..... x wer kon gross," i r °" Und »Verschafft auch anderm volck entgegen kommen und ine mit vor", 1 ' u ''' hc heit ingefurt hat. Nu ist her Daniel ... uch bekant eynen tag zu- hotten " llnGn ' d ° 8 ich erfaren, mich by ime gethan ... und er sich willig er- cornm ti-' " der 8tatt ™ dienen; er liabe 'bericlttet: der legat sy willig die sach zu T _ ""Itlren. w.\> ;„l> 1_____t 1...U :_ ___ _____ ~,.1.1,„„ mimnr unnlw'ii.Hnn. die her Jp,.,, w tll ' e n, wie ich hegert ha.b im eyn copy gebben myner suphcation, die her s ''lhs ,, ■r i i"' C ' 1 disen morgen von mir entpl'angen und dem kunig zu antworten bann t, 1 ,"' le K a ten zu redden, als er sich selbs erbotten hat, uns wole usz dem bren,», " cl nen, «oll nit sorg haben ... Ich hoff inen (den Pfaffen) soll eyn ander "»«angelegt werden. Habe n ' 6 - Sept. richteten die Sendboten der freien und der Reichsstädte eine Emden König: Demnach und so gemaine statt Wormbs ein alte erbare statt 524 Tagebuch des Reinhart Noltz. wissen laszen gestalt der Sachen und sie weren im bann und die pfaffen betten all iren willen erlangt und sie wolten wunder wireken. Also [43fiJ des h. reichs ist, die Ewer k. mt. und iren vorfaren am reich mit darstreckung ires leibs und guts nach irem vermögen trewlicli gedient haben, auch furer un- s gezwivelt aber thun werden . . ., dcsshalb möge sie der König vor dem Verderben bewahren. Am IS. Sept. schrieb der liath dem Stadischreiber am kgl. hof zu Yszbrugk oder in synem abwesen hern Jörgen Mosbachen kgl. secretarien: Fugen dir zu wissen, das wir unser ratsfrunde uff den uszgeschriben tag gein Spyer exaltationis 10 crucis jungst verruckt zu des h. rychs fry und rychstett sendbotten geschickt . . . Iiaben die Städte freundlich bitten lausen, der pfaft'en furnemmen zu bedoncken, sonderlich wes den unsern jungst zu Franekfurt in der messe begegent . . ., worauf Worms an die Sendboten eine Supplication gerichtet und gebeten bei kgl. Majestät vorstellig zu werden. Man erfahre, dass die Pfaffen den Fürschlag annehmen wollten, lt doch mit Bedingungen,. — Und obschon die absolution erlangt wurde, doch den hol' nit verlassest, sunder uns die absolution zuschickest und am bot' verharrest bis/, ut' unser ersetzen . . . Er solle aufpassen, dass sie nichts beim Kardinal ins Werk setzten . . . Wollest by k. mt. arbeiten, damit wir der (i(X) gülden des Komischen anslags und des restantz vom Hungi-isehen anslag verdragen und quittirt wurden, 20 des zugks mit leuten etlich minderung erlangen, auch ob uns der .luden anslag zu gut kommen möcht. Am 16. Sept. erliess König Maximilian ein Mandat an alle lieichsstände: Obwohl der Streit zwischen Stadt und Pfaffheit auf dem letzten Beiclistag zu Konstanz verhört und ein Austrag verfasst worden sei, den beide Partlieien auf Hindersiclibringcn ss angenommen haben, in 14 Tagen, an- oder abzuschreiben, und jetzt die Gesandten der Stadt Worms den, Abschied angenommen Mtten, so soll doch die priestorschafr't ob- gemelt über solichs alles, auch das sy den bestimpten austrag anzunemmen in der zeit wie obstet nit zu oder abgeschriben, wider die burger von vVormbs umb sachen, die gantz weltlich und layisch sein und darumb sy vormals vor uns in verhör ge- N stannden, mit geistlichem gericht procediren und sy in den geistlichen bann, auch die hilft' des weltlichen arms darüber erlanngt unnd das alles offennlichen angeschlagen und verkunt haben, das unns an unnser oberkeit unnd inen zu merek- lichem schaden und nachtail raiche unnd uns darauf deniuteglichen angerutt'en unnd gebeten, sy hierinn mit unnser kgl. hilft' gnediglich zuversehen: Wann nu solich 35 hanndlung der priesterschaft't, wo die dermassen gestallt, unbillichen und wider unser und des heiligen reichs Ordnung und Satzungen were und uns als Römischen kunig zugestatten die burger von Wormbs mit geistlichem gericht also besweren zulassen genntzlichen nit gemaint ist, demnach so gepiten wir euch allen und ewer ydem in sonnders bey den penen und straften in unnserm kgl. lantfriden begriffen, 40 auch unser und des heiligen reichs acht und aberacht von Römischer kgl. macht einstlichen und wollen, das ir auf solh vermaint erlangt urtail executorial bann und ander processen auf der genanten priesterschaft't oder yeniands andern von iren wegen anlanngen oder begeren, auch für euch selbs, wider die statt Wormbs, ire burger inwoner diener oder verwanten, auch ire leib habe oder guter gemaincklich 4.'i oder in Sonderheit, mit der that oder in unguten, nichts furnemmet oder handelt noch das den ewern zuthun gestattet weder haimlich noch offenlich in kain weyse, sonder sy ir leib hab und gut allenthalben sicher und unbekümmert wie vor handeln und wandelen lasset und auf ir begern gelaittet und zu gelaiten verschaffet etc. Wohlerluittenes Original cliart. c. sig. tergo impr. Hand nr. 1921. Ferner in Band so nr. 7922 zwei Drucke in grossem und, kleinerem Format (von Peter Drach, 200 und 400 Fxemplare, das Hundert um 1 Gulden). Am 18. Seilt, erliess sodann der König ein Mandat an Techant, cappittel und gemeine priesterschaft't der fünf stiefft zu Wormbs z. Th. mit den nämlichen Worten wie oben. So gelangt uns doch gelewblich an, wie ire darüber vor verscheyrumg ss der vorgemelten zeit vou dem vermeinten geistlichen richter invocationem brachn secularis auszbracht, das die weltlichen by peen des banns in sechs tagen nach verkundung derselben invocation in iren herrscneft'ten gerichtszwingen und gepicten dieselben von Wormbs, die iren und ire leib und guter annemen fahen und feng- lichen halten, auch mit der täte sollen und mögen gegen ynen handeln. Das könne 60 der König nicht dulden und er gebietet bei Strafe der Acht den Bann binnen 10 Tagen 1507. 525 darnach uf sontag decollationis .Johannis liesz der rat die hundert man zu- un.A« g . sammen pieten und hat begriffen Schriften, die fürschlag, auch ein schritt an kgl. mayestat, das liesz man die hundert alsz hören, iren willen auch darin z, i vernemen. Daruf sie begerten abzutreten und ein schriftlich antwort zu geben; die inen vergünstiget und also balde kamen sie wieder und danckten 5 dem rat des fliszes und liessen in alle Verhandlungen wolgefallen dienstlich '"xl untertenlich pittend in us dem bann zu helfen, daruf wolten sie alles das [4S7j ij,j ell) so i nell von 0 i n e m rat mögt ufgelagt werden, desz sie der abtusttUen und sie ohne Entgeltniis zu absolrdren, sowie ihre. Ansprüche gegen rite Stadt ""■ dem Reichskammergericht einzuklagen. Original in Band nr. 1921 und Druck von io 1 eter Urach in Hand 'nr. 1922. In Band nr. 1927 itt ein Register der herum stedt und dotffer, den man das kgl. mandat, das meidung thut über die achte, su- gejehickt hat anno l. r »07: üff sambstag nach Mathei ap. hat Veitin Kendel als ein M. s rp i. notarina tlsiH kgl. mandat insinuirt / bischoff von Speyer. u , J dechant capitcl des morern stiett't zu Spier. 1 pfaltzgraven. 1 achultheiszen zu Ogcrszheim. Item utt' montag nach Mauricii ist den von Oppenheim auch der pfaffheit 27. Sept. T °n WormhH daselbs verkundt worden. 20 , Item sambstag nach Manrioü ist den von Pfedersheim auch der pfaffheit ' JS - ***• «Weibs durch Hans von (Hessen das mandat, ubersebiokt worden. Kein denen von Laudenburg uff montag nach Manrioü. , Item der pfaffheit des tomstiefft auch s. Androsstiettt zu Laudenburg uber- "«nickt worden etc. Ferner an 82 Personen, Städte und Dörfer. » ,, Arn 27. Sept. berichtet von Speier ans Dr. Cristoff Müller an Worms: Wie in l 'Cr stnnrlf „1„ i:_________________fi.l____________ „.„..,!.,„ V.ot «nsr (rnmllih Mil.f.hl'M'/ esz *!* stnndt als die procesz angeschlagen seyn worden het eyner genant Mathei "ywinger(?) der selbigen procesz einen abgerissen. . . alsdann die kirehduren z schlagen, interdiot gehalten, das selbig aller pfaffheit mit unser frawen glocke , «k-unt, das dan nit alleyn der Eomischen kgl. mt, zw grossen hon und spott dntt M °nien, besonder euch zw schaden. . . . , , _ , , • , ■*» selben Taq sclweibt der Rath dem Adam von Schwechenheuu am kgl. Hofe: '.■ " e ^heinigen den Empfang des Mandats, befehlen dringend beim Legalen und König "<-' Absolution zu bewirken und den J)r. von Coln, J>>: Luffdich und andere zu Hil/e ;,'; M ™«en ... Und so sich die kgl. mt. erheben wurde über berg zu ziehen. W- H neiu uns not und gut sin sunderlich schritt und bevelhe von k. mt uszzubringon '"' t g n Statthalter, den churfursten von Sachsen, auch dem lantvogt, lantgraven °n Hessen und dem graven von Lyningen und andern unsern schirmverwanten . . . M sind by uns ctlieh k. mt. diener gewesen, die haben der .luden aastag gefordert. ., Wie es auch die von Franckfurt in irer messe jungst gehalten, haben wir to »£; Ü! or Beechriben. Zudem haben unser pfaffheit die iren Silberberger. Hecket, ,Sto, 'kheim und Hirshorn by dem rate zu Spyer gehabt, sie in krartt n-er pro- vo,f A irmic ht und erfordert, deszglychen auch die pfaffheit zu Spyrc ersucht, die ot bpy er furter zu requiriren, dwyl die unsern geyn Spyer handeln, inen die i'Ut zu verbieten und ingang nit gestatten oder man wurde allwegen, so Wormser 45 fernen, ein glock Ion ton und Fnterdict halten und sie sich vor penen und cen- ih-r m den Processen hüten; daruff die von Speyer nit geantwort haben. Zu ,c '" Trott habe der Rath der Stadt Speier das kgl, Mandat überschickt. M, A» 1 t. Okt. erliess der Rath ein Mandat, worin er den Erlassdeskgl, Mandats und l Cte \ Und s «d disz die stuck, derhalben die pfaffheit ire kirchen verlassen N mt „!° n 1 Anthus Leysten zu Meintz einen vermeinten bann wider recht und kg in l i"' ln t dat ausbracht haben: Anfengklich das man der pfaffheit mt gestatten will tal ern "V 1 ** Worms über jare wine frey zum zapffen verschencken und ires gefalles und haltfin • • • Das man von dem kauffman, der körn nmb die pfaffen kanfft liet u dw ■*»** füret, von einem inalter 2 4 fordert, als so er umb burger kaufft 60 kom«, ml **• "»an die ligenden gutter, so in gemeiner statt stewr und dinst her- nm en sein, der pfaffheit nit freyen will. 526 Tagebuch des Reinhart Noltz. rat wol tröstet* und allen flisz daran zu leeren zugesagt, als auch geschähe, als du hernach schriftlich clärlich befinden wirdest. Item als uf dem richstag zu Costentz vorgenommen wäre der Romische zug mit kgl. mayestat und allen ständen des richs angeschlagen an b gelt 5 reiszigen und fuszvolck, warde diese statt angeschlagen uf 600 gülden an gelt, 11 reisiger pferdt und 20 zu fusz, lut mandats derohalb usgangen bi einem rat [438] verwart 1 ; demnach ward 0 ein anschlag uf ein wochengelt uf alle menschen gemacht 0 , wie du hie beschrieben findest. Solch kgl. mandat warde der gantzen gemeind verkündet und gelesen mit samt dem anschlag io und stur uf sontag zu morgen zu sechs uren im Dantzhus in bisin alt und newe rate und der gantzen gemeinde und waren alle menschen willig und gehorsam und warteten des zehenden tags lut hievor angestecktes mandats 2 . Desselben dienstags zu abend, als man die pforten be/"-/.ü9/schlossen hat, kamen vor die Speier pforten Johannes 1 ' Friesz vicarius im dorne und 15 Johannes 0 Droitkind vicarius zu s. Andreae mit irem notarien Johann Strick und begerten ingelassen, sie hetten brief von gemeiner priesterschaft an rat das kgl. mandatum betreffend. Also hiesz sie der pfortner verziehen f , er wolts dem burgermeister anbringen, als er auch tat; bisz er den burger- meister fand und dersclbige andere zu rat fragt, verliefen 3 stunden und 20 doch zuletzt fand man im rat, sie den abend nit inzulassen. Also gieng der burgermeister [440] mit etzlichen hinus uf die pfort, liesz in den pförtnern sagen, sie möchten des morgends wieder kommen, wolt man sie hören. Der burgermeister liesz sich« nit sehen und hören. Des morgends mittwochs früh zu sieben uren kamen sie herin geritten v> und gefaren, hat der burgermeister bestalt, dasz zwen pforten hüter sie herin bisz in ir herberg zum Schwanen geleiten solten h . So bald kamen sie uf den Burgerhof und begerten vor rat, das in abgeschlagen und etzliche rats- frunde zu in herus geschickt ir -wer/44 ijbung zu hören in der newen stuben; daruf Johannes Streck ir notarius lange zit hinfüro in der sach redt ongefer- 30 lieh diese meinung: Vorsichtige ersame liebe herren! Die würdigen und er- samen herren dechan und capitul des merern und der andern stift der statt Worms mit gemeiner priesterschaft daselbst haben copeien eines kgl. mandats von ewer wisheit in tiberschickt gelesen und vernommen und uns befolhen ewer wisheit zu sagen, dasz sie kgl. mayestat zu eren gehorsam 85 und gefallen demselben sines inhalts [442] folge zu tuen willig sein mit beger ewer wisheit wollen deroselben sindicos und anwähle bis nechst fritag zu Mentz vor demselben irem päpstlichen richter haben, deszglichen wollen sie auch a ) Ha. trösten. >>) IIa. on. °) ward und gemacht fehlen in der !!>• '') IIa. Joas. °) Ih. .Joes. f ) Ih. also der Ines/, s. v. K) //*. sie. '') s> 4(i fehlt in der Ih. 1 Das betr. Mandat int verloren, e. aber o. p. 631. 45. 4 Am 9. März tB08 schrieb der Bruder Pirminius, Abt zu Otterburg, an den Hallt, der ein Wochengeld auf jede Hofstatt gelegt hatte, der Komischen kgl. nit. solldner do mit, zu hallten, das ihr ertrage 8 8 8 t i Mller /Ans; ran diesem Hof (laben sie 8 ü lieller Boden-'"* ■mal dem liath 4 Gulden; ferne)- der im Hofe sitze S Maller und I Ohm Wein; <">' bittet, du» Kloster zu schonen. Hand nr. 478. lf>07. 527 l "en und alles handelen und verfolgen, was sich inhalt desselben mandats zu tun gebüret 1 . Daruff warden sie gefragt, ob sie witern befelh oder Werbung an ein «baren rat betten, sagten sie nein, dann allein ein missiv von den 5 stiften l) nd gemeiner priesterschaft an einen erbaren rat" [443] geschickt zu überliefern, :. " e '' bi einem erbaren rat nit ein kleiner acht behalten ist''. Uf donnerstag zu morgen darnach schickt der rat sin anwäld mit Instruction mich Reinhard Noltz, Balthasar Myhel 1 ' schultheisz und Philips Langen gerichtsschrieber umb uspringung gemelter absolution; wie es gangen Sle > findestu hernach geschrieben 3 . Als wir denselben abend gen Mentz 10 kamen mit einem notarien und zwei knechten, giengen wir spatziren am Rl " und allenthalben, wo viel lut waren, da [444] uns viel pfaffen mutze 0 " n d sonst sahen, mit fingern uf uns dutende, aber sie ludeten nit mit den Rocken, als sie kurtz hinfüro getan hetten. All menschen halten ir ufsehen »f uns in ansehung der mutwilligen händel hinfüro gegen uns vorgenommen, is es morgens giengen wir zum Leisten uns zu zeigen, wann er uns hören w °lt; sagt er erstlich: lr von Worms mit ewer bosheit bringt von uns, was lr w olt; also in schimpf und ernst durcheinander gercdt. Zu acht uren [445] Schienen wir zu beiden teilen und der fromme richter Leist; zuvor lagten W|r im die Schriften, so gemeine pfaffheit dem rate überschickt auch münd- » I zugesagt hetten der meinung, dasz sie uf fritag zu Mentz vor Leisten "rch ir e anwälde erschienen wolten zu verwilligen uns zu absolviren und a les das zu tuen gehorsamlich, was kgl. mayestat und dasselb mandatmii §j e Pot. Da warde allerhand rede und handelung geübt bi eim rat verwart, a die pfaffen stunden als ein dieb vorm sch\i\l[44r,Jheisz. Nach manigfaltiger u '»ndelung ward Philips Lang gerichtsschrieber syndicus procurator absolvirt Vot ' unser allerwegen; darzu musten die pfaffen dieselb brief fri ledigen von " em l)0 swicht Leisten, dem erkauften richter. ^ Also wurden wir absolvirt uf fritag nach Francis« den 8 tag octo- ».Ott. J^, davon so viel schimpf schand und spott den pfaffen nit allein zu M dorbr ^ r " fehlt in der ]Is - b ) m - Mühlen. c ) Hs. mutzes; der Text ist ve.r- ""> wegen mutze s. Frisch, Teutsch-lal. Wörterbuch 1, 880. « M« m ^ m 5 - 0kt - zei !>en Dechant und cappittelle des dhums, ». Paulus, s. Andree, dem /> m und u - •■ frawen stieffte zu Worms und gemeyn pneetewchaft daselbst zu tu , ron w orms an, dass sie da* legi Mandat annehme» und freyta* zu mowren 8t W ,/ , vor (1 em babstlichen richter durch unsern . . . anwalt ereohinen wollen kenn,T : ,/' emä>ls d ™ W- Mandat handeln.. Band nr. ml. Am b. Okt. öe- lftMB« mr ffermeister und Math, nachdem die Römische kgl. mt .. . ein mandat Lei«? n ( , ftu » z 8een, darin ... gepotten den furgenommen bann für herrn Anthonio »teil«. echant «• Johansstifft zu Meyntz vermeinten executore etc. gentzlich abzu- *» ferre,'„•'i" 8 " nser gemeinde und die unsern darvon absolviren lassen und neb der die ,., n ^brauchen ... so haben wir verordent unser ratsfrunde und anweWe «,W l lni6n Beinharten Noltz, Balthasar Myhel und Philips Langen absolucion \V r pr en - Band nr. 1927 « « d. Notariatsimtrumcnt vom 8. Okt. Mains bt.-A, schrill, i m - 66? - w - mb. c. Big. pend. Gedruckt in Band nr. 1988. Am 14. Okt. 4.', SchicLr*". liat h an Peter Drachen burger und schultheiszen der statt Spyer . «ndoS '?\" C0 Pey unser absolucion, wollest uns 400 derselben drucken lassen mit ich u™„ ldhchen grobben buchstaben. Barauf erwiderte Brach am U. Okt.: Hab tlar Bn^lL^»wheit zu mermal geschriben, das ich kein knecht hab, der geschickt ''" »st, hab aber fleisz angekert, das uch 400 gedruckt sollent werden, wie wo] (0 528 Tagebuch des Reinhart Noltz. Worms im volck entstanden, dasz derglichen in diesen landen nie gesehen noch gehöret was, sondern auch in stifi't [447] und statt Speyr und Meintz und bi aller nachparschafft. Und nachdem die kgl. mt. einem rat und gemeiner statt ein weggeld 5 gnediglich verliehen 8 und geben hett an allen pforten von einem wagen 2 $) und von einem karch 1 <$ zu geben ' und dafür der bischoff dermaszen ein zoll gehabt hett, dasz er die Kemmerer gerriet, meinten sie des wege gelds auch fri zu sin und als vor 3 dagen dafü'ro ir diener 3 geschirr, 2 wagen und 1 karch, unterstünde uszufüren fri, wolt sie der pförtner US befelh [448] iü des rats nit lassen faren, also dasz sie musten usspannen und die geschirr lassen stehen in der statt; daruf aucli der Kemmerer beger stunde inen ir a ) IIa. verglichen. deutsch und latein in einander zu drucken viel arbeit nitnt, dan ein geschrift ist hoher, die ander breitter. Am 17. Okt. befiehlt der Ruth dem Jacoben Köbbcl buch- II drucker zu Oppenheym 4 stifte bann und interdict gelegt umb ires eygen nutzes willen, daneben sie den . . ■ 20 brudern der vier mendicantenorden, die . . . sich nit irren lassen, in iren kirch«'' 1 für und für gesungen gelesen und die gütlichen ftmpt vollenbracht . . . Darum b unser bischoff ihren Orden im Bistum verboten habe, dadurch inen ire lybsnotturtH und narung abgegangen. Die kgl. Majestät Itabe den Bann abzustellen befohlen, MO* die Pfaffen nicht gethan Mitten. Die vier Bettehrdcn richten an den Kimig eine Bdi- 25 schrift. or. chart. c. 4 sig. impr. Band nr. 1927. Am 17. Nov. bittet Johannes Knolff vicarius ecclesie Worin, et officialis, da er Angst hat nach Wmtn» zu kommen, um den Zins einzuziehen, den Rath dem Bartholo- maeus Pfarrherrn zu Ijiisselheim zu erlauben, dies an seiner Statt zu besorgen. Band nr. 1927. Am 20. Dez. Mcmingcn erliess Kimig Maximilian an beide Partheien den 30 Befeld, ihre Klage vor das Reicliskammergericht zu \rringen, damit dasselbe erkenne, was Sachen weltlichen oder geistlichen seyen und das alsdann die weltlichen Oft" selbs on alle ferrer waigerung entlichen gerechtvertigt und austragen werden. I' 1 "' das ir zu beiden teilen solchs also anneiuen und darauf allen Unwillen, so sich daraus begeben mitsampt den pan, so die pfaffheit über euch anbracht und erlangt, 35 abstellen und euch und die orden bey euch davon gentzlichen absolvieren, desgleichen ir die mandat der acht gegen inen auch nit gebrauchen und sy widerumb in die stat Wurmbs einkomen und wie vor diser irrung bey iren rechten zinszen gulten Jurisdiction und freyheiten ... ungeirrt bleyben und wonen lassen ... Band nr. 1921- or. chart. c. sig. tergo impr. laeso. , . 4ii ' Köni(/ Maximilian ertlmll der Stadt Worms am 12. Sept. Innsbruck ein, /V«'i- legium betr. den Wegzoll. Bürgermeister und Rath hätten durch ihre Botschaft din berichten lassen, wie das vor vil iarn und zeitherr ob menschen gedechtnus zu Worms ein alt herkomen Übung und geprauch sey, das die jhenen, so dieselb statt Worms mit gef'ertt als mit wagen und karren gebrauchen, ein yeder ausmerekischer 45 von einem karren ein phenning und von einem wagen ein phenning und ein fing 1 " 1 ' heller, sy seyen geladen oder ungeladen, in seinem ausfarn aus der statt an der pfortten geben habe und das sey aus irrung ein wegzoll genannt worden und etwo allerley irrungen davon entstanden, von etlichen, die vermaint haben zollfrey **" sein. Damit aber soliche irrungen abgewendet und doch der gemein nutz der vor- so gemelten statt auch nit verletzt noch geschmehlert werde, uns diemutiglicb<' n angeruffen und gebetten, das wir sy in solichem gnediglich zu fürsehn geruechW** Also haben wir . . . die genad getan und macht gegeben, also das sy für ob" bemelten zoll ein weeggelt aufsetzen und nemen mögen, nemlich von einem wagen zwen phenning und was last und kawtfmanschatf't füret von yedem pferde zwe» js phenning, als dann solichs auch daselbs von alter herkomen ist, die dann ein yedei ausmerekischer in seinem anstarren aus obgenanter statt zu weggellt geben sol • • ' St.-A. W. Urk. nr. (Hill. or. mb. c. sig. pend. Vgl. Arnold 11, 4X7. 1507. 529 geschirr lassen folgen und sie ires gebruchs und alten herkommens nit zu entsetzen mit viel erpietung rechts vor kgl. mt. und alle fürsten geistliche und weltliche dieser lande, auch vor die rate der statte Straszburg Speyr und Franckfurt, und zu bevestigung ires furnemens lagten sie vor ein kgl. confirmation eines» lehenbriefs, [449] so herren Friederichen Kemmeren rittem t v om bischof von Worms im jar 1507 b beschehen was, und nach dem derselbe lehenbrief verübt und in die confirmation von wort zu wort geschrieben w as, meinten sie, sie 0 weren gar wol versehen; aber keinen brief sahen noch hörten die von Worms in viel zit mer lieber dan diesen lehenbrief, mit siner confirmation, dan dafüro 100 jaren und auch nie ein erbarer rat verneinen 10 noch gewar werden möcht, us was grund die Kemmerer ir friheit in der f 45 °] statt Worms forderten oder unterziehen l . Anno 1508 d2 . Darnach im april brachten die pfaffen ein citation us am kammergericht .,, a ) Ih. seines. >>) 11$. XV vt. °) sie fehlt in der H$. A ) anno 1508 v- fehlen in der 11$. rleiht Bischof Bein- Dalberg, Kitter, h Am 20. Mai (donnerstag nach dem sontag exaudi) 1607 Vtr< «m dem Fridrich Kämmerer von Worms, den man nennet von iiwuc. B , ~"7T> una seinen Brüdern und Philipsen seines Vetters Söhnen folgende Lehen: 1. JJas ^uaengericht zu Worms und die Juden zu schirmen als herkommen ist 2. Die 20 lreie n Cammercrhöfc zu Worms sollen auch frei sein, und wer dann fliehet, über « e »i soll kein gericht gehen, da sein dann ein geborner Cammerer bey. d. Das fiecht so sie haben auf den Cammererhöfen. 4. Sollen alle Cammerer und ihre Güter aJT Bui -«frieden zu Worms frei sein, dasz die Stadt über sie und das ihre kein ^ebot machen und auch über sie und ihr ingebrod gesind kern Gericht halten » ° d er thun sollen, und sollen auch alle Cammererhöfe frei sein und dasz auch kein «««ht darin gehen soll. 5. Auch haben die Cammerer die Freiheit, dasz sie der ötadt Worms kein Ungeld oder Zoll zu Worms von dem ihren geben sollen und «« sie zu Worms mögen Wein schenken mit der alten Masz ohne Ungeld und &" Are Frucht und Weine und anderes aus- und einführen ohne Hindernisz des 30 Käthes un( l der Stadt Worms. 6. Auch soll der Rath kein Gebot oder Verbot daraut S?" Band nr - m Oopie aus dem 16. Jahrh. Dieses Privileg bestätigte Maxwu fcon Instanz 17. Juli 1507. Siehe die darauf bezüqliclien Akten in Band nr. 509 M«W » In der Handschrift muu hier wieder 'eine Lücke sein. Zur Erg**** *«"•» «*» cd Arnoldp. 2,1 und die Ko,resj>ondcnzen im Band 1928 und 1!>39 Am 19. Jannm U ;Z sd »reibt der Bath an BiscUf Beinhart: Nachdem uwer bischotthch wi d in &"Ren tagen sich durch potschafft gegen uns entschuldigt den ersamen andech- *'8en brudern und conventen der vier mendicanten orden in unser statt mobt Ter- und r noch des ™<™h «ebben, das sie mesz zu lesen zu.predigen zu tenmniren TnrJ™ almu «en zu ersuchen wie von alter im Wormser bistum etheh :ayt 1 er mt 40 ZZT' B a° tzon 28 - • ,iln « i »- «* *r Streißumdel dem BeicKskammergmM fj^sen "»»den uif mevnung evns ausztrazs Or in Band nr. 1921. Df Bath zeigte dem 45 "■ww am u- t.< 1 " i •' ■,• ' lu * MT,l h»- "'■".. „ mn rhdi>m sie den Schulthcissen Ihn, .?■ lebr - < len Empfang seines Schrcütens an, naemem sit «w. TlT ar ¥«Jl"l an den hj. Hof geschickt halten. (KreditUief vom *Ug»V -J» yc °t« C 'T iht *» der &*»■ Nu hastu gut wissen, wie ßeiTielt pfaftheit yc und nUwnn u ht B C8Ucht llil ben vor k ' ■*■ nach derselben rethen ^S^SSk^ m wo Ufin hamJ(i]n Costentz protestirt etc., a> echt am 5 o ,.i" " r «""cht nit wollen annemen und doch ytz die k. missiv wdnMU^nur ™ aooh ,!r em - alH wil ' ^hten, wy doch gar ir meynung. mt demselben yolg zu th„n 0th W ausztrag der Bachen xu handeln sonder also einen blaen dunst zu machen, Worrasor Chroniken, 34 530 Tagebuch des Reinhart Noltz. uns anzuhcncken, in das weit meer zurichten, da zu laviren, ob etwo ein diffor- tunium kerne über die k. int. oder uns, daz er oder wir schiffbrüchig ersunken oder in ein ander gebirg geworffen wurden. Möglicherweise war auch l)r. Jakob von Mossenheim. Advokat, mit Meyhcl zum König geschickt worden, denn am 18. Fein: r. ruft ihn der Math heim wegen des Meichskammergerichts. Am selben Tag dankt der Math dem kgl. Kantzier Ciprian von Sernntein für geleistete Dienste. Um den König willfährig zu machen, schickte der Math dem König Mannschaft zu seinem Momzug (vgl. Ulmann II, 832); er habe, schreibt er am 27. Kehr, dem Stadischreiber Adam, der ebenfalls in Innsbruck war, dazu verordnet, Ludwigk Rohein als eyn hauptman, der 10 dann begert hatt Hana Dauben yem zuzuordonen. Der Stadischreiber möge alles thun um Absolution zu erlangen und an die päpstliche Heiligkeit schicken. Am 0. März schreibt der Math an B. Meyhel am k. Hofe: Uns hat glaublich angelangt, daz unser allergnedigster herr der Römisch kunig zu keyserlieher wirdo zu Trient gekronet sey , des wir hoch erfrewet seind, guter hoft'nung, wir sampt andern stenden des 1J reichs sollen des beschwerlichen kostens unser soldner auff dem Romzugk in hilft' entladen werden. Kr befiehlt seinem Gesandten zum Dank die Confirmation der Privilegien zu verlangen. Am 16. März meldet Ii. Meyhel aus Innsbruck, der lumig wolle ein Kmde machen und schlage eine Kommission vor, wozu Bürgermeister und Math drei weltliche, die Pfafj'heit drei geistliche Versalien erwählen, die sollen einen 20 endgültigen Spruch thun und im Zweifclfalle solle Churfürst Friedrich von Sachsen Obmann sein; und mitler zyt die pfaft'heit mit irem wynschencken stilsteen oder schencken zwuschen Ostern und plingstcn mit der alten maisz one ungelt bis ZU entlichem entscheidt. — Die Pfaffen reklamirlen zwar, dass der Obmann weltlich sei, aber der Kaiser meine, er sei ein aufrichtiger frommer fürst. Nova: Die Rhomisch 2» keyserl. mt, sei in Trent gesalbt worden (4. Febr.); aber hat die keyserlichc cron noch nit auft'gehabt und gesworn dieselb durch iren Romzug zucrlangen oder darüber zu sterben. Ire mt. hat den zug noch zwen monadt erstreckt und allenthalben auszschryben lassen und haben die von Ulm iren halben zugeschriben die zwen monedt auch zu dienen; die von Nurenberg syn von Trent geyn Hotzen ge- 30 zogen in willen sich widder anheymisch zuthun, den ist gesagt worden, von stund an widder hineyn zuzihen oder alle erstochen. Und ist hie nit anders dan wyther zu dienen odder grosz ungnad. Ytel von Vilbel (der Hauptmann des Wormser Kontingents) wirdt heut oder morn zu mir kommen, mit mir zu redden und wo sie nit wollen glych zuziehen mit dem sold, will ich mit vcrwilligung key. mt. Ytel 35 fuszknecht annemmen und versuchen, ob ir mt. mit 40 knechten wolt gnug haben . Item k. mt. hat hievor eyn tal ingenommen genant den Quatober mitsampt Bl.yft» dem schlosz; wie es damit wyther zugangen erbärmlich hab ich her Heinrichen Silbei'borner burgormeister geschriben. Es synt nechten die Eidgenossen von dryen den grössern örter kommen und k, mt. hilft' zugesagt mit lyb und gut und erbetten, 40 das ire k. mt. inen wol behulft'cn syn die andern, so mit dem kunig von Franckrich practicirt haben, zu straften (Vgl. auch den Brief der Fsslinger in Forschungen z. D. Geschichte 1, 71 ff.). Der confirmation halber ist noch zur zyt nit zu handeln. Der Math Imttc seinen Gesandten folgende Instruktion zugeschickt: Item die confirmation zu erlangen. *5 Item die vereynigung und schirmbriefe mit der Pfaltz abzuthun odder Cassation derselben zu bitten, an die Pfaltz die briert' herusz zu gebben by sweron penen. Guldenmontz fryheit auszzubringen. Item zu bitten quitung aller ansleg und sunderlieh des gcldes 600 gülden ubber die dinst zu k. mt. Romzuge. 60 Item zu bitten umb das k. mt. für sich auch alsz eym ertzhertzog zu Österreich etc. für sie und ire nachkommen eyn begnadigung gebben, das Österreichs schirmgelt keynem andern zuzustellen odder zu ubbergebben sunder in die camer der landvogt blyben lassen, es mocht dann die statt Worms selbes zu gnaden volge» gedyhon oder abgelassen werden, doch dem schirm unabbruchlich. 5» Item der schulden halben k. mt. zu handeln uff jungst erlangten beschert auff Blasi Heltzel (?) .. . Item der Juden halb. Am 21. März ga)> der Math auf Befehl des Kaisers dem Schulthciisen Baltliasaf Meyhel Vollmacht den furslag anlaisz und ausztrag anzunehmen und am selben '/"//*' co machte er dem Kaiser davon Mittlieilung. St.-A. W. Urk. nr. 608. 609. or. mb. c. sig. pend. del. 1508. 531 m des bischofs Sachen l , der dan unterstunde zu bewisen, wie der rat uf dem sa l gesessen wer in pinlichen Sachen und das gericht in sinem hoff gehalten, '"mittels begäbe sich die kgl. ml. gen Speyr, käme uf den rusz mittwoch 1». April Un d plib daselb bisz uf den ostcr montag, dahin der rat sine frunde schickt 2 . M.Apru Desselben montags also ritt die [451] kgl. mayestät desselben abends gen » Landaw, da im des rats frunde folgten, daselbst ir notdurfft klagende, manig- faltige, wie bi eim rat beschrieben ist. Da fanden a wir auch die Dalberger, w »rde von kais. mayestät ein abred und furnemen in denselben irrtumen »etedingt, inhalt desselben recesz bim rat verwart. Der ablasz kgl. mayestät stunde uf einem anlasz, von jeder siten 1 ' zwen man zu setzen. Also uf 10 donnerstag nach divisionis apostolorum warde tag angesetzt gen [452] Worms 2». ah "nd die Kemmerer satzten uf ir siten Jacob von Fleckenstein etwan landvogt zu Hagenaw und Dr. Worme dechant zu s. German zu Speyr. Dagegen der f*t satzt herrn Philips Sommer und herrn Hans Mangolt 0 , doctor der rechten, *> n d erschienen viel ritter und edele mit den Kemmerern iren tag zu leisten. is Die von Worms ordneten soviel personen vom rat, als ir waren, und hatten Fernands fremdes bi inen und kamen nach drei tag verhandelung in schrifften Segen einander. Wie es sich en/A53/den werd, merck hernach. In der zit und mit der kais. mayestät käme gen Speyr ein legat Bem- ^rdinus genant tituli sanete crucis, der sant den d apt von Fuld, der zit ein 20 ierr ai Kirchberg, den rat zu bewegen in in und hertzogen Friederichen chur- urslen von Sachsen zu veranlaszen °, oder musz man bann und interdict über "ese statt ergeen lassen; also nit von furcht des banns sondern f so der rat en churfürsten wol bi der sach liden möcht, warde mit grossem rate in die t n ) Ha. finden. '>) IIa. und jeden Seiten. °) Ha. Mangelt. d ) Ha. den M cr - 8 ) IIa. in ihn zu veranlaszen und h. Fr. eh. v. S. f ) //*• aber. hüte A \l ? ' Api ' il schri eben die Gesandten am k. Hofe nach Hause: Am frytage 31. Mär, kom ta ? e vers cbinen ist Balthaser Slore notarius episcopi her geyn Ulme f'ur.r i en utt " as hinderbringen her Jost Buwers dechants unser 1. frawen stift't des l2*8W anlaisz und usztrags halber k. mt. antwort zu gebben und sich by 30 licliP r Vlncontio kgl. secrotarien, der des befelch hat, vernommen lassen absleg- Beriff ant , wort - Am sonndag letare ist der keyser hio zu Ulm usz geyn Ehingen 2. A,,m kom, ' ry mvlon we 8 s syn wir nach gevolgt und am dinstag widder geyn Ulm das ä l ei l Und ffefraRt nach der pfaffheit botschafft; die sein hienweg geritten one wir hi 8ch «ffUiche antwort auch uff hutigen tag noch nit ubbergebben; daruft SS bunt„ Rowartct. Die Zelvrunq sei in Ulm übermässiü theuer. Gestern haben die hofov 08 o 11 k - nit - Antwort gebben weiter hilft" halber; so ist offenbare redde am neebtn K ydtgenossen wollen mit lybe und aller macht zuziehen. Der keyser ist Der 1° Vast frolich ^d guter dinge gewesen . . . Gott gobb glück uff unser syten. moiit«?^ hilt ettwo viel dusent margk silbers den Eytgenossen zugeschickt zu 40 Venoll? n { \ Und ist eyn solich hemmern und slagen in denselben stetten, das die «euiger davon erschrecken. , „ ., *«»»»«. Am ll- April ernannte der Bath Dr. Luffdich zum Advokaten am Iiewlis- hesZi' Cr '?- lt un , 1 , s Speier, dass Huschan seiner mt. camerdienor 1111 gesagt- habe, sein 30 turnten " " ll '° ''" z, ' ü ' dableibei1 and wmieB m s( ' in,>r mt " komon bov tlon 84* 532 Tagebuch des Beinhart Noltz. beiden den cardinal und den churfürsten a [454] veranlasstet und warde solcher anlasz ufgericlit und betedingt b zu Mentz in bisin beider obgemelter herren uf ic. Mut den IG. tag des monats mai, und so viel liandelungen von beiden teilen der pfaffheit und burgersc.haft mit fürtragen jedesteils gelimpf und gerechtigkeit s vor zweien doctoren zu Mentz, so von demc cardinal einer und der ander vom hertzogen cliurfürsten verordnet mit willen der parteien waren, dasz uf beiden siten ob den 200 gezugen vorgestalt und verhört [455] wurden, und lagen zwen notarii zum Schwanen uff beider parteien kosten ob die 4 wochen, und must man von dar an allen ir kost und taglon geben, so 10 von beiden teilen gefürt worden, dan von allen stelt und dürffern, do die pfaffen den zehenden betten, wurden die ältesten und fürncinsten fürgestellt und verhöret 0 . Item die obgenanten zwen doclores waren beide edel und domherren zu Mentz, einer genant Theodoricus Zobel' 1 , der ander Ghristoff von der [450] is Cabelentz us Sachsen; und wäre der mai warm fucht und schon mit süssem inairegen. Item als der gemeltc cardinal von Speyr den Rin herab zöge, wolt er nit zu uns inkeren, sondern plib einmal ligen zu Nuhusen und des andern tags erhübe er sich gen Mentz, da wir von rats wegen siner wartenden w lagen, und als wir mit im zu reden warden von dem anlasz, sagt er, er were nit in ungutem usser 0 Worms gelegen, dan soll er in Worms kommen sin und sin crutz über uns gemacht haben, nachdeme [457] wir durch drang- sale kgl. mayestat absolvirt worden weren, gebürt im nit zu uns inzukeren, aber in sinem wieder ufreisen wolt er die priestorschaft mit im pringen und »5 alsdan alle genade mit uns teilen. Er wolt uns auch die mönche der 4 orden nit restituiren noch sie unser bischof und pfaffheit in und usserhalb Worms nit lieszen betteln, predigen noch mesz lesen, also f dasz unser etzliche beducht, es were fast buberei mit in allen, als ich besorge, wie B hiernach geschrieben funden werde. Der cardinal sagt, er wolt die sach mit einan/"4.58/der ver- .10 tragen und keines one das ander. Also hielten wir je zu vierzehen tagen ongeferlich termin und audientz zu Mentz vor den zwei domherren auditoribus obgemelt mit groszen kosten und darlegen vieler gerechtigkeit und frilieit beider parteien, als one zwifel uf beiden teilen geschrieben und gemerekt ist l . ;ir> ») JJa. boydo d. c. mit gr. rath und den eh. b ) Jh. bedingt. °) II*- kassiret. d ) Ih. Zehel. °) Hu. ausz. f ) H». als. 8) wie fehlt in der II*- 1 lieber den Legaten Carvajal, Cardinalis s. crucis und seine Verhandlungen mit Worms s. Zorn p. 311. Dann namentlich die Aufzeichnung im Wormser Archiv Band wr. 1940. Compromiez, geschlossen am 11. März vor Bernhardino cardinalii 4ü sanete crucis und dem Churfürsten Friedrich von Sachsen und dem Landgrafen von Hessen zwischen Pfaffheit und Stadt über den Weinsehank. Temptatio cardinalis s. crucis zu Speier verhandelt: Credencie cpistola cardinalis s. crucis a latere legft« 28. April presentata per comitem Philippum de Kirchpurg coadiutorem Poldensem G pOst pasche 1508. 4r. Uff fritag nach pasche der nach Qcorii, hat der graft' Philips von Kirchp''rcl< apt zu Polde von wegen des cardinals diser zitt zu Spier an cynen rat geworben: Wenn die Wormser die zu Memmingen von k. Majestät vorgeschlagenen Mittel nicht 1508. 533 Der äugst begande und was auch vast" warme und schone und galt Augun e 'n rnalter korns 0 albus, auch zehnhalben albus, und tagleistete b der rat mit a ) ff«, agz. b) //„. dag laist. ""iiduiirii würden, so werde er das Intcrdici verhängen, soll man auch den keiser oarumb erzürnen. ' Dise verhöre ist geschehen zu dem Swane in bysyn her Henrich Silberborner, '"'Wi-meisl.ei-, magister Rcynhart und Philips Wolffen. Den frytag zu abent haben her Hans von Hoenberg burgermeister, magister «eynbart, Philips WollI die antwort dem herrn von Folde geben . . . Dieser sagte, ff Kardmal werde, gen Worms kommen zu vcrliandeln ... Der cordinal begert i" aoon etwas guts in Ihitschhind zuschaffen . . . Am 8. Mai schrieben Bürgermeister und Rafft dem Kardmal nach Mains. Uft ffllttwoch inventionis s. cnicis ist, her kommen geritten . . . Mathias erweiter bischoff •?. Mai wnroensis. (lieber Matth. Lang s. Ullmann l. c. passim), der hat eine Sdirift des ■n-artlinulx übergeben; der Kardinal habe ihm die Sachs übertragen. '» Auf!' dunerstag syn alt und nuw rethe versamelt gewesen und uff des er- we ten Gurcensis raitgeslagen, auch gehört die relacion des stattschrybers, der am 4. Mai juttwoch davor kommen vom keys. hofe. So hett auch Gurcensis ... zu erkennen enti dt ' H le S aten auch syn gut meynung und getruwen . . . Auff solichs alles ntsjosz sich der rate eyn bottschafft zum cardinal zu schicken und wurden ver- 20 j'." 1 ?°r Schultheis/, unil stattschryber, dem legaten montlich antwort zu gebben; 7. £ auer w ollc, dass die Sache ein Ende, nähme und habe sie den Churfürsten zum ers 1^ ül "^ r H eom i wcsshalb es nicht thiinlich wäre andere Handlung zu begelicn. Ferner »elhf*i sic (len Lc 0 at <™ zu Worms in(zu)keren und eyn erbare burgerschafft da- . »st als fronj Cristen und kinder der Rom. kirchen nit versmehen, so wollten sie 25 '»it allen eren und dinstparkeiten entpfangen und guts bewysen. V'itt Schultheissen sagte der Legat: Er were uszgesant von dem allerheiligsten und W°T n logat und bott ^ es frieden's umb frieden zumachen sunderlich in Dutschen zwn \, elHcnen landen und were im neben andern zu oren kommen die gespenn ''ehn t° n ^emeyner priesterschafft und der burgerschafft zu Worms, die er nit gern 3» und • Und im von hortzen leit weren . . . Aber er wiszt und were in warheit soiw lm - en ' das k- mt - mit sweren obliegenden gescheften beladen were, das zu be- k nit ' j mt- disen sacli en nit auswarten noch obsein mocht, were auch eyn schand hct i 'i S er die irrun K s ° lang gelitten und nicht entliehe darander gehandelt in W i v Wer ° fm ' wilre eyn unoristlich wesen am babstlichen hofe und allenthalben II mo °'? cn £n und Dutschen landen erschollen und er were selbsz nu in dem nünden sun.l'p m I ? 1 utl,chen binden gewesen und hett nicht darzu gethan, er furcht sich der da« 1; , wo . ut 'iuch allen vlysz ankeren solichs irthum hienzulegen, bede und begert, verni '""-gerschafft darin schicken, so wollt er die paffheit zu aller billicheit das i n dnn S cn un d zwingen durch krafft syns befelchs, und were syn meynung, 40 das « teyl in ine unJ Jen hertzoge von Sachsen churfürsten corapromittirten, «tt anh+ audl k - mt - wiü un( l meynung . . . Und wo man das nit dete, so were hemi»r£ 0n ' dle Pirthyon wollten drutzielich in solicher irrung steen und eyn besehe. W ? 8en halten ••• ^ beqelirt auf morgen Sonntag Antwort. So das ge- kom,' wollt er uff nehst montag oilder dinstag des wegs uff Meyntz geyn Nuhusen 4.-, und l ? Und den anlaisz beslieszen; wo des nit, so muszt er zu Franckentail blyben MwnT fur r J tm - ni « Boten ritten Freitags Abend heim und am Sonntag zu Larauf Wu VJ m alte und neue Bäthe versammelt und dem Kardinal geantwortet. ^erwiderte der Kardinal, er wollc nach Neuhausen kommen. und d- (nutwoc h) ist her cardinal nachmittag gegen abent gein Nuhusen komen 60 lo.Mai syne, l ^ na ?. ht da verharret. Hat der rat alsbald sin ratsfrunde in guter anzal zu "Vl,it„„ tor , hclleit verordent ine zu empfahen mit demutiger dinsthehor gepurlicher gefm4 g ^"änek und vererung mit wyn und habern uff etlichen karchen hinusz "« in des dechans husz. . „. . zu. H ' J . es Borgens donnerstags brach der cardinal uff von Nuhusen gern Meintz ss Meintz l rat s y n frundc mit genügsamer gewalt ad compromittendum gein aem cardinal nachgeschickt, »nent n k v m \ da ' s compromissuni gefertiget und yedem teyl des selben eyn instru- d es di,. >' ebbon ,md des geschickten Widder kamen und den reten eroftent hotten, " rete wole zufriden und erfrewt, wurden alt und nu rat, deszglychen die 60 534 Tagebuch des Reinhart Noltz. den pfaffen vor zweien domherren doctori/J5yybus von Mentz nemlich herren Dietrich Zobeln und Herren Christoph von der Cabelentz undersatz von dem zunfftmoinster und auch diu hundert erfurdert uft' den Burgerhoff und inen die sachen furgehalten, auch das compromisz getutscht furgelesen und daby gewagt, s also stunde der rote meynung dem compromisz volge zu thun und sich zu und in die sachen zu schicken in guter hott'nung die sachen zu gutem nutzlichem ende zu bringen . . . Das hetten die von der gemeinde guten gefallen. Demnach ordent der retc ettlich ubber die hendel zu sitzen ratzuslagen . . . Also undernamen sich die verordenten der sachen und kamen allen tag vor und 10 nachmittag uft' den Burgerhoff zusamen, suchten zusamen was notturfftig was und begriffen sex die merglichsten klagen, daran gemeyn statt am höchsten gelegen. Und wurden verordent zum handel Dr. Jacob von Mossenheym, der statt advocat, herr Reinhart Noltz, herr Philips Wolff usz den zehenen des alten raits, Balthasar Myhel der zyt schultheisz, meinster Hans Wolff, scheffen, alter burgor- 15 meister, Adam stattschryber und Philips Lang gerichtschryber. Daby ward auch geratslagt noch etlich gelerten zur sach zu bitten, nemlich meinster Engelman, L. U. L, der zyt inwoner der statt Wormsz. Es ward auch geschrybon dem rate zu Franckfurt umb iren advocaten Dr. Adam lleymbach, auch oynem doctor zu Meyntz, us. Mai doctor N. Kuhorn, deraelb schreib ab. Und uff dornstag nach cantate, 25. mai, füren 20 die verordent usz abgefertiget mit eynem machtbriefe, was latinisch uff pergamont geschriben und mit der statt groisz insiegel angehenckt versiegelt, auch mit andern schrifften. Under wegen käme inen potschafft, die inen sagt, das der legat denselben morgen zu Meyntz sich erheben hett und zu schiff den Ryn ab wero uff Colle zu keya. mt., hett doch befolhen die sachen zu hören und dem rate geschrieben, 99 wie sich zu halten. 26. Mai Uff frytag darnach nach cantate, 26. may, gaben die raits geschickten an- welde sich an by denen zwoyen, so zu verhöre der sachen verordent waren, nemlich von des cardinals odder legaten wegen Dr. Diether Zobbel und von des hertzogon von Sachsen wegen Dr. Gabelentzer, beid domherren zu Meyntz, begerten 3o ein stund zu benennen zu ersehynen für inen in den sachen zu handeln und zu vollenfuren . . . 27. Mai Samszdags der da was der 27. tag may ersehynen für obbenanten auditoribus des raits anwolde und frunde obbenant und von der paffheit wegen her Uriel von Gemniingen domdechant zu Meyntz, herr Henrich von Silberberg, Dr. Johannes 85 Wicker, alle domherren zu Wormsz, her Euchherius vom Hirszhorn, canonicus s. Andree stifft und etlich nie andere by inen . . . Die Verhandhingen schleppten sieh bis l 31. April schreibt der Kaiser nachmals an den Bischof von Passau, wo der gemellt bischoff (von Worms) unsern und des reichs camerprocurator fiscal an unser statt darumb vor dir und unsorm kais. camorgericht furnemon und die sachen zu rocht 60 gesatzt wurden, das du alszdann ain urtail darauf vorfassen, doch dieselben nit eroffnen lassest, sunder uns die zuvor in gehaim vorsecretiert zuschickhest und 1508. 535 Cardinal und dem hertzogen Friederichen von Sachsen churfursten und wurden von beiden parteien geistlich und weltlich viel friheit und andere iura vorgetragen, derglichen hievor von beiden teilen nie gesehen noch gehört worden ist. November. Nachdem die kgl. mayestat einen richstag hie gen Worms 5 No,. uszgeschrioben hat uf aller selentag zu erschienen, verfingen viel churfursten, u. s„ an/4flo/dere forsten, geistlich und welllich, auch von den statten herbergen, erschienen auch hie etzliche grosze parteien, so uf allcrheiligen tag uf diesen f urgenommen tag vertagt" waren. Aber die kgl. mayestat erschiene noch nit - So und wann dicselbige erschienen sie, findestu hernach geschrieben. 10 Uf dienstag hernach, ee die pforten eröffnet wurden, was ein postbot r.m k gl- mayestat vor acht tagen zu Antorff usgangen mit siner mayestat band »nderschrieben, dasz der richstag einen fürgang haben und s\[46l]ncr mayestat onverzüglich herzuschicken und sich in aigener person auch fördern zu erschienen, solches allen b churfursten forsten und ständen zu verkünden u siner mayestat kurtzlieh hie zu warten; das also geschähe 1 . a ) Jh. verdacht. i>) IIa. solche alle. 5*? e "j besohaids verrer darinn erwarttest. Band nr. 1981. In dieser Zeit hielt sich ?, Stadtschreiber am kgl. Hofe auf, der am 30. April dem Bath sclmeb: Ich bin SA " nluHt % auff die reysigen, dan sie sein selbsz zweytrechtig. Adam von 20 wwechenlieim der Stadtschreiber wurde dann laut Vollmachtsbrief vom 11. Mai mit j.unnumn Liaperg, Reinhard Noltz, Philips Wolff, Ludwig Bohel, Johannes Wolft, 3SIL 8tud ' Balthasar Myhel und Philipp Lang, Gerichtsschreiber, nach Mainz ge- a !!f Am 13 - un d nochmals am 15. Mai forderte der Math den Meister Hans Wolff 7 '7 nac ' 1 üegensburg zu qelien, um dort den Verhandlungen des Bcichskammergericlits M lie,, en > aher W lehnte es am 16. Mai wegen Krankheit ab. Am 29. Mai 1508 er- Tinih Rei caskammerqericht in Beqensbnrg eine Vorladung an Bürgermeister und sohl- 7°"? 3> März vor Gericht zu erscheinen. Band nr. 1921. Und am selben läge aZ^I t Kaiser aus Köln an die Stadt Worms, worin er das Compromm billigt uml t> Juni teilte der Kardinal s. Crucis dem liath mit, er wolle nach Brabant reisen Jo suci l den Spanischen Prinzen sowie Margaretha (die. Tochter des Kaisers) be- Mn*,' m wi eder zurückkommen. Er erstreckt das Compromiss auf weitere zwei ono lte . ß and nr m8 Am 5 JuU m B()ppart er ]därte der Kaiser, dass die Stadt wärl mS TT° n altm Zcitcn eine /*"«*« Reiclisstadt genannt, geschrieben und gehalten worden e - urk. nr. 670. or. mb. c. sig. pend. Äbgedr. bei Moritz App. 219. &)/,„ Verhandlungen in Mainz dauerten 'fort. Am 21. Aug. sclwewen die Wfi'iser Un7? T Ludwi K Bö'hel alten burgermeister yetz Statthalter zu Worms: Wollent .4»» Z f °^erlychst Jorgell koch zuschicken, denn unser wyrtin swerheh swanger. der i\ Aw J- treibt der Roth an B. Noltz in Mainz: Wir schicken dir hieby copy dun.'t ollerord enung uff der Mentzer Strassen und daby ettwas onderung unsers bc- 40 »nck ens notturilt «J und m nutjS din8t lioh. Wollost dem Vitztum zu Moyntz loben 86 "' damit d ' e roller daselbst solicher ordenung angehalten wurden zu ge- •ich „ An t 23 ' Se i"- «• Durnaw in Brabanndt theilt der Kaiser der Stadt mit: Dweill uns ol b melter «wdinal ietzo auf unsers heiligs vaters des babsts ervordern von 45 wieÄ U wide ™mb gen Ron, zu ziehen und sein weg gen Wormbs zue nenien wiewni deaz willons m understeen in beruerten irrungen und spennen zu handeln haben , T unser ohei ™ von Sachssen nit gegenwurtig ist, auch villeicht nit stat »Ä? 0 **- so cvlend al" dl« notturft der sach ervordert zu Wormbs zuerscheinen aW H- dem ' daz M ch dem cardinal nit gelegen ist lang alda zu harren, damit W W •• Wlr zu Spcyr in handelung stunden, die wale eines nuwen bischofs zu Colin geschähe 83 , musten wir den von Trier ufnemen. Und als der cardinal viel kurtzwil mit gehabt, erhübe er sich des mit- «■*»»• woehs nacher Worms zu ziehen und name sin leger zu Kirschgarten und 20 c S 0, 't, dasz die auditores zu Mentz, die notarien und parteien im folgeten gen Speyr; das also geschähe [468], da wir 4 tage lagen, so viel handeis md uns was, aber nichts vor gemeiner statt vorteil vorgeschlagen; dan sie Waren der sach eins und alle von------------- f . Also nach aller handelung Wa <-d abgeschieden uf den anlasz und compromisz. Wie dasselb gestalt und M gericht was, tindestu bi einem ersamen rat alhie verwaret 4 . Item der cardinal zöge durch die statt Worms; er wolt aber nit darin elierbergt sin, auch mochten wir die pfaffen nit überreden, dasz sie die n'onchc wieder zulassen wolten, so [46en sich der Sachen annemen, was itel büberei, ein boszwicht mit 30 de «i andern 5 . cor,-, a) - de " f e,dl ' m &*■ lls. >>) lls. dl dato. c ) Der Text ist hier stark xinipirt. Lampertheim kann unmöglich richtig Mm. ■') Mentz fehlt m der Hs. mh'e,; h|^ it WiÜ0 «> Colin geschähe ein neuen bischoffs. 0 B». 9«* smuloa yon 3i Staat %r ': °- P- öW» 44ft. 2 Offenbar eine Anspielung auf das Schicksal der an,1 0 M ^ lnz im «We 1462. > Philipp von Ullstein, DomdecMnt zu Köln wurde Ylun,i" Nov - U08 zum ErsUsclwf ,,cwähU. * Am 18. Nov. schrieUn die GescJucUen cUttT. 1^ S l )ior «» Worms: Der cardinal hat gestern und hut datunibs nutaampt tbv P n ' , tonbus un d dem oratori Senensi in den sachen und zwischen beiden rar- 40 OÄ g 5 blll,ll!lt ' Sie Iwffcn auf einen Ausgleich. Band nr. 1928. • Am 24. Nov dem v C I- Math *•» Churfursten von Saclisen den Hergang der Verhandlungen mit von 'f? rdma1 ' ■ ■ ■ hat, sein hochwirdigkeit an sein statt gesetzt den ertzwsehoft 538 Tagebuch des Reinhart Noltz. ■j.'j.Nov. Zu dieser zit unib Cathcrinae lagen hie etzlich potschaft der stünde fiirstcn und andern des richstags und kais. mayestat wartende, auch der kgl. mayestat vor ircr herberg verfangende und wappen angeschlagen, und sagt man die kgl. mayestat wurde kurtzliohen hie erschienen. Was darus werde, s lindestu hernach geschrieben l . Anno 1509». April April begande nach siner arl kalt mit sehne, sehlosz regen und [470] wind, aber in siner mitte fast warm, also dasz es blitzt und donnerte und ai.Aprit uf sambstag nach quasimodogeniti den 21. b tag des monals zog 0 herin umb io 6 uren des abends der Römische kaiser Maximilian zu des richs tag, so sin mayestat lang davor gen Worms usgeschrieben hat, und ritt gerüstet im gantzen kürasz d umb die achthundert pferd 6 mit sampt den churfursten der zit Uriel von Gemimgen f ertzbischof zu Mentz, Jacoben marggrafen zu Baden ertzbischof zu Trier, und Philipsen grafen von Oberstein b herren zu 15 Tan [471] ertzbischofen zu Colin und Ludwigen pfallzgrafen bi Rin, der zit der älter sone, aber dazumal noch nit churfürst 2 , und Friedrich marggraf zu Brandenburg der älter und mit ime sin son Gasimirus und viel Stradiotcn b und andere seltzsamc völeker von rüstung und fernen landen her mit gar grosser pracht, trummeten und trincken 1 und hoflichkeit 3 . ti. Apni 20 Item den sontag darnach misericordias, nachdem k der rat in irrtum und usztrag stunde mit den Kämmerern von Worms genant von Da.][472]burg, ») Anno 1509 fehlen in der Ha. •>) H a , 20. °) IIa. zeit. d ) 11s. kuerest. e) IIa. umb die acht mit pl'ordt a. aber Janasen l. c. II, 750 nr. 952. f ) U. v. G. fehlen in der IIa., die hier eine Lüche hat. 8) Ha. Trier und von Oberstem. >') Bt. 25 Keutzen; aber a. Janaaen l. c. *) Ha. trückhen. k ) IIa. der nachdem. keit erhaben gein Roma zuziehen und den wog uff Wormbs zu nemen . . . Darauf! k. int. an uns begert hat, das wir graff Adolffen von Nassaw oder einen andern . ■ • subdelegircn. Band nr. 1028. 1 Am 26. Dez. ladet der Kaiser Frankfurt zum Reichstag nach Wonns ein, <"" 30 werde am 21. Febr. 1509 dort sein. Janssen l. c. II, p. 748 ff', nr. 949. Bei Bänke, Deutsche Geschichte I, 122. Note 1. : 22. Dez. ein Druckfelüer. Am 15. März vers)rrach er am 25. März in Worms einzutreffen. Janssen nr. 951. Am 30. Januar schrieb der Math dem Abt von Otterburg, der kaiserliclte Furier sei in Worms gewesen um Herberge zu suchen; der Abt möge seinen Hof mit bettung und anders zurichten. Band nr. 478. 35 Am 18. April zeigte von Torgau aus Churfürst Friedrich dem Math seinen Besuch an. Band nr. 1728. t Der alte Churfürst Philipp war am 28. Febr. 1508 gestorben; sein ältester Sohn Ludwig I. versöhnte sich erst 1518 mit Maximilian und erhielt alsdann zw Worms die Reichslelien. 3 Heber diesen Reichstag s. Janssen l. c. II, 750—779. UU- mann II, 879/f. Bei Janssen nr. 952 heisst es: Und auf sampstag den 21. dag des monets ■to aprilis zu sex auren gegen abent ist ire may. gar mit einem zierlichen raisigun zeuge auff tausent pferde wole gorust, auch ob hundert Stradiotten und A Ibiini'wci" uf ire weise, beynahe Durckisch, zu Wormbs ingeritten; und mit ire may. vier churfursten, nemlich die drey ertzbischofe zu Meint«, Colle und Trier, auch pfaltzgrav« Ludwig churfursten etc. und hertzog Friederich sein bruder. So waren margkgrave 45 Friderich von Brandenburg und Casimirus sein sone zuvor in der statt und keys- may. entgegen hinausgeritten. Auch waren etlich treffenlich pottschafften zuvor here gein Wormbs komen wartende keys. may. zukunftt, nemlich unsers haili£ en vatters des babsts, der konig von Franckenreieh, Hispanien, Arragonien und anderer fursten Deutschen und Wahsehen, die alle keys. may. entgegen ausz —, wider nu so herin geritten komen, alle furderlich zu herbergen, die zuvor bestellet und versehen etc. 1509. 539 Wle liieroben angezeigt, teten die Kämmerer irer hof einen, den obersten, Uf und zapften freventlich mit eignem fürnemen und mutwillen; schickt der rat darnach des montags sine frunde zu inen in iren hof, nachdem sie der zit auch zu Worms waren, und liesz inen sagen, dasz sie den maien abtäten, en za pkn und hof zu, dan solches inen nit gepürte, were auch einem rat onlidlich. Daruf sie nit viel gaben und machten noch etzlich t/ig für sich, w °Jt sich doch der rat kais. mayestät [473] auch churfürsten fürsten und dem "chs tag zu eren mit tätlicher handlung nichts dargegen fürnemen, sondern sc huf der rat an allen pforten, dasz man inen kein win oder anders in die "Wtt kommen liesz. Was fürter darus werde, fmdestu hernach geschrieben, w Kern des dienstags hernach zu mittag erhub sich die kgl. mayestät von 'innen gen Speyr \ dahin viel botschaften von königen nachfolgten, auch der biscb~* - ■ ... j ----- !_ niern Doch 1 - ------ "IV IIVj^^H llil^llU'j X11U U11U ■ lll.ll/. MMM • -w. — --------- ----- »irren, geistlich und weltlich, und ritten alle tage zu von allen ständen des •'ichs 2 . W;„ .,„ _:.i. ___ j_ ._j__ „_j__... i_____v,„„ 24. A/nil 1. — ~ l ---- J ■ J uuilllll 1 IVA UV/ IUV11U1 Wi« »v*»' ----- ~""0 ----- ---- " '-' ' MSChof von Trier und viele andere fürsten grafen und herren, und wüste '»ernands wohin oder was kais. [474] mayestät wolle oder fürnemen were. och Plieben hie liegen Mentz, Trier und Pfaltz und viel ander fürsten und is Wie es sich werde enden, findestu hernacher. D «r bischof von Trier käme in drei tagen wieder 3 und sagt dem rat, . Wle die kais. mayestät im empfolhen hat dem rat zu sagen die Kämmerer res winschancks nit zu entsetzen, wie bim rat verwaret ist; aber der rat 20 ^ »ckt sin botschaft kais. mayestät nach bis gen Ulm * und erlangt [475] in ^selben Bachen wie hernach geschrieben. Des kammergerichts acta mit samt den doctoren, advocaten, procura- ° r en, prothonotarien und andere zugehorde käme von Regenspurg gen Worms 1 Montag nach cantate den 7. mai B . 26 7 - ""' Uf f r it a g zu morgen vor pfingsten s. Urbans tag hetten die Kämmerer u. Mai «Jen wagen mit win gefertigt vor die Mentzcr pforten in meinung denselben fa\ n zufören und zu schencken und forderten uf die witfraw herr Friederichs 8/ seligen ritters Kämmerer, die was eine von Gemmingen, was ein subtil <*• aber der rat schlug es abe mit den besten fugen und gelimpf, also n sie den win wieder gen Hernsheim fürten und dieselb pfingsten in iren keva v! 8- Janssen l. c. IL p. 755 nr. 954: Denselben dienstag umb mitdagszeit ritte ritten Ä ln . we « und etl; ch fürsten mit hinaus, etlich kamen balde wider, ettlich KhriLT ß wn Speyer. Am selben Tag hatte der Kaiser noch der Stadt Worms gc- WkeZuL'iT w m '0 en der *««• schuldigen 4000 Gulden den Casius Hagkanay N P- 821f\ Haa l u ™*y, niederländischer Geschäftsmann und kais. liath s. Ulmann 1. c. 1. nicht lw~ r?? 1 1495 wrtd dem langen Aufentltatt der Königin *,* ,,»...~ — -- . **M» ÄS. v fäusserte sich vielmehr; am Augsburger IleicJistag 1518 versprach Maxi- 40 »• Fori Cr,Sta *' 40000 Gulden bezahlen zu wollen, 20 000 Gulden m baar und 20000 u "*>cn„Ji° n , Prmlcoien; selbstverständlich erhielten die Wormser trotz aller Versprech- Kkrul7 Abweisungen nichts und auch die Vcrliandlurtgen mit der Ocstcrreieliischen * St>a»£ m Inm b™ck nach dem Tode Maximilians und mit der IUgm-ung Karls V *». 192 -.T' 1 Iirüssd fürten zu keinem Resultat, s. die Akten im St.-A. W. Band a 28 -Aplü, 9S r°- m6 ' ' Vol. Janssen l. c. II, p. 756 f. nr. 955. 956. »Am 1 c %> J r \ Janss ™ nr. 957. ' * Der Kaiser war am 3. und 4. Mai xn Ulm s. Stalin fe»^'., h Am 27. April berichteten die Frankfurter Gesandten, das Kcichs- es blieb ,,■ Werde in 3 Wochen nacli Worms kommen. Janssen l. c. nr 956. Aber 18 zur Ankunft des Churfürsten von Sachten unilüitig s. Janssen l. c. nr. 983. M 540 Tagebuch dos Reinhart Noltz. höfen kein win schändeten. Käme auch weder könig noch königin dasselb jar von Hernsheim in die höf, Sprüngen auch nit hoch uf dasmal. 21.Mai Uf montag nach dem sontag exaudi den 21. mai" quame herin gerillen hertzog Friederich von Sachsen churfürst und [477] ritten im entgegen Mentz, s Trier, Pfaltz; der bischof von Colin was denselben tag nit zu Worms, auch viel andere fürsten, grafen und licrron, geistlich und weltlich ritten im' 1 entgegen für die statt und mit im herin. Er käme nit prächtiglich, aber alle erbarkeit was siner Zukunft begierig gewesen und fro und sonderlich die von Worms, nachdem er was ein arbiter oder schiedriehter mit dem von Trier 10 der irrtum zwischen der pfaffheit und der statt Worms. Alsbald schickt der rat [478] sin frunde zu beiden fürsten Trier und Sachsen untertäniglich bittende die Sache der irrtumben sich so förderlichst zu unternemen zu handeln; das 0 auch beider gnaden also zusagten und auch teten a . Und schrieben von stund an den beiden auditoribus gen Mcntz angesicht irer schrift zu er- 15 schienen hie zu Worms und die notarien acta und was zum handel dienstlich förderlich mit zupringen. Das also geschähe und von stund an verordnet a ) Jh. tag. i>) // Si ;„. c) // s , a an . 1 Offenbar Spott. ' Am 3. Januar hatte der liath dem Balthasar Meyhcl einen Oredentzbrief ausgestellt um mit dem Churfürsten von Sachsen zu verluxndeln. üu Unterdessen dauerte der Process am Beichskammergericht in Regensburg fort. Am 18. März sclwicb der Math an die Pfarrer der Pfarrkirchen mit dem Begehr: uff annun- ciationis Marie in unser 1. f'rawen stifft zu lobe ere und dinst dem almechtigen got und syner auszerwelten rautter der jungkfrawen Marie ein erlich loblich ampt mit singen lesen und predigen volbringen zu lassen mit sampt ewern capellanen und 25 den andechtigen brudern der 4 mendicanten orden. Die Pfarrer antworteten am 23. März zusagend, dass wie in vergangenen Jälwen dye andechtigen bruder in irn clöstern blyben. Band nr. 11)28. Am 29. März schrieb sodann der Bischof an Martin Stahelin pfarrer s. Johanspf'arrkirehen, aus Laudenberg: Oonden und willigen wir, das ir zusampt den andern pfarherren altaristen und cappellanen der pfarrkirchen 3ü in der statt Worms und deszglychen den . . . dechant capittel und geistlichen per- sonen des stiffts zu Nuhusen in gepurlichen habitten gestalt eyner löblichen pro- cession wirdiglichen geschickt uft ytz kunft'tigon mittwoch in den ostern das h. wirdig sacrament unsers herrn Cristi fronlychams in otfentlicher monstrantz er- lichen mit andechtiger nachvolgung des volcks mann und fraulichen porsonen der 35 statt Worms usser unserm domstiff't in unser 1. f'rawen stifft daselbs zu Worms 1 ' tragen mögen, doch das herinn ob eynich persone so in bann und benntlichen interdicieret weren, uszgeslossen syn. Band nr. 1939. Die Pfaffheit wünschte, dass während des Reichstages ihnen vergünstigt werde, dass die gekauften, und den Gästen geschenkten Weine unversteuert blieben. Der Math gewährte es mit (kr Klausel, °" 40 imant ausz euch geest in teglichom cost halten würd, das derselb noch billicher achtung seins selbs gewissens uns das gepurlich ungelt davon werden lasz und be- zalo. Die Pfaffen waren damit nicht zufrieden und machten geltend: In ansehunf,' das fürsten graven prelaten und herrn uff diszem reichstag hie seint, die kW»* schafft zu dhoinherren und andern von der pfaffheit haben und zu zeitten noch ei" 45 gutten trunck schicken oder von inen damit verert werden, so dann der weyn den Fürsten und herren schmackt, schicken sie allen imbs mit groszen fleschen; darnach sol nun denselbigen der wein abgeschlagen werden mit entdeckung der ur " sach! Das würde zu Beschwerden führen. Deszgleichen zum andern, so einer von der pfaffheit j^esto in taglicher kost halten würd, das derselbig solt ungelt von dem so wein, der uffgieng, beulen, darausz abennols volgen, das kein geistlicher keinen gast uffnemen würd. Darauf bewilligt der Bath, dass den Gästen während des Iteiclistages Wein gegelxn werde, doch das ir und ein ider solich wein by ewerrn gewissen antzeygct und uns das gepurlich ungelt davon reichet und gehont. Ä*"* nr. 1928. 1509. 541 lri| n gnediger herr von Trier drei doctores irer gnaden [479] rate nämlich Dr. Doengen cantzler l , den dechant zu s. Siraeon zu Trier, auch Dr., und Dr. Dietrich Lutri ein bisitzer am kais. kammergericht von siner gnaden wegen, darneben min gnediger herr von Sachsen churfurst verordnet von sinen rttten die hochgelertcn herren Johannes Lupfdich» und Georg Besserer von t "avensberg der rechten doctores und kais. kammergerichts bisitzer, welche r ' ,le Und doctores den handel vor sich namen und on underlasz uf die 14 tag vor "nd nach mittag mit dem höch/*S0/sten flisz darüber sassen und nach '"•'iiigfaltigcr handelung eines teils der irrtum und puneten gütlich und mit wissen und willen beider parteien gütlich verdrungen, die übrigen in kraft io j s ol) gcmelten anlasz durch iren sprach-------------" eines teils, darnach uf beger der geistlichen declarirten und erklärten, wie solches die rachtungsbrief oarüber usgangen bi beiden teilen behalten clärlicher uswisen, on not alles ,ll(;r l>i zu schriben 2 . Junius der brachmonat was schon [481] und warm und beklagten die u J** Kammerer einen rat vor den kais. anwälden, da sich ein rat auch entschuldigt dermasz, dasz der zit nit witers in die sache gehandelt warde. Aber Vor > stund an erlangt der rat ein citation vom kammergericht an alle Kämmerer ^erschienen uf den 3ten September ire brieve 0 und gerechtigkeit fürzutragen 3.s,,„. SB 7 m SChen " nd hÖretl ™ en eitl eW ' g scllW 'g en ufzL 'l e g en - Wie Sic1 ' t,ie 2 " sach enden werde, ist hernach zu finden. /.,„/.„ ^ Ih - Ludwig aber s. die Utk. nr. 674 im St.-A. W. b ) In der Ih. eine c ) lh. lirinnen. der 7V* Jn 'Vmc/j vom <). Juni heiszt er Heinrich Dhungin von Witlich. Als Vertreter l'Wheit handelte Balthasar Schlör und ah Vertreter des Rathes Philips Lang, n Wtl ,1„, Tr er S P r,Kh vom 9. Juni Worms im Bürgerhof im St.-A. W. nr. 674 or. mb. S*, »i/ ta *'' 1 ri «'' k. Notare Johannes Schmidt genannt Wynneek und Potru.s Bruch • Von K atzenelenbogen z. Th. abgedruckt in Schannat IL 2941). Gleic.h:citigrr Ti/ r! .\l m , Archiv Band nr. 1983 in Quart mit, den Nacldrägcn bis 1521 10 Bogen,. Worm) , heidt und vertrete I zwischenn der pfaffheidt und gemey | ner statt so *M . 7 /" we y n I schenekens und anderer | stuck halber etc. Darüber eine Hand m An f<™g des XVI. Jahrhunderts: Cum mare siccatur et denion ad astra levatur, n Tunc primo layeus sit clerus fidus amicus. ;t «wrf/„„„'" Imtru >nent ist vom 30. Juli datirt und aus den einzelnen Alien der vei- 35 AnwhhZT. zm <™mcngesetzt: 1) 9. Juni Bürgerimf Worms. 2) 18. Juni ebendasellst. ^\Z3 lH deln obigen Druck ein andern- 16 Blätter, das letzte ungedrnckt Jitel, u «nd ,',n 0 " Und erklerung der | entscheidt und vertrege zwischen der | platt heil, bricht "f (!yn01 ' stat 't I Worms des weinschenckens unnd anderer stuck halber autt- %*« £ . entMlt *»« Baclvtung mm 16. Mai J521 abgedr. Schannat II, 346fl. Das 40 y 1 einem Pcrqamentumschlaa j «'•• mh 8 ' April m0 A »9&nrg bestätigt K. Maximilian diese Rachtung. Bawl u ndcdTi/ S ; Juni erklären Bürgermeister und Bath, obwoM der Bann gegen Gott Uf Hl »jT**^« gewesen Mi, haben wir dennocht u.nb Sicherheit willen ad cautelarn « #W» l 6 ? 0 »»™ der cristlichen kirchen umb absolution thun bitten, auch ent- «ttlfch , Ul **■* abbermals umb Friedens willen zu ervolgen auch uff gütlich und S'i'en um nSynnen «^emelten priesterschafft zu eren und i« c °nfirmacion zu i»ur- nn »er«? „ 5*1 zn «den ™ stellen verordent meinster Hansen Wollt, Phihpsen Lang ft'iiiclitschryber und syndicum. „ „, '"'» IIa,», 4 -/" M m Laudenberg spricht Eucharius Generahikar die Bürger von Worms " «W. Band nr. 1998, so 542 Tagebuch des Reinhart Noltz. In diesem monat verkündet [482] der domdechant von Speyr herr Heinrich von Heimstatt dem rat zu Worms ein commission etzliche zugen zu verhören und zu ewiger gedechtnusz von wegen des bischofs von Worms und citirt den rat und vil zugen von Worms Mentz Oppenheim Nuhusen Heidel- w. juti r, berg Speyr und anderstwoher uf montag nacli Kiliani zu erschienen in sinem hof zu Speyr 1 ; dero viel erschienen, auch des rats geschickten. Dabi warde aber so viel vom rat zu Worms fürgetragen, dasz der richter m[483]lcr bedacht name und uf den tag nichts gehandelt warde und must der bischof allen gezugen ir kosten keller lehen und onlust abtragen. Was fürder darus 10 werde, findestu hernach geschrieben. Item uf die sprach und vertrage zwischen der pfaffheit und der statt l. Aug. entschlossen sich die pfaffen uf vincula Petri den abend dafür hierin zu Worms vesper zu singen und diesen heumonat hüben sie an zu bawen ire kirchen gezierde, kleinot, win und fruchten herin zu füren [484] und hat 15 durch minen gnedigsten herren von Trier und Sachsen den tt rat lassen pitten einen rat inen zu vergünstigen ein monat lang von stund an win zu schencken; das inen aber von einem rat mit den besten fugen abgeschlagen us viel Ursachen on not zu schrieben. 29. Jan Item uf sontag Felicis Simplicii b et Faustini was der 29. tag des nionats 20 iulii starbe min Schwester Margret Noltzin, Philips Kneypp 0 sei. nachgelassene witwe, der Gott genade. 3i. Jim [480] Item uf dienstag darnach den letzten tag iulii hüben die pfaffefl wieder an zu singen in allen stifftern die erst vesper und wie sie usgezogen waren, als du hinfüro oben in dem 90 ten jare geschrieben findest 2 , g e ' o. fiept. 25 schehen uf den andern tag nach nativitatis Mariae, s. Gorgonien tag--------— also seind sie auch stillschwigend wieder ingezogen. Sie haben aber nit viel <>. Aug. pfiffen oder seitenspiel geprucht als im usziehen. Item uf donnerstag s. Laii- ren^S67 uen abend holt ein vicarius im dorne ein statt fänlin und liesz im etzliche win, so sin waren, als er sagt, im pfrundtkeller liegende, ver- 80 siegeln, und zapft sie mit der kleinen masz und gab dem rat sin ongeld lut der newen rachtung hiefüro gemeldet 3 . is. Au,j. Item uf montag darnach verbrante man drei böser wiber zauberische zu Pfeddersheim sesshaft, hatten viel bös Zauberei und wetter gemacht und vollnpracht, lut irer erkanntnusz. 24.A111J. 35 Item uf Bartholomaei wurden die vier stule vor s. Laurenti/JSr/cnchoi' uf beger der burgermeister von den domherren gepuwet 0 und ufgericht, wie- wol sich die burgermeister erpoten solchen puw zu tun; sie wissen, was sie damit gemeint haben. a ) den fehlt in der Hs. '•) Hs. SimplicU; ot- Faustini kann unmöglich ricWI 40 sein, da, diese 3 Heiligen nicht zusammen geh/Iren. c ) Jfs. Koypp. "') FAne lAW < ■in der Hs. e ) Hs. gepwet. 1 s. das Aussclureiben Heinrichs von Helmstat in Band nr. 1928. ' s ' j p. 438. * Bald begannen die Händel von neuem und beschäftigten fortwähren Kaiser und Papst. Hie Baddungen von 1619 und 1621 bilden einen Abschluss »**" ' 41 langen Streites, aus dem die Stadt schwer verschuldet und geschwächt herporgierij). 1509. 543 Item uf mitwoch nach Aegidii den fünften tag septembris satzt sich i.Stp,. °as kammergericht zu erstmal uf die zit und der erst handel, der fürgetragen oder eröffnet warde, was zwischen dem rat der statt Worms und den Zimmerern daselbst genant von Dalberg, und waren die von Worms kläger, Wl(! du sie bi einem rat behalten findest. [488] Uf montag darnach schuf das kammergericht, dasz" ein mesz t o. s^t. gesungen werde im dorne von dem h. geist sin gnaden mitzuteilen b , da alt und newe rate nach des kammergerichts verwandten zu opfer gingen 0 in "*p Ordnung im dorne. Hatten davor in lOjaren der procesz in der kirchen ke ' n getan. io Uf die zit waren alle wasser so versiegen, dasz kein marekschiff von Mentz gen Franckfurt gieng und must man alle waren von Mentz gen Franck- ,ni ' 1 füren zu wagen und etzliche fürten ... [489] . . . d , kirnten aber nichts anu laden. Die von Frankfurt buweten fast im Mayn mit groszen kosten, aber alles unverfenglich. » . In der zit was ein Wale ein doctor und ritter und hat ein wip und sie ' n "'° waren von der dritten regel sanet Francisco Barfüszer ordens in diese ande kommen; was also übermenschlich und über gemeine wise gelert und Waren in den rechten, holt auch ob die 30 jare in Welschen hohen schulen zu adua Bononien und anderswo gelesen, dasz sines [490] glichen in diesen 20 anden nie gesehen oder gehört was; den zog ein rat an sich und bewegt ln v on Mentz, da er ein jar auch gelesen hat, allhier gen Worms, dan er u aten der handelung zu Mentz zwischen der pfaffheit zu Worms und der ■*tt auch des rats geschickten berater" gewesen was 1 . Der hub hie zu 01 'ms an zu lesen in siner wonung zum Spane gegen s. Ulrich über, und 2.'. 6 e so viel orationes und collationes zu sanet Laurentien chore im dorne, asz alle kammergerichts [491] verwanten und gelerten darkamen, auch etz- <* von inen in sin hus sin letzen zu hören, dan er gelerten herren und oribus ein 8 rosz kurtzwile wäre, warde auch vom kammergericht an- M-nommen zu einem advocaten, und ich habe in demselben gericht sehen so _^eren quinta septembris und hiesz der doctor Petrus Ravennas 2 . *• ** in der \ da8z fehlt in der H«. b) Der Text ganz corrumpirt. °) gingen fehlt -~~_____*" d ) Ht. Iure tlmnen. e ) Ih. gorliaton. wir ei* Das .t»irä durch ein Aktenstück im Hand nr. J928 ImUitigt. Ferner besitzen mendU Consih » m doctoris Petri Ravenatia de edifieiis muris civitatis appositi« dire- H «)Z#* mit Citaten ans dem Corpus juris. * Petrus Ravennas, berühmte, ReforZl ter *■ Muther > A "s de>n Universums- und GeWwtenlcbcn m Zgatol der »entZ?;? 0 ^. A ^!)an,, des Petrus Ravennas V . »5 ff. 370ff. some Ktsenhart m A. leben % Bw !iraphi e , XXV p. 6519-689. Obige Stelle ist ein wichtiger Beitrag mm '"c/m ,vl -f Humanisten, da man seit seinem Abqanq ron Mainz Aug. 1B08 nichts 40 '°« ihm wusste F I N I S. BEILAGEN ZUM TAGEBUCH DES BEINHABT NOLTZ. A. 1487—1403. Acta Wormatiensia. Ursachen des Streites zwischen der Stadt und dem Bischof Johannes von Dalberg. 15. Briefe des Reinhart Noltz. 1494—1507. A. 1487—1403. Acta Wormatiensia I. Band. io St.-A. W. nr. IL J487—14U7. Gr. Fol. 228 Blätter. Kandcischrift. Das Tagebuch des R. Noltz beginnt mit den Worten: Der junius be- gunde auch schon und warm. Folglich muss diesem Satz etwas vorangegangen sein. Da nun Noltz öfters auf die Rathsschriften verweist «P da der Inhalt seines Tagesbuches sich vielfach mit dem Inhalt der AC** i.'i Wormatiensia deckt, so ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Ad' 1 Wormatiensia identisch sind mit den von Nolts angeführten Raths- sehriften. Diese Acta sind sicher von Adam von Schwechcnheim, dci* 1 mit Noltz eng befreundeten Stadtschreiber verfasst worden, nicht oh* 16 dass Noltz einen Einfluss auf die Tendenz der Acta gehabt hätte, den? 1 20 diese Tendenz berührt sich eng mit der des Tagebuches: Es ist die (* e ~ schichte des Streites der Stadt mit dem Bischof und, der Pfaffhcit. Dies® Streit tritt mit dem Jahre 1487 in eine neue Phase. Desshalb beginne® die Acta mit dem Jahre 1.487 und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass auch das Tagebuch mit dem Jahre 1487 begonnen haben wird. Dartif> 1 2r, ist es gerechtfertigt, wenn ich hier die Acta vom Jahr 1487 — 1493 # w Vervollständigung des Tagebuches mittheile. Wir besitzen einen **7* des Conceptes zu den Acta St.-A. W. Band 18 nr. 4. Es ist Iceine A<>' sehrift der Acta, denn die Orthographie ist hier eine andere als in "f Acta, auch finden sich viele Korrekturen. Doch nehmen wir weiter W**? au Rücksicht auf diese Coneepte. 1470—1481. 545 Zu zeyten der regierung des allerdurchleuchtigisten groszmechtigisten fursten und Herren Herrn Fridericlien des dritten Romischen keysers etc. nach dreissig jaren seins regiments 4 haben die Thurckhen mercklichen grossen betrang gethan der Cristenheit und sonderlich seins anstossens an das landt z » Hungern, dem dann der kunig zu Hungern grossen widerstand! erzeigt, t auch schaden darober erlitten; in den geschehen hat der keyser Fndcnch der dritt der zeit dem kunig zu Hungern Vertröstung und hilft" zugesagt und als ime die nit bewisen, ist der kunig, der von niderm stam geborn gewesen und durch denselben keyser zu kunig bestetiget etc. 2 , zu Unwillen bewegt und hat sich erhaben gegen dem keyser und seinen erblichen landen zu 10 Osterreich und die mercklich bekriegt und beschediget \ also das der keyser umb hilft" des heiligen reiche chörfursten fursten herren und stetten geschahen und einen anslag gemacht etc. und den ausgeschriben durch keyser- üch gebotsbrieff im zuziehen, anfenglich wider die Thurckhen, darnach wider Jen kunig zu Hungern. Darunder der Stadt Wormbs [ b ] auffgelegt ist zu u h 'lff zu schicken dreyssig zu rosz und zwenunddreyssig zu fuesz *. Und in solcher hilft" haben sich vil der fursten und des reichs stet gerust und die 'fen geschickt in das landt zu Österreich g'ein Wien; da hat man aller handt vermerckt, allso das der fursten soldner wider abgeritten sind. Aber vil des reichs stete haben mit grossem costen gedienet ein jar und lenger. Doch w ''at die stat nyemandt geschickt. Darnach ist der rat citiert umb ungehorsam des anslags in funffundviertzig tagen zu erscheinen sich der ungehorsam *u entschuldigen. Also hat der rat sein botschafft geschickt iren advocaten zum keyser gein Wien in Österreich der keyserlichen mayestat zu sagen der stat armut und notdurfft und zfi understeen ein leidlichen abtrag zuthun. n Das hat der keyser nit wollen nach des rats vermögen auffnemmen, also das der stat botschafften wider heim geritten ist, das gesynnen an sy sovil als die auffgelegten söldner ertragen mochten, ncmlich achtzchenhundert guldm s olds und darzu etwas für schcden etc. anzubringen. Also hat der rat darnach wider in Osterreich geschickt Adam von Swechenheim einen stat- so Schreiber weiter zu arbeiten umb einen vertrag. Dazwuschen hat^sich vil clag u «d Unwillens im reich begeben des unvcrfenglichen und unnutzen costens h alhen, a ] so das auch rede wardt am keyserlichen hofe, das man einen andern anslag thun wurde. Deszhalben des rats botschafften aber verhallten h at und einen gutlichen abscheidt und auffenthalt erlangt und heim geritten, » A 'so ist desselben anslags und [-J] UM halber der rat weiter ml angezogen Worden. i w ,. „.. . ,, ■ t ;„+ ,,„ ,,,;« « das Jidir 1470, versteht der Autor /,,;„ Wenn die Kömqswahl qememt ist, so wart es mh '"""" ' 2 VJ '%'jegcn darunter die Kaiserimirds, dann «fev « m >e rannte Matthias ron Unaarn Wien, verwüstete das ganze Land und Hess sich ton X^OetimSdlZh, I Juni Hm „ahm er auch Wiegen,, das „ ins -„ semem J'od «. A W U / m / / "Auf dem top***** BeUh%V £« "«* %" ^rnberger lieZsL14*1'-„ >1 M R** «*d *> m PuBB Midier. KeuhsU W slhe,dm m U ^nter Friedrich 111, II. Tlieil p. 700. Woimser Chroniken. 546 Beilage: Acta Wormatiensia. Ilem darnach ist der keyser ausz Österreich im reich umbgezogen von einer stat zu der andern im oberlandt und also herab gein Wurtzpiirg und furaber gein Franckfurt und furter den Rein ab zu seinem son hertzog Maximilian, der käme zu ime zu Gftlln und zugen den Rein heraufT wider 5 gein Franckfurt; dahin waren beschriben alle churfürsten und vil ander i'ursten und stende des reichs 1 . Da warde des keysers sone Maximilian zu Romischem kunig erwelet anno etc. im funffundachtzigisten" jar in der vassten 2 , und zogen keyser und kunig mit den churfürsten gein Ach und wardt der kunig gekrönet 3 . Darnach zöge der keyser mit dem kunig seinem 10 son in sein landt gein Flandern Holandt Brabant etc. Item die zeit als der keyser und kunig mit den fursten zu Franckfurt waren, wardt aber ein anslag furgenommen zu hilff dem keyser seiner erb- landt und die stat Wormbs angeslagen für achtzehenhundert und zweinlzig guldin* und deszhalb keyserlich mandat der stat zugeschickt soliclien anslag t8 zu [''] antworten bey mereklichen penen. Also wardt man rats und schickt des rats botschafft hin ab gein Brabandt gein Antwerp zum keyser, nemlich her Jörg Hemspbach, Hamman Liesperg und Adam statschreyber obgenant, der stat armut und notdurfft aber zuerclagen, das man des nit in vermögen were. Also was der keyser im ziehen herauff; da warden des rats bot- *o schafften bescheiden des keysers zu Wormbs zu warten und dann an die ding zu manen. Darnach käme ein ladung umb ungehorsam. Also ge- schach, das der keyser her gein Wormbs käme 5 und warde gar erlich ent- pfangen als davon sonder zeichnusz ist in dem bergamenen buch von ent- pfahung keyser und kunig sagende °. Und kamen des ratsfrunde für sein sr> keyserlich gnad und crzellten da der stat anligen und notdurfft; das höret der keyser gar gnediglich und sagt der stat zu, er wollt ir gern gnad und hilff beweisen und das man nachvolgt gein Speyer, da wolt er ein zeit pleiben 7 . Darnach sebickt der keyser aber ein citatz dem rat und auff die termyn schickt der rat sein botschafft gein Speyer nemlich her .Tost Wycker, 30 Hamman Liesperg und Adam statschreyber, die warden aber gnediglich verhört. Aber des anslags halben mochten sie nit ledig sagen erlangen. Nichts- desterminder beclagt man sich des Unvermögens und wurden des rats botschafften durch des keysers rete vleislich erfraget, wie es umb die stat Wormbs gelegen und wie sie also zu abgang und verderben khomen were. Also sr, zeugt man an mereklich grosse dinst [3], die die stat Römischen keysern a ) acht stellt auf einer Rasur. 1 Am 15. Okt. 1485 war K. Friedrich in Nürnberg, von liier ging er nach Augsburg, Speier und Köln, wo er sich am 14. Dez. aufhielt; am 29. Dez. traf er in Aachen mit Maximilian zusammen; vom 5. — 20. Januar 1480 weilten beide in Köln und anl 40 31. Januar traf Friedrich in Frankfurt ein, wo der wichtige Reichstag gelullten, a 1i i welchem Max 10. Fein: zum Römischen König gekrönt wurde. ' 2 Vielmehr W 10. Felrr. 1480, s. Ulmann, die Wahl Maximilians I. in Forschungen z. D. Geschichte XXII, p. 188ff. 3 Am 9. April, s. I Jimann, Kaiser Maximilian', I, p. 8. 4 N ac ' 1 Müller Reichstagstlieatrum III, p. IT wurde Worms auf 2000 Gulden angeschlagen- 4r» ' 5. Dez. 1480, s. Chmel, lieg. wr. 7881. " Ist verloren gegangen. ' ''Städtetag zu Speier am Ende des Jahres 1480 bis Febr. 1487. Hier war Worms durch Ma$ Morszheimer vertreten, vgl. Lehmann, Speir. Chronik p. 911. 1481—1487. 547 und kunigen und dem reich gethan, auch wie die stat grosse brende und »chaden empfangen hell in kriegsgeschefften und sunst, auch wie die pfaff- h «t der stat vil intreg und uherlasts tete mit irem wemschencken und das sie an sich kcufTten hewser hofe und guter, die vormals der stat ged.enet ^tten, des wollten sie frey sein, also das die stat vasst abneme an iren • rendten, auch an leuten. Des die rete des keysers verwunderten und sagten, das die keyserheh maiestat darin sehen solt, damit die stat nit also yergeng- Kch und dem reich entzogen mocht werden. Und pleib das mal dabey, das «er rat nit weither gedrengt warde. Item zohe der keyser von Speyer und het einen andern tag beschnben gein Nfirmberg'. Dahin kamen aber die churfursten mrsten etc. und geschähe aber ein anslag zu rettung der Newenstat in Osterreich und warde der statWormbs auft'gelcgt sechshundert guldin 2 zu geben. Da schickt der l 'ate aber sein botschafft gein Nfirmberg nemlich iren advocaten meister p etern vom Stein, hern .lost Weicker und Adam statschreiber, sich irer un- i* "»oglicheit zu entschuldigen und bitten umb erlassung mit erzelung der still ar, ügen und notdurfft und wardt damit beswerung der pfaffen rachtung an ettlichon stucken auch angeregt, also das der keyserlichen maiestat rete wollten wissen, wie es dar P'J zukomen were. Und als man davon under- rachtung thete, warde des rats botschafften fürgehalten, das man unbilhch 20 sollich rachtung aufgenommen und pflicht der pfaffheit gethan hell und es stunde dem keyser nit zu gedulden, man wurde die stat und pfaffheit darümb furnemmen und warde des rats frunden ettwas ernstlich zugeredt, also das m an sich besorget Ungnaden und understunden sich zu vertragen des an- s 'ags halber und gaben zweyhundert guldin und schieden ab. Doch plibc ss der statschreiber dasclbs und handelt, das ime bevolhen was. Als nun des «'als freunde anheymisch kamen, wardt dem rate ein keyserlich fiseahsch ladung zugeschickt mit einem keyserlichen hotten zuerscheinen am fuiill- »ndviertzigisten tag und furzuhringen rachtung und ander etc. Und gebot d er keyser damit strenglich, das man der pfaffheit oder dem bischoff keiner m ol »orkeit solt gesteen noch gewarten cinicher weise, wie diesclb ladung lnenach geschriben steet. Geben zu Nurcmberg 23. Okt. 1487». Der Kaiser schreibt «mRath, er habe vernommen, wie mischen Bischof, Pfaffheit und btadt °tlich unförmlich vermeinte vertrege oder rachtung on unser als Romischen ^ysers ewers rechten hern willen und erlauben gemacht und auffgencht K se 'n, auch dem hischoven zu Wormbs, so ytzo ist, newe verpuntheh eyde als ewerm rechten , ]ern gesworn haben sollet, weyter dann euch zu thun ,. ' März bis Juli M8T, s. Müller, EeiMagsthcatrjm UlSOlf. J™<, &&* k »rrcKpony rorhrr und 14 Tage nnehher einen Jahrmarkt chatten, mit den Freiheiten, fe <><■■ Stadt Frankfurt hat, und mit dem Recht den Zoll rem den auf d,e Messe ge- , ;'' / "'" Warnen zunehmen, wovon »/. dem Kaiser und seinen Nachkommen eufaUen 4: *""•. Climel l. ,:. ,„. , s;7 -> ßrtr. Das Privileg ist verloren und weht einmal eine Ab- "''/* ** im Archir erhallen. .-,;", 548 Beilage: Acta Wormatiensia. gepurt, das uns an unserm und des heiligen reichs eigenthumb oberkciten herlicheiten dinstbarkeiten und gcrechtikniten zu mercklichem abbruch Verletzung und schaden reicht. Und damit die stat Wormbs und ir, wo durch uns darein nit gesehen, uns und dem heiligen reich entzogen und abstendig 5 werden möchten, das uns als Romischen keyser merer und handthaber des heiligen reichs unleidlich und nit zugcdulden ist und hat uns unser keyser- lichen camerprocuratorfiscal dcszhalbcn umb recht wider euch demutiglich angeruffen und gebetten . . . Desshalb seien sie auf den 45sten Tag vorgeladen vor dem Gericht zu erscheinen und alle Vertrage und Bachtungen 10 mitzubringen, bei Poene von 100 Mark lotigen Golds. Und wollen das ir samentlich oder sonderlich noch ewer burger und inwoner [Bf>] dem cgenanten bischoff Johannsen oder gemeiner priesterscliad't zu Wormbs in Bollichem hangendem rechten auff die obberurten vermeint unförmlich vertrege weither keinerley glubde eyde noch gehorsam thut, sunder damit auff uns all ls Romischen keyser ewern rechten hern gewarttet und ewer auffsehen habt, als ir zu thfind schuldig seidt . . . w. Nov. Item die selbe ladung und gebotsbrieff wurden uberantwort auff freytag nach Martini. Dergleichen ladung an den bischoff und gemeync pl'aff- heit lautende ward inen auch uberantwort und was die zeit bischoff Johanns SM ein Kemerer von Wormbs, die sich kurtzlich angenommen betten zu nennen /(>/ Kemerer von Dalburg'. Nu hett sich geburt die pfaffenrachtung zu lesen auff den sontag darnach. Da besamelt man alt und new rete auch ettlich der alten XVI., die etwan des rats gewesen waren, und ward gerat- slagt, das dem rat nit dogte sollich gebot zuverachten und zii vollenfaren st mit der rachtüng zu lesen und schickt man zu der pfaffheit und liesz ein i7. M>t>. convocatz machen auff den sambstag nachmittag. Des weigerten sich die pfaffen und kamen doch zusamen und schickt der rat sein frunde daliin. Und als auff dem sambstag die pfaffheit versamelt, auch die pfaffen von New- hawsen berüffen waren, schickt der rat sein frunde in das capittcl, die an wurden eingelassen, und als man die von Newhawsen da sähe, begerten des rats frunde, das sie abgingen, dann des der rat zu werben hett, sonderlich der rachtüng halber, ging sie nit ane. Also nach ettlichen Worten gingen sie ab und redten des ratsfrunde ungeverlich dise meynung: Dem rate were uberachickt ein mandat von unserm allergnedigisten herrn dem Romischen :ir, keyser auszgangen rachtüng und anders beruren und nachdem die rachtüng zwischen der pfaffheit und der statt auff morgen sontag biszher gelesen were worden, ducht einem rat, das im über die mandat diser zeit nit fugt umh- zugene die rachtüng zulesen; das eugte man ine im besten, das sich 0» pfaffheit diszmal wüst zuverhalten und nit warten [''] dorfften. Also waren ■in die herren des capittels bewegt und meinten, der rat bedeebte sich basz und dethe als biszher, sie wollten sich auch schicken und demselben wie Itiszhei' nachzukommen; und schieden des ratsfrunde und sagten, sie betten nit weither bevelhe. 1 Anton von Dallniry nahm /.';/.'"> seinen Stiefvater .loliinm Kümmerer in •*" 45 Lehen auf. Aber erst, Johann Kämmerer benannte »ich 1380 wieder von Valbni'H' 8. Mornewey l. c. p. 8f. 1487. 549 In den, selber, iare nemlich s7 da hat der thun.brobst Petrus Anthoni * d « Glapis ein weile in seinen hofe der thumprobstey gobawet und den rat gebetten im zu gönnen auff der stat mure zu bawen. Also erlaubt man ime «u bawen, doch nit weither über die tnare, dann der alt bawe stunde Also '"acht er ein newen ereker auff die stat infirc und under dem ereker brach r. « ein loci, in die statt mure und salzt darin sein wapen in einen grossen ateyn gehawen, das waren drey löwenkopff. Des ward der rat geware und Whickt zu dem thÜmprobst und liesz im sagen, er hett sein wapen gesetzt in des rats mure, des stünde dem rate nit zu dulden, das er das ab dclc. Antwort, er gestünde nit, das die mure des rats were, er hette des rechts n "'"I bode rechts auff den bischoff, auff des stilTts conservatorcs etc. Also bracht man solichs für rate; da schickt, der rat des morgens zu^dem thumb- Probstund liesz im sagen, das er verfuget den steyn hcrausz zuthun ee das man vesper ludet; dete er das nit, so wollt der [7] rat den steyn herausz schaffen. Auch schickt der rat für das capittel und liesz im sagen, das der li thümbprobst verneme mit seinem wappen in der stadt und des rats mure zusetzen, were dem rat unleydlich; es mochte in kunfftigen zeyten dem rate ttnstedten bringen und anzeuge bringen wider den rat, das sie mit im redten, das abzulhun. Also sagten sie darnach, sie betten ine beschickt im die meynung fftrgehalten, darauff er geantwort, er hett des recht und erbut sich 20 211 recht, darüber mochten sie ine nit treyben. Also nach mittage als man v esper lutet, gingen des rats frunde und die bawmeister dahin mit der stadt werckleuten und namen den steyn herausz und murten das loch zu und sleifften den steyn für den zwinger herausz an die gasz under der Endnsz- P°rten. Da kamen die kynder über den steyn und singen den lewen kopff 25 ab und blib der steyn lang daselbst. Item des obbestimpten jars het ein pfaff her Peter Hag in der Pfaffengassen wol 3 oder 4 klafftcr lang auff der mure obben für gegen ^seinem ge- hewse bort angeslagen an der stadt bawe, darauff das tach der mären gegen der stadt zugestelt ist, das man ime nit in seinen hof stygen oder sehen M so 't; hett auch eynen [»] schornsteyn an der mflrc auffgefurt bisz zum tach ausz und etlich ziegel von dem tach auff der mure abgenommen und seinen schornsteyn in das tach gesteckt bisz an die ander latt ungeverheh. Der schornsteyn ward ime gegondet, aber die bort abzuthun gesagt; das vergehe sich bisz nach Martini, da ward im gesagt, er solt die bort abthun 35 anders der rat wollt die abthun lassen. Also bäte er zubesichtigen und al * des rats frunde auff die mflren kamen, fönden sie daroben her Johann v °nHatstatthümbhcrr; der ginge des ratsfrunden entgegen und sagt lecher- lic ben: sollen wir euch heissen wilkom sein auff ewer muwer oder unser mfiwer und dem rate were sollichs hoemuts nit not mit aller hande beweg- *o Iwhen worten, die der selbe dem rate mermals zugeschossen hat. Aber her p eter müst die bort abthun. Item in der zeit fertigt der rat ein botschafft gein Heydelbcrg zu unserm gnedigsten herrn pfaltzgraven, die kamen für sein gnade und eugten seinen gnaden, wie dem rate were zukommen cyn mandat von unserm allergnedi- « eisten herrn dem Romischen keyser auszgangen, des sie seinen gnaden ab- 550 Beilage: Acta Wormatiensia. schrillt anbotten und baten damit sein f. gnade, ob sein gnade ycht l'ur- kommen oder anlangen wurde, das sein gnade dem rate so gnedig were und den rat durch [s] nyemant verunglimpften oder sein gnade verunwilligen Hesse, sonder eynen rat auch gnediglich zuverhören. Auch so het man ver- 9 standen, wie etwas rede auszgeschollen, das die von Wormbs unwillig weren an seiner fürstlichen gnaden schirm und sich weither bearbeiten solten umb schirm besonder gegen cynem bischoff zu Mentz und wegs ziisüchen sich ausz seiner gnaden schirm zuthun etc. Solichs were onzweivel gantz nit eins rats will oder meynung, hat auch des nit gedacht ziisüchen, sonder iü man were seiner gnaden schirm gantz willig hochgetrost und wolten, das die von Wormbs vor langen jaren dar inn gewesen weren, man wolt sich auch solichs schirmsz halten und vertrösten zu seinen f. gnaden, hoffen, er liesz eynem rat nit versagen und solt ine ein gnediger here sein. Darauf! liesz sein gnade des rats botschafft sagen durch den hoffmeister ig hern Götzen von Adeltzheym, der alleyn bei seinen gnaden was, sein gnade hett gehört cyns rats botschafft und Werbung und in guten gnaden ver- merekt und wolt sie nit versagen lassen, sunder ob sein gnade etwas anlangen, wurde sie zeyt genug wissen und verkommen lassen zu verhorung und züverantwortten und ine ein gnediger her sein und ob dem rat gc- 20 meynt were, so wolt sein gnade auch mit dem bischoff lassen reden und wes sein gnade weither thfln solt der sachen zu gut, wollt sein gnad sich gnediglich beweysen. [''] Des danckten des ratsfrunde seinen gnaden und sagten, sie mochten wole lcyden, das sein gnade mit unserm herrn dem bischoff von den dingen redt und wes zu gut mocht furgenommen werden, 25 wolt sich ein rat auch gutwillig und geburlich halten; und schieden damit ab. Dessclbigen tags gingen desselben rats botschafl't zu unserm gnodigen hern von Wormbs, der auch in der cantzley was, in eyn besonder stübe und nam sein gnade darzu Hans von Morszhcym faiit zu Germcrszheym, Hansen von Rodensteyn und ander der Pfaltz rethe, da redten des ratsfrunde, wie 30 ine eyn mandat von unserm allergnedigisten hern dem Romischen keyser zukommen were under anderm inhaltende, wie der rat gegen seinen gnaden und der pfaff'heit stillstene solt mit pflichten. Nu het sich villicht geburt am nechstvergangen sontag die rachlung zu lesen, da hett ein rat zu der pi'aff- heit geschickt ein convocatz begert und ine das mandat angezeugt und sie äs gebetten auff diszmal in rüge zu steen, der rat wollt sich erfaren, wes in' zu thflnde were nochmals zügescheen wes billich; das eugt man seinen gnaden im besten und bede sein gnade solichs gelegenheit des rats auch HB besten zuverstene und nit in Ungnaden, der rat wollt rats leben und wes gut erfunden wurde nit abzustellen sonder nachmals gescheen lassen, wes 40 sich geburt. [9] Auff solich vcrhandclung und verhalten warde unser her der bischoll hoch bewegt mit ernstlichen wollten sagende: Er wollt seinem stifft nit abbrechen lassen und solt er daran wagen hawte und hare, leib sele ere und gut und uncristlich zu reden, er wollt im ee ein messer in sein eigen hertz 45 stechen, dann das under seinem namen dem stifft solt solicher eintrag " ntl abbrüch gescheen etc. Sagten des ratsfrunde, des rats meynung were nit 1487. 551 Beinen gnade, und dem stifTt abbruch zuthun, sonder man wolt rat, ge- brawehen und tbön, wes man seiner gnaden oder dem st.fft pfl.chl.g werc. Auch redt man mit seinen gnaden her Marx Wagentreyber beruren, wie der biszhere in etlichen sachen im rat auszgangen, werc cyns rats meynung er soll sitzen bleyben als ein ander'. Darzu rett der bischoff, er hesz es ge- seheen etc. . , Darnach beschrib der bischoff vil ritterschaffi und semer frundc gern Dyrmstein und kamen von der pfaffheit auch dahin und slugen ratete. Also am donnerstag sant Andreas abent hett der rat all ^nfftaeister beruffen und lasz man ine das mandat vor und sagt, das Sie der gemeyn 10 sagten zuchtig und still zu sein und das sie sich mit n.cman ausz der Plattheit einlegten, dann etlichen wurden scharpff rede furgeschlagen, alsz ob man [*] eyde und glubde nit halten wollt etc. In dem als der rate aun- gestanden was, käme ein brieff von unserm gnedigisten herren pfaltzgraven, das man alt und newe retc umb zwo uhren versameln, auch die gemeynde u bernffen, wolt sein gnade ein botschafft hie haben und semer gnaden meynung etwas für halten lassen. Also macht man alt und newe ret und be- rfifft ettlich von den alten darzu, die cttwan des rats gewesen waren, und wart der botschafft. , „ Item nachmittag umb drey uhren kam her Ludwig Beyren, her Hans Gansz von Walbron, ritter, doctor Diether von Pleningen und Hans von Morszheym faut zu Germerszheym pfaltzgrevisch retc 2 und als sie in die ratstube kamen, redten sie diese meynung: Unser gnedigister her pfaltzgrave hett sie abgeferliget mit rate und gemeynde zu reden, das keyserheh mandat beruren und begerten, das man auff den andern tag Andree die gemeynde n aller beröfft an ein gelegen ende, so wollten sie alszdann iren bevelhe an die rete sunder und darnach an die gemeynde offen und ir credentz c.ny an rat, die ander an die gemeynde übergeben. [10] Der rat liesz ine wider sagen da weren bei einander der alt und newe rete, die von einer gantzen gemeynde wegen da sessen, mochten sie iren bevelhe offen, was dann not were der gemeynde zusagen, des wurde der rat nit verhalten, dann die gemeynde zubesameln an ein end were nit gewon- heit auch nie gesehen oder gehört, mocht auch nit sein dann durch die storm glock, so were iglicher bescheiden an sein ort, aber wann der gemeinde .cht W sagen were, berufft man die zunfftmeister und hilt ine dasselb vor, die 35 sagten dann further in den zeunfften der gemeynde des rats meynung. bo sie des nit entberen mochten, wolt man unserm g. herrn und ine zu willen die zunfftmeister heischen. . o ,„ *r , « * Am 2<> Nov. Heidelberg stellte Pfalzgraf Philips eine *&&#[£%** B«A h-™ - ^^Z^gZ^Z " **, ?•** sZnemiin sachen die keis maiestattonymp .£*£*£ » wollent umb /wo uren nach mittag alten und nuwen rat by eyne nan und aer "lben unser botlchafft warten auch bestellen,, ob es sin ™g,das zunfttmeiater 4. «nd zuntfte umb die selbe zit auch versamelt sin etc. Ebenaaselbd. 29. Nov. 552 Beilage: Acta Wormatiensia. An sollichem furhalten lictten sie kcyn genügen und sagten, sie holten credentz und bevelhe an die gemeinde, die begerten sie zubesameln; mochl des nit sein, so wolten sie weither nit geen und wider heym rcytten; aber sie weren des getruwens, ein rat solt sieh irem gnedigsten herren zu go- 6 fallen nit sperren, dann was sie reden wolten, solt dem rate gefellig sein und der gemeinde zu nutz und gut dienen. Also zurgiengen vil rete zwischen den reten und dem rate und weigert sich der rat lange die gerncind zusameln, bisz sie mermals dem rat sagten, sie hetten meynung, das dem rate und gemeynde gefellig und gut sein solt. in l b J Also willigt der rat und sagt ine zu die gemeynde zfiberuffen auff sechs zunffthewser und wollt der rat sein frunde darzu orden. Mit dem was es spade in die nacht und wardc beslossen des andern tags auff Andrec so sollten alt und new rete auch alle zunfftmeister umb zwölff uren nach mittag auff dem Burgerhofe sein, so wollten die pfaltzgrcvischen rete iren bevelhe 15 den reten eugen und darnach geen in die zunffthewser zu der gemeynde und des inen zusagen were auch offen. 30. ttov. Auff sant Endrisztag morgen fruwe kamen alt und new rete zusamen und wurden rats den zunfftmeistern zusagen wie und auff welche hewser sie die gemeynde samein und wie sie sich halten, was sie antwort geben sollten. 20 Und hat man zu derselben stunde die zunfftmeister beruften auff den Burgcr- hofe und sagt ine, wie unsere gnedigsten hern des pfaltzgraven rete hie weren und hetten credentz und bevelhe ettwas seiner gnaden meynung zu werben an rat und auch insonder an die gemeinde und begert die gemeinde zubesameln, des hat ine der rat unserm gnedigsten herren zu gefallen zu- 25 gesagt zu zwolff uren nach mittag; also bevalh man ine, das sie die zunfft vcrsamclten nemlich metzler weber ackerlude und weingartlcute aulf der Weber- zunffthawse und snyder kremer schilter kursencr auff der SehiHcrzunfft- hawse zum Kruge 1 , [11] und das sie still und zuchtig weren ir Werbung gutlich hören und kein antwort geben, dann sie hetten herren den rate, die so wisten sich in disen dingen wolc zu halten, es were nit not gewesen an sie zu werben, dann was der rat dete, were ine liep, bei dem wolten sie bleiben. Und als nach mittage alt und new rete auch alle zunfftmeister aulf dem Burgerhoffc versamelt waren, da schickt man zu den reten, die kamen 35 in die ratstube und liessen am ersten lesen zwo credentz, cyni an den rat, die ander an zunfftmeister und gemeinde, und als die credentz gehört waren, redt Hans von Morszheym dise meynung: Nach Rekapitulation dessen was vorhergegangen war sagte der Gesandte: Der Churfürst hab des ratsfrunden geantwort, er woll seiner guten 40 frunde rats haben und gedencken, was ime dar inn zuthun sey und darauf!" angezeugt etlich rachtung und vertrag, die vor 80 jaren durch ein Römischen konig in beisein eins bischoffs zu Mcntz betedingt mit ir und des rats in- gesigelt 2 ; darnach des nu bei CO jaren vergangen durch ein bischoff zu 1 Oben ist von 6 Zunfthlusern die Rede; der Autor hat hier die andern ver- 45 gessen aufzuschreiben. * Gemeint ist die P/a/fcnrachtung vom i). Juli 1407, s. o. p. 260/f. 1487. 553 MeynU und e ynen pfaltzgraven churfurstcn erklerct sey l , die am leisten in- lla lt, damit sich nycmant derselben Unwissenheit halb entschuldigen möge, so solle die rachtung jerlichen auff sontag nach Martini gelesen werden 2 . Die- s °lb rachtung sey auch [12] bestettigt durch ein consilium jungst zu Basel gehalten 8 , auch bestettiget und confirmirt durch nachvolgenden Romischen « *™ng und keyser 4 . Sey auch offenbar und unverborgen, wie ytz ein bisehoff * 8. Sept. 1424, o. p. 294 ff. 2 S. O. p. 296, 20 ff. ' St.-A. iL -n. Bez - ( x kll] - jannarii Barilee) bestätigt das Konzil in Basel d „7 Freiheiten und bestellt die Achte von Erbach und Schönau zu Ci !•''; c -»ig.pend. del. « Urk. nr. 422. Frankfurt, 17. Juli 1442. Konig Irml- 10 1% ,J l ^«tätigt der Stadt Wonns ihre Freiheiten, or. mb. Bas prachtvolle wohl- wmltene Siegel hängt an qrünmolettseidener Sclmur. Am 6. Juli 1442 Frankfurt be- J' a >i)t und erneuert K. Friedrich III. das alte verlorne Privilegium, dass Niemand innerhalb einer Kntfernuna von zwei Meilen um die Stadt Worms einen burglichen "au aufführen dürfe. . " .. . . Wir Fridereich von gotes gnaden Komischer kunig zu allen ziten nierer des ,nt hercz °g M Osterreich zu Steyr zu Kerndon und zu Krain, grave zu lyrol etc., "•Kennen und tun kunt offembar mit disem brieff allen den die in sehen oder ' St.-A. W. Urk. nr. 404. der Stadt Worms Conservatoren. or. di —"""".neu Keisern unu Konigen erworoen, mm gehtuu uauwi j«».»w.....«——, *, "ycniand bey czwen meilen wegs umb sy keinen burglichen baw understan \\. ilu y™richten und zu machen, denn were den understünde zu machen, das sy )i'„u ,mt c 'gnor gewalt weren und nyderbrechen mochten ungci'revelt gen allernienic- » un V S i h l ,riv ilegium dorüber sagende sy nicht haben finden können. Nu ist . "« tur komen, wie ein czimerman einen baw auf ein halb nicil wegs bey Worms/, •in l i e und an (les heiligen reichs Strasse angefangen hab zu bawen, den er • u cn, al s w j r vernenienj mit „ ra ben stegen und in andern woge von tag czu tage wsere, also das zu besorgen sey, daz in künft'tigen czeiten ein burglich baw dorusz 30 stnf w' und dor an andere hende komen mochte, dadurch uns und dem reiche die ■«n Wormsz abgedrungen und empfromdt werden, auch andere leutt davon schaden binf-- m mochte n, solichs uns mitnichte zu leydon ist, und derworten das solichs fi i f U " mcllt mer beschieh, so haben wir mit wolbedachtem mute, gutem rate unser rnt- i ^ mven cdeln und getruen und rechter wissen, den egenanten burgermeister » ■iMintl bürgere gemeinlich der stat Wormsz dise besunder gnad getan und in von vnM 08 S e g unn et, tun und gunnen in von nowes von Komischer kumgheher macht o Komenheit in krafft dis briefs, wer sach, das yemand, in welichen wesen stat Od« ,,", lon , ''er were, eynigen baw czwen meiln wegs umb die egenant stat Wormsz ^«erstünde zu bawen oder den angefangen hette, das dann die obgenanten von als otft das zu schulden komet, solichen baw mit eigner gewalt wo! weren n ' Ue " ganci '' ™rstören und abbrechen mögen und sollen, gen uns und dem reiche na alermeniclich ungefrevelt, und diser unser gnad sollen sy gebrauchen so lange dn, w,, nawr nachkomen am reiche das nicht widerruffen. Und wir gebieten "um allen und iglichen fürston geistlichen und werblichen graven, freien herren, — -~i.i, leben und rrni^^«^'»« oiim. nnn icrnr.ner si.tiLt:. iii.umi \iu\m. Mw»an»M «ncl S1, st allen n^^_____ ™ r\Ha , * l, "u igiicnen inrsten geisuiciiuu uuu wi-mun-...^.. s*~'—>------------------- ■ wern, knechten, lantvogten, lantrichtern, vogten, richten], amptma.nnen burger- ™!t ,?' roten und gemeinden aller und iglicher stete, markte und dorftern und ™« allen andern unsern und des reichs undertanen und getruen von Römischer * nighcher macht ernstlich und vestielich mit disem brief, das sy die vorgenanten , " ß 0r »eister rat und bürgere gemeinlich der stat zu Wormsz an diser unser gnad M "« orleubnus nicht irren noch hindern, sunder sy dapei von unser und des reichs ,4,en hanthaben schüczen und schirmen, und der gerulich gebrauchen lassen, und ' O«0 not würde in auch daezu beholfen zu sein, solich obgemelt baw zu weren, ; ff" V des von der vorgenanten stat Wormsz ermant werden, als heb eynem bri f 6 - Sei unserß und des reichs sware ungnad zu vermeiden. Mit urkund dis U Crf I S vers 'gelt mit unserr kuniglichen maiestat insigel. Geben zu Franckfurt nach am 8 ^P urtl vierezehenhundert ]ar und dornach in dem czweyundvirczigistem jare, nechsten freitag vor sandt kylianstag, unsers reichs im dritten jare. Ad mandatum domini regis Hermannus Hecht. 60 554 Beilage: Acta Wormatiensia. Auf der Itiickscite: Jacobus Widerl. St.-A. W. wr. 4SI. or. mb. c. Big. pend. dcl. Vgl. Arnold II, 448. 1455 zu der Newnstatt nach 8. Philipp und Jacobstag (I. Mai) bestätigt Kaiser 5 Friedrich III. der Stadt Worms ihre Privilegien und vermehrt sie: Und wan wir dann durch der vorgenanten von Worms botschaft derselben statt merclich gebrechen, dadurch dieselb statt in zukomcnden Zeiten, wo der nit fürgesehen würde, in vergenglicheit ires wesens komen mochte, auch underricM sein, haben wir umb f'iirdrung und zunemons willen der benanten statt, sy bei uns 10 und dem heiligen reiche in gutem stat und wesen gnediclich zu behalten, den vor- genanten burgern und statt zu Worms dise nachgeschriben befunden gnaden getan und freiheit gegeben, tun und geben inen die von Komischer kaiserlicher macht volkomenheit auch wissenlich mit disem brieve. Und wellen daz nw hinfür nye- mands, wer der oder die sein, geistlich noch werltlich person, keinen hove, wonuiif? is noch ligund gittere in der statt Worms und irem burkchbanne gelegen, kaufte noch in einig ander weis an sich nemen sulle noch möge, one besundcr gunst und ver- willigung des burgermeister und rates daselbs, der oder dieselben wolten dann dein rate und der statt mit stürn und andern dinsten und sachen zu der selben statt notdurft't davon tun und mitleidung haben, als dann burger zu Worms von iren 20 hausen oder gütern da selbs gelegen tun, ungeverlich. Bcsehech auch, daz hinfur iemands, der oder dieselben nit burger in der benanten statt Worms were, einien hove, wonung oder ligunde gütere von erbschafft, vervallner zinss oder schuld wegen anfiel oder zugeteilt würde, daz dann der oder dieselben solich angevallne oder zugeteilte hove wonung und gütere über jares friste in seinen hannden nit behalten, 25 sunder die einem burger daselbs verkauften und zuwennden, der dann der benanten statt davon tun sol, als derselben statt recht ist, es were dann, daz er selbs davon tete oder tun wolte, was dann einem burger von solichem gut nach der statt recht zu Worms zetun gepüret, so magc er das dieweil selbs wol innhaben und gc- prauchen. Und daz auch die vorgenanten burgermeister und rate gesecz und ord- 30 nungen, wie sy die zu irer statt und gemeinem nuez daselbs gut und notdurfft z ß sein bedünket, aufseezen, ordnen und machen mügen, doch uns, unsern nachkomen und dem heiligen reiche an unserer oberkeit und rechton und sunst monielich W seinem rechten und gerechtikeiten unvergriffenlich und unschedlich. Und were es auch, daz hinfür dem genanten rate der stat Worms ein recht mit irem eide zetun 35 erkannt würde, umb was sachen das were, und denselben eide villeicht nit der ganc^ rate zu Worms mocht getun, daz dann der merorteil desselben gannezen rates, der dann ye zu denselben Zeiten ist, solich recht, ob sy es tun wolten, mit iren eiden an stat und in namen des ganezes rates der stat Worms volfttrn und tun mögen. Und wir gepieten darumb allen und ieglichen.füraten geistlichen und werltlichcn, 40 graven, freien herren, rittern, knechten, lanntvogten, lanntrichtern, vogten, arap*" leuten, schultheisen, burgermeistern, reton und gemeinden aller und ieglicher stett, merekt, dörft'er und gepiete, und sunst allen andern unsern und des reichs under- tanen und gotrewen von Romischer kaiserlicher macht ernstlich und vestielich 8W disem brieve, daz sy die vorgcmelton von Worms und ire nachkomen an den voi- 45 gemelten iren gnaden, Freiheiten, brieven, Privilegien, rechten und altenherkonie und gewonheiten, allen und ieglichen in Minderheit und besunder, an diser unsei newen begabung und vorsehunge nit irren noch hindern in dhein weis, sunder « dabei getreulieh beleihen lassen, als lieb inen sey unser und des reichs ungnad un die pene in der obgemelten unserr vorvarn am reiche brieven und Privilegien . » e so griffen zu vermeiden, und darezu über solich peen fünffezig mark auch lotigs gol" 0, ' die desgeleichen zu beczaln vorvallen ze sein. Und auf das die vorgenanten v° Worms empfinden, sich unserr keiserlichen gnaden noch milticliehcr zu Keni cl ?|? e n und sich desterpas bei uns und dem heiligen reiche und iren vorgcmelton freiheiK> behalten mögen, so haben wir in auch dise besunder gnad getan, tun inen die au 55 in craff't dies briefs, ob yemands wer der were, ire und der vorgenanten stat tr heite also frovelich uberfüre und dawider tete und sich dadurch in die peen iren obgemelten freiheiten und privilogien begriffen fellig machte, daz sy dann u . selben übertrettern irer freiheit umb solich peen und feil in den solben iren \ { heiten begriffen, als vil in der zu irem teil zugebüret, vor unserm und des rei' oo hofgerichte zu Rotwil, in die zu beczalen mit recht fürnemen und darumb ve ^-t, fertigen, und daz auch ein ieglicher unser und des reichs hofrichter und die uiW* Sprecher daselbs, als ott't es zu schulden kumbt und begeben wirdet, an unserr s 1487. 555 sein regalia und freyheit durch unsern herren den Romischen keyser zu Pranckfurt gelüien und bestottigt scyen >, darumb unser herr von Wormbs getruw, das mit sollicher rachtung zu lesen nit still gestanden soll werden, angesehen das er nie kcynen mentschen zu Wormbs erzornet hab 2 , auch angesehen das er unsers g. herren pfaltzgraven cantzler und diener sey 3 und s sc inen namen hab von der stadt Wormbs, so hoff er, es soll nit still gestanden werden . . . Der Churfürst getruw, das auff eyn new mandat, das nu und ungehort vor nie mer dergleichen ye gesehen sey, ein rat nit gever- nch stillgestanden hab; es sey auch nit still zu stene über sollich hohe Pflicht, dann ein iglich iurament, das nit wider got noch wider der seien 10 neil oder wider den gemeinen nutz sey, mog nit tollirt werden; so sey disc Pachtung nit wider got, sunder mit dem gemeynen nutz dran; darumb möge sie mt stillgestanden werden. Und solt also leichtlich auff das mandat still gestanden werden, so must man gedencken, ein rat hett willen darinn [''] und das es durch ein rat auszbracht, des sich eins rats frunde gegen unserm lt gnedigsten herren pfaltzgraven entschuldiget hetten und gesagt, es were one °yns rats wissen und willen, dem rat nit liep. So were ein bischoff und stillt in erbschirm eins pfaltzgraven und ein pfaltzgraff des stiffts man und geburt im den stifft nit zuvcrlassen * und wie hoher der schirm ye mer sein gnad schuldig were zu schirmen und mocht einem rat und der statt grosser 20 unrat darausz fallen. Und wollt sein fürstlich gnade darfur haben, rat und gemeinde wurden ansehen ir eyde und pflicht und den genug thiin und jut still stene, dann aller glaube stee auff eyden und verschreybung zwuschen 'runden und fyenden in allerwclt ... Es wurde auch grosz verdrucken bey aj'cn nachpawren: so sey man auch dem reich nit verwandt anders dann as e'n freystatt. Auch anzusehen das der bischoff wole gefrundet sey, der wurd f' 3 J auch darzu gedencken mit hilff seiner frunde, was last beswerde und ,lru ';ut darausz fallen mocht eyn yder gedencken. So sey eyn bischoff^und s "fft im schirm eins pfaltzgraven, solt sein gnade des ermanet und angeruffen werden, mocht sein gnade ein stifft nit verlassen und must einem rat den :io sehirm auffsagen. Darumb hab sein gnade geschickt zu warnen vor unrait "JMÜbe* «können, und ob des notdurfft würde, auch mit achte und anlaitton als Reihen hofgeriehts recht ist, richten sullen und mügen, doch uns und dem heiligen 0H0 ' an unsCTm teile, die uns an der selben peen und fällen gehuret, und uns Z,.unserm proourator fiscal, die vorgenanten von Worms als ottt es auch zu .15 ^„ Ulun k "m')t, under irer statt insigcl schriftlichen verkünden und zu wissen tun " u len unvergriffenlieh und unschedlich. Und wir gebieten darauf unsern und des >uchs hofriehtern zu Rotwil, so yeezuzeiten sein, und den urteilsprcchern daseil,s, Z1 n " "id als offt sy von den vorgenanten von Worms umb soheh vorgomelt peen und tolle in gegen irem übertrete? also zu richten angelanngt werden, daz sy als- 40 ' l ' ln n beden teilen rechtteg für sich sec/.en, darumb erkennen und ergeen lassen in y °I ; stet - was recht ist, darezu wir in auch von Romischer kaiserlicher macht ' n craft diss briefc ganezo und volle macht geben, iccz als dann und dann als lecz etc. Ad mandatum domim imperatoris in consilio Ulricus Weltzli Vicecancell. 45 Auf der Rückseite: ötophanus Kolhegk. ft.-A, W. nr. 44'.) or. mb. c. sip. pend. del. Vgl. Arnold II, 449. «„,. ! V !)l- Mornewedi c. p. 104, Note 114. * Eine wissentliche Lüge. ' s. Mor- newe 9 l c. 63f. i S. ÜB. II, nr. 637, p. 413f. »0 55B Beilage: Acta Wormatiensia. und beswerde, so ine zufallen mocht, in getruwen, sie wurden sieh nochmals bedencken und ihiin als sich gebart die raehlung zu lesen, und so das ^e- sclieen, weren dann irrung oder gebrech und sein gnaden derselben bericht, wollten sein gnade sich gar gnediglieh darunder beweisen. Es were auch 5 nit unsers gnedigsten herren meynung dem reich yelit abzubrechen, aber des dem stillt zustünde im zu schirmen. Und als sich sollich redde geendet, stünden sie uff und gingen ab. Also ordent der rat zwen nüner, zwen XVI. und gingen der gemeyn burger- meister und ein schreyber mit von zunfften zu zunllten, wie obstect, und 10 retten sie die obgeschriben meynung, doch mit etwas scherplTern zugelegten worten, sunderlich das der rait sollich mandat aus/bracht möge haben one wissen und willen einer erbern gemeynde, darausz der gemeynde grosz beswerde und unrait lallen moebt. Und am letsten das unser herr der pfaltz- grave den bischoff nit verlassen weil und must der stadt schirm [''] auffsagen 15 und das billich nach dem er des stiffts mann sey. Darnach auff den abent wurden alt und new rete besatnell auff dem ßurgerhoff und alda die zunfftmeister auch geheischen, die dann von der gemeind geordent waren den pfaltzgrevischen reten antwort zu geben; die wurden ingefurdert und gefragt, ob und was sie zu antwort geben wollen. w Also sagten, sie betten gebort unsers gnedigsten herren pfaltzgraven rete Werbung und were ine swere, das sie solten ir eyde und cre geschuldigt werden. Doch wollten sie dem rat anhangen, leybe und gute zürn rate setzen, nach dem sie einem rate golopt und gesworen seyen und stellen die sach zum rat; doch das ein rate sie versehe ir cren und das sie wege und It siege geprauchen mögen und ir narung suchen. Und den reten wolten sie diso antwort geben: sie haben gebort ir Werbung und was ein rat darinn lliet, das were ir guter will und getruwen der rate werd sie wol versehen, dann sie betten die iren da sitzen, die sie jerlichs darzu koren, was die deten, dabcy wollten sie bleiben. Inn der antwort dem rat gegeben hett der rat so nit vast wolgefallcn, nachdem die weitleufftig und vcrdinglieh was; doch licsz man es dabei und sagt ine, das sie ordenen enmorgens den reten antwort zu geben. Am sambstag morgens fru hett man aber all und [14] new rete ver- leil, auch die zunfftmeister, und Hessen die zunfftmeister ir antwort aber melden obgemeltcr meynung. Der antwort halber was der rat vast betragen, :i. r i dann man besorgt, die gemeinde wurde dem rate absteen und wist sich der rat nit ausz der antwort zurichten, wes sie sich zu der gemeinde versehen solten. Doch bedeucht den rate die antwort, die die zunfftmeister den pfaltz- grevischen reten geben wolten, füglich genüg und licsz der rat dieselbe antwort auffzeichen und gab demselben, der es reden solt von der zunfftmeister to wegen, nemlich Bartholmes Diel, des einen zettel, darinn er sehen und nit irren mocht, und als in demselben die pfaltzgrcvischen rete auch auff den Burgerhoff in der vierer ' stuben waren, licsz der rat gesehen, das die zunfftmeister ir antwort geben. Des geschec bescheidenlich. 1 Das Viereramt war eine Unterabtheilung des Itaths mit gerichtliclicn und ver- 45 ivaltungsrechllichen Funktionen, namentlich hatten die Vierer Bürgerrechts- und F tf fW H tWw* scliaftssachcn zu besorgen. Vgl. St.-A. W. Band nr. 1948, ferner die Viereramts-Akten. 1487. 557 Als aber die rete sollich antwort gehört, hotten sie kein genfigen daran u,| d mit hocher ermanung gluhde und eyde und so sie darauff beharreten, w as last beswerde krieg und unrait darausz fallen mochten, sollten sie ermessen und ein entlich antwort geben, sich darnach mögen richten, ob sie es thfin wollten oder nit. 5 Allso gingen die zunfftmeister wider ausz und one hinderfrag oder weither anbringens an rate gaben sie antwort, wie vor, und hingen hynden daran, sie wollten thfin und bleyben wie von alter herc. Sollich antwort warde verstanden und darnach durch etlich pfafTen furgeslagen, die zunfftmeister [ b ] und gemeinde weren gutwillig und wolten es thun und der rat 10 Weigert sich unbillig etc. Als nu der rat verstanden, das die zunfftmeister ir antwort geben und auff weither ermanung auszgangen und wider ine und weither gerodt, helt der rat sorg weithers ergebens und berufft dieselben zunfftmeister und fragt man sie, was ine begegent were; sagten sie die obgemelt rede, aber es were 15 QU ir meynung anders zu thun dann dem rat anzuhangen; doch besorgten S| e eins kriegs und badten den rat davor zu sein. In den dingen was der rat vast betragen und in sorgen gegen der gemeynde und gedachten doch auch wes sie dem Romischen reich pflichtig Weren und den reten dise antwort zu geben: Nach Erzählung des Voraus- nu 9egangenen schUeset der Rath, man dürfe dem Kaiser nicht ungehorsam fein. [l(f>] Und als man ine sollich antwort in rate geoffent, hetten sie nit ge- 'allens oder genügen und sagten, es weren swere und fremde zu hören, man solt mereken was ausz denen dingen entstene möcht etc. mit viel be- 25 möglichen Worten ; sollt es zu auffrure und unfriden kommen und ein pfaltz- grave von einem stifl't angeruffen werden, so weren auch die Dalburger nit ausz einem stein gesprungen und wole gefrundt, das man sich bedecht und entlieh antwort gebe, ja oder nein, ob man es thun wolt oder nit, so wist ■Dan sich darnach zu richten, und gingen damit ausz. 30 Sollicher ernstlicher rede waren viel des rats erschrocken und ir mey- """g, man solt es thun; etlich meinten, es were gantz nit zuthfin und man s °'t ee noit leiden, doch solt man keinen zweivel haben an dem frummen "testen unserm schirmherrn, er liesz die stadt nit überfallen, und gingen viel reden auf!' und abe und warden vermerekt und gehört allerhande erschrock- 35 uc h rede besonder den jhenen, die von der stadt geschickt und geritten Waren etc. fic>J Und ward am letsten beschloszen, man wolt bleyben bey der ant- Wort und furderlich schicken zfi unserm gnedigsten herrn pfaltzgraven und Warden etlich geordent zustfindt zu reyten und als man den reten in der 40 V| Cer stuben die antwort vorhielt, fragten sie, wann man meint zfi schicken Un d als sie vernamen zu stfindt an, sagten sie, es were nit noit und unser gnädigster herre were nit zfi treffen sonder etwan auff dem weidwerck, man solt verziehen, sie wolten erfaren, wa sein gnade und wann es gelegen were 11 "d dem rate in dreyen oder vier tagen schreyben. Susi begaben sich auch k Wtlich redde, das sie milt wurden und der rat des erfrewt, dann man ver- 558 Beilage: Acta Wonnatiensia. Stande darausz, das sie unsertn herrn von Wormbs zu gut villicht mer vleysz gethan und die dinge ernstlicher gesucht, dann unser gnedigster herr pfaltz- grave wissens oder sie bevelch hetten und das es seiner gnaden halber nit so streng und sorglich. Des was der rat fro, das man sich nit ergeben und •'■ doch eynen freuntlichen abscheidt hett. Darnach ward ratgeslagen, wie man die dinge an unsern gnedigsten herrn pfaltzgraven bringen sollt auff dise meynung: Nochmals ivird der ganze Hergang breit erzählt und der Math verwahrt sich namentlich gegen den Vorwurf, als ob er das Mandat bewirkt habe. [I8 b ] Aber damit E. f. g. 10 verstene mog, ausz was Ursachen das mandat und ladung auszgangen sein möge, so ist ewer fürstlichen gnaden unverborgen, wie in vergangen jaren mermals mergelich ansleg und auffsatzung durch unsern allergnedigisten herrn Ro. keyser und des heiligen reichs churfursten fursten und herren im reich auffgelegt, darunder die stat Wormbs auch zu dreyen malen angeslagen urab i» mereklich lülfr und stewer, des sie nit in vermögen gewesen oder noch sein und mit solicher hilff und anslegen stillgestanden, bisz sie zu allen malen furgefordert und citiert sein worden umb ungehorsam oder zu sagen ursach, warumb nit; also hat mit sweren kosten auch nit one wissen sonder mit rate unsers g. herrn bischoff Reynharts seligen erstmals gein Wiene zwo 20 botschafft und darnach in Brabant und ilz am jüngsten gein Spiro und Nurem/lIO/berg geschickt, ist auch nit one wissen und rat unsers gnedigen herren von Wormbs und sich zu allenmalen erklagt der Stadt Wormbs armut und Unvermögen und das die stat in grossen schulden sey merglicher dinsl halber dem Romischen reich offt bewiesen, am lesten vor Newsz l , das die «6 stat kost ob 8 tausent guldin, die man noch swerlich vergulten miisz. So sey der Stadt viel ungefelsz zugestanden durch grosse brende kriegsleuffe und ander, dardurch die stat in verderben kommen sei und hab vast abgenommen und noch teglich an leuten und renten. So haben wir nicht dann allein wes die burger under ine selbs schetzen und aufTheben von wyne und frucht; 30 so sey die stat vast lere und ode, ein merglich zale der geistlichen darinn, die haben grosse freyheit oberkeit und mögen der stat renten nit wole ertragen, das man schulde und gulten reichen und die stat in bu halten möge und sey nit in unsern statluthen vermögen die anslege und auffsetzungen zu geben und also darfur gebetten. Also haben der keyserlichen maiestat rete 3. r . allerhande frage und furschung gehabt, wie die Stadt also in abgang und verderben komen sey und sie verstene, das die stat anhenge mach mit einem 1 lieber die Belagerung von Neuss durch Herzog Karl den Kühnen von Burgund s. Clvr. Wierstraat, Hrntori des beleegs van Nuis in Chroniken der d. Städte. XX- Dortmund, Neuss. Leipzig 1887. Uebcr die Theilnafme von Woi'tns an der Belagerung 4o erfahren wir noch am meisten aus Knebels Diarium ed. Viecher und Boos in Bush')' Chroniken II, p. 139, 23 Ende 1474 über die Rüstungen der Reichsstädte. II, 229/- iiiier ein Gefecht vom 23. April 1475, wobei ein Wormser umkam, p. 245, 18 Verzeichnis.* der Continqentc. p. 252, 37 über die Theilnahme der Wwmser an der Kinnahm'' des Werde 12. Juni. II, 262, 19 Aufzählung der Städte vor Neuss. IT, 312, II '''"''' *5 Verliandlungcn der Städte Worms, Spcier und Frankfurt. Die Stadt geriet» in Schulde 11 und sie irrschaffte sich durah, Rentenverkäufe (fehl, s. die zahlreichen Rcntenbrieft nH St.-A. seit 1479. Aus derselben, Zeil sind eine grosse Anzahl Verleihungen der Allw< in "' gegen Zins vorhanden. 1487. 559 bischoff, p>J dem hab man gesworen einen newen eydt als unserm rechten herren und underste sich also von dem reich zu thun. Es hab auch unser herr von Wormbs gesagt zu Franckfurt in der cantzley, die stat Wormbs sey sein etc. Das gebure einein Römischen keyser nit zu leyden und man hab unrecht gethan, das man unserm herren von Wormbs also gesworen hab, r, e 'n keyser solt uns darumb straffen und sein mt. soll und werd einen bischoff und die stadt darumb furncmmen. Solichs hat man zum besten verantwort besonder des eydts halber hab man mit rait wiewole nit ungedrengt und ungern gethan. Das aber unser gnediger herr sage, die Stadt sey sein, das uioge ein rat nit weren. i" Ausz sollichem erclagen der stat armut und notdurfft und das unser «err von Worms selber gesagt hat die stat sey sein und er woll sie in gehorsam bringen, mag die ladung auszgangen und etlichen geschickten furgehalten sein; sie haben aber das nit mögen weren oder verhütten, unser g- herr der Ro. keyser mocht mer thun; also das es nit gar one wissen ir> wie itztgemelt, aber der meynung, als das mandat steet, ist des rat will nit. Aber man hat es nit können [30] verhütten und maszgeben in die keyser- nen cantzley, wie oder was sie schreyben sollen. Und als unser gnediger herr von Wormbs ewer f. g. furgehalten hat rachtung und vertrag, die dann Qurch ein consilium auch Romisch konige etc. beteidingt und bestettigt seyen, 20 "er rachtung gesteet der rat, aber sie seyen entgentz und sonderlich des newen eidts halber; auch den zehenden und weinschenck beruren das hab •ttan mermals unserm gnedigen herren von Wormbs auch der gemein pfaff- neit furgehalten; aber es sey biszher nit darzu gethan. So stee auch unser gnediger her von Wormbs in forderung gegen einem rait etlicher artickel n "nu das ime die gemeind sweren soll. Solich sey nit herkommen und auch °iientlich wider die rachtung. Darausz wol zuvermereken ist, wer die rach- Un g uberfaren hat und geschee der Stadt also allerhande intrag, dardurch 'e renten bei grossen nit soviel ertragen als vor kurtzen jaren. Nicht dester- under so stee der stadt allerhande beswerde zu, deszhalb ein rat sich ausz .10 n °tdurfft und nit arger meynung hab müssen beklagen. So verstee man auc h, das ewer f. g. villicht beacht, das der rat dem heiligen reich nit verwandt sey etc. Gebbe man seinen f. g. zu erkennen, das der rat unserm g. le rren dem Ro. keyser mit glubden und eyden verbunden und [''] etlich im und der gemeinde, die bei und mit gewesen, das man itzt unserm aller- U guedigisten herren dem keyser gesworen hat. Nu ermanet unser aller- Snedigister herr ein rat der pflicht, damit man im verwandt sey und gebiet e y sweren penen, sollichs dem rate zu verachten sey swere und dem rat rats zu gebrauchen; des bestee man auch forderlich in ubung und bit an sein f. g. demutiglich und undertheniglich selbs in dise ding zu raten, 40 "üt sich ein rat auch verwaren möge oder einem rate so gnedig sein und sach zu recht verhören mit sampt seiner f. g. rete; wes dann erkannt 1 I, ' Won sich e ' n ra t gutwillig und gepurlich halten und zu ewer f. g. . en, das ewer f. g. dein rate so gnedig sey und sie über disen bericht verunglimpffen oder unfruntlichs gegen einem rat oder der stadt furnemmen 45 en, sonder uns gnediglich schirmen und hanthaben; dann ewer f. g. wole 560 Beilage: Acta Wormatiensia. versteet, das ein rat notturfft halber und nit args willens still steet, bisz man erlernet, was zuthiin sey; darinn will sich ein rat gar gutwillig und ewern f. g. in vermögen allzeit gern underthenigen willen beweisen. DaraufT gab der pfaltzgrave antwort, er hette die [21J dinge in gutem 6 also furgenommen dem rat und stat zu gute, nach dem er am rate funden und an ime selbs, das es ye nit fugt auff das keyserlich mandat still zu stene; wes er aber verstünde oder an rat funde, der rate und gemeine stat fug und glimpff hette, darinn wolt er sich gnediglich und bistendig beweisen mit vast tröstlichem dergloich wortten. Und als der rate meldt rechtgebotte 10 auff ine etc., des kondt oder mocht er sich gestalt diser Sachen auch nit beladen und bäte wie vor den stifft seiner gerechtikeit und so alter löblicher herekommen nit zupfenden, nach dem es mit dem eyde und hohen Verschiebungen und pflichten befestigt were, hette dann der rate etwas gebreche oder irrung gegen dem bischove oder pfaffheit zu Wormbs, so wolt i« er darinn sehen beydenteylen zu gut, das solch irrung gutlich oder auff rechtlichen billichen ausztrag hiengelegt wurden etc. DaraufT gaben des ratsfrunde antwort und underrachtung, das dem rate nit fugt noch zur zeit solch keiserlich gebotte zu verachten und so balde on weither rate darinn zusuchen darwider zuthun, nachdem es des reichs oberen keit borurt und gehurt sich wol betrechtlich darinn zu handeln, dann die [ b ] keiserlich maiestat offt in mynnern Sachen Ungnaden gegen der Stadt Wormbs und andern furgenommen hette und wollen des ratsfrunde die sache wider an rate langen lassen, darbei seiner gnaden meynung und gnedig erbieten vorbehalten. 25 Dargegen der fürst redt selbs: Lieben frunde! Bedenckt es recht, dann es darff sein doch nit, das ir unsern halb oder durch unser fecht ichts thiin, das sich nit gebure, dann wie wir einander gewandt sein, wollen wir uns gegen beiden teilen fürstlich halten. Und ob der rate wolt meinen oder besorgen, das wir ychts wider die keyserlichen gebot thfin wollen oder das der :m rate unserthalb oder ausz fecht ichts tliun solt, das ist die meynung nit, wir wurden es auch nit gestendig sein. Solch meynung haben die ratsfrunde angenommen an den rate zu bringen und dem fursten in kurtz antwort zu geben. DaraufT liesz der fürst reden, das es nit zu lang auff gehalten werde, dann u es ist unserm frunde von fSSj Wormbs pfentlich seiner gerechtikeit also ge- pfandt zu steen. Also ward abgeredt, das in drey oder vier tagen seinen gnaden ant- wurt werden solt gein Lorsch oder Fridcrichszburg l , da sein gnade die zeit im sweinhatz was. ■tu Demnach brachten die geschickten ratsfrunde sollich obgemelt meynung an rate, das der rate alt und newe vast bewegt waren zii betrachten ernstlich, was mit eren und ausz gehorsam thiin mocht und solt, damit man nit in grosz beswerde eosten" und arm St kerne; dann vi I redde gingen, die a ) lh. ccison. 45 ' Bei Lampen he im. 1487. 561 pfaffen wolten weg ziehen und gegen der stat furnemmen mit banne und acht mit recht und gewalt. Also bäte der rat die von Speyer unser eytgenossen ir frund gein Wornibs zu schicken hei (Ten raten; das sie detten und rate gaben, sovil sie ID der sachen vermerckten; so dunckt sie, das auff das gemelt keyserlich mandat s der bischoff und pfafflieit nit zu pfenden were, als ob es itz im reich stunde und gelegen were und was ir rate auff des pfaltzgraven" furhalten und erbieten nit still zustene sonder gewertig zu sein und die rachtung lesen zulassen und zu handeln lautli der [ b ] rachtung; dann man sehe wol, was t'osts oder hilff wir haben mocliten vom reich. 10 Demnach und auch ausz betrachlung, wie die zunffte in der Stadt erschreckt waren und kamen fur rate und redten sere ernstlich, man solt die s tadt und gemein in frieden hallen, das die gemein mocht sicher die landt gebrauchen und das mandat bei dem keyser abschaffen, solt dann die gemein «arzu ein Schätzung geben , wolt die gemein gehorsam sein, mit andern un- i& '''östlichen Worten, die den rate bewegten; daruinb so schickt der rat sich forderlich zu den sachen darin rate zu han und fandt an rate nach begerde l) nd rate des pfaltzgraven nit still zu stene, sonder die rachtung lesen zu fassen und zu thun nach altem herkommen lauth der rachtung. Demnach auff donnerstag darnach schickt der rate sein frunde zu dem 20 pfaltzgraven gein Lorsch, die zusage zu thun, das man wollt die pfaffen- i'achtung lesen lassen. Aber der pfaltzgrave was nit zu Lorsch sonder further geruckt gein Friderichszburg'; da gab der rate die antwurt; des was der lurst gar wol zu frieden und gab des ralsfrunden gar ein guten ymbsz und ' a3 / darnach liesz er weither reden und sagen, er wolt der stat zu irem 25 ''echten ein gnediger herr sein, sie schützen und schirmen, deszgleich were er auch dem stifft schuldig und were es etwas gebreche zwischen der Stadt " n d pfaffheit, so wolt er helffen darin seilen gutlich teydingen, das iglichem te 'l geschee das billich were; deszgleich sich der bischoff auch erbotten hatte. u es danckten die ratsfrunde seinen gnaden. 30 Darnach ward ein tag furgenommen nemlich sontag nach Thome as. i>tt. a Postoli, das alszdann die pfaffen rachtung gelesen wurde und gehandelt lauth " er rachtung; dem wart auch also nachkommen. Das war ein spot der P'affen und mocht doch nit anders sein. Darnach hatten unser herren rate, wie sie sich gegen dem keyser u fochten entschuldigen, und wurden rats ein botschafft zu dem keiser gein Ndremberg zuschicken sich zu entschuldigen und wart auch solch botschafft gefertigt auff den hernach geschrieben tag nemlich auff den heiligen crist- ahent. Und nachdem die termyn der keyserlichen ladung davon [''] obgeschriben 40 * as gefallen in den heiigen wyhennacht tagen, das man sich nit versähe, ^ as die zeit in den sachen nit gehandelt wurde, schickt der rat Adam a ) Hs. pfaltzen. 1 Bei Lampertheim. "Worraser Chroniken. 36 2*. r>et. 5(52 Beilage: Acta Wormatiensia. schreyber' vorhien gein Nuremberg sich zu erfaren, wann wie oder was man thfln oder sich schicken solt etc. Der kam gein Nuremberg au ff den crist- abent; da was unser herr keyser hienweg gein Ulm zu 2 und aber der cantzler noch zu Nuremberg, der wollt sich keiner sach annemmen auch 5 keinen bescheidt geben. Also schickt sich derselbe schreyber unserm herrn keyser nachzuziehen, dann auff dem wege auch zii Wormbs was man innen worden, wie der bischoff und die pfaffheit auch ein botschafft gein Nuremberg gefertigt betten; dem was also und dieselbe botsehafft under wegen; aber unser schreyber ee zu Nuremberg dann ir botsehafft und als der keyser 10 sich von Nuremberg erhaben, hett unser schreibet' sorg des bischoffs botschafft were nachgefolgt und underslundc etwas zühandeln wider die sladt. Als aber unser schreyber innen ward, das des bischoffs und der pfaffheit botschafft nemlich herr Johann von Hatstalt domherr gein Nuremberg kommen und nit dem keyser nachgefolgt was, verhielt unser Schreiber und hett auf" 1.1 merekens, wes sich der pfaffheit botschafft understene wolt und erlernet so- vil, das der domher etlicher gelerlcn und ander rat hett und als der domherr unsers Schreibers auch daselbst geware wardt, beschickt er ine und wolt erfaren, wes er befelchs hett oder zu thun meynt und als [24] darunder unser schreyber wider hinder sich geschriben hett, wie die keyserlich maiestat auff- sm gebrochen were, wollt er als billich was sich nit anders tnereken oder ver- stene lassen, ■ dann weither bescheidts von einem rate zuerwarlen und hett doch also auffmerekens, wes der domherr handel oder furnemmen were und 1 Stadtschreiber ivar damals Andreas Pauli, s. das Schreiben des Stadtadvocatet) Peter vom Stein, Licenliaten, an ihn (>. Mai 1489 in Hand nr. 1934. Adam von 25 Schivechenheim war Unter sehr eiber. Kr schreibt am 26. Dez. an den Roth: Uff men- tag den cristabent bin ich glücklich und doch nit mit weniger nmwe geyn Nuren- berg kommen. Nu ist unser her keyser uff montag darvor uffgebrochen und geyn Ulm gezogen und vermerck ich, das die k. mt. willens sy furter in Kernten und Tyrol daumb in sin erblich lande zu reysen, dahien dann des babsta bottschattt 80 auch die Venediger zu im kommen sollen ettwas zu handeln und ersieht man sich hie zu Nurenberg, das er doch in kurtz widder keren werde, abber der zyt ist nyemant gewisz. Doch ist die Ro. canczly und sonderlich der Waldener noch hie zu Nurenberg. Also bin ich in der canczly gewest und hab vernommen, da» noch yemant sich angebben hab von lnynx hern von Wormsz odder der paffheit 85 wegen. Anders uff dem wege zu Moszbach ist mir gesagt, das myn herr von Worin* und noch eyner mit im alsz ich usz anzeige vermerck her Johann von Hatstatt zu mynem hern von Meyntz geritten geyn Kalszheym odder daumb. Auch han ich von eynem palczgravischen hotten hie zu Nurenberg vernommen, das doctor Plenynger eyn tag vor zu Heydelberg uszgeritten sin soll zum keyser. Nu hat 40 unser her keyser nyemant by im dann her öigniond liruschenck, graffHug und der fiscal sint noch im Ettscher land . . . Hand nr. 1923. Am 26. Bez. schreibt er: Nu hab ich mich gestern nach essens dem Waldener Ro. canczler angebben und alsz er nit vast lustig was syner kranckheit hallier mich zu hören, hat er mich geladen uff hüte sant Steft'anstag mittags mit ime zu 45 essen, alsz ich gethan, und nach ymbsz nach aller notturfft mit im gerett und den ergangen handel zuchticklich endeckt und vermorekt an im nit sunderlich mysz- fallen, besunder dwyle myn gnedigstcr her der palczgrave sich so fürstlich UBB gnedielich erzeugt hat . . . Jir habe gedacht am besten sei es, er reite dem Jfow"' nach. Doch musz ich noch eynen tag verziehen mynem pf'erde zu liebe, das ist w mit mir gefallen und hyncken worden, ob es besser wurde, abber nit lenger dann uff der kyndelin tag zu Nurenberg uszzuryten und versehe mich unsern hern keyse' zu Yszbruck zufinden ... Ebendaselbst. ' Friedrich urknndet in Ulm den 23. Del., s. Chmel, Reg. nr. H20(). 1488. 563 als der domherr sich bei dem cantzler angeben und protestirt hett von seiner gegenwirtigkeit und gehorsam, das aber der cantzler gantz nit annemmen noch rede oder antwort geben wolt, liesz der domherr zu letst machen ein protestacion oder instrument seiner gegenwirtigkeit mit allerhande eingeflochlen artickeln, das sie nichtiglich citiert auch nit schuldig weren zu erscheynen 5 y or der keyscrlichen mt., das wollt er nochmals furbringen und begert an unsern schreyber mit im anzuslene und die protestatz auch also zuthun; des wollt unser Schreiber gantz nit thfin und slug das abe; das name der von Hatstatt für übel und was unwillig darüber und dete die protestacion allein und als unser schreyber vermerckt, das des sengers meynung nit was nach 10 W ziehen, dann es was vast kalt und ein grosser snee gefallen, dergleichen lr " vilen jaren in den landen nie mer so grosz und dieff gesehen was, auch lach etlicher entschuldigung bei dem cantzler, wie und wes halber ein rat bewegt were über das mandat die racbtung hett lesen lassen etc., reit unser schreyber wider heym. 15 Darnach ward man rats und schickt denselben Adam [''] schreyber der keyserlichen int. nach unverzüglich gein Yszbrugk; da erlangt er in sehen tagen einen aufslag in den Sachen bisz Johannis und darüber einen recesz und schrifften und ritt wider heim. Darnach in demselben sominer ward der Romisch konig Maximilian so des keysers sone gefangen von den seinen zu Brugk in Flandern l . Da brach unser herr keyser uff und zohe hienabe und schribe und manet das gantz »'eich auff ernstlich etc. 2 Und in dem abziehen lag der keyser ein nach|t] zu Spire und zwo nacht zu Wormbs 3 , da entpfinge man ine aber erheb. Aber des dritten tags morgens fru erhübe sich der keyser, ee man das innen *s Ward, was er zur porten ausz und reit oder ging niemants von rats wegen mit im und viel seiner diener, die alle nit darurnb wisten und nachzugen. Auff das male begert der keyser der stadt graben mecher und liesz graben kreutzwyse auff sant Meinharts kirchhoff, ob man gebeyne mocht 'ynden vom hornyn Sifridt; man grub bisz auff wasser und fand nichts dann so einen kopff und etlich gebeyn, die waren grosser dann sust gemein dot menschen haupt und gebeyn 4 . [36] Item in dem 88. jare zogen die fursten herren stedte und stende des heiigen reichs zu hilff dem keyser zuerledigung des Romischen konigs Maximilian, der auff der von Gent anstellen von den burgern zu Brück in 35 Flandern gefangen was und ward der konig erlediget. Darzu schickt der rat auch die seinen auff CO knecht zu fuse mit zweyen wegen, der lagen eyn tev l auff ein halb jare in Westflandern und ginge dem rate ein mereklicher k °st darauff ob 800 gülden. Als nun dei keyser von Flandern wider herauff gein Wormbs kam 5 , 40 1 Seit dem 1. Fei»: 1488 sass Max in Brügge gefangen.. Erst durch den Ver- tru 9 vom Iß. Mai erhielt er seine Freiheit wieder. 2 s. Ulmann l. c. I, p. 24/f. ß 3 .4m 10. April urkundet der Kaiser in Worms, am 8. u. 11. in Speier, s. Chmel ««0. nr. 8273—8275. * lieber das Wiederaufleben der deutschen Heldensage s. Goe- **•» Orundriss der 1). Dielitung, 2te Aufl. I, p. 3S5. Mit dem 0. Text stimmt Zorn, « *: 19r >- Kirschgartner Chronik o. p. 91 f. ' Am 23. und 24. Nor. urkundet K. Fried- nch in Worms, Chmel l, c. nr. 8335-8337. 36* 564 Beilage: Acta Wormatiensia. da schickt der rat sein frunde zum keyser' und liesz under anderm mit im reden der Sachen halben, darumb man geladen was, nemlich der pfaffen rachtung halben und was von ettlichen der keyserlichen mt. rethen des rats- frunden furgehalten, wie die keyserlich mt. hett Wissens das gespenn und s irrung were under den burgern, das waren die Hawszgenossen , die hetten sich in ungehorsam etwas auffgethan gegen dem rat etc. 2 Also sagten des rats geschickten dem keyser, es mocht sein, es were etwas irrung bei etlichen bürgern gegen dem rate, darumb der rat mit inen gerett hett und were in getruwen, sie wurden gepurlich antwort geben und die dinge zu gutem in frieden kommen. Darauff liesz der keyser [''] sagen, er wolt die zweytracht nit haben und der rat sollt sein frunde nachschicken gein Ulm, da wollt er ettlich tage pleyben und die Sachen der pfaffen rachtung antreffen boren; het dem bischoff und der pfaffheit solichs auch zu erkennen und bescheidt geben nachzevolgen", alszdann wolt er auch weither bescheidt geben der in Montzer halber. " Also schickt der rat sein frunde nemlich her Philips Knyp, Flamman Liesperg, Adam statschreyber und den advocaten meister Peter von Creutze- nach gein Ulme zum keyser die terminy zu versteen 4 und als niemant er- sehyne von des bischoffs und gemeiner pfaffheit wegen, wurden des rats 20 geschickten verhöret mit darlegen und bericht der pfaffen rachtung. Also beschiede man die gesandten sollten yemant von rats wegen lassen nachfolgen, so wolt die keyserlich mt. in den Sachen handeln. Also wurden der advocat und Adam schreyber nachgeschickt bisz gein Kempten, da ward viel in den Sachen gehandelt und wege furgenoinmen, wie die stadt wider in gut ar, ordenung gesteh, damit sie wider | inj auffnemen kommen mocht und ee dasselbe gantz beslossen warde, zöge der keyser fürt, au ff Ynnszbrugk ; da volg Adam allein nach und ward ein ordenung begriffen, wie der rat und gericht further besetzt bestendig sein und der bischoff damit nit züthünde haben solt 5 . Der- 1 Laut einem Briefe des Bisclmfs an den Rath, 4. Dez. Mentz, verlangte er, das» 30 beider Jioten zusammen nach Ulm reisten. Band nr. 1923. Am selben Tage liat der Math von Worms den von Ulm iltren Gesandten einige ihrer Jiathsfreunde sunder einen gelertcn zuzugeben. Ebendaselbst. 2 Ulm II. Bez. 1488 erliess der Kaiser ein Mandat an den Rath, worin er ihm befahl zu sorgen, dass die Münzer und Hausgenossen dem Bath gewärtig und gehorsam sein sollten. Bas Orig., aus dem Moritz 3.1 App. p. 1i)8f. schöpfte, ist verloren gegangen. 3 Vgl. die Barstellang des Bischo/s in den Verhandlungen zu Antwerpen 1494. Schannat II, 2(il. 4 s. Band nr. 19'i3' Brief des Rathcs an meister Peter vom Stein licenciaten, Philips Knypon und andern unsern geschickten gein Ulme vom 19. Bez. ° In Insh'uck 24. Bez. J.4SS verlieh K. Friedrich der Stadt Worms neue Freiheiten: 40 Wir Friderich von gottes gnaden Römischer keyser etc. bekennen offcnlir'j mit disem brief und thun kund allermonigklich, das wir den ersamen unnsern und des reichs lieben getrewen burgermoister rate und gemeinde unnser und des heiligen reicha stat Worms diso besunder gnad und freyheit getan und gegeben haben, tun und geben inen die von Römischer keysorlicher macht volkumonlieit eigner 4s bewegknusz und rechter wissen in crafi't disz briefs, also das inen und iren nach- kumen alle und yegliehe alte verfallen heuser hof'stat und ander gütter in der stat Worms iren zwynngen und burgbannen gelegen, so auf ersuchen eins rattes zu Worms in iarszfrist durch die zynnsz oder grundtherren in wnsen und paw nit wider auligericht noch gehalten werden, ledigklich heimgefallen und sy dieselbe" so ferrer zu ireiii und gemeiner stat nutz und notdurfften verpawon oder verkauften oder hinleihen mögen on irrung oder eintrag der zynnsz oder gruntherren und um. 565 selben [aej ordenung schickt Adam copey dem rate zu ir meynung und gut heduncken darin zu vernemen. Da was die zweitrcchtigkeit und irrung im «unst allermonigklichs; und das auch hinfüro niemand, er sey geistlich oder wclt- "ch, auf ire statmawre, grebon, zwynnger oder anders, das zu bevesstigung der statt dienet, einicherley paw zu setzen, ein oder auszgenng zu machen, gewalt s haben soll, und wo derselben ein oder auszgennge oder ander pewc der stat zu nachteil gemacht und inen die nit leidlich weren, das sy dieselben widerumb ab- zuthun, auch umb gemeines nutz und notdurfft willen der stat zu einer yeden zeit "°y inen und wann inen das gei'ellig und notdürfftig sein wil, Ordnung stattut und gesetzt machen und setzen, dartzu auf alle und yegliche hanndlung, kauffmanschafft, in nanndtwerck, dinstperkeit und anders in gemein und sunder zimfich auffsatzung zu ™n macht und gewalt haben, und alle die so sich in solichen obbemelten stücken ungehorsam und widerwertig erzeigen, darumb zu einer yeden zeit mit zimlichen penen und pussen straffen, dartzu nötten und zwynngen mögen und damit wider unns das heilig reiche noch yeniand andern nit gefrevelt haben. Es sol auch nie- ls '"and, er sey geistlich oder weltlich, cinichen burger oder inwoner oder die dem rat zu Worms zu vorantwurtten sten, nit tun heischen laden oder fürnemen an einieh geistlich gericht in der stat Worms umb schulde zynnsz oder ander weltlich OST bürgerlich Sachen genannt prophane, noch sy oder die iren daselbst zu ant- wurtten pfiiehtig sein, dartzu sol auch niemand die von Worms ir burger und 20 nw on( , r £ijt;t ei . st . n ulde zynnsz oder gülte auszwenndig der stat Worms mit eignem tfcwalt oder fürnemen auffhalten, sich der underziehen noch sy daran understeen •'» u 'ren oder zu verhindern in dhein weise, sunder wer zu inen iren burgern und "wonern oder iren güttern einicherley fordrung hotte oder zu haben vermeinte, a « derselb recht darumb gegen inen vor dem rat oder statgericht daselbs zu SS onus nach lautt irer freyheit, so sy deszhalben haben, suchen und nemen, auch '(■ S H y erber person wenig oder vil, so sich bey und zu inen in die stat Worms tzen ziehen und daselbst wonen wellen, freyen und auffnemen mögen, also das 1 'a. ^ e " Jen v °n einem bischof zu Worms mit amptern oder dinstperkeitten nicht geladen noch beswert werden sollen in dhein weise. Fürtter so geben wir den ob- SO ^'nannten von Worms dise freyheit, wes sich frevenlicher hanndlung und misztatte der stat Worms iren zwynngen und burgbannen begeben, von iren burgern in- fjjjf rn dinstknechten oder anndern wer die weren, es sey mit todsiegen freveln 'dbrüchen oder andern streif liehen henndeln, und die totter oder mitthanndler ' Us der stat endtrinnen oder flüchtig würden, und auf erfordern des clegers oder IS - nes rats umb solich täte und verhanndlung zu Worms zu recht nit fürkumen noch un'? 10 . ch *' cn daselbst gehorsam und genug sein wolten, das dann dieselben tetter d > "ntthanndler in dreyen meilen wegs umb die stat Worms und wunderlich in boÄ* ^ or '' unc ^ gemarekte zu Neuhausen bey Worms golegen nit enthalten ge- gnSj ?*?* nocn geschirmet werden sollen, und wo die von Worms oder die iren 40 ) lc |b tetter und mithanndler inner dreyen meilen wegs und besunder zu Neuhausen ne^ 1 ' 0( * or an kumen, das sy dieselben zu yeder zeit mit gewaltiger hannd an- in5' D Unt ^ so e ' nor i r burger oder inwoner zu Worms ist, denselben gen Worms , S 10 s tat, wo er aber inen nit verwannt were, an ein gericht inwenndig dreyen >len wegs, da der angriff geschehe, oder aber gen Speyr oder Oppenheim an 4.-> 1111*1 1CCllt ' Uron > stellen und daselbst beclagen und recht wider denselben vordem r '! nemen mögen, da inen auch umb solich verhanndlung und clagc förderlich zeit ? r S een - und dieselben beclagten nach swere und gestalt der sach zu yeglichcr erk 4 vers orgknüsz zu recht sicher angenomen und gehalten, und das so zu recht - Rannt würdet, nach Ordnung des rechten volzogen werden. Darfür alles und so (j/'? s 80 obgeschriben steet sol einen yeglichen nit schützen schirmen noch freyen heir erloy K nacl freyheit oder gleitt, die sy oder yemand anders von unns dem hett*' 011 re ' cno °der yemand annderm, wer die weren, erworben und erlanngt Reh- ' ^ ann w ' r dieselben gnad freyheit gleitt und anders so hiewider sein and abi l ' auc ht werden möcht, sampt und sunder genntzlich auff heben vernichten und 55 h in unns -"•ua aus 0 i,g erül . tei . Römischer keyserlicher macht volkumcnheit wissenthe dsi v • Dri e?s. Und sollen auch die von Worms mit sölichem angriff wider unns '« heilig reich noch yemant anders nit gefrevelt noch getan haben noch yemand j~"J?n»b zu antwurtten nicht pflichtig sein in dhein weise, doch unns und dem r l !'tfen reiche in den vorgeschriben artickeln unnser keyserlich oberkeit und ge c "tigkeit alletzeit vorbehalten. Und gebieten darauf allen und yeglichen unnsen 566 Beilage: Acta Worruatieneia. rat, das sie sich des nit vereinen mochten und schrieben Adam an keyser- lichen hoff, er sollt gemach thun die ordenung zöverfertigen, dann es were sorg, man mocht der dinge nit auszbringen '. Under des schickt der bischoff und des heiligen reichs churf'ürsten, forsten, geistlichen und weltlichen, preisten, s graven, freyen herren, rittern, knechten, hauptlewten, vitztliumben, vögten, phlegern, Verwesern, ambtlewten, schultheiszen, burgerineistern, richtern, reteu, burgern und gemeinden und sunst allen andern unnsern und des reichs underthanen und ge- trewen, in was wirden stattes oder wesons die sein, ernnstlich mit disem brief und wellen, das sy die obgenannten burgermeister rate und gemeinde zu Worms und 10 ir naehkumen an den vorgeschriben unnsern keyserlichen gnaden und f'reyheitten nicht hindern noch irren, sunder sy der berublich gebrauchen geniessen und genntz- lich dabey beleiben lassen, und dabey von unnser und des heiligen reichs wegen hanndthaben schützen und schirmen und hiewider nit thun noch ycmand zu thun gestatten in dhoin weise, als lieb einem yeden sey unnser und des heiligen reichs 15 swcre ungnad und dartzu ein peno nemlich sechtzigk marck löttigs goldes zu vermeiden, die ein yeder so oft't er hie wider tette, unns halb in unnser und des reichs camer, und den andern halben teile den vorgenannten von Worms und iren naehkumen unableszlich zu bezalen verlallen sein soll. Und damit die oft'tgenannten von Worms und ir naehkumen an solichem oborürten, auch allen andern iren frey- ao heitten, so sy von unns unnsern vorfarn Komischen koysern und kunigen und dem heiligen reiche haben, destmynnder abbruch Verletzung oder schaden zugefügt, sunder deststattlichcr dabey gohanndthabt und beschirmet werden , so haben wir inen darüber zu unnsern keyserlichen commissarien, richtern, conservatoren und executoren gesetzt und geordent die erwirdigen hochgobornnen und wolgebornnen 2j unnser lieb neven ohoimen churf'ürsten fürsten und des reichs lieben getrewen . . ertzbischoven zu Menntz des heiligen Römischen reichs in Germanien ertzcanntzlcr, . . pfaltzgraven bey Rein und hertzogen in Beyern des heiligen Römischen reichs ertz- drugksesz, . . lanndtgraven zu Hessen und . . graven zu Wirtembcrg und Mümpelgart, so yezuzeitten sein, und inon samentlich und sunderlich unnser ganntz volkumen 30 macht und gewalt gegeben von oberürter ftomischcr keyserlioher macht ernnstlich mit disem brief gebietende, das sy samptlich oder ir yeder in Minderheit, welicher mit disem unnserm keyserlichen brief ersucht wirdet, die vorgenannten von Worms und ir naehkumen bey den obestympten und andern iren keyserlichen und kunigk- lichen gnaden und f'reyheitten von unnser und des reichs wegen auff ir anruffon 35 getrewlichen hanndthaben schützen und schirmen, auch alle die so dawider tetten oder sich den ungehorsam und widerwertig erzeigten, an unnser und unnser naehkumen stat, rechtlich für sich heischen und laden, und sy auf der genannten von Worms begeren in die gemelten pene, so vil inen der zu irem teile gebüret, verfallen zu sein mit recht erkennen und ercleren; und darauf zu hannthabung und 40 einbringung derselben pene ires teils fürtter mit notdürfftigen procossen execueion zimlichen penen und pusson wider sy fürnemen und volfaren, und sunst hier inne von unnser unnser naehkumen und des reichs wegen und in unnserm namen alles das hanndeln tun gebieten und verbioten, das sich zu hannthabung und beschirmung der obberürten gnaden und f'reyheitten, auch zu einbringung der pene ires teils 45 nach Ordnung des rechtens gebüret, und wir oder unnser naehkumen am reiche selbs tun möchten, und sich dawider nit setzen noch des weygern , als lieb inen sey unnser und des reichs swere ungnad und die vorbestympten pene zu ver- meyden; daran tun sy unnser ernnstlich meynung. Mit urkund diss briefs besigelt mit unnserm keyserlichen maiestat anhanngendem inhrigel. Geben zu Insprugk 50 am vierundzweintzigisten tag des moneds december nach (Jristi geburd viertzehen- hunndert und im acht und achtzigisten, unnser reiche des Römischen im newn- undviertzigisten, des keyserthumbs im sibenunddreissigisten und des Hungrischen im dreissigisten jaren. Ad mandatum domini 55 imperatoris in eonsilio. St.-A. W. nr. 685. or. mb. Das Siegel Imrujl an grünviolettseidener SchnW- Vgl. Arnold IT, 468 f. 1 Am 17. Januar 1489 schrieb der Rath an Adam von Swcichenheym im keis. hole: Wir sin bericht wes du unserm burgermeister Thoman Antz und ettlichen eo andern unsern ratsfrunden geschriben hast . . . und unser meynung und heyssen 1488. 1489. 567 Und gemeine pfaffheit auch ir bottsehalTt an den keyserlichen hoff, die arbeit, darwider mit allem vleysz und erlangt, das die keyserlich ladung ausgehoben Ward. Doch behielt ime der keyser in der auffhebung vor, das sein keyser- hch mt. ir oberkeit nach darinn handeln wollt nach seiner und des reichs notdurfft und des unverbunden und frey steen. Es warde auch dem schreyber :. gunstiglich endeckt, es geschee der Stadt zu gut, die keyserlich mt. wollt ausz oberkeit darinn sehen und handeln, als man hienach vcrnemmen wurde und über etlich zcyt mocht man wider ein botschafft thun an den hoff und lassen Manen. Also über etlich wochen schickt man wider ein botschafft zum keyser', da warde ein doclaracion gegeben, das die rachtung und vertrege solten io "ich, das du an dorn k. hoft' vereziehen und bliben wollest bisz Hatstatt und ander unser« hern vonn Worms geschickte abryden unnd auch erlernest nach vermögen, ^s irs handols und abscheidt sy. Der Bath theilt ihm die Verhandlung mit Graf H ug von Wirdemberg mit dm k. Mandat betr. Auch schicken wir dir hiemit Crist- rnan unsevn knecht 40 gülden zu zerung und ander nottorft't . . . ir, Die keis. mandat von der Huszgenossen wegen werden veracht wie das furder Uandat etc. und wirt gesagt, die sach auch an unsern hern pfaltzgraven gelangt, „!" lö t eyn tag verfolgt zu gutlicher verhorung . . . und sol der gemelt tag sin '" Worothee schirst. Auch haben uns die Muntzer oder Huszgenossen uff hüte ein ■'ppellatz oder provocatz verkünden lassen herinne verslossen, daruff wir sagten, so insernthalb nit noit werc appellirns oder beruffens, dan eyn urteil oder gerichts- ■indel ist, sunder die k. m. handelt darinnc, da mögen sie furwenden, wes sie unckt noit sin, wir nemen uns des nit an . . . Band nr. 1934. St ' ' y°" 1 . 2Ö> April 1489 ist der Vollmachtsbrief den Bathes für Meister Peter vom ' •ein, IAcentiaten, Advokaten, an den Kaiser. Von (lemseU)cn sind eine AnziM eigen- 25 nandiger Briefe vorhanden. , Am 4. April: Uff mondag nach misericorJia domini bin ich gen Ynszbruck omnien des morges umb 7 uwern (!) und han nit mögen underkonimcn in der stat l^.v. 11 - 1 *' ? l ' os ' /C1 ' niuge myn pferde bracht in eyner furstat zu stall und behelff ich "ich in der stat by eynem burger, dan es ist so grosz und viel herschafft da von M Wn und nymant mag gemach haben umb gelt und ist da der keyser, der konig, erzog Jörg, herzog Albrecht und Cristoffel von München, dry oder vier bischon, liT We ^ sen hern, weisz ich nit zu nennen und andern viel foleks und zucht deg- j ~ ö - Mui an Adam: Enaelman habe noch nielits erlangt, dank der Wachsamkeit 18 «w Gesandten. u ^ m •>■ Mai schreibt er in der Munter Sache: dut Engelman fein Hausgenosse <>n Worms) groszen flisz tag und nacht und hangt er dem Bruschencken (der be- brinff ^ emnc ^ vun Brüschmk, Bath Maximilians) an auch mit supplicacion und fetten etc. Er verlange Verhör und viele seien seiner Meinung. Dargegen sag ich, 411 uffVi^ 0 ^' * )erur c * n t'riheit, die habe der keyser geben usz gnaden, die auch widder nn'f 1 n nac * 1 8 - Ym gefallen, dan er möge gnade bewysen wem er wol und sy on tt?r i arutnD * n rechtigen. Stein rühmt den Joh. Waldner, (kaiscrl. Bath, s. Minu- 5j*> Kaiscrl. Buch 78. 109 etc.) als Gönner der Stadt ... Mit der citatz des bischon's il° . W i lr * w i^der uffgericht zu sinen litten und mit fugen wurd mir auch itzunt, 4."> J) )e . 1 ' "edunekt mich nit gut sin. als ich uch berichten wil, so ich zu uch kome. • er * , y u \ wurde auch uffgehaben, itzunt aber so das geschee, so must man dasselbe ■ c ' ei ' citatz uszlaszen und ist der best beholff, den der fiscal hait widder den lutt 1 ' " Es ist fast c1uer uml unru &i# uncl 8 ar ke.vn gemach ihr mynge der w i uer haffer ist als duer als ich ie dkein ort han gesehen oder erfaren. 50 ve-i ^ m 20 - Mai: Engelman ist hinweck . . . und hat nicht erlangt mit grossem ' , ros z. Wegen Aufhebung des Eids sei nach nichts entschieden : dan viel gutter unl XV a^ ' utz( -'l' uszrachtu'ng bin ich wol gewort. Mit der fryhcit des iarmareks ve 1 " n fryhe'tcn hant die schriber in der cancely auch der canczler bevor abe daz 08Z; er liabe ihnen zu Gefallen sicli geduldet . . . Dasz gemeyn gerufft ist, ii und f k° n ig wo ' uffbrechen zu Inszbruck und gen München zu sinem swager ist M* X ^' n ^ en ^ranckfurt zu dein dag uch und andern stetten auch geschriben Man ist auch konigs und kaysers müde zu Ynszbruck und beclagen sich die 568 Beilage: Acta Wormatiensia. alle sampt und sunder ab sin etc., innhalt derselben declaracion mit dem keyserlichen anhangenden ingesiegel wie hernach geschriben steet: 1480. Mai 21. Innsbruck. Friedrich III. hebt alle von der Stadt dem Bisclwfe ijcthanen Verpflichtungen auf. 5 Wir Friderich von gottes gnaden Komischer keyser zu allenn czeitten nierer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, herezog zu Osterreich, zu Steir, zu Kernndten und zu Crain, grave zu Tyrol etc. bekennen, als vor verschinen zeitten zwischen weilent den bischoven und pfafheit zu Worms eins, und unnser und des reichs stat daselbs, des anndern teils, on unser, als Komischen keysers 10 wissen und verwilligung, ettlich unforndich untuglich vermeint vertreg und eyde unns und dem heiligen reiche zu unbillichem abpruch und schaden unnser oberkeit herlicheit und gerechtickeit beschehen und erganngon, die an in selbs craftlos zu- nicht und untuglich sein, und dardurch dieselb stat, wo dem durch unns nit f'ür- komen, mit der zeit von unns und dem heiligen reiche gedrungen werden mocht, 15 daz wir solichs zuverhütton, als Römischer keyser nierer und handthaber des heiligen reichs, dem das seinen pflichten und der billicheit nach zutunde gebiiret, mit gutem zeitigem rate und lawtterer underrichtung in die Sachen gesehen, und alle solich unzimlich vertreg und eyde, und sonnderlich den leezten eyd, so burger- meister und rate der gemelten stat Worms dem erwirdigen Jobannsen bischoven 20 daselbst, unnserm fürsten und lieben andechtigen, unns und dem heiligen reich zu ganczeni unbillichen nachteil, on unnser wissen und verwilligen getan, aufgehellt, cassirt, vernicht und abgetan, und dieselben burgermeister und rate davon gennez- lich absolvirt und enntledigt, und darzu declarirt und erclert haben, heben auf, cassiren vernichten und tun ab, absolviren und enntledigcn sy davon, declariren as und ercleren auch aus Römischer keiserlicher macht volkomenheit, eigner beweg- nuss und rechter wissen in eraft diss briet's, also, daz die alle und yede besonnder gancz craftlos zunicht und untuglich sein, unns und das heilig reich, noch dieselben burgermeister und rate zu Worms noch ir nachkomen nicht pinden noch inen inn noch ausserhalb gericht zu nachteil verleczung oder schaden nit für- 30 gehalten, geübt noch gebraucht werden, in dhein weise, sonnder sy der gancz f'rey und ledig sein, und bey den eyden, ho burgermeister und rate einem bischofen als irem vorgeer in der geistlichoit vor alten zeitten getan, auch ein yeder bischof und der stifft bey iren freiheiten und Privilegien, die sy von alter und vor solichen un- tuglichen vertregen durch unnser vorfaren und unnser verwilligung gehabt haben, 3S rette, man möge nit nie noittorfft bekommen in dem tall und ist die sag, der keyser woll auch hinweck. Am 27. Mai schrieb Pfalzgraf Phillips von Heidelberg aus an Worms: Uns hat der erwirdig in got vatter unnser lieber besonnder frundt canntzler unnd gevattor herr Johanns bischove zu Worms, doch nit in clagswise sonder wie ine glouplich 40 angelangt, rarbracht) das ir durch uwer botschafft by der keiserlichen maiestat fur- haben unnd üben zuhanndeln und erlangen abermals das den cid unnd villicht annders beruren mocht mit bit, diewil derglich vor auch uff der ban gewest, darinn wir unns in ansehen, das siner lieb als noch mit nichten lidennlich beniuet, dardurch , das der zit zu fridenn bestannden unnd die keiserlich maiestat auch durch 45 mittel weg inn rüg gesetzt hat, damit dann unnser mue und arbeit nicht unvei- fenglich gelassen werde zu bedenncken darin zusehen unnd zuverfugen, das für- nemen vermitton plibe. Wann nfi wir hievor zwuschen uch beiden teilen guttcr schidlicher meynung uns bearbait und darinn befunden haben, wo von uch icht dawider zuerlanngen unnderstannden wurd siner lieb unlidenlich unnd ee das zu- 50 gelassen mit harter mü cost und verderpnus besten must, deshalb ir zu beiden teiln bisher stilgestannden unnd die keiserlich maiestat ding auch in ru gestalt, dwil ir nun all weg uch mereken lassen das von uwerm angeben das k. mandat nit er- lanngt damit dann dem glichmessig von uch gehanndelt, ferrer unwil cost unnd arbeit zwuschen uch an ort gesetzt, die ding auch by der keiserlichen maiestat ge- 55 rügt beliben und unnser geschehen mit nicht veracht, wir auch ferrer uff ermanen unnd ansuchen beidersits verwanndtnus und schirms dem geursachon teyl zu thun nicht bewegt werden; so begern wir uch gunstlich bittennde zu bedenncken, was Bchedlicher nachfolge solichem furnemen geschehen mocht unnd von solicher ubung zusehen den zanck nit zusuchon uch selbs inn ru unnd friden zu behalten, darezu 60 wir uch gern helffon wollen . . . Band nr. 1034. 1488. 1489. 569 bleiben und kein parthey die annder darüber ferrer nit dringen noch besweren sollen, in dhein wege, bei Vermeidung unnser und des reichs sweren ungnad, und darezu ein pene neinlich hundert niarck lottigs goldes zu vermeiden, die ein yeder, so offt er frevenlich hiewider tette, unns in unnser keiserlich camer unableslich zu beczalen verfallen sein sol. Mit urkund diss briefs besigolt mit unserm keiserlichen 5 imhangenndem innsigell. Geben zu Innsprugk am einundzwoinezigisten tag^ des monets märz nach Cristi gepurd vierezehen hundert und im newnundaehezigisten, unnser reiche des Römischen im fünfczigisten, des keiserthumbs im achtund- dreissigistun und des Hungerischen im einunddreissigisten jaronn. Ad mandatum domini 10 imperatoris proprium. Auf der Rückseite: Mathias Wurm. St.-A. W. nr. 586. or. mb. c. siq. pend. Zalilreichc Können, Abgedr. bei Moritz, P- 200. Scliannat II, 251. 15 [27''/ Und als dieselb dcclaracion in den rat bracht warde, da wolten «lieh besonder die Hawszgenossen und ir anbang die dcclaracion nit an- nernmen und sagten, man solt sie in den ofen werffen und verbrennen, es w urdc noch grosser unrait daraus/, entsteen. Darundcr betten sich die Hawszgenossen beworben bei iren frunden und in solich widersessikeit gestellt 20 gegen dem rate, das dem rate gar nit zutlmnd noch wolc muglich was sich der dcclaracion zugebrawehen, man were dann zufrieden und einhellig und legt man sich an der Hawszgenossen sach und übet die am keyserlichen hoffe, daran lag Adam der schreyber, der dein auszwartet ob dreyssig wochen zu Lyntz, bisz das ein dcclaracion geschacli, als in demselben der Hawsz- 25 genossen bandel clerlich geschrieben steet, das sie solten gehorsam sein und 'nun als ander burger. Demselben nach ward weither darinn gehandelt und ( ''e Hawszgenossen auszkaufft lauth ires Vertrags bei andern freyheiten besehrieben *. Und als im 88 2 jare der Hawszgenossen handel geendet was l| nd damit die keyscrlicb dcclaracion mit fugen herl'ur bracht wurde, so hett 10 auch der bischoif weither ingryff gethan in des rats oberkeit des gleydes halber frefel und fridbruch zu richten appellacion und ander 3 liesz der rat erbringen am keyserlichen hoff und erlangt ein ander citatz widder den bischoff und pfaffheit wie hienach steet. [28] Lyntz den 2. August 1493 citirt der Kaiser den Johannes, Bischof »s von Worms auff freytag vor sant Michelstag am kais. Hof zu erscheinen, nachdem er dem frühem Befehl des Kaisers, von seinen Angriffen auf die Stadt Worms abzulassen nicht nachgekommen, sonder teglieh für und für durch dich widerstanden . . . uns und dem heiligen reich an sollichen unsern ober- keittcn herlicheiten und gerechtikeiten und nemlichen dem gleyde frevel und .vww/ y Münze, s. 0. p. 429, Note 1. * Doch wohl ein Irrtimm, s. Note 1. ■• uer Ja] Ser mac ^ lt einen grossen Sprung vom Jahr 148i) bin 141)3; über die Ereignisse im ■ur wc 14 V0ff. s. Morneweg, l. c. p. ISO ff., der sich auf die offizielle Darstellung im m "orm-ser Archiv, Band nr. 1934 stützt. 570 Beilage: Elf Briefe des Reinhart Noltz. '''mi' P®1 ^nd ee dieselbe terrnin crschync starb der keyser Friderieh anno 93, dem got gnade und schliff der rale soviel das die sach langt an den Römischen konig, der liesz gleicherweise ladung auszgeen hernach beschritten. Zu Ynnszbruck an 15. Sept. 1493 citirt König Maximilian die Stadt 5 Worms auff mitwoch nach allerheiligen tag an seinen Hof 1 . Daran schlicsst sich dann der erhaltene Theil des Tagebuches an. B. 1494—1507. Elf Briefe des Reinhart Noltz. io Die 10 ersten Briefe sind Originalbriefe und liegen in Band nr. 1924. Der elfte Brief ist Concept und liegt in Band nr. 1927. 1. 1494. 17. Oktober. Antwerpen. — Ii. Noltz an Bürgermeister und Math Ober die Verhandlungen in Antwerpen. Unser willige dienst zuvor. Ersamen und vorsiechtigen liehen herren! 15 Wyr sin gestern uff sant Gallen dag geyn Anttwcrp kommen und durch dasz landt von Gelre gefaren, want die ander straesz gantz onsiecher ist und wir auch vor nebell dieck muszen still lygen, wie woil keyn nacht da die ander; haben dannocht die ko. mt. nitt zu Anttwerp funden, want er mitt den fursten uszgerietten ist zu etlichen dagen in Flandern bescheyden; doch so haben wir unsz mynen g. herren von Mentz diesen morgen datum disz hriefs angehben sinen gnaden eyns erbaren raets verhandelung inn bysin doctor Pfeffers endeckt, halt sin gnade beducht glych genungh von raets wegen in den handeln geylet sin, nach dem man in dagen stehe und in rechtfertigt!ngh und die ko. mt. bevolhen von beiden teyln still zu stan zu Worms etc. 2 S Han wir* sin gnade beriecht, wie eyn erbarc raet der verdrege und rach- tungen halber in der declaration und auch confirmation gemeldet mit unserni g. heren von Worms nye in dheyner rechtfertigung odder dagen gestanden sy odder auch noch stee, sunder die keys. mt. hab usz oberkeyt und nach anbringen und vordragen der keys. mt. kainmer procurator fiscale usz ober- 30 keyt beide teyle citirt und genügsame erkundungh der Bache gehabt und dar nach declarirt inhalt der selbigen declaration, welche die kon. mt. yetz jungst gnedigklich confirmirt habe; auch eynem erbaren raet zu tzyten stunden und male der huldigungh muntliche gnedigklichen laszen vertroisten eyn raet by solicher declaration zu hanthabenn schützen und schirmen, dasz auch die s.t kon. mt. durch brieff und siegel also confirmirt und bestediget habe; derhalb a ) Zuerst stand ich. 1 Das Original liegt im Band nr. 1921. 1494, 1497. 571 eyn raet die handell der verdrege halb in keynen tzwyfell oder reehtfertigung stell sunder habe soliehs vor uszgedruekt gesprochen recht mit anderer wyter underrichtung, so viel uns ongevarlich uff das male geducht hatt noit und nutz zu sin. Hat sin gnade sich laszen mereken, so esz die meynung sy, da musz esz obben herusz geen; wes sin gnade ereu und guds vermöge 5 zu aller gepure, sy er gutwillig und geneigt. Hatt uns doch da by zu erkennen gebben, dasz nutz und gudt sy andere unser gSnder und gutten frunde am hoeff der handell aucli zu bericchten alsz wir dann in stetter ubungh und selbs geneigt sin. Hat esz auch zu mereken gebben, dasz usz dem daeg zu Collen nichts werde uff disz rnacl sunder der selb moieh er- 10 streckt werden. Dar umb mögen ir unser herren bedencken, was nutz und gudt in den handeln sy, so viel dann in unserm vermögen ist [ h ] soll nit gespart werden. Nitt me uff disz tzyt, dann gepiet uwer wyszheit zu uns all uwern getruwen und gutwilligen dienern. Datum zu Anttwerp uff frydag nach sant Gallen dag anno 94. u Uwer wyszheit gesandten raets frunde und willigen diener. Den ersamen vorsiechtigen und wysen borgermeynster und raet der statt Worms ao "nsern besondern lieben herren. Darunter von anderer Hand: Meinster Reinhart schribt. '<*. H'J7. 7. April. Speien: — lt. Noltz berichtet Bürgarmtwter und Roth idter seine Verhandln,«! mit dem Pfalzgrafen. Ersamen und wysen lieben herrn. Ich bin zu gnadiger verhöre 25 onunenn myns g. hern pfaltzgraven inn bysin myns g. heren hertzog ,0 rgen etc. und keyns andern menschenn und habe vorware so viel myr m °iglich nichts verhaltenn und hatt sich der genant hertzog so gnadigklich ewiesen und ertzeigt, dasz ich esz nitt schryben kan, sunder ob gott will ald selbs muntliche beriecht uwer wyszheit unnd liebd thun. Und hatt myr 3u niv n g. her pfaltzgravc gnedigklich zu erkennen gebben, sin g. woll morgen saniszdag zu myttag zu Heidelburg sin und mytt raet aller gnaden darunder '«ndeln, habe ich mich erbotten auch daselbs solicher handelung zu gewarten , hatt sinen gnaden woil gefallen. Dem will ich also nachkommen, olichs wollent auch in myn husz zu wissen thun alsz ir mereken nach gelegen- hs e| t noit ist. Mytt dem hoeffmeynster habe ich auch geredt und gehandelt er hedt stule disch und benck halber uwerm schryben naech, hatt er mimten bevelhe gethan eynem, der diesen abent geyn Worms rytt solich vor- fcirien abzustellen und ob soliehs nitt angesagt wurde, wollent nitt still steen, Un der zu uch nemen was uwer selbs und der uwern ist, dann esz der hoff- 4o m eynster also bescheiden hatt. Datum Spier uff frydag lanecc et clavorum anno etc. 97. Reynhart Noltz. uwer williger. My n g. herr pfaltzgravc mitt siner g. gcmahell ist mitt der ko. mt. « 572 Beilage: Elf Briefe des Beinhart Noltz. über Rin gefaren sie zu geleiden und wyrt die konigin diesen abent zu Bruschel lygen. Denn ersamenn vornemenn und wysenn burgermeynstern und 5 raet der statt Worms mynen besondern gunstigenn und lieben beten. 8. J4!)7. 1. Juli. — H. Noltz schreibt vom kgl. Hof aus (in Füssen) an den Stadischreiber Adam. Fruntlichen grus mytl willigem erbieten. Ersamcr lieber statschryber! io Ir babt usz mynen vorygen schriefften vernomen gelegenheit und standt unser Sachen der tzytt etc. Abber ich habe eyn venantien angcstult und myr diesen morgen gnadigklich und truwelich zugesagt, dasz vcrhandelung desz cainmer- geriechts in unsern Sachen gar obgestalt ist und ich alsz ich verneine gnadigklich abgefertiget worden und kurtzlich ir habt myr fast geschrieben 15 mich anheymsch zu machen, wann ir mich hören werden, dasz ich hoff bald sin wurdt, werden ir woil vernemen, ob ich gefyert habe und mitt lust uszgewesen. Esz ist so eyn eilendes leben zu hoeff, dasz blatt ist myr gantz versteckt, die raet verändert, keyn forderungh hilff oder troist, keyn cantzley, abber wie dem allem laszt uch myn lang uszsin nitt verdrieszen. Ich wasz su gefertiget mitt briefen ee ich darumb gcbcltcn hatt, aber so bald ich der selben fertigungh geware ward, wolt ich die selben brieff nitt dragen, ir werdent wonder von myr hören in kurtz, ob gott will. Sehent sunst umb uch und habent uwer statt in diesen ziehen und laufen acht. Ich hoff, esz sali noch allesz zu gutt kommen. Forter hatt mich Gontz narr von der Rosen 25 gebetten zu verschaffen, dasz sin swager meynster Lucas goltschmytt zu Worms ungehindert und vexirt von unsern meynstern diesen rychsdag blyben moig, so bald man vernympt, dasz die ko. mt. nitt geyn Worms rylt oder der dag eyn end hatt, will Contz sinen swager zu yem nemen. Dasz wollent also schaffen, dann er myr warlich gar truwelich und nützlich erschaffen und 30 gedienel hatt. Jobannes von Eltz ist diesen morgen kommen, hatt auch groisz anlygen. Man sagt der konig woll geyn Inszpruck mitt der konigin und dar nach geyn Worms. Es weysz nyemants keyn eygenschafft. Wir lyger (!) hie worlich gantz eilend und vertzere fyel gelts. Ich will aber bald kommen, will gott. Ir dorffent keyn sorg haben, dasz ich mich sume eyn stund wo 35 esz mitt nutz und fugen sin mag. Viel guter nacht und halt uch eyn wyle uff gegen den bischofT und cammergeriecht. Nement desz langer schube und ziele zu bedencken in der gutlichen verhandelungh. Ich hoff ob gott will kurtzlich mitt guter und gnadiger abfertigungh by uch zu sin. Gruszt myr all myn herren und guten frunden und myn huszfraw bruder kynd und gc- 40 synd und sagt yen, ich woll bald by yenen sin. Datum samszdag vigiha visitationis Marie anno etc. 97. „ , ,, ,, . Rcynhart Noltz in Dem ersamen und vornemen exilio nit sere stoltz ' 45 Adam stattschryber Worms mynem besonders gunstigen und guten frundt. 1497. 573 4. 1497. 31. Oktober. Freiburg i. Br. — R. Noltz an Bürgermeister und Rath 'liher die Verhandlungen in Freümrg. Vorsiechtigen ersamen und wyson lieben heren! Uwer wyszheit syen m yn gantz willige dienst allesz Vermögens zu vor etc. Wysen lieben hern. Ich byn ongetzwyfelt uwer wyszheit habe yetz gutt und genügsame beriecbt t v on mynem frunde und gesellen Adam statschryber yntphangen, wesz bysz uff syn abryten in unsern sachenn auch sunst uff dem rycbsdag zu Fryburg gebändelt sy. Aber forter beriecht zu tbun fug ich uch zu wyssenn, dasz uff denselben dag synesz abrytensz nämlich Symonis und Jude myn g. her v <>n Mentz alle potsehafft, so viel der zu Fryburg waren, zu 12 uren zu- io sammen verbotten liesz und alsz sie gesessen waren, hiesz myn her von Mentz Haltstatt und mich abedretten und nach langer underrede widder in- her kommen und sag syn f. g., wie yetz die versammelungh in der sache der ifthume und spenn zwyschen dem bischoff pfaffheit und der statt Worms der selben sach zu guet vorgenommen hetten eyn meynungh, wie u. wyszheit usz u dieser schriefft, so ich hie mytt übersende, zu vermercken haben, mit begere solichs von uns beyden teyln zu verwilligen und anzunemen etc. Daruff sagt Hattstatt, er hett solichs keynen bevelbe, were aber gar gutls gelruwesz, sn er solichs an myn hern den bischoff von Worms und gemeyne pfaffheit lu "gen liesz, sie wurden der versammelung solichs zu eren nitt abschlagenn. » Dasz glaubt ich yem warlich gar woil, dann mich fast beducht solichs zu irem vorteyle gescheen syn. Sagt auch mee, ob unser allergnedigster her der konig mitl siner zukunfft langer verziegen wurde, were yenen nitt zu dulden also gepfandt und langer rechtloisz zu staen, mitt mee derglycheu Worten etc. Sagt myn her von Mentz und lachte: Wollen ir ilasz inn eynen 2.'. tzwyfel] stellenn, dasz unser her konig bald her kerne etc.? also dasz mich n 'tt ernstlich ansiecht, die ko. int. in kurtz zu Fryburg zu ersehynen; also wolt myr auch nitt woil geporen abzuschlagen solich der versammelung will und begeren an uwer wyszheit gelangen zu laszen. Demnach schieck ich hie "i'tt uwer wiszheit die selbe schriefft myr usz der Ro. cantzly zugesandt uch :«> zu übersenden, raet zu haben und so förderlichst gemeyner versammelungh m yr oder dem so ir schiecken werden bevelhe deszhalb tbun abe oder zu z, isagen, da mitt gemeyne versammelung in antlwort nitt lang uffgehalten werde raet und gemeyner statt zu ongnaden und nachteylc und wie woil lf; li dieser tzytt in uwerm raet nitt syn magk, were doch myn meynungh m solichs nitt anzunemen und were mynsz bedunckesz aller fuglichst [''] abzu- schlagenn. Dann so der wynschanck (alsz ich hoff) by uch widder angeriecht were vor zu kommen dieser meynung unnd begere der versammelungh, dasz «werer gemeynde deszhalb nitt also verbeyelt und ir mitt yenen in sehympff Und schaden gefüret wurdenn etc. Esz synt auch noch zur tzytt nitt andersz io dann yteJI bischoffs apt und pfaffen polschafft in der versammelung, gar Wennig weltlicher fursten alsz myr nitt zwyfelt Adam uwer wyszheit gesagt j^W, die nitt fast zu unserm forteyl sin etc. Wyter ersamen und wysen heben herren! habt ir myr gar troistlich zugesagt mich zytlich usz dieser (^schafft zu erledigen, bynn ich guts getruwensz, ir werdt myr nitt mynner « tan " andern solichem nachkommen; so esz aber noitt were oder wurde und JJ74 Beilage: KW Briefe des Reinliart Noltz. ich uwer wyszheit gemeinlich unnd sunderlich zu dienst und eren erschieszen moicht, will ich gantz ongespart und unverdrossen guttwillig erfunden werdenn. Datum Fryburg in Biyszgowe uff dien8tag allerheilgen abent anno etc. 97'"°. Uvverer wyszheit williger 6 Heynhart Noltz. Denn vorsiechtigenn ersamenn unnd wysenn burgermeyster und raet der statt Wormbs mynen besonder und gunstigenn liebenn hern. io 5. 1498. 6. Juli. I Worms.] — lt. Noltz an die Botscluift in Freiburg »'. B. Fruntlichen grus mitt willigem erbieten. Ersamen lieben hern und frund! Ich fug uch zu wissen, dasz all Sachen von raets wegen unnd auch uwersz yeglichen huszere und gemach und guter ordenung sten, auch frysz und gesunt sin. Und in causa Horgheym habt ir schrieftlich beriecht ge- »•■> legenheit und gestalt der selben Sachen. Ducht doctor Jacob unnd auch mich noch gutt sin , moicht solich mandat und procesz wie wir by uch und mitt uch da von geredt haben, uszbraecht werden, dasz dar an keyn flysz gespart wurde alsz wyr wyssen uch ontzwyfelich all selbs geflyssen und geneigt sin und so forderlicher so besser. Sunder nüwer mer sint by unsz nitt, dann 20 zytlich drüben beer sint zu Worms gewesen am frydag penultima iunii; dunckt dannocht fiel alten fremde sin. Her Engelman licentiat alt official halt eyn schriefft erlangt von mynem g. her pfaltzgraven an eyn raet siner pflycht und hywonung halb, so yem, alsz ir wyszt, hie vor von eynem erbaren raet vorgehalten mitt ernstlich hegere yen noch 6 jare der eydt pflycht n zu erlaszen. Sunst haben wyr fiel handell im raet, da wollen wir guten flysz thun. Fiel guder nacht und gruszt myr all mensch sunderlich unsern wyrt und wyrtyn. Kylians frawe hatt eyn andern mann genommen, dann er hatt sie zu fiel lang uffgehalten alsz am ko. hoeff gewonheit ist. Datum uff dunerstag nach Udalrici anno etc. 98. 3ii Schieckt myr myn schlaffhube unnd myn hembde. Reynhart Noltz. Denn ersamen und vornemenn hern eynsz ersamen raets zu Worms geschieckten an ko. hoeff geyn 35 Fryburg in Briszgowe mynen besonder gunstigen unnd guten frunden. 6. 1498. 21. Juli. [Wwms.J — Ji. Noltz an Adam von Schweelienheim, Stadt- sclireiber in Freiburg i. 11, über das in Wortrm Vorgefallene. Fruntlichen grus mitt willigem erbieten. Ersamer gunstiger und I»'- 40 sunder gutt frundt und gesell! Ir habt zu verneinen usz desz raets schriefft, wesz in von uch angeregter schriefft und Sachen eyns raets gudt beduncken ist allermeyst gegrundt und geschöpft by eynem erbaren raet usz dem, dasz myn g. her pfaltzgrave etc. bysz uff diesen dag sich nach schrieftlich nach muntlich gegen eynen raet hat mercken laszen, sunderlich in den Sachen 1498. 575 tiber so manigfaltig ansuchen der buren und beyder herschafft amptluten. Uaby eyn raet erwiegt die Bachen etlicher masze gevArlich durch den widder- tey] by den pfaltzgrevisehen raeten by uch vorgenommen sin. Esz liaben •null ( j ei . l)ui-grave zu Altzey durch den vogt Getten daselbs muntlich et I- Wann vor 3 wochen laszen an eyn raet suchen der lybeygenen halb myns t g. hern pfaltzgraven, abber allsz eyn anttwort von raets wegen gefallen Und darnach nitl wyter ansuchens bysz noch bescheen, deszglychen auch durch Priederich Stefan von siner herschafft wegen, der niitt geleydt vor e ym raet muntlich gar mitt beweglichem und fruntlichem erbieten sines •unpts verwanten wegen doch in ertzelung der geschiecht gantz gemesze der iu Su Pphcation, so yetz durch uch von wegen beider herschafft gescheen, überwandt ist; daby abzunemmen, dasz solich supplicatz fast von sinen und sins giychen zugeriecht und nszgangen syen. Ist deszhalh eynsz raets gutt he- "micken, wie ir in der selben schriefft vernommen haben, dann wyr uns/. vorware fast liart dapfer und duwer in der sach gehalten liaben und noch, w M2 snit auch gestern frydagsz vor raet erschienen beyde gemeynden Wynsz- ,0lni ,ln d Boiszoppenheim in willen und meynung sicli zu enschuldigen, laben sich die von Winszheim etlicher masze entschuldiget, sint doch durch unser anttwort angehengkt doch gnadiglich. Aber die von Boiszoppenheim lalien wir mitt ernstlicher anttwort abgerioeht und ir hysietzer und verwanten, *> o liy der verhandelung gewesen nämlich angetzeigt, die ir usz vertzeichnusz °u nie mitt ubersendt zu vermereken haben ; desz sie auch nitt fast abredig noigen sin unnd ir etlich und der merer liuff willig sich mitt unsern ge- • (l| i'digten und villicht auch dem raet zu verdragen. Wyr haben yen aber «ucn alsz andern byszhere in der sach anttwort geben und sint vorware die « " ll( 'n und ir amptlude in handeil lynd (V) und weycli, nachdem sie biszher ""d noch by dem fursten nichts haben mögen uszbringen etc. ß] Forter so ist der vorgenommen graben am Waeg lustlich und gutt '^•gemacht und hinder dem selben naher der weyde noch eyn kleyner grabe en dyehe zu befestigen, da durch auch dasz viehe desz mynner schadensz 3" m dyche thun und sich hien an schiecken moigen. Siuiderlicli verlangt 1)c 'i zu wyssen, in wasz gnaden wyr von gemeyner statt wegen by ettwan Dserm g. hern hertzogen Jörgen syn moigen. Und wyszt, dasz uff nebst erschinen dunerstag glych nacli der prime in allen sliefft zu Worms mitt ' '" groiszen glocken geludt und inn yeder kierchen von irem patrone eyn u ■OWz solempniter gesungen und georgelt, wiewol esz extra tempus und extra- 0| 'dinarie ist, mitt uszgebbung, dasz der bischoff here abe geschriben und • s °hchs gepotten habe. Dann uff die selb stunde sali die verhandelung in ' en sa chenn by uch zu Fryburg anheben, dasz wyr doch usz uwerm yetz Rethanen schriefften nitt vermereken moigen. Dar zu wyszt, dasz wyr . Juli. [Worms.] — R. Notiz an den Stadluclirciber Adam in Frei- n*rg », Br. vier den Horglmmer Handel etc. Fruntlicben grusz mitt willigem erbieten. Ersamer lieber bor stat- Rc hryber, gudt gesell und frundt! leb meynen, ir babt vernommen, wie esz e yn gestalt babe umb den Horgbeymer bandell; die geburen sint vor raet 1» gewesen sieb zu entschuldigen, haben aber angesagt, ir amptlude haben yen v erbotten unsz keyn gelubde zu gebben und haben in dieser vergangen nacht '6 bach unsz abermalsz abgegraben, dasz sie uns nun dieckmalsz, diewyle . von Fryburg heym kommen bin, gethan haben. Und wiewoil wyr sie "t desz beziigen moigen, dasz sie esz gethan haben, ist doch woil usz an- w iung c ' ei ' verhandelung zu vermuten von wem und usz wasz Ursachen ■ ' l( ms beschee. Wyr sint darumb usz zu erlernen und erkunden particula- 1 °r, wer solichs thuge, kommen wyr uff den rechten sp5re, wyr werden ge- cken, wie wyr uns sclbs helffen moigen. Wyr haben uns in meynung, w yr hören, dasz camergeriecht by uns plyben und noch 1 jare bestalt sy, 20 lc w y Wege finden moiehtenn, dadurch wyr sie fuglich von dem husze und desz bischoffs sale bringen moiehten, wollent unsz uwern raet und glitt ( uncken in dem fall auch verstaen laszen. Der Waegk ist der masz ver- oen und versorgt, dasz ir uch desz, so ir esz sehen werden, frauwen ra t- Man macht yetz an dem nuwen bollwerck, hoffen wyr in kurtz der a. r . s z uffzuriechten, dasz esz gemeyner statt erheb und nutzlich sin wyrdet. r altrneynster Wycker laszt uch bieten und manen yem den cristall zu be- e len in maszen er mitt uch da von geredt hatt. Man hatt gedagleist myt Kierszgartern und nach dem sie so hartigklich uff irem vornemen staen sohehs nitt haben wollen abstellen, sint uff hude sant Anna dag etliche 30 20. Jim . n Un ser gemeynde hien usz gangen und die krudtgarten und zune, wesz ar > irer almend hindert, abgeryssen und ir almend noch noittorff geöffnet ' in der verhandelung etliche bäume abgehauwen; desz die monche uff s e ure vor burgermeynstern stunden und clagten und sagten, moiehten • nitt wyter kommen, so wolten sie solichen gewalt irem patrone unser 3.', 10 'cn frauwen clagen und bevelen, da durch ich verstünde, dasz sie mer Jj nn llal P uff den handell vertziegen. Sunderer nuwer mere sint by uns nitt. Unt flysz und dasz beest, wyr sin gehertzt und flyszig. Gruszt myr myn ge- en und frundt den altenmeynster Hamman Lieszpurg wyrt und wyrtin und loffgesinde und myn heren und frunde in der cantzly und schrybt myr 40 ') Wesz gnaden wyr zu hoeff haben und sunderlich by dem eynen man. a u "> uff sant Anna dag anno etc. 98. Vester Reynhardus Noltz em ersamenn unnd woilgeachtenn Wangionensis. at « von Swechenheym statschryber Worms mynem besonder gunstigen 45 frundt und gesellen. W °nnsor Chroniken. 37 578 Beilage: Elf Briefe des Beinhart Noltz. 8. 1498. 12. August. [Worms.] — B. Noltz an den Meister Hamman Liespurger am kgl. Hof in Freiburg i. Er, über Vorkommnisse in Worms. Fruntlichen grusz mitt willigem erbieten. Ersamer lieber altermeynster und gesell! Uwer husfraw, myn gevatter, liatt mich gebcltcn ir Barlholo- 5 mesz zu lyhen usz Ursachen ir usz irer schriefft und von diesem knecht zu vernemmen habt. Dasz habe ich also by den burgermeynstern zu wegen braecht, dann woe esz uch andersz dann woil gierig, were unsz allen leyt. Forter uff mannigfaltig schryben, so myr der stattschryber gethan hatt, weysz ich nitt sundersz zu schryben, dann in der Horgheymer Sachen, so wyr io durch mynen g. hern pfaltzgravcn beschrieben oder von der herschafft wegen ersucht werden, vermerek ich nitt andersz dann sich eyn raet begebben werd uff die lest abredde von uch ubersandt unnd uwer so groisz arbeit und guten flysz hatt eyn raet zu gutem gefallen. Wyr haben warlich auch fiel und manigfaltig handell und sin gerust mitt burgenneynsterschafft alsz ir woil 15 wyszt etc. Die pfaffen glorieren fast, dasz ir biseboff zu boeff ist und füren wyn und körn mitt groiszen hufen in die statt. Wyr haben kurtzlich in die zunfft gesagt, dasz sie yen laszen der statt renten bevolben sin, besonder wyn und melongelt, dann esz sy nitt wäre, dasz die pfaffen sagen, sie haben den winschanck und all Sachen gewonnen. Die armen ludt wüsten nitt ao andersz dann dasz überkommen were gantz abe, also hatten sie die pfaffen verweent. Sie sint aber eynsz andern beriecht, esz hilfft ettwas aber nitt fiel, so man nitt strafft und weysz der raet nitt woil wie man sich halten soll yetz die wyle vor der ko. mt. in handelung steeth, moieht ir uns uwer gut beduncken lassen wyssen. Wyr machen eyn drinckstube uff der alten 25 Montz. Dasz Dantzhusz kann so uff eyn stuck nitt gemacht werden. W habt unsz fast uberylt uff der rechenung mitt den perlin, dann dasz gelt so stracks nitt vor handen wasz und die Hugh;1nen wolt ir keyner eynen d darlegen und hatt ich groisz noit und arbeit ee dasz selb Mengin gefertiget warde, dann esz käme uns fiel zu stumpf uff den halsz. Die von Collen sint 30 uff hud sondag 8 dag vor Worms uff dem wasser abgef'aren, also dasz wyr irer nitt geware sint worden. Sunder nuwer mere ist nitt by uns, dann esz will nyemants glauben, dasz der dag geyn Wormsz kome, alldiewyle die ko. mt. oder versammelung dem raet nitt wie byszhere deszhalb tliutt schryben. AH gult heren und gesellen thut uch all fruntlich gruszen mitt verlangen nach 36 uwer glucksaliger froilicher heymfart begierlich wartende. Esz steet in uwer aller husz hoff kynd und gesynde woil, dann desz altmeynsters Hammansz huszfraw und mynsz heren doctor Engelendersz huszl'raw verlangt zu male sere. Schrybt unsz so förderlichst mitt diesem hotten und gruszt myr unser frommen wyrt und wyrtyn mitt allem hoffgesinde. Datum uff sondag n ac ' 1 « Laurentii anno 98. Reynhart Noltz. Dem ersamenn und vornemen Hamman Lieszpurger yetz geschieckt an ko. hoeff mynem besonder frund «J gevatter und gesellen. 1498. 579 9. 1498. 17. August. [Worms.] — B. Noltz gibt dem Stadtschreiber Adam von Hchwechenheim Nachriclit über die Vorkommnisse in Worms. Fruntlichen grusz mitt gantz willigem erbieten. Ersamer lieber herr Statschryber gesell und besonder gudt frundtl Uwer so manigfaltig getruwe- hch und unverdrossen schryben sonder an mich habe ich zu groiszem danck s und gefallen und kan solichs nilt andersz dann usz besonderem gunst frunt- lichem und geneigtem will von uch an mich bescheen. Ich wolt auch, dasz ich der masz erschieszen moieht, dasz esz gemeyner statt uch auch andern und myr zu eren und glucksaligcm uszgang ersprieszen wurde, alsz ich auch zu gott und aller billichkcit verhoff. Und biet uch, dasz ir wollent onver- io drieszlich hart und fast anhalten, dann ich woil weisz den handell fast an uch liegen, wiewoil die andern und wyr all geneigt sint dasz beest zu thun etc. Die pfaffen füren fast wyn und körn her inn und doch keyn kleynoit nach beylgthum; weren myner herren eynzteylsz woil der meynungh yenen solichs nitt zu gestatten, esz were dann, dasz sie dasz heylgthum auch und zu vor it her inn schaffen; blyht doch also im besten uff wytber erkundungh der ge- jegenheit aller vcrhandelung rügen und ansteen. Mitt dem Horgheimer bandell rügt esz noch uff diesen dag uff ansuchungh an mynen herren mynsz g. berr pfaltzgraven oder der herschafft die abredde, so ir unsz lest zugesandt habt, anzunemen; dasz ich dar vor habe und im raet nit andersz n Vei 'inerckt, dann so eyn raet deszbalb ersucht und beschrieben werde, esz werd die seilte meynung uwerm selbs raet und gudt beduncken nach er- an gen; dann esz by eynem erbaren raet numerst nitt will angesehen werden 8 ut zu sin in der sach by mynem g. herr pfaltzgraven umh dagsatzung zu Bieten onerfordert und ersucht, nach gestalt gelegenbeil verhandelung und M herkommen der sachc. In appellation sachen sin wyr in flisziger verhande- ung und haben der fast fiel. Ye lenger ye mere uns verlangt nach uwer '"knufft mitt freyden. Sunst nuwer mere sint by uns nitt, die schrybensz w ert sint, dann wyr rüsten uns nitt, wyr halten auch von keynem rychs dag Zü "nsz zu kommen; ist auch by unsz onmoigklich, man bezale dann zu vor M unser armen oder stell sie zu mynsten zu frydden. Auch so eyn raet nitt geschrieben wyrt von der oberkeit, wie biszhere, will esz yen nitt fast in- uelden. Viel guder nacht. Gruszt myr den alten meyster Hamman, Philips WolfT, unser frommen wyrt und wyrtin und all boffgesinde. Ich habe die lj (, lschafft an doctor Veitin so flyszlich geworben alsz die von Fryburgk ab n •uosem botten vernemmen werden. Datum [uff] frydag nach assumptionis Marie rirginis anno 08. Vester Reinhart Noltz. Dem ersamenn unnd achtparenn Adam von Swechenheym stattschryber zu Wormsz 40 yetz am ko. dag zu Fryburgk inn Bryszgowe mynem besonder günstigen frundt und gesellen. 37* 580 Beilage: Elf Briefe des Reinhart Noltz. 10. 1498. 4. Sept. [Worms.] — R. Noltz an die Wormser Botschaft in Freiburg i. Br. über die Lage der Dinge. Ersamenn und gunstigen lieben herrn gevatter swager und guten frunde! Uch syen myn gantz willige und unverdrossen dienst und wesz ich 5 eren liebs und guts vermagk altzyt zu vor. Lieben lierren! Uwer lest schryben mynen hern dem raet und auch myr gethan habe ich mitt begierlichem hertzen hören und selbs gelesen und vorware ist in der Sachen keyn schriefft nye so noit gewesenn, dann der dechant zu s. Andre wasz den diens- tag zu abent kommen und desz vorgenommen talmuts zu Fryhurgk abschriefft 10 braecht, die selbe alle pfaffen laszen lesen, der uff den dag und den andern darnach fiel mee zu Worms waren dann zu andern tzyten, nach dem esz die dag sendt wasz, unnd hatt mitt so turer glauphafftiger zusage, dasz solichs habe muszen angenommen worden sin von beyden teylen und dasz und keyn andersz myt dem zusatz, dasz ir der statt geschieckten vor der ko. mt. und is der versammelung haben uff uwern knyen gelegen mytt heyszen tränen jamerliche weynende, aber die ko. mt. hab esz nitt wollen andern, sunder also wollen gehabt han. Adam stattschryber habe auch so viel daselbs geredt, dasz yen grave Adolff habe heyschen swygen und yem die ko. ml. wollen laszen den koppff abhauwen, mitt fieln andern onndtzen anhengen so und dorichten Worten, und haben solichs den fremden pfaffen im sendt be- volhen allenthalben im lande warhafftigklich nach zu sagen und zuverkunden. Und wiewoil esz abberrnalsz alsz auch vor zum diecker male nitt wäre ist, hatt esz doch also eyn groisz geschrey inn die statt und gemeynde braecht, dasz ich esz uch nitt woil geschryben kan. Und unser Hughane mitt sinen 25 anhengen die stunden in dem tome by den pfaffen und lachten und waren so kietzellicht, dasz esz zu fiel wasz. Aber ir freyde ward bald verkart in betrupnusz, so bald myr uwer schriefft desz myttwochs zu abent um 6 uren ward, lieff ich von stunden ane zu Jörg Brune und schuff desz morgesz fröe alt unnd nuwe r&et zu machen, yenen uwer schriefft den raet gethan laszen 30 lesen und wyter usz mynen schriefften so viel mich nutz und gutt ducht yenen im raet beriecht gethan ; desz sie warlich alle von hertzen erfrawet one alleyn der Hughane hatt den pieptz gewonnen, ward so still, dasz man nitt eyn menschlich geperde an yem sache. Da bevolen uch samentlich von raets wegen zuschryben, dann vorware der raet uwer arbeit muhe und flysz 35 woil ermyeszt, auch willig umb uch all yedem nach siner gepure zu erkennen und beschulden, desz ich mich sunderlich vor mich selbs auch flyszen well. Und wollen morgen frydag die zunfftmeynster haben den selbigen uwer schriefft auch lesen laszen und vorhalten, dann die pfaffen sint noch so starck in irem vornemmen unnd glauben, dasz eyner will wetten umb 40 eyn pferdt, der ander umb eyn landt, esz sy dannocht und noch wäre, solich beriecht habe krafft unnd musz von beyden teyln angenommen und gehalten werden, da durch unser gemeynde zu verfuren. Dar umb uns noit duncket den armen in der gemeynde gestalt und gelegenheit desz handelsz so viel noit auch zuerkennen gebben; dann vorware ir fiel waren schierer usz 45 wanckelly vorn glauben gefallen. Der stattschryber hatt myr vor dieser tzytt geschrieben von eynem nuwen modus zu handeln für und für on fragen etc. 1498. 581 Nun ist er desz modumsz beriecht, ßj esz ist auch usz angezeigten dedingsz hiten uszschutz und versammelung woil ab zunemmen, wesz wyr forteylsz in der Sachen gehabt haben, aber ich hoffen mitt uch, esz soll by den fursten der ko. mt. zu vor und aller erberkeit ermessen und bedacht werden unsz noch und gemcyner statt zu eren forteyl und nutz ersprieszen. Weret uch a 5 iv y, wir wollen hie auch dasz best thun. Wyr haben eyn gutt statt, ist keyn schaffslall; nemet nichts verderplichs uff, onkrutt wechst von yem selbs. Ich hoff nitt, dasz man uch zu verderben driengen werd. Und vorware alsz ir schrybt, wye ir und etliche andern yntsetzen dragen ab solicher abenturlicher geswynder verhandelung, ist sich woil zu erschrecken an dem ort; esz ist io uff die nuwe hant, esz macht die lüde geschieckt, wann esz woil ger&edt. Esz ist vorware eyn ongeschieckt onweszlich vornemmen gewesen noch ge- stalt gelegenheit und herkommen der sach. Maicht uch abschriefft der vorgenommen rachtung, werden wollent zu uch nemen, esz kost wasz esz woil. Dann der pfaff, der abschriefft mitt yem braecht hatt und alsz Adam myr u geschrieben hatt, yenen eyn monatt zu entreten etc., were ich vorware willig u nd sunderlich yem zu dienst und gefallen, woe esz gestalt und gelegenheit desz handelsz erlyden moicht. Nach dem er abber yetz in der handelung usz und usz gewesen und noch ist und der ko. mt. in äugen, duncket myn heren den raet und auch mich die reysz eyn abscheidt by der ko. mt. zu 20 erlangen durch nyemantts basz zu gescheen dann durch yen, sunst solt esz myner persone halb keyn noit haben. Henchen Steffan der altmeynster hatt m yr etliche artickell zu gesandt uch zu schryben, die ir von siner hant geschrieben hier inn beschlossen findt, dar usz ir zu ermeszen habt, wie dasz goschorn viehe eyn leben füret. Dasz man sich viel kriegsz versiecht, höre lc h nitt sunderlich gern, doch so ferr esz mytt unsz were, hilff ich esz an- uemen; woe esz abber widder unsz were, gehell ich gar nitt darinn. Dasz w ollent auch unserrn wyrlt von mynet wegen sagen, yen und sin husfraw gruszen und mynen dienst segen. Myn heren schiecken uch 2 pferd, ob uch vvasz dar an abgieng oder sunst nitt fuglich were, laszt uch nit irren, ver- w Ust > verkaufft oder kauften habe und pferd noch uwcrm willen noittorfft und 8elegenheit und laszt uch die sach bevolhen sin und sparet zur noittorfft •"cht. Unnd wie ir ummer moigen, dasz der handell nitt widder an die ver- satnelung oder camergeriecht geschuben sonder by und hynder der ko. mt. Mbe, ist myner heren biet und begerc deszhalben flysz anzukeren, alsz wyr 3r, w yssen uch selbst geneigt sin; moichten ir eyn recesz uszpringen uff dag- satzung zum nehsten rychsdag ludt desz recesz zu Spier, were nitt onform- '* und alsz wyr hofften der sach nitt schädlich. Wollent uns ye zu zyten Sc hryben, dann wir desz groisz verlangen dragen, derglychen wollen wyr und sunderlich ich auch onverdrieszlich thun etc. [3] Und alsz ir mir geschrieben 40 ' n > w ic so fiel Frantzosen an etliche der groiszen heren zu Fryburgk °mmen sin, dicselb gen nydder geworffen wytersz inhalts etc., ist vorware , u befremden, dasz die ko. mt. die Frantzosen solichen gewalt laszt üben Letten und flecken, da sin ko. gnaden in eygener persone mytt synem ) uch korrigiert aus auch. * 5 SS 582 Beilage: Elf Briefe des Reinhart Noltz. gemahell. Der almechtig gott woll umerst sin ko. ml., der selben gemahell und siner gnaden verwanten, unser gnaden und gnadigen heren, so ge- meyner statt und uns zur pillichkeit verstendig und behilfflich sint, vor solichem gewaltigen Überfall der Frantzosen und auch sunst behüten, ge- s meyner Cristenheit gemeyner statt und uns zu wytern gnaden zu erschieszen. Viel tusent guder nacht und gruszt myr all menschen. Datum ylends uff dinstag nach decollationis s. Johannis anno 98. Vester omnium Rcynhardus Noltz Wangioncnsis. lo Ich schick uch hie by eyn procesz synodalen der yetz uszgangcn ist, da sich Eberwyn und sin gesellen abbcr haben laszen merckcn mitt dem Zusatz in nostra civitate Worm. Ob esz villicht ettwann zu glitt were oder zu nachteyl unserer widderparthy zu zeygen were etc. Denn ersamenn vornemenn und wysenn mynen 15 besondern gunstigen hern und guten frunden der geschieckten potschafl't zum ko. dag geyn Fryburgk der statt Worms. 11. [1507. Emle Juli. ConstanzJ — Die Wwmscr Botschaft in Constam richtet an die freien und Reichsstädte eine Denkschrift über den Streit der Stadt mit der 20 Pfaffheit. Lieben frundt! Unns tzwyfelt nitt E. L. haben hiefiro vernommen dasz ongeschieckt onrechtmaszig furnemmen der priesterschafl't der 5 stiehl der" statt W. mitt irem ab und uszziegen von iren kierchen die gots dienst und dieselben auch die statt verlaszen one dasz sie solichs eynig bewegungh oder as Ursache von uns ye gehabt, sonder wir haben sie derselben tzytt, alsz wir soliche ir ongestumme furnemmen vermerekt, convocacion und sie ver- sammelen laszen, unser frunde in mercklicher anzale zu yen geschieckt, dar- vor gepeten usz manigfaltigcn der tzytt angetzeigten von uns Ursachen, on noit diszer tzyt zu schryben; auch daneben iren personen dienern 1 ' habe und so gutern trostungh und Sicherheit zugesagt vor uns unser gemeynde unnd aller- manglich in unser statt unnd alle irthume unnd gepreche, so tzwuschen beyden teyln swebten, mitt recht unnd keyner gewalt uszzudringen etc. Haben auch yenen solichs unsersz erpietensz und vertroistensz schrieffÜich urkund gebben. Darüber und önangesehen allesz solichs erpietensz sint sie 38 vonn iren kierchen gewiechen, die statt verlaszen, usz was guten gemuts gebben wir E. L. und aller erberkeit zu ermeszen etc. Dem nach haben wir eyn bapstlichen commissarien erlangtt sie umb solichen uszzugc widder aller forme der recht bescheen rieclitlich zu bededingen auch srnahe unnd iniurien gemeyner statt dadurch zugefugt. Desz sie uns abber allesz usz- «o gangen etc. Haben sie nitt destomynner eyn erbaren raet und gemeyne statt by ko. mt. beclagt unnd sunderlich umb die dry puneten, den winschanck, den sie vermeynen iresz gcfallensz fry und über jare one alle gedieng i" unser statt zu üben, darzu so eyn kauffman frucht umb eyn geistlichen korrigiert aus unser. '') korrigiert aus gesinde. 1507. 583 kaufft [aj gemcyner statt 2 S). vom malter gefallen laszen, so esz usz der statt geffirct wurdt vom kauffman und nitt von yen zugefallen. Auch desz glychenn die lygenden guter so sie anwachschen iren stiefften oder personen, die in gemeyner statt dienst und stuwer herkommen sint, alsz dann fry zu sin. Der halb die priesterschafft citacion und ladungh by ko. mt. widder uns usz- 5 braecht, da auch dieselben puncten noch in recbfertigungh onentscheiden sweben und hangen. Solichs allesz onangesehen haben sie die priesterschafft alsz der legat Raymundus inn diese lande vom stule zu Rome kommen, by sinen wurden erlangt eyn decret declaracion und Statut, dar inn der selb eardinale alle und yede obbestympten articel und puncten auch fiele andere io unnd meen dan hiefuro so nye in irthume oder forderungh gewesen uff ir begere nach allem irem darthun und willen statuirt erclert erkennt unnd unns denen von W. gepotten allesz und yedes nach irem gefallen zuthun unnd auch zu verfolgen unnd daneben eyn dechant zu Mentz Leyst genant bevolen und committiret unns zu solichem mitt penen desz banns und anderer n censuren darzu zuzwingen, alsz er auch mitt uberfluszigem flisz understanden hatt und noch thutt, der auch gemeyne statt ongestummeklich precipitanter ß] «und widder alle forme der recht hie furo im jare 1504 also inn bann ver- m eynlich erkennt. Da aber der durcbluchtig fürst unser g. herr und fürst churfurst etc. durcb" gnediger handelungh der tzytt so fiel funden, dasz die ao Priesterschafft unns usz gemeltem vermeyntem bann kommen unnd unsz zu absolviren gewilliget mitt ubergebben brieff unnd siegell derselben fünf stiefft Ur >nd darinri gemeldet von irer aller wegen, auch gelopt unnd ir truwe geben ln eyns rechten eyts statt solich absolucion steet vest onwidderrufflich und in ew yger tzyt zu halten, alsz sie auch gethan haben bysz in diesz dasz drytt 25 Jare nach gemelter absolucion. Aber solichs allesz vonn yenen inn vergesz gestalt haben sie in nehst vergangener fasten solich 6sterspiel gegen ge- me yner statt widder furgenommen vor irem Leyst zu Mentz unnd sich hören und in rec i lt f ur d ragen ] asZ en, sie syen durch obgemelten unsern gnadigen hern pfaltzgrafen durch furcht gedrungen in soliche absolucion zu willigen, 30 derhalb dieselb absolucion ondoiglich und nichtig, der drenger erst und dar "ach die sich solicher absolucion gepruchen und geneme habenn inn bann gefallen sin sollen unnd doch binden naech die daether und drenger, die sie nennen, übergangen, aber gemeyne statt über manigfaltige ko. mt. mandat w ydder in furigen bann vermeynlich erkennen lassen, auch aller irer brieff 35 Sle gell und hant gegebener truwe in vergesz gestallt, dadurch sie meynen e yn erbaren raet und gemeyne statt Worms dahien zu dringen zu thun und * u Verf olgen iresz gefallensz, dasz sie [4] by keyner erberkeitt wyssen fuge ge- 'ympir naech recht zu haben oder zu erlangen. Und wiewol die ko. mt. beyde teyle yetz geyn Gostentz gefordert auch mitt allen gnaden understanden 4o de u hanndell zu frydden und gutem zu riechten und stellen und derohalb ^u vertzeychnusz eyns entliehen uszdraegsz hat begryfen laszen, beyden °ylen ubergebben hindersich zupringen und sinen k. gnaden in 3 wochen darumb schriefftlich anttwort zu uberschiecken, haben doch sie die priester- a ) Im Text steht usz, darüber durch. * 5 584 Beilage: Elf Briete dea Reinhart Noltz. schafft nitt desztmynner in mytlcr tzyt mitt der aller uszerston onfruntscliafft schmähe und iniurien mitt iren processen allcrstrengst uiind ongeschieckts uff gemeyne statt unnd die iren procediert unnd gedrungen, desz sie auch by etlichen, zu denen sich solichs nach gelegenheit und gcstalt desz handelsz 8 und sonderlich k. mt. mandata nitt zu versehen mögen, dann gepurlicher furschopff bystaent und gunst fanden haben. Demnach hochgelarte etc. ist unser dienstlich unnd demutige fruntliche biett ann E. L. wollen zu hertzen fassen und nemmen, wasz in diesem handcll gesucht und gemeynt wurdet, wasz auch verderplicher ondraeglicher und onlydlicher beswerde nitt alleyn 10 der erbarn alten statt Worms sonnder auch allen unnd yeden den loblichen fry unnd ryche stetten usz solichem der geistlichen [5] furnemmen entsteen und erwachschen mag, dasz also eyn corthizan in eynem winckell sitzen solt unnd uff der glychen bevelhe" eyner erbaren statt oder eynem anderem commune oder b erberkeit by pene desz banns gepieten über gebreche und 15 hÄndell die in recht swebten onerfordert angehört one alle erkantenusz der Sachen und der parthyen, sint esz yetz die von° Worms, ist zu bedencken merern und mynnern mitt der tzyt auch moigen begegenen' 1 . Bietende auch wie furo E. L. wöll inn bedencken solicher ongeschieckter onrechtrmtsziger handelung raet und hielff so fiel sich zu bieten gezimpt und gepurt uns 20 mittzuteylen und sonnderlich so E. L. nitt besweren wolt vonn wegen ge- meyner der loblichen fry unnd rychsteet der Ro. ko. mt. unser allergnedigster herr thun schryben odder so sich begebe 0 von gemeyner steett wegen eyn potschafft an ko. mt. zu fertigen bevelen ir ko. mt. gnadige insehen zu haben nitt alleyn inn diesen unsern handeln sonnder auch ewyge onlydliche be- n swerde, woe der maesz zugeschen solt werden von gemeynen fry und rych- stetten, so fiell moiglich abzuwenden und zu keren und sich E. L. in solich gunstlich und fruntlich alsz unser vertruwen steet bewyssen unnd disze unser schriefft biet und begere so ylends onversehen gescheen f nach unser ge- schiecklichkeit gunstlich gemeyner statt Wormbs noittorfft naech im besten so vermereken», dasz wollen wir allesz unsersz vermögen gern flyszig zu verdienen* 1 . E. L. willigen der statt W. potschafft Reynhart Noltz. Philips Wolffs. 3s Handschrift des R. Nolti. a ) korrigiert aus unnd uff bevelhe eynsz soliohen frommen cardinals alsz KahnunduH gewest. h ) korrigiert aus und. °) korrigiert an Stelle des ausgestrichenen: ist esz yetz an denen. d ) korrigiert aus so gebb gott, dasz esz nitt groiszern und kley- nern auch mitt der tzytt begegne. e ) s, b. korrigiert aus villyeht. { ) nacli g e " 40 scheen folgt vast, das aber durchgestrichen ist. 8) unnd disze unser sebriefft — ver " mereken dasz stehen am Hantle; im Text nach bewysen: und noittorfft erfordert günstige und fruntliche bewysen, wieder durchgestrichen. '') korrigiert aus gern mitt alle ,n flysz understeen. IX. DER EINRITT DES BISCHOFS JOHANNES VON DALBEBG IN WORMS. 1483. Ungefelle der stat Worms von bischovo Johann Kemmerer darkommen. Als bischove Rcynhart zu Worms geborncr von Sickingcn tods ab- Bangen ist und gestorben zu Laudemburg anno doniini 1482 uff mantag .Jj 4 f uli Marie Magdalena 1 , hat sich das dhomcappitel versammelt uff frytag nach » ».*v. V| ncula Petri nehst darnach einen andern bischove zu erwelen und uff son- *■ ^"a- a g nehst darnach zu fronmesse wart her Hans Kemmerer von Dalberg thum- probst 2 ju einem zukunfftigen bischoff postulirt und im thumstifft uszgcsagt durch den domdechant 3 . Also uff denselben sontag nach essens machten aie burger rate, da ordent der rate sin frunde ime glucks zuwunschen, bitten w er stat und gemeyn gnedig zusyn etc. und nit verclagen zu lassen etc., so w olt der rate auch tun, was sich geburt und sinen gnaden liep were. Des «anckt der herr dem rate mit fruntlichem gnedigem erbieten, er wolt nit in s . bilden lassen, das dem rate und stat zuwidder were, sunder sich frunt- "eh halten etc. i» Nota. Ehe der herr zu einem bischove postulirt wurde, hat er, als < ei 'i rate gleublich furkame, gesagt, der rate sehe nit gern, das er ein •schoff wurde und solt gegen dem capitel gebetten han ine nit zu welen; aran Was kein warheit und dem rate gantz ungutlich gescheen, das ver- ■»itwurt einer des rats von ime selbs gegen dem der herr die wort redt su Uni ' was ettlicher meynung, der rate solt sich ratswise dos verantwurten, a er do man des nit mee rede hört, liesz es der rate im besten das male aristeen. Als der rate und gericht zu sant Martins tag besatzt sin codein anno. Item als man von des bischoffs confirmatz kein wissen und keinen eyn- st m utigcn bischoff [2] hatt zu sant Martins tag, hat der rate sin frunde zum capitel gesant zu erinnern nach bischoff Johans rachtung einen zu orden , e und gericht zu besetzen *, also hat das capitel meister Johannes Wyn- 6ym ücenciat vicari und thumhern gekorn 5 , der hat getan die eyde in der er am o Nach Zorn cd - Arnold p. 183 und dem Monaclms Kirspartensis o. p. 87, 5 soll 30 i rt Oextm-ben sein, nach Sdmnnat I, 417 dm 12. August, was Hnnchttg ist. »on w wurdc U8 ° Nachfolger des am 16. Juli in Speier verstorbenen Bomprobsts MwZT' m Nikklu x wn Helmstadt, s. Momeweq l. c. p. 68ff. 3 ». Zorn p. 191, ewe 9 P- St). « g . Uli. II, 392 ff., nr. 607, i 1 u. 2. B 8. 0. p. 330f. 8. Jan. 1483 588 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. statt buch 1 geschriben, als ein bischoff nach altem herkommen pflegt zu sweren, so er erst in den rate gcet etc. 2 und auch wie er rate und gcricht besetzen sol und daruff hat er nach altem herkommen rate und gericht be- satzt und an der Stegen der rate thun uszsagen. 5 Item als dem bischoff die confirmatz von Rome kommen und bestetigt und in besesze des stiffts kommen und uff den altar gesatzt ist uff Erhardi confessoris anno etc. 83, hat der rate sin frunde zu ime geschickt ime glucks gewunschet und ime schencken lassen den wync und vor zwen gülden fische, hecht und karpfen, und darby gebetten der statt ein gnediger gunstiger 10 herr zusin als sin furfarn gethan han; wes dann der rate ime widerumb thun solle, wole er und dise gemeyn auch willig sin. Daruff hat der bischoff gedanckt und sich auch fruntlich erbotten etc. 3 [3] Nota. Von der zyt an obgcmelt, als der bischoff postuliert und bestetiget worden, ist er zu vielmalen her inn die stat kommen, wiewole er 15 noch nit ingeryden was als ein bischoff nach altem herkommen, und hat im rate lassen anbringen , das man solichs ungeverlich halt und in gutem ver- stee, dann er wolle doch dem rate nit destemynner thun, was er thun solle und es fruntlich halten. Uff solich fruntlich furhalten und erbietten hat der rate gescheen lassen, das der bischoff vor sinem inryden ist hie gewesen 20 besunder als er von sinem inryden geredt und das angestalt hat. Aber besser were gewest, man hette ine dausz gelassen bisz zum inryden und bisz man aller sach mit ime vertragen were. Darzuschen hat der rate sin frunde zu mermalen zu synen gnaden geschickt gehabt allerhande das noit was mit ime reden lassen, auch der confirmacion halber der statt fryheit etc. 25 Also hat er sich zu aller zyt erbotten, die confirmatz zugeben und alles das williglich zuthun das ime gebure und besunder den eydt zu thun und zu cttlichen gesprochen: „Ich zele mich von mynen eitern auch einen von Worms und ich halt billich, was ich uch swere, dann ich swere dussen im fryhen felde, aber ein bischoff zu Spier dut einen gezwungen eydt zwuschen 30 den pforten, das thun ich nit; darumb bin ich es schuldig zuhalten"; und hat doch damit uffgehalten, das man nit mit ime kondt zu rede kommen besliszlich mit ime von der confirmatz und des rats eydt zu reden bisz uff das leste, do er gantz gerust was und sinen costen gethan hatte zu dem 22. Sept. inryden, das er mit willen und rate des rats angestalt hat uff montag nach 35 Mauricii anno domini millesimo quadringentesimo octuagesimo tercio 4 . Also 1 Dieses Stadtbuch ist ». Uli. im Eidbuch St.-A. nr. 23 erlmtten. 2 «■ °- p. 339, 18 ff'. * s. Zorn p. 191, der aus diesem offiziellen Bericht geschöpft hat. 4 Auf Seite 51 ff. finden sich von anderer Hand Zusätze über diese Verhandlungen, die ich z. Th. hier wiedergebe: Und als uff eyner zyt des ratsfrunde von inj 40 erfurdert sint von dem inryden zu redden und zu im geschickt, hat er ine die zyt syns inrydens geoffenet uff mondag nach Bartholomei und sich erbotten gar W« fruntlichen Worten mit dem rate frolich und gut frunt zusin und daby gobeeten, das der rait im zu eren und gefallen den jhenen so man ordenen werde im har- nasch gegen sinen gnaden zu ryden in des paltzgravon färbe ncmlich rote kleyden, 45 als er auch thun woll, daran thu man dem paltzgraven auch guten gefallen; s° woll er eyn liebery oder färbe uszgebben, die werde vast wole stene, das man inj die zuliebe machen und füren woll. Solichs zuthun hat sich der rait vereynet und im zugesagt, wie wole das dem rate swere gewesen auch darnach groszer unwiU 1483. 589 u 'i samstag vor dem inryden hette der rate aber sin frunde zu ime geschickt 'in. s, P i. der confirmacion halber [4] und daby angezeugt bischoff Reinharts selig con- hrmacion l . Als der bischoff die gelase, rette er in bysin des pfaltzgraven rel e nemlich herr Götz von Alletzheim, herr Hansen von Cromberg, ritter, doctor Bernhart Froebisz und Philips Forstmeister vogt zu Heydelberg 2 , des s "lumdechants und ettlicher ander prelaten, die confirmacion hette er auch also beschriben funden in sinen buchern und wolt die auch also geben und nun fertigen und begert daby, das man ime auch engte den eydt, wie und Wes der rate ime thun solten, des er vor nye begert hatte, sunder alwege gesagt, er wolt es halten als sin furfaren und kein nuwerung machen. Des 10 "amen sich des rats frunde zubedencken. Morgens uff den sontag fruwe Wa s ein rate gemacht uff den Burgcrhove und wart man rats sinen gnaden m absehrifft zugeben des eydts usz dem wyssen pergamenen buch s und »amen des rats frunde dieselbe absehrifft mit sampt dem statschriber und '•■achten das dem bischoff; by dem waren aber die obbestympten des pfaltz- i: graven rete und überlasen den eydt und als sie den eydt gelesen betten ine Wesen des rats frunde und die widder geheyschen wurden, redt herr Götz Alletzheim von des bischoffs wegen, das were ein schimpflicher eydt c m krafft desselben die burger dem bischoff nit verbunden sunder ein c 'oll ine und erfunde in sinen buchern einen andern eydt, wie der rate 20 sweren solt und also weres auch herkommen und wolt es auch also ge- han und gäbe des ein absehrifft an den rate zu bringen. Also wart zustunt ein rate gemacht alt und nuwe uff den Burgerhove davon geredt und eeratslagt dem bischoff widder anzubringen, wie es Von ii i »Wer herkommen were und sinen gnaden zuerkennen geben liesz der ü, r , e sin gnade bitten, das sin gnade es liesz daby blyben und was der rate Jj 16] eynander bisz mittag und gingen die ratsfrunde hienuff zum bischoff. 0 was der bischoff über diesch. Do ginge der rate und ratsfrunde heym n. Nach essens von stunden haben des ratsfrunde sich widder by den j " Cl °" gefugt und ine aber gebetten kein irrung in die dinge fallen zu 30 sen und den eydt zunemen von dem rate nach altem herkommen. Also (5j der bischoff, es were nit nach des rats furgeben herkommen sunder des V S " lem ^""halten also wolt er auch den eydt nemen und nit anders. In geh. Cn des ratsfrunde von Spier wol mit drissig pferden, die der rate ( ] e ' üUen bat ine iren bischoff helffen zuempfaen, herinn geritten und auch u bischoffs frunde pfaltzgrevisch und ander, das vil fremdes volcks in die z .yt Vit'■ g u ni0yndo darinn gefallen ist. [52] Zu solichem inryden zu der benanten Da w 'i.iri s ' 1 rat und gemeynde mit ganteem flyws und swerlich gerust geschickt. k:in le nff 5 ? ete der bischoff und erstreckte den tag bisz uff Mauncn, die zyt iL 7? t rbst und was rast ungelegen. , . *o "ach ,,„] J * mll °f verhandelte freundlich mitdem liath: Solichem frunthehen erbietten he i-kain ( . f yl ° 8ich der bischoff so gutwillig erzeugt in dem, das er dickmals S(;1 >ie8 S on 1 lch uml fr olich mit den burgern und gesellisch was, mit ine zu ""Wade et allerhande gutwillickoit erzeugte; des frauwett sich rat und ge- V S> 1 - Ar,^n ! 'r S r dlt den ''■ Nov - 144r >> "'•■ >»''■ c - S) '.9- P m herekommen was. Aber man kont des herkommens, wie der eydt biszhere gcscheen were, nit eyns werden. Des was der rate erschreckt und besorgt ungnade und auch schaden, dwil sovil fremds volcks in die statt kommen was und der bischoff wol gefrundt und by dem pfaltzgraven gewaltig was und bestalt sich der rate, das sich ettlich usz den zunfften zusammen kamen 10 in das harnasch, ob cttvvas furgenominen winde, das man ettwas gerust were, dann so man lenger teydingt mit dem bischoff, so mee Unwillens und grober wort dem rate begegenten. [6] Also nach vil reden gaben die pfaltzgrevischen rete zwey mittel an, dasein, das der rate dem bischoff den eydt dete, wie von alter herkommen; 16 ist das man das wort gefurst 1 darusz liesz und zulest an den eydt gehangen wurde, doch dem stiefft an sincr fryheit und gerechtikeit an schaden. Das ander mittel, das der bischoff sin confirmatz gebe und inryde und des rats eydt under wegen blibe und der rate und der bischoff zu einem usztrag kernen uff ir frunde und ein obman, welicher eydt sinen furgangk haben 20 solt. Der woge was dem rate keiner uffzunemen, sunder meynt, es solt by altem herkommen hüben und liesz aber den bischoff ersuchen und bitten wievor, dann es were dem rate nit zuthundc, künden es gegen dem ric« und der gemeyn nit verantwurten. Aber es ginge dem bischoff alles nit zu- hertzen und wart ye beweglicher wort reden. Also hat der rate die nach» 85 wyter gedechtnusz und rats gepflogen ir selbst und der von Spier frun«* und konten der wege keinen in rate finden uffzunemen und stunde bisz mitternacht daruff, das das inryden underwegen solt bliben sin und der cost und arbeit des bischoffs und der statt alle umb sunst gescheen; des der rate ein grosse kommernusz haue und besorgt Ungnade des bischoffs, des 30 pfaltzgraven und der ritlerschafft und schickt darumb noch eyns zu dem bischoff, do es über mitternacht was und morgens das inryden gescheen solt und liesz ine fliszlich und gar demutiglich bitten genediglich zu bedencken sune und [7] rachtung mit sinen gnaden und der pfafl'heit, das alt M* 1 kommen der statt und was unrats usz solichem Unwillen ensteen niool' 1 :) r . und wie er sich fruntlich erboüen und zugesagt hette, kein nuwerung & u machen, des ime der rate dancket und wie der rate ime biszhere zu wilU' 11 worden were und auch hienfurc deste williger sin wolt und so sich der ral" solicher inrede versehen, so hette er noch flissiger gemant von den dinge 11 zu reden in getruwen, do sin gnade irrung meynt zuhan, das dann sin gna« e ■tu billich che von den Sachen gerette hette, nachdem der rate zu vil malen der dinge halb zu sinen gnaden geschickt und er alleweg antwurt geben h cltc keyn nuwerung zumachen und sich gutlich und fruntlich zuerzeugen. Daru antwurt er: „Ich han kein irrung gewust und meynt es were schlecht, abe ir habt irrung gewust, darumb habt ir villicht an die Sachen geinant; i fi ' 4. r > ' e. o. p. 33!), 16. 1483. 591 gestee uch, ir seyt mee dann eyns by mir gewest, ich meynt aber, es were schlecht' und wie er furmals gerette hette den eydt zunemen, darby liesz er esz bliben und wolt nit ein pitzzellen nachlassen, dann es berurt ime sin eydt, er dem stiefft gethan hette, treffe es ime ein dusent oder zwey gülden an, die wolt er dem rate ehe schencken, aber sins stiffts gerechtikeit konde t Cl ' nit nachlassen. Und als es nit anders sin wolt, haben unser herren uff- genommen der obgemelten mittel eyns, so die pfaltzgrevischen rete angeben han, das sin gnade die bestetigung gebe und inryde und des rats eydt blibe ansteen und man sich eins usztrags vereynt uff einen obman, wiewol es der rate sere ungern [8] dete und auch nit zuthun was dan durch drancksal 10 und ergers zuvermyden. Also gäbe unser herr der bischoff für zu einem °ornan unsern gnedigen herrn von Spier oder herre Götz von Alletzheim und Diether von Hentheszheim; so gäbe der rat zu obman für den keyser, herr Ludwig von Ysemberg, graven zu Büdingen, der statt eine Straszpurg, Basel, Pranckfurt, Colne; der wolt der hischolf keinen uffnemen und gäbe » 'ghchem ursach nach sinem gefallen, das ime keiner uffzunemen were. So wolt auch der rate keinen uffnemen usz den, die der bischoff furgabe und hate alles der rate, das sin gnade gethan neme vom rate, was von alter herkommen, were der rate urbutig mit flehelichen Worten, die alle nit holffen. Daruff antwurt der bischoff: „fr gebet gut buler, ir liesset ungern abe". » "d als der rate der obman durch im angeben waren keinen annemen wolt, waidt sin gnade bewegt und ertzornet und redt zorniglich: „Ir müsset mir den eydt thun und solt hudt und hare darnach geen." Darnach redt er die w °rt: „Es sol darzu kommen, das ir mich bitten werden, den eydt zunemen «nd werden sprechen: wir wollen uch gern sweren, dann ir syt unser herr." M fr redt auch under andern Worten: „der eydt ist von alter herkommen, als "* Ucn den furgehalten han und steet also in mynem capittel buch; ich han auch uwern eydt, als ir den melden, in myn buchern, aber der ist abe und . este myn eydt von uwern eitern gescheen, den wil ich auch han und wil ' m aucl > nit anders thun." [9] Daruff antwurten des rats (runde: „Gnediger ao erre! Wir wissen nit anders, dann das unser eitern unsern eydt gethan lan «nd finden den auch in unsern buchern." Sagt der bischoff: „Welicher " Sz uch darfft sweren, das uwer eydt furmals gescheen were" und nant die A n Geister herr Niclaus Mcrgetheim, Claus Duchkauff und herr Jörg Hems- bTx ° L Si ° dorfneu das sweren und er wolt der dinge by der gemein u 'yben, das ginge hin, das sie kein antwurt daruff gaben; darusz wolt ime j er bischoff glympff schöpfen, er hette es uff des ratsfrunde eyde gestalt, die «Wen es nit uff ir eyde nemen wollen. Darnach als des ratsfrunde die ge- *n meynung an rate brachten und die zornischen wort und drauwort, er- ^ c 'rack der rate und was bekommert und in sorgen, dan der bischoff hatte « wievil reysige in der statt. So was es nach mitternacht, so was unser rat° herr dcr P faltz gravo zu Dirmstein mit sinem gezuge, der auch dem f . e grosser angeben, dann er was, dardurch wart der rate bewegt durch lass m dCn anlasz zu g chen und hat doch den bischoflf noch e y ns bitten dan 611 / 011 Sinem furnemen «wteen und gnade und miltigkeit zubewisen, 4r, n der rate stunde in hoffnung, man solt sich der dinge nachmals, so er 592 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalherg in Worms. ingeritten, gutlich oder allein oder durch bcyderteyl frunde vertragen, das man des obmans nit dorffte, und als sin gnade gerett hette, die dinge zustellen an die gerneyn und ob der genanten einer usz den altmeistern dorfft uff sinen eyt sagen [10], das solicher eydt also gescheen were etc., das wolt der 5 rate uffnemen. Sprach der bischoff: „Ich han es gerett, aber es was myn nieynung nit, das ist wol zugedencken, das ich ein solich Sache nit an die gemeyn stellen kan oder uff uwern eydt, dann ob uwer einer das swure, were als eyn buwer im Odcnwalde dem andern ein eyt lyhet." Die smehe- wort und Verachtung must der rate auch lyden, darzu sagt er auch: „Ich 10 wil uch darzu bringen, das ir mir den eyt nach mynem willen sweren müsset, das solt ir mit uwerm grossen schaden innen werden, dann ich wil in die statt kommen, wann ich wil und ich han all die jhenen die mir darzu helffen". [11] Und do der biscboff ye nit von dem obmann und usztrag steen is wolt, böte der rate das recht uff die obgenanten, die sie zu obman furgeben und besunder und folliger uff den pfaltzgraven erkennen zu lassen, were des obmans halb das vollichst genugsam gebotte gethan hette, das wolt der bischoff auch nit uffnemen und gebracht üppig drawort; das brachten des ratsfrundo auch an rate. Also do es nit anders sin mocht, name der rate 20 den bischoff von Spier uff zu einem obman, dann der rate besorgt grosser Ungnade und duret ine der coste und rustung des bischoffs und siner frunde und der statt und burger, sust hette der rate den obman nit uffgenommen, so were das inryden underwegen bliben, das etlich des rats beducht besser sin dann in solichen anlasz zugeen; aber es was das mynner teyl im rate. 25 Do das dem bischoff anbracht wart, das der rate den obman uffgenommen hette, do was es siecht und slug die glock zwey ure nach mitternacht. Darun sagt der bischoff: „Wir wollen nu gut frunde sin und wollen miteinander essen und tantzen und ich wil mich schicken zum inryden; aber es ist spedc, ich besorg es möge vor mitag nit sin und han gedacht, das es nachmittag ao geschee umb ein ure, dann die koche noch ruter können sich nit rüsten und ich musz es von stundt myn herrn pfaltzgraven zuwissen thun. I cn bitte uch, lasset mir ein botten usz"; das dete der rate. Also sagt der bischoff: „Lieben frunde! Legt uch slaffe [12] bisz zu sechs uren wollen wir wyter reden von dein anlasz und was noit ist besliessen." Also wart 36 morgens von dem anlasz geret den inschrifYten zuversiegeln, als es auch g e ' schach. In dem was der rate überkommen mit dem bischoff zureden: „Lieber gnediger herrel Uns kompt für, das vil fremder lute herin kommen werden und das unser gnediger herre der pfaltzgrave deszglich uwer gnade auch vil ruter haben; so sint auch algereidt vil fremder lute in der stau; 40 darumb bitten wir uwer gnade uns die statt helffen versehen. Es ist b v unserm alten herkommen, so vil fremds volcks in die statt kommen ist von fursten oder herren oder sust, das dann die fursten ir hoffmeister odei heubtlute haben spruchnus gethan, der statt kein schade zusin; darinn bitten wir uwer gnaden auch zu raten"; und stunde by dem bischoff herr Götz « von Alletzhcirn, herr Hans von Gronberg und doctor Bernhart. Do antwur der bischoff: „Lieben frunde! Myn und myner frunde halb ist es nit noit, 1483. 593 lr sollet wol sicher sin ; so ist myn herr pfaltzgrave so ein erber frommer U1 'st, das es auch nit noit ist; so han ich mit myn frunden nit über drittehalb hundert pferde; so hat myn herr pfaltzgrave nit dan 200 pferde". So sa gt herr Golz: „Lieben frunde! Myn herr ist in vil stetten gewcst und ich fflit sinen gnaden zu Nuremberg Straszpurg und andern, ich han der an- s mutung nye gebort; esz ist nit noit und meynt ir, das sin gnade übel thu?" »Iso sagten des ratsfrunde: „Lieben herren! So lassen wir es auch darby"; und [18] wart also fruntlich davon gerett. Aber es wart verkart und der statt gegen dem fursten zu argem dargelegt und langt an den rate, der Pialtzgrave were vast unwillig, dan man hette ime glubde angemutet und io getruwet ime nit etc. und hielt ine für ein veretter und fleiszverkeuffer, als 1 l(; hernachgeschriben schrillt das anzeugen. Das verantwurt der rate und sprach, es were nit gescheen in der gestalt, sunder ralswise mit unserm lfirrn v 0" Worms gerett und als man sin und der ritter rate und antwurt Gniame, hat es der rate daby gelassen. Darnach liesz man den anlasz und is 10 confirmalz schriben und rüste man sich zum inryden zu einer ure nacli- ittag. Aber es Verzuge sich bisz nach zwen uren. Das macht, das die riet] nit geschriben waren von des pfaltzgraven und des bischoffs scribern 0 wurden zum dritten male describende und unrecht geschriben und wart 1 sa gt, das der bischoff und der pfaltzgrave und ir hoffgesinde hetten groszen 20 willen, das sie solang vor der statt halten solten, dann es was knie und 8 e öt, so was es des rats schult nit sunder der brieff schult, das die nit Beschrieben noch versiegelt waren. So wolt der bischoff nit herinn ryden, ° s Wcre n dann die brieff übergeben. Als nu die brief gefertigt wurden, in bysin des ratsfrunde und des stat- 2.'. «nribers, rieden der statschriber und des bischoffs schriber in das feit, da Kirsten und hern und unser stette bannir und frunde mit den [14] von j ' ™"*B« Do die schriber also kamen, rieden die fursten naher gegen - statt zu und des ratsfrunde naher den fursten bisz uff den acker jensytt 1 steinen brücken l , neinlich herr Hans Walsporn burgermeister und herr so U8 Duchkauff und die redemeister 2 nemlich herr Jörg Hemspach, Johann 0 11 und Andreas 3 der statschriber. Als nu der bischoll' mit den fursten ' nei 'n zu des ratsfrunden kamen uff dem gemelten acker und des rats jjunde stiel hielten und ir hüte und kogeln abdeten, hielt der bischoff stille*. >'edt horre Jörg Hemspach von des rats wegen: „Hochwirdiger fürst! u * |'diger herre! Der rate hat uns nach alter loblicher gewonheit here ge- 'get uwern gnaden zu uwern bischoftlichen wirden und eren glucks zu », jjjjßL Auf der Strasse von Worms -nach Neuhausen. » lieber die Redemeister f °to nl i U ' i: Anno Jomini 147 <> uff sant EUlbethen tag haben alt und miwe n Jht genoinm ommen 1 dwil die stadt nu eyn advocaten ein licenciaten zu diener ott'- 40 "leistpr 100 ! von c ' er stat WP K en zu ryten etc. und man biszhere zwen rede* doch hi R ' da,s man •i ars 2() (fnWen ir' iglichem 10 gülden geben hat, sol man und dn re zwen rec 'emeister han, einen usz den nunen und einen uns den XVI. gelt ^n i lllan l,infm ' r iglichem redmeister jara 6 gülden geben sol und das uberig * M* ^^oc'iten lone zu stuer han. s Andreas J'auli, s. o. p. ,w>, -JH. u • s7 ''/(/ ;., a Ori iF e *0> V- <<> M»< die Bearüsnmg auf dem Sperbtrtmgel vorgeht*: davon '" den QueMn nichts. 0rms01 ' ^hronikon. 38 594 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. wünschen und besunder auch zu uwerm inryden uwer gnade mit sampt andern unsern gnedigen herren und der werden rilterschafft zu empfaen demutiglich und fliszlich bitten, dem rate und der statt fruntlich und gnedig zusin und zu confirmiren und bestetten ir f'ryheit etc.; was dann der rate t und statt uwern gnaden thun so], wil der rate auch gutwillig sin und damit uwer gnade auch bitten, das uwer gnade keinen, der der statt verwyst were, mit uwern gnaden inzufuren; ob aber derselben ettlich gleits begerten, das wil ine der rate uwern gnaden zu gefallen geben etc." 1 . Daruff antwurt der bischoff: „Lieben [15] frundc! Ir habt mir furmals zu rnynem bistumb zwey jo oder dru male glucks gewünscht und ietz zum inryden aber; des danck ich uch; die confirmatz der fryheit han ich mich erbotten uch zugeben, damit sollen auch die obgemelten anlaszbrieff übergeben werden. Von der ver- wisten wegen wisset ir uch wol zuhalten." Damit hiesch der bischoff sinen sehriher die confirmatz lesen 2 . Das gesebach. Darnach stabt ime Andreas II der stattschriber den eyt; also was der confirmatzbrieff inhelt, das wollen wir stette und veste halten getrulich und ungeverlich als uns gott helff und die heiligen 3 . Des danckt man ime mit den Worten: „Gnediger herre! Wir dancken uwern gnaden" und damit ridt der gantz gezug furter gegen der statt gar zierlich in der ordenung, nemlich zuforderst der statt soldener vier, w darnach unser frunde von Spier, darnach unser burgermeister und burger von Worms alle in einem kleyde in glantzem harnasch wol erzeugt, alle mit glenen und trabten unser frunde von Worms mit zwolff oder mee pferden vor der statt bannir, das fürt ein korischer in gantzen glantzen harnasch vast wol gerust, was eins burgers sone genant Jacob Agcrszheimer; darnach 2. r > der burgermeister und ander ratsfrunde, ye zwen und zwen, darnach die ob- genanten ratsfrunde in iren erheben swartzen rocken uff sadeldecken, darnach der bischoff und sin frunde pfaltzgrave [19] und bischoff von Spier 4 mit vier hundert pferden oder daby. Und als man für das munster käme, blibe yeder- man halten bisz do der bischoff vor sant Steffans cappel abstünde; da was 30 ein geschrencke gemacht, das er nit gedrengt wurde, so er abstünde, von den, die des pferts begerten, uff dem er ingeritten was 5 . Es was auch der burgerschafft gesagt, das ir keiner nach dem pferde steen solt, dann es was villicht vor übertragen, wem das pfert werden solt; und ginge der bischofl, als er abgestunde, in sant Steffans cappel, dete an sin pontificalia; do kamen u die herren vom dhume mit fanen und reliquien und belcken in processione und fürten ine in den köre; die belcken trugen vier rittet- des pfaltzgraven diener; das solten nacli alter gewonheit vier ratherren gethan han, aber es wart auch vernüwet. Vor den belcken gingen des ratsfrunde obgemelt, die den bischoff empfangen hatten, und vor des ratsfrunden der statt heimberger «o mit einem stabe bisz füre den köre, da bliben des ratsfrunde steen; die herre 11 gingen in den köre, do sangk man Te deum laudamus. Do der bischoff 0 den köre käme, ryt yederman in sin herberg. Unser gnediger herr der 1 Vgl. den analogen Vorgang im J. J427, o. p. 331 f. s Dan Original «f Confirmati'on im St.-A.'W., Urk. nr. 504. Aligedruckt bei Zorn p. WS f. Mornen'J 4.'i p. 70 rcrwecltnelt die Gmfirmation mit dem AnlassAirief. * Vgl. '/(»'n p- 1*"' « Ludwig von Helmstadt i478—ir>04. ° ». o. p. 883, Uff. 1483. 595 Pfaltzgrave blibe nit über nacht hie. Ettlich sagten, swacheit halb sins libs, ottlich von Unwillen, das sich die sach des inrydens solang uff den [IT] tag verzogen hette oder-man dem bischoff intrag und nit nach sinem willen ge- than hette oder ine im felde nit sunderlich empfangen hatte oder das des ratsfrunde im felde nit abgestanden waren, do sie gegen ime und dem bischoff > ''yden ine zu empfaen oder das man von rats wegen begert hatte, das der forsten Hofmeister oder marschalk globen solten der stat im inryden kein schade zu sin*. Und was vil rede davon. Do der bischoff usz der kirchen ginge nach dem Te deum laudamus schanckten ime des ratsfrunde einen vergolten becher, kost by hundert gülden, und darzu wyne und habern nemlich in e m fuder wyns und 30 malter habern ', dann es was wolfeyl und man hatte "»'mals nye keinem bischove so b kostlich geschenckt und was als wol angelegt als in diesem Handel vermerekt wirt. Darnach ginge man essen und waren alt und nuwe rede geladen zu zwen malen. Item darnach uff Remigii haben alt und nuwe rete treffelich von der u '• <""■ irrung geredt und den anlasz furhandt genommen zu kiesen zusetze und darby gedacht, das gut were furhien die gutlicheit wyter zu suchen und das gut were, das cappittel oder des bischoffs geborn frunde die Kemmerer zu bitten helffen zu raten, wie man die gutlicheit finden und die ding hinlegen mocht. Und ist im rate funden, das man vor an dem cappittel und an den 2" tr 'inden suchen sol, ob sie mochten zu einer gutlicheit helffen und dem ist m an nachkommen, nit destomynner das man auch thu, was zum anlasz ge- ot % damit nichts versumpt werde. [IS] Als der rate sin frunde zum cappittel geschickt hat und gebetten, 0,) sie ettwas gutlichs darinn finden mochten, hat sich das cappittel gutwillig n Wbotten und sich by ungern gnedigen Herrn den bischoff gefugt; do hat der "schoff ine geantwurt, der rate habe ine und sin frunde gesmehet, so ime ''arumb ein lipnusz gescheen mocht vom rate, mocht er darnach der irrung la lb auch destebasz teydingen; das hat das cappittel dem rate geeugt und >egert, das der rate ettlich mittel angebe und was er lyden mocht. Daruff 30 na t sich der rate underredt und ein meynung gefaszt widder zum cappittel zu Sc -Hicken und ine zu dancken und ais man von ine under ander worten v ermerckt-, das unser gnediger Herr sich beclage smehe wort und schände sinen lieben frunden und ime gescheen sin sollen von einem rate, das konde er nit vergessen etc., so besorgt der rate, sin gnade bewegt sy und das n mocht die gutlicheit beren und wiewol dem rate furmals derglichen des Unwillens siner gnaden rede furkommen sin, so hat der rate doch hoffenung gehabt, es solt nit daran sin, so man aber das von iren wirden Hort, so versteet der rate, das ettwas daran ist; darumb bedunckt den rate jetzt gut, as man von rats wegen ein botschafft thu, sin gnade demuttiglich und 40 'szlich darfur bitten, dann man besorgt nit allein sin Ungnade sunder auch os pfaltzgraven; darnach möge man deste fuglicher in den Sachen handeln *) odor das man von rats — zu sin am llandc '>) IT*, os. Vgl Zorn p, 193. 38* 596 t> er Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. [19] und das capittel damit bitte, das sie uff eltlich mittel gedencken, die zur gutlicheil dienen, was dann der rate mit eren und on abbrucli irer fryheit 7. Okt. und gerechtikeit thun mag, wil der rate gutwillig sin. Actum 3 a post Remigii. Daruff hat der rate sin frunde zum bischoff geschickt, die sin gut- 6 lieh von ime gescheiden mit Worten, aber die werck waren ferre davon. u. okt. Darnach uff donerstag ist dem rate ein tagbrieff kommen von unserin aj.oki. liern von Spier, der tag kurtz angesatzl nemlich uff mitwoch nach Luce ewangeliste und ist der rate dannoch ungeschickt gewest mit sinen roten und zusetzen und hat darumb zu dem bischoff von Spier geschickt und ine in bitten lassen den tag zu erstrecken acht oder viertzehen tag; das bat er nit zusagen wollen und ettlich ursach ander gescheffde sich doch darinn gegen unserm gnedigen herrn von Worms gearbeit lute der schrifft deszhalb usz- gangen, aber der rate mocht kein erstreckung des tags erlangen 1 , dann es was die meynung, so des bischoffs sach uszgerachl wurden, so wolt dan der is pfaltzgrave auch an den rate. Darumb ylten sie, das der rate nit hilff sucht. Also hat der rate zwo botschaffl uszgesant gein Kranckfurt ein, goyn Spire Straszpurg Bacsel die ander 2 , sie bitten ine solichen iren tag helffen zu leisten ine zu raten oder sieb als zusetze gebruchen lassen, wie dann in 13. okt. irem und ander der stette frunde rate finden werde. In des uff montag nach so Dionisii ist unser herr von Worms herkommen, dem bat man den wyne ge- n okt. sehenckt. Darnach uff dinstag fru hat das capittel f-jo] sin frunde uff den Durgerhove gesant, die haben anbracht, wie sie die sach gern gute sehen und begerten den geineyncn eydt, so die burger dem rate sweren und auch den eyt, so der rate dem bischoff meynt zuthun. Also hat ine der rate den js burgereyt lassen lesen, die ir burgerrecht uffholen 3 mit erbietlen ine des ein abschrifft zugehen. Man hat ime auch den eyt geben der rate ineyid zuthun dem bischoff zum inryden; damit sin sie weg gangen wyler an den bischoff zusuchen. Darnach haben sie widder zum rate geschickt und be- gert abschrifft des gemelten hurgereydls; die hat ine der rate geben. Also :io haben sie allerhanl mittel in dem eyde gesucht und angeben als her nach geschriben sin allerhandt meynung, das da mit die irrung hingelegt wurde, aber unverfänglich, dann dem rate gehurt nit nachzulassen nach des bischolls meynung und besorgt abbrach dem rieh und auch der statt. Es wart auch gefordert, das die geineyn dem bischoff sweren soll., dwil es aber nit also 39 ' Am Vi. Okt. (Udenheim uff sontag nach s. Dyonisien tag 148.'!) lehnte Bischof Ludwig von Speier das Gesuch der Wormser um "Erstreckung des Tages «l>, weil ''"'•'■' nur mü Einwilligun/j beider Partheien anginge. Und haben daruff dem . . . liern von Worms/, geschriben, gebetten und geraten uffschlag solicha tags zu lyden und so im das gefallen wolle oynen andern tag uff montag nach a.lierheyligen tag '"'" 4n nennet gehabt, was der Bischof von Worms abgeschlagen htdjc. Diese abschlägiff 1 Antwort iat vom selben Tat) (zu Heidelberg) datirt; Dalberg motivirt ex mit, Geschäflen, die er an jenem entrechten Tag im Auftrag den Pfalzgrafen zu erledigen hobt'. /'''' liti/j'e dem Domkapittel werde es gelingen, die Wormser zur Annahme des neuen WH zu bewegen. Er vertraue auf die, Gütlichkeit. Band nr. 1923. Originalschreiben. Am . 68 dieser lls. eine Ergänzung: Item in des bat der rat sin frunde uszgeschickt nemlich herr Marx Wngentrybor goyn Straizpurg und BftMl auch zu den von Spire und her ('laus Duehkaulf und Johann Wollfgin geyn l'YaneK- furt etc. a x. o. p. 840. 1483. 597 herkommen was, wolt es der rate zuvoran nit andern; so wolt es auch die gemeyn nit thun. Und als sich diu dinge verzogen und man dry oder vier tage hat geteydingt, wart die gemeyn murmulen und hette der gemeyn man gern gewost, was es were, das man solang tagleysl und kein rachtung mocht funden werde und was es betudet. Do der rate das vername, liesz 5 er gebott machen in alle zunffl und beschide alle zunfftmeister darzu usz iglicher zunfft zwen die redelichsten, [il] darzu alle die den rate beseszen hatten ye zu zyten, in den rate und gab ine den handel zuerkennen, den furter an die zunffl zubringen. Do das geschach, gaben alle zunfft dem rate antwurt, sie solten dem biseboff thun, was man ime pflichtig were und 10 »er l'ryheit und alter herkommen und gerechtikeit nichts übergeben, sie Welten lybe und gut by den rate stellen. Das hört der rate gern. Do der hisehoff vermerekt, das er nit folge hatte und sinen eyt nit erlangen moeht, do liesz er von der gemeyn und namc sich uff das male nit mee an, das die gemeyn ime sweren solt, und schickt nach den trefflichsten im rate, nach u ettüchen allein, nach ettlichen selbander odder selbdrit und gäbe ine gut w °rt, wie sie so hart weren und ime so übel getruweten, er begert ine keinen abbrach zuthunde an irer fryheit recht und herkommen und bäte sie, •las sie der meynung ein als hernachgeschriben steet uffnemen. Daruff gaben dieselben rathern wyszlich antwurt, es stunde nit allein an ine sunder am M ra te und an der gemeyn, so weren sie dem heiligen rieh gewant; darzu hetten sie gelobt und gesworn die statt und gemeyn by altem herkommen z u hanthaben, baten sin gnade sich gutwillig und gnediglich zubewysen, der rate wolt ime doch gern thun, was man ime thun solt. Do nun kein "littel mocht funden werden in dem eyde, ryt der bischoff mit Unwillen weg » und schickten sich beyde teyl zum rechtage gein Spicr für obman und zusetze nach lute des anlasz und was alle irrung, das der bischoff nit wolt zulassen in dem eyde das wort unser fryen statt Worms, dan er wolt uit > ßa] das der rate gegen ime sagt: Unser statt oder frystatt, sust gontt er dem rate wol also zusagen und zuschriben an allen enden auch n gegen ime, uszgenommen im eyde. Er wolt auch nit, das Worms ein fry statt were gegen ime. Doch liesz er nach, das es ein gefryet statt were an er nit gantz fry. Da man nu gein Spier zu dem rechtag käme mit der stette frunde Basel Straszpurg Spier und Franckfurt, wart geratslagt, ob man m dem anlasz bliben odder understeen solt darusz zukommen mit recht, als 35 d 'e Juristen meynten, oder ob man gutlich teydingen solt. Do wart an rate hmden, das man dem anlasz gnug thun solt und sich zum rechten schicken. Also do man in das recht käme und das recht angefangen was, suchten °ßman und zusetze gutlicheit; die wart funden nach lute der brieff darüber und allermcynst irrung was umb die wort unser fryenstat und umb das 40 schirmen und hanthaben. Also käme es zulest uff den eyt in der rachtung geschriben; der bischoff meynt auch, der rat solt ime sweren an der stegen öffentlich; das wart abgeteydingt; der rate hette es gern besser gesehen, ^her es mocht nit anders sin, dann gewall wort gebrucht und drauwort. So was der pfaltzgravo mit dem bischoff daran und widder den rate; der « hisehoff was by allen fursten vast wol gehört und verdient und halte by ime 598 Dur Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. der forsten rete widder den rate nemlich des pfaltzgravcn, bischoff von Mentz, marggraven [23] von Baden und Wirteinberg und darzu alle gelerte und treffelich ritterschafft im lande; auch zwivelt dem rate an dem obman, dem bischoff von Spier, dann er hat glich sach mit der statt Spier, so hatten wir • von nymant kein hilft' noch bystant, die gemelten stette frunde forchten* sich alsz ser als wir 1 und uff alle gelegenhcit rieten sie uff ir eyde, das die rach- tung und eyt uns wol anzunemen were, dann wir übergeben nichts und deten es mit eren, und als sich der rate darinn hart hielt, wurden der stette frunde unwillig und sagten, wolt ir nit folgen, so hette ir uns wol doheim ge- 10 lassen. Darzu erbott sich der bischoff uns brieff und siegel zugeben, das er uns keinen intrag thun wolt oder durch den eyt mee gerechtikeit zu uns und der statt nit zuhan, auch das er uns nit besweren wolt mit reysen Schätzung oder ander dinstbarkeit; aber wir funden an rate, das wir der brieff nit nemen solten, dann sie geben anzeuge, das der bischoff solich ge- i5 rechtikeit zu uns haben mocht, des wir nit gesteen. Do nu solichs zu Spier an rate der stette frunde und ander unser frunde, der sere wenig bewert was, funden wart, schickten der stette frunde ir botschafft von Spier gein Worms in unsern rate, da die zunfft auch versamelt waren 2 , und hielten die rachtung furo. Also wart solich rachtung durch pt4j gemeyn rate uflau genommen in der gutlicheit in hoffen me willens zu erlangen dan mit dum rechtigen. Aber es holff nit, wiewol unsern frunden der bischoff zugesagt hat, so wir uns gutlich bewysen, so wolt er uns auch vil guts thun. Als nu der stette frunde und wir heym kamen vom tage zu Spier 3 , finge der pfaltzgrave Unwillen und Ungnade an und über vier tage darnach wurden 25 uns die unsern gefangen und uns des pfaltzgravcn gleit versagt, das die unsern nit Webern dorfften, und als wir unser frunde zu dem pfaltzgravcn schickten, konten unser frunde nit zuverhorung kommen und rieffen den bischoff an, der was cantzler und gewaltig im hoffe; aber er sagt unsern frunden, er wolt uns nichts guts thun sunder widder uns sin, wir liessen au dan die gemeyn ime auch sweren; daruff redden unser frunde und sprachen: „Gnedigcr herr! wir meynten, wir weren gantz gerächt." Sagt der bischoff: „Neyn! die gemeyn sol mir auch sweren, so ist der eyt und rate, als man uff dem Sperwerzagel b4 dut, als on mynen willen, den wil ich auch nit lyden. So geschieht mir auch durch uwer burger intrag in myn zollen; aber 35 «) Jh. fochten. h ) IIa, Suarbezale, aber s. 599, 2. 1 s. Zorn p. 193. 2 Am 23. Okt. schrieben die Geschickten in Speier an den Math in Worms: Ist die sachc soforre kommen, das man urteil geben sol, ob der macht wir von uwer wiszhoit han zurecht gnug sy; inn des han obman und zusetze gutlicheit gesucht, die haben wir nit wollen oder mögen uffnemen und doch ÜB 4U besten das uch furbringen wollen. Darumb so wollet von stunt alt und nuwe rete und zunfftmeister auch alle die yo den rate besessen han, darzu die treffelichisten zwen oder dry usz iglicher zunfft versammeln, so wollen wir etlich usz uns zu uch kommen, so tag so nacht ylen, damit die sachen verhandelt werden. Bann nr. 1923. " Am 22. Okt. befahl der Itath dem meinster Petern, Claus Duchkaun 4s und Henchen Steffan nach Beendigung des Tags in Speier sich nach Heidelberg zum Pfalzgrafen zuverfügen und ihm das Geschehene anzuzeigen mit der Bitte, der Stadt gnädig zu sein. Band nr. 1923. * Auch Sparwenzagel genannt, s. o. p. 315, -'• 1483. 599 wann mir die gemeyn swerl, so wil ich thun, was uch liep ist." Daruff sagten unser frunde, der eyt uff dem Sperwerzagel were erberglich und vil jare herkommen, so Lette aucli die gemeyn nye gesworen, man gebe auch die zolle und wann darinn irrung geschee, were dem rate nit liep. Also sagt der bisehoff: „Wir wollen mec davon reden." Auch baten unser i frunde, [asj das er ulT sant Martins tag den rate wolt besetzen und die statt mit rate und gericht zum besten versehen, und als sin gnade ein tag gesatzt »at, lutc der gcmelten rachtung den eyt vom rate «meinen, des tags wolt der rate warten, aber der gemeyn were der rate nit mechtig zusweren; es hielt auch die rachtung nit inne, so were man auch darumb nit veranlast ge- 10 west, der rate kont auch die gemeyn des nit dringen nach verwantnusz dem >'iehe und eyde und glubde der rate alle jare dete der statt, gemeyn und burger by iren fryhcilen gewonheiten und alten herkommen zu hanthaben. Daruff sagt der bisehoff: „Was geet das das riebe an; hütet ir uch zu mir, weic uch das beste; dan wann wir einander getruwe weren und zusamen u hielten, so weren wir yderman starck gnug; so wolt ich uch auch gegen dem pfaltzgraven uwer wort zum besten thun, das er uch gnedig were." Antworten unser frunde wie vor und baten alles gnade und gaben gut wort. Aber der bisehoff meint alles, das ime die gemeyn auch sweren solt, dann 81 und sin pfaffheit weren nit sicher und dräuten ine. Das wart auch ver- ao antwurt, das solichs nit geschee; ob aber ymant sinen gnaden solichs fur- hrecht, der dete es umb keins guten willen. Aber der bisehoff meynt yc, es were wäre, das ettlich usz der gemeyn gedräut betten, darumb wolt er sicher sin. Zulest sagt doch der bisehoff: „Ich wil sehen, ob ich uwer burger, die gefangen sin, ledig machen möge, so ich dann nehst gein Worms as komme, wollen wir wyter reden." [26J Also was der tag den eyt zuthun gesatzt uff samstag vor Martini. Uli' denselben nach mittag zu zwo uren hat der ingesessen rate den eyt ge- than nach lute des gutlichen entscheidts in bysin dry vom cappittel und funff °der sechs edelman des bischoffs frunde, und stabt der bisehoff selbs dem au r »te den eyt und als der rate den eyt gedat, meynt der bisehoff, das ime Andreas der statschriber auch sweren solt; der antwurt, er dorfft es nit thun nach lute siner verschribung dem rate übergeben inhalten, das er keinem her n zu dinst oder verbuntlich sin solt; so hielt es auch die rachtung nit 'nne; so were er auch nit des rats l . Also liesz es der bisehoff darby und xs sa gt, er wost wol, woe es geschriben stunde, das ime der schryber sweren s °lt und mag sin, es stee geschriben in dem Wormszer rechtbuch im letsten ca Ppittel. In der gutlichen teyding von des eyds wegen als obgemclt wurden diso '»eynunge hernachgeschriben vorgehalten: «o -, „ * Sei der Rathsbesatsung im J. 1492 wurde dieser Streit erneuert. Der Vilcar «8 Bixclwfg, her Andre Pellendorffer doctor und dhumherr verlangte, «MS Adam, '''■'' >. « S. Nor. 600 Der Einritt «los Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. Zu erst gaben unser hern vorn rate den rechten eyt als von alter hure- koninien ist in allen der stat buchern geschriben also lutendc: Das wir burgermeister und rate in unser fryen stat Worms dem erwirdigen in got vatter hern N. unserm bischove zu Worms, der •■> hie zugegen steet, also holt und also getruwe sin als von recht ein fry stat, die von dem riche gefryet und gefurstet ist, sin sol, und sinen schaden zu warne ane alle argelist und geverde, so uns got helff und alle heiligen '. [27] Diesen nachgeschriben eyt wolt der bischoff nit annemrnen, darunib 10 das fry burger und unser statt darinn steet und sagt, er gestünde, das Worms eyn fry statt were, aber nit gegen ime, mocht auch wol lyden, das der rate schribe unser statt, aber nit gegen ime besunder im eyde. Das wir burgermeister und rate der statt Worms als fry burger dem erwirdigen in got vatter unserm hern dem bischove zugegen steet 18 getruwe und holt sin, ine vor sinem schaden warnen, frommen werben, sin und sins stiffts recht und fryheit hanthaben und beschirmen wollen in unser statt nach unserm vermögen ungeverlich als uns gott helff etc." Diesz ist der eyt den nu und alte rele beslossen und angeben hau: 2u Das wir b. u. r. der statt W. dem erwirdigen in gott vatter hern Johansen bischoff zu Worms, der hie zugegen steet, getru und holt sin, ine vor sinem schaden zu warnen, frommen und bests getrulich zu werben, alszdan solich von unsern eitern und furfarn uff uns kommen ist ungeverlich, als uns gott helff etc. 35 Der eyt nach des bischoffs meynung: Das wir b. u. r. der st. W. von der gantzen gemeyn wegen dem erwirdigen in gott vatter hern Johansen unserm lieben hern und bischoff zu [28] Worms hie zugegen steet und dem styfft getrw sin und sie vor irem schaden warnen und alle ir recht und fryheit hant- 30 haben und schirmen wollen one alle argelist alsz sweren wir als uns gott helff und die heiligen 2 . Diesen eyt hats domcapittel für ein myttel aller erst angeben und nach vil mytteln ist es wider angeben uff diese masz: Das wir b. u. r. und ander burger von der gantzen gemeyn wegen 3. r ) in dieser fryen statt Worms mit macht hergeschickt dem erwirdigen in gott vatter hern Johansen unserm gnedigen hern und bischoff und sinem stilft getruwe und holt sin, ine vor sinem schaden warnen, sin und syns stiffts fryheit und recht schirmen und hanthaben wollen getrulich one alle geverde und argelist. Also sweren io wir so uns gott helff und die heiligen. Auch des capitels angeben: Das wir b. u. r. vor uns und die gemeyn der freyen statt Worms unserm gnedigen hern bischoff Johansen allhie zugegen und sinem a ) Diese Formel ist nochmals wiederholt. « * s. o. p. 339, 13—17. 2 s. Zorn p. li)2. 1483. 001 stieffl gutruwo und holt sin, ine vor sinem schaden zu warnen, sin und des still'ts recht und fryheit hanthaben und schirmen wollen getrulich on alle argelist und geverde. Also swern wir etc.' [29] Hernach folgt die rachtung des nuwen eyds: Wir Ludwig von gots gnaden bischoff zu Spier bekennen und Ihun :, kunt öffentlich mit diesem brieff: Als spenne und irrung zwuschen dein er- w 'rdigcn in gott vatter und hern hern -lohansen bischoff zu Worms unserm beben hern besundern frunde und vettern uff ein und den ersamen wisen unsern guten frunden burgermeister und rate daselbst zu Worms uff die ander syte v on des eydts wegen, so die benanten burgermeister und rate dem genanten 10 unserm hern von Worms nach altem herkommen zu zyten sins bischöflichen 'ßrytens in die benant statt Worms thun solten, entstanden gewest sind, also 1 Vom 14. Nor. ist folgendes Aktenstück erhatten, Band nr. 1923: Unser burgermeister und rate der statt Worms gutlich antwurt uff gebreche ?° Ung er gliediger her bischove .Tohans zu Worms vermeynt gegen uns zuhaben 15 'ernachgemelt uns übergeben uff frytag nach Martini anno etc. 83. • , Uff den ersten artickell melden, das wir die gemeyn unser statt solle» under- ciiton und heissen dem genanten unserm hern von Worms als einem nuwen zu- U1, . m >enden bischove zugloben und zuswern etc., sagen wir als wir auch furmals ,.'. Z ,. r '"assen dem genanten unserm gnedigen hern von Worms durch unser SO atstrundc rnüntlich zuerkennen geben lian, das sich solichs nit geburet nach fty- eit recat gewonheit und herkomen unser statt auch verwantnuszhalb dem hiligen u 'e und nach hendeln sune und rachtung vor langer zyt deshalb ergangen und soll art,icko1 melt das von billicheit und usz vil Ursachen solicher eydt gescheen "e etc., davon ist uns nit wissen. *» Uer ander artickel ist Inhalten, das der genant unser her von Worms bericht JLi oas zum dickermale sammelung uff' dem huse genant zum Sparbenzagcl ge- w ? n ' t1er utt hch des rats uszgeslossen und allerley statut und Satzung gemacht crclen villidit dem stiefft zu leezung etc. Daruff sagen wir, das der genant nser her von Worms unrecht bericht ist, dan so wir uff dem genanten husz rate 3u ' l "en, W i r t bedacht nuez und nottorfft unser statt und gemeyn, als wir billich , Un .d uns geburt, nit in meynung dem stifft verleczung zuthun an siner ge- -cntikeit, dann wir uns mit gots hiltf moynen geburlich zuhalten und werc nit onti ^T nnser l ,nicnt zuermanen, haben auch darrar, das wir nit pftiohtig sin zu- ] der benanten burgermeister und rate ZU Worms die ersaineu Peter Schott altammeinster zu Straszburg und Arnolt Holtzhuser alt burgermeister zu Franckfurt zu uns gesetzt worden und nach dem solich spenne u und irrung angesehen der parthien yedtwedersyts verwantnusz uns und den benanten zusetzen nit liep gewest, sind wir auch betracht, was kostens muwe und arbeit uff rechtfertigung der ding gene, auch unfruntlichs willens zusehen den parthien dar under erwachsen mögen hette; solichs zuverkommen haben wir mitsampt den zusetzen bald nach angelangtem rechten und der sach •.'o gütlich underwonden und mit beyderteyl wissen und willen in der gutlicheit beteydingt abgeret und entscheiden in maszen nachfolgt: Das beyden parthien vorgehalten eyts formen, so yedes teyl gemeint hat gescheen solt, hicngclegt und absin und die benanten burgermeister und rate zu Worms dem benanten unsern hern von Worms den nachbestympten eyt in vier wochen den nehsten •„>:, nach datum disz brieffs uff ein nemlichen tag, so er inen acht oder zehn lagen ungeverlich zuvor verkündet wirdet, globen und sweren sollen in sincin hischofflichen sale in der statt Worms in bysin zweyer oder dryer usz sincin capitel und ettlicher ander siner frunde, deszgliehen auch hinfure einem yeden des benanten unsers hern von Worms nachkommen bischoff dasclbs zuzyten so sins bischofflichen inrytens, so er der stat Worms privilegia fryheit und ge- wonheit nach altem herkommen confirmieret und bestetigt hat, die benanten burgermeister und rate zu Worms und alle ir nachkommen forderlich und unverzüglich und ungeweygert uff den tag sins inrytens globen und sweren sollen l, als derselbe eyt von wort zu wort hernach geschriben steet: sä [3.1] Wir burgermeister und rate der statt zu Worms globen und sweren dem erwirdigen in gott vatter unserm hern hern Johansen dem bischoH zu Worms hiezugegen steet getruwe und holt zu sin und ine vor sinern schaden zu warnen one alle geverde und argeliste, als uns gott helff und die heiligen. 4o Und sollen heruff die genanten parthien solicher obgemelter veranlasztci irrung vor sich und ir beider nachkommen gentzlich gericht und gesucht sin und solichs also wie obgemelt zu ewigen tagen gehalten und dem nach' kommen werden, als sie das auch beydersyts uff und angenommen zugesagt und by guten truwen versprochen haben. Doch so sol dieser obgeschriben 4.i vertrag und entscheidt allen andern entscheiten und vertregen vormals zusehen bischoffen und burgermeistern und rate zu Worms gescheen dhein abbrucn L488. 603 Oder Verletzung nit lluin noch bringen in cynich wisc gcvcrde und argelmt lr » allen obgeschriben dingen USZ und abgcsehciden. Zu urkund sint diser «ntscheidtsbrieff zwen glichludende iglielicr parthien einer zustende mit unser bischoff Ludwig zu Spier und unser obgenant zusetze anhangenden insiegeln versiegelt und wir Johans bischoff zu Worms und wir burgermeister und rate I der statt Worms obgenant bekennen auch öffentlichen mit diesem brieff, das solichcr entscheit und vertrag in obgerurter masz mit unserm guten wissen und willen gescheen ist, wir auch den angenommen und by guten waren ü'uwen von beydteylcn geredt zugesagt und versprochen haben und thun das luemit wissentlich in crafft disz brieffs vor uns und alle unser nachkommen w daby zubliben und dem stracks on alle inrede uszzuge und weygerung nachkommen [8,2] und vollenziehen sollen und wollen one alle geverde und haben des zu Urkunde wir bischoff Johanns unser und wir burgermeister und rate der statt Worms ingesiegcl auch an disen entscheidtsbrieff gehangen uns und unser nachkommen damit zu besagen. Und wir dechant und capitel des Li dhomstiilts zu Worms bekennen, das solicher obgeschribener entsebeidt und vertrag m it unserm wissen und willen und gantzer verhengnusz zugangen lll >d gescheen ist. Und des zu Urkunde haben wir unsers capitel insigel auch heran gehangen. Geben zu Spier uff samstag nach der eylffdusent mede tag 111 dem jare als man zalte nach Christi unsers hern gepurt dusent vierhundert » ■i,.i,i„- , ts. tun. achtzig und dru jare ». im Uff dem obbestympten tage zu Spier wart vil gehandelt ehe der rate dise vorgeschoben rachtung über den eyt wolt uffnemen. Aber do der stett f'unde das so ernstlich ryten und meynten, man solt umb des willen nit zu * r) eg und costen kommen, umb das so man nit geschickt were zu kriegen, » dann es hatt dise zyt der leuffe nit besunder so der pfaltzgravc so gewaltig Un d den von Worms ungnedig was und auch der Romisch keyser kein bilff °der bystant tun mocht und selbs vil krieg hatte und den rate umb hilff u,l gcruffen und ernstlich gebotten, do ime der rate auch kein hilffe dete, darumb er villicht umb des rats willen auch nit flisz [33] getan hette; und :«> w as der stette frunde rate und meynung, man solt zu friden kommen uff disz- '»ale, hernachmals so ein ander bischove wurde mocht man fuglich widder usz der rachtung geen, dann der anlasz was geweltiglich und gedrenglich und nach lut e der recht nit bestendig on den Romischen keyser und solt offgezeichent w °rden, das der rate hinfure keynen bischove in die statt kommen lasse vor sinem 3.-, lnr yden und auch kein bischove inryden lasse, der thu dann den drangsal des eyds abe und lasz den rate wider kommen zu siner gerechtikeit. Und so man solichs anfallen wolt, so were noit, das man sich vorhyen wyszlich bedecht und rate letlc und besunder, das gemacht wurde, das ein Romischer konig oder keyser verboete dem rate dem bischove zu abbruch des rychs und der statt den eyt 40 nit zu thun, auch das man sich gegen dem bischove zu recht erbiete, ob nach gestalt der Sachen der rate verbunden sy der rachtung; auch ist noit des pialtzgravcn und ert/.bischoffs zu Mentz gunst zuhaben, und so man an rate un de widderstant zuthun, so ist on zwivel die recht geben, das der ge- 1 Abf/edriickt bei Schannat II, Mi)f. 45 (j04 Dur Einritt dos Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. drungen eyt nil byndt. Auch so hat der rate die zyt sicli beziigt in offem rate, das er in die rachtung mit willen nil gee [84] sunder forchthalb grösser beswerde must die rachtung uffnemen, als auch der anlasz und compromisz by der nacht durch drangsal gemacht wardc, darusz die rach- 5 tung geflossen ist, wie obgemelt. Die rachtung mag auch nach der Juristen meynung die nachkommen des rats nit so hart binden, aber in billichen rechten Sachen mag der rate sin nachkommen wole verschryben. [8SJ Vom bischofflichen inritt". Hernach folgt rustung des rats zu dem inryden eins bischoffs. m Nota. Vil midie cost und arbeit gect dem rate und gemeyn ull' cyns bischoffs inryden; darumb haben etlich alt burger, die wyszheit hatten, ge- raten, man solle mit eynem bischove reden, das er den costen und arbeit ime und der stat spare und vom rate getan neme und widderumb dem rate thu mit eyden und glubden und bestettigung, was sich geburt. Aber die 15 pfaffen lassen es nit darzu kommen und achten das inryden für eyn grosss herlichkeit und prachtung. Item so ein bischove zu Worms bestetigt ist vom stule zu Rome und in gerugigem besesz ist des stiffts, so mag er inryden, doch das er sich zu- voran aller irrung und was noit ist mit dem rate vertragen hab. Und so •-'o das geschieht, ist gewonlich und von alter herkommen, das der bischove sieh des auslags und tage sins inrydens mit dem rate zytlich vereyne, sich wissen darnach zurichten. Wercs aber das hadern und krieg were umb das bis- tumb, des sol sich der rate nit bekommern und lcdig stecn nit von parlhyei'i man nioeht dann eyn guten nutz davon haben, also das eyn parthy dem 25 rate ingebe des stiffts nutzung und herlichkeit, zolle und wage und andei dcszglych, sust ist allerbest, das man der geistlichen Sachen mussig gee, dann dadurch wart Mentz verloren '. Item so der bischove inryden wil, ist noit, das ein rate der stat B» eren sich rüste zimlich, also das etlich usz dem rate und ander orlich bürg 01 ■tu und ir sone geschickt sin in eyner kleydung [36/ der stat färben und kci" fremde färbe oder cyns bischoffs färbe und kleydung füren, dan es bring abbruch der stat herlichkeit und oberkeit und bringt dinstbarkeyt eyne» 1 bischove und man findt nit, das es die alten rathern getan haben. Abc der obgenant bischove bracht es mit sinen guten Worten darzu, das der r»> 35 ") Diese Aufschrift von späterer Hand. 1 8, K. Hegel, Die- Chroniken der mittetrheiuiiicheit Städte. Main*. I' ; /'mxunysi/exchichte p. 178ff. 1483. 605 sin färbe fürt, die was geel swartz und grae strycli in rotem kleyde 1 , davon geachach der" stat nit guts und macht uneynikeit in der gemeyn, das die gomeyn sagt: Mecht es sich, das wir uberylt wurden, wir slugen als schirr unser nachburen als die fremden und nemen uns an, wir kenten ir nit in d er färben. Item herberg zubeslellen den fursten und hern, die mit dem i hischove inryden mit rate des bischofs, dann diser bischove bestalt sin frunde vast by den pfaffen, da dorfft er kein costen hau. Item ein pfert gab zu slalmit 6 l, eyn persone zu slafftrunck 0 «J. und slaffgelt 2 <£. b Item uff die zyt des inrydens ist not die pforlen und letzen zubeslellen. (1 "fili zuchtlich, das die fursten und hern nit mercken, das man Unglauben io " n, > verretern sich vermule. Hern etlieh pforlen, der man emberen mag, zuzulassen und nit off- ZUthun, doch etlieh daran bestellen zuhuden. Item uff den monster thorn eynen vom rate zuorden, der wart uff des '""'germeisters bescheyt, das nit lichtlich eyn ufflauff oder stürmen geschee. u Item die schrenck und ketten in der stat zu bestellen, das die versehen sin > ob es noit ist, und so das inryden geschieht, das man die offthu, das ma n zu den herbergen möge kommen, denn vil Unwillens verdient man, so ,li( - lute müssen uff den gassen halten und können nit in die herberg kommen. OiTj Item ist gewonlich, das der rate unser frunde und eytgenossen » V011 Spier hin. sieh zurusten mit etlichen gewapeten uff 30 pferde ungever- 'ich uns helffen unsern bischove empfaen; und so die von Spier kommen, s<: 'nckl man ine entgegen sie zu empfaen und in ire herberg zufuren, die lr >e unser herren bestellen, und ist gewonlich sie usz der herberg zu loesen, a,S( > thun auch die von Spier unsern frunden, so ir bischove inrydt zu Spier. » Item sol man der pforlen achtung han doch zuchtlich und vorzyten llilll,, n unser eitern glubde genommen von den jhenen, die fremde waren, (] as sie der sl.it kein schade weren, und musten auch ir werbe an der pforlen ,ussi 'u ; das mag man halten nach gelegenheit der leutle, doch sollen wapener >m harnesch gerust an die pforten gestalt werde, da der bischove inrydt, das so stet zirlich, ob es wo] nit noit were. Item uff den tag des inrydens sollen sich des rata frunde sammeln in eins burgers husc oder des heuptmans, dahin die von Spier auch kommen so "en und dann unser frunde mit 40 pferden ungeverlich" und die von S P'er miteinander uszryden gegen dem bischove im harnesch wol erzeugt U " n(1 gerust. Item pflicht man auch zwen oder dry alt rathern zuorden, die ryden ln 't eynern statschriber den rutern nach in iren swartzen rocken on harnasch "" ilc n Bateldecken oder in lederhosen, als ob sie spacire riden, die den 4() a ) II». ,1cm. l') Item liorborg — 2 <) am. Fnsse der Seile 3C>. '') mit, 40 !'• '•• Iniie'mkorriijiert. 1 In einem Briefe des liatJis an den Bischof vom 12. Märe 1483 heütt es: Auch gnedlger her haben unser ratsf'runde lest by uwer gnaden geweat sin anbracht, 'wer gnadi, begerde, das wir zum inryden mit uwer gnaden kleyder etc., darinn vnl 'en wir uwern gnaden gern zuwillen sin etc. Band nr. 1923. 4i 606 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms. bischovo und fursten und hern empfaen als gewonlich ist und den eyt noinen von dem bischove und den bestottigungsbriff der stat fryhcit etc. und dieselben rathern haben ir kneebt iglicher eynen, der uff ine wartet. [38] Item so der bischove inrydt sol man sich mit ime eygentlich 6 underreden der stunde, das man nit lange dorff halten im felde und warten umb der fursten und hern willen, die mit ime inryden. Item ist gewonlich, das der bischove zu Mentzcr pforten inrydt, so ryden ime des ratsfrunde entgegen für die stat bisz an die steyn brücken by der Wisenmulen; da bliben der stat ruter und die von Spier halten; so in ryden die alten rathern über die steynbrucken bisz zu dem bischove und empfaen ine und die fursten mit ime mit hubszen zimlichen Worten und wünschen ime glucks und bitten ine ein gnediger her zusin und dem rate und stat ir fryhcit recht und herkommen zubestetten und zuthun als gewonlich und herkommen ist, was dann burgermeistcr und rate ime widdertun sollen, sind u sie aucli gutwillig. Daruff bort man des bischoffs antwurt und empfaet a von ime den eyt und bestettigungsbrieff der stat fryheit, denselben brilT liset dann der statschriber und so der briff gelesen ist, sagen des ratsfrunde zuchtlicl |: Gnediger herr! Nach altem rechten und herkommen hat uns der rat be- volhen den eyt zu empfaen, den sol der statschriber uwern gnaden staben. so Daruff stabt er den eyt und legt der bischove zwen finger uff sin linck biust und spricht dem statschriber nach also was der verlesen briff inhelt: das wollen wir stet und vest halten getrulich und ungeverlich, als uns got helne und die heiligen! Daruff danckt man dem bischove und rydt dann in die stat. [39] Item so man im felde den bischove empfangen und er gesworen js hat, ryt man in die stat also: zuerst ryden des ratsknecht vire, ye zwen und zwen, darnach die von Spier ye zwen und zwen, darnach der stat syden bannir mit der stat wappen gemalt, das bevilhet man einem redlichen jungen ralman oder burger; nach dem bannir ryden b unser frunde von Worms OB harnasch gerust und darnach die alten rathern; darnach der fursten und ao hern marschalk als furtreber", darnach pfilfcr und trompeter, darnach die fursten selhs und der bischove, darnach der houffe ruter gemeynlich. ' n solcher ordenung rydt man bisz für des bischofs sale; da stet der bischove und die fursten abe vor sant Steffans cappelln, deszglich die alten rathern' Da dringt man sich umb des bischoffs pfert, daruff er ingeritten ist l , und so 35 der bischoff vom pferdc kompt, get er in die cappellen und dut sich UW und dut sin habitum an als eyn bischove. So kommen zu ime die pfaHhcn und furen ine in thum in den chore, da singt man Te deum laudamus, desz- glichen geen die fursten auch mit dem bischove und vor dem bischove allei" riehst geen die alten rathern bisz in die kirch. Es ist auch vorzyten gewon- 40 heit gewest, das vire rathern den hymmel oder belcken d trugen, dariindei der bischoff ginge, aber das geschach jetzunt nit, sunder vire ritter deten das . hetle man es aber den bischove vor underricht und begert, es were vilh (; " a ) IT», empf'et. '•) der stat. syden — bannir ryden am Bond*. °/ ft fnrtrober obeii hineinleorriyiert. •') oder b. am Hände. 1 .f. u. p. 332, 28/}., 694, 29 ff'. ' f. o.p. 694, 88ff. 1483. 607 gescheen; doch ist daran nit vil gelegen. Aber vor dem bischove und belcken», als jetzgemelt ist, sollen die rathern geen als die jhenen, die ge- leit in der stat geben. Dazuschen blibt der gantz houff der ruter halten vor dem münster und so das Te deum laudamus usz ist und die fursten hern usz der kirchcn geen und widder uff die pfert sitzen, ryt man in die her- i b erg. Darnach geet man zum tisch in des bischofs sale, der pflicht den rate zuladen und auch der von Spier heubtlute. [40] Item uff den tag des inrydens sol der rate swern dem hischovc nach lute der nuwen rachtung den nuwcn eyt, darin diser bischove uns gelingen hat durch syn gcwalt und listikeit. Got wolle es bessern. io Den «rafften hat der rate gut zyt vor dem inryden sagen lassen, das sie sich auch rüsten mit irem harnasch und klcydung, deszghch auch die «linstknecht nach irem vermögen. Also haben sich die zunfft alle gemeynhch gerust nach vermögen iglich zunfft in irer kleidung und mit irem pannir, so sie sterckest mochten. So haben sich die knecht gerust, das ethch trugen M buchssen b undg]ene, etlich helmbarten, etlich swert, die waren zusamen gestalte igli c h rott( deszghch die zymerknecht mit iren exten auch zusamen geordent und uff den tag des inrydens sammelt sich die zunfft vor der Montz, deszghch auch die knecht und uff die gesalzt stunde gingen die knecht alle ordenlich ye zwen und zwen miteinander und hatten einen heubtman, der » was vil in krigszleuffen gewest und kont die knecht wol orden, das sie eyn tantz und eyn redlin machten. Darzu hat man ine eynen pucker bestalt mit eyner pfiffen und am sontag vor dem tag des inrydens waren die knecht auch vor die Montz bescheyden sie zu monstern d , da deten sie einen tantz und lissen sich sehen. Darzu schanckt inen der rate den wyne und off den I» tag des inrydens waren die knecht in die furstat geordent von Mentzer P f °rt an bisz an sant Martins pforten [41] und stunden mit iren werhen ufl e yner syten ye eyner an dem andern; so waren die zunfft auch geordent nacheinander zugeen iglich mit irem pannir, als sie pflegen nacheinander zugeen mit iren kertzen, bisz an sant Martins pforten, da teylten sie sich und .so stunden zu beyden syten ye eyner hart an dem andern durch die Kemmcrer gasz bisz für das munster gar ordenlich in irem glantz hämisch und klcydung, also das der gantz gezeug der ruter must durch sie ryten und hatten der rate und die erber gemeyn vil costens sich zurusten dem bischove und der stat zueren. Aber es wart nit wol belont des bischofs halber. Die H zunfft gingen nach dem inryden mit iren bannirn ordenlich in ire huser, da waren etlich geordent im harnasch zubliben tage und nacht und zu- huden hisz die hern widder weg kamen. Die andern deten sich usz. Die zyt waren auch die pforten ussen und innen mit weppener und d'e° torn und letzen bestalt. Es hatte auch der rate lassen in etlich u ort huser in den gassen buchssen füren, das wart den hern kont und hatten des eyn grossen verdriesz und undanck; darumb so noit were solch be- stellung zuthun, soff man es heymlich halten und volbringen. Aber uff diso ») U. b. am Rande. b ) b. hineinkorric/iert. °) g. hineinkorrigiert. J ) sie •■ "i. an Handr. e) pforton — weppener und die am Rande 41 608 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dftlberg in Worms. zyt beduchl den rate, es were noit, nacli dem man in Unwillen was mit dem liiseliove von des eydsz wegen als obgcmelt. Ilem nach dem inryden schanckt der bischove den zunfften 2 fuder wins und 2 oclisen, das sie byeinander essen, und schickt auch nach allen .', zunfftmeistern und liesz ine dancken [42] und entschuldigt sich vor ine, die irrung, die zusehen dem rate und ime entstanden, were er nit ursach sunder der rate, wolt ime nit tun, das sicli gehurt, und erbäte sich vil guts gegen den zunfftmeistern. Das verstünde der rate nit in gutem von ime sunder uff meynung, das er gern parthylicheit gemacht bette zuschon rate und gemeyn. i» Aber die erber gemeyn hilt sich alles zum rate gehorsamlich und wost wol an wem der gebreche was, dann der rat hat sin frunde geschickt in alle zunfft und die irrung zuerkennen geben. Ilem was auch gehotten durch den marckmeister alle gassen zufegen, mist uszzufuren, wasser in den husern, stallung, haw, haber, stroe, bett- ir> gewant, brotkauff zuversehen", das vihe heyni zubehalten, alle kerebo und wagen uff den vihemart zustellen, die dorff so ir pfert und kie uff die Bürger- wyde triben, dorfften nit durch die stat tryben den tag. Item 2 fuder guts wyns kauff't der rate zu verschencken den furslen und hern, neinlich '/> fuder wins dem bischove und 25 malter habern und w den andern furslen den wyne, nemlich dem pfaltzgravcn 1 ame wins in [laschen, dem bischove von Spier in sin herberg (i firlel, dem Dutschmeister in sin herberg 4 firtel und den graven 2 firtel und etlichen dapffern rittcr und knechten nach gestalt der Sachen. Darzu hatte der rate eyn silbern hecher bestalt, cost by 70 gülden, den schanckt er auch dem bischove 1 . m [43/ Item bäte der bischove eyn tanlz zumachen, das geschach auch im Tantzhuse, darzu der rate gäbe licht; so gab der bischoff kertzen von hofe und trinck und Zucker den frauwen. Es was auch das Tantzhuse ver- Bchrenckt und mit etlichen thurhutern im harnesch versehen, das kein gfi' drenge geschee. so Item zu der schenck obgcmelt, die der bischove den zunfften dete, gn.b der rate den zunfften und den knechten in iglich zunfft gehorten auch eyn stuwer, iglichcr zunfft nach dem sie vil lute und knecht hatt, nemlich den grossen zunfften iglicher 10 . nach dein sie lute und knecht hatten; dann dem rate beducht gut sin die knecht by 81 den meistern essen umb mynner costen, auch umb des willen, das die lute byeinander und die knecht zuchtig weren. Item in dissem jare hatte der rate die becker gestrafft und 300 . helle' von ine zu pene genommen darumb das sie nit recht gebachen hatten u» des rats ordenung, wiewol sie furmals offt waren gutlich ermant der clagc, 4i) die zunfTtmeister und gemeyn von ine deten. Dieselben 300 tt. gingen ull mit den schencken und stuwer den zunfften geschach. [44] Dise hernachgeschriben haben sich gerust zu ryden dem rade zu eren und hat der rate iglichem geben landisch tucli 2Va cle zu einem n ) wussor in den ]i. — hrotkiinff znverselien am Handr. 4i ' 8. lieh zuverantwurten. Bitten darumb uwer gnade als einen loblichen fursten und kurfursten des heiligen richs und hanthaber der warheyt und gerechtikeyt von got darzu geordent, das uwer fürstlich gnade uns gnedig sin und Ungnade ob uwer gnade der etwas empfangen und das gleit darumb abzustellen empfolhen hette, gegen uns anzustellen und gleit mit zuteylen, so wollen wir unverziehen unser 30 frunde zu uwern gnaden schicken und uns gegen uwern gnaden verantworten und bewysen, das wir hoffen gnade und entschuldigung zuerlangen und das auch umb uwer fürstlich gnade demutiglich unsers Vermögens zuverdienen. Bitten des ein gnedig antwurt. Darauf antwortete Pfalzgraf Philips am 6. Nov.: Uwer schryben uns jetz zugesant han wir verlesen und nit one wir haben unsern amptluten be- 35 folhen uch und die uwern in unsern gebieten nit zugleiten und sindt des usz uwerm furnemen geursaeht zum nehsten unsers frundts von Worms inryten gescheen, das die uwern unsern reten uwern willen zuversteen geben han, uns anzumuten unsern hoffmeister globen zulaszen, das wir und die unsern zum selben inriten der statt und den uwern unschedlich sin wolten. Solicher argwenickeyt uns zugemeszen 40 wir von andern stetten des richs hohem und myndern dan ir vertragen hüben sint, wissen auch, das ir selbs nach ymant darbringen möge, wir uns gein uch ye ertzeigt haben, wiewol es in unserm vermögen wol gewesen were, das ir uns solicher masz argwon zuziehen solten, des doch unsers fürstlichen gemuts kein ge- dencken in uns gewest ist. Darusz ir zunemen, ob wir uns swermutiger gein uch 45 erzeigten, dann noch geschieht, das ir uns des ein merglich bewegnusz geben hotten. Und darumb wes wir furgenommen han sint wir noch unbedacht zu andern. Uatum Oppenheim uff donerstag nach aller heiligen tag anno etc. 83. Am 13. Nov. schrieb Worms nochmals an den CJiurfürsten: Als uwer fürstlich «nade uns hat thun schriben befelhe uwer gnaden amptluten gescheen uns und die so unsern in uwer gnaden gebiten nit zugleiten, des geursaeht, das die unsern nebst zu unsers gnedigen hern von Worms inryden uwer gnaden reten unsern willen zu- 1483. 61t wurden des ratsfrunde zum zweytenmal geyn Heydelberg geschickt unsern hern den bischoff rats zufragen, wie und ob man den paltzgraven ersuchen sollt. Das wollt sin gnade nit raten und erzeugt sich dermaszen, das des ratsfrunde wol merckten, das er nit willens darinn hett und besorgt man, sollt man vollfaren, das der bischoff wurde es darvor haben, man wollt ine • verklagen [76] und was man redden wurde mit dem paltzgraven, wurde der bischoff widderwenden und Ungnade darusz schöpfen. Und blibe also an- stene. In des erfure man, wie der paltzgrave sinen amptluden geschriben hett, uns nit zu gleytten. Das schreib man dem paltzgraven mit bett etc. Also gefiele antwort, es were also und die ursach, der rat hett ine verarg- iu wonet und im Unglauben zugemessen, des im von andern stetten nit mer begegnet were. Schreib der rat widder und erbot sich zuverantworten und die ursach zu endecken und das des ratsfrunde doch gleydde gebben wurde. Darumb gefiele nit antwort bisz man zu mermalen geschreib. In des legerten sich etlich ruter in die flecken umb die statt und wurden die unsern an- u gerant und gefangen und gemanet geyn Pederszheym. Darzu wurden alle straszen verhalten und wollt man nychts in die statt lassen füren odder tragen und ward die bach abgegraben und genommen, das sie nit in die stat ginge. Da rust man die roszmule und ander mulen zu. Und ritten der versteen geben han, uwern gnaden anzumuten uwer gnaden hoffmeister globen zu- 20 :lsz, 'n, das uwer gnade und die uwern zu solichem inryden uns und unser statt unachedlich sin wolten, dadurch wir uwern gnaden argwonikeit zugezogen han sollen. Inhalt solicher uwer gnaden schritft haben wir nit ane mergheh beswerdo unser gemute gehört, doch für ein gnade, daz uwer gnade uns solichs ursach ent- e ckt hatt, mereken aber, das uwern gnaden die dinge anders angelangt dan sie 25 ergangen sin, dan wir gar ungern uwern gnaden anders zuziehen wolten dan lob und ere, als auch uwer gnade als ein loblicher fürst usz angeborner und wirokenden ogenden aller fürstlichen eren pfligt, uns auch als zu uwer gnaden eitern loblicher Rcuechtnusz aller gnaden vertrost haben und des noch in boffnung steen. On- gezwivelt so uwer gnade in dem gemelten handel unsers guten willen und mey- 30 nung un[ i unser vorantwurtung bericht wirt, wie und welcher masze unser rats- rundo Olit unserm gnedigen herrn von Worms und andern uwer gnaden reten ge- r ett han uff genielt zyt des inrytens, uwer gnade usz fürstlichem gemute solich verdechtlickeyt gegen uns abstellen und uns als bischer ein gnediger herr sin, uns Sfeit mit zuteylen. Bitten darumb uwer fürstlich gnade abermals undertenigs 85 Ul nstlichs flisz einen bosundern liephaber aller erberkeyt und gerechtikeit, ob durch versagung in uwer gnaden gemute ettwas Unwillens und ungnedigs gegen uns were Un 'l darumb uns und den unsern gleyt abzuslahen bevolhen hette, das in uwern gnaden ampter gnediglich abzuschaffen, oder ob das uwern gnaden nit geliebt, doch Uns °rn ratsf'runden wir onverziehen zu uwern gnaden oder uwer gnaden reten 40 Willens sin zuschicken, darzukommen und wider von dannen an ir gewarsam gleit "geben, so hoffen wir uns der dinge so erberglich zuverantwurten und dermaszen ''"erzeigen, das uwer gnade des ein gefallen und uns für unschuldig haben solle, «iis wir auch umb dieselben uwer gnade demutigs flisz unsers Vermögens verdienen ollen. Bitten des gnedig antwurt. 45 „ Darauf antwortete der Pfalsgraf am 14. Nov.: Uwer schriben uns jetzt zu- getugt ist uns verlesen und haben ein befremden das ir uch umb solich ergangen ede, j r j un unsern haben lürgchalten, entschuldigung erbieten, das doch so often- , 1(; hen for unsern trett'elichen reten gescheen ist, das darfür kein leukeln gehört; e , sz ha'b wir uch nit bedacht sin unser amptlute befclhe dos gleits halben abzu- 50 • *"BB, das wir aber nit vermerekt werden uch verhorung abzuslahen, so mögen , Uwor ratsfrunde gein Heidelberg fertigen, die wollen wir verhören laszen und diu ^ ense lben die sie mitbringen und den iren also gein Heidelberg zukommen ijja ' u "d wider dannen an ir gewarsame unser fry strack sicher gleyt für uns "' muero und alle die der wir ungeverlich mechtig sin. Band nr. l ' .1. i). p. 609, 1H. 1483. 613 lassen und dräuten den fergen, welcher hienubber füre anders dann reysigen, so wollten sie die fergen erschiessen erstechen und erdrencken. Item in der zyt warde der Rync vast grosz und regent die zyt vor und vor alle nacht, das was gar wole mit der statt dran, dann man wachet vast und viel in allen vorporten und wachten die vom rate, die Huszgenossen, s nüner und XVI., von des rats wegen alle nacht 2 odder mee, und kamen nachts uff das Nuhusz, da ordent man von der gemeyndc alle nacht in alle vorporter und macht heuptlute und losung und lagen die letzenmeinster uff !ren letzen und waren burgermeister und rait alle nacht bcmüwet. Item in der zyt macht man gebott und hiesch die zunfftmeinster, das w nyemant schiessen sollt one redlich ursach. Item die uszwendigen slichen ettwan herby die statt und machten fuwer uszwendig umbhere. [83] Item es kamen auch der zyt der statt viel warnung und das die ruter anslege machten; were der Ryne nit so grosz, die huser uff der nyder- 15 weide musten abgebrant worden sin, deszglychen die Ryne mulc. Item am ersten was der Ryne noch nit also grosz, abber als die bach abgegraben und genommen, warde gekeret und lieff in die landtwerc herab l, ff die weyde, da grub man die bach in den Wagk, also das man dannoch nett mögen mehen, wo der Ryne nit uffgestanden were und warde der bach 20 halb viel gewessers umb Nonnenmonster, da was es sorglich. Und als die statt also betrengt und der rait vast bekommert was und lägen des rats frunde zu Heydelberg wo! 14 tage und hetten die von Spire und Pranckfurt ir frunde umb unser bett willen auch dahien geschickt. Auch käme die zyt in unser statt der ertzbischoff von Triere, dem 11 schanckt man erlich wyne visch und haber und bade sin gnade, so er zu dem paltzgraven kerne, als er dann uff wegen was, dem paltzgraven eyn dochter zu dauff zu heben etc., das sin gnade dann vor die ungnade gegen uns bete und das best darinn rette. Das sagte er zu und dete auch das, deszglychen die von Spire und Franckfurt; abber sie mochten nit gehört so werden und nychts verfenglichs schaffen und wurden dermaszen abgewyszt u nd unser ratsfrunde so viel [84] zuerkennen gebben, das nit nutz wer yemant zu muwen und so mynner lute so besser, dann man wolt allein mit den von Wormsz teydingen und warde gefurdert 10000 gülden zu abtrag Ur >d das man in den schirm kerne und jerlich 400 gülden zu schirmgclt IS geben solt und wolt man keyn underteyding hören, man gebbe dann ant- Wort umb den abtrag. Und ward des ratsfrunden viel hertickeit erzeugt und •noent man nit wege fynden, das man an den fursten selber kerne 1 . 1 Seite 79 der Handschrift in Band nr. 1934 findet sich folgende Ergänzung von anderer Hand: Darnach uff sant Martins tag, da der bischove solt den rate be- 40 su tzen, swure er zuerst usz der stat buch den eyt, den eyn bischoff sweren sol, so r erst in den rat geet und stabt ime den eyt der statschriber. Darnach gab ime * Bürgermeister 2 pene gülden. Darnach name er uff die ampt vom gericht und °n burgermeister etc. und besatzt die widder nach alter gewonheit. Darnach redt , r > wie das er me ansprach und irrung hette, die wolt er verzeichent geben und 45 ii ^ 0l ^ ^ es ra ^ 8 wieynung daruff zuversten, begert, das man sich williglich gegen e erzeugt, deszghch wolt er auch tun, dann sin meynung were ye der stat und ßt4 Fehde mit dem Pfalzgrafen. Item in den dingen warde nit gesparet, die ruter rennten uff den Strassen vor der statt und Hessen nychts herin. Item zu Roxheym wolt man auch nyeman ubber Ryn füren und standen alle nachen und newen jhensyt Ryns. 4. Det. t Item uff donerstag nach Andree woltcn etlich inwoner krut vor der statt holen; da käme Kussenpfening eynen karch an und slug eynen knaben und wundet ine hart; dazwuschen slug die frau druff und entrant mit dem karch und pferde. Item der scherrer an stulc 1 hett sinen knecht ubber Ryn geschickt die io buwer zuscheren, die er vor in gedinge hett; also kamen die ruter ine an und namen im sinen schergezuck. gemeyn guts zuthun. Do er also den zedel siner fbrderung übergab, narae der rate bedencken bisz nach Katherine und als man in der zyt alles in Unwillen stunde gegen dem pfaltzgrafen, schrib der rate zu zwen malen sinen gnaden, bäte sieh zu- l.') verhorung kommen zulassen lute der schrifft, und als die antwurt käme, das er uns verhören wolt, schickten wir unser frundo geyn Heidelberg, die wurden verhört zu unser entschuldigung wie obgemelt von den reten. Aber der pfaltzgraf und sin swager hertzog Jörg von Beyern, der die zyt by ime was geflogen das sterben in sinem lande, rydten weg uff das weydwerck und am montag vor Klisabet n. Nov. 20 wurden unser frunde verhört von den reten. Uff denselben montag warde die bach abgegraben, das die nit in die stat ginge, und liesz uns auch nichts zugeen; das was uns erschrocklich und swere, dann wir besorgten uns ergers, so hatten wir auch gar wenig meles in der stat; darumb wurden die roszmule zugericht, die gaben mels gnug. Und als unser frunde wie obgemelt zu Heidelberg lagen und der ant- 25 wurt warten, gaben ine die rete hoffmeister und cantzler guten trost, sie wolten die sach gutlich an den fursten bringen, so er kerne, das sie hofften, es solt zu gut kommen und gnedig antwurt erfolgen. Also warten unser frunde der antwurt bisz 21. M/v. uff frytag darnach, da was das der fürst haben wolt zu einem abtrag 10000 gülden und darzu das wir kernen in sinen ewigen schirm jars umb 400 gülden. Das :to schribon uns unser frunde, die zu Heydelberg waren. Den schickten wir etlich nie unserer frunde mit underrachtung, das solichs in unserm vermögen nit wero. Nach vil erbeit und flisz unser frunde in der Sachen daten mit hilff etlicher rete des fursten, zu den wir uns guts versahen, ist die sach verteydingt, das wir dem fursten geben solten 5000 gülden und darzu in sinen schirm kommen und jars 300 gülden 35 zu schirm geben. Auch was der ertzbischove von Triere unser gunstiger gnediger herr [80] die zyt zu Heydelberg, von dem pfaltzgraven dar gebetten ime eyn tochter usz der tauft' zuheben, der bäte den pfaltzgraven von unser bete wegen uns nit ungnedig zusin. Deszglich hatten wir unser frunde von Franckfürt und Spier zu uns gebetten als underteydinger; aber sie mochten nit gehört werden, 4o dann man wolt mit uns alleyn handeln und hatte nit gern vil lute by den sachen. Also wart unser herr von Trier nit anders vermerekt, dann das er flisz deto gegon dem pfaltzgraven und unser saehen gern gut gesehen hettc und läge dry tage zu Heydelberg und teglich gingen unser frunde zu ime und sinem hofmeister Herman Bosz von Waldcck und der gab unsern frunden zu erkennen, unser herr von Trier 45 hette den pfaltzgraven gefragt, was die irrung were zusehen [ime und] den [von] Worms, sie heften sich allwege gutwillig und dinstlich gegen ime gehalten als fromme arme lute und sich erbotten eyn teydingsman zusin. Also hat ime der pfaltzgraff zu antwort geben, die von Worms heften sich also gegen ime nit gß' halten, doch so stunde er in teydinge mit ine und were abgeteydingt und der ant- no wurt wartend von den von Worms und were nit noit ander teyding. Daruff suchten unser frunde den von Trier widder und gaben ime underrachtung, das man von keiner teyding oder antwort woste zugeben und bäte aber sin gnade sich witer zuarbeiten. Das dete er und hiesch unser frunde zu ime kommen uff die bürg zu Heydelberg morgens, so er scheyden wurde. Das geschaoh. Also gab der von 65 Trier unsern frunden antwurt, es were umb sust, der pfaltzgraff stunde noch utt siner furdern antwurt, er wolt ime nit gönnen zu teydingen etc. 1 Ein Haus amme StBle wird 1321 genannt. ÜB. II, 112, 2. 1483. 615 Item als es in tcyding und abredde verfaszt was hyndersich zu bringen an den rat, schreyb man den von Spiro umb abschrifft ires schirmbrieffs und [85] schickten eynen boiten; da kamen die ruter den botten an und namen im den brieff und brachen den uff, lasen und gaben den brieff dem botten widder hienzutragen und die von Spire schickten uns doch abschrifft. s Item der rat Hessen machen cyn gemeyn convocatz der paffheit und eugten ine den handel, wie man unverschult zu den dingen und sie wuszten wole, warusz der unwill erwachszen were etc. Und bade sie uff das man zu friden und eynickeit kerne und die paffheit mit der statt in rügen blyben mochten mit notturfftiger endeckung herkommen des handelsz und bade sie io dem rate eyn sture zuthune mit 2000 gülden. Daruff namen sie sich zu- bedencken und gaben dem rate antwort, sie betten des gelts nit, abber der rate mocht sie bewerben und understenc das gcldt uffzubringen, so wollten sie bürge und schuldener darvorc werden; doch das solich geldt widder geloset und sie des schadlosz gehalten wurden. An solicher antwort het der U rat nit gcfallens und ducht uns keyn fruntschafft und bade sie der rait wyter, das die gemeyn paffheit dem rate lyhcn wollt 2000 gülden, die wolt man ine in 10 jaren widder gebben alle jare 200 gülden etc. Daruff gabben sie widder antwort, sie hetten bedacht allerhandc danck und undanck und ir gelegenheit und mochten das auch nit thun, es wolt und mocht auch nit 20 gesin, das man das nit in ungut verstünde. Item in zyt der irrung dorfften die vischer den Ryne nit wole brachen, dann die von Lampertheym füren uff die weydlut mit gewapetten nachen und geschutz, deszglich die buwern von Northeym Hofheym und Bybloisz auch deten gar unbillich, dann ine was viel fruntschafft in iren noten und « grossen Rynen gescheen usz der statt, da man ine brot fleisch und ander nottorfft zufurt und umb gotswillen und umbsust gab und körn lühe, das sie in 5 oder 6 jaren nit bezalten, das eyn grosz laster was undanckbarkeit. Item der rat ward vast betragen deszhalb die gemeynde ward unwillig und entzugen sich der wacht und wo man sie hien ordent, zugen sie 30 heimlich abe und sagten etlich, man solt ine Ionen und zu essen bestellen, dann sie weren arme. Item so bald die bach genommen ward, da stalt man die roszmulen an und die mule uff der Montz und Weberhuse und man mule genung uff der roszmulen gemeynlich tag und nacht 36 odder 40 malter korns, und as m an schickt nach allen rollern und kerchern und macht eyn ordenung, wie sie faren sollten und gab man uff 1 pferd 3 alben tag und nacht und musten S1< m selber futern. Deszglichen hett man 4 muller, der gab man eyn tag und nacht 5 ß heller. 616 Streit mit dem Bischof. Streit mit dem Bischof im Jahre 1490. 1490 begann ein neuer Streit zwischen der Stadt und dem Bischof über Frevel und Friedbruch. Morneweg l. c. p. 130 ff. hat ihn nach der offiziellen Schilderung des Stadtschreibers in Band nr. 1934 dargestellt. 5 Wir geben hier nur den Brief der Stadt an den Churfürsten, worin die Hauptmomente des Conflicts klar angegeben sind, nebst einigen Anmerkungen aus der offiziellen Fr Zählung: Durchluchtiger hochgeborner fürst! Uwern f. gnaden entbieten wir unser undertenige gantz willige dinst und was wir eren liebsz und guts ver- is. Aug. io mögen allzyt zuvor. Gnedigster here! An rnontag nehst vergangen hat eyns domhern knecht 1 eynen armen unser gemeynde 2 vor synem huse mit werhaffter hant ubberlauffen zu ruck inn ine gehauwen und sie eynander swerlich gewondet, da unser burgermeister 3 zu kommen ist und sie beide uff frischer dait zu handen genommen und den verwonten zugut sie in 15 Scherrcr huser* thun füren und verhüten lassen. Darunder unser gnediger here von Wormsz, der die zyt in unser statt gewesen ist, zu unserm burger- meinster geschickt und lassen gesynnen des domhern knecht synen gnaden zu ubberantworten etc., das denselben unsern burgermeinster ungepurlieh beducht, so nach fryheitten und alten herkommen unser statt auch sunder- 20 lieber vertrege mit bischoffen und unser uns gepuren frefel und frydbrueh in unser statt zu richten und straffen und die dinge an uns zu bringen also uffgehalten alsz dann gescheen, darunder und in steter ubung und handei der sach gutlichen zwuschen unserm g. hern von Wormsz und uns wyter durch ettlich domhern understanden ist uff meynung den knecht usz des 25 Scherrers husz und unser entpfelnisz zubringen. Darzu so hat unser gnediger her von Wormsz den knecht thun in glubde nemmen alles hynder uns un- wissends und ubber eyner underredde gutlichs anstands uff anbringen an uns, des wir meynen sich ye nit gepuren soll, und alsz wir soliehs ubung vermerekt han und uff ernstlich anruffen umb recht des unsern verwonten 30 huszfrauwen, nachdem der unser vast swach und syns lebens sorg was, haben wir denselben knecht in unser gewarsam genommen und zu unserm g. hern von Wormsz zum zweittenmal geschickt 5 , syne gnade gebetten den knecht der glubde ledig zusagen, wes sich dann gepure, wolten wir uff gute underrachtung der billicheit nit weigern; das alles unser g. here von Wormsz 35 abgeslagen und uff synem vornemmen beharret 6 . Also haben wir vermerekt, das uwer f. gnade uff fryttag zu nacht nehst verruckt zu Dynnstein sin wollt und unser bottschafft uff denselben abent 7 und uff samszdag zu morgen 1 Schenck Adalarius eyns domheren knecht. ' eyn deschenmecher neben Ruprecht Wyndecker gesessen am margk. 3 Hamman Rebstock genant Lies- 40 perg. * nemlich in Bernhart Scherrers hus am Bogen. " Und stvar Adam stattschryber. Der Bischof war in Germerszheym, wohin er sich am Heidelberg wegen des Sterbens daselbst geflüchtet hatte. ' Er sagte: Er were der fürst und here zu Wormsz, es hett auch nyemant daselbst zurichten odder regieren daDn er odder wen er darzu setze etc. ' Hamman Liesperg Bürgermeister und Andreas Stadt- 45 Schreiber. 1490. 617 abbcrmalsz 1 abgcfcrtigct uwer gnade des handcls zu berichten und zu bitten unsern gnedigen hern von Wormsz helffen underrichten und bitten von solichem vornemmen zu stene odder von unsern wegen sich zu erbietten ludt der eynigung vor uwer f. gnade etc. Da auch die unsern gnedigen be- scheit von uwer gnaden wegen entpfangen und abber mit unserm g. hern 5 von Wormsz obberurter meynung gerett und sich zu recht vor uwer f. gnade erbotten in Zuversicht, sin gnade sollt des gesettiget und zu fryden sin gewesen, und also abgescheiden gutlich und alsz die unsern heym wollten faren, haben inen unsers hern von Wormsz diener nachgeylet und sie uff der Strassen by Wynszheym ubber rennet mit gespanten armbrusten un- 10 gestymielich sie genottet widder geyn Dyrmstein zufaren, da unser g. her von Wormsz die unsern gefenglich angenommen, ettlich vertagt, ettlich behalten hat 2 . Derglychen uff gestern sonndag ettlich der unsern uff der Strassen von Oppenheym auch gefangen und alsz wir verstene zum Steyn gefurt syn 3 , das uns nit wenig befremdt, nachdem solich unfruntlich vor- 15 nemmen stracks widder die obberurt eynigung schirm und gleyde, so wir und die unsern mit und von uwern f. g. verschriben haben, das sunderlich unserm g. hern von Wormsz wole wissende ist. Darumb unser undertenic- hch bitten mit allem flisz uwer f. gnade demultielich anruffende alsz unsern gnedigsten und sehyrmhern, dwyle unser g. her von Wormsz also understect 20 widder unser statt fryheit und altherkommen von synen gnaden mit hohen pflichten confirmiert und ubber rechtgebott uff uwer f. gnade uns zudrengen, uwer f. gnade woll uns so gnedig sin und den egenanten unsern g. hern von Worms undcrwysen und vermögen alsz uwer f. gnaden cantzler und 'andtsessen die unsern unverzüglich ledig zu gebben one entgeltnisz, so sint 25 wir wie vor urbuttig und willig uns rechts odder uszdrags, wie sich inhalt gernclter eynigung gepurt, genügen zulassen vor uwern f. gnaden oder derselben uwer gnaden rethen odder wo das nach gcstalt diser sach hien ge- wyset wirdet und sich uwer f. gnade herin gnediclich und gutwillig bewysen, alsz wir ye zu uwern f. gnaden uns unzwyfelich trösten und verhoffen, wollen n w ir in vermögen undertenigs flysz zu verdienen allzyt willig und ungesparet sin; und wiewole wir uns des keyns Verzugs odder Weigerung hoffen zu uwern f. gnaden, bitten wir gnedig antwort uns mögen wissen zu halten, «ebben uff montag vigilia Bartholomei anno etc. 90. s3.äu') und fehlt in der Jh. «) Jh. iren Hoben. 1525. 627 guttern bey sie und gemeine burgerschaft zusten und von inen nyemermer abweyehen sollen und wollen. Dargegen haben wir stedtmeister burgermeister rath fuj und gemein der stadt Wormbs obgemelt, wie sich das der erberkeit und billigkeit wol zuthun gezimpt und gepurt, dieselben dechan capitel und gemeyne priester- i schaft und alle ir nachkomen mit den iren a in unser bürgerlichen versprach schütz und schirm entpfangen aufgenomen sie zu beschützen und zu beschirmen nach unserm besten vermugen wie ander unser burger für uns und alle der wir ungeverlich mechtig sein. Auf das nun diese freuntlich Vereinigung und bewilligter angenomener 10 vertrag in ewigkeit desto bestendiger in guttern fruntlichem weszen sein und pleiben möge, so haben wir obgemeltc dechand und capitel des merern, sanct "auls, sanct Andres, sanct Martins und unser lieben frawen stift, auch alle andere gemeine pfafheit eyn leyplichen eydt zu got und uf das heilig evan- gelien gelobt und geschworn dieselben in allen iren puncten artickeln be- is gnffungen inhaltungen und meynungen whar stet veste und onverbruchlich zu halten, dar widder nymmer mer zu thun noch schaffen gethan werden 111 keynen wcgk, wie das der menschen hertzen oder sinnen erdencken kunthen oder möchten und verziehen uns herauf bey solchem geschwornem eydt und Verpflichtung aller unser und unserer stift habe und gutter aller so und yglicher Privilegien gnaden und freiheiten, so wir ytzt haben oder uns hernach fursehen mochten, die uns in eynichem weg widder soliche freuntlich Vereinigung beschützen und beschirmen oder zu vortheil komen kunthen oder mochten; darzu der restitution absolution und anderer gnaden, wie die sein oder genant werden, also das wir dieselben nit bitten begern oder ausz- 25 bringen, auch ob die uns ausz eygner bewegnusz der oberkeit gegeben wurden, nyemmermer herwidder behelfen sollen oder wollen. Wir geredden und versprechen auch bey obgemeltem geschwornen eydt «Je Personen unserer stift, so ytztundt abwesig sein, zu niessung irer benehmen und prebenden nit komen noch inen ytzit davon volgen zulassen, sie 30 nahen dan zuvor solich Vereinigung und vertrag stet und vest zuhalten auch gelobt und geschworn. [12] Und das alles zu warem urkunth und ewiger hezeugnusz und gedechtnusz seint dieser gutlicher Vereinigung und verdrags- brief zween gleiche lauttende doran wir dechan und capitel aller obgemelter st 'ft und wir stedtmeister burgermeister und rath für uns und unser nach- 3j . men und gantz gemeyne unser yglichs stifts insiegell und der stadt secret insi egell gehangen. Geben auf mittwoch nach des heiligen creutztag erfindung den dritten '•• f a J a g des monats maii im jare als man zalt nach Christi unsers üben hern 8 e PUrt thausent fünfhundert funff und zwentzig 1 . 40 ") Jh. jenen. . ' Mine, andere Kopie hei Zorn-Wilde p. 671/f. Schlecht gedruckt hei Moritz ""W- P. 2H4 ff. 40* «28 Letzter Streit der Stadt mit der Pfeffheit. [18] Anzeigung welcher massen sich die priesterschaft zu Worinbs wider eynzusetzen begeren. 1. Zum ersten das die von Worms uns die siegel, so sie von den vertregen abgeschnitten haben, irestheils widdcrumb ergentzcn und ire siegel 8 vom rath und allen zunften wie vor sampt den theidungsleuten daran hencken und uns unverletzt zustellen und übergeben. 2. Item das sie uns wes sie beschlossen haben freyinachen und alle kleinodien, was dar in ist, zustellen und volgen lassen nach unser nottuiTL zu geprauchen. i° 3. Item das sie allen stifften die pfarren und beneficia, die sie zuverliehen haben sampt den bruderschaften und was sie dar ausz entpfrenil haben, frey widder zustellen und hinfurter darin unturbirt und spolirt lassen, zu dem, was sie dem dhomstift als den hospital, zu sanct Paul die bach mulen mulcnrecht und alle andere Stift in kraft der vermeinten ncwen 15 rachtung abgenommen und abgedrungen haben, frey widder zustellen mit aller nutzung. 4. Item das sie uns mit singen und lesen, mit verkundung des worts gottes, mit leuten und andern ceremonien frey lassen brauchen und handeln wie voralter herkomen. 20 5. Item das sie uns sampt und besonder an unsern leiben haben und gutern nit beschedigen oder verhindern sonder frey stellen und geweren lassen nach inhalt der rachtung, kaiserlicher mt. mandat und gemeynem rechten. 6. Item das sie den unzimlichen vertrag, so sie jungst [14] ufgericht n haben und gemeyn pfafheit dahin genottiget und mit gewalt ufgericht, herauszgeben, cassiren und vertilgen. 7. Item das sie allen prelaten und sonderlichen personen, sie seien wes standts sie wollen, ir eydt und pflichten, die sie bezwcnglich derhalhen gethan, ufhinden und entledigen. .in 8. Item das sie uns hinfurter an unsern herbrachten vertragen ge- rechtigkeiten frieheiten zinsen zehenden renthen und gulten, wie wir dan die biszher herbracht haben, nach laut der vertreg bezalen und entrichten wollen und uns hinfuro der nit entsetzen noch mit langwirigen rechten ufhalten, sonder uns gentzlich restituiren und entrichten. :i.'i !). Item das sie die rachtung und vertreg, der sie uns entsetzt und entwerdt. haben, von neuwen widder geloben schweren und bekrefftigen in massen wie hievor beschehen ist. 10. Item das sie umb iiberfarung und ubernolung sie die rachtung gar umb gestossen und so vil an inen gcwest kraftlos/, gemacht, die peen, in so darin verbrift, zu unserm theyl entrichten und bezalen wollen, mit für- behaltung kais. int. ire theyl und dem fiscall sein peen 1 . 1 g, Schannat II, :m. hie Poen betrug 60000 Mark löthigen Goldes, 1525. 020 11. Jtoin dwoil sie nun an solcher rachtung, die von beiden tlieylen gelopt und geschworn verbrieft und versiegelt, bruchig worden, begeren wir gnugsam caution zuthun hinfuro uns an obgedachter rachtung nit mer beleidigen beschedigen, dieselbe auch nit mer von uns fordern inen zuzustellen, wie sie [15] am jüngsten gethan haben, auch bey iren burgern und ge- 5 meynern zuverschaffen, dweil sie sagen, das sie derselben nit mechtig sein, uns auch gnugsam caution zuthun, keyn gewalt an unsern freiheyten ober- keyten rachtungen an unsern leiben habe und guttern, wie man das erzelen mag, nit belestigen beschedigen oder in keinen weg gcweltiglich abdringen, wie sie dan das im rechten schuldig sein zuthun, dweil sie uns vor keyn v> glauben gehalten haben. E x c u r s. Kaiser Maximilian nahm grossen Anfheüanden Irrungen, der Wormstr, namentlich suchte er auf dem Reichstag in Augsburg l~>18 Mittel und Wege zu finden, der Stadt Worms eine Verfassung zu geben, weiche den scliweren Conflicten ein Ende 15 " l <*plde l . Am 16. Juli Hess der Kaiser durch Nielaus Ziegler der Botschaft der Stadt »onus in Augsburg (Heinrich Silberborner, Bürgermeister, Dr. Balthasar Myhell, Schuliheiss { Philips Wnlff, Hans Staude, beide alte Bürgermeister, Johannes Glantz, Stadtschreiber und zwei Bathsfreunde) Hilfe zusagen. Alles Unheil komme rom Streit mit dem Bischof her. Aber daneben habe der Kaiser bedacht, das der adell ein 20 mcrglichen grossen Unwillen neid und hasz gegen der stat W. gefaszt, auch viller- 'py clagon dem rat, einer uinb entwerte lehen nutzung, der ander umb ander sachen •urgonomen und gethan, auch sich dem bischoff und pfaffheit anhengig gemacht und in vil leut gepildet, als ob ein rat den adell ausz Worms und dem regiment daselbst vertriben hette . . . Betreffen den adell und ir clagen . . . het sein mt. 2S gnediglich in seinem rat erwogen, wo der adell und ritterschafft wider in Worms un d in das regiment daselbst wie zu Stroszpurg und andern stetten gelossen wurden, das es der stat zu merglichem autfnemen bestendiger rüge und ewigen roden raichen wurde und hetten alszdann sein k. mt. und den adell zu eim vornan, dardurch alle solich beschwerung und widerwertig handlung desto leichtlicher M verhütet wurden. Doch wer in solchem der k. mt. gemuth und meinung nit, das der adell ehe und zuvor die Stadt mit der Pfaffhejt vertragen sei, in die stat und r egltnent genommen und gelossen wurden und es must auch in dem ein solche Ordnung i'urgenomen und gemacht werden, das es dem wol der stat und der burger- s ' - hafft zu W. erlieh loblieh und keyns wegs nachtailitf sein mocht . . . u Die Stadt antwortete darauf mit der Bitte um Entschädigung, damit wir des orts bey ein glauben und trawen ploiben, die stat erhalten und nit briff und sigel- losz werden, dan man uns teglichen troet und sein auch unser burger von etlichen unsern gläubigem auswendig der stat W. mit leib und gut umb nit bezalung willen, des so wir inen auff der stat verschriben haben, auffgehalten, nidergeworffen und 40 oehembt worden. Dardurcli kämen die Bürger gan» an den Be tt e l s tab . Ohne k. Hilfe kwmleii sie nicht bezahlen, dan wir sein durch das kriegsvolck, so wir bisz an das «ritt jar zur nott und behaltung der statt mit sohlt unterhalten müssen, in ge- ■neyner s ^ erario gantz und gar erschopfft, zinsz und gult, so unser vorfarn und "wir itzt in disen noten auff die stat genomen bin in das drit jar hinderstcllig 4s schuldig plieben und unser burgor durch abgenot schatzgelt darleyhen uud nider- 'cgung irer gewerb und der arme gemeyns man an im erbgutern im kriege und nachvolgent miszwachs so gar verarmt, das inen nit möglich ist gemeyner stat 'litt oder stower zu thun, können laider die alten herbrachten gewonlichen hilff ' ungelt und ander auffsatzungen, davon man die stat biszhere unterhalten hat, 50 1 ». St.-A. Akten-Band nr. mir,. KI50 Letztor Streit der Stadt mit der Pfaffheit. nit woll meer statlich bezalen oder ausrichten: Sie Mtten gehofft, sich an Franz von Sickingens Gütern sclwidlos Juilten zu können. Dagegen nahm sieh, Sickingen der Kämmerer an, deszglcichen noch dem die von Worms etlichen andern meynen herrn vettern schwagern und guten freunden t vom adell als nemlich her Hansen Lantschaden ritter, Bechtolft'en von Viernheim, Hansen von Frankenstein und mer geschlechtern von der ritterschafft ir lehens- nutzung nu mer lang zeit verspott und hinderhalten haben. Im August schlug N. Ziegler den Wormsern vor: Da der Kaiser mit dem Pfalzgrafen Ludtoig jetzt ivieder besser stünde, sollten die beiden Städte Worms und Speier 10 dem Kaiser so viel Schirmgeld geben wie. dem Pfalzrfrafen. Die Gesandten antworteten, sie hätten Auftrag beim Kaiser dahin zu wirken, dass er vermittele, dass der Churfürst den Schirmbrief herausgebe, sein ungnad gegen die stat W. abstelle oder auf irgend eine andere Weise verschaffe, dass die Stadt mit dem Churfürsten in Einung komme, sonst hätten sie die burger von Worms nymer friden . . . Auch hätten sie mit dem 11 Landgrafen Philipp von Hessen wegen einer Einung verhandelt. Am 15. Aug. sagte Ziegler dem Stadtscltrciber, sein mt. wolle den Schatzmeister amveisen auf die Frankfurter Messe 2000 Gulden zu zahlen. Der Kaiser genehmige die Einung mit dem Landgrafen. Zum Pfalzgrafen liabe die Mt. zwei Käthe geschickt, auch mit Sickingen wolle er ihnen Frieden verscltaffen, alsdan hetten die stat und burgerschaft zu W. so mit Hessen, Pfaltz, Sickingen etc. und mit seiner mt. als schirmhern und Römischen kaiser ein guten zäun und mochten dardurch der bischoff und die pfaffheit gar leichtlich auch zufriden und sunderlich ausz dem rogiment mit besetzung rata und gerichts bracht werden, dan sie hetten alsdan weder von Pfaltz noch dem adell keyn hilft' beystant oder ruck. 25 Der Kaiser verlangte dringend, die Stadt sollte sich mit dem Adel vertragen, worauf die Gesandten erwiderten: Die vom adell, die bey uns in der stat W. hoffe haben und sunst umb uns begutt seyn, so ist es ein offenbars, das dieselben der Pfaltz und dem bischoff mit lehenschafft und sunst in ander wege verwant und zugetan sein . . . Audi gereiche es dem Käthe zum Vorwurf, als ob er der Sache 3o nicht gewachsen sei, wenn man ihm den Adel vorsetze. Wegen der Lehen ivird bemerkt: die Nutzungen seien geringschetzig und jerlich über zwantzig gülden nn- geverlich nit lauften. Diese habe der Kaiser der Stadt geschenkt. Der liath wäre willig die Adlichen zu belehen oder die Mt. solle es thun oder man solle die Lelien in Geld umsetzen und dem Biscliof geben. 35 Am 1. Sept. um ein Uhr fanden in Dr. Peutingers Haus ' neue Verhandlungen über die Bathsbesatzung statt, lieber die Gerichtsbesatzung vor dem Privileg Kaiser Friedrichs III. sagen die Wormser aus: ein bischoff habe jerlich einen schultheiszen, richter und greifen geweit, der keyner des rats gewesen wer. Dieselben Schultheis richter und greifen hetten allen uncosten des gerichts mit henckerlon und anderm ■»0 auch den edelleuten ir lehennutzung, so die bischoff inen auff dem gericht verlihen hetten, müssen auszrichten und bezalen und sunst vill beschwerung leiden und etwan mit dem hencker an der richtstat hantanlegen. Es het auch ein erbar rat alwegen ye und ye vor diser irrung vier scheffen und ein Schreiber an das gericht geweit und gesetzt, dieselben vier scheffen wem 45 ratspersonen gewesen und hetten on ein schultheiszen urtel gesprochen und wer der Schultheis nye anders dan das er den stab in der hant gehabt an dem gericht gesessen nichts zu urtailen oder zuverkommen gehabt und alwegen, so die urtel gefast und geschepft werden wollen, müssen abgen. Am 11. Sept. maclde man folgende Vorschläge wegen der Bathsbcsatzung: (i Bitter; 50 12 Geschlechter, die ein Vermögen von über 1000 Gulden haben und nit hantwerekor sein. Item 18 von zunfften. Qualifikation: euch geporen und nymants leibeigen, über 25 jar alt, ein eeman oder witwer, guts geruchs und erbars wesens sein. Zu keiner Zeit dürfen 2 Brüder, Vater und Sohn im Bathe sein. 55 In Blutsachen soll der Schultheis im rat sitzen, den stab in der hant haben und das urtel fragen und rat und gericht sitzen, doch das unter 24 personen nit urtel sprechen. Jeder Bathsherr soll 4 Gulden bekommen (früher 6). Jeder Scheffe 4, der Scliult- heiss 1 Fuder Wein und 4 Gulden. Was in der Büchse ist, soll der Stadt gehören. 60 ' Dr. Konrad Peulinger, Stadtschreiber von Augsburg und, berühmter llumauixl. 1625. 631 Auf diese Vorschläge des AimcJiusses machte der Math G eg envor sc hlä ge i 6 lütter durch den Biscliof alier im Namen des Kaisers geirählt, die in W. sesshaft und mit bürgerlichen pflichten verwant sein. Der Sclm/theiss soll lebenslänglich sein. Das Blutgericht gehurt Bürgermeister und Ruth ohne eins Schnltlieissen zuthun. Wegen der Besoldung: ist vorhin ein stifftung und letzter will von einer l lang abgestorbenen person gemacht, die den gemeynen erarium nit Derart; davon werden die ratspersonen besoldet. Dr. Peutinger spricht als ein guter stettman, sie sollten dem Bischof das aecht abkaufen, wie er im Streit der Stadt Kempten mit dem Abt es daliin gebracht, itass die von Kempten dem abbt für solich oberkeit jerlich 2(X) gülden geben '. 10 Aber der Biscliof wolle nielii. Wegen des Adels: das ir euch solbs zum ott'termal hören lassen habt, das die bischoff den adell ausz Worms vertriben, dardurch er die stat und die oberkeit dester bas zu seinen banden bringen niocht etc. Wo nu der adell wider in stat und das regiment kerne, mocht der bischoff vor inen die stat nit so leichtlich als biszhere geschehen in beschwerung bringen . . . wurd die burger- 15 schallt desto forderlicher pleiben und so leichtlich nit befediget werden , dan sie hotten ir freundsehatft auff dem lande . . . Darzu wurden die hantwereker und ge- •ueyns leut derselben edeln nit wenig gemessen und wurd also zwuschen dem adell "nd den burgern ein gute freuntschafft erwachsen und die stat bey gutem friden pleiben . . . Das solle nicld dahin ausgelegt werden, als ob der jetzige Kath übel re- ao giert hätte, sie wären bei k. mt. und der gantzen Versandung nit anders geacht und Sehalten, dan das sie wie daptferen frommen erbaren leuten gepurt gehandelt und woll regiert hetten, so plieben sie auch im regiment und hetten inen die k. mt. in lusichtigung der furgeschlagenen mittel . . . den namen geschlechter selbs geschopfft, dan sie die rete hotten solcher erbarkeit keyn namen können oder wollen geben. v:< Er (Peutinger) und Dr. Lamparter weren gut stetman und auch die andern Juithe hätten tick unpartheisch gehalten. Man könne den, Bisclwf niclit ganz aus dem Regiment verdrängen. Die Donation Friedrichs III. wäre unhaltbar. Nehmt dalier ■'■Mittel an, sonst sagt k. Mt. der Gemeinde, ihr wollet den Frieden niclit. Darzu w "l ich euch nit bergen und in gutem truwen anzeigen, das die gesanten eins an »ischott's uns ein buch angezeigt, das inen durch eynen burger zu Worms villeicht *°*|der stat W. cantzley komen ist, darin clerlich stet, was oberkeit der bischoff zu W. haben soll. Daruinb üben herren! sehent zu, wie ewer bucher und der stat neymlichkait verwart wird. _ Die bischöflichen Gesamlten beriefen sich auf die Urkunde Friedriclis IL zu 85 'tavenna*. ~'3. Sept. Vorgeschlagene Artikel der Commissarien,: Die 12 von der ritterschafft, "o zu W. einkonimen, sollen steuerfrei sein; wo sie aber etwas kauften, das vor in "er stat stewer geschriben ist, davon sollen sie steuern. . Am Schutiheiseengerickt sollen alle Fälle bis tu 40 Gulden inappellabel sein; bei 40 wlicrn Summen soll an das Reichskammergericht appellirt werden. Der Zoll de. ge- tort dem Bischof. Die Lehen sollen vom' Bischof empfangen werden. Des spitalls »allMm bey sant Linharts pforten sollen Bürger und Fremde aufgenommen werden, '■ocli die, Bürger sollen den Vorzug haben. ■ v Et soll auch hinfur zu ewigen leiten ein ider bischoff zu W. denselben von u, ko.it «leranioiil, der lirmung mitteilen und inen die in keyn wegk ferrer fur- Oegenvorechläge der Stadt: Wegen der Steuer fre i h e it der lütter wollen sie es !, '™dlen wissen wie'in, Strassburq, nämlich, sie sollen Steuer und Ungehl zalilen, aber Aachens, Hütens und XunfthaÜens frei sein. M Die Appellationssumme soll HO Gulden sein. , . Wegen der Lehen auf dem Schultlieissenamt sagen, sie: es seyen vill schult- «Uszen verschiner zeit solicher beschwerde halben verdorben und etlich ausz der at gezogen, damit sie des vertragen pleiben. , Wegen des Einreitens verlangen sie, dass nicht über 100 Pferde in die Stadt u ommen und das der aidt auff dem bischoff liehen sale wie von alter herkomen und nit an der stegen geschehe. D , 4 ' ()kt - m Ciprian von Serenteins k. mt. hoffcantzlers herberg zu Augspurg. le Wormser wollen die Mittel annehmen mit Berücksichtigung ihrer Einreden: Es ' Vgl. Baumann, Geschichte des AUgäue II, -iSiff. 1 Jan. (M9. ÜB. II, «0 '■ ***• Böhmer-Ficker nr. 1985. 632 Letzter Streit der Stadt mit der Pfaffheit. sollen ein stettmeister und ein burgermeister durch die 36 ratslreundt crwelt werden, neinlich das erst jar einer von der ritterschaft't und einer von den 18 ratsfreunden und das ander jar einer ausz den zwolffen von geschlechtern und einer von den ratsf'reunden der hantwereker . . . Und der burgermeister vom adell oder 5 den geschlechter soll stettmeister und der von der gemcind soll burgermeister genannt werden. Von dem Porten- und Wegge/d soll der Bischof >l 3 , die Stadt a / 3 bekommen. Einivendungen der Gesandten von Worms: Wegen der Definition der Geschlechter: Es sey woll möglich, das etwan einer oder mer ausz den erbarn alten geschlechten 10 funden wird, der einer nit 1000 gülden wert habe und doch eins erbarn wesens und geschickt sey; ebenso gäbe es m der Gemeinde solche, die mehr als 1000 Gulden lidtten und, auch kein hantwerck treib aber von schlechtem herkomen. Desshalb geben sie eine neue Definition der Geschlechter: Edel und die eins erbaren alten her- komens, wappengenosz sein und von iren lohen renten und gulten leben auch die 15 deren vatter im rat zu W. gewesen und sie von iren renten oder gulten leben und die eins erbaren wesens wappengenosz seyn und nit hantwerck treiben, darzu die zu obgemelten geschlechtern sich vermecheln und nit hantwerck sein. Anstatt Hantwerck wünschen die Wormser das Wort Zünftig gesetzt, dann es ist die gelegenheit zu W., das wie woll ein ide zunftt zu W. gemeynlich im namen 20 hat und nympt von einem hantwerck, so seyn doch vill darinn, die nit hantwerck treiben. Ein Stett- oder Burgermeister und nidit der Schultlmss soll im peinlichen Ge- riclit den Stab halten. Der Entwurf der Pachtung ent/iält 69 Artikel. ?b Nach dem Tode Maximilians, 12. Januar 1519, bat die Stadt den Pfalzgrafen Ludwig, als Vikar des h. Römisclien Reichs den Handel beizulegen auf Grund der :n Augsburg vereinbarten Mittel. Nach langen schweren Verhandlungen unter dem Druck von Drohungen und der seltsamen geschwinden Läufe kam endlich die Pfalzgrafen- rachtung vom 17. Juni 151!) zu Stande. Das Original, noch im vorigen Jahrhundert ao im städtischen Archiv, ist verloren gegangen. Doch ist eine Kopie von Lautz vor- Imnden. Die liachtung ist abgedruckt bei Schannal II, 31(1 — 343. Auch jetzt blieb die Stadt ihrer alten Praxis getreu und protestirte am 3. Aug. gegen diese Pachtung. Urk. nr. 707. or. mb. Am I. Okt. forderte der Pfalzgraf den Bischof Beinhart und die Stadt zur Unterzeichnung und Besiegeluna der Pachtung auf. Urk. nr. 708. or. mb. c. sig. 35 tergo impresso. Am 2. Nov. geben die Päthe des Pfalzgrafen verschiedene Vollziehungs- ariikel zur Pfalzgrafenrachtung. Urk. nr. 70'.). Ein Papierheft von 4 Blättern mit 3 aufgedrückten Siegeln. Am 10. Dez. setzte der Pfalzgraf dem Math zur Gonfirmirung der Pachtung einen Tag an. Urk. nr. 71.0. or. chart. c. sig. tergo ivifir. Am Hl. Januar 1520 gab der Pfalzgraf einige Zusatzartikel zur Pachtung. Urk. nr. 711. Ein Papier- 40 lieft von ti Blättern. Kopie. Am 20. Sept. 1520 bekennt Bischof Reinhart, dass er die Aufrechterhaltung aller Freiheiten und Rechte der Stadt Worms auf dem freien Fehle vor der Stadt feierlich bescliworen Imbe. Urk. nr. 714. or. mb. c. sig. pend. del. Abgedr. bei Moritz App. 2:t<>. Dessenungeachtet arbeitete der Rath nach wie vor gegen diese Pachtung, karrespondirte 45 mit der Regierung in Innsbruck, mit den k. Ruthen in Spanien, schickte seine Boten dem Kaiser nach Gent entgegen ohne etwas auszurichten. Karl V. bestätigte die Privilegien der Stadt am 22. April 1521 zu Worms. Urk. nr. 7IN. F,in Pergamentheft von 12 Blättern. Das zerbrochene Siegel hängt an schivarzgelbseidener Schnur; und am 24. Dez. die Pfa/zgrafenrachtung. Das Original ist verloren, ein gleichzeitiger Druck so im St.-A. Band nr. 1!)22. Quart. 24 Blätter. Dazu gaben die Churfürsten Reichard von Trier und Friedrich von Sachsen am 6. März 1522 eine ausführliche Deklaration. Urk. nr. 722. or. mb. c. sig. pend. del. Gedr. bei Schannat II, 345 — 868, Dem Rath war die durch die Pfalzgraf enrachtung festgestellte Verfassung so unerträglich, dass er am U. Dez. 1522 auf eigene Faust ein beständiges Kollegium der 5S XIII. errichtete, welches von da an bis zur französischen Revolution die Regierung führte. Das Original, das Moritz l. c. p. 231 ff. noch benützte, ist rerloren gegangen; dagegen ist im Archiv Urk. nr. 723 eine Kopie von K. Lautz vorhanden. Schon Kaiser Maximilian hatte zu Augsburg den Rath von Worms auf die Slrassburger Verfassung als ein Muster hingewiesen. Der XIII. Rath in Worms ist in der That eine Nach- 60 ahmung der XIII. in Strassburg. s. G. Schmoller, Strassburg zur Zeit der Zunftkämpfe und die Refm'm seiner Verfassung und Verwaltung im XV. Jahrhundert. (Quellen und Forsclmngen zur Sprach- und Gultur- Geschichte der germanischen Völker. XL) Strassburg 1875. p. 4- so w ? Ufu ^ ^i° übrigen zu rat und gerichtspersonen und dem viererampt gebraucht •werden. di n ^ an verhandelte hin und, her. Schliesslich machten die churfürstl. Räthe auf c trefährliclikeit der Lage aufmerksam; einmal seien die Wormser davon gekommen, n . ' lieber die Reformbewegung s. A. Becker, Beiträge zur Geschichte, der Frei- und u '"'""stadt Worms und der daselbst seit 1527 errichteten Holmen Schulen. Worms 2?' h 4 °- P-Mff- Neues Material im Stadtarchiv Band 1927. 1031 etc. 5 Der t J. Heinrich IL, Biscliof von Utrecht in der A. D. Biographic XI, 625 ist un- ■i^ngend und ungenau. 8 s. St.-A. Band 18, Fase. 19. 4 s. die, Prozessakten, dervi im Ar chiv Band nr. 1878ff. 8 s. o. p. 624ff. ' s. Hänsser, Geschichte 60 r «heinischen Pfalz I, 536f. 7 St.-A. Band nr. 1931. 8 Band nr. 1931. Band nr . t948. 634 Letzter .Streit der Stadt mit der Pfaffheit. wüst nymant, was zum andern mal besehenen mocht. Bleibe man beim, vorigen Vertrag, so höre der ewige Zank niclit auf. Die Wormser kirnten aber den Vorschlag wegen des dreifachen Ruths ab, sie müssten auf Gott vertrauen, was folgen werde. Darauf sprach der Hofmeister: Liben herren! bedenckt euch basz. Was ist euch 5 an dem dreifachen rat beschwerlich, wan ir drissig und sechs personen hettet zu dem gemeynen rat; ob schon im dritten jar zwolff aus inen nit gebraucht, wurden sie doch das ander jar wider urab gebraucht und kernen keyne andre, dwill sie lebten, an ir stat, sunder pliben die drissig und sechs personen als lang sie lebten unverändert ratspersonen, allein das im dritten jar zwolff personen feyerten und 10 nit gebraucht wurden. Darauf baten die Wormser, die Pfaffheit daran zu erinnern, was gutes inen von denen von Worms geschehen und sunderlich in der nechst vergangen pewrischen auffrur, do alle oberkeit gemeinlich von iren unterthanen in ververlikeit gestanden sein, das man dennocht über inen gehalten, das nymant leids oder sunderlicher schaden an leib und gut gescheh. Was aber des Vertrags 15 halben der zeit mit inen gehandelt, were inen von höchsten zu gutem geschehen, dann man den gemeynen man stillen und einen grossem unrat, so sunst wol ent- sten hat mögen, damit zu verkomen. Alan het sie auch getreulich geschützt und geschirmt so vil ymer möglich gewesen wer und die armen burgerschafft umb irent willen mit wachen und hut tag und nacht beschwert. Es het auch ein erbarer rat 2u ein merglich uncosten müssen leiden mit bestellung wachen und hüten, der man sunst wol emberen mögen und dannocht die pfaffheit umb ainich hilft' oder steuer zu solichen als in andern stetten, do sie hotten der oberkeit umb bestellung knecht und anders ein mergliches gelt geben müssen geschehen, wir nyo angesucht. Daran het ein erbarer rat der gemeynen burgerschafft an dem melungelt an einem iglichen 26 malter korns oder meels vier pfenig, umb das man sie bey gutem willen behalten mocht, abgestelt, das dan der stat an irem jerlichen einkomen ob vierhundert gülden zu nachteil reichen. Zu dem het ein erbarer rat disz jars ir pfingstmesz auch nit gehalten, das der stat auch zum wenigsten zwey oder dryhundert gülden schadet. Dankbarheit dürfe man von Pfaffen nicht erwarten; besonders sei Herr Wilhelm 80 von Stockheim scholastieus so neidisch gegen Worms, das er inen auch die äugen do- mit er sie ansehen solt vergönnet. Darauf erwiderte der Hofmeister: Lieben herren! ir sehet wie die Sachen steen; wir gedencken auch allcrloy und ich wil euch mit guten runden worten sagen, das die pfaffen meins achtens hertzog Heinrichen zum bistuinb nit mehr beruften hetten, 35 wo sie in frieden gestanden und sein entberen mögen hetten, das er inen ir sachen hulff vertragen. Kr bitte die Gefährlichkeit der Zeit zu bedenken, . . . dan do must f'riden sein oder ein teil den andern aufspeisen. Nu wer aber ein weter am himell, wie sie wüsten, es ging hin. wo es wolt, und wüsten solche so gewiszlich . . . dan der kaiser, dem die kurfuvsten und fursten hoch verpflichtet weren und ine nit 4o lassen konten, wolt entweder zu grünt gen oder es must ein anders in der Teutschen nacion werden, entweder das alt pleiben oder du newe vergeen oder das newe pleiben und alt vergeen. Nu wer es ye wäre, das die üppigen prediger die pawern auffrurig gemacht hetten, well dafür, es feiet in den stetten unter den burgern auch nit. Nu lieffen dennoch teglich die pawern auf dem lande ... in die stat 45 Worms predig zu hören und wie woll davon geredet worden, das man sie darüber erstechen wolt lassen, haben wir aber bis/, naher und sunderlich umb des willen, das man nit sagen mocht, man wolt sie von dem wort gottes bringen, bisz anhero unverlossen (V) worden; wir wüsten aber, was noch geschehen mocht. Es weren zu Worms allerley prediger 1 , denen das volck nachlicffen, was aber darausz ent- 5i) standen wer, het man gesellen, die pawern weren erstochen und stund noch gof'er- lich allenthalben und wer ein grosze weter am himell, man kan es ye nit wol leiden. Die geistliehen klagen auch sunderlich über die Prediger zu Worms, das sie sie teglich mit . . . smehen schelten und sehenden angriffen; das wer inen auch beschwerlich. »So weren auch in Worms vil entlauffen monch und pfaffen, die das 55 volck vergifften und wer zu besorgen, das auff dem itzigen reichstag* durch hertzog Ferdinandum und ander der k. mt. rete und befelhabern umb ein tapffers einsehens darausz dan vil unrats, den man itzt villeicht nit bedacht, erwachsen mocht. Darum soll man sicli zum Frieden schicken. Der Ghurfi'vrst will den Frieden in dieser Gegend, es ging in andern landen wie es wolt, wann nur hie friden ge- 1 Ulrich Prea, Johann Freiherr, Jacob Kaute, Ludwig Hetzer, Johann Denck und Melchim Hink zum Theil der wiedertäuferischen Ttichtuni) angeherrig, s. A. Becker l c. p. Ulf. ■>■ Zu Spcier. 1585. 635 'nuten wurd . . . Und ist solch crzelung der geferlickeit mit etwas nier beweglichen redden . . . geschehen. Die Wormser nahmen das zu Herzen und sagten, der rat habe iro predicanten zum off tormal von angezeigten schmehung abzustehen befohlen, haben sich auch U'e predicanten des enthalten, der Zuversicht, sie werden sich auch des und anders, i 80 aus dem evangolium nit flies, hinfuro zu enthalten wissen und es wer itzunt ein reichstag vor äugen, da wurden die christlichen stend on allen zweifell ein 01 'dnung, wie es hinfuro gehalten werden solt, beratschlagt und ausrufen, was dan »eschlossen, wurd sich ein rat zu W. auch nit waigern und in volzihung desselben mt die hindersten sein. io /? fj, ~® er ^ a ^ 1 madite eine Mingabe an den Pfalzgrafen, Imuptsiichlich wegen der Ua thsbesatzung, murin es u. a. lieisst: Dann do sollen sitzen im rat 36 personen, die jnusz man ausz den gewerbsleuten und hantwerekern nemen, dann der merteill Ul 'ger zu \y, 8 ei n gewerbsleute und hantwereker; dieselben wo sie anders thun sollen wie einem getrewen hauszvater gepurt, den rat getrewlich irer pflichten nach 15 Jüchen, so müssen sie doch durch besuchung des rats und auszwartung der ge- Ncneftten iro hantirung und gewerb versäumen, sich ir weib und kinder in verderben uion; sollen sie dan iren haushaltung geworb und hantwerck, davon sie ir narung ' ,°. n ' auswarten, so müssen sie den rat versäumen, dardurch der stat geschefrt 0 J hindert. So ist auch der rat von alter her mit so vill personen nie besetzt ge- 20 esen; so vermag die stifftung und Satzung, davon man die rats personen jerheh esolden sol, solche anzall nit zu unterhalten ... Vgl. das weitere bei Scliannat II, 402. » , Dann beklagt sich der Bath über das unelirbare Iknehmen der Pfaffheit. Er ( , !r C ,, cw °ff en Edict erlassen, des Inhalts, das alle personen in unserer stat, die un- eaM V? vert lechtlich beyschlofferin und coneubinen bey sich enthielten, solche ir un- as hätf heyschlofferin i n einer bestimpten zeit von sich thun solten. Viele Pfaffen ?" ®* gethan. Aber nacli Aufrichtung der Pfalzgrafenrachtung hätten sie sol he ire rclechtliche meid zu schmach und ergernus aller erberkeit wider bey sich ge- sol"!? 11 ''-' herumen sich auch tratzlich und offenberlich, wir muszten dennocht unl ' e '. c ' en ' Erziehen und halten dieselben ire beyschlofferin mit solhem pracht 30 .^"tlikeit der kleidung dermassen, das dardurch manche erbare person, die on ex> sunst in einem erbern leben plieb und erstürbe, ob solhen furtragenden t e:n Peln ein nachdenkens gewinen, wie sie auch zu solhem lust komen mochten. 0 haushaltung wandell und geperden mit tragung zerschnitner kleidung langer K i S'jWonlichen geweren sein so üppig tratzig und fraiszlich, das es geistlichen 35 zuw 1 au . c ^ ' ren gosatzten und gemeinem geschribnem rechten ungemesz und hoch wshfl* IS * unc * halten s i cn m '* Worten und woreken gegen uns und unserer bürgerten S0 hochmütig mit berumen irer vermeinten herlicheit und was sie mit irem zw l" 0 * ? u * zu we gen pringen und zurichten können, das dadurch vill Unwillens ' "sehen inen und dem gemeinen man einwurzelt, darausz dann teglicher zanck 40 UQ d Unwillen erwechst. Hai j. ^ m '*• ■4P'"Ö ,! >'~<> '**»'- 351 ff. Auf Seite 468f. sind die Münznereinsnerträgc aufgezählt. 1899 wurde der ttf*j* Vertrag vom 8. Juni 1386 zwischen Köln, Mainz, Trier und Pfalz erneuert, ahgedi- 25 u. a. bei (hidenus, Cod£x dipl III, 567ff. 648ff. 2. Zweite Hälfte des XV. Jahrhunderts. — Valmlhm der Wormser Münzen. [62 b ] Untz. pfenning. heller. Item eyn untz heller dut 15 alt heller. Item 5 untz heller dut 8 ß 3 heller. ,io Item 10 untz heller dut 17/? minus 3 heller. Anhang: Münze. 637 Item eyn halber Schilling Wormszer fy dut /2 untz Wormsser $ dut 12 1 /» alt heller. Item 1 untz Wormsser 9) dut 25 alt heller. Item 5 untz Wormsser S) dut 14 ß minus I heller. Item 1 S) Wormsser dut zwen jungheller. Item 4 Wormsser ist fünft' heller. U1 i Währemi trir für die Spcierer Münzen die Arbeit von W. Harster, Versuch einer BPemer Münzgeschichte, Mittheil, des hist. Vereins der Pfahl X, 1882, besitzen, für Mainz die allerdings nicht erschöpfende Skisze von K. Hegel, Mainzer Chroniken IL I »'/assioigsyeschicIUe p. 91ff. fehlt für Worms noch jede'Vorarbeit, obgleich in den tzten Jahren mehrfache Massenm ä nzenfunde gemacht wurde». (Im J'anhismnsenm.) \>, 8. 1444. Nov. 2«. — Herabsetzung der Kosten bei der Abnahme der Jahres- ' ''chnungen. '"''''/ Von des costen wegen so man jars zu sant Katherin lag rechenung dut und auch uff Martini mit den burgermeistern. Anno domini 1440 quarto crastino sanete Katherine virginis als die 20 vier von der gemeynden ire rechenunge zum Sparwerzagel thun wolten und aatfi n, haut unser herren vom rate alte und nuwe sich undersprochen von s °lchs groszen kostens wegen, so sie etliche zyte off sant Martins tage in Vn s burgermeisters huse von den nunden und auch die vier von der ge- 'icynde off denselben tag mit den sechtzehen des morgens off dem Burger- 2:, 0, 'c und darnach off ire rechenunge zum Sparwerzagel gehapt han, und umb es besten willen nach ire stetde gelegenheit einhellicklichen überkommen, as solcher kosten von den viern von der gemeynden zuvorabe zu gründe " e sin solle und forter nit mee gescheen, und wann eins iglichen jars zu *nt Martins tage eyner von den nunen, nach dem es under yne umbget, 30 »uigermeister werden solle, den man darvor wole weysz, die meister und Stellen in der z&nffte oder geselschaffte, darinne er ist, mit zweyen die eyn e l, szer yne darzu geben wirf, den imbsze off denselben tag, als sie doch ° n ynn selbst darnach ime zu schencken deden, bestellen sollen vor yne en rat e gemeynlichen und wer sin pfenninge in schenckens wyse zu sinem u a 'npte by ine verzeren wille, darzu der rate yne zehen phunt zu sture geben •ollo, d er burgermeister damit der funff gülden, so eyner biszher geben hat, ec,1 g sin und nit schuldig sin zu geben. Auch off denselben sant Martins §>> so man dem burgermeister von den nunen off sinr zunffte schencken r 'i sol man syme gesellen, der von der gemeynde mit im das jare burger- 40 '"oisler wirt, off derselben zunffte auch schencken und sol damit die schencke, e man im off sinr zunffte darnach bisz her gethan hat, gentzlich und zu 8 Unde abe sin und nit mee gescheen. Man sol auch nieman darzu laden c1 ' kein essen hinweg schicken, den pfiffern scharwechtern und andern, die ' lz,) n 't geboren, sagen sie abewysen und keinen darzu laszen kommen, er «1 0 dann sin pfennig nach geburnisz der orten auch bezalen und wie dann 638 Anhang: Direkte und indirekte Steuern. die meister in derselben zunffte mit des ratszfrunden darzu gegeben die orten machen, sol eyn iglicher gehorsam sin und die zunffte im forter nit plichtig sin zu schencken sunder ein gnugen damit gethan han. [117] Item anno et die quo supra sint sie auch uberkomen, wann die 5 schetzungsmeister oder wyne ungelter umb gen ire gelte ine zu fordern und die lute darumb zu pfenden, das sie ittweddersyte dann yederman heymgeen sol mit im selber eszen und keinen kosten uff die statd dryben, dann nach eszens, so sie der lute warten gelte zu entphahen, mögen sie ein masz wyns oder zwo holen und das ungeverlichen halten als biszher solchs gehalten iu worden ist. Der Schatzungameixtereid im Eidbuch Fol. 14. Die Schätzung war eine jähr- Hefte Steuer von allem liegenden und fahrenden Gute und zwar wurde 1 Gulden von 100 Gulden erhoben, alio 1 Prozent vom Werthe. Aehnlieh in Mainz, S..K. Hegel, Ver/'assungsgeschichtc von Maine p. 99. l.'i 4. 1448. — Steuertabelle. [I18 h ] Anno domini [14-J4-8 ist geratslagt von der schetzung wegen in dem besten, daz die uff ein zicll nemlich zu sant Jörgen tage geben und genomen wurde in massen hernachgeschriben. Zum ersten daz ein yglicher der nust hat gebe des jars zu sanet Jörgen 20 tage 4 ß heller an golde. Item welicher hette 15 gülden wert bisz an 30 gülden, daz der gebe 1 orte n ' an golde. Item wer da hat 30 gülden wert bisz an 50 gülden, daz der gebe 8 ß an golde. 2r> Item wer da hat 50 gülden wert bisz an hundert gülden, daz der gebe l /i gülden. Item wer da hette hundert gülden wert bisz uff 200 gülden, daz der gebe 3 orte. Item welicher hette 200 gülden wert bisz an 300 gülden wert, daz der so gebe 1 gülden. Item wer da hette 300 gülden wert bisz an 400 gülden wert, daz der gebe 5 orte. Item wer da hette 400 gülden wert bisz an 500 gülden wert, daz der gebe IV2 gülden. 35 Item wer da hette 500 gülden wert bisz an 600 gülden wert, daz der gebe 7 orte. Item wer da hette 600 gülden wert bisz an 700 gülden wert, daz der gebe 2 gülden. Item wer da hette 700 gülden wert bisz uff 800 gülden, daz der gebe 40 9 orte. Item wer da hette 800 gülden wert bisz uff 900 gülden wert, daz der gebe 2 '/2 gülden. a ) Darüber von anderer Hand VI ß heller. Ort der vierte Theil eines Gulden, .1. Nürnberger Chroniken eil. Kern 1, !"<>> "■ Anhang: Direkte und indirekte Steuern. 639 Item wer da hette 1000 gülden wert, daz der gebe 3 gülden minus 1 orte. Item wer da liette 1000 gülden wert bisz an 2000 gülden wert, daz der gebe 3 gülden. Und dazuscben von yedem hundert 1 orte zu den 3 gülden, 'lie man gibt von den 1000 gülden. Item wer da bette 2000 gülden wert bisz uff 2500 gülden weil, daz der gebe G gülden. Item wer da hette 2500 gülden weil bisz an 3000 gülden wert, daz der gebe 7 gülden. Item wer da hette über 3000 gülden wert und wie viel darüber, daz 10 der gebe 8 gülden. Item daz man den platze verlyhe und soliche gelte zu dem huwe Wien lasse. Item daz man die weyde und werde mit eime besundern buwmeisler 'lestelle und daz der nit nie darzu verbuwe wan das kuwe gelte und was er 11 ,ls z holtze loste. ,,,.... Pe&er die Vermögenssteuern 1. (!. Schönberg, Fma/nmerhältniste der Stadt Botel. 'iilmipen 1H79. '■•>■ 1809. Okt. 30. Übt. Aug. 14. — Weinungeid und Mfhliiiiijclil. Wie man win kauften soll". 20 [8J<>] Anno domini 1390 sexta feria sexta post Galli confessoris so haut unsere herren alten und nfiwen ubirkomen, wer ein fuder wins keuffet hie Jn unsere stat uff dem marte oder in dem burgfriden umb einen uszman, ^er sal geben von iedem fuder wins einen gülden. Und welcher unser )Ur ger oder inwoniger uszwendig unser stat umb einen uszman ein fuder 25 Wl ns keuffet oder daz an schulde nymmet, der sal geben auch von iedem uder wins einen gülden zu dem ungelte und renten, die vor daruff gesalzl lr *t- Und welcher uszman ein fuder wins hie in unser stad kelret oder n yderleget, der sal auch geben von iedem fuder wins 12/9 heller werunge Un d nach marczale darüber oder darunder etc. :io yn Überkommen von der mullere und des mele meszens wegen. Ist abetan anno etc. 56. Anno domini 1454° in vigilia assumptionis hant unser herren vom rade nuwe überkommen, daz die muller eyme iglichen sollen sin mele dar mesze füren wasz malter oder halbe malter sint, by eyner pene zehen 35 uJling und sollent auch eyme iglichen so daz mele gemeszen ist und in m nielehuse von dem melemeszcr versiegelt wirt, sin mele heyme füren er W daz backhusz by derselben pen. Daroff sollent die ungelter den ■Mennen die sicher sint ire mele anschriben, da daz zeichen nit geloset ist; nn an er die ungelter bedunckt, daz eyner sin ungelt zu lange wolte laszen 40 n > so inogent sie den mullern gebieden, daz sie demselben kein mele me en oder heyme füren, er habe dann sin ungelt gerächt und des sollent I I rlirntc/iri/'l VON Hpnlrrcr Band. a 't und (J40 Anhang: Direkte und indirekte Steuern. sie dann auch gehorsam sin by derselben pene. Auch sollent die muller eyine iglichen, den sie nit getruwent, daz er vast wol habende oder geseszen sy, sagen, so er genialen wil han, daz er sin zeichen lose und yme daz bringe zu sehen und sollent denselben auch ir mele nit usz der mule füren, 6 sie haben dann ire zeichen gesehen und keynsz in dem melehuse sten laszen allesz by der vorgenanten pene. Auch ist überkommen, welicher burger und inwoner sin mele nympt ungemeszen, der sol auch 10 ß zu pene geben usz- genommen die becker. Der ungelter eid im ffidbuch Fol. W>f. Meleungelter eid ebendaselbst Fol. 73. io *>. 1444. Des. u. — Früchtenungeld. fllS b J Ungelt von fruchten. Anno domini 1444 uff mittewoche nacli unser lieben frauwen tage conceptionis zu latin genant hant unser heren von dem rate nuwe und alte mit willen und wissen der zunfftmeister und gantzen gemeynde gemeynlichen is zu Wormsz angesehen groszen und sweren kosten, darine die statd des fromden volkes halp usz Franckenrich, so im Elsasze lyt, manigfelticlichen kommen ist und tegliches kommet, und damit betrahtet, daz die statd an iren renten und tegelichen feilen so vil nit enhat, das sie solichen kosten ane ander hilffe und sture getragen möge und hant darum!) ire renten an 20 dem mele ungelte erhöhet und gesteiget als hienach geschriben stet: Zum ersten so sol man nu furbasz me von eime wyszen gut zu ungelte geben einen gantzen gülden. Item von eime einzeligen malter wyszes gutes nach anzale. Item von dem rocken 4 engelschen 1 . gs Item von dem habern und eynkorn 14 heller. Item von der gersten 18 heller. Und sol der messe heller herinne begriffen sin als wievil einer leszet malen, ez sy waz frucht ez wolle, wil er daz mele, daz davon kommet, gemessen oder gewogen han, daz sol man dun und er ensal davon in sunder- 3n heit niistnit geben. 7. 1403. Febr. 17. - Verordnung aber die Ausfuhr der Früchte. [82 h ] Von der fruchte usz zu füren. Anno domini 1400 seeundo feria sexta post Valentini episcopi so haut unsere herren überkommen, wer da ein malder weiszen körn erweiszen honen 35 lynson oder wicken hie keuffet und daz uszfuren wil, der sal geben von iedern malder 4 alter heller und von iedem malder hafern spelczen oder gersten, daz da uszget, 2 alte heller, uszgcnommen die nagebure bynnen zwein myle weges, die da frucht uszer unser stat füren werdent, die sie selber sewe» wollent und die nit furter verkeuffen wollent und daz sprechent uff ire eide, 40 die sie irem herren oder gerichte getan hant, die endorffent des selben geltes nit geben. 1 Engelache = fi Heller oder — '/» Turnm, s. Hegel, VerfassungsgeschicMe «W Mainz, p. trege. tt Item edellute odder ander fremde, die frucht in der statt kauften odder erkeuffen und kein gedinge hau, die gebben von den fruchten und die sie Muffen auch. 8. 1402. April J5. — Fleischtaxen. [8o>'j Anno domini 1400 seeundo sabbato ante jubilate hoc fuit in 20 c 'astino saneti Tiburcii martiris so hant unsere herren die gemeinde und die ''•»nllle gemeinlichen zu Worms miteinander ubirkomen von des fleischs °gen zu wiegen als hernach geschriben stet: Primo rintfleisch ez sy wie ° ez wolle, da der osse gilt über 4 gülden, davon sal der metzeler der at geben von iedem centener 10 phunde fleischs als vil heller als ez dan 2.1 g'ltet und sal man daz pfund fleischs geben umb 4 alt heller. Item rintfleisch, daz da giftet under 4 gulden, davon sal der stat von om metzeler werden von iedem centener 8 phund fleischs als vil als ez dan giftet und s'al man ie 2 phund fleischs geben umb 7 alte heller. hem 1 phund kalpfleischs umb 4 alt heller und davon sal der metzeler ;i 0 ' stat geben 8 pfunde fleischs als vil ez dann giftet von iedem centener, genommen kalbes braden, die mag der metzeler verkeuffen mit der hant ""gewieget. Item hemmelnfleisch 1 phund vor 4 alt heller von ostern an biz uff er "eyligen tag und davon sal der metzeler der stat geben von iedem h , n . ner 10 phund fleischs als vil als ez dan giftet und furter von aller- 1 'gen dag bisz fasznacht 2 phunde umb 7 alt heller und davon sal der c zeler der stad sieben von iedem centener 8 phunde fleischs als vil als ez da » giftet. Item swinenfleiseh, da daz swin giftet über 3 gulden, da sal man daz 40 1DO geben umb 4 alt heller uszgcseheiden schelebradcn, beyne und in- '" c , daz sal der metzeler mit der hant verkeuffen ungewieget, und davon ' , "er metzeler geben der stat von dem feiszten und von dem magern c ie 6 phunde fleischs von iedem centener als vil als ez dan giftet. Worm ser Chroniken. 41 1402 30. Hni 642 Anhang: Direkte und indirekte Steuern. Item 1 swin, daz da gilt under 3 gülden da sal man daz phund fleischs geben auch umb 4 alt heller und sal der metzeler der stat davon geben von iedem centener 8 phunde fleisch als vil als ez dan giltet uszgenommen daz als daz hievor geschriben stet. 5 Auch sal man zu prime und zu vesper zyt wiegen uff den brücken. Auch sal man nyrgent fleisch slahen und abe dun dan uff den brücken und sal man ez auch nit enweg dragen oder füren, cz sy dan gewieget. Item waz fleischs die metzelere und ir gesinde eszent, davon sollent sie nusznit geben. io Auch sollent die metzeler daz unszlit und daz feiszte an dem fleische laszen als von alter her gescheen ist. [Fol. 81] Item sol man alle sontage zu der 12 ,en hören daz gelt, daz davon gefellet, uff dem Burgerhove geben und entphahen. Item martmeister an der oberscharn Gontz Wineige, Heinrich Wildungen; is Contz Macherer und Winose der metzeler. Item an der nidern scharn by dem Fischmarte Gerlach von Colne und Jerikins son. Item an der scharn under den Kemmern Swap der becker, Conrad Gostenhover, Jekeln Hornung und Gristan metzelers son. no Anno domini 1400 seeundo feria tercia infra oetavas corporis Gluisli so hant unsere bern uberkomen und geratslaht, daz man gebe von eyme ossen 3 grosze und daz die wage abe sy und daz man daz fleisch verkeuffe ungewieget als von alter herkomen ist. Item von einre kuwe 2 grosze. Item von eyme swine, daz da giltet 25 3 gülden oder darüber, 2 ß heller. Item von eyme swine, daz da giltet under drin gülden, 1 ß heller. Item von eime kalbe 1 ß heller. Item von eyme hammel 1 ß heller. Item von eyme lambe 3 alt heller und von eyme zickeln. Und diz vorgeschriben was gesetzt ufl' die metzeler alleine daz sie zu scharn also slugen. SO Metzlerordnungen im Eidbuch Fol. 9'J. 119f., ferner eine Reihe von Urkunden s. ÜB. II, p. 690ff. 704. Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins XV, 386f., hauptsächlich aber St.-A. W. Band nr. 1824. Vgl. nun G. Adler, die Fleisch-Theuerungspolitik der Deutschen Städte beim Ausgang des Mittelalters. Tübingen 1893. ar. 9. [1401.] — lies Bischofs Zoll. [99] Dis ist des bischoves von Worms zol mit namen von kese und holtze ; Primo ein karrie, der last her yn fürt und verkeuffet, der git 2 jung 0 heller; fert er aber mit dem laste unverkaufft durch die stat, so sal er nustiut geben; fert er lere usz und yn, so gyt er aber nustnit. Daz ist der pond 7.ol- 4o In semelicher forme ein wagen 3 junge heller. Item von 36 geburden reiifle 3 geburden ufl' dem Rine. Item von yedern hundert buholtz, welcherley daz ist, 3 stucke und wa holtzs in schiffen kommet, ez sin borte oder andere geholtze, daz g v keinen zol. v> Item borne holtz gyt keinen zoll und ein iglich schieff git zu uszslag 6 junge heller. licl] IT item 1 karch mit phelen die feyl kommcnt vor die Moritze gyt 2 junge 'tem l wagen mit phelen 2 alte heller. Item 1 karehe, er trage was er wolle, 2 werungs heller 1 . '"'Uhrun * ovu I , f? H liellor Gulden. 41* Anhang: Zollrodnl. (543 Item ein igliche fasz hit wino git 3 junge heller, daz anders riit zol- fry ist. Item ein malder kese und uher ein halp malder davon git man eine cse; waz ahcr under eyme halben malder oder ein halp malder ist, davon S't man nüst. 6 Item ein iglicher von Golne, was der keufTt oder verkeufft, der sal gehen '■> junge heller und ist do myde durch daz jar zollfry. Item einro von Ache in semelichcr forme 12 junge heller. Item die von Nurenherg 1 phund peffers. Item die von Duspurg 1 phund peffers und 2 hentschuwe. io Item allez gesaltzen gut und waz von fischen ist sal man nit zollen ane bolchen, da sal der korp einen bolchen geben. Gesaltzen gut. Anno domini 1400 primo ipsa die beatc Agathe virginis so hant unsere s.'f'Jl, iren ubirkomen, wer da beringe oder gesaltzen gut her bringet, so mag ir. • r gast daz gut selbir verkeulTen oder cz eyme andern befelhen zuverkeuffen ifi den Underkeuffern, den sal er ez nit befelhen zuverkeuffen. 1". 1420. — Zollrodd den Bischofs Joltannes von Flcckcnstein. [132*] Dysen hernachgeschriben zolle hat bischoff Johann von Flecken- • yn syme kneht im hoffe ym 20. jare in ein buch geschriben geben im zu »> fordern. Dysen zolle meynt der bischoff zu haben. £Utn ersten ein iglich obesz karch gibte zum ersten wan das obes Set \. a n e ] lc ]] er- Darnach als dicke er kompte so gipt er zwen alte heller. Item ein phert das über rucke dreit und ein esel ire iglichs 1 heller, h Item ein karch mit kolen 2 junge heller. Item ein karch mit ruhen 2 junge heller, 'lern 2 malter nusz 3 alte heller. Item 100 bessern 4 bessern. Item 1 karch von Spire mit lauch oder klobclauch oder änderst als 30 icke der kompte gyt 5 alt heller. Hein zymmerholts kennel budden zobhcr latten und anders was von '■ ist von jedem punde 10 junge heller. Item ein hundert monich kese gyt 2 kese. Item 1 malder kese eynen kese. m Item ^ 2 malder kese 1 kese. Item wer seyl feyl hat, er sy wer er wolle, der gyt zum jare eins 8 a »o heller. 644 Anhang: Zollrode]. Item frucht wie die sy, die man usz der statd füret, zwey malder 1 werungs heller. Item in dem kauffhuse von dem pfunde 2 werungs heller. Item von eym hundert buwe holtze vier stucke holtze. s Item von eynre mene reyff vier bürden. Item eyn nach der wyden bringet oder frucht (i alt heller. Item von eym stucke wynt grosz oder cleyn von jedem hoden dru alte heller. Item 1 saltze schiff 6 heller. io Item 1 phale Schill' von hundert gebunde 4 gebunde. Item 1 pfert mit saltz gebent 2 malder 1 alten heller. i3. Jim Item off sant Margreten tag als man die crutzen in das monster dreit so gebent die dinstlute dry werungs heller. Item was verkaufft wirt von buckingen und heringen in dem kauffhusp ir. gyt man von jedem phunde 3 werungs heller. Item von eym korbe bolchen, die dann zolle gebent, 1 bolchen. Item kerch holtz oder wagen holtz, es sy was holtze es sy, von dem hundert 4 stucke. Item 1 nache, der mele enweg füret, 6 alte heller. 20 11. Um 1450. — Kauflmussollrodel. [r20 b ] Verzeichenisse der stucke dovon der stad und irm kauffhuse huszgelt und irn underkeuffern underkauff gefeilet. Webere gewendere und ander berurende. tuoh. Item eyn iglicher uszman, der eyme andern uszrnan eyn gantz oder 25 halb w&llentiich, daz gebesret ist und bede ende hat, hie verkeuffet, der kauft geschee in oder uszwendig des kauffhusz, so git iglich hant dem huse 6 heller; wasz aber eyn burger oder inwoner also hie keuffet, der git nit nie danne vier heller dem huse und so eyn burger oder inwoner umb den andern hie eyn solich tuch keuffet, der kauff geschee wo er wolle, so git iglich so hant 4 heller und den underkeuffern der weber 2 $ von den inwonern, ■«" ferre sie by dem kauff sind und darzu berufft, und von den uszluden 4 fy von tuch; darumb sollent sie es strichen, obe man sin begert. Item wasz swerer tuch sint als engeis mechels und der glichen sol der uszman von iglichem tuch geben 2 wiszphennig und der inwoner 1 wisz- 35 phennig '. woytt. Item von eyme gesetze weyts gibt der verkeuffer dem huse 2 ß heller und der keuffer eyn Schilling heller. Mnttebo. Item von bintfarwe, so man die mit der tonnen verkeufft, git ighcl' haut dem huse 8 ^ von der tonnen und darunder nach margzale; wieget man ■io sie aber mit dem centener, so gibt man davon als von ander gewar. 1 Wiszphennig oder Albus; nach der rheinischen Münzord,nun<) ron 1437, )' " r ieein, J)ipl. Mo<)? sollen 34 Albus einen Gulden f/elten. Anhang: Zollrodel. 645 Item ein kludc wollen, es werde verkaufft wo es wolle, git 2 9) dem wuiie. «Use und zweno heller zu wiegen l . Den underkeuffern der wehere ist off den eyd befolhen den husz- meistern für zubringen allesz daz dem huse von den vorgenanten stucken angehört. s Kremer, linenweder. Item von eyme hundert linenwatl git iglieh haut tt heller dem huse; linenwat. keufft sie aber eyn inwoner, der git 4 heller, und meszent es die under- keuffere, so wirt von 100 3 heller. Item von eyme sack zwilch oder wiszen zwilch git yede liant dem huse io zwiich. ^ <3, wasz aber eyn burger oder inwoner keufft der git vom" zwilcb 4 heller und meszent yne die underkeuffere, so wirt yne dovon auch 3 heller, meszent sie sin aber nit, so sol der kauffman yne von dem 100 linentuchs oder vom eyme zwilch geben I fy, darumb sollent sie es umbsagen und rechen. Item von eyme fardel Zwilchs git iglieh zwilch sin gelt als vor stet, i* Item eyn ganlz fardel barchens obe das hie sammenkauffs verkaufft iwrchon. Wirt dovon git yede hant 4 ß heller dem huse und von */« fardel yede haut 2 ß heller und 4 S) den underkeuffern umbzusagen. Item von eyme cinzelichen barchen git der verkeuffer dum huse 2 9) und der keuffer 1 ^, der sol den underkeuffern werden. so [iji/ Kremer. Item von eyme sehechter oder bockschin geferblen zwilch engeler oder schechter. hndauwer git der verkeuffer dem huse 2 § und der yne keull'ct auch als vil °be er fremde ist; aber der inwoner der yne keufft git 1 S), davon wirt 1 S) den underkeuffern. 25 Item von eyns gülden wert klostergarns weyden garns neez oder anders (am. •olichen garns git yede hant 1 $ halb dem huse und halb den underkeuffern. Item von eyme pfundc saffran von ort oder desglichen git yede hant * 9 dem huse und 2 $ den underkeuffern. Item von eyme korbe fygen oder trüben der nit gewieget wirt dem 30 fi K on.tniben. eentener git man 4 heller halb dem huse und halb den underkeuffern und s 'e sollent daz besehen. Item von eyns gülden wert hartzs beches oder Spindeln git yede hant hariz. boch. 2 heller halb dem huse und halb den underkeuffern. Item wasz ander geware herbracht und verkaufft wirt mit dem gülden 35 w e r t, die herinn nit benant ist, dovon sol yede hant vom gülden wert geben ^ halb dem huse und halb den underkeuffern, was sie derselben gewar u «ibesagen, was sie aber nit umbsagen, das soll dem huse aHeyn bliben. Item eyn iglieh geware die man mit dem centener hie keuffet oder verpuffet und wieget als wasch, zyne, bly, stahel, botter, kese, unslit, smer, 40 a ) Ih. vom von ■/.. , ' Zum bessern Verständnis* der obigen Artikel vgl. O. Schmoller, Die Strnss- mr f» Tuc/ier- und Weberzunft. Strasburg 1879, p- 20ff. 046 Anhang: Zollrodol. figen, drüben, wilder saffran, rode und anders, dovon git yede hant vom centener 6^, dovon gefallen 4 c$ der wagen, A-$ dem husc und 4^ den underkeuffern darunder und darüber nach marzale. soyff. Item seyff laden so die fremden die oll' ir angst herbringent oder » schaffent, desglichen auch hudcwolle, flasch, hanif, gurten, seylc, seyler hanff und wasz in solicher masz herbracht wird, dovon sol yede hant geben 6 $ vom centener an die dru ende als vorstet und wasz darunder und darüber ist nach marzal. krido. Item von eyner wage kriden git yede hant 4 heller halb dem husc io und halb den underkeuffern und 4 heller zu wiegen, stahoi. Item von eyner wage stahels git yede hant 1 ^ halb dem huse halb den underkeuffern. bappir. Item von eyme ballen bappirs git yede hant 1 ß S) halb dem huse, halb den underkeuffern. ison. 15 Item von eyme pfunde isens git yede hant 4 ß heller halb dem huse halb den underkeuffern. Item von eyner wage isens git yede hant 2 S) halb dem husc halb den underkeuffern. Item von 100 schare git yede hant 4 ß heller halb dem huse und 20 halb den underkeuffern. Item von eyns gülden wert schare git yede hant 1 S) halb und halb. Item 100 sicheln git yede hant 2 S) und von eyme schock yede hant 2 heller halb und halb. [*>] Schumacher und lauwer berflrendc. äs Item von 100 bernsch ledders git yede hant 8 S) dem huse alleync. Item von eyme rucke der eyn gülden gilt gibt yede hant 1 S) dein huse alleyne; gulte er aber mynner so git man dovon nach marzale. Item wasz die Schumacher lauwer oder ander sammenkauffs uszhin verkeuffent oder auch hie keuffent, dovon sol dem huse nach marzale gc- 30 fallen von yeder hant vom gülden 1 <$. Item von eyme hundert geiszen corden oder semseh ledders gibt yede hant 20 fy dem husc alleyn. Item von schirlingen und ruchfeilen git yede hant vom hundert 4 S) dem huse allein. ss Item von bereiten kalpfellen git yede hant vom hundert 8 fy dem husc alleyn und wasz darunder ist nach marzale. Item welicher fromder und uszman mit gesnyddcncm ledder zum marekt stet oder feyle het uswendig der messe der git alle tag 0 heller dem huse allein. 40 Kursencr. Item von iglichem hundert lampfellc, sie werden hie kaufft am stiche oder herbracht, git yede hant 1 ß heller dem husc alleyne. Item von iglichem hundert bont eychorn oder koniglin feile kreppfl" 1 bernsch massschin streuffling knyeling oder desglichen, daz dry oder vier Anhang: Zollrodel. 647 gülden gilt, gibt ycdc hant 3 heller dem husc alleyn. Gülte es aber darüber, s o git man nie nach margzale off den gülden 1 A '. Hocken gremppen. Item welicher gast gesalczen gut es sy herin g bucking oder ander fische olcy oder honig in tonnen oder anders desglichen herbringt und hie > nydder legen wil, der sol solichsz in das kauffhusz laszen fftren; wirt daz dann hie verkaufet und geliefert, so git yede hant von iglicher tonne 8 S) halb dem huse und halb den underkeuffern; wirt es aber nit verkaufft, so git der gast 4 $ von der tonne zu huszgelt. Welicher burger oder inwoner solich gewar herbringt, der sol sie auch io 'n daz kauffhusz laszen füren und sich darinn laszen liefern und gibt von der tonnen 8 fy halb dem husc halb den underkeuffern und verkeufft er sie sammenkauffs, so git der keuffer auch als vil. [122] Item von eyme stro buckings git der kauffman, der yne nydder- kgt, ob er eyn uszman ist, 4$ den underkeuffern und 4 bucking, so sie in yme den bucking zelcnt, und der yne keuffet git dem huse 8 S) ; wirt der bucking aber nit hie verkaufft, so git der kauffman vom stro 4 $ zu huszgelt. Aber eyn burger oder inwoner, der eyn stro buckings oder me hergingt, der git vom stro 8 ^ halb dem huse und halb den underkeuffern und keynen bucking und verkeufft er yne sammenkauffs git der keuffer auch als 20 y il- Fürte er yne aber unverkauft widder hinweg, so git er 4 ^ zu huszgelt. Item von eyner gezale blatisen git der kauffman, ob er fremde ist, 2 heller dem huse und den underkeuffern zwo blatisen; aber eyn burger oder inwoner git von der gezale 4 heller halb dem huse und halb den underkeuffern und gibt keyn blatise und der sie keuffet git auch 4 heller 2s lialb dem huse und halb den underkeuffern. Item welicher gast eyn rolle oder stuck Stockfisch herbringt und hie nydderlegt, verkeufft er den, so git er dem huse 4 engeis und der yne keuffet git auch als vil, und der verkeuffer git den underkeuffern auch vier engcls 1 Die Lederindustrie war in Worms, wie noch heute, so sclwn im Mittelalter in so Blüthe. Als Beispiel eines reicMn Kürschners nenne icli den am 1. A]n-il 1514 wegen Aufruhrs hingerichteten Kaspar Stecher, dessen Inventar nach den Angaben der WMwe lautet, 8t.-A,' Band nr. 1'.)4C>: Item vier morgen wingarten an eim stuck, hat Balthasar Meyhel Schultheis. Item ein nuw husz under den kochen, besitzt Veitin Armbruster. Item ein hawsz an der Sporer gassen, da Casper selig das kursner 35 hantwerck inen trib. Item ein nuw schür, kost über 100 fl. zu buwen. Item 3 keller Wit wein über 35 Wormaer f'utler gehalten. Item ... 800 malter körn. Item habern geraten waitze, gerstenniele und erbessen, iglicher ein gute summ. Item vil gantzer ll rras -zwilch schlechter und reyn nederlendisch tuch. Item '2000 fl. wert ungerlich kursen werch an mardern ruck und kelen kursen, 40 Rnmmisuh beltz, meschin beltz, schwarz meschin kursen, weisz meschin kursen, K 'ayn spalt und lund kursen, eichhern wennin und rucki kursen, eichhorn kerhut, woschin kerhut, fuchsin beltz, fuchs ruckin und fuchs klaen und fuchs wammen kursen, manns und nunnen beltz, wolff beltz, beltz decki; kulli rucki und wanne «Ursen etc. « , Item vech kursen werck von marder fuchsen otter lassat mosch grimisch ll 'nd etc. ain grosse summ, dann Caspar selig gemainlichen zwolft" viertzehen secht' z eho n achtzehon und darüber knecht gehalten, auch vil ander kursner kursen werck zwischen Frankfurter messen bey ime kautt't haben. 648 Anhang;: Zollrodel. und von iglichem hundert eyncn zalfisch, so sie yne ytnc zolcnt. Zellen sie yne aber nit, so were er yne des zalefisches nit schuldig. Fürte er aber den Stockfisch unverkauft! widder hinweg, so git er nit nie dann daz halbe husz- gelt. Und welicher hurger oder inwoner solich gewar herbringt, der sol sie .'< auch in daz kaulThusz laszen füren und vom stuck geben 4 engeis dem huse und vier engeis den underkeullern und keynen zalelisch und verkeufft er den hie samnienkaufl's, so git der kauffor auch vier engeis dem huse. Fürte er aber den Stockfisch unverkauft widder hinweg, so git er daz halbe huszgelt mit narnen 2 engeis. iu Item zu plingsten in der messe solle iglicher, er sy burger oder usz- man, der etwasz in dem kauffhuse keufl't, huszgelt dovon geben vom gülden wert 1 S), uszgenomen die phaffen von den stid'ten hie und zu Nuhusen. Und wasz solichcr geware also zu pfingsten kaufft oder verkauft! wirt, dovon gefeilet den underkeuffern allzumal nützit anders dann wasz an der wagen 15 gcfellet und von den platisen vor dem huse sost Stent alle ander feile dem huse off die zyt alleyn zu. Item eyn iglicher, er sy burger oder uszman, der off marekt dagen uszwendig der plingst messe inne oder vor dem kauffhuse sin gewar oder kauffmanschalfl feyle han wil, der solle allen tag G heller geben vom stände 20 oder stat. Item von saltz daz man hie verkauftet git der es keulft 2 heller vom maller und vom halben malter oder lirnzal 1 heller den underkeullern; darumb sollent sie es umbsagen. 12. 143-2. April 6. — JMrgermeister und, Math geben allen, die Montatjs den 25 Markt in Worms besuchen, freies Geleide. ['J3 h ] Wir die burgermeisler und rait der stait zu Worms han angesehen nutze und frommen des gemeinen volckes richc und arme in unser stat und auch uszwendig unser stat und wollen das auch gehalten werden von allcr- menglichen disz gantzc jar usz von gnaden und fruntschafften, so das alle 30 menschen, die uff den mandag in unser stat als marekt ist das jare koment, dieselben sullent den tag gut fry geleite han vor allcrmenglichen, also das dieselben auch geleite halten, uszgcnommen offenbare echter, die verechtet sint, und unser stat offene fiendc und wieder uns und unser stat öffentlich getan haut und noch unverraicht ist. Were das ubirfure in unser stat und 35 burgbannc und das bekommernissc adir uffhaltonge uff stunt nit abedeten, so sol doch solichs by uns abe sin und der verlusct zu rechter pene unser stat 2 1 /i üb. heller unlcszlich. Actum dominica iudica anno etc. 32°. .4m Bande: Die montagsfryheit. Wercs aber dz es unsern herrn also gcstalt worde so 40 mogent sie daz geleide und diese gnade abesagen und doch achtage zuvor und ungeverlich. 13. 1468. Sept. 28. — Hausirverordnung. Die kremer antreffende. [115] Anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo oetavo off 45 sanet Michels des heiligen ertzengels abent haben Zunftmeister und zunft der Anhang: Handel und Verkehr. 649 kremer ungern herren dem rade furbringen laiszen, wie sie von den fremden Kremern und gengelern überstanden werden und das auch etliche uszlcndige •mt korben secken und wannen in den gaszen und von liuse tu huse gene Un d feile bant wurtze kremery und allerhande, so werde auch etwan von solichen kremern wurtze verkauft, die nit gerecht sy, da dorch sie beswerte 5 w «rden und gebeten solichs zuverschen, uff das sie desto bas bliben und dem f*de und der statt gedienen mögen. Off solich der kremer anrulfen und begere hat der rat geordent und gesatzt, das ein iglichcr fremder kremer wolc dry tage zum jare in der statt zu niargtc stene und offenlichen feyle han mag ungeverlich. Das aber solichs 10 und anders die kremery berurende ufrecht und ungeverdc gehalten werde, so nahen unser bern der rait geordent und der zunft gegonnet, das sie alle jarc zwene oder dry meister under ync setzen sollen, die dann uff die uszlendigen 'oinden kremer und gcngelcr acht sollent han und wann sie derselben cynen °der niee in der stat ankörnen, der da über try tage in der stat zum margt ir. gestanden wer und feyle gehapt bette, das sie dieselben, die sie also linden, ^ym Bürgermeister furbringen sollen, so soll ein burgermeistcr ync thun gesellen ir kremery von sttint nidder zulegen und nit nie feile zu han; welicher H| m darin ungehorsam werc, der verbricht da dorch zehen Schilling heller, als dick das geschieht halp unsern hern und halp der zunfftc. 20 Item von der gcngelcr wegen die da mit wannen korben oder secken e ' J'abcnt und umbgent ist geordent, das die obgenanten dry meister auch ar of achte sollent han und wan sie dieselben befinden, die über die vor- 8°>'urten dry tage umbgeent feyle zu han, das sie die auch cym burger- 'icister furbringen sollent, so soll ein burgermeistcr ync das verbietlen 2s aisz en, welcher dan dar aftcr ungehorsam funden wurde, der verbricht die "»gerurt pene. Item von der wegen die da wurtze feyle bant, mit den sol es auch Iv tage zum jare gehalten werden, als vorgerurt ist, doch sollen die kremer- »eister denselben ir wurtze und gewichte alle male besehen unde pro- 30 lc 'n und welche darin ungerecht funden wurden, die sollen behempt und on Bürgermeistern furbracht werden die zu straiffen nach erkentnisz des . > weliche aber über die dry tage funden worden feile zulian, die sollen 111 vorgerurter masz furbracht und mit den selben zu pynigen oder zu raiflcn gehalten werden nach gestalt sincr verhandehing und er furbracht wirt. 35 Doch hebelt ym der rait hcreinn diese dinge zu mynnern und zu meren ' Ucn zu straiffen und zuhan daby nach gestalt iglicher sache wie dan solichs 0 turltig sin wurdet zu yeder zytt alles ungeverlich. 14. Um 1400. — Ordnung der Fergen. [92 b ] Von der fergen wegen. 40 Primo die fergen hant von alter her genommen von eyme wagen ubir y» und her wieder ubir, er sy geladen oder nit, einen cngelsche von burgern ■nwonigern und die liep und leid mit der stad lidcnt Itetn von eime karche, er sy geladen oder nit, dry heller ubir Ryn und herwiderubir. 45 650 Anhang: Handel und Verkehr. Item von eime burger, der do ridet ubir Ryn, einen heller, ridet er aber uff sin wissen, so sal er nusznit geben. Item von funff schalen einen heller. Item von eime ossen einen heller. Item wer der erste an dem Rin ist, den sal man auch zum ersten ubir füren. Item sollent sie von der 5 burger medern semmenern knechten meden, die uff ir wiessen gent, von den armen luden, die rore und holtze holent, und von gresern nusznit nernen. Item sal yederman uff sinem zäum faren und nit in gemeinschaft und sollent kein gemein busse hau. Item von fremden luden von ydem pherde 4 alte heller, die do leste iu furent. Item von der fruchte von eyme virteil 9 heller von dem Necker. Und welcher der eins oder me blichet, der verluset zu pene 2','2 punde heller als dicke als er daz dut. Item sollent die schützen über Rin nit zwo megde halten, dan einer sal ein magt han. Item sollent die fergen morgens fru so die sonne uffget am Rine sin und nit heim gen von dem fare vor orden 15 compleden und biz daz die sonne zu gnaden geet. Item daz allewcgcn zwo newen oder eyne zum mynsten ginsite Rins sin, so anders nit fmtsehafft ist. Item sollent sie, sie sin schifhern oder knechte, die den bäum in die haut nemment, in dem haumandc alle am Rine sin und sos durch daz jar so ez nit also not dut, so sollent sie halp do sin. Item diez hant sie, die den bäum 20 in die hant nemment, schiffherrn und knechte, gesworne uf den heiligen. Hü iuraverunt literam predietam primo Henseln Herre, Henne Sneppe, Henne Moniche, Henne Huselkerne, Peter Rode, Henne Hertcledcr, Anthis Gokc, Lotze Unmilte, Gontze Herteleder, Henne Erbe, Henne Krengel, Gerlach, Cleseln Ottein, Cleseln Rolder, Henne Schit. Und sollent auch dem rade 25 gehorsam sin als von alter herkommen ist. «»2 Item darnach ubirquamen unser herren in dem zwei und nuntzigistem jare, daz die fergen sollent nemmen von den kerchen, die do frucht ob« nusze und sos semmeliche dinge furent, die do komment von dem Oden- walde Bergstraszen von dem Necker und do umbe von yedem karche 3 alte so heller herüber und 3 alte heller hinwideruber und nit mee als lange biz unsere herren daz mynrent oder merernt ob sie wollent. Auch sollent sie die newen und schiffe nymans lihen noch nymans laszen über oder her wider füren danne als von alter herkommen ist und daz der stat den burgern und den yren kein schade noch anspruche davon 35 cnstoc. as*Aua. Anno domini 1400 in crastino bcati Bartholomei iuraverunt infrascripte personc omnes articulos prescriptos scilicet Fritsche Store, Henne de Man- heim, Henne Fluheftsz, Henne Paffe, Berncia, Glas Kerys, Wcrnher Wcst- hover, Henne Sänge den man nennet Duchelman, Fritsche Paffe. -10 Item schiffherren und knechte die den bäum in die hant nemment sollent die obgenanten artickele zu den heiligen sweren etc. [i>3] Die fergen hant gesprochen wanne ein furste grave herre ritter oder knechte mit reysigem folke über Rin farent, so fragen die reisigen die fergen, was man yn geben solle, so antworten sie und sprechen, gebent uns (5 waz ir wollent und waz sie uns danne gerne gebent, da myde benuge sie wolc und heischen yn darüber nusznit mee und biedent den rat, daz man Anhang: Handel und Verkehr. 651 sie daby laszen verüben. Des hant unser herren eynmudiclichen überkommen, daz man sie da by gern wil laszen verüben und werez daz sie darüber grieffen so wil der rat daz straffen. Anno domini 1400 primo sabbato ante »!r%r. domini invoeavit. Item üant unser herren auch uberkomen eynmudiclichen daz ein 5 frommeder reisiger sal den fergen geben über Rin zu füren mit eyme pherde zwene alte heller und her wideruber auch zwene alte heller. Anno et die quibus supra. Item tercia ante exaltacionis sanete crucis anno etc. [14]35 adiudicatum ls'aLt. est per consiüum daz die fergen keynen wyne forter in den flaschen an das io fare holen sollen so lang bisz yne die fergen meister das widder gönnen. 15. 1485. Januar 25. — Eid der Knechte. [llj Anno etc. 85. Item als die domherren den nuwen krutzgang gcbuwt han und einem sleynmetzcn verdingt in der stat, der knecht angcstalt, die den eyt als ander is knecht nit meynten zuthun, so meynten die domherren, der meister solt, dwil °r an irem buwe were, von dem rate unbeswert und fry sin. Das wolt der rate nit lyden und name den meister nemüch Bastian steynmetz in glubde, darumb das er die knecht nit dete dem rate globen. Also baten die domherren für den meister ine des zuerlasscn umb sant Peters und irer bete wdlen, so solt der meister furter gehorsame sin und auch die knecht an JI- cm buwe steen globen als ander; und daruff hat der rate den meister ledig golassen des abtrags oder penc. Actum ut supra 3" post conversionis Pauli. L'll CHRONOLOGISCHES VERZEICHNIS DER URKUNDEN. In, diesem Verzeiclmiss sind alle Urkunden aufgenommen, die ganz oder zum Theil in diesem Bande abgedruckt sind; ausgeschlossen sind Schreiben und Mandate. 1044. — Bischof Adelgeras erneuert den Kanonikern zu s. Peter in Worms ein Privileg, p. 33, 15 ff. 1044. — Bischof Arnold bezeugt, dass dio Freie Fulmudis durch den Leih des h. Oyriacua in Neuhausen ihre Gesundheit erlangt habe. p. 34, 29 ff. 1106. — Bischof Adelbert schenkt dem Stift Neuhausen dio Villa Larlevcrsheim. p. 86, 5 ff. 1190. — Angebliche Urkunde Heinrichs VI. p. 325. 1212. Dez. 2. — Bischof Lupoid bestätigt der Kirche Neuhausen die Schenkung des Propstes Heinrich, p. 43, 21 ff. 1213. Juli 7. Worms. — Der Kath zu Worms siebt dem Stift Neuhausen einen Brief über Güter jenseits des Rheins, p. 44, 32 ff. 1217. — Bischof Lupoid schenkt der Kirche Neuhausen ein Gut in Hotzheim. p.44, 7ft- 1218. — Bischof Heinrich II. giebt der Kirche Neuhausen einen Brief, p. 40, 2. 1229. — dto. p. 46, 3. 1229. — Gregor IX. bestätigt diesen Brief, p. 46, 4 ff. 1234. — Bischof Heinrich 11. befreit die Güter des Klerus vom Zoll. p. 46, 6 ff. Vor 1257. — Bischof Richard giebt der Kirche Neuhausen einen Brief, p. 67, 4 •'• 1286. März 20. — Bischof Simon giebt der Kirche Neuhausen einen Brief, p. 63, B* 1379. Aug. 19. — Bischof Eckard giebt der Kirche Neuhausen einen Brief, p. 73,10 * 1383. — Urban VI. erlässt ein Edict, dasa dio Güter verstorbener Kleriker der apostolischen Kammer anheim fallen sollen, p. 73, 30 ff. 1388. — Bischof Eckard giebt der Kirche Neuhausen Briefe, p. 73, 12. 1401. Juli 26. Heidelberg. — König Ruprecht widerruft die vom K. Wenzel erlassenen Privilegien, p. 235, 3 ff. 1401. Aug. 7. — K. Ruprecht quittirt der Stadt Worms 1200 Rh. Gulden. j>. 235, 10"; 1401. Aug. 26. — K. Ruprecht quittirt der Stadt Worms 2500 Rh. Gulden, p. 235,25«'- 1401. Dez. 7. Heidelberg. — Pfalzgraf Ludwig vergleicht die Stadt Worms mit den Rittern Sifried und Endris von Oberstein, p. 236,13 ff. 1401. Dez. 31. — Vergleich zwischen Bischof Eckard und der Stadt Worms, p. 237,45tt' 1402. Febr. 2. — Vergleich der Stadt Worms mit den Einwohnern von Hofheini' p. 239, 8 ff. Chronologisches Verzeichniss der Urkunden. 653 1402. März 4. — Hannemann von Sickingen quittirt der Stadt Worms 40 Gulden p. 239, 41 ff. 1402. März 6. — Vergleich der Stadt Worms mit Philipp von Frankenstein dem Aeltern. p. 240, 22 ff. 1402. März 9. — Vergleich der Stadt Worms mit Philipp von Frankenstein dem Jüngern, p. 240, 32 ff. 1402. März 9. — Die Einwohner von Hofheim erklären sich von Worms befriedigt. p. 241, 3 ff. 1402. März 15. — Endris von Oberstem und seine Schwägerin quittiren der Stadt Worms 370 Gulden, p. 241, 18 ff. 1402. Aug. 25. — Walther von Than vergleicht sich mit der Stadt Worms, p.241,39 ff. 1402. Aug. 29. Ladenburg. — Bischof Eckard quittirt der Stadt Worms 350 Gulden. p. 242, 16 ff. 1404. Juni 10. Heidelberg. — K. Ruprecht verbietet der Stadt Worms die Pfaffheit zu beunruhigen, p. 242, 38 ff. 1404. Juli 2. Heidelberg. — K. Ruprecht giebt der Stadt Worms das Recht, dam sich der Rath vor auswärtigen Gerichten durch einen Heimburger vertreten lassen darf. p. 228,34 ff. [1405.1 - Die Stadt Worms sagt der Pfaffheit Fehde an. p. 243,28 ff. 1405. Aug. 25. — Worms an Philipp Graf von Falkenstein über die Fehde mit der Pfaffheit. p. 245, 9 ff. 1405. Sept. 30. Heidelberg. — K. Ruprecht befiehlt Worms die Diener der Pfaffheit, ihren Wein lesen zu lassen, p. 246, 43 ff. 1406. Aug. 5. Heidelberg. — Bischof Mathaeus an die Weinherrenzunft in Worms. p. 244, 16 ff. [1406.] _ Ausschreiben der Stadt gegen die Pfaffheit. p. 247, 21 ff. [1406.] Nov. 2. Ladenburg. — Die Pfaffheit von Worms an Erzbischof Johannes von Mainz, p. 249,43 ff. 1407. Jan. 6. Dieburg. — Verhandlungen des Erzbischofs Johannes zwischen der Stadt und der Pfaffheit. p. 252, 15 ff. [1407.] — Ausschreiben der Stadt über ihre Verhandlungen vor K. Ruprecht. p. 254, 38 ff. 1407. Mai 5. — Verhandlungen zu Neuhausen zwischen Stadt und Pfaffheit. p.256,32ff. 1407. Juli 9. Weinheim. — Die grosse Pfaffenrachtung. p. 260,30 ff. 1407. Juli 25. Bacharach. — K. Ruprecht giebt einen Zusatzartikel, p. 266, 31 ff. 1407. Aug. 14. Worms. — Schiedsspruch über das Kaderloch. p. 267, 14 ff. 1409. Dez. 12. Gernsheim. — Johann Erzbischof von Mainz und die Räthe zu Mainz und Speier garantieren der Stadt Worms das über Peter Kleraann gesprochene Urtheil. p. 268, 25 ff. 1410. März 8. — Worms ersucht den Ritter Heinrich Kämmerer, dass er den zwischen der Stadt und Wernher von Ramberg geschlossenen Frieden verlängere. p. 269, 11 ff. i410. Dez. 5. Ladenburg. — Bischof Johannes an Mainz über seinen Streit mit der Stadt, p. 269, 19 ff. 1410.] - Klagpunkte der Stadt Worms, p. 270, 36 ff. U410.| — Klagpunkte K. Ruprechts und Antwort der Stadt, p. 276, 39 ff. j*ll. Aug. 11. _ Sühne zwischen Bischof Johannes und der Stadt, p. 278,18 ff. 1411. Aug. 31. _ Bischof Johannes verspricht die Freiheiten und Handfesten der Stadt Worms bestätigen zu wollen, p. 279, 12 ff. '414. Juli 20. Speier. — K. Sigmund bestätigt der Stadt alle Freiheiten, p.279, 84ff. J414. Juli 27. Speier. — K.Sigmund bestätigt Worms ihre Freiheiten, p. 280, 35 ff. •'• März 13. Konstanz. — K. Sigmund bestimmt, dass alle weltlichen Einwohner von Worms nur dem Rathe mit Eiden verbunden sein sollen, p. 281,39 11'. ■•■ Mai 22. Konstanz. — K. Sigmund bestätigt dem Stift Neuhausen den Besitz «er Priinm. p. 73, 26 IV. G54 Chronologisches Verzeichniss der Urkunden. 1417. März 9. Konstanz. — K. Sigmund übertrügt den Pfalzgrafen Ludwig die Beilegung des Streites zwischen Stadt und Pfaffheit zu Worms, p. 282, 40 ff. 1410. Januar 10. — Kundschaft über den Zoll auf Flössholz zu Gernsbach. p.283,43 ff. 1419. April 1. — Sühnespruch zwischen dem Ritter Heinrich Kämmerer und der Stadt Worms, p. 284, 42 ff. 1420. — Ordnung der Scherermeister zu Worms, p. 285, 22 ff. 1420. Nov. 25. — Bündniss zwischen dem Erzbischof' Konrad von Mainz und Main/., Worms und Speier. p. 280, 44 ff. 1424. Febr. 21. Worms. — Ausgleich zwischen Worms und Friedrich vom Stein. p. 290, 40 ff. 1424. Sept. 3. — Vergleich zwischen der Stadt und Bischof Johannes von Worms. p. 294, 3G ff. 1426. Nov. 7. Neuhausen. — Bischof Friedrich giebt dem Domherrn Eberhart von Stetenberg Vollmacht zur Rathsbesetzung. p. 311,3 ff. 1427. Jan. 21. — Bischof Friedrich bestätigt der Stadt Worms alle ihre Freiheiten und Handfesten, p. 325, 24 ff. 1429. Okt. 24. Worms. — Friedensvertrag zwischen dem Erzbischof' Konrad von Mainz, dem Pfalzgrafen Ludwig und den Städten Worms und Spcier. p. 297, 40 ff. 1430. Juli 3. — Freiheitsbrief der Zünfte in Worms, p. 301, 38 ff. 1435. Dez. 23. Basel. — Das Konzil in Basel bestätigt der Stadt Worms ihre Freiheiten, p. 553, 8 ff. 1442. Juli 6. Frankfurt. — K. Friedrich III. bestätigt und erneuert der Stadt Worms das Privileg, dass Niemand innerhalb zweien Meilen um die Stadt Worms einen burglichen Bau aufführen dürfe, p. 668,16ff. 1442. Juli 17. Frankfurt. — K. Friedrich III. bestätigt der Stadt Worms ihre Freiheiten, p. 553, 10 ff. 1455. Mai 1. Neustadt. — K. Friedrich III. bestätigt der Stadt Worms ihre Freiheiten, p. 554, 6 ff. 14112. Nov. 6. Regensburg. — B. Reinhart ernennt den Domherrn .loh. Winheim zu seinem Bevollmächtigten, p. 337, 15 ff. 1483. Okt. 25. Speier. — Ludwig Bischof von Speier vermittelt zwischen der Stadt Worms und Bischof Johannes und giebt einen neuen Eid. p. (501, 5 ff. 1483. Dez. 8. — Bürgermeister und Rath stellen dem Pfalzgrafon Philipp einen Schuldbrief von 5000 Rh. Gulden aus. p. 412, 61 ff. 1483. Dez. 9. — Pfalzgraf Philipp nimmt Worms in seinen Schirm, p. 412, 37 ff. 1487. Okt. 31. Nürnberg. — K. Friedrich III. giebt der Stadt Worms einen Jahrmarkt, p. 547, 42 ff. 1488. Dez. 24. Innsbruck. — K. Friedrich III. giebt der Stadt Worms neue Freiheiten, p, 564, 40 ff. 1489. Mai 21. Innsbruck. — K. Friedrich III. hebt alle der Stadt Worms nachtheiligen bischöflichen Verpflichtungen auf. p. 568, 5 ff. 1491. Okt. 5. — Bürgermeister und Rath kaufen von den Hausgenossen die Münze. p. 429, 35 ff. 1494. Aug. 25. Mecheln. — K. Maximilian bestätigt den Kassationsbrief' Friedrichs III« p. 382, 35 ff. 1497. [Juni 29.] — Bürgermeister, Rath und Gemeinde verpflichten sich über den Weinkauf. p. 409, 1 ff. 1498. Sept. 9. Freiburg i. Br. — K. Maximilian erklärt in dem Streite zwischen Bischof Johannes und der Stadt, dass der in seinem d. d. Freiburg 5. Sept. erlassenen üecrete enthaltene Artikel betreffend die Besetzung des Ratlis und Gerichts zu Worms und die Annahme der Appellation dem liischof keinen Schaden bringen solle. Or. mb. c. sig. pend, im Scldotm zu lleiddberfl' 1499. März 14. Rom. — Alexander VI. überträgt den Äbten in Schönau und Otter- burg und dem Offizial zu Köln die Untersuchung der Klagen der St*»« Worms gegen die ausgezogene Pfaffheit. p. 451, 10 ff. Chronologisches Verzeichniss der Ruch tunken. 655 1504. ir>oi cito. - tiöos; 1505. 1505. 1507. 1507. 1507. 1507. 1508. 1508. 15()<). 1525. Febr. 9. Rom. — Julius IT. bestätigt den Bisehof Reinhard von Worms. p. 497, 26 ff. Sept. 4. Donauwörth. — K. Maximilian ertheilt als Erzherzog von Oesterreicli der Stadt Worms einen Schirmbrief, p. 495, 16 ff. - K. Maximilian giebt der Stadt Worms alle bisher vom Bischof Reinhart innegehabten Hoheitsrechte, p. 495, 27 ff. ■ — K. Maximilian bestätigt Worms den 1504 gegebenen Schinnbrief. p. 509, 16 ff. .luni 26. Köln. — K. Maximilian gestattet der Stadt Worms ihre Urkunden mit rothem Wachs zu besiegeln, p. 509, 19 ff. Okt. 30. — Niederlassungsvertrag des Buchdruckers P, Drach. p. 437, 44 ff. Mai 20. — Bischof Reinhart verleiht dem Ritter Friedrich Kämmerer verschiedene Lehen in Worms, p. 529, 17 ff. Juni 22. — 65 Ritter und Knechte sagen der Stadt Worms Fehde an. p. 515,12 ff. Juli 17. — Konstanz. — K. Maximilian bestätigt dem Ritter Friedrich Kämmerer seine Freiheiten, p. 629, 32 ff. Sept. 12. Innsbruck. — K. Maximilian giebt der Stadt Worms einen Wegzoll. p. 528, 40 ff. März 21. — Worms zeigt dem K. Maximilian an, dass es den Anlass und Austrag mit der Pfaffheit angenommen habe. St.-A. W. nr. 668. Juli 5. üoppart. — K. Maximilian erklärt Worms als eine Reichsstadt, p. 535, 33 ff. Juni 9. Worms. — Rachtung. p. 541, 26 ff. Mai 3. — Vertrag zwischen der Pfaffheit and der Stadt, wonach entere auf die Rachtung von 1519 Verzicht leistet, p. 624, 19 ff. *• Rachtung. * Pachtung. 3 - Rachtung. *• Rachtung. * Rachtung. ''• Rachtung. 7 - Rachtung. 8 ' Rachtung. , 294-308* 1,1 Rachtung. ,0 - Rachtung. CHRONOLOGISCHES VERZEICHNISS DER RACHTUNGEN. 1233. Febr. 27. ÜB. I. nr. 163-166. p. 122 ff. 1292. Nov. 10. ÜB. I. nr. 454. p. 302 f. 1300. Mai 15. ÜB. I. nr. 508. p. 341 ff. 1366. Januar 25. ÜB. II. nr. 607. p. 392 ff. 1386. Juni 25. ÜB. II. nr. 880. p. 584 ff. 1407. Juli 9. Weinheim (Die grosse Pfaffenrachtung) o. p. 260 ff. 1424. Sept. 3. o. p. 294 ff. 1509. Juni 9. Juni 18. Juli 30. 1510. Juli 4 und 5. Schannat IT, 1519. Juni 17. Pfalzgrafenrachtung. Schannat II, 316—343. 1522. Dez. 6. Errichtung des XIII. Rathes. Moritz App. p. 231 ff. 1525. Mai 3. Abschaffung der Pfalzgrafenrachtung. o. p. 624 ff. 1526. April 18. Schannat II, 398—413. 656 Verzeichnis!* der Eide, Weistümer und Verordnungen. VERZEICHNIS DER EIDE, WEISTÜMER UND VERORDNUNGEN. Eid, der dem König geschworen wird. p. 1G2, 22 ff. 338, 20 ff. Eid des Bischofs beim Einritt, p. 338, 32 ff. Eid der Bürger, den sie dem Bischof schwören nach Bestätigung der Handfesten. p. 339,13 ff. Eid von Bürgermeister und Rath, den sie dem Bischof schwören nach Bestätigung der städtischen Freiheiten, p. 600 f. 602, 35 ff. Eid des Bischofs, wenn er zum ersten male im Rath sitzt, p. 339, 21 ff. Eid der TX. p. 340, 4 ff. Eid der neuen Rathsherren, der Schultheissen, Grafen, Richter, Schöffen, Fürsprecher, Hausgenossen und Zünfte, dass sie keine Miethe oder üabe nehmen wollen. p. 340, 31 ff. 341, 34 ff. Eid der VI Ritter, p. 341, 12 ff. Eid der XVI und der vier Bischofmänner, p. 341, 23 ff. Eid der Schultheissen, Grafen und Richter, p. 342, 11 II'. Eid der Schöffen, p. 342, 36 ff. Eid der Fürsprechen, p. 343, 7 ff. Eid der 16 Heimburger. p. 343, 27 ff. Bürgereid. p. 231, 20 ff. 346, 3 ff. Eid von Bürgermeister, Rath und Gemeinde, p. 346, 36 ff. 347, 6 ff. Eid der Knechte, p. 651. ^ Verordnung, dass kein Bürger einen andern vor fremden Gerichten belange, p.347,18ff. Weistum über das Amt der Kämmerer, p. 226 f. Weistum über das Schultheissenamt. p. 227, 20 ff. Weistum über die Heimburger. p. 228 f. 225, 4 ff. Die Heimburger als Eichmeister, p. 229, 44 ff. Weistum über das peinliche Gericht, p. 230, 5 ff'. Verordnung über die Montrichterei. p. 423, 40 ff. Einleitung zur Publikation der Reformation, p. 427. Judenordnung, Bischof und Rath. p. 507, 32 ff. Mauerbauordnung, p. 223, 20 ff. Weistum über die Zollfreiheit zu Frankfurt, p, 231, 2;") ff. Strafe für Münzfälscher, p.347, 30ff. Eid der Salzunterkäufer, p. 344, 18 (f. Eid der Salzmütter, p. 345, 1 ff. Büchsenmeisteroid. p. 330,31 ft'. M ünsterthurmwüchtereid. p. 366, 35 ff. Verordnung über das Ausschenken von Malvasir. p, 396, 35 ff. Verzeichniss der Zünfte, p. 305. Münzwerthe. p. 636 f. Steuertabelle. p. 638. Abnahme der .Tahresrechnung. p. 637,18 ff. Wein- und Mehlungeld. p. 639 f. Verordnung über die Ausfuhr der Früchte, p. 640, 31 ff. Fleischtaxon. p. 641, 19 ff. Zollrodel, p. 642-648. Montagsfreiheit, p. 648, 26 ff. llausierordnung. p. 648, 44 ff, Fergenordnung, p. 649, 40 ff. Chronologisches Verzeichniss der Bischöfe von Worms. 657 CHRONOLOGISCHES VERZEICHNISS DER BISCHÖFE VON WORMS. 1. Victor. 346. 2. Rocholdus, Crochtoldus. VI. Jahrhundert. 3. Berhtulfus. 614.» 4. Amandus. 627. 5. Rupertus, f 27. März 718. 697 Bischof in Worms. 6. Erembertus,Erabrandus, Erenbrandus, Eremberctus. 764-798urkundlich erwähnt. 7. Bemharius, Abt von Weissenburg. 814-825 urkundlich erwähnt. 8. Folcwicus, Folwicus, Abt von Weissenburg. 826-830 urkundlich erwähnt. 9- Samuel, seit 838 Abt von Lorsch, seit 841 Bischof von Worms, t 7. Febr. 855. 10. Guntzo, 858 urkundlich zuerst erwähnt, t 18 - Nov - 872. 11- Adelhelmus, 874 urkundlich erwähnt, t 17. Januar (890?). 12. Thietelah, urkundet zuerst 10. Febr. 891, t 1- Sept. 914 (?). 13. Richgowo, Richowo, urkundlich 20. Sept. 916, t 10. Okt. 949. 14. Anno, 26. Juni 952 als Bischof urkundlich erwähnt, t 24. Dez. 979 (?). 15. Hildibald, urkundlich 11. Aug. 979 erwähnt, Kanzler K. Otto's II. und Otto's 111., t 4. Aug. 998. 16- Franco, t 4. Sept. 999. 17. Erpho, t nach dem 4. Tag seiner Wahl. 999. 18- Razo, f in Chur. 999. . L , x 19. Burchardus, zu Kirchberg als Bischof designirt 1000, zu Heihgcnstadt ordmirt am 10. März, f 20. Aug. 1025. 20. Azecho, am 4. Dez. 1025 ordinirt, t 17- Januar 1044. 21. Adelgerus, k. Kanzler, Febr. 1044 Bischof, t 20. Juli 1044. 22. Amoldus, Bischof 1044, t 1- Mai 1065. 23. Adalbero, 22. Sept. 1065 ordinirt, t 13- Aug. 1069. 24. Adelbertus, urkundet schon 1068, t 6. Juli 1107. Gegenbischöfe: 1. Thietmar, t 29. Sept. 1085. _ 2. Wintherus, 1086 Bischof, verzichtet 1088. 3. Ebbo 1090. 9 . , 4. Cuno, 1101-1105. <=o. Arnolfus, f 1110. 26- Burchardus, Bucco oder Buggo, 1115 gewählt, 1120 ordinirt, t & Dez- H«*- «■ Konrad I. von Steinach, nach dem 2. Febr. 1150 gewählt, t 16. Febr. 1171. 28. Konrad II. von Sternberg, Anfang 1171 gewählt, März 1179 geweiht, f 18. Januar 1192. 20. Heinrich I., 23. Febr. 1192 geweiht, t 23. Dez. 1195. *■ Lupoid von Scheinfeld urkundet 1. Febr. 1196, t 17- Jan. 1217. 3 1- Heinrich II., Graf von Saarbrücken, 1217 erwählt, seit 22. Aug. 1220 episcopus; „ t 12. Sept. 1234. 32- Landolf von Hoheneck, am 5. Okt. 1234 gewählt, nach 16. Okt. 1236 episcopus; T 8. Juni 1247. 33- Konrad III. (Cuno) von Dürkheim, Electus, t 30. Okt. 1247. 3*. Richard von Daun, Ende 1247 Electus, seit Mai 1253 episcopus; t 8. Nov. 1257. Burchard, Decan, Gegenbischof 1258. 1 s. Mon. Germ. Concüia I. Han. 1893 p. 192. "Wonnser Chronikon. 42 658 Chronologisches Verzeichniss der Bischöfe von Worms. 35. Eberhard L, Raugraf. 1247 Electus, vergleicht sich 1256 mit seinem Gegner Richard; 11. Jan. 1258 von neuem als Bischof aufgestellt, noch am 29. Nov. 1259 Electus; f 22. März 1277 in Montpellier. 36. Friedrich I. Raugraf, Bruder Eberhards, 1277 gewählt, 25. Jan. 1278 epi- scopus, t 20. April 1283. 37. Simon von Schöneck, 13. Nov. 1283 electus et confirmatus, f 22. Okt. 1291. 38. Eberhard II. von Strahlenburg, Ende 1291 gewählt, aber Gerhard Raugraf, trat ihm als Gegenkandidat entgegen, der 5. Juni 1293 starb. Eberhard f wahrscheinlich als Electus 16. Nov. 1293. 39. Emicho Raugraf, gewählt 22. Dez. 1293, Ostern 1294 consecrirt, t 24. Juni 1299. 40. Eberwin von Kronenberg, am 21. Dez. 1299 confirmirt, f 22. April 1308. 41. Emerich von Schöneck, 7. Sept. 1308 electus, f 10. Febr. 1318. 42. Heinrich III. von Daun, gewählt 31. März 1318, confirmirt am 5. Juni, t 8. Juni 1319. 43. Cuno von Schöneck, gewählt 11. Aug. 1319, bestätigt 16. Okt., 22. Febr. 1320 consecrirt, f 8. Juni 1329. 44. Gerlach Schenk von Erbach, 1329, von Balduin, Administrator des Stiftes Mainz, bestätigt, ermordet 18. Dez. 1332. 45. Salmann Kiemann, vom Papst Johannes XXII. am 21. Juni 1329 zum Bischof ernannt, t zwischen 18. April und 28. Juni 1359. 46. Dietrich von Boppard genannt der Baier, 18. April 1359 Coadjutor, urkundet am 28. Juni als Bischof; Juni 1365 verzichtet er auf Worms und wird Bischof von Metz; t 11. Jan. 1384. 47. Johannes I. Schadland, Ende 1365 Bischof von Worms, 11. Aug. 1371 nach Augsburg versetzt, t 1. April 1373 in Koblenz. 48. Eckard von Dersch, 11. Aug. 1371 Bischof von Worms, t 14. Mai 1405. 49. Matthaous von Krakau, urkundet 17. Juni 1405 als Bischof, f 5. März 1410. 50. Johannes II. von Fleckenstein, 12. März 1410 gewählt, t 18. Mai 1426. 51. Eberhard III. von Stetenberg, 29. Mai 1426; resignirt am 6. Juni. 52. Friedrich von Domneck, 12. Juni 1426 electus, Einritt in Worms am 28. Januar 1427, f 1. Mai 1445. 53. Ludwig von Ast gegenüber Bernold von Witstat von einem Thoil des Dom- kapittels gewählt, resignirt nach 40 Tagen. 54. Reinhart I. von Siekingen, am 27. Juli 1445 consecrirt, t 22. Juli 1482. 55. Johannes III. von Dalborg, 4. Aug. 1482 gewählt, 8. Jan. 1483 bestätigt, Einritt in Worms 22. Sept.; t 27/28. Juli 1503 in Heidelberg. 56. Reinhart II. von Rippur, am 29. Aug. 1503 gewählt, 9. Febr. 1504 bestätigt. resignirt 1523; f 19. April 1533. 57. Heinrich Pfalzgraf, 1523 Administrator, 1528 Bischof, t 3. Jan. 1552. Chronologisches Verzeichniss der Bürgermeister. 659 CHRONOLOGISCHES VERZEICHNTSS DER BÜRGERMEISTER. 1220: 1226: 1229 1233 1248 1251 1852 1254 1255 Vor 1258 1262 1263 1268 1276 1286 1287 1293 1296 1297 1298 1298 1301 1302 1311 1315 1317 1318 1319 1321 1338 1341 1343 1344 1347 1356 1359 Gernodus Iiongus. Godefridus de Moro. Conradus. David. : Dymarus. Wernozo. Eberhardus. Heinricus Cippura. Conradus Dirolfi. Heinricus Riehen. JacobuH Ritterchen. : Edclwinus. 1258: Jacob vom Stein. : Wolfrainus miles. Wernherus retro Monetam. ! Heinricus Holtmund. Heinricus Camerarius, miles. ■ Friedericus de üsthoven. : Wernherus Ritterchen. ! Richelmannus. : Wernherus Ritterchen. : Richelmannus. ■ Sigelo Levis. ■ Wernherus liitterchen. 8: Wernzo Amella. 1 9: Heilmannus Judei. Wilhelmus Amella. Heilmannus Holtmundi. Emercho ad Rinecke. : Johann Holderbaumer. Hanemannus ad Rotam. Heilmannus Holtmundi. Emercho dictus Amptman. •20: Henneln Dymari. Ebcrzo. Hanemannus ad Rotam. Hanemannus ad Rotam. •lohann Mutterstetter. Henneln Amptman. Rycher Bonne. Henneln Holtmund. Henneln Holtmund. Johann Bockenheimer. In der Hs. unlesbar; ergänzt aus o. p. 331, 37. 1220—1520. 1382: 1383: 1384: 1385: 1386: 1387: 1388: 1389: 1390: 1391: 1392: 1898: 1394: 1395: 1396: 1397: 1398: 1399: 1400: 1401 : 1402: 1403: 1404: Henneln Ritter. Jacob Hesheimer. • • • Holtmund. Wilhelm Bockenheimer. Wilhelm Bonne. Heinrich Krone. Joh. Dirolf. Christian Ligator (Bender). Joh. Cone. Joh. Dierolff'. Eberhart Franke. Closelin Rinck. Cono Dierolrf. Jacob Duchschorer. Philipp Rupell. Joh. Gossol. Nicolaus Rinck. Brechtein Bonne. Nicolaus Wandriber. Heinricus Ringk. Wilhelm Bonne. Claus Zengell. Joh. *«* Heilman von Ingelheim (?). Johannes Rineck. Johannes Guldenscharl'. Jacob üuehscherer. Claus Becker. (Haus Wintter. Brechtoln Bonne. Sigelman Duphus. Conrad Mertz. Philipp Rupell. Dietz Cleynchin. Jacob Holtmund. Joh. Becker. wie 1399. Johannes Roll. Dietz Cleynchin. Wilhelm Bonne der älter. Johannes von *«* Claus Zengell. Joh. Becker. 1 Conrad Mertz. Joh. Rineck. 42* 660 Chronologisches Verzeichniss der Bürgermeister. 1405: Jost Farre. Joh. Gössel (?). 1429: 1406: Claus Zwongell (?). Conrad Mertz. 1430: 1407: Philips Rupell. Peter Kronberger. 1431: 1408: Joh. Rolle. Joh. Dittmar gen. Schreiber. 1432: 1409: Wilhelm Bonne der junge. Peter Kronberger. 1433: 1410: Wilhelm Bonne der alt. Dietz Klein. 1434: 1411: Nicolaus Zengell. Conrad zum Schwartzen. 1435: 1436: 1412: Conrad Mertz. Conrad Gostenhofer. 1437: 1413: Nicolaus Endres. Peter zum Rad. 1438: 1414: Jost Farr. Nicolaus Randecker. 1439: 1415: 1416: Conrad zum Schwartzen. Joh. Antz. Joh. Rolle. Peter von Alzei. 1440: 1441: 1417: Wilhelm Bonne. Johannes Homburg. 1442: 1418: Hamann Hörn. Nicolaus Randecker. 1443: 1419: Conrad zum Schwartzen. Conrad Clarman pistor. 1444: 1420: Dietz zum Vogell. Hermann Helt. 1445: 1421: Her Gerlach von Collen. Herbort Klein. 1446: 1422: Conrad Gostenhofer. Nicolaus Randecker. 1447: 1423: Jost Farr. Henne zum Fugel. 1448: 1424 Joh. Rineck der jung. Peter von Alzei. 1449: 1425: Peter Kolb genannt zum Rad. Joh. Rebstock. 1450: 1426: Wilhelm Martin. Peter zum Rappen. 1451: 1427: Haman Hörn. Joh. Beseler. 1452: 1428: Jacob Wachenhoimer. Peter Mege. 1453: ■) IIa. Geispischeimer. Dietz zum Flügel. Jacob Mannedrip. 1 Joh. zum Kolben. Jacob Meier. Nicolaus Schütz. Conrad Clarmann. Claus Bilgrin. Joh. Beseler. Joh. Bohell. Fritz Hamman. Peter Kolb zum Rad. Reinhart Häfther. wie 1484. Wilhelm Bonne. Nicolaus Götz pistor zur Stegen. Joh. Beseler. Joh. Myhell. Jacob Daub genant Wachenhoimer. Joh. Bihel iunior. Joh. Rebstock. Peter Klarman. Joh. Kolb. Nicolaus .lungler. .loh. zum Holtmund. Niclaus Steffan. Thoman Hergsberger. Johann Franckfurt. Joh. Bohell. Dietrich Hörn. Joh. Gostenhofer. Friedrich Frei. Heinrich Silberborner. Peter Klarmann. Joh. Beseler. Henchin Wolf. Jacob Daub. Herman von Rudisheim. Joh. Wolff. Nicolaus Jungler. Peter Daub gen. Wachenheynier. Johann Geispoltzheymer. 2 Joh. Gostenhofer. Endres Helt. Thoman Hergsperger. Jost Seidenspinner. Joh. Bohel. Nicolaus Duchkauff. Joh. Zwengel. Joh. Geispoltzheimer». 1 Anstatt dieses nennt eine noch wngedruckte Urkunde im St.-A. Luzern **!& Juli Peter Mege, während dagegen eine Urkunde vom 3. Okt. 1430 im St.-A. ' nr. 395 als Bürgermeister Dietz zum Fugel und Jeckel Mannerdrip nennt. j r gänzt aus Urk. St.-A. W. nr. 437. 1449. 19. Juni zu Worms in der stad utt herren dringstube genannt daz Nuwehusz oben uff in der grossen stuben. Chronologisches Verzeichniss der Bürgermeister. 661 1454: 1455: 1456: 1457: 1458: 1459: 1460: 1461: 1462: 1462: 1463: 1464: 1465: 1466: 1467: 1468: 1469: 1470: 1471: H72: 1473: 1474: Heinrich Silberborner. Nicolaus Steffan. Joh. Geispoltzheimer a . Wernher ßrune. Jacob Daub. Nicolaus Duehkauff. Joh. Wolff genannt Kobel. Jost Seidenspinner. Peter Daub. Hamann Jungler. Joh. Gostenhofer ist in sehn bur- germeisterampt gestorben; ist an sein stadt kommen Thoman Hengs- perger. Joh. Markolpff hat sich orhcnckt, als er 14 tag burgermeister war; ist im succedirt Joh. Wickeil. Heinrich Silberborner. Heinrich Polkragt. Adam von Dalsheim. Joh. Zwengell. Heinrich Silberborner. Wernher Brune. Wernher Brune. Joh. Wicker. Jacob Daub. Heinrich Myhcll. Joh. Wolff gen. Kobel. Adam von Dalsheim. Henchen Bilgerin (vir episcopalis). Hans Silberborner (Schultheis). Peter Daub. Joh. Bohel. Jost Melbach. Nicolaus Duehkauff. Nicolaus Mergolten. Heinrich Myhel. Wernher Brune. Joh. Jungler. Heinrich Silberborner. Heinrich Myhel. Wernher Brune. Joh. Wickeil. Wilhelm Bonne. Hamann Kobel. Joh. Wolff gen. Kobel. Peter Beier gen. Liesberg. Peter Daub gen. Wachenheimer. Hamann Bohel. Dis jar ist gestorben Heinrich Silberborner, ist in sein stadt kommen Georg Hemspach und ist richter gewesen Henchen Eberbecher. 1475: Heinrich Myhel. Nicolaus Duehkauff. 1476: Jacob Daub gen. Wachenheimer. Joh. Silberborner. t Philips Kneipp Schultheis und ist Simon von Schönberg heim- burg in s. Johannspfarr gewesen. Es hat auch dis jar Jacob Daub sein iubileum geben, dann er über die 50 jar im rat gewesen. 1477: Nicolaus Mergeltheimer. Matthis Myhel. 1478: Marx Wagen trieb er. Hamann Bohel. 1479: Georg Hemsbach. Nicolaus Duehkauff. Graf: Peter von Mose goldschmit. Richter: Hamann Rebstock. 1480: Joh. Silberborner. Ruprecht Windecker. 1481: Nicolaus Duehkauff. Matthis Myhel. Schultheis: Staudt. 1482: Hans Hartlieb gen. Walspurg. Ruprecht Windecker. 1483: Joh. Wicker. Matthis Myhel. 1484: Heinrich Myhel. Joh. Wolfge. 1485: Wilhelm Bonne. Hans Bawmann. 1486: Nicolaus Mergeltheim. Joh. Steffan. Schultheis: Hans Marckart. Schelfe: Henche Bilgrim. 1487: Marx Morsheimer gen. Wagen- trieber. Joh. Bilgrim. 1488: Georg Hemspach. Thoman Antz. 1489: Philips Kneipp. Hamann Rebstock. 1490: Nicolaus Duehkauff. Joh. Wolff. Schultheis: Georg Mettenheimer. 1491: Hans Hartlieb gen. Walspurg. Georg Brune. 1492: Joh. Brune. Joh. Steffan. 1493: Heinrich Myhel. Joh. Eberbecher. 1494: Hans Bawmann. Joh. Wolffge. a ) Jh. Geispischeimer. 662 Chronologisches Vcrzeichniss der Bürgermeister. 1495: Hamann liebstock gen. Liesperg. Magister Reinhart Noltz. 1 1496: M. Reinhart Noltz. Bartholme Diel. 1497: Georg Hemspaeh. Georg Brune. Hoc anno obiit Matthis Myhel. Schultheis: Philips Wolff. 1498: Joh. Wolff. Nicolaus Steffan. Schultheis: Jacob zum Stein. 1499: Joh. Steffan. Hans Marckart. Hoc anno obiit Heinrich Myhel. 1500: Georg Brun. Hans Zoller. Schultheis: Georg Wicker. 1501: Hans Brun (obiit 10. Nov. 1502). Jost Zoller. Schultheis: Heinrich Silberborner. 1502: Nicolaus Stetfan. Georg Mettenheimer. Schultheis: Melchior Myhel. 1503: Hans von Hoenborg. Hans Iml er. 1504: Hamann Liesperg. Ludwig Bohel. Schultheis: Hans Staudt. 1505: M. Reinhart Noltz. Hamann Bohel. Schultheis: Balthasar Myhel. Anno 1505 hat der rat zu einem bestendigen Schultheis an das ge- richt geordnet meister Balthasar Myhel und sind graven und rich- ter mit iren beschwerungen abge- stalt und 2 pedellen an ir stat geordenot worden und haben uff der alten Muntz erstlich angefangen gericht zu halten. 1606: Georg Mettenheimer. Hans Wolff. 1507: wie 1506. 1508: Heinrich Silberborner. Hans von Hoenburg. 1509: Joh. Steffan. Bartholme Diel. 1510: Hans Wolff. Hans Staudt. Ist uff dem Burgerhof erstmal gericht gehalten worden. 1511: Philips Wolff. Leonhart Linck. 1512: Nicolaus Steffan. Melchior Myhel. 1513: Joh. Marckart. Caspar Eberbacher. 1514: Haman Liesperg. Hans von Hoenberg. 1515: Ludwig Bohel. Matthis von Schönberg. 1516: M. Reinhart Noltz. Melchior Myhel. 1517: Georg Mettenheimer. Peter Krapp. 1518: Heinrich Silberborn. Christoff Staudt. 1519: Sind die alten burgermeister rats- und gerichtspersonen wies vorig jar blieben. Priori anno obiit Reinhart Noltz. Bis daher haben die ampttreger, der burgermeister einer von den ncwnen oder zehener, der ander von der gemein den namen ge- hapt. hinfurt wird der erst stet- meister, der ander burgermeister genent und ist Dr. Balthasar Myhel 14 jar an einander besten- diger Schultheis bliben. 1520: Hans Staudt, Stettmeister. Wilhelm Schaf, Burgermeister. Christoff Staudt, Schultheis. 1521: Lamprecht Bilgrim. Valentin von Leiningen. 1522: Matthis von Schönberg. Hamann Maul. 1523: Philips Wolff. Heinrich Walther. 1524: Peter Krapff. Peter Moes. 1525: Valentin Armbroster. Hans von Hoenburg. 1526: Christo«' Staudt. Hans Hofman. 1 M. Reinhart Noltz filius fuit Henchonis dos reichen hafners, avus maternus Vespasiani Pettidii. ORTS- UND PERSONEN-REGISTER. Aachen, Ach, Aquisgranum. 22, 17. 55, 12. 187, 5. 385, 30. 387, 34 ff. 546, 8. 643, 8. Abirlin s. Einhart. Abraham patriarcha 8,6. Adalarius Schenk, can. e. m. W. 1490 —1499: 423, 28. 425, 34. 616, 11; 38. Adalhartus abbas Corbey monasterii 809: 17,9. Adelbero ep. W. 1065—1069: 35, 9. Adelbertus s. Albert. Adelgerus ep. W. 1044: 33,14 ff. Adelhoidis priorissa mon. Coronae coeli c.1285: 61,17. Adelhelmua ep. W. 874—888 : 30, 12. Adelsheini, Adeltzheym, Alletzheim, Bad. Amtstadt. Götz von, Ritter, pf. Hofmeister, 1483—1487: 550, 15 ff. 589, 4 ff. 592, 44 ff. Adolf, Adolff, Aylffe, rex 281,10. — Herzog zu Berge 1420: 289, 37 ff. ~ Graf von Nassau-Wiesbaden 1496— 1508: 404, 52 ff. 407, 10. 408, 28 ff. 411, 10 ff. 416, 20 ff. 417, 25 ff. 420, ^ff 424, 33 ff. 433,13 ff. 452,48 ff. 463,49 ff. 467,60. 483, 55 ff. 503,25. 505,9 ff. 53 5) 52 ff. 537,3 ff. 580,18 ff. Adnanus s. Hadrianus. Agersheim s Oggersheim. Agerszheimer, Jacob, civ. W. 1483: 594, 24. 609,10. Ageruchia; Agarusius 7,10 ff. Agnes uxor Richesonis camerarii W. 1230: 32,11. ~ de Moguntia priorissa mon. in Hochheim 1417: 61,34. Anenheym, Wolff von, 1601: 467,60. A ylffe s. Adolf. Aymo s. Anno. Alamania, Alimania, Almania; Alemanni 5,1. 7,13. 54,1. 71, 36 ff. 145, 17. 146, 8. 170, 3 ff. 233,12. 234,8. Alani, Halani 7,13. Alathurno bei Pavia 398, 31. Albaneser 538, 41. Albert, Adelbertus, Albrecht, rex 281,10. — Herzog von Baiern-München 1489— 1505: 454, 31. 484, 1 ff. 502, 30 ff. 567, 32. — Herzog von Sachsen 1494—1495: 386, 4 ff. 389,34. 397,13. — Erzbischof von Mainz 1106: 36,11 ff. 37,9. 38, 7 ff. — Bischof von Worms 1068 — 1107: 35, 11 ff. — Graf von Zorn (s. XV) 362, 32. Alexander III papa 1181: 138, 21. — IV papa 1254—1261: 47,19. — VI papa 1499—1500: 451, 10 ff. 456, 32 ff. — rex Macedonum 482, 40. — Herzog von Baiern, Graf von Vel- denz, 1497—1504: 407,22. 411,43. 495,2 ff. — Herzog von Wirtenberg (?) 1505 507, 28 ff. Alheim, Sifrit, von Hof heim 1401—1402 236,19. 239, 9. Alida monialis in Nonnenmunster 21,28, Allerheim, Alt/heim, Altzen, im Ried bei Nördlnujen 50, 27. 174, 32. Alletzheim s. Adelsheim. Alpes 7, 12. 10,24. Alphonsus rex Hispaniae et Germaniae 1257-1258: 55,21 ff. 155,29 ff. 187,14. Alsacia s. Elsasz. Aisheim bei Worms 223, 25. Alszburg, Hans Jörg, Ritter 1507: 515,27. 666 Altheim — Augustinerklöster. Altheim 442,22 loalwsclieinlich versclwicbcn für Aisheim. Altzheim, Altzen s. Allerheim. Altzen, meister Friderich von, Licentiat 1501: 464,26. —, Götz von, can. eccl. m. W. 1503: 480, 27. Alvinus ep. Mersburgensis 1110: 138, 9. Alzei, Altzeia, Altzen, in Iäieinhenscn 156,34. 193,12. 194,37. 195,8 ff. 196, 33 ff. 435,10. 442,25. 494, 6 ff. Burggrafen von, 612, 1: Joh. von Morsheim 1494: 383, 22 ff. 384, 37 ff. Hans Landschad, Ritter 1498 — 1501: 442,28. 446,28. 575,4 ff. Alzei, Dapiferi de, 161, 31. 193, 21. Wernherus 1261: 158,17 ff. Wernherus Masungus de 1261: 158,11 ff. —, Cuntz des Burggraven sone von, 1424: 294,29. Amandus ep. W. 627: 10, 22. 11, 33. 12,2. Amberg, der vitzthfim zu 1501: 466,27 ff. Ambiani (Amiens) 7,17. Amella, Henricus, can.Nuh. c. 1227: 46,5. Wernherus cons. W. 1266: 160,34. Amisei Leo Judden sone 1505: 508, 6. Anchisa (Anchisus) dux Francorum 16,15. Andernach 382, 7. 385, 32. Andlau, Andlaw, im Elsass, Walther von 1496: 404,53. Andreas », Pauli. Angelloch (-Gau) Angelach, BÖ. Heidelberg. Burchart von 1507: 515,31. Wilhelm von 1507: 515,32. Anglia s. England. Anhalt, Rudolf Purst von 1495—1501: 389, 36. 396, 27 ff. 467, 59. Anna regina 1273: 162, 11. — eine Miszgeburt 1495: 397,35. Anno, Aymo ep. W. 952—979: 31, 7 ff. Antorf' s. Antwerpen. Antrabitae (Attrebatac, Artois) 7,17. Antwerpen, Antorf, Antwerb, Antwcrpp, Antripff, in Brabant 382, 6 ff. 383, 15 ff. 384,15 ff. 388,10. 409, 28. 418, 43. 535,12 ff. 546,16 ff. 570,15 ff. Antz, Emichin, frauwe 1401—1402: 236, 23. 239,13, 241,3. Antz, Thoman, mag. civ. W. 1483—1490: 566, 59 ff. 609, 9. 617, 43. Appenheim, K. A. Bingen. Jacob von 1424: 294, 29. Apulia 167,17. Aquitania 7, 19. Aragonien, Arragonien, der konig von 1609: 538,48. Arbore rosarum s. Rosenbaum. Archadius imp. 7, 8. Argontina, Argentoratum s. Straszburg. Aristoteles 454,18. Arlon, Arien; vlämisch Aarlen 509, 30 ff. Armbruster, Veitin W. 1518: 647,34. Armstörffer, Hans Heinrich, Zinsmeistcr zu Hagenau 1607: 512, 48. 514,40. Arnold archiep. Mog. 1161: 40, 5 ff. — archiep. Trov. 1181: 40,8. — ep. W. f 1065: 34, 19 ff. — sive Arnull'us ep. W. 1110: 36, 14 ff. 37, 6 ff 38, 6 tt'. — camerarius Mog. 1254: 154, 7. 186, 7. Arnolfüs, Arnulphus; rex. 897: 31,2. — ep. Metensis 10, 27. Arriani 13, 7. Aschaffenburg 452,15. Joh. von, custos s. And. W., can. g. Mart. W. 1407: 254,5 ff. 259, 40 ff. Ast, Ludovicus de, prep. eccl. m. W. ep. W. 1445: 82,3. 83, 19 ff. Attendorn, Attendern, Joh., can. b. Marie W. 1499 — 1500: 440,36. 452,45. 454,55. Attila, Athila 3, 27. 8, 27. flagellum Dei 7,8. Auerbach, Awerbach, Jacob von 1507: 515,31. Augsburg, Augusta, Augspurg 28,21. 33, 11. 203,22. 398,1. 401,4. 405,7. 407, 33.' 410,27. 442,9 ff. 451, 38 ff. 452, 20 ff. 482, 47 ff. 483, 47 ff. 495, 31. 496,23. 514, 45. 629,14 ff. s. Ulrici 203,29. episcopi: (Friedrich) 1497—1500'- 407, 25. 417,17. 422, 25. 453,1- Johannes Schadland 1371: 67, 2. 71,29. 72,1. Augustinerklöster s. Birklingen, Bodiken, Kirsgarten, Höningen, Lobenteid, llebdorf, Sindelfingcn, Windeshein). Augustinus — Beyer. 667 Augustinus, s. 10,28. Austrasiae regnum 9,17. Austrasii 165, 3. Austria s. Oestreich. Auxerre, Autisidorensis; Germanus ep. 418-448: 7,5. Aventinus hist. 27,46. Awrach s. Urach. Azecho ep. W. 1025—1044: 33, 3 ft'. B. Babenheim 8. Bobonheim. B&benberg s. Bamberg. Babylon 8,7. Bacharach, Bacherach 158, 6. 267, 7. 636, 12. Bachensteyn, Joh.von, gen. Becheln 1419: 284, 44 ff. Backenheim s. Bockenheim. Backnang, Backnen, Backenheym. Würt. OA. Stadt. Peter von Stuttgart, Propst zu, 1499: 425, 45. 434, 26. Ba(l(, n: Markgrafen von: Bernhard 1403 —1410: 270,8. 309,24. Christoph 1483 — 1507: 383, 16 ff. 386, 5 ff. 405, 44 ff. 509, 49. 519, 30 ff. 598,2. Hermann VI 1238—1249: 46,2(5 ff. 51, 4 ff. 151,28. 178, 29 ff. Jacob, Kammerrichter, Coadjutor von Trier 1497—1509: 408,2. 416, 30 ff. 429, 12 ff. 452, 13 ff. 538.13 ff. Johannes archiep. Trev. 1495 — 1497: 390, 2 ff. 408,4 ff. Rudolf 1257: 155,3 ff. jaden, pro b 8 t ;.u 1498: 422,26. Baszier, Steffan, cons. W. 1500: 450,27. Baiern, Bavaria, Bavari 21, 9. 22,14. 28, 28 ff 151, 21 ff. 158, 7 ff. 502,28 IV. "-i Herzoge von: Albrecht IV 1489 —1505: 454,31. 484,1 ff. 502,30 ff'. 567, 32. Alexander s. Zweibrücken-Veldenz. Christoph 1489: 567,32. Georg der Reiche 1483— U0O: 399,8 ff. 400, 32. 406, 5 ff. 411,5. 438.14 ff. 448, 8. 454,31. 457, 27. 484,2. 567,32. 571,26. 575,33. 614,18 ff. Baiern, Herzoge von: Heinrich I f 965: 28, 24 ff. Heinrich II (IV v. Baiern) 1002: 109,16 ff. Johannes s. Simmern. Ruprecht ,s\ Pfalz. Tassilo (entsetzt 788) 16,20 ff. 17,27. Theobert f 724: 14, 30. Theodo t 717: 13,11 ff. Wolfgang 1504: 485, 28 ft. Baier s. Boppard. Balrich, Joh., quartner des thumbstifts W. 1497: 406,12 ff. Bamberg, Babumbcrg, Babenberg 123,8ft'. Bischöfe: (Heinrich III) 1497: 407, 27. 410,26. 411, 42. Bamberg—Neu, Babenburg, Bobenberg, Peyenburg, KA. Alzei s. Raugrafen. Bart, Peter, civ. Mag. 1409: 268, 28 ff. Bartholomäus, Ffarrer zu Lusselheim 1507: 528,27. — Söldner W. 1494: 385,12. Basel, Basilea, Baesel 8,11. 407,32. 411, 43. 419,16. 490,22 ff. 591,15. 596,17. ad Lapides, Kloster zu den Steinen 62,14. Concilium 78, 22. 79,17. 553, 4. Universität 490, 36. Bastian, Steinmetz W. 1485: 651. Batavi 4, 9. Beatrix abbatissa in Kirsgarten 47, 40. Becheln s. Bachensteyn. Bechin, Catherina, priorissa in Hochheim f 1197: 62, 31. Bechtolsheim , Berchholvesheim, Bech- toldesheim bei Odernlieim KA. Oppenheim 152,19. .loh. de 1266: 160,24. Becker, Gerlach, von Hof heim 1401—1402:: 236,21. 239,12. Joh. mag. civ. W. 1403—1407: 254, 8 ff. 331,37. Beder Hcintzen von Gernsbach 1119: 284,12. Bedicken, Ludwigh von 1507: 515, 37. Beftort s. Mörsperg. Beheim >. Böhmen. Beyer, Fridrich, des marschalcks knecht 1500: 455,9. Ludwig von, herr zu Scharffncck 1487: 551, 20; 40. 668 Beyr — Böhmen. Beyr, Diebolt, mag. civ. Spir. 1500: 444,17 ff. 455,3. Bellersheimer, Diether, W. 1500: 450,31. Bender, Gabriel, Niclas— son 1500: 451,2. s. Benedicti ordo s. Corvei, Fulda, Limburg , Lorsch, Worms — Nonnenmünster. Benedictes XII papa 1340: 69,10 ff. Bensheim an der Bergstrasse 77,18. 295,1. 492, 7 ff. Bentz, Jacob, der trumpeter, W. 1483: 609,18. Berbetomagus, Berbethomagus, Worms, 5, 28; 34. 6,1. Berchtold s. Berthold. Berdolphus s. Berthold. Berenharius s. Bernhard. Berg, Berg, Herzog von: 1497: 407,23. Aylffe (Adolf) 1420: 289, 37. Bergen op Zoom, Bergen am Sand 386, 31. 387,7. Bergstrasze, Bergstrassia 149,36. 650,29. Berlewinus, can. eccl. m.W. 1260: 197,6 ff. Berlichen, Hans und Philips von 1507: 515, 44. Bern s. Verona. Berncia, Ferge W. 1400: 650,38. Bernhard, Berenharius, Bernharius, Pader- burnensis ep. 1115: 37, 11. — ep.W.814—825: 3,32. 15,20 ff. 17,8 ff. — Markgraf von Baden 1403: 309,24. — scherrer am Bogen W. 1490: 616,40. Bernhardinus (Carvajal) tituli s. crucis card. 1507—1508: 523, 47 ff. 531, 19 ff. 532 ff. Beroldus ep. Mog. 10, 28. Bertha mater Karoli M. t 783: 16, 27. Bertharius dux 13, 4. Berthold, Berchtold. Bartoldus, Berdolphus, Bertzsch archiep. Mag. 1488 —1501: 383,16 ff. 386,3 ff. 388,56. 389,1 ff. 392, 9 ff. 394, 34 ff. 399, 29. 402, 44 ff. 404,30 ff. 406, 27 ff. 410, 17 ff. 417, 7 ff. 426, 18 ff. 436, 49 ff. 443,11 ff. 447, 18 ff. 452, 26 ff. 457, 36 ff. 462, 28 ff. 470,10. 562,37. 570, 20 ff. 573 f. — can. Sprengesbacensis eccl. (s. XII ineuntis) 139, 15. Besserer, Georg, von Ravensberg, Dr. jur. 1509 : 541, 5 ff. Beszoppenheim s. Wiesoppenheim. Betschwager, Niclas W. 1493: 375,16. Bettendorff, Hans von 1507: 515,41. Bibarach s. Bibra. Biberach 502, 23. Bibeszhemmer (Biebesheim, KA. Grosz- Gerau), Henche, von Northeym 1500: 456,34. Biblis, Biblosz, KA. Bensheim 492, 6. 610, 9. 615, 24. Bibra, Bibarach, Lorenz von, ep. Wurzeb. 1495: 399, 2. Bickelnheim, Nicolaus, gardianus Min. 1507: 520,19. Bienaw, Binaw, Günther von, (1501) 467,61. Heinrich von 1501: 466, 52 ff. 467, 60. Bierbaum, Bernhard, can. Nuh. 1504: 487,38. Peter, civ. W. 1601: 449,12. Bierstat s. Bürstadt. Bilgerin, Henchin, civ. W. 1494: 383,42. Bingen, Pingwia, Pinguia 52,4. 54,24. 55, 13. 186, 16. 187, 6. 189, 5; 18. 248, 8 ff. 485, 45. Scultetus: Jacob Gansz 1507: 512,19. Birklingen, Byrcklingen, Birckenbruck am Steigerwald, BA. Scheinfeld. Do- mus b. Mariae. ord. s. Aug. 80,31 fl. Bischoffesheim, Robelo de 1260: 197,22. Bischophen, Bischofsheim, Wüstimg bei Lampertheim 23, 20. Blaubeuern 495, 12. Blyffs das schlosz in Südtirol 530, 36. Blumein, Peter, Heimburger W. 1401: 229, 45. Bobardia s. Boppart. Bobenheim, Babenheym, sü. Worms 141,9. 224,4. 456,33. Bockenheim, Bocgenheim, Backenheim bei Worms 456, 6. Germanus de, civ. W. 1260: 196,13. Bodensee, Kostentzersee, Briganticum lacum 21,4. 72,24. 398,2. 521,54. Bodiken, Bodicken, Bistum Paderborn, Augustinerkloster 79, 27 ff. 81,15 ff- Bodnem, Herr Hans Jacob von, 1490: 404,53. ot . Böhmen, Beheim, Bohemi, Bohemer iJ, 9 ff. 88, 7. 496, 31 ff. Böhmen — Breisgau. 669 Böhmen: Die crone von, 289, 86. 300,38. reges: s. Karolus. Wentzelaus. Bohel, Buhel, BShel, Hamann, mag. civ. 1494 — 1507: 383, 39 ff. 425, 36 ff. 435,1. 490, 22 ff. 499, 34. 509, 3 ff. 512, 10 ff. Ludwig, sein Bruder, mag. civ. 1500 —1508: 459,15 ff. 474,25. 489,19. 490,10. 491,12. 499,34ff. 501,31ff. 507,23. 512,46ff. 530,9ff. 535,37ff. — der jung 1483: 609, 15. Bois s. Boos. Bolanden.Bolandia am Donnersberg 153,8. Dizo mil. de 1270: 161,35. Gise- bertus, can., fil. suus. Philippus dominus de 1260: 157,3. Wernherus dominus de 1250 — 1260: 152,27. 153,9. 154,9 ff. 157, 3. 197,18. Bolder, Cleseln, Ferge W. 1400: 650,24. Boldesheim (Lesung unsicher; vielleicht Botsheim, Wüstung bei Ladenburg) 36,4. Bolognia, Bononia, Boloni 61, 14 ff. Universität 411,8. 455,58. 543,20. »• Bonifaoius 11,3. Bonne, Bonn, Bone, Wormser Geschlecht. Die Bonnen 1427: 326, 7 ff. Brechtein, cons.W. 1401—1402: 237, 46 ff. 242, 22. Richer, cust.s. Pauli 1407: 254, 3 ff. 259,40 ff. Wilhelm, cons. W. 1419—1424: 284, 45 ff. 294, 7 ff. Wilhelm, Hausgenosse, 1491: 429, 37 ff. Boos, Bois, Bosz, von Waldeck, Hermann, pf. Hofmeister 1483—1494: 383,22 ff. 614, 43. Boppart, Bobardia, Bopbardia, Bopart, 31, 20. 54, 24. 55,13; 38. 152, 20 ff. 186, 16. 187, 5; 32. 193,18. 365, 23 ff. 408, 5 ff. 416, 21. 421, 35. 432, 41 ff. 450, 33. 460, 8. 535, 33. Elisabetha de., priorissa in Hochheim 1391: 61,22. Theodoricus dts. Bavarus op. W. 1359—1366: 71, 15 ff. Borgonis, Wildericus filius, 1249: 152, 9. Bormio, Worms im Veltlin 398, 49. Borntzen, Emich von, miles W. 1402: 309, 8. Botzen 529, 44. 530, 29. Botzeim 44, 7. Brabant, Profant, 376, 25. 382, 6 ff. 384, 14; 52. 535, 30. 537, 2. 546, 10. 558, 20. Brandenburg, Markgrafen von: Casimir (von Bayreuth) 1504—1509: 486, 22 ff. 538, 17. Friedrich 1. 1429: 300, 36 ff. Friedrich (von Ansbach) 1495 — 1509: 389,34. 391,28 ff. 392,10 ff. 394, 17. 407, 21. 410, 25. 411, 6. 448, 10. 486, 22 ff. 538, 16 ff. Sigmund, sein Bruder; Casimir und Georg seine Söhne. Georg (von Ansbach) 1504: 486, 23. Hans (walirscheinlich Joh. Cicero) 1497: 407, 18. Joachim I. 1500: 443, 12. Otto 1257: 55, 6. 186, 35 ff. Simon (von Bayreuth) +/ 1495: 394, 16 ff. Der jung 1505: 507, 27. Brant, Dr. Sebastian 1502: 473, 44 ff. Braun, Brune; Georg, Jörg, mag. civ. W. 1483—1502: 395, 2. 401, 4. 414, 37. 423, 14. 429, 5. 458, 42. 461, 5 ff. 474, 24. 580, 28 ff. 609, 7. Hans, Hausgenosse, mag. civ. W. 1491—1502: 385,10. 404,3. 416, 28 ff. 429, 38. 445, 27 ff. 449,10. 450,18; 26 ff. 453, 42. 456, 10 ff. 459, 10. 462, 24 ff. 475, 13. Braunschweig, Bruneswig, Brunschwig, Herzöge von : (Albrecht I.) 1256: 55, 3. 186, 33. Erich I. 1494—1507: 386, 4 ff. 492, 7 ff. 517, 10. Heinrich 1495: 389,36. Otto II 1 1394: 300, 40. Otto III 1429: 300,39. Brechtelln, Jost, von Rorbach, decan zu Heidelberg 1506: 511, 38. Breisach 419, 52. Breysacher, Marqward, Ritter, 1500: 453, 39. Breisgau, Briszgavia, Breyszgow, 72, 24. 419, 34. 458, 27. 670 Breisig — Caesar. Broisig, Brisieh; rJtein. K. Ahrweiler888, 34. Brempt, Joh. von, can. 1505— 1507:509, 54 IV. 519, 39 ff. Breszlau,Bresselo,Wratis]aviensis, Bischof: Rudolfus de Rudesheim (seit 1468) 82, 5 ff. s. auch Priest, liretten, Bretheim, Bad. Amtuxtadt 492,30. Brettheim, meister Heinrich, civ. W. 1407: 254, 7 ff. Brigantieum laeum, Bodenseo 21, 4. Briher, Jodocus. dec. s. Pauli W. 1507: 518, 11. Brymszer, Joh., Hofmeister des Erzbischofs von Mainz 7407: 254, 29 II. Brilich am Heyn s. Broisig. Britones 18, 5. Bruchsal, Bruchsella 110,9. Bruckem 66,20 irrthümlich /«rDilrckheim. Brügge, Brück, Brugk in Flandern. linigenses 91, 15. 503, 21 ff Brüssol, Bruschel 385, 15 ff. 509, 36 ff. 539, 45. 572, 2. lirunhild, Bruneehildis, Iirunichildis ■)• 613: 9, 15. 166, 2 ff. Brunieho, prep. eccl. m.W. 1016: 111, 11 ff. 116, 24 ff. Bruno ep. Spir. 1110: 138, 8. — archiep. Trev. 1110: 37, 15. 138, 8. Brunschwig, x. Braunschwoig. Bruschenck s. Prüschenk. Büchisz, Neydhartt von 1507: 515,47. Budensheim, Henne von, Heimburgnr W. 1401: 229,45. Büdesheim, Budeszhcim beiBin()en388,3[). Büdingen, Büdingen 23, 20. Ludwig, Graf von, her von Ysem- berg 1483: 591,14 ff. Bürstadt, Bierstat, Bintatt, KA. Benxheim 26, 20. 397,32. Buggo s. Burchard. Buman, Hans, dec. s. Pauli W. 1001: 449,33. 450,48. Hans, mag. civ. W. 1494—1495: 383, 8 ff. 391,35. Jacob seinSohn 383,38. Buntrime 1260: 197, 9. Burchard I. ep. W. 1000—1025: 21,23. 31, 13. 32, 1 ff. 99-126. 138, 13. Mechthildis sor. sua 21,23. Burchard II. oder Buggo ep. W. 1115 — 1149: 36,15ff. 40,13.138,1 ff. 139,25 ff. 142,14. Burchard III., dec. eccl. m. W., ep. W. c. 1258: 189, 3 ff. 211,10 ff. 219, 27ff. Burchardue dux Suevorum 955: 29, 8 IV. Burckhardt, Jacob, Altbürgermeister von Speier 1500: 444, 18 ff. Burgman, meister Nyclaus, can. eccl. m. W., dec. Spir. 1407: 254, 23 ff. 259, 36 ff. Burgund, Burgundi, Burgundii, Burgun- diones 7, 13. 114, 19. 165, 3 ff. 421, 23; 32. Burgundische 363, 11 ff. Hochburgundie 396, 15. 421, 40. Obberburgundi 419,33. 420,2011. Burgund, Herzoge von: Karl der Kühne 1475: 362, 37 ff. Philipp der Gute 1438: 91,17. Busch s. Herzogenbusch. Buso, Marquardus, cons. W. c. 1216: 150,41. 179, 21 ff. Butzbach, Dietrich 1500: 451, 52 ff. Buwer, Hans 1505: 508,51. .lost, deckMariae W. 1508: 681, 29. C K. Kämmerer, Kommorer, von Dalberg 487, 32 ff. 511,10 ff. 528, 7 ff. 538, 21 ff 541,16 ff. 595, 18 ff. 630, 3 ff. 641,13. Dieter 1503—1506: 480, 40. 511, 36. Emicho, Emericho c. 1260: 158, 34. 159,18. 196,12. Friedrich, Ritter 1503—1507: 478, 25. 480, 40. 498, 37. 529, 5; 18 ff t 539, 28 ff. Seine Frau eine von Gemmingon 539,29. Guda prior, in Hocheim (s. XV) 61,28. 62,3. Guda prior, in Hochheim ('s. XV ex.) 62,33. Heinrich, Ritter 1262—1266: mag- civ. W. 159,1. 160,21; 31. Heinrich, Ritter 1407—1419: cons. W. 260,17 ff. 269,12 ff. 284,42 ff 309, 9. Johannes ep. W. s. unter Johannes. Philipp 1507: 529, 19. alias Rodenstein priorissa in Hochheim 61, 26. Kaer, Georg, W. 1499: 423, 8. Kärnten, Kernten 562, 28. Caesar, .1. 3,8 ff. 4,25. 8, 26. 379,20 ff 431, 24 ff 482,41. Caesarius — Kirschgarton. 671 Caesarius von Heisterbach 41,34. 42,14 ff'. 44,16. Kaiserslautern, Lutra, Läutern, Keysers- luttern 3,07, (5. Keinhardus de, scult. 1233—1249: 152,8. 171,15 ff. s. aneli Kreuznach. Stein. Kalmar s. Koltnar. Kalszheym 562,37. Capua 53, 36. 185, 15. Farben, Emerich von, lütter, Vitztum zu Mainz 1507: 523, 28. Joh., scol. s. Andr. W. 83,11. Caritas sor. W. C. 1010: 113, 28 ff. Karl, Carolus, Karlle; Magnus 3, 30. 4,5. 9, 2 ff. 15, 29. 16, 9 ff. 28,1 ff. — der Kahle 21,7. 25,32. 27,7. 28,5. — IV. 71,16. 255, 43 ff. 281,11. V. 1508—1520: 535,29. 539,44. 632, 45 ff. 634,39 ff. — der Kühne von Burgund 1475: 362,37ff. Karlbach, Karlebach, Hoch im WomsgaM 224, 8 ff. Carlomannus, Carolomannus rex 11, 1. — (von llaicm) rex 25,17. Karlstein, Karlestein MC. Prag 73, 26. Canneliti 87, 29 s. unter Worms. (Carvajal), Bernhardinus, Cardinalis tit. «. cnicis 1507—1508: 523,47 ff. 531, 19 ff. 532 ff. Casimir, Markgraf von Brandenburg (-JlayrmtU) 1504—1509: 486, 22 ff. 538, 17. Cassel 477, 45. Caszel, Conrad, dec. s. And. W. UM: 449, 33. Castel, Castela hei Mains 149, 12 ff. 150,3 ff. 217,19. Castillion, der kunig von (Philipp) 1505: 509, 25. Catania, Cathanea, Heinricus de, pro- thonotarius 1235: 177,9 ff. Catharina, eine Müsqebwrt 1495: 397,35. **0, Katho 454,18.' Katzenelenbogen 541,28. Grafen von: Diether 111. 1250—1260: 152,26. 154, 35 ff. 157,1. K(berhard), sein Bruder 1260: <*nl>, Cube 495, 36. Kaufb euern, Kauffbüren 502, 25. Kegel, Peter, von Freinszheim 1600: 450, 45. Keyser, Heinrich, bischOfl. W. Kaplan und Notar 1496—1505: 404,4. 416, 31 ff. 440, 39. 488, 4 ff. 491, 8 ff. 499, 32 ff. = dec. Nuh. 503, 17 ff. Kempten 376, 25 ff. 564,23. 631, 9 ff. Abt von: 453,1. 631, 9 ff. Kendell, Valentin, Notar 1507: 521,30. 525,13. Kcn/.ingen, Kentzingen n. Vreümrg i.Br. 416, 55. Kernten s. Kärnten. Kerys, Clas, Ferge W. 1400: 650,38. Kesselhut s. Schein. Koszier, Friedrich, Amtmann zu Zell 1507: 521, 56 ff'. Hermann, civ. W.c. 1478: 88,10 ff. Chiavenna, Clavonna 398, 43 ff. Chlotarius, Clotarius, rex 9,14. 165, 9. Chrimhilt, Crimhiltin 379, 6 ff. Christianus archiep. Mog. 1250: 152, 23. — Metzelers son, martmeister W. HOS: 642, 19. Christman, knecht W. 1489: 567, 14. Christoph, Christoff, Cristoff, Markgraf von Baden 1183—1507: 383, 16 ff 386, 5 ff. 405, 44 ff. 509,49. 519,30 ff. 598, 2. — Herzog von Baiern 1489: 567,82. Chur, Cur 31,29. 105,22. Bischöfe: Heinrich 1389: 161,13. (Heinrich) 1498: 417,25. Cicilicn s. Lothringen. Kylians fraw W. 1498: 574,27. Kilian herren koch W. 1500: 443,4. — soldner W. 1494: 385,12. Cimbri 7,24. Cippura s. Zippura. Kirchberg, Kirichberg, rheinl. K. Simmern 106,7. Kirchberg, Kirchpurg, Philipp, Graf von, Coadjutor von Fulda 1508: 531,20 ff. 532,43. Kirchen, Joh. ,k.prothonotarius «07— 1417: 267,15 ff. 280,30. 281,34. 283,38. Kircher, Michel, vic. s. Mart. W. 1197: 406, 24. Kirchheim, Kircheini s. Kranich. Kirchheim an der Eck 224,9. 384, 37. Kirschgarten Kloster s. Worms. 672 Kirsgarter — Konrad. Kirsgarter, Cleseln, von Hofheim 1401— 1402: 236,22. 239,12. Cisterzienser Orden 8. Maulbrunn, Otterburg, Schönau, Worms, abbas 78,23. 79,17 ff. Clapis, Petrus Anthoni de, prep. eccl. m. W. 1487: 549,1 ff. Clara priorissa in Hochheim 1338: 61, 20. Clarmann,Conrad, mag. ci v. W. 1431: 347,5. Clavenna s. Chiavenna. Cleyn, Dietz, civ. W. 1401: 236, 38. Herbert, cons. W. 1426: 316, 20 ff. Cleman, Peter, civ. W. 1407—140!): 254, 8 ff. 268, 34 ff. Clemens VI. papa um 1393: 47,21. 69,16tt'. 70,3 ff. Clotharius s. Chlotarius. Kneipp, Knipp, Philipp, mag. civ. W. 1489: t 405, 46. f432, 18 ff. f542, 20. 564,16. Margareth Noltz seine Frau f 1509: 542, 20. Knüttel, Bertzsche, von Gernsbach 1419: 284, 27 ff. Koblentz, Confluentia, Cobelentz 71,31. 102,29. 382, 7. 421, 37. conventus Predic. 71, 31. Koch, Bartholomes, von Hagenaw 1600: 450, 45. Heintze, der Swap, von Hof heim 1401—1402: 236,18. 239,8. —'s, Peter, son, gen. Oystenricher, pfaff W. 1421: 347,30 ff. Kochendorff, Craft't Greck von 1507: 515, 42. Köbbel, Jacob, Buchdrucker zu Oppenheim 1507: 528.15. Köln, Colonia, Colle, Colin, Coline, Agrip- pina 8,10. 55,18 ff. 160, 32. 187,11. 385,25. 387, 46 ff. 388, 30 ff. 407,32. 410,27. 411,7. 412,23. 413,38. 419, 16. 421, 34. 422, 30. 455, 5. 473,1. 482,37. 507,15 ff. 514,44. 517,26 ff. 521,14 ff. 534,24. 535,29. 571,10 ff. 578, 29. 591,15. 643,6. natio Col. 71,21. Universität 411, 7. 455, 58. Erzbischöfe: Konrad von Hochstaden 1244 — 1258: 51,17. 55,18 ff. 150,15 ff. 152,24. 179,10ff. 180,6 ff. 187,11. 217, 15 ff. 218, 34. Köln. Erzbischöfe. Dietrich 1429: 300, 35. Heribert f 1021: 227,17. Hermann, Landgraf von Hessen 1495—1505: 388, 56 ff. 389, 9 ff. 392,24. 394,25. 407,15. 411,42. 417,17. 448, 9. 455, 32. 509, 9 ff. Philipp von Daun-Oberstein 1509: 538,14 ff. Officialis Col. 1500: 451,11 ff. Köln, Gerlach von, metzeler, martmeister W. 1402: 642,16. Königshofen, Kunigshoffen, im Elsass; Jacobus de, vic. eccl. Argent., hist. 8, 5 ff. 9, 22 ff. 74,11 ff. Köpffein, Ph., Buchdrucker in Worms 1561: 427,56. Kolbe, Petir, mag. civ. 1426: 312, 37 ff. 316,19 ff. Kolbegk, Stephanus 1455: 555,47. Kolmar, Kalmar 481, 40. Como, Come 398,41. Comersee 398,41. Confluentia s. Koblenz. Konigender, Gallus 1500: 456,59. Konrad, Conrait II imp. 1026: 28, 18 ff. 33,4 ff. Gisela uxor sua 33, 5. — IV rex 1242-1254: 49,10. 50,32 ff'. 51,13 ff. 54,17. 148,18 ff. 149, 24 ff. 151, 7 ff. 175, 8 ff. 179, 6 ff. 180, 20 ff. 183, 16ff. 185,14.208,29. 211,3. 216, 36 ff. 218, 38 ffr. — dux Worm. f955: 3,30. 6,33. 28,20. 107, 24 ff. — dux, filius Heinrici, imp. II. 108,6. 123, 9. — Pfalzgraf bei Rhein f 1195: 39, 13 ff- — archiep. Coloniensis i244— 1258: 51,17- 55,18 ff. 150,15 ff. 152,24 ff. 179,10ff- 180, 6 ff. 187,11. 217,15 ff. 218,34. — archiep. Mog. 50, 32. 175,8 ff. faßlich für Colon. — III archiep.Mog. 1420—1429: 77,3; 17- 286,44ff. 294,36ff. 297,40ff. 315,l2ff. 320, 7 ff. 327, 25 ff. — IV ep. Spir. 1234-5: 147,14. 177,15«. — V ep. Spir. 1238: 46,25ft'. — I ep. Worm. \ 1171: 21,30. 38,19* — II ep. Worm. \1192: 39, 1 ff. 138,22. — III ep.Worm. f 1247: 56, 26 ff. 57,14' 180, 34 ff. 210, 37. 219, 10 ff. Konrad — Dalheim. 673 Konrad, comos hirsutus, Raugraf 1245— 1260: 150,36. 152,26. 157,1. 1117, 17. — comea silve8tris,Wildgraf 1300:166,40 Constantinopolis 90, 21. Conatantinus, her 1505: 509, 56. Constanz, Constantia, Costencz 7il, 28. 282, 28. 283, 33. 398, 3. 514, 11 ff. 529, 33. 583, 40 ff. Kostentzer soe 521, 54. Bischöfe: (Heinrich III) 137-2 : 72, 20. Johannes Schadlant 71, 29. 72,2 (ist unrichtig). Concz der statt boitte W. 1420: 320, 6 ff. der aide, unser herren knecht W. 1427: 343, 35. Coquinam, David retro, mil., cons. W. 125H: 153, 26. 184, 35. Corvei, Corbey, Benediclinerklostcr in Westfalen 17, 9. Abbas: Adalhartus 809: 17, 9. Kraft't, Graf von Hohenlohe 1591: 464, 29. Krakau, Cracovia, Matthaeus de., Dr. theol. ep. W. f 1410: 75, 12 ff. Kranich von Kircheim, Hans 1424: 294,28. Peter 1424: 291,6ff. Krantz, Berchtoltf, Junker 1473: 357,25ff. Crasze, Hans, Graf in W. 1502: 475, 28. Kreichgau, Kreychgaw 516, 8. Cremer, Gerlach, civ. W. 1401: 236,38. Nyclas,HeimburgerW.«07:229,46. Krengel, Henne, Ferge W. 1400: 650, 23. Kreuznach, Creutzenach, Crutzenach, an der Nahe, 357. 5. 449, 26. Friedrich von Lutern, gen. —, civ. W. 1499: 432, 11. Hans s. Walsperg. Peter vom Stein gen. — Licentiat, Advocat W. 1480—1501: 384, 22. 390, 7. 448, 27. 547, 14. 564, 17 ff. 567, 24 ff. 617, 42. Kriegsheim, Kriesheim, Crichesheim, KA. Worms 89, 19. 153, 23. diese, wituwe vonHoveheim)W2:239,16. Kroatien 373, 27 ff. Krobsberg, Cropszberg, s. Neustadt an der Hart. Cuno von, 1424: 294, 29. Gerhart von, Ritter 1402: 242,6. Crochtoldus, Crotoldus, Roeholdus, ep. w - («. VI.) 11, 33. 12,1. Wormsor Chronikon. Cromberg s. Kronenberg. Kronenberg, Cromberg, Nassauisch A. Kö/iigstein. Eberwinus de, ep. W. 1299—1308: 66,2. Frank von, Ritter, 1407: 254,28. Hans von, Ritter, 1483: 589, 4 ff. 592, 45 ff. Cronberger, Cronenberger, Peter, civ. W. 1410: 207, 42. 273, 4 ff. Cruce, Conradus de s. W. 7245; 150, 32. Cruces, lapideas, apud, zwisclien Main: und Oppenheim 152, 29. 160, 14. Krug, Clas, von Hofheim 1401—1402: 236, 20. 239, 10. 241, 3 ff. Krutsack, Wigandus, mil., cons. W. 12(1(1: 160,32. Cube s. Kaub. Küchenmeister, Dr. 1501: 467, 59. Küren, Adam, Richter W. 1493: 375, 4. Kuhorn, Jacob, Dr., pf. Kanzler 1498 — 1508: 414, 10. 447, 34 ff. 464, 25. 470, 13. 534, 19. Kulm, Gulmensis, Bischof von: Joh. Schadland 1359: 67, 1. 71, 29. 72, 2. Kunigintheim i. e. Ki'mgernheim. KA. Oppenheim. Henricus de 1306: 160,12. Cuno de Bruckem 56, 26 ff. beim M. K. falsch für Conradus de Durckheim. — de Schöneck ep.W. 1319—1329: 68,9 ff. — Graf von Westerburg 1507: 519,31. — filius s. Eckenberti c. 1115: 132, 25 ff. 142,20. Kussepfennig, der narre W. 1483: 609, 18. 612, 9. 614, 6. Czurch x. Zürich. D. Dagobertus rex 6, 32. 16,16. 24, 6; 9. Dahn, Than, Thann, pf. BA. Pirmasens 241, 42 ff.; illi de 161,27. Conradus dictus de, ep. Spir. 1234-5: 147,14 ft. 177,15 ff. Melchior von, Herr von Falkenstein 1502: 471, 43. Morsellus de 1249: 152, 8. Walther von 1402: 241, 39 ff. Dalberg, Dalburg s. Kämmerer. Dal- burger, die 426, 31 ff. 478, 25 ff. 531, 7 ff. 557,27 ff. Dalheim, Dalen, Kloster bei Mainz 152,35. 43 674 Daniel — Deutschland. Daniel, her 1507: 523, 50. Dapifer s. Truchsesz. Dariua rex 482, 40. Darmstadt, Dannstatt 477, 18. Daub, Hans, von Pfeddersheirn, herrcn knecht W. 1500—1508: 450, 46. 451, I. 504, 31. 530, 10. Daun, Duna, Tan nö. Kirn an der Nälie. Henricus de, ep. W. 1318—19: 68, 2 ff. Philipp von Daun-Oberstoin, archi- op. Col. 1509: 538, 14. Richardus de, ep. W. fl257: 57, 8 ff. 181, 12 ff. Wiricus de, 1241—1260: 148, 24 ff. 150, 11. 151, 33. 152, 27. 181,12. 197, 18. David s. Coquinam. David turris 167, 25. Deidesheim, Didensheim pf. BA. Neustadt 153, 18. Dcndermonde, Termon am Ausfluss der Bender in die Selieldc 358, 30. Deothelaehius, Theodolaehus, Titlacus, Theiclacus, Thiclacus ep. W. 891— 914: 30, 15 ff. 223, 20. Dersch, Ders, Dhersz, Tersse, Eckardus de, ep. W. seit 1371: 72, 12 ff. (Eckardus) de, can. W. 1426: 319, 21 ff. Heinricus de, cant. eccl. m. W. 1406—7: 252, 5. 259, 38. Johann von, Schulmeister W. 1407: 254, 2. 259, 37. (Dettin), Clara, von Augsburg, Geliebte des Pfalzgrafen Friedrich f 1494: t 375, 34. Detzel von Nuremberg 1501: 466, 28 ff. Deutschland s. auch Alamannia, Teutonia, Theutonia, Teutsche land. Tutsche, Deutsche Nation, Dutschland 50, 33. 54, 26. 146, 29. 175, 9. 180,16. 186, 18 ff. 206,16 ff. 314, 26 ff. 338, 9 ff. 395, 21. 406, 3. 472, 29. 513, 31. 533, II. 634, 40 ff Könige: Adolf 281, 10. Albrecht 281, 11. Alphons 1257—58: 55, 21 ff. 155, 29 ff. 187, 14. Karl IV 71, 16. 255, 43 ff. 281, 11. Deutschland. Könige. KarlV 1508—1526: 535,29. 539, 44. 632, 45 ff. 634, 39 ff. Konrad II 1026: 28, 18 ff'. 33, 4 ff. 123, 9. Konrad IV 1242—1254: 49, 10. 50, 32 ff'. 51, 13 ff'. 54, 17. 148, 18 ff, 149, 24 ff. 151, 7 ff. 175,8 ff. 179, 6 ff. 180, 20 ff. 183,16 ff. 185, 14. 208,29. 211,3. 216,36«'. 218, 38 ff'. Friedrich I 1152—1190: 28, 17. 39,1; 19. 138,20. 204, 23 ff. Friedrich II 1212—1250: 49, 10. 50, 1 ff. 51, 19 ff. 59, 7 ff'. 145, 16 ff. 167,16ff. 171, 6 ff. 174, 4 ff. 180, 4 ff. 182 ff. 191,5. 204, 33 ff 214,16 ff. 281, 10. Friedrich III 1440—1493: 91, 13 ff. t 363, 36. f 374, 6. 379, 14 ff. 380, 1 ff. f389, 16. 545 ff. 553 ff. f 570, 1. 591, 13. Heinrich I 919—936: 31, 15. Heinrich II 1002—1024: 109, 16 ff- 114, 19 ff. 123, 7. 138, 14. Heinrich III 1028—1066: 33, 9. Heinrich V 1099—1125: 36, 12. 37,14. 138, 5; 16. 281,11. Heinrich VI 1190: 225. Heinrich (VII) 1221-1235: 46,25 ff. 50, 1 ff. 146, 22 ff. 168,11 ff. 172, lff. 173, 17 ff. 207, 6 ff. 215, 2 ff. Heinrich, Landgraf von Thüringen, 1246—1247: 218, 27 ff. Heinrich VII 1308—1313: 47,22. Lothar 1125—1137: 37,24. 38,13; 26. 133,1 ff. 140, 25 ff. Maximilianus: 1486—1519: 14,42 ff- 81, 32; 49. 91, 15 ff. 362, 4 ff- 373—543. 546, 4 ff. 563, 20 ff'- 570 ff. 629 ff. Otto I 936-973: 28, 21 ff. 31, 7 ff- 203, 20. Otto II 961—983: 31, 11. Otto III 983-1002: 31,11. 103,28«'- Otto IV 1198-1218: 43, 6 ff. Philipp 1198-1208: 43, 6 ff. Richard 1257-1272: 55, 7 ff- U» 13 ff. 156, lff 157, 26 ff- IG0,4- 186, 37 ff. 194, 26 ff. 233, 23- 255,29. Deutschland — Dorso. 675 Deutschland. Könige etc. Rudolf 1273—1291: 47, 23. 1G2, 11 ff. 281, 10. Anna uxor sua 162, 11. Ruprecht 1400—1410: 75,30. 76, 2 ff. 228, 34 ff. 234, 15 ff. 235 f. 239,30. 242, 38 ff. 245,27 ff. 246, 41 ff. 257, lOff. 276,37 ff. 281,11. 295, 44 ff. 309, 23. Sigismund 1410—1437: 73, 27 ff. 279, 34-283. 301, 3. Wentzel 1376—1400: 73,25. 74,21 ff. 255, 45 ff. Wilhelm 1248—1200: 52, 7 ff. 69, 8. 152,17 ff. 154,27 ff. 181,19. 182, 7 ff. 208, 30 ff. 211, 3. 219,8. 281, 10. Iudex imperialis 188,2. fteichskammergericht in Worms 391, 24. 407, 39. 416,12 ff. 517, 33 ff. 539, 23. 543, 6 ff. in Krankfurt 391,27. 403,52. 404, 2. in Itcgensburg 535,25 ff. Kamroerrichtor: Kitelfritz Graf von Zollern 1495: 391, 25 ff. 397, 11. ■Jakob, Markgraf von lladen 1497— J499: 408,1. 416, 30. 429, 12. Adolf, Qraf von Nassau 1501: 463, 49. Deutachorden, Deutschmeister: 407, 28. 608, 21. Hermann von Salza 1235: 177, 22 ff. der von Nyperg 1494: 383, 21. 384, 24. 422, 25. frater Waltherus de Sultz 1261: 158,19. Dhungin, Doengen, Heinrich, von Witsch, Kantzier des Erzbischofs von Trier 1509: 541, 2; 24. icburg, Dyppurg, Diepperg, Am*. Kreis- **ät 252, 15. 357,4. jWenhofen, Theodonisvilla 22, 19. le fenberg, ]lla ,,. n anH w. oiTminl 1604: 487,39. 101 , Thiel, Thyll, ßartholomaeus, ein Weber, mag. civ. W. 1487—1506: 401, 17 - 429, 5. 510, 24 ff. 556, 40. Bans, (Jerichtsknecht W. 7505: 510,15. Diele s. Tiel. Dyeme, Deyme, Claus, Stadtknecht \V. 1500: 450, 31. 456, 36. Dienheim, Dynenheim sü. Oppenheim 152, 31. 224, 15. Dienheim, Wygant von, pf. Rath 1502: 470, 49. Diethcr, Dietrich, Dithcr, Theodericus. — de Isenburg, archiep. Mog. 1460: 89, lff. — de Bobardia, ep. W. 1359—1365: 71,15ff. — III de Katzenolenbogen 1250—1260: 152, 26. 154, 35 ff. 157, 1. — not. W. 1500: 456, 38. — W. 1498: 576, 35. — statt soldner W. 1506: 450, 39. Dietlmiarus, Dithmarus ep. (iabilionensis 1321: 68, 26. 69, 4. — ep. W. 1108: 36, 16. Dietz, in Nassau, comes de 1260: 157, 2, Dijon, Dissun 420, 41 ff. Dixuari, Job., cons. W. 1266: 160,34. Dirmstein, Diermstein (beim MK falsch Dormstein) in der Pfalz 78, 5 ff. 222, 30. 493, 32. 551, 8. 591, 42 ff. 616, 36 ff. 633, 1. Ilanman Gricko von 1419: 284, 4511'. Henricus de, prior Kirsgart. 1482— 1504: 81, 11 ff Henricus dts. Nortgesser de 1261: 158, 15. Dirolfi, Conradus, cons. W. 1253—1258: 153, 27. 184, 25. 194, 2. 195, 9 ff. Wernherus.civ. W. 1246—1257: 151, 2. 193, 4 ff. Dissun s. Dijon. Dives, Edelwinus, cons. W. 1253: 184,30. DizaW. c.1110: 135, 5. Doleatoris, .loh., vic. s. And. W. 7500: 450, 41. Domneck, Dominecke, Friederieus de, ep. W. 1426—1445: 78, 2 ff. ». Friedrich. Domingus presbyter c. 700: 14,16 ff. Donau, Danubius, Tonaw, 13, 26. 373, 25. Donauwörth, Swebisch werde 403, 23. 495, 14. Dorfeiden, Friedrich von, Ritter 1505: 503,38. 504,45. Doryngen s. Thüringen. Dorso,Conradus,frul im \'vM.1231: 167,28«'. 43* 676 Drach — Edelwinus. Drach, Job., Dr. 1506: 611, 49. Peter, Buchdrucker von Speier 1 1504: 437, 85 ff. Peter, sein Sohn, Buchdrucker 1498—1507: 437, 39 ff. 512,25. 521,11. 524,50. 527, 46 ff. Draet, Hans vom, her (s. XV ex.) 358, 16 ff. Drait, Tradt, Cristoffel von, 1507: 515, 36. Hans von, pf, Marschalk 1498: 414, 10. Droitkind, Joh., vic. s. And. W. 1507: 526, 15 ff. Druszel, Heintz, von Gernsbach 1419: 284, 23. Sybot, von Gernsbach 1419: 284,16. Duchkauff, Claus, W. Hausgenosse, cons. 1483—1505: 460, 57 ff. Duchscherrer, Jacob, civ. W. 1401: 236, 38. Dübgin, der heymberge W. 1488: 575, 41 ff. Düchelman 8. Lange. Düren, Düren an der Roer 388, 26 ff. Diirkheim, Durckheim, Durincheim, 1 lornnckem, Durinkeim (im MKfälschlich Bruckem) an der Hart 362, 35. Conradus de., ep. W. s. Conradus. Veitin, Dr. von, 1496: 404, 10; 20. Wernherus de, mil., cons. W. 1253: 185, 2. Wolframus de, cons. W. 1253: 153, 26. Duisburg, Duspurg am Jihein 643, 10. Duphus, her Johan, W. 1410: 274, 10. Duna 8. Daun. Dunckelsböhel, Hans, W. Ofncial 1504: 497,11. 499, 32. Düren 68, 3 beim MK falsch. Durgaw s. Thurgau. Durlach, Bertholdus 1404: 229, 39. Durman, Götz, von Gernsbach 1419: 284, 18 ff. Durnaw in Brabandt s. Turnhont. Duspurg 8, Duisburg. E. Ebbo, Eppho, Eggo, ep. W. 1090: 35,51. 86, 20. Ebelinus in vico s. Petri, cons.W. f 1234: 1173, 21. Eberbacher, Eberbechor, Joh., mag. civ. W. 1493—1504: 374, 23. 423,15. 429, 5. 461, 6. 491, 12. 497, 39. 499, 34. Jörg, vic. Nuh. 1504: 487, 38. Eberhard I de Bamberg ep. W. 1247— 1277: 54, 9 ff. 55, 25 ff. 57, 21 ff. 152, 24. 156,10 ff. 160, 29 ff. 181, 7 ff. 187, 18 ff. 188, 27 ff. 196, 18 ff. 210, 38. 219, 11. — II de Strahlenberg ep. W. 1291—1293: 64, 19 ff. 211, 24. 220, 2 ff. 233, 29. — III de Stetenberg el.W. 1426: 310,10. — prep. s. Pauli W. 1115: 37, 13. — comes de Catzenelenbogen 1260: 157,2. — comes de Liningen 1226: 167, 4 ff. — I comes de Wirtcmberg 1457 — 1496: 81, 8 ff. 389, 37 ff. 390, 11. 392, 11. Der alte mit dem barte. — filius Gerhardi, mil. 1260—1261: 157, 38 ff. 196, 1 ff. — mil. 1258: 194, 38. — camerarius Mog. 1265: 160, 9. — iuvenis W. c. 1238: 179, 20. Ebernburg, Ebernberg, sü. Kreuznach 31, 18. 43, 35. Eberstein nö. Baden, Grafen von: Eberhard 1249-1258: 151,29. 153, 15. 154, 15 ff. 188, 34. Otto 1249: 151, 30. Eberwinus, Ebcrweyn, de Cronenberg ep. W. 1299-1308: 32,21. 58,19. 66, 2 ff 211, 41. 220, 15. — W. 1498: 582, 11. —, JostW. 1427: 331, 26. Eberzin, Antonius, presbyter W. 83, 9. Eberzo s. Lanc. Echter, Philips und Karle 1507: 515, 42. Echzell, Eychezill, Echtzel, KA Büdingen- Eberhardus de 1244: 150, 28. 217, 34. Eckard, Echardus de Ders ep. W. 1371" 1405: 67,28. 72, 11 ff. 212, 42 ff. 221, 7 ff. f 234, 25. 238, 3 ff. 242, 16 ff 256, 2 ff. f 263,18. 309, 8. Eckenbertus camerarius W. c. 1100: 129, 7. —, sanctus W. 1079-1132: 37,17 ff. 38,32. 129-142. 227, 18. Edelwinus s. Dives. — in vico s. Petri, mag. civ. W. 12 5 °- 192, 31. — fil. sororis Edelwini 1257: 193, 15. Edesheim — Erbach. 677 Edesheim, Oderheim zwischen Landau und Edenkoben 54, 32. 186, 26. Egor, Oscher von, cons. Iudeorum W. 1505: 507, 56. Eggo 8. Ebbo. Ehingen 502, 25. 531, 32. Eich, Eiehana nö. Worms 223, 24. Eych, Henricua mil. dts. de, 1264: 159, 17 ff. Eichsfeld, Eysfeld 289, 2. Eichstädt,Eystet.Eustetensiseccl.Bischöfe: 80, 27 ff. (Gabriel) 1498-1500: 417,17. 453,1. Renouardus 1110: (falsch) 138, 9. (Wilhelm) f!496: 399,4. Eidgenossen s. Schweizer. Eigelmari, Sigelo, civ. W. 1246: 151,1. Einhardus, fr. bist. c. 800: 16, 11 ff. 18, 28. 21, 2. Einhart, Abirlin, von Gernsbach 1419: 284,26. Eisbach, Ysana, Eiser, Bach bei und in Worms 32,5 ff. 58,29. 224,11. 626,17. Eysfeld s. Eichsfeld. Eitelfritz, Ytelfritz, Graf von Zollern 1495—1507: 391, 25. 397,11. 417, 25. 433, 60. 452, 49. 455, 54 ff. 522, 5 ff. klchesheim abgegangene Burg am IViein bei Mannheim 161, 26. J ler, Eiern, Dr. Andreas, von Meiningen, Offizial zu Mainz, Schulmeister a. d. Liebfrauenkirche in Mainz 7502— 1505: 473, 34. 474, 29. 483, 57. 503, , 35 ff. 505, 11. bsabeth imperatrix, sor. regis Anglie, ux. Friderici II 1235: 51, 23. 175, 1. 210, 10. 216, 17. ■"•■ saneta 1231: 168, 21. Elsasz, Alsacia 10, 25. 20, 34. 55, 37. !87, 30. 419, 34. 640, 16. Obber Elsas 458, 27. Ober und U. E. 523, 42 ff. Niedere Vereinigung 495, 23 ff. Landvogt: Kaspar, Freiherr von Mörsperg 1505—1507: 509, 49. p , 512, 26 ff. BUtatt (?) 432, 24. *jwn, (ierhardus de, mag. 1479: 87, 27 ff, ■j«. .lohannes von 1497: 572, 30 ff. EWangen, Propst zu: Pfalzgraf Heinrich U23: 633,9. Emoricho, Emericus, Embricus, ep. Herbi- polensis (?) 1115: 37, 10. Emicho, Emiche, ep. Spir. 1321: 68,26. 69,3. — de Schoneck, ep.W. 1308—1318. : 67,6 ff. — ep. W. 1293-1299: 64, 7. 65, 4 ff. 233, 37. — comes de Liningen 1249 — 1269: 151, 29. 153, 15. 154, 14 ff. 155, 22 ff. 156, 39. 157, 9 ff. 159, 3 ff. 161,14 ff. 183, 1 ff. 188, 34. 193, 32. 194, 18. 195, 24 ff. 197, 29. — comes de Liningen 1368: 72, 16 ff. — comes de Liningen 1420—1427: 289, 40 ff. 332, 23. — comes de Liningen 1502 — 1507: 471, 44. 512, 32. 519, 31 ff. 525, 38. Endres, Endrisz, Wirth in Wiesbaden 1600: 368, 14 ff. —, Claus, civ. W. 1407: 254, 8 ff. Engelmari, Jacobus, civ. W. fundator mon. in Libenaw 1300: 66, 9 ff. England, Anglia, Engellandt, Engelender, Englische 55, 36. 187, 29. 310, 18. 355, 5 ff. Könige: (Heinrich VII) 354, 33 ff. Richard, frater regis 1256: 55, 7. Elisabeth, sor. regis s. Elisabeth, der jung konig (Warweck, angebt. Richard von York) 1494: 386, 38. Engeilender, Dr. .loh., Anwald von W. 1496—1500: 404, 15. 409, 28. 422, 43. 453, 40. 578, 37. Engelman, meister, Licentiat der Rechte in W. 1498—1508: 534, 16. 574, 21. —, ein W. Hausgenosse 1489: 567, 35 ff. Enolff, Joh., vic. W. 1506: 528, 26 ff. Ensisheim, Enszheim, im Elsasz 420,19 ff. Enzheim, Onesheim bei Gunderslmm KA. W. 23, 20. Eppho s. Ebbo. Eppstein, Eptenstein, Eppenstein, sü. Frankenthal 185, 29. mil. öß 1253: 52, 7. 154, 21. 183,12. Eppstein, Eppinstein, nö. Wiesbaden. Herren von: Godefried und Ebirhard 1420: 290, lff. Erabrandus s. Erembert. Erbach, Abt von: 1435: 553, 9. Walther 1253: 52, 9. 183, 14. 678 Erbach — Frankenstein. Erbach, Erpach, Schonken von: Conrad, tumhcrre zu Mencz 1407: 267, 14 ff. Gerlach ep. W. 1328—1332: 68, 37. s. unter Gerlach. Erbe, Henne, Ferge W. 1400: 650, 23. Erembert, Erabrandua, Erenbrandus ep. W. 764-793: 23, 6 ff. Krenberg, Erenburg, abgegangene Burg bei Pfiffliglieim. Eberhardus de, (Ware) fil. Ger- hardi mil. 1260—61: 157, 38. 196, 1 ff. Gerhart von, can. eccl. m. W. 1407: 259, 38. Heinrich von, can. eccl. m. W. 1504: 499, 31. Ulricus de, fil.Gerardi, fraterEber- hardi 1260—61: 158, 35. 196,13. Eresburg, 8. Stadtberge. Erfurd, Erffurdt, Erfordienses 87, 22. s. Gröning. Erich I, Herzog von Braunschweig, 1494— 1607: 386, 4 ff. 492, 7 ff. 517, 10. Erlewin, Erleweyn, Joh., not. W. 1494— 1602: 381, 28. 423,29. 429, 28 ff. 460, 38. 475, 26. Erligheim, Erlickeim, wiirt. OA. Besig- heim, Hans von, Ritter 1402—1426: 309, 9. 322, 19. Hans von, 1507: 515, 43. Ernberg, Ernbergk, Hans von 1507: 515,35. Petervoni507:515,24. Ernestus c. 1120: 136, 30. Erpho ep. W. 999: 31, 27. 32, 31. 105,16 ff. Esslingen 415, 9. 514, 45. Ettscher land 562, 41. Eucharius, W.Generalvikar 1509: 541, 51. Exuperius ep. Tolct. 7, 22. F. Fabri, Joh., de Franckfurdin 1424: 284,38. Falkenstein, Falckenstein, am Donnersberg. Melchior von Dane, herr zu — 1502: 471,43. Philipp I Graf von 1240—1269: 55, 36. 149, 13. 150, 21. 153, 9. 154,21. 155,24. 157,34. 160,40. 187, 29. Philipp, Graf von 1405: 245, 9 ff. Farre, Jost, cons. W. 1426: 311, 5. 335, 18. Fastrada regina 783: 18,3. Fedderheimer, Cristman W. 1498: 575,42. Feisz, Conrad, can. W. 1501: 449,35. Feldentz s. Veldenz. Feltbach, Heintzichin W. 1410: 274,11. Ferdinand Erzherzog von Oestreich 1526: 634, 56. Fergenhans (Nauderus), Dr., can. eccl. W. 1498—1499: 421, 43 ff. 433, 61 ff. Ferra», Verräs, Universität 411, 8. 455, 58. Fyent, Heyntz, pf. Amtsknecht 1483: 612, 24. Firmian, Virnion, Niclas von, Hofmeister der Königin 1494: 377,22ff. Flandern, Flandria, Flaminici 91, 15ff. 358, 29 ff. 546,10. 563,40. 570,19. Fleckenstein Ruine im pf. BA. Pirmasens. Jacob von, Landvogt zu Ungenau 1508: 531,12. Jacob von, Faudt von Germersheim 1626: 633, 17. Johannes von, ep. W. 1410—1426: 76, 28. 77, 7 ff. 213,18ff. 221, 33 ff 269, 19 ff. 277, 27. 278, 18 ff 279, 12 ff. 290, 4 ff. 294, 40 ff 310, 8. 312, 42 = can. eccl. m- W. 1407: 259, 38 ff. Fleyngen, Wolff von 1607: 515,38. Flörsheim, Flörsheim bei Worms 33,6. Niderflersheim 273, 4. Bechtolff von 1618: 630,5. Elisabeth, priorissa in Hochheini s. XV: 62,19. Florenz, Florentia, Florentyner 6,4. 18,8. 398,16 ff. Fluheüsz, Henne, Ferge W. 1400: 650,38- Flurlingen in Tyrol 474, 39. Fogel, Vogel, Flogcl, Vlogcl, Dyetze rf»i cons. W. 1419—1427: 284, 46 ff. 311. 31 ff. bis 336. Niclas, Maler, Heimburger W. UM —1500: 230,45. 450,31. 456, 36. 576, 9. Folwicus ep. W. 826—830: 23, 5ff. Forstmeister, Philips, Vogt zu Heidelberg 1483: 589, 5 ff. Franck, ein 412, 22. Frankonstoin, Franckenstein ff- **' Kaiserslautern, Hans von 1518: 630, o. Frankenstein — Friedrich. 679 Frankenstein. Phillips von, der elter 1402: 240,92 ff. Phillips der junge von 1402: 240, 32 ff. Franckontal, Henne, Heimburger W. 1401: 229,46. Frankenthal, Franckendal sü. Worms, Männorkloster ord. s. Augustini 11, 17. 24, 32. 68, 9. 63, 25. 68, 27. 76, 38. 81, 3ff. 85,11 ff. 136, 5tf. 149, 8. 227, 18. 399, 5. 436, 7. 493, 32. 533, 46. basilica s. Marie Magdalene = Grossfrankenthal37,16ff. 136,5ff. 138,18 ff. ecclesia sororum in minori F. in honorem b. Steffani 37, 28 ff. 58,9. 85,13 ff. 138, 29 ff. magistra: Richlindis 1132: 142,18. Frankfurt am Main, Francf'urdia, Franco- fordia, Frankenfort, Franckfurth 22, 27. 26, 19. 31, 3. 46, 26. 54, 23. 66, 5. 186,15; 35. 218,39. 232, 17 ff. 284, 38. 301, 8 ff. 384, 28. 391, 27. 403, 18. 404, 2ff. 407, 32. 410, 28. 429, 39. 444, 28. 455, 60. 464, 18 ff. 473, 24 ff. 478, 2. 514, 44. 529, 4. 534, 18 ff. 536, 35ff. 543, 12. 546, 3. 547, 44. 553, 56. 555, 2. 559, 3 ff. 567, 57. 591, 15. 596, 16. 613, 24. 636,11. der Römer 232,22 ff. Frankfurter Messe 231,25 ff. 523,26. 524,12. 525,40. 630,16. 647, 49. Bürgermeister: Arnolt Holtzhusor vor 1483: 602,13 ff. Hans vonltyn vor 1502: 473,35. «ancia, Franei, Franeorum gens 26, 25ff. 28,28 ff. reges: Arnulph 896: 31,2. Hertha mater Karoli M. f 783: 16,27. Carlomannus 866: 25,17. Carolus M. 814: 15, 29. 16,9 ff. 28,4. Carolus f 877: 21, 7 ff. 25, 32. 27, 7 ff. 28,5. Chlotarius, Lotharius 9,14.165,5; 9. I>agobertus f 638: 16,16. Faatrada coniux Caroli M. 783: 18,3. Francia. Hildebertus (Childebert III. f 711) 13,3. 16,16. Hildegarda coniux Caroli M. + 783: 16,26. Lotharius I. f 856: 17, 25ff. 21,5. 28, 5. Ludovicus Pius f 840: 3, 30. 16,16. 17, 20 ff. 28,4. Ludovicus f 876: 21, 8 ff. 24,2211. 28, 5. Ludovicus t 875: 24,29. Ludovicus f 882: 25,16 ff. 27, 5 ff. 28,6. Ludovicus 006: 31,4. Pipinus f 768: 11,1. 17, 26. Sigibertus filius Theodeberti 9,17. Frankreich, Franckenrych, Frantzosen 203,18. 310,18. 384,30. 387, 44 ff. 388, 6ff. 398,10ff. 419,33ff. 420,2; 50. 513,29. 530,40. 581, 41 ff. 640, 16. Franciscus or. Pred. ep. Salubricensis 1293: 63, 20ff. Franco, Francko ep. W. f 999: 31, 12 ff. 32,30. 104,5. Frawenbergk, Eberhart von 1507: 515,41, Frawenfels 511,51. Freiburg i. Br. 411,30ff. 414,49ff. 438,11 II. 441,37. 573 ff. Frcinsheim nö. Frankcntlml 450, 45. Freisbach, Frybach, Frysbach zicischen Edenkoben und Speicr 291, 20 ff. 293,29. Freüszborn, Peter, ein tormiter uff dem d&me W. 1426: 312, 7. Froisingen, Frisingen, Bischöfe: Ruprecht 1495: 399, 7. Sixtus f 1495: 399, 5. Friedberg, Frideberg, Fridburg 54, 24. 169,34. 186,16. Friederichsburg, Friddelburg bei Lampertheim 492,19. 560, 38. 561, 23. Friedrich, Fryderich I imp. 1152—1190: 28,17. 39,1; 19. 138,20. 204, 23 ff. - II 1212-1250: 49,10. 50, lff. 51,19 ff. 59, 7ff. 145, 16ff. 167, 16ff. 171, 6ff. 174, 4ff. 180, 4ff. 182ff. 191, 5. 204,33ff. 214,16ff. 281,10. — III 1440—1493: 91, 13 ff. t 363, 36. t 374, 6. 379,14ff. 380, lff. t 389,16. 545tf. 553ff. f 570,1. 591,13. 680 Friedrich — Gemmingen. Friedrich I ep. W. 1277—1283: 60, 3 ff. 211,20ff. 219,41. 233,33. — II ep. W. (de Donmeck) 1426—1445: 78, 2 ff. 213, 22. 221, 38. 301, 4. 310, 14 ff.-336. — I Markgraf von Brandenburg 1429: 300, 36. — Markgraf von Brandenburg (Ansbach) 1495—1509: 389,34. 391,28fr. 392,10ff. 394, 17. 407,21. 410,25. 411,6. 448,10. 486, 22 ff. 538,16 ff. — I Graf von Leiningen 1235: 148, 2 ff. — II Graf von Leiningen 1245—1269: 150, 35. 151, 29. 156, 39. 159. 21 ff. 160,39. 161,14. 210,43. — VIII Graf von Leiningen 1407—1420: 264, 9. 289,40. — Burggraf von Nürnberg 1415: 282, 33. — Pfalzgraf bei Rhein 1460: 89, 2 ff. t 375, 33. — Pfalzgraf 1505: 502, 18ff. 507, 25 ff. — Rheingraf 1420: 289,39. — Herzog von Sachsen 1429: 300,36. — Herzog von Sachsen 1494 — 1509: 386, 3ff 390, 22ff. 392, 9. 394, 36ff. 397, 27 ff. 407, 17. 411, 5. 417, 17. 420, 12. 443, 11. 454, 30. 463, 2. 466,53. 470,11. 508,31. 522,29. 525,37. 530,20. 531, 21 ff. 537, 42 ff. 540, 4 ff. 542,15. 632,51. — Graf von Veldenz 1429: 300,42. Fries, Fris, can. W. 1499—1507: 430,13ff. 441, 52 ff. 452, 44ff. 454, 55. 462, 38. 512,45. 521, 9. Haring, Dr., can. W. 1504—1507: 499,31. 522, 3 ff. Joh., not. W. 1505: 504,37. Friesenheim, Frisenheim hei Ludwigs- hafen, Elisabeth de, priorissa in Hocheim (s. XV) 61,32. Erlandis de, priorissa in Hocheim 1408: 61,24. Wilhelmus de, civ. W. 1260: 196,12. Friesland, Frieszlandt, Frisones 54, 35. 186,29. 223, 23 ff. 435,7. Fritzlar, Frizlair 320, 7. Froebisz, Bernhart, Dr., pf. Rath 1483: 589, 5 ff. 592, 45 ff. Fuchs, Dryenhart 1507: 517, 32. Fürstenborg, Fursteniberg 514, 34. Graf Wolfgang von, k. Hofmarschalk 1500 — 1507: 452, 14. 455, 9 ff. 518,36 ff. Füssen, Fuszen 376,27. 405, 48. 406, 9. Fulda, Folde, ord. s. Benedicti 16, llff. Äbte: (Erchenbald) 1060: 108,19ff. Philipp Graf von Kirchperg 1508: 531, 20ff. 532,43. Fürwort, Furwert, Clas, von Hof heim 1401—1402: 236,20. 239,11. 240,3. Fuszmagen, Dr. N. 1500: 453, 40. G. Gabelentz, Cristoffvon der, aus Sachsen, can. Mog. 1508: 532,14 ff. Gabilionensis ep. Ditmarus 1321: 68, 26. 69,4. Gades, Dimarus inter, civ. W. 1246: 151,1. Gaguin, Ganganus, Robert, hist. 1425 -1502: 9,12; 23. s. Gallen, Stadt 414, 3. Gallia 3, 26. 4, 1; 23. 6, 9ff. 7, 11. 17,5. 22, 16. 25,11; 30. 26, 37. 203, 17 ff. Gansz, Hans, von Walbron, Ritter 1487: 551, 20 ff. Jacobus, scult. Pinguensis 1507: 512, 19. Josel, Judenbischof W. «05:507,52. Garttach under Lynburg 421,13. Gelnhausen, Gelnhusen, Geilenh. 54,23. 186,15. 225, 3. Friderich von, zu s. Paul W. 1410: 274, 24 ff. Geldern, Gheldern, Gellern 365, 37ff. 387, 58 ff. 507,21. 509,26. 570,16. Herzog (Karl) von 1494: 387, 28ff Gelfusz, Michel, Stadtschreiber von Speier 1500: 444,18. Gemalten huse, Hensz zum, cons. W. 1427: 325, 18. Gemmingen, Gemyngon, Diothcr von 1507: 515,34. Erpho de, dec. ecel. m. W. UVO —1508: 440,25. 536,21«'. Jörg von, dec. eccl. m. W., prep- Spir. 1494-1507: 367, 44. 381,8ff. 451,59. 519,58. Margarctha de, priorissa > n Hocheim f ^73: 62, 20. Gemmingen — Gramelieb. 681 Gemmingen. Uriel von, dec. Mog., archiep. Mog. 1508—1509: 534, 33. 53«, 18. 538,13. Wo] ff von 1507: 515,34. Gebrüder von 519, 48 ff'. Geininipons s. Zweibrücken. Gengenbach 495,6. Gent in Flandern 358, 29. 361, 35. 563, 35. 632, 46. Genua 398, 20. Georg, Jörg, II Herzog von Baiern 1483— 1503: 399, 8ft'. 400, 32. 406, 5ff. 411, 5. 438, 14ff. 448, 8. 454, 81. 457, 27. t 484, 2. 567, 32. 571, 27. 575, 33. 614,18 ff. - Herzog von Brandenburg (Ansbach) 1504: 486,23. — Herzog von Sachsen 1505: 508,30«'. ~ Pfarrer uf dem Berge W. 1504: 484,37 ff. 8. Georgen, coenobium b. Gregorii im Schwarzwald 135, 6 ff. Gepidao 7,13. Geppi n g en s. Goeppingen. Gerbodus (Mor) mil. W. 1266: 160,21. «erhardus comes hirsutus archiep. Mog. 1251—1258: 54,22. 55, 4ff'. 153, 22 ff. 154, 4 ff'. 186, 4 ff. 187,1 ff. 189,4 ff. — comes hirsutus ep. W. f 1293: 64, 2tt'. - der, von Hofheim 1401—1402: 236,22. 239, 12. —i Henne, von Hofheim 1401—1402: 236,23. 239,13; 43 ff', «erlacus archiep. Mog. verschrieben für Gerhardusö4,22. 55,4. 186,14. 187,1. — archiep. Mog. 1368: 72,15 ff'. — Schenek de Erbaoh, ep.W. 1329—1332: 68, 37. 69, 5 ff. wennania, Germani s. auch Deutschland a .14; 26. 4,1; 23. 7,18. 9,27. 17,5. 22, 28. 26,23. 27,12. 40, 2. 88, 26. «ermann« AutisidorensisfAwoicrrcJep. 7,5. Germersheim an der Queich 161, 27. 550,28. 616,41. Faudt von: Jacob von Fleckcn- stein 1526: 633,17. Gornsbach. Gernspach 283,44ff. Gernsheim am Rhein nö. W. 269, 2. 492, 34 ff Zollschreiber zu: 1407: 254,18. Hans Walther 1504: 497,36. Geroldus archiep. Vangionum 10,10. Gervilio archiep. Vangionum 10,11 ff'. Gette vogt von Alzei 1498: 575, 4 ff. Gieszen 385,13. Hans Wetterhausz von, Stadtknecht W. 1494—1507: 385, 13. 456,3«. 462, 52. 525, 22. Gimbsheiin, Gimsheim, Gimpsheim KA. W. 223, 24. 428,2. Gisebertus filiua Dizonis mil. de Bolan- dia, can. eccl. m. W. 1270: 161,34. Gisela regina c. 1026: 33,5. Glantz, Joh., Stadtschreiber W. 1518: 629,18 ff. Glauberger, Engelmannus, prior conv. Hereinitarum W. 1607: 520,20ff. Gleichen, Glichen, Graf von, 1460: 89, lff. Godefridus s. Gottfried. Göler, Goler, Albrecht, Amtmann zu Stromberg 1499: 435, 50 ff. Bernhart 1607: 515,23. Göppingen, Geppingen 496,24. Goke, Anthis, Ferge W. 1400: 650,22. Goltsmit, Peter, W. 1483: 609, 16. Gommer, Hans, der goldschmid, civ. W. 1504: 501,33. GomuHTsheim, Gummerszhein zwischen Speier und üdenkoben 291, 20 ff'. Gosmannus c. 1120: 136, 34. Gostenhoft'er, Gostenhover, Conrad, con«. W. 1402—1426: 313, 42 ff'. 316,19 ff. 642,19. Hans, Heimburger W.1600: 450, 30. Goszel, Jeckel, cons. W. 1426—1427: 31«,20ft'. 335,18ft'. Gottfried, Godefridus, Gotfridus ep. Mindensis 1321: 68,25. 69,3. — piep. eccl. m. W. 1115: 37,12. — diaconus c. 1120: 136, 33ff. — comes hirsutus 1260: 157, 1. Götz, Dr. 1505: 502,31. Grae, Jacob, Schultheis zu Roxheini 1500: 456,33. Grabe, s. Grave. Grabemecher, Clas, von Hofheim 1401— 1421: 236,19. 239,9. Eberlin, von Hofheim 1401—1402: 236, 20. 239,10. Graeci, Greei 9,27. 25,25; Imperator 71,25. Gramelieb piep.Nuh.W75— 1129: 37,12; 38. 682 Gransones — Heidelberg. Gransones 107,10. Grasweg, Gerlacus vom, cantor Spir. can. W. 1234: 173, 6 ff. Grave, Grabe an der Maas ö. s' Hertogenbosch 387,15 ff. Greok, Cratft, von Kochendorff 1507: 515,42. Grede, Hans, von Gernspach 1419: 284,19. Gregor III papa 731—741: 10,7; 30. — IX papa 1227—1241: 46, 5. 47, 16. 175,10ff. 180,13ff. 210,29. 216,40. 218, 8. — X papa 1271—1276: 47, 21. — XI papa 1372: 72,18. b. Gregorii coenobium s. s. Georgen. Grenni 197,10. Grezzing, Henricus, de Oppenheim 1205: 160,12. Gricke, Hanman, von Dyrmstein 1419: 284, 45 ff. Gröning, Hans, von Erffurdt 1494: 373,5ff. Guarmaciensis 10, 33. s. Worms. Guda priorissa in Hocheini s. XV: 61, 28. 62,3. — priorissa in Hocheim s. XV: 62,33. Günzburg, Guntzburg, Mosse von, Juden- rathshorr W. 1505: 508, 5. Gulche s. Jülich. Guilhelmus s. Wilhelm. Gummerszheim .s. Gommersheim. Gunckeshom 1260: 197,10. Gundersheim KA. W. 23, 20. Gundheim, Guntheim KA. W. 157, 34. 158, 19. 193, 38. 196,15. Simon de 1260: 55, 34. 157, 29 ff. 187,27ff. 196, 5ff. 197, 31 ff. Guntzo ep. W. f 872: 3,31. 24, 21ff. Gurk, Bischöfe von: Mathias 1508: 533,13ff. Raimundus s. Kaimundus. Gwenselinus 1258: 195,20. H. Habern, Wilhelm von 1507: 515,45. Ilabsperg, Ludwig von 1505: 502,32. Iladrian, Adrianus, II papa«67— 872: 9,29. Bog, Peter, Pfaff. W. 1487: 549,2711'. Hagen (, Höningen. Hagenau, Hagenaia, Hagenowia, Hage- nawe 173,17. 175, 4. 353, 6 ff. 450, 45. 506, 6 ff. 509,47. 512, 27 ff. 514,45. Hagenau. der stettmeister 455, 3. stattschreyber 455, 4. Landvogtei 514, 43. Landvogt: Jacob von Fleckenstein 1508: 531,12. 536,1 ff. k. Zinsmeister: Hans Heinrich Armstörffer 1507: 512, 48 ff. 514, 40 ff. Hagkanay, Casius, k. Rath 1509: 539,35 ff. Halani 8. Alani. Halbquart, Peter, civ. W. 1483: 609,17. Hall am Inn 507,13. Hall, Betz von 1465: 367,44. Hamm, Hamum KA. W. 223, 25. Hamme, Hcnche, von Roxheym 1500: 456, 34. Han, W. Buchdrucker W. 1561: 427, 56. Hanau, Hanaw, Reinhart Graf von 1504 —1505: 483,56. 503,25. 505,9. Hans s. Johannes. Hartleib, Hartlibus s. Walszperg. — filius Gerlaci, civ. W. 1257: 193,15. Hartmannus bist. 12,3. Harudes 3,15. Hasz, Jost, vic. Nuh. 1504: 487, 38. Hassia s. Hessen. Haszla, Hans von 1507: 515,45. Hasselt, Hasell im Bisthum Lüttich 366,30- Uattstadt, Hatstatt, Joh. von, can. eocl m. W. 1487—1507: 889,13. 415,13ff 419,61 ff. 425,33. 430,12, 441,5211'. 452,44 ff. 454, 54 ff. 462,37 ff. 549,37 ff 562,13 ff. 573,12 ff. Hattenhcim, Joh. von, Ritter 1402: 309,10. Hausen s. Neuhausen. Hebeche mater s. Eckonberti c. 1100: 129,711'. Hebele 8. Oberstuin. Hecht, Hermann 1442: 553, 60. Hedui 165,4. Hegenberg, Hegeneberg in Wirtemberfl, dominus do 1261: 158, 17. Ilegcncn s. Höningen. Heidelberg 10, 16. 38, 4. 41, 16. 50, 26. 78,9. 94,39. 158,4ff. 229, 34. 236,31. 237, 38. 243, 20. 245, 2. 247, U- 270, 7 ff. 357, 3. 376, 34. 385, 18. 390, 12. 403, 58. 412, 34. 413, 8 ff 428, 13. 429, 1 ff. 446, 32. 456, 39. 457,13. 458,9; 39. 468,33. 473,22. Heidelberg — Henneberg. 683 Heidelberg. 481,19 ff. 486,23ff. 487, 3 ff. 489,11. 490» 49 ff. 492, 32. 502, 10 ff. 611, 1(5. 516,35. 542,4. 549,43 ff. 562,39. 568, 37. 571, 32. 596, 41. 598, 45. 611, lff. 613,23. 633,4; 2911. Studium generale = Universität 73,21. Faut von 1406: 248, 41 ff. Vogt von: Philips Forstmeistor 1483: 589,5. Stift zu: Dekan: .Tost Brechtelln tßOO: 511,38. Heidesheim KA. Bingen 23,11. Heilbronn, Heilpronn 301,2. 384,27. M2, 9. 514,46. Heiligenstadt, Helingunstat 106,23. Heim, Walther 1500: 456,33. Heimbach, Dr. Adam, von Frankfurt, Advokat 1507—1518: 455,60. 523, 24. 534,1«. 536, 50. Heinrich, Henricus, Heintz, Heintziehin. — I rex 919— 936: 31,15. ~ II imperator 1002 — 1024: 109, 16ff. 114,19 ff. 123,7. 138,14. — HI imperator 1026—1056: 33, 9. — V imperator 1099—1125: 36,12. 37,14. 138,5; 16. 281,11. ~~ VI imperator 1190: 225. — (VII) rex 1221-12,15: 46, 25ff. 50, lff. 146,23ff. 188,11« 172, lff. 173,17 tf. 207, 6ff. 215, 2ff. - Landgraf von Thüringen rex 1246— 1247: 218, 27 ff. - VII imperator 1308—1313: 47,22. I Herzog von Baiern i 955: 28, 24 ff. — II Herzog von Baiern IV 1002: 109,16ff. - Herzog von Brnunsehweig 1195: 389, 36. *" der jung Herzog von Meckelnburg 1495: 391,29. 392,10. — Pfalzgraf' bei Rhein (s. ep. W.) I Herzog von Sachsen f 936: 31,6. - Herzog von Wirtemberg 1504: 487,25. ~ Graf von Zweibrücken 1261: 198, 3 ff. — Raugraf 1249-1260: 151, 24 ff. 157,1. 194,6. 197,17 ff. - Graf von Sayn 1233: 169, lff. - Graf von Spanheim 1386: 74, 2 ff. - Graf von Waldeck 1429: 300,41. ~ IV Bischof von Chur 1270: 161,13. Heinrich II Bischof von Speier 1250—1269: 152,24. 153,16ff. 156, 38ff. 159,11. 161, 12. 188, 33 ff. 189, 8 ff. 191, 9. 197,16ff. — II archiep. Trev. 1269: 161,12. — I ep. W. 1192—1195: 42, 3 ff. — II ep. W. 1217—1234: 42, 7. 45, 36 ff. 50, 5ff. 53,17. 65,19. 145ff. 167, lff. 171, 3 ff. 185, 11. 191, 5 ff. 204, 7 tf. 206, 6 tf. 211, 43. 214, 17 ff. 220, 11. 233, 7. — III ep. W. 1318—1319: 68,2ff. — IV Pfalzgraf, Administrator W. 1523 —1550: 428,41. 633,8 ff. — prep. eccl. m. Mog. 1115: 37,11. — prep. Nuh. 1212: = ep. II W. 44,4. 45,37. — de Cathanea prothonotarius 1235: 177, 9ff. — cant. Nuh. 1504: 487,37. Helia de Verdone legatus 1372: 72, 1911. Hellecraponis, tlellecrapho, Heinricus, civ. W. 1242—1246: 49,8. 151,1. Helmstadt, Helmstatt, Helmstait bad. BA. Neclciirbischiifsliciiii. Bastian von 2007: 515,37. Hans von 1507: 515,37. Heinrich von, Domdechant von Speicr 1509: 542,1. Iheronimus von 1507: 515, 38. Ludwig von, Bischof von Speicr um: 492, 2 ff. Reinhart von, can. eccl. m. W. 1426: 320,42. Wyprecht von 1507: 515,22. Heltzel, Blasi 1508: 530,55. Hcmmingesheim abgegangener Ort bei Friesenheim am Rhein 224, 6. Hemsbach, Hemspach, .loh. civ. W. 83, 7. Jutda eius uxor. Jörg, cons. W. 1486-1501: 373,21. 383, 43. 449, 17. 546, 17 ff. 591,34ff. 593,31. 609,24. 617,41. Nicolaus, domicellus, civ. W. 83,13. Agnes uxor eius. Thomas, civ. W. 83,13. Ilencke, Henne, von Hofheim 1401—1402: 236,24. 239,15. 241,3. Hennebcrg, llennenbcrg, Grafen von: Bartold, Erzbischof von Mainz 1495: 389,1. 684 Henneborg — Hirschhorn. Henneberg. Otto 1495: 389, 39. Wilhelm 1495: 389,36. Hennel, Jacob, Pfarrer zu s. Lamport W. 1507: 512, 21. Hennelo, Conrad vic. eccl. m. W. 1410: 274, 35. Hennerscheim, Philippus, pleb. in Horg- heim 1506: 511,50. Henni, Henny, Henneln, von Hof heim 1401—1402: 236, 23. 239, 14. Henszheim 409, 81. Henthes/.heim (Handschuhslieim beiHeidel- bcrg), Diether von 1483: 591, 13 ff. Hependip 1260: 197,9. Heppenheim an der Wiese bei Worms 153,12. Pfarrer zu 1507: 522,18ff. Heppenheim an der Bergstraase 161, 37. 610,10. Heraclius imp. 10,30. Herbei, Clas von Hof heim 1401—1402: 236,21. 239,11. 241,3. Horbern in Brdbant 385, 52. Herden, Cleseln, von Hof heim 1401 — 1402: 236, 20. 239,10. Mathias, von Boppart, not. 1500— 1507: 450, 33 ff. 456, 37. 470, 4. 497,37. 512,16. Heribertus archiep. Col. i 1021: 227,17. Herbipolis s, Wiirzburg. Herlisheim s. Herrnsheim. Hermann archiep. Col. 1495 — 1505: 388, 56 ff. 389, 9 ff. 392, 24. 394, 25. 407, 15. 411, 42. 417, 17. 448, 9. 455, 32. 509, 9 ff. — ep. Monasteriensis 1181: 40, 9. — ep. Würzburg. 1235: 177, 16. — magister domus Theutonice 1235: 177, 22 ff. — ord. s. Wilhelmi hist. 10, 6; 34. 16,31. — VI Markgraf von Baden 1238—1249: 46,26ff 51,4ff. 151,28. 178, 29ff. Hornberger, Joh., clericus de Laudem- borg, not. 1424: 294,32. Herre, Hensel, Ferge W. 1400: 650,21. Herrnsheim, Herlesheim, Herlisheim, Hernshcim KA. W. 49, 8. 194, 38. 424, 24. 487, 33. 521, 20. 539, 31. 540,2. 641,1. Hertelcder, Contz, Ferge W. 1400: 650, 23. Henne, Ferge W. 1400: 650, 22. s' Hertogenbosch, Hertzogenbusch, Busch 385, 54 ff. 387, 9 ff. Herxheimer, Jost, Jodocus, von Swetz- ingen, Notar 1500—1502: 451, 1. 472, 33. Herwigus ep. Misnensis 1110: 138,10. Horuli 7,13. Hesene 1260: 197,9. Hesse, Hesz, Herman, dec. b. Marie W. 1501: 449, 35. Simon, pf. Schreiber 1505—1506: 502,11 ff. 511,36. Hessen, Hassia, Heschen, 102,26. 289,1. 320, 6. 327,25. 410, 27. Landgrafen von: Hermann, Erzbischof von Köln 1495: 389,9. Philipp 1518: 630, 15. Wilhelm I 1488: 566, 28. Wilhelm II 1495: 389,35 ff. Wilhelm III 1495 — 1509: 389, 35. 393,23. 394,14. 448,11. 471,45. 474,47. 477, 25 ff. 487, 28 ff. 492, 6 ff. 494, 24 ff. 507, 19. 509, 50. 519, 30. 523, 27. 525, 37. 532, 40. Heuchelheim, Heucheleim, Hugelhoim pf. HA. Frankenthal 64, 26. Simon de, civ. W. 1260: 196,14. Hielst in Flandern, 'vielleicht Hülst 366, lOff. Hieronymus, Iheronimus 7, 10. 8, 28. 10, 28. Hierusalem s. Jerusalem. Hildebald, Hildebordus, Hildebrandus, Hiltebaldus, Hilteboldus ep. W. 979 -998 31,9ff. 104,4. Hildebertus rexFrancorum(ChildebertlH) t 711: 13,3. 16,16. Hildebrandt, Paulus, alt Bürgermeister von Speier 1500: 444,17 ff. Hildegarda regina t 783: 16, 26. Hildesheim, Bischof von: Joh. Schadlant 1363—1365: 67,2. 71,28. 72,1. Hirsuti comites s. ßaugrafen. Hirschhorn, Hirtzhorn, Hirshorn KA. Heppenlieim, can. W. 1507: 525,42. Catherina de, priorissa in Hochheim (». XV) 62, 17. Kngolhart von, 1507: 515, 32. Hirschhorn — Hunprecht. G85 Hirschhorn. Eucharius de, can. s. Andrcc W. 1499—1008: 440, 81. 534, .'if). Hans von, Ritter 1503—1508: 480, 25. 511, 35. Johannes von, Ritter 140T: 25G, 33 ff. Jörg von 1507: 515, 32; 58 ff. Prinengardis de, priorissa in Hocheim (s. XV) 62, 18. Hir/.berg, Ruine bei Heidelberg, Hertwicus de, 1249—1261: 152, 9. 158, 27. Hispania s. Spanien. Hitzhover, Hutzhofer, Cristoff, Licentiat, Advokat 1500-1508: 455, 2. 4(52, 2G. 469, 30. 531, 44. Hochheim am Main 218, 86. Hochheim, Hocheim, bei Worms 15,22. 1&7, 16. 231, 10. 424, 24. 446, 28. 493, 39 ff. 641, 2. Johannes de, civ. W. 1260: 196,13. Monastcrium monialhun, Corona celi 60, 5 ff. 62, 9 ff. 63, 13. CO, 10. 69, 18. 70, 16. Altäre: 8. Agnetis 63, 13. HS. Marie et Agnetis 68, 21. ss. Jacobi et Agnetis 63,22. Priorissae 61 f. Hoe, s. Höh, Hom. Höningen, Hegenen, Hagen bei All- Leiningen, Augustinerkloster 81, 41. 140,23. Hfoer, Ludwig, von Augspurg 1496: 405,13. Hofheim, Hoveheim, KA. Rensheim 43, 35. 236, 17 ff. 237, 9 ff. 238, 19 ff. - 242. 615, 24. Hofmann, Gregor, Buchdrucker W. 1542: 427, 56. Peter und Adam, zum Stern,civ. W. 1483: 609, 14. Hoheneck sü. Kaiserslautern, Henricus de, 1245: 192, 10 ff. s. Landolf. '■ohenfels, Hoenfels Ruine am Donncrs- &«V, Domini de 57, 5. iuniores de 159, 19. Philippus de 1242—1266: 55,38. 149, 13 ff. 150, 20. 151, 24. 152, 8; 20. 154,20. 155, 6 ff. 157,10 ff. 158,16. 159, 7 ff. 160,23.187,31. 194, 19. 197, 17. Philipp U8 iunior 1260: 196,5.197,18. I Hohenlohe, Hoeloch, Crafft Graf von, 1501: 464, 29 ff. Ilolderbann, Peter, Prior ord. Predic. W. 1507: 520, 49 ff. Holland, Holant 55, 2. 186, 30. 359, 15. 362, 2 ff. 546,10. Hoek und Kabeljau, Hucks und Kapelgaw 364, 33. Graf von: Wilhelm 1247: 219,8. Statthalter von: 359, 17 ff Holtinunt, Cuno, civ. W. 1410: 274,16. Herman sein Stiefsohn. Heinricus, mag. civ. W. 1253 — 1266: 153,29. 59,11. 160, 11; 33. 184, 32. Jacob, civ. W. 1407: 254, 7. Holtzhuser, Arnolt, Altbürgermeister von Frankfurt 1483: 602, 13 ff. Nomberg, Hoenberg, Homburgk, Hans von, mag. civ.W. 1504—1508: 483,48. 497, 38. 517,13. 521, 38ff. 533, 8. Horncl, Jacob 1410: 273,24 Honorius imp. 7, 8. Horb würt. OA. Stadt 494,50. Ilorchheim, Horgheymbei Warna 384,35ff. 416,39ff. 574,14ff. 577f. 579,17ff. Pfarrer: Philippus Hennerscheiin 1507: 511,50. Hörn, Hamman, civ. W. 1126: 312,38. 316,19. Peter, Maler W. 1496: 400,22. Hornberg bad. BA. Mosbach 517,47. Horncheim, dominus de 1261: 158, 16. Hornigen, Hensel, von Gernsbach 1419: 284, 22. Hornung, Jekeln, Metzler W. 1402: 642,19. Hüben, Friderich von der 1407: 260,18ff. Huchszer, Niclas, civ. W. 1500: 450,39. Hug, Graf von Werdenberg 1489: 562,40. 567,13. — Lesemeister zu den Augustinern W. 1401—1402: 238, 1 ff. 242,21 ff. Hughane, die W. 578, 27 ff. 580,24 ff. Hulon vielleicht Iluy 368,5 ff. Hulsz, Sigmund, pf. Schreiber 1503: 479, 9ff. Hüne, Hammann zum, Heimburger W. 1477: 230,43. Hungern s. Ungarn. Hunprecht, der, von Hofheim 1401—1402: 236,22. 239,12. 686 Huschan — Isenburg. Haschan, k. Kammerdiener 1508: 531,48. Huselkerne, Henne, Ferge 1400: 050, 22. Husen s. Neekarhauscn. I. J. Jakob Markgraf von Baden, k. Kammerrichter , Coadjutor von Trier 1441,51. 587,4. Ladenburg. Dom zu 477,20. Jacob von, can. W. 1407: 254,211'. Laist, Loyst, Anton, dec. s. Joh. Mog. 1502 — 1507: 474, 49 ff. 475, 2 ff. 478, 31. 483, 7 ff. 487, 6 ff. 490, 14 ff. 491, lff. 511,19ff. 516,25ff. 520, 50ff. 522,36 ff. 525,51 ff. 527,16 ff. 583,14 ff. Baptist not. 1507: 512,18. Lam parter Dr. 1518: 631,26. Lampertheim KA. Uemlieim 238, 10 ff. 481,22. 615,23. das nuwe schlosz 486, 45. Landau, Landaw 512,31. 531,6. Hans von, k. Schatzmeister 1499: 425,44. Landolphus, Landolfus, dec. eccl. m. ep. W. 1234 — 1247: 21, 32. 47, 11 ff. 48, 35 ff. 56, 26. 74, 5. 147, 20 ff. 151,10«'. 170,30. 173,15ff. 177,711'. 208, 23ff. 216,411'. 233,8. Landsberg, Landsperg in Baiern 492, 27. Landschaden, Lantschad, Hans, Ritter, Burggraf zu Alzei 1501 — 1518: 446, 28 ff. 522,2«'. 630,5. von Steinach, Cuncze 1407: 260,17. Lang, Philipp, von Gartach, Unterschreiber, Notar, Geriehtsschreiber W. 1498 — 1509: 414, 34ff. 421,13ff. 425, 22 ff. 434, 43 ff. 470, 3. 511, 32. 527, 8 ff. 534,15. 535,23. 541,25. Langcnheintze, Getz, von Hofheim 1402: 236, 24. 239,14. Langer, Job., Proktirator am Gerieht zu Rom 1507: 521,27. Lane, in vico (Wollgmue), Eberzo, cons. W. 1253: 153,29. 184,31. Lapide de s. Stein. Larloversheim 36, 8. Laumersheim, Lumersheim ii. (Iriitisliull. Berchtoldus de 1258: 195,28. Pranco de 1266: 160,24. Lauriacum, Lauricensis urbs s. Lorch. Laurissa, Laurissensis s. Lorsch. Lautern s. Kaiserslautern, Kreuznach, Stein. Laute, J. L., Stadtarchivar W. 1730: 632, 30 ff. Lebe, Jacob, Hutmacher, civ. W. 1500: 450, 38. Lech, Licium 29,11«'. C88 Lechfeld — Liszlenheim. Lechfeld 203,22. 495,15. Ijciningen, Liningen, Lynigen gm. Gri'm- stadt: Herrschaft 384, 37. die Liningschcn 496, 2. Stadt 84, 20. Grafen von: Eberhard 722«: 167,4ff. Kinicho 1249—1269: 151,2!). 153,15. 154, 14 ff. 155, 22 ff. 156, 39. 157, 9 ff. 159, 3 ff. 161, 14 ff. 183,1 ff. 188,34. 193,32. 194,18. 195, 24 ff, 197,29. 214,43. Emicho ep, Spir. 1321: 68,20. 69,3. Emicho 1308: 72, 16 ff. Emicho 1420— -7427:289,40 ff 332,23. Emicho 1602 — 1507: 471,44. 512, 32. 519, 31 ff 525, 38. Friedrich 1230: 148, 2ff. 214,43. Friedrich 1245 — 1269: 150, 35. 151,29. 156,39. 159, 21 ff. 160,39. 161,14. 210,43. Friedrich 1407 — 1420: 264, 9. 289,39. Heinrich, Bischof von Spcior 1250 —12(19: 152,24.153,16 ff. 156,38 ff. 159,11. 161,12. 188,33 ff. 189,8ff. 191, 9 ff. 197,1611'. Heinrich Bischof von Worms s. Saarbrücken. Joffrid, prep. eccl. in. Mog. 1407: 267,14 ff. Leiningen - Westerburg, Cuno Graf von 1607: 519,31. Leiningen, Joh. de, pleb. s. Michaelis W. 1607: 512, 22. Leiselheini, Luszelnheim, Lusselheim, Liszlenheim, KÄ. >F.424,25. 442,28. 641, 2. Pfarrer von: Bartholomaeus 1507: 528, 27. Lenttersheyn, Cristoffel von 1507: 515, 28. Leo III papa t 816: 9, 27. 15, 30. 17, 9. — IV papa -\fS55: 19,25. Leonhardus mag. Pred. 1429: 62, 7. Lesehe, Leschen, Ketterchin, von Hofheim 1401—1402: 236, 21. 239, 11. Peter, von Hofheim 1401—1402: 236, 21. 239, 12. Lettwoilcr, Litwilre, bei Obermoschel in der Pfalz. Jacobus de, mil. scult. in Oppenheim 1257—1268: 155, 19. 194, 36 ff. Lewcnstein s. Löwenstein. Lewenstein, Johann, probst zu Wirtenberg 1498: 422, 25. Licium s. Lech. Lidriehisheim, Lidersheim, Ligriaheim, Wüstung bei Worms, jetzt JAlters- heimerlmf 193, 38. 194, 15. 224, 5. 326, 8 ff. Liebenau, Libenaw , Frauenkloster Predigerordens bei W. 66, 9 ff. 69, 18. 70, 15. 71,31. 72,8. beata Irmengardis 71,31. 72,8. Liechtenstein, Albertus de 1249: 152,8. Gerhardus de, subdiaconus W. 1270: 161,34. Johannes de, 1260: 197, 21 ff. Lyffrit, Simon 1496: 404, 5. Ligurno s. Livorno. Limburg lienedietinerld. bei Dürlchciw Abt Stephanus c. 1100: 130, 10 ff. Lynck, Johannes mag., Schreiber des Bischofs 1426: 310, 24 ff. 313, 7 II'. 325, 12 ff. Lenhart, civ. W. 1607: 517, 43. Lindau, Lindaw am 7iodewsce 398, 2. 404, 28 ff. 418, 44. 436, 54. 514, 46. Lyndorn, Hans Schott zu 1507: 515, 29. Lindlaub, Joh., scol. W. 1499: 440,28. Linertin,Margaretha, priorissainllocheim 1 1482: 62, 25. Lingenfeld bei GermersJieim 165, 5. Linz, Lyntz in Oestreich 569, 35. Lyon, Lugdunum 165, 3. 180, 3 ff. 181,13- 191, 28. 217, 39. Lugdunensis provincia 7, 19. Lisberg, Liszperg, Liesperg, Liszpurger, Hainmann gen. Rebstock, Neuner, mag. civ. W. 1483—1509: 83, 1°- 382, 5 ff. 385,10 ff. 389,4; 45. 399, 20. 406, 10 ff. 414,8. 416, 28 ff. 420,12«'- 423,14. 426,17. 429,4. 435,21 ff. 443, 1 ff. 449, 17. 450, 21; 26. 451, öl **'• 456, 13. 457, 13. 458, 42. 470, 7. 474, 24. 475, 17 ff. 490, 10 ff. 491, H ff - 499, 34. 501, 30. 507, 22 ff. 513, 1 ft - 535, 22. 546, 17. 564,16 ff 577, 39. 578 f. 609, 6. 616, 13 ff. Elisabeth ux. sua. Johannes, mag. civ. 1426: 312,^ • Ludwig, cons. W. 1496: 391, 32. Liszlenheim s. Leiselheim. Littert — Lutenbach. 689 Littert (V), Ysach von, .Tudenrathaherr W. 1505: .007,53. Litwilro s. Lettweiler, ''""vinua, Lulei 1258: 195, 19. Livorno, Ligurno 398, 18 ft. Ubenfeld, Logenveit tu. Heidelberg, ■Auguatinerkl. 140, 22. Lochau, Lochaw 537, 47. Löwenatein, Lewenstein ew. Heilbronn. Graf von: Ludwig 1494—1007: 375, 32 ff'. 384,25. 4G4, 29 ff. 472, 23 ff'. 474, 35. 484, 13 ff'. 502, 31. 509, 25 ff. 512, 32. Löwenatein, Lewenstein Ruine bei Niedcr- Moschd BA. KircMieim- Bolanden. Wolf'ramus nobilis de 1X1-1270: 168, 15. 161,86. W>ffler, Adam W. 7502: 471,50. bogenvolt s. Lobenfeld. "imbardei, Lombardia, Lumbardien 50, 32 - 175, 8. 210, 27. 214, 17. 217, 7. 398, 44 ff. T 'Onstein, Arnolt von, dee. s. Martini W. ^07:259,41. 0lc h, Lauriacum, Lauricensis urba, in OeMreictb 13, 29; 32. J °reb, Lorcha am Rhein 181,4. 'Orentz von Bibarach ep. Wurzburg. T t«öö: t399, 2. Owch, Laurissa, Laurisaensis, Laurissa- tiensis RA. Bensheim, Bencdictiner- »btei a. Nazarii 27, 6 ff. 28, 7. 58, 3. 1() i 21 ff. im 32. 473, 23 ff. 660, 38. | 661,22. Abbas: Samuel 838: 23, 18 ff, J °tlmv I i mp t S66 . 17 85ff 21 - r 28, 5. Othar I rex 1125-1137: 37, 24. 38, 13. r 13 3, 1 ff 140, 25 ff. 'Othnngen, Lottringen, Herzog von: ßeinhard, König von Jerusalem und öicilien 1473-1495: 357, 32 ff'. 394, 23 ff iüil , Lotrin K iwl1 cdelleut 357, 24 ff'. er > Hana, von Ridlingen gen. Weisz- gerber, Schulmeister 1499: 430,4011. J '" P11 s. Lucca J;^uapoota3,33.4,5;ll. ' Uls ' G °Wsclnnied, Schwager des Kunz Ton der Rosen 1497: 572, 25 ff. Woraisor Chroniken. Lucca, Luca 108, 22. 398, 20. Luchau, Lüchaw, Alexander von 1507: 515,27. Ludbertua ep. Mog. 806: 25, 18. Ludwig, Lndovie.ua, Lodewicus, Pius 1840:8, 80. 16,16. 17, 20 ff. 28,4. - der Deutsche f 876: 21, 7 ff. 24, 22 ff. 28, 5. — II \876: 24,29. — III t 889: 25, IG ff. 27, 5 ff'. 28, 6. — das Kind 900: 31, 4. — II Pfalzgraf 1249—1270: 151, 18 ff. 156, 15. 161, 13. — III Pfalzgraf 1378—1430: 15,16. 62,6. 77, 3; 18 ff. 236.13 ff. 239,20. 240, 1 ff'. 241, 20 ff. 270, 6 ff. 278, 37 ff. 282,42ff. 290,7 ff 294,3711'. 297,4211'. 310, 17. 315,13. 322,16 ft'. — IV Pfalzgraf 1424—1449: 79, 25 ff. 81, 26 ff. 301,1 ff. — V Pfalzgraf 1478—1644: 395, 4. 401, 1. 436,50 11. 538,15 ff. 625, 23 ff 630, 911'. 632, 25 ff. — Graf von laenburg 1483—1505: 375, 24 ff. 483,55. 503,25. 505,9. 591, Uff. — Graf von Löwenstein 1494—1507: 375, • 32 ff. 384, 25. 464. 29 ff. 472, 23 ff. 474,35. 484,13 ff 502,31. 509,2511. 512,32. — ep. Spir. 1483-1504: 474, 45. 492, 2 ff. 591 ff. 601 ff. 608,21. — de Ast, prep. eccl. m. W. ep. W. 1445: 82, 3 ff. 83, 19 ff. Lüttich, Luttich, Luttig, Lutich 354,6. 362, 39 ff. 364,38. 368,8. Stift 385, 31. Bischof von 1495: 401, 3. Luff'dig, Lupft'dich, Dr. .loh. 1507—1609: 517, 33. 523, 25. 525, 31. 531, 43. 541, 5 IV. Lufft, .loh. a. Pauli dec. 1499 — 1501: 440, 29. 449, 34. Lugdunum s. Lyon. Lulei t, Livinus. Lumersheim s. Laumeraheim. Lump, Hans, Weber W. 1500: 450,32. Lupi, .loh., vic. eccl. m. W. (s. X V) 82, 35. Lupoid (von Sclicinfeld) ep. W. 1196 — 1217: 42,12ff'. Lutenbach, Job., vic. s. Pauli W. 1499: 428, 6. 44 690 Lutra — Mainz. Lutra s. Kaiserslautern, Kreuznach, Stein. Lutri, Dr. Dietrich 1609: 541,3. Lutzelkolbo, frater Gerhardus, ord. Min. 1233: 169,80. M. Maas, Masz, Mas, Fluss 363, 8. 387, 30ft. Macherer, Contz, Metzler W. 1402: 642,15. Machtolffe, Joh., zu Rinecke, civ. W. 1401 —1402: 236,37. 237, 46 ff. 242, 22 ff. Machtolhoff, Hanso, W. 1007: 612,19ff. Madern von Umbstatt 7500: 451,1. Mage, Heinrieh, civ. W. 1495: 391,31. Magnus, Gerhardus (de Krenburg), civ. W. 1246—1261: 150, 41. 157, 38. 158,35. 179,28. 196,1. Mailand, Mediolanum, Meylant 40,2. 217,8. 398,3; 37 ff. 404,45. Herzog von 398, 36. Herzogin: Maria Bianca 1494: 376, 32 ff. Main, Meyn 218,36. 494,22. 543,14. Mainz, Moguntia, Mentze, Meintz 7,15. 8, 10. 10, 8 ff. 22, 27. 23, 2. 26, 32. 27,8. 40, 2 ff. 54,18ff. 55,13. 56, 8ff. 57, 16. 65, 11. 71,11. 72,5. 74,81V. 87, 25 ff. 88, 4. 108, 18 ff. 109, 23. 152, 29 ff. 153, 34 ff. 156, 21 ff. 160, Off. 169,8. 181,6. 185,32 ff. 187, 6 ff. 188, 2 ff. 192, 22. 193, 4 ff. 217,19. 234,9. 268, 27 ff. 270, 8 ff. 287, 46 ff. 338,10 ff. 352, 35 ff. 357,5. 364, 38. 368, 1611'. 375, 26 ff. 381, 36. 409, 31. 412,23. 419, 16. 422,30. 423, 12. 426, 18 ff. 433, 1 ff. 435, 9. 460,8; 59. 475,1 ff. 470, 27 ff. 483,41. 484, 33 ff. 485, 43 ff. 487, 6 ff. 490,13 ff. 491, 1 ff. 494,7. 503,26. 504, 19 ff. 511, 20ff. 514,13 ff. 516, 49 ff. 520,5. 526, 36 ff. 532, 2 ff. 533, 45 ff. 542,4. 543,12. 564, 29. 576, 20. 604, 27. Castrum (Martinsburg) 90, 2. Herberge zum Rosz 433, 23. s. Victorsberg 494,19. Wisenaw 494, 20. Bürgermeister: Joh. Swalbach 1407: 260, 18 ff. Kirchen: zum h. Crutz 503,36. s. Gangolff 245, 45ff. Mainz, Kirchen etc. s. Johann 474,49. in ambitu 491, 40. 512, 16. 520, 53. b. Marie ad Oradus 234, 10. Predigerkloster 503, 41. s. Victor extra muros 32, 22. 103, 13 ff. provincia 170,19. Synodus 141, 1. Erzstift 43, 7ff. 516, 5. Erzhischöfe: 566,26. 598,1. 003,43. Adclbertus 1116: 36,12. 37,9. Arnoldus f tl60: 40,6. Beroldus, Geroldus 10,10; 28. Bertold Graf von Henneberg 1488-1501: 383,16ff. 386, 3ff 388, 56. 389, 1 ff. 392, 9 ff 394, 34 ff. 399,29. 402, 44 ff. 404, 30 ff. 406, 27 ff. 410,17 ff- 417, 7 ff. 426, 18 ff. 430, 49«' 443, 11 ff. 447, 18 ff. 452, 26 ff 457, 30 ff. 462, 28 ff. 470, 10. 562,37. 570,20ff. 573f. Bonifacius f 766: 11,3. Christian II 1250: 152, 23. Conrad III 1420—1429: 77, 3; 17- 286, 44 ff. 294, 36 ff. 297,40 ff. 315,12ff. 320, 7ff. 327,25ff Conrad 50,32. 175,8. fälkhM* für Siegfried. Ditheraa de Isenbnrg I460-— 1479: 87,25. 89, lff. Gerhardus comes silvestris 12&' —1258: 54,22. 55,4. 168,28* 154, 4 ff. 186, 4tf. 187, 22. 189, 4 ff. (54,22. 55,4. 186,14. 187, 22. Gerlacus verschrieben.) Gerlacus 1368: 72,15 ff. Gervilio 10,11; 29ff. Jacob von Liebenstein 1606—^ 1607: 502, 28 ff. 507, 4. 523, 20- Johannes II Graf von Nassau 1406—1411: 76,2ff 234,23«- 245, 41 ff. 247, 45 ff. 252, tO* 257, 11 ff. 270, 8. 278, 85 «■ t 291,16. f 295,44. 310,1«- Ludbertus 866: 25,18. Rabanus t 866: 22, 30. Siegfridus II 1200-1230: 43, 13 ff Mainz — Meyhel. 691 Mainz, Erzbischöfe etc. Siegfridus III 7230— 1249: 40, 25ff. 51, lff. 149, 3 ff. 160, Uff. 151, 11. 169, 6ff. 170,17 ff. 178, 16. 178,26ff. 179,10. 180,6ff. 181, 9 ff. 216, 37 ff. 218,19 ff. 238, 12. Uriel von Gemmingen 1508 — 1509: 530,18 ff. 538,13. Wernherus 1260—1269: 56, 11 ff. 156,38ff 157,12ff. 161,11 ff. Willigisus 975 — 1011: 102,30ff. 106, 7 ff 109,17 ff. Vitzthum von: Emerich von Carben, lütter 1507—1508: 523,28. 535,41. Mainz, Catharina de, priorisaa in Hocheini 1429: 62, 4. Salmannus de, ep. W. f M69: 69, lOff. Miilesbach g. Mühlbaoh. Malger Heide, Malateer heyde in Graubünden 437, 6. JJange, Hauptmann (s. XV ex) 359, 10. Mangolt, Hans, Dr. 1608: 531,14. Mann, Conrad, dec. g. Andree W. 1199: 440, 21. Mannheim 493,31. Henne de, Ferge W. 1400: 650, 37. Marburg, Marpurg 65,3. 186, 32. 478, 30. Conradus de, ord. Pred. 1231: 168, 21 ff. *aroi, Johannes, oan. g. Mart. 1499: 5,8ff. 440,34. Marckart, Marquard, Balthasar, Dr. 1496: 404, 4. Hans, cons. W., mag. civ. 1498— 1504: 414, 9 ff. 415,12. 429,4. 445, 5. 450, 26. 457,22. 459,11. 461,6. 474,24. 496,45. ~ scult. in Oppenheim 1241 — 1245: 148,16 ff. 149, !6. 150.37. ^'aveomanni 3, 15. Ma rgaretha uxor Henrici (VII) regis, filia d «cis Austriae 1283: 146,26ff. ~ "Ha Maximiliani regis 1507—1508: ß 12,39. 535,31. l'riorissa in Hochoim (s. XIV) 61,19. jp'ggravii, Jacobus, civ. W. 1346: 151, 2. Mar] a Bianca, Gemahlin König Maximilians 1494-1502: 376,32ft. 395,33 ff. Maria Bianca. 899,38ff. 405,47ff. 457,27ff. 474,41ff. 572,1; 81. Marschalck, Philips, zu Wolffsberg 1507: 515,21. Martinus s. 6, 8 ff. — V papa 1424: 290,44. —, Wilhelm, cons. W. 1426: 316, 20. Marxstat s. Mörstadt. Mas/, t. Maas. Massenbach, Wilhelm von 1507: 515, 40. Mastricht, Trajectum superius, Masterich 42, 3. 381, 33. 385, 32. 387, 32. Masungus, Wernherus, de Altzeia 1261: 158,11 ff. Matilda, Mechtildis, soror s. Burchardi ep. W. c. 1000: 21,23. 32,16. 112,6 ff. Matthaeus, Mathias, Mathis ep. Gurcensis 1508: 533, 13. — ep. W. 1405—1410: 75,12ff. 213, 7 ff. 221, Uff. 234,24. 243, 27ff. 248,23ff. Mauchenheim, Mouwenheim Str. Alzei 153, 8. Maudach, Mudach bei Ludwigshafm 156,8. Maulbrunn, Mulbrun, CiMersienaerablei 79, 13. Maximilian, Max rex 1486—1519: U, 42 ff. 81, 32; 49. 91,15ff. 362, 4ff. 373-543. 546, 4 ff. 563, 20 ff. 570 ff. 629 ff Maria Bianca ux. sua. Mecheln 382,12. 387, 7. 388, 10. Mechinger s. Memmingcr. Meckenheim, Eckebrecht von 1424: 294,27. Mecklenburg, Mechelburg, Herzoge von: 389, 34. Heinrich 1495: 391, 29. 392, 10. Modern, Else, von Hof heim 1401—1402: 286,19. 239,9. Mediolanuui s. Mailand. Meffridi, .loh., dec. b. Marie W. 1407: 254, 6 ff. 259,42 ff. Mege, Petir, cons. W. 1419: 284, 46 ff. Meyhel, Meyel, Myhel, Myhell, Balthasar, Stadtschreiber, Schultheisz von W. 1502-1518: 474,26. 494,32 ff. 495,61 ff. 502,42ff 509, 4ff. 514,52ff. 517,15ff. 521, 28ff. 527, 8ff. 529, 46ff. 534, Uff. 535,23. 640,18«. 629,17 ff. 647,33. Heinrich, mag. civ. W. 1493: 374, 23 ff. Melchior, acult. W. 1502: 475, 28. 44* 692 Meyer — Morini. Meyer, Abrahams son 1505: 507,53. Lesars son 1505: .007,54. Meylant 8. Mailand. Meyn 8, Main. Meynartzhagen, Diederich, Dr., civ. Col. 1507: 517, 26 ff. Meiningen 503, 35. Meintz, Mentz 8. Mainz. Meissen, Misnensis ep. Herwigus 1110: 188,10. Melbaeb, Heinrieh, W. 1500: 456,86. Melknecht, Martin W. 1500: 456, 86. Memmingen, Memingen 506,41. 528,29. Habanus de, can. eccl. in. W. 1450: 83, 6. Meiiiniinger (Mechinger), Nicolaus, eiv. W. tS69! 56,13; 30. 188,7. Moni,/,, Balthasar, zum Walde, scult. W. 14i)ö: 399, 21. Mentziger, Ulrich, civ. W. 1404: 383,46. Mentzingen, Philips von 1515: 515,33. Mergetheim, Nichius, cons. W. 1483: 591,34. Merseburg, Mersburgensis ep. AI vi nun 1110: 138,9. Mersperg s. Morsperg. Mertesbeim bei Grünstadt 224, 11. Mertz, Cflnrat, mag. civ. W. 1407: 254, 7 ff. Mertzman, Hans, von Gernspach 1419: 284, 1. Metellus 482, 40. Mettenheim bei Wonm 223, 25. Mettenheimer, Mettenhemmer, Jörg, cons. mag. civ. W. 1408 — 1507: 421,35. 432, 40 ff. 459,11. 461,7. 474,25. 475, 21 ff. 512, 2 ff. Metz 357, 20 ff. Bischöfe: Arnulphus 10, 27. Dietrich 1864: 71,26. Metz, Metis, Berchtoldus de, vicedominus W. 1261: 158,14. Uodelmannus de, civ. W. 1250: 195, 28. Metzler, Christman, von Bingen W. 1502: 475, 29. Thiel W. 1495: 392,31. Michael, thesaurarius domini c. 1110: 40, 17. Michel, duchgewender W. 1502: 475,29. Michels Hans, Richter W. 1494: 383,46. Myel, .loh., institor W. 1424: 284,37. Myhel s. Meyhel. Militellus,ülricus,marscalcus 1235: 176,4 ff. Wernherus, cons. W. 1246—1266: 151,1. 160,34. Minden, ep. Godefridus 1321: 68,25. 69,3. Minores fratres 168, 31 ff. Minzenberg, Myntzenberg, Grafen von: Philipp Graf von Falkenstein 1405: 245, 9 ff. Reinhart, (Jraf zu Hanau 1505: 503, 38. Ulrich 1260: 152,27. Misnensis g, Meissen. Morsperg, Mersperg, Caspar, Freiherr von M. und Beffort, Ritter, Land* vogt im Klsasz 1500—1607: 458, 26 II'. 512,4911. 517,31. 522,30ff. 525,37(1'. Mörstadt, Marxstat, Mergestat bei, Worms 73, 11; 40. Moguntia s. Mainz. Moluni 8. Mühlen. Momenson, Valentinus, von Speier, Notar 1498—1500: 414,34. 421,13. 450,32; 42 ff. 456,37. Momfford s. Montfort. Mommenheim, Mumesheim, KA. Oppenheim 197,22. Mompelgart s. Montbeliard. Mönch, Monich, Eustachius 1600: 452,45. 454, 56. Henne, Ferge W. 1400: 650, 21. Mönchen s. München. Monetam, Wernherus retro, cons. W> mag. civ. 1263—1266: 153,28. 155,36. 160,33. 184,27. Monsheim, Monszheim KA. W. 294,28. Montbeliard, Mompelgart, Mümpelg»" 420,36. s. Wirtemberg. Montemar, Montemartis, Joh. de, scol. eccl. m. W. 1480: 82,23. Montfort, Momfford, Monffort, BA. Ober- moscliel. Anthis von, Ritter 1406: 248, 35 ff 274, 38. Montpellier, Mons l'cssulanus 58, 1. 61,8. 288,31. Monzernheim, Muntzenheim, KA. "■ 224, 14. Morbegno, Werwegno in Oberitahc* 1 404, 43. Morini 7,18. Mornmn — Neumarkt. 693 Morman, Joh., can. s. Pauli W. 1500: 4f>0, 48. Moro, Gerbodo de, cons. W. 1266: 160, 11; 32. Godefridus de, cons. W. 1266: 160, 10; 81. Gozzo de, cons. W. 1253—1266: 153, 27. 160,32. 185,3. Morssheiroer, Hans, Burggraf zu Alsei, Fant zu Germersheim 1487—1502: 383, 22 ff. 384, 37 ff. 470,32. 550, 28 ff. »1,21. 552,37. Marcus, Dr., gen. Wagentreyber 1507: 512,18. Marx. gen. Wagentreiber, cons. W., Hausgenosse 1483 — 7505: 383, 40ff. 404, 55ff. 429,37ff 460,32; 40 ff. 546,46. 551, 3 ff. 596,47. 609, 4. Moszbaeh in Baden 562, 35. Moszbach, Jörg, k. Seorer&r und Advocat der Stadt W. 1505 — 1508: 508,37. 609, 13 ff. 517, 7 ff. 523, 54. 524, 8 ff. 681, 47. Mossenheim, Jacob, Dr., Advocat der StadtW. 1494—1508: 382,4ff. 403,22. 404, 26 ff. 414, 8 ff. 416, 5 ff. 426, 17. 429, 10. 441, 39. 443, 1. 451, 51. 456, 10 - 461, 5. 474, 23. 483, 49. 491, 11. MO, 3. 534,12. 574,15. M °uvenhci 111 ». Mauchenheim. «»dach s. Maudach. Mühlbach, Maleibach, Bach bei W. 224,13. Mühlhoin,, JVIoluni, Mulne, Mulenheim, Kloster bei (hthofen 140, 23. 149, 8. Wernherus de, procurator cenobii Kirsgart. 1258: 195, 13. ule > Jacob, Stadtschreiber W. 1426- «»?.' 315, 10 ff. 316, 20. 331,4. 333. 13 ff. "lhausen, Mulhausen im Jilsasz 411, 43. *«!«, Cristoff, Dr. 1507: 525,26 ff. Mür "P0]gart 8. Montbeliard. ^nchen, Mönchen 502, 30. 567, 32. •Mter, Monasteriensis ep. Hermannus ««*: 40, 9. fjulbron 8 . Maulbronn. Ul "oshcim g . Moniraenheim. N. Narbonensis provincia 7,19. Nassau, Nassaw, Nassow, castrum 38, 34. Grafen von: Adolf (N.-Wiesbaden) 1494 — 1608: 386,5. 404, 52 ff. 407, 10. 408, 28 ff. 411, 10 ff. 416, 20ff. 417,25flf. 420,13ff. 424,33ff. 433,13 ff. 452, 48 ff. 463,49 ff. 467, 60. 483, 55. 503, 25. 505, 9 ff. 535, 52 ff. 537, 3 ff. 580,18 ff. Johannes (Dillenburg) 1507: 522,29. Philipp I 1420: 289,38. f 300,41. Philipp 1500: 452,49. (Walram I) 1250 — 1260: 152,25. 157, 2. Nagsau - Saarbrücken , Herrschaft von 446, 88. Nauclerus s. Fergenhans. Ncapolis 53,36. 185,15. Neckar, Necara, Necker 161, 29. 517, 46. 650, 10; 29. Neekarau, Neckerawe 80. Mannheim 158, 23. Neckarhausen, Husen super Necara ö. M a n n h e im 161,29. Necellinus c. 1100: 131, 37 ff. Nemetes 3,15. Civitas Nemetum s. Speier. Nerdden, riclkicht Naarden in Holland 359, 16 ff. Nero imp. 4, 17. Neuenburg, Newenburg am Bhein 438, 20. Neuonheim, Nuwcnheim bei Hcide.lbcn/ 247, 6. Neuhauaen bei Worms, Newhawgen, Nu- huszen, aala imperatorit qoae prius fuit aula Dagoberti regis Francorum 24, 5. 31, 4. 73, 16ff. 91, 24. 140, 31. 172,10 ff. 188,29. 250, 24 ff. 256, 32 ff. 269,45ff. 311,16. 312,38ff. 321,16ff. 322,13ff. 323, 41 ff. 326,41ff. 331, 5ff. 425, 33. 429, 23 ff. 459, 24. 471, 19 ff. 487, 37 ff. 491, 14. 503, 17. 504, 18. 516, 40ff. 532,18ff. 533,45ff. 542,4. 5115,39 ff. 641,1. castrum regum Fran- ciae 8, 35 ff. Stift 8. Worms, Kirchen. Röthers hus 471,36. Neuniarkt, Nuwenmargk bei Begcnsburg 496, 42. 694 Neuss — Odenwald. Neuss, Nussia, Nusz, Nuisz, Newsz am ülrnm. 181, 2. 361, 22 ff'. 362, 36 ff. 385, 26. 509, 29. 558, 24. Neustadt, Nuwenstadt, Newenstat an der Hardt 156, 16. 357, 7. 610, 4 ff. Landschreiber zu 610, 3 ff. Vitztum: Haneman von Sickingen 1402: 239,28. Neustadt-C Wiener), Newenstat 547, 12 ff. 554, 4. Neuweiler im fflsass K. Zabcrn 223, 21. Newcastle, Nukastell in Schottland 355,1. Newcnberg ep. 218, 35 falsch. Neydeck, Hans von 1547: 515, 39. Neydecker, Nydecker, Dr. 1500 — 1507: 455,30. 517,31. Neypperg, Neyppurek, Nypurg, Diether von 1507: 515,43. Ebert von 1507: 515,43. Nibelungus custos eccl.m. et prep.s.Pauli W. c. 1150: 198, 81. Nickel, Philipps, vic. eccl. m. W. 1503: 478, 23 ff. Nicolaus I papa 864: 24, 30. — abb. Schonau. 1500: 451, 58. Niclas, Veit, Gerichtsknecht W. 1490: 426, 11 ff. Nidda fluvius 151, 8. Nider, Joh. Dr. fl438: 72, 13 ff. Niederlande, Nyderlande. Niederlender. Nidderlondische stette 354, 8 ff'. 361, 24 ff. 364,31ff. 388,9. 389,2. 392, 5ff. 420, 60. 421, 32. Niedesheim,Nitdensheinif>/'..BA2 II'. Pistor, ,Toh., pleb. s. Amandi W. 1507: 512,22. Plenningen, von, Pleninger, Dietrich, Dr. vic. ep. W. 1487—1493: 374, 24 ff. 551, 21 ff. •'ob., Dr., ean. ecel. W. 1488—1499: 408,38. 423,27ff. 425,33.434,14 II'. 440, 27. 562, 39. Pompeius 482,41. Pra g 75,28. Dr. Pragensis 1479: 88, 4ff. Praedioatores, Prediger 61, 7ff. 67, 3. 168, 31. s. auch Worms. Preussen, Prusia, Prussia 71,29. 72,2. P«est, Michel de, ean. Wratialav. 1415: 282, 34. nill »i «. Pfirimm. Profant s. Brabant. Prüschenk, Bruschenck, Sigmund 1488— 1489: 562, 40. 567, 88. tolemaeus Phendensis, Pelusiensis, astr. 5, 23 ff. yuaddi 7,18. Qttatober in Tyrol 530,86. Queich, Job., Schultheis W. 1474: 383, 45. K. Habanus, Raffen, Rafan, archiep. Mog. 850: 22, 30. — ep. Spir. 1407—1429: 252,35ff. 257, 12. 290, 12. 301,10. 332,18ff. Rade, Petrus zum, civ. W. (s. XV) 83,8. Mechtildis uxor sua. Raf 8. Rav. Raimundus (Peraudi) Kardinallegat, tit. s. Marie nove 1502—1507: 471, 19ff. 472,19ff 478,33ff. 482,370. 516, 24ff. 583, 8 ff. Ramberg, Heinrich von f 1424: 291,15ff. Wernher von 1410: 269,13. Randecke, Gotefrid von 1427: 326,27 ff. R.aparius, Herburdus, civ. W. 1246: 151,2. Rape, Albertus, cant. W. 1245: 192,1 ff. Jacobus sein Bruder s. Stein. Rappe, der alte, W. 1410: 274,2911. Peter zum, mag. civ. W. 1426: 334, I) ff Hans, Wächter W. 1427: 367, 36. Ratisbona s. Regensburg. Raugral'en, comites hirsuti: Conrad 1245 -1260: 150,36. 152,26. 157,1. 197, 17. Eberhardus (de Hamburg) 54, 36. s. Worms Bischöfe. Emicho (de Bamberg) 64, 3. s. Worms Bischöfe. Friedericus (de Bamberg) 60, 28. s. Worms Bischöfe. Gerhardus (de Bamberg) 64, 3. s. Worms Bischöfe (Eberhard, Friedrich und Gerhard Gebrüder). Heinrich 1249—1260: 151, 24. 157, 1. 194, 5 ff. 197, 17 ff. Rupertus, frater ep.W. 1260—1271: 157, 1. 158,13. 161, 38. 197,17 ff. Rarem» 115,16 ff. 146,4. 171, 7. 206, lOff. 214,19 11'. Rftvennas, Petrus, Dr. 1509: 543,16 ff. Ravensburg, Rafenapurg, cluim. Reichsstadt in Wirtemhcrg 514, 46. 541, 6. Razo ep.W. 999: 31,28. 32,32. 105,20tf. Rebdorf, Repdorp bei Eichsiädt Augustinerkloster 80, 31 ff. Rebstock s. Lisberg. Regenmarus, pater s. Eckenberti c. 1100: 129, 6 ff. Hebeche uxor sua. 698 Rogensburg — Rodenstein. Regensburg, Ratisbona, Regcnspurg 5,17. 337, 31. 373, 25. 496, 31 ff. 521, 22. 535, 25 ff. Reichenau, Richenaw, am Bodensee, Abt von 1497: 407,30. Reiehenbach, Richenbach, Joh. de, diaconus, can. eccl. m. W. 1270: 161, 33. Reiclienstein, Richenstoin, castrum, bei Bingen 52, 4. 183, 9. Rein, Philips, mag. artium, Pfarrer zu s. Lamprecht W. 1497: 406, 22 ff. Reinhardus, Reinhart, dux Lotharingie 1473-1496: 357,32. 394, 23 ff'. — Graf von Hanau 1004—1605: 483, 56. 503, 25. 505, 9. — de Siekingen ep. W. 1445 — 1482: 81,4ff. 83,9. 84,26ff. 221,40ff. 337, 15 ff. 460,40. t. r )58,19. f 587,3 ff. — de Riburg, cant. eccl. m., ep. W. 1503—1523: 95,1 ff. 439,61 ff. 482,47 ff. 495, 33 ff. 496,15 ff. 507,18. 508,17 ff. 511,35. 514,22 ff. 517, 29 ff. 520,40ff. 529, 17 ff. 534, 50 ff. 540, 27 ff. 625, 30 ff. 632, 41 IC Reinhart, Götze, von Gernsbach 1419: 284, 6 ff. Reyse, .loh., von Frankfurt 1600—1601: 455, 5, 464, 26. Reytzstein, Reytzenstcyn, Thomas von 1607: 515, 30. Wolff von 1507: 515,31. Remorum urbs (Heims) 7, 17. Renouardus ep. Eystetensis (falsch) 138, 9. Rhein, Rhenus, Rin, Roynstrom 7,12. 9, 5 ; 16. 17, 5. 22, 12; 29. 26, 3 ff. 27, 8 ff. 44, 33. 48, 26. 52, 4. 54, 19. 55, 24. 78,10. 81, 6. 84, 6; 19 ff. 88,7. 90, 27. 93, 27 ff. 94, 21 ff. 136, 10. 152,29. 155, 1. 158,25. 161, 6 ff. 165, 19. 186,11. 192,7. 203, lOff. 207,16ff. 217, 28. 219, 35 ff. 223, 23 ff. 234, 9. 276, 8. 284, 7 ff. 361, 31 ff. 377, 36 ff. 384, 31 ff. 389, 11. 390, 5 ff. 397, 31. 416, 17. 421, 32. 432, 42 ff. 435, 7 ff. 438, 20. 449, 28. 450, 16. 469, 55. 487, 30. 492, 5 ff. 494, 20. 495, 1 ff. 508, 10 ff. 527, 12. 532, 17. 534, 23. 546, 3 ff. 610, 10. 612, 21. 649, 42 ff. Rheni civitates 8, 27 ff. 55, 24 ff. Rhein-Dürkheim, Durencheim super Rhenum, Turckh. KA. W. 193, 9. 223, 25. 492, 8. Rheinfels, Rinfels super Rhenum. Kreis s. Goar 155, 1. Rheingau, Ringavia, Ringgowo 149, 25ff. 150, 4. 217, 30. Rhoingrafen, Ryngraven, Friedrich und Johann 2420: 289,38. Riburg s. Rippur. Richard, Reichart, rex, 1267—1272: 55, 7. 155,13 ff. 156, 1 ff. 157, 26 ff. 160, 4. 186, 37 ff. 194, 26 ff. 233, 23. 255, 29. — archiep. Trev. 1519: 632, 50. — ep. W. 1247-1267: 51, 28 ff. 57, 3 ff. 59, 1. 181, 12 ff. 188, 24. t 189, 27. 192,20 ff. f 193,28 ff. 210,40 ff. 219,12. t 233, 20. Richeri, Henricus, cons. W. 1253—1266: 153,27. 160,11;33. 184,26. 194,17;39. Richeso, Richezo, camerarius W. 1230: 32, 10. 47, 10 ff. Agnes uxor sua. Richovo, Richowo ep. W. f 949: 31, 5 ff. Ridlingen, vielleicht Riedlingen in Wirtem- berg. Hans Luber von, Schulmeister in W. 1499: 430, 41. Riedern, Eberhart von, Ritter 1426: 322,19 ff. Rieperg .s. Rippur. Rilindis, Richlindis, uxor s. Eckenberti J1132: 132, 11 ff'. 139, 34. 142, 18. Ryn, Hans vom, Altbürgermeister von Frankfurt 1501-1502: 464, 33 ff- 473, 35. 474, 30. Rinecke s. Machtolff. Rippur, Riburg, Rieperg, Rippurg, Reinhardus de, cantor eccl. m. W. 1499: 439, 61. ep. W. s. Worms, Bischöfe- Rietberg, Ritborg, castrum, Ruine bei Edesheim, n. von Landau 54, 32. 186, 27. Hermannus de 1254: 54, 32. 18 6 > 25 ff. Rixingor, can. W. 1495: 394, 11. Rocholdus s. CrochtolduH. Rode vel Ruffi 7260: 197, 9. Rode, Peter, moderator W. 1424: 284, 37. Peter, Ferge W. 1400: 650, 22. Kodenstein s. auch Kämmerer. Anna de, priorissa in Hocheim (s. XV) 62, 23. Rodenstein — Rudelsheim. 699 Rodenstein. der von, 1426: 315, 24. Conrait von, Amtmann 1427: 326, 20 ff. Hans von 1487—1507: 515, 38. 550, 28 ff. Röther, can. Nuh. 1502: 471, 36. Holingen, Casper von, Junker 1473: 357, 25 ff'. Rom, Roma, imperatores: Arcliadius et Honorius 7, 7. Heraclius 10, 30. Julianus apostata 3, 30. 4, 5. 6, 7. R. imperium, das h. Rom. rycho 8, 27 ff. 4,1; 17 ff. 9, 27. 289, 34 ff. 300, 34 ff. Römischer anslag 524, 18. Romerzug 521,45. 530,49. Kom, Roma, Romani 4, 24 ff. 8, 27 ff. 9, 26. 15, 29. 16, 29. 17, 9. 31,13; 24. 181, 13. 191, 25 ff. 210, 20. 213, 30. 216, 28. 217, 9. 233, 10. 247, 28. 250, 21. 311,8. 364,37. 412,24. 419,16. 451,7. 467,13. 498,7. 509,53. 513, 26. 518,24. 520,5. 535,46. 536,22. 538, 26. 588, 5. Curia Romana, dio h. Kirche 16,10. 169, 20. 177, 17 ff. 180, 3 ff. 188, 29. 300, 33 ff. 497,14ff. 521,25ff. Limina b. Petri 18, 7. Ecclesia s. Clementis31,24. 104, 25. Päpste: Alexander III 1181: 138, 21. Alexander IV 1254—1261: 47, 19. Alexander VI 1499—1500: 451,10«'. 456, 32 ff. Bencdictus XII 1340: 69, 10 ff. Clemens XI um 1343: 47, 21. 69, 16 IT. 70, 3 If. Gregor 111 731-741: 10, 7; 30. Gregor IX 1227—1241: 46, 5. 47, 16. 175, 16 ff. 180, 13 ff. 210, 29. 216, 40. 218, 8. Gregor X 1271—1276: 47, 21. Gregor XI 1372: 72, 18. Hadrian II 867—872: 9, 29. 'nnoeenz III 1212: 43, 11. Innocenz IV 1245—1253: 47, 19. 59,18. 179,4 ff. 182,1711'. 210,29. 217, 11 ff. Innocenz VII 1405: 234,24. 245,39. Rom, Päpste. Johannes XXII 1316-1334: 69,lOff. Julius II 1504—1507: 81, 50. 497, 26 ff. 512,20. 513, 28. 519, 40 ff. Leo III f816: 9,27. 15,30. 17,9. Leo IV \855: 19, 25. Martin V 1424: 290, 44. Nicolaus I 864: 24, 30. Urbanus IV \ 1264: 47, 20. Urbanus V 1307: 71, 33. Urbanus VI 1379—1386: 73,12; 31 ff. Zacfaariaa t 752: 11, 28. Kardinäle: Bernhardinus tituli s. crucis 1505 — 1508: 509, 55 ff. 523, 47 ff. 531, 19 ff. 532 ff'. Petrus 1247: 181, 11 ff. Raimundus tit. s. Marie novo 1502—1507: 471, 19 ff. 472, 19 ff. 478, 33 ff. 482, 37 ff. 516, 24 ff. 583, 8 ff. Rorbach 511, 38. Roseler, Röselcr, Conrad, cons. Spir. 1406—1409: 249, 10 ff. 260, 19 ff. 268, 28 ff. Rosen, Contz von der, k. Hofnarr 1497: 572, 24 ff. Rosenbaum, zum, de Arbore rosarum, Conradus, cons.W. 1253: 153,28. 184, 29. Cuntzo fil. soror. Conradi 1260: 196, 14. Ulricus de, civ. Mog. 1265: 160,10. Rosenberg, Roaenburg, Jörg und Friedrich von 1507: 515,26. Zeyssolff von, Ritter 1507: 515,26. Rosenberg, de s. Stetenberg. Roseneck, Wilhelm, von Hof heim 1401. —1402: 236, 19. 239,9. Rothard, Jacob, can. Nuh. 1509: 487,37. Rottenburg am Neckar 416,11. Rottweil, das Hofgericht zu 555, 37. Rotwyle, Hans Wilhelm gen. von, von Strasburg 1496: 405,12. Roxheim sü. TF. 224,5.481,15.492,46.614,3. Schultheis: Jacob Grae 1500: 456,33. Rubo 1260: 197, 9. Rucheim, surischeM Mannlieim und Dürk- Jieim, Wüstung 224, 6. Rudelsheim, Rudolscheim Wüstung n. Chmtersblum 223,24. mil. de 1153: 52,7. 183,12ff. 700 Rüdesheim — Schauenberg. Rüdesheim, Rudenesheim, Rudesheim, am Rhein 150,4 ff. 433,0. Rudolf'us de, dec. eccl. m. W., ep. in Bresselo c. 1460: 82,6. Rüdt, Heinrich 1507: 515,47. Rudolf, Rudolphus, Rodolphus, rex 1273 —1291: 47, 23. 162, 11 ff. 281, 10. Anna uxor sua. — Fürst von Anhalt 1495—1501: 389,35. 396,27 ff. 467,59. — Markgraf von Baden 1257: 166,8ff. — ep. Wirzeburg. f 1495: 399, 1. — (von Fulda) hist. 21,2. Ruffenhans, Richter zu Gernsbach 1419: 284, 9. Ruffiniana, Rusuna 5,27; 34. Rufus, Henricus, cons. W. 1246—1266: 151,2. 153,29. 160,34. 184,32. Wernherus, civ. W. 1258: 195,19 ff. Ruppertsberg, Ruprechtsberg, Rupers- burg bei Deidesheim. Hans von, Ritter, cons. W. 1402: 309, 9. Henricus, mil. de 1258: 156, 6ff. Ruprecht, Rupert, Robert, rex 1400 — 1410: 75, 30. 76, 2 ff. 228, 34 ff. 234, 15 ff. 235 f. 239, 30. 242, 38 ff. 245,27 ff. 246, 41ff. 257,10 ff. 276, 37 ff. 281,11. 295, 44 ff. 309,23. — I Pfalzgraf f 1390: 73, 22. 74, lOff. — II Pfalzgraf t 1398: 70, 19 ff. 72, 4. 73,22. 240, 34 ff. — III Pfalzgraf f 1410: 73,22. s. König R. — gen. England 1 1426: 290,8 lf. 310,17ff. — Raugraf 1260—1271: 157, 1. 158, 13. 161,38. 197,17 ff. — Graf von Virneburg 1420: 290, 15. — ep. Frising. f 1604: 399, 7. 484, 1 ff. 497,43. 506,11. — ep. W. c. 697: 12,2ff. Iluprecht, Cleseln, von Hof heim 1401 — 1402: 236,21. 239,11. 241, 3 ff. Rutger, vir nobilis c. 1100: 132,11 ff. S. Saarbrücken, Sarapons, Sarbrucken, Grafen von: Heinrich ep. W. 1217: 45, 38. Philips 1420: 290,5. Sachsen, Saxonia, Saxones 7,13. 17, 31 ff. 28, 24. 82, 26. 106, 6. 289, 1. 388, 56. 410,25. Sachsen. Herzoge von: Albrecht 1494 — 1495. 386, 4 ff. 389,34. 397,13. Friedrich 1429: 300, 36. Friedrich der Weise 1494 — 1509: 386, 3 ff. 390, 22 ff. 392, 9. 394, 36 ff. 397, 27ff. 407, 17. 411,5. 417, 17. 420,12. 443,11. 454, 30. 463, 2. 466, 53. 470, 11. 508,31. 522,29. 525, 37. 530, 20. 531, 21 ff. 537,42ff. 540,4ff. 542,19. 632,51. Georg 1505: 508, 30 ff. Heinrich I f 936: 31,6; 15. Sachsenheim, Sassenheim, Georg, Jörg von, Ritter 1498 — 1499: 421, 42ff. 433, Uff. Georg von, can. eccl. m. W. 1500 —1602: 448,22. 450, 36 ff. Hermann von, Dr., Ritter 1498 — 1500: 413,33ff. 417,25. 421,53ff. 425, 2 ff. 433,60ff. 453,5. Sayn, Sein, Graf von 151,30. Heinrich 1233: 169,1 ff. Salmannus de Maguncia ep. W. 1329— 1359: 69, lOff. —, Götze, civ. Mog. 1409: 268, 27 ff. Saloinon 454, 18. Salubricensis ep.: Franciscus 1293: 63,20. Salzburg, Iuvavia 13,42. 410,26. 425,3- Erzbischöfe: s. Rupert 12tf. Sigmuntf J495: 14,40ff. 399,3. Vitalis 15,7. Samuel ep. W. 841-856: 23,8ff. 58,2. Sarige, Henne, gen. Duchelman, Ferge W. 1400: 650,39. Sarleiheim 36,4. Sarmatae 4,8. 7,13. Satich, Peter, stulschryber W. 1483: 230, 44. Schadelant, .loh. I, ep. W. 1365—1371: 66, 33. etc. s. Job. Schadt, Conraidt, her 1507: 516, 8. Scharffneck, Ludwig von Beyern, herr zu 1487: 551, 40. Schartenberger, Scharthenberger, Schart" tenberger, Henne, von Hofheim 1401 —1402: 236,22. 239, 13. Jeckel, von Hof heim 1401 — 1402: 236,18. 239,9. Schauenberg, Schowenberg, Simon « 1245: 150,34. Schauenburger — Schwechenhein. 701 Schauenburger, can. W. 1499: 423,28. Schellengieszer, .Toh. 7426: 821,1. Schemmels, Fridericb, dochterman 1483: 609,16. Schenberg s. Schönberg. Schenk, Pincerna s. Erbach. Gerlacus ep. W. s. Qerlach. Schenk, Schenck, Adalarius, can. eooL in. W. 1400 1409: 423,28. 426,84. 61C, 11 ff. Scherenberg, Uudolf von, ep. Wir/.burg. t 1406: 399,1. Scherer, Peter, zur lleppen, cons. W. 1499: 423, IT). Schilling, Sebastian, Dr. 1601: 468,6ff. Schiltknecht, .loh., Wirt zum Schwanen inW., Schultheis 1408—1404: 876,8. 886, lOff. Schit, Henne, Ferge W. 1400: 650,24. Schleych, Marcus, de Frawenfels, scriptor 15m: 511,51. Schlettstatt, ITans, Grat W. 1501: 449,12. Schlör, Slor, Balthasar, Notar W. 1504— 1509: 497, 37 ff. 518, 19ff. 531,28. 541, 25. Schmidt, Schmyt, Smyd, Henne, von Hof- hoim 1401-1402: 236, 24. 239,14. Joh., gen. Wynneck, Notar 1509: 541,27. Martin W. 1500: 450,27. Peter, von Katzenelenbogen Notar 1509: 541, 27. Schmutzel, Dirolphu-s, mil. W. f 1318: 60, 8 ff. 63, 18 ff. Agnes uxor sua. Schnoidheim, Sneidte, OÄ. Elhvangm, Marquardus de, iudex W. 1235: 177, 13ff. Schönau, Schonhovia, Schonaw, Cister- eiemerkloster bei Heidelberg 10,16 ff. 37, 32 ff. 38, 4. 39,8. 47,41. 64,32. 65, 3. 79,13. 392, 21. 451,10. 458,19. 641,14. Äbte von 553,9: Niclaus 1500: 451, 58. Theobaldus (s. XII) 41,16ff. Schönberg, Schenberg, Schonberg, Joh. von, Amtmann von Stromberg 1525: 633, 18. Simon von, cons. W. 1483-1504: 496, 37ff. 609,17. Schöneck, Schoneck, Cuno de, ep. W. 1319—1329: 68, 9ff. Emericus de, ep. W. 1308 — 1318: 67, 6 ff. 68,11. Simon de, ep. W. 1283—1291: 63, 2 ff. 68,10. Kmerich und Simon Gebrüder; Cuno Neffe der Vorigen. Schönensteinbach im Eltast, Frauen- kloder 62,13. Schott, Conrait, Bitter 1507: 515,20. 517, 47 ff. Hans 1507: 515,29. Hans, zu Lyndern 1507: 515, 29. Moritz 1507: 515,29. Schott, Peter, Altammeister zu Strasz- burg 1483: 602, 13. Philips 1507: 515, 29. Schottin, Anna, priorissa in Hocheim 1 1493: 62, 29. Schottland, Schotlant 355, 1 ff. Schowenberg s. Schauenberg. Schreiber, Heinrich, pf. Schreiber 7503— 1505: 481, 19. 502, 32 ff. Peter, cons. W. 1499: 423,15. Schriesheim an (hr Bergstrasse 160, 18. Schröter, Dieter, W. 1493: 375, 4. Schütze, Nicolaus, mag. civ. W. 1481: 347, 5. Schultheisz , Clas, von Hof heim 1401 — 1402: 236,17. 239, 8 ff. Dilman, von Hof heim 1401—1402: 236,23. 239,13. Schunders (Sondrio) im Veltlin 4.04, 35. Schwab, Swabe, Swapp, von Hof heim 1401—1402: 236, 18. 239, 8. — civ. Mog. 1409: 268, 28 ff. — der beckerW. 1402: 642,18. Schwaben, Suevia. Suevi, Schwaben 3,16. 29, 8 ff. 435,10 ff. Herzöge von: Burchardus f 973: 29, 8 ff. Heinrich (VII) 1233: 146, 22 ff. ein Swapp 412, 22. ein Schwab, Keller in Stein 1504: 492,11 ff. Schwäbisch Bund 435,8. 436, 44 ff. 502, 29. Schwarzwald 135, 7. Schwechenhein, Adam von, Stadtschreiber von W. 1483—1509: 373, 21 (T. 381, 702 Schwechenhein — Sindelfingen. Schwechenhein. 32 ff. 394, 3 ff. 398, 12 ff. 403, 22 ff. 404, 3; 27 ff. 411, 40 ff. 414, 9 ff. 41G, 1 ff. 419, 53 ff. 420, 4 ff. 426, 17m 429, 6; 11. 433, 6 ff. 434, 36 ff. 435, 21 ff. 438, 11 ff. 441, 40 ff. 443, 2 ff. 452,1 ff. 456,10 ff. 457,13 ff. 458,42 ff. 461, 7 ff. 468, 32 ff. 470, 8 ff. 472,22. 474, 32 ff. 477, 31 ff. 478,37 ff. 489, 19 ff. 490,10 ff. 491,13 ff. 499, 35 ff. 502, 22 ff. 507,15ff. 517,4 ff. 521,28ff. 523,18 ff. 525,32 ff. 530,8 ff. 534,15 ff. 535, 18 ff. 545, 30 ff. 546, 17 ff. 547, 15 ff. 561, 42 ff. 564, 17 ff. 566, 58 ff. 569, 24 ff. 572,9 ff. 573 ff. 579.599,43. 609,16. 616,40. Schweizer, Schwitzet-, Swcytzer, Eidgenossen 414, 3. 424, 28 ff. 426, 1 ff. 435,8 ff. 436, 44 ff. 452, 22. 530, 38 ff. 531, 38 ff. Schwetzingen, Swetzingen bei Mannlieim 451, 1. 473,41. Scipio 482,41. Sclavonicum bellum 28, 27. Seckendorff, Appel von 1501: 467, 61. Sedusii 3, 15. Sehern, Henne von, der junge gen. Kesselhut 1424: 294, 14 ff. Selbitz, Hans von 1507: 515, 30. Seltz, Seltzen im ElsasM 155, 4; 25. Semiramis regina 8, 7. Seneca 4, 6. Senis s. Siena. Seratoris, Jacobus, mag., capellanus W. c. 1445: 78,7. Serentein, der Serenteyner, Zipprian von, k. Prothonotarius 1500—1518: 452, 50ff. 455, 54 ff. 518, 36 ff. 530,6. 631, 58. s. Servacius 10, 27. Severus, Sulpitius 6, 9. Sicilia 50, 27. 53, 35. 167,17. 174, 32. Sickingen, Conrad von 1507: 516, 9. Franz von, Ritter 1518: 630,1 ff. Hanneman von, Vitztum zu Neustadt 1401—1407: 239,28 ff. 260,9. 267,15 ff. Hans von, Ritter 1606: 511,35. .lonatha de, priorissa in Hocheim t 1493: 62,27. Jörg Martin von 1507: 515,46. Sickingen. Ytel von, Ritter 1483: 602,10ff. Philipp von 1507: 515,46. Reinhardus de, ep. W. 84, 26. s. Reinhard. Reinhart von 1427: 332, 39. Schweicker, Schwicker von, Ritter, pf. Hofmeister 1501—1502: 447, 33 ff. 470,13; 32 ff. einer von 332, 30. Siegolman, der lange, von Gernsbach um: 284,25. Siena, Senis 398,20. Universität 411,8. Senensis orator 1508: 537,40. Sigfrid, Sigiffridus, Sigefridus, Sifrid. — II archiep. Mog. 1200—1230: 43,13 ff. — III archiep. Mog. 1230—1249: 46, 25 ff. 51,1 ff. 149, 3 ff. 150, 14 ff. 151,11. 169, 6ff. 170, 17ff. 173,16. 178,26ff. 179,10. 180, 5 ff. 181, 9 ff. 216, 37 ff. 218, 19 ff. 233,12. — ep. Spir. 1115: (falsch) 37,10. — prep. de Wimpina 1115: 37,12. — der hörnen 92,3. 379,21. 563, 80. Sigibertus rox Francorum 9,17. Sigismund, Sigemont, Sigmunt, Simon, Symund. - rex 1410-1437: 73,27(1. 279,34—283. 301,3. — Markgraf von Brandenburg t 1495: 394,16 ff. — Graf von Zweibrücken 1270: 161,28. — archiep. Salzburg t 1496: 44, 40 ff. 399, 3. — de Schoneck, ep. W. 1283—1291: 63, 2 ff. 211,24. 220,1. 233,28. Silberberg, Götz, can. W. 1501: 449,32. Heinrich, can. W. 1504—1508. • 499, 30. 525,41. 534,34. Silberborner, Silberbrenner, Heinrich, mag. civ. W. 1501 — 1518: 449, lt 483, 49. 491, 12. 494, 32 ff. 495, 61 ff. 502, 42 ff. 530, 37 ff. 533,6 ff. 629,17 ff. Silberkrämer, Henchin, cons. W. 1500: 442, 38. Simiania, Haringus, Dr. iur., vic. generalis W. 1502: 472,16 ff. Simmern, Pfalzgraf von, Hans 1495—1501: 393,29. 407,20. 411,43. 449,23. Sindelfingen, Sindelvinge in Wirtemberg, Augustinerkloster 81,7. Sixtus — Spies. 703 (Sixtus) np. Frisingensis f 1495: 399, 6. Slitzweck, Conrat, von Monsheim 1424: 294, 28. Slor s. Schlör. Smehel Srnol zum Eade, Jude W. 1505: 508, 6. Smyd s. Schmidt. Sneidte s. Schneidheim. Sneppe, Henne, Ferge W. 1400: 650,21. Snidern, Katherine, von Hof heim 1401— 1402: 236,19. 239,10. Sobernheim, Joh. von, can. W. 1320: 313,6. 3IT), 8. 325,12. Mathias 1401: 236,8. Söltz, Dr. iur., can. eccl. m. W. 7503: 482,1 ff. Sommer s. Summer. Sontheim, Joh., can. s. Andree W. 1407: 254, 4. Spanheim, Grafen von: 289, 39ff. Hans s. Simmern. Heinrich 1386: 74, 2 ff. Jacob s. Raden Johannes 1249: 151,32. Johannes 1429: 300,42. Simon 1260: 156,39. Spanhoim, Abt: Johann Trithemius c 1494: 76,31. Spanien, Hispania 7, 23. 539, 45. Könige von: Alphonsus 125X: 55, 21. 187,14. Karl V 1525: 538,48. Philipp 1494: 386, 2ff. Legation 396, 28. Spaniole, ein, (Joh. Cynus) Dr. iur., Prof. in Basel 1504: 490,351V. Sparneck, Hans von 1507: 515,30. Martin von 1507: 515,28. Sparre, der, von Gernsbach 1419: 284,21. S Peier, Nemetes, Spira, Spyr, Spier 7,18. 10, 9. 20, 37. 21,13. 27, 9. 47, 9. 55, 16. 71, 11. 72, 17. 74, 9ff. 92,2. 94, 22. 147,13ff. 155,28ff. 169,18. 176, 11. 187, 8ff. 207,17ff. 244, 4. 268, 27ff. 270, 9 ff. 280, 27. 281, 29. 287, lff. 297, 45 ff. 338,11 ff. 357,2 ff. 376,33. 378, 32. 384, 20ff. 403,14ff. 405,31. 406,9. 407, 32. 414, 35. 429, 39. 436,37. 437, 32 ff. 439,8. 444, 20 ff. 446, 26 ff. 468, G lff 471, 33 ff. 485,45. 502,9. 508, 59 ff. 514,45. 521,46. 524,9 ff. 525, Speier. 26 ff. 528,2.529,3. 531, 3 ff. 537,17 ff. 539,12 ff. 542,5. 546, 27 ff. 547,10 ff. 558, 20. 561, 3 ff. 563, 24. 565, 45. 571, 41. 576, 19. 589, 34 ff. 596, 16. 597, 26 ff. 605, 20 ff. 613,23. 643,30. Bürgermeister: Beyr, Diebald 7500: 444, 17. 555, 3. Burckhardt, Jacob 7500: 444, 17. Hildebrandt, Paulus7500:444,17. Roseler, Conrad 1407: 260, 19. Schultheiszen: Drach, Peter 1 1504: 437, 35 ff. Drach, Peter 7505: 437, 39 ff. Stadtschreiber: Gelfusz, Michel 7500: 444,18. s. German 531, 13. ecclesia Spir. 173, 9. 177,4. 293,38. 300, 46. 525, 28. Bischöfe 588, 29: Bruno 7770: 138,8. Conrad IV 1234 — 1235: 147,14. 177, 15 ff. 207, 18 ff. Conrad V 723«: 46, 25 ff. Emicho de Linningen 7327: 68, 26. 69, 3. Heinrich II 1250—1209: 152, 24. 153, 16 ff. 155. 36. 156, 38 ff 159. 11. 161, 12. 188, 33 ff. 189, 8 ff. 191,1 ff. 197, 16 ff. 2118, 35. Ludwig von Helmstadt 1478 — MO*: 88,12. 384,24 ff. 422,25. 448, 9 ff. 449, 25. 453, 43. 474, 45. 492, 2 ff. 591 ff. 601 ff. 608, 21. (Philipp) 7507: 516, 6. 525, 15. 537, 44. Raban 1407—1429: 250, 39 ff. 252, 35 ff. 257, 12. 290, 12. 301,10. 332,18 ff. Sigifridus 7775: (falsch) 37, 10. Ulrich 7787: 40, 10. Walther 1004-1027: 111, 11 ff. Spiegelberg, Spigelberg tu. Oermershdm 55,2. 186,30. Rheingraf oder Burggraf von 7237: 176, 26 ff. Spies, Meinardus, dec. b. Marie W. 1499— 1500: 440,35. 450,43. 704 Sporer — Stricker. Sporer, Henne, Herrenknecht W. 1401: 229, 60. Springiersbach, Sprengesbacensis, rlteinl. K. Wiltlich, lierdolphus can. c. 1100: 139,15. Stadtberg an der Diemel.. Eresburg 17, 81. Staffelstein, Scmlerlin von, .lüde W. 1505: 507, 57. Stahelin, Stelielin, Martin, Pfarrer W. 1507—1509: 512,21. 540,27. Stambs, Stams in Tyrol 474, 44. Starkenburg, Starkenberg an der Berg- strasse 149, 36. 612, 88. Stauf, Stauff, Herrschaft 884,88 ff. 440,27. Stecher, Kaspar, Kürschner, civ. W. t 1514: 047, 31 ff. Stehelin s. Stahelin. Stein, ad Lapidem, Uschtifl. Hchlosz am Aiisfluss der Weschnilz in den liliein, 192, 2. 327, 15. 492, 8 ff. 612, 42. 017, 14. der Keller vom, 1483—1504: 492, 11 ff. 612, 21 ff. Stein vom, de Lapide, Andres, can. eccl. m.W. 1420: 319, 42 ff. Friedrich 1424: 291, 3 ff. Hanso militaris 1506: 511,51. .lacobus Kape de (Oberstein) de Altzeia, mil., cons. W. 1253— 1260: 55, 33 ff. 153, 26. 157. 29 ff. 184, 30. 187, 26 ff. 191, 22 ff. 196, 6 ff. 197, 2. Albertus cantor W. frater suus 1245: 192,1 ff. .lacobus cantor 1260: 197, 2 ff. Jörg, can. W. 1426: 320,43. Myhes,' pf. Rath 1501: 464, 25. Peter s. Kreuznach. Stein, Philipp s. Wolf. Steinach s. Landschaden. Stempel, Büchsenschütz 1403—1427: 330, 28 ff. Stephan, Stepphan, Steffan, Stefan, Pfalzgraf von Simmern f 1459: 290,10 ff. 300, 40 ff. 301,5. — abbas Limburgonsis c. 1100: 130, 10 ff. Stephan, Stefan, Friedrich 1498: 575,8. Hans, vonlkbenhoym 1500: 456,33. .Toh., Henchin, mag. civ. W. 1483 — 1504: 384, 23. 385, 11. 423, 14. 432,10. 435, 20 ff. 450, 25. 459, Stephan. 11. 402, 52 (T. 483,49. 497, 39. 581,'22 ff. 598,45. 009,5. Niclas, mag. civ. W. 1502 — 1504: 475,19 ff. 483, 41 ff. 485,44. Niclas, HeimburgerW. 1476: 230,42. Sternenfels, Wilhelm von 1507: 515,3::. Stetenberg (nicht, Sternberg) Ebcrhardus de, can. eccl. m. W., prep. eccl. Spir., ep. W. 1426: 310, lOff. Sticher, Fridericus, pleb. s. Magni W. 1507: 512, 22. Stockheim, Wilhebmis de, scol. eccl. in. 1507-1526: 525,42. 034,29. Stoll, .lacobus, pleb. s. Joh. W. 1507: .512,21. Joh., Licentiat, prep. eccl. m. W. 1483: 002,11 ff. Storch, Joh., Prothonotar 1500: 453,41. Store, Fritscho, Ferge W. 1400: 650,37. Stortzkoppin, Cristin von Hofheim 1401 —1402: 236,18. 239, 8. Stradioten 638,17 ff. Strahlenburg, Stralenberg, Ruine hei Schriesheim an der Bergstrasse, dominus de 1261: 158,8 ff. Conradus de, dominus 1266: 100, 15 ff. Heinricus frater suus. Eberhardus de,ep. W. 1293: 64,19"". Straszberg, Thoman von, can. W. 1501: 449,33. Straszburg, Argentina, Argentoratum, Straszburg, Stroszpurg 7,18. 8, 11"- 155,10. 161,31. 169,19; 34. 289,40 ff 301, 8 ff. 360, 5 ff. 384, 26 ff. 405, 7. 407,32. 411,7. 412, 23. 419,16. 422,26. 438,20. 441, 34 ff. 444,28 ff. 472,31. 473,15ff. 490,27. 493, 25 ff. 509,47. 512, 41 ff. 514, 45. 519, 39. 529, 3ff. 591,14 ff. 593,5. 596,17. 629,2711'. Ammeister: Schott, Peter 14S3: 602,13. Burggraf, . . 1426: 313, 0. Bischöfe: 417,18. 453,43. Wernher 1259: 55,37. 187,30. (falsch, vielmehr Ueinrkh). Straszburg, Reimbod von, Jurist 1407: 255,23. Strick, Joh., Notar 1507: 520, 15 ff. Stricker, Hans, Wächter auf dem Münster- thurm 1494: 307,43. Sfcromberg — Trier. 705 Stromberg, Stronberg, Amtmänner: Albrecht Goler 1499: 435, 50. Joh. von Schenberg 1525: 633, 18. Struben, vic. s. Andreae W. 83, 1. Stude, Staude, Hans, mag. civ. W. 1504— 1518: 501, 32. 535, 23. 629, 18. Wilhelm, civ. W. 1483: 609, 8. Studernheim BA. Frankentlial 274, 41. Stnle, der scherrer an, W. 1483: 614, 9. Sturm, Bertholdus, de Paderborn, prior in Kirsgarten 1444—1474: 79, 36. 80, 15tf. Sturmfeder, Sturmfedder, Fritz 1607: 515,36. .Tost, W. 1500: 450, 46. Philips 1507: 515, 36. Sturtzel, Sturtzell, Conrad, Dr., Ritter, k. Kanzler 1494 — 1500: 380, 26 ff. 404,53 ff. 418, 36 ff 433,13 ff. 452, 49ff. 458, 27 ff. Stuttgart, Stuckgartten, Peter von, Probst «1 Backnen 1479: 425,2; 44. 434,25. Suevi s. Schwaben. Sulgeloch 197,10; 23. fll. Utde. Conradus 1258—1260: 196,4ff. 197, 25 ff. Wernherus frater suus 195,4. »alt*, Waltherus dictus de, ord. fratrum domus Theutonice 1261: 158, 19. Sultzen, wahrscheinlich Hohen-Sülzen 194, 16. Gozzo de, mil., cons. W. 1253: 153, 27. 185,4. Summer, Sommer, Philipp, Licentiat, cons. W. 1494 — 1508: 386,11. 389,26 ff. 429, 27 ff. 432,28. 445, 27 ff. 456,12 ff. 462,24ff. 463,25ff. 466,20ff. 468, 15IT. 469,29 ff. 474,23 ff. 490,22 ff. 497, 38 ff. 499,34. 503,32. 511,49. 531, 14 ff. 534, 46. Sundgau, Sunckaw, Sunckgauwc 419, 34. 458, 27. *j»*b 8 . Schwab. S^albach, Joh., mag. civ. Mog. 1407: 260,18. Swartze, Christian, civ. Mog. 1409: 268, 28 ff. ^ebisch werde s. Donauwörth. Wertl 'eimer, Heimburger W. 1490—1498: 230,45. 576,7. öw erthenne W. 1483: 609, 11. "Wormser Chroniken. T. Talheim, Symon von, k. Haushofmeister 1407: 253,44fT. 260, 9 ff. % Tan s. Daun. Tartari 170, 13 ff. 233,12 ff. Tassilo dux Bavarie 764: 16,20. 17,27. Tempel, Anthis, vic. eccl. m. W. 1410: 274, 35. Tempel 385, 54. Termon s. Dendermonde. Terra saneta 167, 14ff Tersse 8. Ders. Than, Thann s. Dahn. Thoobaldus abbas de Schoenhovia (s. XII) 41,16 ff. Theobertus dux Bavarie f 724: 14,30. Theodebertus rex Francorum 9, 17. Theodo dux Bavarie f 717: 13, llff. Theodonisvilla s. Diedenhofen. Theutonia, Teutonia 8. Deutschland. Thiomarus mil. ep. W. c. 1000: 109, 2 ff. Thorn, Jörg von, Freiherr, Ritter 1500: 453,38. Thingen, Nytterdt von, Ritter 7507: 515,25. Wyewoldt von 1507: 515,25. Thüringen, Turingen, Doryngen 289,1. Landgraf Heinrich von 1246: 218, 27 ff. Thurgau, Durgaw 458, 27. Tiel, Diele, an der Waal 385,52. Tirol 562,29. Tita* imp. 4,19. Tolosa s. Toulouse. Tongeren, Tongern 356, 11. Tornaci (Tournai) 7,18. Toulouse, Tolosa 7,21. Tradt s. Drait. Triiuner, Martin, k. Hofschneider 7507: 514,47. Traiectum superius s. Mastricht. Trebeta fil. Semiramis 8, 7. Triboces 3, 15. Tribur, Triburia 123, 24. Trient, Trent 530,13 ff. Trier, Treviris, Tryre 8, 7ff. 203, 8ff. 412, 23. 509,46. s. Simeon 541, 2. Erzbischöfe 38,33: Arnold I 7787; 40, 8 ff. 45 706 Trier — Venningcn. Trier. Erzbiachöfe. (Arnold II) 1260: 152,24. Bruno 1110: 37,15. 138,8. Heinrich 1270: 161,12. Jacob, Markgraf von Baden, Coadjutor bis 1503, 1497—1509: 408, 2. 416, 30 ff. 429, 12 ff. 452, 13 ff. 507, 28. 517, 31. 537,12. 538, 13 ff. 542,15. Johannes, Markgraf von Baden 1483—1497: 389,34. 390,2. 392, 17. 394, 35. 407,14. 408, 4 ff. 410, 25. 422, 25. 433, 15. 613,25ff. Otto 1420—1429: 289, 36ff. 300, 35. Richard 1522: 632, 50ff. Trierer, Crafft, Amtmann zu Pfedders- heim 1607: 520, 4 ff. Trifels, Trivels pf. BA. Anweiler 54,31. 186, 24. (Trithemius), Joh., abb. Spanheim. 76,31. Troia, Troe 364,37. Truchsesz, Uapiferi de Altzeia 1270: . 161, 31. Wernherus 1261: 158,17. Truwen, sanct, vielleicht s. Trond 370,1. Türken, Turcken, Thurckhen 373,27ff. 388,5. 538,42. 545,3 ff. Turnhout, Durnaw in Brabanndt, wo. Antwerpen 535,44. Tuscania 108,20. U. Ueberlingcn, Ubberlingen, am Bodensee 438, 21 ff. 440,53. 514,46. Udenaw, vielleicht Audenarde 358, 31 ff. Udenheim, jetzt Philippsburg BA. Bruchsal 161,27. Ützlinger, Werner 1507: 515, 35. Ulanheim 8. Olm. Ulm 384, 28. 404, 31. 411, 7. 416, 2. 443,9. 456, 16tf. 502,24. 514,45. 530,28ff. 531,28. 539,21. 562,3. 564,18. Sawl von, Jude W. 1505: 507, 54. Simon von, Jude W. 1505: 507, 52. Ulrich, Herzog von Wirtemberg 1504 — 1508: 487,24. 492, 30. 509, 49. 537,44. — ep. Spir. 1181: 40,10. Unistadt, Umbstatt, KA. JJielmrg, Madern von 1500: 451,2. Umstatt, Hans, der Becker, civ. W. 1494: 383,45. Ungarn, Ungaria, Ungeri, Hungern 28, 20ff. 170,14. 545, 5ff. König: (Mathias CorvinusJ 1485: 545,5 ff. Hungrischer anslag 524,19. Unmilte, Lotze, Ferge W. 1400: 650,23. Urach, Awrach 494, 34fi. UrbanlV papa + 1264: 47,20. — V papa 1367: 71,33. — VI papa 1379—1386: 73,12; 31ff. 74, 21 ff. Uriel von Gemmingen, archiep. Mog. 1508—1509: 536,18 ff. 538,13. Urso s. Orsoi. Utda soror Jacobi de Lapide 1260: 197, 7. Utrecht, Utterich, Uttrich 359,15 ff. 361, 39 ff. 365,27 ff. Stift 359,16. 362, 2. Bischof: Pfalzgraf Heinrich 1524: 633,10. V. Valarii lacus bei Salzburg 13,40. Valentinianus imp. 6, 41. 7, 6ff. Vandali 7,13. Vangioncs, Wangiones; civitas Vangio- num; caput V. 3, 4 ff. 4, 3 ff.; 5 ff. 9,16; 44. 129, 3 ff. 165,9. 203,12 ff. 379,24. 431, 23 ff. 450,12. Vastart, Dr., Advokat der Stadt Köln 1507: 523, 23 ff. Vauldrey, Wadria, Claude (Olade) de, 1495: 396,15 ff. Veldenz, Feldentze, Grafen von: Alexander 1495: 407,22. Friedrich 1420 — 1429: 289, 38. 300,42. Velle, Petrus, prof. sac. theol. 1447: 92,21. Veitin, Unterschreiber W. 1499: 426,14. Veltlin, Veltlynertal 398, 49 ff. 404,35. 437, 6. Venedig, Venediger 396,28. 398, 20 ff. 531,42. 562,30. Venningen, von, Pfeninger, Florentius, Dr., pf. Kanzler 1500—1503: 451, 60. 480,26. Hans 1507: 615,34. Ludwig 1507: 515,35. Verdone — Wernher. 707 Verdone, Helia de, legatus 1372: 72,19ff. Verona, Bern in Lumbardyen 217, 42. 218,10. Verräs s. Ferrara. Vespasianus imp. 4,19ff. Vicellis, de (vielleicht Verceil), Johannes, mag. Pred. 1283: 61, 6 ff. Victor archiep. Vangion. 10,22. ll,21tf. Viena s. Wien. Viona, wohl identisch mit Vigevano 404,47. Vigevano, Vigevena in Überitalien 404,45. Villewert 362,32. Vilbel, Ytel von, Hauptmann W. 1508: 530, 32. Vincentiua, k. Secretär 1508: 531,31. Virnion 8. Firmian. Virneburg, Vyrenburg, Graf von: Rupp- recht 1420: 290,15. "Vitalis archiep. Salzburg. 15,8. v °gel, Vlogel a. Fogel. V °gt, Udalricua, pleb. s. Cecilie 1507: 512, 22. Volkrag W. 1483: 609,17. Volzo, mag., can. W. 1233: 169, 18. Vugere, Conradus, de Oppenheim 1265: 160,13. Vurmbs, Worms 203,13. Vyrenburg s. Virneburg. W. W. 8. Zurno. "*chenheim hei Dürkheim an der Hardt 293, 21. Gerardus de 1261—1264: 158, 34 159,19. Mennel von, Jude W. 1505: 508,5. Wachtendonk, Wachtendum, rheinl. K. Geldern 454, 26. Wackerphyl, llenricus, cons. W. 1266: 160,20; 81. Wagenheini in Gheldern, vielleicht Wageningen hei Arnheim 365, 37 ff. Wa gentreyber s. Morszheimer. Walbron, Hans Gansx von, Ritter 1487: 551, 20. Waldeck, Grafen von 1255: 54,32. 186,26. Heinrich 1429: 300,41. Waldeck ,. Boo». W'ildener, Joh., k. Secretär 1488-1500: 453, 40. 562,32; 42ff. 567, 43 ff. Waldersheim, Fridericus de 1265: 160,9. Walen, Walhen, Weltsche lande 395, 22. 398, 15 ff. 404,30. 406,4. 513,27. Walpodo, Arnoldus de Moguntia 1265: 160,10. Walsheim hei Ingelheim, Wüstung 27, 46. Walsperg, Walszpurg, Walsporn, Hans Hartleib gen., Hausgenosse, cons. W., mag. civ. 1483—1501: 390,16 ff. 429, 38. 460, 32. 593,30. 609, 23. Walther ep. Spir. 1004—1027: 111, Uff. — abbas de Erbach 1253: 52, 9. 183, 14. —, Hans, Zollschreiber zu Gernsheim 1504: 497,36. Warmandesheim 36, 4. Warspach, Hans, von Creutznach, civ. W. 1495: 393,31. Wartenberg, Warthenberg, Conradus de 1241: 148,25. Joh. de, Ritter, cons. W. 1402: 241,11. 309,8. Wederawe s. Wetterau. Weilnau, Wildenouw in Nassau, Graf von 1250—1260: 152,26. 157,3. Weinheim, Winhoim an der Bergstrasse 76, 26. 266,19 ; 35. 267,25. Metza de, priorissa in Hocheim (s. XIV) 61, 21. Weinsheim, Weyszheim, Wynszheim, KA. W. 73,11; 40. 384,35ff. 575,16ff. 617, lOff. Weissenburg, Wissenburg im Elsass 153, 21. 358, 17 ff. 422, 26. 614, 45. Der jung burgermeister von 1500: 455,4. Stift 414, 2. Weiszgerber s. Luber. Weltzli, Ulricns, vicecancellarius 1455: 555, 45. s. Wendel, Wendell 534, 50. Wennel, scherer, W. 1483: 609, 18. Wentzel, Wentzelaus, Wenczlauw rex 1376-1400: 73,25. 74, 21 ff. 255,45 ff. Werda, Conradus de, Dr. med. c. 1430: 62,14. 83,4. Werde in Belgien 387, 28 ff. Werdenberg, Wirdemberg, Graf Hugo von 1489: 562, 40. 567, 13. Wernher, Werinharius, Wernzo, archiep. Mog. 1260-1269: 56, llff. 156, 38 ff. 157,12ff. 161, llff. — ep. Argen1.1259: 55,37. 187,30 (falsch). — comes W. 891: 30,19. 45* 708 Wernher — Wirtemberg. Wernher dapifer 1260: 157, 7ff. — c. 1482: 87, lff. — hei- W. 1499: 432, 18. Wesel, Wesalia am Rhein 54, 24. 55,39. 186,16. 187,32. 421,38. 432, 43 ff. Johannes de 1419—1489: 87,20ff. Wesel, Nieder-, 478,30. Westerburg s. Leiningen. Westerburg, Arnolt von, in Köln 1505: 507,30. Westfalen 289, 2. Ein Westvelig 412, 23. Westflandern 563,38. Westhofen, Westhoven, KA. W. 152,22. 193,23. Westhover, Wernher, Ferge W. 1400: 650, 38. Wetterau, Wederaw 55,37. 187,30. Wetterhausz, Hans, 8. Gieszen. Wetzlar 54, 24. 186,16. Wyblinger (?), Mathesz 1507: 525, 27. Wicker, Joh., Dr., can. eccl. m. W. 1508: 534, 34. Wicker, Weicker, Wickel, .Tost, mag. civ. W. 1487—1503: 393,27. 394,15. 431, 11. 442, 37. 450, 23. 477, 47 ff. 546, 29ff. 547, 15ff. 577, 27 ff. 617,43. Widerl, Jacobus 1442: 554,2. Widman, Heinrich, von Nürnberg, civ. W. 1500: 450, 38. Wien, Vienna in Teutonia 61,5. 373, 23ff. 381,15. 545,18 ff. 558,19. Wiesbaden, Wiszbaden, Wieszpaden 217, 18. 368,12ff. Zum Swanen 368,12 ff. Zum Roten schild 368,13. Adolf, Graf von Nassau, Herr zu 1497: 407,10. Wiesoppenheim, Beszoppenheim, Boisz- oppenheim, KA. W. 384, 36 ff. 575, 17 ff. Wigand, Wigant, vic. s. Pauli W. 1410: 274,14 ff. —, kursener, civ. W. 1493: 375,4. Wigileus ep. Patav. 1508: 534, 53 ff. Wildgrafen. Comites silvostres 148, 2. 152, 25. 153, 7. 154, 17 ff.: Conradus 1260: 156,40 ff. Emicho et Godefridns filii sui. Gerhardus archiep. Mog. s. Mainz. Wildenouw «. Weilnau. Wildericus filius Borgonis 1249: 152,9. Wildungen, Heinrich, Metzler 1402: 642,14. Wilhelm, Guilhelmus rex 1248—1256: 52, 7 ff. 59, 8.152,17 ff. 154, 27 ff. 181,19. 182, 7 ff. 208, 30 ff. 211, 3. 219, 8. 281, 10. — I Landgraf von Hessen 1488: 566,28. — H Landgraf von Hessen 1495: 389,35. — III Landgraf von Hessen 1495—1509: 389,35. 393,23. 394,14. 448,11. 471, 45. 474,47. 477, 25ff. 487, 28ff. 492, 6 ff. 494, 24 ff. 507, 19. 509, 50. 519, 30. 523,27. 525,37. 532,40. — Graf von Henneberg 1495: 389,36. — ep. Eichstett. 1 1496: 399, 4. — Parisiensis 37, 43. s. Wilholmi, ordo 10,6. s. Worms, Kirchen. Willigisus, archiep. Mog. 975—1011: 102, 30ff. 106, 7 ff. 109,17 ff. Wimpfen, Wimpina, Wimbffen, Stift 57,3. 189,27. prepositus: Sigefridus 1115: 37,12. Stadt 188,19. 301,2. 384, 27. 502,9. 514,46. 515,21. 517,44ff. Wyncke, can. s. And. W. 1410: 273,37. Winckler, Hans, Meister, Notar 1508: 536,47. Windeck, Wyndecker, Rupprecht, mag. civ. 1483—1490: 609, 3. 616, 39. Wyndecker, Dr. 1504: 490, 36. Windesheim bei Zwolle, Augustinerclior- herrcn 79, 26 ff. Windsheim, Wynszheim zwischen Nürnberg und Würzlmrg 467, 26. Wineige, Contz, Metzler W. 1402: 642,14. Winheiin, Joh., k. Kanzler 1404—1405: ' 229, 38. 247,16. Wynheym, Wynhemmer, Joh., Offizial, can. eccl. m. W. 1462—1482: 336,34 ff. 587,28 ff. Wynneck s. Schmidt. Winoldisheim (jetzt Weinohheim), Petrus de 1265: 160,12. Winose, Metzler W. 1402: 642,15. Winsberg, Winsperg, der von 1427: 332, 39. Clas von, Wächter 1427: 367,36. Winther, Clas, her 1426: 321, lff. Wirtomberg, Würtenborg, Wirttenberg 516,5. 598,2. Herrschaft 301,1. Wirtemberg — Worms. 709 Wirtemberg. Principes de 74,8. Grafen von — und Mümpelgart: 566,28 ff. Eberhard I 1467 — 1496: 81, 8 ff. 389, 37 ff. 390,11. 392,11. Herzoge von: Alexander (?) 1505: 507, 28. Eberhard I 1495: s. o. Heinrich 1504: 487,25. Ulrich 1504—1508: 487,24. 492, 30. 509,49. 537,44. Probst zu 422, 26. Wirtzburg s. Würzburg. Wirtzenberg, de 1264: 159,18. Wisheim s. Weinsheim. Wittlich, Witlich nö. Trier 541, 24. Wolckenstein, Veit von, Freiherr, Ritter, k. Kath 1494 — 1495: 380, 38 ff. 389, 24ff. 397,12. Michel, sein Bruder, Ritter 1496: 397,12. Wolff, Wolffgin, Hans = Joh. = Henche, Weber, mag. civ. W. 1483 — 1499: 383, 9 ff. 384, 23. 423, Uff. 442, 38. 593,31ff. 596,48. 609,27. 617,41. Hans, Meistor, Baccalaureus U. L, mag. civ. W. 1507—1509: 512, 3 ff. 534,14. 535,22. 541,49. Peter, civ. W. 1501: 449,12. Philipp, von Lautern gen. Stein, mag. civ. W. 1496-1518: 390, 25. 401,17. 411,57ff. 416,51ff. 420,13ff. 429,11. 436, 53 ff. 437, 1. 441, 39 ff. 443, lff 451,51. 456,14; 40 ff. 459,15. 472, 22ff. 474,32ff. 483,50. 499,33ff 502, 22. 503, 42 ff. 514, 52. 517, 15. 521, 28ff. 533,8. 534,13ff. 535,22ff. 579, 33. 584,34. 629,18. Wolffgang, Herzog von Baiern 1504: 485,28ff. —, üraf von Fürstenberg, k. Hofmarschalk 1600—1607: 452,14. 455,9 ff. 518,36 ff. Wolf'ramus fllius s. Eckenberti, diac. c 1100: 132,24. 134, 8. 140, 3. 142,19. ~ cus. s. Pauli W. 1126: 133, 28ff. — mil. W., mag. civ. 1258: 155,35. Wolfsberg, Wolffsberg, Wolvesberg, ehemalige Burg bei Neustadt a. d. Hardt 158, 7. Philips, Marschalck zu 1507: 515,21. Wongobi 14,14. Wonneck, Dr. Joh., von Coli 1500: 455,5. Wonsam, Sigmond, cons. W. 1502: 474, 25. Worme, Dr., dec. s. Germani Spir. 1508: 531,13. Worms s. Berbetomagus; s. civitas Van- gionum. Guarmaciensis (10, 33). Wurmbs, Vurmbs, Warmatia, Wor- macia. In 3Theilegetheilt: l.Vangie. 2. Burgentrich. 3. Wormbs 203,14 ff. örtlichkeiten: apud arcum, am Bogen 64, 15. 616,40. Asgraben prope cemiterium Ju- deorum 231,8. bollwerck, das newe 384, 40 ff. Burgervar, passagium W., quod dicitur, 227, 28. Burgerweide 416,41. castrum W. 28,11 = domus ducis Ottonis 109,21 ff. Kaderloch 264, 23 ff. 267, 27 ff. Kneleger 480,24. Kratzwinckel 264, 24tf. Frisonen-Spira 223,22. Hovedor 230, 8. Neusatz, Nuwensatz, Newsacz 156,29. 264,24ff. 267, 28ff. 406, 21. Pfule bi dem 393, 35. Rheni-Spira 224,1. Stein, der 466, lff. Steynbrucken by der Wisenmulen 606, 8 ff. Stoynen stege (am Bischofsiwf) 228, 18. 332, 28 ff. 347,17; 29. 378,5. 475,15 ff. by dem thurnin der pharrekirchen s. Johan 293,1. Waag, Waeg, Wag, Wagk 384, 35 ff. 416, 40 ff 575, 28 ff. 577, 23ff. 613,19. Wisenmule 606, 9. 612, 26. Apotheken: 315,9. zur langen Ketten 481, 7. Bäche: die bach 611,18ff. Eisbach, Eiser v. s. v. ripa cerdonum et carnificum 64,15. ripa laniorum et cerdonum 166,20. 710 Worms, Bibliotheken — Häuser. Worms. Bibliotheken: des Domstifts 32,36. 73,38. der Stadt 514,19. 521, 7. Kirchhöfe: s. Andreae 361, 26. 504,12. s. Cecilie 92, 2. s. Johann 276,20. s. Jobannis hospitalis 148,31. Judeorum 93,39ff. 155, 39. 231, 8. 361, 28. 8. Magni 49, 22. 148, 31. 394, 11. s. Meinardi 92,2. 563, 29 ff. s. Sylvestri 148,31. b. Stephani 135, 28. Häuser: zum Altenbun 511,46. Altenburg hus 397, 4. Backhus zum Sueel 377,26. zum Bären, Beren 390,9. 430,20; 39 ff. Bauhof, Buhof 441, 24. Bischofshof, palatium episcopi; aula episcopalis; der sail 44, 33. 58, 30. 87, 17 ff. 225, lOff. 310, 29 ff. 314, 30 ff. 382, 44. 388, 8. 392,2. 425, 34; 37. 428,35. 448, 25. 461, 12 (das newe haus). 466, 52. 476, 15 ff. 477, 15. 602, 27 ff. 606,32. zur Blumen 408, 3. zum Brocken 430, 22. Bürgerhof; Burgerhov; domus civium circa forum; domus communitatis; ad Thelonearium in der Hagengasse 16, 33. 46, lOff. 145,10. 190,44ff. 311,30tf. 313, 4 ff. 323, 3 ff. 382, 45. 390, 28ff. 392,39. 396, 6. 407, 4. 408, 6 ff. 409, 18 ff. 410,9 (rathove). 413,32ff. 421, 57ff. 428,16. 446, 41. 448, 29. 449, 22. 470, 30. 496, 9. 497, 35. 501, 21. 511, 13; 46. 512, 6 ff. 526, 27 ff. 534,10. 541, 26. 552,14. 589,12. 596, 22. 637, 25 ff. 642, 13. In dem deinen stobelen 323, 35. Melstüblin 422,50ff. 458,36. Constantini capellani 175, 21. Crames et veteres gades 165,12. Kämmererhöfe 529, 21 ff. Worms, Häuser. Kaufhaus 330,44 ff. 390,25. 413,13. 424,20. 468,7. 644 ff. Krone, zur goldenen 304, 30. Danzhaus,Tantzhus393,36.397,lff. 473, 9 ff. 494,4. 511, 2 ff. 526,10 ff. 576,13ff. 578, 25ff. 608, 26ff. zur Dauben 468, 7. zum alten Daue 405,46. Diemerstein, Dimerstein 48, 23. 409, 7. 449, 38. 450,17 = rathus zum 507, 8. Domprobstei,thumprobstey549,2ff. zum alten Ebirtzen 274, 37. Flersheimerhof 390, 8. 399,10. 448, 24. Frankfurters 273,24, gades veteres 46,16. 165,12. Gerichtshaus 408, 1. 426, 2; 13. 510, 15 ff. Qerichthuischen bi dem Münster 385,1. Sigilonis Oozmari 48,28 = Schöneck 165, 22 ff. zum Helm, Herberge 468, 7 ff. zur Heppen 423,15. Herbordi militis 48, 23. 165,17. Hiltegundis 167,10. zum Hollerbaum 393, 26. 394,11. zum Holtmunt 390, 6. Jabenhof 389, 6. .ludenschul, Synagoga 93, 15 ff. 395,5. 401,12 ff. zum Lumorszheim 274, 6. mercatorum 46, 15. hern Anthis von Monffurts ritters hove 274, 38. zur alten Mülen 399,21. 474,6. Münze, Monetaria 84, 16. 167,10. Alte Münze 385,1. 391, 25. 424, 34. 426.1. 493,36. 501,36. 643,39. Neue Münze 93,1. 378,29 ff. 379,3 ff. 383, 18 ff. 392, 6. 407, 39. 409, 7. 416,26 = Newhausz, 423,29. 429, 14 ff. 434, 13; 57. 441, 30. 459,12. 465, 23. 472, 34tf. 483,21. 493, 35. 496, 10. 499,1. 501, 21. 509.2. 512,13 ff. 513, lff. 516,30. 576,14. 578, 25. 607, 24ff. 613, 7. 615, 34. k, Pfalz, palatium regis 16, 31. 28, 9 ff. Worms, Häuser — Thore. 711 Worms, Häuser. Pontheis 274, 37. Rebstock 92, 32. Reymari 46,15. 165,11. zum Schlüssel 393,15. curia fratrum de Schonovia 41,18. 151, 20. zum Schwanen, Swanen, Herberge 375, 4. 383, 15. 393, 36. 397, 2. 448, 25. 458, 34; 43ff. 459, 15. 460,33. 526,26ff. 532,8. 533,6. Sickingerhof 448, 28. zum Spane 543, 25. Sparwentzagel, Sperwerzagel, Sparbenzagel 304, 30. 315, 2 ff. 316, 40 ff. 329, 2 ff. 332,36. 598, 33ff. 601, 27ff. 637, 21 ff. Stoynfurters 273, 25. zum Tyrolf 389, 3 ff. 390, 16. 406, 28. Vollbrackes 428,13. Wackerpylae 58, 6. 166, 9. zum Walde 399, 21. Waltzbornhof 448, 26. Weinhehners 166, 9. Wernheri mil. 58, 5. 166, 30. Wickershof 448,26. Wonheimerhof 390, 25. Zunfthäusor 304, 31. 330,18 ff. 465, 23. 472, 37 ff. Lauerhus 426, 3. Schilterzunfthaus zum Kruge 552,27. Schniderhus 426, 2. 434, 58. Schumacherzunfthus 391,5. Weberhus 552,26. 615, 34. Hospitäler: hospitale = antiquum h. 46, 16. 165,12. h. apud s. Johannem 156, 27. Neue Sp. zum h. Geist 622, 11 ff. 624,1 ff. 626,25 ff. 631,42. Elendenhaus 432, 20. Märkte: 46,15. 165,11. 377,3. 512,13. 517,2. Fischmarkt 642,16. Obermarkt 393,35. 395,11 ff. 396, Hfl. 576,14. Strassen: Brotgasze; vicus Panis 48, 23. 165, 17. Bruchgas ze 461,11. Worms, Strassen. Kämmerergasse 390, 8; 24. 399,10. 405, 45. 408, 2. 430, 39. 474, 6. 607,31. 642,18. under den Kechen 647,34. Diebgasz 480, 32. Erbertsgasze 432,12. Hagengasze, vicus Hagenonis, Haneg. 46, 17. 145, 9. 165, 13. 190, 45. 389, 3. 391,30. 392, 31. 497, 36. Horgheymer weg 612,19. Judengasze 401,12. strata Moguntinensis 231,6. vicus s. Petri 48, 30. 166, 2; 28. 390, 6. Pfaffengaszo 426,10. 549,27. Rosegasze 274, 26. Sattlergaszc, inter Sellatores 166, 30. Schildergasse, vicus clipei 67,25. Schlossergasze 378, 4. strata Spirensis, Speierg. 195,12. 393,26. 394,12. Sporergasze 647, 35. Wollgasze, vicus de Lana 46,11. 165,14. 393, 31. Zwerchgasze 390,16. 391,34. Thore. T hiirmo: porta s. Andreae 51, 32. 93, 35 ff. 155, 40. 183, 4. 195, 21. 224, 10. 231, 7 ff. 330, 8. 373,10. 389,12. 393,30. 394,26. 612,27. porta Judeorum, Judenborten 48,25. 165,18. 274,15. s. Linharts pforte (/"ritÄer Neupforte) 631,43. Luginsland 501,38. porta s. Martini 51,33. 183, 5. 224, 12. 228,13. 231,10. 373,6. 391, 20. 393,1 ff. 405, 37. 478,19. 607, 27. Menczer thor 330, 8. 332, 10. 390, 24. 393,25. 424,13. 426,9. 539, 27. 606,7. 607,26. Nova porta, später Leonhartspforte 156,29. Newe pforte (am Obermarkt) 393, 12. 396,14. Nuwe thurn uf dem Reyn 361,31. 376,37. 712 Worms, Thore — Räte. Worms, Thore etc. porta Pavonum, Pfauen pfort 48, 25. 56, 4. 58,35. 165,19. 224, 3. 391,20. 393,38. Rhinpforte 330, 9. 377, 2. 390, 5. 426, 9. 480, 30. Spirer tor 330, 8. 392, 18. 406, 13. 424, 20. 426, 9. 526,14. 612,10. Vorstädte: suburbium Martinianum 227,12. suburbium ad s. Michaelem 50, 20. 147,38 0". 174,25. 207,25ff. Behörden und Angestellte: Kurgermeister, rat und burger 252, 28 ff. 294, 42 ff. 297, 44 ff. die burgermeister, rade, zunffte und gemeinde 256, 36 ff. die burgermeister, rad, zünffte, burger und gancze gemeinde 257,1 ff. die burgermeister, der rat und die gemeinde 270, 38ff. magistri civium scultetus consulos ac universitas civitatis W. 279, 43 ff. die burgermeister und rat 301, 42 ff. stettmeister, burgermeister, rath und gemeyn burgerschaft 624, 32 ff. Bürgermeister, magistri civi um: Antz, Thoman 1489: 566,59. Becker, Johan 1403: 331,37. Bohel, Hamman 1505: 509,3. Bohel, Ludwig 1504—1605: 501,31. 507, 23. Brun Hans 1501: 449,10. Brun, Jörg 1495.1498.1500: 395,2. 414,37. 458,42. Buman, Hans 1494: 383,8. Camerarius, Henricus miles 7262: 159,1. Clarmann, Conrad 1431: 347, 5. Kolbe Petir 1426: 312,37 ff. Eberbecher, Joh. 1493: 374,23. Hoenberg, Hans von 1504: 483, 48. Holtmunt, Henricus 1262: 159,1. Liszpurger, Haman 1490. 1495. 1504 — 1505: 399, 20. 501, 30. 507, 22. 616, 13. Worms, Bürgermeister etc. Marckart, Hans 1499—1500: 429,4. 450, 26. Meyhel, Heinrich 1493: 374, 23. Mercz, Cunrat 1407: 254, 7. Mettenheimer, Jörg 1502. 1507: 475,21. 512,2. Monetam, Wernherus retro 1258: 155, 36. Noltz, Beinhart 1495. 1496. 1505: 399,21. 401,16. 404,25. 509,2. Osthoven, Fridericus de 1263: 159,13. Rappen, Peter zum 1427: 334, 9 ff. Rebestock, Joh. 1426: 312, 3 ff. Schütz, Nicolaus 1431: 347,5. Silberborner, Heinrich 1508. 1518: 533, 6. 629,17. Staude, Hans 1518: 629,18. Steffen, Joh. 1499-1500: 432, 10. 450, 25. Steffan, Niclaus 7502: 475,19. Stein, Jacobus de 1258: 192,21. Thyll, Bartholomaeus 1496: 401, 17. Walsporn, Hans 1483: 593, 30. 609, 23. Wickel, Jost 1499: 431,11. Windeck, Rupprecht 1483: 609,3. WolfF, Hans 1494. 1499: 383,9. 384,23. 423,14. Wolff, Hans, Baccalaureus 1507: 512, 4. Wolff, Phil. 1518: 629,18. Wolfram, miles 1258: 155,35. Zengeln, Clas 1403: 331,37. Zoller, Hans 1600: 445,5. 457,22. 459,10. 468, 8. Zoller, Jost 1501: 449,11. Räte: consiliarii; consules XL: 46, 9 ff. 145, 5 ff. 150, 39 ff. lWf 32 ff. 204, 8 ff. 208, 40 ff. 214,3 ff 216, 20 ff. 219, 4 ff. XVI: 66, 6 ff. 70, 22 ff. 220,16 n. 613,6. IX 311, 7 ff. etc. IX cives -+- VI milites = XV consules 150,40ff. 172,15 ff. 173, 1!'; 179,17. 208, 3 ff. 209, 10 ff 215, 29 ff. 216,32. 219,14 ff XVI + XV + XVI consules = XLVII 212, 11 ff. Worms, Räte. 713 Worms, Räte. IX Bürger + VI Ritter + XVI von der Gemeinde 212,15 ff. IX Burger + VI Ritter + XVI von der Gemeinde -f- IV Bischofs- mann = XXXV 212, 31 ff. 220, 39 ff. Bürgermeister, IX, XVI und IV Bischofsmänner 333,19ff. XX 383, 10 ff. 886,44 ff. IX + XVI + IV 476,10 ff. VI Ritter + XII Geschlechter + XVIII Handwerker 630, 49 ff. XIII 632, 54 ff. Räte consules: Amella, Wernherus 1266: 160,34. Arbore, rosarum, Conradus de 1253: 153,28. 184,29. Bonne, Brechtein 1401: 237,46. Bonne, Wilhelm 1419—1424: 284, 45. 294, 7. Borntzen, Emiche, Ritter 1402: 309, 8. Buman IX 1496: 391,35. Buso, Marquardus 1238: 179,21. Camerarius, Henricus, miles 1266: 160, 31. Kämmerer, Heinrich, Ritter 1402: 309, 8 ff. Cippura, Heinricus 1253 — 1266: 153,28. 160,33. 184,28. Coquinam, David retro, miles 1253: 153,26. 184,35. Krutsack, Wigandus, miles 1266: 160, 32. Dimari, Joh. 1266: 160,34. Dirolfi, Conradus 1253: 153, 27. 184, 25. Dives, Edelwinus 1253: 153, 29. 184, 30. Duchkauff, Claus 1483: 591, 34. Dürckheim, Wernherus de, mil. 1253: 185,2. Dürckheim, Wolframus de 1253: 153, 26. Ebelinus in vico s. Pctri f 1234: ^ 1173, 21. Kbcrzo in vico s. Petri 1253: 168, 29. Krlickeini, Hans von, Ritter 1402: 309, 9. Farre, Jost 1426: 311, 5 ff. Worms, Räte. Gemaltenhuse, Hensz zum 1427: 325, 18. Goszel, Jeckel 1427: 335,18 ff. Gostenhofer, Conrad 1427: 325,18. Hattenheim, Joh. von, Ritter 1402: 309, 10. Hemspach, .Torg IX 1483—1493: 373,21. 591,34. Holtmunt, Heinricus 1253—1266: ' 153,29. 160,33. 184,32. Lane, Eberzo in vico 1253: 153,29. 184, 31. Lapide, Jacobus de, miles 1253: 153,26. 184,36. Liszpurger, Haman IX 1494ff.: 382, 5. 389, 4. Liszpurger, Ludwig 1495: 391,32. Mege, Petir 1419: 284,46. Mergetheim, Niclaus 1483: 591, 34. Mettenheimer, Jörg 1498: 421,35. Militellus, Wernherus 1266: 160,34. Monctam, Wernherus retro 1253 — 1266: 153,28, 160,33. 184,27. Moro, Gerbodo de 1266: 160,11; 32. Moro, Godefridus 1266: 160,10; 31. Moro, Gozzo de 1253—1266: 153,27. 160, 32. Nüvergalt, Niclas 1499: 423,15. Peter, Dr., Artzt 1505: 503,19. Pleddersheim, Wolframus de, miles 1253: 185,1. Richeri, Henricus 1253—1266: 153, 27. 160,33. 184,26. Rinecke, Joh. 1401: 237, 46. Rufus, Heinricus 1253—1266: 153, 29. 160,34. 184,33. Rüpersburg, Hans von, Ritter 1402: 309, 9. Scherer, Peter 1499: 423,15. Schreiber, Peter 1499: 423,15. Silberborner, Heinrich 1500: 442,38. Sultzen, Gozzo de 1253: 153,27. 185, 4. Vogel, Dyetze zum 1419—1427: 284,46. 311, 31 ff. Wackerpfyl, Henricus 1266: 160,31. Wagcntreyber, Marx IX 1496: 404, 55. Walsporn, Hans Hartleib gen., IX 1495: 390,16. 714 Worms, Räte — Hausgenossen. Worms, Räte etc. Warthenberg, Joh. von, Ritter 1402: 309, 8. Wickel, Jost, IX 1495—1500: 393, 27. 442,37. Wolff, Henchin, IX 1500: 442,38. Wolff, Philips 1495: 390, 25. Wonsam, Sigmund 1502: 474, 25. Zwengel, Joh., IX 1477: 337,35. Beamte: Amtmann 225, 13. Büchsenschütz;: Stempel 1403 — 1427: 330,28 ff. Zweinbrucken, Cunrad von 1403: 331,39. Heimburger: 225, 4 ff. 226 ff. 343, 26 ff. 449,13. 465, 26 ff. Blumein, Peter 1402: 229,45. Budensheim, Henno von 1401: 229, 46. Cremer, Nyclas 1401: 229,46. Dübgin 1498: 575,41. Fogel, Niclas 1490 — 1600: 230, 45. 450, 81. 576, 9. Franckentaler, Henne 1401: 229, 41. Gostenhover, Hans 1500: 450, 30. Hüne, Hammann zum 1477: 230,43. Hans, Schwertf'eger 1475: 230, 40. Satich, Peter 1483: 230,44. Steffan, Niclas 1476: 230,42. Swertheimer 1491—1498: 230, 45. 576,7. Mehlungelter: 318,25 ff. Pedellen 225, 8. Stadtadvokaten: Mossenhoini, Jacob von s. Mossenheim. Stein, Peter vom t. Stein. Suznmer, Phil. s. Summer. Stadtschreiber: Glantz, Joh. s. Glantz. Meyhel, Balthasar s. Meyhel. Müle, Jacob s. Müle. Pauli, Andreas s. Pauli. Schwechenheim, Adam von s. Schwechenheim. Unterschreiber: Johann 1427: 325, 18. Worms, Beamte etc. Lang, Philips, Notar 1498: 414, 34. Schwechenheim, Adam von 1489—1492: 562, 25 ff. Ratsdiener etc.: Bellersheimer, Concz, Stadtbote 1426: 320,6 ff. Concz der aide, herrenknecht 1426: 343, 35 ff. Cristman 1489: 567, 14. Daube, Hans 1605: 504,31. Dyeme, Claus 1600: 450,31. Diether 1500: 450,31. Hans s. Gieszen. Hans, Zimmermann 1479: 432, 17. Henne Sporer, Herrenknecht 1401: 229,50. Villicus 225, 11 ff. Städtisches Gericht: Wahl der Grafen und Richter 375,4. 383,45. 449, 12. 475,28. 501, 33. Schultheiszen: 227, 22 ff. Meyhel, Balthasar seit 1603: 509, 4 ff. Meyhel, Melchior 1502: 475,28. Mentz, Balthasar 1495: 399,21. Queich, Hans 1494: 383,45. Schiltknecht, Joh. 1493: 375,3. Silberbrenner, Henrich 1501- 449, 11. Stein, Philips Wolf gen. U® 6 - 401,17. Stude, Hans 1504: 501,32. Gerichtsschreiber: Lang, Phil'P s 1499ff.: 425,22 etc. Substitut: Veitin 1499: 426, M- Gerichtsknecht: Diel, Hans 1505l 510, 15. Niclas, Veit 1499: 426, IL Viereramt 556, 44 ff. 633, 37 ff. Brüderschaften, Fraternitates, Zünfte: 46,12ff. 190,31. 214, 31 fl> 215, 39 ff. Hausgenossen, Monetarn Mün- zer: 205, 11 ff. 207, 38 & 208, 41 ff. 211, 29 ff. 215,23ff. *W 33 ff. 341,36. 401, 9 ff. **<**. & 441,29. 564,5ff. 567,16tf. 569, H* 613, 5. Worms, Hausgenossen — Dom. 715 Worms, Hausgenossen etc. Bonne, Wilh. 1491: 429,37ff. Brune, Hans 1491: 429,38. Duchkauff, Claus f 1505: t 460, 57. Morszheimer, Marx s. Morszheimer. Walsporn, Hans Hartliep gen. 1491: 429, 38. Zünfte: Aufzählung derselben 305, 8 tf. 552, 26 ff. — 208, 41 ff. 297, 4. 301, 38 ff. 309,33 ff. 340,34. 380,24 ff. 470,22ff. 473, 8 ff. 480, 9 ff. 483, 23 ff. 516, 22ff. 551, 9ff. 597, 6ff. 607,11 ff. 608,30ff. 612,14ff. Die hundert Mann aus den Zünften 422, 14. 425, 20 ff. 434, 19 ff. 441,38 ff. 443,38 ff. 458,1 ff. 459, 7ff. 460,2. 534, 3ff. Krämer 648, 45 ff. Fischer 496,16 ff. Metzler 329, 7 ff. 641 ff. Schilter 329, 7 ff. Weinherren 244,16 ff. Juden s. Juden. Judenrath, Bischof: Josel Gans 1606: 507,52. 12 Räthe 507, 52ff. Kirche: Pfaffheit 247ff. und so öfter. dumherren und gemeine pfaffheid 256,35 ff. stifft zum dume und andere stiffte und paffheit 270, 39 ff. dhumprobst probste dechende ca- pittel und die gancze pfafheit 252, 24 ff. 282, 45 ff. 451, 14 ff. 527, 33 ff. Die X1H 270,41 ff. 440,23. ^ndreasstift: 49,19. 50,26. 116,20. 148,29. 166,4. 174,31. 192,19. 196, M. 248, 21 ff. 441,20. 491,6. 525,24. Canonici: Sontheim, .loh. 1407: 254, 4. Wyncke 1410: 273,37. Gustos: Aschaffenburg, Joh. de 1407: 254, 5. 259, 40. Decani: 580,8. Caszel, Conrad 1501: 449,33. Praepositi: Johan 1401—1402: 237, 45 ff. £42, 21 ff. Scolasticus:' Carben, Joh. 83,11. Worms, Andreasstift etc. Vicarii: Doleatoris, Joh. 1500: 450,41. Droitkind, Joh. 1507: 526,15. Pichlein, Joh. 83,14. Struben 83,1. Andreasberg: mons s. Andreae 15, 21. 258, 35. 432, 22. Pfarrer: Georig 1504: 484,37ff. Augustinerkloster; fratres Augu- stinenses 40, 22 ff. 59, 29. 159, 32. 190,35. 391,31. 392,32. 393,11. Lesemeister: Hug 1401—1402: 238, lff. 242, 21 ff. Prior: Glauberger, Engelman 1507: 520, 20 ff. Barfüsser; fratres Minores: 46,20ff. 59,26. 94, 32 ff. 166,26. 182,25. 190, 17ff. 393,10. 472,17. 512, 7. 520,18ff. Gardianus: Bickelnheim, Nicolaus 1507: 520,19. Bettelorden, die vier (Prediger, Barfüsser, Augustiner, Carmeliten) 258, 34 ff. 393, 10 ff. 480, 36 ff. 514, 16 ff. 520, 32 ff. 521,20 ff. 528, 20 ff. 532, 25 ff. 540, 21 ff. Carmeliten, frawen brüder 94, 10ff. 393,11. 482,24ff. 491,35. 492,17. Kirschgarten: Hortus b. Mariae. Hortus cerasorum. Sorores ord. Cist. 32, 8. 47,8 ff. 57, 9. 59, 22. 76, 38. 145, 3. 173,4. 182,21 ff. 195,10. 258, 35 ff. Seit 1443 regulirtes Augustiner- männerkloster (Windesheimer Con- gregation 79, 1 ff. 85, 40 ff. 92, 37. 392,18. 477,22. 498,36. 499,4. 537, 20. 576, lff. 577, 29ff. 612,11. 641,15. Abbatissa: Beatrix 47,40. 48,16. Priores: Dirmstein, Henricus de 1482—1503: 81,11 ff. Paderbornes, Bertoldus de 1444-1474: 79, 36. 80, 15ff. Zonszbeck, Hermannus 1603: 81, 45 ff. Zonszbeck, Joh. 1474 — 1482: 80, 33 ff. Procurator: Mulenheim, Wern- herus de 1258: 195,13ff. Dom: ecclesia maior, s. Petri 11,15. 32,9. 33,7. 37, Uff. 40, 7ff. 47,9. 65,35 ff. 66,5 ff. 69,20 ff. 84, 28 ff. 132, 716 Worms, Dom. Worms, Dom. 32. 138,4 ff. 173,8 ff. 188,1 ff. 215,25. 242, 42 ff. 245, 14 ff. 246, 44 ff. 252, 25 ff. 267, 22 ff. 269, 22 ff. 294, 40 ff. 416, 32. 425, 5ff. 439,19ff. 441,20ff. 451,14 ff. 525,24. Der Dom, das Münster 26,17. 112, 1 ff. 312, 27 ff. 384, 45 ff. 392, 2. 394,18. 400, 32. 405, 40 ff. 428, 13. 481,9. 489,27. 543,9. 606,37 ff. Chor, kor: medium 42, 5. 48, 20. 73, 13. 594, 41 ff. lapides dicti die Schieferstein 48, 20. chorum s. Laurenoii 32, 26. 38,35. 39,2. 173, 8 ff. 400,16. 542,35. 543, 26. chorum s. Martini 67, 23. 68, 6; 39. chorum s. Nicolai 65,22. 66,31. Altäre: Hochaltar, summum altarc 67,10; 21. 68,14. s. Anne et Ursule 67, 26. s. Blasii 66, 31. sacellum s. Catherine 67, 24. s. crucis 57, 8. 66, 30. 188, 25. s. Georgii et innocentum 67, 27 = ss. Hypoliti et Sebasti- ani 67,28. s. Laurentii s. chorum s. Lau- rentii 125,25. s. Walpurgis 67, 24. Münsterthürme 330,12 ff. 366,35 ff. s. Peterglocke 393,16. Neuer Kreuzgang 651, 14 ff. Domhof 377,30. Domprobstei 399,12. Capittclstube 316,15. Mundat 230, 6 ff. Canonici: Altzen, Götz von 1503: 480, 27. Berlewinus 1260: 197,6. Bolanden, Gisebertus de 1270: 161,35. Erenberg, Gerhart von 1407: 259, 38. Erenburg, Heinrich von 1504: 499,31. Fergenhans, Dr. 1498: 421,43. Fleckenstein, Joh. von 1407: 259, 38. Fleckenstein, Michel von 1507: 512, 45. Worms, Dom, Canonici. Fries 1499 — 1507: 430, 13 ff. 441, 52 ff. 452, 44ff. 454, 55. 462, 37. 512, 45. 521, 9. Fries, Haringus, Dr. 1504—1507: 499,31. 522, 3 ff. Grasewog, Gerlacus vom 1234: 173, 6. Hattstatt, Joh. von 1487— 1607: 389, 13. 415, 13 ff. 419, 61 ff. 425, 33. 430,12. 441, 52. 452, 44. 454, 54. 462, 37. 549, 37. 562,13. 573,12. Helmstatt, Reinhart von 1426: 320, 42. Ladenbaum, Joh. de 1426: 82,25ff. 317,41. Ladenburg, Jacob von 1407: 254, 2 ff. Liechtenstein, Gorhardus de 1270: 161,34. Memmingen, Rabanus de 1450: 83,6. Pellendorffer, Andres, Dr. 1492: 599, 43. Pleninger, Joh., Dr. 1488— 1499: 408, 38. 423, 27. 425, 33. 434,14. 440,27. 562, 39. Richenbach, Joh. de 1270: 161, 33. Rixinger 1495: 394,11. Sachsenheim, Georg von 1500 —1502: 448,22. 450,36. Schauenburger 1499: 423,28. Schenk, Adalarius 1490—1499: 423, 28. 425, 34. 616,11. Silberberg, Götz 1601: 449,32. Silberberg, Heinrich 1504— 1508: 499, 30. 525, 41. 534, 34. Sobcrnheim, Joh. von 1426: 313,6. 315,8. 325,12. Söltz, Dr. 1503: 482,1. Stein, Endres vom 1426: 319,42. Stein, Jörg vom 1426: 320,43. Stetenberg, Eberhardus de 1426: 310, lOff. Volzo 1233: 169,18. Wicker, Joh., Dr. 1508: 534,34. Winheim, Joh. 1462—1482: 336,34ff.*587,28ff. Worms, Dom — Neuhausen. 717 Worms, Dom etc. Cantores: 56,14. 188,8. Ders, Heinricus de 1406—1407: 252, 5. 259, 38. Jacobus 1268—1260: 195, lft". 197,1 ff. Rape, Albertus 1245: 192, lff. Rippur, Reinhardus de 1499 — 1503: 95,1. 439,61. Custodes: Burgman, Nyclaus 1407: 253, 43 ff. Nibelungus c. 1150: 198,31. Schoneck,Cunode 1319: 68, 21. Decani: 89,13 ff. 589,6. Burcard 1258: 189, 3 ff. Gemmingen, Erpho de 1499: 440, 25. Gemmingen, Jörg von 1494: 367,44. 381,8. Jacobus 1401 — 1402: 237,45. 242,20. Rudesheim, Rudolfus de 1446 — 1466: 82,6. Praepositi: Ast, Ludovicus de 1441: 82, 3. 83, 19. Brunicho 1016: 111,11. 116,24. Clapis, Petrus Anthoni de 1487: 549, lff. Dalberg, Joh. de 1480: 90,34ff. 587, 7 ff. Emicho 1293: 65, 4 ff. Godesf'ridus 1115: 37,12. Heinricus 1308: 68,4. Offizial des Domprobst: Marci, Joh. 1499: 5,8. Scholastici: Ders, Joh. von 1407: 254, 2. 259,37. Montemar, Joh. de 1430: 82,23. Stockheim, Wilhelm von 1526: 634, 29. Vicarii: Hennelo, Conrad 1410: 274, 35. Lupi, Joh. 82,35. Nickel, Phil. 1503: 478,23. Tempel, Anthis 1410: 274, 35. Wildunger, Conrad 1410: 274, 35. Zan, Peter 1503: 477,19. Hard, die Brüder uf der, Seibruder v on s. Augustins regeln 481,11; 32ff. •'obanniterherren: 493, 2ff. Worms. s. Leodegarii familia: 224,2. Liebfrauenstift, ecclesia b. Mariae 65, 10 ff. 248, 19. 252, 26 ff. 264, 26. 376, 38. 392, 35ff. 397, 7. 399,14; 36ff. 432, 22. 440, 18 ff. 451, 15. 460, 56 ff. 478,17 ff. 504,3. 513,12 ff. 540,35. Baumeister: Duchkauf, Claus 1504: 460,57. Lispurger, Haman 1507: 513, 9 ff. Morsheimer, Marx J505:460,56. Noltz, Reinhart 1507: 513,10 ff. Canonicus: Attendorn, Joh. 1499: 440,36. Decani: 491,7. 503,13. Buwer, Jost 1508: 531,29. Hesse, Herman 1501: 449, 35. Metfridi, Joh. 1407: 254, 6. 259,42. Spiesz, Meynhardus 1500: 450, 43. s. Martin 6, 6 31, 20.123, 3ff. 248,19. 252,26. 441,21. 451,15. carcer s. Martini 6,29. Canonici: 84, 8. Aschaffenburg, Joh. von 1407: 254, 5. Marci, Joh. 1499: 5, 8 ff. 440,34. Decani: 310,24. 313,6. 320,43. 333,12. 450, 49. 484, 39. 491, 5. Lonstein, Arnold von 1407: 259, 41. Praepositus: Ast, Ludovicus de 1441: 83, 20 ff. Vicarius: Kircher, Michel 1497: 406, 24. Neuhausen: ecclesia s. Ciriaci 6,6ff. 11,16. 23, 9 ff. 31,17. 33,8. 34,27. 35,13. 36,3 ff. 37,4. 38,10. 39, 3 ff. 43, 25 ff. 44, 7 ff. 45,39. 49,7. 57,4 ff. 58, 3. 63, 4 ff. 65, 8 ff. 70, 2 ff. 73,10. 74, 38 ff. 88, 22 ff. 116,16. 250, 28 ff. 285,43. 478,21 ff. 487,34 ff. - 489. 540, 31. 548, 28. 648,12. Oertlich- keit s. M, Neuhausen, h. Cyriacus 489, 41 ff. Altäre: ss. Petri et Mariae Magd. 31,17. 63,4. Canonici: Amella, Henricus 1227: 46,5. 718 Worms, Neuhausen — Kapellen. Worms, Neuhausen, Canonici etc. Bierbaum, Bernhard 1504: 487, 38. Rüther 1502: 471, 36. Rothard, Jacob 1504: 487, 37. Cantor: Heinrich 1504: 487,37. Decanus: 39, 8. Kaiser, Heinrich 1505: 503, 17. Praepositi: Adelbertus 1106: 36,11. Bamberg, Eberhardus de 1237: 57,21. 64,20 0'. 181,7. Gramelib 1115: 37,12; 38. Heinricus 1212: 44, 4. 45, 37. Lupoldus 1173: 43, 10 ff. Stralenberg, Eberhardus de i 1293: 233,35. Vicarii: Eberbacher, Jörg 1504: 487, 38. Hasz, Jost 1504: 487, 38. Offizial: Diefenberg, mag. Hans 1504: 487, 39. Nonnenmünster. Novamonasterium, Newenmünster; ord. s. Benedicti 21,13 ff. 112,llff. ord. s. Cist. 48,39ff. 159, 29. 160, 25. 175, 29 ff. 180, 28. 190, 9 ff. 258, 34. 384, 41. 393, 37. 416,41. 613,21. Altar:b.Mariae49,6. Abbatissa: Irmengardis 1307: 21,20. Mechthildis c. 1006: 21, 23. 112, 6 ff. Monialis: Alida 21,28. s.Paul 6,6; 33. 11,15. 13,8. 28,12. 32,2. 46,18. 48,24. 58,29. 61,1. 110,15 ff. 165,18. 248,19. 252,25. 274, 25 ff. 321, 3 ff. 428, 5. 441, 21. 451,15. 503,14. 504,17. 622,3. 623, 30 ff. 626,14 ff. Canonicus: Morman, .loh. tBOO: 450, 48. Custodes: Bonne, Richer 1407: 254,3. 259,40. Wolframus 1125: 133, 28 ff. Deeani: 491,5. Briher, Jodocus 1507: 518,11. Buman, Hans 1500 —1501 ; 449,33. 450,47. Praepositi: Eberhardus 1115: 37,13. Emicho 1294: 233,37. öerhardus, comes hirsutus f 1293: 64, 22. Nibelungus 1127—1160: 198,31. Worms, s. Paul etc. Vicarii: Lutenbach, Joh. 1499: 428, 6. Wigant 1410: 274, 14. Offizial des Probst 284, 36. Praedicatores, Predigerkloster 11, 16. 42,6 ff. 56,2. 57,9. 58,34. 59, 26. 66, 13 ff. 72, 9. 92, 12 ff. 166, 16 ff. 182, 25. 187, 35. 190,17 ff. 336, 19 ff. 392, 12 ff. 395, 2. 401, 4. Kapitel 336, 20 ff. Prior: 59, 15 ff. 182,14. Holderbaum, Peter 1507: 520, 49. Rychenconvent 610,8ff. Sackbrüder, fratres de saccis 159*, 34. 190, 36. s. Steffan, herren zu 274, 40 ff. Wilhelmyten 258,34. Pfarreien, Pfarrer von W.: 478, 15 ff. 489, 30 ff. 491, 16 ff. 504, 4. 520, 22. 540, 21 ff. s. Amandi 13, 8. 137, 3 ff. Pfarrer: Pistor, Joh. 1507: 512,22. s. Andree 153, 3. s. Andreasberg. Pfarrer: Georig 1504: 484, 37 ff. s. Cecilio. Pfarrer: Vogt, Udalricus 1607: 512, 22. s. Johannis 291,1 ff. 432, 29. 504, 9. Pfarrer: Stahelin, Martin 1509: 540, 27. Stoll, Jacob 1507: 512, 21. s. Lamperti, s. Lamprecht 16, 25. 161, 24. 430, 25 ff. 483, 39. Pfarrer: Hennel, Jac. 1507: 512,21. Kircher, Michel 1497: 406, 24. Pellifex, Joh. 1497: 406, 25. Rein, Phil. 1497: 406, 22. Jurati 430, 41. s. Magni 394, 9 ff. 483, 39. Pfarrer: Sticher, Frid. 1507: 512,22. s. Michael. Pfarrer: Lyningen, Joh- de 1507: 512,22. Seratoris, Jac. (s. XV) 78, 7. s. Petri 153, 3. s. Ruperti 161,24. Pfarrer: Stehelin, Martin 1507: 512,21. Kapellen: Allerheiligen kirch in der fürstatt 392,40 ff. Worms, Kapellen — Bischöfe. 719 Worms, Kapellen etc. Im Bischofshof; capella palatii W. = capella s. Stephani 34, 23 ff. 04, 27. 230, 7. 332, 30 ff. 594, 34 ff. 606, 33 ff. s. Egidii contigua mai. eccl. 87, 16; 31. capella canonicorum de Frankenthal 40, 21. capella s. Kiliani 198, 20. 391,35. capella b. Nazarii 145, 11. 166, 27. 191,13. capella s. Nicolai contigua eccl. W. 34, 25. 39, 17. cap. s. Stephani s. Bischofshof. capella s. Udalrici in vico clipei 67, 25. 543,25. Bischöfe: Adelbero 1066—1069: 35, 9. Adelbertus 1068—1107: 35,11 ff. Adelgerus 1044: 33,14 ff. Adelheimus 874—888: 30,12. Amandus 627: 10,12. 11,33. 12,2. Anno 952—979: 31, 7 ff. Arnold 1044—1065: 34,19 ff. Arnold oder Arnulf 1110: 36, 14ff. 37, 6 ff. 38, 6 ff. Azecho 1025—1044: 33, 3ff. Bernharius 814—825: 3,32. 15, 20ff. 17,8ff. Burchard 1 1000—1025: 21,23. 31,13. 32, lff. 97—126. 138,13. Burchard II oder Buggo 1115—1149: 36,15ff. 40,13. 138, lff. 139,25ff. 142,14. Burchard III 1258: 189, 3ff. 211, 9 ff. 219,270'. Conrad 1 von Steinach 1160 — 1171: 21,30. 38,19. Conrad II von Sternberg 1171—1192: 39, lff. 138,22. Conrad III von Dürkheim f '247: 56, 26 ff. 57, 14. 180, 34 ff. 210, 37. 219,10 ff. Crochtoldus (s. VI) 11,33. 12,1. Cuno de Schöneck 1319—1329: 68, 9ff. Ueothelachus 891—914: 30,15 ff. 223, 20. Dietrich von Boppard 1369—1365: 71,15ff. Diethmarus 1108: 36,16. Worms, Bischöfe. Eberhard I Raugraf (von Bamberg) 1247—1277: 54,9ff. 55,25ff. 57,21ff. 152,24. 156,10ff. 160,29«. 181, 7 ff. 187, 19 ff. 188, 27 ff. 196,18 ff 210, 38. 219,11. Eberhard II von Strahlenberg 1291 -1293: 64,19ff. 211,24. 220, 2ff. 233, 29. Eberhard III von Stetenberg 1426: 310,10. Eberwin von Kronenberg 1299 — 1308: 32, 21. 58,19. 66, 2 ff. 211,41. 220,15. Eckard von Dersch 1371—1405: 67, 28. 72,llff. 212,42ff.221,7ff.t234, 25. 238,3 ff'. 242,16 ff. 256,2 ff. f 263, 18. 309,8. Emicho, Emerich I von Schöneck 1308—1318: 67, 6 ff. Emicho II Raugraf 1293—1299: 64, 7. 65, 4ff. 233, 37. Eppo 1090: 35,51. 36,20. Erembert 764—793: 23,6ff. Erpho 999: 31,27. 32,31. 105,16ff. Folwicus 826—830: 23,5ff. Eranco t 999: 31, 12 ff. 32, 30. 104,5. Friedrich I Raugraf 1277—1283: 60, 3ff. 211,20ff. 219,41. 233,33. Friedrich II von Domneck 1426 — 1445: 78,2tf. 213,22. 221,38. 301,4. 310,14 ff. —331. Gerhart Raugraf f 1293: 64, 2 ff. Gerlach Schenk von Erbach 1329— 1332: 68,37. 69,5 ff. Geroldus archiepiscopus 10, 10. Gervilio archiepiscopus 10,11 ff. Guntzo t 872: 3,31. 24,21 ff. Heinrich I 1192—1195: 42, 3 ff. Heinrich II Graf von Saarbrücken 1217-1234: 42, 7. 45,36 ff. 50, 5 ff. 53, 17. 65, 19. 145 ff. 161, lff. 171, 3 ff. 185,11. 191, 5 ff. 204, 7 ff. 206, 6ff. 211, 43. 214, 17ff. 220,11. 233, 7. Heinrich III von Daun 1318—1319: 68, 2 ff. Heinrich IV Pfalzgraf 1523—1552: 428, 41 ff. 633, 8 ff. Hildebald 979—998: 31, 9 ff. 104, 4. 720 Worms — Zan. Worms, Bischöfe etc. Johannes I Schadland 1365—1371: 66,33. 67, 1. 70,18 ff. 71, 20 ff. 212, 21 ff'. 220, 25. 271, 10. 311,16. 312, 42. Johannes II von Fleckenstein 1410 — 1426: 76, 28. 77, 7 ff. 213,18. 221, 33. 269, 19 ff. 277,27. 278, 18 ff. 290, 4 ff. 294, 40 ff. 310, 8. 643,19. Johannes III Kämmerer von Dal borg 1482—1603: 90, 33 ff. 204, 21 ff. 222, 1 ff. 374—482. 484,12. 492,1. 500, 30. 548,12-570. 587—617. Landolf von Hoheneck 1234 — 1247: 21, 32. 47, 10 ff. 48, 35 ff. 56, 26. 74,5. 147,20 ff. 151,10 ff. 170,30. 173,15 ff. 177, 7 ff. 208, 23 ff. 216, 4 ff. 233, 8. Ludwig von Ast 1445: 82, 3 ff. 83, 19 ff. Lupoid von Scheinfeld 1196—1217: 42, 12 ff. Matthaeus von Krakau 1405 — 1410: 75,11 ff. 213, 7ff. 221,14ff. 234,24. 243, 27 ff. 248, 23 ff. Razo 999: 31,28. 32,32. 105, 20 ff. Reinhart I von SickingenJ'445— 1482: 81, 4ff. 83,9. 84, 26 ff. 221,40. 337, 15 ff. 460, 40. f 558, 19. t 587, 3 ff. Reinhart II von Rippur 1503—1523: 95, 1 ff. 439, 61 ff. 482, 47 ff. 495, 33 ff. 496, 15 ff. 507, 18. 508, 17 ff. 511,35. 514, 22 ff. 517, 29 ff. 520, 40 ff. 529, 17 ff. 534, 50 ff. 540, 27 ff. 625, 30 ff. 632, 41 ff. Richard von Daun 1247—1257: 51, 28 ff. 57,3 ff. 59,1. 181,12 ff. 188, 24. 189,27. 192,20 ff. 193, 28 ff. 210, 40 ff. 219, 12. 233, 20. Richovo f 949: 31, 5 ff. Rupertus c. 697: 12, 2 ff. Salmann Kiemann von Mainz 1329 — 1359: 69, 10 ff. Samuel 841—855: 23, 7 ff. 58, 2. Simon von Schöneck 1283—1291: 63, 2 ff. 211,24. 220,1. 233,28. Victor 346: 10,22. 11, 21 ff. Generalvikare: Dietrich von Pleningen 1493: 374, 24 ff. Eucharius 1509: 541, 51. Haringus Simiania 7502: 472,1611. Worms. Weihbischof 1503: 481, 23 ff. Officiale: Enolff, Joh. 1507: 528,26. Wynheimer, Job. 1462: 336, 34 ff. Burggraf: der Graf von Zweibrücken 197, 34 ff. Camerarii 226 ff. Eckenbertus c. 1100: 37,19. 129, 7 ff. Richeso 1230: 32, 10. Marscalcus: Militellus, Ulricus 7235: 176, 4 ff. Vice dominus: Metis, Berchtoldus de 1261: 158, 14. Reichstage 764: 17,26. 787: 18, 12 ff. 829: 18, 26. 857: 24, 27. 1269: 161, 3 ff. 1495: 388 ff. 1497: 407 ff. 1498: 413, 30 ff. 421,41 ff. 1508: 535 ff. Worms. Grafschaft. Grafen: Conrad t 955: 28 f. Wernher 891: 30, 19. Worms. Gau, pagus 26,2. 37,42. 149,5ff. 203, 10 ff. 424,26. 492, 35 ff. Worms s. Bormio. Wormserjoch 398, 50. Wratislaw g. Bresslau. Wurtonberg 0, Wirtemberg. Würzburg, Herbipolis, Wirtzburg, Wurtzepurg. Stift 289, 37 ff. Bischöfe: Embricus 1115: (falsch) 37, 10. (Heinrieh) c. 1000: 108,19. Hermann 1235—1246: 177, 16. 218,35. Johannes I 1406: 250, 39 ff. Johannes II 1429: 300, 38 ff. Lorenz von Bibra 1495 — 1500: 399, 2. 410, 26 ff. 411, 42. 417,17. 448,9. 453,1. Rudolf von Scherenberg 1 1495 : t 399, 1. Würzburg, Stadt 546, 2. 612, 37. Z. Zacharias papa t 752: 11, 28. Zan, Peter, Pfaff, W. 1495—1503: 397,19. 477, 19. Zeiszolff — Zwolle. 72t Zeiszolff, civ. W. 1410: 273,4. Zell, Zel, BA. Offenburg 495, 5. Zell BA. Kirchheim-Bolanden, Amtmann zu: Fried. Keszler 1607: 521, 56 ff. Zengeln, das, mag. civ. 1403: 331,37. Ziegler, Niclaus, k. Secreiär 1605—1518: 502, 44 ff. 508, 37 ff. 509, 41 ff. 517, 23 ff. 629, 16 ff. Zimmermann, Hans, Stadtknecht 1499: 432,17. Zippura. Cippura, Heinricus, cons W. 1253 — 1266: 153,28. 160,33. 184, 28. Ziunii 197,10. Zobell, Theodor, Dr., can Mog. 1502— 1508: 473, 33 ff. 474,30. 483,56. 503, 45. 532,14. Zoller, Hans, mag. civ. W. 1483-1501: 437, 4 ff. 443,7. 445,5. 451,51. 457, 22. 459, 10 ff. 468, 8 ff. 609, 16. •Tost, mag. civ. W. 1501: 449, 11. •Tost sein Sohn. Zoll em, Graf Eitelfritz von, Kammer- nchter 1495—1507: 391,25.397,11. 417, 25. 452, 49. 455, 54 ff. 522, 5 ff. Rollern 514,30. Zonszbeck, Hermannus, prior in Kirs- garten 7503: 81, 45 ff. Jon., prior in Kirszgarten 1474— 1482: 80, 33 ff. Zorn, Albrecht Graf von (s. XV) 358 33 ff 362, 32. Zorn mehrmals für Zollern verschrieben 386,6. 433,60. Zornen, Margaretha, priorissa in Hocheim 1429: 62,16. Zürich, Czurch 452,22. 481,41. Zurno, Gozzo et Wernherus cognati Z 1249: 152,10. marscalcus 1249: 151, 15 ff. W. frater Z. 1249: 152, 9. Zweibrücken, Geminipons, Zweinbrucken Grafen von: Alexander, Herzog von Baiern 1497—1504: 407, 22. 411 43 495, 2 ff. (Heinrich I) f 1225: f 198, 3. Heinrich II 1249—1261: 198, 3 ff. Simon 1270: 161,28. Zweibrücken, Conrad von, der philmecher W. 1403: 331, 39 ff. Zwengel, .loh., cons. W. 1477: 337, 35. Zwolle, Zwollis 90,15 ff. ^wmser Chroniken. 46 NACHTRÄGE UND BERICHTIGUNGEN. /. Band. K. Koehne, Der Ursprung der Stadtverfassung in Worms, Speier und Mainz Bresslau 1890 hat eine Anzahl der im I. Bande abgedruckten Urkunden beleuchtet s. P- 427, namentlich eingehend nr. 157. 168 und 160, p. 406—41!). Er sucht Röster, der v-r. iss als eine Fälschung erklärt, zu widerlegen, indem er nr. 158 als ein Konzept ansieht, das von einem (leistlichen des Bischofs verfaßt worden und dann in die bischöf. 'ehe Kanzlei gelangt sei. Ich muß diese Auslegung ablehnen. Schaube in der o. p. ■y, 34 angeführten Schrift widerlegt im einzelnen die hgpolhesenreiche Abhandlung Aoehne's. Er bestreitet, da/'s die von mir II, 723 nach dem Vorgange Kösters abgedruckte Vorurkunde Frankfurt 1233. Febr. 17 eine wirkliche Urkunde sei, sondern der 31K. habe seiner gewohnten Weise einen verstümmelten Auszug aus der Urkunde ÜB. I nr. 163 gegeben. Schaube übersieht, daß die llss. des MK. 1233 schreiben und nicht wie Ludewia fast 1238. ' 273 ,lr - 416*. 1285. Febr. 17. (sabbato post invoeavit). — Volzo Dekan und das Kapitel dos Stifts Neunaugen ausserhalb Worms verkaufen dem Conrad Ifolderbaum Bürger zu Worms dns Oolumbarium seu habitationem, que columbarium dicitar, mit dabei liegender Mühle und einem Stück Acker um 425 Pfund Heller. Siegler: Neuhausen, das geistliche Gericht und Konrad llolderbaum. or. mb. Mitgeteilt von Herrn Prof. Wille. Vgl. ÜB. I, 294, 1. 295, 35. IL Band. Vorbemerkung. Dieser Band wurde besprochen von IT. Bresslau, Deutsche "Ueraturzeitung 1891 nr. 49 Sp. 1787f., G. von Below, Otittinger gel. Anzeigen 1891 nr. 17 P-678ff. t ;i Wi/ß, D. Zeitschrift für Geschichtswissenschaft VIII (1892) p. 155 ff. Die ern Besprechungen übergehe ich, da sie auf das Materielle nicht eingehen. Bresslau ielow tadeln, daß ich beim Abdruck der deutschen Urkunden keine einheilliclien n dsätze verfolge, z. B. einmal ludenrat schreibe, das andere Mal des luden radis elow verlangt eine gründliche Normalisirung, während Bresslau auf die Weizsäcker. en Hegeln verweist. Allein Weizsäcker hat es in erster Linie mit Aktenmaterial zu ' gehabt, Konzepten und Kopien, während die Hauptmasse der von mir gedruckten ic,, e Originalurkunden sind. Ich habe mich enge an den Wortlaut dieser Originale 1 /• Krauche ich den beiden trefflichen Kennern mittelalterlicher Geschichte zu sat/en ./* dem Sinne des Mittelalters eine solche verlangte Normalisirung zuwider istf Wie ^ m *ttelalterlichc Baumeister das Prinzip der Symmetrie, der gleichmäßigen Behandlung A .^'"f e '" e " Pauglieder ignorirte, so liebte auch der Schreiber eine gewisse Freiheil. gj» und G. Liebe in Mitteilungen a. d. hist. Littcratur XIX p. 308 werfen mir Un- 724 Nachträge und Berichtigungen. Vollständigkeit des dargebotenen Materials vor, ersterer mit dem starken Ausdruck, ich hätte mich von der Bequemlichkeit der Benutzung leiten lassen; ich lehne diesen Tadel ab. Wie die Verhältnisse lagen, war es mir einfach unmöglich, die Forderung der Vollständigkeit zu erfüllen, ganz abgesehen von der Frage, ob diese Vollständigkeit in einem vernünftigen Verhältnis» zu den Mehrkosten und der Mehrarbeit gestanden hätte. Die Masse der gedruckten Urkunden schwillt nachgerade in bedenklichem Maße an (s. z. B. das Rappollsteiner Urkundenbuch von Albrecht) und die Forschung wird nicht mehr im Stande sein, dieses Material zu bewältigen und zu, verarbeiten. — Schon im 16. Jahrhundert sind einige Klöster in Worms aufgehoben worden; so verleibte man z. ß. den Besitz des Augustinerklosters dem städtischen Spital ein; das Archiv des Augustiner - klosters wurde im Spital aufbewahrt, aber mit grofser Sorglosigkeit. Bei den schrecklichen Kriegswirren des 17. und 18. Jahrhunderts ging die Verschleuderung der Klosterarchive unaufhaltsam weiter und vollends zur Zeit der Revolution, wer kümmerte sich da noch um Urkunden? Diese wurden vernichtet oder verschleudert. In, Händen von Antiquaren und Privaten finden sich heutzutage noch viele Wormser Urkunden, solche sind in die entlegensten Orte verschlagen worden und nur durch gütige Mitteilungen, oder durch Zufall habe ich zuweilen Kenntnis davon bekommen. Bresslau und Wyfs haben einzelne Verbesserungen gegeben, letzterer wirft mir im Übereifer Versehen vor, die ich bereits verbessert habe, wie z. B. 7,16 feudi), wofür p. 738 das richtige f'undo gesetzt ist. 21.27 decem solidos hall, minus uuo hallensi. 33.28 unum commune sit pactum. 34,8 collegialium ecclegiarum. 34,3 munimen. 34, 10 statt tempore oder 738 reapse lies reeipere. 69, 13 negligentes, volumus. 81,21 G. Smutzeln eime rythere. 148,2 Limmelzun statt Kunnelzun. 163,36 qui anno statt animo. 164,10 sedeeim w. «int diete. 164,12 und 13 quatinus statt quantinus und quantus. 169 nr. 242 s. die Bemerkungen von Wyf» p. 155 f. Bischof Gerlach wurde am 18. Bez. 1332 ermordet, der Brief fällt also nach diesem Datum. 170 nr. 243 abgedruckt bei K. Müller, der Kampf Ludwig» des Baiern mit der Hämischen Kurie. 1. Band. 'B&bingen 1879 p. 389. 182 nr. 259 abgedruckt bei K. Müller l. c. p. 392. Die Bemerkung von Wyfs p. 156 Note 1 gegen die Zuverlässigkeit meines Textes ist unbegründet. 187 nr. 273 abgedruckt in Böhmer Fontes I, 214. Die Zweifel Bresslau's an der Richtigkeit meines Textes sind ohne Grund. Eine nochmalige Vergleichung hat eine Variante ergeben: 187,24 heidew statt heyden. 191 nr. 280 abgedruckt bei K. Müller l. c. II, 253. 205 nr. 306*. — 1339. Nov. 29. — Kaiser Ludwig erklärt den Tlieodorich von Meckin- heim Decan und Verwalter des Wormser Ilochstifts, in dos Roiches Acht, weil er ein Reichsfeind ist. Mach dem Or. im Münchener lieichsarchiv abgedr. bei W" l. c. II, 363. 206, 34 Cleselinum statt Cleselmu. 208, 2 ohtinuit confirmari, se. 219 nr. 311*. — Wiesbaden 1340. Mai 5. — Theoderich von Meckinheim, Domdeka« in Worms, gelobt Kaiser Ludwig und dem Erzbischof' Heinrich von Mainz g ell ° sam zu sein. Nach dem Or. im Münchener Reichsarchiv gedr. bei M» l. c. II, 364. Nachträge und Berichtigungen. 725 232 nr. 327 handelt, es sich nicht um einen Kanal, sondern um die Unterhaltung einer Daclikandel. 989, M als dicke er abe geet. 334,22 Winternheim nicht Wintersheim. 463 nr. 723 muß es im Hegest statt Zvvangsdarlehen (Kontribution heißen. 540,38 und 543,36 Hol derbeyrncr. 551,31 von Smidoberg. 557,4 statt Heinedefdin /. Ilemedesdur. "3(5, 10 Fritzsche Herren nicht herren. 668, 37 Glehesadel statt Clehefudel. 893,7 vermutet Wyjs Jlymsder, die gleiche Person wie p. 557,4, der 1381 in Prag studierte. 717. Der in der Urkunde von 1145 genannte Ort Chircheim ist nicht wie im Register p. 781 angegeben Kirchheim - Bolanden, vielmehr Kirchheim an der Eck bei Frankenthal. 727,'.' H, Cruthsac nicht Oricchsac, wie Baur liest, vgl. ÜB. I. Register p. 417. •28 nr. 312*. Hentzuschen nicht Hentzuscheim; actioni et iuri; Oonradus de Berge- heym, vgl. ÜB. I, 133, 16; pueris et aliis heredibus; Epingin nicht Epingen; Sigelo nicht Slgobo. 769 Spalte links Berg ist Gonradus zu streichen und unter Bergheim zu setzen. 7J7 Duntzensheym ist nicht Duntzenheim im Elsafs, sondern Dintesheim KA. Alzei. 804 Eppingen, H. de, miles 1263: 728. "12 Geszbeszheim, Geiszpiszheim = Gabsheim KA. Oppenheim. 819 Gudemberg = Guttenberg bei Neckarmühlbach. 835 Herre, Fritzsche, von Lüszelnheim 13 9 Marci nicht Marii, vgl. o. 440, 34. ")10; 39 das Komma zwischen Coloniam Agrippinam ist zu streichen. 26, 25 afflixit*. 31,63: 6 kal. sept. 33, 23 claustri. "« Note 4. Über Buggo s. M. Iluffschmid in Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins N. F. VII, 70 f. Unrichtig ist dessen Bemerkung, daß erst die Zimmer sehe Chronik 2. Aufl. I, 152 und Flersheim ihn einen Herrn von Ahorn nennen; denn beide benutzen jedenfalls die jüngere Bischofschronik ». o. Einleitung p. XXIV. ""•46: 16. Febr. 1171 nicht 13. April; die Angabe bei Oiesebrecht V 694 ist falsch. "i 19 Über die Hildegundis, vgl. Iluffschmid in Zeitschrift f. Geschichte des Oberrheins N. F. VI, 430. VII, 74. *>,«Q cap. 40 nicht 4°. 52, 4u milites de E. 65, 4T: 1294. 726 Nachträge und Berichtigungen. 65 Note 1. Über Eberhard II vgl. Huffschmid l. c. VII p. 72 f. 69 zum Kapitel LIV vgl. K. Müller, der Kampf Ludwig« von Baiern mit der Hämischen Kurie 1, 286 f. II, 109 ff. 233. 72 Note 2 über Eckard von Ders vgl. die mir unbekannte Schrift (Dias.) von Wiemann, E. v. D. Halle 1893, ferner Fr. Kummer, Die Bischofswahlen in Deutschland zur Zeit des großen Schismas 1378 — 1418, vornehmlich in den Erzdiözesen Köln, Trier und Mainz. Jena 1892 p. 138 f. 73,24: 6' a feria. 74,4« ist die Note 6 weggefallen: 6. Uli. II, nr. 880. 75 Note 2 über Matlhaeus von Krakau vgl. Kummer l. c. 139. Th. Sommerlad, Matthaeus von Krakau. Diss. 1891. Halle. Dieser weist die Herkunft aus Krakau nach p. 8 ff. 77 Note 2 über Johannes von Fleckenstein vgl. Kummer l. c. p. 141 f. 78, s das Komma nach Michaelom ist zu streichen. 88, 4ß profugatis. 108,10 Willigiso. 117,27 composuity, et illi etc. 140 Note 3 zu streichen s. Megister. 160, 24 Lumersheim. 175,28—177,2. Über Bischof Landolf s. auch Zimmersche Chronik ed. K. A. Barack, 2. Aufl. 11, 534. 183, 12 RudelHheim. 223, 24 Gimslieim. 254,.') Johann von Aschaffenburg, vgl. 259, 40. 315,42: p. 304, so nicht 301,4.1. 331,32 her. 373,32: 14!)2. 390,17 Walszpurg, so in den Ratslisten und Akten; die urkundliche Form lautet Walsporn e. 429, 38. 401,47. 1496 war nicht Krard (dieser ist auch im Register zu Ulmann, Maximilian I Band II, 778 zu streichen), sondern Johann von Horu Bischof von I/üttich. 413, 13 Kaut'lms. 429, 37; 42 Wilhelm Bonn. 431,11 Jost Wickel. 449,17 Iiemspach. 489,35 I'otre amas me. 503, 17 das Komma nach dechanten ist zu streichen. 553, 8 Am 23. Den. 1435. 553,58 Kylianstag. 609, 3 K. Windeck burgermeister. 670 «palte rechts Burgman 253, 43 ff. 675 Sp. rechts Diven, Kdelwinus 153, 2:1. 676 Sp. links Duchkauff, Claus 591, 34. 678 .Sp. rechts Fleckenstein, Job. von 259, 38. Michel von, can. eccl. m. W. 1507: 512, 45. 681 Sp. rechts Gostenhoffer, Conrad 325,18. 683 Sp. rechts Heinrich, Pfalzgraf 1523—1552. 685 Sp. rechts lloltmunt, Heinricus 159,1 statt 59, II. 703 Sp. links Sobernheim, Joh. von 1426. Tafel I. 1550. 5- Die Siegel der Stadt Worms. (Beilage zu den «Quellen zur Geschichte der Stadt Worms». III. Band.) Tafel I. 1486. 3- 1521. "Weidmannschc Buchhandlung in Berlin. 1310. 1287. 2- 1550. 1413. 1503, Quellen zur Geschichte der Stadt Worms. III. Band, Tafel II. ftSKaN^ B01^LWc>gi SSHPgRg VWPJWiT&ffi Ältestes Wappen der Stadt Worms mit dem Schlüssel, 1507. Vv'eidmannsche Buchhandlung in Berlir s. III. Band. Quellen zur Geschichte Aar Qt-i/4* \\ III. Band Tafel III. ItUI Htm vf-~>\>wmitt? twwergptatr-r' iram^ dmswax oxnio; (ik Wotrf ativtUim^^ftdn^c^ttJCt^^ß^^^wont^ autu^vmumt \m*^mvdce nmi lirjgpteti) -tmnbpnutvdi &m cotit>ttu>n& wfcyuari &rtce»m>& ym\$ myx -murin, h»t V*& 1* u/ r-*£ 4tt>ffcr £> nuu«^^m«^ , A> con^VmatCr) %tyb^y&cÄtywu^ tir^iXyu-tntn^j^ «rtOvwt«p<7>^wtt^ \ou^^^^px»tv*(mSt tnuajwnr (am** lty^&Bfh¥r*fimottt&^' ? ? cl^ J Z &$&&&& Xtttm&a**^* 1 WjWct ftiur* v^ ttt&cefjtwf uifc^ßne^e: »njaitio *?z ypewivtofe &a&.y$t* tyrC&atr. &> crnmtHfiu^rn^zoy^ *y> )to *nu4j :ir, /"W **?«5C ^^m v au . ,^_ _______ \'(m uv»*c- 7-pVW»l p,KZ«rf^Y 4^-^*3 yt*~X -2f*VV»-vC h*-*-, >v< 7 ■* ' J*!!*" .' " Stadtarchiv Worms, Band 1924. Weidmannsche Buchhandlung in Berlin. Quellen zur Geschichte der Stadt Worms. III. Band. Tafel IV (b). ~r. ------ .....,, *---------- % I I >M&Ji« üs&r ^-v9 i^/O^-t^XJ^ ^L^^, ■H r »** Stadtarchiv Worms, Band 1924. Wridmannsche Buchhandl nn S in Berlin. Quellen zur Geschichte der Stadt Worms. III. Band. Tafel V (a). r v M >,/ \d,i'^r \vz-i $j<*>~- ^Vvw «^vr^ .yzrr^yvjprr) ""rJbMV ( \)vvyw>yC &£" &&L ftift**) <^rv^T V» ^ '****- -&**- &**- WW^fö^W»'*- . . . I 1 r Stadtarchiv Worms, Band 1925. Wcuinumische Bucliliandlung in Berlin. PO P-. e-t- SS O tr 3 o 'S B Ol 00 SD 3 P-. CO to cn ) m. & v/ ir A^^aÄfe ^ tetVrre« -^ / ~ a -^ ry &r&~^ •**■ f«y** ^ 'P-TT7, "hl] c^-/P*^^ l fW^. SÄ i' < ^ N öitö *r& W WMft Q JL 3 N c "1 O ET CA ß o g 3 3 pH SB < •^■■BKB« Tafel VI. DcObi Jim V«r ^rtUtuicn .'t?ci ivitrfptv i>eit T*C(? lai^ti- ivifftj fnnKirmubm^T Ij'f'nlj! « «um .VtjM,itoi :Vc rwl u;n |0r?>v s s o I ET n =T rt o 3 Od 0 Quellen zur Geschichte der Stadt Worms. III. Band. Tafel VI. ~^ v - - ■ i --■■■■ „ ■-*- ..CK"'' £fj ^ ') . Sil 3» TXK&mhtini.- _ **». ' i heb /■ rLbl' - *• I i- ---- U#chffim i»' 'av f !" , ~ Jühi»» *. k m Bf ' '■ % " - 'T'i'H."'' ■'■'■' 4^ - Mi atfeä - j . Sorntltrlfii 1 H \v, j»-»? •'*^ v *~ VfL Skizze der Umgebung Worms nach P. Hamann. ■\Veidmannschc Buchhandlung in Berlin. ■