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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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EINLEITUNG.

Das Jahr 1386 ist ein Wendepunkt in der Geschichte der deutschenStädte. Der Versuch der Städte, neben dm Fürsten eine mafsgebendeStelle in der Tteichsverfassung einzunehmen, war endgültig (fescheitert. DieBündnisse verloren fortan ihre Bedeutung und jede Stadt suchte, nun, sogut es ging, sich oben zu halten' 1 .

Worms war aus dem Kampfe der Städte mit den Fürsten schwerbeschädigt hervorgegangen und seine Lage wurde nicht besser, als Pfalz-graf Ruprecht König wurde. Die Wormser Bürger mufsten seine Gunstdurch drückende Leistungen erkaufen, was aber nicht hinderte, dafs derKönig mit dem, Bischof gemeinsame Sache gegen die Stadt machte. Mitdem Akte der Huldigung, die die Wormser am 3. November 1400 demKörnig Ruprecht widerwillig leisteten, sehliefst der zweite Band desUrkundenbuches ab. Dem ursprünglichen Plane gemäfs hätte die Ur-kundenpublikation sieh bis auf das Jahr 1">2li erstrecken sollen, wobei ichfreilieh von der Voraussetzung ausging, ilafs die gesamte Urkundenmasscnicht mehr als zwei Bände füllen würde. Wider Erwarten war aber dieurkundliche Überlieferung viel reicher. Wollte ich bis 7/5,26' in der Artdes zweiten Bandes fortfahren, so bedürfte es noch zweier umfiingreichcrHände. Dazu konnte ich mich im Einverständnis mit Herrn Freiherrnvon Ileyl nicht cntschliefsen. Viel wichtiger ist die Veröffentlichung dererzählenden Quellen, sowie der Ergebnisse der Neuordnung des Archivs.Mögen Spätere die unvollendet liegen gelassene Aufgabe fortführen; fürdie Benutzer des Wormser Urkundenbuches genügt es, wenn ihnen eincinigermaj'sen vollständiger Überblick über den (Hang der vtrfassungs-gesehichtlichen Entwickelung der Stadt gegeben wird bis zur letzten Rach-

1 liurkard Zink lud ein lebhaftes Gefühl für die gefährdete isolierte Ijige derStädte, s. Buch IV in Augfiburger Chroniken II, namentlich p. 228 f.